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	<title>Musik und Internet &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Musik und Internet &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Bastard-Pop, Bootlegging und Sampling</title>
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		<dc:creator><![CDATA[choeschele]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Dec 2006 11:12:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Bastard-Pop]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn man Musik von den Beatles und den Beastie Boys zusammenrührt, erhält man Songs der Beastles. Das ist zumindest die Logik von Bastard-Pop. Die Idee ist nicht ganz neu, aber der Siegeszug digitaler Musik hat dennoch ein ganz neues Musikgenre hervorgebracht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn man Musik von den Beatles und den Beastie Boys zusammenrührt, erhält man Songs der Beastles. Das ist zumindest die Logik von Bastard-Pop. Die Idee ist nicht ganz neu, aber der Siegeszug digitaler Musik hat dennoch ein ganz neues Musikgenre hervorgebracht.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Früher war Musikproduktion Personen überlassen, die ihre<br />
Berufung darin sahen, Musiker zu sein. Sie steckten ihre gesamte<br />
Arbeits- und Freizeit in ihr Hobby, um nach langen, aufwändigen<br />
Phasen des Konzipierens, Produzierens und Masterns einen Track zu<br />
veröffentlichen. Dieser Track suchte seinen Weg von der Plattenfirma<br />
über den Plattenladen via DJ zum Publikum. Die Leute tanzten<br />
dann &#8211; oder auch nicht. Charakteristisch für das, was unter<br />
Begriffen wie Bootlegging, Mashup-Musik oder <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Bastard_pop" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bastard-Pop</a><br />
firmiert: Es ist wesentlich schneller. Die MP3s werden nach kurze<br />
Bearbeitungszeit wiederum zurück in den Informationsverteiler<br />
Internet geladen, dort stehen sie &#8211; noch &#8211; kostenlos erneut zum<br />
Download, sie lassen sich auf CD brennen, auf den iPod laden oder<br />
mit anderen Musikstücken mixen.
</p>
<p>
Anders als früher kann heutzutage praktisch jeder, der Lust<br />
und Laune hat, mit Programmen wie &quot;Cool Edit Pro&quot;, &quot;Soundforge&quot;<br />
und &quot;P2P&quot; von seinem Wohnzimmer aus die neue Unterhaltungs-<br />
und Produzentensoftware voll ausnützen: einfach kurz aus dem<br />
Netz herunterladen und via Hackerseiten illegal gecrackt. So werden<br />
auch alle, die nicht Noten lesen können, zu Musikern, indem<br />
sie mit der Maus über den Bildschirm fahren und sich damit<br />
zufrieden geben, nicht zu verstehen was sich da in ihren Computern<br />
abspielt. Hauptsache es groovt, rockt oder klingt irgendwie.
</p>
<p>
Kurz: Wir bewegen uns in einer Welt, die geprägt ist von Drag-and-Drop-Design,<br />
in der computergestützte &#8211; oder allgemeiner: elektronisch unterstützte<br />
&#8211; Arbeiten sowie Urformen des Remixes wie Collagen oder Montagen<br />
längst zum Alltag gehören. Das Herunterladen von Image-<br />
und Sounddateien, das Kopieren von Script und Code wie auch Loopgrabbing-Aktionen<br />
sind moderne Arbeitsweisen geworden. In diesem Zusammenhang ist<br />
es wenig verwunderlich, dass nicht nur &quot;nerds&quot;, &quot;bedroom-hackers&quot;<br />
und radikale Open-Source-Vertreter sich des fertigen Materials anderer<br />
bedienen, um es in ihren Gedanken- und Produktionsprozess einfließen<br />
zu lassen.
</p>
<p>
Dass Bootlegging eher latent mit der Open-Source-Lobby verwandt<br />
ist als mit adoriertem DJ-Mainstream, zeigt sich etwa auch an den<br />
Arbeitsutensilien und deren Interface-Wert. Bootlegger pflegen keinen<br />
Gerätefetischismus wie Rock- oder Popbands. Sie basteln mit<br />
beschleunigten Medienschnittprogrammen (Acid, Soundforce oder Cool<br />
Edit Pro anstatt Fender, Yamaha oder Boss) an einer Komposition,<br />
oder besser gesagt: an einer Sound-Bricolage. Die konservierten<br />
Instrumentengeräusche und ihr früherer Kontext, wie sie<br />
mit Stimme und Text verbunden waren, scheint bei der zweiten &quot;geBastard-Pop-ten&quot;<br />
Version völlig überflüssig zu sein.
</p>
<p class="fett">
<b> Entzauberte Ohrwürmer</b>
</p>
<p>
Die Form eines traditionellen Popsongs bezieht sich auf den Standard<br />
von 3:30 Minuten. Wird diese Form verändert, etwa radikal verkürzt,<br />
und mit anderen Formen akkumuliert, sprich:abgemixt, so hören<br />
wir extrahierte,meist komprimierte, essentielle Bausteine des Pops.<br />
Das ist Bastard-Pop , eine Bootleg-Version bereits bestehender Songs.<br />
Allerdings haben sie in ihren neu arrangierten Formen eigentlich<br />
so gut wie nichts mehr mit dem Klangbild des Pops zu tun. Im Gegenteil:<br />
Sie wurden dadurch entzauberte Ohrwürmer. Ihre plötzlich<br />
mehrspurige Gesamtheit ist nicht wirklich leicht zu merken und animiert<br />
kaum zum Mitsingen. Was sie jedoch beim Zuhörer oder auch Produzenten<br />
hinterlassen, ist ein super-illusionistischer Raum, ein im Kopf<br />
erdachtes und mit neuen, beschleunigten Medien ausgeführtes,<br />
phantasmatisches Kunstwerk der heutigen Remix-crossover-Culture.
</p>
<p>
Das Stück &quot;<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Osymyso#Intro-Inspection" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Intro<br />
&#8211; Introduction</a>&quot; des britischen Künstlers Osymyso etwa<br />
vereint 101 Popintros auf einem zwölfminütigen Musikstück.<br />
Durch das kurze Anschneiden charakteristischer Pop-Passagen entstand<br />
ein eher kurzes <a href="http://www.xfm.co.uk/Article.asp?id=4911" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gedankenstakkato</a>,<br />
das keinen Anfang und keine Ende hat. Obwohl &quot;Intro &#8211; Introduction&quot;<br />
ausschließlich aus Veratzstücken von Pop-Songs besteht,<br />
kann man es selber nicht mehr dem Pop-Genre zuordnen: Dieses fremdartig<br />
klingende Soundexperiment.ist schlicht und ergreifend zu schwer<br />
tanzbar und hat zu wenig Ohrwurmpotenzial.
</p>
<p>
Bootlegging gilt als komplett neue Musikform , die ihre Wurzeln<br />
in Bereichen wie der Medleys, schnellen DJ-Mixes (Funkmaster Flex,<br />
DJ Spookey, DJ Godfather, etc.) oder auch des Jingles hat: eine<br />
kurze einprägsame Melodie, und im Falle von Jingles meist akustischer<br />
Bestandteil eines Werbespots. Ein gut gelungener Versuch unsere<br />
Gehöhrgänge neu zu parametrisieren, aber auch gleichzeitig<br />
mit dem Kitsch alter Zeiten mittels neuer hochmedialer Technologien<br />
aufzuräumen.
</p>
<p class="fett">
<b> Abtanzen auf Sound-Bricolages</b>
</p>
<p>
Anstatt also kommerziell erworbene Schallplatten mit Hilfe eines<br />
Hightech-Hardware-Equipments als zentrales Subjekt der Begierde<br />
aufzulegen, meist erhöht auf der Bühne einer Diskothek,<br />
geben sich clubfähig gewordene Nebenjob-DJs inzwischen mit<br />
Freeware, vielen MP3s und einer ISDN-Leitung zufrieden.
</p>
<p>
Bastard-Pop treibt die traditionellen Pop-Attitüden konsequent<br />
weiter: Die Autonomie des Künstlers ist noch stärker auf<br />
das Musikstück bezogen. Und die künstlerisch-kreative<br />
Koalition zwischen Interpret und seinem Song wird unwichtiger, ob<br />
die Texte wirklich vom Sänger sind, ob es Live oder Playback<br />
ist, spielt keine Rolle.
</p>
<p>
Bootlegging nimmt der individuellen und eigentlich bereits abgeschlossenen<br />
Musikproduktion den Mythos des Unberührbaren. Durch das Extrahieren<br />
von Stimmen (Acapella) und anschließende Verschmelzen in ein<br />
nicht minder bekanntes instrumentelles Begleitkonstrukt (Instrumentalversion),<br />
erhalten Stimme und Sound einen neuen, fast intimeren Bezug.
</p>
<p>
Bootlegger bräuchten eigentlich weder Label noch Promoter,<br />
geschweige denn eine eigene Bühne oder einen Club. Trotzdem<br />
erfahren Bootlegger, allen voran in Großbritannien, einen<br />
enormen Hype, auch kommerzieller Natur. Und dass manche von ihnen<br />
bereits einen Plattenvertrag bei einem Major in der Tasche haben,<br />
zeigt, wie weit Creative Commons-Überzeugungen und Marktwirtschaft<br />
nach wie vor auseinander liegen.</p>
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		<item>
		<title>Der Siegeszug der weißen Kopfhörer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Ein tragbarer MP3-Player von Apple hat seit 2001 die Musikbranche nachhaltig verändert. Momentan verhandeln Künstler, Nutzer und Plattenfirmen den Umgang mit Creative Commons-Lizenzen, Tauschbörsen und Musik-Podcasts jeden Tag neu.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein tragbarer MP3-Player von Apple hat seit 2001 die Musikbranche nachhaltig verändert. Momentan verhandeln Künstler, Nutzer und Plattenfirmen den Umgang mit Creative Commons-Lizenzen, Tauschbörsen und Musik-Podcasts jeden Tag neu.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Ein Blick in die S-Bahn genügt, um den Eindruck zu bekommen, dass Jugendliche mit MP3-Spielern verwachsen sind. Ohrstöpsel ragen aus den meisten Ohren, ihre Kabel verschwinden in Jackentaschen und Rucksäcken. Nicht wenige dieser Ohrstöpsel leuchten in strahlendem Weiß, der charakteristischen Farbe des wohl populärsten tragbaren Geräts namens iPod aus dem Hause Apple. Doch egal welcher Markenname die Musikquelle tatsächlich trägt, der iPod ist zum Symbol einer Generation geworden.
</p>
<p>
Hier geht es aber nicht nur um einen Namen. Zwar steht der Name iPod längst stellvertretend für alle tragbaren Musikplayer, den Walkman hat er schon lange verdrängt. Die unausgesprochene Nachricht ist eine tiefere, grundlegendere. Für eine ganze Generation von Kunden &#8211; oder besser: Nutzern – drücken diese Kopfhörer eine Haltung aus: digital statt analog. Wir hören, was wir wollen, wann wir wollen. Immer die freie Auswahl aus dem gesamten Musikkatalog der großen Musiklabels – und auch derjenigen Musiker, die nicht bei diesen Labels unter Vertrag stehen.
</p>
<p>
Beiläufig &#8211; und scheinbar unbewusst &#8211; erklären die jungen Digitalen damit das Musikgeschäft, wie es bisher funktionierte, für ungültig. Sie diktieren die neuen Regeln gleich mit: On demand soll alles zu Verfügung stehen, auf Abruf also, jederzeit. Günstig &#8211; oder im Optimalfall sogar umsonst. Und vor allem ortsunabhängig, die Musik soll überall mit hinkommen. Die althergebrachten Musiklabels reiben sich noch immer ungläubig die Augen: Wie konnte es soweit kommen?</p>
<p><b>Ein Blick zurück</b></p>
<p>Filesharing heißt das Zauberwort, das den Zugang zur Musik für Millionen von Hörern radikal veränderte. Spätestens mit der Online-Tauschbörse Napster war das Tauschen von Musik via Internet in aller Munde. Das war 1999. Die Internetverbindungen wurden schneller, Musik im MP3-Format konnte online versendet werden, die New Economy war auf ihrem Höhepunkt: Das Internet war auch für den Mainstream hip geworden. Napster erlaubte, die eigene Musik zum Download anzubieten und gleichzeitig frei – im Sinne von unbeschränkt und kostenlos &#8211; anderer Leute Musik auf den eigenen Computer herunterzuladen. Napster ging in ausufernden Rechtsstreitigkeiten unter, andere Peer-to-peer-<br />
<a href="http://www.mixburnrip.de/download.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tauschnetzwerke</a> wie Kazaa und BitTorrent tauchten auf. 2001 sorgte Apple mit dem iPod für die Massennutzung tragbarer MP3-Player und bewies mit der Online-Musikplattform iTunes, dass Kunden auch bereit sind, für herunterladbare Musik zu zahlen solange die Rahmenbedingungen stimmen.
</p>
<p>
Die New Economy ging zugrunde, die Musik blieb: Heute wird mehr Musik denn je per Internet verschickt, sowohl gegen Bezahlung wie auch auf Tauschplattformen. Doch keineswegs alle Musikstücke, die kostenfrei von einem Computer zum anderen kopiert werden, sind illegal.</p>
<p><b>Creative Commons erlaubt freies Kopieren</b></p>
<p>Viele Musiker haben längst erkannt, dass es sich durchaus lohnen kann, die eigene Musik – unter bestimmten Bedingungen – kostenfrei abzugeben. Zwei Trends zeichnen sich ab, wie dies geschehen kann: Als Marketing über Musikplattformen oder über weniger restriktive Lizenzmodelle.
</p>
<p>
Musik- und Selbstdarstellungsplattformen wie<br />
<a href="http://www.myspace.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a> können Künstlern helfen, sich ihrem Publikum direkt zu präsentieren. Finden sich online genug Hörer, ist der Erfolg auch offline nicht auszuschließen. In manchen Fällen endet das in einem<br />
<a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/criepe_musik_myspace_061221.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Plattenvertrag</a> wie bei der britischen Band<br />
<a href="http://www.arcticmonkeys.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arctic Monkeys</a>. Oder aber die Band gibt ihre Musik weiterhin kostenlos ab: Lizenzen wie<br />
<a href="http://www.creativecommons.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons</a> erlauben Künstlern seit 2002, nach einem einfach Set von Regeln die Nutzungsbedingungen für die eigenen Werke zu bestimmen und sie damit freizugeben. Die einfach verständlichen Lizenzen bieten Rechtsschutz für geistiges Eigentum und stellen sicher, dass beispielsweise Werke zwar kostenfrei kopiert und privat angehört werden können, kommerzielle Nutzung aber weiterhin der vorherigen Zustimmung bedarf.
</p>
<p>
Gerade bei elektronischer Musik oder HipHop ist es unverzichtbarer Teil der Kultur, auf bereits existierender Musik aufzubauen und daraus neue Kunstwerke zu schaffen. Creative Commons-Lizenzen gewährleisten die nötige rechtliche Grundlage und schützen Musiker wie<br />
<a href="http://www.dangermousesite.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJ Danger Mouse</a> vor empfindlichen Klagen: Danger Mouse schuf aus dem White Album der Beatles und dem Black Album von Jay Z ein neues Werk namens The Grey Album und wurde trotz – oder wegen – des großen Erfolgs prompt vom Musiklabel EMI wegen Copyright-Verletzungen abgemahnt.</p>
<p><b>Das neue Mitmach-Web</b></p>
<p>Günstiges, schnelles Internet und Mitmach-Plattformen wie MySpace, YouTube und Creative Commons-Lizenzen – diese neuen Rahmenbedingungen haben zu einer ganzen Kultur von Do-It-Yourself-Kulturproduktion geführt. Ob Text, Musik oder Film: Mit minimaler Technikkenntnis kann jeder zum Produzenten werden und seine eigenen Inhalte der Öffentlichkeit zugänglich machen.<br />
<br />
Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei das sogenannte Podcasting &#8211; abgeleitet aus den Begriffen für Rundfunk (engl. broadcasting) und dem Namen des MP3-Spielers iPod. Dieses neue Format könnte man als eine Art Radioprogramm zum Mitnehmen beschreiben, nur ohne die Beschränkungen des Radios: Da sich die einzelnen Sendungen eines Podcasts automatisiert herunterladen und auf den tragbaren Spieler kopieren lassen, ist niemand mehr an bestimmte Programmzeiten gebunden. Vor allem aber kann jeder mit einem handelsüblichen Computer selbst zum Produzenten und Sender werden.
</p>
<p>
<b>Wem gehören die neuen Inhalte?</b></p>
<p>Wer eigene Sendungen veröffentlicht, macht sich zum Teil des Mediensystems, viele Podcasts werden unter einer der Creative Commons-Lizenzen vertrieben. Was aber, wenn der Autor in seinem Podcast Musik einspielt? Noch vor einem Jahr gab es keine eindeutigen rechtlichen Regelungen, doch das könnte sich jetzt zumindest in Deutschland ändern: Die Musikrechte-Verwertungsgesellschaft GEMA versucht seit einigen Monaten mit einer speziellen<br />
<a href="http://www.gema.de/musiknutzer/senden/podcast.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lizenz</a>, für solche Podcasts zu kassieren.
</p>
<p>
Dass sich hieraus wieder ganz neue Probleme ergeben, wenn z.B. die GEMA Ansprüche auch bei solchen Songs geltend macht, die eigentlich unter einer Creative Commons-Lizenz<br />
<a href="http://netzpolitik.org/2006/creative-commons-vs-gema/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freigegeben</a> sind, zeigt vor allem: Wir stehen am Anfang einer Entwicklung, deren Verlauf für alle Beteiligten nicht absehbar ist.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Internet Makes the Musicstar</title>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter - vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Für Musiker werden Social-Network-Websites wie MySpace immer interessanter &#8211; vor allem für solche ohne Plattenvertrag. Die Seiten werden zur zweiten Bühne, sogar etablierte Plattenlabels stöbern dort mittlerweile nach hoffnungsvollen Talenten.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Bands wie die<br />
<a href="http://www.myspace.com/arcticmonkeys" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arctic Monkeys</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/lilymusic" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lilly Allen</a>,<br />
<a href="http://www.myspace.com/gnarlsbarkley" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gnarls Barkley</a> oder<br />
<a href="http://www.myspace.com/panicatthedisco" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Panic! at the Disco</a> haben vorgemacht, wie man mit Hilfe eines MySpace-Accounts einen Plattenvertrag bekommt. Ebenso die weniger talentierte<br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=kJuM9llMUeM" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grup Tekkan</a>, deren Lied „Du bist mein Sonnenlicht“ im März 2006 durch YouTube zunächst zur Lachnummer und dann zum Verkaufsschlager avancierte. Auch wenn sich derartige Erfolgsgeschichten nicht immer als wahr erwiesen haben, wie beispielsweise im Falle der britischen Künstlerin Lilly Allen, die bereits vor ihrer MySpace-Präsenz einen lukrativen Vertrag in der Tasche hatte, schaden sie nicht den Umsatzzahlen.
</p>
<p>
<b>Melodischer Schrott und musikalische Perlen</b>
</p>
<p>
Der Musikbereich war von Anfang an ein erklärter Schwerpunkt von MySpace. Die simple Idee von Mitbegründer Tom Andersen war es, Fans den direkten Kontakt mit ihren musikalischen Idolen zu ermöglichen. Mittlerweile zählt das Portal rund 130 Millionen registrierte User und hat es in den Club der<br />
<a href="http://www.welt.de/data/2006/07/13/956825.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">weltweit meistbesuchten Internetseiten</a> geschafft. Verantwortlich für diesen immensen Erfolg dürfte sein, dass sich jeder kostenlos eine virtuelle Präsenz und damit eine Bühne schaffen kann. In Zeiten, in denen jeder ein Popstar sein möchte, hat MySpace damit den Nerv der zumeist jungendlichen Nutzer getroffen. Der geneigte User kann Bilder, Musik und Videos hochladen, ein Blog betreiben sowie durch so genanntes ‚adden’ von virtuellen Freunden ein Netzwerk ausbauen. Die Zähler der Besucher- und Freundeszahlen geben anschließend Auskunft über die Beliebtheit. Da viele Nutzer offenbar aus eben diesem Grund möglichst viele Freunde anhäufen, lauten die meistgeposteten Kommentare schlicht „Thanks for the add“. Zu den inhaltlichen Defiziten gesellen sich oftmals noch die ästhetischen. Auf vielen Seiten blinkt es hier und dort, Text und Bild überlappen sich und die Grundsätze des guten Geschmacks werden schlicht über Bord geworfen. Doch neben den negativen gibt es durchaus positive Aspekte an MySpace: Beim Eintauchen in die MySpace-Welt lassen sich einige musikalische Perlen entdecken. Zahllose durchaus talentierte Künstler bieten ihre Songs dazu umsonst zum Download an. Zudem hilft die Vernetzung gleichgesinnten Musikern miteinander in Kontakt zu treten. Für viele Bands ist die MySpace-Präsenz daher inzwischen wichtiger als die offizielle Homepage.
</p>
<p>
<b>Aus dem Nichts zum Plattenvertrag</b>
</p>
<p>
„Richtig geil!“ dürften auch die Berliner Trash-Hip-Hopper<br />
<a href="http://www.myspace.com/ickeer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Icke und Er</a> MySpace finden. Die Geschichte des Duos entspricht dem modernen Internetmärchen. Sie stellten ihr selbstproduziertes Video zu ihrem Song „Richtig geil“ auf ihr MySpace-Profil. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete es sich in der virtuellen Gemeinde. Mittlerweile zählt ihre Seite mehr als 140.000 Besucher. Da ließ auch das Interesse der Offline-Medienwelt nicht lange auf sich warten. Der Song läuft im Radio, das Video auf MTV, selbst in Sendungen wie „Titel Thesen Temperamente“ tauchten die beiden Spandauer auf. Mittlerweile sind Icke und Er beim Plattenlabel der Fantastischen Vier,<br />
<a href="http://www.fourmusic.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Four Music</a>, untergekommen.<br />
<br />
Für Bands ohne Plattenvertrag könnte sich MySpace bald im wörtlichen Sinne bezahlt machen. Wie MySpace-Mitbegründer Chris DeWolfe<br />
<a href="http://www.pctipp.ch/webnews/wn/34216.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ankündigte</a>, plant das Unternehmen, Musikbörsen wie iTunes Konkurrenz zu machen. Rund drei Millionen registrierte Bands ohne Plattenvertrag sollen künftig selbst entscheiden, wie viel sie für den Download eines Songs auf ihrem Profil verlangen wollen. Ein kleiner, bisher nicht festgelegter Anteil soll dabei an das MySpace-Unternehmen fließen. Dies könnte ein lukratives Zubrot zu den Werbeeinnahmen werden, durch die sich MySpace bisher ausschließlich finanziert.
</p>
<p>
<b>Von der virtuellen auf die reale Bühne</b>
</p>
<p>
Auch in der Offline-Welt nutzen einige die Vermarktungspotenziale von MySpace. Seit kurzem holt der Berliner Club<br />
<a href="http://www.silverwings.de/cms/index.php" target="_top" rel="noopener noreferrer">Silverwings</a> MySpace-Talente auf die Bühne. Auf der dazugehörigen Website<br />
<a href="http://www.myspace-live.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">myspace-live.de</a> kann man aus acht Bands seinen Favoriten wählen. Die drei meistgewählten Bands werden dann live im Club zu bestaunen sein. Besucher mit einem MySpace-Account zahlen dabei nur die Hälfte an Eintritt – vorausgesetzt sie haben den Veranstalter in ihre Top-Freundesliste aufgenommen. Was bei der Konzertveranstaltung noch plausibel erscheint, mutet bei den Kooperationspartnern der MySpace-Live-Seite etwas seltsam an. Hotels und Hostels gewähren MySpace-Nutzern bei<br />
<a href="http://www.myspace-live.de/vacancy.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace-Vacancy</a> auf gleiche Weise Rabatt. Bei einem potenziellen Kundenkreis von mehr als 100 Millionen Usern bleibt abzuwarten, welche Formen der Crosspromotion in Zukunft noch auf die MySpace-Gemeinde zukommen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Das riecht nach Stellvertreterkrieg</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/musik-und-internet/das-riecht-nach-stellvertreterkrieg-3184/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Interview) Die GEMA will Gebühren von YouTube. Universal Music verklagt MySpace. Politik-digital.de wollte wissen, was jemand davon hält, der selbst tief in diesem Business verwurzelt ist. Im Interview spricht Tim Renner, Gründer des Labels 
<a href="http://www.motor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motor</a> und Ex-Chef von 
<a href="http://www.universal-music.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universal</a>, über die Musikbranche in Zeiten von Web 2.0.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Interview) Die GEMA will Gebühren von YouTube. Universal Music verklagt MySpace. Politik-digital.de wollte wissen, was jemand davon hält, der selbst tief in diesem Business verwurzelt ist. Im Interview spricht Tim Renner, Gründer des Labels<br />
<a href="http://www.motor.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Motor</a> und Ex-Chef von<br />
<a href="http://www.universal-music.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universal</a>, über die Musikbranche in Zeiten von Web 2.0.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>„Wir haben einen Auftrag“ ist das Motto der Motor-Gruppe. Welchen?</b><br />
<br />
Wir wollen spannende Musik zu den Menschen bringen. Unsere Musik soll nicht einfach nur im Hintergrund laufen und möglichst nicht stören. Wir wählen Stücke aus, die etwas Reizvolles, Neues bieten.
</p>
<p>
<b>MotorFM und MotorTV bieten gerade unbekannten Independent-Künstlern eine Plattform. Wie viele davon sind bei der GEMA gemeldet?</b><br />
<br />
Die meisten. Sich bei der GEMA anzumelden, ist heute nicht mehr so schwer. Künstler benötigen dazu keine Musikverlage. Ohne die Verträge, die die GEMA mit Sendeanstalten und Veranstaltern abgeschlossen hat und wahrnimmt, würden Künstler kaum an die Tantiemen für die Aufführung ihrer Stücke gelangen.
</p>
<p>
<b>Hat die GEMA nicht eigentlich längst ausgedient?</b><br />
<br />
Nicht wirklich. In Zeiten, in denen Musik überall aufgeführt werden kann, ist die GEMA für die Künstler sehr wichtig, um Absprachen zu treffen und die Gebühren einzusammeln. Bei CD-Produktion und -Verkauf sowie bei Downloads von Stücken aus dem Internet ist sie weit weniger bedeutend. Hier wäre, wie in anderen Ländern üblich, mehr Wettbewerb gefragt. Dann würde die GEMA sicher auch ihre Bearbeitungsgebühren stärker hinterfragen. Eine furchtbare Vorstellung wäre jedoch, die Künstler würden sich alle selbst vertreten wollen. Besonders die Arbeit im Radio würde das erschweren, also auch für uns bei Motor FM, denn wir müssten dann mit jedem einzelnen Künstler neue Verträge oder Lizenzvereinbarungen ausmachen.
</p>
<p>
<b>Die GEMA fordert von YouTube Gebühren, Universal Music, wo Sie zuletzt Geschäftsführer waren, verklagt MySpace. Also ist die GEMA im Recht und die großen Labels nicht?</b><br />
<br />
Urheberrechte müssen vergütet werden, wenn es zur Aufführung kommt. Auch bei YouTube. Von MySpace Geld dafür zu verlangen, dass die eigenen Künstler sich dort eingestellt haben, ist aber ein wenig eigenwillig. In einer Zeit, in der die großen Plattenfirmen sehr unter Druck stehen, riecht das nach Stellvertreterkrieg. Fakt ist, dass kleine Bands MySpace nutzen, um die Plattenfirmen zu umgehen. Und für große Künstler wie die Toten Hosen, Xavier Naidoo oder die Ärzte sind Plattenfirmen sowieso nur noch Vertriebsorganisationen. Die GEMA vertritt Autoren, der kann es egal sein, ob Plattenfirmen partiell überflüssig werden oder nicht.
</p>
<p>
<b>Was steckt dahinter?</b><br />
<br />
Bei einem Musikstück ist das so: Man muss den Autor vom Interpreten trennen, das ist nicht immer die gleiche Person. Der Autor verdient pro Aufführung seines Stückes und einsammeln tut das Geld für ihn die GEMA. Der Interpret verdient fast ausschließlich durch den Verkauf. Die Plattenfirma, sofern er eine hat, sorgt für die Produktion und vertritt somit die Interessen des Interpreten. Sie hält das Leistungsschutzrecht an der Aufnahme. Leistungsschutz ist verglichen mit Urheberrecht ein Sekundärrecht, daher lassen sich die Ansprüche der GEMA, auch im Internet, immer einfacher begründen.
</p>
<p>
<b>Sie sind aber nicht von der GEMA, sondern gehören zur Branche der Plattenfirmen, haben selbst ein neues Label gegründet. Und Sie finden die Forderungen an MySpace und Co. nicht gut?</b><br />
<br />
Generell habe ich Verständnis dafür, aber es führt auch zu einem Problem: Diese Praxis kann Innovationen verhindern. Denn eigentlich ist es für die Plattenfirmen hoch erfreulich, dass es die Neuen Medien gibt, sie bieten neue Kanäle, neue Vertriebs- und Verbreitungswege. Bei den „traditionellen&quot; Medien hat man es nach wie vor mit einer Bottleneck-Situation zu tun. Da muss man nur einmal Radio hören oder den Fernseher einschalten. Auf MTV und VIVA kommen kaum neue Songs von neuen Interpreten unter.
</p>
<p>
<b>Portale wie MySpace und YouTube zeigen, dass es auch anders geht, Sie bieten mit &quot;Du auf Motor&quot; ähnliches. Warum sind diese Web 2.0-Formate für die Musikbranche heute überhaupt so elementar?</b><br />
<br />
Das Web 2.0 definiert die Rolle der Musikwirtschaft neu: Dadurch, dass Bands erste Schritte selbst gehen können, gewinnen sie gegenüber dem industriellen Komplex von Vornherein an Souveränität. Und indem ein größeres Angebot entsteht, entwickelt sich auch der Markt musikalisch vielschichtiger.
</p>
<p>
<b>Was halten Sie von der Idee einer Kulturflatrate? Wäre sie eine realistische Alternative zur GEMA?</b><br />
<br />
Wichtig ist hier, dass der Staat eine klare Linie vorgibt. Entweder setzt sich eine klare Open-Source-Logik durch oder die Urherber- und Leistungsschutzrechte werden konsequent durchgesetzt. Ein Mittelweg ist keine Möglichkeit. Im Sinne einer so genannten Kulturflatrate könnte eine Umwandlung der GEZ-Gebühr zur Mediensteuer ein erster Schritt sein. Mit einer solchen zur Mediensteuer gewandelten GEZ-Gebühr würden einige Milliarden Euro zusammenkommen: Bands könnten leichter überleben, wenn daraus nicht nur der staatliche Bildungsauftrags-Rundfunk gespeist werden würde. Ohne eine solche Regelung gingen jedoch alle Open-Source-Gedanken in erster Linie zu Lasten der Künstler.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Hier gibt&#8217;s was auf die Ohren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/musik-und-internet/hier-gibts-was-auf-die-ohren-3337/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Christian Heise]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Dec 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Musik und Internet]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
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					<description><![CDATA[(Linkliste) Der MP3-Player ist noch nigelnagelneu, jetzt gilt es herauszufinden, was man mit ihm alles anstellen kann. Portale mit GEMA-freier Musik, Infos über die rechtlichen Hintergründe, 
Weblogs zum Thema - alles in der Übersicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Linkliste) Der MP3-Player ist noch nigelnagelneu, jetzt gilt es herauszufinden, was man mit ihm alles anstellen kann. Portale mit GEMA-freier Musik, Infos über die rechtlichen Hintergründe,<br />
Weblogs zum Thema &#8211; alles in der Übersicht.<!--break--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="fett"><b>Das Rechtliche</b><br />
</span><br />
<a class="fett" href="http://creativecommons.org/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://creativecommons.org/</a><br />
Creative Commons hat es sich zur Aufgabe gemacht, Autoren, Musikern<br />
und anderen Urhebern kreativer Werke zu helfen, ihre Schöpfungen<br />
auf innovative Art digital zu verbreiten. Dazu wurde ein Lizenzsystem<br />
entwickelt, das die einfache Verbreitung über das Internet<br />
unterstützt. Wie das genau funktioniert, erklärt Creative<br />
Commons-Chef Lawrence Lessig im <a href="http://netzpolitik.org/2006/netzpolitiktv-das-interview-mit-lawrence-lessig-bei-google-video/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videointerview</a>.<br />
Hintergrundwissen gibt&#8217;s in der Online-Version des Grassmuck-Buchs<br />
&#8220;<a href="http://freie-software.bpb.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freie Software</a>&#8220;.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.laut.de/vorlaut/feature/03581/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.laut.de/vorlaut/feature/03581/index.htm</a><br />
Infos über die Urheberrechtsnovelle – von laut.de, einem<br />
der größten Musikportale im deutschsprachigen Raum.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Die Portale</span> </b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.jamendo.com/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.jamendo.com/</a><br />
Ein kostenloses Portal für die digitale Verbreitung von CC-lizenzierter<br />
Musik. Es richtet sich vor allem an Künstler und Liebhaber<br />
französischer Songs.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.webstar.eu.tt%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.webstar.eu.tt</a><br />
Die &#8220;Börse für freie Musik&#8221; ist eine Initiative<br />
des österreichischen<br />
Vereins &#8220;Frohsinn&#8221; und bietet kostenlos Musik unter der<br />
&#8220;Lizenz für<br />
freie Inhalte (LFFI)&#8221; an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Die Labels </span></b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.netlabels.org%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://netlabels.org</a><br />
Die Portalseite für Netlabels. Mit einem Katalog aller Labels,<br />
die im<br />
Netz Musik frei anbieten und verbreiten wollen. Ähnlich wie<br />
eine Plattenfirma kümmert sich netlabels um den „Vertrieb&#8221;<br />
von Musik, nutzt dafür aber ausschließlich das Internet.</p>
<p><a class="fett" href="http://sonicsquirrel.net/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://sonicsquirrel.net/</a><br />
Die Seite mit dem Eichhörnchen ist eine Plattform für<br />
Netlabels. Ihr Anliegen ist, freie Musik zu fördern und Künstlern<br />
und Netlabels zu helfen, ihre Arbeit für eine breitere Masse<br />
zur Verfügung zu stellen. Außerdem gibt es Hintergrundinformationen<br />
zu Copyright, Digital Rights Management und Netzmusik.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.magnatune.com/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.magnatune.com/</a><br />
Ein Onlinemusikdienst, der sich als &#8220;Open Music Record Label&#8221;</p>
<p>bezeichnet. Hier können Songs, die unter der Creative Commons-Lizenz<br />
stehen, für den nicht-kommerziellen Gebrauch vom Künstler<br />
hoch und vom Musikfreund kostenlos runtergeladen werden.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.thinner.cc%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.thinner.cc</a><br />
Deutsches Netlabel, vergleichbar mit magnatune.com, besteht seit<br />
2001. Das Ziel von Thinner ist, &#8220;gute elektronische Musik weltweit<br />
zu verbreiten&#8221;. Für den privaten Gebrauch sind die Songs<br />
kostenlos.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Die Blogs etc.</span></b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.musikdieb.de%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.musikdieb.de</a><br />
Der Musikdieb-Blogger will zu einer Diskussion darüber anregen,<br />
ob man Musik (und damit geistige Werte im Allgemeinen) wirklich<br />
schützen kann und soll.</p>
<p><a class="fett" href="http://phlow.net%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://phlow.net</a><br />
Das Magazin für (freie) Musik und Netzkultur informiert über<br />
aktuelle<br />
Themen rund um Musik im Netz.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.podparade.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.podparade.de/</a><br />
Alle zwei Wochen gibt es die Podparade – eine Podcast-Sendung<br />
im klassischen Radiostil, deren Charts allerdings ausschließlich<br />
aus so genannter Podsafe-Musik, also GEMA-freien Stücken, bestehen.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.acowo.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.acowo.org</a><br />
Japanischer Podcast, der elektronische Musikschätze ausgräbt.<br />
Tendentiell schräg.</p>
<p><a href="http://spreeblick.com/trackback" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://spreeblick.com/trackback</a><br />
Podcast-Radio von Spreeblicker Johnny Haeusler über Blogs und<br />
Podcasts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Die Kampagnen und Initiativen </span></b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.wirhabenbezahlt.de/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.wirhabenbezahlt.de/</a><br />
Blog-ähnlicher Onlineauftritt einer Kampagne für legale,<br />
günstige und<br />
kopierschutzfreie Musik mit aktueller Berichterstattung über</p>
<p>&#8220;Urheberecht und Tauschbörsenkriminalisierung&#8221;. Die<br />
Macher haben in einer Kooperation mit gulli.com eine Unterschriftenaktion<br />
gegen Kopierschutz initiiert.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.ccc-r.de/boycott/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.ccc-r.de/boycott/</a><br />
Der Chaos Computer Club Regensburg hat in Eigenregie eine CD namens<br />
&#8220;Pimp my Rights, Vol. 1&#8221; produziert, alles lizensiert<br />
nach Creative Commons-Regeln, versteht sich. Mit 17 Liedern, unter<br />
anderem von den Baestie Boys, rufen die Regensburger CCC-ler zum<br />
Boykott der Musikindustrie auf.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.fairsharing.de%20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.fairsharing.de</a><br />
Die Initiative von Attac, FoeBuD e.V. und der Grünen Jugend<br />
plädiert für<br />
die Legalisierung von Filesharing und die Einführung einer<br />
öffentlichen Kulturflatrate.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.releasethemusic.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.releasethemusic.org/</a><br />
&#8220;Release the Musik&#8221; ist eine Kampagne der britischen NGO<br />
<a href="http://www.openrightsgroup.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Rights Group</a>. Ziel ist, die Allgemeinheit für freien Zugang zu<br />
Wissen, digitalen Rechtsangelegenheiten und Datenschutz zu sensibilisieren.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.net-lag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.net-lag.de/</a><br />
Hinter Net-lag steckt eine Berliner Party-Initiative, bei deren<br />
Veranstaltungen nur freie Musik aufgelegt wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Die Industrie </span></b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.gema.de/presse/fachaufsaetze/internet.shtml%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.gema.de/presse/fachaufsaetze/internet.shtml</a><br />
Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische</p>
<p>Vervielfältigungsrechte (GEMA) ist als Verwertungsgesellschaft<br />
mit der Wahrnehmung von Urheberrechten betraut. Zu diesem Zweck<br />
treibt sie Gebühren für die Musikwiedergabe ein. Die Beträge<br />
werden auf jene Künstler, Komponisten und Texter verteilt,<br />
die Mitglied der GEMA sind.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.vtm-stein.de/gema.htm%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.vtm-stein.de/gema.htm</a><br />
Informationen über GEMA und GEMA-freie Musik.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b><span class="fett">Der Rest</span> </b></p>
<p><a class="fett" href="http://www.ram.org/ramblings/philosophy/fmp.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.ram.org/ramblings/philosophy/fmp.html</a></p>
<p>Der Artikel &#8220;The Free Music Philosophy&#8221; von 1997 ist einer<br />
der ersten Beiträge über freie Musik im nicht-kommerziellen<br />
Sinne.</p>
<p><a class="fett" href="http://openmusic.linuxtag.org/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://openmusic.linuxtag.org/</a><br />
Ein etwas älteres Projekt des Linustages.</p>
<p><a class="fett" href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/78229%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.heise.de/newsticker/meldung/78229</a><br />
Ein Bericht über Geschäftsmodelle, wie mit freier Musik<br />
Geld zu verdienen ist.</p>
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