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	<title>Global@lmamater &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Global@lmamater &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Man spricht deutsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sfriedrich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Global@lmamater]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
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		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Universität]]></category>
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					<description><![CDATA[Ausländische Studierende haben mit dem Web-Angebot der Universität Potsdam ihre Probleme. Unter dem internationalen Anstrich der Hochschul-Webseiten bröckelt der Putz, wie dieser Erfahrungsbericht zeigt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ausländische Studierende haben mit dem Web-Angebot der Universität Potsdam ihre Probleme. Unter dem internationalen Anstrich der Hochschul-Webseiten bröckelt der Putz, wie dieser Erfahrungsbericht zeigt.<!--break--><br />
                  <br />
                  <strong></p>
<p>                  </strong>Die deutschen Hochschulen geben sich durch die Einführung von Bachelor- und Master-Abschlüssen, englischsprachigen Seminaren und internationale Studiengängen einen internationalen Anstrich. Deutschland möchte wieder ein attraktiver Studienstandort für junge Menschen aus aller Welt werden. Wie informieren sich ausländische Studierende über die Hochschulen in Deutschland? Und welche Rolle spielt dabei der Internetauftritt?<br />
                  <br />Um diesen Fragen nachzugehen, befragte ich an der Universität Potsdam Studierende der verschiedensten Fächer, aus den verschiedensten Ländern sowohl zu ihren Erfahrungen mit dem Internetangebot deutscher Hochschulen vor ihrem Wechsel nach Deutschland als auch über ihre Eindrücke &#8220;vor Ort&#8221;.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Etikettenschwindel?</strong><br />
                  <br />Der Wille zum zumindest zweisprachigen Internetauftritt ist in Potsdam durchaus vorhanden. So findet man auf der Startseite einer jeden Fakultäts-Homepage einen Button mit dem Union Jack. Leider reicht dies nicht aus, denn &#8220;was nützt einem die englische Version einer Internetseite, wenn lediglich die Überschriften übersetzt wurden, der informaive Rest hingegen zur deutschen Version verlinkt ist&#8221;, regt sich der 25-jährige Italiener Roberto auf. Diese Diskontinuität und der Widerspruch zwischen Anspruch und Realität kritisieren die ausländischen Nutzer. So berichtet die Romanstik-Studentin Suzanna aus Polen von ihrer erfolglosen Internet-Odysee nach einer &#8220;wenn schon nicht französischen, dann wenigstens englischen Studienordnung&#8221;. Hier hat sich die Verwaltung noch nicht die Mühe gemacht, irgendeine Information in englisch anzubieten. Und das an einem sprachwissenschaftlichen Institut. Da geht es den ausländischen Anglistik-Studierenden schon besser. Hier wird zumindest die Rubrik “Where to find us” in englisch angeboten.<br />
                  <br />Andere Fachbereiche versuchen zumindest den Anschein zu erwecken, sie seien zweisprachig im Netz. Doch Vorsicht. Hat man endlich einen Union Jack gefunden, kann die Enttäuschung groß sein. Nicht nur bei den unentbehrlichen Prüfungs- und Studienordnungen hat sich ein Etikettenschwindel verbreitet. So ist die englische Überschift mitunter mit der deutschen Ordnung verlinkt, die schon für Muttersprachler schwer verständlichen ist. Diese bittere Erfahrung musste die russiche Valentina schon mehrere Male machen. &#8220;Doch ich gebe nicht auf&#8221;, fügt sie verschmitzt an. Der 24-jährige Mailänder Christian beschreibt außerdem, wie schwer es sei, geeignete Lehrveranstaltungen zu finden. Denn was nützt ein kommentiertes Vorlesungsungsverzeichnis der Universität Potsdam in elektronischer Form, wenn es nur in deutsch vorliegt? Christian sagt, er habe sich lang genug herumgeärgert und wird im nächsten Semester wieder in &#8220;meinem Milano&#8221; studieren. Attraktive Bedingungen für künftig in Deutschland Studierende? Anscheinend nicht.</p>
<p>Doch nicht nur die deutschen Hochschulen geben sich nicht sonderlich international. Auch im englischen Internetangebot des<br />
                  <a href="http://www.bmbf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesministeriums für Bildung und Forschung</a> erscheint zu oft der kleine Zusatz „Available only in german language“. Sogar unter dem viel versprechenden Titel „Sixth amendment to the Framework Act for Higher Education“ verbirgt sich doch nur ein “deutsches” pdf-Dokument. Doch wahrscheinlich fällt dieser Missstand weniger ins Gewicht, denn wie Wojtek, 22-jähriger Student der Politikwissenschaft bemängelt, wie sollten Studierende aus dem Ausland von dieser Seite erfahren haben?. Auch Cosimo aus Florenz war der Gedanke, außerhalb der Universität eine Seite zu (be-) suchen, zu abwegig.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Alternativen?</strong><br />
                  <br />Von den Hochschulen enttäuscht, müssen sich alle, die bis dato noch nicht von der deutschen Hochschullandschaft abgeschreckt wurden, auf zentrale Informationsstellen zurückgreifen. So bietet der<br />
                  <a href="http://www.daad.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Akademische Austauschdienst</a> zahlreiche Informationen rund ums Studium in drei Sprachen (deutsch, englisch, spanisch) an. Zwar seien die von mir Befragten vom DAAD umfassend beraten worden, doch habe man die Informationen ganz klassisch per Post zugestellt bekommen. Im Internetangebot des Austauschdienstes haben die wenigsten gesurft. Noemi, Germanistikstudentin aus Ungarn, fühlte sich vom postalen Angebot des DAAD von vornherein sehr gut informiert, so dass sie den Netzauftritt nicht näher betrachtet habe. Nur ein gravierender Mangel sei ihr aufgefallen: &#8220;Französisch wurde vollkommen außen vorgelassen. Und das, wo doch ein großer Teil der Ausländer francophon ist.&#8221;<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Kleinstaaterei?</strong><br />
                  <br />Die 329 Hochschulen Deutschlands gestalten ihre Internetauftritte völlig individuell und ohne einheitliche Kriterien, zu denen ein zumindest englischsprachiges Angebot gehören sollte. Hinzu kommt die weitgehende Gestaltungsfreiheit der jeweiligen Fakultäten. So können sich Fachbereiche einer Hochschule in Sachen &#8220;internationales Angebot&#8221; grundlegend voneinander unterscheiden. Das fällt vor allem denjenigen auf, die als Magisterstundent zwei oder drei Fächer studieren. Georgi aus Rumänien, kommt sich wie ein Wanderer zwischen den Welten vor: &#8220;Vom englischen Internetangebot für mein Nebenfach Psycholgie bin ich ziemlich verwöhnt. Dagegen kommt die Umstellung auf das Angebot der Soziologie einem Kulturschock gleich.&#8221; Dieser Misstand ist auch den Verantwortlichen im DAAD bekannt. “Um ein größeres Maß an Nutzerfreundlichkeit zu erzielen, sollten Universitäten stärker auf die Einheitlichkeit ihres Webangebots achten” und “die Informationen gebündelt darstellen”, sagt Dr Rolf Hoffmann, Leiter des<br />
                  <a href="http://www.daad.de/sekretariat-konzertierte-aktion/download.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sekretariats der Konzertierten Aktion</a> (SKA) und von<br />
                  <a href="http://www.gate-germany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gate-Germany</a> (zun Hoffmann-Interview<br />
                  <a href="/edemocracy/netzkampagnen/daadhoffmann.shtml">hier</a>). Der Zusammenschluß von 35 staatlichen und nichtstaatlichen Institutionen zur Konzertierten Aktion „Internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland“ ist zuständig für die Planung und Koordination der operativen Maßnahmen. In Ergänzung zur Konzertierten Aktion hat das von DAAD und der<br />
                  <a href="http://www.hrk.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hochschulrektorenkonferenz</a> (HRK) gebildete Hochschulkonsortium GATE-Germany seine Arbeit aufgenommen.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Service?</strong><br />
                  <br />Bekanntlich gibt es noch ein Leben neben Seminaren und der Mensa. Gerade soziale und gesellschaftliche Fragen stellen sich bei einem Auslandsaufenthalt. Aber auch hier werden Interessierte vom Internetangebot der deutschen Hochschulen in der Regel im Dunkeln gelassen. Hier würde schon ein Blick auf das Internetportal.campus-germany www.campus-germany.de genügen. Auf diesem von der SKA-initiierten und vom BMBF finanzierten Portal wird in fünf Sprachen all das erklärt, was Studentinnen und Studenten über das Studieren und Leben in Deutschland wissen müssen – begonnen bei Bewerbungshinweisen bis hin zu Flirttipps. Doch diese Seite war allen in Potsdam Befragten leider völlig unbekannt.<br />
                  </p>
<p>
                  <strong>Und nun?</strong><br />
                  <br />“Ich bin gar nicht auf den Gedanken gekommen, mich im Internet über das Angebot der Hochschule zu informieren”, so Madelena aus Italien. Doch das haben alle der Befragten empfunden, da dass Internetangebot schwer verständlich sei. Auch wenn sie ihre Hochschulwahl nicht vom Internetangebot abhängig machten, wird Deutschland nicht umhin kommen, neben den Hörsäalen auch ihr Internetangebot für ein Mehr an Internationalität zu öffnen, um weiterhin in der internationalen Bildungs- und Forschungslandschaft attraktiv zu bleiben.<br />
                  </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Service für Bildungsausländer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hneymanns]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Feb 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Global@lmamater]]></category>
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		<category><![CDATA[Universität]]></category>
		<category><![CDATA[International]]></category>
		<category><![CDATA[Rolf Hoffmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Rolf Hoffmann leitet die Konzertierte Aktion "Internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland". Im Interview schildert er, was die Hochschulen an ihrem Web-Auftritt verbessern müssen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rolf Hoffmann leitet die Konzertierte Aktion &#8220;Internationales Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland&#8221;. Im Interview schildert er, was die Hochschulen an ihrem Web-Auftritt verbessern müssen.<!--break--><br />
                    </p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Herr Dr. Hoffmann, Sie leiten das Sekretariat Konzertierte Aktion (SKA) und die Geschäftstelle des Hochschulkonsortiums GATE-Germany. Was genau verbirgt sich dahinter?</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Auf Initiative von Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn haben sich in 2001 35 staatliche und nichtstaatliche Institutionen zur Konzertierten Aktion &#8220;Internationales<br />
                    <strong><br />
                      <img decoding="async" height="103" alt="Rolf Hoffmann" src="/edemocracy/netzkampagnen/images/hoffmann.gif" width="85" align="left" /><br />
                    </strong>Marketing für den Bildungs- und Forschungsstandort Deutschland&#8221;, zusammengeschlossen, um weltweit für den Bildungsstandort Deutschland zu werben und dessen Produkte zu verbessern.Das Sekretariat der Konzertierten Aktion ist zuständig für die Planung und Koordination der operativen Maßnahmen, d.h. die Konzeption und Koordination der weltweiten Imagekampagne &#8220;Hi! Potentials! International careers made in Germany&#8221;. In Ergänzung zur Konzertierten Aktion hat das von<br />
                    <a href="http://www.daad.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DAAD</a> und<br />
                    <a href="http://www.hrk.de/" target="_self" rel="noopener noreferrer">HRK</a> gebildete Hochschulkonsortium<br />
                    <a href="http://www.gate-germany.de/index_ie.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GATE-Germany</a> im gleichen Jahr seine Arbeit aufgenommen.GATE-Germany unterstützt seine 100 Mitgliedshochschulen bei ihrer eigenen internationalen Vermarktung und Positionierung im Ausland durch Werbeveranstaltungen im Ausland, Fortbildungsmaßnahmen, Medienunterstützung und individuelle Dienstleistungen für seine Mitglieder.</p>
<p>In den letzten 2 Jahren haben wir mit GATE-Germany und der Konzertierten Aktion bei mehr als 130 internationalen Bildungsveranstaltungen (Bildungsmessen, road shows, Leistungsshows deutscher Wirtschaftsunternehmen etc) den Studien- und Forschungsstandort Deutschland präsentiert. Wir haben bei diesen Veranstaltungen mittlerweile über 120.000 Interessenten im Ausland direkt ansprechen können, und wir wissen, daß die Hochschulen, die mitmachen, einen deutlichen Anstieg von Bewerbungen qualifizierter internationaler Studierender von dort erhalten haben, wo sie mit uns aufgetreten sind. Dies zeigt ja auch die allgemeine Statistik, die einen überproportionalen Anstieg ausländischer Studierender gerade aus den Zielländern der Konzertierten Aktion verzeichnet.<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />politik-digital:</strong> Warum sollen denn Studierende aus dem Ausland nach Deutschland geholt werden? Die Hörsäle sind doch jetzt schon immer überfüllt.</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Es ist nicht unser Anliegen, die Studierendenzahlen an deutschen Hochschulen undifferenziert zu steigern, sondern Deutschland im internationalen Bildungswettbewerb qualitativ besser zu positionieren. Während insbesondere die englischsprachigen Länder wie die USA, Großbritannien und Australien schon seit Jahren um hochqualifizierte Studierende und Wissenschaftler konkurrieren, hat sich Deutschland mit der Konzertierten Aktion und GATE-Germany erst vor gut zwei Jahren in diesen Wettbewerb „um die besten Köpfe“ eingereiht. Weltweit gibt es annähernd zwei Millionen mobile Studierende, Graduierte und Nachwuchswissenschaftler, von denen die besten die zukünftigen Eliten ihrer Heimatländer bilden. In vielen ihrer Heimatländer &#8211; besonders in Asien &#8211; gibt es nicht ausreichende Ausbildungskapazitäten an den Hochschulen. Gleichzeitig stagniert, ja sinkt sogar in manchen Fächern in den Industrieländern &#8211; also auch bei uns &#8211; das Interesse an den klassischen Natur- und Ingenieurwissenschaften seit Jahren.</p>
<p>Beim Hochschulmarketing geht es aber nicht nur darum, internationales Wissen und fremde Kulturen in deutsche Hörsäle zu tragen, sondern auch um den Aufbau eines Netzwerkes ausländischer Nachwuchseliten, das wiederum den Grundstein für weitreichende, langfristige Kooperationen mit Deutschland in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft legt. Schließlich trägt die Präsenz Deutschlands auf dem internationalen Bildungsmarkt letztendlich auch zur Qualitätsverbesserung der deutschen Forschung und Lehre bei, wenn wir die Besten der Besten erreichen und nach Deutschland zu einem Studien- oder Forschungsaufenthalt einladen können.<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />politik-digital:</strong> Wie steht Deutschland denn im internationalen Vergleich da?</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Als Gastland rangiert Deutschland mit etwa 166.000 ausländischen Studierenden an dritter Stelle, hinter den USA und Großbritannien mit 453.785 bzw. 198.839 ausländischen Studierenden. Auch wenn sich die Zahl der Bildungsausländer an deutschen Hochschulen seit 1976 vervierfacht hat, hat Deutschland gegenüber den genannten Ländern durchaus Nachholbedarf. Hinzu kommt, daß die anderen europäischen Länder wie beispielsweise Frankreich und die Niederlande sich auf dem internationalen Bildungsmarkt ebenfalls zunehmend stärker präsentieren.</p>
<p>
                    <strong><br />
                    <br />politik-digital:</strong> Welche Rolle spielt das Internet aus Ihrer Sicht heute bei der Anwerbung der internationalen Studierenden?</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Das Internet spielt eine wichtige Rolle bei der Anwerbung ausländischer Studierender und Wissenschaftler, was sich auch an den Userstatistiken des KA-Internetportals<br />
                    <a href="http://www.campus-germany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.campus-germany.de</a> ablesen läßt:<br />
                    <br />Campus-Germany verzeichnet mit seinem umfassenden fünfsprachigen Informationsangebot mehr als eine Millionen Seitenabfragen pro Monat – und die Tendenz ist steigend.<br />
                    <br />Das Internet garantiert eine schnelle und aktuelle Aufbereitung wichtiger Informationen, die die ohnehin teureren Printmedien nicht zu leisten imstande sind. So konnte die unlängst modifizierte Arbeitszeitregelung für ausländische Studierende und Wissenschaftler aktuell über das Netz bekannt gegeben werden.<br />
                    <br />Das Internet unterstützt ausländische Studierende nicht nur bei ihrer Suche nach einer geeigneten Universität, sondern informiert sie auch über die für sie besonders wichtigen wissenschaftlichen communities und Freizeitaktivitäten.<br />
                    <br />Zu guter Letzt erreicht das Internet nahezu jeden Winkel der Erde und ist somit das perfekte Medium zur Ansprache unserer Zielgruppe weltweit.</p>
<p>
                    <strong>politik-digital:</strong> Bislang finden ja immer noch real-life Reisen ins Ausland statt, um direkt für den Hochschulstandort Deutschland zu werben. Glauben Sie, dass das Internet große Teile dieser Aufgabe übernehmen kann? Wenn ja wie und gibt es bereits Beispiele?</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Das Internet stellt eine wichtige Ergänzung unsere Werbeaktivitäten im Ausland dar, kann diese jedoch nicht ersetzen. Der persönliche Kontakt und die Möglichkeit einer individuellen Beratung machen das deutsche Studien- und Forschungsangebot für ausländische Interessierte greifbarer und authentischer als es das Internet vermag. Darüber hinaus integrieren wir einige unserer Auftritte in einen bestimmten thematischen Kontext (z.B. Wirtschaftsmessen, Fachmessen, Wissenschaftsausstellungen), die den Bezug zwischen Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft werbewirksam veranschaulichen.<br />
                    <br />Das Internet respektive campus-germany hilft uns jedoch, erfolgreich für unsere Veranstaltungen zu werben. Dies wäre mit anderen Medien durchaus schwieriger und kostenintensiver.<br />
                    <br />Darüber hinaus ergänzt campus-germany die am Informationsstand geführten persönlichen Beratungsgespräche um eine Fülle wichtiger Detailfragen und Zusatzinformationen. Die Adresse unseres Internetportals wird im übrigen auf unseren Standmaterialien beworben. Nicht selten finden Interessenten über unsere Broschüren wieder den Weg zu campus-germany.<br />
                    <br />
                    <strong><br />
                    <br />politik-digital:</strong> Die Studie Glob@lma Mater kommt ja zu dem Ergebnis, dass noch einiges zu tun ist, um das Internet adäquat zu nutzen? Wie wollen Sie das Potenzial voll entfalten, beziehungsweise was sind ihre Handlungsempfehlungen an die Hochschulen?</p>
<p>
                    <strong>Rolf Hoffmann:</strong> Es besteht in der Tat Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Webauftritte vieler deutscher Hochschulen. GATE-Germany bietet mit entsprechenden Schulungen auch hier Hilfestellung an.<br />
                    <br />Die Studie Glob@lma Mater hat gezeigt, daß das Angebot deutscher Hochschulen für internationale Leser nicht immer durchgängig auf Englisch verfügbar ist. In diesem Punkt besteht also dringend Handlungsbedarf.<br />
                    <br />Da Universitäten ihre Websites mitunter dezentral gestalten, ist ihr Angebot häufig &#8211; besonders mit Bezug auf ausländische Zielgruppen &#8211; uneinheitlich und unübersichtlich, und hat sehr oft noch einen eher selbstdarstellerischen Charakter. Um ein größeres Maß an Nutzerfreundlichkeit zu erzielen, sollten Universitäten stärker auf die Einheitlichkeit ihres Webangebots achten, die Informationen gebündelt darstellen und vor allem daran denken, wer sie liest &#8211; eben nicht der informierte deutsche Universitätsangehörige, sondern jemand im Ausland, der in der Regel noch nie in Deutschland war, kein Deutsch kann, nichts über Deutschland, Universitäten hier oder Fachhochschulen da weiß und der zunächst schlicht Infos &#8211; und die eher in Englisch &#8211; will. Die meisten Websites behandeln ausländische Studierende und Wissenschaftler als eine homogene Gruppe, berücksichtigen also nicht deren unterschiedliche Herkunftsländer und Informationsbedürfnisse. Auch werden nur unzureichend die unterschiedlichen Rahmenbedingungen von lang- und kurzfristigen Studienaufenthalten dargestellt. Darüber hinaus sollte die für Ausländer besonders hilfreichen Hinweise auf wissenschaftliche Communities und Mentorenprogramme prominenter platziert werden. Der Empfehlung der Studie an die Hochschulen, ihr Internetangebot zielgruppenspezifischer zu gestalten, kann ich mich nur anschließen.</p>
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