<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>UN-Weltinformationsgipfel in Genf &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/category/un-weltinformationsgipfel-in-genf/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Sun, 29 Mar 2020 18:50:55 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>UN-Weltinformationsgipfel in Genf &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Kanzler Schröder fährt nicht zum UN-Gipfel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftkanzler-shtml-2760/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftkanzler-shtml-2760/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[UN-Weltinformationsgipfel in Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Clement]]></category>
		<category><![CDATA[Gerhard Schröder]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/wissensgesellschaftkanzler-shtml/</guid>

					<description><![CDATA[...aber dafür Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;aber dafür Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement<!--break-->
                    </p>
<p>Innenpolitik, Vermittlungsausschuss zur Agenda 2010 und die Abschluss-Sitzungen des EU-Gipfels zur Europäischen Verfassung haben zu starkes Gewicht. Bundeskanzler Gerhard Schröder wird nach Aussagen eines Regierungssprechers nicht am UN-Gipfel zur Informationsgesellschaft vom 10. bis zum 12. Dezember in Genf (WSIS) teilnehmen. Ursprünglich wollte Schröder eine Rede im Gipfelplenum halten und vom Nachmittag des 10. bis zum Mittag des 11. Dezembers vor Ort sein.</p>
<p>Stattdessen wird Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement am 11. Dezember zum Gipfel fahren, bestätigte am Donnerstag (27.11.) das Ministerium gegenüber politik-digital.de. Das Wirtschaftsministerium hat derzeit die Federführung für den UN-Gipfel von Seiten der Regierung.</p>
<p>&#8220;Dieses kurzfristige Umdisponieren zeigt deutlich, dass der Bundesregierung die weitreichenden Bedeutungen der auf dem WSIS diskutierten Themen nicht klar ist&#8221;, bemängelt Ralf Bendrath, Mitglied des zivilgesellschaftlichen Koordinierungskreises zum Informationsgipfel. Die Bundesregierung setze die falschen Prioritäten.</p>
<table cellpadding="2" width="170" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Zuerst erschienen bei<br />
                            <a href="http://www.gipfelthemen.de">gipfelthemen.de</a> am 27.11.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></p>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    </p>
<p>
                      <strong>Weiterführende Artikel:</strong>
                    </p>
<ul>
<li>
                        <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/wissensgesellschaft/doss5ungi.shtml">Bundeskanzler Schröder will zum Gipfel fahren</a>
                      </li>
</ul>
<p>
                      <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftkanzler-shtml-2760/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Vom WSIS zum SMSI</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftaktuell_5-shtml-3041/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftaktuell_5-shtml-3041/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[clerche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Nov 2012 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[UN-Weltinformationsgipfel in Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Wissensgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gegenveranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Solidarity Fund]]></category>
		<category><![CDATA[Internet Governance]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/wissensgesellschaftaktuell_5-shtml/</guid>

					<description><![CDATA[Abschluss des UN-Weltinformationsgipfels in Genf: Regierungen beschließen Deklaration und Aktionsplan. Die Kompromisse sollen bis Tunis 2005 von der UN zur Lösung vorbereitet werden. Doch neuer Streit deutet sich an.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Abschluss des UN-Weltinformationsgipfels in Genf: Regierungen beschließen Deklaration und Aktionsplan. Die Kompromisse sollen bis Tunis 2005 von der UN zur Lösung vorbereitet werden. Doch neuer Streit deutet sich an.<!--break--></p>
<p>Die erste Gipfelkonferenz der Vereinten Nationen (UN) zur Informationsgesellschaft (WSIS) wurde am Freitag, den 12.12.2003, beendet &#8211; mit einer unverbindlichen<br />
<a href="http://www.itu.int/wsis/geneva/docs.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grundsatzerklärung</a> und einem<br />
<a href="http://www.itu.int/wsis/geneva/docs.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsplan</a>, von dem vor allem die armen Länder profitieren sollen. Neben dem guten Gefühl, auf dem Redemarathon während der drei Gipfeltage eine Sensibilisierung für die Bedeutung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) herbeigeredet zu haben, soll es auch harte Fakten geben. Daher habe man sich &#8220;auf klare Ziele verständigt&#8221;, wie der Generalsekretär der International Telecommunication Union (ITU) Yoshio Utsumi auf der Abschlusskonferenz stolz verkündete. Die Hälfte der Weltbevölkerung soll demnach bis zum Jahr 2015 über einen Zugang zu IKT verfügen, versprechen die 176 Staaten im 13-seitigen Aktionsplan.</p>
<p><strong>Was ist ein Erfolg?</strong></p>
<p>Für die ITU, den Ausrichter des Gipfels, ist der Gipfel ein Erfolg. Die Anwesentheit der vielen Teilnehmer &#8211; rund 11.000 werden offiziell angegeben, sei allein ein Erfolg, wie Utsumi sagte. &#8220;Dass es keine Demonstrationen gegen den Gipfel gegeben hat, ist ein Erfolg für den Multi-Stakeholder Ansatz&#8221;, überraschte Utsumi mit eigenwilliger Logik die Presse. Demnach wären die auf dem Gipfel anwesenden Vertreter der Zivilgesellschaft Schuld an fehlenden Gegendemonstrationen, was zum einem nicht stimmt, da es sehr wohl Gegendemonstrationen und Gegenveranstaltungen wie WeSeize gab. Zum anderen haben Anti-Globalisierungsgegner wie Attac erst sehr spät den Gipfel wahrgenommen und keine Massen mobilisieren können. Pascal Couchepin, Bundespräsident des Gastlandes Schweiz, gab der Zivilgesellschaft die Hausaufgabe mit auf den Weg, sie müsse lernen, wie man auf Internationalen Konferenzen zu Kompromissen kommen würde.</p>
<p>Moritz Leuenberger, Leiter der Schweizer Delegation und Bundesrat, führte aus, dass es zahlreiche Befürchtungen vor dem Gipfel gegeben habe, aber dass er mit den gefundenen Kompromissen, der Teilnahme der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft (Multi-Stakeholder) und dem &#8220;nicht vorhandenden Gegen-Gipfel&#8221; &#8220;glücklich und stolz&#8221; sei.</p>
<p><strong>Erfolgsmodell Outsourcing</strong></p>
<p>Dem konnte Nitin Desai, Beauftragter von UN-Generalsekretär Kofi Annan für den Gipfel, nur zustimmend beipflichten. &#8220;Am Ende hat alles funktioniert&#8221;, sagte er. Auch zeigte er sich erfreut, dass die offenen Fragen der Internet-Verwaltung (ICANN oder ITU) und des digitalen Solidaritätsfonds zur klärenden Vorbereitung an den Generalsekretär der UN delegiert wurden. &#8220;Am Anfang gab es nichts zu besprechen&#8221; sagte Desai. Nun sei die Wirtschaft dialogbereit, um über Fragen der Internet Governance zu sprechen. Denn &#8220;vor zwei Jahren wollte die Wirtschaft gar nicht darüber sprechen&#8221;, ergänzte Couchepin. So misst man auf diplomatischer Ebene Erfolge. Allerdings trübt die Aussage von Richard D. McCormick, Vorsitzender der International Chamber of Commerce (ICC), die Freude über diesen Erfolg. Er erklärte, dass der Begriff &#8220;Internet Governance&#8221; ein Widerspruch in sich sei und das gegenwärte Modell &#8220;sehr gut funktioniert&#8221;. Die Wirtschaft wird sich also ihr Modell &#8211; sprich die ICANN &#8211; nicht ohne Widerstand wegnehmen lassen.</p>
<p>Couchepin gab zu, dass der digitale Solidaritätsfond &#8211; von Afrika gefordert und besonders von der EU und Deutschland bekämpft, &#8220;die Dialogpartner getrennt hat&#8221;. Doch ITU Chef-Diplomat Utsumi brachte es in seiner sachlichen Art auf den Punkt: &#8220;Nicht alle teilnehmenden Regierungen sind mit dem Kompromiss 100-prozentig zufrieden, aber ich glaube, sie sind mehr oder weniger zufrieden.&#8221;</p>
<p>Der Beauftragte Kofi Annans belehrte unverbesserliche Kritiker der Ergebnisse des Gipfels mit der Aussage eines erfahrenen Gipfelfuchses: &#8220;Ich mache das jetzt seit zehn Jahren. Auf jeder Konferenz wird über Geld gesprochen, aber noch nie wurde ein Scheck ausgestellt.&#8221;</p>
<p><strong>Gastgeber 2005: Tunesien</strong></p>
<p>Nach dem Gipfel ist vor dem Gipfel, denn in zwei Jahren wird in Tunis die zweite Phase des &#8220;sommet mondial sur la societe information&#8221; (SMSI) stattfinden, um eine UN-Charta zur &#8220;digitalen Solidarität&#8221; zu verabschieden. Nicht alle sind glücklich mit der Entscheidung, den Gipfel in Tunesien abzuhalten. Tunesische Menschrechtsgruppen wie die Tunisian League for Human Rights berichteten in Genf von Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit in ihrem Land. Couchepin gab auf der Abschlusskonferenz zu, dass &#8220;Fortschritte in Tunesien in Fragen der Menschenrechte erreicht werden müssen&#8221;, aber dass es ihm nicht zustehen würde, ein Mitgliedsland der UN zu beurteilen. Desai versicherte, dass &#8220;in Tunesien die selben Standards gelten werden wie überall auf der Welt, egal ob es New York, Genf oder Tunis&#8221; sei.</p>
<p>Ein weiteres Konfliktthema kündigt sich an. Wie aus deutschen Regierungskreisen zu erfahren war, sei man mit der Organisation und Durchführung der Vorbereitungskonferenzen (PrepCom) seitens der ITU nicht zufrieden gewesen. Sie seinen schlecht organisiert und nicht erfolgreich moderiert worden. Utsumi gab zu, dass es statt der drei geplanten Konferenzen am Ende sechs gegeben habe und die UN &#8220;einen effizienteren Vorbereitungsmodus suche&#8221;. Auf Nachfrage der Presse verdeutlichte er, dass die Vorbereitungskonferenzen mit der rasanten Entwicklung der IKT nicht mithalten würden, &#8220;da die Diskussionen zu langsam sind&#8221;. Ein Mitarbeiter Utsumis ergänzte gegenüber politik-digital.de, dass an den Einsatz von Cyber-Konferenzen gedacht würde. Deutsche Regierungskreise wünschen sich aber vielmehr eine von der ITU unabhängige Vorbereitung des zweiten Gipfels 2005 in Tunesien. Hier deutet sich hinter den Türen der UN ein Machtkampf um die Austragung der nächsten Vorbereitungskonferenzen ab. Bleibt nur die Hoffnung, die ein deutscher Regierungsvertreter äußerte: &#8220;Wichtig ist, dass der ganze Prozess nach Genf jetzt nicht wieder einschläft.&#8221;</p>
<table border="0" width="170" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Zuerst erschienen bei<br />
<a href="http://www.gipfelthemen.de">gipfelthemen.de</a> am 17.12.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
<table border="0" width="390" cellspacing="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td align="middle"><em><br />
<a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
</em><em><br />
<a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
</em></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" noshade="noshade" size="1" width="390" />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Weiterführende Artikel:</strong></p>
<ul>
<li><strong><br />
<a href="/edemocracy/wissensgesellschaft/index.shtml#ungi1">Dossier: UN-Weltinformationsgipfel in Genf</a><br />
</strong></li>
</ul>
<p><!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/un-weltinformationsgipfel-in-genf/wissensgesellschaftaktuell_5-shtml-3041/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ich persönlich bin gegen jede Zensur im Internet.&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotich_persoenlich_bin_gegen_jede_zensur_im_internetquot-263/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotich_persoenlich_bin_gegen_jede_zensur_im_internetquot-263/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[thofsaess]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Dec 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[UN-Weltinformationsgipfel in Genf]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Informationsfreiheit]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungsland]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Kluft]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Weltgipfel zur Informationsgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vereinte Nationen]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Solidarity Fund]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesregierung]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Zivilgesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Jeanette Hofmann]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/quotich_persoenlich_bin_gegen_jede_zensur_im_internetquot-263/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/jhofmann.jpg" alt="Jeanette Hofmann" align="left" border="0" height="109" width="84" /></b> 
<b><span style="color: #000000">Die</span><span style="color: #000000"> Expertin für 
die Zukunft des Internets und Mitglied der deutschen Regierungsdelegation 
beim UNO-Weltgipfel, Jeanette Hofman ist</span></b><span style="color: #000000"><b><b> 
am 11. Dezember 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de 
und politik-digital.de.</b></b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/jhofmann.jpg" alt="Jeanette Hofmann" align="left" border="0" height="109" width="84" /></b><br />
<b><span style="color: #000000">Die</span><span style="color: #000000"> Expertin für<br />
die Zukunft des Internets und Mitglied der deutschen Regierungsdelegation<br />
beim UNO-Weltgipfel, Jeanette Hofman ist</span></b><span style="color: #000000"><b><b><br />
am 11. Dezember 2003 zu Gast im tacheles.02 Live-Chat von tagesschau.de<br />
und politik-digital.de.</b></b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02 ist<br />
ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de. Heute begrüßen<br />
wir live vom Paexpo Gelände in Genf die Wissenschaftlerin Jeanette<br />
Hofmann. Sie ist Mitglied der Regierungsdelegation auf diesem einzigen<br />
großen UN-Gipfel in diesem Jahr und wurde von den zivilgesellschaftlichen<br />
Gruppen nominiert. Es sieht so aus, als ob im Gewimmel von mehreren Tausend<br />
Menschen ein Computerplatz erkämpft werden konnte. Jeanette, bist<br />
Du bereit für den 60-Minuten-Chat mit unseren Usern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
ja</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Dann machen wir tacheles. Hier die erste Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>J. Knaak</b>:<br />
Könnten Sie die wichtigsten (vielleicht) drei Ziele des WSIS in wenigen<br />
Worten benennen und darüber sprechen, ob diese durch den Gipfel erreicht<br />
werden oder bereits wurden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das erste Ziel besteht in der Verbindung von Informationsgesellschaft<br />
und der Verwirklichung der Menschenrechte – weltweit. Das zweite<br />
Ziel besteht aus meiner Sicht in der Erhaltung der public domain, sprich:<br />
der freien Zugänglichkeit von Wissen und Kulturgütern. Ein drittes<br />
Ziel besteht in dem Erhalt eines freien Internet. Natürlich gibt<br />
es noch viel mehr Ziele, die ich aber jetzt nicht alle einzeln aufführe.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Herbert_Kr</b>:<br />
Frau Hofmann, was erwarten sie von dem Gipfel?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Unter anderem, dass Informations- oder Wissensgesellschaft als eine gesellschaftliche<br />
gestaltbare Entwicklung verstanden wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sebastian<br />
W. Lahn</b>: Halten Sie einen Gipfel dieser Größenordnung<br />
für angemessen und für sinnvoll (im Sinne von Lösungen<br />
und Ergebnissen) in bezug auf den Themenkomplex &quot;Informationsgesellschaft&quot;.<br />
Der Begriff umfasst doch mittlerweile eine solche Unmenge an Unterbegrifflichkeiten<br />
und Strukturen, wie sich auch in der Vielzahl thematisch unterschiedlicher<br />
Beiträge manifestiert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ja und nein, für diesen umfassenden Ansatz spricht, dass wir die<br />
Dinge im Zusammenhang sehen, also: den Zusammenhang zwischen informationeller<br />
Selbstbestimmung, Datenschutz und gemeinfreien Wissens, zum Beispiel.<br />
Es verhält sich ja mit diesen Themen in etwa so wie mit der Umweltpolitik<br />
in ihren frühen Tagen. Es dauert eine Weile, bis die Bezüge<br />
richtig klar werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lutz</b>:<br />
Gibt es jetzt während des Gipfels immer noch abschließende<br />
Verhandlungsrunden, oder sind nun alle Punkte zum Verabschieden der Einigungen<br />
geklärt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Seit vorgestern oder gestern sind alle Punkte geklärt. Die letzte<br />
offene Frage bezog sich auf den digital solidarity fund. Auch hier wurde<br />
ein schlechter Kompromiss gefunden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Zum Solidarity Fund kommen wir später noch einmal. <br />
Zunächst:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>JensSeelbach</b>:<br />
Frau Hofmann, welche Vorschläge bringt die Bundesregierung in Genf<br />
ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das ist eine gute Frage. Die Bundesregierung hat sich eher in die Abwehrfront<br />
eingereiht. Die Bundesregierung war zum Beispiel sehr gegen jede Form<br />
der finanziellen Verpflichtung. Auch hat man sich gegen Zugeständnisse<br />
bei der Nutzung geschützten Wissens ausgesprochen. In den meisten<br />
Fragen hat man sich jedoch hinter der EU versteckt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Sie sind ja nicht Regierungsvertreterin, sondern Teil der Zivilgesellschaft<br />
in der Regierungsdelegation. Hier die Frage von Hendrik dazu:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hendrik</b>:<br />
Welchen Stellenwert genießen die zivilgesellschaftlichen Vertreter<br />
im Moment, da der Gipfel im vollen Gange ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das frage ich mich ehrlich gesagt auch. Während der Vorbereitungskonferenzen<br />
war die Zusammenarbeit zwischen Regierung und zivilgesellschaftlichen<br />
Gruppen sehr eng. Jetzt ist der Kommunikationsfluss weitgehend ins Stocken<br />
geraten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sebastian<br />
W. Lahn</b>: Gibt es eine Konfliktlinie innerhalb der Zivilgesellschaft?<br />
Wenn ja, wo, bzw. zwischen wem verläuft sie?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Es gibt schon ein paar. Man muss ja auch bedenken, dass die zivilgesellschaftlichen<br />
Gruppen aus allen Teilen der Welt kommen und daher sehr bunt zusammengesetzt<br />
sind. In der zivilgesellschaftlichen Deklaration gibt es etwa einen Passus,<br />
dass indigene Völker das Recht haben sollen, ihr Wissen und ihre<br />
Verfahren rechtlich zu schützen. Damit sind viele Gruppen nicht einverstanden.<br />
Man muss jedoch sehen, dass die Zusammensetzung der zivilgesellschaftlichen<br />
Gruppen nicht ganz so heterogen wie die der Regierungen ist. Bei uns bestreitet<br />
niemand die Bedeutung der Menschenrechtsdeklaration, zum Beispiel.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Zu den einzelnen Themen, auch wenn es angesichts der Masse an Themen schwierig<br />
ist, hier auszuwählen. Zunächst: Menschenrechte und Zensur&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sebastian<br />
W. Lahn</b>: Frau Hofmann, wird Tunis, Gastgeberland für den<br />
Folgegipfel 2005, das Recht auf Information als Menschrecht anerkennen,<br />
obwohl es einer totalitären Regierung unterliegt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Viele zivilgesellschaftliche Gruppen skandalisieren schon jetzt, dass<br />
der Folgegipfel überhaupt in einem solchen Land stattfinden soll.<br />
Immerhin werden dort Menschen wegen ihrer politischen Positionen eingesperrt.<br />
Auf der anderen Seite ist nie auszuschließen, dass ein solcher Gipfel<br />
nicht doch auch zu einer Liberalisierung der Innenpolitik beiträgt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Zwei Fragen:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>J. Knaak</b>:<br />
Sollte das www reglementiert werden? Wie wird dies tatsächlich durch<br />
Länder wie China umgesetzt? Wie sieht in diesem Punkt die Verständigung<br />
zwischen den teilnehmenden Ländern aus?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Zensur</b>:<br />
Stichwort Zensur: Wie funktioniert die Zensur beispielsweise in China.<br />
Wie können die chinesischen Behörden technisch dafür sorgen,<br />
dass ich nur Zugriff auf für das System &quot;ungefährliche<br />
Inhalte&quot; erhalte?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das ist ja ein ganzes Bündel von Fragen! Ich persönlich bin<br />
gegen jede Zensur im Internet. China handhabt den Zugang zum Internet<br />
sehr restriktiv. Viele Websites sind von China aus nicht erreichbar. Die<br />
anderen Länder reagieren darauf mit unterschiedlichen Formen des<br />
Drucks. Für die EU war beispielsweise klar, dass sie einer Einschränkung<br />
oder Nicht-Erwähnung der Menschenrechte, wie China das verlangt hat,<br />
auf keinen Fall zustimmen werden. China zensiert, indem bestimmte IP Adressen<br />
gesperrt werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>kosmo</b>:<br />
Wie kann das Internet an Verbreitung gewinnen, wenn viele Regierungen<br />
gar kein Interesse an Transparenz haben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das ist eine schwierige Frage. Tatsächlich kann man sehen, dass die<br />
hohen Zugangsgebühren in vielen Ländern verunmöglichen,<br />
dass mehr Menschen das Netz nutzen. Rückblickend wird man in 10 Jahren<br />
vielleicht sagen, dass hausgemachte Probleme die Durchsetzung des Internet<br />
verlangsamt, nicht aber wirklich verhindert haben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>schinkel</b>:<br />
Gibt es diese Art von Zensur wie in China auch in anderen Ländern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
China ist das bekannteste Beispiel. Wir wissen aus Deutschland, dass manche<br />
Behörden auch hier Zensurgelüste haben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Sie vergleichen China aber nicht mit Deutschland, oder?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>schinkel:</b><br />
Was heißt das, Zensurgelüste?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Nein, ich kann schon noch zwischen Diktaturen und Demokratien unterscheiden.<br />
🙂 Zensurgelüste heißt, dass etwa ein Regierungspräsident<br />
in NRW versucht, die Blockierung von Websites durch Provider rechtlich<br />
durchzusetzen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Noch mal international gefragt:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>kosmo</b>:<br />
Sind Informationsfreiheit und -zugang nicht abhängig von einer Demokratisierung<br />
(Stichwort: China?) vieler Entwicklungsländer? </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Aus meiner Sicht ja. Deshalb ist ja auch die Verwirklichung der Menschenrechte<br />
von so großer Bedeutung. Ich bin auch der Meinung, dass Entwicklungshilfe<br />
im kommunikationstechnischen Bereich an die Bedingung der Durchsetzung<br />
von Meinungs- und Partizipationsfreiheit geknüpft werden sollte.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>fred</b>:<br />
Die Daten werden genau so ungerecht um den Globus verteilt, wie dies bei<br />
Gütern und beim Wohlstand, den Lebensbedingungen, der Krankenversorgung<br />
und der Ausbildung der Fall ist. Ich bin eher pessimistisch was einen<br />
gerechten Zugang zu Informationen angeht. Wie sehen sie das?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Mit dem ersten Teil ihrer Aussage bin ich nicht einverstanden. Die Daten<br />
werden ja in erster Linie nicht verteilt, wir produzieren sie ja selbst!<br />
Es liegt also an uns, unser Wissen zugänglich zu machen. Auch würde<br />
ich behaupten, dass die Chancen einer gerechten Nutzung bei Informationsgütern<br />
viel besser sind als bei dinglichen Gütern. Es kostet ja nicht mehr,<br />
Wissen mehr Menschen zugänglich zu machen, weil Wissen sich nicht<br />
im gleichen Sinne verbraucht wie eine materielle Ressource.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>roger</b>:<br />
Hallo Frau Hofmann, wie sehen Sie die Chancen für die Entwicklungsländer?<br />
Ist der Vorsprung in Sachen Netzkommunikation der Industrieländer<br />
überhaupt noch aufzuholen (Ich meine jetzt nicht so Länder wie<br />
Indien)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ja, dieser Vorsprung ist aufzuholen, weil die Kosten für die Infrastrukturen<br />
stetig im Sinken begriffen sind. Das Problem ist lediglich, dass es in<br />
vielen Gegenden nicht einmal eine hinreichende Stromversorgung gibt, also<br />
die grundlegenden Infrastrukturen fehlen, auf dem digitale Netze dann<br />
aufsetzen könnten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Herbert_Kr</b>:<br />
Gibt es für die Entwicklungsländer nicht dringendere Probleme<br />
als die &quot;digitale Spaltung&quot;. Ich denke da zum Beispiel an AIDS,<br />
Trinkwasserversorgung, Handelsbarrieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Diese Entweder-Oder-Haltung scheint mir die falsche Herangehensweise.<br />
Hoffentlich ist es ja so, dass digitale Infrastrukturen bei der Bewältigung<br />
dieser Probleme helfen, indem sie beispielsweise die Bedingung für<br />
die Versorgung der Menschen, die Erkennung und Behaltung von Krankheiten<br />
verbessern.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>thalassa</b>:<br />
Hallo Frau Hofmann. Eben weil die Daten selbst produziert werden &#8211; sind<br />
sie nicht der Meinung dass auch ein Informationsdefizit in den meisten<br />
internationalen Organisationen besteht (Stiglitz) und dass es auch dadurch<br />
zu einer nicht gerechten Verteilung der Ressourcen kommt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Falls Sie auf die ökonomische Theorie anspielen, muss ich sagen,<br />
dass mir der Begriff des Informationsdefizits als sehr unpolitisch und<br />
technokratisch erscheint. Erstens haben wir es derzeit ja eher mit Informationsüberfluss<br />
in der westlichen Welt zu tun, es geht also eher darum, aus dem Datenfluss<br />
sinnvolle Informationen herauszufiltern und zu brauchbarem Wissen zu verknüpfen,<br />
zweitens lässt der Begriff des Informationsdefizits unberücksichtigt,<br />
dass wir uns oft ganz uneinig darüber sind, wie solche Informationen<br />
zu interpretieren und zu bewerten sind.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Wir kommen zum nächsten Thema: Dem lieben Geld. Es wurde im Vorfeld<br />
die Idee eines Solidarity Funds geboren, der den Entwicklungsländern<br />
zu Gute kommen soll. Hierzu einige Fragen:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lutz</b>:<br />
Frau Hofmann, die Regierung der Bundesrepublik hat sich offiziell gegen<br />
einen Solidaritätsfond entschieden. Wie sieht das die Zivilgesellschaft?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Die Zivilgesellschaft moralisiert diesen Konflikt und stellt sich auf<br />
die Seite des Südens, die einen solchen Fond einklagen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Was soll eigentlich die Aufgabe dieses Fonds sein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lapi</b>:<br />
Wird es einen &quot;Digitalen Solidaritätsfond&quot; geben, was soll<br />
dieser bewirken und wer wird in diesen Fond einzahlen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Er soll dem Aufbau digitaler Infrastrukturen zum einen und dem sogenannten<br />
Capacity Buildung zum anderen dienen. Bei letzterem handelt es sich um<br />
Ausbildung und verwandte Formen der Kompetenzbildung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>j.kaufmann</b>:<br />
Guten Tag Frau Hofmann. Welche Rolle spielen die Finanzen beim Zugang<br />
zu Information und Daten in den Entwicklungsländern? Die können<br />
das doch schon finanziell nie schaffen, auf ein ähnlich starkes Niveau<br />
zukommen wie etwa Schwellenländer.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ich bin mir da nicht so sicher, ob es tatsächlich allein um Finanzierung<br />
geht. Häufig versickern Finanzierungshilfen auch oder werden ineffizient<br />
genutzt, weil die Entscheidungsstrukturen intransparent sind oder die<br />
gesellschaftlichen Eliten die Mittel einsacken. Die effiziente Verwendung<br />
der Mittel setzt voraus, dass gesellschaftliche Entscheidungsstrukturen<br />
halbwegs demokratisch berechenbar arbeiten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>wellhofen</b>:<br />
Wie groß sollte denn dieser Solidaritätsfond sein? Also wie<br />
viel Geld müsste da hineinfließen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Keine Ahnung. Kann sein, dass hier Zahlen genannt wurden. Ich habe keine<br />
gesehen. Auch die Verwaltung ist unklar.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>nonliner</b>:<br />
Muss das Internet für die User nicht viel billiger werden, damit<br />
mehr Menschen online sind?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ja, ja, ja! Das sieht man schon deutlich daran, dass in Deutschland vergleichsweise<br />
wenige Menschen Zugang zum Netz haben verglichen mit unseren Nachbarländern<br />
in Skandinavien, Holland oder der Schweiz. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Nächster Themenkomplex, zu dem einige Fragen hier aufgelaufen sind:<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>George</b>:<br />
Wie stark ist die Internetüberwachung auch bei uns ausgeprägt-<br />
Stichwort 11. September?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Die Provider sind in Deutschland gehalten, die Verbindungsdaten der Nutzer<br />
über ein halbes Jahr zu speichern. Die Telekom hat das aber auch<br />
vor dem 11.9. schon so gehandhabt &#8211; wegen ihrer Rechnungslegung. Mit Überwachung<br />
kenne ich mich nicht gut aus.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bremen2</b>:<br />
Wie lassen sich freier Informationsaustausch, informationelle Selbstbestimmung<br />
etc. in den Netzen anlässlich einer Bedrohung durch den Terrorismus<br />
noch aufrechterhalten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Gute Frage. Für mich sind das die Kernpunkte der Demokratieentwicklung.<br />
Aus meiner Sicht ist die Demokratie keine fixierte Staatsform, sondern<br />
ein dynamisches Gebilde, das sich fortwährend weiterentwickelt und<br />
der täglichen Verteidigung durch die Bürger bedarf. Im Netz<br />
wird das derzeit besonders deutlich. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>bill-gates-schafft-uns-alle</b>:<br />
Thema Sicherheit: spielt das auf dem Gipfel eine Rolle &#8211; ich habe das<br />
Gefühl, die letzten Virusattacken sind schon wieder in Vergessenheit<br />
geraten und in der Zeitung lese ich, dass diese Sachen dem Mittelstand<br />
richtig Probleme machen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das Thema Sicherheit spielt hier eine große Rolle. Im Vorfeld des<br />
Gipfels während der Erstellung der Deklaration gab es einen großen<br />
Streit zwischen Russland und den europäischen Ländern um die<br />
Frage, ob Sicherheit im Netz auch militärtechnisch gefasst werden<br />
soll. Ein Stichwort in diesem Zusammenhang sind cyber wars.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Dazu passt diese Frage:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>maili</b>:<br />
Bisher galt das Internet als freies Medium. Doch die Zensoren sind längst<br />
auch im WWW aktiv: Missliebige Seiten werden blockiert, Web-Journalisten<br />
verhaftet, Provider abgeschaltet. Gleichzeitig nutzen immer mehr Regierungen<br />
das Internet als Propagandamedium. Muss darüber nicht stärker<br />
aufgeklärt werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann:</b><br />
Bitte, fangen Sie an. Am besten noch heute! Im Ernst, wer wenn nicht wir<br />
selbst sollte diese Aufgabe übernehmen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>spamer</b>:<br />
Spam-Mails sind in Deutschland verboten. Was kann der Gesetzgeber gegen<br />
den elektronischen Müll machen. In den USA wird jetzt mit einer Gefängnisstrafe<br />
bis zu fünf Jahren gedroht &#8211; wird Deutschland nachziehen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Deutschland wird die EU Richtlinie umsetzen, nicht mehr und nicht weniger<br />
– würde ich tippen. Aus meiner Sicht müssen die Provider<br />
hier selbst stärker zur Verantwortung gezogen werden. Ansonsten empfehle<br />
ich Selbsthilfe. Spam Assassin ist wirklich eine große Hilfe.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Der Delegationsleiter der deutschen Regierungsdelegation heißt &#8211;<br />
Rezzo Schlauch. Hierzu einige Fragen:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Hendrik</b>:<br />
Bis auf Finnland hat kein EU-Land seinen Staatschef nach Genf zum UN-Gipfel<br />
geschickt. Für die Bundesrepublik ist Rezzo Schlauch statt des Kanzlers<br />
nach Genf gekommen. Haben die EU-Länder Angst vor Konfrontationen<br />
und schicken deshalb Repräsentanten aus der zweiten Reihe?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das Problem ist eher, dass der Gipfel in Deutschland nicht besonders ernst<br />
genommen wird. Weil er nicht ernst genommen wird, schickt man eben nur<br />
die dritte Reihe, was dann dazu führt, dass auch die Presse ihn nicht<br />
ernst nimmt. Im Ergebnis wird die Chance verpasst, den globalen Charakter<br />
der Wissensgesellschaft mitsamt ihren Problemen und Gestaltungsfragen<br />
öffentlich so zu präsentieren, dass alle Bürger davon hören<br />
und selbst darüber nachdenken.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>lutz</b>:<br />
Rezzo Schlauch hat heute gesagt, dass die Vorbereitungen zum Gipfel nicht<br />
zufriedenstellend gelaufen seien und dass das allerseits bekannt sei.<br />
Ist der Verlauf und das bisherige Resultat des Gipfels wirklich so schlimm?<br />
Immerhin durfte die Zivilgesellschaft dabei sein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
(Offenbar ein sehr informierter Zeitgenosse)</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Der Erfolg des Gipfels bemisst sich ja nicht allein an prozeduralen Fragen,<br />
also daran, wer nun mitmachen darf und wer nicht. Es geht auch darum,<br />
was im Abschlusstext steht. Und hier haben die zivilgesellschaftlichen<br />
Gruppen zu Recht einen Mangel an Vision beklagt und der fehlenden Berücksichtigung<br />
zivilgesellschaftlicher Positionen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>walter l</b>.:<br />
Hallo Frau Hofmann, haben Sie den Eindruck, dass die deutsche Regierung<br />
schon richtig begriffen hat, wie wichtig das Internet ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann:</b><br />
Ja, das glaube ich schon. Allerdings ist es natürlich schwierig,<br />
über „die“ Regierung zu sprechen. Immerhin setzt die<br />
sich ja auch aus mehreren Menschen mit unterschiedlichen Kompetenzen und<br />
Interessen zusammen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Im Vorgriff auf den Folgegipfel in Tunis: Was sind die Forderungen der<br />
Zivilgesellschaft an die Bundesregierung?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Zum einen soll die Bundesregierung natürlich die Zusammenarbeit mit<br />
uns verstärken. Zum anderen wünschen wir uns, dass wir nicht<br />
nur angehört werden, sondern unsere Positionen auch einen Niederschlag<br />
finden. Drittens wäre es sehr nett, wenn der internationale Charakter<br />
der Wissensgesellschaft sowie die politischen Gestaltungsfragen, die sich<br />
daraus ergeben, ein wenig mehr Beachtung finden würden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Sebastian<br />
W. Lahn</b>: Im Gipfelplenum hält ein Regierungsvertreter nach<br />
dem anderen eine Rede. Hat das politische Bedeutung, oder ist das alles<br />
nur noch Show und die entscheidenden Beschlüsse des Gipfels sind<br />
längst gelaufen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Letzteres.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Wie ist eigentlich die Stimmung auf dem Gipfel. Ich stelle mir das sehr<br />
wuselig und international vor &#8211; oder sind das nur die üblichen Verdächtigen<br />
und Spezialisten?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Es ist ein großes Durcheinander, ein unerträglich hoher Geräuschpegel<br />
und sehr viel Kommunikationsstörung. Was zum Beispiel geradezu skandalös<br />
ist, ist der Mangel an Druckern und W-Lan. Wir müssen ja hier richtig<br />
Geld zahlen, um wireless ans Netz zu gehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Sollte man ja eigentlich genau das Gegenteil erwarten. Auch eine Frage<br />
der Finanzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ja, die Veranstalter haben möglicherweise die symbolische Dimension<br />
eines Informationsgipfels nicht wirklich verstanden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Und: Kann man so etwas über Wirtschaftssponsoren abfedern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Das war die ursprüngliche Idee der ITU, hat aber wohl nicht ganz<br />
so geklappt, wie man sich das vorgestellt hat. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Moderator</b>:<br />
Liebe Politik-Interessierte, vielen Dank für das Interesse und die<br />
zahlreichen Fragen. Herzlichen Dank, Jeanette Hofmann, dass Sie sich die<br />
Stunde Zeit genommen haben. Das Transkript dieses Chats finden Sie wie<br />
alle anderen auch auf den Seiten der Veranstalter von tacheles.02. tacheles.02<br />
ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de und sueddeutsche.de. Das tacheles.02-Team wünscht<br />
allen noch einen schönen Tag.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Jeanette Hofmann</b>:<br />
Ich wünsche Ihnen auch einen schönen Tag!</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/quotich_persoenlich_bin_gegen_jede_zensur_im_internetquot-263/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
