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	<title>Social Networks &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Social Networks &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Lasst uns Politik intelligenter machen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bklein]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Campaigns Wikia]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Jimmy Wales ist längst eine Ikone. Jetzt hat der Wikipedia-Erfinder ein neues Web2.0-Format gegründet: ein Wiki speziell für Kampagnen. Wales hofft, dass so mehr politische Partizipation entsteht.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Das Engagement für Umweltschutz, Plädoyers für Steuerreformen oder einfach Wahlkampf für den neuen Gouverneur von Maine – all das hat einen neuen Platz im Netz bekommen: das Kampagnen-Wikia von Jimmy Wales. Das Motto des Wikipedia-Gründers: „What better place than here? What better time than now?“ Der Satz steht auf dem Rücken eines grauen T-Shirts, ein Foto davon prangt auf der Startseite des neuen<br />
<a href="http://campaigns.wikia.com/wiki/Campaigns_Wikia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Web 2.0-Projekts</a>, das Wales im Juli 2006<br />
<a href="http://news.com.com/2100-1028_3-6091151.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ins Leben gerufen</a> hat.</p>
<p>Mit der Erfindung der freien Online-Enzyklopädie Wikipedia hat der 40-Jährige eigentlich alles erreicht. Aber Ansehen allein scheint ihm nicht zu reichen: Vom 160.000-Einwohner-Städtchen Huntsville im US-Bundesstaat Alabama aus will er helfen, Politik intelligenter und demokratischer zu gestalten, und traditionelle Medienkanäle mit Graswurzel-Engagement ersetzen. Die Idee ist nicht neu: Kommunikation über ein Wiki ist schnell, unkompliziert und diskursiv. Nur konsequent also, dass das Prinzip von „Campaigns Wiki“ auf der Ursprungsidee von Wikipedia basiert: Beiträge können und sollen sich ständig verändern. Im Rahmen der Partizipationsmöglichkeiten steht es jedem frei, eine Kampagne zu eröffnen und um potenzielle Unterstützer zu wetteifern. Wikianer können selbstverständlich auch die Kampagnen anderer Nutzer unterstützen, sie können sie aber auch angreifen, kritisieren oder verbessern.
</p>
<p>
<b>Querdenker aller Bundesländer<br />
<br />
</b><br />
<br />
Das Potenzial für Kampagnen-Wikia ist hoch, das Angebot scheint allerdings kaum einer zu kennen. Momentan gibt es gerade einmal<br />
<a href="http://kampagnen.wikia.com/wiki/Kampagnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">acht deutsche Kampagnen</a>: „Querdenker alle Bundesländer vereinigt Euch“, heißt eine, „Handy weg“ oder „Grundeinkommen statt Hartz IV“ fordern andere. Auf der englischsprachigen Seite gibt es da schon mehr. Aber von Erfolg sind die Kampagnen noch nicht gekrönt.<br />
<br />
Wenn es nach Jimmy Wales ginge, würden sich Mandatsträger nationaler oder auch subnationaler Parlamente an den Kampagnen beteiligen und rege mitdiskutieren. Allerdings scheint das bislang keinem der teilnehmenden Wikianer mit einer seiner Kampagnen gelungen zu sein. Ein weiteres Problem: die Anonymität. Denn jeder Nutzer kann, ohne „Spuren“ zu hinterlassen, jede Art von Kampagne starten und auch alles auf seine Art kommentieren. Das führt natürlich zu nicht ganz ernst gemeinten Kampagnen und Kommentaren und verleiht dem Kampagnen-Wikia nicht gerade ein hohes Maß an Seriosität.
</p>
<p>
Das Ziel: mehr politische Partizipation. Also etwas, das weder konventionelle Rundfunkmedien noch die darin erzeugte „Rundfunkpolitik“ leisten kann. Dieses Engagement ist für Jimmy Wales in mehreren Varianten denkbar: Man kann sich auf eine Mailing-Liste setzen lassen, sich aktiv am Wiki beteiligen und – am allerwichtigsten – Dritte über das Projekt informieren, um so eine weit gestreute und gut ausgebaute Community herzustellen. Die Seiten der einzelnen Kampagnen unterscheiden sich teilweise in ihrem Aufbau. Mal hat man die Seitenstruktur in Kategorien aufgeteilt: erstens die Kampagne, zweitens Pro- und Contra-Argumente und drittens Hintergrundinfos. Eine weitere mögliche Seitenstruktur ist ein Fließtext, in dem am Ende offen diskutiert werden kann, ähnlich wie bei Wikipedia. Je nach Land oder Kampagne können sich die Seiten weiter unterscheiden. Das Kampagnen-Wikia steht in mehreren Sprachen zur Verfügung, die Übersicht ist dabei nach Ländern sortiert. Interessant ist, dass Seiten der europäischen Länder eine Übersicht „europäische Kampagnen“ haben, in denen länderübergreifend europäische Kampagnen gestartet und diskutiert werden können. Ein weiterer Menüpunkt verweist auf „Internationale Kampagnen“ in jeder Sprache, so dass es für Diskussionen keine Länder- oder Kontinentgrenzen gibt.
</p>
<p>
<b>Meine Kampagne ist Privatsache</b></p>
<p>Allerdings ist momentan weder die Beteiligung an Kampagnen noch die Eröffnung von Kampagnen ein „Renner“. Die geringe Beteiligung lässt sich dabei nicht nur in Deutschland beobachten, auch aus anderen Ländern kommt kaum Zuspruch. Wie bei vielen neuen Online-Projekten scheitert der Erfolg bislang an der entsprechenden Kommunikation nach „außen“. Nur Freunde und Bekannte über sein Projekt zu informieren, reicht eben nicht, um eine international erfolgreiche Initiative zu etablieren.</p>
<p>Kurz: Kampagnen-Wikias sind zur Zeit ausschließlich private Initiativen ohne Anbindung an staatliche Institutionen. Die Beteiligung von Mandatsträgern steht noch in den Sternen, ist aber nicht ausgeschlossen. Aber letztlich sind die Diskussionsergebnisse durchaus wertvoll &#8211; auch ohne die Integration politischer Entscheidungsträger. Der Erfolg misst sich eher daran, wie viele Nutzer sich regelmäßig am Wikia beteiligen. Was das Ganze mit tatsächlicher politischer Entscheidungsfindung zu tun haben könnte, ist erst einmal Nebensache.</p>
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		<title>Ich 2.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[jsommerhaeuser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Das Internet ist eine Zeitfressmaschine. Und für alle mit einer digitalen Identität erst recht. Julia Sommerhäuser berichtet in ihrem poldi-Journal über die Nebenwirkungen von Social Software – einem Leben als &#34;Ich 2.0&#34;.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Das Internet ist eine Zeitfressmaschine. Und für alle mit einer digitalen Identität erst recht. Julia Sommerhäuser berichtet in ihrem poldi-Journal über die Nebenwirkungen von Social Software – einem Leben als &quot;Ich 2.0&quot;.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
03.04.2006, 13.30 Uhr<br />
<br />
Heute fange ich an – heute wird mein erster Eintrag online gestellt. Ab heute bin ich ein Blogger! Ich schreibe eine Dissertation und brauche einen virtuellen Kummerkasten. Damit ich meine Freunde nicht ständig mit meinen Fortschritten beim Schreiben oder Monologen über die lähmende Wirkung leerer Word-Dokumente nerve. Nun nerve ich eben mein Weblog. Ein Entschluss, der aus der Neugier heraus geboren ist. Ich will wissen, wie man ein richtiger Blogger wird. In den Büchern steht, dass jeder bloggen kann und alles ganz einfach ist. Also gut, dann mal los.
</p>
<p>
03.04.2006, 17.30 Uhr<br />
<br />
Angemeldet bin ich, ein Layout habe ich auch, allerdings hapert es mit verschiedenen Features, die ich gerne noch in mein neu erstelltes Weblog einbauen möchte. Wie immer: Aller Anfang ist schwer – zumindest nicht ganz so leicht, wie es in den Büchern steht.
</p>
<p>
03.04.2006, 17.35 Uhr<br />
<br />
Das erste<br />
<a href="http://sommerhaus.blogg.de/index.php?tag=03&amp;monat=4&amp;jahr=2006" target="_self" rel="noopener noreferrer">Posting</a> ist online. Das typische erste Posting. Ich teile mit, um was es im „Sommerhaus am Stadtrand“ gehen soll. Ob es jemanden interessiert?<br />
<br />
Andere Fragen drängen sich mir auf: Worüber schreiben Blogger überhaupt? Was ist ihnen wichtig? Und wer macht so was eigentlich noch außer mir? Um Antworten zu finden, stöbere ich eine Zeit lang in anderen Weblogs, doch ich kann keine Gemeinsamkeiten finden. Mal bloggt der Student, dann der Hausmeister oder eine Mutter – und alle berichten von was anderem.<br />
<br />
Ich bin von meinem ersten Tag in der Blogosphäre ziemlich überrumpelt und versuche, mehr zu erfahren. Doch auch die großen Onlinemedien helfen mir nicht weiter. Ich beschließe, es wie der Weblogger<br />
<a href="http://notizen.typepad.com/aus_der_provinz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Breuer</a> zu halten. Der weiß: „Eine der ganz wenigen Aussagen, die mit ‚Die Blogger’ beginnt und uneingeschränkt stimmt, geht mit ‚betreiben ein Weblog’ weiter. Alles andere ist meist Bullshit.“ Beruhigt gehe ich ins Bett.</p>
<p>21.04.2006<br />
<br />
Ich schreibe, regelmäßig, mal mehr, mal weniger ausführlich. Aber: Hallo Blogger?! Wo ist eure Reaktion?! Keine Zugriffe in den ersten Tagen … meine Statistik dümpelt bei Null. Nicht, dass mir eine große Leserschaft wichtig wäre – aber irgendwie träumt doch jeder von seiner persönlichen<br />
<a href="http://www.spreeblick.com/2004/12/12/jamba-kurs/" target="_parent" rel="noopener noreferrer">Jambastory</a>…</p>
<p>22.04.2006, 11.39 Uhr<br />
<br />
Der erste Kommentar! Jemand hat einen Kommentar hinterlassen! Ich fühle mich großartig und schreibe direkt eine Antwort. Ich habe tatsächlich jemanden dazu anregen können, meinen Beitrag zu kommentieren. Ich bin Journalist, ich bin Blogger! Ich bin der König des Web 2.0!</p>
<p>06.05.2006<br />
<br />
Ich habe jetzt schon durchschnittlich zehn Leser pro Tag. Also schreibe ich mit Elan weiter, auch mehrmals täglich. Mittlerweile wohne ich fast vollständig im „Sommerhaus am Stadtrand“. Ich richte es ein: mit einer Wetterkarte, einer Biografie und Linklisten. Manchmal muss ich auch saubermachen; dann wird der ganze Spam rausgeschmissen.
</p>
<p>
10.05.2006, 21.23 Uhr<br />
<br />
Der nächste Schritt in meiner Bloggerkarriere. Jemand sagt mir, dass er meinen Beitrag sehr gut findet und deswegen verlinkt hat. Ich habe mein erstes<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Trackback" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trackback</a> bekommen!
</p>
<p>
21.06.2006<br />
<br />
Meine Nutzerkommentare sind wie ein virtueller Gehaltscheck – eine Belohnung für erbrachte Leistungen. Ich freue mich, wenn ich meine Leser dazu anregen kann, etwas zu hinterlassen. Und ich habe auch schon meine eigene Jambastory – allerdings mit etwas weniger Kommentaren: zehn, um genau zu sein. Aber für den Erfahrungsbericht in Sachen<br />
<a href="http://sommerhaus.blogg.de/eintrag.php?id=38" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pfand-Rücknahme</a> würde ich mir schon den Pulitzer Preis zuerkennen ;-).<br />
<br />
Inzwischen kontrolliere ich jegliche Weblog-Aktivitäten bereits vor dem Frühstück. Ich durchforste die Blogosphäre nach interessanten Geschichten, stelle meine Beiträge ein und schaue die<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RSS-Benachrichtigungen</a> durch. Und wo ich gerade dabei bin: Schnell noch beim<br />
<a href="http://www.studivz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">StudiVZ</a> und bei<br />
<a href="http://www.xing.com">OpenBC</a> die Kontakte pflegen, den<br />
<a href="http://www.podster.de/view/410" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieblingspodcast</a> herunterladen und vielleicht noch zwei, drei Zeilen in unserem<br />
<a href="http://kowiki.uni-muenster.de/index.php/Hauptseite" target="_top" rel="noopener noreferrer">studentischen Wiki</a> schreiben. Von Frühstück keine Rede mehr – ich verdrücke direkt das Mittagessen.</p>
<p>21.11.2006<br />
<br />
Mein Alltag hat sich verändert.<br />
<br />
Immer öfter rutscht mir raus: „Das muss ich gleich erst einmal bloggen.“ Sei es beim Einkauf, im Kino oder in der Uni – immer gibt es für das Auge des Bloggers etwas zu entdecken. Man fühlt sich wie ein Profireporter, nur eben ohne Presseausweis. &#8216;Amateur journalism’ nennt die Wissenschaft das. Ich würde sagen: Karla Kolumna in Echtzeit.<br />
<br />
Manchmal fragen meine Eltern, was ich da auf meiner Webseite eigentlich so mache. Wenn ich ihnen erkläre, dass ich<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/User_Generated_Content" target="_blank" rel="noopener noreferrer">user generated content</a> poste, meine<br />
<a href="http://www.sciencegarden.de/berichte/200112/nxetzwer/netzwerk.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">social networks</a> pflege und mich in der<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Online-Community" target="_self" rel="noopener noreferrer">Online-Community</a> umsehe, erhalte ich nur ein verwirrtes „Aha“ als Antwort. Die neue Generation 2.0 ist da.
</p>
<p>
Wenn ich mein „Sommerhaus“ verlasse und mich an meine Dissertation zum Thema Weblogs setze, hält die Wissenschaft Einzug in meine Blogosphäre. Da heißt es dann &#8216;Weblogs als neuer Journalismus’, &#8216;Weblogs und Gegenöffentlichkeit’ oder &#8216;Qualitätssicherung in Weblogs’. Es werden Fragen gestellt: Ob Weblogs den Journalismus verdrängen und wie Qualität gesichert und kontrolliert werden kann.<br />
<br />
Die Presse sei immer nur so frei wie ihr<br />
<a href="http://www.heise.de/ct/05/19/148/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kontostand</a>, steht da, und dass Weblogs deswegen so nützlich seien. Sie könnten ein Ersatz zu den kommerziell orientierten Medien und eine Verbesserung des<br />
<a href="http://www.dejavu.org" target="_self" rel="noopener noreferrer">Web 1.0</a> sein. Nun würden keine Homepages mehr geschrieben, sondern Weblogs; es würden keine Onlinestreams mehr hoch-, sondern Podcasts runtergeladen.
</p>
<p>
Weblogs seien „Teil dieser heimlichen<br />
<a href="http://medienrevolution.dpunkt.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienrevolution</a>“. Das klingt hochtrabend, aber richtig. Ich fühle mich als Revolutionär, weil ich erzähle, was mich interessiert und was ich erlebe. Ich erzähle es auf meine Weise – ohne Redaktionsschluss, Verleger oder Linientreue. Und das Beste: Es gibt Menschen, die das lesen – als Blogger merkt man, dass auch das stinknormalste Leben spannend sein kann.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Von Memex und Menschenrechten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Social Software]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Was hat es denn nun mit dieser viel zitierten Social Software wirklich auf sich? Was verbirgt sich hinter den gehypten Fassaden? Und was davon ist tatsächlich bedeutsam und von neuer Qualität?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Was hat es denn nun mit dieser viel zitierten Social Software wirklich auf sich? Was verbirgt sich hinter den gehypten Fassaden? Und was davon ist tatsächlich bedeutsam und von neuer Qualität?<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
In der deutschsprachigen<br />
<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Soziale_Software" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikipedia</a> heißt es: „Als Soziale Software (englisch Social Software) werden (Software-)Systeme bezeichnet, die die menschliche Kommunikation, Interaktion und Zusammenarbeit unterstützen. [&#8230;] Den Systemen ist gemein, dass sie Aufbau und Pflege Sozialer Netzwerke und von Communities unterstützen und weitgehend mittels Selbstorganisation funktionieren.“ Allein an dieser Beschreibung lässt sich schon ersehen, dass der Begriff „Social Software“ einigen Interpretationsspielraum bietet. Was dieser Definition wohl auf jeden Fall noch hinzuzufügen wäre, ist, dass es bei Social Software eben in erster Linie um internet- bzw. web-basierte Software geht.</p>
<p>Jan Schmidt findet, Social Software sollte man stets zweckgebunden betrachten: sei es (persönliches) Informationsmanagement, Beziehungsmanagement oder Identitätsmanagement. In anderen Worten: Die Software ermöglicht es, online verfügbare Informationen zu finden, zu bewerten und zu verwalten, Kontakte zu anderen abzubilden, zu pflegen und neu zu knüpfen wie auch sich selbst im Internet darzustellen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang: Zum Charakter von Social Software gehört auch, Zugang zu (Teil-)Öffentlichkeiten zu ermöglichen – eben das macht die neue Qualität des Tools aus. Virtuelle Communities und soziale Netzwerke entstehen.</p>
<p>Ein Konzept, das recht stark verankert ist, ist das so genannte Bottom-up-Prinzip. Der so genannte „Grassroots-Journalismus“ ist das beste Beispiel dafür: Viele &quot;unabhängige&quot; News-Ersteller publizieren Nachrichten, die dann wiederum von vielen anderen rezipiert werden, die so genannte Blogosphäre ist dafür paradigmatisch. Der jeweilige Nutzer hat viel Spielraum, wie er mit der jeweiligen Software umgehen und was er damit erreichen möchte. So sind Social-Software-Anwendungen und -Dienste in der Regel auch recht „offen“ gestaltet. Kurz: Das „Walled Garden“-Modell gehört der Vergangenheit an, der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der Öffnung in Richtung Nutzer oder der Konkurrenz.
</p>
<p>
<b>Im Websten nichts Neues</b></p>
<p>Obwohl der Begriff eigentlich erst seit etwa vier Jahren eine verstärkte Verwendung und Anziehungskraft findet, also im Grunde noch relativ jung ist, sind die prinzipiellen Ideen und Konzepte, die dahinter stehen, genau genommen nicht so neu. So hat bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Vannevar Bush mit seinen Vorstellungen und Ideen, Dinge wie das Web und vor allem erstaunlicherweise auch schon zu dieser Zeit konzeptuell in gewisser Weise die heutige Wikipedia vorweggenommen. Bei ihm heißt sie allerdings „Memex“ und ist im Prinzip eine mechanische Maschine, erfüllt aber zumindest theoretisch das, was man eben heute an der Wikipedia sehen kann. Also eine Enzyklopädie bzw. Sammlung von Wissen, an der sozusagen viele Menschen kollaborativ arbeiten können. Auch Doug Engelbart hat sich mit seinem Forschungsteam in den 1960er Jahren (also um die 20 bis 30 Jahre vor Erfindung des Web von Tim Berners-Lee am CERN in der Schweiz) unter anderem stark mit computer- bzw. netzwerkunterstützten Systemen für kollaboratives Arbeiten auseinander gesetzt. Sie entwickelten mit dem so genannten „Journal“ eine Applikation, die grundsätzlich bereits das vorweggenommen hat, was heute als Weblogs bekannt ist. Ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Web ist das<br />
<a href="http://www.xanadu.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Xanadu-System</a> von Ted Nelson. Allerdings ist dieses auch noch stärker darauf ausgerichtet, dass dessen Nutzer gewissermaßen sowohl Konsumenten als auch Produzenten sind – und Informationen konsumieren wie auch publizieren können.
</p>
<p>
Das war auch der Grundgedanke von Tim Berners-Lee, als er Ende der 1980er das Web „erfand“. Er wollte von Anfang an etwas wie ein „Read/Write Web“. Folglich begrüßt er auch jetzt die jüngere Entwicklung des Web im Zuge von immer größerem Aufkommen von Social Software, insbesondere Weblogs und Wikis. Er spricht sogar davon, dass das Web nun zu seinen Wurzeln zurückkehren würde.</p>
<p><b>Und so geht&#8217;s weiter<br />
<br />
</b><br />
<br />
So schwammig der Begriff an sich ist, so unklar ist auch, wie und wohin sich Social Software entwickeln wird. Nur eines ist klar: Sie wird wohl nicht einfach so von der Bühne verschwinden. Sie ist eine Art Manifestation einer sich im Umbruch befindenden Gesellschaft, einer Gesellschaft die sich mit modernen Informations- und Kommunikationstechnologien immer mehr in Richtung einer Wissensgesellschaft weiterentwickelt. Mitunter ist von einer „heimlichen Medienrevolution“ die Rede, manche Wissenschaftler sprechen sogar davon, dass sich ein globaler Superorganismus entwickelt, eine Art Netzwerkgesellschaft, das Recht auf Kommunikation rangiert da schon mal als Menschenrecht. Egal was kommt &#8211; die Fantasie blüht schon jetzt, von<br />
<a href="http://epic.makingithappen.co.uk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">düster</a> bis<br />
<a href="http://chaosradio.ccc.de/ctv038.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">positiv</a> scheint alles denkbar.
</p>
<p>
<i>Gekürzte Fassung einer Seminararbeit von Robert Thurnher.</i>
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Wie Social Software das Internet verändert</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/social-networks/netzkulturaschnepel_social_software_061130-shtml-3126/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[aschnepel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Nov 2006 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Social Networks]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Das Schlagwort "Social Software" ist längst Lieblingsthema einschlägiger Medienseiten. Schuld daran sind etwa ein populäres Online-Lexikon, x-tausend Weblogs und intelligente öffentliche Bilder- und Business-Communities. Doch worum geht's überhaupt? Und wird jetzt endlich alles gut?]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel) Das Schlagwort &#8220;Social Software&#8221; ist längst Lieblingsthema einschlägiger Medienseiten. Schuld daran sind etwa ein populäres Online-Lexikon, x-tausend Weblogs und intelligente öffentliche Bilder- und Business-Communities. Doch worum geht&#8217;s überhaupt? Und wird jetzt endlich alles gut?</p>
<p><!--break--></p>
<p>Frühmorgens automatisch News mit dem RSS-Feed der tagesschau checken, abends vorm Schlafengehen kurz nachlesen, was in der Wikipedia eigentlich zum Begriff &#8220;Social Software&#8221; steht – Alltag in der Ära des Kürzels 2.0.</p>
<p>Kurz gesagt bezeichnet das Schlagwort &#8220;Social Software&#8221; einfach zu bedienende Internet-Anwendungen, die erst in einem sozial, also gemeinschaftlich, genutzten Kontext Sinn ergeben. Besonders anschaulich: die Online-Enzyklopädie Wikipedia . Hier kann und darf jeder mitschreiben, so dass sich für die deutschen Ausgabe mittlerweile ein Netzwerk aus rund 7000 aktiven Autoren gebildet hat. International schreiben sogar 214.000 registrierte Autoren mit. Die Qualität und die Fehlerfreiheit der Inhalte sollen durch das Wohlwollen der Nutzer, die Dokumentation der Webseiten-Historie und die öffentliche Präsenz garantiert werden. Doch nicht selten geriet die wahrscheinlich populärste &#8220;Social Software&#8221; wegen ihrer Offen- und damit Angreifbarkeit, etwa während politischer Wahlkämpfe, in die Kritik.</p>
<p>Weblogs sind die am weitesten verbreitete &#8220;Social Software&#8221;. Der Begriff ist eine Verschmelzung aus Web und Logbuch, was bereits auf die starke Personalisierung dieses Formats hinweist. Es ermöglicht, auf technisch unkomplizierte Art,diverse multimediale Inhalte zu publizieren &#8211; ob als Text (<br />
                            <a href="http://rungholt.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog</a>), Audio (<br />
                            <a href="http://www.blumenpod.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast</a>), Video (<br />
                            <a href="http://www.hartplatzhelden.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vblog</a>) oder gar Foto vom Mobiltelefon (<br />
                            <a href="http://moblog.feuerwehr-weblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Moblog</a>). Dass Artikel kommentiert oder andere Weblog-Inhalte automatisch durch Trackback-Funktion verlinkt werden können, umrahmt die neuartige Interaktivität. Die Zahl der deutschen Weblogs zu schätzen, ist so gut wie unmöglich – die einen reden von 400.000, andere von knapp einer Million<br />
                            <a href="http://www.bamberg-gewinnt.de/wordpress/archives/548" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Tagebüchern</a>.</p>
<p>                            <strong>Der neue Mythos &#8220;Web 2.0&#8221;</strong></p>
<p>Die rasante Erfolgsgeschichte der Weblogs, Wikis &amp; Co. hat eine neue und doch eigentlich alte These neu aufkochen lassen, forciert von<br />
                            <a href="http://tim.oreilly.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tim O&#8217;Reilly</a>, Erfinder des Begriffs &#8220;Web 2.0&#8221; und Gründer des gleichnamigen IT-Fachverlags. Im Kern besagt die neue alte These, dass Informationen nun unabhängig von traditionellen &#8220;Gatekeepern&#8221;, z.B. vom klassischen Zeitungsjournalismus, generiert werden können. Jeder Empfänger, so die Verfechter dieser These, könne nun selbst zum Sender werden, die Vermittlung werde überflüssig. Der daraus resultierende, neu geschaffene Kommunikations- und Partizipationsspielraum, so die Argumentation weiter, schaffe auf diese Weise nicht nur geänderte Spielregeln für die mediale Welt, sondern muss zwangsweise auch auf politische Amtsträger und gesellschaftliche Bewegungen wirken. Diesen Spielraum könne das &#8220;Web 2.0&#8221;, das die statischen html-Seiten der ersten Internet-Generation hinter sich gelassen habe, nun mittels &#8220;Social Software&#8221; vollständig entfalten.</p>
<p>
                              <strong>&#8220;Social Software&#8221; als Ergänzung zum Mainstream</strong>
                            </p>
<p>Diese Thesen sind mit Blick auf die tatsächliche Nutzung in ihrer Konsequenz sicher nicht haltbar. Zu schnell wird vergessen, dass der Zugang und die Nutzung von &#8220;Social Software&#8221; nicht nur entsprechendes Know-How und Technikkompetenz erfordern, sondern vor allem ohne Motivation und Mitwirkung nicht funktioniert. So liegt die Crux gerade in dem Wesenszug der &#8220;Social Software&#8221;, die sie auszeichnet. Denn damit sie funktioniert, müssen die Nutzer mitwirken. Kurz: &#8220;Social Software&#8221; ist darauf angewiesen, Teil eines sozialen oder gemeinschaftlichen Kontextes zu sein.</p>
<p>Das Potenzial hängt letztlich davon ab, wie es tatsächlich ausgenutzt wird. Weblogs brauchen nicht nur Autoren sondern auch Leser. Wiki-Projekte hingegen nicht nur Leser, sondern auch Autoren. Intelligente Communities benötigen neben intelligenten Strukturen auch intelligente Nutzer, die intelligente Inhalte einbringen. Ansonsten führt die best entwickelteste &#8220;Social Software&#8221; ins Leere und bleibt ohne gesellschaftliche oder politische Bedeutung.</p>
<p>Zweifellos haben sich die Audrucksmöglichkeiten im Netz durch „Social Software“ enorm weiterentwickelt, doch &#8220;Social Software&#8221; ist nicht mehr und nicht weniger als ein Publikationsformat für Information und Meinung. Welchen Einfluss sie auf gesellschaftliche, mediale oder politische Prozesse hat und haben wird, hängt von dem jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld ab, in den sie eingebettet ist oder wird. Bezeichnend ist daher, dass die freie Wirtschaft „Social Software“ als nützliches Marketingtool entdeckt hat. Denn dass die riesigen Datenmengen der &#8220;Social Software&#8221;-Communities &#8221;<br />
                            <a href="http://www.youtube.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a>&#8221; oder &#8221;<br />
                            <a href="http://www.myspace.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MySpace</a>&#8221; nach dem Kauf durch den Netz-Giganten &#8220;Google&#8221; als Datenspeiser für profil- und nutzerbezogene Werbung fungieren werden, steht außer Frage. &#8220;Social Software&#8221; ist, wie der Rest unseres gesellschaftlichen Systems, gebunden an die Spielregeln des Marktes: Erfolgreiche Ideen werden, wenn sie wirtschaftlich nutzbar sind, auch wirtschaftlich genutzt. &#8220;Social Software&#8221; wird jedoch immer dort eine gesellschaftspolitische Bedeutung behalten können, wo sie unterhalb des Radars der Werbewirtschaft bleibt und entweder als spezifisch regionales oder ausdrücklich themenorientiertes Polit-Projekt auftritt.</p>
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