<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Ehrenamt 2.0 &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/category/ehrenamt-2-0/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Ehrenamt 2.0 &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>&#034;Entdecke die Möglichkeiten.&#034; E-Partizipation: Mitmach-Politik im Internet?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/entdecke-die-moeglichkeiten-e-partizipation-mitmach-politik-im-internet-675/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/entdecke-die-moeglichkeiten-e-partizipation-mitmach-politik-im-internet-675/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/entdecke-die-moeglichkeiten-e-partizipation-mitmach-politik-im-internet-675/</guid>

					<description><![CDATA[Der sperrige Begriff der Partizipation macht allmählich Karriere. Nach E-Voting, E-Government und E-Campaigning erhält nun auch das stets bemüht klingende Mitmachwort die begehrte &#34;E-&#34;Vorsilbe. politik-digital skizziert den Raum für bürgerschaftliche Beteiligung im Internet.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der sperrige Begriff der Partizipation macht allmählich Karriere. Nach E-Voting, E-Government und E-Campaigning erhält nun auch das stets bemüht klingende Mitmachwort die begehrte &quot;E-&quot;Vorsilbe. politik-digital skizziert den Raum für bürgerschaftliche Beteiligung im Internet.<br />
<!--break--></p>
<p>
Der sperrige Begriff der &quot;Partizipation&quot; avanciert zum neuen Schlagwort der digitalen Politik. Nach E-Voting, E-Government und E-Campaigning erhält nun auch das stets bemüht klingende Mitmachwort die begehrte &quot;E-&quot;Vorsilbe. Im Januar veranstaltete das &quot;Forum Informationsgesellschaft&quot; einen Workshop zum vermeintlich neuen Modethema, im Mai legen Innen- und Wirtschaftsministerium mit einer gemeinsamen Tagung nach. Und auch für die Enquete-Kommission zur &quot;Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements&quot; ist die digitale Bürgerbeteiligung ein Thema &#8211; wird der &quot;mitmachende Bürger&quot; ein anerkannter Player in einer zeitgemäßen Politikarena?
</p>
<p>
Politikwissenschaftliche Modelle beschreiben Bürgerbeteiligung häufig entlang der vier Phasen des Politikkreislaufs: Themensetzung, Politikformulierung, Politikimplementation und Politikbewertung. In älteren Forschungsansätzen bestehen die Chancen für ein bürgerliches Engagement dabei im wesentlichen in den ersten beiden Bereichen. Das &quot;Mitmachen&quot; ist hier allerdings auf ein relativ indirektes Eingreifen begrenzt, nämlich die gelegentliche Bestimmung politischer Themen oder die Wahl von Repräsentanten in die Parlamente. Eine weitere Beteiligung ist eng an die Übernahme institutioneller Beteiligungsmuster geknüpft, z.B. in Form von Partei-, Verbands- oder Vereinsmitgliedschaften.
</p>
<p>
Neuere Diskussionen finden inzwischen auch Raum für neue Beiteiligungsformate, die nicht mehr starr an politische Institutionen gebunden sind. Dazu zählen etwa die Planung und Durchführung von Themen-Kampagnen oder Volksentscheiden, das Einbringen von Petitionen, die Mitwirkung an Planungsvorgängen, die Mitarbeit in Bürgerinitiativen oder Protestäußerungen als Kritik und Politikbewertung.
</p>
<p>
Für eine nähere Beschreibung der &quot;E-Partizipation&quot; wäre es nun erforderlich, entlang des gesamten Politikzyklus nach den &quot;digitalen Entsprechungen&quot; für die unterschiedlichen Beteiligungsformate zu suchen &#8211; eine reizvolle Aufgabe für die wenigen internetfesten VertreterInnen der Beteiligungsforschung. Ein neugieriger Blick ins Netz bringt einige Fälle zum Vorschein,<br />
die in verschiedenen Phasen des Politikzyklus ansetzen und zukünftige Möglichkeiten digitalen Bürgerengagements aufzeigen.
</p>
<p>
<b>E-Partizipation: &quot;die andere Seite&quot; politischer Beteiligung?</b>
</p>
<p>
Paradoxerweise scheint bürgerschaftliches Engagement gerade in den Zeiten des Internet als die &quot;andere Seite&quot; herkömmlicher Beteiligung im Schoße der Mitgliederparteien einen Aufschwung zu erleben. Während es den Dinosauriern des politischen Systems immer schwerer fällt, dauerhaft für personellen Nachschub zu sorgen, so stürmen beteiligungswillige Bürger die offenen Diskussionsforen virtueller Parteizentralen und politischer Online-Medien sowie andere kommunikative Orte im Datenraum. Das digitale Lesen und Schreiben ist freilich nur der Anfang &#8211; die vormals<br />
scharfen Grenzen der Partizipation im üblichen parteilichen Rahmen beginnen zu verwischen: virtuelle Ortsvereine und Landesverbände, digitale Parteizentralen und Parteitage deuten einen Paradigmenwechsel der politischen Partizipation zumindest an: lassen virtuelle Mitgliedschaften die Korsettstangen der Parteiorganisation allmählich zu eng werden?
</p>
<p>
Über die an virtuelle Parteiaktivitäten gekoppelte Mitarbeit hinaus weisen themenorientierte Online-Kampagnen wie etwa die Bemühungen der &quot;<a href="http://www.ungetaktet.de/">Initiative Ohne Taktung</a>&quot; (IOT) auf neue, ursprünglich parteiferne und zugleich an etablierte Akteure und Institutionen gebundene Partizipationswege hin. Generell gilt, dass &quot;Netzthemen&quot; wie die<br />
Flatrate-Diskussion, Datenschutz, Urheberrrecht oder auch die Netzkultur als Katalysator für bürgerschaftliches, gemeinwohlorientiertes Engagement im Internet wirken (vgl. Artikel M.Hartmann).
</p>
<p>
Auch für den Bereich der Politik-Implementation, also der konkreten Umsetzung politischer Entscheidungen lassen die Neuen Medien auf innovative Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung hoffen. Dabei ist etwa die Nutzung bürgerschaftlicher Expertise für Planungs-, Mediations- oder <a href="http://www.modernes-datenrecht.de/">Gesetzgebungsverfahren</a> denkbar.
</p>
<p>
Schließlich sind die diversen Online-Protestaktionen als neuartige Formen einer Politik-Kritik und der Evaluation politischer Resultate denkbar. Bei der Suche nach Beispielen fallen nicht nur die <a href="/archiv/globalisierung/grether.shtml">Aktionen der Globalisierungsgegner</a> in Seattle oder Davos ins Auge, auch der inzwischen bereits drei Jahre zurückliegende <a href="http://streik.informatik.uni-freiburg.de/unistreik/">Studentenprotest im Internet</a> verweist auf die Möglichkeiten digitaler Unmutsäußerungen.
</p>
<p>
Einen bemerkenswerten Sonderfall stellt hier das <a href="/archiv/edemocracy/usa/voteswapping.shtml">&quot;Vote-Swapping&quot;</a> anlässlich der US-Präsidentschaftswahlen 2000 dar &#8211; mit ihren herkömmlichen Beteiligungsmöglichkeiten unzufriedene Bürger erkundeten mit dem grenzübergreifenden Stimmentausch einen neuen, besseren Weg zu ihrer Repräsentation im politischen System.
</p>
<p>
<b>Digitales Bürgerengagement</b>
</p>
<p>
Neue Beteiligungsformen entstehen jedoch nicht allein durch die konkrete Anbindung an bereits vorhandene Politik-Prozesse, sondern offenbaren sich auch bei einem Blick auf innovative Online-Projekte, die jedoch nur selten als &quot;Beteiligungsprojekete&quot; oder &quot;digitales Bürgerengagement&quot; verstanden werden. Viele der in den letzten Jahren entstandenen Informations-, Kommunikations- und Aktionsplattform sind im besten Sinne Produkte bürgerschaftlichen Engagements &#8211; Betreiber, Programmierer, Autoren und Techniker erbringen den größten Teil ihrer Leistungen für solche politischen Projekte im Internet ehrenamtlich und organisieren sich in Vereinen. Nicht selten unterstützen diese nicht-kommerziellen Internet-Projekte die klassischen Angebote öffentlicher<br />
Informationsdienstleister, fügen deren Leistungsspektrum jedoch häufig neue Facetten hinzu und dienen politischen Akteuren als Impuls- und Beispielgeber.
</p>
<p>
Doch die aktuelle Entwicklung des digitalen Kommunikationsraumes lässt keinesfalls nur blühende Beteiligungslandschaften erwarten: der &quot;bürgerschaftliche Partizipationsraum&quot; des Internet sieht sich einer wachsenden Konkurrenz politischer Unternehmer ausgesetzt, die die allgemeinen Kommerzialisierungstrends der Neuen Medien auch in den Bereich des Politischen hinein tragen. Dies könnte schon in mittelfristiger Sicht zu einem Erdrücken und Ersticken zivilgesellschaftlicher Online-Akteure führen &#8211; hier wäre ausdrücklich ein Engagement seitens der Politik gefordert, so dass ein<br />
Schutzraum für eine freie und demokratische Online-Kommunikation erhalten bleibt.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/entdecke-die-moeglichkeiten-e-partizipation-mitmach-politik-im-internet-675/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Digitaler Sportsgeist: Netzvereine bei der Arbeit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/digitaler_sportsgeist_netzvereine_bei_der_arbeit-676/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/digitaler_sportsgeist_netzvereine_bei_der_arbeit-676/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhartmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Verein]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Internetaktivist]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/digitaler_sportsgeist_netzvereine_bei_der_arbeit-676/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> E.D.V. - das
altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe
von Netzaktivisten längst als &#34;Eingetragene Digitale
Vereine&#34;. Sie zeigen damit, dass sich Bürgerengagement
schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten
beschränken muss. politik-digital stellt ausgewählte
&#34;Digitalvereine&#34; vor.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> E.D.V. &#8211; das<br />
altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe<br />
von Netzaktivisten längst als &quot;Eingetragene Digitale<br />
Vereine&quot;. Sie zeigen damit, dass sich Bürgerengagement<br />
schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten<br />
beschränken muss. politik-digital stellt ausgewählte<br />
&quot;Digitalvereine&quot; vor.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>E.D.V. &#8211; dieses altehrwürdige Kürzel interpretieren eine Reihe von<br />
Netzaktivisten längst als &quot;Eingetragene Digitale Vereine&quot;. Sie zeigen damit,<br />
dass sich Bürgerengagement schon lange nicht mehr auf die klassischen Vereinsarbeiten<br />
beschränken muss und liefern so einen ganz eigenen Beitrag zum <a href="http://www.iyv2001.org/" _base_target="_blank">Internationalen Jahr der Freiwilligen</a>.</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch nicht nur im Rahmen traditioneller Vereinsarbeit gibt es auf dem ganzen Globus<br />
gute Gründe, auf die geleistete Arbeit stolz zu sein. Gelegenheit, sich selbst ein wenig<br />
zu zelebrieren haben auch jene Bürgerinnen und Bürger, die sich in virtuellen Räumen um<br />
eine kritische Auseinandersetzung mit den kulturellen, sozialen und politischen Folgen des<br />
Einsatzes neuer Medientechnologien bemühen und dabei den Umgang mit den digitalen<br />
Kulturtechniken forcieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Tradition der &quot;Digital-e.V.´s&quot; reicht bereits bis ins Jahr 1987 zurück<br />
&#8211; damals gründete sich in Bielefeld der &quot;<a href="http://www.foebud.org/" _base_target="_blank">Verein zur<br />
Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs</a>&quot; (FoeBuD), der<br />
als Pionier des kritischen Umgangs mit der heranwachsenden Informationsgesellschaft gelten<br />
kann. Als eine Gemeinschaft von Technikern, Wissenschaftlern, Politikern, Umweltschützern<br />
und Künstlern halten die FoeBuDianer in der Präambel fest, &quot;sich<br />
grenzüberschreitend für Informationsfreiheit und ein neues Menschenrecht auf weltweite<br />
ungehinderte Kommunikation einzusetzen und mit den Auswirkungen von Technologien auf die<br />
Gesellschaft sowie das einzelne Lebewesen zu beschäftigen und das Wissen um diese<br />
Entwicklung zu fördern.&quot; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Neben ihrem wenig spektakulären, dafür aber umso gehaltvolleren Auftritt im Netz hat<br />
der gemeinwohlorientierte Verein seine inhaltliche Basis in der monatlich in Bielefeld<br />
real stattfindenden Veranstaltungsreihe <a href="http://www.foebud.de/pd/pd109/index.html" _base_target="_blank">PUBLIC<br />
DOMAIN</a>, die sich mittlerweile zu einem <a style="text-decoration: none" href="http://nflpicks2014.com"><font color="black">nfl picks</font></a> bundesweiten Treffpunkt für alle Menschen<br />
entwickelt hat, die sich für das Spannungsfeld zwischen Zukunft und Gesellschaft, Technik<br />
und Umwelt, Wissenschaft und Allgemeinwissen, Kunst und Kultur interessieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Medienwirksame Auftritte verzeichnet foebud alljährlich bei der Verleihung des<a href="http://www.bigbrotheraward.de/" _base_target="_blank"> Big Brother Award</a>, der mit dem gleichnamigen<br />
Real-Life-Format jedoch außer dem Namen und der Diskussion um die Auflösung der<br />
Privatsphäre nichts gemein hat. Der Preis wird seit 1998 jedes Jahr an Personen,<br />
Organisationen oder Konzerne vergeben, &quot;die in besonderer Weise und nachhaltig die<br />
Privatsphäre von Menschen beeinträchtigen oder (persönliche) Daten Dritten zugänglich<br />
machen&quot;. Resultierend aus der Verleihung des Preises wird eine öffentliche<br />
Diskussion zum Thema Datenschutz und Privatsphäre angestrebt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zum foebud-Spektrum gehört außerdem die <a href="http://www.foebud.de/bionic/bionic.html" _base_target="_blank">//BIONIC Mailbox</a>, die neben<br />
konventionellen Postfächern mitsamt ihren E-Mail- und Faxfunktionen auch sogenannte<br />
&quot;Bretter&quot; offeriert. Hier werden öffentliche Nachrichten im Stile einer<br />
überregionalen Tageszeitung mit vielen verschiedenen Rubriken wie Politik, Kultur,<br />
Wissenschaft, Regional- und Kleinanzeigenteil angeboten. Weltweit haben sich viele<br />
ähnliche Mailboxen zu Netzwerken zusammengeschlossen, in denen überregional und<br />
international Daten ausgetauscht werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiterer ebenso digitaler wie eingetragener Verein ist der 1996 infolge einer<br />
Diskussion um die Kryptographie entstandene &quot;<a href="http://www.fitug.de/" _base_target="_blank">Förderverein<br />
Informationstechnik und Gesellschaft</a>&quot; (FITUG), der es sich nach seiner Satzung<br />
zur Aufgabe gemacht hat, die &quot;Integration der neuen Medien in die Gesellschaft, die<br />
Aufklärung über Techniken, Risiken und Gefahren dieser Medien, sowie die Wahrung der<br />
Menschenrechte und der Verbraucherschutz in Computernetzen&quot; zu initiieren und zu<br />
realisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Vereinsarbeit soll die Förderung von Kultur, Bildung und Wissenschaft zum Ziel<br />
haben. Auf den Web-Seiten des FITUG gibt es neben inhaltlichen Aktualitäten zu<br />
Netzspezifischem und Diskussionsforen auch unterschiedliche <a href="http://www.fitug.de/netpol/index.html" _base_target="_blank">&quot;Netz und Politik&quot;</a>-Dossiers mit<br />
Nachrichten, Analysen und Überblicken zu Themen wie ICANN, Datenschutz, Meinungsfreiheit,<br />
Zensur und Kryptographie. Auch der Bildung in und mit dem Netz widmet sich der Verein mit<br />
einer Sammlung von Dokumentationen, die sich bemühen, Aufklärung zu leisten für den<br />
Umgang mit dem Internet, Zielgruppe sind dabei insbesondere unerfahrene Netzbürger. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als ein weiterer prominenter Digitalverein ist <a href="http://www.mikro.org/" _base_target="_blank">mikro</a><br />
zu nennen, eine Berliner Initiative zur Förderung von Medienkulturen. Der Verein<br />
unterhält eine offene, deutschsprachige Mailingliste namens rohrpost, die im Kontext der<br />
Integration und kritischen Auseinandersetzung mit Netzkulturen in existierenden<br />
Informationsgesellschaften nicht unerwähnt bleiben darf. Auf der Basis eines<br />
E-Mail-Forums schafft mikro mithilfe seiner Mailingliste eine Öffentlichkeit, in dem<br />
interessierte Bürger an den globalen Diskursen zur Medien- und Netzkultur partizipieren<br />
sollen. In die reale Öffentlichkeit der Berliner Republik tritt die Initiative seit<br />
Anfang 1998 jeden Monat mit ihren mikro.lounges im WMF Club in Berlin-Mitte. Gegenstand<br />
der Veranstaltungsreihe ist jeweils eine Kombination von Videopräsentationen, Vorträgen,<br />
Podiumsdiskussionen und DJ-Sets. Darüber hinaus zeichnete Mikro verantwortlich für die<br />
Organisation der vielbeachteten Konferenz <a href="http://www.mikro.org/Events/OS" _base_target="_blank">&quot;Wizards<br />
of OS &#8211; Offene Quellen und Freie Software&quot;</a> im Sommer 1999. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">mikro versteht sich als eine offene, unabhängige Plattform, die neben ihren<br />
realisierten Projekten vornehmlich als Initiator von kritischen inhaltlichen Diskursen um<br />
die kulturellen, sozialen und politischen Konsequenzen des Einsatzes neuer Medien und<br />
Technologien fungieren möchte. In ihren Netzwelten präsentiert sich die Berliner<br />
Initiative mit einem breiten Spektrum von Informationsofferten zu Themen der<br />
Medienkulturen. Mitsamt einem ausführlichen Pressearchiv und einer breiten Linkliste<br />
werden den Nutzern vorausblickend bis Dezember 2001eine Reihe von inhaltlich<br />
entsprechenden Veranstaltungen auf internationaler Ebene dargeboten. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach einem Blick auf eine kleine Auswahl digitaler Gemeinnützigkeiten lässt sich<br />
sagen, dass sowohl die inhaltliche, kritische wie auch technische Auseinandersetzung mit<br />
dem Netz der Netze ein gewichtiger Bestandteil der ehrenamtlichen Arbeitseinsätze im<br />
Datenraum geworden ist &#8211; ohne die freiwillige Vertiefung in die virtuellen Welten wäre<br />
das Internet heute um zahlreiche Angebote, Attraktionen und Anregungen ärmer.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/digitaler_sportsgeist_netzvereine_bei_der_arbeit-676/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Freiwilliges Engagement im Aufwind</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/freiwilliges_engagement_im_aufwind-677/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/freiwilliges_engagement_im_aufwind-677/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ckatzenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnenwebsite]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/freiwilliges_engagement_im_aufwind-677/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> 2001 ist das
Internationale Jahr der Freiwilligen. politik-digital
hat sich auf der Kampagnenseite der Bundesregierung
<i>freiwillig.de</i> umgeschaut und ist Tony Rebel,
dem Mülheimer Zupforchester und einer Enquete-Kommision
begegnet.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> 2001 ist das<br />
Internationale Jahr der Freiwilligen. politik-digital<br />
hat sich auf der Kampagnenseite der Bundesregierung<br />
<i>freiwillig.de</i> umgeschaut und ist Tony Rebel,<br />
dem Mülheimer Zupforchester und einer Enquete-Kommision<br />
begegnet.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><b>Das<br />
Internationale Jahr der Freiwilligen wird auch in Deutschland begangen.<br />
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat<br />
eigens zu diesem Zwecke eine <a href="http://www.freiwillig2001.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Website</a><br />
ins Netz gestellt. Neben &quot;Freiwilligen-Songs&quot; zum downloaden,<br />
Kontaktadressen und Veranstaltungstipps soll mit einer Datenbank auch<br />
der richtige Job für potenzielle Freiwillige ausgesucht werden. Jetzt<br />
muss die Datenbank nur noch gefüttert werden. </b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000"><i>Was ich kann, ist unbezahlbar</i> &#8211; mit dieser Kampagne möchte das <a href="http://www.bmfsfj.de/frameset/index.jsp" target="_new" rel="noopener noreferrer">Bundesministerium</a><br />
die Facetten des bürgerschaftlichen Engagements ausleuchten und<br />
Möglichkeiten für Interessierte aufzeigen. Organisationen und<br />
Bürgerinitiativen werden vorgestellt, Berichte zur Stellung des<br />
Ehrenamts in Deutschland veröffentlicht. Die Website soll aber nicht<br />
nur die Offline-Aktivitäten im Netz abbilden, die Kampagnenmacher<br />
wollen vielmehr die Möglichkeiten des Mediums nutzen und die Adresse<br />
zur zentralen Internet-Plattform für Freiwilligenarbeit ausbauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Besonders vielversprechend klingt da die <a href="http://www.freiwillig2001.de/multiplexer.jrun?service=webbuilder_engine&amp;id=23" target="_new" rel="noopener noreferrer">Datenbank</a>,<br />
in die sich Organisationen eintragen und User sich so über<br />
Möglichkeiten des freiwilligen Engagements informieren können. Bisher<br />
allerdings findet man dort nur eine Liste von knapp 40<br />
Trägerorganisationen, die kurz ihre Arbeit vorstellen und<br />
Kontaktadressen nennen. Bei diesem recht bescheidenen Anfang soll es<br />
aber nicht bleiben: das Ziel ist eine Plattform des freiwilligen<br />
Engagements, in die der Nutzer dann nur noch Interessen und Wohnort<br />
eingeben muss. Schon spuckt der Computer eine Vielzahl an Möglichkeiten<br />
des Engagements aus. Hans Meier aus Greifswald kennt sich mit Bäumen<br />
und Pflanzen aus &#8211; warum also nicht in einem Aussteigerprogramm für<br />
rechtsradikale Jugendliche mitarbeiten?. Bis dahin bleibt nur, die<br />
Auflistung durchzugehen, die eher einem örtlichen Vereinsregister auf<br />
Bundesebene als einer modernen Kommunikationsplattform gleicht &#8211; vom <a href="http://www.mzoweb.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><i>Mülheimer Zupforchester</i></a> über die <i>Elterinitiative Kinderfreundliches Morschen</i> bis zum <a href="http://www.drk.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><i>Deutschen Roten Kreuz</i></a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Außerdem<br />
werden auf der Seite Veranstaltungen und Aktivitäten vorgestellt, die<br />
im während des Internationalen Jahrs der Freiwilligen in der gesamten<br />
Bundesrepublik stattfinden. Wer jedoch glaubt, hier gibt es nur<br />
Ankündigungen von Kongressen und Vorträgen, irrt: Sogar ein <a href="http://www.iyv2001.org/iyv_eng/global/songs/songs.htm" target="-new" rel="noopener noreferrer">Musik-Archiv</a><br />
mit &quot;Freiwilligen-Songs&quot; zum kostenlosen Download hat seinen Platz. Die<br />
verschiedensten Stilrichtungen sind hier vertreten: von Tony Rebels <i>It&#8217;s not all about money</i> bis zum <i>Philippine Volunteers March</i>. Wem das alles nicht gefällt, schickt einfach einen eigenen Song ein.<br />
In der Rubrik  <a href="http://www.freiwillig2001.de/multiplexer.jrun?service=webbuilder_engine&amp;id=11" target="_new" rel="noopener noreferrer">Akteure</a> findet die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestag <a href="http://www.bundestag.de/gremien/enquete/enga_ue.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><i>Zukunft des Bürgerschaftlichen Engagements</i></a><br />
Erwähnung. Dieses Gremium möchte die institutionellen Rahmenbedingungen<br />
und individuellen<br />
Voraussetzungen für bürgerschaftliches Engagement kritisch beleuchten<br />
und Verbesserungsvorschläge unterbreiten.[Zur Arbeit der Kommission:<br />
siehe <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/simmert.shtml">Interview mit Christian Simmert</a>,<br />
Mitglied der Enquete-Kommission]. Eine über die Verlinkung<br />
hinausgehende Zusammenarbeit zwischen Kampagne und Kommission gibt es<br />
aber nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #000000">Ergänzt wird<br />
das Angebot der Seite durch Hintergrundinformationen zum freiwilligen<br />
Engagement in Deutschland. Interessant sind hier besonders die<br />
Ergebnisse der Studie <a href="http://www.freiwillig2001.de/multiplexer.jrun?service=webbuilder_engine&amp;id=24" target="_new" rel="noopener noreferrer">Freiwilligensurvey 1999</a>.<br />
Die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und<br />
Jugend durchgeführte Erhebung rückt das oft belächelte Ehrenamt in<br />
besseres Licht. Ein Drittel aller Deutschen aller Deutschen über 14<br />
Jahren engagiert sich in der Freizeit ehrenamtlich, wobei in der<br />
Altersgruppe der 14 bis 24-Jährigen &#8211; was vielleicht überraschen mag &#8211;<br />
der Anteil der Freiwilligen mit 37 Prozent noch höher liegt.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/freiwilliges_engagement_im_aufwind-677/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Verein ohne &#034;Meierei&#034;?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/verein_ohne_meierei-678/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/verein_ohne_meierei-678/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ehrenamt 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Enquete Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Grüne]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Simmert]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/verein_ohne_meierei-678/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Zukunft des
Bürgerengagements liegt im Netz. Um dies zu beweisen,
traf sich politik-digital mit Christian Simmert im Chatraum.
Mit dem Mitglied der Enquete-Kommission &#34;Zukunft des
Bürgerschaftlichen Engagements&#34; sprachen wir über
neue Formen der ehrenamtlichen Arbeit.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Die Zukunft des<br />
Bürgerengagements liegt im Netz. Um dies zu beweisen,<br />
traf sich politik-digital mit Christian Simmert im Chatraum.<br />
Mit dem Mitglied der Enquete-Kommission &quot;Zukunft des<br />
Bürgerschaftlichen Engagements&quot; sprachen wir über<br />
neue Formen der ehrenamtlichen Arbeit.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Gespräch über neue Formen des freiwilligen Engagements<br />
mit Christian Simmert (MdB)</b></span></p>
<table align="left" border="0" cellspacing="0" width="105">
<tbody>
<tr>
<td width="75"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/csimmert.jpg" alt="Christian Simmert" /></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.simmert.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Christian Simmert</a>,<br />
Jahrgang `72, sitzt seit 1998 für die Bündnis-Grünen im Bundestag. Als<br />
Mitglied der Enquete-Kommission für bürgerschaftliches Engagement<br />
möchte er vor allem Raum und Rahmen schaffen, für neue Formen der<br />
Freiwilligenarbeit in Vereinen, Parteien und Initiativen. Dass er dabei<br />
auch den Neuen Medien eine aktive Rolle zuschreibt, bewies Simmert<br />
gleich selbst: Das Interview wurde online geführt. politik-digital lud<br />
ihn in den hauseigenen Chatraum und sprach mit dem engagierten Grünen<br />
aus Warendorf über seine Arbeit in der Enquete-Kommission.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> </span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Simmert, warum sind Sie in der Enquete Kommission &quot;bürgerschaftliches Engagement&quot;?</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ChristianSimmert:</b> Ich<br />
interessiere mich für die neuen Formen bürgerschaftlichen Engagements &#8211;<br />
unter anderem auch in Bezug auf Initiativen gegen Rechtsextremismus.<br />
Die Formen von Engagement sind flexibler geworden, vor allem von jungen<br />
Menschen, hier brauchen wir veränderte Rahmenbedingungen. Dafür will<br />
ich mich in der Enquete engagieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was umfaßt bürgerschaftliches Engagement alles?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es gibt<br />
sehr unterschiedliche Formen. Zum einen sind da die klassischen<br />
Verbände und Vereine, die wichtige Arbeit vor Ort leisten. Es gibt aber<br />
auch neue soziale Bewegungen, wie die Tafel-Initativen oder<br />
Freiwilligenagenturen. Daneben gibt es Formen von punktuellem<br />
Engagement, an Projekten orientiert, die meistens kommunal verankert<br />
sind. Problematisch dabei: Es gibt auch Grauzonen. Eine spannende Frage<br />
ist zum Beispiel: wo endet bürgerschaftliches Engagement und wo fängt<br />
bezahlte Arbeit an. Ich bin überzeugt, dass freiwilliges Engagement<br />
kein Ausfallbürge beispielsweise für soziale Dienstleistungen werden<br />
darf.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Und trotzdem ist das Engagement laut Herrn Dr. Bürsch, dem Vorsitzenden<br />
der Kommission, ein Eckpfeiler im Gesellschaftsvertrag. Wie kann der<br />
Staat denn diese Rolle unterstützen? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b><br />
Natürlich kommt Frauen und Männern, die sich bürgerschaftlich<br />
engagieren eine wichtige Funktion in unserer Gesellschaft zu. Sie sind<br />
eine Art sozialer Kitt für eine solidarische Gesellschaft, ohne die<br />
auch unsere Demokratie nicht so lebendig wäre, wie sie ist. Dennoch<br />
darf der Staat nicht überregulieren. Wir brauchen Rahmenbedingungen,<br />
wie zum Beispiel stärkere Anerkennung der erworbenen Kompetenzen bei<br />
Freiwilligendiensten durch Zertifizierungen. Darüber hinaus sind<br />
Unternehmen gefordert, jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz<br />
suchen und nicht so gute Zeugnisse haben, aber einen Freiwilligendienst<br />
geleistet haben, eine Chance zu geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Rolle spielen die Neuen Medien beim bürgerlichen Engagement? Welche Rolle sollten sie spielen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>ChristianSimmert sagt:</b><br />
Neue Medien können beispielsweise eine interessante Plattform für die<br />
Vermittlung von freiwilligem Engagement sei. Die neuen Formen des<br />
Engagements zeichnen sich dadurch aus, dass gerade Teile der jüngeren<br />
Generation sich nicht mehr ewig im Verein engagieren, sondern eher<br />
projektorientiert und in einem überschaubaren zeitlichen Rahmen. Hier<br />
kann das Internet eine wichtige Mittlerfunktion übernehmen. Darüber<br />
hinaus reden wir aber auch immer über Beteiligung und Mitsprache.<br />
Bürgerschaftlich Engagierte wollen eben auch mitreden, wenn es um<br />
Projekte geht und nicht nur &quot;Ausführende&quot; sein. Auch hier können neue<br />
Medien Kommunikation ermöglichen und beschleunigen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Also Online-Partizipation und Organisation&#8230; Es gibt das klassische<br />
Engagement, dass mit den Neuen Medien besser organisiert werden kann.<br />
Wie sieht es denn mit reinem Online Engagement aus? Also freiwillige<br />
Netzprojekte, die eine gesellschaftliche Funktion erfüllen. Ist das<br />
auch förderungswürdig?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b><br />
Online-Engagement gehört natürlich auch zu den neuen Formen. Wenn wir<br />
uns Initiativen gegen Rechtsradikalismus im Netz anschauen, dann ist<br />
das eine neue und wichtige Form des zivilgesellschaftlichen<br />
Engagements. Hier fördert der Staat bereits Initativen &#8211; auch innerhalb<br />
der von der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Bekämpfung des<br />
Rechtsextremismus sind hier Mittel enthalten. Es muss jedoch noch mehr<br />
getan werden, vor allem in Sachen Zugang zum Internet. Wir müssen in<br />
der Jugendarbeit stärker auf Internet-Kompetenz setzen &#8211; gerade auch<br />
für junge Frauen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
A propos Rechtsradikalismus: Kürzlich wurde bekannt, dass die Regierung<br />
noch mal 70 Millionen zur Bekämpfung locker macht. Wissen Sie, ob davon<br />
auch etwas in Netzprojekte fließt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> In<br />
diesem Paket befindet sich in der Tat die Möglichkeit auch<br />
&quot;Net-Projects&quot; zu unterstützen. Wir haben in den vergangenen Monaten<br />
immer wieder darauf gedrungen, dass eben nicht nur die &quot;Großen-Tanker&quot;<br />
Fördermittel bekommen, sondern auch kleine Initiativen. Dort ist häufig<br />
auch das Potential für solchen Internet-Initativen. Es hapert da nicht<br />
an Kreativität, sondern oftmals an der Umsetzung und eben dann an den<br />
finanziellen Mitteln. Dies soll mit den jetzt beschlossenen Geldern<br />
möglich werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Auf ihrer Homepage schreiben Sie zum Thema, dass die politische<br />
Partizipation durch die Neuen Medien eine Veränderung für die<br />
Parteienstruktur mit sich bringt, die auch insgesamt durchlässiger<br />
werden muss. Sie denken da sogar an das &quot;Ende der klassischen<br />
Mitgliedschaft.&quot; Ist das &quot;neue&quot; Engagement ohne dauerhafte<br />
Verpflichtung, ohne Mitgliedschaft denkbar? Also frei, flexibel aber<br />
nicht verlässlich?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es wird<br />
immer das klassische Engagement geben, wie wir es kennen. Und das ist<br />
gut so. Das &quot;virtuelle Engagement&quot; wird das reale nicht ersetzen.<br />
Dennoch werden wir &#8211; gerade auch als Parteien &#8211; uns darauf einstellen<br />
müssen, dass das Engagement sich durch das Internet verändert. Dies<br />
wird zur Folge haben, dass Parteien &#8211; auch Bündnis 90/Die Grünen &#8211;<br />
ebenfalls stärker virtuell interaktiv werden müssen. Dazu gehört auch<br />
die Öffnung der Mitgliedschaft. Im Übrigen glaube ich, dass auch<br />
virtuelles Engagement verlässlich sein kann, dies zeigt zum Beispiel<br />
das Engagement bei dol2day, dort gibt es politisches Engagement im Netz<br />
und das ist sehr kontinuierlich&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Wie stehen die Deutschen beim Bürgerengagement im internationalen Vergleich eigentlich da?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Im<br />
internationalen Vergleich ist die Bundesrepublik Spitzenreiterin was<br />
die Gründung von Vereinen angeht&#8230; Was ein Wunder, ist dies doch eine<br />
deutsche Erfindung &#8211; nein im Ernst: 22 Millionen engagierte Bürgerinnen<br />
und Bürger, dass ist auch international sehr viel. Wir haben aber einen<br />
anderen kulturellen Hintergrund als z. B. in den USA. Dort ist<br />
Engagement viel häufiger und stärker vertreten als hier &#8211; die<br />
gesellschaftlich Verankerung ist dort stärker. Allerdings betrifft dies<br />
eher &quot;Mittel- und Oberklasse&quot;. Gleichzeitung hat das Engagement dort<br />
eine Art Sozialkontrolle &#8211; engagierst Du Dich in Deinem Stadtteil<br />
nicht, gehörst Du auch nicht wirklich dazu. Diese Form des Engagements,<br />
das sehr viel mit sozialen Status zu tun hat, sollten wir nicht<br />
kopieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Noch einmal konkret zur Rolle des Staates beim Steigern des<br />
Engagements: welche bürokratischen oder rechtlichen Hürden müssten<br />
fallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Es darf<br />
beispielsweise keine Hürde mehr für Erwerbslose geben, sich<br />
bürgerschaftlich zu engagieren. Ebenfalls müssen kleine Initiativen die<br />
Möglichkeit bekommen Eigenmittel zu erwirtschaften, ohne das ihnen<br />
gleich die Gemeinnützigkeit aberkannt wird. Darüber hinaus brauchen wir<br />
mehr Anerkennung und Förderung der Freiwilligendienste für junge<br />
Menschen: 1. Verbreiterung des Angebotes (die Grünen wollen neben dem<br />
ökologischen und sozialen Jahr auch ein kulturelles einführen) und 2.<br />
müssen die Verwertbarkeit der erworbenen Kompetenz verbessert werden &#8211;<br />
das heißt Zertifizierung. Das sind nur einige Beispiele für konkrete<br />
Verbesserungen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Beabsichtigt die Enquete-Kommission denn auch &quot;bürgerschaftliches<br />
Engagement&quot; bei ihrer Arbeit? Wird das auch über Netzanbindung möglich<br />
sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Wir<br />
setzen in der Enquetekommission sehr stark auf das Einbinden von<br />
Verbänden und bürgerschaftlich Engagierten. Für meinen Geschmack geht<br />
es dabei leider zuviel um klassisches Engagement &#8211; aber wir arbeiten<br />
dran. Die Enquete-Kommission versucht ihr Internet-Angebot auf den<br />
Seiten des Bundestages ständig zu verbessern, so dass dort feedbacks<br />
möglich sind. Leider ist der Bundestag noch etwas unbeweglicher was<br />
neue Medien angeht, es hat sich hier in den letzten Jahren aber schon<br />
viel getan.<br />
So jetzt muss ich aber langsam vom virtuellen ins wirkliche Leben zurück&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b><br />
Vielen Dank für das Interview. Vielleicht ergibt sich nach der<br />
geplanten USA-Reise der Kommission noch mal die Möglichkeit, ein<br />
Gespräch zu führen?`Würde mich freuen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Christian Simmert:</b> Sehr gerne, vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Carolin Welzel.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/ehrenamt-2-0/verein_ohne_meierei-678/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
