<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Pixelstriche &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/category/pixelstriche/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:41 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Pixelstriche &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kunst auf CD</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/kunst_auf_cd_0-79/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/kunst_auf_cd_0-79/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:44:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Nachschlagewerk]]></category>
		<category><![CDATA[Alte Nationalgalerie]]></category>
		<category><![CDATA[Bildarchiv]]></category>
		<category><![CDATA[CD-ROM]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstsammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/kunst_auf_cd_0-79/</guid>

					<description><![CDATA[<p><b>Kunst auf CD</b></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Kunst auf CD</b></p>
<p><b>Nach dreijähriger Sanierung wurde die Alte Nationalgalerie auf der Berliner Museumsinsel Ende 2001 neu eröffnet. Zur Einweihung haben die Staatlichen Museen zu Berlin Preußischer Kulturbesitz (SMPK) einen Gesamtkatalog sowie eine CD-ROM herausgegeben. </b><b>Anstatt sich also den langen Warteschlangen vor der Alten Nationalgalerie auszusetzen, kann man während des ersten großen Ansturms gemütlich vom Desktop zu Hause in den Genuß der wunderbaren Kunstsammlungen gelangen.</b></p>
<p> Mit über 2000 Bildern und 900 Kurzbiographien der Künstler ist die CD ein hervorragendes multimediales Nachschlagewerk zur Kunst des 19. Jahrhunderts, von der Romantik bis zum Sezessionsstil. <br />&#8220;Mit einer Datensammlung von dieser Größe stehen wir im internationalen Vergleich gut da&#8221;, erklärt Dr. Andreas Bienert von der Abteilung Information und Kommunikation der <a href="http://www.smb.spk-berlin.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SMPK</a>. Das Pariser <a href="http://www.louvre.fr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Louvre</a> oder das <a href="http://www.metmuseum.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Metropolitan Museum of Art</a> in New York verfügt jedenfalls nicht über derartiges Angebot. Möglichst komplett sollte die CD sein, heißt sein Credo. Gemeinsam mit dem deutschen Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte in Marburg habe man sich auf ein puristisches Layout geeinigt. Der Vorteil dabei sei, dass die Benutzeroberfläche verschiedenen Bedürfnissen gerecht werde. So können Kunstexperten und interessierte Laien gleichermaßen davon Gebrauch machen. Zwar sollen mit der CD-ROM gerade junge Leute angesprochen werden, so Anne Wagner-Junker von der <a href="http://www.smb.spk-berlin.de/ang/s.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alten Nationalgalerie</a>. Auf interaktive Elemente wurde jedoch bewusst verzichtet. Bienert betont: &#8220;Unser Anspruch war es, die schiere Masse der Sammlung zu dokumentieren&#8221;. </p>
<p>Wer noch nicht die Möglichkeit hatte, den Tempel der vornehmlich deutschen Kunst des 19. Jahrhunderts zu betreten, kann sich mit der CD-Rom einen Vorgeschmack verschaffen. Dabei verrät sie mehr über die ursprüngliche Originalsammlung als die Ausstellung selbst. Auf der CD vertreten sind nämlich alle Werke, die einst im Besitz des Museums waren, also auch die in Kriegswirren verschollenen oder zerstörten 628 Gemälde der ursprüngliche Kollektion.Die CD-Rom ist gut strukturiert und bietet eine verständliche, benutzerfreundliche Navigation. Neben allgemeinen Informationen zur Geschichte der Alten Nationalgalerie und ihrer Sammlung kann der Anwender die Bilder, nach Künstlern oder nach Themen geordnet, auf den Bildschirm rufen. Diese zwei unterschiedlichen Arten der Kategorisierung haben einen entscheidenden Vorteil: Wer sich zum Beispiel nach dem Besuch der Ausstellung nur noch an ein Motiv erinnern kann, nicht aber an der Künstler oder Titel des Bildes, der kann über thematische Indizien das Bild wiederfinden. In neun Fächern sind die Gemälde nach Themen unterteilt, die im weitesten Sinne mit Natur, Geschichte, Literatur oder der Bibel in Verbindung gebracht werden könnten. Natürlich kann man auch die Suchmaschine der CD bemühen. In eine leicht bedienbare Maske gibt man Stichworte zur Art des Werks, Entstehungsort oder -datum ein. Relativ schnell wird dann auf ein Objekt der Sammlung verwiesen. Die Suche ist zwar nicht immer von sofortigem Erfolg gekrönt, man kann aber am Ende viel Zeit sparen, wenn man nicht alle 2471 Werke der Bestandsdokumentation einzeln durchgehen will. </p>
<p>Eine große Bereicherung bedeutet die CD-ROM in jedem Fall für alle Kunstschüler- und studenten. Neben einer kurzen Beschreibung und Ausstellungshinweisen zu jedem Bild, finden sich Biographien und jede Menge Literaturquellen zu den jeweiligen Meistern und ihren Werken. Der pädagogische Mehrwert für faule Studenten: Die eingebaute Kopiersperre verhindert das Schreiben von Haussarbeiten nach der Copy &#038; Paste Methode. Natürlich sind alle Texte und Bilder urheberrechtlich geschützt, die Rechte liegen zum größten Teil bei der SMPK. </p>
<p>Ein originelles, wenn auch nicht unbedingt notwendiges Spielzeug sind außerdem das Lichtpult und die Sammelmappe, in die man Bilder und Textdokumente nach Wahl ablegen und dann in dieser Konstellation wieder aufrufen kann. Dies erlaubt zum Beispiel den Vergleich mehrer Werke, die aufeinander Bezug nehmen oder in gemeinsamer Tradition stehen.</p>
<p>Die Systemvoraussetzungen der CD-ROM sind Standard; allerdings funktioniert der Datenträger nur auf PCs und nicht auf Macintosh-Computern. Aus Kostengründen wurde auf eine Version für den Mac verzichtet. Eigentlich ist am falschen Ende gespart, wenn man bedenkt, dass ein Großteil der User, die sich professionell oder in der Freizeit mit Kunst und Bildverarbeitung beschäftigen, den Mac bevorzugt. Wer die CD-ROM auf seinem PC abspielen möchte, muss mindestens mit Windows 98 ausgestattet sein. Gefordert sind außerdem 30 MB freier Festplattenspeicher und 800x 600Pixel/16 BIT. <br />Da die CD-ROM auf XML basiert, ist sie inkompatibel mit dem Netscape Communicator. Allerdings befindet sich der Internet Explorer mit auf der CD und kann nachinstalliert werden.</p>
<p>Alles in allem ist die CD-ROM eine echte Bereicherung zur Ausstellung. Sie bereitet den Museumsbesuch inhaltlich interessant vor, eignet sich auch sonst als umfangreiches Nachschlagewerk und vor allem macht sie Lust auf mehr Kunst. Beim Kauf des Silberlings sollte der Kunstbegeisterte sich jedoch kein X für ein U vormachen lassen. Der Ausstellungskatalog zusammen mit der CD-ROM kostet deutschlandweit im Buchhandel stolze &euro; 35. Wer jedoch direkt im Museumsshop zuschlägt, kann das gleiche Packet für &euro; 19,90 ergattern. Die CD-ROM ist dort auch einzeln zum Preis von &euro; 12,90 erhältlich. Und wenn man dann schon einmal da ist, lohnt es sich sicher, die Bilder auch im Original anzuschauen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/kunst_auf_cd_0-79/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Gesucht und gefunden</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[fsteglich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Kriminalität]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandel]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstraub]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Art-Loss-Register]]></category>
		<category><![CDATA[Datenbank]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/</guid>

					<description><![CDATA[LOST ART im Internet]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>LOST ART im Internet<!--break-->
                    </p>
<p>
                      <strong>Die Suche nach verschwundenen Kunstwerken war jahrzehntelang eine mühsame Arbeit. Ermittler mussten Museumskataloge wälzen, Auktionen und Kunsthändler auf allen Kontinenten besuchen und in staubige Archive steigen. Seit einigen Jahren versuchen staatliche und private Initiativen, mit den Möglichkeiten des Internet den verschollenen Werken und Eigentümern auf die Spur zu kommen.</strong>
                    </p>
<p>26.000 Teppiche, 33.000 Gemälde, Zeichnungen und Grafiken, 53.000 sonstige Kunstwerke. So viele Kulturgüter sind allein in Deutschland als gestohlen gemeldet. Kunstdiebe und Hehler schaffen es immer wieder, geraubte Objekte an Händler oder Sammler zu verkaufen, weil diese die Herkunft nicht ausreichend überprüfen wollen oder können. Die beste Möglichkeit, jedem potenziellen Kunstkäufer alle Daten für eine Identifizierung zur Verfügung zu stellen und damit Diebesgut unverkäuflich zu machen, ist das Internet. Das haben öffentliche Stellen ebenso wie private Initiativen erkannt und stellen zunehmend ihre Datenbanken online. Die mit Verlustgeschichten, Aktenzeichen und Fotografien gefütterten Verzeichnisse können nach Werk oder Schöpfer durchsucht werden. Kunstkäufer haben damit eine realistische Chance, ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Sorgfaltspflicht nachzukommen und die &#8220;Provenienz&#8221;, also die Herkunft des Werkes zu überprüfen. Ein positiver Nebeneffekt solcher virtueller Archive ist die Möglichkeit, sie dezentral zu &#8220;lagern&#8221;. So kann verhindert werden, was mit der Kunstabteilung der US-Zollbehörde in New York geschehen ist: Deren Archiv befand sich im Nebengebäude Nr. 6 des World Trade Centers und wurde bei den Anschlägen am 11. September 2001 vernichtet.</p>
<p>
                      <strong>Das Art Loss Register</strong>
                    </p>
<p>Die älteste und erfolgreichste Internet-Datenbank zu gestohlener Kunst ist das<br />
                    <a href="http://www.artloss.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Loss Register</a> (ALR) mit Hauptsitz in London. Es wurde 1991 von<br />
                    <a href="http://www.artloss.com/Asp/About/mn_shareholders.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Versicherungsunternehmen, Auktionshäusern</a> und der<br />
                    <a href="http://www.ifar.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">International Foundation for Art Research</a> (IFAR) gegründet. Die IFAR hatte seit den 1970er Jahren ein Archiv über geraubte Kunstwerke angelegt und begann 1987, dieses in eine elektronische Datenbank zu überführen. Auf Vorschlag des Auktionshauses Sotheby`s http://www.sothebys.com wurde diese zum Art Loss Register ausgebaut. Dort kümmern sich nun 20 Mitarbeiter um Suchanfragen und um 10.000 neue Diebstahlmeldungen jährlich &#8211; und das mit Erfolg: Bereits 6 % aller verschwundenen Kunstwerke können jedes Jahr mit Hilfe der Datenbank, die rund 100.000 Einträge umfasst, identifiziert werden. So kamen seit der Gründung etwa 1.000 Funde im Gesamtwert von 100 Millionen Dollar zusammen.</p>
<p>Neben Versicherern und Kunsthändlern, die aus eigenem Interesse digitale Archive gestohlener Kunst aufbauen, stellen auch staatliche Ermittlungsbehörden Fahndungsseiten ins Netz.<br />
                    <br />Auf der Homepage des &#8221;<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/aboutus.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Theft Program</a>&#8221; veröffentlicht das FBI vermisste Objekte nach Kategorien unterteilt. In der Rubrik &#8220;Special Cases&#8221; werden besonders spektakuläre Fälle, wie der Diebstahl von 20 Gemälden aus dem Anwesen einer spanischen Bauunternehmerin im August 2001, vorgestellt. Die Privatsammlung, die unter anderem einen Brueghel und mehrere Goyas umfasste, ist bislang noch nicht wieder aufgetaucht. Unter der Rubrik &#8220;Recoveries&#8221; finden sich unter anderem<br />
                    <a href="http://www.fbi.gov/hq/cid/arttheft/recoveries/geronimo/geronimo.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">exotische Fälle</a> wie der des Kriegskopfschmucks von Apachen-Häuptling Geronimo. Einem Verkauf über das Internet kamen Undercover-Agenten des FBI zuvor.</p>
<p>Auf den<br />
                    <a href="http://www.bundeskriminalamt.de/text/fahndungg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fahndungsseiten</a> des Bundeskriminalamtes sind dagegen nur die 12 meistgesuchten Kunstwerke des Jahres zu sehen. Das deutsche Pendant der US-Bundesbehörde bietet damit ein eher mageres Angebot, das kaum Vorteile gegenüber einem herkömmlichen Fahndungsplakat aufweist. Deutlich fortschrittlicher ist<br />
                    <a href="http://www.interpol.int/Public/WorkOfArt/Default.asp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interpol</a>. Zusätzlich zu den ins Netz gestellten Postern mit den &#8220;Most Wanted Works&#8221; gibt es eine Liste mit den aktuell gemeldeten Fällen, eine umfangreiche Zusammenstellung von sichergestellten Objekten, deren rechtmäßige Besitzer noch nicht gefunden wurden und, wie beim FBI, eine Auswahl bereits aufgeklärter Fälle. Interpol bringt außerdem alle zwei Monate eine in drei Sprachen erhältliche CD-Rom heraus, auf der weit über 10.000 vermisste Kunstwerke zusammengefasst sind.</p>
<p>Sowohl das Art Loss Register wie auch die staatlichen Datenbanken beschäftigen sich hauptsächlich mit aktuellen Fällen von Kunstdiebstahl. Andere Projekte konzentrieren sich auf die Suche nach Werken, die während des NS-Regimes oder infolge des Zweiten Weltkriegs verschollen sind. Neben der<br />
                    <a href="http://www.comartrecovery.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Commission for Art Recovery</a>, einer Unterorganisation des<br />
                    <a href="http://www.wjc.org.il/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">World Jewish Congress</a>, deren Datenbank allerdings nicht öffentlich einsehbar ist, ist dies vor allem die<br />
                    <a href="http://www.lostart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lost Art Internet Database</a> in Deutschland.</p>
<p>
                      <strong>Die Lost Art Internet Database</strong>
                    </p>
<p>Seit 1994 recherchiert und dokumentiert die &#8220;Koordinierungsstelle der Länder für die Rückführung von Kulturgütern&#8221; Kunstwerke, die im Zusammenhang mit dem Nationalsozialismus verschollen sind. Darunter fallen die von den Sonderkommandos der Wehrmacht oder der SS für das geplante Führermuseum in Linz zusammengeraubten Objekte aber auch die sogenannte Beutekunst, die von den Alliierten während des Krieges &#8220;verbracht&#8221; wurde.<br />
                    <br />Das so entstandene interne Archiv ist seit April 2001 auch im World Wide Web verfügbar und verzeichnet beachtliche Zugriffszahlen: Durchschnittlich 150.000 Seiten werden seit dem Start jeden Monat aufgerufen. Beim Aufbau der Datenbank und der Website half die AG Datenbanken der<br />
                    <a href="http://www.uni-magdeburg.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg</a>. In der sachsen-anhaltinischen Landeshauptstadt sitzen auch die Mitarbeiter von Koordinierungsstelle und Lost Art-Projekt. Als einer der ersten Erfolge konnte im vergangenen Sommer ein lange vermisstes Gemälde des niederländischen Malers van de Velde an seine Eigentümer übergeben werden.</p>
<p>Auch mit den mehreren zehntausend bei Lost Art verzeichneten Objekten sind allerdings nicht alle vermissten Kunstwerke an einer Stelle erfasst. Zwar tauschen sich die einzelnen öffentlichen und privaten Datenbankanbieter untereinander schon lange aus, ein zentraler Zugriff auf deren Archive ist aber nicht möglich.</p>
<p>Das könnte sich bald ändern. Im November 2001 fand in Magdeburg eine internationale Fachkonferenz unter dem Titel &#8220;Datenbankgestützte Dokumentation von Kulturgutverlusten&#8221; statt, zu der Experten aus neun Staaten anreisten. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die auf die einzelnen Projekte verteilten Datensammlungen mit dem Ziel einer möglichst großen Öffentlichkeit vernetzt werden müssen. Nach den Worten von Dr. Michael Franz, Projektleiter der Lost Art Internet Database, ist eine Meta-Suchmaschine geplant, mit der in allen digitalen Archiven zugleich nach vermissten Kulturgütern geforscht werden kann. Ein internationaler Standard, der als Grundlage für die vernetzte Suche dienen könnte, ist mit der &#8220;Object ID&#8221; bereits jetzt vorhanden.</p>
<p>
                      <strong>Object ID</strong>
                    </p>
<p>Das<br />
                    <a href="http://www.getty.edu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Getty Information Institute</a> entwickelte 1997 in Zusammenarbeit mit Kunstsachverständigen und Kriminologen ein<br />
                    <a href="http://www.object-id.com/checklist/check_eng.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Formular</a> zur Registrierung von Kunstobjekten jeder Art. Dabei werden exakte Angaben zum Künstler und seinem Werk &#8211; zu Technik, Material, Maße, Besonderheiten, dem Marktwert und der Herkunft aufgezeichnet. Zusammen mit Fotografien lässt sich mit Hilfe der als &#8220;Object ID&#8221; bezeichneten Checkliste jedes Kunstwerk eindeutig identifizieren.<br />
                    <br />Die<br />
                    <a href="http://www.axa-art.de/servlet/PB/menu/1006095/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Axa Art</a>, eine der größten Spezialversicherungen für Kunst weltweit, versichert Kunstwerke schon seit längerem nur noch, wenn sie zuvor über die Object ID registriert wurden.</p>
<p>Das Blättern in papiernen Akten wird zwar auch in Zukunft nicht völlig aus dem Alltag der Spurensucher verschwinden – eine vereinheitlichte, gleichzeitige Suche in allen Online-Datenbanken wird jedoch die Recherche beschleunigen und den Verkäufern geraubter Kunst das Leben schwerer machen.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstlostart-shtml-2669/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kunstmarkt im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstkunstkauf-shtml-2801/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstkunstkauf-shtml-2801/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Galerie]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst-Portal]]></category>
		<category><![CDATA[Kunstmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Auktion]]></category>
		<category><![CDATA[Kunsthandel]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkulturnetzkunstkunstkauf-shtml-2801/</guid>

					<description><![CDATA[Mit Kunst lässt sich im Netz Geld machen, das beweisen unterschiedliche Online-Portale. Es handelt sich dabei um Dienstleistungsunternehmen wie artnet.com oder eyestorm.com, die die Vermittlung von Informationen über den Kunstmarkt mit den Datenbanken und Lagerbeständen von Galerien koppeln und somit zu Kunstmessen virtueller Natur werden. Auch renommierte Galerien und führende Auktionshäuser wie sothebys.com nutzen das Web, um Sammlern Kunst anzubieten. Und nicht zuletzt bietet das Internet den Hauptakteuren, den Künstlern, die Möglichkeit sich und ihre Kunst weltweit zu präsentieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit Kunst lässt sich im Netz Geld machen, das beweisen unterschiedliche Online-Portale. Es handelt sich dabei um Dienstleistungsunternehmen wie artnet.com oder eyestorm.com, die die Vermittlung von Informationen über den Kunstmarkt mit den Datenbanken und Lagerbeständen von Galerien koppeln und somit zu Kunstmessen virtueller Natur werden. Auch renommierte Galerien und führende Auktionshäuser wie sothebys.com nutzen das Web, um Sammlern Kunst anzubieten. Und nicht zuletzt bietet das Internet den Hauptakteuren, den Künstlern, die Möglichkeit sich und ihre Kunst weltweit zu präsentieren.<!--break-->
                    </p>
<p>Wer schon immer einmal von einem Kunstwerk seines Lieblingskünstlers an den eigenen vier Wänden geträumt hat, das nötige Kleingeld dafür besitzt, aber nicht mit den Spielregeln auf dem Kunstmarkt vertraut ist, dem kann geholfen werden. Vorbei ist das nervöse Nägelkauen vor der Eingangstür einer Galerie. Die Portal-Site für Kunst im Web<br />
                    <a href="http://www.artnet.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artnet.com</a> bietet Kunstinteressierten seit 1995 den kostenlosen Service, sich einen umfassenden Überblick über die Angebote internationaler Galerien zu machen. Mittlerweile sind es 1.300 Händler, die bei artnet vertreten sind. Über die alphabetische Auflistung der Künstlernamen gelangt man zu den Galeristen, die den gesuchten Künstler vertreten. Kaufen kann man allerdings nicht im Netz, dafür muss man sich mit der Galerie in Verbindung setzen. Ein weiteres Angebot der Seite informiert über die Preisentwicklung der Künstler auf dem internationalen Kunstmarkt und verhindert, dass man über&#8217;s Ohr gehauen wird. Seit März 1999 gibt es auch Auktionen bei artnet, die nach schleppenden Beginn mittlerweile so gut laufen, dass sogar Objekte im Wert von 20000 bis 30000 Dollar verkauft werden. 1999 hat artnet 1 Million Dollar erwirtschaftet, mit steigender Tendenz. Hans Neuendorf, Mitbegründer der<br />
                    <a href="http://www.artcologne.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Art Cologne</a> und CEO von artnet, hat sich mit diesem Dienstleistungskonzept auch Respekt bei der Konkurrenz verschafft. In einem Interview nannte der Chairman des Auktionshauses<br />
                    <a href="http://www.phillips-auctions.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phillips</a>, Simon de Pury, den ehemaligen Hamburger Galeristen einen &#8220;Visionär, der mit dem Internet die Markterweiterung vorangetrieben hat.&#8221;</p>
<p>
                      <strong>Wie wäre es mit einem knackigem Paul Newman, fotografiert von Dennis Hopper?</strong>
                    </p>
<p>Übersichtlicher, poppiger und mehr auf den interessierten Laien zugeschnitten ist der Konkurrent<br />
                    <a href="http://www.eyestorm.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eyestorm.com</a>. Per Mausklick kann man hier Werke von Künstlern wie Damien Hirst, Helmut Newton, Andy Warhol oder Jeff Koons online kaufen. Die Preise sind moderat, da keine Unikate, sondern limitierte Editionen angeboten werden. Wie wäre es mit einem jungen, knackigem Paul Newman am Strand, fotografiert von Dennis Hopper? Handsigniert ist das Kunstwerk für 500 Dollar zu haben. Wem es dann doch nicht gefällt, kann das gute Stück innerhalb von 28 Tagen bei Geld-zurück-Garantie wieder loswerden. Um das Geschäft anzukurbeln, knüpft eyestorm ungewöhnliche Kontakte mit branchenfremden Firmen. In Kooperation mit der Fluglinie Virgin können sich Reisende im Londoner Clubhouse der Flughäfen Heathrow und Gatwick Kunstwerke aus dem Angebot ansehen, sozusagen als Lückenfüller zwischen zwei Flügen, bei denen man sich dann die Zeit mit Kunstkauf am mitgebrachten Laptop vertreiben kann. So dürfte das Kalkül der eyestorm Manager aussehen, zumindest haben sie sich damit eine clevere Variante ausgedacht, ihr Angebot bekannt zu machen. Das renommierte britische Auktionshaus<br />
                    <a href="http://www.sothebys.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sothebys</a> ist in der Branche bekannt genug, aber auch hier haben die Marketingstrategen das Internet als wichtigen Marktplatz erkannt &#8211; im Gegensatz zu den Konkurrenten<br />
                    <a href="http://www.christies.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christie&#8217;s</a> und<br />
                    <a href="http://www.phillips-auctions.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Phillips</a>, die keine online auctions im Programm haben. Bei Sotheby&#8217;s gibt es nicht nur bildende Kunst zu ersteigern, sondern auch Bücher, Keramik, Möbel, Schmuck, Silber, Uhren und sogar Briefmarken. Bei einem Ausflug in die Rubrik Kunst stieß die Autorin auf eine T-Shirt-Studie von Keith Haring für 1900 Dollar, drückte auf den Button &#8220;Bid&#8221; und erhielt den Hinweis, dass ihr Bietgesuch vor allen Teilnehmern im Netz geheim gehalten werden würde. Sehr beruhigend, aber 1900 Dollar sind auch kein Pappenstiel. Zeitgenössische Kunst ist aber auch bei Sotheby&#8217;s ab 600 Dollar zu haben.</p>
<p>
                      <strong>Deutsche Kunst-Portale sind nicht sehr professionell</strong>
                    </p>
<p>Im deutschsprachigen Raum gibt es keine vergleichbaren professionellen Angebote. Verschiedene Internet-Portale geben einen Überblick über die deutsche Kunstszene wie<br />
                    <a href="http://www.art-in.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">art-in.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.artscene.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artscene.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.galeriendeutschland.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">galeriendeutschland.de</a> oder<br />
                    <a href="http://www.art-edition.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">art-edition.de</a>. Andere bieten Werke junger Talente online zum Kauf an, zum Beispiel auf<br />
                    <a href="http://www.bigart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigart.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.dogmagallery.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dogmagallery.com</a>,<br />
                    <a href="http://www.gama-art.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gama-art.de</a>,<br />
                    <a href="http://www.artonnet.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artonnet.de</a>. Für Berater in Sachen Kunst ist eine Website mittlerweile zum wichtigen Akquiseinstrument geworden. Die Kunstagentur<br />
                    <a href="http://www.kunstagentur-thomessen.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomessen</a> berät Unternehmen und Sammler, entwickelt individuelle Konzepte zur Ausstattung von Unternehmensräumlichkeiten und präsentiert diese als computergenerierte Animationen. Beim Kauf eines Kunstobjekts übernimmt sie den Transport, die fachgerechte Hängung und Rahmung, was je nach Aufwand seinen Preis hat und für Interessierte mit kleinem Geldbeutel wohl nicht in Frage kommt. Zielgruppe der<br />
                    <a href="http://www.kunstberatung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunstberatungen</a> sind deshalb vor allem Unternehmen, die das Engagement für Kunst als wichtigen Imagefaktor entdeckt haben. Die Agentur<br />
                    <a href="http://www.connecting-art.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">connecting-art.com</a> arbeitet gezielt mit sechs jungen Künstlern zusammen, die je nach Vorstellung des Unternehmens Kunstwerke für die Präsentation in den Geschäftsräumen schaffen. Dieses Konzept nennen die Macher corporate art. Es steht für &#8220;unternehmensspezifische Kunstprojekte, die wir in unserer interdisziplinären Gruppe aus der Synergie von Kunst und Marketing entwickeln.&#8221; Inwieweit man das Konzept allerdings noch der Kunst zuordnen kann, ist fragwürdig, da das Unternehmen ganz ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückt. Es handelt sich um ein Geschäftsmodell, in dem die Kunst vor dem Profit-Gedanken in den Hintergrund gerät.</p>
<p>
                      <strong>Nutznießer des Internet sind vor allem junge Künstler</strong>
                    </p>
<p>Die Organisation einer Ausstellung in einer Galerie ist eine teure Angelegenheit. Der Transport der Kunstwerke, die Versicherung und die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit kosten viel Geld. Etablierte Künstler, die von einer Galerie professionell vertreten werden, brauchen sich darüber keine Gedanken zu machen, da die Kosten vom Händler übernommen werden. Aber besonders für junge Künstler ist es schwierig, auf dem Kunstmarkt wahrgenommen zu werden. Bereits genannte Web-Sites wie<br />
                    <a href="http://www.bigart.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigart.de</a> oder<br />
                    <a href="http://www.dogmagallery.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dogmagallery.com</a> präsentieren junge Kunst, ebenso wie<br />
                    <a href="http://www.artist-window.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">artist-window.de</a>, die Künstler in alphabetischer Reihenfolge vorstellt und mit denen der Interessent zwecks Kauf individuell in Kontakt treten kann.<br />
                    <br />Das Portal<br />
                    <a href="http://www.kunstdirekt.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kunstdirekt.net</a> bietet viele Serviceleistungen für Künstler an. Zu fairen Preisen kann man sich eine Homepage bauen lassen, die kostenlos in die Linklisten eingetragen wird. Außerdem werden auf Anfrage digitale Werkkataloge auf CD-Rom erstellt. Voraussetzung, um sich bei<br />
                    <a href="http://www.germanartists.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">germanartists.de</a> für eine Monatsausstellung zu bewerben, ist eine funktionstüchtige und dokumentatorische Homepage. Ausgestellt werden alle Genres der bildenden Kunst.</p>
<p>Auffällig bei vielen deutschen Kunst-Portalen ist die Konzentration auf den präsentierten Inhalt, also die Kunst und ihre Künstler, was sinnvoll erscheint. Das Design und der Aufbau der Seiten lässt leider oft zu wünschen übrig, ebenso wie die Qualität, in der die Kunstwerke wiedergegeben werden. Der direkte Blick auf das Original kann durch eine Internetpräsenz nicht ersetzt werden, aber die Möglichkeiten, sich zu informieren und unkompliziert Kontakt zu Künstler und Sammler aufzunehmen, werden dadurch erweitert.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstkunstkauf-shtml-2801/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Museum im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstmuseum-shtml-2850/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstmuseum-shtml-2850/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Museum]]></category>
		<category><![CDATA[Museumspädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Museumsportal]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkulturnetzkunstmuseum-shtml-2850/</guid>

					<description><![CDATA[Jeder, der schon einmal vor dem Original seines Lieblingsbildes gestanden hat, weiß: Dieser Eindruck ist durch nichts zu ersetzen. Weder Kunstdruck noch Poster, weder Postkarte noch Foto kann die Ausstrahlung wiedergeben, die ein Original hat. Was kann dann ein Museum mit dem Medium Internet anfangen? Ein Rundgang durch die virtuellen Angebote einiger bedeutender Ausstellungsstätten gibt da Aufschluss.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jeder, der schon einmal vor dem Original seines Lieblingsbildes gestanden hat, weiß: Dieser Eindruck ist durch nichts zu ersetzen. Weder Kunstdruck noch Poster, weder Postkarte noch Foto kann die Ausstrahlung wiedergeben, die ein Original hat. Was kann dann ein Museum mit dem Medium Internet anfangen? Ein Rundgang durch die virtuellen Angebote einiger bedeutender Ausstellungsstätten gibt da Aufschluss.<!--break-->
                    </p>
<p>Für viele Kuratoren ist das Internet nicht viel mehr als das letzte Instrument, um Informationen &#8220;nach draußen&#8221; zu bringen. Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Adressen, einige Informationen zu den aktuellen Ausstellungen, darin erschöpft sich zum Beispiel der Auftritt des<br />
                    <a href="http://www.mfmk-muenchen.com/inhaltsverzeichnis/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museums für Moderne Kunst München</a>, der<br />
                    <a href="http://www.mkg-hamburg.de/Inhalt/index.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Staatlichen Kunstsammlungen Dresden</a>, des<br />
                    <a href="http://www.wkv-stuttgart.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Württembergischen Kunstvereins</a> und des<br />
                    <a href="http://www.landesmuseum-stuttgart.de/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Württembergischen Landesmuseums Stuttgart</a>. Immerhin &#8211; wer nur die Basisinformationen sucht, ist hier noch gut bedient. Andere, wie das<br />
                    <a href="http://www.sprengel-museum.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sprengel Museum Hannover</a>, das<br />
                    <a href="http://www.museum-folkwang.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museum Folkwang Essen</a> oder die<br />
                    <a href="http://www.hypo-kunsthalle.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung München</a>, bieten kaum einen Anreiz, zurückzukehren: Eine lieblose Gestaltung, verbunden mit einer umständlichen Navigation lassen, wie auch im wirklichen Leben, den virtuellen Besucher mit dem Gefühl zurück, dass er hier nicht wirklich erwünscht ist.</p>
<p>Dabei hat das Internet auch einem Museum viel zu bieten. Die museumspädagogische Vorbereitung auf die Ausstellungen kann mit umfangreichen Hintergrundinformationen gespickt werden, die zusammen mit den Abbildungen der Ausstellungsstücke ein bewusstes Sehen erleichtern. Das<br />
                    <a href="http://www.darmstadt.gmd.de/Museum/HLMD/willkom.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hessische Landesmuseum Darmstadt</a> bietet beispielsweise einen virtuellen Rundgang durch das ganze Museum, und wie im eigentlichen Gebäude kann der Besucher hier entscheiden, ob er dem vorgegebenen Weg folgen möchte oder nach eigenen Interessensschwerpunkten selbst einzelne Räume ansteuert. Auch in der<br />
                    <a href="http://www.staatsgalerie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Staatsgalerie Stuttgart</a> kann man einen Rundgang durch die Sammlung unternehmen, zusätzlich aber auch durch die Gebäude surfen und mehr über die Architektur erfahren, so dass schon beim virtuellen Besuch ein guter Eindruck dessen entsteht, was einen vor Ort erwartet.</p>
<p>Noch tiefer einsteigen kann der Besucher dort, wo die Museumspädagogik von interaktiven Elementen Gebrauch macht. Im<br />
                    <a href="http://www.staedelmuseum.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Staedelschen Kunstinstitut Frankfurt</a> kann man den bewussten Blick auf das Kunstwerk mit einem Puzzle trainieren; zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich Bilder als Bildschirmhintergründe und in näherer Zukunft auch als Bildschirmschoner herunterzuladen. Wer es noch genauer wissen will, kann sich hier auch in der Rubrik &#8220;Hinter den Kulissen&#8221; über Neuerwerbungen, Restaurierungen und Forschungsergebnisse informieren. Ähnlich geht das<br />
                    <a href="http://www.mak.frankfurt.de/index_2.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Museum für Angewandte Kunst</a>, gleichfalls in Frankfurt, vor. Unter der Rubrik &#8220;Ausstellungsreihen&#8221; können ganz Mutige ihr Wissen online testen, zum Beispiel bei der Entscheidung, was Original und was Fälschung ist. Abbildungen stehen zum Download bereit, und wenn es auch keinen Rundgang durch das ganze Museum gibt, so besteht zumindest die Möglichkeit, sich die mietbaren Räumlichkeiten in einer Panorama-Ansicht anzuschauen. Als Highlight empfindet das Museum selbst seinen Einsatz neuer Medien (in der realen Welt): Mit WAP, drahtlosem Internet im ganzen Haus und Computerterminals zur Hintergrundinformation wird Museales mit Modernem verknüpft.</p>
<p>Noch mehr state-of-the-art gibt sich die<br />
                    <a href="http://www.bundeskunsthalle.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunst- und Ausstellungshalle</a> der Bundesrepublik Deutschland, leider in einer sehr umständlichen und unverständlichen Navigation. In zahlreichen Filmchen werden auf der &#8220;Movie-Seite&#8221; Ausstellungen und Künstler vorgestellt, Dokumentationen und Konzertmitschnitte angeboten. Erweitert wird dieses Angebot (angeblich) durch Web-TV (KAV-TV), bei dem allerdings nicht klar ist, wann dort tatsächlich ein Programm läuft. Schade &#8211; die Idee ist gut, die Umsetzung lässt noch zu wünschen übrig.</p>
<p>Leider wird von den interaktiven Möglichkeiten auf den Museums-Sites noch nicht ausreichend Gebrauch gemacht. Nur wenige Museen bieten Newsletter, Gästebuch oder Foren an, und nur die<br />
                    <a href="http://www.deutsche-guggenheim-berlin.de/index1.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsche Guggenheim Berlin</a> und die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland sind auf die Idee gekommen, dass man auch E-Cards versenden kann. Da, wo es um Geld geht, haben die Verantwortlichen schon öfter die Vorteile des Netzes erkannt. Publikationen, Kataloge und Artikel aus dem Museumsshop können bei der Staatsgalerie Stuttgart, bei der<br />
                    <a href="http://www.kunstsammlung.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen</a> oder bei der<br />
                    <a href="http://www.hamburger-kunsthalle.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburger Kunsthalle</a> online bestellt werden. Auch die Anmeldung zu Führungen und Veranstaltungen ist teilweise online möglich, ebenso haben die Fördervereine mancher Museen die Online-Mitgliedschaft entdeckt.</p>
<p>Insgesamt bleibt jedoch der Eindruck, dass die Museen größtenteils die Möglichkeiten, die ihnen das Internet bietet, noch nicht ausschöpfen. Gerade im museumspädagogischen Bereich wären weitaus mehr Angebote denkbar, denn wer mehr Einblick hat und sich mit Spaß auf Kunst einlässt, wird auch öfter die Ausstellungen besuchen. Die Vorreiter &#8211; das Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, die Staatsgalerie Stuttgart und das Frankfurter Staedel &#8211; zeigen ausbaufähige Ansätze. Wünschenswert wäre aber eine noch breitere Einbeziehung der Öffentlichkeit in die musealen Welten.</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunstmuseum-shtml-2850/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Transmediale .02</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunsttransmediale-shtml-3003/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunsttransmediale-shtml-3003/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jan 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pixelstriche]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Festival]]></category>
		<category><![CDATA[Medienkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Transmediale]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/netzkulturnetzkunsttransmediale-shtml-3003/</guid>

					<description><![CDATA[Vom 5. - 10. Februar findet erstmalig in Berlin das Internationale Medienkunstfestival 
                      Transmediale statt. Veranstaltungsort ist das Haus der Kulturen der Welt. Unter dem Motto ‚go public' werden Künstler im Dialog mit den Besuchern aufgefordert, eine neue Öffentlichkeit zu schaffen und neue Ideen für die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums im digitalen Zeitalter zu entwickeln.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 5. &#8211; 10. Februar findet erstmalig in Berlin das Internationale Medienkunstfestival<br />
                      <a href="http://www.transmediale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Transmediale</a> statt. Veranstaltungsort ist das Haus der Kulturen der Welt. Unter dem Motto ‚go public&#8217; werden Künstler im Dialog mit den Besuchern aufgefordert, eine neue Öffentlichkeit zu schaffen und neue Ideen für die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums im digitalen Zeitalter zu entwickeln.<!--break-->
                    </p>
<p>Explorativ soll sich mit der kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung der digitalen Medien auseinandergesetzt werden; Fragen nach der sich verändernden Rolle der Öffentlichkeit in der globalen Infosphäre werden auf den Grund gegangen und die zunehmende Kommerzialisierung des öffentlichen Raumes, also auch des Internet, kritisch betrachtet. Mit Video- und Soundinstallationen, Internetprojekten, CD-ROMs und anderen interaktiven Technologien suchen die Künstler nach Wegen, den Fragen und Antworten, die die digitale Gesellschaft aufwirft, Ausdruck zu verleihen.</p>
<p>Im Mittelpunkt steht unter anderem das Projekt des Amerikaners Kenneth Rinaldo. Sein Werk &#8221;<br />
                    <a href="http://www.ok-centrum.at/presse/cyberarts01/rinaldo.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autopoiesis</a>&#8221; ist ein kybernetisches Ballett, das aus dem Zusammenspiel von zehn Roboterskulpturen und den Reaktionen der Besuchern entsteht. Vertreten sind auch der<br />
                    <a href="http://www.ccc.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chaos Computer Club</a> mit seiner Berliner<br />
                    <a href="http://www.blinkenlights.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blinkenlights-Installation</a>. Die<br />
                    <a href="http://www.notbored.org/the-scp.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Surveillance Camera Players</a> kritisieren mit ihrem Projekt die Überwachungsmechanismen in der heutigen Gesellschaft durch Video- und Datenüberwachung. Special guest der Transmediale .02 ist<br />
                    <a href="http://www.nicht-wegsehen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ira Schneider</a>, ein Veteran der Videokunst, der seine 1970 gegründete Zeitschrift &#8216;Radical Software&#8217; zusammen mit Peter Weibel, Leiter des<br />
                    <a href="http://www.zkm.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZKM Karlsruhe</a>, vorstellt. Ein weiteres Kunstspektakel sind die New Russian Media Artists, die ihr post-sowjetisches Werk &#8220;Rituale des Verstehens&#8221; präsentieren.<br />
                    <br />Die Transmediale ist in verschiedene Veranstaltungen unterteilt. Das bunte Angebot setzt sich aus Ausstellungen, der Verleihung des Transmediale Award, einer Media Lounge, Workshops, einer mehrtägigen Konferenz und Clubnächten zusammen.</p>
<p>Aus 800 Einsendungen haben drei international besetzte Jurys insgesamt 16 Projekte zur Nominierung aufgestellt. Die Teilnehmer sind in drei Kategorien unterteilt: Unter den Titel &#8216;Image&#8217; fallen Videoarbeiten sowie nicht-lineare Bewegtbilder. Die Kategorie &#8216;Interaction&#8217; umfasst offene, interaktive Systeme, in denen die Handlung des Teilnehmers tatsächliche Veränderungen auslöst. In der letzten Sparte &#8216;Software&#8217; stehen die Gestaltung und Ausführung von Computercodes im Zentrum der Arbeit. Am 9. Februar werden im<br />
                    <a href="/edemocracy/netzkultur/netzkunst/Haus%20der%20Kulturen%20der%20Welt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haus der Kulturen der Welt</a> (HKW) die Sieger ermittelt und mit dem € 5000 schweren Transmediale Award gekürt.</p>
<p>Die besten Arbeiten des Wettbewerbs werden im Anschluss an und begleitend zur Transmediale auch dem breiteren Publikum auf Videoscreenings präsentiert.<br />
                    <br />In der Media Lounge im Foyer des Hauses der Kulturen der Welt werden 35 internationale Projekte gezeigt, darunter die e-Commerce Seite von Michael Mandiberg (USA), der dort seinen ganzen Besitz, einschließlich der Unterwäsche, Kreditkarte und einem Stück Lebenszeit, verkauft.</p>
<p>Software-Kunst, Web-Movies, nicht-lineare Bildgeschichten, interaktive Sound-Maschinen und Webprojekte aus aller Welt sind in der eintrittsfreien Ausstellung vertreten und bei allen dreht es sich um das Motto &#8216;go public&#8217;. Die Arbeiten vom Image-Wettbewerb kann man an Videoterminals einsehen. Auch das gesamte Videoprogramm des Festivals steht dort &#8216;on demand&#8217; zur Verfügung. Die Media Lounge dient nicht nur als Ausstellungsraum, sondern bietet einen anregenden Treffpunkt für die Besucher des Festivals mit gemütlichem Ambiente, Video-Großprojektionen und Ambient Musik.</p>
<p>Die theoretische Seite kommt auf dem Medienfest ebenfalls nicht zu kurz: Auf vier Podiumsveranstaltungen diskutieren Künstler, Medienmacher, Gesellschafts- und Kulturwissenschaftler über die Themen der digitalen Gesellschaft: Es geht unter anderem um die Veröffentlichung des Privaten, Globalisierung in den Medien, die Bedeutung von digitalen Bildern und Softwarekunst. Die Konferenz wird in Kooperation mit der<br />
                    <a href="http://www.bpb.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bundeszentrale für politische Bildung</a> veranstaltet.<br />
                    <br />Die praktisch Veranlagten und Wissbegierigen können in verschiedenen Workshops unter anderem die Kunst des Hacking erlernen, Comics in Flash entwerfen und elektronische Musik komponieren.</p>
<p>Audiovisuelle Kunst vom Feinsten wird an 12 Abenden im Club Transmediale angeboten. Bekannte Berliner DJs, unterstützt von Video Jockeys, sogenannten VJs, aus der internationalen Szene, legen bis spät in die Nacht ihre Platten auf. Elektronische Musik in Verbindung mit Videoimprovisationen verspricht einen aufregenden Mix und soll einen absoluten Ohren-/Augenschmaus garantieren.</p>
<p>Die Transmediale wird veranstaltet von den Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt, gefördert von Haupstadtkulturfonds, dem Senat von Berlin, Filmboard Berlin-Brandenburg und der Europäischen Kommission, MEDIA Programm. Ein Festival-Pass kostet zwischen € 100 und € 75, die Eintrittspreise der einzelnen Veranstaltungen variieren von € 3 bis € 20. Mehr Infos unter Service / Information auf<br />
                    <a href="http://www.transmediale.d" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.transmediale.de</a>.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 17.01.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/pixelstriche/netzkulturnetzkunsttransmediale-shtml-3003/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
