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	<title>Internetradio &#8211; ein neuer Stern am Medienhimmel? &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Internetradio &#8211; ein neuer Stern am Medienhimmel? &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>GEMA/GVL-Gebühren bedrohen Webradios</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[Verwertungsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internetradio]]></category>
		<category><![CDATA[GEMA]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[
                            Neue Technologien und Anwendungen wie 
                            Peercast, 
                            WLAN, 
                            DAB und 
                            NAT (Network Address Translation) bieten auch kleinen Internetradios vollkommen neue Chancen und Möglichkeiten. Ohne großen finanziellen Aufwand lassen sich semiprofessionelle Spartenprogramme von zu Hause aus produzieren. Ein Stück von Bertold Brechts Vision vom Arbeiterradio wurde durch das Internet realisierbar. Unzählige Anbieter drängten sich mit Special Interest Angeboten für nahezu jeden Radiogeschmack ins Netz.
                          ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">
                            Neue Technologien und Anwendungen wie<br />
                            <a href="http://www.peercast.org">Peercast</a>,<br />
                            <a href="http://de.indymedia.org/2004/09/92014.shtml">WLAN</a>,<br />
                            <a href="http://www.dab.de">DAB</a> und<br />
                            <a href="http://www.streamerp2p.com/">NAT</a> (Network Address Translation) bieten auch kleinen Internetradios vollkommen neue Chancen und Möglichkeiten. Ohne großen finanziellen Aufwand lassen sich semiprofessionelle Spartenprogramme von zu Hause aus produzieren. Ein Stück von Bertold Brechts Vision vom Arbeiterradio wurde durch das Internet realisierbar. Unzählige Anbieter drängten sich mit Special Interest Angeboten für nahezu jeden Radiogeschmack ins Netz.
                          </p>
<p><!--break--></p>
<p>Am 01. April 2005 könnten viele der neuen Webradios aus dem Netz verschwinden. An diesem Tag tritt die<br />
                          <a href="http://www.radioring.de/CMS/index.php?op=content&amp;m=14&amp;s=117">neue Gebührenregelung</a> der<br />
                          <a href="http://www.medienkultur.org/sm1/popsong/ha/">GEMA</a> und der<br />
                          <a href="http://www.medienkultur.org/sm1/popsong/ha/">GVL</a> in Kraft. Für kleine Internetsender fallen damit die günstigen Tarife und Sammellizenzen der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten und der Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte weg. Die neue Gebührenordnung richtet sich nicht nach der Zahl der realen Zugriffe, sondern nach der gleichzeitigen technischen Empfangsmöglichkeit im Internet. Zahlte ein Sender bislang im Monat 26,75 Euro an die GVL so werden es ab April 2005 über 350 Euro pro Monat sein. Der Großteil der Internetradios in Deutschland arbeitet werbefrei und ohne finanzielle Unterstützung von Institutionen oder Firmen. Für sie bedeutet die<br />
                          <a href="http://www.gvl.de/gvl-neuer-webcastingtarif.htm">neue Gebührenverordnung</a> das Aus.</p>
<p>Kurt Göttlicher aus Würzburg betreibt seit 2000 einen Webradiosender. Im Juni 2002 gründete er das Projekt<br />
                          <a href="http://radiopiraten.hrb.de/">Radiopiraten.net</a>. Dieses ist auch bei der GEMA und GVL angemeldet. Nicht nur die neuen Gebühren, auch die<br />
                          <a href="http://www.gvl.de/gvl-internetradio-download.htm">neuen Nutzungsbedingungen für Webcaster</a> zwingen ihn, das Programm Ende März einzustellen.<br />
                          <em>&#8220;Wir haben keine Perspektive. Ich kann als Betreiber nicht garantieren, dass ein DJ nicht mehr als drei Songs eines Interpreten spielt. Ich kann nicht gewährleisten, dass das Programm nur in Deutschland empfangen und nicht mitgeschnitten wird.&#8221;</em>, sagte Göttlicher gegenüber<br />
                          <a href="http://www.politik-digital.de">politik-digital.de</a>.<br />
                          <br />Ab April 2005 wird für Webradios das Speichern von Musik kostenpflichtig. Eine Programmvorschau darf nicht mehr erstellt werden. Die Namen gespielter Künstler dürfen nicht mehr im voraus genannt werden. Das Webradio muss sicherstellen, dass unveröffentlichte oder unautorisierte Remixe, Bootlegs, Demos oder Konzertmitschnitte nicht gesendet werden. Wiederholungen von Sendungen werden stark reglementiert. Nur Wortbeiträge dürfen archiviert werden. Automatische Senderwechsel, Rückspul- und Titelskipfunktionen und personalisierte Programme sind ebenfalls nicht mehr gestattet.</p>
<p>Die neuen Rahmenbedingungen begründen GEMA und GVL mit dem Gegenseitigkeitsvertrag zwischen den Verwertungsgesellschaften. Auch die wettbewerbsrechtlichen Prüfungen der EU-Kommission hätten dazu beigetragen.<br />
                          <br />
                          <em>&#8220;Ich glaube, man kann daran nichts mehr ändern. Doch alles steht und fällt mit den Teilnehmenden.&#8221;</em>, bemerkt Kurt Göttlicher. Viel Engagement zur Rettung des Internetradios haben die User bisher noch nicht gezeigt. Auf der Seite<br />
                          <a href="http://www.gvl-protest.de/meinungsagen.htm">GVL-Protest.de</a> kann man sich Banner downloaden und Protestmails an die GVL verfassen.</p>
<p>Gabi Reichel von Radio Hallosagen aus Nürnberg möchte den kleinen Sender unbedingt erhalten. Sie kritisiert jedoch die oft zu emotionale Kritik an der GVL.<br />
                          <em>&#8220;Es gab bis jetzt zu viele blinde Initiativen, die die Pferde scheu machen.&#8221;</em> Engelbert &#8220;Angel&#8221; Eichhorn vom Gothic-Sender<br />
                          <a href="http://www.r1live.de">r1.live.de</a> aus Erlangen will in den nächsten Tagen auf<br />
                          <br />
                          <a href="http://www.ich-will-webradio.de/">Ich-will-Webradio.de</a> eine Unterschriftenliste online stellen und eine große Kampagne zur Rettung der Internetradios lostreten.<br />
                          <br />
                          <em>&#8220;Die neue Verordnung verstößt gegen Artikel 5 im Grundgesetz. Wir haben bereits den Bundestag angeschrieben, werden auch das Kartellamt kontaktieren und 150.000 Flyer drucken. Wir sind bereit, Gebühren zu bezahlen. Die Schröpfungen der GEMA und GVL können wir aber nicht anerkennen. Bei unserem jetzigen Höreraufkommen hättten wir ab April kosten von 95.000 Euro. Da wir Serverkosten von 12.000 Euro im Jahr haben, sind wir auf Werbung angewiesen. Trotzdem ist das Radio für mich nur ein Hobby.&#8221;</em>.<br />
                          <br />Sowohl Radio Hallosagen als auch r1live gehören dem<br />
                          <a href="http://www.radioring.de/CMS/index.php?op=content&amp;m=15&amp;s=119">Radioring</a> an.</p>
<p>Der Radioring ist ein weltweiter Verbund von Internet-Radiosendern. Dieser setzt sich für die Förderung und Verbreitung des Mediums Internetradio ein und versucht auch gegenüber den Verwertungsgesellschaften, dem Gesetzgeber und den Medienanstalten die Interessen der Mitglieder durchzusetzen. Ob dessen Mitglieder auch nach dem 1. April 2005 noch im Netz zu hören sind, hängt zum großen Teil von deren Engagement ab.</p>
<p class="fett"></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Tauschbörse killed the Webradio-Star</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/internetradio-ein-neuer-stern-am-medienhimmel/netzkulturwebradio_business-shtml-2993/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[ffoelsch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Werbung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäftsmodell]]></category>
		<category><![CDATA[Personalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetradio]]></category>
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					<description><![CDATA[Weltweit gibt es mittlerweile unzählige Internetradios die sogenanntes Audio-Streaming anbieten. Die meisten dieser Anbieter strahlen ihr Programm auch über konventionelle Sendetechniken aus. Neben Medienunternehmen treten auch Entwickler von Streaming-Software und E-Commerce-Firmen als Anbieter von Webradio auf. Auch wenn die Anzahl dieser Angebote steigt: Reines Online-Radio hat – trotz fortgeschrittener Versuche und zahlreicher konzeptioneller Umsetzungen – nach wie vor experimentellen Charakter]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Weltweit gibt es mittlerweile unzählige Internetradios die sogenanntes Audio-Streaming anbieten. Die meisten dieser Anbieter strahlen ihr Programm auch über konventionelle Sendetechniken aus. Neben Medienunternehmen treten auch Entwickler von Streaming-Software und E-Commerce-Firmen als Anbieter von Webradio auf. Auch wenn die Anzahl dieser Angebote steigt: Reines Online-Radio hat – trotz fortgeschrittener Versuche und zahlreicher konzeptioneller Umsetzungen – nach wie vor experimentellen Charakter</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Obwohl dieses Geschäftsfeld noch vergleichbar jung ist, gibt es mittlerweile die unterschiedlichsten Erfahrungswerte der verschiedenen Anbieter dieser Medienangebote. Eine Erfolgsprognose für die Zukunft des Webradio-Marktes lässt sich davon jedoch nur bedingt ableiten.</p>
<p>                            <strong>Etablierte Medienunternehmen im Vorteil</strong></p>
<p class="normal">Klassische Medienumternehmen können Webradio-Angebote einerseits dazu einsetzen, um die Nutzerschaft gegenüber ihren traditionellen Angeboten zu erweitern. Webradio bedeutet aber auch, dass weltweit eine Zielgruppe für Nischenthemen gefunden werden kann, in der eine gewisse Zahlungsbereitschaft für Unterhaltung und Informationen zu einem bestimmten Thema besteht. Als Erlösquellen erschließen sich dem Anbieter damit vorrangig sowohl Werbe- als auch Abonnement-Einnnahmen.<br />
                            <br />Für Werbungtreibende ist vor allem die Möglichkeit einer Personalisierung von Webradio-Angeboten interessant, weil so Streuverluste, wie sie bei traditionellen audiovisuellen Medien nach wie vor in Kauf genommen werden müssen, auf ein Minimum reduziert werden können. Durch ein fokussiertes Themenspektrum lassen sich Markenbindung aber auch Kundentreue festigen bzw. erhöhen, so dass auch Werbung individuell zugeschnitten werden kann: &#8220;Mass Customization&#8221; wird für so Online-AV-Medien Realität. Überdies erhält das Versioning, d. h. die Mehrfachverwertung von Produkten bzw. Inhalten auf unterschiedlichen Plattformen, durch Webradio-Angebote eine zusätzliche Stufe der Produktdifferenzierung.<br />
                            <br />Auch darüber hinaus gehende (z. B. transaktionsbasierte) Business-Modelle sind theoretisch denkbar. Bisher positiv ausgewirkt hat sich der Umstand, dass Online-Radio-Anbieter bisher nicht den Beschränkungen des deutschen Rundfunkrechts unterlagen. Mit der Erhebung von Rundfunkgebühren auf Computer ab 2007 endet wohl diese paradiesische Experimentierphase.</p>
<p>
                              <strong>Die wesentlichen Angebotsformen im Webradio-Markt:</strong>
                            </p>
<ol>
<li>Hörfunksender (Rebroadcaster oder Web-Only-Anbieter):<br />
                              <br />Angebot von Hörfunksendern über das Internet, um a) einen größeren Nutzerkreis zu erreichen als den durch UKW-Ausstrahlung regional beschränkten; b) Zusatzangebote zu offerieren wie Chat, Gewinnspiele, etc. mit dem Ziel einer stärkeren Hörerbindung; c) neue Werbe- und Erlösquellen für den Hörfunk zu erschließen; d) reine Internet-Radios ohne Lizenzbeschränkung aufzubauen.<br />
                              </li>
<li>Musik-Portale (Integrierte Internetangebote zum Thema Musik):<br />
                              <br />Decken ein breites Themen- und Nutzungsspektrum ab, Inhalteangebote ergänzen häufig vorhandene Medien, Ziel des Anbieters ist oft, in allen Medien vertreten zu sein (&#8220;one brand – all media&#8221;). Beispiel:<br />
                              <a href="http://www.ejay.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ejay.de</a><br />
                              </li>
<li>Aggregatoren (Bündelung verschiedener Webcaster auf einer Website): Etablierung einer Internet-Website, die als Internet-Sender fungiert und dabei verschiedene Programme bündelt. Anbieter ist beispielsweise der Software-Hersteller und Streaming-Technologie-Dienstleister RealNetworks<br />
                              </li>
<li>Special-Interest-Kanäle bzw. -Dienstleister (stark spezialisierte Angebote): Das Beispiel Momac (<br />
                              <a href="http://www.momac.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.momac.net</a>) zeigt, in welche Richtung neuartige Angebote gehen. Momac versteht sich als Content-Syndicator für unterschiedlichste Anwendungen (Radio, Internet, Telefon etc.)</li>
</ol>
<p>In all diesen Bereichen tummelten sich zu den anarchischen Anfangsjahren des Internet-Zeitalters die unterschiedlichsten Anbieter. Reine Webradios (siehe 1.) wie die Webradio-Pioniere www.cyberradiotv.de oder auch www.cyberchannel.de und das innovative, weil kompakte Spartenangebot www.youwant.com sind als Angebotsformen von Markt ebenso schnell wieder verschwunden, kaum dass sie zu streamen angefangen hatten.</p>
<p>Nach wie vor auf dem Online-Markt aktiv sind dagegen die öffentlich-rechtlich oder privatwirtschaftlich finanzierten Online-Angebote der Hörfunksender, die das Internet als ergänzenden (und inhaltlich aufgerüsteten) Vertriebskanal für ihr bestehendes Programm nutzen. Das simple Angebot Live-Stream plus Sendeschema, Mitarbeiter-portraits inklusive Playlists und Hörerforen hat den Totentanz der ersten Phase des Internet-Ökonomie überlebt (sehr gutes Beispiel:<br />
                            <a href="http://www.radioeins.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.radioeins.de</a>). Selbst von dem von Enthusiasten viel beachteten ambitionierten Sparten-Webradio-Projekten<br />
                            <a href="http://www.pseudo.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.pseudo.com</a> oder<br />
                            <a href="http://www.spinner.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spinner.com</a> ist nicht viel bzw. im Fall von Spinner nur ein Tool von Netscape (Radio Netscape) übrig geblieben, ohne den Hauch einer Refinanzierungschance.</p>
<p>Die Frage, die bleibt, ist: Warum waren die unterschiedlichsten anderen Anbieter (und mit ihnen die verschiedensten Business-Modelle) nicht erfolgreich? Die Antwort lautet kurz und knapp: MP3-Online-Tauschbörse killed the (Online-)Radio-Star – Warum soll ich mir ein Programm online anhören, das ich terrestrisch leicht und überall empfangen kann (UKW) und das mir auch noch regionale Nachrichten inkl. Wetter und Verkehrsinfos liefert bzw. warum ein vorgegebenes Programm online hören, wenn ich meine Lieblingstitel als MP3-File kostenlos bekomme und per PC-Player beliebig kombinieren kann?</p>
<p>Trotz der Vorteile von Webradio, die im wesentlichen auf den beiden Aspekten a) regional unbegrenzte Verbreitung von Inhalten und b) mögliche individuelle Ansprache von Nutzern basieren, konnten sich Anbieter bislang nicht am Markt behaupten.<br />
                            <br />Die Möglichkeit der Spezialisierung und der Personalisierung von Angeboten sollte eigentlich – soweit die Theorie – eine sehr gute Chance darstellen, eine hinreichend große Anzahl von Rezipienten für &#8220;Very-Special-Interest&#8221;-Angebote (z. B. als Pay-Webradios) zu gewinnen. Damit würden durch das Internet erstmals Mesomedien-Angebote (mit zwischen 1.000 und 100.000 Nutzern) ökonomisch attraktiv.</p>
<p>Experten gingen davon aus, dass klassische Radioprogramme, die auch über das Internet verbreitet werden, es schwer haben werden, mit lernenden Angeboten (wie Spinner eines war) mitzuhalten, die durch den Einsatz von Kollaborativer-Filter-Software in der Lage sind, die Bedürfnisse der Nutzer immer besser zu bedienen. Eine Idee war daher, dass sich alle Webcaster Gedanken darüber machen sollten, wie eine Personalisierungsmöglichkeit auch Teil ihrer Online-Strategie werden kann. Doch die Nutzer blieben bei Ihren Wellen, die sie kennen und schätzen gelernt haben. Selbst technische Fortschritte und damit kostengünstigeres Anbieten von sogenannten Streams haben die Nutzer sich nicht umhören lassen. Auch die Werbekunden sind den klassischen Musikangeboten treu geblieben. Werbung ist weiterhin der starke Motor von Angebotsformen, alternative Finanzierungskonzepte hatten nicht einmal die Zeit, &#8220;Buh!&#8221; zu machen.<br />
                            <br />Die Konsequenz: Sich im Online-Radio-Markt erfolgreich zu tummeln ist für bereits bestehende (terrestrisch) verbreitete Rundfunkanbieter weiterhin sehr einfach. Reine Online-Radios versuchen eher den Sprung in die Frequenzskala als umgekehrt. Aktuelle Beispiele findet man im Radio-Haifischbecken Berlin:<br />
                            <a href="http://www.twenfm.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.twenfm.org</a> und<br />
                            <a href="http://www.motor.de/motorfm" target="_self" rel="noopener noreferrer">www.motor.de/motorfm</a> haben aus den Anfangsfehlern gelernt, die um die Jahrtausendwende zahlreich produziert wurden. Sie machten von sich reden während sie zunächst nur online sendeten, bewarben sich um klassische UKW-Frequenzen und erreichen nun mit diesen endlich die Massen und die nach wie vor für eine Refinanzierung wichtigen Werbekunden. Denn bisher gibt es kaum Anzeichen dafür, dass Werbungtreibende ihre Aktivitäten in hohem Umfang von den traditionellen Massenmedien hin zu Online-Medien verlagern. Werbeausgaben werden immer noch hauptsächlich reichweitenorientiert und eher weniger zielgruppenorientiert – d.h. nach quantitativen und weniger nach qualitativen Gesichtspunkten – getätigt.</p>
<p>Gerade das Beispiel Musiklabel (Motor Music) gründet Online-Radio &amp; Download-Shop und bekommt eine (halbe) Frequenz in Berlin (106,8 UKW) klingt vielversprechend. Der nächste Expansionsschritt lautet (da UKW-Frequenzen ein sehr, sehr knappes Gut sind): Ich werde Content-Syndicator bei weiteren Wellen und sorge für weitere (bundesweite) Verbreitung. Die Abschlussfrage &#8220;What’s next?&#8221; kann mit einem klaren &#8220;To the horizon – and beyond!&#8221; beantwortet werden.</p>
<p class="normal">
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mit voller Wucht auf analogem Fuß voran</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/internetradio-ein-neuer-stern-am-medienhimmel/netzkulturwebradio_renner1-shtml-2848/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[File Sharing]]></category>
		<category><![CDATA[Musicload]]></category>
		<category><![CDATA[Kopierschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Motor FM]]></category>
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					<description><![CDATA[Am 1. Januar 2005 wird der neue Radiosender Motor FM auf der Berliner Frequenz 106,8 auf Sendung gehen. Der Kopf dahinter: Tim Renner, ehemaliger Chef des Musikgiganten Universal Deutschland. Das Businessmodell dahinter: Die Hörer sollen die Musik, die gerade im Radio läuft, kostenpflichtig aus dem Internet downloaden können. Derzeit hat die Internetplattform motor.de nach Angaben der Betreiber bis zu 15.000 Visits am Tag, den 14-tägigen Newsletter erhalten 35.000 Nutzer. politik-digital.de sprach mit Renner über die Zukunft des Online-Radios, über sein Businessmodell und über die Verzahnung des hauseigenen Labels „Motor“ mit dem geplanten Radiosender]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Am 1. Januar 2005 wird der neue Radiosender Motor FM auf der Berliner Frequenz 106,8 auf Sendung gehen. Der Kopf dahinter: Tim Renner, ehemaliger Chef des Musikgiganten Universal Deutschland. Das Businessmodell dahinter: Die Hörer sollen die Musik, die gerade im Radio läuft, kostenpflichtig aus dem Internet downloaden können. Derzeit hat die Internetplattform motor.de nach Angaben der Betreiber bis zu 15.000 Visits am Tag, den 14-tägigen Newsletter erhalten 35.000 Nutzer. politik-digital.de sprach mit Renner über die Zukunft des Online-Radios, über sein Businessmodell und über die Verzahnung des hauseigenen Labels „Motor“ mit dem geplanten Radiosender</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                            <strong><br />
                              <strong>politik-digital.de:</strong><br />
                            </strong> Herr Renner, was würden Sie sagen, wenn das Label „Universal“ eine der seltenen Radiofrequenzen beantragt und dann auch bekommt? Wäre die Gefahr gegeben, dass Universal den Radiosender nutzt, um eigene Produkte zu verkaufen?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Nicht wirklich, weil ich annehmen würde, dass Universal sich vorher eingehend genug mit Radio beschäftigen würde um zu wissen, dass das Medium nicht funktioniert, wenn man es zum Promotionkanal der eigenen Musik degradiert. Auch bei Viva hat das die Musikwirtschaft schnell begreifen müssen: Es war da mitnichten so, dass die Gesellschafter, also die Labels, dort anrufen konnten um zu sagen „nimm dieses und jenes auf die Rotation.“</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> „Motor“ hat gerade eine Frequenz bekommen, die 106,8, auf der ab 1.1.2005 der Sender „Motor FM“ senden wird. Ist das nicht das gleiche? Schließlich ist auch „Motor“ ein Label.</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Motor starten wir wieder komplett neu. Wir haben uns den<br />
                            <img decoding="async" height="104" src="../../images/renner_10.jpg" width="69" align="right" alt="" /> Namen „Motor“ gesichert, aber leider nicht die Künstler die früher dort veröffentlicht haben. Das neue Motor hat gerade mal drei Gruppen unter Vertrag. Später werden es vielleicht sieben sein. Davon kann man kein Radio-programm machen, das ist viel zu wenig. Motor wird also Motor FM nicht nutzen, um die eigene Musik zu spielen. Unser Ziel ist, das zu spielen, was wirklich interessant ist.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Laut Selbstbeschreibung sieht sich Motor Music als &#8220;Die Guten&#8221;. Worauf gründet sich so ein Selbstbild? Motor = Underground?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Das Selbstbewusstsein, erwächst aus der Schwäche des Marktes: Es gibt jede Menge Stagnation, allgemeines Verharren, allgemeine Angst, sich überhaupt zu bewegen. Und Motor ist hoffentlich frech genug, alles zu riskieren. Zudem haben wir alle Erfahrung in diesem Bereich, Erfahrung als Major und als Indie. Was wir wollen ist: Etwas in Bewegung bringen. Deshalb sind wir „die Guten“.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wer bei Motor Musik kaufen und downloaden will, wird seit dem 1. Dezember zum Musikportal musicload von T-Online weitergeleitet. Nich gerade ein kleiner Player, mit dem Sie da gerade kooperieren. Wie verträgt sich das mit dem propagierten Motor-Image, dass man die kleinen und deutschen und Newcomer-Bands fördern will?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Da wir grosse Systeme kennen, haben wir vor ihnen auch in der Kooperation keine Angst. In der Off-Air-Phase testen wir Musicload, ob das dann auch der dauerhafte Partner für Motor FM sein wird, muss sich zeigen. Fest steht, einer muss die Aufgabe des Download-Providers erfüllen. Möglichst ist das jemand, der die Musik von den Majors bereits lizensiert hat. Ich denke, auf Dauer wird Motor, um seinen eigenen Ansprüchen gerecht zu werden, immer eine Mischung von Partnern haben müssen: Einen großen Player, der die Lizenzen der vier Majors mitbringt, und kleine Player, mit denen die Indies selbständig agieren können. Motor kann nicht ignorieren, wenn eine wichtige Independent-Platte bei einem Major rauskommt. Das ist einer der Knackpunkte, die wir organisiert bekommen müssen.</p>
<p>                            <strong>politik-digital.de:</strong> Mit welchem Major werden Sie denn in Zukunft zusammenarbeiten?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Wir werden mit dem Major Player im Downloadmarkt zusammenarbeiten, der sich am ehesten bereit zahlt &#8230; äh!&#8230; zeigt &#8230; (das war jetzt ein echter freudscher Versprecher) auch Grundkosten zu übernehmen, die man ja einfach hat.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Sie haben gesagt man braucht im Moment noch die analoge Welt, um die digitale zu forcieren. Worauf fokussieren Sie sich den nun tatsächlich?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Wir planen zweigleisig, aber wir marschieren mit voller Wucht mit dem analogen Fuß voran. Wir glauben zwar daran, dass man sich über absehbare Zeit mit Downloads finanzieren kann und sind auf dem Weg dahin. Bis es so weit ist, braucht man aber einen analogen Transmissionsriemen, um es digital zu schaffen. Derzeit haben wir in Deutschland noch nicht genug bezahlte Downloads, die ein nur auf diesen Bereich bezogenes Business erlauben. Um da Schwung reinzubringen, muss man eben analog sehr stark sein – von dort aus muss man dann den digitalen Markt erschließen. Wir wären auch mit unseren Kräften überfordert, rein auf die digitale Schiene zu setzen. Gerade in der Anfangsphase werden wir noch nicht alles liefern können.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Heißt das, der Internetbereich bleibt zunächst nur eine Option? Im Moment soll der terrestrische Sender aufgebaut werden?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Der terrestische Sender definiert den Inhalt und ohne den machen die Funktionen des Netz wenig Sinn. Ja, insofern ist das der richtige Eindruck. Erst muß man Energie haben, dass der Sender überhaupt sendet und ein spannendes Programm macht. Dann kannst du an die Optimierung der Möglichkeiten gehen, die du im Internet hast. Es ist eben nicht so, das du dich von heute auf morgen über das Internet finanzieren können wirst. Erstmal muß ich deine Aufmerksamkeit als Verbraucher bekommen. Das geht nur, indem ich ein Programm hinlege, das richtig gut ist und das die Hörer mitlaufen lassen, während sie am PC sitzen. Zuerst muss der Inhalt stimmen, dann kommt die technische Komponente. Da werden sicher noch sehr viele Kämpfe ausgetragen werden müssen. Denn auf Dauer ist nur eine Lösung befriedigend, bei der wir die Musik, die für uns interessant ist, auf einer Plattform vereinigen können. Die Preisgestaltung muss stimmen, die technischen Standards müssen stimmen und die Relevanz muss stimmen.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Was meinen sie mit Relevanz?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Also, politik-digital.de zum Beispiel ist ja fast schon ein konservativer Ansatz: Ihr interessiert Euch erst mal für die Inhalte, dann erst für die Verbreitung in der Fläche. Das ist, glaube ich, der richtige Ansatz, weil er für Relevanz und Glaubwürdigkeit sorgt. So geht Motor FM auch vor. Am besten wäre, wenn Motor FM eine Stärke entwickelt, dass auch die Majors nicht darum herum kommen, zu sagen, dass ihre Independent-Musik bei uns gespielt werden muss, um relevant zu sein. Dadurch würde man ja eine gewisse Unantastbarkeit bekommen.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Es gibt ja grob gesagt drei Formen des Internet-Radio: Die, die ihr Programm einfach live im Netz mitlaufen lassen; die, die ein zeitversetztes Hören einzelner Sendezeiten erlauben. Und dann gibt es noch Sender, die ein interaktives Eingreifen in den Programmverlauf &#8211; also auch das Anspielen einzelner Lieder &#8211; erlauben. Welchen Weg wird Motor FM im Internet wählen?</p>
<p>
                            <strong>Tim Renner:</strong> Erstmal werden wir im Internet das Programm live streamen. Fragen, wie der Konsument selbst das Programm verengen oder interaktiv darauf reagieren kann, sind nicht vertagt, aber sie sind auf der Tagesordnung nicht auf den ersten beiden Plätzen.</p>
<p>
                              <strong>Weiter zum<br />
                              <a href="webradio_renner2.shtml">zweiten Teil</a> des Interviews mit Tim Renner</strong>
                            </p>
<p>
                              
                            </p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Streamripping, Gefahr für die Musikindustrie?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[criepe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[Streamripper]]></category>
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		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
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		<category><![CDATA[Internetradio]]></category>
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					<description><![CDATA[Das wachsende Angebot an kommerziellen und privaten Internetradios eröffnet dem Hörer eine neue Programmvielfalt. Brauchte man noch vor einigen Jahren einen Weltempfänger, um internationale Radiostationen zu empfangen, so stehen einem heute mit einem Klick ins World Wide Web eine unüberblickbare Anzahl von Internet-Radio-Sendern zur Verfügung. Viele Sender strahlen ihr Musikprogramm rund um die Uhr und dazu in bester Klangqualität aus]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Das wachsende Angebot an kommerziellen und privaten Internetradios eröffnet dem Hörer eine neue Programmvielfalt. Brauchte man noch vor einigen Jahren einen Weltempfänger, um internationale Radiostationen zu empfangen, so stehen einem heute mit einem Klick ins World Wide Web eine unüberblickbare Anzahl von Internet-Radio-Sendern zur Verfügung. Viele Sender strahlen ihr Musikprogramm rund um die Uhr und dazu in bester Klangqualität aus</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">Die Musikindustrie steht dieser Entwicklung allerdings skeptisch gegenüber. Sorgen bereitet ihr weniger die Zunahme von Internetradio-Stationen als vielmehr die zunehmende Verbreitung von sogenannten Streamripper-Programmen.</p>
<p>
                              <strong>Ersetzt das Internet-Radio die illegalen Tauschbörsen?</strong>
                            </p>
<p>Streamripper-Programme könnten in Kombination mit dem Internetradio die illegalen Tauschbörsen ablösen. Die meisten Internet-Radio-Stationen übertragen jeweils auch Informationen über den Interpreten und den Titel an den geneigten Hörer. Dies machen sich auch die Streamripper-Programme zu Nutze, die mittlerweile in verschiedenen Ausführungen kostenlos im Netz verfügbar sind. Früher musste man noch gebannt vor dem Radio sitzen und schnell die REC-Taste seines Kassetten-Recorders bedienen, wenn der Lieblingssong gespielt wurde. Heute übernimmt diese Arbeit ein Streamripper-Programm. Es durchsucht gezielt das WWW nach einem Radio-Stream, der den gewünschten Titel spielt und speichert diesen im MP3-Format auf der heimischen Festplatte ab.</p>
<p>Die Nachfrage nach Streamripper-Programmen scheint groß zu sein. Mit der Eingabe des Begriffs Streamripper bei<br />
                            <a href="http://www.download.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">download.com</a>, erfährt man, dass allein die meistgefragteste Ripperversion rund 370.000 mal pro Woche downgeloaded wurde. Das Internet-Radio und die Streamripper-Programme könnten somit den illegalen Musiktauschbörsen Konkurrenz machen. Schließlich ist die Aufzeichnung von Internet-Radio-Programmen mit Hilfe der Streamripper &#8211; bis jetzt &#8211; vollkommen legal.</p>
<p>Doch dies könnte sich bald ändern. Denn die ohnehin angeschlagene Musikindustrie sieht nach den illegalen Musiktauschbörsen nun in der Kombination aus Internetradio und Streamripper die nächsten Umsatzeinbußen auf sich zukommen. So fordert der amerikanische Musik-Branchenverband Recording Industry Association of America (<br />
                            <a href="http://www.riaa.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RIAA</a>), einen Kopierschutz für US-Internetradios. Zwar soll dann immer noch die Aufnahme von Internetradio-Programmen möglich sein, ein Herausschneiden einzelner Lieder aber dadurch unterbunden werden. Ebenso soll dieser Kopierschutz den Tausch von aufgenommenen Internet-Radio-Material unmöglich machen.</p>
<p>Hierzulande teilen die deutschen Phonoverbände (<br />
                            <a href="http://www.ifpi.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ifpi</a>) die Befürchtung ihrer amerikanischen Branchenkollegen. Bedrohliche Züge nehme das Kopieren von Rundfunksendungen und Internetradioprogrammen mit Hilfe &#8216;intelligenter&#8217; Aufnahmesoftware an, warnt Gerd Gebhardt, Bundesvorsitzender der deutschen Phonoverbände. Aber anders als die RIAA fordert die ifpi keinen Kopierschutz für die Internetradios, sondern ein generelles Verbot intelligenter Aufnahmesoftware für Internet-Radio-Programme.</p>
<p>Das Verbot soll, wenn es nach dem Willen der Phonoverbände ginge, in den Regierungsentwurf zur Novelle des Urheberrechtsgesetzes aufgenommen werden. „Hier muss der Gesetzgeber konsequent tätig werden, wenn er der technischen Entwicklung nicht dauernd hinterherhinken will“, resümiert Gebhardt.</p>
<p>
                              <strong>Die GEMA und das Internetradio</strong>
                            </p>
<p>Im Gegensatz zur Musikindustrie dürfte die<br />
                            <a href="http://www.gema.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GEMA</a> von dem wachsendem Angebot der Radios im Internet profitieren. Denn deren Betreiber müssen, ähnlich wie herkömmliche Rundfunkstationen, Gebühren an die GEMA entrichten. Je nach technisch möglichen Hörerzahlen, Programmgestaltung und Sendezeit beläuft sich diese Gebühr auf 25 bis 3.000 Euro pro Monat. Zwar ist der Anteil der Webradios an den gesamten Einnahmen der GEMA mit 0,15 Promille noch relativ gering, doch die Anzahl der von der GEMA lizensierten Webradios steigt stetig. Waren 2001 lediglich 80 Web-Radios bei der GEMA in Deutschland gemeldet, so sind es 2004 bereits 450.</p>
<p>„Kleine” und nicht kommerzielle Internetradio-Sender, denen die GEMA Gebühren zu teuer sind oder die einfach nicht bereit sind, diese zu entrichten, umgehen die Gebühren indem sie ausschließlich GEMA-freie Musikstücke spielen. Dadurch erhalten Musiker jenseits des Mainstreams eine Plattform, um sich einem breiterem Publikum vorzustellen. Die Vielfalt der Programme wächst also durch die Internet-Radios – ob mehr Masse auch mehr Klasse bedeutet, entscheiden die Hörer.</p></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Internetradio &#8211; das Ende eines Hypes?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/netzkulturwebradio_zukunftgoldhammer-shtml-2740/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
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		<category><![CDATA[Marketinginstrument]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können - natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Das Internetradio galt in Zeiten der Goldgräberstimmung als das Radio der Zukunft. Jeder sollte sein eigenes Programm bestimmen und on demand abfragen können &#8211; natürlich kostenlos. politik-digital.de hat den Internetradio-Experten Prof. Klaus Goldhammer zu den Hypes und Flops der Vergangenheit und den Chancen für die Zukunft des Internetradios befragt</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Zu Beginn der so genannten &#8216;New Economy&#8217; wurde eine große Nachfrage nach dem &#8220;neuen&#8221; Internetradio prognostiziert. Was waren die größten Hypes zu Beginn der Webradios?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Plötzlich war es über das Internet möglich, eine unendliche Vielzahl von Radiostationen ins Rennen zu schicken. Man war nicht mehr an die sehr geringe Bandbreite des UKW-Spektrums gebunden, die in aufwändigen Verfahren vergeben werden. Statt dessen hatte jeder auch mit sehr geringen Mitteln die Möglichkeit, einen eigenen Sendern, ein eigenes Programm zu verbreiten. Und noch viel reizvoller erschien die Möglichkeit, das Programm zu personalisieren, also auf die eigenen Vorlieben zuschneiden zu können. Gleichzeitig profitierte man natürlich als Rezipient von der großen Zahl an Webradiosendern, die einem alles bot: Von tibetanischer Gongmusik bis zu afrikanischem Freejazz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Es sind so viele Ideen aufgetaucht und wieder verschwunden &#8211; was waren die größten Irrglauben der Webradioszene?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Einer der größten Irrtümer war sicherlich, dass man mit einem Webradio nicht nur schnell ein neues Programm aufbauen, sondern auch schnell dankbare Werbepartner finden würde, um die Investitionen schnell rückverdienen könnte. Und noch seltener wurde bedacht, dass es für Internet-Broadcaster keine Senderflatrate gibt, wie im klassischen Rundfunk. Dies heißt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzlichen Datentraffic und damit zusätzliche Kosten. Diese Linearität bekommt man ab einem bestimmten Punkt schwer in den Griff. Viele Radiostationen verschwanden daher genauso schnell wie sie kamen.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Wie können Webradios ihre multimediale Plattform besser ausnutzen und statt einfacher Audiostreams einen echten Mehrwert bieten?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Mit zunehmenden Bandbreiten gibt es mehr und mehr die Möglichkeit, neben den Audiostreams auch Bilder, Musikvideos oder TV-Werbespots mitzusenden und so das anzubieten, was die Musiksender immer seltener tun und die Plattenlabel zunehmend anbieten. Musik und Bewegtbild im Doppelpack. Gleichzeitig gibt es auch bezüglich des individuellen Zuschnitts der Musik auf den Hörer noch echtes Entwicklungspotenzial.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Die Idee des personalisierten Internetradio gab es ja schon früher. Was ist denn aus dieser Idee geworden?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Das Internet bietet dem User eine riesige Auswahl von Radiosendern mit allen erdenklichen Stilrichtungen, so dass tatsächlich jeder die Möglichkeit hat ein Programm nach eigenem Geschmack auszuwählen. Abseits der „klassischen“ Streams kann der User bei verschiedenen Sendern zudem eine Vorauswahl der angebotenen Bands treffen (falls man z.B. gerne Brit-Pop hört, aber die Band Oasis nicht mag, kann man diese somit „aus dem Programm klicken“). Ein „echtes“ auf den einzelnen Hörer zugeschnittenes Individualradio steht jedoch noch aus, hätte aber sicher seinen Reiz.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Welchen Anteil hat Internet-Radio am Gesamtmarkt heute, gibt es verlässliche Hörerzahlen? Stellen Internet-Radios überhaupt einen spürbaren Werbemarktanteil dar?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Im Vergleich zur Gesamthörerzahl der einzelnen Sender liegt die Hörerzahl der Internetstreams im Promillebereich. Sie dienen den klassischen Radiostationen in erster Linie als Marketinginstrument für den Offline-Sender, so dass diese eher dazu beitragen, die Werbeerlöse des klassischen Senders zu erhöhen. Verlässliche Hörerzahlen gibt es dabei nicht. Manche Sender in den USA sprechen aber davon, dass sie bis zu 60 oder 80.000 parallele Hörer haben. Das ist schon recht ordentlich.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Woran liegt es denn, dass Radio nach wie vor so wenig über Internet genutzt wird &#8211; ist das Angebot nicht qualitativ genug, ist die Technik nicht ausgereift, oder sind die Zuhörer schlichtweg zu bequem?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Tatsächlich liegt die Qualität der Radiostreams zu weiten Teilen unterhalb der eines normalen Radios. Zum anderen verfügen viele User bisher noch nicht über die nötigen Bandbreiten, um einen Radiostream dauerhaft abspielen zu können. Bei einer Modemverbindung kommt die Kostenfrage hinzu. Viele Streams sind zudem oft überlastet (so bietet Radio Eins beispielsweise nur 500 Hörern die gleichzeitige Nutzung), so dass man sich nicht jederzeit einwählen kann. Insgesamt ist der Zugriff im Vergleich zum Radio recht umständlich und zeitaufwändig. Außerdem ist das Internet an vielen Orten an denen klassischerweise das Radio genutzt wird (Auto/Badezimmer/Küche) in weiten Teilen noch nicht präsent. Aber wenn Sie sich umhören, was junge Menschen mit einem DSL-Anschluss so treiben, ist Internet-Radio schon oftmals dabei.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Werden Webradios und klassische Radiosender Ihrer Meinung nach auf längere Sicht verschmelzen?</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Bereits jetzt ist nahezu jeder klassische Radiosender auch im Internet vertreten. Aber eine „Verschmelzung“ ist das nicht, sondern die Erschließung eines neuen Vertriebsweges. Das Internet stellt für das klassische Radio in erster Linie doch ein Marketinginstrument (zur Gewinnung von Marktforschungs-ergebnissen sowie zur Hörer-Bindung) dar. Darüber hinaus werden aber die ausschließlich im Web vertretenen Sender auch weiterhin einen großen Teil der Webradionutzer auf sich ziehen. Gleichzeitig wird auf absehbare Zeit auch das klassische Radio in der jetzigen Form erhalten bleiben.</p>
<p>
                            <strong>politik-digital.de:</strong> Haben die Webradios Ihrer Meinung nach eine Zukunft? Und wie könnte sie aussehen??</p>
<p>
                            <strong>Klaus Goldhammer:</strong> Wenn eventuell in fünf bis zehn Jahren wir in jedem einen Breitband-Internetzugang über DSL- oder Kabel als Flatrate haben, und im Wohnzimmer ein Computer steht auf dem die eigene Musik und Videosammlung verwaltet und das Fernsehprogramm gesteuert wird, so wäre es auch nicht unwahrscheinlich, dass in diesem Bereich ein gewisser Teil des Radioangebotes auch irgendwann aus dem Internet genutzt wird – Wenn nicht bis dahin iTunes und Konsorten die modernere Form des Radios geworden sind. Ein vollständiger Ersatz des klassischen Radios wird es aber wohl auch auf längere Sicht nicht werden. Bis es soweit ist, wird das Webradio im Sinne eines Meso-Mediums, das kleinere sehr spezielle Zielgruppen mit einem ausgesuchten Programm erreicht, parallel zum klassischen Radio weiter bestehen. Und weiter gilt das ökonomische Grundproblem, das es zu lösen gilt: Jeder zusätzliche Nutzer bedeutet zusätzliche Kosten. Eine Million Hörer möchte ich über das Internet nicht finanzieren müssen.</p>
</p>
<p class="fett">Prof. Klaus Goldhammer ist Professor für Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule in Köln und Geschäftsführer der Medienberatung Goldmedia GmbH Media Consulting &amp; Research</p>
<p class="fett">
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Internetradio in Deutschland &#8211; ein Überblick</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jsteiner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
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					<description><![CDATA[Etlliche deutsche Radiosender strahlen ihr Programm im Internet aus. Die ersten Angebote entstanden Mitte der neunziger Jahre. Etwa die Hälfte der Programme sind reine Webradios mit kommerzieller Ausrichtung. Diese kommen meist ohne Redaktion aus und spielen von Trailern und Jingles unterbrochene Playlists ab. Das Label der Fantastischen Vier, Four Music, nutzt das eigene 
                            Four Radio zur Promotion seiner Platten und Konzerte]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Etlliche deutsche Radiosender strahlen ihr Programm im Internet aus. Die ersten Angebote entstanden Mitte der neunziger Jahre. Etwa die Hälfte der Programme sind reine Webradios mit kommerzieller Ausrichtung. Diese kommen meist ohne Redaktion aus und spielen von Trailern und Jingles unterbrochene Playlists ab. Das Label der Fantastischen Vier, Four Music, nutzt das eigene<br />
                            <a href="http://www.fourradio.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Four Radio</a> zur Promotion seiner Platten und Konzerte</p>
<p><!--break--></p>
<p class="normal">In den letzten Jahren sind auch bundesweite Anstalten wie<br />
                            <a href="http://www.dradio.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschlandradio Berlin</a>,<br />
                            <a href="http://www.deutschlandfunk.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschlandfunk</a> und<br />
                            <a href="http://www.dwelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Welle</a> dazu übergegangen, ihre Sendungen als Livestream oder Audio on Demand zur Verfügung zu stellen. Auch die öffentlich-rechtlichen Hörfunkprogramme der Länder und nahezu alle regionalen Privatsender nutzen das Internet als Zweitverwertungsmedium. Ausländische Programme wie die<br />
                            <a href="http://www.bbc.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BBC</a>,<br />
                            <a href="http://www.npr.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NPR</a> und<br />
                            <a href="http://www.voa.gov" target="_blank" rel="noopener noreferrer">VOA</a> oder<br />
                            <a href="http://www.erf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">religiöse</a> Stationen wie der Evangeliumsrundfunk sind schon seit langer Zeit in deutscher Sprache über das Internet hörbar. In Deutschland werden auch Webradio-Programme für das Ausland produziert. Ein Beispiel dafür ist<br />
                            <a href="http://www.telephonefm.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">telephone.FM</a>. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes und der Friedrich-Ebert-Stiftung wird in Berlin seit Sommer 2004 täglich ein 90-minütiges, arabisches Programm für den Irak erstellt.</p>
<p>Besonders für die knapp vierzig<br />
                            <a href="http://www.freie-radios.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freien Radios</a> in Deutschland ist das neue Medium Webradio von besonderer Wichtigkeit. Der Kampf um die raren terrestrischen Frequenzen ist hier ohne Bedeutung.</p>
<p>Das Internet bietet die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Beiträge auszutauschen. Dazu wurde die Plattform<br />
                            <a href="http://www.freieradios.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FreieRadios.net</a> geschaffen. Hier können Reportagen, Features, Hörspiele und Berichte hoch- und runtergeladen werden. Dies geschieht unter Verwendung offener Formate wie ogg vorbis und unter der GNU Open Publishing Lizenz. Auch bei Großveranstaltungen und wichtigen Ereignissen kann Webradio zum schnellsten Medium werden. Während der Proteste gegen den G8-Gipfel in Evian, den Aktionstagen gegen den Irakkrieg oder der NATO-Konferenz in München sendeten Aktivistinnen und Aktivisten des unabhängigen Nachrichtennetzwerks<br />
                            <a href="http://de.indymedia.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Indymedia</a> ein Live-Programm im Internet. Dieses wurde von vielen freien Radios übernommen.</p>
<p>Die neue peer2peer-Technologe eröffnet besonders den freien Radios neue Möglichkeiten. Bisher benötigte man zum Senden von Livestreams einen Server mit großer Bandbreite. Mit der Popularität eines Webradios stiegen Netzlast und Kosten. Das unabhängige Projekt PeerCast.org macht es möglich, dass man nur noch die Bandbreite nutzt, um den Stream an eine andere Person zu schicken. Diese streamt die Sendung weiter an den nächsten Client. Verfügt jemand über viel Bandbreite, können mehrere Personen auf dessen Stream zugreifen. Auch kann er als Puffer für andere Streams dienen.</p>
<p>Alles was man zum Hören braucht, ist ein Rechner mit schneller Internetanbindung, Soundkarte und ein Medienabspielprogramm wie WinAmp, RealPlayer, WindowsMedia Player, Xine oder xmms. Selbst zur Radiomacherin oder zum Radiomacher im Internet zu werden ist nicht mehr schwerer, als eine e-mail zu schreiben. Der Weg zu den unbeliebten und schlecht ausgestatteten Offenen Kanälen erübrigt sich. Radioprojekte wie<br />
                            <a href="http://www.reboot.fm/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reboot.fm</a> aus Berlin haben bereits Pionerarbeit geleistet. Man braucht sich nur noch einen Sendeplatz aussuchen und von einem der Editoren freischalten lassen. Dann kann man sein Programm bequem an einem Ort seiner Wahl produzieren und hochladen. Einzelne Beiträge kann man ohne Probleme auf der Seite FreieRadios.net hochladen. Die Chance, dass andere Freie Radios darauf zurückgreifen, ist enorm hoch.</p>
<p>Webradio in Deutschland steht für eine Programmvielfalt, die das terrestrische Radio bisher nicht bieten konnte. Die Ansätze und Konzepte der einzelnen Anbieter sind verschieden, die Möglichkeiten für praktizierte Demokratie im Netz sind weit gefächert und groß, doch den meisten Internet Usern bislang unbekannt.</p>
<p>Am 01. April 2005 könnten viele der neuen Webradios verschwinden. An diesem Tag tritt die<br />
                            <a href="http://www.radioring.de/CMS/index.php?op=content&amp;m=14&amp;s=117">neue Gebührenregelung</a> der<br />
                            <a href="http://www.medienkultur.org/sm1/popsong/ha/">GEMA</a> und der<br />
                            <a href="http://www.gvl.de">GVL</a> in Kraft. Das kostenfreie Speichern von Musik, automatischer Senderwechsel, personalisierte Programme, Rückspul- und Titelskip-Funktionen werden dann nicht mehr erlaubt sein.<br />
                            <br />Anhänger des<br />
                            <a href="http://www.radioring.de">Radiorings</a> initierten als Protest gegen die neue Verordnung die Netzkampagnen<br />
                            <a href="http://www.ich-will-webradio.de">Ich will Webradio</a> und<br />
                            <a href="http://www.gvl-protest.de">GVL-Protest</a>. Sie halten die Neuregelung für einen schweren Einschnitt in die Meinungs- und Pressefreiheit.</p>
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		<item>
		<title>Linkliste Internetradio</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/netzkulturwebradio_linkliste-shtml-2809/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[criepe]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Dec 2004 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetradio - ein neuer Stern am Medienhimmel?]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internetradio]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Angebot an Internetradios ist mittlerweile so groß geworden, 
                            dass ein Überblick über den ganzen Markt unmöglich scheint.
                            Daher hat politik-digital.de eine kommentierte Linkliste zusammengestellt, die neben weiterführenden Übersichtslinks auch die Angebote einzelner Internetradios widergibt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Das Angebot an Internetradios ist mittlerweile so groß geworden,<br />
                            <span class="fett">dass ein Überblick über den ganzen Markt unmöglich scheint.<br />
                            <br />Daher hat politik-digital.de eine kommentierte Linkliste zusammengestellt, die neben weiterführenden Übersichtslinks auch die Angebote einzelner Internetradios wide</span>rgibt.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                            <strong>Weiterführende Linklisten:</p>
<p></strong><br />
                            <a href="http://www.shoutcast.com/index.phtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.shoutcast.com/index.phtml</a><br />
                            <br />Diese Seite bietet ein Sammelsurium von tausenden von Internetradio-Sites. Neben der Möglichkeit Radiostationen nach Genre ordnen zu lassen, steht einen als besonderes Highlight die Suchfunktion für momentan im Netz gespielte Titel bzw. Interpreten zur Verfügung. Hierdurch kann man gezielt die Radio-Streams abrufen, die augenblicklich den jeweiligen Song bzw. Interpreten spielen. Gute übersichtliche Seite mit schöner Suchfunktion.</p>
<p>
                            <a href="http://www.web62.com/germ/radio.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.web62.com/germ/radio.html</a><br />
                            <br />web.62.com ist eine deutschsprachige Internetseite, die kurze Infos und Links zu verschiedenen ausgewählten internationalen Internetradio-Stationen liefert. Musikalisch liegt der Schwerpunkt auf Reggae, HipHop und Dancehall. Dazu gibt es eine Top-Ten der besten Internetradios.</p>
<p>
                            <a href="http://www.virtualtuner.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.virtualtuner.com/</a><br />
                            <br />virtualtuner.com bietet eine Übersicht über tausende von rund um den Globus verteilte Internetradio-Stationen. Die große Anzahl verschiedener Kategorien erleichtert einem die Auswahl. Die Kategorien reichen von Genres, Kontinenten, Staaten, Städten, Sprachen bis hin zu Playern. Gute Seite zum Stöbern und Schnuppern.</p>
<p>
                            <a href="http://www.radiotower.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.radiotower.com/</a><br />
                            <br />Eigentlich ist diese Seite eine Promotion-Site für die PC-Software RadioTower.com. Allerdings kann man auf dieser Seite – auch ohne sich registrieren zu müssen – die leicht zu bedienende Suchmaske benutzen. Schön, dass man sofort zu dem Live-Stream verlinkt wird.</p>
<p>
                            <a href="http://www.npr.org/stations/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.npr.org/stations/</a><br />
                            <br />NPR ist ein interntional anerkannter Produzent und Verbreiter von nichtkommerziellen Nachrichten-, Gesprächs- und Entertainmentprogrammen. NPR unterstützt mehr als 760 unabhängige, nicht-kommerzielle Radiostationen.</p>
<p>                            <a href="http://www.radioweb.de/livesender.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.radioweb.de/livesender.html</a><br />
                            <br />RadioWeb wurde Anfang 1997 als Service für die gesamte deutschsprachige Radioszene, sowohl für öffentlich-rechtliche, als auch für kommerzielle oder nichtkommerzielle Radiostationen und deren Mitarbeiter, konzipiert.</p>
<p>
                              <strong>Einzelne Internetradios:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.independent-radio.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.independent-radio.com/</a><br />
                            <br />Bei Independent-Radio handelt es sich – wie der Name schon sagt – um unabhängiges, sprich GEMA-freies Internetradio. Zum einen hat der Besucher hier die Möglichkeit, sich GEMA-freie Künstler anzuhören und für diese zu votieren, zum anderen haben hier Interpreten ein Forum, um ihre Musik zu platzieren.</p>
<p>                            <a href="http://www.somafm.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.somafm.com</a><br />
                            <br />Soma FM ist ein werbefreies, alternativ/underground Internetradio aus San Francisco, das 1996 als Piratensender angefangen hatte. Der Schwerpunkt des Senders liegt auf elektronischer Musik, wobei der Hörer zwischen sieben Streams auswählen, die sich zwischen Chill-Out, Ambient und Deep-House bewegen. Außerdem gibt es einen Stream für den Indie-Pop-Rock interessierten Hörer.</p>
<p>
                            <a href="http://www.dradio.de/dlr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.dradio.de/dlr/</a><br />
                            <br />Auch die öffentlich-rechtlichen Radiosender bieten einen Internetstream ihres Radioprogramms an. Und noch viel mehr. DeutschlandRadio Online hat das Audio-on-demand-Angebot für das DeutschlandRadio Berlin gestartet. Ab sofort können Sie große Teile des Programms der vergangenen Tage in einem eigenen Player<br />
                            <a href="http://www.dradio.de/aod/html/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nachhören</a>.</p>
<p>
                            <a href="http://www.motor.fm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.motor.fm</a><br />
                            <br />Ein Gedanke, den eigenen Geist nicht an den Nagel gehängt zu haben und niemals auf der Suche nach dem One Hit Wonder. Der progressive Geist der Musiknation, Mut zum eigenen Entwurf – das Motiv bei Motor Music -so die Selbstdarstellung des Senders.</p>
<p>                            <a href="http://www.totallyradio.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.totallyradio.com/</a><br />
                            <br />Nettes britisches Internetradio. Hier wird Musik aus verschiedenen Genres jenseits des Mainstreams gespielt.</p></p>
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