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	<title>eCampaigning im Superwahljahr &#8211; politik-digital</title>
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	<title>eCampaigning im Superwahljahr &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Erfolg in heimischen Gewässern &#8211; Piraten gehen in Berlin vor Anker</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 14:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Abgeordnetenhauswahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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					<description><![CDATA[Sie haben es also geschafft – mit 8,9 Prozent zieht die Piratenpartei erstmals in ein Länderparlament ein. Der Berliner Wahlerfolg stabilisiert die Partei  mit Blick auf die Bundestagswahlen, birgt aber auch  Konfliktpotenzial für die interne Programm- und Strategiedebatte.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Sie haben es also geschafft – mit 8,9 Prozent zieht die Piratenpartei erstmals in ein Länderparlament ein. Der Berliner Wahlerfolg stabilisiert die Partei  mit Blick auf die Bundestagswahlen, birgt aber auch  Konfliktpotenzial für die interne Programm- und Strategiedebatte.</p>
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Mit dem erzielten Wahlergebnis werden die optimistischen Prognosen der letzten Wahlkampfwochen tatsächlich erreicht. Sämtliche 15 Kandidaten der Landesliste „entern“ nun das Berliner Abgeordnetenhaus und fügen dem Parteiensystem der Hauptstadt einen neuen Farbakzent hinzu. So bemerkenswert diese Entwicklung auch ist, sie lässt sich aus unterschiedlichen Gründen recht gut erklären – und dürfte bis auf weiteres eine Ausnahme bleiben. Der Berliner Wahlerfolg stabilisiert die Partei einerseits mit Blick auf die Bundestagswahlen (voraussichtlich 2013), birgt aber auch einiges Konfliktpotenzial für die interne Programm- und Strategiedebatte.
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<p>
Der Einzug ins Abgeordnetenhaus muss als singuläres Ereignis betrachtet werden und steht in keinem direkten Zusammenhang mit den bisherigen und voraussichtlich auch nicht mit künftigen Wahlkämpfen der Piraten. Das „Heimspiel“ in der Hauptstadt der deutschen Netzpolitik hat der Berliner Landesverband letztlich mit großem Erfolg gestaltet, konnte dabei eben auch auf den Vorteil einer vergleichsweise überschaubaren Wahlkampfarena bauen, mit zunehmender Wahlkampfdauer auch auf nervös reagierende Gegner. Die personell wie finanziell im Vergleich zu den etablierten Parteien schwach ausgestatteten Piraten mussten sich und ihre Ziele nicht in der Fläche bekannt machen wie etwa in Nordrhein-Westfalen (Mai 2010) oder Baden-Württemberg (März 2011), wo die Stimmenanteile bei jenen gut 2 Prozent aus dem Bundestagswahlkampf 2009 stagnierten. Vor allem ein Umstand unterscheidet die Wahlkampfarena von den Stadtstaaten Bremen und Hamburg, wo die Piraten den Einzug in die Bürgerschaft jeweils deutlich verpasst haben: Die bundespolitisch geprägten Diskurse um digitale Bürgerrechte sind beinahe nahtlos mit der Berliner Landespolitik verknüpft, eine solche Verzahnung gab es in den Hansestädten nicht. Ob Internet-Enquete, „Freiheit statt Angst“-Demonstration, re:publica oder Chaos Computer Club – zentrale Akteure, Ereignisse und Offline-Schauplätze netzpolitischer Debatten sind in Berlin beheimatet. Diese Situation spielt den Piraten deutlich in die Hände, sie genießen ein automatisches Aufmerksamkeitsplus, da sie noch immer als die „Partei aus dem Internet“ wahrgenommen werden.
</p>
<p>
Daran ändert auch die gar nicht so behutsame Öffnung für landespolitische Themen nicht viel. Den größten Zulauf dürfte die Piratenpartei weniger aufgrund ihres Wahlprogramms, sondern durch ihr Image als „andere“ Parteiorganisation verzeichnet haben. Blickt man im Ländervergleich über die bisherigen programmatischen Ansätze, so findet sich dort keine stringente Linie, sondern ein eher undurchsichtiger Wildwuchs. Energiepolitik in Nordrhein-Westfalen, Schulpolitik in Hamburg, öffentlicher Nahverkehr und Stadtfinanzen in Berlin – die Orientierung an der landespolitischen Agenda ist zwar der Ansprache „neuer“ Zielgruppen geschuldet, taugt aber wenig zur künftigen Schärfung eines konsistenten Parteiprogramms.
</p>
<p>
An dieser Stelle der noch jungen Parteigeschichte könnte der Berliner Wahlerfolg eine Zäsur markieren – wird der Berliner Landesverband seinen Erfolg als Machtressource in innerparteiliche Flügelkämpfe einbringen, etwa in der Auseinandersetzung mit den Piraten in Bayern und Baden-Württemberg? Werden die neu gewählten Parlamentarier qua Mandat nun doch als jene „Parteielite“ angesehen, für die bisher das basisdemokratische Konzept keinen Platz vorgesehen hatte? Wie wirkt sich die Tatsache aus, dass nur eine Frau ins Abgeordnetenhaus einzieht, aber gleich 14 Männer – welchen Effekt hat diese Schieflage in der öffentlichen Diskussion? Sollte man sich vielleicht doch Gedanken über das interne Nominierungsverfahren machen und welche Rolle spielt dabei das Internet als Entscheidungsraum? Sind im Berliner Straßenwahlkampf auch erste Bewerbungen für einen vorderen Platz auf der virtuellen Bundesliste formuliert worden? Das sind nur einige Fragen, die die interne Debatte um die Zukunft der Partei in den nächsten – weitgehend wahlfreien – Monaten befeuern dürften.
</p>
<p>
Die internen Effekte der Wahl zum Abgeordnetenhaus spielen für die künftige Parteientwicklung vermutlich eine größere Rolle als die konkrete Performance der piratischen Abgeordneten. Dass sie im parlamentarischen Alltagsgeschäft werden Lehrgeld zahlen müssen, scheint ausgemachte Sache, ist aber für eine so junge Gruppierung jedoch alles andere als unüblich. Zur Erinnerung: Die formale Parteigründung datiert zwar auf 2006, die Entwicklung hin zur aktuellen Struktur mit gut 12.000 Mitgliedern und einem netzpolitischen Markenkern hat jedoch erst im Sommer 2009 begonnen. Dass sich in dieser Zeit noch keine professionellen Strukturen und auch noch keine professionellen Kandidaten aufbauen lassen, ist für die Piraten selbst die geringste Überraschung.
</p>
<p>
Die gespannte Erwartung mancher Beobachter, wie – oder ob – sie sich im mitunter drögen Alltag des Abgeordnetenhauses werden behaupten können, sorgt parteiintern für wenig Aufregung – die konkreten Beteiligungschancen und der Einfluss auf politische Entscheidungen sind auch bei knapp neun Prozent überschaubar. Viel interessanter ist dagegen die Frage, ob die Piraten ihre „Nerdigkeit“ bewahren und sich mit der gleichen Energie in Sachthemen einarbeiten können wie sie sich in knifflige Programmier-Probleme oder komplexe Computerspiele einfuchsen. Eine Rolle als innerparlamentarisches Kontroll- und Transparenzorgan, das die „etablierte Politik“ nun aus unmittelbarer Nähe beobachtet und vielleicht auch den ein oder anderen innovativen Impuls in die politische Arbeit einbringt, könnte sich gut mit dem bisherigen Image als „digitale Alternative“ vertragen.
</p>
<p>
Die „Verschnaufpause“ bis zur nächsten Wahl im trotz der Küstenlage nicht als Piratenhochburg bekannten Schleswig-Holstein (6. Mai 2012) können und werden die Piraten zur internen Positionsbestimmung nutzen. Wie sich die durch den Berliner Erfolg motivierte Piratenflotte nun abseits des Wahlkampfgetümmels verhält, ist eine weitere offene Frage. Vielleicht gerät die zuletzt nicht mehr so relevante internationale Perspektive in den Blick – zumindest in Europa ist der Erfolg der Piratenpartei <a href="http://falkvinge.net/2011/09/18/pirate-party-of-berlin-wins-enters-parliament/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wohlwollend registriert worden</a> und nicht nur in Schweden, dem politischen Ursprungsland der „Piratpartiet“, verspricht man sich nun Auftrieb für die zuletzt dümpelnden Piratenparteien.
</p>
<p>
Mit Blick auf die – voraussichtlich – 2013 anstehende Bundestagswahl ist dies jedoch eine sehr passende Dramaturgie, denn die Landtagswahlen waren stets Katalysatoren für die Rekrutierung von Neumitgliedern und die Festigung der oft noch spärlichen Offline-Infrastruktur. Der Wahlerfolg in Berlin ist somit nicht nur für den Moment bedeutsam, sondern hat für die Piratenpartei auch eine strategische Dimension: Durch die Verankerung in einem Landesparlament ist der erste Beweis der Alltagstauglichkeit erbracht, die nun allerdings auch die Anpassung an die von außen leicht zu kritisierenden Routinen des Politikbetriebs notwendig macht.
</p>
<p>
Um in der ihr eigenen Sprache zu bleiben: Die Piratenpartei gibt es seit dem 18. September 2011 nicht mehr als „Betaversion“, die in einem geschützten Testmodus operiert. Die Piraten müssen sich fortan unter Marktbedingungen mit der Konkurrenz messen lassen. Zumindest bis zum Release der nächsten Programmversion.</p>
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			</item>
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		<title>„Klarmachen zum Ändern!“ – Piraten entern Berliner Abgeordnetenhaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 14:18:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlen]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Abgeordnetenhauswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/piratenpartei-teaser.png" height="150" width="200" />
<br />
Mit dem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus und damit ins erste deutsche Landesparlament gelang den Piraten ein historischer Erfolg in ihrer erst fünfjährigen Parteigeschichte. Auch die Grünen konnten deutlich zulegen, blieben aber weit hinter ihren Erwartungen. Die FDP ist wie erwartet der große Verlierer. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/piratenpartei-teaser.png" height="150" width="200" /><br />
<br />
Mit dem Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus und damit ins erste deutsche Landesparlament gelang den Piraten ein historischer Erfolg in ihrer erst fünfjährigen Parteigeschichte. Auch die Grünen konnten deutlich zulegen, blieben aber weit hinter ihren Erwartungen. Die FDP ist wie erwartet der große Verlierer. </p>
<p>
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</p>
<p>
Die SPD ging bei der Berlin-Wahl mit ihrem Spitzenkandidaten und amtierenden Bürgermeister Klaus Wowereit mit einem Ergebnis von 28,3 Prozent (= 48 Sitze) wie erwartet als Sieger hervor, während sich die CDU mit 23,4 Prozent (= 39 Sitze) im Vergleich zur letzten Wahl leicht verbessern konnte. Die Grünen landeten mit 17,6 Prozent (= 30 Sitze) auf Platz 3 und ließen die Linkspartei, die nur 11,7 Prozent (= 20 Sitze) erhielt, weit hinter sich. Die FDP erreichte mit nur 1,8 Prozent ein desaströses Ergebnis und wird zukünftig nicht mehr im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten sein. Für die eigentliche Überraschung sorgten jedoch die Piraten. Sie traten erstmals in Berlin an und zogen auf Anhieb mit einem sensationellen Ergebnis von 8,9 Prozent (= 15 Sitze) ins Berliner Abgeordnetenhaus ein – und enterten zudem auch alle Bezirke.
</p>
<p>
politik-digital.de geht dem Erfolg der Piraten auf den Grund.
</p>
<p>
<b><br />
Piraten mobilisieren Nichtwähler<br />
</b>
</p>
<p>
Wenig überraschend ist die Wählerwanderung zu den Piraten. Laut Infratest dimap konnten sie vor allem Wähler von Grünen, SPD und Linkspartei abwerben, deutlich weniger von CDU und FDP. Jeweils rund 21.000 Stimmen erhielten die Piraten von sonstigen Wählern und Nichtwählern. Insbesondere letztere konnten sie als einzige Partei in bedeutender Zahl mobilisieren: Das ist insofern interessant, als die Wahlbeteiligung im Vergleich zur Berlin-Wahl 2006 leicht um 2,2 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent stieg. Nun folgend zwei Grafiken zur Wählerwanderung:
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/waehlerwanderung-piraten01.png" height="345" width="427" />
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/waehlerwanderung-piraten02.png" height="345" width="427" />
</p>
<p align="center">
<b>(Quelle: RBB Abendschau vom 18.9.11 – Screenshot)<br />
</b>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Die Hochburgen der Piraten<br />
</b>
</p>
<p>
Der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zählt eindeutig zum größten Piratenhafen in Berlin – hier erzielten sie 14,7 Prozent und liegen damit deutlich vor der CDU (8,4 Prozent) und knapp vor der Linkspartei (13 Prozent). Bereits im Vorfeld war klar, dass dieser Bezirk ein Sammelbecken für potenzielle Piratenwähler ist. Die Höhe der insgesamt erhaltenen Wählerstimmen erstaunten hier wie auch im restlichen Berlin zuvorderst die Piraten selbst. So zumindest lässt sich erklären, dass sie in einzelnen Bezirken teilweise zu wenige Kandidaten nominiert haben, so dass einige Plätze in den Bezirksparlamenten unbesetzt bleiben werden. Überdurchschnittliche Ergebnisse im Vergleich zu den berlinweit errungenen 8,9 Prozent erzielten die Piraten auch in Pankow (10,5 Prozent), Mitte (10,4 Prozent), Neukölln (9,6 Prozent), Treptow-Köpenick (9,3 Prozent) und Lichtenberg (9,3 Prozent).
</p>
<p>
<b>Die politischen Forderungen<br />
</b>
</p>
<p>
Zu den <a href="http://berlin.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2011/08/PP-BE-wahlprogramm-v1screen.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politischen Forderungen</a> der Berliner Piraten, die unter Einbeziehung des <a href="https://lqpp.de/be/area/list.html?tempstore=hh8xtfppd2y7nrllytrdz748z2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beteiligungstools Liquid Feedback</a> von den Parteimitgliedern erarbeitet und aufgestellt wurden, gehören u.a.:
</p>
<ul>
<li>Förderung von Transparenz und Bürgernähe <br />
	in Politik und Verwaltung (Open Government)</li>
</ul>
<ul>
<li>Einsatz für gesetzlichen Mindestlohn und ein <br />
	Grundeinkommen auf Bundesebene</li>
</ul>
<ul>
<li>Aufbau eines flächendeckenden und kostenlos <br />
	nutzbaren Freifunknetzes (WLAN-Hotspots)</li>
</ul>
<ul>
<li>Übergabe der Berliner S-Bahn in kommunale Hand <br />
	und kostenloser öffentlicher Nahverkehr</li>
</ul>
<ul>
<li>Rückabwicklung der Verträge zur Teilprivatisierung <br />
	der Berliner Wasserbetriebe</li>
</ul>
<ul>
<li>freier Zugang zu öffentlichen Daten und öffentlich finanzierten Werken</li>
</ul>
<ul>
<li>kostenloses Mittagessen und Obstprogramm, multilingualer <br />
	Unterricht und  maximal 15 Schüler pro Lehrer an Berliner Schulen</li>
</ul>
<ul>
<li>Legalisierung von Cannabis
	</li>
</ul>
<p>
Hier zeigt sich, dass die Piratenpartei über ihre Kernthemen hinaus versucht hat, weitere politische Themen zu besetzen. Eine realistische Gegenfinanzierung der Vorhaben, insbesondere in punkto „Gratiskultur“, lässt sich jedoch bislang nicht finden. Und auch die Frage, mit welchen Partnern und Mitteln sich diese Ziele umsetzen lassen werden, wird noch zu beantworten sein. <a href="http://www.n-tv.de/politik/Keine-potemkinschen-Doerfer-bauen-article4335766.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In einem Interview</a> bei ntv.de stellt der neue Berliner Abgeordnete Christopher Lauer zu den inhaltlichen Anforderungen fest: „Seit Sonntag hat sich da natürlich noch nicht viel getan, aber uns ist klar, dass der ‚Dilettantenbonus’ nicht lange hält. Wir werden überall dort, wo es sich im politischen Alltag anbietet, Positionen entwickeln.“ 
</p>
<p>
<b>Wichtige Faktoren für den Wahlerfolg<br />
</b>
</p>
<p>
Es war in Berlin, wo sich die noch junge Piratenpartei am 10. September 2006 gründete. Seither setzt sie sich vornehmlich für die Freiheit des Internet ein. Sie sieht sich als <a href="http://www.pp-international.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Teil einer weltweiten Bewegung</a>, die sich für Bürgerrechte im digitalen Zeitalter engagiert. Hierzulande haben die Piraten bei der Bundestagswahl 2009 für einen ersten Achtungserfolg gesorgt. Schon damals zeigte sich, dass das größte Wählerpotenzial in der Hauptstadt verortet ist. Nichtsdestotrotz war es öffentlich und medial seitdem etwas ruhig um die Piraten geworden, die eine sozial-liberale Ausrichtung haben, jedoch keinem einseitigen Links-Rechts-Schema zugeordnet werden wollen. Interessante Erklärungsversuche und Analysen, warum sie nun dennoch die Fünf-Prozent-Hürde übersprangen, gab es im Vorfeld der Berlin-Wahl viele. Zum einen nimmt Berlin eine besondere Rolle beim Thema Netzpolitik ein. Der Politikwissenschaftler Prof. Christoph Bieber <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2011/09/10/in-eigener-sache-berlin-6/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">brachte es auf den Punkt</a>: „Berlin [ist] die Stadt von Internet-Enquete und digitaler Gesellschaft, hier wohnen Markus Beckedahl, Sascha Lobo und der Chaos Computer Club, und es gibt das betahaus, Soundcloud und bald auch das Google-Institute.“ Zum anderen konzentrieren sich in der deutschen Hauptstadt die typischen Piratenwähler: Der Göttinger Parteienforscher Alexander Hensel stellte kürzlich <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,786016,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Spiegel Online</a> fest, dass hierzu „erstens jüngere, gut gebildete Männer mit hoher Affinität zu digitaler Technik und Kultur“ zählen. „Hinzu kommen zweitens die sogenannten Digital Natives.“ Und schließlich „die Strömung der neuen Basisdemokratie.“
</p>
<p>
Außerdem gibt es in Berlin traditionell ein hohes Potenzial an Wählern, die die sogenannten sonstigen Parteien wählen. Neben der Abwanderung enttäuschter Wähler von den etablierten Parteien besitzen die Piraten auch wegen ihrer politischen Unverbrauchtheit eine gewisse Attraktivität und profitieren von der verbreiteten Politikverdrossenheit. All diese Faktoren bilden eine wesentliche Grundlage für den Erfolg der Piraten. Ihnen ist es gelungen, gerade die eben beschriebenen Gesellschaftsgruppen mit ihren Themen rund um informationelle Selbstbestimmung, Transparenz und Bürgerbeteiligung verstärkt anzusprechen und in ihrem Sinne zu aktivieren. Hinzu kommt die in den vergangenen Wochen rapide gewachsene mediale Aufmerksamkeit durch steigende Umfragewerte. Diese signalisierten den Wählern, dass die Piraten eine realistische Chance auf den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus haben – das bewirkte einen zusätzlichen Schub. Zudem ist es den Piraten erfolgreich gelungen, in der Öffentlichkeit das Bild von der Ein-Themen-Partei zurechtzurücken.<br />

</p>
<p>
<b>Die politischen Köpfe der Berliner Piraten<br />
</b>
</p>
<div align="center">
<iframe frameborder="0" src="http://www.youtube.com/embed/vEG5wN4rNBI" height="315" width="480"></iframe>
</div>
<p align="center">
<br />
<b>(Erste Pressekonferenz der neuen Abgeordneten der Berliner Piraten)</b>
</p>
<p>
Zum Selbstverständnis der Piraten zählt eine ausgeprägte Abneigung gegen autoritäre Strukturen und feste Hierarchien. Das wurde auch im Berliner Wahlkampf deutlich, wo nicht einzelne Personen im Mittelpunkt standen. Die Piraten haben gezeigt (u.a. mit ihren Wahlplakaten), dass es auch anders geht. Nichtsdestotrotz ist es interessant zu wissen, wer jetzt für die Piraten ins Berliner Abgeordnetenhaus einziehen wird. Insgesamt 15 Piraten werden zukünftig dort vertreten sein. Hier eine Auswahl von drei zukünftigen Piraten-Abgeordneten:
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/andreas_baum.png" height="139" width="100" />
</p>
<p>
Andreas Baum (33) ist der Spitzenkandidat der Berliner Piraten und wird sich im Berliner Abgeordnetenhaus vor allem mit den Themen S-Bahn, Stadtentwicklung und Verkehr beschäftigen. Der gelernte Industrieelektroniker ist Mitgründer der Piratenpartei und war drei Jahre lang Vorsitzender des Berliner Landesverbandes. Er gehört also zu den Piraten der ersten Stunde. Zu seinen wichtigsten Zielen zählt die Schaffung von mehr politischer Teilhabe für die Bürger – zugleich ein wesentliches Anliegen der Piraten. Er ist von der Idee der „<a href="http://wiki.piratenpartei.de/Liquid_Democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy</a>“ überzeugt.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/christopher_lauer.png" height="141" width="100" />
</p>
<p>
Neben Baum ist der auf dem Listenplatz zehn stehende Christopher Lauer (27), dessen Schwerpunktthemen Bürgerbeteiligung und Transparenz sind, im Wahlkampfendspurt in den Medien am gefragtesten gewesen. Er studiert Kultur und Technik an der TU Berlin und trat den Piraten im Juni 2009 bei. Als politischer Geschäftsführer der Piratenpartei Deutschland war er maßgeblich für die bundesweite Einführung der auf der Open-Source-Software <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LiquidFeedback" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Feedback</a> basierenden <a href="https://lqfb.piratenpartei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid-Democracy-Plattform</a> verantwortlich, die der innerparteilichen Meinungsbildung dient. 
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/susanne_graf.png" height="142" width="100" />
</p>
<p>
Mit der 19-Jährigen Abiturientin und stellv. Vorsitzenden der jungen Piraten Susanne Graf zieht immerhin auch eine weibliche Piratin ins Berliner Abgeordnetenhaus ein. Ihr liegt es besonders am Herzen, ein Wirtschaftsprogramm für die Partei mit zu entwickeln. Auch für sie sind die Schaffung von mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung ein wichtiges Anliegen. Im Berliner Abgeordnetenhaus will sie sich vor allem der Jugendpolitik widmen.
</p>
<p>
Einen Überblick zu allen 15 Piraten-Kandidaten <a href="http://berlin.piratenpartei.de/index.php/bundestags-wahl-2009/landesliste/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gibt es hier</a>. Davon, wie diese Persönlichkeiten sich im parlamentarischen Alltag schlagen werden und in der Öffentlichkeit auftreten, wird sehr stark abhängig sein, wie und ob die Piratenpartei auch längerfristig einen festen Platz in der Parteienlandschaft einnehmen wird. Nach dem Selbstverständnis der Piraten wäre es für sie auch kein Schiffsbruch, falls die anderen Parteien ihre Themen kapern sowie umsetzen würden und damit die Piraten überflüssig machten. Unabhängig davon, wie sie sich im parlamentarischen Alltag schlagen werden: Dass das Thema Netzpolitik mittlerweile mit der Internet-Enquete auch Eingang in den Deutschen Bundestag gefunden hat, ist sicher auch ihr Verdienst. Die Netz-Community hat nun eine politische Vertretung im Berliner Abgeordnetenhaus und die etablierten Parteien werden sich noch intensiver mit netzpolitischen Themen sowie Transparenz und Bürgerbeteiligung auseinandersetzen müssen.<br />

</p>
<p>
<b>Wahlanalyse und Ausblick<br />
</b>
</p>
<p>
Doch welche interne Bedeutung hat das Wahlergebnis für die Piraten und welche Perspektiven eröffnet es für die Zukunft? Dazu ein Kommentar vom Politikwissenschaftler Christoph Bieber. Er ist Professor für Ethik in Politikmanagement und Gesellschaft an der Universität Duisburg-Essen und stellv. Vorsitzender von pol-di.net e.V. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen auf den Auswirkungen neuer Medien auf politische und gesellschaftliche Prozesse.
</p>
<p>
<b><a href="/erfolg-in-heimischen-gewaessern-piraten-gehen-in-berlin-vor-anker">Hier geht es weiter zum Kommentar von Prof. Christoph Bieber</a></b></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Grüne punkten online</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/gruene-punkten-online-5385/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2011 10:59:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Test]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Die Linke]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 18. September ist es soweit, die Berliner dürfen ihre Stimme zur Wahl des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung abgeben. politik-digital.de hat sich den Online-Wahlkampf der Parteien genauer angeschaut.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am 18. September ist es soweit, die Berliner dürfen ihre Stimme zur Wahl des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung abgeben. politik-digital.de hat sich den Online-Wahlkampf der Parteien genauer angeschaut.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Mit deutlichem Vorsprung gewinnen die Grünen den von politik-digital.de durchgeführten Online-Wahlkampf-Test zur Berliner Abgeordnetenhauswahl 2011. Die Partei ging in den beiden großen Kategorien Nutzerfreundlichkeit und Design sowie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten als Testsieger hervor, konnte aber auch im Bereich Service mit den Spitzenreitern mithalten. Im Mittelfeld liegen SPD, Linke, CDU und Piratenpartei fast gleichauf, wenn auch die Piraten knapp den zweiten Platz kapern konnten. Sie verpassten ein noch besseres Ergebnis, da sie in der Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design nicht überzeugten. Das konnten die Piraten jedoch durch einen guten Service und ein hohes Maß an Partizipationsmöglichkeiten ausgleichen.
</p>
<p>
Die SPD verlor in der ersten Kategorie am meisten durch die lange Ladezeit ihrer Seite und wegen der teilweise unübersichtlichen Navigationselemente. Dagegen verpasste die Linkspartei eine höhere Platzierung, da sie unsere E-Mail-Anfrage nicht beantwortete. Die CDU erhielt Abzüge, weil sie weder über einen Twitter-Account noch über einen Blog verfügt.
</p>
<p>
Der klare Verlierer unseres Tests ist die FDP, obwohl sie in der Kategorie Design und Nutzerfreundlichkeit gut abschnitt. Leider verzichtet die FDP zum großen Teil auf den Einsatz  sozialer Medien und damit auch darauf, den Wähler aktiv in den Wahlkampf einzubeziehen.
</p>
<p>
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die getesteten Berliner Parteien im digitalen Zeitalter angekommen sind und bewusst den Online-Wahlkampf sowie die Nähe zum Bürger suchen. Ein positiver und äußerst begrüßenswerter Trend.
</p>
<p>
<b>Gesamtauswertung:</b>
</p>
<p>
Wie nutzerfreundlich sind die Wahlkampfseiten? Wie gut ist der Service der Parteien? Wer bezieht die Bürger am besten ein? Hier finden Sie die Endauswertung unserer Testreihe zum Online-Wahlkampf der Berliner Parteien in 2011.
</p>
<p>
Die erste Kategorie ist <b>Nutzerfreundlichkeit und Design</b> (max. 42 Punkte).
</p>
<p>
Unsere Fragen lauteten:
</p>
<p>
<b>1. Wie gut finde ich das Wahlprogramm?<br />
2. Wie gut finde ich die Kurzversion des Wahlprogramms?<br />
3. Wie gut finde ich die Spitzenkandidatin bzw. den Spitzenkandidaten?<br />
4. Wie gut finde ich die Kandidaten meines Wahlbezirks?<br />
5. Wie gut finde ich die Veranstaltungsübersicht?<br />
6. Wie gut ist die Nutzerführung innerhalb der Websites?<br />
7. Wie barrierefrei sind die Seiten aufgebaut?</b>
</p>
<p>
Unser Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/nutzer.jpg" title="Nutzerfreundlichkeit" alt="Nutzerfreundlichkeit" align="middle" height="170" width="490" />
</div>
<p>
Die Kategorie Nutzerfreundlichkeit und Design konnten Grüne und FDP für sich entscheiden. Sie überzeugen mit klaren und übersichtlichen Strukturen, die es dem Nutzer ermöglichen, sich gut auf der Seite zurechtzufinden. Etwas schlechter schnitten in dieser Kategorie die Parteien SPD, Linke und CDU ab. Besonders die SPD erhielt wegen langer Ladezeiten Punktabzüge. Lediglich die Piratenpartei konnte in dieser Kategorie nicht überzeugen, da deren Seite recht unübersichtlich gestaltet ist und es schwer ist, bestimmte Informationen schnell zu finden.
</p>
<p>
Die zweite Kategorie betrifft den <b>Service</b> (max. 12 Punkte).
</p>
<p>
Unsere Fragen lauteten:
</p>
<p>
<b>8. Wie schnell werden Fragen per E-Mail beantwortet?<br />
9. Wie schnell werden Fragen per Twitter beantwortet?</b>
</p>
<p>
Unser Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/service.jpg" title="Service" alt="Service" align="middle" height="90" width="490" />
</div>
<p>
In der Kategorie Service gewinnen SPD und Piratenpartei. Beide antworteten schnell und informativ auf unsere Anfragen. Dagegen ließen sich die Grünen etwas mehr Zeit bei der Beantwortung unserer Fragen. Die Linke und die FDP antworteten auf jeweils eine unserer Anfragen nicht und die CDU verliert wertvolle Punkte durch das Fehlen eines als üblich zu betrachtenden Twitter-Accounts. Daher teilen sich diese drei Parteien den letzten Platz.
</p>
<p>
Mittels eines privaten E-Mail-Accounts baten wir um Auskunft zu Informationsveranstaltungen im Berliner Stadtteil Köpenick. Bei Twitter stellten wir unsere Anfragen ebenfalls über einen privaten Account. Dabei baten wir um einen Link zum Kurzwahlprogramm der Parteien.
</p>
<p>
Die dritte und letzte Kategorie ist <b>Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten </b>(max. 46 Punkte)<b></b>.
</p>
<p>
Unsere Fragen lauteten:
</p>
<p>
<b>10. Wie aktuell und informativ ist die Facebook-Seite?<br />
11. Wie aktuell und informativ ist der Twitter-Account?<br />
12. Wie aktuell und informativ ist der YouTube-Kanal?<br />
13. Wie aktuell und informativ ist der Blog?<br />
14. Können Bürger sich aktiv beteiligen?<br />
15. Zusatzpunkte</b>
</p>
<p>
Unser Ergebnis hierfür sieht wie folgt aus:
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/beteiligung.jpg" title="Beteiligungsmöglichkeiten" alt="Beteiligungsmöglichkeiten" align="middle" height="160" width="490" />
</div>
<p>
In der Kategorie Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten gewinnen klar die Grünen. Sie haben die innovativsten Ideen (z. B. Smartphone-App) und geben sich die größte Mühe, den Kontakt mit den Bürgern („Da müssen wir ran“) zu suchen. Auf einem guten zweiten Platz liegt die Piratenpartei, die ebenfalls interessante Ansätze für eine bessere Nähe zum Bürger gefunden hat. Über das Piratenwiki ist eine Beteiligung möglich und es kann aktiv diskutiert werden. Und mittels des Tools „Liquid Feedback“ können Bürger parteiinterne Diskurse nachvollziehen. Im Mittelfeld befinden sich SPD, Linke und CDU. Alle diese Parteien zeigten im Vergleich sowohl Schwächen als auch Stärken bei der Interaktivität, die sie den Nutzern bieten. Abgeschlagen in diesem Feld ist nur die FDP. Potentiellen Wählern räumt der Online-Wahlkampf der Liberalen so gut wie keine Möglichkeiten ein, sich in Diskussionen einzubringen.
</p>
<p>
In der Gesamtauswertung bringt uns das zu folgendem Bild:
</p>
<div align="left">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/ergebnis.jpg" title="Gesamtergebnis" alt="Gesamtergebnis" align="middle" height="455" width="490" />
</div>
<p>
Hier geht es zu den Auswertungen mit ausführlichen Begründungen:
</p>
<p><b>Einzelauswertung der Parteien:</b></p>
<li><a href="/spd-0">SPD</a></li>
<p></p>
<li><a href="/die-linke-0">Die Linke</a></li>
<p></p>
<li><a href="/cdu-1">CDU</a></li>
<p></p>
<li><a href="/buendnis-90die-gruenen-0">Bündnis 90/Die Grünen</a></li>
<p></p>
<li><a href="/fdp-0">FDP</a></li>
<p></p>
<li><a href="/piratenpartei-0">Piratenpartei</a></li>
<p>
<b>Einzelauswertung der Kategorien:</b></p>
<li><a href="/nutzerfreundlichkeit-und-design">Nutzerfreundlichkeit und Design</a></li>
<p></p>
<li><a href="/antwortverhalten">Service</a></li>
<p></p>
<li><a href="/soziale-medien-und-beteiligungsmoeglichkeiten">Soziale Medien und Beteiligungsmöglichkeiten</a></li>
<li><a href="/kriterien"><b>Kriterien</b></a></li>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die Zeit des Kampagnen-Twitterns ist vorbei&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zeit-des-kampagnen-twitterns-ist-vorbei-5273/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Jun 2011 11:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Superwahljahr 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Andreas Jungherr]]></category>
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					<description><![CDATA[In der ersten Hälfte des &#34;Superwahljahres&#34; 2011 ist der Online-Wahlkampf der Parteien weitgehend unspektakulär verlaufen. Nicht nur in Hamburg, wo aufgrund der vorgezogenen Wahlen die nötige Vorlaufzeit fehlte, fanden die Internet-Kampagnen der Parteien wenig Beachtung. politik-digital.de sprach mit dem Bamberger Wissenschaftler Andreas Jungherr über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Wählermobilisierung. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In der ersten Hälfte des &quot;Superwahljahres&quot; 2011 ist der Online-Wahlkampf der Parteien weitgehend unspektakulär verlaufen. Nicht nur in Hamburg, wo aufgrund der vorgezogenen Wahlen die nötige Vorlaufzeit fehlte, fanden die Internet-Kampagnen der Parteien wenig Beachtung. politik-digital.de sprach mit dem Bamberger Wissenschaftler Andreas Jungherr über die Möglichkeiten und Grenzen digitaler Wählermobilisierung. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Andreas Jungherr ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl<br />
für Politische Soziologie an der Universität Bamberg. Dort arbeitet<br />
er über die Auswirkungen des Internets auf die politische<br />
Kommunikation.
</p>
<p>
Neben dieser Tätigkeit begleitet er politische Parteien bei der<br />
Planung und Umsetzung von Online-Kampagnen. In dieser Funktion<br />
arbeitete er unter anderem für das &quot;webcamp09&quot;, das &quot;teAM Deutschland&quot;<br />
und &quot;NRW für Rüttgers&quot;. Er schreibt den Blog &quot;<a href="http://andreasjungherr.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Too Bad You Never<br />
Knew Ace Hanna</a>&quot;.
</p>
<p>
<b>Herr Jungherr, blicken wir auf die bisherigen Landtagswahlen zurück: Warum gab es &#8211; mit wenigen Ausnahmen wie der twitternden CDU-Kandidatin Julia Klöckner aus Rheinland-Pfalz oder der 3-Tage-Wach-Aktion der Grünen &#8211; so wenig Online-Wahlkampf der Parteien? </b>
</p>
<p>
Wenn man genau hinsieht, gibt es schon etwas mehr Online-Wahlkampf als man zuerst vermuten mag. Allerdings stimmt es, dass diese Kampagnenelemente selten große Aufmerksamkeit außerhalb des Internet erreichen.
</p>
<p>
<b>Was lässt sich mit dem Online-Wahlkampf erreichen? Eher die Mobilisierung eigener Wähler oder das Hinzugewinnen neuer Wähler? </b>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Jungherr_bearb.jpg" title="Andreas_Jungherr" alt="Andreas_Jungherr" align="left" height="230" width="155" />In Deutschland werden Online-Elemente von politischen Kampagnen bisher mit zwei Funktionen genutzt. Einerseits kann es gelingen, Parteiunterstützer regelmäßig über die Kampagne zu informieren und dadurch an die Kampagne zu binden. Außerdem helfen Unterstützerzahlen auf eigenen Webseiten oder sozialen Netzwerkplattformen, um den Medien und der Öffentlichkeit zu signalisieren, wie stark die Unterstützung für die eigene Sache oder den eigenen Kandidaten ist. Onlinekampagnen informieren also Unterstützer und inszenieren gleichzeitig Unterstützung.
</p>
<p>
<b>Wie erklären Sie sich, dass parteipolitische Angebote auf so geringe Resonanz stoßen? </b>
</p>
<p>
Wenn man auf die potentiellen Wirkungen von Online-Kampagnen schließen will, muss man sich des Kommunikationsumfelds der Nutzer bewusst werden. Im Internet hat jeder eine Vielzahl von Informationsangeboten, die er wahrnehmen kann. E-Mails laufen im Postfach ein, der RSS-Reader quillt mit ungelesenen Nachrichten über, das Lieblings-Nachrichtenportal wechselt unerbittlich die Schlagzeile und auf Facebook gibt es die neuesten Fotos aus dem Freundeskreis zu sehen. In diesem Umfeld ist es sehr unwahrscheinlich, dass ein Nutzer zufällig oder einfach mal aus Spaß auf die Angebote einer politischen Partei stößt. Diese muss man schon gezielt aufsuchen. Das lässt mich vermuten, dass Parteien mit ihren Online-Angeboten in erster Linie eigene Unterstützer erreichen. Gelingt es Parteien aber im Laufe des Wahlkampfs, unentschlossene Wähler durch bewusste Themensetzung zu politisieren, ist es durchaus möglich, dass Wähler sich im Netz über Parteien informieren. Genauso mag es sein, dass eine Partei einen spektakulären Online-Stunt abfeiert, der es dann in die klassischen Medien schafft und dadurch potentielle neue Wähler auf die Online-Angebote aufmerksam macht. Oder aber, dass Nutzer auf Online-Angebote von Parteien aufmerksam werden, da ihre Kontakte in sozialen Netzwerken Online-Inhalte der Parteien auf ihren persönlichen Profilen weiterverbreiten. 
</p>
<p>
<b>Ist ein solcher Effekt einigermaßen planbar oder herrscht in den sozialen Netzwerken eine Eigendynamik, die auch nicht durch professionelle Strategien zu überlisten ist? </b>
</p>
<p>
Die Antwort ist recht leicht: Interessante Inhalte posten, die werden dann auch weiterverbreitet! Ich halte recht wenig von geplanten viralen Inhalten. Oder &quot;Kommunikationsstrategen&quot; mit Charts, zwischen welchen Uhrzeiten an welchen Wochentagen welche Twitter-Nutzer angeschrieben werden müssten, um eine bestimmte Anzahl an Retweets oder Facebook-Likes zu erhalten. Es ist zwar verführerisch zu glauben, dass Online-Kanäle die konzeptionelle oder inhaltliche Arbeit durch automatisierte Netzwerkeffekte ersetzen, glücklicherweise bleibt es online aber genauso wie offline: Wer Aufmerksamkeit und positive Reaktionen will, muss interessante und relevante Inhalte bieten. 
</p>
<p>
<b>Gibt es besonders gute oder unterdurchschnittliche Online-Kampagnen, die Ihnen in den vergangenen Landtagswahlen aufgefallen sind? </b>
</p>
<p>
Einzelne Kampagnen auf Landesebene haben spannende Ideen ausprobiert. Das webcamp09, an dem ich beteiligt war, hat Anfang 2009 ein spannendes Konzept umgesetzt, in dem freiwillige Unterstützer von Roland Koch den Wahlkampf auf der Webseite webcamp09 begleiteten und dort selbstständig kommentierten, Videos veröffentlichten und Kampagnenveranstaltungen dokumentierten. Seitdem wurde dieses Format auch von der CDU im Saarland und in NRW genutzt. Die CDU NRW hat während der Kampagne zur letzten Landtagswahl gezielt mit ihrem Newsletter experimentiert und zeigt jetzt, wie man als Partei einen Newsletter produzieren kann, der tatsächlich auch gelesen wird. Spannend ist auch das 3-Tage-Wach-Format der Grünen, das nun bereits in unterschiedlichen Wahlkämpfen ausprobiert wurde. Hier ist es, ähnlich wie bei den Unterstützerteams der CDU-Landesverbände, immer interessant zu sehen, wie einzelne Landesverbände das Format aufgreifen, auf sich anpassen und weiterentwickeln. Auf Seiten der SPD finde ich es am spannendsten, wie dort im Bereich Webseitendesign experimentiert wird. Also zum Beispiel der aktuelle Relaunch der spd.de-Seite, der ein mutiger Versuch ist, auszuprobieren, wie es aussehen könnte, wenn eine Partei ganz gezielt versucht, als Informationsanbieter und Informationsportal im Netz aufzutreten. Ähnlich interessant fand ich das Design der Kandidatenseite von Hannelore Kraft im NRW-Wahlkampf, das die Kandidatin sehr individuell und menschlich präsentierte. 
</p>
<p>
<b>Welchen zeitlichen und finanziellen Aufwand erfordert ein guter Online-Wahlkampf nach Ihrer Erfahrung? In Hamburg schien die Zeit nicht zu reichen. </b>
</p>
<p>
Zeit ist tatsächlich ein entscheidender Faktor. Es gilt in den meisten Fällen, die Online-Angebote der Parteien im Bewusstsein der Unterstützer zu verankern. Wenn ich nicht weiß, dass meine Partei spannende Informationen auf ihrer Webseite anbietet, werde ich diese nicht initiativ aufrufen. Hierauf müssen Parteien weit im Vorfeld einer Kampagne versuchen einzuwirken. Wenn die Wahl nur noch ein paar Wochen entfernt ist, ist es schwierig, die zeitlichen Ressourcen freizuschaufeln, um diese Grundlagenarbeit zu leisten. Während der Kampagne selbst muss sichergestellt sein, dass Mitarbeiter Online-Angebote redaktionell betreuen können. Newsletter, Blogbeiträge, Facebook-Updates und Tweets schreiben sich genauso wenig von selbst wie eine Presseerklärung. Ernsthafte Onlinekampagnen erfordern ernsthafte Betreuung…
</p>
<p>
<b>&#8230; was nur von Parteien ab einer gewissen Größe zu leisten ist&#8230; </b>
</p>
<p>
…oder von Parteien mit stark motivierten Freiwilligen, denen die Partei im Wahlkampf genug Freiraum gibt.
</p>
<p>
<b>Abgesehen von den finanziellen und personellen Möglichkeiten: Welche Unterschiede gibt es zwischen Kommunal-, Länder- und Bundesebene, die für den Online-Wahlkampf relevant sind? </b>
</p>
<p>
Der größte Unterschied dürfte im Grad der Politisierung der Kampagnenumgebung liegen. Bundestagswahlen politisieren in der Regel stärker als Landtags- oder Kommunalwahlen und erregen mehr Medieninteresse. Außerdem haben Wahlen auf Bundesebene ein größeres potentielles Publikum als Wahlen auf den anderen Ebenen. Andererseits führt genau dies auch dazu, dass die Freiheit, zu experimentieren, in Landtags- und Kommunalwahlkämpfen höher ist. Hier können also Kampagnen-Elemente ausprobiert werden. Online-Kampagnen auf diesen Ebenen können also als Testläufe von neuen Kampagnen-Elementen genutzt werden.
</p>
<p>
<b>Kommen wir von der Partei-Ebene auf den einzelnen Politiker. In Prozent: Wie sollten Politiker klugerweise Online- und Offline-Wahlkampf gewichten? </b>
</p>
<p>
Das kommt ganz auf die jeweilige Situation des Politikers an. Ist mein Wahlkreis so strukturiert, dass ich tatsächlich mögliche Wähler oder Unterstützer erreiche? Passt Online-Aktivität in mein politisches Profil? Und nicht zuletzt: Fühle ich mich als Politiker bei der Nutzung von Online-Werkzeugen wohl? Eine Antwort, die auf alle Politiker passt, gibt es hier nicht. Auch wenn Kommunikationsberater dies gerne vergessen.
</p>
<p>
<b>Die Social-Media-aktiven Politiker nutzen das Internet auch außerhalb des Wahlkampfes als Kommunikationskanal. Lassen sich Online-Aktivitäten von den eher offline agierenden Politikern auf den Wahlkampf beschränken?</b>
</p>
<p>
Die Basis für jeden Politiker &#8211; egal wie online aktiv oder nicht &#8211; sollte eine gut gepflegte Webseite mit aktuellen Informationen und Kontaktmöglichkeit sein. Darüber hinaus ist die Nutzung vieler anderer Social-Media-Dienste möglich, aber nicht verpflichtend. Politiker sollten die Dienste wählen, mit denen sie sich am wohlsten fühlen und von denen sie wissen, dass sie diese auch außerhalb des Wahlkampf-Ausnahmezustands zeitlich nutzen können.
</p>
<p>
<b>Worauf sollte sich der einzelne Politiker konzentrieren? Oder ist es nur sinnvoll, wenn man alle Kanäle gleichzeitig und auf ihre Weise nutzt?</b>
</p>
<p>
Die Zeit des medienfreundlichen Kampagnen-Twitterns scheint mir vorbei. Dafür ist der Nachrichtenwert eines weiteren twitternden, facebookenden oder 4squarenden Politiker inzwischen zu niedrig. Die Wahl der Online-Kommunikationsmittel sollte sich also mehr nach dem persönlichen Nutzen als dem erwartenden Schauwert richten.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Wir müssen die Leute direkt ansprechen.“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ecampaigning-im-superwahljahr/wir-muessen-die-leute-direkt-ansprechen-5247/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 May 2011 15:34:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Erich Sturm]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[2011]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bremer Piratenpartei blickt der Bürgerschaftswahl optimistisch entgegen. politik-digital.de fragte Spitzenkandidat Erich Sturm, welche Chancen sich seine Partei ausrechnet und welche Rolle der Offline-Wahlkampf für die Piraten spielt. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bremer Piratenpartei blickt der Bürgerschaftswahl optimistisch entgegen. politik-digital.de fragte Spitzenkandidat Erich Sturm, welche Chancen sich seine Partei ausrechnet und welche Rolle der Offline-Wahlkampf für die Piraten spielt. </p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Am kommenden Wochenende wählen die Bremer eine neue Bürgerschaft. Während an einer Fortsetzung der rot-grünen Koalition unter Bürgermeister Jens Böhrnsen kaum gezweifelt wird, müssen sich CDU und FDP auf Stimmenverluste einstellen. Optimistischer blickt die Piratenpartei der Wahl entgegen und hegt sogar die Hoffnung, künftig in der Bürgerschaft vertreten zu sein. Der Landesvorsitzende Erich Sturm erläutert gegenüber politik-digital.de die Gründe.
</p>
<p>
<b>Mit welchen Erwartungen gehen die Bremer Piraten in die Wahl?</b>
</p>
<p>
Insgesamt rechnen wir mit 2,5 Prozent, in Bremerhaven mit deutlich über 3,5 Prozent, was für den Einzug in die Stadtverordnetenschaft reichen würde. Ein Gesamtergebnis unter 2 Prozent wäre enttäuschend, alles über 3 Prozent ein Erfolg.
</p>
<p>
<b>Warum rechnen Sie mit so guten Ergebnissen für Bremerhaven?</b>
</p>
<p>
Unser dortiger Spitzenkandidat (Mario Tants, Anm. d. Red.) ist bestens vernetzt und sehr bekannt. Es wäre daher auch für die anderen Parteien keine Überraschung, wenn wir uns in Bremerhaven im Vergleich zur Bundestagswahl leicht verbessern und künftig einen Abgeordneten in der Stadtverordnetenschaft stellen.
</p>
<p>
<b>Wie beurteilen Sie das neue Bremer Wahlrecht, das von manchen als zu kompliziert kritisiert wurde?</b>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/ErichSturm.jpg" alt="Erich_Sturm" title="Erich_Sturm" align="left" height="228" width="162" />Das neue Wahlrecht ist nicht so schwierig, wie es in manchen Medien verbreitet wurde.<br />
Ich begrüße, dass der politische Wille des Wählers nun genauer abgebildet wird. Aus der Möglichkeit des &quot;Panaschierens und Kumulierens&quot; in Bremen, also der Abgabe von<br />
fünf Stimmen, ergibt sich eine echte Chance, den richtigen<br />
Kandidaten auszuwählen. Eine gute Methode für die Wähler ist es auch, sich vorher mithilfe der Plattform <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">abgeordnetenwatch.de</a> über die Kandidaten zu informieren. Ich hoffe, dass die Parteien dies bei der nächsten Bürgerschaftswahl nicht boykottieren. Leider gibt es auf abgeordnetenwatch.de noch nicht die Möglichkeit, sich über das bisherige Abstimmungsverhalten der Bremer Kandidaten im Senat zu informieren oder sie zentral zu befragen.
</p>
<p>
<b>Bremen hat das Wahlalter auf 16 gesenkt. Ein klarer Vorteil für Ihre Partei, die traditionell bei Jungwählern gut abschneidet?</b>
</p>
<p>
Vor einer Podiumsdiskussion in einer Schule hatte mir der Schulleiter gesagt, dass wir bei einer Probeabstimmung 30 Prozent hatten. Klar wählen uns insbesondere junge Menschen, die teilweise auf Bundesebene noch nicht wahlberechtigt sind. Daher wird die Wählerzahl der Piraten langfristig steigen. Uns beschäftigt bei den Erstwählern aber noch ein anderer Punkt: der laxe Umgang der Behörden im Umgang mit den Daten. In Baden-Württemberg sind teilweise Adressdaten der Wahlberechtigten vom Amt auf telefonische Anfrage direkt per E-Mail versendet worden. Nach intensiver Diskussion haben wir uns für folgendes Vorgehen entschieden: Wir haben die Adressen aller Erstwähler angefordert und diese darauf <a href="/wp-content/uploads/Erstw__hler_.pdf" target="_blank" title="Erstwähler_Piraten_HB" rel="noopener noreferrer">aufmerksam</a> gemacht, wie leicht man an ihre Daten kommt. Die bisherigen Rückmeldungen sind durchweg positiv. Das Erstwählerschreiben eignet sich im Übrigen ausgezeichnet, um so sperrige Begriffe wie &quot;Opt-out&quot; und Opt-in&quot; anschaulich zu erklären.
</p>
<p>
<b>Wie haben Sie Ihren Wahlkampf organisiert? Von den Piraten würde man aufgrund des Kernthemas, aber auch wegen der überschaubaren personellen und finanziellen Ressourcen erwarten, dass sie vor allem auf Online-Wahlkampf setzen.</b>
</p>
<p>
Nicht nur. Neue Wähler erreicht man nur direkt, beispielsweise über die Ansprache am Wahlstand, was in einem Stadtstaat wie Bremen natürlich auch gut möglich ist. Die netzaffinen Älteren und viele Junge kennen uns, wobei „kennen“ nicht gleich „wählen“ bedeutet. In der mittelalten und älteren Generation sind wir wegen der geringen Präsenz in den klassischen Medien Print und TV teilweise noch völlig unbekannt. Auch wenn wir zukünftig von unserer Popularität bei den jüngeren Menschen profitieren werden, müssen wir kurz- und mittelfristig die Leute direkt ansprechen und von unseren Zielen überzeugen. Übrigens zeigt sich in diesen Gesprächen, dass unsere politischen Forderungen in allen Altersschichten Zustimmung finden.
</p>
<p>
<b>Müssten die Piraten im Wahlkampf nicht mehr auf Köpfe setzen, mit Personen werben? Bräuchte die Piratenpartei sowohl in Bremen als auch auf Bundesebene bekannte Personen, denen die Wähler vertrauen?</b>
</p>
<p>
Natürlich würde eine Personalisierung Stimmen bringen. Das widerspricht aber unserem Politikverständnis und ist innerhalb der Partei nicht mehrheitsfähig. Meine Erfahrung im Wahlkampf ist, dass &quot;Köpfe&quot; auch ohne Plakate entstehen können. Durch öffentlichkeitswirksame Aktionen, Podiumsdiskussionen, das Internet usw. werden diejenigen, die aktiv vorne mitarbeiten, auch bekannt. Es dauert länger, aber es ist Substanz dahinter.
</p>
<p>
<b>Was gibt es in Bremen netzpolitisch zu tun? Worin unterscheidet sich die Bremer Piratenpartei von den anderen Parteien?</b>
</p>
<p>
In der Netzpolitik sind die regierenden Parteien in Bremen, also Rot-Grün, durchaus Vorreiter innerhalb der Bundesrepublik. Allerdings funktioniert die Umsetzung nicht immer so gut. Auch mangels Kontrolle. Deshalb unterscheiden wir uns zum Beispiel in der Forderung, den Datenschutzbeauftragten personell und finanziell wesentlich besser auszustatten. Und zusätzlich wünschen wir uns einen Transparenzbeauftragten, der sich um Probleme im Zusammenhang mit der Umsetzung des Informationsfreiheitsgesetzes und um die Verwirklichung von Open Government kümmert.
</p>
<p>
<i><a href="http://www.erichsturm.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erich Sturm</a>, Jahrgang 1961, ist Landesvoristzender der Bremer Piraten. Der studierte Religionswissenschaftler und IT-Fachmann steht auf Platz 1 der Landesliste für die Bürgerschaftswahl.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Koalitionsvertrag in Rheinland-Pfalz vorgestellt</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ecampaigning-im-superwahljahr/koalitionsvertrag-in-rheinland-pfalz-vorgestellt-5233/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 May 2011 17:19:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[rot-grüne Koalition]]></category>
		<category><![CDATA[Koalitionsvertrag]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Am heutigen Freitag wurde in Mainz der Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode von 2011 bis 2016 vorgestellt. Zukünftig werden sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Kurt Beck die Ministersessel mit den Grünen teilen müssen. politik-digital hat unter netzpolitischen Gesichtspunkten einen Blick in den Koalitionsvertrag geworfen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am heutigen Freitag wurde in Mainz der Koalitionsvertrag für die kommende Legislaturperiode von 2011 bis 2016 vorgestellt. Zukünftig werden sich die Sozialdemokraten unter Ministerpräsident Kurt Beck die Ministersessel mit den Grünen teilen müssen. politik-digital hat unter netzpolitischen Gesichtspunkten einen Blick in den Koalitionsvertrag geworfen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Unter dem Motto „Den sozial-ökologischen Wandel gestalten“ haben sich die Verhandlungsdelegationen, angeführt von dem Ministerpräsidenten und SPD-Landeschef Beck sowie den beiden grünen Spitzenpolitikern Eveline Lemke und Daniel Köbler, nun geeinigt. Nachdem Meinungsverschiedenheiten über verkehrspolitische Großprojekte an Rhein und Mosel ausgeräumt wurden, soll die energiepolitische Ausrichtung des Landes in den kommenden fünf Jahren zum Schwerpunkt der Zusammenarbeit werden. Aber auch unter netz- und verbraucherschutzpolitischen Gesichtspunkten lohnt ein Blick in das gut <a href="http://spdnet.sozi.info/rlp/dl/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">100 Seiten umfassende Papier</a>.
</p>
<p>
<b>Netzpolitik in der Koalitionsvereinbarung</b><br />
Ab Seite 79 wird in dem Kapitel „Frei und sicher Leben“ unter der Überschrift „Informationsfreiheitsgesetz und Datenschutz“ umfangreich zu datenschutzrechtlichen Punkten Stellung genommen. Innenpolitisch relevant sind hier vor allem die in den Verhandlungen vereinbarte Novellierung des Polizei- und Ordnungsbehördengesetzes (POG) und das Ziel, die umstrittene Online-Überwachung einer externen wissenschaftlichen Evaluation zu unterziehen. Ein Punkt, bei dem sich die Grünen in den Verhandlungen durchgesetzt haben. Im folgenden 14. Kapitel mit der Überschrift &quot;Medien- und Netzpolitik&quot; werden von den Parteien der Ausbau des rheinland-pfälzischen Breitband-Netzes, eine verstärkte Schulung von Medienkompetenz bei (Kindergarten- und Vorschul-) Kindern und Jugendlichen sowie ein diskriminierungsfreier Zugang zum Internet angekündigt.
</p>
<p>
Die zukünftigen Koalitionäre halten zu dem letztgenannten Punkt auf Seite 91 fest: „Für die Freiheit der Information im Netz und den ungehinderten Transport von Daten ist es unerlässlich, die Neutralität des Netzes durch die Betreiber sicherzustellen. Die Gleichbehandlung von Daten im Sinne der Netzneutralität ist für uns hier ein wichtiges Ziel“. Zu den Zielen des bei weiten Teilen der Netzgemeinde kontrovers debattierten Jugendmedienschutzstaatsvertrages bekennen sich SPD und Bündnisgrüne zwar, erklären sich auf Seite 92 aber zugleich dazu bereit, sich einer Fortführung der Debatte mit den Kritikern des JMStV zu stellen.<br />
Genauso wie im angrenzenden Bundesland Baden-Württemberg, wo die beiden Parteien – in umgekehrter Konstellation – vor einigen Tagen ebenfalls ihre Koalitionsvereinbarung vorgestellt haben, machen sich in Mainz die zukünftigen regierungstragenden Fraktionen bei der Bekämpfung von Internet-Kriminalität für den Grundsatz „Löschen statt Sperren“ stark.
</p>
<p><a href="http://spdnet.sozi.info/rlp/dl/Koalitionsvertrag.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/rlp-finaler-rand.jpg" title="Vertrag" alt="Vertrag" align="left" height="278" width="200" /></a></p>
<p>
Auch zum Thema Online-Bürgerbeteiligung (&quot;eParticipation&quot;) wird in der ersten rot-grünen Koalitionsvereinbarung in der Geschichte des Bundeslandes Rheinland-Pfalz Stellung bezogen. So ist auf Seite 93 von der Schaffung eines Bürgerhaushalts und der Etablierung einer eParticipation-Plattform die Rede. Diese solle, so die Autoren weiter, „eine Kombination von Information, Konsultation und Partizipation der Bürgerinnen und Bürger“ möglich machen. Die Landesverwaltung im Südwesten soll beim Thema eGovernment weitere Fortschritte machen und in diesem Zusammenhang Dokumente und Antragsverfahren barrierefrei und „überwiegend elektronisch“ bereitstellen.<br />
Erwähnenswert erscheint mit Blick auf die zukünftige rheinland-pfälzische IT-Infrastruktur darüber hinaus, dass die beiden Parteien sich in den kommenden fünf Jahren  &#8211; „sofern fachliche Eignung, Wirtschaftlichkeit und Sicherheit dem nicht entgegenstehen“ &#8211; vermehrt um die Einführung von Open-Source-Softwareprogrammen in der Landesverwaltung bemühen wollen (vgl. S. 93 der Vereinbarung).
</p>
<p>
Am kommenden Wochenende müssen Sozialdemokraten und Bündnis90/Die Grünen das heute vorgestellte Vertragswerk noch auf ihren jeweiligen Landesparteitagen absegnen lassen. Die SPD war nach der Landtagswahl vom 27. März, bei der die Partei im Vergleich zum Urnengang von 2006 gut 10 Prozentpunkte eingebüßt hatte, nur knapp vor der CDU stärkste Fraktion geworden und auf einen Koalitionspartner angewiesen. Die Wiederwahl Kurt Becks, der bereits seit 1994 die Regierungsgeschäfte in der Mainzer Staatskanzlei führt, ist laut Presseberichten für den 18. Mai vorgesehen.</p>
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		<title>Netzpolitik in grün-roter Koalitionsvereinbarung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ecampaigning-im-superwahljahr/netzpolitik-in-gruen-roter-koalitionsvereinbarung-5219/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 15:52:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Bündnis 90/Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Nils Schmid]]></category>
		<category><![CDATA[Winfried Kretschmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Die politische Debatte im Südwesten ist seit dem Wahlergebnis vom 27. März bisher hauptsächlich über den mutmaßlich ersten grünen Ministerpräsidenten geführt worden. Heute haben die Spitzen der zukünftigen Koalition ihr Regierungsprogramm vorgestellt - mitsamt zahlreicher netzpolitischer Forderungen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die politische Debatte im Südwesten ist seit dem Wahlergebnis vom 27. März bisher hauptsächlich über den mutmaßlich ersten grünen Ministerpräsidenten geführt worden. Heute haben die Spitzen der zukünftigen Koalition ihr Regierungsprogramm vorgestellt &#8211; mitsamt zahlreicher netzpolitischer Forderungen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
In dem vom designierten grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann und dem SPD-Landesvorsitzenden Nils Schmid heute Mittag vorgestellten<a href="http://dinafoxx.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,8219403,00.html?dr=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a><a href="http://gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/Koalitionsvertrag-web.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Text</a> werden folgende netzpolitische Versprechen gegeben: der Auf- und Ausbau einer baden-württembergischen eGovernment-Strategie, ein verstärktes Bemühen um Transparenz beim Verwaltungshandeln, die Möglichkeit einer Online-Petition sowie der Vorrang von &quot;Löschen vor Sperren&quot; bei der Bekämpfung von Online-Kriminalität. Über die Frage, wie der Passus zum Thema Vorratsdatenspeicherung (&quot;Bei der Vorratsdatenspeicherung setzen wir uns dafür ein, die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts präzise einzuhalten.&quot;) zu interpretieren sei, ist unmittelbar nach Veröffentlichung der Vereinbarung eine Kontroverse unter Netzaktivisten entbrannt: Der Berliner-Internet-Unternehmer Markus Beckedahl vermutet in einem <a href="http://www.netzpolitik.org/2011/bawu-grun-roter-koalitionsvertrag-zu-netzpolitik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beitrag</a> für sein Blog ein Bekenntnis der zukünftigen Koalitionäre zur Möglichkeit der Vorratsdatenspeicherung.
</p>
<p>
Die knapp 90 Seiten umfassende Vereinbarung enthält zusätzlich die Ankündigung eines landesweiten Ausbaus von Breitbandanschlüssen, mit dem der gesamten Bevölkerung Baden-Württembergs diskriminierungsfreier Zugang zum Internet gewährt werden soll.<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot-vertrag.jpg" title="Vertrag" alt="Vertrag" align="left" height="279" width="200" />  Einen weiteren Schwerpunkt haben die Verhandlungsdelegationen beider Parteien neben der ökonomischen Stärkung des IT-Standorts Baden-Württemberg auf die Sicherung des Datenschutzes gelegt und stellen diesbezüglich auf Seite 68 unter dem Kapitel &quot;Baden-Württemberg in guter Verfassung&quot; fest: &quot;Datenschutz ist Grundrechtsschutz. Die Wahrung des Grundrechts auf informationelle Selbstbestimmung ist in der modernen digitalen Welt Grundvoraussetzung fur die demokratische Verfassung einer Informations- und Wissensgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Wir werden deshalb auch über den Bundesrat Initiativen auf den Weg bringen, um den grundrechtlich verbürgten Datenschutz in allen Lebensbereichen wirksam, transparent und bürgernah zu verankern.&quot;
</p>
<p>
Sollte die am heutigen Mittwoch präsentierte Vereinbarung vor den Mitgliedern beziehungsweise den zuständigen Gremien der beiden Koalitionsparteien Bestand haben, ist die Wahl Winfried Kretschamanns im Stuttgarter Landtag für den 12. Mai vorgesehen. SPD-Landeschef Schmid soll, so wurde aus Verhandlungskreisen bekannt, &quot;Superminister&quot; werden, mit der Zuständigkeit für Wirtschaft und Finanzen in dieser in Deutschland bisher einmaligen Regierungskonstellation.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Bremen vor der Wahl</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ecampaigning-wasserstandsmeldung-von-der-weser-5201/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 09:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Böhrnsen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bremen]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetwahlkampf]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &#34;grünen Landtagswahlen&#34; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &quot;grünen Landtagswahlen&quot; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Bei den Wahlen im März war vor dem Hintergrund der japanischen Katastrophe die Atompolitik noch in aller Munde und schadete, so die Wahlforscher, vor allem der baden-württembergischen CDU massiv. Auch die  Bremer Parteistrategen sind mit den Auswirkungen konfrontiert, die das derzeit innenpolitisch brisanteste Thema für den Wahlkampf im Nordwesten haben wird. Mit dem Atomkraftwerk &quot;Unterweser&quot; im niedersächsischen Esenshamm steht einer der umstrittenen Reaktoren nur unweit der Landesgrenzen.
</p>
<p>
&quot;Auch wenn die Atomkatastrophe in Japan langsam aus den Schlagzeilen verschwindet, &#8216;strahlen&#8217; die Ereignisse in Fukushima im buchstäblichen Sinne noch auf den Wahlkampf in Bremen aus, und es scheint sicher zu sein, dass vor allem die Grünen erneut davon profitieren werden&quot;, so die Einschätzung von <a href="http://www.lotharprobst.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Lothar Probst</a>, Politikwissenschaftler am Arbeitsbereich &quot;Wahl-, Parteien- und Partizipationsforschung&quot; der Universität Bremen, gegenüber politik-digital.de.<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/lotharprobst-finale.jpg" title="Prof. Dr. Probst" alt="Prof. Dr. Probst" align="left" height="174" width="200" /> Die Tatsache, dass die Energiepolitik erneut im Fokus stehen könnte, hängt nach der Meinung des Bremer Wahl-Experten aber auch eng mit der derzeitigen landespolitischen Situation zusammen.&quot;Insgesamt ist der Wahlkampf bisher sehr themenarm. Landespolitische Themen wie Bremens düstere Finanzlage spielen nur am Rande eine Rolle. Auch deshalb wird die Frage nach der Zukunft der Energiepolitik und danach, welche Rolle Bremen als ein Vorreiter im Bereich der Windenergie spielen könnte, den Wahlkampf mit prägen&quot;. Und auch die einzelnen Parteien wissen um diesen thematischen Schwerpunkt, wie Nachfragen unserer Redaktion verdeutlichen: &quot;Die SPD sieht diese Stimmung als eine generelle, von der Bremer Landespolitik unabhängige Erscheinung: Überall ist mit der besonderen Stimmung &#8216;pro Grüne&#8217; nach der Katastrophe in Japan umzugehen&quot;, so der SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl. Die Auswirkungen der  Atomdebatte gelten in Bremen aber noch nicht bei allen Parteien als ausgemachte Sache. &quot;Selbstverständlich hat die Diskussion über die Atompolitik die Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gravierend beeinflusst. Derzeit ist schwer einzuschätzen, ob dies am 22. Mai auch für Bremen gilt&quot;, so die Ansicht von Gunnar Meister, Pressesprecher der Bremer CDU, gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>Der Wahlkampf im Netz</b><br />
Über die Chancen des eCampaigning bei Wahlkämpfen in Stadtstaaten wurde bereits aus Anlass der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar <a href="http://www.wahl.de/blog/101215/online-wahlkampf-auf-hanseatisch-hamburg-social-media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geschrieben</a>. Auch in Bremen, der kleineren der beiden Hansestädte mit einer im Vergleich zu Hamburg fundamental unterschiedlichen Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur, haben sich die verschiedenen Parteien und Wählervereinigungen die Möglichkeiten des Online-Wahlkampfs angeeignet. Wie sehen die Internetauftritte der einzelnen Parteien aus und in welchem Maße findet ein über bloße Information hinausgehender Dialog mit dem Wähler statt?
</p>
<p>
Die Sozialdemokraten, die in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit den Bündnisgünen regiert haben, setzen im Internet bis zum Wahltag auf verschiedene Live-Chats mit ihren Spitzenpolitikern. Bremens SPD-Landesvorsitzender Andreas Bovenschulte hat diese Chat-Serie am 12. April 2011 begonnen, verschiedene Spitzengenossen von der Weser werden folgen, bis am 20. Mai der Spitzenkadidat und Senatschef Jens Böhrnsen den <a href="http://bremenmitzukunft.de/Page1050.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dialog</a> beendet. SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl betont im Gespräch mit politik-digital.de: &quot;Dem Internet wird gegenüber früheren Wahlkämpfen eine deutlich stärke Rolle zugemessen. Bereits im Herbst 2010 haben wir unseren online-Programmdialog gestartet. Dieser fand mit der Verabschiedung des Regierungsprogramms 2011-2015 auf dem Landesparteitag am 26. Februar 2011 zunächst einen Abschluss. Mit unseren Homepages „bremenmiteinander.de“ und „bremenmitzukunft.de“ (&#8230;) werden wir das Diskussions- und Kommunikationsangebot in den Wahlkampf verlängern und wiederaufnehmen&quot;.
</p>
<table border="0" height="44" width="480">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" alt="FDP-Bremen" title="FDP-Bremen" height="138" width="220" /></a></td>
<td align="center"> <a href="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" alt="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" title="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" height="138" width="220" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die <a href="http://www.cdu-bremen.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a> setzt online neben einem professionellem Youtube-Kanal und den Informationen über ihre Spitzenkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann auf eine &quot;negative-campaigning&quot;-Strategie gegen SPD, Grüne und die Tagespolitik des amtierenden Senats. Unter Partizipationsgesichtspunkten sticht im aktuellen christdemokratischen Internetangebot vor allem die Mitmach-Rubrik &quot;Langsam reicht&#8217;s&quot; ins Auge. Ein Google-Maps-basierter Bremen-Stadtplan (&quot;Von unseren Website-Besuchern gemeldete Probleme im Straßenverkehr zum Thema Stau, Schlaglöcher, Baustellen usw.&quot;) informiert über tatsächliche oder vermeintliche Verkehrsprobleme der Hansestadt. Eine Kampagne, die dem Website-Besucher zwar Partizipation erlaubt, nach Ansicht von Professor Lothar Probst aber zugleich inhaltliche Schwächen der christdemokratischen Strategie verdeutlicht: &quot;Die CDU hat bisher überhaupt keinen Ansatzpunkt gefunden, um die rot-grüne Regierung unter Druck zu setzen.&quot;  
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.cdu-bremen.de/verkehrsprobleme.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/cdubremen-screenshot.jpg" title="Verkehrsprobleme in Bremen" alt="Verkehrsprobleme in Bremen" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
&quot;Wir konkurrieren mit der CDU um Platz 2, so beschreibt Landeschefin Susan Mittrenga das selbstbewusste Wahlkampfziel von Bündnis90/Die Grünen. Um dieses Ziel zu erreichen, warten die Grünen im <a href="http://www.gruene-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet</a> mit ihrer aus den bisherigen Landtagswahlen des Jahres 2011 bereits bekannten &quot;3 Tage- Wach-Aktion&quot; auf. Die <a href="http://bremen.piratenpartei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a> hatte es bereits in den beiden vergangenen Landtagswahlen dieses Jahres schwer und setzt in Bremen und Bremerhaven auch  &#8211; aber nicht nur &#8211; auf das Internet als Wahlkampfinstrument, wie Erich Sturm vom Bremer &quot;Piraten&quot;-Vorstand gegenüber politik-digital.de ausführt: &quot;Das Internet als Dialogmedium hat einen hohen Stellenwert, kann aber den direkten Kontakt mit den Bürgern im Wahlkampf (noch) nicht ersetzen. Wir nutzen natürlich alle Möglichkeiten der modernen Medien, um zu informieren und um zu mobilisieren. Beide Wahlkampfformen haben bei uns denselben Stellenwert&quot;.
</p>
<p>
<b>Die Auseinandersetzung um das Bürgermeisteramt</b><br />
Welchen Einfluss haben die einzelnen Spitzenkandidaten im aktuellen Wahlkampf und wie präsentieren sie sich im Internet? Aufgrund der überschaubaren Einwohnerzahl Bremens und der vergleichsweise niedrigen bundespolitischen Relevanz der Stadt an der Weser wird ihnen – zumindest im überregionalen Kontext &#8211; ein geringeres mediales Interesse entgegengebracht als den Spitzenkandidaten in großen Flächenländern. Spitzenpolitiker aus Bremen erlebten zuletzt im Juni vergangen Jahres bundesweite Aufmerksamkeit. Damals stand Bremens Senatschef <a href="http://www.jens-boehrnsen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jens Böhrnsen</a> in seiner Funktion als amtierender Bundesratspräsident nach dem überraschenden Rücktritt Horst Köhlers für einige Wochen an der Spitze der Bundesrepublik. Eine Aufgabe, die Böhrnsen genützt hat, wie der Parteienforscher Probst meint: &quot;Jens Böhrnsen ist durch die Wochen, in denen er als Bundesratspräsident nach dem Rücktritt von Bundespräsident Köhler dessen Aufgaben übernommen hat, ins öffentliche Rampenlicht gerückt und hat dadurch bundes- und landespolitisch an Statur gewonnen.&quot;
</p>
<p>
Die CDU in Bremen wartet seit nunmehr sechs Jahrzehnten darauf, in das historische Rathaus am Bremer Roland einzuziehen. Eine Aufgabe, die im Frühjahr 2011 die Bürgerschaftsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende <a href="http://mohr-luellmann.cdu-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Rita Mohr-Lüllmann</a> für die hanseatischen Christdemokraten stemmen soll und dementsprechend auch online &quot;im Mittelpunkt&quot; der Kampagne steht wie es bei der Partei heißt. Die amtierende Finanzsenatorin und stellvertretende Bremer Bürgermeisterin <a href="http://www.finanzen.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen53.c.4273.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karoline Linnert</a> geht erneut auf Listenplatz 1 für Bündnis90/Die Grünen in den Bürgerschaftswahlkampf. Die Bremer FDP setzt beim Kampf um einen Wiedereinzug in die Bürgerschaft weniger auf Personalsisierung als auf ein Mannschaftsspiel, wie Pressesprecher Nicolas Scheidtweiler hervorhebt: &quot;Wir wollen die Kompetenzen all unserer Kandidaten nutzen und tun dies im Bereich der Podiumsdiskussion vor Ort, aber auch im Online-Wahlkampf. Jedoch ist auch klar, dass <a href="http://www.oliver-moellenstaedt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Möllenstädt</a> durch seine Funktion als Sprecher der FDP in der Bremischen Bürgerschaft öfter in die Öffentlichkeit tritt und damit auch bei uns in den Online-Medien präsentiert wird&quot;, so Scheidtweiler gegenüber politik-digital.de. Bei der Bremer Piratenpartei steht selbstverständlich nicht der Kampf um den Chefsessel im Rathaus, sondern die eigenen Programminhalte im Mittelpunkt der Kampagne, wie Erich Sturm betont: &quot;Wir setzen auf Inhalte und nicht auf Personen. Allein schon deshalb, weil wir außerhalb des Netzes mit der minimalen Berichterstattung zu kämpfen haben.&quot;
</p>
<p>
<b>Fazit</b>
</p>
<p>
Sieht man einmal von organisatorischen Veränderungen &#8211; hier ist vor allem das <a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reformierte Wahlrecht</a> (das neue Wahlrecht kann auf der Homepage der Bremer Bürgerschaft anhand<br />
eines interaktiven Probestimmzettels online geübt werden)<br />
mit der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens zu erwähnen &#8211; ab, so kann der eigentliche Wahlkampf zur Bremer Bürgerschaft im Frühjahr 2011 im Internet mit nur wenigen Innovationen aufwarten.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gibmirfuenf-screenshot.jpg" alt="Die Informationsseite der Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" title="Die Informationsseite der Bremer Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
Möglicherweise wird die Berichterstattung aber sowieso durch ein Ereignis von parteiübergreifender lokaler Bedeutung überstrahlt. In der Woche rund um den Wahltermin am 22. Mai hat die Deutsche Fußballliga (DFL) die Relegationsspiele für den Verbleib in der höchsten deutschen Profi-Spielklasse angesetzt. Sollte der in der laufenden Bundesligasaison äußerst mittelmäßig aufspielende SV Werder Bremen in diese Relegation involviert sein, könnte für das Elektorat im Zwei-Städte-Staat jedes Wahlergebnis zur Nebensache werden.
</p>
<p>
<br />
<i></i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Magere Piraten-Beute?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/magere-piraten-beute-5183/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Mar 2011 17:43:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Christopher Lauer]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
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					<description><![CDATA[2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>2009 war in der Folge von teils aufsehenerregenden Ergebnissen bei der Europa- und Bundestagswahl über eine Zukunft der Piraten als junge Großstadtpartei für netzaffine Bildungsbürger spekuliert worden. Nach den Wahlen vom vergangenen Wochenende differenziert sich dieses Bild. politik-digital.de sprach mit Christopher Lauer, dem politischen Geschäftsführer der Piratenpartei.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Von Koordinatenverschiebungen im politischen System der Bundesrepublik, wahlweise auch von einem &quot;politischen Erdbeben&quot; war die Rede, als am vergangenen Sonntag um 18 Uhr die ersten Hochrechnungen zu den Landtagswahlen veröffentlicht wurden. Die Piratenpartei jedoch spielte bei diesen Ergebnissem keine Rolle. Das bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg angewendete Einstimmenwahlrecht favorisiert tendenziell ohnehin die großen Parteien. <a href="http://vorstand.piratenpartei.de/der-vorstand/christopher-lauer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christopher Lauer</a>, politischer Geschäftsführer der Piratenpartei auf Bundesebene, macht im Gespräch mit politik-digital.de jedoch auf noch viel tiefergehende, praktische Gründe für die Startschwierigkeiten von Klein- und Kleinstparteien aufmerksam: &quot;Es müssen über 10.000 Unterstützungsunterschriften gesammelt werden, 150 in jedem Wahlkreis. Das sind teilweise Kreise, in denen Dörfer aus einer Straße bestehen. Das hat uns natürlich viel Zeit, Kraft und Energie gekostet, in der die Mitglieder vielleicht auf andere Weise effektiver Wahlkampf hätten machen können&quot;. Trotz geringer finanzieller Mittel sehen die Piraten in ihren Ergebnissen Achtungserfolge, so Lauer weiter.
</p>
<p>
Dennoch liegen in den drei Bundesländern, in denen am 27. März 2011 – auf unterschiedlichen föderalen Ebenen &#8211; gewählt worden ist, neben den von Lauer genannten 150-Seelen-Ortschaften auch zahlreiche der vermeintlichen Piratenhochburgen: Universitäts- oder Fachhochschulstädte mit formal gebildeter, junger und netzaffiner Wählerschaft. politik-digital.de hat in der folgenden Tabelle die vorläufigen amtlichen Endergebnisse der Piratenpartei in Universitätsstädten wie zum Beispiel Freiburg, Gießen oder Trier überblicksartig zusammengestellt.
</p>
<p>
Christopher Lauer kann den einzelnen am Sonntag erzielten Wahlergebnissen auch einige positive Aspekte abgewinnen: &quot;Insbesondere die Ergebnisse bei den Jungwählern mit teilweise 12 Prozent machen Hoffnung, dass es zukünftig bessere Ergebnisse geben wird. Der Einstieg in die Parlamente wird für uns eher ein Marathon als ein Sprint werden, was aber auch sein Gutes hat, so kann die Partei lokale Strukturen aufbauen und wird nicht durch den schnellen Erfolg zerrissen&quot;. Lauer spricht von politischen Strukturen, die die Piraten von der kommunalen Ebene aufwärts planen wollen: &quot;Die 29 Mandate, die von der Piratenpartei in Hessen erlangt werden konnten, legen eine Grundlage für kommunalpolitisches Engagment. Dass die Piratenpartei in Hessen in einigen Kommunen stärker war als Linke und FDP, freut mich natürlich auch&quot;.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/piratenpartei-ergebnisse_1.jpg" height="523" width="325" />
</p>
<p>
Neben den bereits erwähnten verzerrenden Effekten des Wahlrechts scheinen weitere Gründe für das Abschneiden der Piratenpartei verantwortlich zu sein: Die Piraten sind wie Bündnis90/Die Grünen am libertären Pol des deutschen Parteiensystems angesiedelt und umwerben ein ähnliches Milieu. Gerade in den Universitätsstädten Baden-Württembergs standen die bündnisgrünen Chancen der Regierungsübernahme im Fokus der Wahl und die  Wahlauseinandersetzung hat sich in den letzten Wochen auf die Energiepolitik als grünes Urthema zugespitzt.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Fünf Wahlen – Fünf Thesen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fuenf-wahlen-fuenf-thesen-5182/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 16:22:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Rheinland-Pfalz]]></category>
		<category><![CDATA[Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[E-Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[Superwahljahr 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Landtagswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Sachsen-Anhalt]]></category>
		<category><![CDATA[Baden-Württemberg]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
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					<description><![CDATA[Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Schon fünf Wahlen im „Superwahljahr 2011“ sind gelaufen, Zeit für ein erstes Zwischenfazit aus netzpolitischer Perspektive. politik-digital.de hat sich das eCampaigning der vergangenen Monate genauer angesehen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Fünf Wahlen? Ja: neben den Landtagswahlen in<br />
Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg standen<br />
am Sonntag auch noch die Kommunalwahlen in Hessen samt Volksentscheid<br />
zur verfassungsrechtlich verankerten „Schuldenbremse“ auf dem<br />
Wahlkalender.
</p>
<p>
<b>Fünf Thesen (und ein Post Scriptum) aus netzpolitischer Perspektive:</b>
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<b>1. eCampaigning ist eine Selbstverständlichkeit geworden. </b>Quer durch die Republik, quer durch das Parteienspektrum haben sich die wesentlichen Techniken der digitalen Wahlkampfführung etabliert. Das gilt nicht nur für die Formate des Web 1.0 (Homepage, Kandidaten- und Kampagnenseite), sondern auch für den Wahlkampf im „sozialen Web“ auf Facebook, bei Twitter oder mit viralen Videos. Natürlich gibt es dabei graduelle Unterschiede zwischen den Parteien und so mancher Kandidat tritt auch noch zielsicher in die medienspezifischen Fettnäpfe, aber das gehört nun mal dazu: Die Nutzung des Mitmach-Web lernt man nur durch das Mitmachen und nicht jeder kann von Beginn alles richtig machen. Gefordert sind hier vor allem die Kampagnen-Strategen, die Parteien und Politiker beraten und jenes Know-How liefern müssen, das Amts- und Mandatsträger sich nicht aneignen können.
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<b>2. Die Unterschiede zwischen den Kampagnen sind nur graduell.</b> Offenbar hat sich eine Art Standardkatalog für den digitalen Wahlkampfauftritt durchgesetzt, die Online-Präsenzen wirken bisweilen recht austauschbar. Nur selten fügen besondere Aktionen (die „Drei Tage wach“-Marke der Grünen) oder Formate („PersBECKtive“ als Unterstützerkampagne zwischen Web 1.0 und 2.0) neue Facetten hinzu. Selbst die Piraten gestalten ihre Online-Präsenzen immer öfter nach dem Muster der etablierten Parteien, wohl auch um potenzielle Wähler außerhalb ihrer „nerdigen“  Kernzielgruppe erreichen zu können. Interessant ist, dass junge Kandidaten keineswegs in Serie als große Innovatoren daher kommen – einen „digital native“-Automatismus, der von ganz alleine zu webaffinen Kandidaten und Kampagnen führt, gibt es offenbar nicht.
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<b>3. Wenn´s mal wieder schmutzig wird</b> – Negativkampagnen sind Sache der Jugendorganisationen. Das Internet wird ja schon länger als Experimentierfeld für ein aggressiveres &quot;negative campaigning&quot; genutzt, und stets werden dafür die Jugendorganisationen der Parteien in die Wahlschlacht geschickt. Die schwierige Technik des Negativwahlkampfs wird dort jedoch nur selten beherrscht, oft haben die Scharmützel (wie zuletzt in Rheinland-Pfalz zu besichtigen) den Charakter eines digitalen Sandkastenstreits. Die schärfsten und besten Negativkampagnen kommen ohnehin von außen (oder sind als Guerilla-Aktivitäten getarnt). Ein simples, aber funktionierendes Werkzeug wie der Countdown zu Mappus´ Restlaufzeit oder die süffisanten Textplakate der Facebook-Gruppe „Tschüss Schwarz-Gelb“ erfüllen die Kriterien des Negativwahlkampfs weit besser als die offiziellen Gemeinheiten.
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<b>4. Die Themen wechseln schneller, als es die Kampagnenplanung erlaubt.</b> Stuttgart 21, die „Social Media-Revolutionen“ in Nordafrika, die Affäre zu Guttenberg, das E10-Debakel und schließlich die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan – ganz gleich ob mit lokalem, regionalem, nationalem oder internationalem Anker versehen: Die Vielfalt der Themen, die Impulse für Wahlkampagnen geben können (oder auch gleich das Hauptthema der Vorwahl-Debatten setzen), wird immer größer. Zugleich erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der diese Themen die öffentliche Agenda erreichen und wieder verlassen. Im Grunde sind dies optimale Bedingungen für digitale Kampagnen, denn der Nach- und Neudruck von Plakaten oder der Dreh von Wahlspots ist nicht nur teuer, sondern auch langwierig. Insofern sind Online-Kampagnen der einzige Ort, der diesen veränderten Themenkonjunkturen ansatzweise gewachsen ist – davon war bisher noch nicht viel zu sehen, außer in der eiligen Produktion neuer Banner oder Textanzeigen. Anspruchsvollere Formate einer reaktiven Kommunikation sind bislang Mangelware.
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<b>5. Das eCampaigning der Parteien erhält ein immer stärkeres Gegenüber aus dem Netz.</b> Die Plagiatsaffäre um Karl-Theodor zu Guttenberg hat gezeigt, dass sich einfache Online-Nutzer (man könnte auch sagen: „Bürger“) durch die geschickte Nutzung und Verzahnung unterschiedlicher Werkzeuge und Plattformen der Online-Kommunikation öffentlich Gehör verschaffen können. Immer mehr Menschen sind in der Lage, das vorhandene Kampagnenmaterial der Parteien zu absorbieren, digital zu bearbeiten und neu abzumischen. Aus diesem kreativen Umgang mit Texten, Bildern und Tönen entstehen gelegentlich wirkmächtige Collagen und Mash-Ups, die den offiziellen Kampagnen im Netz den Rang ablaufen können und der offiziellen Kommunikation einen Spiegel vorhalten. Der kreative Umgang mit „Medien zum Selbermachen“ scheint dabei durchaus in der Lage zu sein, motivierend und mobilisierend zu wirken – die „Vergrößerung der Wählermärkte“ könnte auch mit einem gesteigerten Grundrauschen politischer bzw. politiknaher Netzkommunikation zu tun haben. Genaueres müssen hier jedoch die statistischen Auswertungen zu Wahlbeteiligung und Wahlverhalten erst noch zeigen.
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An diesem letzten Punkt liegt vielleicht auch der Ansatzpunkt für die Fortführung professioneller Kampagnen in der zweiten Hälfte des Superwahljahres 2011: Wem wird es am besten gelingen, sich auf die zunehmend dialogische Kommunikation zwischen Parteien und Bürgern (nicht zwingend immer auch: Wählern) einzulassen und daraus positive Energie für die eigene Wahlkampagne zu gewinnen?
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<b>Post Scriptum:</b> </p>
<p>Die Piratenpartei segelt noch. Allerdings durch schwere See – insbesondere auf der Landesebene scheint es für die Piraten bislang nicht möglich, auch nur näherungsweise an die Fünf-Prozent-Hürde heranzukommen. Ein wichtiger Grund ist dafür nicht nur der noch immer geringe Organisationsgrad der Partei und die intern nicht geklärten Fragen bezüglich Programmatik sowie innerparteilicher Kommunikation und Struktur. Zudem ist das Thema „Netzpolitik“ vor allem auf der Bundesebene verankert, die wesentlichen Player finden sich auf der Ebene der Bundesministerien oder der Enquete-Kommission beim Bundestag. Die kommunale Ebene scheint dagegen bessere Perspektiven zu bieten, wie auch wieder einige Sitze in hessischen Stadtparlamenten zeigen – dieser Weg in die „große Politik“ ist jedoch lang und steinig, und möglicherweise muss sich die Piratenpartei auf lange Sicht eher an der Geschichte der Freien Wählerorganisationen orientieren als an den Kindertagen der Grünen. Schließlich erhält für die Piratenpartei nun die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus den Charakter einer Schlüsselwahl – gelingt auch hier nicht mehr als ein „Achtungserfolg“ im Zwei-Prozent-Bereich, dürfte es eine Zerreißprobe geben: Segeln ambitionierte Piraten dann weiter unter eigener Flagge oder stellen sie sich in die Dienste anderer (roter, grüner, vielleicht auch gelber) Polit-Flotten?</p>
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