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	<title>Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Wissen entsteht in den Köpfen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Wenn man die Begriffe zusammenträgt, die die gegenwärtige bzw. gerade anbrechende Gesellschaftsform charakterisieren sollen, so tritt viel Ratlosigkeit zu Tage: quot;postmoderne&#34; Gesellschaft ist schlichtweg falsch, &#34;postindustrielle&#34;        Gesellschaft ist zutreffend, aber wenig aussagekräftig. &#34;Informationsgesellschaft&#34;        hat einiges für sich, und doch greift dieser Begriff zu kurz.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Wenn man die Begriffe zusammenträgt, die die gegenwärtige bzw. gerade anbrechende Gesellschaftsform charakterisieren sollen, so tritt viel Ratlosigkeit zu Tage: quot;postmoderne&quot; Gesellschaft ist schlichtweg falsch, &quot;postindustrielle&quot;        Gesellschaft ist zutreffend, aber wenig aussagekräftig. &quot;Informationsgesellschaft&quot;        hat einiges für sich, und doch greift dieser Begriff zu kurz.<br />
<!--break--><span style="font-size: x-small"> </span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Breiter, übergreifender ist der        der &quot;Wissensgesellschaft&quot;. Was hat man sich genau darunter        vorzustellen? Jürgen Rüttgers, ehemaliger Forschungsminister        und CDU-Kandidat für das Ministerpräsidentenamt in Nordrhein-Westfalen,        hat sich dieser Frage in seinem Buch &quot;Zeitenwende. Wendezeiten.        Das Jahr-2000-Projekt: Die Wissensgesellschaft&quot; (Berlin 1999)        angenommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"></span>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p class="normal">
<span style="font-size: x-small">Rüttgers erkennt zutreffend,        daß Information noch nicht Wissen ist, weil Wissen nur in        der menschlichen Köpfen entsteht, wenn Erfahrungen gemacht        und Informationen umgesetzt werden. Deswegen plädiert er für        mehr Bildung und erneuert seine Vorschläge zur Verbesserung        der Ausbildung &#8211; Vorschläge, die nicht neu sind. Gleichzeitig        verkennt er nicht, daß Wissen und Bildung nicht alles sind,        denn er betont, daß Werte nötig sind, um die Gesellschaft        zusammenzuhalten.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small">Rüttgers will den Menschen, die die Globalisierung        fürchten, neuen Mut machen, und eine positive Entwicklung mit        Chancen für alle aufzeigen. Er befürwortet einen breiten        gesellschaftlichen Dialog über Chancen und Risiken der heraufziehenden        neuen Gesellschaft und gibt auch Fehler zu. Interessant ist auch,        daß er sich in seinem Anliegen, den Bürgern die Furcht        vor der Globalisierung zu nehmen, trifft mit Oskar Lafontaine, der        gemeinsam mit seiner Frau 1998 ein Buch mit ähnlichen Intentionen        geschrieben hat.<br />
Und doch spricht, wie man mit vielen Beispielen zeigen könnte,        Rüttgers als Konservativer, z. B. dann wenn er behauptet, die        von Helmut Kohl 1982 beschworene geistig-moralische Wende habe stattgefunden.</span>
</p>
<p>
<span class="fett">Was ist die Wissensgesellschaft?</span></p>
<p>Es ist eine Gesellschaft, in der Wissen (und nicht Boden oder Kapital)        der entscheidende Produktionsfaktor geworden ist und die Mehrheit        der Menschen in der Erstellung und Verarbeitung von Wissen tätig        ist.<br />
Allerdings sieht er Bildung und Wissen überwiegend funktional.        Eine längere Ausführung über die Rolle der Wissenschaft,        in der er die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit von Wissenschaft        und Unternehmen postuliert, endet mit den Worten &quot;Denn sonst        (wenn Wissenschaft nicht zur Prosperität beiträgt, K.P.)        bleiben die Wissensproduzenten auf ihren Ergebnissen sitzen, wenn        sie sich nicht rechtzeitig auf Geschmack und Anspruch der Wissenskonsumenten        einstellen.&quot; Wer sind die &quot;Wissenskonsumenten&quot;? Wenn        er die Bürger meint, so kann seine Forderung eine Abwärtsspirale        auslösen: Wo bitte sollten die Wissenschaftler denn aufhören        in ihrer Anpassung an &quot;Geschmack und Anspruch&quot; der Konsumenten,        auf dem Niveau von Focus und Spiegel oder dem der BILD-Zeitung?</p>
<p>Wenn er, und so ist der Zusammenhang eher zu deuten, die Unternehmen        meint, so kann seine Forderung zu kurzatmiger, nur anwendungsbezogener        Forschung führen. Hier könnte er die Forderung, Bildung        und Wissen zum Kernthema der anbrechenden Gesellschaft zu machen,        doch etwas ernster nehmen und dem Wissen einen Eigenwert zusprechen,        der auch gegen kurzatmige Vermarktungsinteressen zu verteidigen        ist. Realistischerweise wird ein Wissensmix gebraucht zwischen Anwendungs-        und Grundlagenwissen. Denn auch bei eher funktionaler Betrachtungsweise        ist eine Konzentration auf das in absehbarer Zeit Markttaugliche        recht hinderlich: Denn das Grundlagenwissen von heute kann sehr        wohl das Anwendungswissen der zukünftigen Generationen sein.
</p>
<p>
<span class="fett">Arbeit für alle</span></p>
<p>Die Umfragen der letzten Jahre zeigen immer wieder, daß den        Menschen in Deutschland vor allem die Arbeitslosigkeit Sorgen bereitet.        Die Meinungen der Fachleute hierzu sind gespalten zwischen denen,        die das &quot;Ende der Arbeit&quot;, also das Ende der Vollbeschäftigung        und den Rückgang der klassischen Erwerbsarbeit feststellen,        und denen, die nach wie vor Vollbeschäftigung für möglich        halten. Ebenso wie Lafontaine hält Rüttgers die Vollbeschäftigung        für möglich, wenngleich er natürlich einen anderen        Weg zur Vollbeschäftigung empfiehlt als Lafontaine. Es ist        erstaunlich, zu sehen, wie die scheinbar in jeder Weise zueinander        im Gegensatz stehende ökonomische Nachfrage- und die Angebotsorientierung        in dem Punkt übereinstimmen, Vollbeschäftigung sei möglich.        Bei Rüttgers ist dies um so erstaunlicher, da er weiß,        daß in den letzten 35 Jahren in Deutschland das Arbeitsvolumen        deutlich zurückgegangen ist, obwohl die Zahl der Beschäftigten        zugenommen hat. Die Beschäftigtenzahl konnte nämlich nur        zunehmen wegen der gleichzeitigen Arbeitszeitverkürzung, die        wenigstens einen Teil der Produktivitätsgewinne in Freizeit        umgewandelt hat.
</p>
<p>
Wird die Wissensgesellschaft die weggefallenen Arbeitsplätze        in der industriellen Fertigung in ausreichender Zahl ersetzen? Sind        die von der Industrie &quot;Freigesetzten&quot; für Wissensarbeit        qualifizierbar? Wird es überhaupt Wissensarbeitsplätze        für alle geben? Diese Aussage ist recht zweifelhaft, denn Wissen        ist reproduzierbar und in der ganzen Welt verteilbar. Was Produkte        für Endkonsumenten angeht, hat die Masse der Konsumenten zumeist        keine hohen Anforderungen an &quot;Wissensprodukte&quot;, so steht        eher eine Entwicklung wie in der bundesdeutschen Fernsehwelt der        letzten 15 Jahre auf der Tagesordnung: Ausweitung der Programme        durch viel Beliebiges, Durchschnittliches. Die Talkshow und der        Internet-Chat ersetzen schon heute den Klönsnack in der Stammkneipe.        Mediennutzung an sich ist aber noch nicht Wissensvermehrung. Das        gilt auch für das Internet, dem z.B. das Prognos-Institut eine        Zukunft als &quot;normales&quot;, also eher passiv konsumiertes        Medium vorhersagt.
</p>
<p>
Wie anders, wie ergreifend ist da die Bemerkung von Viviane Forrester        (V. Forrester, L\&#8217;horreur économique. Paris 1996), über        den Wert, den Bildung gerade auch für die haben kann, die von        der Erwerbsarbeit ausgeschlossen sind: Sie sagt, Bildung könne        ihnen vielleicht doch die Möglichkeit zu einem erfüllten        Leben verschaffen.
</p>
<p>
<span class="fett">Welches Ziel hat Bildung</span></p>
<p>Glücklicherweise verharrt Rüttgers nicht durchgängig        auf der ökonomischen Funktionalisierung der Bildung. Vielmehr        führt er zurecht aus, daß Bildung zur Verantwortung führen        muß, und daß &#8211; in Anlehnung an Hans Jonas &#8211; Verantwortung        immer die Verantwortung für andere Menschen ist. Darüber        hinaus verschafft Wissen Orientierung. Und es läßt sich        hinzufügen: Wissenserwerb und Wissensvermittlung verschaffen        Freude und Glück, auch wenn sie ohne wirtschaftlichen Zweck        geschehen. Der Glaube, das Plädoyer für die Bildung wirtschaftlich        legitimieren zu müssen, verrät eigentlich ein mangelndes        Vertrauen in die zivilisierende Wirkung von Bildung.
</p>
<p>
<span class="fett">Was fehlt in seinem Buch?<br />
</span><br />
Auch, daß er manche Themen nicht anspricht oder sich vom Leibe        hält, sagt einiges aus über Rüttgers. Beim Thema        Übergang von der Industrie- zur Wissensgesellschaft fällt        einem sofort das Thema Ökologie ein. Wenn immer mehr Menschen        in ihrer Arbeit Wissen als Rohstoff haben und Wissen als Produkt        erzeugen, so könnte das &#8211; politische Zielvorgaben vorausgesetzt        &#8211; den Verbrauch an Rohstoffen und Energie senken. Dieser Gedanke        ist Rüttgers jedoch keine Zeile wert. Auch wachsende soziale        Ungleichheit kommt bei ihm nur als die Gefahr einer &quot;knowledge        gap&quot; vor, eines Auseinanderdriftens Menschen mit guter Ausbildung        und solchen mit niedriger Qualifikation vor. Er verkennt bei dieser        Betrachtungsart, daß seit 1982 der Anteil des Arbeitseinkommens        am gesamtwirtschaftlichen Einkommen prozentual ständig zurückgeht,        der des Faktors Kapital aber ständig zunimmt. Auch sind die        Vermögen ungleich verteilt: 1995 verfügten die reichsten        10 % der Haushalte über 3 Billionen DM Vermögen, während        die restlichen 90 % der Haushalte nur über 2,5 Billionen DM        verfügten. 10 % aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland        leben heute von der Sozialhilfe. Gefährdet die Ungleich der        Ausstattung der Elternhäuser nicht die Chancengleichheit? Rüttgers        spricht diese Frage nicht an. Er wird nicht müde, zu betonen,        daß die Schule kein Instrument zur Veränderung der Gesellschaft        sein kann. Heißt das aber, daß wir hilflos dem Auseinanderdriften        von Arm und reich zuschauen müssen? Rüttgers selbst stellt        ja heraus, daß die Wissensgesellschaft kein passiv erlittenes        Schicksal, sondern aktiv durch die Politik gestaltbar ist.
</p>
<p>
<span class="fett">Fazit</span></p>
<p>Jürgen Rüttgers bietet uns die Ansichten eines aufgeklärten        Konservativen zur Wissensgesellschaft. Sein Verdienst ist es, überhaupt        die Wissensgesellschaft als Ganzes &#8211; und nicht nur schmale Aspekte        &#8211; zum Thema eines Buches gemacht zu haben. Ungeklärt ist aber        noch die Beziehung der Wissensgesellschaft zum Kapitalismus, zum        verschärften globalen Wettbewerb: zum einen betont Rüttgers        immer wieder die ökonomische Funktion des Wissens und der Wissenschaft,        zum anderen sagt er &quot;die Wissensgesellschaft bringt die Einlösung        der Verheißungen des Humanismus&quot;, da sie erstmals in        der Geschichte den Menschen in den Mittelpunkt rücke. Die Gegenpole        des Menschen als Maß einerseits und seiner Unterordnung unter        Wettbewerb und Profit andererseits zu klären sollte der wichtigste        Anspruch an jeden Diskussionsbeitrag über die Wissensgesellschaft        sein. Diese Diskussionen sollte weitergeführt werden.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p class="normal">
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die CDU kommentiert den Netzauftritt der SPD:&#8217;Altbacken, langweilig, unübersichtlich&#8217;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/die-nrw-wahl-2005-und-die-folgen/die-cdu-kommentiert-den-netzauftritt-der-spdaltbacken-langweilig-unuebersichtlich-3342/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tbreuer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2005 18:03:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir wurden gebeten, den Online-Auftritt der NRW-SPD zu beurteilen. Dieser Bitte kommen wir gerne nach, wobei wir vorab deutlich machen wollen: Nach 39 Jahren SPD-Regierung, die eine verheerende Bilanz hinterlassen hat, muss NRW wieder zukunftsfähig gemacht werden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wurden gebeten, den Online-Auftritt der NRW-SPD zu beurteilen. Dieser Bitte kommen wir gerne nach, wobei wir vorab deutlich machen wollen: Nach 39 Jahren SPD-Regierung, die eine verheerende Bilanz hinterlassen hat, muss NRW wieder zukunftsfähig gemacht werden.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Deshalb geht es bei der anstehenden Landtagswahl<br />
um Inhalte und Zukunftskonzepte, nicht aber um Verpackung und mediale<br />
Inszenierungen. Die Menschen wollen eine ehrliche Politik, keine<br />
Polemik. Die SPD betreibt jedoch einen Lügenwahlkampf, der<br />
insbesondere in den letzten Tagen des Landtagswahlkampfes immer<br />
drastischere Auswüchse erfährt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Dieser Lügenwahlkampf findet sich auch auf<br />
der SPD-Internetseite wieder. So verbreiten die Genossen beispielsweise<br />
seit Längerem die Lüge, die CDU NRW plane nach einem Wahlsieg<br />
bei der Landtagswahl die Privatisierung der Sparkassen in Nordrhein-Westfalen.<br />
Dies ist genauso falsch und eine Lüge wie die Behauptung, die<br />
CDU wolle betriebsbedingte Kündigungen im Steinkohle-Bergbau.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Auch juristisch hat das Internetangebot schon einige<br />
Probleme für die SPD bereitet. So war einige Zeit lang ein<br />
Ausschnitt aus der WDR-Sendung „Westpol“ im Blog zu<br />
sehen. Dies geschah jedoch ohne die Erlaubnis des WDR, der die SPD<br />
daraufhin in einem offiziellen Schreiben gezwungen hat, das Material<br />
wieder von der Homepage zu entfernen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Ein großes Problem der Seite ist die mangelnde<br />
Aktualität. Besonders deutlich wird dieser Mangel am Beispiel<br />
der Berichterstattung zum TV-Duell: Seit mehr als einer Woche wurde<br />
die Hauptmeldung auf der Startseite nicht mehr aktualisiert. Die<br />
SPD versucht damit offensichtlich verzweifelt, von ihrer Ideen-<br />
und Kraftlosigkeit abzulenken und nur noch auf Verpackung und Show-Effekte<br />
zu setzen. Dabei müsste es den Genossen klar sein, dass die<br />
Menschen endlich Antworten auf die Frage haben wollen, wie die Erblast<br />
einer 39-jährigen SPD-Regierung (aktuell mehr als 1 Million<br />
Arbeitslose in NRW, 110 Milliarden Euro Rekord-Verschuldung, über<br />
5 Millionen Stunden Unterrichtsausfall, 12.000 Firmenpleiten pro<br />
Jahr) beseitigt werden kann. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Aber auch unter technischen und optischen Gesichtspunkten<br />
hat die Seite deutliche Schwächen:</span><br />
<span style="font-size: x-small"><br />
<b>Design/ Struktur/ Navigation:</b> </span>
</p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small">Der weiße Hintergrund wirkt sehr altbacken<br />
	und rückwärtsgewandt. <br />
	Längeres Betrachten der Seite ist wegen des weißen<br />
	Hintergrunds, der in den Augen schmerzt, äußerst unangenehm.<br />
	Dazu tragen auch die grellen und aggressiv wirkenden Farbbalken<br />
	bei.<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small"> Die Seite hat eine unklare Struktur. Durch eine<br />
	zu kleine Schrift und die vielen Zeilenumbrüche wird die<br />
	Seite endlos lang.<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small"> Das grün-gelbe Layout ist gewöhnungsbedürftig.<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Das Fotomaterial ist oft von schlechter Qualität.<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Zu viele Hauptnavigationspunkte (12) und Unternavigationspunkten<br />
	(bis zu 14) irritieren die User und verhindern einen schnellen<br />
	Einstieg in Themen. </span></li>
</ul>
<p>
<b><span style="font-size: x-small"><span class="fett">Inhalt:</span></span></b>
</p>
<ul>
<li><span style="font-size: x-small">In der Hauptnavigation gibt es keinen einzigen<br />
	Hinweis auf politische Themen. Man muss lange suchen, bis man<br />
	Inhalte findet, die keinen direkten Bezug zum Wahlkampf haben.<br />
	<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Die redaktionelle Berichterstattung ist dürftig.<br />
	Die Glaubwürdigkeit wird durch ein übertriebenes Maß<br />
	an Kritik gegen die CDU sowie durch leicht zu erkennende Propaganda-Aktionen<br />
	in Frage gestellt: Man findet mehr „Gegnerauseinandersetzung“<br />
	als eigene Positionen.<br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Die Beiträge sind propagandistisch, Sachinformationen<br />
	geraten dadurch in den Hintergrund. Dieses übertriebene „Schlechtmachen“<br />
	der Opposition und die zahlreichen persönlichen Diffamierungen<br />
	schaden der Seriosität des Internetauftritts. <br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Es wird mehr Wert auf die Inhalte im Blog gelegt,<br />
	als auf den redaktionellen Teil der Website. Die Beiträge<br />
	im Blog haben „Praktikanten-Niveau“, manchmal ganz<br />
	witzig aber insgesamt einseitig und oft oberflächlich. <br />
	</span></li>
<li><span style="font-size: x-small">Kritische Äußerungen werden schnell<br />
	als „da schreiben mal wieder welche von der Jungen Union“<br />
	abgestempelt, anstelle sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen<br />
	und eine „echte“ Diskussion zu führen.</span></li>
</ul>
<p>
<b><span class="fett"><span style="font-size: x-small">Fazit:</span></span></b>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small">Die Internetseite der SPD ist altbacken, langweilig<br />
und unübersichtlich. Die Navigation ist miserabel. Konkrete<br />
politische Konzepte für eine Gestaltung unseres Landes erschließen<br />
sich nicht. Außer Polemik gegen die CDU NRW und Ihren Spitzenkandidaten<br />
Jürgen Rüttgers hat die Seite nichts zu bieten. Zudem<br />
sind wir überrascht, so häufig das Gesicht von Jürgen<br />
Rüttgers auf der SPD-Seite zu sehen – vielen Dank für<br />
diese kostenlose Werbung! Insgesamt besteht für die Homepage<br />
der NRW-SPD also noch ein starker Verbesserungsbedarf – die<br />
notwendige Zeit dafür hat man ja demnächst als künftige<br />
Oppositionspartei. Aber auch die aktuelle SPD-Seite wird sicher<br />
ihre User finden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small"><b>Die Autoren Susanne Land, Dr. Florian Melchert<br />
und Thomas Breuer sind Mitarbeiter der CDU Pressestelle in NRW.<br />
</b></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Stimmenfang per Videobotschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/die-nrw-wahl-2005-und-die-folgen/stimmenfang-per-videobotschaft-2979/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mfrost]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[FDP]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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					<description><![CDATA[Ende Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Ein Blick auf den Internetwahlkampf in NRW zeigt, dass das Netz weiter als Kommunikationsplattform zur Wählerbindung an Bedeutung gewinnt. politik-digital.de hat sich auf den Sites der kandidierenden Parteien umgesehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Mai wird in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt. Ein Blick auf den Internetwahlkampf in NRW zeigt, dass das Netz weiter als Kommunikationsplattform zur Wählerbindung an Bedeutung gewinnt. politik-digital.de hat sich auf den Sites der kandidierenden Parteien umgesehen.<!--break--> <span class="fett"></span></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Mit der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai steht die „kleine Bundestagswahl“ bevor. Gewinnt die CDU und mit ihr Jürgen Rüttgers, rückt die Kehrtwende im Bund in greifbare Nähe, so das Kalkül der Christdemokraten. Wird jedoch die jetzige Koalition aus Rot-Grün unter Ministerpräsident Peer Steinbrück bestätigt, soll daraus der dringend benötigte Schwung für die Politik der Bundesregierung werden. So stehen sich im Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen die beiden Lager aus rot-grün und schwarz-gelb gegenüber und bestimmen auch die Auseinandersetzungen auf den Internetauftritten der Parteien. Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen, das bedeutet vor allem den Versuch der Parteien, sich den Wählern modern und jugendlich zu präsentieren. Die extra für den Wahlkampf angelegten Websites und überarbeiteten Homepages bieten mehr als die üblichen Informationen zu Parteiprogrammen und Spitzenkandidaten. Mit einem „Mitmach-Center“, einem Weblog und einem Online-Spiel speziell für Jugendliche stechen SPD und Jusos aus den restlichen Wahlkampf-Angeboten im Netz hervor. Besonders beliebt bei den Parteien sind Videobotschaften, mit denen die Nutzer direkt angesprochen werden sollen.
</p>
<p>
<span class="fett">Die Spitzenkandidaten<br />
<br />
</span><br />
<br />
Ministerpräsident Peer Steinbrück hat sich Ansehen im Land erworben. Diesen Amtsbonus versucht die SPD zu nutzen. Beim Aufruf des persönlichen<br />
<a href="http://www.peer-steinbrueck.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetauftritts</a> des Ministerpräsidenten erscheint so zuerst der Aufruf, Peer Steinbrück bei seinem Wahlkampf zu unterstützen. Neben den nicht besonders innovativen Informationen zur Person des Ministerpräsidenten und zu seinen politischen Standpunkten verkündet der Landesvater sein Resümee für die einzelnen Wahlkampfwochen mit kurzen Videobotschaften in seinem<br />
<a href="http://www.peer-steinbrueck.de/videos/welcome.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tagebuch</a>.</p>
<p>Der Herausforderer,<br />
<a href="http://www.juergen-ruettgers.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jürgen Rüttgers</a>, versucht diesen Startvorteil mit interaktiven und multimedialen Angeboten aufzuholen. Jürgen Rüttgers präsentiert sich „ganz persönlich“ und stellt dabei auch gleich noch seine Frau mit vor. Die Idee mit den Videobotschaften hat auch ihm gefallen und so versendet er ebenfalls Videobotschaften, die seine wichtigsten Wahlanliegen verdeutlichen. Aber mehr noch: Unter der Rubrik „<br />
<a href="http://www.juergen-ruettgers.de/04_unterstuetzer.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bürger für Rüttgers</a>“ können sich „junge Menschen“, „Senioren“ und „Frauen“, auf Unterschriftenlisten eintragen und ihre Begeisterung für Jürgen Rüttgers öffentlich kund tun.
</p>
<p>
<span class="fett">Plakate kleben für die Genossen</span></p>
<p>Der Internetauftritt der<br />
<a href="http://www.nrwspd.de/landtagswahl/welcome.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPD</a> zur Landtagswahl wird im personen-bezogenen Wahlkampf durch den Ministerpräsident bestimmt. Neben den Standardinformationen zu Parteiprogramm, Personen, Themen und Terminen sind einige interaktive Tools direkt an den Nutzer gerichtet. Um die Nutzer zu erreichen gibt es das „<br />
<a href="http://www.nrwspd.de/mitmach-center/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitmach-Center</a>“, das eCards und Wahlkampfaufrufe zum Versand bereit hält und Anregungen für den Wahlkampf vor Ort (beispielsweise ein Fragequiz für den Straßenwahlkampf) anbietet. Interessant erscheint die Möglichkeit, öffentlich Partys zur Wahl-kampfunterstützung über die Website der NRW-SPD zu planen und zu veröffentlichen, um Gleichgesinnte kennen zu lernen.</p>
<p>Ein weiteres Extra ist das offizielle<br />
<a href="http://blog.nrwspd.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblog</a> des SPD-Landesver-bandes NRW, das tagesaktuell geführte Online-Tagebuch zum Wahlkampf. Hier finden sich persönliche Beiträge von Mitarbeitern der Landes-SPD, aus den Wahlkampfteams, von Kolumnisten sowie Kommentartoren aus dem SPD-Umfeld, die von den Lesern kommentiert werden können. Damit sollen schnelle Informationen, Reaktionen und Diskussionen mit den Usern ermöglicht werden. Eine witzige Ergänzung der Seite ist das „<br />
<a href="http://www.nrwspd.de/landtagswahl/memorie.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schwarzmalermemorie</a>“, bei dem man Gesichter von NRW- und Bundes-CDU aufdecken kann.
</p>
<p>
Die Jusos setzen auf eine Mischung von Information und Unterhaltung auf einer für den Landtagswahlkampf entworfenen neuen Website. In ihrer „<br />
<a href="http://www.landtagswahl05.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW Wahlkampf Zentrale</a>“ stellen sie die Kandidaten und Kandidatinnen vor, bieten Informationen rund um die Wahl, wobei unter der Rubrik „Erklär-Peer“ ein virtueller Peer Steinbrück politische Begriffe von A-Z erläutert. Direkt an den Nutzer geht der Wahlhilfeaufruf, der an bis zu sechs Freunde verschickt werden kann. Als Magnet der Seite dient jedoch das Spiel „<br />
<a href="http://www.landtagswahl05.de/wahlhelfer_main.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW WahlhelferIn 2005</a>“. Als Wahlhelfer navigiert sich der Spieler durch Städte wie Münster oder Düsseldorf: „Beim virtuellen Plakate kleben kommen die Besucher auf lockere Art mit unserem Wahlprogramm in Kontakt“, sagt Alexander Bercht, Landesvorsitzender der NRW Jusos.
</p>
<p>
<span class="fett">Ein blauer Schal für die CDU</span></p>
<p>Unter<br />
<a href="http://www.nrwinteam.de" target="_self" rel="noopener noreferrer">www.nrwinteam.de</a> hat die nordrhein-westfälische CDU eine Seite für den Wahlkampf eingerichtet, die aufgrund ihres rot-grünen Designs auf den ersten Blick leicht irritiert. Hauptanliegen ist es, Unterstützer für den Wahlkampf zu akquirieren. Dazu gibt es Mitgliederanträge für das NR<br />
<i>Win</i>-Team aber auch Auforderungen, an Großveranstaltungen der CDU teilzunehmen oder Freunde als Unterstützer zu werben. Kennzeichen des NR<br />
<i>Win</i>-Teams ist ein blauer Schal, der direkt auf der Seite erworben werden kann und stark an den roten Heide-Schal in Schleswig-Holstein erinnert. Das blaue Gegenstück hat sich angeblich bereits zum Verkaufsschlager entwickelt, was jedoch nichts bedeuten muss, wie in Schleswig-Holstein deutlich wurde.</p>
<p>Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der<br />
<a href="http://www.cdu-nrw.de/3086.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NRW-CDU</a>. Die Verteilung der Themen auf die beiden Seiten erscheint etwas unübersichtlich. Das<br />
<a href="http://www.cdu-nrw.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weblog</a> zum Wahlprogramm der CDU befindet sich auf der Landesseite. Auf der Wahlkampfseite hingegen ist nicht einmal eine Verlinkung auf das Weblog zu finden. Das Weblog zeigt dauerhaft nur 3 (drei!) Einträge an. Nach Anmeldung bietet es die Möglichkeit, die zentralen Wahlkampfstatements der CDU in NRW zu kommentieren. Vom Format eines Weblogs, dass ja gerade durch seine Geschwindigkeit und damit Aktualität hervorsticht, ist somit leider nicht mehr viel übrig geblieben. Aber Weblog hört sich wohl einfach besser an als &quot;Forum mit der Kommentarmöglichkeit&quot;.
</p>
<p>
<span class="fett">Grüne Grashüpfer</span></p>
<p>Mit einem breiten Internetangebot warten auch die Grünen auf. Ihr pünktlich zur Wahl neu gestalteter Internetauftritt<br />
<a href="http://www.erste-wahl.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.erste-wahl.de</a> bietet neben den Standards ebenfalls ein Wahlkampfblog: „<br />
<a href="http://www.erste-wahl.de/Boerjes_Blog.boerjes_blog.0.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Börjes Blog</a>“. Hier bloggt Börje Wichert, der persönliche Referent der Landesvorsitzenden Britta Hasselmann und Frithjof Schmidt. Bei der Kommentarfunktion ist die CDU den Grünen einen Schritt voraus: die Möglichkeit für den Besucher, die veröffentlichten Beiträge zu kommentieren fehlt hier leider. Dafür können Interessierte direkt mit den Spitzenkandidaten der Grünen in Kontakt treten. Über ein<br />
<a href="http://chat.gruene-nrw.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chatangebot</a> können die Nutzer ihre Fragen am 19. Mai direkt an Michael Vesper richten. Wie die beiden Spitzenkandidaten wenden sich auch die Landesvorsitzenden von den NRW-Grünen Britta Haßelmann und Frithjof Schmidt mit wöchentlichen Videobotschaften an die potenziellen Wähler, um die Vorzüge grüner Politik zu verdeutlichen. Als Unterhaltungsangebot haben die Grünen das Onlinespiel &#8216;<br />
<a href="http://www.erste-wahl.de/?eierjagd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eierjagt</a>&#8216; eingerichtet. Unter der Domain<br />
<a href="http://www.deine-gruen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.DeineGruen.de</a> kann der Nutzer nach dem Vorbild des<br />
<a href="http://www.wahl-o-mat.de/nrw/verteiler.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-O-Mat</a> testen, ob die Standpunkte der Grünen der persönlichen Meinung entsprechen. Schließlich gibt es neben den Websites der Spitzenkandidaten<br />
<a href="http://www.baerbel-hoehn.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bärbel Höhn</a> und<br />
<a href="http://www.michael-vesper.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Vesper</a> noch die „<br />
<a href="http://www.gruene-grashuepfer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünen Grashüpfer</a>“. Jugendliche, die die NRW-Grünen als freiwillige Wahlkampfhelfer unterstützen und auf einer eigenen, jugendlich aufgemachten Seite zum Mitmachen beim Flyerverteilen oder bei Großveranstaltungen auffordern.
</p>
<p>
<span class="fett">Gelb statt Grün</span></p>
<p>Unter<br />
<a href="http://www.gelbstattgruen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gelbstattgruen.de</a> hat die NRW-FDP eine Kampagnenseite nur für den Wahlkampf eingerichtet. Der Name ist Programm, stark textlastig findet man kaum Innovatives, sondern hauptsächlich Informationen und Statements gegen Grün und für Gelb. Die FDP verlinkt dabei auch auf eine Kolumne der<br />
<a href="http://www.ftd.de/me/cl/1110611608405.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Financial Times Deutschland</a>, die gegen die Grünen zu Felde zieht. Interaktive Tools sucht man vergebens, die Vorstellung, die Nutzer aktiv am Wahlkampf zu beteiligen, erschöpft sich in einem Formular zur Anforderung von mehr Informationen.</p>
<p>Etwas mehr Kommunikation bietet die zweite Seite der FDP,<br />
<a href="http://www.das-neue-nrw.de" target="_top" rel="noopener noreferrer">www.das-neue-nrw.de</a>, die die eigentliche Wahlkampfseite darstellt. Unter „Mitmachen“ kann der Nutzer unter anderem Mitglied der FDP werden, online spenden oder Anzeigen für die FDP sponsern. Ebenfalls kann man sich ein RSS-Newsfeed einrichten, um sich mit den Pressemitteilungen zum FDP-Wahlkampf versorgen zu lassen.
</p>
<p>
<span class="fett">Die Stimmung im Land</span></p>
<p>Die Stimmung in Nordrhein-Westfalen folgt der Unzufriedenheit mit der rot-grünen Regierungskoalition im Bund. Letzte Meinungsumfragen sehen schwarz-gelb mit sieben Prozentpunkten eindeutig vor dem jetzt regierenden rot-grünen Bündnis. Laut TNS Emnid in Bielefeld liegt die CDU Anfang Mai bei 45 Prozentpunkten und könnte zusammen mit der FDP, die derzeit sechs Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen würde, die Mehrheit im Landtag erringen. Die SPD hingegen ist auf 34 Prozentpunkte abgesackt. Diese Stimmenverluste für die Koalition können auch die Grünen mit ihren zehn Prozent nicht ausgleichen. Jedoch geben sich die Genossen, wie nicht anders zu erwarten, kämpferisch. Mehr als ein Drittel aller Wähler entscheidet sich est in den letzten Tagen vor der Wahl. Darauf hoffen SPD und auch die Grünen.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie war das letzte NRW-Wahlergebnis?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[dknabe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 May 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlchecker]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie war das noch mal bei der letzten Landtagswahl? SPD über 30 Prozent? CDU auch? politik-digital.de hilft der Erinnerung mit seiner neuen Ausgabe des &#34;Wahlchecker&#34; 
auf die Sprünge. Schätzen Sie das alte Wahlergebnis - der Computer sagt ihnen, wie viele Prozentpunkte Sie daneben liegen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie war das noch mal bei der letzten Landtagswahl? SPD über 30 Prozent? CDU auch? politik-digital.de hilft der Erinnerung mit seiner neuen Ausgabe des &quot;Wahlchecker&quot;<br />
auf die Sprünge. Schätzen Sie das alte Wahlergebnis &#8211; der Computer sagt ihnen, wie viele Prozentpunkte Sie daneben liegen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><input name="part1" value="37.1" type="hidden" /><input name="part2" value="44.8" type="hidden" /><input name="part3" value="6.2" type="hidden" /><input name="part4" value="6.2" type="hidden" /><br />
<input name="part5" value="5.7" type="hidden" /></p>
<table class="wahlchecker" style="border-style: groove; border-width: thin; font-size: 10pt; background-color: #efefef" rows="5" align="center" cols="8" width="300">
<tbody>
<tr>
<td colspan="9" style="color: white; background-color: #003366; text-align: left">Wahlchecker<br />
			&#8211; NRW-Landtagswahl 2005</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0000">SPD</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #000000">CDU</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #00cc00">B90</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ead900">FDP</span></td>
<td colspan="3" style="font-size: 8pt; text-align: left"><span style="color: #666666">Andere</span></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td align="left" width="45"> Tipp:</td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input1" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input2" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input3" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input4" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input5" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" size="4" name="input6" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td align="left"><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="3" name="prozent" value="100" readonly="readonly" /><br />
			%</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Richtig:</td>
<td><input value="0.0" name="lsg1" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg2" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg3" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg4" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg5" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input name="lsg6" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 40px" name="button" value="Check" onclick="DDDguess(this.form)" type="button" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="9" style="text-align: left"> <input name="text" size="63" value="Tippen Sie jetzt!" readonly="readonly" style="background-color: #efefef; font-size: 10px; text-align: left" type="text" width="290" />
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<form name="formular">
	<input name="part1" value="42.8" type="hidden" /><br />
	<input name="part2" value="37.0" type="hidden" /><br />
	<input name="part3" value="7.1" type="hidden" /><br />
	<input name="part4" value="9.8" type="hidden" /><br />
	<input name="part5" value="3.3" type="hidden" /></p>
<table class="wahlchecker" style="border-style: groove; border-width: thin; font-size: 10pt; background-color: #efefef" rows="5" align="center" cols="8" width="300">
<tbody>
<tr>
<td colspan="9" style="color: white; background-color: #003366; text-align: left">Wahlchecker<br />
				&#8211; NRW-Landtagswahl 2000</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0000">SPD</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #000000">CDU</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #00cc00">B90</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ead900">FDP</span></td>
<td colspan="3" style="font-size: 8pt; text-align: left"><span style="color: #666666">Andere</span></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td align="left" width="45"> Tipp:</td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input1" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input2" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input3" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input4" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input5" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" size="4" name="input6" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td align="left"><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="3" name="prozent" value="100" readonly="readonly" /><br />
				%</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Richtig:</td>
<td><input value="0.0" name="lsg1" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg2" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg3" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg4" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg5" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input name="lsg6" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 40px" name="button" value="Check" onclick="DDDguess(this.form)" type="button" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="9" style="text-align: left"> <input name="text" size="63" value="Tippen Sie jetzt!" readonly="readonly" style="background-color: #efefef; font-size: 10px; text-align: left" type="text" width="290" />
				</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</form>
<form name="formular">
	<input name="part1" value="31.7" type="hidden" /><br />
	<input name="part2" value="43.4" type="hidden" /><br />
	<input name="part3" value="10.3" type="hidden" /><br />
	<input name="part4" value="6.8" type="hidden" /><br />
	<input name="part5" value="4.8" type="hidden" /></p>
<table class="wahlchecker" style="border-style: groove; border-width: thin; font-size: 10pt; background-color: #efefef" rows="5" align="center" cols="8" width="300">
<tbody>
<tr>
<td colspan="9" style="color: white; background-color: #003366; text-align: left">Wahlchecker<br />
				&#8211; NRW-Kommunalwahl 2004</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0000">SPD</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #000000">CDU</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #00cc00">B90</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ead900">FDP</span></td>
<td colspan="3" style="font-size: 8pt; text-align: left"><span style="color: #666666">Wählergruppen</span></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td align="left" width="45"> Tipp:</td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input1" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input2" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input3" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input4" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input5" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" size="4" name="input6" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td align="left"><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="3" name="prozent" value="100" readonly="readonly" /><br />
				%</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Richtig:</td>
<td><input value="0.0" name="lsg1" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg2" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg3" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg4" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg5" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input name="lsg6" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px; background-color: #efefef" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 40px" name="button" value="Check" onclick="DDDguess(this.form)" type="button" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="9" style="text-align: left"> <input name="text" size="63" value="Tippen Sie jetzt!" readonly="readonly" style="background-color: #efefef; font-size: 10px; text-align: left" type="text" width="290" />
				</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</form>
<form name="formular">
	<input name="part1" value="38.7" type="hidden" /><br />
	<input name="part2" value="40.2" type="hidden" /><br />
	<input name="part3" value="6.2" type="hidden" /><br />
	<input name="part4" value="6.6" type="hidden" /><br />
	<input name="part5" value="3.6" type="hidden" /><br />
	<input name="part6" value="1.9" type="hidden" /></p>
<table class="wahlchecker" style="border-style: groove; border-width: thin; font-size: 10pt; background-color: #efefef" rows="5" align="center" cols="8" width="300">
<tbody>
<tr>
<td colspan="9" style="color: white; background-color: #003366; text-align: left">Wahlchecker<br />
				&#8211; Landtag Schleswig-Holstein 2005 </td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0000">SPD</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #000000">CDU</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #00cc00">B90</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ead900">FDP</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #666666">SSW</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #993300">NPD</span></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td align="left" width="45"> Tipp:</td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input1" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input2" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input3" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input4" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input5" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input6" type="number" /></td>
<td align="left"><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="3" name="prozent" value="100" readonly="readonly" /><br />
				%</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Richtig:</td>
<td><input value="0.0" name="lsg1" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg2" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg3" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg4" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg5" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg6" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 40px" name="button" value="Check" onclick="DDDguessv(this.form)" type="button" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="9" style="text-align: left"><input name="text" size="63" value="Tippen Sie jetzt!" readonly="readonly" style="background-color: #efefef; font-size: 10px; text-align: left" type="text" width="290" />
				</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</form>
<form name="formular">
	<input name="part1" value="9.8" type="hidden" /><br />
	<input name="part2" value="41.1" type="hidden" /><br />
	<input name="part3" value="5.1" type="hidden" /><br />
	<input name="part4" value="5.9" type="hidden" /><br />
	<input name="part5" value="23.6" type="hidden" /><br />
	<input name="part6" value="9.2" type="hidden" /></p>
<table class="wahlchecker" style="border-style: groove; border-width: thin; font-size: 10pt; background-color: #efefef" rows="5" align="center" cols="8" width="300">
<tbody>
<tr>
<td colspan="9" style="color: white; background-color: #003366; text-align: left">Wahlchecker<br />
				&#8211; Landtagswahl Sachsen 2004</td>
</tr>
<tr>
<td> </td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0000">SPD</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #000000">CDU</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #00cc00">B90</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ead900">FDP</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #ff0066">PDS</span></td>
<td style="font-size: 8pt; text-align: center"><span style="color: #993300">NPD</span></td>
<td> </td>
</tr>
<tr>
<td align="left" width="45"> Tipp:</td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input1" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input2" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input3" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input4" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input5" onkeyup="kommapunkt(this.form)" onblur="DDD100pro(this.form)" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="4" name="input6" type="number" /></td>
<td align="left"><input style="font-size: 8pt; width: 30px" size="3" name="prozent" value="100" readonly="readonly" /><br />
				%</td>
</tr>
<tr>
<td align="left">Richtig:</td>
<td><input value="0.0" name="lsg1" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg2" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg3" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg4" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg5" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input value="0.0" name="lsg6" size="3" style="font-size: 8pt; width: 30px" readonly="readonly" type="number" /></td>
<td><input style="font-size: 8pt; width: 40px" name="button" value="Check" onclick="DDDguessv(this.form)" type="button" /></td>
</tr>
<tr>
<td colspan="9" style="text-align: left"><input name="text" size="63" value="Tippen Sie jetzt!" readonly="readonly" style="background-color: #efefef; font-size: 10px; text-align: left" type="text" width="290" />
				</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</form>
<p>
<!-- ###################################### AB HIER: SKRIPT --><br />
<script language="JavaScript" type="text/JavaScript">
<!--
// DDD100pro()
// ..gibt die noch zu vergebenden Prozentpunkte an<br />
//
// kommapunkt(form)
// ..wandelt Kommas in Punkte um, damit mit den Zahlen gerechnet werden kann
//
// DDDguess()
// ..liefert das Ergebnis. Funktion DDDguessv verwenden, wenn 6 Wahlergebnisse verwendet werden, sonst DDDguess
function kommapunkt(form) {
if (form.input6 != null) { form.input6.value = form.input6.value.replace(/,/,'.'); }
form.input1.value = form.input1.value.replace(/,/,'.');
form.input2.value = form.input2.value.replace(/,/,'.');
form.input3.value = form.input3.value.replace(/,/,'.');
form.input4.value = form.input4.value.replace(/,/,'.');
form.input5.value = form.input5.value.replace(/,/,'.');
}
function DDD100pro(form) {
if (form.input6 == null) { form.input6.value = " ";
restprozent = 100 - form.input1.value - form.input2.value - form.input3.value - form.input4.value - form.input5.value
}
else { restprozent = 100 - form.input1.value - form.input2.value - form.input3.value - form.input4.value - form.input5.value - form.input6.value }
form.prozent.value = restprozent;
if (isNaN(form.prozent.value))
{
form.prozent.value= " ";
}
}
function DDDguessv(formv) {
part1 = eval(formv.part1.value);
part2 = eval(formv.part2.value);
part3 = eval(formv.part3.value);
part4 = eval(formv.part4.value);
part5 = eval(formv.part5.value);
part6 = eval(formv.part6.value);
input1 = eval(formv.input1.value);
input2 = eval(formv.input2.value);
input3 = eval(formv.input3.value);
input4 = eval(formv.input4.value);
input5 = eval(formv.input5.value);
input6 = eval(formv.input6.value);
abweichung = Math.abs(part1-input1) + Math.abs(part2-input2) + Math.abs(part3-input3) + Math.abs(part4-input4) + Math.abs(part5-input5) + Math.abs(part6-input6)
intro = " "
bewertung = " Prozentpunkte daneben!"
if (abweichung < 40) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Aller Anfang ist schwer."
if (abweichung < 30) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Übung macht den Meister"
if (abweichung < 15) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Sie sind gut!"
if (abweichung < 5) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Wow, Sie sind ein Profi!"
text = intro.concat(Math.round(abweichung * 10) / 10)
if (isNaN(abweichung))
{
formv.text.value= " ";
}
else
{
formv.text.value= text.concat(bewertung)
}
formv.lsg1.value = part1
formv.lsg2.value = part2
formv.lsg3.value = part3
formv.lsg4.value = part4
formv.lsg5.value = part5
formv.lsg6.value = part6
}
function DDDguess(form) {
//if (form.input6 == null) {
//form.input6.value = null;
//form.part6.value = null;
//}
//else {
//form.input6.value = form.input6.value.replace(/,/,'.');
//part6 = form.part6.value;
//input6 = form.input6.value;
//}
part1 = eval(form.part1.value);
part2 = eval(form.part2.value);
part3 = eval(form.part3.value);
part4 = eval(form.part4.value);
part5 = eval(form.part5.value);
input1 = eval(form.input1.value);
input2 = eval(form.input2.value);
input3 = eval(form.input3.value);
input4 = eval(form.input4.value);
input5 = eval(form.input5.value);
//if(!! form.part6) { abweichung = Math.abs(part1-input1) + Math.abs(part2-input2) + Math.abs(part3-input3) + Math.abs(part4-input4) + Math.abs(part5-input5) + Math.abs(part6-input6) }
//else { 
abweichung = Math.abs(part1-input1) + Math.abs(part2-input2) + Math.abs(part3-input3) + Math.abs(part4-input4) + Math.abs(part5-input5) 
//}
intro = " "
bewertung = " Prozentpunkte daneben!"
if (abweichung < 40) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Aller Anfang ist schwer."
if (abweichung < 30) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Übung macht den Meister"
if (abweichung < 15) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Sie sind gut!"
if (abweichung < 5) bewertung = " Prozentpunkte daneben! Wow, Sie sind ein Profi!"
text = intro.concat(Math.round(abweichung * 10) / 10)
if (isNaN(abweichung))
{
form.text.value= " ";
}
else
{
form.text.value= text.concat(bewertung)
}
form.lsg1.value = part1
form.lsg2.value = part2
form.lsg3.value = part3
form.lsg4.value = part4
form.lsg5.value = part5
}
//
-->
</script></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Müntefering: &#8221; Ich war sauer.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/muentefering-ich-war-sauer-231/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/muentefering-ich-war-sauer-231/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Mar 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Franz Müntefering]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeitsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Nordrhein-Westfalen]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, 14. März, war Franz Müntefering zu Gast 
im tacheles.02 Live-Chat, veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de 
. Müntefering sprach über Arbeitslosigkeit, den Job-Gipfel 
und Mut zur Veränderung.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, 14. März, war Franz Müntefering zu Gast<br />
im tacheles.02 Live-Chat, veranstaltet von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
. Müntefering sprach über Arbeitslosigkeit, den Job-Gipfel<br />
und Mut zur Veränderung.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span class="fett"><span style="font-size: x-small">Moderator:</span></span><span style="font-size: x-small"><br />
Liebe Politik-Interessierte, willkommen im tacheles.02-Chat. Die<br />
Chat-Reihe tacheles.02 ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
und wird unterstützt von tagesspiegel.de. Zum Chatten ist heute<br />
Franz Müntefering, Vorsitzender der SPD, ins ARD-Hauptstadtstudio<br />
gekommen. Herzlich willkommen, los geht’s gleich mit dieser<br />
Frage:</span>
</p>
<p>
<span class="fett">Wullhorst:</span>  Das war ja wohl nichts<br />
mit dem Versprechen des Kanzlers, Arbeitslosigkeit abzubauen. Wollte<br />
er sich nicht daran messen lassen?</p>
<p><span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das bleibt<br />
die wichtigste Aufgabe. Etwas ist erreicht, aber wir wissen, weitere<br />
Anstrengungen sind nötig in Bund, Ländern und Gemeinden<br />
und ganz besonders in der Wirtschaft, denn dort entstehen Arbeitsplätze.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Herr Müntefering,<br />
haben Sie Verständnis dafür, wenn die Bürger der<br />
Regierung angesichts von 5,2 Millionen Arbeitslosen völliges<br />
Versagen vorwerfen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Nein. Die<br />
Arbeitslosigkeit ist so hoch wie 1998 bei Helmut Kohl plus Statistik<br />
aus Hartz IV. Das ist bedrückend viel, aber kein Grund zur<br />
Resignation. Wir sind dabei, ganz besonders die Arbeitslosen unter<br />
25 Jahren an Qualifizierung und Beschäftigung heranzuführen.<br />
Das wird mit Hartz IV gehen wie mit der Krankenversicherung: Nach<br />
einem Jahr zeigt sich die positive Wirkung.
</p>
<p>
<span class="fett">baby5:</span>  Ok, mein Vater ist seit<br />
vielen Jahren arbeitslos. Das ist völliges Versagen oder, Herr<br />
Müntefering?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Fragt sich<br />
von wem. Vor allem Unternehmen müssen Arbeitsplätze schaffen<br />
und sie sichern. Die Politik muss Rahmenbedingungen setzten. Das<br />
haben wir z.B. mit der Steuerreform getan.
</p>
<p>
<span class="fett">Stan:</span>  Herr Müntefering, am<br />
22. Mai ist Landtagswahl in NRW. Wie ist diese Wahl bei desaströsen<br />
Umfragewerten noch zu gewinnen und was kann ich als Unterstützer<br />
der SPD dazu beitragen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span>Jede Wahl<br />
ist ein Unikat und hat ihre eigenen Regeln. Wer helfen will, muss<br />
argumentieren und den Menschen die politische Situation erläutern<br />
und klar machen, dass Peer Steinbrück als Ministerpräsident<br />
in einer schwierigen Phase der Umstrukturierung für NRW der<br />
richtige Mann ist. Wahlkampf heißt kämpfen und nicht<br />
mal abwarten.
</p>
<p>
<span class="fett">User Numer one:</span>  Herr Müntefering!<br />
Wenn die SPD die NRW-Wahl verliert, ist eine verlorene Bundestagswahl<br />
2006 nicht unrealistisch. Welche Ihrer unbequemen, aber notwendigen<br />
Anpassungen des sozialen Netzes würde die Union Ihrer Meinung<br />
nach rückgängig machen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Ihre Voraussetzung<br />
stimmt nicht, denn wir werden in NRW nicht verlieren. Die Union<br />
würde vor allem die Arbeitnehmerrechte schleifen: Weniger Kündigungsschutz,<br />
weniger Mitbestimmung, weniger Jugendarbeitsschutz. Und sie würde<br />
die solidarische Krankenversicherung in eine Kopfpauschale umwandeln.
</p>
<p>
<span class="fett">canto_libre:</span> Auf der SPD-Homepage schreiben<br />
Sie, die Sozialhilfeempfänger, die nun ALG II beziehen, hätten<br />
durch Hartz IV Zugang zu Förderungsmöglichkeiten. Könnten<br />
Sie einmal sagen, welche Förderung das sein soll?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Alles, was<br />
das Arbeitsamt anbietet: Qualifizierung, Eingliederungshilfen&#8230;
</p>
<p>
<span class="fett">hallo_münte:</span> Halten Sie ein<br />
&quot;Konjunkturpaket&quot; für sinnvoll, um die deutsche Wirtschaft<br />
wieder auf &quot;Kurs&quot; zu bringen? Würden Sie ein erneutes<br />
Verfehlen der 3%-Defizitgrenze des Stabilitätspaktes in Kauf<br />
nehmen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Entscheidend<br />
ist das Konzeptionelle und der lange Atem. Wir brauchen eine Erneuerung<br />
der Gesellschaft und der Wirtschaft, damit wir auch in Zukunft Wohlstandsland<br />
bleiben können. Konjunkturimpulse dürfen nicht kurzatmig<br />
sein, aber sie dürfen natürlich auch nicht ausgeschlossen<br />
werden. Denn Arbeit brauchen wir schnell und manche Arbeit, z.B.<br />
in den Gemeinden, wartet nur darauf, in Bewegung gesetzt zu werden.<br />
Da sind schnelle Impulse zur Schaffung von Arbeitsplätzen ganz<br />
wichtig.
</p>
<p>
<span class="fett">bLaNG:</span>  Nun steht mal wieder ein<br />
Spitzentreffen von Politikern der Opposition und der Regierung an.<br />
Als letztes Mal bei der Föderalismuskommission ein solches<br />
Zusammensitzen stattfand, war das Ergebnis enttäuschend und<br />
zementierte nur den Stillstand. Warum sollte das nun anders werden?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Gegenfrage:<br />
Warum sollte es wieder so ausgehen? Politik muss den Mut haben,<br />
Probleme immer wieder neu anzugehen. Jetzt geht es darum, die Agenda<br />
2010 zu bilanzieren und fortzuschreiben. Ich bin sicher, uns fällt<br />
eine Menge ein, was kurz- und langfristig sinnvoll ist. Dabei brauchen<br />
wir mit unserer Mehrheit im Bundestag auch die Unterstützung<br />
des Bundesrates, CDU und CSU dürfen dort nicht blockieren.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> War das bei der SPD<br />
eine Art Rollenspiel? Sie schimpfen gegen den Job-Gipfel und der<br />
Kanzler macht ihn?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Ich war<br />
sauer, weil die CDU/CSU uns die NPD anpappen wollte und weil sie<br />
Gerhard Schröder als Helfershelfer von Kinderschändern<br />
deklarierte. Da hört für mich der Spaß auf. Aber<br />
natürlich bleibt es im Interesse der Menschen unseres Landes,<br />
dass der Kanzler zum Gespräch bereit ist. Aus meiner Sicht<br />
wäre es gut gewesen, wenn Frau Merkel oder Herr Stoiber die<br />
Ausrutscher, die aus ihrer Partei kamen, klar gestellt hätten.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Also haben Sie sich<br />
zunächst geirrt?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span> Nein. Meine Entrüstung<br />
über das Verhalten der Unionsspitze war richtig. Es bleibt<br />
aber wie gesagt vernünftig, sich jetzt wieder den politischen<br />
Problemen zuzuwenden und Lösungen zu suchen.
</p>
<p>
<span class="fett">Logo:</span>  Was können wir vom Reformgipfel<br />
erwarten? Sie waren ja anfangs dagegen&#8230;
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Dass beide<br />
Seiten gründlich die Möglichkeiten erörtern, Deutschland<br />
auch langfristig als Wohlstandsland zu sichern. Das erfordert konkretes<br />
Handeln heute, z.B. im Bereich Innovationen. Das erfordert aber<br />
auch Impulse für Beschäftigung heute.
</p>
<p>
<span class="fett">alexmmms:</span> Herr Müntefering, guten<br />
Tag. Das bisher Gesagte hört sich sehr nach Floskeln an. Welche<br />
konkreten Maßnahmen planen Sie denn noch in diesem Jahr?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das mit<br />
den Floskeln ist eine Floskel. Die Entscheidung des Gipfels kann<br />
man nicht voraussagen. Am Donnerstag wird der Bundeskanzler aber<br />
in einer Regierungserklärung ausführlich über die<br />
wichtigen politischen Vorhaben der Bundesregierung informieren.
</p>
<p>
<span class="fett">Unke:</span> Was halten Sie vom 10-Punkte-Plan<br />
der CDU?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das habe<br />
ich in der letzte Woche im Deutschen Bundestag gesagt: Die Senkung<br />
der Arbeitslosenversicherungsbeiträge kostet die Agentur für<br />
Arbeit 11 Milliarden Euro pro Jahr und ist deshalb kontraproduktiv<br />
in Bezug auf die Arbeitslosen. Ihnen könnte weniger Unterstützung<br />
als bisher gegeben werden. Im Übrigen will die CDU/CSU die<br />
Arbeitnehmerrechte drastisch zusammenstreichen. Das bringt keine<br />
Arbeit und ist sicher kein Fortschritt in Sachen Demokratie. Wir<br />
wollen das nicht. Im 10-Punkte-Programm von CDU/CSU fehlen alle<br />
wichtigen Ideen und Handlungsansätze, die jetzt wieder im Gespräch<br />
sind. Allerdings haben CDU und CSU auch vorgeschlagen, größere<br />
Strukturreformen im Bereich Steuern und Bildung noch vor der Bundestagswahl<br />
2006 voranzubringen. Das ist auch unsere Meinung. Nun muss sich<br />
herausstellen, was die Union im Konkreten meint.
</p>
<p>
<span class="fett">ob56:</span> Beide Seiten haben ihre Lieblingsspielzeuge.<br />
Die Union die Eigenheimzulage, die SPD den Kündigungsschutz.<br />
Klingt derzeit nicht danach, dass wirklich etwas passiert bei so<br />
einer Haltung.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Ich kann<br />
hier nur für die SPD sprechen. Arbeitnehmerrechte sind kein<br />
Spielzeug, sondern über die Jahrzehnte hart erkämpft.<br />
Und sie haben sich bewährt. Sie haben sozialen Frieden sichern<br />
geholfen und sie haben den Menschen relative Sicherheit gegeben.<br />
Arbeitnehmerrechte wie Kündigungsschutz, Betriebsverfassung<br />
und Mitbestimmung sind keine Belastung, sondern eine bewährte<br />
Form von Wirtschaftsdemokratie.
</p>
<p>
<span class="fett">Rollo:</span> Meinen Sie, ab Donnerstag<br />
wird ein Ruck durch Deutschland gehen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Man darf<br />
nicht zu viel hineingeheimnissen, wie das einige leider schon wieder<br />
tun. Aber die Regierungserklärung und das Spitzengespräch<br />
sind besondere Ereignisse, die sicher ihre Wirkung haben. Ich bin<br />
zuversichtlich, dass sich aus diesem Donnerstag eine Reihe konkreter<br />
Maßnahmen ableiten wird. Das ist auch nötig. Deutschland<br />
braucht Zuversicht in seine Zukunftsfähigkeit. Die Agenda 2010<br />
ist der richtige Ansatz. Sie muss jetzt weiter vorangetrieben werden.
</p>
<p>
<span class="fett">Henrik: </span> Rot-Grün hatte in<br />
der letzten Woche die erste Abstimmungsniederlage im Bundestag.<br />
Sie können Ihren Kandidaten für den Wehrbeauftragten offensichtlich<br />
nicht einmal in der eigenen Fraktion durchsetzen. Sind das erste<br />
&quot;Zerfallserscheinungen&quot; der Koalition?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Das glaube<br />
ich nicht und das hoffe ich nicht. Beides war aber außergewöhnlich<br />
und natürlich für mich unangenehm. Viele waren dann aber<br />
auch erschrocken. Und vielleicht hilft das sogar.
</p>
<p>
<span class="fett">strigga: </span>Denken Sie nicht, dass eine<br />
Senkung der Arbeitslosenzahlen auch durch Einschnitte in die Arbeitnehmerrechte<br />
erkauft werden muss, wenn es dadurch möglich wird, die Lohnkosten<br />
zu senken? Stichwort: Gewerkschaften, Bundesverfassungsgericht.<br />
Ich habe von vielen Firmen gehört, dass sie versuchen, ihren<br />
Personalstand niedrig zu halten, um einer Betriebsratsgründung<br />
entgegen zu wirken!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Ich halte<br />
das für einen großen Irrtum. Es gibt tausendfach die<br />
Erfahrung, dass Gewerkschaften und Betriebsräte aktiv helfen,<br />
Betriebe zu stabilisieren und so Arbeitsplätze zu sichern oder<br />
neue zu schaffen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollen sich in gleicher<br />
Augenhöhe begegnen. Das ist eine Frage der Würde des Menschen.<br />
Und das ist auch volkswirtschaftlich vernünftig. Es ist kein<br />
Zufall, dass Deutschland das Land mit den wenigsten Streiktagen<br />
war. Und das soll auch so bleiben. Im Übrigen sind befristete<br />
Beschäftigungen in erheblichem Maße möglich, was<br />
viele ignorieren, die den Kündigungsschutz gerne aus Prinzip<br />
weg hätten.
</p>
<p>
<span class="fett">Nevid:</span> Glauben Sie, dass die SPD ihrem<br />
Namen noch gerecht wird?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Da bin<br />
ich ganz sicher. Das Soziale und das Demokratische sind unsere Sache.<br />
Aber &#8211; wie Willy Brandt schon gesagt hat &#8211; müssen wir immer<br />
auf der Höhe der Zeit sein und den Prozess der gesellschaftlichen<br />
Entwicklung begleiten und gestalten. Unsere Grundwerte Freiheit,<br />
Gerechtigkeit und Solidarität bleiben bestimmend für unser<br />
politisches Handeln. Wir machen auch Fehler, wohl wahr. Aber wer<br />
macht das nicht? Und im Vergleich zur politischen Konkurrenz können<br />
wir uns gut sehen lassen, auch was Augenmaß und Verantwortung<br />
in der Sache angeht.
</p>
<p>
<span class="fett">KeinBock:</span>  Warum denken Sie, treten<br />
immer mehr Mitglieder aus der SPD aus?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Die Zahl<br />
der Austritte ist Gott sei Dank wieder gesunken. Aber sie war Ende<br />
2003/Anfang 2004 in der Tat sehr hoch. Das hat natürlich etwas<br />
mit der Unzufriedenheit mit unserer Politik zu tun. Inzwischen hat<br />
sich da aber wieder einiges verändert. Es kommen neue junge<br />
Mitglieder und die Zustimmung zu den Grundlinien der Agenda 2010<br />
ist auch deutlich gestiegen. Ein Grundproblem bleibt allerdings,<br />
dass der Beitritt in große Organisationen nicht mehr so populär<br />
ist wie vor 30, 40 Jahren. Das gilt aber nicht nur für uns,<br />
sondern für alle Parteien, auch Gewerkschaften und Kirchen.<br />
Gut finde ich das nicht. Denn Demokratie braucht Organisationen,<br />
die sich für sie aktiv einsetzen.
</p>
<p>
<span class="fett">JusoMZ</span>: Wie können die Arbeitnehmerrechte<br />
in Deutschland verteidigt werden, wenn wir in zunehmendem Konkurrenzkampf<br />
mit dem Ausland stehen, wo gerade mit niedrigeren Arbeitnehmerrechten<br />
geworben wird? Selbst in Europa gibt es hierfür noch keine<br />
Lösung. Und gerade für die neuen Ostländer sind niedrige<br />
Standards ein verbreitetes Werbemittel. Zudem können diese<br />
Länder immer mehr in einem Punkt werben: Innere Sicherheit.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Eine schwierige<br />
Problematik, das ist wahr. Aber wir kämpfen ja dafür,<br />
dass es besser wird und akzeptieren nicht mutlos unzureichende Verhältnisse<br />
in anderen Ländern. Gute Unternehmer wissen im Übrigen,<br />
wie wichtig Arbeitnehmerrechte in ihrem Betrieb sein können.<br />
Sie arbeiten mit ihrem Betriebsrat erfolgreich zusammen. So lassen<br />
sich manche auftretenden Probleme leichter lösen.
</p>
<p>
<span class="fett">Ole von Beust:</span> Warum haben Sie nicht<br />
den Mut zu einer großen Koalition, wie sie von den Menschen<br />
in diesem Lande wohl mehrheitlich herbeigesehnt wird? Die Menschen<br />
wollen keine Worthülsen mehr &#8211; sie wollen Taten.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Was hat<br />
das mit der Großen Koalition zu tun?
</p>
<p>
<span class="fett">Hans Müller:</span>  Herr Müntefering,<br />
ist der jüngste Armutsbericht nicht ein Armutszeugnis für<br />
Rot-Grün?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Die Armutsquote<br />
ist gestiegen, insbesondere sind Langzeitarbeitslose und alleinerziehende<br />
Frauen betroffen. Gerade für die tun wir zweierlei: Wir holen<br />
sie mit Hartz IV aus der Sackgasse der Sozialhilfe heraus und bringen<br />
sie wieder in die Vermittlung und damit an Beschäftigung heran.<br />
Zweitens gibt der Bund vier Milliarden Euro an die Gemeinden für<br />
den Ausbau der Ganztagsgrundschulen. Das erleichtert für diese<br />
Mütter die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wir tun also<br />
etwas gegen das Armutsrisiko dieser Gruppe. Leider machen nicht<br />
alle Länder mit. Hessen z.B. hat die zur Verfügung gestellten<br />
Mittel für Ganztagsschulen fast völlig ungenutzt gelassen.<br />
Das ist konservative Politik von der schlechten Sorte.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Noch mal nachgefragt<br />
zum Thema &quot;Große Koalition&quot;: Zeigt der Jobgipfel<br />
nicht bereits, dass es die großen Parteien nur zusammen schaffen<br />
können?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das Wort<br />
&quot;Jobgipfel&quot; ist mal wieder so eine Erfindung von Journalisten,<br />
mit der sie eigene Vorstellungen verbalisieren &#8211; geschenkt. Es kommt<br />
darauf an, dass Bundestag und Bundesrat sich nicht blockieren. Das<br />
ist keine Frage von „Großer Koalition“. Es wäre<br />
allerdings gut, wenn im Rahmen der bundesstaatlichen Ordnung unsere<br />
föderalen Strukturen modernisiert würden. Und vielleicht<br />
lässt sich auch dieses Thema jetzt neu in Bewegung setzen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Provokative Frage zum<br />
Arbeitsstil:
</p>
<p>
<span class="fett">Trans. P. Arentz:</span>  Herr Müntefering,<br />
über die Qualität ihrer Politik lässt sich streiten,<br />
aber warum sind sie HAndwerklich so schwach? Bei Ihnen klappt ja<br />
nichts auf Anhieb.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das Wort<br />
&quot;handwerklich&quot; sollten sie sich noch einmal überlegen&#8230;<br />
Im Ernst: Die Entscheidungen sind komplex. Und dass im Gesetzgebungsverfahren<br />
Korrekturen möglich und manchmal auch nötig sind, halte<br />
ich für selbstverständlich. Ich finde uns da nicht auffällig.
</p>
<p>
<span class="fett">muli:</span>  Was hindert die SPD daran,<br />
Wahlen zu gewinnen?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Im Zweifelsfalle<br />
die unzureichende Wahlbeteiligung. Und sicher sind die Entscheidungen<br />
des letzten Jahres auch anstrengend gewesen und haben nicht sofort<br />
die nötige Zustimmung gefunden. Wir können da besser werden,<br />
dürfen aber die Bemühung nicht aufgeben, Politik für<br />
die Zukunft zu machen und nicht allen nach dem Mund zu reden. Politik<br />
hat auch die Aufgabe, inhaltlich zu führen.
</p>
<p>
<span class="fett">August:</span>  Es ist immer von Wirtschaftswachstum<br />
die Rede, Herr Müntefering. Glauben Sie nicht, dass es irgendwann<br />
eine Marktsättigung gibt, so dass kein Wirtschaftswachstum<br />
mehr möglich ist und man sich mit den hohen Arbeitslosenzahlen<br />
abfinden und insbesondere damit leben muss? Also dass man neue Strategien<br />
entwickeln muss, die nicht nur auf dem prognostizierten Wirtschaftswachstum<br />
basieren?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das ist<br />
ein theoretisches Problem. Die Menschheit wächst rasant und<br />
braucht auch in Zukunft viele Produkte und Dienstleistungen. Wir<br />
können also noch mehr exportieren. Es gibt aber auch bei uns<br />
im Land viel Bedarf, der neu mobilisiert werden müsste, z.B.<br />
was den Substanzerhalt von öffentlichen Einrichtungen angeht:<br />
Schulen, Straßen, etc. Ein Mangel an Wachstumsbedarf kann<br />
ich nicht sehen.
</p>
<p>
<span class="fett">Hubert K.:</span>  Was spricht gegen die<br />
Einführung eines einjährigen Pflichtdienstes an der Gesellschaft<br />
&#8211; wahlweise bei der Bundeswehr oder in der Altenpflege &#8211; für<br />
alle Schulabgänger (männl. u. weibl.) zugunsten der Wehrgerechtigkeit<br />
und der ganzen Gesellschaft?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  So etwas<br />
wird von einigen von uns auch diskutiert. Überwiegend sind<br />
wir aber der Meinung, dass sich die bisherigen Systeme &#8211; Wehrpflicht,<br />
Zivildienst, freiwilliges soziales Jahr &#8211; bewährt haben.
</p>
<p>
<span class="fett">julie:</span> Warum soll die Eigenheimpauschale<br />
abgeschafft werden? Die SPD hat sie geschaffen und das war gut so.<br />
Es ging Ihnen darum, auch geringer Verdienenden zu Wohneigentum<br />
zu verhelfen. Und nicht darum, den Wohnungsbau zu fördern.<br />
Ich bin sehr enttäuscht. Jetzt sollen wir also den Reichen<br />
mehr und länger Miete zahlen, damit diese noch reicher werden?<br />
Schade SPD!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:  </span>Eigenheimzulage<br />
war vor allem wichtig in einer Zeit, in der Wohnungen knapp waren.<br />
Da hat sich viel verändert. Wir brauchen jetzt dieses Geld<br />
dringlicher für Investitionen in Forschung und Entwicklung,<br />
damit wir ein innovatives Land bleiben. Im Übrigen würde<br />
die Eigenheimzulage nur Schritt für Schritt auslaufen und nicht<br />
gekappt werden.
</p>
<p>
<span class="fett">patrick:</span>  Es wird immer von der<br />
Senkung der Unternehmenssteuer gesprochen. Wäre es nicht viel<br />
wichtiger, den Mittelstand massiv zu unterstützen? Große<br />
Konzerne haben in den letzten Jahren nur selten ihre Mitarbeiterzahl<br />
erhöht, der Mittelstand hingegen, wenn erfolgreich, viel öfter.
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Den Mittelstand<br />
entlasten wir gerade durch die Senkung der Einkommenssteuer, denn<br />
dort wird der Mittelstand besteuert. Die Senkung des Spitzensteuersatzes<br />
von 45 auf 42 Prozent kommt im Wesentlichen den kleinen Unternehmen<br />
zugute. Für dieses Jahr bedeutet das etwa 2 bis 3 Milliarden<br />
Euro Entlastung. Da passiert also schon etwas. Aber natürlich<br />
müssen die großen Unternehmen ihre steuerlichen Entlastungen<br />
nutzen, um Arbeit zu schaffen. Einige von ihnen können da wirklich<br />
besser werden.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Zwei Fragen mit ähnlicher<br />
Stoßrichtung:
</p>
<p>
<span class="fett">HakanA:</span>  Hallo Herr Müntefering.<br />
Was halten Sie davon, dass zahlreiche Unternehmen wie die Deutsche<br />
Bank, trotz der Gewinne Stellen abbauen wollen? Finden Sie nicht,<br />
dass der Staat da mal eingreifen sollte?
</p>
<p>
<span class="fett">Fortuna:</span>  Mein Vater hat schon in<br />
den 60gern gesagt: „Wenn die Industrialisierung so weiter<br />
geht, müssen wir eine Maschinensteuer erheben.“ Nun haben<br />
die ganzen Erleichterungen, die die Wirtschaft bekommen hat, in<br />
keinster Weise zu den dafür versprochenen Arbeitsplätzen<br />
geführt. Muss man die Wirtschaft jetzt nicht endlich konkret<br />
FORDERN?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Das mit<br />
der Deutschen Bank finden wir natürlich nicht gut, können<br />
es aber leider nicht verhindern. Die Steigerung der Produktivität<br />
über Jahrzehnte hat in der Tat Arbeitsplätze, vor allem<br />
einfache, wegfallen lassen. Ohne sie wäre der Wohlstand allerdings<br />
nicht so gewachsen, denn die Produktivitätssteigerung bedeutet<br />
immer auch mittelfristig Senkung der Produktionskosten. Das ist<br />
ein Interessenkonflikt, aus dem man nicht leicht herauskommt. Für<br />
die langfristige Sicherung des Wohlstandes in unserem Land ist meines<br />
Erachtens die Verbesserung der Produktivität aber unvermeidlich<br />
gewesen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span>  Weil es um die Reichen<br />
geht, oder zumindest um die ehemals Reichen:<br />
Ein Wort zum BVB: Der Verein ist in seiner Existenz bedroht. Ein<br />
gutes Beispiel dafür, dass unsere Gesellschaft zwischen Größenwahn<br />
und Verunsicherung wankt und das rechte Maß verloren hat?
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering: </span> Kann ja<br />
sein. Aber als Westfale wünsche ich dem BVB, dass er den Kopf<br />
oben behält und vor allem bald wieder genügend Tore schießt.<br />
Glück auf!
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator: </span> Das war´s, unsere<br />
Chat-Stunde ist vorbei. Vielen Dank für das große Interesse<br />
und die äußerst zahlreich eingegangenen Fragen. Vielen<br />
Dank, Herr Müntefering, dass Sie zum Chatten gekommen sind.<br />
Das Protokoll des Chats finden Sie wie gewohnt zum Nachlesen auf<br />
den Seiten der Veranstalter. Das tacheles.02-Team wünscht allen<br />
noch einen schönen Tag!
</p>
<p>
<span class="fett">Franz Müntefering:</span>  Dann bedanke<br />
ich mich auch für die kritischen Fragen. Ich weiß, die<br />
Zeit ist anstrengend, Politik auch, aber ich bin sicher, wir machen<br />
das Beste daraus. Ich wünsche Ihnen alles Gute.</p>
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		<title>Die SPD kommentiert den Netzauftritt der CDU: &#8220;total witzig&#8221; bis &#8220;ein wenig feige</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/die-nrw-wahl-2005-und-die-folgen/die-spd-kommentiert-den-netzauftritt-der-cdu-total-witzig-bis-ein-wenig-feige-2558/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tmatolat]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 May 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Die NRW-Wahl 2005 und die Folgen]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir vom Online-Team der NRWSPD fühlten uns nicht berufen, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen von der CDU zu beurteilen. So hatten wir die Idee, unsere User in unserem Weblog (blog.nrwspd.de) darum zu bitten, die Seite der CDU zu bewerten. Hier sind die Ergebnisse unseres Aufrufs.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir vom Online-Team der NRWSPD fühlten uns nicht berufen, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen von der CDU zu beurteilen. So hatten wir die Idee, unsere User in unserem Weblog (blog.nrwspd.de) darum zu bitten, die Seite der CDU zu bewerten. Hier sind die Ergebnisse unseres Aufrufs.<!--break--></p>
<p>
<b>Wir vom Online-Team der NRWSPD fühlten uns nicht berufen, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen von der CDU zu beurteilen. So hatten wir die Idee, unsere User in unserem Weblog (blog.nrwspd.de) darum zu bitten, die Seite der CDU zu bewerten. Hier sind die Ergebnisse unseres Aufrufs.</b>
</p>
<p>
Unter dem Titel „NRW kommt wieder“ steht der Kandidat Jürgen Rüttgers auf der Startseite im Mittelpunkt. Neben der Vorstellung des Sofortprogramms im Falle des Wahlsieges kann man hier Jürgen Rüttgers per Artikel und Fotos auf der Wahlkampftour begleiten. Ein weiterer Link führt von hier auf die Kandidatenhome-page von Rüttgers und zum NRWin-Team der CDU. Eine siebengliedrige, rote Navigationsleiste am Kopf der Seite führt zu den Unterpunkten der Homepage. Blau, weiß und rot sind auf der Startseite genauso die dominierenden Farben, wie man sie auch auf allen Unterseiten findet. Ein Zusatzangebot der CDU findet sich unten auf der Seite. Eine Telefonnummer verweist auf die Hotline der CDU, auf der man sich für 0,12 Euro/Min über die CDU und ihre Politik informieren kann.</p>
<p><span class="fett">Aktuelle Berichterstattung</span>
</p>
<p>
Zu den Details der Seite und den Bewertungen aus dem Weblog. Allseits für gut befunden wurde die Rubrik „Mitarbeiter der Woche“. Tanja findet die Motive „total witzig“. Außerdem lobt sie die „aktuelle Berichterstattung“, die durch die Rubrik geleistet wird. Auch edelstrauss findet die Rubrik „toll“. Lob gab es auch für die Bandbreite der Möglichkeiten bei Downloads von Kampagnen-material. So findet Regina gut, dass man „so viel von den Plakaten runterladen und anschauen“ könne. Zum Layout schreibt Bazinho lobend: “Mir gefallen klare reduzierte Layouts wesentlich besser als prall gefüllte Seiten.“ Weiter finde er „die Qualität der Fotos“ sei „in Ordnung.“ Gelobt wurden auch die Rubrik TV-Tipps, die es ermöglicht, gezielt Sendungen, in der die CDU vorkommt zu finden. Auch die Rubrik „Jürgen Rüttgers &#8211; ganz persönlich“ kam in den Bewertungen gut an.
</p>
<p>
Kritik gab es vor allem bei der Übersichtlichkeit und den Möglich-keiten zur Interaktion mit der CDU. So schreibt Tanja: „Manchmal ist es ein bisschen viel Inhalt, da kommt man mit der Orientierung schon mal durcheinander.“ Herbert findet, dass zwar viel Wert auf die „Verpackung“ gelegt wird, aber der Blog „seit 4 Monaten vor sich hin modert und kurzerhand zu einem Themenblog zusammen-gekillt wird“. Dies sei „Traurig und nicht besonders Internet-like.“ Auch andere Kommentatoren fanden das Weblog sehr kritikwürdig. Bazinho schreibt: „Man gebe drei inhaltlich aktuelle Themen aus der Wahlkampagne vor, riegle sich hermetisch ab, und schon hat man etwas, das mit einem Blog nicht im Geringsten zu tun hat.“<br />
<br />
Für Kritik sorgte auch die mangelnde Ausnutzung von den technischen Möglichkeiten. So bemängelt Regina statische Banner: „Warum zählt der Banner ´XX Tage bis zum Ende von rot-grün` nicht runter?“</p>
<p><span class="fett">Rüttgers hölzerne Videobotschaft</span></p>
<p>Auch das Video von Jürgen Rüttgers gab Anlass zur Kritik. So findet Bazinho, das aktuelle Video von Rüttgers sei „zwar schon deutlich besser als das erste Versuch“ jedoch komme es nicht an die wöchentliche Video-Botschaft von Peer Steinbrück heran. Herbert fragt an die Adresse von Jürgen Rüttgers: “Weiß der nicht, dass der vor der Kamera irgendwie sehr hölzern wirkt?“ So findet auch Fredson die Ideen Video und NRWin-Team „absolut gut“, aber seiner Meinung nach seien sie nach dem Motto „Besser gut geklaut als schlecht selber gemacht.“ entstanden. Regina beklagt den mangelnden Mut der CDU bei ihrer Umfrage &quot;Rekordarbeits-losigkeit in NRW: Mehr als eine Million Menschen ohne Job. Wer ist dafür verantwortlich?&quot; neben den Wahlmöglichkeiten „Rot-Grün, Unternehmer und Konsumenten“ nicht auch die Möglichkeit „CDU“ anzubieten. Dies wirke „ein wenig feige.“</p>
<p><span class="fett">Die Leser sind sich nicht einig</span>
</p>
<p>
Alles in allem scheint die Seite die User sehr zu spalten. Bei der Benotung war alles zwischen 2+ (tanja) bis 6 (Benno) dabei. Lili Marleen bringt es auf den Punkt, und findet die Seite sei „nix Besonderes, nix Innovatives, sondern eine nette, brave HP.“ Tanja findet, die „Homepage der CDU in NRW gut“, sie lobt das Niveau der redaktionelle Beiträge, bemängelt aber die unzureichende Orientierung. Das Fazit von Edelstrauss lautet: „Man darf ihnen das auch alles eigentlich nicht übel nehmen: Würden Konservative in die Zukunft schauen und Neues schaffen, wären sie keine Konservativen mehr.“
</p>
<p>
<b>Der Autor Thorsten Matolat ist Mitarbeiter der NRW-SPD.</b>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
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					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/die-nrw-wahl-2005-und-die-folgen/die-spd-kommentiert-den-netzauftritt-der-cdu-total-witzig-bis-ein-wenig-feige-2558/feed/</wfw:commentRss>
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