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	<title>Deutsche Digitale Republik &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
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	<title>Deutsche Digitale Republik &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Wer regiert im Internet? &#8211; Die virtuelle Welt der Mikronationen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronation]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Nation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>Die DDR existiert seit 10 Jahren nicht mehr als realer Staat. Seitdem gibt es sie nur noch als virtuelle Welt im Internet,
in der Ostdeutsche und auch Westdeutsche die Vorzüge des sozialistischen Deutschlands preisen. Im Internet gibt es aber
zusätzlich zahlreiche Nationen, die einzig virtuell existieren. Diese sogenannten Mikronationen werden von Usern gegründet,
um selbst gesellschaftlich und politisch gestalten zu können.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Die DDR existiert seit 10 Jahren nicht mehr als realer Staat. Seitdem gibt es sie nur noch als virtuelle Welt im Internet,<br />
in der Ostdeutsche und auch Westdeutsche die Vorzüge des sozialistischen Deutschlands preisen. Im Internet gibt es aber<br />
zusätzlich zahlreiche Nationen, die einzig virtuell existieren. Diese sogenannten Mikronationen werden von Usern gegründet,<br />
um selbst gesellschaftlich und politisch gestalten zu können.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den letzten Jahren haben immer mehr dieser virtuellen Länder ihre Unabhängigkeit im World Wide Web ausgerufen. Allein<br />
in Deutschland gibt es mittlerweile schon über 50 Mikronationen, weltweit dürften es Hunderte sein.<br />
Jeder User kann Bürger einer Mikronation werden, er braucht dazu meist nur ein kleines Formular auszufüllen und muss eine<br />
eigene Email-Adresse besitzen. Danach kann er nach Herzenslust walten und gestalten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Und so sehen sie aus&#8230;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Staaten ähneln von den Grundzügen her ihren realen Pendants. Zumeist gibt der Webmaster eine Verfassung vor und<br />
dementsprechend die entsprechende Staatsform, doch danach können die normalen Bürger ihren Einfluss geltend machen. Sie<br />
können Parteien, Firmen und Organisationen gründen, Regierungsämter oder hohe Militärränge übernehmen, einer bestimmten<br />
Religionsgemeinschaft beitreten oder für eine der virtuellen Zeitungen schreiben. Durch Gesetzesinitiativen sind sie<br />
theoretisch sogar in der Lage, das Grundgerüst des Staates, die Verfassung, zu verändern.<br />
Herzstück der Mikronationen sind dabei die Foren. Abhängig von der jeweiligen Staatsform entweder Parlament oder Senat genannt<br />
tun dort die Bürger ihre Meinung zur aktuellen politischen oder gesellschaftlichen Situation kund.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die verschiedenen Nationen bieten politisch ein breites Spektrum. Es gibt Monarchien mit einem absolutistischen Herrscher,<br />
in der Regel dem Staatsgründer selbst, Republiken und parlamentarische Demokratien sowie sozialistische Staaten. Der<br />
Aufbau der einzelnen Nationen orientiert sich oftmals an realen Staaten. Die Verfassungen sind ähnlich und die Art und<br />
Weise der politischen Umsetzung erweist sich als sehr komplex. In Einzelfällen werden sogar eigene Sprachen entwickelt,<br />
die dann jedoch selbst die eigenen Bürger meist nur unzureichend beherrschen. Auf eine Nationalflagge, eine eigene Währung<br />
oder besser noch eine eigene Nationalhymne hingegen verzichten die Mikronationen nur selten. So begegnen dem unbedarft<br />
surfenden User dann Lobpreisungen in der Art von &quot;Schönes wunderbares Land, unvergleichlich bist du zu schaun! Von zarten<br />
duftigen Nebeln sind deine Küsten umhüllt.[&#8230;.] Oh schönes, wunderbares Land Tir Na nÒg&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Diplomatie mal virtuell</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das &quot;Leben&quot; in solchen Mikronationen mag für Computerfreaks schon interessant genug erscheinen, doch richtig spannend wird<br />
es erst, wenn diplomatische Beziehungen zu anderen virtuellen Ländern aufgenommen werden. So werden beispielsweise Allianzen<br />
und Freundschaftsverträge geschlossen. Höhepunkt dieser &quot;internationalen&quot; Verknüpfungen ist der Zusammenschluss von 18<br />
zumeist deutschsprachigen Mikronationen zur <a href="http://www.uvno.fr.fm/" target="_new" rel="noopener noreferrer">United Virtual Nations Organization</a> (UVNO).<br />
Diese besteht seit November 1999 und soll als Interessenvertretung fungieren und bei bilateralen Problemen eingreifen,<br />
denn auch in der Welt des Internets soll es schon zu Kriegen gekommen sein. In Kriegen wird meistens versucht, das gegnerische<br />
Forum auf irgendeine Weise lahmzulegen. Die UVNO besitzt selbstredend eine Charta und wird in näherer Zukunft sicherlich<br />
auch erste Resolutionen verabschieden. In der Vollversammlung wird jedenfalls angeregt über die unterschiedlichsten Themen<br />
diskutiert. Generalsekretär ist Andrés R. Chilavert aus der <a href="http://www.geocities.com/chilavert_ci/index2.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Volksrepublik Wolfenstein</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Mitglied der UVNO ist beispielsweise die <a href="http://www.freie-republik.de/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freie Republik Tir Na nÒg</a>.<br />
In dem virtuellen Staat angekommen, wird der User zunächst durch das landestypische &quot;Slainte&quot; begrüßt. Danach erfährt er,<br />
dass  Tir Na nÒg eine pazifistische,  parlamentarische, sozialdemokratische Republik ist, in der vor allem der Spaß an<br />
der Sache im Vordergrund stehen soll und es keinen Anspruch auf eine reale Existenz gibt.<br />
Ansonsten können sich die momentan gut 50 Bürger nach Herzenslust<br />
austoben und sich selbst als Politiker versuchen. So bietet sich ihnen<br />
ein breites Spektrum verschiedener Parteien an, von der konservativen<br />
Volkspartei bis zur Partei der Teufelsanbeter, denen sie beitreten<br />
können. Ihre politische Überzeugung geben sie dann im Parlament zum<br />
Besten. Darüber hinaus ist es möglich, in beispielsweise dem Institut<br />
für Grenzwissenschaften und Ufologie oder der Kirche zur Einführung des<br />
absoluten Gottesvertrauens aktiv zu werden oder besser noch eine ganz<br />
eigene Organisation zu gründen. In Wirtschaftsunternehmen wie dem<br />
Tirotel geht es nicht zuletzt darum, ordentlich Batzen zu verdienen &#8211;<br />
so nennt sich die offizielle Landeswährung &#8211; und diese dann auf das<br />
eingerichtete Konto in der Zentralbank zu bringen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Weitere Organisationen</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben der UVNO gibt es auch noch weitere internationale Zusammenschlüsse, die <a href="http://members.tripod.de/OrgFrieden/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Organisation für den Frieden</a>,<br />
die <a href="http://www.socialismus.de/Politik/Die_virtuelle_sozialistische_I/die_virtuelle_sozialistische_i.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Virtuelle sozialistische Internationale</a><br />
und die International Organization of Food Exporting Countries (<a href="http://pagina.de/iofec" target="_new" rel="noopener noreferrer">IOFEC</a>).<br />
Mittlerweile ist außerdem eine virtuelle <a href="http://www.geocities.com/xyhempyx/intermap15.gif" target="_new" rel="noopener noreferrer">Landkarte</a><br />
entstanden, auf der ein Teil der Mikronationen seine geographische Position verewigt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die mikronationale Welt erscheint auf den ersten Blick als ungeheuer riesig und es stellt sich schnell die Frage, wie viele<br />
Menschen wohl der virtuellen Entfaltungsmöglichkeit verfallen sind. Ohne Zweifel nur sehr wenige, denn obwohl sich die<br />
Mikronationen sehr viel Mühe mit ihrem Staat geben, verfügen nur die wenigsten von ihnen über mehr als 100 Bürger. Darüber<br />
hinaus beschäftigt sich vor allem ein spezieller Menschentyp mit dieser Mischung aus Spiel, Abenteuer und Politik. Der<br />
typische Bürger ist männlich und jünger als 40 Jahre alt. Nicht selten drückt er noch die Schulbank oder lauscht gelehrig<br />
den Worten eines Uni-Professors.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grundsätzlich gibt es zwei Hauptmotive für die Gründung von Mikronationen. Ein sehr wichtiger Aspekt ist der einfache Spaß<br />
an der Sache. Bei diesen Mikronationen finden bisweilen auch Fantasy-Elemente ihre Aufnahme, so basiert das<br />
<a href="http://www.drull.de/main.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Drullische Imperium</a> teilweise auf dem Computerspiel Battle Isle<br />
sowie den klingonischen Gesellschaftsaspekten aus dem Stark Trek-Universum.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Zuflucht im Netz</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Trotz alledem gibt es auch Mikronationen, die höhere Ziele anstreben oder anderweitig aus der Rolle fallen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hervorzuheben ist <a href="http://www.juga.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Cyber Yugoslavia</a>, das den Spalt zwischen Realität und<br />
Fiktion zu überwinden sucht. Diese Mikronation besteht seit September 1999 im ehemaligen Jugoslawien. In diesem Fall wird<br />
aus dem Spiel tatsächlich ernst, denn von den Kriegen auf dem Balkan getroffen, haben mittlerweile schon knapp 13.000 Menschen<br />
eine virtuelle Zuflucht in Cyber Yugoslavia gesucht. Es ist geplant, bei einer Einwohnerzahl von fünf Millionen Bürgern,<br />
wahrscheinlich sogar früher, eine Mitgliedschaft bei der UNO zu beantragen und somit als souveräner Staat zu gelten.<br />
Demnach will sich Cyber Yugoslavia ein Territorium von 20 Quadratmetern von der UNO erbitten, in dem es als Zentrum des<br />
Staates seinen Server platzieren kann.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine hochinteressante Geschichte verbirgt sich hinter der <a href="http://www.principality-sealand.net/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Principality of Sealand</a>.<br />
Am 2. September 1967 nahm der ehemalige englische Major Paddy Roy Bates die verlassene britische Militärbasis Roughs Tower<br />
entlang der englischen Ostküste in seinen Besitz, nachdem die Engländer diese räumen mussten, weil sie sich schon außerhalb<br />
des englischen Hoheitsgebietes in internationalen Gewässern befand. Bates siedelte dort mit seiner Familie an und verkündete<br />
die Unabhängigkeit von Sealand.<br />
Den Engländern gefiel das nicht besonders, so dass sie Bates mit Marineeinheiten zu provozieren versuchten, der dann auch<br />
tatsächlich alte Kanonenkugeln abfeuerte, die noch auf der Militärbasis herumlagen. Folglich wurde Bates vor einem englischen<br />
Gericht angeklagt. Das Gericht merkte jedoch an, dass es über ein Gebiet auf hoher See keine Jurisdiktion ausüben dürfe.<br />
Somit wurde indirekt die Souveränität Sealands bestätigt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eventuellen Nachahmern sollte an dieser Stelle mitgeteilt werden, dass eine solche Aktion mittlerweile nicht mehr möglich<br />
ist, da die Vereinten Nationen dies mit der Seerechtskonvention vom 10. Dezember 1982 verboten haben. Eine künstliche Insel<br />
in internationalen Gewässern darf nicht mehr für unabhängig erklärt werden.<br />
</span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wiedervereinigung online &#8211; all together oder jeder für sich?!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/deutsche-digitale-republik/wiedervereinigung-online-all-together-oder-jeder-fuer-sich-864/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/deutsche-digitale-republik/wiedervereinigung-online-all-together-oder-jeder-fuer-sich-864/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[shirsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1997 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wiedervereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutscher]]></category>
		<category><![CDATA[Westdeutscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Real ist sie schon zehn Jahre her, die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Doch wie sieht die deutsch/deutsche Koexistenz eigentlich im Netz aus - &#34;Einigkeit und Recht und Freiheit&#34; auf voller Linie oder eher Ossi-Wessi Kampf?!</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Real ist sie schon zehn Jahre her, die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Doch wie sieht die deutsch/deutsche Koexistenz eigentlich im Netz aus &#8211; &quot;Einigkeit und Recht und Freiheit&quot; auf voller Linie oder eher Ossi-Wessi Kampf?!</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei dem Begriff &quot;Wiedervereinigung&quot; spucken die Suchmaschinen vor allem eins mit Vorliebe aus: Chroniken zum <a href="http://www.dh-museum.com/~roehrig/ws9596/texte/kk/dhm/kk.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kalten Krieg</a>, zum <a href="http://www.chronik-der-wende.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Mauerfall</a> und zu den zahlreichen <a href="http://www.jura.uni-sb.de/Vertraege/Einheit/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Verträgen</a>.<br />
Alles schön und gut, aber das kennt man doch aus dem Geschichtsunterricht zu genüge.<br />
Viel interessanter als trockene Fakten sind die Insider-Infos von Ost und West, die verschiedenen Meinungen und Bilanzen über die Zeit nach dem Mauerfall. Also muss man etwas Kreativität beweisen um an solche, etwas verdeckten, Nach-Wende Erlebnisse zu gelangen. Hartnäckiges Absurfen der Linklisten wird belohnt: Von der virtuellen Verbrüderung Ost-West bis hin zum Wunsch des Wiederaufbaus der Mauer- das Netz bietet allen, die einen Blick über die digitale Mauer werfen wollen, das Gewünschte an, man muss nur wissen wo&#8230;! </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im <a href="http://home.t-online.de/home/confakt/trabant1.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">bayrischen Trabanten Club</a>  herrscht ein friedliches Miteinander, dort haben sich Trabi-Liebhaber zusammengeschlossen, um den Kult des Ost-Autos weiterleben zu lassen und die Wiedervereinigung unter einem &quot;besonderen Aspekt&quot; voran zu treiben.<br />
Was könnte sich dazu besser eignen als das putzige kleine Umweltverpester-Ding,auf das die DDR-Bürger oft jahrelang warten mussten? Nun hat es auch die südlichenGefilde Deutschlands erobert und tuckert fröhlich zwischen Bayern und dem Osten der, wohlgemerkt, vereinten Republik, hin und her.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die ultimative <a href="http://home.t-online.de/home/03588203188-0001/ossi.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer">Ossi-Seite</a> schlägt weniger versöhnliche Töne an.  Für Hardliner gibt es eine <a href="http://home.t-online.de/home/03588203188-0001/ossi_-_haup.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot;Klagemauer&quot;</a>, bei der jeder seinen Ärger über die &quot;arroganten Wessis&quot; und dasLeben nach der Wende ablassen kann.<br />
So hat ein anonymer Ost-Surfer die Wessis ganz klar definiert: &quot;der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es anders rum!&quot;. Damit der arme Westler nicht völlig unvorbereitet auf diese Sprüche trifft und nicht weiß, wie er nun den bösen Ossisgegenübertreten soll, wird er schon beim Betreten darauf aufmerksam gemacht, dass das Lesen der Seite für Wessis auf &quot;eigene Gefahr&quot; geschähe.<br />
Die Ossis zeigen sich dann aber plötzlich doch kulant und wollen &quot;den Wessis eine Chance geben&#8230;.!&quot;<br />
Vielleicht braucht es ja nur einen kernigen Wessi-Witz aus Wessi-Feder, um die Ossis milde zu stimmen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer nicht nur den polemischen Schlagabtausch sucht, sondern &quot;richtige&quot; Kommentare über die Wende und die Zeit danach, findet dies, wie der Name schon vermuten lässt, beim <a href="http://www.zonentalk.de/discus/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Zonentalk</a>.<br />
Hier erzählen Zeitzeugen, wie sich ihr Leben seit der Wiedervereinigung verändert hat, keinegroße Politik, sondern oft knallharte Erlebnisse aus dem Ost-Alltag. <br />
Die Ansichten über die Wende sind gespalten, einerseits gibt es solche, deren Leben sich seit der Wiedervereinigung verbessert hat, und die den Mauerfall in höchsten Tönen preisen, andererseits aber auch jene, die alles nach der Wende verteufeln, da erst der &quot;westliche Kapitalismus die Deutschen in arm und reich&quot; gespalten hätte.Die sozialistische Staatslehre lässt grüssen.<br />
Teilweise sind diese Schilderungen harte Kost, die enttäuschten Hoffnungen und &quot;Mauer-Schicksale&quot; können einen West-Surfer schon ins Grübeln bringen, ob politisch und wirtschaftlich alles richtig angegangen wurde. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Baut die Mauer wieder auf&quot; &#8211; die Absichten der  Aktion <a href="http://www.geocities.com/CapitolHill/9450/dindex.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Wiederaufbau&quot;</a> scheinen eindeutig, die Macher wünschen sich ihren Schutzwall gegen den Kapitalismus zurück und rufen die Bevölkerung auf, ihre Stimme für dieses Projekt abzugeben.<br />
Wenn dieses Volksbegehren genügend Unterstützung bekommt, soll die Mauer am 7.10.2000 wiederaufgebaut werden. Wo dies geschehen soll, wird nicht gesagt und  beimgenauen Hinschauen wird der Surfer auch beruhigt, alles sei reine &quot;Satire&quot; und natürlich nur als Spaß zu verstehen.<br />
Na, ob da nicht doch der Wunsch Vater des Gedankens war&#8230;?! Schließlich gibt es den Begriff &quot;Ostalgie&quot; schon etwas länger als die Netz-Ossiszum Mauerbau aufrufen und im Gegensatz dazu sind die Fans der Ost-Träume ganz real.<br />
Ob die &quot;Ostalgiker&quot; sich  tatsächlich den real existierenden Sozialismus oder vielmehr die kuschlige Plaste-und-Elaste Welt zurück wünschen, ist fraglich.<br />
Alles in allem ein amüsantes Projekt, schade ist nur, dass man nicht erfährt, wie viel Bürger diese Petition schon unterschrieben haben, denn gerade etwas über die Beteiligung an einer solchen Aktion zu erfahren, wäre schon sehr interessant.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch im Netz dürfen die berühmten <a href="http://212.46.108.200/discus/messages/227/82.html?Montagden5Juni20000956t" target="_new" rel="noopener noreferrer">Ossi-Wessi Witze</a> nicht fehlen, Doch kann man hier keinen netten Umgang zwischen Ost und West erwarten.<br />
Teilweise sind die Witze stark an der Grenze zur schlichten Beschimpfung, zumal sie immer auf das gleiche Ziel herauslaufen: die Gegenseite zu beleidigen.<br />
Einer der harmlosesten lautet: &quot;Ein Schwarzer und ein Weißer fallen in die Warnow. Wen rettest du? Natürlich den Schwarzen, der Weiße könnte ein Wessi sein.&quot; Man merkt, diese Art von Humor soll nicht  erheitern, sondern ist eher ein Ventil den angestauten Frust irgendwie loszuwerden. &quot;Ost-West-Rassismus&quot; in seiner reinsten Form. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass man aber nicht nur gegeneinander hetzen, sondern auch miteinander kommunizieren kann, versucht die <a href="http://212.46.108.200/discus/messages/227/264.html?964710748" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Ost-West-Kommunikation&quot;</a> Beweis zu stellen.<br />
Ossis und Wessis tauschen ihre Erfahrungen und Erlebnisse aus, die sie mit den &quot;Wesen des anderen Gebiets&quot;, gemacht haben.<br />
Eine tatsächliche Wiedervereinigungspage, die sich bemüht, die Mauer inden Köpfen durch Begegnungen abzubauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">   Virtuell herrscht nämlich eine ähnliche Stimmung wie im vereinten Deutschland, das Verhältnis ist gespannt.<br />
Selbst der Bundeskanzler hat den Nutzen der freundschaftlichen Ost-West Begegnung  erkannt und machte sich auf analogen Pfaden ein Bild von den &quot;blühenden Landschaften&quot;.<br />
Dass ein kühles Ost-Bier dabei echte Verständigung mindestens über Maschendrahtzäune hinweg stiften kann, wurde der real geeinten Nation eindrucksvoll bewiesen. </span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Offline vereinigt &#8211; digital geteilt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/deutsche-digitale-republik/offline_vereinigt_digital_geteilt-862/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Wiedervereinigung]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutscher]]></category>
		<category><![CDATA[Westdeutscher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Plaste und Elaste hatte die DDR zur genüge und selbst in Sachen
<a href="http://www.mobiltom.de/z1013.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Computertechnik</a> waren die &#34;Zonis&#34; gar nicht ohne.
Ob sie es jedoch jemals ins VE-Internet geschafft hätten? Und ob sie dort, auf ihrer Seite der
gigantischen nationalen Firewall, irgend jemand hätten treffen können, der sie verstanden hätte?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Plaste und Elaste hatte die DDR zur genüge und selbst in Sachen<br />
<a href="http://www.mobiltom.de/z1013.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Computertechnik</a> waren die &quot;Zonis&quot; gar nicht ohne.<br />
Ob sie es jedoch jemals ins VE-Internet geschafft hätten? Und ob sie dort, auf ihrer Seite der<br />
gigantischen nationalen Firewall, irgend jemand hätten treffen können, der sie verstanden hätte?</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Man stelle sich nur einen Moment lang vor, welch&#8217; hübsche Wortkreationen uns verloren<br />
gegangen sind, dadurch dass die Ossis schneller revoltierten als das Internet: Elektronische<br />
Tischauflage für Laptop, Stasischwätzanbindung für Intranet und schließlich gar das Internet<br />
als digitales Genossenanbindungsnetzwerk. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wer<br />
zu spät gekommen ist: die DDR oder doch das Internet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum Glück ist das Internet ein Ort, der sich wenig um schnöde historische Chronologie schert<br />
und so können heimwehgeplagte Ossis, Wessis, die es vor 1989 nie zur Tante nach Thüringen<br />
geschafft haben, und alle echten Spaßvögel eine Reise in Honis Welt unternehmen: Die DDR ist ein<br />
digitaler Wiedergänger. Und was für einer. Politisch wird es selten auf den DDR-Sites im Web,<br />
höchstens besinnlich. Es überwiegen jedoch die skurrilen Elemente, wobei das Spektrum von<br />
<a href="http://www.ddr-phillumenie.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> DDR-Zündholzheftchen</a> bis zum<br />
<a href="http://www.sandmaennchen.de/sandmaennchen.html/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Ost-Sandmännchen</a> in allen<br />
Lebenslagen reicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.ddr-im-www.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot;Achtung. Sie verlassen jetzt West-Berlin&quot;</a> wird der<br />
mutige Ost-Tourist gewarnt und wenn er sich per Mausklick an der Vopo vorbei geschmuggelt hat,<br />
dann ist er drin. Stilecht können Sie jetzt zu flotten Tönen schmissiger Melodien wie<br />
<a href="http://www.ddr-im-www.de/Musik-der-DDR/index.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot;Baut auf, baut auf&quot;</a> erfahren,<br />
warum die offizielle DDR Karl May nicht mochte, obwohl er doch die Initialen des großen<br />
Vorgängers trug. Dazu gibt es ein Forum, ein who-is-who des öffentlichen DDR-Lebens und jede<br />
Menge Photomaterial.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den Nervenkitzel der besonderen Art verspricht die <a href="http://www.ddr-ueberraschung.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
DDR-Überraschung</a>. Während Ihre Freunde öde Ferien auf Fidschi verbringen, können Sie<br />
stilechten Urlaub in einem DDR-Ausbildungslager für Stasi, Volkspolizei und NVA erleben.<br />
Schlappe 5200,- DM kostet die Zeitreise. Ob die allerdings vom Berufsbildungswerk anerkannt<br />
wird, ist fraglich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ja, und wenn Sie dann schon mal da sind, liegt eine kleine Rundreise durch den Arbeiter-und-Bauern-Staat<br />
doch nahe. Zunächst kaufen Sie sich eine ursige Rennpappe <a href="http://www.trabinet.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">(Trabi)</a> und<br />
besorgen sich eine <a href="http://www.mbn-digital.de/ddr/info_4.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Straßenkarte</a>. Die<br />
passende Hotelliste verrät Ihnen dann auch, welches Interhotel in Karl-Marx Stadt seine Tore<br />
für Sie öffnet. Als Beweis, dass Sie tatsächlich &quot;drin&quot; sind, dient ein postalischer Gruß. Die richtige<br />
<a href="http://www.mbn-digital.de/ddr/info_2.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Frankierung</a> erfahren sie ebenso, wie<br />
die passende <a href="http://www.ddr-im-www.de/eKarten/eKarten.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Postkarte</a> bereitliegt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Falls Sie, wieder zu Hause, <a href="http://www.honecker-im-internet.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"> Erich<br />
Honecker</a> vermissen sollten, kein Problem. Der Sonderzug ins DDR-Nirvana hält intime Details aus<br />
Honis Leben bereit. Zum Beispiel erfährt man hier, woher die Narbe auf der sozialistischen<br />
Denkerstirn rührte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Spaßige Volksgenossen, alberne Autos, putzige Souvenirs. Fast stimmt es melancholisch, dass<br />
all dies fürs reale Leben verloren ist. Kein Wunder, dass die DDR im Netz kulturell<br />
hochgehalten wird und strikt von der BRD getrennt existiert. Mag das Land analog<br />
wiedervereinigt sein, digital existieren zwei Welten. Ein Umstand, der Historiker und Ost-Fans<br />
erfreuen dürfte und doch gesellschaftspolitisch bedenklich ist. Zeigt er doch, dass der<br />
Osten bei all seinen systemischen Fehlern ein hohes Identifikationspotential hatte und noch hat.<br />
Auch im Netz wurde so die Chance einer echten Wiedervereinigung verpasst. Nun, rechtzeitig zu<br />
den Feierlichkeiten am 3. Oktober wäre es Zeit, umzudenken. Digital und analog.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum 10. Jahrestag der Wiedervereinigung wären endlich mal gesamtdeutsche Feierlichkeiten<br />
fällig: Eine Liebesparade mit Winkelementen oder ein Soli-Konzert der Münchner Freiheit für<br />
die Stasi-Rentner. Honi hätte am 3. Oktober eine eigene Fernsehsendung haben können oder<br />
zumindest einen Knast-Container mit Webcam. Karsten Speck, der ostdeutsche Percy Hoven,<br />
moderiert die Show dann gemeinsam mit Linda de Mol, der wahren west-deutschen Kati Witt. Die<br />
beiden tragen das modisch unterbewertete Outfit der Jungen Pioniere und statt des drögen &quot;Leb&#8217;<br />
so wie du dich fühlst&quot; hätten Silly und Karat ne richtig dufte Nummer aufgenommen und es damit<br />
mal von der Wittenberger Waldbühne runtergeschaft. Kati Witt wäre natürlich so oder so nach<br />
Amerika gegangen, hätte dort aber mit der <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/dederon.shtml"><br />
&quot;Pop-Gymnastik&quot;</a> richtig viel Geld verdient.<br />
Und ganz sicher sähe die gesamtdeutsche Medaillenbilanz in Sydney zum Tag der Einheit anders<br />
aus, hätte man die ostdeutsche Sportförderung beibehalten. Club-Cola statt Chianti für Franzi,<br />
dann stünden jetzt ein paar mehr Goldmedaillen auf der deutschen Bilanz.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Liste der deutsch-deutschen Versäumnisse ist lang. Im realen Leben schenkte uns die DDR<br />
den grünen Pfeil zum Rechtsabbiegen. Im Internet tritt der Arbeiter und Bauern-Staat den<br />
Beweis an, dass es ihn noch gibt. Die echte Webpage im Geiste der Wiedervereinigung, so<br />
zeigt unsere Rundreise, muss noch erfunden werden.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Die Realität ist ein herrlicher Ideenspender&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[aherrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Simulation]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Axel Lämmle]]></category>
		<category><![CDATA[Mikronation]]></category>
		<category><![CDATA[Politiksimulation]]></category>
		<category><![CDATA[Virtuelle Nation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Virtuelle Staaten sind im Internet zur Zeit auf dem Vormarsch. In diesen sogenannten Mikronationen versuchen die User,
selbst politisch und gesellschaftlich zu gestalten. Gründer solch einer Mikronation ist auch Axel Lämmle. politik-digital
hat mit ihm gesprochen und versucht herauszufinden, was den Reiz der politischen Einflussnahme im Internet ausmacht.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Virtuelle Staaten sind im Internet zur Zeit auf dem Vormarsch. In diesen sogenannten Mikronationen versuchen die User,<br />
selbst politisch und gesellschaftlich zu gestalten. Gründer solch einer Mikronation ist auch Axel Lämmle. politik-digital<br />
hat mit ihm gesprochen und versucht herauszufinden, was den Reiz der politischen Einflussnahme im Internet ausmacht.</b></span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Lämmle: Im September 1999 haben Sie die <a href="http://www.freie-republik.de/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freie Republik Tir Na nÒg</a><br />
gegründet. Als erstes drängt sich da die Frage auf, warum Sie diesen außergewöhnlichen Namen gewählt haben?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Der Name stammt aus der irischen Mythologie und beschreibt das sagenhafte &quot;Land der Verheißung&quot;, dies<br />
erschien mir als ein passender Name für ein solches Projekt&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was waren Ihre Motive, eine Mikronation zu gründen? Wo liegt der Reiz?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Ich interessiere mich schon seit meinem 15. Lebensjahr sehr für Politik, bin seit Jahren parteipolitisch<br />
aktiv und wollte ausprobieren, ob diese Art der Politiksimulation im Internet erfolgreich sein könnte. Mich reizte die<br />
Vorstellung, die Prozesse in einer Demokratie, Wahlen, Parteien, Regierungsarbeit u.s.w. zu simulieren, besser, neu oder<br />
einfach nur anders zu gestalten, oder vielleicht einfach zu lernen, wie schwer politische Arbeit tatsächlich sein kann&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sehen Sie Ihre Mikronation als ein reines Spiel bzw. Abenteuer an oder<br />
steckt mehr dahinter, beispielsweise die Umsetzung einer politischen Idealvorstellung?<br />
</span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="106"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/images/laemmle.jpg" alt="Axel Lämmle" border="1" height="123" hspace="0" vspace="0" width="106" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr width="106">
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Axel Lämmle</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><b>Axel Lämmle:</b> Dieses Projekt soll in erster Linie Spaß machen. Dass auf spielerische Art natürlich auch die Prozesse<br />
von Meinungsbildung, Gesetzgebung, Regierung und Opposition u.s.w. praktisch am eigenen Leib erfahren und gelernt werden,<br />
ist der zweite wichtige Aspekt.<br />
Die Freie Republik nennt sich &quot;sozialistisch&quot;, ohne aber andere Richtungen auszugrenzen. In erster Linie geht es um die<br />
Auseinandersetzung im positivsten Sinne mit den Mitbürgern.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Kennen sich die Bürger der Freien Republik auch persönlich oder<br />
besteht der Kontakt nur über das Internet?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Sowohl als auch. Es geschieht häufig, dass jemand einen guten Freund mit in die Freie Republik &quot;hineinzieht&quot;,<br />
weiterhin finden unregelmäßig reale Treffen der Bürger untereinander statt, aus denen sich durchaus auch Freundschaften<br />
entwickeln. Großteils kennen sich die Bürger aber nur aus dem Internet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Sehen Sie nicht die Gefahr, dass man sich als Bürger einer virtuellen<br />
Welt mehr und mehr von der Realität entfernt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Ich denke, dass eher das Gegenteil zutrifft. Wer  versucht hat, den Weg von einer &quot;Gesetzesidee&quot; über<br />
die Formulierung und Überzeugungsarbeit bis hin zur endgültigen Verabschiedung zu gehen, hat die Chance, den realen<br />
Gesetzgebungsprozess, der ja noch um ein vielfaches komplizierter ist, leichter zu verstehen. Damit wird meines Erachtens<br />
eher der politische Frust in der Realität abgebaut, weil man eben merkt, dass  es teilweise schon im Kleinen sehr schwer ist&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was für Menschen sind hauptsächlich Gründer oder Bürger einer Mikronation?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Zu 80% männlich im Alter zwischen 15 und 40 Jahren, ansonsten quer durch den Gemüsegarten, alle<br />
Schulabschlüsse und Einkommenshöhen vertreten, zumindest in der Freien Republik. Gemeinsam haben diese Bürger den Spaß am<br />
Internet und der politischen Simulation sowie den Wunsch, auf einem bestimmten Gebiet etwas bewegen zu können.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Auf den Seiten verschiedener Mikronationen ist öfter von Kriegen<br />
untereinander die Rede. Da stellt sich doch die Frage, wie so ein virtueller Krieg geführt wird, durch Hackerangriffe?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Hacking-Angriffe sind verpönt, ebenso Mailbomben oder Virusattacken. Kriege unter den Mikros laufen<br />
in den Foren ab, in dem man durch geeignete Programme versucht, das Forum, welches ja der zentrale Teil der Kommunikation<br />
eines Landes ist, durch massenhafte Unsinn-Einträge vorübergehend lahmzulegen. Sie sind aber eigentlich eher selten und<br />
gelten gemeinhin als Ärgernis. Die Freie Republik beteiligt sich nicht an solchen Kriegen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Mikronation <a href="http://www.juga.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Cyber Yugoslavia</a> scheint ihre Seite wesentlich ernster<br />
zu nehmen als andere. Es ist sogar geplant, bei fünf Millionen Einwohnern, wahrscheinlich sogar früher, eine Mitgliedschaft<br />
in der UNO zu beantragen. Was halten Sie von dieser Verschmelzung zwischen virtueller und realer Welt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Axel Lämmle:</b> Es ist Usus unter den Mikros, dass diese absolut virtuell sind und keinen Anspruch auf reale Existenz<br />
erheben. Mikros, die einen solchen realen Anspruch haben, werden nicht in das virtuell-außenpolitische System integriert.<br />
Cyber-Yugoslavia ist auch eher als Oppositionsbündnis gegen das real herrschende Regime zu verstehen, weniger als eine<br />
Mikronation im klassischen Sinne.<br />
Eine echte Vermischung beider Welten halte ich für nicht geeignet,<br />
lässt sich aber manchmal aus tagesaktuellem Anlass nicht vermeiden.<br />
Aber auch dies kann ja ein Vorteil sein: Eine virtuelle Rentenreform<br />
dürfte auch virtuell eine schwer zu knackende Nuss sein und somit<br />
Verständnis für die reale Politik wecken. Weiterhin ist die Realität<br />
natürlich ein herrlicher Ideenspender&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Lämmle, wir bedanken uns für das Gespräch.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Interview führte Arnd Herrmann<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Mauer im Mund</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/deutsche-digitale-republik/die_mauer_im_mund-871/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsche Digitale Republik]]></category>
		<category><![CDATA[Ostdeutscher]]></category>
		<category><![CDATA[Westdeutscher]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Zwei Staaten - Ein Volk - Eine Sprache. So dachte man zumindest in westdeutschen Wohnzimmern und
vielleicht auch in ostdeutschen. Und als die Mauer fiel, war der Schrecken groß: &#34;Eene
Ketwurst rin in den Dederon&#34; schallte es über den deutsch-deutschen Schutzwall. &#34;Was sprechen
die?&#34; fragte man sich auf beiden Seiten, als der erste Jubel verebbt war.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Zwei Staaten &#8211; Ein Volk &#8211; Eine Sprache. So dachte man zumindest in westdeutschen Wohnzimmern und<br />
vielleicht auch in ostdeutschen. Und als die Mauer fiel, war der Schrecken groß: &quot;Eene<br />
Ketwurst rin in den Dederon&quot; schallte es über den deutsch-deutschen Schutzwall. &quot;Was sprechen<br />
die?&quot; fragte man sich auf beiden Seiten, als der erste Jubel verebbt war.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nun wächst seit zehn Jahren endlich zusammen, was schon immer zusammen gehörte. Das gilt<br />
nicht nur für geteiltes Leid und halbe Freud&#8217; angesichts deutscher Konjunkturschwankungen und<br />
gemeinsamer Fernsehprogramme, sondern auch für den deutschen Sprachgebrauch. politik-digital hat<br />
im ost- und westdeutschen Bekanntenkreis nach verschollenen Begriffen geforscht, die Deutschland<br />
eigentlich erhalten bleiben müssten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und da die DDR mit der BRD wiedervereinigt wurde, haben wir kaum Ost-Begriffe gefunden, die alte<br />
Westvokabeln verdrängen konnten. Wenige Ausnahmen: Mitropa und Gesamtvollstreckung. Hier unser<br />
vorläufiges Lexikon, gegliedert nach ostdeutschen Lebenssituationen:<br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Essen und Trinken</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Ketwurst</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Hotdog</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Grilletta</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Hamburger</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Broiler</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Brathähnchen, ganz kosmopolitisch vom englischen &quot;to broil&quot; abgeleitet</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Sättigungsbeilage</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">appetitlicher Begriff für Nudeln, Kartoffeln und Co.</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Schlagersüßtafel</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Schokolade mit dem weltniedrigsten Kakaoanteil. Inzwischen neuaufgelegt, mit etwas höherem Schokogehalt.</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Pflastersteine</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Lebkuchen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Honeckers Krönung</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">kaum genießbare Kaffeezusatzmischung</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Kaviarbrot</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Baguette</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Warenwelt</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Kaufhalle</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Supermarkt. In ostdeutschen Nachwendezeiten übrigens oft Verbrauchermarkt genannt.</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Konsum</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>K</b>auft <b>o</b>hne <b>N</b>achzudenken <b>s</b>chnell <b>u</b>nseren <b>M</b>ist</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Dederon Beutel</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Einkaufstasche</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Goldstaub</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">kaum erhältliche Produkte</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Deli</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Delikat-Läden für teure West- Lebensmittel</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Mode und Körperpflege</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Genex-Hose</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Die echte DDR-Jeans</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Nieten-Hose</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">alle anderen DDR-Jeans</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Marmor-Hose</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Stone-washed Jeans</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Nicky</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">T-Shirt</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Römerlatschen</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Sandale</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Tellermine</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Mütze der DDR-Armee</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Pferdedecke</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Umhang der DDR-Armee</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Gurken</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Schuhe aus DDR Produktion</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Heißluftdusche</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Fön</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Haftschalen</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Kontaktlinsen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Mondos</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Synonym für Kondome</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Politik und Gesellschaft</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Winkelemente</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Papierfähnchen bei offiziellen Veranstaltungen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Bonbon</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Parteiabzeichen der SED</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Horch und Guck</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Stasi</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Falten gehen</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">wählen gehen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">DSF</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Deutsch-Sowjetische Freundschaft</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Kaderabteilung</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Personalabteilung</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Aluminium Mark</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">DDR-Geld</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Fehlersitzung</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Krisenrat</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Subbotnik</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">freiwilliger, unbezahlter Arbeitseinsatz</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">TGL</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">DIN-Norm des Ostens</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Wohnen und Freizeit</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Datsche</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Wochenendhäuschen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Mielkes Bande</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Berliner Fußballclub Dynamo, von der Stasi geleitet</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Schließfächer</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Plattenbau-Wohnungen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Geflügelte Jahresendfigur</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Engel.<br />
			Angeblich von der west-deutschen Satirezeitschrift Eulenspiegel<br />
			erfunden und über dunkle Kanäle in die DDR eingeschleuster Begriff.</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Frösi</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">DDR-Jugendzeitschrift</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Rennpappe</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Trabant</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Brettsegeln</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Surfen</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Pop-Gymnastik</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">Aerobic</span></td>
</tr>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="130"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063">Urst</span></td>
<td width="370"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce">&quot;super&quot;, &quot;doll&quot; oder &quot;toll&quot;, z.B. &quot;die schmeckt urst gut, die Ketwurst.&quot;</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Feiern Sie mit uns: 10 Jahre Deutsche Einheitssprache. Mailen Sie uns ihre verschollenen Vokabeln aus Ost und West!<br />
</span></p>
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