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	<title>Mitbestimmung-Online &#8211; Gewerkschaften im Netz &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Mitbestimmung-Online &#8211; Gewerkschaften im Netz &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Gewerkschaften im Netz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Nicht nur Parteien, Regierung und Verwaltung setzen auf das Kommunikations- und Interaktionsmedium Internet, auch Gewerkschaften und Verbände verfügen über Netzpräsenzen und Portale, mit denen sie ihre Mitglieder informieren oder Positionen nach außen vertreten. Diese sind zugegebener Maßen von unterschiedlicher Qualität und beziehen nicht immer alle Optionen der Online-Interaktion und -Partizipation ein. Neben der internen und externen Kommunikation könnten sich besonders für Gewerkschaften interessante Perspektiven abzeichnen, die von der Online-Urabstimmung über Netzkampagnen bis hin zum Streik im Internet reichen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht nur Parteien, Regierung und Verwaltung setzen auf das Kommunikations- und Interaktionsmedium Internet, auch Gewerkschaften und Verbände verfügen über Netzpräsenzen und Portale, mit denen sie ihre Mitglieder informieren oder Positionen nach außen vertreten. Diese sind zugegebener Maßen von unterschiedlicher Qualität und beziehen nicht immer alle Optionen der Online-Interaktion und -Partizipation ein. Neben der internen und externen Kommunikation könnten sich besonders für Gewerkschaften interessante Perspektiven abzeichnen, die von der Online-Urabstimmung über Netzkampagnen bis hin zum Streik im Internet reichen.<!--break--></p>
<p>Die meisten Gewerkschaften bieten schon heute sowohl für Mitglieder als auch für Nichtmitglieder zahlreiche Informationen online an, wie z.B. Gesetzestexte, Broschüren, Tarifverträge oder den aktuellen Stand der Verhandlungen, Informationen für Betriebsräte und Veranstaltungskalender. Dabei werden allerdings nicht immer alle Möglichkeiten ausgeschöpft, besonders im Hinblick auf die Interaktion mit den Besuchern der Seiten. Die folgenden Beispiele illustrieren die Formen der Umsetzung bei drei Gewerkschaftsportalen.</p>
<p>
                      <a href="http://verdi-net.de" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
                        <strong>ver.di &#8211; Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft</strong><br />
                      </a>
                    </p>
<p>Die vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wurde erst im März 2001 als Zusammenschluss aus<br />
                    <a href="http://www.dag.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">DAG</a>,<br />
                    <a href="http://www.dpg.org" target="_new" rel="noopener noreferrer">DPG</a>,<br />
                    <a href="http://www.hbv.org" target="_new" rel="noopener noreferrer">HBV</a>,<br />
                    <a href="http://www.igmedien.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">IG Medien</a> und<br />
                    <a href="http://www.oetv.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">ÖTV</a> gegründet. In der Internetpräsenz ist das kurze Bestehen und die Tatsache, dass auch die Einzelgewerkschaften nach wie vor eigene Homepages pflegen, noch zu spüren, auch wenn bereits eine Vielzahl von Informationen verfügbar ist. Ein Newsticker informiert über die wichtigsten Neuigkeiten, aktuelle Themen und Projekte werden mit Links zu Hintergrundinformationen und entsprechenden Ansprechpartnern präsentiert. Leider werden die Möglichkeiten zur Interaktion nur in geringem Maße genutzt: per Email können Interessierte einen Newsletter anfordern, und täglich gibt es zwei Stunden lang einen Chat. Das angekündigte Forum, in dem diskutiert werden und auch der Spaß in Form von eCards und Gewinnspielen nicht zu kurz kommen soll, ist auf der Seite bislang nicht zu finden.</p>
<p>
                      <a href="http://www.dgb.de" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
                        <strong>DGB &#8211; Deutscher Gewerkschaftsbund</strong><br />
                      </a>
                    </p>
<p>Beim DGB, der schon auf eine längere Internetpräsenz als ver.di zurückblicken kann, haben Mitglieder und Interessierte dagegen viele Interaktionsmöglichkeiten. Neben fundierten Informationen, die allerdings durch die umständliche Navigation etwas mühselig aufzufinden sind, gibt es verschiedene Themenforen, in denen man sich engagieren kann. So bietet z.B. das<br />
                    <a href="http://www.forum-arbeit.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">Forum Neue Arbeit</a> Diskussionsrunden zu Themen wie Telearbeit, Call Center oder Arbeiten in Unternehmen der Zukunft. Ein Infopool und ein Newsletter versorgen Interessierte mit entsprechenden Hintergrundinformationen. Im<br />
                    <a href="http://www.mitbestimmung.dgb.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">Themenforum Mitbestimmung</a> wird nicht nur diskutiert, man kann auch in einer Abstimmung seine Meinung zum Neu-Entwurf des Betriebsverfassungsgesetzes kundtun und den bisherigen Stand der Abstimmung abrufen. Hiermit nutzt der DGB bereits eine Form der Partizipation via Internet.</p>
<p>
                      <a href="http://www.igmetall.de" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
                        <strong>IG Metall</strong><br />
                      </a>
                    </p>
<p>Eine erweiterte Form davon findet sich bei der IG Metall, die neben einer Online-Umfrage über die Zukunft auch eine Zukunftsdebatte im Internet angestoßen hat. In zusätzlichen Diskussionsforen wird zu verschiedenen Themen kontrovers diskutiert. Mitglieder der IG Metall haben darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Belange in speziellen Netzwerken zu erörtern. Mit dieser Art von Diskussionsforen und Netzwerken haben sowohl DGB als auch IG Metall einen Modus gefunden, ihre Mitglieder aktiv zu beteiligen. Eine Mitgliedermobilisierung und Partizipation via Internet, z.B. in Form von großen Online-Debatten, Urabstimmungen oder sogar einem Internet-Streiks, wäre mit derartig geprägten Nutzern in der Zukunft durchaus umsetzbar.</p>
<p>
                      <strong>Gewerkschaften und Neue Medien</strong>
                    </p>
<p>Neben der Nutzung der &#8220;Neuen Medien&#8221; für die eigene Gewerkschaftsarbeit stellt die Frage der Mitbestimmung unter den Bedingungen der sogenannten New Economy eine besondere Herausforderung für die Gewerkschaften dar. Seit die Branche von ihrer ersten Krise erschüttert worden ist, Entlassungen um sich greifen und die Aktienanteile von Beschäftigten dramatisch an Wert verloren haben, avancieren Betriebsräte plötzlich zu gefragten Einrichtungen. Zuvor passten sie weder in die Philosophie der Unternehmen noch zum Selbstverständnis der jungen und selbstbewussten Mitarbeiter. Besonders die Betriebsratsgründung bei dem ehemaligen Branchenprimus<br />
                    <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/ebusiness/0,1518,121269,00.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Pixel Park</a> hat für großes Aufsehen gesorgt und stellt wahrscheinlichen einen Wendepunkt für die Selbstverständlichkeit gewerkschaftlicher Organisation in der New Economy dar. Die Gewerkschaften haben dieses Problem erkannt und gehen mittlerweile mit besonderen Angeboten auf die Beschäftigten der New Media Branche ein.</p>
<p>So gibt es auf den Internetseiten der Gewerkschaften Links zu Projektgruppen, die speziell auf das Thema Neue Medien bzw. Informationstechnologie ausgerichtet sind. Sie zeichnen sich durch fachlich versierte Ansprechpartner aus, die (potenziellen) Mitgliedern kompetente Beratung bieten und gegebenenfalls &#8211; wie im Fall von Pixelpark &#8211; auch gezielt Aktionen anstoßen. Beispiele hierfür sind das<br />
                    <a href="http://www.multimediabuero.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">Konzeptionsbüro Multimedia und Arbeitswelt</a>, ein Gemeinschaftsprojekt von DPG, HBV und IG Medien mit Beteiligung der DAG, das<br />
                    <a href="http://www.tim-online.net" target="_new" rel="noopener noreferrer">ver.di-Projekt T.I.M.</a> (Telekommunikation, Informationstechnologie, Medien) oder<br />
                    <a href="http://www.connexxav.de" target="_new" rel="noopener noreferrer">connexx.av</a>, die gemeinsame Interessenvertretung von DAG und IG Medien für Medienschaffende. Letzteren ist es mit einer groß angelegten Mailaktion gelungen, die Pixelpark-Mitarbeiter zu mobilisieren, was schließlich zur Gründung eines Betriebsrates in dem Unternehmen führte. Dieses Beispiel macht deutlich, welches Potenzial in der internetbasierten Gewerkschaftsarbeit steckt. Gerade in den Unternehmen des Neuen Marktes sind die Mitarbeiter nicht mehr mit den herkömmlichen Methoden wie Flugblättern oder Versammlungen zu ködern &#8211; stattdessen kommuniziert man via Email und trifft sich auf einer eigenen Website.</p>
<p>Dieser Trend ist auch von den Gewerkschaften erkannt worden. Auch wenn von der Erkenntnis bis zur Umsetzung noch ein weiter Weg zurückzulegen ist, sind erste Ansätze einer Online-Partizipation erkennbar. Vorbilder gibt es auch in anderen Bereichen, z.B. bei Parteien, die virtuelle Parteitage oder Abstimmungen über das Internet durchführen. Diese Beispiele und die ersten eigenen Erfolge mit Online-Kampagnen werden sicherlich dazu beitragen, dass auch die Gewerkschaften in Zukunft stärker auf das Internet als Kommunikations- und Interaktionsmedium zurückgreifen.</p>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Frank Bsirske &#8211; ver.di-Vorsitzender</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/frank_bsirske_ver_di_vorsitzender-614/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 May 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Frank Bsirske]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bereits im November 2000
sorgte er erstmals als unbekannter Überraschungskandidat für
Schlagzeilen. Aus dem personalpolitischen Nichts kommend, wurde Frank
Bsirske auf dem ÖTV-Gewerkschaftstag in Leipzig nach einer <a href="http://www.oetv-berlin.de/Aktuelles/GT-Leipzig-2000/bsirske-rede.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitreißenden Rede</a>
mit über 94 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von ÖTV-Chef Herbert
Mai, dieser war nach einem mageren Abstimmungsergebnis zur Neugründung
der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) zurückgetreten,
gewählt.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bereits im November 2000<br />
sorgte er erstmals als unbekannter Überraschungskandidat für<br />
Schlagzeilen. Aus dem personalpolitischen Nichts kommend, wurde Frank<br />
Bsirske auf dem ÖTV-Gewerkschaftstag in Leipzig nach einer <a href="http://www.oetv-berlin.de/Aktuelles/GT-Leipzig-2000/bsirske-rede.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mitreißenden Rede</a><br />
mit über 94 Prozent der Stimmen zum Nachfolger von ÖTV-Chef Herbert<br />
Mai, dieser war nach einem mageren Abstimmungsergebnis zur Neugründung<br />
der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft (ver.di) zurückgetreten,<br />
gewählt.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Wahl zum ÖTV-Vorsitzenden war<br />
für den damaligen Personaldezernent der Landeshauptstadt Hannover eine<br />
große Herausforderung, schließlich sollte er das erste Grünen-Mitglied<br />
an der Spitze einer Gewerkschaft sein. Um sich mit diesem Amt vertraut<br />
zu machen, hatte aber er nur wenige Monate Zeit. Bereits im März 2001<br />
wurde er von der ver.di-Gründungsversammlung mit ausgezeichneten 95,9<br />
Prozent zum ersten Vorsitzenden der größten Gewerkschaft der Welt<br />
gewählt. Dies war für den Politikwissenschaftler der bisherige<br />
Höhepunkt einer relativ kurzen, aber steilen, Karriere.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="100">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/bsirske/bsirske.jpg" alt="Frank Bsirske" border="1" height="150" hspace="0" vspace="0" width="100" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333">Frank Bsirske</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Geboren wurde Bsirske am 10.<br />
Februar 1952 im niedersächsischen Helmstedt. Nach Abschluss der<br />
Realschule (1967) bestand er vier Jahre später auch das Abitur und<br />
konnte 1978 sein Diplom-Studium der Politikwissenschaft erfolgreich<br />
beenden. Bereits früh engagierte sich Bsirske in der Parteipolitik;<br />
1966 trat er der SPD bei, 1969 aber bereits wieder aus. Vor allem die<br />
sozialdemokratische Zustimmung zu den Notstandsgesetzen und zur Großen<br />
Koalition ließen ihn diese Entscheidung fällen. Von 1978 bis 1987 war<br />
er Bildungssekretär der SPD-nahen &quot;<a href="http://www.sjd-die-falken.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialistischen Jugend Deutschlands &#8211; Die Falken</a>&quot;<br />
im Bezirk Hannover. 1987 verabschiedete er sich dann endgültig von der<br />
Sozialdemokratie und trat &#8211; angeblich weil sich der ehemalige<br />
Bundeskanzler Helmut Schmidt abfällig über sie geäußert hatte &#8211; den<br />
Grünen bei. Direkt nach seinem Beitritt arbeitete er in den Jahren<br />
1988/89 für die Fraktion der Grünen Alternativen Bürgerliste im Rat der<br />
Stadt Hannover. Nach diesem kurzen Intermezzo in der Politik begann er<br />
1989, obwohl er nicht den klassischen Weg durch die gewerkschaftlichen<br />
Funktionen vorweisen konnte, seine hauptamtliche Laufbahn bei der ÖTV.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das langjährige und vorher<br />
bereits ehrenamtlich tätige Gewerkschaftsmitglied (seit 1978) wurde<br />
zunächst Sekretär der ÖTV-Kreisverwaltung Hannover (1989/1990), weitere<br />
Aufgaben als Stellvertretender Geschäftsführer der Kreisverwaltung<br />
Hannover (1990/1991) und Stellvertretender Bezirksvorsitzender des<br />
ÖTV-Bezirks Niedersachsen (1991-1997) folgten. Nach dieser<br />
gewerkschaftlichen Phase zog es Bsirske zunächst auf die Gegenseite.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">1997 übernahm er die Position des<br />
Personal- und Organisationsdezernenten der Stadt Hannover. In seiner<br />
dortigen Funktion als Arbeitgeber erwarb sich Bsirske den Ruf eines<br />
fähigen Managers und modernen Reformers, eine für seine ver.di-Arbeit<br />
durchaus sinnvolle Qualifikation. Er forcierte vor allem die<br />
Dezentralisierung der Verwaltung und erntete für sein Vorhaben,<br />
Amtsleiterstellen vorerst nur noch befristet zu vergeben, bundesweit<br />
Anerkennung. Sein Ziel, die öffentliche Verwaltung leistungsfähiger und<br />
kundenfreundlicher zu gestalten, hat er in Hannover erreichen können.<br />
Die Öffnungszeiten der Bürgerbüros konnten durch flexible Gestaltung<br />
der Arbeitszeit von knapp 28 auf 42 Stunden in der Woche ausgedehnt<br />
werden.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Am Samstag (19.05.) skizzierte<br />
Bsirske anlässlich der Gründung des letzten ver.di-Landesverbandes in<br />
Hessen den langen und noch vor der neuen Gewerkschaft liegenden Weg.<br />
&quot;Neue Aktionsformen&quot; sollen erschlossen, eine &quot;neue Form der<br />
Solidarität&quot; entwickelt und neue Berufsgruppen für ver.di gewonnen<br />
werden, so Bsirske in seiner Rede. Für den 49jährigen dürfte dabei<br />
seine Lieblingssportart &quot;Kommunikation&quot; von besonderem Nutzen sein.<br />
Während er bereits der Verwaltung mehr Bürgernähe verordnen konnte,<br />
machte er nun auch kurz nach seiner Wahl zum ÖTV-Vorsitzenden deutlich,<br />
dass in einer Gewerkschaft &quot;der Funktionär für die Mitglieder da zu<br />
sein habe und nicht umgekehrt&quot;. Frank Bsirske will vermitteln und die<br />
Kluft zwischen denen, die eine Gewerkschaft als &quot;Kampforganisation&quot;<br />
verstehen und anderen, die den Dienstleistungsaspekt stärker in den<br />
Vordergrund rücken möchten, schließen.</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Reform des Betriebsverfassungsgesetzes und verbesserte Mitbestimmung in den Betrieben</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/reform_des_betriebsverfassungsgesetzes_und_verbesserte_mitbestimmung_in_den_betrieben-388/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2001 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsverfassungsgesetz]]></category>
		<category><![CDATA[DGB]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula Engelen-Kefer]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b></b></span><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Expertenchat mit Ursula Engelen-Kefer 
in Kooperation mit dem DGB </b></span> <br />
<!--
<table BORDER=0 WIDTH="99%">
</table>
--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> 
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b></b></span><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Expertenchat mit Ursula Engelen-Kefer<br />
in Kooperation mit dem DGB </b></span> <br />
<!--


<table BORDER=0 WIDTH="99%">
</table>


--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<br />
Moderator: Herzlich willkommen beim Internet-Chat des DGB und von politik-digital!<br />
Heute zu Gast: Ursula Engelen-Kefer, stellvertretende Vorsitzende des DGB.<br />
Der heutige Chat soll Gelegenheit geben, sich über die geplante Novelle<br />
des Betriebsverfassungsgesetzes zu informieren. Herzlich willkommen Frau<br />
Engelen-Kefer!<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Herzlichen<br />
Dank. Ich freue mich sehr darüber, heute die Gelegenheit zu haben, über<br />
unsere Vorstellungen zur Verbesserung der Mitbestimmung im Betrieb mit<br />
Interessierten zu diskutieren. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Frau Engelen-Kefer, warum macht die Arbeitgeberseite so mobil gegen das neue Betriebsverfassungsgesetz?    </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wenn wir das<br />
nur wüssten, denn die Arbeitgeber profitieren davon, dass die<br />
Betriebsräte bei Veränderungen in den Betrieben mithelfen, Konflikte<br />
mit den Arbeitnehmern zu vermeiden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Umfaßt denn die Novelle des Betriebsverfassungsgesetzes wirklich so gravierende Änderungen?      </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein,<br />
zunächst einmal ist sie hilfreich, damit endlich auch Betriebsräte in<br />
kleinen Betrieben gegründet werden können. Bei der Verbesserung der<br />
Mitbestimmungsregelungen wollen wir Verbesserungen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Können Sie diese Verbesserungen genauer benennen?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer:<br />
Selbstverständlich. Wir wollen, dass Betriebsräte dafür sorgen können,<br />
dass Arbeitnehmer bessere Angebote zur beruflichen Weiterbildung im<br />
Betrieb bekommen, dass keine Veränderungen der Arbeitsorganisation<br />
stattfinden, die die Gesundheit der Arbeitnehmer gefährden, dass bei<br />
flexibler Gestaltung von Arbeitszeiten nicht nur die Interessen des<br />
Arbeitgebers, sondern auch der Arbeitnehmer, z.B. einer besseren<br />
Vereinbarkeit von Beruf und Familie berücksichtigt werden.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Die meisten Arbeitnehmer<br />
haben begründete Angst vor Sanktionen, wenn sie die Gründung eines<br />
Betriebsrates oder einer Mitarbeitervertretung anregen. Was können Sie<br />
solchen Leuten raten? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir wollen<br />
deshalb über die vorliegende Reform hinaus einen verbesserten<br />
Kündigungsschutz für Arbeitnehmer, die sich für die Bildung von<br />
Betriebsräten einsetzen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Mein Chef und ich verstehen uns toll. Wozu brauche ich dann einen Betriebsrat?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich finde das<br />
prima, dass Sie sich mit Ihrem Chef gut verstehen. Das soll auch so<br />
bleiben. Trotzdem kann es immer einmal Konflikte geben, und auch Sie<br />
hätten eine bessere Möglichkeit, sich durchzusetzen, wenn Sie dies<br />
nicht alleine tun müssen, sondern ein Betriebsrat sich für Sie und Ihre<br />
Kollegen und Kolleginnen einsetzt. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Bonna fragt: Bisher<br />
waren Frauen immer unterrepräsentiert im Betriebrat sowie in allen<br />
Ausschüssen. Wird sich das nun ändern? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, wir<br />
wollen dies ändern. Frauen sollen in den Betriebsräten in dem<br />
Verhältnis vertreten sein, wie es ihrem Anteil an den Beschäftigten im<br />
Betrieb insgesamt entspricht. Dies gilt sowohl für den Betriebsrat wie<br />
auch für seine Ausschüsse. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Geht da der Entwurf der Bundesregierung weit genug?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir erwarten eine Klarstellung, dass tatsächlich die Beteiligung von Frauen verbessert wird.  </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Wie weit sollte denn die<br />
Mitbestimmung in den Betrieben gehen &#8211; gibt es nicht Felder, in denen<br />
eine Einmischung der Mitarbeiter übertrieben wäre? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir wollen<br />
keine übertriebene Mitbestimmung, allerdings ist für uns unerlässlich,<br />
dass Arbeitnehmer mit dem Arbeitgeber oder Betriebsleiter &quot;auf gleicher<br />
Augenhöhe&quot; über die Arbeitsbedinungen verhandeln können. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Viele Firmen in der<br />
New Economy haben inzwischen Alternative Formen der Mitbestimmung<br />
gefunden. Sind diese nicht zeitgemäßer als die institutionelle Form des<br />
Betriebsrates? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Welche sind das?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Bei Consors zum Beispiel gibt es einen Senat&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Entscheidend<br />
ist, ob es im Falle des Konfliktes, z.B. bei endlosen Arbeitszeiten,<br />
Wochenendarbeit oder drohendem Verlust des Arbeitsplatzes eine<br />
Möglichkeit für Arbeitnehmer gibt, ihre Interessen durchzusetzen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Bei pixelpark finden<br />
bald die ersten Betriebsratswahlen statt. Was machen denn<br />
Gewerkschaften um in diese neuen Bereiche besser reinzukommen? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Die haben bereits stattgefunden &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wir<br />
versuchen, uns in Form und Inhalten unserer Arbeit an die Erfordernisse<br />
der Beschäftigten in diesen Betrieben anzupassen. Wichtig sind daher<br />
verbesserte Mitbestimmungsmöglichkeiten von Betriebsräten bei Maßnahmen<br />
zur beruflichen Weiterbildung, ausreichender betrieblicher<br />
Altersvorsorge, Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivkapital. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Was tut Ver.di denn für diese Klientel?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Verdi ist<br />
entstanden, um mehr finanzielle und personelle Möglichkeiten einsetzen<br />
zu können, um gerade Beschäftigte in den Betrieben der qualifizierten<br />
Dienstleistungen von Banken bis Softwarehäusern ansprechen zu können<br />
und ihnen Angebote für Gewerkschafts- und Betriebsratsarbeit zu machen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Nochmal eine Frage zur Reform&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Was macht der DGB wenn nur ein Bruchteil der bisherigen Reformabsichten verabschiedet wird?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Zunächst<br />
einmal haben wir mit Erfolg durchsetzen können, dass der jetzige<br />
Gesetzesentwurf zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes eine<br />
deutliche Verbesserung der Möglichkeiten der Betriebsratstätigkeit in<br />
kleineren Betrieben bringt und im übrigen auch die Arbeitsbedingungen<br />
für die Betriebsräte insgesamt erheblich verbessert werden. Wir werden<br />
in den Gesetzesanhörungen mit Unterstützung unserer Gewerkschaften auch<br />
durch sichtbare Aktionen dafür kämpfen, dass Verbesserungen vor allem<br />
bei den Mitbestimmungsregelungen zur Qualifizierung und zur<br />
Frauenförderung erreicht werden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ist es richtig, dass das Gesetz um den 20. Juni verabschiedet werden soll?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Natürlich<br />
muss das Gesetz in jedem Fall vor der Sommerpause verabschiedet sein,<br />
denn nach den Sommerferien müssen wir umgehend beginnen, unsere<br />
Kollegen zu schulen, damit die dann erweiterten Möglichkeiten des neuen<br />
Betriebsverfassungsgesetzes für die nächsten Betriebsratswahlen im<br />
Frühjar 2002 genutzt werden können. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Warum kämpfen die Gewerkschaften so verbissen um Kleinigkeiten, z. B. ab wann es wieviele Betriebsräte geben soll? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: In was für einem Betrieb arbeiten Sie denn?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Wir sind ungefähr 100 Leute.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Und wieviel Betriebsräte haben Sie heute?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Gar keinen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was interessiert Sie dann die Zahl der Betriebsratsmitglieder?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Ich wollte wissen, warum die Zahl der Betriebsräte so wichtig ist.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sie ist<br />
wichtig, um die Interessen der Beschäftigten wirksam vertreten zu<br />
können, z.B. bei der Verbesserung der betrieblichen Weiterbildung, der<br />
Regelung der Arbeitszeiten, der Durchsetzung einer guten betrieblichen<br />
Altersvorsorge, der Beteiligung am Produktivvermögen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">digitalist: Wie kann Ihrer<br />
Meinung nach das Engagement der Arbeitnehmer in ihren Betrieben im<br />
Sinne einer größeren Mitbestimmung gestärkt werden? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Indem besser<br />
informiert wird über die Chancen der betrieblichen Mitbestimmung und<br />
die Vorteile für die Arbeitnehmer. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: SPD+Grüne haben doch die<br />
Mehrheit. Wenn die Novellierung nicht in dem bisher angepeilten Umfang<br />
durchkommt, steigen dann die Gewerkschaften aus den unergiebigen<br />
Bündnisgesprächen aus? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein, aber<br />
wir gehen davon aus, dass wir ein Betriebsverfassungsgesetz<br />
durchsetzen, mit dem die Mitbestimmung in den Betrieben im Interesse<br />
der Arbeitnehmer verbessert werden kann. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Geben Sie mit diesem Zugeständnis nicht ein wichtiges Droh-Argument aus der Hand?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich weiß<br />
nicht, wie Sie sich Politik vorstellen &#8211; mit vordergründigen<br />
Droh-Argumenten ist man noch niemals weit gekommen. Durchsetzen können<br />
wir uns nur, wenn über längere Zeit systematisch auf Parteien und<br />
Regierung Einfluss genommen wird. Unsere diesbezüglichen Bemühungen<br />
laufen bereits über mehrere Jahre. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Was macht eigentlich<br />
ein freigestellter Betriebsrat, der wieder in seinem alten Beruf<br />
arbeiten möchte. Der ist doch tot auf dem Arbeitsmarkt! </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Dies ist ohne<br />
Zweifel ein gravierendes Problem und hängt sehr stark von der<br />
Qualifikation und den Veränderungen in den einzelnen Tätigkeiten ab.<br />
Natürlich hat der Betriebsrat nach Auslaufen seiner Freistellung<br />
genügend Möglichkeiten und Schutz, wieder in eine berufliche Tätigkeit<br />
eingegliedert zu werden&#8230; <br />
UrsulaEngelenKefer: Wir setzen uns auch dafür ein, dass mehr<br />
Möglichkeiten für Teilfreistellungen von Betriebsräten gewährt werden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Schutz hat er vielleicht, wie sieht die Praxis aus? Gibt es Untersuchungen zum Thema?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich selbst<br />
kenne Beispiele aus meiner Tätigkeit bei der Bundesanstalt für Arbeit.<br />
Da ging es um freigestellte Personalräte, die sogar nach Auslaufen der<br />
Freistellung befördert wurden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Karin: Gibt es auch Bereiche, in denen Ihnen die Novelle nicht genug in die Tiefe geht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, bei den<br />
Mitbestimmungsregelungen zur beruflichen Weiterbildung, zur<br />
Frauenförderung, zu den Auwirkungen von arbeitsorganisatorischen<br />
Veränderungen und zur befristeten Beschäftigung. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: In der IT-Branche werde ich bestimmt nicht befördert, wenn ich mal Betriebrat war!</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich bin<br />
überzeugt, dass auch in der IT-Branche die Bäume nicht in den Himmel<br />
wachsen. Wenn jetzt auch hier Betriebseinschränkungen und Kündigungen<br />
anstehen, haben die Betriebsräte auch im Urteil der Arbeitgeber eine<br />
erheblich höhere Bedeutung und daher glaube ich auch, dass keine<br />
Diskriminierung gegenüber Beschäftigten erfolgt, die sich als<br />
Betriebsrat zur Verfügung stellen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Noch einmal zu den<br />
Arbeitgebern: Die sagen auch, dass die Novelle mit Mehrkosten in<br />
Milliardenhöhe verbunden ist. Ich glaube, die Möbelbranche allein kam<br />
auf 15 Milliarden Mark. Sind solche Berechnungen seriös? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist<br />
dummes Zeug. Mitbestimmung hat erheblich mehr Erträge als Kosten. Die<br />
friedliche Beilegung eines größeren Konfliktes kann gar nicht hoch<br />
genug beziffert werden. Die betriebliche Mitbestimmung in Deutschland<br />
hat sicherlich auch einen Beitrag dazu geleistet, dass wir eine der<br />
geringsten Streikhäufigkeiten in der Welt haben. Dies spart enorme<br />
Kosten. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ich glaube, die<br />
Berechnung kam zustande, weil man die Freigestellten berechnet hat, die<br />
in Zukunft ja bei einer geringeren Mitarbeiterzahl freigestellt werden<br />
sollen &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist<br />
kleinkariertes Rechnen. In vielen Betrieben gibt es heute schon auf<br />
Initiative der Arbeitgeber mehr Freistellungen als vom Gesetz verlangt.<br />
Zudem können freigestellte Betriebsräte weit kompetenter mithelfen,<br />
betriebliche Probleme zu lösen und sparen somit erhebliche Kosten. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">g948218: Warum hat die Zahl der<br />
Betriebsräte in den letzten Jahren so stark abgenommen? Heißt das nicht<br />
Betriebsräte sind nicht mehr zeitgemäß?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein,<br />
Betriebsräte sind heute dringender erforderlich als je zuvor. Sie haben<br />
abgenommen, weil sie durch gezielte Strategien der Arbeitgeber<br />
verhindert wurden oder durch Abspaltungen von Betriebsteilen aus<br />
steuerlichen und sonstigen Gründen keine Betriebsräte mehr errichtet<br />
wurden. Zudem ist ein gravierender Personalabbau in vielen<br />
Großbetrieben erfolgt. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Patentaktie: Ich arbeite an einem<br />
neuen Aktienmodell welches viele neue Arbeitsplätze schafft indem<br />
schneller als je zuvor Patente in neue Gesellschaften und Arbeitsplätze<br />
umsetzt ! Haben sie eine Arbeitsgruppe welche sich mit neuen<br />
Aktienmodellen befasst? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja, bei uns<br />
befasst sich eine Arbeitsgruppe von DGB und Mitgliedsgewerkschaften mit<br />
Fachleuten mit Möglichkeiten gewerkschaftlicher Initiativen zur<br />
Beteiligung von Arbeitnehmern am Produktivkapital. Dies soll auch ein<br />
Thema im Bündnis für Arbeit werden&#8230; <br />
UrsulaEngelenKefer: Hier gibt es enge Verknüpfung mit den Initiativen<br />
der Gewerkschaften, tarifliche und betrieblichen Wege zur betrieblichen<br />
Altersvorsorge zu eröffnen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ist Aktienbesitz eine Art Mitbestimmung?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Nein, dies ist eine Form der Beteiligung am Produktivkapital.<br />
UrsulaEngelenKefer: Der Mitbestimmungsanteil ist vergleichsweise<br />
niedrig, es sei denn, wir erreichen eine sehr breite Beteiligung der<br />
Arbeitnehmer, z.B. über Branchenfonds am Aktienkapital von Unternehmen.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Muss ich mir das neue Aktienmodell vorstellen wie eine Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was ist die Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Eine Modernisierung, wie auch immer die aussehen müsste&#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Was heißt Modernisierung?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Genossenschaften sind<br />
heute nicht mehr &quot;en vogue&quot;, nur wenige arbeiten wirklich erfolgreich.<br />
.. dennoch stecken darin ja gute Ideen &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Warum wollen Sie denn dann Verbindungen zur Beteiligung am Produktivvermögen ziehen? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Ich will nur verstehen, was sie mit neuen Aktienmodellen meinen könnten &#8230;</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sie sprechen doch von Aktienmodellen, nicht ich!</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Ich mache jede Menge<br />
Überstunden, das ist halt so, die Projekte müssen fertig werden. Wenn<br />
ich es nicht mache, machts ein anderer. Wie soll mir da ein Betriebsrat<br />
helfen?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Vielleicht<br />
wäre es ganz nützlich, wenn Sie einmal Freizeit bekommen als Ausgleich<br />
für die vielen Überstunden. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Das ist bei uns nicht vorgesehen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Und bezahlt wird&#8217;s auch nicht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Nein, in meinem Arbeitsvertrag steht: Überstunden sind mit dem Gehalt abgegolten.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Sind Sie Millionär?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Nein, aber nicht die einzige mit so einem Arbeitsvertrag.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Wollen Sie dies denn verändern?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">PinkPanther: Würde ich schon gerne, aber ich habs nun mal unterschrieben.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Das ist der<br />
klare Fall für einen Betriebsrat. Der müsste mit Ihnen gemeinsam dafür<br />
sorgen, dass Sie für Ihre vielen Überstunden zumindest<br />
Freizeitausgleich bekommen. Vielleicht möchten Sie ja auch mal<br />
verreisen oder haben eine Familie oder einen Hund.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">haribo: Was kann denn ein Betriebsrat bei der Arbeitsvertragsgesteltung machen? Das sind doch alles individuelle Verinbarungen. </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Der<br />
Betriebsrat kann mit der Geschäftsleitung über Arbeitszeitregelungen<br />
verhandeln. Hier hat er ein echtes Mitbestimmungsrecht.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Noch einmal Reform:<br />
Sie haben Proteste angekündigt, falls Ihre Forderungen nicht erfüllt<br />
werden? Ist das Thema überhaupt massentauglich, um die Menschen auf die<br />
Straße zu locken?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ich habe<br />
weder Proteste angekündigt noch wollen wir mit dem Kopf durch die Wand.<br />
Wir haben aber durch die Aktionen der Gewerkschaften erreicht, dass der<br />
Gesetzentwurf nicht durch den Bundeswirtschaftsminister verbessert<br />
wurde. Sollten die Arbeitgeber versuchen, ihre Vorstellungen zur<br />
Verschlechterung der Mitbestimmung durchzusetzen, könnte es allerdings<br />
zu erheblichen Protesten der Gewerkschaften kommen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Hat der DGB in den vergangenen Jahren genug getan, um auch Arbeitslose in seine Struktur zu integrieren? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Ja. Aber man kann immer besser werden.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Patentaktie: Ein behinderter<br />
Schlosser hat ein Patent und möchte seine arbeitslosen Freunde und<br />
viele weitere seiner Gesinnung erreichen und ihnen das Patent<br />
vorstellen und Beteiligen an der Firma. Gleichzeitig sollen viele<br />
eingestellt werden und zusammen Arbeiten. Was würden sie dieser Gruppe<br />
wünschen zum Schluss ? und welchen Idealisten könnte mann im DGB<br />
erreichen der es Möglichmacht als gutes Vorbild das es in Deutschland<br />
doch geht?</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Meinen Kollegen Burkhard von Seggern fragen.</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Eine letzte Frage: Was<br />
sind die nächsten Aktionen für die Durchsetzung Ihrer Forderungen beim<br />
Betriebsverfassungsgesetz? </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Am Montag<br />
werden wir unsere Vorstellungen in Form von Flugblättern und Zeitungen<br />
vor dem Reichstag verteilen. Wir werden mit 50 Betriebsräten an der<br />
Anhörung teilnehmen und wir werden am Nachmittag vor dem Reichstag mit<br />
mehreren hundert Teilnehmern eine Demonstration für eine ausreichende<br />
Reform der Betriebsverfassung durchführen. Wir freuen uns auf möglichst<br />
rege Beteiligung. Informationen gibt es unter <a href="http://www.dgb.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.dgb.de.</a> </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Moderator: Liebe Chatter! Das war<br />
es &#8211; jetzt hat auch Frau Engelen-Kefer Feierabend verdient. Werden ihre<br />
Überstunden eigentlich auch bezahlt 😉 ? Wir bedanken uns, dass Sie<br />
bei uns waren und bei den Chattern, dass sie ihren Fragen gestellt<br />
haben! </span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">UrsulaEngelenKefer: Dies war doch keine Arbeit, sondern Vergnügen. Herzlichen Dank für die Unterstützung. Bis bald.<br />
<!-- Content Ende --></p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="center">
<p>
			&nbsp;
			</p>
<p>			<center><br />
			<i><a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kommentieren<br />
			Sie diesen Artikel!</span></a></i><br />
			</center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
			</span><br />
			<center><br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><i><a href="http://www.politik-digital.de/salon/diskussion/">Diskutieren<br />
			Sie mit anderen in unserem Forum!</a></i></span><br />
			</center>
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span></p>
<hr align="left" noshade="noshade" size="1" width="390" />
<p>
&nbsp;
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Weiterführende Links:</p>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/arbeit/gewerkschaft.shtml">Gewerkschaften im Netz</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/globalisierung/onlinecamps.shtml">Globaler Aktionsraum</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/bsirske/">Frank Bsirkse &#8211; ver.di-Vorsitzender</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/forschung/wildeehen.shtml">Mitbestimmungspraxis und New Economy</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/arbeit/index.shtml">Digitale Arbeit</a></li>
<li><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/igmetall.shtml">IG Metall rüstet sich für&#8217;s Online-Zeitalter</a></li>
<p></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/reform_des_betriebsverfassungsgesetzes_und_verbesserte_mitbestimmung_in_den_betrieben-388/feed/</wfw:commentRss>
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			</item>
		<item>
		<title>Wer einen Betriebsrat will, bekommt Stubenarrest</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/wer_einen_betriebsrat_will_bekommt_stubenarrest-831/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[kclage]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsrat]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
Über die Parallelen von Kindererziehung und Mitarbeiterführung
in der New Economy.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Über die Parallelen von Kindererziehung und Mitarbeiterführung<br />
in der New Economy.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen:  Meine Freundin saß hinter<br />
ihrem Kinderzimmerfenster. Ein tristes Mietshaus mit unzähligen Fenstern.<br />
Und alle gleich. Sie saß da und starrte hinunter auf die Straße. Sie starrte<br />
auf uns. Denn wir waren die Glücklichen. Wir durften draußen auf der Straße<br />
spielen und sie hatte Stubenarrest.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So wie sie, so sollten wir uns wahrscheinlich heute auch fühlen. Ätsch,<br />
Stubenarrest. Keinen frischen Kaffe mehr umsonst. Nur noch kostenpflichtige<br />
Getränkeautomaten. Keine wöchentlichen Massagen mehr. Nur noch steife<br />
Nacken. Keine Raucherräume mehr. Nur noch außerhalb der Geschäftsräume. Das<br />
Verlassen der Geschäftsräume während den Arbeitszeiten ist verboten.<br />
Stubenarrest.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wir sollten jetzt also oben, hinter dem Fenster sitzten und hinunter<br />
schauen. Dahin, wo all die glücklichen Kinder, frei und unbeschwert auf der<br />
Straße tobten. Und wir durften nicht dabei sein. Aber wir hatten es ja nicht<br />
anders gewollt. Wir wollten ja unbedingt einen Betriebsrat wählen. Und das<br />
hatten wir nun davon. Stubenarrest.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Stubenarrest wurde uns morgens per elektronischer Post erteilt. Einige<br />
wenige Mitarbeiter hätten &quot;handstreichartig&quot; ein Betriebsversammlung zur<br />
Wahl eines Betriebsrats einberufen wollen, erklärte die Mail. Und wer frech<br />
ist, bekommt eben Stubenarrest und muss nachdenken. Adé Gratiskaffe,<br />
Massagen, Raucherräume, Gleitzeit und Gehaltserhöhungen für dieses Jahr.<br />
Stubenarrest.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Drohung wirkte. Egal, dass Mitarbeitern zuvor die Kündigung<br />
ausgesprochen wurde und<br />
keiner so recht wußte, wer vielleicht der nächste sein würde. Unwichtig,<br />
dass langjährige Mitarbeiter ohne Absprache versetzt wurden und<br />
selbstverständlich wieder eine sechsmonatige Probezeit bestehen mußten.<br />
Stubenarrest.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;Ein Unternehmen kann nicht als Demokratie geführt werden. Ein<br />
Unternehmen braucht die Diktatur&quot;, so die Begründung für den gedrohten<br />
Liebesentzug. Die Belegschaft nickte. Zog zurück in die kleinen Arbeitswaben.<br />
Schloss hinter sich die Türen zu ihren Büros. Auf der Straße spielten<br />
Kinder. Wer verordnete den Stubenarrest?<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Novellierung des Betriebsverfassungsgesetzes</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/novellierung_des_betriebsverfassungsgesetzes-960/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/mitbestimmung-online-gewerkschaften-im-netz/novellierung_des_betriebsverfassungsgesetzes-960/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Klas Roggenkamp]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitbestimmung-Online - Gewerkschaften im Netz]]></category>
		<category><![CDATA[Linkliste]]></category>
		<category><![CDATA[Mitbestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Betriebsverfassungsgesetz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/novellierung_des_betriebsverfassungsgesetzes-960/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><br />
<b>Allgemeine Informationen  |  <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#Diskussionsforen">Diskussionsforen</a>  |  <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#Downloads">Downloads</a></b><br />
<br />
</span></span></span></span>
</p>
<ul>
	<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"></p>
<li><a href="http://www.bundesregierung.de/top/dokumente/Artikel/ix_30723.htm?template=single&amp;id=30723&amp;script=1&amp;ixepf=_30723" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die<br />
	Geschichte des Betriebsverfassungsgesetzes (BetrVG)</a><br />
	Ein Artikel des Bundesministeriums für Arbeit
	</li>
<li><a href="http://www.stmas.bayern.de/fibel/sf_b140.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozial-Fibel<br />
	&#8211; Betriebsverfassungsgesetz</a><br />
	Lexikon über soziale Hilfen, Leistungen und Rechte zum Thema Betriebsverfassungsgesetz
	</li>
<li><a href="http://www.betriebsrat.com/PG03Recht/Gesetze/BetrVG/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Das<br />
	aktuelle Betriebsverfassungsgesetz</a><br />
	aufbereitet für Betriebsräte: das aktuelle BetrVG
	</li>
<li><a href="http://www.mitbestimmung.dgb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DGB zur Mitbestimmung</a><br />
	Fakten zur Mitbestimmung, zusammengestellt vom DGB
	</li>
<li><a href="http://www.bda-online.de/www/bdaonline.nsf/74bd4555f8bedb71c12568e10026099c/a818139de2e94aabc12569a70049ae65%21OpenDocument" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesvereinigung<br />
	der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA)</a><br />
	Eine Übersicht über die Aktivitäten des BDA zur Novellierung<br />
	des BetrVG</li>
<li><a href="http://www.betriebsverfassungsgesetz.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reform<br />
	des Betriebsverfassungsgesetzes</a><br />
	Grundlegende Informationen zum alten und neuen BetrVG und aktuelle News zum<br />
	Thema
	</li>
<li><a href="http://www.boeckler.de/service/mbf/betrvg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitbestimmungsförderung</a><br />
	Stellungnahmen und Aktivitiäten zur Novellierung des BetrVG, übersichtlich<br />
	zusammengestellt von der Hans-Böckler-Stiftung
	</li>
<li><a href="http://www.betriebsverfassungsgesetz.com/capter_synopse/capter_inhalt.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenüberstellung<br />
	altes/neues BetrVG</a> (1)<br />
	Vergleich des Gesetzes von 1972 und dem aktuellen Kabinettsbeschluß</li>
<li><a href="http://www.bda-online.de/www/bdaonline.nsf/74bd4555f8bedb71c12568e10026099c/183abe91d6462a03c12569ed003a5546%21OpenDocument" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenüberstellung<br />
	altes/neues BetrVG</a> (2)<br />
	Synopse der geltenden Fassung, des Entwurfes des Bundesministerium für<br />
	Arbeit (BMA) und des aktuellen Kabinettsbeschlusses
	</li>
<li><a href="http://www.spd.de/politik/stichwort/bvg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stichwort:<br />
	Betriebsverfassungsgesetz</a><br />
	Hintergrundinformationen von der SPD, Presserklärungen und Gesetzesentwürfe
	</li>
<li><a href="http://www.igmetall.de/themen/betriebsverfassung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thema:<br />
	Betriebsverfassung</a><br />
	Bewertungen der IG Metall zu den Entwürfen des Betriebsverfassungsgesetzes.
	</li>
<li><a href="http://www.unternehmenskultur.org/mitbest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mitbestimmung<br />
	und Unternehmen</a><br />
	Im Forum Mitbestimmung der Hans-Böckler-Stiftung und der Bertelsmann Stiftung<br />
	bietet Beobachtungen über Mitbestimmungspraxis an.
	</li>
<li><a href="http://www.bitkom.net/politik/stellungnahmen/040401.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundesverband<br />
	Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien</a><br />
	Stellungnahme des BITKOM zum Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes</li>
<p></span></span></span></span>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><br />
</span></span></span></span></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"> <b><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#allgemein">Allgemeine Informationen</a>  |  <a title="Diskussionsforen" name="Diskussionsforen"></a>Diskussionsforen  |  <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#Downloads">Downloads</a></b><br />
</span></span></span></span>
</p>
<ul>
	<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"></p>
<li><a href="http://www.mitbestimmung.dgb.de/forum/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Diskussionsforum<br />
	des DGB </a><br />
	Hier kann auf den Seiten des DGB über Mitbestimmung diskutiert werden
	</li>
<li><a href="http://cgi08.kundenserver.de/cgi-bin/gb?clsid=87c910936e54712b017caf9fff702ae8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">betriebsverfassungsgesetz.com</a><br />
	Schwarzes Brett zum Neuen Betriebsverfassungsgesetz
	</li>
<li><a href="http://www.politikforum.de/poldiforum/showthread.php?threadid=6887" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politikforum</a><br />
	<i> Noch mehr Mitbestimmung in den Betrieben !!!</i>
	</li>
<p></span></span></span></span>
</ul>
<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><br />
<b><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#allgemein">Allgemeine Informationen</a>  |  <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/hintergrund/betrvg.shtml#Diskussionsforen">Diskussionsforen</a>  |  <a title="Downloads" name="Downloads"></a>Downloads</b><br />
</span></span></span></span></p>
<ul>
	<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"></p>
<li><a href="http://www.bma.de/download/gesetzesentwuerfe/BetrVGEntwurf.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gesetzesentwurf<br />
	des BMA</a><br />
	Der Entwurf des Bundesministerium für Arbeit
	</li>
<li><a href="http://www.bda-online.de/www/bdaonline.nsf/74bd4555f8bedb71c12568e10026099c/183abe91d6462a03c12569ed003a5546%21OpenDocument" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gegenüberstellung<br />
	altes/neues BetrVG</a><br />
	Synopse der geltenden Fassung, des Entwurfes des BMA und des aktuellen Kabinettsbeschlusses
	</li>
<li><a href="http://www.bitkom.net/politik/gesetze/EntwurfBetrVG.exe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BITKOM<br />
	&#8211; Entwurf zur Reform des Betriebsverfassungsgesetzes</a>
	</li>
<p></span></span></span></span>
</ul>
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