<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Spam &#8211; Aufrüsten gegen Massenmails &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/category/spam-aufrusten-gegen-massenmails/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Mon, 03 Aug 2020 09:15:21 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Spam &#8211; Aufrüsten gegen Massenmails &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Glossar Dossier Spam</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/glossar-dossier-spam-3301/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/glossar-dossier-spam-3301/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Glossar]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/glossar-dossier-spam-3301/</guid>

					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Stock Spam, Phishing oder Hoax. So heißen die unliebsamen Eindringlinge Ihrer E-Mailbox. Wir
geben einen Überblick, was sich hinter den kryptischen Namen verbirgt.
</p>
<p>
&#160;
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Stock Spam, Phishing oder Hoax. So heißen die unliebsamen Eindringlinge Ihrer E-Mailbox. Wir<br />
geben einen Überblick, was sich hinter den kryptischen Namen verbirgt.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
DIE Spammer gibt es nicht. Tatsache ist: Die Ziele von<br />
Spam-Absendern sind ebenso vielfältig wie die Sorten der weltweit<br />
kursierenden Spam-E-Mails. Von eher harmlosen Werbebotschaften über<br />
computerschädigende Viren bis hin zu kriminellen Täuschungsversuchen,<br />
die Ihre Bank-Zugangsdaten im Visier haben. Hiermit könnten<br />
Sie es zu tun bekommen:
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Kommerzieller Spam</b>
</p>
<p>
Formale Bezeichnung für diese unverlangten, geschäftlichen<br />
Werbe-E-Mails: UCE (Unsolicited Commercial Email). Rufen den Nutzer<br />
auf, kostenpflichtige Produkte oder Dienstleistungen zu bestellen.<br />
Typischerweise werden pornographische Webseiten, potenzsteigernde<br />
Mittel, fragwürdige Diätpillen oder ähnliche Produkte<br />
beworben. Relativ neu ist &quot;Stock Spam&quot;. Dabei versenden<br />
vermeintliche Insider massenhaft Aktienempfehlungen, um den Kurs<br />
in die Höhe zu treiben und selbst abzukassieren. Der Kurs sinkt<br />
danach rapide, die Anleger bleiben auf der wertlosen Aktie sitzen.<br />
Viele Spams gehen nicht direkt von den Webseiten-Betreibern aus,<br />
sondern von Spammern, die für die Vermittlung neuer Kunden<br />
Prämien erhalten.
</p>
<p>
<b>E-Mails mit schädlicher Software (Festplatte in Gefahr)</b>
</p>
<p>
Bekannt als Malware. Dazu zählen Viren und Würmer (verbreiten<br />
sich auf dem PC und richten Schaden auf der Festplatte an) ebenso<br />
wie Trojaner (Schadprogramme, die sich als harmlos tarnen) und Spyware<br />
(spähen das System und persönliche Daten auf der Festplatte<br />
aus). Werden freigesetzt, wenn man den E-Mail-Anhang öffnet.
</p>
<p>
<b>Hoax (Kettenbriefe)</b>
</p>
<p>
Bedeutet übersetzt: &quot;Schlechter Scherz“. Sensationelle<br />
Gerüchte oder Falschmeldungen, die nach dem Lesen an möglichst<br />
viele Freunde und Bekannte weitergeleitet werden, weil sie so aufregend<br />
sind. Statt Gerüchten werden oft auch psychologische Tests<br />
oder vermeintliche Spendenaufrufe verbreitet, die an das gute Herz<br />
des Empfängers appellieren. Im Gegensatz zu Würmern (bitte<br />
erklären) wird hier der Empfänger sogar selbst dazu gebracht,<br />
die Spam-Mail zu verbreiten. (Arbeits-)Zeit kosten sie in jedem<br />
Fall.
</p>
<p>
<b>Joe-Job (Schädigung einer Drittperson)</b>
</p>
<p>
Unverlangte Werbe-E-Mails, die so aussehen, als kämen sie<br />
von einer anderen Person als dem Täter. Die Absender geben<br />
beispielsweise den Namen und/oder die E-Mail-Adresse einer bestimmten<br />
Drittperson in der E-Mail an. Verfolgungsmaßnahmen gegen den<br />
vermeintlichen Täter treffen die unschuldige Drittperson und<br />
schaden ihr, was das eigentliche Ziel des Joe-Jobs ist. Vor allem<br />
Antispam-Aktivisten werden immer wieder das Ziel solcher Aktionen.
</p>
<p>
<b>Phishing</b>
</p>
<p>
Mit Phishing-Mails (Zusammensetzung aus &quot;password fishing“)<br />
versuchen Täter, an vertrauliche Daten des Empfängers<br />
zu kommen, etwa an Zugangsdaten für Online-Banking. Die E-Mail<br />
behauptet üblicherweise, von einem dem Empfänger bekannten<br />
Unternehmen oder Anbieter zu sein und enthält Links zu den<br />
vermeintlichen Einstiegsseiten. Dort eingegebene vertrauliche Daten<br />
werden von Betrügern abgefangen Wird diese Art Betrugsmail<br />
massenhaft versandt, wird meist auf Anbieter mit entsprechend vielen<br />
Kunden gezielt oder auf Stellen, wo der Betrüger einen Zusammenhang<br />
zwischen Adressen und Anbieter herstellen kann, etwa beim E-Mail-Anbieter.
</p>
<p>
<b>Scambaiting</b>
</p>
<p>
Beim &quot;Scambaiting“ werden Empfänger mit falschen<br />
Geschichten dazu verleitet, Geld zu überweisen, um den Betrag<br />
danach angeblich in vielfacher Höhe zurück zu erhalten.<br />
Besonders bekannt ist die so genannte Nigeria-Connection &#8211; eine<br />
Tätergruppe, die ihre erfundenen Geschichten neben Nigeria<br />
auch in zahlreichen anderen Ländern wie Ex-Jugoslawien oder<br />
Irak ansiedelt. Dem E-Mail-Empfänger wird vorgespielt, ein<br />
Bank- bzw. Regierungsangestellter oder ein reicher Erbe benötige<br />
Hilfe, um eine größere Summe Geld zu überweisen.<br />
Das potentielle Opfer soll sein Bankkonto für die Transaktion<br />
zur Verfügung stellen und ihm wird ein Teil des außer<br />
Landes geschafften Vermögens versprochen. Die für die<br />
erfundene Überweisung eingeforderte &quot;Anzahlung“<br />
– angeblich für Notar- oder Rechtsanwaltskosten &#8211; erhält<br />
das Opfer selbstverständlich nie zurück.
</p>
<p>
<b>Dialer</b>
</p>
<p>
Gefährlich im Bereich Betrug sind auch Dialer-Programme, die<br />
per Spam verschickt werden. Ruft der Empfänger eine bestimmte<br />
Website auf, die in der E-Mail beworben wird, erfolgt mit Hilfe<br />
eines Dialer-Programmes eine &#8211; für den Computernutzer nicht<br />
erkennbare &#8211; Umleitung auf eine teure Mehrwertdiensterufnummer (0900er-Nummer).<br />
Dadurch werden die Internetkosten des Users in astronomische Höhen<br />
getrieben.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/glossar-dossier-spam-3301/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Linkliste Dossier Spam</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/linkliste-dossier-spam-3302/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/linkliste-dossier-spam-3302/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/linkliste-dossier-spam-3302/</guid>

					<description><![CDATA[Weltweit werden mittlerweile E-Mailpostfächer von Internetnutzern mit Spam-Mails überhäuft. Wie man sich dagegen schützen kann beziehungsweise, wie manche User selbst aktiv gegen Online-Betrügereien vorgehen, zeigt die folgende kommentierte Linkliste.
<p>
&#160;
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weltweit werden mittlerweile E-Mailpostfächer von Internetnutzern mit Spam-Mails überhäuft. Wie man sich dagegen schützen kann beziehungsweise, wie manche User selbst aktiv gegen Online-Betrügereien vorgehen, zeigt die folgende kommentierte Linkliste.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thema: Schutz vor Spam</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.verbraucher-gegen-spam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.verbraucher-gegen-spam.de<br />
</a>Hier erhalten Online-Nutzer gut verständliche Hintergrundinformationen<br />
und rund um das Thema Spam. Die Internetseite ging hervor aus einem<br />
eineinhalbjährigen Anti-Spam-Projekt des Verbraucherzentrale<br />
Bundesverbands, finanziert vom Bundesverbraucherschutzministerium<br />
(BMELV). Das Projekt wurde Ende 2006 eingestellt, die Seite ist<br />
aber nach wie vor aktuell und klärt auch Rechtsfragen für<br />
Geschädigte.
</p>
<p>
<a href="http://www.bsi-fuer-buerger.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bsi-fuer-buerger.de</a><br />
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)<br />
informiert ausführlich über Sicherheit im Netz.
</p>
<p>
<a href="http://www.spamhaus.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.spamhaus.org<br />
</a>Englischsprachige Website der internationalen Non-profit-Organisation<br />
Spamhaus, die weltweit Internet-Netzwerke schützt und mit Strafverfolgungsbehörden<br />
zusammen arbeitet. Die Webseite listet unter anderem die gefährlichsten<br />
Spam-Gangs der Welt auf, die berüchtigtsten Einzeltäter<br />
und die Urheber-Nationen von Spam-E-Mails auf.
</p>
<p>
<a href="http://www.antispam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.antispam.de</a><br />
Der gemeinnützige Verein Antispam e.V. versteht sich als neutrale<br />
Plattform für den Meinungsaustausch zum Thema Spam. Nutzer<br />
können sich hier auf Wunsch eine E-Mail-Adresse mit Verfallsdatum<br />
einrichten.
</p>
<p>
<a href="http://www.sophos.de/security/best-practice/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.sophos.de/security/best-practice<br />
</a>Das IT-Unternehmen stellt Praxis-Tipps zum Schutz vor neuen<br />
Bedrohungen dar.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thema: Scambaiting (Betrugsködern)</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.netzwelt.de/news/73965-scambaiting-spass-mit-der-nigeriaconnection.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.netzwelt.de<br />
</a>Interessanter Artikel über das Thema Scambaiting und die<br />
&quot;Nigeria-Connection“.
</p>
<p>
<a href="http://scambaiter.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.scambaiter.info.com<br />
</a>Die deutschen Scambaiter kämpfen gegen organisierte Internetkriminalität,<br />
indem sie Online-Betrüger-Gruppen wie die „Nigeria-Connection“<br />
in Mailverkehre verwickeln und so vom Betrügen abhalten. Auf<br />
der Webseite gibt es 10.000 Beiträge zu 1.200 verschiedenen<br />
Themen.
</p>
<p>
<a href="http://www.met.police.uk/fraudalert/419.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.met.police.uk<br />
</a>Übersichtlich und präzise klärt die Londoner<br />
Metropolitan Police (&quot;Scotland Yard“) über die &quot;Nigeria-Connection“<br />
auf.
</p>
<p>
<a href="http://wiki.aa419.org/index.php/Main_Page" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://wiki.aa419.org<br />
</a>Hinter der Internetseite &quot;Artists against 419“ steht<br />
eine internationale Community von Usern, die dem &quot;419-Vorschussbetrug“<br />
der Nigeria-Connection den Kampf angesagt hat (Der Paragraf 419<br />
regelt im nigerianischen Strafgesetzbuch den Vorschussbetrug). Die<br />
Macher haben sogar eine Liste erfundener Betrüger-Internetseiten<br />
erstellt.
</p>
<p>
<a href="http://www.nigeria-connection.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.nigeria-connection.de<br />
</a>Unter dem Stichwort „Who wants to be a millionaire“?<br />
(&quot;Wer möchte ein Millionär werden?“) wird erklärt,<br />
was hinter der &quot;Nigeria-Connection“ steckt. Auf der Webseite<br />
finden die User außerdem eine Liste von 761 E-Mails, die Mitglieder<br />
der &quot;Nigeria-Connection“ verschickt haben.
</p>
<p>
<a href="http://www.419eater.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.419eater.com<br />
</a>Die U.S.- Webseite zum &quot;419-Betrug“ konzentriert<br />
sich auch auf die &quot;Nigeria-Connection“, beschäftigt<br />
sich aber zudem mit anderen Online-Betrügereien. Neben einer<br />
Rubrik häufig gestellter Fragen zum Thema Scambaiting, einem<br />
umfangreichen Informationsangebot im Forum und Scambaiting-Tipps,<br />
können die User auch passende Videos abspielen. Obwohl es um<br />
eine ernste Angelegenheit geht, präsentieren die Macher Scambaiting<br />
auch aus einer humoristischen Perspektive.
</p>
<p>
<a href="http://www.thescambaiter.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.thescambaiter.com</a><br />
Gleich auf der Startseite wird der User mit Bildern von „419-Betrügern“<br />
konfrontiert, die von Scambaitern reingelegt wurden. Ziel der Scambaiter<br />
ist auch hier, Scammer weltweit über das WWW zu ärgern.<br />
Zur Webseite gehören auch die so genannten „eBay Scam<br />
Killers“. Das sind Scambaiter, die versuchen, Scammer beim<br />
Internetauktionshaus eBay in Mailverkehr zu verwickeln.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/presseschau/linkliste-dossier-spam-3302/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Deutschland Platz 6 der Spam-Verursacher</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/</guid>

					<description><![CDATA[Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in
den Griff bekommen wollen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktientipps scheinbarer Insider, Datenklau beim Online-Banking : Betrüger basteln an immer raffinierteren Methoden, Internetnutzer zu täuschen. Jahr für Jahr verursacht Spam Schäden in Milliardenhöhe. Dieser Überblick zeigt, wie Regierungen und globale Verbände das Problem in<br />
den Griff bekommen wollen.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Nur ein Klick, schon verschwindet der nervende Werbemüll im<br />
virtuellen Papierkorb. Hielte sich jeder daran, wäre das weltweite<br />
Geschäft mit Spam-E-Mails nicht derart einträglich, wie<br />
es der Fall ist. Einer <a href="http://www.politik-digital.de/forward.php?link=1804" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a><br />
des Magazins &quot;Consumer Reports&quot; zufolge kauften über<br />
eine halbe Million US-Surfer im Vormonat ein Produkt, das per Spam<br />
beworben wurde. Zum <a href="http://www.eco.de/servlet/PB/menu/1932304/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">5.<br />
Deutschen Anti Spam Kongress</a>, der am 5. September in Köln<br />
stattfindet, kommen Experten zusammen, die sich dem Kampf gegen<br />
die elektronische Belästigung verschrieben haben. Schwerpunkt<br />
in diesem Jahr ist das neuartige &quot;Stock Spam&quot;, der massenhafte<br />
E-Mail-Versand von Aktienempfehlungen, bei dem einzig der Urheber<br />
Kasse macht, indem er den Kurs von Wertpapieren in schwindelerregende<br />
Höhen treibt. Zudem steht das kriminelle &quot;Phishing&quot;<br />
auf dem Kongressplan, also betrügerische E-Mails mit dem Ziel,<br />
an Zugangsdaten für Online-Banking zu gelangen. 2006 stieg<br />
die Zahl der Phishing-Opfer um ein Viertel auf über 3000 Fälle,<br />
so eine Hochrechnung des Branchenverbandes BITKOM. Dabei wurden<br />
im Schnitt 4000 Euro erbeutet.
</p>
<p>
<b>Nerviges Dosenfleisch</b>
</p>
<p>
Jeder kriegt es, aber nur wenige kennen seinen Namens-Ursprung:<br />
&quot;Spam&quot; war ein 1936 entstandener Markenname für Dosenfleisch<br />
der amerikanischen Firma Hormel Food – zusammengesetzt aus<br />
&quot;Spiced Porc and Ham“, also gewürztes Schweinefleisch.<br />
Schon im Zweiten Weltkrieg soll die kulinarische Grausamkeit aufgrund<br />
seiner langen Haltbarkeit und massenhaften Verfügbarkeit unter<br />
Soldaten wenig geliebt worden sein. Ähnlich ergeht es heute<br />
dem unerwünschten elektronischen Nachfolger. Erst durch eine<br />
Episode der britischen Comedyserie &quot;Monty Phython&#8217;s Flying<br />
Circus&quot; wurde Spam zum Synonym für ungebetene Massen-E-Mails:<br />
In dem dreiminütigen Sketch fällt das Wort „Spam&quot;<br />
mehr als 100 Mal, wodurch jede Unterhaltung unmöglich wurde.<br />
Heute steht &quot;Spam“ für unerwünschte, meist<br />
auf elektronischem Weg übertragene Nachrichten, die massenhaft<br />
versandt und dem Empfänger unverlangt zugestellt werden. In<br />
der Regel haben sie werbenden Inhalt. Ebenfalls dazu zählen<br />
unsinnige Einträge in Newsgroups oder Kettenbriefe. Eine Übersicht<br />
der Spam-Typen finden Sie in unserem <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/spam_mhenschke_glossar_070830.shtml">Glossar</a>.
</p>
<p>
<b>Bundesrepublik seit 2006 mit Anti-Spam-Gesetz</b>
</p>
<p>
Rund vier Fünftel aller Spam-E-Mails, die in deutschen Postfächern<br />
landen, stammen aus dem Ausland. Spamming ist ein weltweites Problem<br />
und muss daher auf globaler Ebene gelöst werden, sind sich<br />
Experten einig. Internationale Zusammenarbeit und eine grenzüberschreitende<br />
Rechtsverfolgung werden immer wichtiger. Laut einer <a href="http://www.spamhaus.org/statistics/countries.lasso" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuellen<br />
Rangliste</a> der gemeinnützigen Organisation Spamhaus.org<br />
liegt Deutschland auf Platz sechs der weltweit führenden Herkunftsländer<br />
von Spam-E-Mails. Die USA führen demnach mit deutlichem Vorsprung<br />
gegenüber China und Russland. Gesamt betrachtet, liegt der<br />
asiatische Kontinent ganz vorn. Grund sind die von Land zu Land<br />
unterschiedlich harten Gesetze gegen die Drahtzieher.
</p>
<p>
Die USA versuchten 2004, das Spam-Problem durch das landesweite<br />
Gesetz CAN SPAM ACT einzudämmen, mit dem Täter zu Haftstrafen<br />
von bis zu fünf Jahren und Geldbußen in Millionenhöhe<br />
verurteilt werden können. In Europa ist seit 2004 das Verschicken<br />
unverlangter Werbemails verboten. Hierzulande begegnet man der Herausforderung<br />
mit wettbewerbs- und zivilrechtlichen Mitteln, nicht aber mit strafrechtlichen<br />
Sanktionen. Im Juni 2006 verabschiedete der Deutsche Bundestag eine<br />
Art Anti-Spam-Gesetz (Elektronisches Geschäftsverkehrvereinheitlichkeitsgesetz,<br />
ElGVG), das Verbraucher vor unerwünschter Werbung schützt.
</p>
<p>
Es besagt: Wird Werbung elektronisch versandt, muss in der Kopf-<br />
und Betreffzeile klar erkennbar sein, wer der Absender ist und ob<br />
es sich um eine Werbenachricht handelt. Damit soll dem Bürger<br />
das Ausfiltern von unerwünschtem Spam erleichtert werden. Bei<br />
Verstoß droht dem Absender ein Bußgeld von bis zu 50<br />
000 Euro. Kritiker dagegen fordern eine Erhöhung der Strafe<br />
um das Zehnfache. Werbe-Mails aus dem Ausland, die das Hauptproblem<br />
darstellen, fallen allerdings nicht unter das Gesetz. Deshalb sei<br />
die Verordnung kaum ausreichend, um der Spam-Flut beizukommen, betonen<br />
Experten.
</p>
<p>
Um die Kräfte zu bündeln und die internationale Rechtsdurchsetzung<br />
zu verbessern, haben sich zahlreiche Organisationen und Initiativen<br />
gebildet, wie die <a href="http://www.oecd-antispam.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OECD<br />
Task Force on Spam</a>, die <a href="http://www.londonactionplan.com/?q=node/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative<br />
London Action Plan (LAP)</a> oder das EU-Pilotprojekt <a href="http://www.spotspam.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpotSpam</a>,<br />
das als europaweite Sammelstelle für Spam-Beschwerden dient.
</p>
<p>
<b>50 Milliarden Euro Schaden im Jahr</b>
</p>
<p>
Spam verursacht jedes Jahr Kosten in Milliardenhöhe. Neben<br />
den Internet-Übertragungskosten für Empfang und Versand<br />
kostet das Lesen, Löschen oder Beantworten dieser Belästigungspost<br />
wertvolle Arbeitszeit. Verstopfen Spam-E-Mails das Postfach über<br />
den begrenzten Speicher hinaus, wird sogar erwünschte Post<br />
abgewiesen. So versäumt der Betroffene schnell wichtige Fristen<br />
oder verpasst Aufträge. Im schlimmsten Fall droht der Serverabsturz<br />
und mit ihm teure Reparaturkosten. Der Löwenanteil fällt<br />
an durch den notwendigen Einsatz von Anti-Spam-Filtern. Wird zudem<br />
die eigene Mail-Adresse durch Dritte für den Spam-Versand missbraucht,<br />
kann das eigene Image darunter leiden. Die durch Spam entstandenen<br />
Zusatzkosten für 2005 wurden weltweit mit 50 Milliarden Euro<br />
beziffert.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/deutschland-platz-6-der-spam-verursacher-3294/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>In sechs Schritten zum sicheren Postfach</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/</guid>

					<description><![CDATA[Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wehren Sie sich gegen nervende Angriffe aus dem Netz! Wichtige Tipps, wie Sie sich in einfachen Schritten vor Spam-Attacken und Werbemüll schützen und an wen sich betroffene Internetnutzer und Unternehmen wenden können.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Fakt ist: Viele Internetnutzer gehen zu sorglos mit ihrer persönlichen<br />
E-Mail-Adresse um. Am wirkungsvollsten ist es, Spam-E-Mails bereits<br />
im Vorfeld zu vermeiden. Das können Sie tun, um das Spam-Aufkommen<br />
in Ihrem Postfach zu reduzieren:
</p>
<p>
<b>Alternativen E-Mail-Account zulegen</b>
</p>
<p>
Sorgen Sie dafür, dass Spammer nicht an Ihre Haupt-E-Mail-Adresse<br />
kommen, die Sie im normalen Post-Verkehr, also mit Freunden oder<br />
am Arbeitsplatz, nutzen. Wer häufiger seine Identität<br />
bei der Teilnahme an Gewinnspielen, beim Ausfüllen von Anmeldeformularen,<br />
in Chat-Räumen oder beim Schreiben in Newsgroups preisgibt,<br />
riskiert, dass seine Mailbox mit lästigen Werbebotschaften<br />
überfüllt wird. Besonders Chat-Räume und Newsgroups<br />
sind eine bei Spammern und Adressensammlern äußerst beliebte<br />
„Recherchemöglichkeit“. Daher ist es besonders<br />
zu empfehlen, sich alternative E-Mail-Accounts für bestimmte<br />
Internetaktivitäten wie Online-Shopping, Chats oder Online-Auktionen<br />
einzurichten. Eine kostenlose und auf Wunsch zeitlich begrenzte<br />
E-Mail-Adresse bekommen Sie leicht bei gängigen E-Mail-Anbietern<br />
(z.B. GMX, WEB.de, Hotmail, AOL, etc.).
</p>
<p>
<b>Vorsichtig mit Mail-Adressen umgehen</b>
</p>
<p>
Spam-Programme durchforsten automatisch Internetauftritte nach<br />
E-Mail-Adressen. Verwenden Sie deshalb wichtige E-Mail-Adressen,<br />
die Sie für längere Zeit verwenden wollen, in der Öffentlichkeit<br />
nach Möglichkeit nicht so, dass sie für jedermann abrufbar<br />
sind. Es empfiehlt sich, auf einer Internet-Präsenz die Kontakt-E-Mail-Adresse<br />
nicht im Klartext, sondern in Form einer kleinen Bild-Datei (z.B.<br />
GIF) darzustellen. Allerdings wird dadurch das Einlesen der Mailadresse<br />
nicht nur für Spammer erschwert, sondern auch für Menschen<br />
mit Behinderungen oder mit technischen Einschränkungen beim<br />
Internetzugang. Alternativ lässt sich die Adresse auch unter<br />
Verwendung von Leerzeichen oder dem Ausdruck &quot;[at]“ statt<br />
&quot;@“ angeben.
</p>
<p>
<b>Filterprogramme einsetzen</b>
</p>
<p>
Viele der Standard-E-Mail-Programme können mittlerweile alle<br />
empfangenen E-Mails nach bestimmten Adressen filtern und Nachrichten<br />
einer bestimmten E-Mail-Adresse oder ganzen Domain blockieren. Verfügt<br />
Ihr E-Mail-Programm dennoch über keine Filtermöglichkeiten,<br />
gibt es zahlreiche Hilfsprogramme, die die eigene Mailbox überprüfen<br />
können und unerwünschte E-Mails löschen, noch bevor<br />
man die Mailbox zum Lesen öffnet. &quot;AntiSpamWare“,<br />
&quot;SpamEater Pro“, &quot;SpamFlush“, &quot;SpamKiller“,<br />
&quot;Super-SpamKiller Pro“ oder &quot;SPAMfighter“<br />
sind nur einige der zahlreichen Werkzeuge, die mittlerweile für<br />
alle Betriebssysteme erhältlich sind. Wer einen der kostenlosen<br />
E-Mail-Dienste wie etwa GMX oder WEB.de nutzt, kann die dort vorhandenen<br />
Spam-Filter aktivieren.
</p>
<p>
<b>Den eigenen PC sicher konfigurieren</b></p>
<p>Halten Sie das Betriebssystem Ihres Computers durch neueste Updates<br />
und Sicherheitspatches ständig aktuell. Das schließt<br />
Sicherheitslücken. Über neuste Updates kann man sich per<br />
Einstellung automatisch benachrichtigen lassen. Jeder Rechner sollte<br />
über ein Virenschutzprogramm verfügen, das in kurzen Abständen<br />
aktualisiert werden muss. Außerdem ist der Einsatz einer Firewall<br />
sinnvoll. Diese Anwendung überprüft alle Daten, die der<br />
User aus dem Netz lädt sowie die Daten, die von dem Computer<br />
ins Netz geschickt werden.
</p>
<p>
<b>Nicht auf Werbe-E-Mails antworten oder deren Dateianhang<br />
öffnen</b>
</p>
<p>
Spammer setzen häufig falsche Betreffzeilen wie &quot;Re:<br />
Ihre Anmeldung&quot; oder &quot;Klassentreffen&quot; und gefälschte<br />
Absenderadressen (.z.B. ebay.de oder Bundeskriminalamt) ein. Sie<br />
geben sich als Freunde, Arbeitskollegen oder seriöse Unternehmen<br />
aus, um einen persönlichen Bezug herzustellen und Sie dazu<br />
zu veranlassen, die Mail zu öffnen. Anwender sollten daher<br />
vor dem Öffnen Betreffzeile und Absender einer Mail kontrollieren.<br />
Dazu muss die Vorschau-Funktion des E-Mail-Programms deaktiviert<br />
sein, da sonst alle eingehenden Mails automatisch geöffnet<br />
werden. Offenbaren Sie in Ihrer Adresse möglichst nicht Ihren<br />
vollen Namen, sonst können Spam-Programme Sie in Werbe-Mails<br />
persönlich ansprechen. Es empfehlen sich eher Muster wie smeier@provider.de.
</p>
<p>
Bestellen Sie nie etwas über unerwünschte E-Mails. Sie<br />
könnten nicht nur betrügerischen Verkaufsmethoden zum<br />
Opfer fallen, sondern verbreiten Ihre Adresse auch innerhalb der<br />
Spammer-Community.
</p>
<p>
Öffnen Sie keine unbekannten Dateianhänge (tragen häufig<br />
die Endungen .exe, .com, .pif oder .scr und enthalten oft Viren<br />
oder Trojaner) und beantworten Sie keine E-Mails dubioser Absender.<br />
Oft enthalten diese am Anfang oder Ende Anmerkungen wie: &quot;Klicken<br />
Sie hier, wenn Sie keine weiteren Mails mehr von uns erhalten möchten&quot;<br />
oder &quot;Antworten Sie mit dem Betreff &#8216;Remove&#8217;, um von der Verteilerliste<br />
gelöscht zu werden&quot;. Das sollten Sie tunlichst vermeiden,<br />
denn das zeigt dem Absender, dass dieses Postfach aktiv ist, was<br />
Ihre Adresse für den Weiterverkauf wertvoller macht und in<br />
Zukunft noch mehr Reklame nach sich ziehen kann. Ausnahmen sind<br />
natürlich von Ihnen bestellte Newsletter, die Sie durch eine<br />
Antwort abbestellen können. E-Mails mit unbekanntem Absender<br />
im Zweifelsfall lieber löschen.
</p>
<p>
Grundsätzlich darf nur derjenige mittels E-Mail-Werbung angeschrieben<br />
werden, der seine Einwilligung hierzu erteilt hat (Die Beweislast,<br />
das es eine Einwilligung gibt, liegt beim Absender) oder bereits<br />
eine laufende Geschäftsbeziehung zu dem Versender unterhält<br />
(z.B. durch Online-Shopping). Ist das nicht der Fall, ist die Mail<br />
unverlangt und verletzt das Persönlichkeitsrecht von Privatpersonen<br />
bzw. ist bei Unternehmen unzumutbar im Sinne des Gesetzes gegen<br />
den unlauteren Wettbewerb. Immer unzulässig ist der Versand<br />
von E-Mail-Werbung jedoch, wenn die Identität des Absenders<br />
verheimlicht wird oder keine gültige Adresse existiert, unter<br />
der sich der Empfänger abmelden kann.
</p>
<p>
<b>Robinsonliste</b>
</p>
<p>
Es gibt Listen für Postanschriften und auch für E-Mail-Werbung,<br />
in die man sich eintragen kann, wenn man keine unverlangte Werbung<br />
wünscht. Eine davon ist die <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.robinsonliste.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robinsonliste</a><br />
des Interessenverband Deutsches Internet e.V. Registrierte Unternehmen<br />
haben Zugriff auf die Liste und können die eingetragenen Adressen<br />
aus ihrer Datenbank löschen.
</p>
<p>
<b>Wo kann ich mich beschweren?</b>
</p>
<p>
Um gegen die Übeltäter gerichtlich klagen zu können,<br />
ist eine ladungsfähige Adresse notwendig. Die Absender von<br />
Spam-Mails ausfindig zu machen, ist jedoch in vielen Fällen<br />
schwierig, da diese meist vom Ausland aus agieren. In jedem Fall<br />
können sich Anwender beschweren und damit helfen, die Spam-Flut<br />
einzudämmen:
</p>
<p>
Seit dem 1. Januar 2007 nimmt die Internet-Beschwerdestelle des<br />
Verbandes der deutschen Internetwirtschaft eco e.V. Spam-Beschwerden<br />
an. Infos dazu unter <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/spam/www.internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.internet-beschwerdestelle.de</a>.<br />
<br />
Für Rechtsberatungen zum Thema Spam stehen seitdem die <a href="http://www.verbraucherzentrale.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verbraucherzentralen</a><br />
zur Verfügung.
</p>
<p>
Beschwerden können per E-Mail auch unter Beifügung der<br />
vollständigen Spam-E-Mail und dem Original-Mail-Header eingereicht<br />
werden unter der Adresse: <br />
<a href="mailto:spam@internet-beschwerdestelle.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spam@internet-beschwerdestelle.de</a><br />
Wie man den Header einer E-Mail mit seinem eigenen E-Mail-Programm<br />
anzeigen lassen kann, wird <a href="http://th-h.de/faq/headerfaq.php3#headerzeigen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
beschrieben.
</p>
<p>
Zu den Partnern des eco-Verbandes gehören in Sachen Spam-Verfolgung<br />
unter anderem:
</p>
<p>
Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (VZBV). <br />
Dieser ist zuständig für Beschwerden von Privatpersonen<br />
und erreichbar unter<br />
<a href="mailto:beschwerdestelle@vzbv.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschwerdestelle@vzbv.de</a>.
</p>
<p>
Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs (WBZ).<br />
<br />
Diese ist Ansprechpartner für geschädigte Unternehmen<br />
und erreichbar unter <br />
<a href="mailto:mail@wettbewerbszentrale.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mail@wettbewerbszentrale.de</a>.
</p>
<p>
Beschwerden an diese Stellen senden Sie ebenfalls unter Beifügung<br />
der vollständigen Spam-E-Mail und dem original Mail-Header.
</p>
<p>
Spam-E-Mails, die Mehrwertdiensterufnummern enthalten (z.B. (0)900er<br />
Nummern) bzw. dem Empfänger teure Dialer-Programme &quot;vermitteln“,<br />
können als Beschwerden an die Bundesnetzagentur (BNetzA) [www.bundesnetzagentur.de]<br />
weitergeleitet werden.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/in-sechs-schritten-zum-sicheren-postfach-3295/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Scambaiting: Online-Betrüger betrügen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Daniel Seifert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[Nigeria-Connection]]></category>
		<category><![CDATA[Scambaiting]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Udo]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/</guid>

					<description><![CDATA[Sven Udo ist nicht sein wahrer Name – er will anonym bleiben, denn er ist ein &#34;Scambaiter&#34;, zu deutsch &#34;Betrugsköderer&#34;. Anonymität hat bei Scambaitern oberste Priorität, denn sie verwickeln Online-Betrüger in E-Mail-Verkehr. Sie antworten auf deren Betrugsversuche und täuschen vor, auf ein Geschäft einzugehen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Udo ist nicht sein wahrer Name – er will anonym bleiben, denn er ist ein &#8220;Scambaiter&#8221;, zu deutsch &#8220;Betrugsköderer&#8221;. Anonymität hat bei Scambaitern oberste Priorität, denn sie verwickeln Online-Betrüger in E-Mail-Verkehr. Sie antworten auf deren Betrugsversuche und täuschen vor, auf ein Geschäft einzugehen.<br />
<!--break--></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bis die Betrüger merken, dass sie selbst betrogen<br />
wurden, haben sie meist wertvolle Zeit und Energie verloren, um<br />
andere Betrügereien zu begehen. In Deutschland sind es Sven<br />
Udo und seine Mitstreiter von Scambaiter-Deutschland, die gegen<br />
diese Form der Internet-Kriminalität kämpfen. Worum es<br />
beim Scambaiting geht, ob jeder Scambaiter werden kann und wie gefährlich<br />
das Anti-Scammen ist, erzählt Sven Udo im Interview mit politik-digital.de.<br />
<b></b></p>
<p><b>politik-digital:</b> <b>Die so genannte<br />
&#8220;Nigeria-Connection“ gilt als weltweit größte<br />
und bekannteste Online-Betrüger-Gruppe. Ihre Mitglieder geben<br />
sich als Regierungsangestellte, hohe Beamte oder Millionenerben<br />
aus und versprechen den Empfängern ihrer Spam-Mails große<br />
Reichtümer. Vorher werden die potenziellen Opfer jedoch zur<br />
Kasse gebeten – daher auch der Name &#8220;Vorschussbetrug&#8221;.<br />
Welches Ziel verfolgen Sie und ihre Mitstreiter von Scambaiter-Deutschland<br />
im Kampf gegen solche Scammer?</b></p>
<p><b>Sven Udo:</b> Mit unserer Internetseite <a href="http://scambaiter.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">scambaiter.info</a><br />
haben wir vor eineinhalb Jahren erstmals in Deutschland eine Informations-<br />
und Diksussionsplattform zum Thema Scambaiting, mit starkem Fokus<br />
auf der &#8220;Nigeria-Connection“, geschaffen. Zuvor gab es<br />
dazu ausschließlich englischsprachige Web-Angebote. Unsere<br />
Motivation ist es, Menschen im Umgang mit solchen Online-Betrügern<br />
aufzuklären und Scammer-Opfern zu helfen. In Deutschland gibt<br />
es mittlerweile zwischen 30 und 50 aktive Scambaiter. In unserem<br />
Forum sind bis heute circa 10.000 Beiträge zu 1.200 verschiedenen<br />
Sachverhalten rund um das Thema Scambaiting erschienen. Dass unsere<br />
Arbeit auf fruchtbaren Boden stößt, zeigen die zunehmenden<br />
User-Anfragen. Hauptziel von Scambaiter-Deutschland ist und bleibt,<br />
Scammer vom Betrügen via Internet abzuhalten und ihnen finanzielle<br />
Mittel, zum Beispiel durch längere Telefongespräche auf<br />
Kosten der Betrüger, zu entziehen. Das macht sie auf lange<br />
Sicht handlungsunfähig.</p>
<p><b>Worum geht es Ihnen allgemein beim Scambaiting &#8211; um Selbstjustiz<br />
und Rache?<br />
</b></p>
<p>Der Versuch des Vorschussbetrugs ist in Deutschland nicht strafbar.<br />
Mir persönlich geht es beim Scambaiting weder um Rache, noch<br />
um Selbstjustiz. Selbst wenn ich Lynch- oder Rachegelüste hätte:<br />
dem sind technische Grenzen gesetzt. Da ich mein &#8220;Gegenüber“<br />
im Internet nicht kenne und nie physischen Kontakt mit ihm habe,<br />
kann ich schlichtweg keine Rache oder Selbstjustiz üben. Es<br />
geht Scambaitern darum, die Scammer ohne Zwang zu &#8220;Taten“<br />
zu bewegen, die sie freiwillig in Erwartung ihrer &#8220;Beute“<br />
tun. Das bedeutet zum Beispiel, dass ich versuche, sie dazu zu bringen,<br />
verschiedene Dokumente oder Fotos an mich zu schicken. Ziel ist<br />
letztendlich, dass der Betrüger irgendwann merkt, dass er sich<br />
mit dem Falschen angelegt hat. Die Kunst des Scambaitings ist es,<br />
diesen Moment solange wie möglich hinauszuzögern, dem<br />
Scammer also Zeit zu stehlen und ihn so vom Betrügen abzuhalten.</p>
<p><b>Wie entsteht der Kontakt zu den Scammern?</b></p>
<p>Grundsätzlich bekomme ich sehr viele Betrüger-Angebote<br />
per E-Mail. Damit das auch so bleibt, muss ich stets selbst aktiv<br />
werden. Über einen besonderen E-Mail-Account habe ich mir mehrere<br />
E-Mail-Adressen eingerichtet. Da Scammer vor allem die Gästebücher<br />
von Webseiten nach E-Mail-Adressen ihrer potentiellen Opfer abgrasen,<br />
suche ich mir zwei bis drei Gästebücher von stärker<br />
besuchten Internetseiten heraus. Dann schreibe ich einen netten<br />
Eintrag hinein und hinterlege meine Adresse. Meist erhalte ich bereits<br />
24 Stunden danach die ersten Scammer-Angebote per E-Mail. Zum Schluss<br />
suche ich mir die Betrüger-Offerten heraus, die mich persönlich<br />
besonders interessieren.</p>
<p><b>Scambaiter verwenden im Kontakt mit Scammern multiple virtuelle<br />
Persönlichkeiten &#8211; nach welchem Muster kreieren Sie Ihre Charaktere<br />
im Web?</b></p>
<p>Virtuelle Personen mit denen ich bisher erfolgreich war, heißen<br />
zum Beispiel<a href="http://66381.homepagemodules.de/t509f8-Sir-Caspers-Model-Agentur-Berlin.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
„Sir Casper Le Theater&#8221; (Sir und Boheme)</a> oder<a href="http://www.scambaiter.info/?link=hongkong" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
„Ng Chang&#8221; (Chinarestaurantbesitzer und Entenbrater)</a><br />
. Das hört sich im ersten Moment vielleicht komisch und unprofessionell<br />
an, die Kreation solcher Charaktere bedeutet aber einiges an Aufwand.<br />
Keiner meiner virtuellen Persönlichkeiten steht von vornherein<br />
fest. Sie entstehen immer im Kontext der jeweiligen Scammer-Mails.<br />
Das heißt, ich entwerfe einen virtuellen Charakter, der zu<br />
dem Scammer und der Art seiner Betrügerei passt. Mailt mir<br />
beispielsweise ein angeblicher Banker aus der Schweiz, der mit mir<br />
ein Bankgeschäft abwickeln will, werde ich zu <a href="http://www.scambaiter.info/?link=hotel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sven<br />
Udo</a>, dem Eigentümer des real nicht existierenden Berliner<br />
Hotels „L&#8217;hôtel et gîte&#8221;.</p>
<p><b>Welche persönlichen und technischen Voraussetzungen<br />
muss ein Scambaiter unbedingt haben?</b></p>
<p>Im Prinzip kann jeder Scambaiting betreiben. Es gibt keine spezifischen<br />
persönlichen Charaktereigenschaften, die man unbedingt mitbringen<br />
muss. Allerdings sollte man ein gutes technisches Verständnis<br />
besitzen, IP-Adressen erkennen können und wissen wie man seine<br />
Anonymität schützt. Außerdem ist es unerlässlich,<br />
die Zusammenhänge des Scambaitings zu verstehen, die nicht<br />
auf dem Computerbildschirm zu sehen sind. Es empfiehlt sich generell,<br />
mit anderen Scambaitern zusammenzuarbeiten, um sich gegenseitig<br />
auszutauschen.</p>
<p><b>Unterliegt Scambaiting nicht einem Verfallsdatum, da sich<br />
die Scammer anpassen und sich mittlerweile auf die Aktionen der<br />
Scambaiter eingestellt haben?</b></p>
<p>Kurioserweise ist das nicht der Fall – Scambaiting hat kein<br />
Verfallsdatum. Ohne Frage steht fest, dass die Nigeria-Connection<br />
als Gruppe weiß, dass es uns Scambaiter gibt. Mit Hilfe unserer<br />
Software bei scambaiter.info haben wir sogar herausgefunden, dass<br />
Mitglieder der Nigeria-Connection gelegentlich versuchen, bei uns<br />
mitzulesen. Aus diesem Grund haben wir einen geschlossenen Foren-Bereich<br />
eingerichtet und kontrollieren jedes Neumitglied im Vorfeld. Obwohl<br />
die Scammer wissen, dass jemand gegen sie arbeitet, ziehen sie jedoch<br />
keinerlei Konsequenzen daraus – im Gegenteil: ich habe den<br />
Eindruck, die Zahl der Scammer steigt kontinuierlich an.</p>
<p><b>Haben Scammer bestimmte Zielgruppen oder Auswahlkriterien<br />
bezüglich ihrer Opfer?</b></p>
<p>Nein. Die Online-Betrüger sammeln wahl- und ziellos E-Mail-Adressen<br />
im Internet, zum Beispiel in Gästebüchern großer<br />
Internetseiten. Sie erstellen, entweder manuell oder mit Hilfe entsprechender<br />
Software, komplexe Adressdatenbanken. Innerhalb der Nigeria-Connection<br />
gibt es sogar einige, die mit dem Weiterverkauf dieser Adressen<br />
Geld verdienen. Die Scammer setzen sich vorher in keiner Weise individuell<br />
mit ihren potentiellen Opfern auseinander. Dass die Scammer nicht<br />
wissen, wem sie schreiben, beweisen auch unpersönliche Standardformulierungen,<br />
die sie immer wieder in ihren Köder-E-Mails verwenden.</p>
<p><b>Wie vernetzt sind die Mitglieder der Scambaiting-Szene<br />
untereinander, insofern das das Erfordernis der Anonymität<br />
in der Szene überhaupt zulässt?</b></p>
<p>Viele aktive Scambaiter in Deutschland sind auf Vereinsebene als<br />
Mitglieder bei <a href="http://www.antispam.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">antispam.de</a><br />
organisiert. Das heißt wiederum nicht, dass sich alle untereinander<br />
kennen. Die Anonymität bleibt größtenteils erhalten.<br />
Es haben sich aber kleinere Freundschaftsgruppen von Scambaitern<br />
herausgebildet. Wem gegenüber man die Anonymität dann<br />
aufhebt, ist eine rein individuelle Entscheidung. Ich persönlich<br />
habe zum Beispiel sehr engen Kontakt zu <a href="http://66381.homepagemodules.de/u203795_Orion.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Orion</a>,<br />
dem Mitbetreiber und -autor unserer Internetseite scambaiter.info.<br />
Ohne, dass Dritte davon wissen, pflegen wir privat ein freundschaftliches<br />
Verhältnis und arbeiten besonders in technischen Fragen eng<br />
zusammen.</p>
<p><b>Wie gefährlich ist das Ködern von Online-Kriminellen,<br />
etwa von Mitgliedern der Nigeria-Connection?</b></p>
<p>Wenn man sich an die allgemeinen Sicherheitskriterien hält,<br />
sehe ich kein größeres Gefahrenpotential. Dazu gehört,<br />
dass Scambaiter stets nicht-private E-Mail-Adressen verwenden ,<br />
die sie in den jeweiligen Gästebüchern hinterlassen. Bei<br />
Bedarf können diese jederzeit abgeschaltet werden. Ohne Einhaltung<br />
solch wichtiger &#8220;Spielregeln“, setzt man sich zweifellos<br />
der Gefahr aus, irgendwann ungewollt Offline-Kontakt mit kriminellen<br />
Scammern (auf Grund der geographischen Nähe zum Beispiel aus<br />
Osteuropa) zu haben. Man sollte nie vergessen, dass man es mit real<br />
existierenden Verbrechern zu tun hat, deren Gewaltpotential entsprechend<br />
hoch sein kann.</p>
<p>Photo by <a href="https://unsplash.com/@pankajpatel?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Pankaj Patel</a> on <a href="https://unsplash.com/s/photos/hack?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/scambaiting-online-betrueger-betruegen-3297/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>20</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#034;Spam ist wie Grippe&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/spam-ist-wie-grippe-3299/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/spam-ist-wie-grippe-3299/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mhenschke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<category><![CDATA[eco]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Karge]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/spam-ist-wie-grippe-3299/</guid>

					<description><![CDATA[Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Sven Karge ist Leiter des Fachbereiches Content beim Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V. (eco) und Organisator des 5. Deutschen Anti-Spam-Kongresses am 5. September in Köln. Im Interview mit politik-digital.de spricht Karge über den mühsamen Kampf gegen weltweite Belästigungs-E-Mails.<br />
<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de: Der Kongress in diesem Jahr steht unter<br />
dem Motto „Ist das Internet noch zu retten“. Klingt<br />
pessimistisch: Ist Internetnutzung ohne Spam überhaupt noch<br />
denkbar? </b>
</p>
<p>
<b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/skarge85x120.jpg" alt="Sven Karge, eco" align="left" height="120" hspace="5" vspace="5" width="85" />Sven<br />
Karge:</b> Spam ist wie Grippe. Wenn Sie die haben, dann gehen<br />
Sie in die Apotheke, kaufen sich Medikamente, legen sich drei Tage<br />
hin, dann ist es wieder weg und dann kommt es mal wieder. Auf lange<br />
Sicht kriegen wir alle das Problem ohne technische Lösungen,<br />
also ohne, dass wir Spamfilter davor schalten, nicht weg. Man muss<br />
bedenken, dass Spam 25 Prozent des E-Mail-Verkehrs ausmacht. Da<br />
kommen Sie ohne technische Lösungen überhaupt nicht zurande.
</p>
<p>
<b>Ihr Verband eco hat das europaweite Projekt „SpotSpam“<br />
angestoßen. Was steckt dahinter?</b>
</p>
<p>
Uns mangelt es gar nicht an der Rechtslage, sondern an der Rechtsdurchsetzung.<br />
Spam ist ein internationales Problem. Deswegen haben wir mit „SpotSpam“<br />
eine europäische Datenbank eingerichtet, damit zuständige<br />
Behörden in ganz Europa darauf zugreifen und sich austauschen<br />
können. Wir wollen quasi verhindern, dass die Holländer<br />
und die Deutschen parallel an einer Sache arbeiten und jeder erfindet<br />
das Rad neu. Stattdessen können sie sehen, wer welche Informationen<br />
hat und sich gegenseitig helfen. Die Datenbank dient dazu, die Rechtsdurchsetzung<br />
für die zuständigen Behörden zu erleichtern.
</p>
<p>
<b>Woher kam der Gedanke zum Gipfel?</b>
</p>
<p>
Vor fünf Jahren hatte ich die Idee, wir machen hier den ersten<br />
Deutschen Anti-Spam-Kongress und jetzt geht ein Ruck durch die IT-Branche<br />
und wir finden hier Lösungen, wir vernetzen uns hier international.<br />
Ich habe mir echt gedacht, da tun sich die technischen Köpfe<br />
global einfach zusammen und dann tauscht man sich auch mit den Behörden<br />
aus und dann koordiniert alles und das kriegt man doch einfach hin:<br />
Das war ziemlich naiv von mir.
</p>
<p>
<b>Warum ist es so schwer, das Problem Spam in den Griff zu<br />
bekommen? </b>
</p>
<p>
Das Geschäft lohnt sich einfach! So wie sich Geldfälschung<br />
lohnt und Betrug, lohnt sich auch Spam und deshalb wird es auch<br />
immer welche geben, die da mitmachen. Aber alternativ zu sagen,<br />
dann lassen wir es doch einfach, geht schon mal gar nicht, denn<br />
dann können wir die E-Mail vergessen. Dann können wir<br />
alle wieder zu Fax und reiner Post zurückkehren. Auch mit den<br />
Anstrengungen, die heute unternommen werden: Dass wir Spam voll<br />
und ganz eliminieren, dass wird einfach nicht klappen, denn Sie<br />
werden auch Mord und Totschlag trotz Gesetzen nicht verhindern können.<br />
Aber wir müssen darauf achten, dass wir das Spam-Ausmaß<br />
ständig eindämmen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/spam-aufrusten-gegen-massenmails/spam-ist-wie-grippe-3299/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Ende des Internet &#8211; dank Spam</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/das-ende-des-internet-dank-spam-3300/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/das-ende-des-internet-dank-spam-3300/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[eblocher]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Aug 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Spam - Aufrüsten gegen Massenmails]]></category>
		<category><![CDATA[E-Mail]]></category>
		<category><![CDATA[Spam]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/das-ende-des-internet-dank-spam-3300/</guid>

					<description><![CDATA[(Kommentar) 230 Mails im Posteingang – und das meiste davon Spam. Darüber ärgert sich auch Eberhard Blocher, Geschäftsführer der East African Homepages KG, jeden Tag. Für politik-digital.de bewertet er die verschiedenen Maßnahmen im Kampf gegen den unerwünschten Datenmüll.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Kommentar) 230 Mails im Posteingang – und das meiste davon Spam. Darüber ärgert sich auch Eberhard Blocher, Geschäftsführer der East African Homepages KG, jeden Tag. Für politik-digital.de bewertet er die verschiedenen Maßnahmen im Kampf gegen den unerwünschten Datenmüll.<br />
<!--break--></p>
<p>
Die Überschrift ist vielleicht etwas reißerisch, aber<br />
ich denke wirklich, dass das Internet so langsam am Ende ist. Seit<br />
etwa 13 Jahren nutze ich täglich E-Mail, aber noch nie habe<br />
ich Spam in einem Umfang erlebt, wie er dieses Jahr eintrifft.
</p>
<p>
Vor einigen Wochen habe ich einen <a href="http://eberhard.i.ph/blogs/eberhard/2007/07/31/spambekampfung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstversuch</a><br />
zum Thema Spam unternommen. Hintergrund war die Tatsache, dass ich<br />
viele augenscheinlich gut gemachte Spams erhielt, deren Absenderadresse,<br />
wie üblich, gefälscht war. Doch die zugehörige Domain<br />
existierte seltsamerweise noch nicht einmal. Ich habe diese daher<br />
kurzerhand registriert und erhielt innerhalb kurzer Zeit sehr viele„Rückläufer”:<br />
automatische Antworten von den Spam-Empfängern, beispielsweise<br />
als Abwesenheitsnotiz oder wegen „falscher” Empfängeradresse.<br />
Es zeigte sich, dass erstaunlich viele der Spam-Empfänger in<br />
nur wenigen Ländern zu finden waren, in diesem Fall meist Deutschland,<br />
Schweiz, Österreich und Skandinavien. Es gab kaum Rückläufer<br />
aus anderen Kontinenten. Das Internet ist also gar nicht so international,<br />
wie man vielleicht denken könnte.
</p>
<p>
<b>Spammer und Gespammte im Rüstungswettlauf</b>
</p>
<p>
Im Kampf gegen Spam verfolgt man verschiedene Ansätze: Schon<br />
im fünften Jahr veranstaltet <a href="http://www.eco.de/servlet/PB/menu/-1/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eco<br />
&#8211; der Verband der deutschen Internetwirtschaft e.V.</a> &#8211; Anfang<br />
September in Köln wieder den Anti-Spam-Gipfel. Einen Tag lang<br />
werden dort Experten aus ganz Europa und darüber hinaus Statistiken<br />
über das Spamaufkommen vorstellen, technische Lösungen<br />
präsentieren und von Erfolgen bei der Bekämpfung von Spam<br />
mit juristischen Maßnahmen berichten. Werden sie einen Schritt<br />
nach vorne machen? Das darf bezweifelt werden.
</p>
<p>
Technische Maßnahmen gegen Spam sind sicher wichtig und richtig.<br />
Nach vielen Jahren des Zögerns bin auch ich zu diesem Entschluss<br />
gekommen. Doch ein Unbehagen bleibt. Vor allem die Angst vor den<br />
berüchtigten „False Positives” sitzt tief. Was,<br />
wenn mich ein wichtiger Auftrag nicht erreicht, weil er fälschlicherweise<br />
im Spamfilter hängengeblieben ist? Begeben wir uns hier nicht<br />
in einen Rüstungswettlauf, der letztlich nie zu Ende sein wird?
</p>
<p>
Wenn Spams mit intelligenten Wortfiltern eliminiert werden, weichen<br />
die Versender eben auf graphische Werbung aus, oder sie gestalten<br />
ihre E-Mails noch intelligenter, als es die Filter sind. Menschen<br />
sind schließlich Computern in der Intelligenz immer noch weit<br />
voraus: Sprachwissenschaftler bestätigen, dass Menschen Wörter<br />
auch dann erkennen können, wenn einige Mittelbuchstaben fehlen.<br />
Doch Filter sind dann schnell am Ende &#8211; und der Spam wird doch zugestellt.<br />
Ziel verfehlt, setzen. Oder die Werbung wird in Anhängen versteckt,<br />
seit einigen Wochen etwa in PDFs. Dadurch wird das Problem verschlimmert,<br />
da sich die Größe des Mülls und damit die Netzwerkbelastung<br />
vervielfacht.
</p>
<p>
<b>Anti-Spam-Gesetze scheitern</b>
</p>
<p>
Manche haben auch seit Jahren gehofft, den Spam-Versendern mit<br />
juristischen Mitteln entgegentreten zu können. Dieser Ansatz<br />
ist nicht ganz verkehrt: Die langjährige Erfahrung zeigt, dass<br />
die Anzahl der Spam-Versender erstaunlich klein ist. Es müssen<br />
mitnichten tausende von Bösewichten identifiziert und weggeschlossen<br />
werden; oftmals geht das versendete Spamvolumen signifikant zurück,<br />
wenn nur eine Handvoll Schurken geschnappt werden. Dennoch ist es<br />
auch hier wieder ein Wettlauf zwischen Hase und Igel. Das bekannteste<br />
Beispiel für diesen Ansatz, der US-amerikanische „<a href="http://www.ftc.gov/bcp/conline/pubs/buspubs/canspam.shtm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Can-Spam-Act</a>”<br />
aus dem Jahre 2003, kann im Abstand von einigen Jahren durchaus<br />
als gescheitert angesehen werden. Das Gesetz verbietet unter anderem<br />
uneindeutige Absender und irrführende Betreffzeilen und schreibt<br />
vor, dass eine funktionierende Rücksende-E-Mail-Adresse angegeben<br />
werden muss. Alles Punkte, die Spammer nach wie vor fröhlich<br />
missachten, da die Konsequenzen ausbleiben.
</p>
<p>
Was folgt? Hier ist die Internet-Gemeinschaft gefordert. Weder<br />
technische noch juristische Lösungen führen letztlich<br />
weiter. Die Politik muss handeln, auch<a href="http://www.icann.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
ICANN</a> als „Welt-Internetregierung”, zuständig<br />
für die Vergabe von Namen und Adressen im Internet und für<br />
technische Standards. Da ich aus eigener Erfahrung vermute, dass<br />
sich ICANN hier sehr schwer tut, muss dieser Hund zum Jagen getragen<br />
werden. Das geht nur durch einen stärkeren Einfluss nationaler<br />
Regierungen, gerade im <a href="http://gac.icann.org/web/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Governmental<br />
Advisory Committee</a>, dem „Regierungsbeirat“ in der<br />
„Welt-Internetregierung“, dem bisher nur beratende Funktion<br />
zukommt.
</p>
<p><i>Eberhard Blocher ist Diplom-Volkswirt und Geschäftsführer<br />
der <a href="http://www.eahp.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">East African Home<br />
Pages KG</a> mit Sitz in Köln. Er beteiligt sich regelmäßig<br />
an Diskussionen über die Zukunft des Internets, etwa auf dem<br />
UN-Weltgipfeln zur Informationsgesellschaft oder dem eco-Anti-Spam-Gipfel.</i></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/das-ende-des-internet-dank-spam-3300/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
