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	<title>#US2012 &#8211; politik-digital</title>
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		<title>US2012: Der YouTube-Wahlkampf von Obama und Romney – Im Endspurt setzen beide Kandidaten auf mildere Töne</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Kercher]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2012 13:45:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Einen Tag vor der US-Präsidentschaftswahl will ich hier noch einmal einen Blick auf den Endspurt im YouTube-Wahlkampf der beiden Lager [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong></strong><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/endspurt_obama_romney/" rel="attachment wp-att-122611"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122611" title="Originalbild CC-BY-NC-SA  von dview.us via FlickR" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Endspurt_Obama_Romney.jpg" alt="Symboldbild Us-Wahlkampf Zielflagge" width="640" height="427" /></a>Einen Tag vor der US-Präsidentschaftswahl will ich hier noch einmal einen Blick auf den Endspurt im YouTube-Wahlkampf der beiden Lager werfen. Wie schon in meinem vorigen Beitrag soll es hauptsächlich um die Anzahl und die Tonalität der veröffentlichten YouTube-Spots gehen.</p>
<p>Betrachten wir also zunächst wieder die pure Anzahl der veröffentlichten Spots von Obama, Romney und ihren beiden Parteien (vg. Abb. 1). Wie man schön sieht, hat der Video-Output bei Obama im Oktober im Vergleich zum Vormonat noch einmal kräftig zugelegt: Von 152 auf 260 (!) Videos. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 71 Prozent. Oder anders formuliert: Im Oktober veröffentlichte Obama im Schnitt rund neun Videos pro Tag.</p>
<p><em>Abbildung 1: Anzahl der veröffentlichen YouTube-Videos pro Monat, nach YouTube-Kanal</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/anzahl_youtube-videos_0512-1012/" rel="attachment wp-att-122580"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122580" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/anzahl_youtube-videos_0512-1012-630x334.jpg" alt="Anzahl der veröffentlichen YouTube-Videos pro Monat, nach YouTube-Kanal" width="630" height="334" /></a></p>
<p>Bei Romney fiel der Zuwachs hingegen sehr viel bescheidener aus: Er legte von 43 Videos im September auf 49 Videos im Oktober zu. Das sind gerade einmal 14 Prozent Steigerung. Und nicht einmal ganz zwei Videos pro Tag im Oktober. Die republikanische Parteizentrale (RNC)  zeigte im Oktober sogar noch weniger Aktivismus: Hier kam es zu einem Rückgang von 28 auf 23 Videos (minus 18 Prozent). Die demokratische Parteizentrale (DNC) legte hingegen von 14 auf 22 Videos zu, was einer Steigerung von 57 Prozent entspricht.</p>
<h3>Negative Campaigning auf YouTube</h3>
<p>Und wie entwickelte sich die Veröffentlichung von negativen und vergleichenden YouTube-Videos von Obama und Romney und ihre jeweiligen Parteien und Unterstützergruppen? Bei Obama zeigt sich wiederum eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vormonat: von 47 auf 70 Videos (plus 49 Prozent). Obama veröffentlichte im Oktober also erstmals mehr als zwei Videos mit Angriffen auf Romney pro Tag (vgl. Abb. 2).</p>
<p><em>Abbildung 2: Anzahl der veröffentlichen Angriffsspots pro Monat, nach YouTube-Kanal</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/anzahl_angriffsspots_0512-1012/" rel="attachment wp-att-122581"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122581" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/anzahl_angriffsspots_0512-1012-630x299.jpg" alt="Anzahl der veröffentlichen Angriffsspots pro Monat, nach YouTube-Kanal" width="630" height="299" /></a></p>
<p>Ganz anders Romney: Der veröffentlichte im September sogar ein Angriffsvideo weniger als im September (34 statt 35 bzw. minus drei Prozent). Auch das RNC hielt sich im Oktober mit den Angriffen auf Obama eher zurück: Hier sank die Zahl der veröffentlichten Videos von 22 auf 17 (minus 23 Prozent). Mehr als ausgeglichen wurde dieser Rückgang jedoch durch einen erheblichen Zuwachs bei den hier erfassten pro-republikanischen Super-PACs (American Crossroads, Crossroads GPS Crossroads Generation, American Future Fund, AforP, Restore Our Future), bei denen die Zahl der veröffentlichten Angriffsspots von neun auf 37 stieg (plus 311 Prozent). Auch die pro-demokratischen Super-PACs (American Bridge 21st, PPVotes, PrioritiesUSA, SEIU) legten deutlich zu, allerdings “nur” von neun auf 30 Spots (plus 233 Prozent).</p>
<p>Wie sich bei einer Betrachtung des YouTube-Angriffswahlkampfs auf Wochenbasis zeigt, verteilt sich der Video-Output keinesfalls gleichmäßig über die Kalenderwochen im Oktober (vgl. Abb. 3). V.a. bei Obama zeigen sich deutliche Schwankungen von Woche zu Woche. So erreichte der Output an Angriffsspots in der Kalenderwoche 41 (8. bis 14. Oktober), in der das TV-Duell der beiden Vize-Kandidaten Joe Biden und Paul Ryan stattfand, mit 27 Videos (rund vier Videos pro Tag) seinen bisherigen Höhepunkt. In der Folgewoche (in der das zweite TV-Duell zwischen Obama und Romney stattfand) fiel der Output hingegen auf neun Videos (1,3 Videos pro Tag).</p>
<p><em>Abbildung 3: Anzahl der veröffentlichen YouTube-Videos pro Kalenderwoche, nach YouTube-Kanal</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/anzahl_angriffsspots_kw32-kw43_2012/" rel="attachment wp-att-122582"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122582" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/anzahl_angriffsspots_kw32-kw43_2012-630x275.jpg" alt="Anzahl der veröffentlichen YouTube-Videos pro Kalenderwoche, nach YouTube-Kanal" width="630" height="275" /></a></p>
<h3>Tonalität des Video-Outputs auf den YouTube-Kanälen</h3>
<p>Betrachtet man die Anteile der Angriffsspots an allen veröffentlichten Spots (vgl. Abb. 4), so zeigt sich, dass die Tonalität auf den YouTube-Kanälen von Romney und RNC im Oktober tatsächlich positiver ausfiel als im September: Der Anteil von Spots mit Angriffen auf Obama sank von 81,4 auf 69,4 Prozent bei Romney und von 78,6 auf 73,9 Prozent beim RNC. Aber: Auch bei Obama sank der Anteil solcher Angriffsspots, von 30,9 auf 26,9 Prozent. Die Steigerung des Video-Outputs im Oktober bestand hier also nicht in erster aus Angriffsspots, sondern aus positiven Spots. Beim DNC hingegen legte der Anteil von Videos mit Angriffen auf Romney deutlich zu, von 42,9 auf 77,3 Prozent.</p>
<p><em>Abbildung 4: Anteil der Angriffsspots an allen veröffentlichten YouTube-Videos des jeweiligen Kanals</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/anteil_angriffsspots_0512-1012/" rel="attachment wp-att-122583"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122583" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/anteil_angriffsspots_0512-1012-630x314.jpg" alt="Anteil der Angriffsspots an allen veröffentlichten YouTube-Videos des jeweiligen Kanals" width="630" height="314" /></a></p>
<p>(Die Anteile der Angriffsspots bei den Super-PACs werden in der Abbildung nicht aufgeführt, da sie in allen Monaten bei nahezu 100 Prozent liegen.)</p>
<h3>Wie teilen sich die Lager den Angriffswahlkampf auf?</h3>
<p>Eine interessante Entwicklung zeigt sich auch, wenn man berechnet, wie sich der Anteil der Angriffsspots auf die verschiedenen Kanäle innerhalb der beiden Lager verteilt (vgl. Abb. 5). Denn hier wird sehr deutlich, dass sowohl Obama als auch Romney die “Drecksarbeit” im Oktober deutlich stärker ihren Unterstützergruppen bzw. ihrer Parteizentrale überließen als noch im September. So sank der Anteil der pro-demokratischen Angriffsspots, die auf dem YouTube-Kanal von Obama veröffentlicht wurden von 75,8 auf 59,8 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil der pro-republikanischen Angriffsspots, die auf dem YouTube-Kanal von Romney veröffentlicht wurden von 53,0 auf 38,6 Prozent.</p>
<p><em>Abbildung 5: Anteil der Angriffsspots an allen veröffentlichten Angriffsspots des jeweiligen Lagers</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-endspurt-im-youtube-wahlkampf/anteil_angriffsspots_2_0512-1012/" rel="attachment wp-att-122584"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122584" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/anteil_angriffsspots_2_0512-1012-630x312.jpg" alt="Anteil der Angriffsspots an allen veröffentlichten Angriffsspots des jeweiligen Lagers" width="630" height="312" /></a></p>
<p>Im Gegensatz dazu stieg der Anteil der pro-republikanischen Angriffsspots, die auf den Kanälen der hier erfassten Super-PACs veröffentlicht wurden, erheblich an: von 13,6 auf 42,0 Prozent. Auch im demokratischen Lager erhöhte sich der Super-PAC-Anteil am Angriffswahlkampf deutlich: von 14,5 auf 25,6 Prozent. Anders als im republikanischen Lager (in dem der Anteil der RNC-Videos am Angriffswahlkampf von 33,3 auf 19,3 Prozent sank), stieg im demokratischen Lager gleichzeitig auch der Anteil der DNC-Videos mit Angriffen auf Romney, und zwar von 9,7 auf 14,5 Prozent.</p>
<h3>Fazit</h3>
<p>Obwohl Obama im Oktober auf seinem YouTube-Kanal noch einmal deutlich mehr Angriffsvideos als im September veröffentlicht hat, fiel die Tonalität des Video-Outputs bei beiden Kandidaten im Vergleich zum Vormonat erheblich positiver aus. Diese Entwicklung kennt man bereits aus früheren Analysen zum TV-Wahlkampf: Das sog. “closing argument” der Kandidaten im Wahlkampf-Endspurt konzentriert sich meistens mehr auf die Leistungen des eigenen Kandidaten als auf die Schwächen des gegnerischen Kandidaten. Denn in dieser letzten Phase des Wahlkampf geht es beiden Seiten nicht mehr in erster Linie darum, Wähler von der Wahl des Gegenkandidaten abzuschrecken, sondern v.a. darum, die eigene Anhängerschaft zur Stimmabgabe zu mobilisieren. Und das gelingt besser mit dem Lob des eigenen Kandidaten als mit Angriffen auf den Gegner.</p>
<p>Dieser positive Schwenk der Kandidaten bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass der Wahlkampf insgesamt positiver wird. Denn der Rückgang der Angriffe durch die Kandidaten selbst wird zu einem Großteil kompensiert durch eine Zunahme von Angriffen durch deren Unterstützergruppen und/oder die jeweilige Parteizentrale. Noch stärker als im bisherigen Wahlkampf findet in den letzten Wochen des Wahlkampfs also ein “Outsourcing” des Angriffswahlkampfs an Unterstützergruppen und Parteizentralen statt – im YouTube-Wahlkampf genauso wie im TV-Wahlkampf.</p>
<p><em>Dieser Artikel ist ein Crosspost von <a href="https://campaignwatchers.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">campagnenwatchers.de</a> und steht unter einer Creative Commons Namensnennung – Weitergabe unter gleichen Bedingungen 3.0 Unported Lizenz.</em><br />
<a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-121978" title="CC Lizens" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" alt="" width="305" height="53" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: Originalbild CC-BY-NC-SA von dview.us via FlickR</p>
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		<title>Tocqueville 2012: Politischer Roadtrip durch die USA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Nov 2012 15:56:50 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den vergangenen Wochen sind Sarah Bidoli und Sebastian Horn mit ihrem Tocqueville 2012-Projekt (politik-digital.de berichtete) viel herumgekommen. Auf ihrer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/tocqueville-2012-politischer-roadtrip-durch-die-usa/tocqueville-2012_1/" rel="attachment wp-att-122506"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-122506" title="Foto: Bidoli/Horn" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Tocqueville-2012_1.jpg" alt="" width="640" height="420" /></a>In den vergangenen Wochen sind Sarah Bidoli und Sebastian Horn mit ihrem <a href="http://tocqueville2012.org/?p=136" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tocqueville 2012-Projekt</a> (politik-digital.de <a href="http://politik-digital.de/mit-tocqueville-durch-die-usa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">berichtete</a>) viel herumgekommen. Auf ihrer Dokumentarreise durch die USA treffen sie auf interessante Menschen und viele spannende Themen. Bei ihren Begegnungen geht es gerne mal um<a href="http://tocqueville2012.org/?p=302" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Zombies</a>, um ein <a href="http://tocqueville2012.org/?p=377" target="_blank" rel="noopener noreferrer">besonderes Häftlingsprogramm</a> oder über Erkenntnisse, die ein <a href="http://tocqueville2012.org/?p=276" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tocqueville-Forscher</a> zu berichten hat. Für unsere <a href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Serie zum amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf</a> werfen wir einen Blick auf einige Stationen der US-Reiseabenteurer.</p>
<p>Ihre Reise beginnt in New York und einer ersten Begegnung mit dem amerikanischen Wahlsystem und dessen Erfordernis, sich für den Urnengang registrieren zu müssen. An der Station &#8220;Union Sqare&#8221; der New Yorker U-Bahn treffen sie freiwillige Helfer der <a href="http://www.nypirg.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">New York Public Interest Research Group (NYPIRG)</a>, die versuchen Passanten zu motivieren, sich für die Präsidentschaftswahl registrieren zu lassen. Im <a href="http://tocqueville2012.org/?p=264" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videointerview</a> erklärt der Projektverantwortliche, wieso es wichtig ist, sich erfassen zu lassen und welche Auswirkungen Wahlen auf die Demokratie haben.</p>
<p>Dass mit jedem Wahlkampf in den USA stets der Rekord gebrochen wird, was die Höhe der eingesetzten Wahlkampfbudgets betrifft, kann man regelmäßig alle vier Jahre beobachten. Doch woher kommt eigentlich dieses Geld? <a href="http://tocqueville2012.org/?p=460#more-460" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bidoli und Horn</a> identifizieren drei Formen der Kampagnenfinanzierung im aktuellen Wahlkampf: Spenden, die regulär an die jeweilige offizielle Kampagne fließen, Wahlkampffinanzierung via Super-PACs und die Unterstützung über Wohlfahrtsverbände, den &#8220;Social Welfare Organisations&#8221;.<br />
Im Gespräch mit Justin Elliot, einem Reporter der gemeinnützigen Nachtrichten-Plattform <a href="http://www.propublica.org/series/campaign-2012" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ProPublica</a>, klären sie, was es mit so genanntem &#8220;dark money&#8221;, also Geld, das indirekt in die Kampagnen fließt, auf sich hat.</p>
<p>Auf ihrer Reiseroute Richtung Norden durch den Bundesstaat Michigan passieren sie in <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Saginaw,_Michigan" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Saginaw</a> ein republikanisches <a href="http://www.migop.org/index.php/get-involved/victory-centers/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Victory-Center&#8221;</a>, in dem sie sich mit Helene Wiltse, Vorsitzende der lokalen <a href="http://saginaw.migop.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Saginaw County Republican Party</a> über die Koordination der republikanischen Kampagne <a href="http://tocqueville2012.org/?p=482#more-482" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unterhalten</a>.</p>
<p>Ein Tag und einige Reisekilometer später treffen die beiden Berliner in Green Bay ein, einer Kleinstadt am Lake Michigan. Im benachbarten Appleton besuchen sie ein <a href="http://www.barackobama.com/wi/feature/office-lookup?source=wi_state_nav#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Obama-Kampagnenbüro</a> und sammeln <a href="http://tocqueville2012.org/?p=517#more-517" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eindrücke</a> über die Arbeit der freiwilligen Wahlkampfhelfer.</p>
<p>Auf ihrer Tour durch den Alltag der Amerikaner entdecken Bidoli und Horn immer wieder spannende Geschichten. Auf ihrem <a href="http://tocqueville2012.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reiseblog</a> sind eine Vielzahl solcher Begegnungen dokumentiert. Eine dieser Bekanntschaften ist die mit Mike, einem 27-jährigen Amerikaner, der als Soldat ein Jahr im Irak diente. Herausgekommen ist ein interessantes und hoch politisches <a href="http://tocqueville2012.org/?p=626" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a>.</p>
<p><em>Weitere Erlebnisse finden Sie auf dem <a href="http://tocqueville2012.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tocqueville 2012-Reiseblog</a>.</em></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Die Rückkehr der Freiwilligen: Die steigende Bedeutung von GOTV in amerikanischen Kampagnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Andreas Jungherr]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 14:08:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wurde in den vergangenen Jahren über Innovationen im amerikanischen Wahlkampf gesprochen, war damit meist die kreative Nutzung des Internet gemeint. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-rueckkehr-der-freiwilligen-die-steigende-bedeutung-von-gotv-in-amerikanischen-kampagnen/gotv-ab/" rel="attachment wp-att-122374"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122374" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/GOTV-AB-630x472.jpg" alt="Quelle: flickr.com | Barack Obama | CC BY-NC-SA 2.0" width="630" height="472" /></a>Wurde in den vergangenen Jahren über Innovationen im amerikanischen Wahlkampf gesprochen, war damit meist die kreative Nutzung des Internet gemeint. Neben den viel diskutierten und immer wieder enthusiastisch diagnostizierten Internet-Grassrooots, Facebook-, Twitter- und App-Revolutionen kam es gleichzeitig auch offline zu interessanten Veränderung in der Kampagnenführung. Als Folge dieser Veränderungen erhält die Arbeit von Freiwilligen eine immer gewichtigere Rolle in der Umsetzung politischer Kampagnen in den USA.</p>
<p>In den vergangenen zehn Jahren kam es in den USA zu einer von Deutschland weitgehend unbeobachteten Veränderung in der praktischen Umsetzung von Wahlkämpfen. Neben den bekannten Wettkämpfen um Nachrichtenzyklen und Fernsehspots begannen die Kampagnenmacher, den potentiellen Wählern mithilfe von Telefonanrufen oder Hausbesuchen von Freiwilligen aus der Zielgruppe den Wahlkampf nahe zu bringen. In seiner Studie <a href="http://press.princeton.edu/titles/9616.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ground Wars: Personalized Communication in Political Campaigns&#8221;</a> benutzt der dänische Kommunikationswissenschaftler <a href="http://rasmuskleisnielsen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rasmus Kleis Nielsen</a> hierfür den Begriff &#8220;personalisierte politische Kommunikation&#8221;.</p>
<h3>Wachsende Bedeutung von personalisierter Kommunikation</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/die-rueckkehr-der-freiwilligen-die-steigende-bedeutung-von-gotv-in-amerikanischen-kampagnen/volunteer/" rel="attachment wp-att-122354"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122354" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Volunteer.jpg" alt="" width="320" height="213" /></a>&#8220;Get-Out-the-Vote&#8221; (GOTV), also der gezielte Kontakt zu potentiellen Wählern durch Freiwillige oder bezahlte Kampagnenhelfer, war zwar schon immer ein Element amerikanischer Wahlkämpfe &#8211; aber drei Entwicklungen führten zu der kontinuierlich steigenden Bedeutung von GOTV-Elementen in den Kampagnen. Einerseits müssen Wahlkämpfe in den USA in einem stark fragmentierten Medienumfeld kommunizieren. Seit den 1980er Jahren sehen sich Amerikaner einem vielfältigen und stetig wachsendem Medienangebot gegenüber. Dies führt zwangsläufig zu einer Aufsplitterung des Publikums, was es für Kampagnen immer schwieriger macht, potentielle Wähler über klassische Medienkanäle zu erreichen. Der amerikanische Politologe <a href="http://www.princeton.edu/~mprior/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Markus Prior</a> zeigte 2007 in seinem Buch <a href="http://www.cambridge.org/de/knowledge/isbn/item1162668/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Post Broadcast Democracy&#8221;</a> eindrucksvoll, welche gesellschaftlichen Folgen diese Aufsplitterung des Publikums hat. Die von Prior aufgezeigten Prozesse werden durch die zunehmende Nutzung des Internet noch weiter verstärkt.</p>
<p>Parallel zu dieser Entwicklung zeigten Feldexperimente der Politologen <a href="https://sites.google.com/site/donaldpgreen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Donald P. Green </a>und <a href="http://pantheon.yale.edu/~agerber/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alan S. Gerber</a>, dass die persönliche Ansprache potentieller Wähler durch Kampagnenmitarbeiter eine deutlich höhere Mobilisierungswirkung hatte als der Kampagnenkontakt über automatisierte Anrufe wie &#8220;Robocalls&#8221; oder Postsendungen. Seit der Veröffentlichung der Ergebnisse ihrer Experimente in ihrem Buch <a href="http://www.brookings.edu/research/books/2008/getoutthevotesecondedition" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Get Out the Vote! How to Increase Voter Turnout&#8221;</a> gehören Gerbers und Greens Erkenntnisse zu Grundelementen amerikanischer Wahlkämpfe.</p>
<h3>Kampagnen-Optimierung durch Online-offline-Verzahnung</h3>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> Zusätzlich zu der wachsenden Zersplitterung der Mediennutzung und dem in amerikanischen Kampagnen steigenden Bewusstsein für die Bedeutung des persönlichen Kontakts mit potentiellen Wählern trugen auch das Internet und die zunehmende Digitalisierung zu einer neuen &#8220;personalisierten&#8221; Form der politischen Kommunikation bei. Die bereits auf politik-digital.de <a href="http://politik-digital.de/microtargeting-wahlkampf-mit-datensaetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beschriebene</a> ansteigende Nutzung von Datenbanken und des &#8220;predictive modelling&#8221; ermöglicht US-Kampagnen eine immer präzisiere Auswahl potentieller Wähler, die erst den relativ ressourcenintensiven persönlichen Kontakt durch Freiwillige möglich macht. Die Rolle des Internet bei der Organisation dieser Offline-Kampagnenelemente darf also nicht unterschätzt werden. Allerdings liegt die Bedeutung des Netzes hierbei nicht im bunten, journalisten- und beraterfreundlichen Facebooken oder Twittern, sondern in der Stärkung und Optimierung der Infrastruktur politischer Kampagnen.</p>
<p>Einen detaillierteren Blick auf die Entwicklung des personalisierten GOTV bieten der Kommunikationswissenschaftler <a href="http://rasmuskleisnielsen.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rasmus Kleis Nielsen</a> in seinem Buch <a href="http://press.princeton.edu/titles/9616.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ground Wars: Personalized Communication in Political Campaigns&#8221;</a> und der Journalist Sasha Issenberg in seinem Buch <a href="http://www.thevictorylab.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;The Victory Lab: The Secret Science of Winning Campaigns&#8221;</a> sowie in seinen verschiedenen <a href="http://www.slate.com/authors.sasha_issenberg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikeln</a> für die Webseite Slate.</p>
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		<title>US-Wahlkampf: Obama hat im Social Web die Nase vorn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Adrian Rosenthal]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Oct 2012 13:41:07 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Barack Obamas Erfolg bei den Präsidentschaftswahlen 2008 war nicht zuletzt das Ergebnis einer innovativen Wahlkampf-Strategie im Social Web. Kein Wunder [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/us-wahlkampf-obama-hat-im-social-web-die-nase-vorn/barack-obama-campaign-ab/" rel="attachment wp-att-122341"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122341" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barack-Obama-Campaign-AB-630x419.jpg" alt="" width="630" height="419" /></a>Barack Obamas Erfolg bei den Präsidentschaftswahlen 2008 war nicht zuletzt das Ergebnis einer innovativen Wahlkampf-Strategie im Social Web. Kein Wunder also, dass Mitt Romneys Team  mit allen Mitteln versucht, die digitale Lücke im Social Web zu schließen.</p>
<p>Bei den Präsidentschaftswahlen 2008 votierten 66 Prozent der 18- bis 29-jährigen US-Bürger &#8211; die &#8220;Digital Naturals&#8221; &#8211; für den amtierenden Präsidenten Obama. Genau diese Zielgruppe treibt dabei den digitalen US-Wahlkampf voran. Mitt Romneys Team versucht in diesem US-Wahlkampf dementsprechend, die digitale Lücke im Social Web zu schließen &#8211; und benutzt dafür ganz ähnliche Mittel.</p>
<h3>Republikaner mit Licht und Schatten im digitalen US-Wahlkampf</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/us-wahlkampf-obama-hat-im-social-web-die-nase-vorn/mitt-romney/" rel="attachment wp-att-122330"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122330" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Mitt-Romney.jpg" alt="" width="300" height="170" /></a>Mitt Romneys <a title="Homepage Mitt Romney" href="http://www.mittromney.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> ähnelt in vielen Organisationselementen <a title="Plattform Barack Obama" href="http://www.barackobama.com/splash/choice-signup?" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mybarackobama.com</a>, dem Social Hub des US-Präsidenten. Zudem sind die Republikaner im US-Wahlkampf heute auf allen altbewährten Social Media Kanälen aktiv, sei es twitter, facebook oder YouTube. Dabei können sie durchaus Erfolge verbuchen: Republikanische Kongressabgeordnete nutzen Social-Media-Kanäle häufig effektiver als ihre demokratischen Kollegen; auch die Interaktionsrate und Viralität der republikanischen Social-Web-Auftritte brauchen den Vergleich mit den Demokraten nicht zu scheuen. Einzig: Wirklich neue, innovative Ideen findet man im digitalen US-Wahlkampf Romneys kaum. Diese „Altbackenheit“ vermischt sich mit dem einen oder anderen Wahlkampf-Patzer: In einer App, mit der User ihre Unterstützung für Romney im US-Wahlkampf zeigen sollten, war von einem besseren „Amercia“ die Rede – ein Rechtschreibfehler, der sofort von zahlreichen Blogs auf die Schippe genommen wurde.</p>
<h3>Wahlkampf des US-Präsidenten erneut innovativer</h3>
<p>Genau diese Viralität im Social Web spielt im diesjährigen Wahlkampf nicht selten dem amtierenden US-Präsidenten zu: So erstellten seine Anhänger beispielsweise in Anspielung auf Romneys „binders full of women“-Lapsus einen entsprechenden <a href="http://bindersfullofwomen.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tumblr-Blog</a>. Doch auch Obamas Wahlkampf-Strategen selbst haben immer wieder frische Ideen, um den digitalen US-Wahlkampf anzuheizen. Ein gutes Beispiel ist <a href="http://www.romneytaxplan.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">romneytaxplan.com</a>: Diese Seite nimmt die Weigerung des Herausforderers auf die Schippe, während des US-Wahlkampfs konkrete Details zu seinen Steuerplänen zu äußern. Dass die Seite beim Google-Suchauftrag „Romney tax plan“ auf Position eins rangiert, passt nicht nur gut ins Bild dieses gut durchdachten Wahlkampfmanövers, sondern dokumentiert zudem, dass Suchmaschinenoptimierung in der politischen Kommunikation ein Thema ist.</p>
<h3>Obamas US-Wahlkampf mit besserer Reichweite und Software</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/us-wahlkampf-obama-hat-im-social-web-die-nase-vorn/barack-obama-twitter/" rel="attachment wp-att-122329"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-122329" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Barack-Obama-Twitter-305x229.jpg" alt="" width="305" height="229" /></a>Doch nicht nur die Kreativität des Wahlkampfteams um den US-Präsidenten sorgt dafür, dass er im Social Web weiter die Nase vorne hat. Durch seine längere Aktivität auf facebook und twitter übertrifft er Mitt Romney in Sachen Social-Web-Reichweite in diesem US-Wahlkampf deutlich – doch auch auf Plattformen, die wie Pinterest oder Instagram 2008 noch gar nicht existierten, hat der Amtsträger mehr Anhänger. Dabei profitiert er von seiner anhaltenden Popularität unter den 18- bis 29-jährigen US-Bürgern, welche den Wahlkampf im Social Web als aktive Player besonders antreiben und auf Patzer Romneys häufig noch schneller reagieren, als Obamas Team selbst.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> Nicht zuletzt hat der Präsident in Sachen Technologie auch in diesem US-Wahlkampf Vorteile: Seit dem Launch von mybarackobama.com läuft die Seite ohne Probleme; die App „Obama for America“ verrät unter anderem, ob der neue Nachbar Demokrat ist und treibt damit das <a href="http://politik-digital.de/microtargeting-wahlkampf-mit-datensaetzen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microtargeting</a> von Wählern im US-Wahlkampf weiter voran. Der technologische Vorsprung Obamas liegt nicht zuletzt an seinem deutlich höheren Budget für Social-Web-Aktivitäten im US-Wahlkampf – welches andererseits durch effektive Online-Fundraising-Konzepte gedeckt wird.</p>
<h3>Social Media wichtiger Faktor im US-Wahlkampf</h3>
<p>All das wird Obama nicht die US-Präsidentschaft sichern: Wahlen werden (noch) nicht im Social Web entschieden. Aber: Der digitale Wahlkampf mobilisiert möglicherweise entscheidende Wählergruppen – und sollte der Amtsträger die Wahl gewinnen, werden Leitartikler dieses Mal wieder davon sprechen, dass er diese US-Präsidentschaftswahl auch mit einem innovativen Online-Wahlkampf gewonnen hat.</p>
<p><em>Die ausführlichen Analysen zum US-Wahlkampf im Social Web erhalten Sie auf <a href="http://www.udldigital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">UdL Digital</a>, wo Gastautor und USA-Spezialist Adrian Rosenthal die digitalen Wahlkampfstrategien<a title="Wahlkampfanalyse UdL-Digital" href="http://www.udldigital.de/der-us-wahlkampf-im-social-web-konnen-romney-und-die-republikaner-die-digitale-lucke-schliesen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Mitt Romneys</a> und <a title="Wahlkampfanalyse UdL-Digital" href="http://www.udldigital.de/der-us-wahlkampf-im-social-web-obama-bleibt-im-vorteil/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Barack Obamas</a> untersucht hat.</em></p>
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		<title>Wahlkampf – Who cares?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Michael Kotowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Oct 2012 12:02:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Trotz aller Bemühungen der amerikanischen Medien, die bevorstehende Präsidentschaftswahl (von den gleichzeitigen Kongresswahlen spricht ohnehin fast niemand) als enges Rennen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wahlkampf-who-cares/obama_us-wahlkampf_uslogo/" rel="attachment wp-att-122197"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-122197" title="Quelle: flickr.com | Barack Obama | CC BY-NC-SA 2.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Obama_US-Wahlkampf_uslogo.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a>Trotz aller Bemühungen der amerikanischen Medien, die bevorstehende Präsidentschaftswahl (von den gleichzeitigen Kongresswahlen spricht ohnehin fast niemand) als enges Rennen zu inszenieren, will sich innerhalb der Bevölkerung kein wirkliches Wahlkampffieber bemerkbar machen.</p>
<p>Fast schon rührend mutete der Versuch der Medien an, die TV-Debatten als potentielle &#8220;game changer&#8221; zu vermarkten. Historisch und <a href="http://www.washingtonpost.com/blogs/ezra-klein/wp/2012/10/03/what-political-scientists-know-about-debates/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politikwissenschaftlich</a> gesehen ist der Effekt von TV-Debatten auf Wahlergebnisse jedoch äußerst gering. Interessantweise hat es sich aber doch so ergeben, dass Mitt Romney durch die erste TV-Debatte in der Tat einen beachtlichen Umschwung in einigen <a href="http://fivethirtyeight.blogs.nytimes.com/2012/10/11/oct-10-is-romney-leading-right-now/?ref=politics" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umfragen</a> erreichen konnte. Auch wenn sich bei den Demokraten deswegen bereits typische Panik breit machte (die durch Obamas &#8220;Punktsieg&#8221; in der zweiten Debatte schon wieder etwas abgemildert wurde), fehlt der bevorstehenden Wahl trotzdem jedwede Aura von Brisanz oder Enthusiasmus.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wahlkampf-who-cares/us-wahlkampf/" rel="attachment wp-att-122193"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122193" title="US-Wahlkampf | Foto: Jan Kotowski" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/US-Wahlkampf.jpg" alt="" width="280" height="373" /></a>Nun sind die USA freilich ein sehr großes Land mit gewaltigen regionalen Unterschieden, und man muss sich bei persönlichen Beobachtungen stets bewusst sein, dass diese bestenfalls einen kleinen Abschnitt einer größeren Wirklichkeit darstellen. Dies gilt umso mehr für meinen Wohnort, das Surfer- und Uni-Städtchen Santa Cruz, 100 Kilometer südlich von San Francisco direkt am Pazifik gelegen. Als selbsterklärte Bastion der Gegenkultur wählt Santa Cruz County selbstredend demokratisch, bei den letzten beiden Präsidentschaftswahlen sogar mit jeweils über 70 Prozent der Stimmen. Darüber hinaus gilt Kalifornien heute als praktisch uneinnehmbare Festung der Demokraten: Seit 1992 hat jeder demokratische Kandidat mindestens eine Million Stimmen mehr erhalten als der republikanische Gegenkandidat. Bedingt durch das amerikanische Wahlsystem sind republikanische Stimmen in Kalifornien also ähnlich wertlos wie demokratische in den meisten Südstaaten.</p>
<h3>Probleme bei der Mobilisierung von Wählern</h3>
<p>Hieraus resultiert das bekannte Problem, dass sich die Wahl in einigen wenigen &#8220;battleground states&#8221; entscheidet. Dementsprechend bekommt man in Santa Cruz auch kaum einen Wahlwerbespot zu sehen, wird aber bereits an der Grenze zu Nevada mit Werbung förmlich überschüttet. Zwar ist dies ein durchaus ernstzunehmendes demokratietheoretisches Problem; bedingt durch die Reformträgheit des amerikanischen politischen Systems wird sich hieran in naher Zukunft aber kaum etwas ändern. Ein weiterer Indikator für den Mangel an Enthusiasmus ist die rückläufige Entwicklung bei der <a href="http://www.guardian.co.uk/world/2012/oct/03/democrats-struggle-voter-surge-registration-push" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wählerregistrierung</a>. Zwar sind hiervon beide Parteien betroffen, aber insbesondere Obama scheint Probleme bei der Mobilisierung von Wählern zu haben und dies zudem auch noch in den ausschlaggebenden &#8220;swing states&#8221; wie Colorado, Iowa, Florida, Nevada, Ohio und Virginia.</p>
<p>Das Thema Wählerregistrierung an sich ist hochgradig politisiert, da die Demokraten den Republikanern (zu Recht) vorwerfen, typische Demokraten-Wähler wie Afroamerikaner, Latinos, Rentner und Jungwähler durch neue Registrierungsvorschriften von der Stimmabgabe abhalten zu wollen. Die Komikerin <a href="http://www.youtube.com/watch?v=ypRW5qoraTw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sarah Silverman</a> hat hierzu einen in den sozialen Netzwerken vielbeachteten –und typisch derben– Videoclip veröffentlicht.</p>
<p><iframe src="http://www.youtube.com/embed/ypRW5qoraTw" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Allerdings sind diese strukturellen Probleme nichts wirklich Neues und sie änderten auch nichts daran, dass bei der Wahl vor vier Jahren landesweit eine völlig andere Stimmung herrschte. Woran liegt es also, dass dieses Jahr ein solches Desinteresse an der Wahl zu beobachten ist? Nun, zunächst einmal muss die Wahl von 2008 als Abrechnungsprojekt mit acht hochemotionalen und kontroversen Jahren unter Bush junior verstanden werden. Nach vier Jahren unter Obama mag sich eine solche Wechselstimmung natürlich (noch) nicht einstellen, allerdings haben Dauerrezession und kontinuierlich hohe Arbeitslosenzahlen zu einer weit vernehmbaren Ernüchterung beigetragen. Entscheidender für das Enthusiasmusdefizit dürften jedoch die beiden Kandidaten selbst sein.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div>
<h3>Keine Begeisterungsstürme für Obama</h3>
<p>Obama hat bei der linken Basis sehr viel Kredit verspielt. <a href="http://www.theatlantic.com/politics/archive/2012/09/why-i-refuse-to-vote-for-barack-obama/262861/#" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Conor Friedersdorf</a> hat dies in einem viel beachteten Beitrag im Atlantic auf den Punkt gebracht: &#8220;Why I refuse to vote for Barack Obama&#8221;. Hauptpunkte seiner Kritik sind der Drohnenkrieg in Pakistan, das Exekutivrecht, amerikanische Staatsbürger auf eine Tötungsliste zu setzen und der ohne Ermächtigung vom Kongress vorgenommene Libyen-Einsatz. Hinzufügen lassen sich zahlreiche innenpolitische Bereiche wie zum Beispiel die extrem restriktive Einwanderungspolitik. Zwar mögen diese Punkte für den typischen Demokraten-Wähler keine herausragende Rolle spielen, aber sie tragen in ihrer Gesamtheit doch dazu bei, dass sich die Begeisterung für Obama, insbesondere bei den für die Kampagne in 2008 so bedeutsamen Jungwählern, in engen Grenzen hält.</p>
<p>Wenn also der &#8220;Mythos Obama&#8221; durch vier Jahre mühsamer Regierungsarbeit etwas entzaubert ist, bedeutet dies dann im Umkehrschluss, dass Mitt Romney als Alternative hiervon notwendigerweise profitiert? Nicht einmal ansatzweise. Romney ist – aus Sicht der republikanischen Basis – ein klassischer Kandidat des geringeren Übels. Die Evangelikalen haben mit seinem mormonischen Glauben ohnehin ein prinzipielles Problem und für Fundamentalkonservative hat er aufgrund seines &#8220;track records&#8221; ein Glaubwürdigkeitsproblem. Nun ist die konservative Abneigung gegen Obama – sei es aus ideologischen oder nur notdürftig verschleierten ethno-kulturellen Gründen – aber stark genug, dass sich selbst ein so schwacher Kandidat wie Romney erstaunlich gut im Rennen halten kann. In einer primär von einem Enthusiasmusdefizit gekennzeichneten Wahl wie dieser verbraucht sich dann sogar eine fundamentale Wählerbeschimpfung wie Romneys <a href="http://www.motherjones.com/politics/2012/09/secret-video-romney-private-fundraiser" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;47%-Rede&#8221;</a> innerhalb kürzester Zeit in der abgestandenen Luft des routiniert-hysterischen Wahlkampfspektakels.</p>
<p><em>Dieser Text ist zuerst erschienen auf dem<a href="http://www.demokratie-goettingen.de/verzeichnis/blog" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Blog</a> des Göttinger Institut für Demokratieforschung.</em></p>
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		<title>Microtargeting &#8211; Wahlkampf mit Datensätzen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Oct 2012 14:49:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Kaum ein Thema der letzten beiden US-Präsidentschaftswahlkämpfe hat die Beobachter hierzulande so sehr begeistert wie die Internetaktivitäten der Kandidaten. Es [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/microtargeting-wahlkampf-mit-datensaetzen/target_6/" rel="attachment wp-att-122126"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-122126" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Target_6.jpg" alt="" width="600" height="396" /></a>Kaum ein Thema der letzten beiden US-Präsidentschaftswahlkämpfe hat die Beobachter hierzulande so sehr begeistert wie die Internetaktivitäten der Kandidaten. Es geht um Apps, Social Media und Mobilisierungsnetzwerke. Nur selten rücken dabei jedoch die Datenbanken als Fundament solcher Netzaktivitäten in den Vordergrund. Dabei spielen die Datenbanken der Parteien bereits seit Jahrzehnten eine nicht zu unterschätzende Rolle in amerikanischen Wahlkämpfen.</p>
<p>Sowohl Republikaner als auch Demokraten pflegen umfangreiche Datenbanken mit Informationen über die wahlberechtigte Bevölkerung. Die Parteien versprechen sich davon, potentielle Wähler zu erkennen und mit den passenden Botschaften und Themen anzusprechen. Durch den Siegeszug des Computers und des Internet haben die Datenbanken in den Parteizentralen einen regelrechten Aufschwung erlebt und wurden spätestens im US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 auch für eine größere Öffentlichkeit sichtbar.</p>
<h3>Intelligente Algorithmen</h3>
<p>So sorgte Barack Obama 2008 für einige Aufmerksamkeit, als er Microtargeting einsetzte &#8211; also die zielgenaue, themenspezifische Wähleransprache-, indem er seine freiwilligen Helfer Millionen von Daten sammeln ließ. Während Microtargeting bei Google zu passenden Suchergebnissen und passender Werbung führt, sind es im politischen Bereich die auf die Einzelperson zugeschnittenen Spendenaufrufe und Themenansprachen. Intelligente Algorithmen helfen außerdem dabei, Voraussagen über das Spendenverhalten, die Wahlbeteiligung und das Engagement zu treffen und damit die Ansprache zu optimieren.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> Nach 2008 werden auch in diesem Jahr wieder freiwillige Helfer von Obama rekrutiert, um Daten zu sammeln. Auf der Internetplattform <a href="http://call.barackobama.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">call.barackobama.com</a> kann sich quasi jeder im Auftrag von Obama als Telefonunterstützer betätigen. Dazu wird den Unterstützern vom System vollkommen automatisch die Telefonnummer eines potentiellen Wählers zugewiesen. Dieses Telefonat kann direkt auf der Internetseite dokumentiert werden. Auf diese Weise ist bereits im vergangenen Wahlkampf ein umfangreicher Datenberg entstanden, der Obama in diesem Wahljahr einen nicht zu unterschätzenden Vorsprung gegenüber seinem Konkurrenten Mitt Romney verschafft hat.</p>
<h3>Der gläserne Wähler</h3>
<p>Doch nicht nur auf die selbsterhobenen Daten wird zurückgegriffen, sondern auch sogenannte Data-Mining-Dienstleister kommen zum Einsatz. Dadurch gelangen die Kampagnenstrategen an für ihre Zwecke sehr wertvolles Wissen darüber, was potentielle Wähler einkaufen, wo sie wohnen, welche Autos sie fahren, was sie lesen und womit sie sich in ihrer Freizeit beschäftigen. Das Verknüpfen solcher kommerziellen Daten mit den eigenen Daten ist zwar auch in den USA nicht gern gesehen, aber scheinbar inzwischen gängige Praxis.</p>
<p>Die Wähleransprache hat sich also grundlegend verändert. Vorbei sind die Zeiten, in denen TV-Werbung und Postwurf-Aktionen alleine ausreichten. Vielmehr wird in immer stärkerem Maße versucht, die Wähler persönlich und möglichst individuell anzusprechen. Der gläserne Wähler ist in den USA also Realität geworden.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>#US2012: In welchen Serien schalten die Parteien Werbung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/us2012-in-welchen-serien-schalten-die-parteien-werbung-121980/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Junklewitz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Oct 2012 10:21:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist in vollem Gange &#8211; mit Wahlwerbung auf allen Kanälen. Eine spannende Frage: Unter den [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/us2012-in-welchen-serien-schalten-die-parteien-werbung/cbs1/" rel="attachment wp-att-122077"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122077" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cbs1-630x333.jpg" alt="" width="630" height="333" /></a>Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA ist in vollem Gange &#8211; mit Wahlwerbung auf allen Kanälen. Eine spannende Frage: Unter den Zuschauern welcher Serien erhoffen sich die Kandidaten und ihre Unterstützergruppen am ehesten Wählerstimmen zu finden?</p>
<p>Seit August sieht eine neue Vorschrift der US-Medienaufsicht FCC vor, dass die TV-Stationen in den 50 größten Fernsehmärkten (das heißt Regionen) der USA, öffentlich machen müssen, wann und wieviel Wahlwerbung sie von welchen Parteien zeigen. Damit ist es nun zum ersten Mal möglich auszuwerten, in welchen Sendungen welche Wahlwerbung geschaltet wird.</p>
<p>Ein Analyst von Yahoo! News hat sich der Mühe unterzogen, die bislang insgesamt 14.000 Datensätze, die an die FCC mit Meldungen zu rund 50.000 einzelnen Wahlwerbespot-Ausstrahlungen übermittelt worden sind, nach den jeweiligen Sendungen aufzuschlüsseln, in denen die Wahlwerbespots liefen. Dabei kam er zu einigen interessanten Ergebnissen.</p>
<h3>Romney schaltet Werbung während Spielshows und Sportveranstaltungen</h3>
<p>Der republikanische Präsidentschaftskandidat Mitt Romney und seine Unterstützer haben vor allem während der Olympischen Sommerspiele bereits reichlich Werbung geschaltet. Während der zuschauerstarken Sportübertragungen liefen mehr als doppelt so viele Romney- wie Obama-Spots.</p>
<p>Auch in Spielshows („Jeopardy!“, „Wheel of Fortune“), politischen Talkshows („Meet the Press“, „Face the Nation“) und Serienklassikern („The Andy Griffith Shows“) hofft das Romney-Lager, Wähler mobilisieren zu können.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> In den meisten aktuellen Serien dominiert dagegen ganz klar die Wahlwerbung für den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama. In der CBS-Sitcom „<a href="http://www.serienjunkies.de/2-broke-girls/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2 Broke Girls</a>“ haben sich bislang gerade erst zwei Spots für Romney verirrt. Dagegen liefen 60-mal Spots für Obama. In der NBC-Serie „<a href="http://www.serienjunkies.de/parenthood/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Parenthood</a>“ waren bisher fast viermal so viele Obama- wie Romney-Spots zu sehen.</p>
<h3>Obama bevorzugt Serien als Werbeumfeld</h3>
<p>In den meisten anderen Serien ist das Verhältnis nicht ganz so krass, aber doch zumeist ganz klar zu Gunsten von Obama-Wahlwerbung gewichtet: egal ob in „<a href="http://www.serienjunkies.de/greys-anatomy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grey&#8217;s Anatomy</a>“ (Romney: 30, Obama: 56), „<a href="http://www.serienjunkies.de/modern-family/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modern Family</a>“ (29 zu 65), „<a href="http://www.serienjunkies.de/once-upon-a-time/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Once Upon a Time</a>“ (49 zu 79), „<a href="http://www.serienjunkies.de/castle/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Castle</a>“ (58 zu 92), „<a href="http://www.serienjunkies.de/hawaii-five-o/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hawaii Five-0</a>“ (54 zu 85), „<a href="http://www.serienjunkies.de/nashville/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nashville</a>“ (25 zu 62), „<a href="http://www.serienjunkies.de/two-and-a-half-men/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Two And A Half Men</a>“ (55 zu 105) oder „<a href="http://www.serienjunkies.de/big-bang-theory/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Big Bang Theory</a>“ (69 zu 145).</p>
<p>Nahezu ausgewogen ist es in „<a href="http://www.serienjunkies.de/person-of-interest/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Person of Interest</a>“ (100 zu 108). Ein leichtes Übergewicht der Republikaner-Werbung ist in „<a href="http://www.serienjunkies.de/ncis/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NCIS</a>“ (123 zu 121) und „<a href="http://www.serienjunkies.de/the-good-wife/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Good Wife</a>“ (87 zu 79) zu finden. Die einzige aktuelle Serie, in der die Republikaner-Werbung ganz klar Überhand hat, ist „<a href="http://www.serienjunkies.de/the-mentalist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Mentalist</a>“ (131 zu 76).</p>
<p>Ein sehr gemischtes Bild ergeben die Late-Night-Shows: Bei David Letterman führen die Demokraten (458 zu 516) bei Jay Leno die Republikaner (610 zu 408). Überraschend dicht beieinander sind die Werbeschaltungen in „Saturday Night Live“ (250 zu 258).</p>
<p>Das Feld der Castingshows wird dagegen wieder ganz klar von Obama-Spots dominiert: „The Voice“ (219 zu 462), „The X-Factor“ (61 zu 205).</p>
<p>Wohlgemerkt: Das sagt noch nichts über die tatsächliche politische Einstellung des jeweiligen Publikums aus, sondern ist zunächst mal nur ein Bild davon, wo die Parteien am ehesten auf Wählerstimmen hoffen.</p>
<p><em><br />
Dieser Artikel ist zuerst erschienen auf</em> <a title="Homepage serienjunkies.de" href="http://www.serienjunkies.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">serienjunkies.de</a></p>
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		<title>Presidential Debates: Fernsehduelle im US-Wahlkampf</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 22:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In den USA finden am 6. November Präsidentschaftswahlen statt. Für den Posten des Regierungschefs kandidieren Amtsinhaber Barack Obama und sein [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Presidential Debate: Nixon vs. Kennedy (1960)" href="http://politik-digital.de/presidential-debates-tv-duelle-im-amerikanischen-wahlkampf/untitled-3/" rel="attachment wp-att-122071"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122071" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-3-630x427.jpg" alt="" width="630" height="427" /></a>In den USA finden am 6. November Präsidentschaftswahlen statt. Für den Posten des Regierungschefs kandidieren Amtsinhaber Barack Obama und sein Herausforderer, der Republikaner Mitt Romney. Wer der Richtige für den anspruchsvollen Job ist, sollen TV-Duelle zeigen. Die erste Debatte im aktuellen Wahlkampf fand Anfang Oktober in Denver statt. Es folgte ein Townhall-Meeting in Hempstead im Bundesstaat New York in der vergangenen Woche. Das letzte der insgesamt drei Events spielt sich heute Nacht ab. Eine gute Gelegenheit, mal einen Blick auf das spannende Medienformat zu werfen.</p>
<p>Duelle sind ein altes, gut dokumentiertes Format. Bereits das Alte Testament weiß vom legendären Kampf Davids gegen Goliath zu berichten. Weitere Assoziationen entstehen, denkt man nur an die blutigen Gladiatorenkämpfe im alten Rom, die Revolverduelle in unzähligen Wildwestfilmen oder das Rendezvous bewaffneter Adliger im Morgengrauen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/presidential-debates-tv-duelle-im-amerikanischen-wahlkampf/790px-duellderoulede-clemenceauberlinerillustrierte/" rel="attachment wp-att-121996"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-121996" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/790px-DuellDérouléde-ClemenceauBerlinerIllustrierte.jpg" alt="" width="300" height="228" /></a>Im modernen Leben sind Duelle verboten und im Alltag eher selten zu beobachten. Zumindest die Sorte von Zweikämpfen, bei denen sich die Kontrahenten gefährlicher Waffen bedienen und ihren Streit um die persönliche Ehre letztgültig zu entscheiden versuchen. Erlaubt sind hingegen die nervenaufreibenden Wettkämpfe im Sport und natürlich die beliebten Kochduelle im Programm zahlreicher Fernsehanstalten. Bewaffnet mit Kochmesser und Suppenlöffel, wird dort allabendlich um die Wette geschnipselt und gebrutzelt. Und feinster kulinarischer Kampfsport betrieben. Am Ende entscheidet eine Jury aus Profiköchen oder ein Tribunal ausgewählter Zuschauer, wer die Disziplinen Vorspeise, Hauptgericht und Dessert für sich entscheiden konnte.</p>
<p><strong>Und in der Politik?</strong> In zahlreichen Parlamenten rund um den Globus gibt es zwar hitzige Debatten und kämpferische Streitgespräche, aber einen echten Duell-Charakter haben diese Ereignisse nur selten. Deutlich häufiger finden sich solche Formate kurz vor Wahlen, wenn die Spitzenkandidaten der Parteien versuchen, die wahlberechtigten Bürger für ihre Ideen und Vorhaben zu begeistern. Dafür kleben sie Plakate, werben mit kurzen 30-Sekunden-Spots in Radio und TV oder präsentieren sich in einer der vielen politischen Talkshows. Und &#8211; das ist gute amerikanische Tradition zwischen Alaska und Florida: die Kandidaten treten vor die Kamera, um sich zu duellieren. Natürlich geht es auch dort stets unblutig zur Sache – gekämpft wird nicht mit Säbel oder Pistole, es zählt einzig das treffsichere und überzeugende Argument.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div> Als Geburtsstunde der TV-Duelle gilt das Aufeinandertreffen der beiden amerikanischen Präsidentschaftskandidaten Richard Nixon und John F. Kennedy im Jahr 1960 – ein unrasiert und kränklich wirkender Nixon trifft auf den nicht nur jungen, sondern auch überaus smarten Herausforderer Kennedy. Nixon macht in dem Duell keine gute Figur und verliert schließlich auch die Wahl äußerst knapp. Bis sich das Debatten-Format im TV endgültig durchsetzen konnte, sollten allerdings noch ein paar Jahre vergehen. Ab Mitte der 1970er Jahre wurde es zum festen Bestandteil amerikanischer Wahlkämpfe.</p>
<p>In Deutschland waren es Gerhard Schröder und Edmund Stoiber, die sich im Jahr 2002 zum ersten Mal in einem so genannten Kanzlerduell gegenüberstanden und damit dem Format hierzulande eine gewisse Prominenz verliehen. Drei Jahre später sorgten Amtsinhaber Schröder und CDU-Frau Merkel mit ihrer Fernseh-Debatte für hohe Einschaltquoten.</p>
<p>Trotz grundsätzlicher Ähnlichkeiten unterscheidet sich das deutsche Kanzlerduell im Detail deutlich von seinem amerikanischen Pendant. Das liegt einerseits an den politischen Rahmenbedingungen – zwei starke Spitzenkandidaten, die im (de-facto) Zwei-Parteien-System der USA aufeinandertreffen -, aber eben auch an dem ungleich höheren Grad an Professionalität bezüglich Organisation und Durchführung solcher Großevents.</p>
<p>Anders als hierzulande werden die Rahmenbedingungen amerikanischer Rededuelle nicht zwischen den politischen Parteien und den Fernsehsendern in Hinterzimmern ausgehandelt, sondern sind mit der &#8220;<a title="Homepage: Commission on Presidential Debates" href="http://www.debates.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Commission on Presidential Debates&#8221; (CPD)</a> stärker institutionalisiert. Dabei sorgt die Organisation nicht nur für die Finanzierung solcher medialen Großereignisse, sondern garantiert auch einen strukturierten Ablauf, kümmert sich um die Gestaltung der Regeln und fungiert (sollte es zu Problemen kommen) als Clearing-Stelle zwischen den Kontrahenten.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/presidential-debates-tv-duelle-im-amerikanischen-wahlkampf/townhall-meeting-2012/" rel="attachment wp-att-121997"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-121997" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Townhall-Meeting-2012.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Für die erste TV-Debatte im aktuellen Obama/Romney-Wahlkampf wurde ein Format von 90 Minuten ausgehandelt. Insgesamt sechs Themenblöcke à 15 Minuten wurden mit einer Eingangsfrage eröffnet, worauf jedem Kandidaten zwei Minuten für seine Antwort blieben. Um die Einhaltung der Regeln kümmerte sich ein Moderator, der wie ein Schiedsrichter im Boxring dafür zu sorgen hatte, dass der Redestreit auch einigermaßen fair abläuft.</p>
<p><strong><br />
Drei Phasen der Presidential Debate</strong></p>
<p>Der amerikanische Journalistikprofessor Alan Schroeder gliedert den Debattenprozess in drei voneinander getrennte Analyseeinheiten. Er unterscheidet zwischen der so genannten <em>pre-debate</em>, also dem Vorlauf einer Debatte, der Durchführung (<em>debate</em>) und der <em>post-debate</em>, dem Zeitraum nach einem Rededuell.</p>
<p><strong>Pre-Debate</strong></p>
<p>Bei der klassischen Berichterstattung in Print, TV und Internet geht es vor einem Duell in erster Linie um die Diskussion des Formats, die Auswahl der Austragungsorte und die Frage, zu welchen Terminen die ausgehandelten Redeschlachten stattfinden sollen. Zudem fällt die Vorbereitung der Kandidaten in diesen Zeitabschnitt. Für die Duellanten heißt es nämlich: Ab ins Trainingslager, wo sie mit ihren Beratern intensiv an Rhetorik, Mimik und Gestik feilen können. Eine intensive Vorbereitung ist empfehlenswert, immerhin geben die Debatten den Kandidaten die Möglichkeit, ihre Botschaften ungefiltert an die Zuschauer zu senden. Freilich: Eine allzu intensive Vorbereitung birgt die Gefahr, dass die Reden sehr statisch wirken und die Duellanten den Eindruck hinterlassen, nur den Text aufzusagen, den sie vorher mühsam eingeübt haben.</p>
<p><strong>Debate</strong></p>
<p>Während das Rededuell noch in vollem Gange ist, findet bereits in zahlreichen Blogs und in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter ein intensiver Austausch darüber statt, wie sich die Kandidaten bei ihrer verbalen Auseinandersetzung anstellen. Bei Twitter geht es dann gerne auch mal um die Zukunft von &#8220;<a title="Erik Meyer über &quot;Barack, Bo und Big Bird&quot;" href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibo aus der Sesamstraße</a>&#8221; oder einen rätselhaften &#8220;<a title="&quot;Der Stern&quot; über einen &quot;Aktenordner voller Frauen&quot;" href="http://www.stern.de/politik/ordner-voller-frauen-romney-sorgt-fuer-belustigung-im-internet-1911181.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktenordner voller Frauen</a>&#8220;. Überall dort, wo sich ein Kandidat einen Fauxpas erlaubt oder hinter die auswendig gelernten Wahlkampfbotschaften blicken lässt, entspinnen sich Diskussionen, die von den traditionellen Medien reflektiert und als <em>Spin</em> im Anschluss an die Debatte weiterverbreitet werden. Im Gegensatz zu Rededuellen früherer Tage rückt die Phase der Debatten-Analyse somit zeitlich deutlich nach vorne.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/presidential-debates-tv-duelle-im-amerikanischen-wahlkampf/debate-obama-vs-romney-2012/" rel="attachment wp-att-122013"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-122013" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Debate-Obama-vs.-Romney-2012.jpg" alt="" width="300" height="158" /></a>Schaut man sich die Duelle im amerikanischen Fernsehen an, so verwundern zudem die vielen Informationen, die dem Zuschauer neben dem eigentlichen Fernsehbild angeboten werden. Fokus-Gruppen, die von den TV-Sendern zusammengestellt wurden und das Duell am Computer verfolgen, entscheiden per Knopfdruck und in Sekundenschnelle, ob das Argument eines Kandidaten zünden konnte oder ein rhetorischer Fehlschlag war. Wie Herzfrequenzkurven flimmern solche spontanen Erhebungen über den Bildschirm und geben Auskunft über den Zustand der Redeschlacht. Die Zuschauer vor den Fernsehgeräten bekommen Erregungskurven zu sehen, die Zustimmung und Missfallen visualisieren.</p>
<p><strong>Post Debate</strong></p>
<p>Die Debatte ist gelaufen, die Schlacht allerdings noch lange nicht geschlagen. Als Kandidat zeigt man sich an diesem Punkt natürlich hoch zufrieden mit dem Verlauf der Diskussion und tritt mit einem siegesgewissen Lächeln vor die Linsen der anwesenden Journalistenschar. Das ist auch der große Moment der <em>Spin-Doktoren</em>, also jener Spezies von Beratern, die den Medienvertretern ihre Sicht des Debattenverlaufs in die Kladde beziehungsweise ins Notebook diktieren. Der Kampf um die Deutungshoheit hat begonnen und nichts wird unversucht gelassen, um die Wählermeinung zu beeinflussen.<br />
Dazu gesellen sich Schnellumfragen, die die meisten großen US-Fernsehsender mittlerweile fest in ihr Programm integriert haben. Eil- und Sondermeldungen informieren über das Urteil der befragten Wählergruppen. Ergänzt werden solche (in der Regel nicht repräsentativen) Umfragen durch die Kommentare anerkannter Politikexperten.</p>
<p><strong>Die entscheidende Frage am Schluss: Wer hat gewonnen?</strong></p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=iNhUI8ktHuw] Die spannende Frage nach dem Sieger solcher Duelle ist übrigens nicht immer leicht zu beantworten. Viele Journalisten, die am Tag nach dem ersten TV-Duell zwischen Barack Obama und Mitt Romney in ihren Zeitungen über das Fernsehereignis berichteten, sahen den republikanischen Herausforderer als klaren Sieger. Nach dem zweiten Aufeinandertreffen, während eines Townhall-Meetings, vermeldeten die Medien ein Comeback Obamas. Dieser konnte, so die Expertenmeinung, seine Niederlage aus erster Runde überwinden und liege nun wieder auf Augenhöhe mit seinem Herausforderer Romney. Ein klassisches Unentschieden also. Und damit ein Cliffhanger, den sich kein Drehbuchautor hätte besser ausdenken können.<br />
Ob Romney im letzten Duell die Sache endgültig für sich entscheiden kann oder ob Obama nach seinem letzten Debatten-Triumph wieder zur alten Form zurückgefunden hat, wird man heute Nacht verfolgen können. Beide Kontrahenten treffen dann ein letztes Mal an der <a title="Lynn University" href="http://debate2012.lynn.edu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lynn University</a> in Boca Raton in Florida aufeinander. Möge der Bessere gewinnen.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-121978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" alt="" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Präsidentschaftswahl 2012: Konferenz zu US-Kampagnentrends</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Oct 2012 14:47:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Targeting, TV und Türschwellen-Wahlkampf: Mit einer internationalen Konferenz warf die Konrad-Adenauer-Stiftung einen intensiven Blick auf die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen und die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Targeting, TV und Türschwellen-Wahlkampf: Mit einer internationalen Konferenz warf die Konrad-Adenauer-Stiftung einen intensiven Blick auf die bevorstehenden US-Präsidentschaftswahlen und die Kampagnen der beiden großen Kandidatenlager. Eine Vielzahl internationaler Referenten fing aktuelle Entwicklungen beim Online-Wahlkampf ein und diskutierte das Potenzial sozialer Medien.</p>
<p>&#8220;Ground War&#8221; vs. &#8220;Air War&#8221; lauten die beiden Schlachtfelder, auf denen vor einer US-Wahl leidenschaftlich um Wählerstimmen gekämpft wird und die am ersten von zwei <a title="IKPK 2012, Programmflyer" href="http://www.kas.de/wf/doc/kas_7605-1442-1-30.pdf?120917102028" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenztagen</a> genauer unter die Lupe genommen werden sollten. &#8220;Ground War&#8221; als Arena, in der sich verstärkt die Aktivitäten des &#8220;Tür-zu-Tür&#8221;-Wahlkampfs abspielen. &#8220;Air War&#8221; als Kommunikationsraum, der vor allem durch das Fernsehen, Radio oder Internet strukturiert wird.</p>
<h3>&#8220;Ground War&#8221; – personalisierte Kommunikation in politischen Kampagnen</h3>
<p><a title="Homepage Rasmus Kleis Nielsen" href="http://rasmuskleisnielsen.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rasmus Kleis Nielsen</a>, Assistenzprofessor für Kommunikation an der Roskilde Universität in Dänemark, machte gleich zu Beginn seines Vortrags deutlich, worauf es bei einer guten Kampagne ankommt. Entscheidend sei die erfolgreiche Verzahnung unterschiedlicher Kommunikationskanäle. So sei es wichtig, die eigene politische Botschaft über alle verfügbaren Kanäle an den Wähler zu bringen &#8211; sei es über TV, Radio, via E-Mail, per Telefon oder eben auch durch den klassischen &#8220;face to face&#8221;-Kontakt mit dem Wähler auf der Türschwelle seines Hauses. Stets gelte es, geeignete Kanäle zu identifizieren und sinnvoll in einen Medienmix zu integrieren.</p>
<p>Nielsen verdeutlichte, dass im Wahljahr 2004 rund 45 Prozent aller amerikanischen Wähler persönlich von einem Volunteer, also einem freiwilligen Wahlkampfhelfer, kontaktiert wurden. Eine beeindruckende Zahl, die klar macht, welch großen logistischen Aufwand es braucht, um einen solchen Wahlkampf zu koordinieren. Insgesamt seien zur Wahl 2004 rund 1,4 Millionen ehrenamtliche Helfer unterwegs gewesen, die versucht hätten, neue Wähler zu gewinnen.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div>Ihre Erfolgsquote ist dabei gar nicht so hoch, wie man annehmen könnte: Nur etwa jeder 14. Kontakt zwischen ehrenamtlichem Helfer und Bürger führte zu einer neuen Wählerstimme. Zudem muss man die Zeit für eine solch intensive Überzeugungsarbeit mit etwa fünf Stunden kalkulieren. Ein mühsames Unterfangen also, das sich aber dennoch lohnt. Nielsen wies darauf hin, dass die Mobilisierung der eigenen Sympathisanten nach wie vor die zentrale Herausforderung im amerikanischen Wahlkampf sei. Und dabei spiele die persönliche Ansprache eine zentrale Rolle, wenn es darum gehe, den Bürger Richtung Wahlkabine zu bewegen. &#8220;Wahlmüde Bürger erreichen Sie nur sehr schlecht über die sozialen Netzwerke&#8221;, lautete die Einschätzung des dänischen Wissenschaftlers. Denn um mit Bürgern auf Facebook in einen Dialog zu treten, bedürfe es bereits einer virtuellen Freundschaft. Unentschlossene Bürger erreiche man auf diesem Weg also nur unzureichend.</p>
<h3>US-Wahlkampf auf Deutschland übertragbar?</h3>
<p>Spannend in diesem Kontext ist auch die Frage, ob die Erfahrungen aus dem amerikanischen Wahlkampf für deutsche Kampagnen relevant sein könnten. Oder ob der persönliche Wahlkampf an Haustür und Telefon dann doch eher eine spezifisch amerikanische Disziplin ist. Nielsen konstatierte, dass zwar bestimmte datenschutzrechtliche Voraussetzungen hierzulande einem Telefonmarketing &#8211; wie in den USA praktiziert &#8211; im Wege stünden, es aber an belastbaren Daten bislang fehle. Solange wir in Europa nicht mehr direkte Kommunikation ausprobierten, solange könne man auch kein abschließendes Urteil fällen, resümierte der Wissenschaftler.</p>
<h3>Negative Botschaften dominieren amerikanische Wahlwerbespots</h3>
<p>Aufschlussreiche Ergebnisse hatte auch <a title="Website Travis N. Ridout" href="http://public.wsu.edu/~tnridout/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Travis N. Ridout</a>, Politikprofessor an der Washington State University, im Gepäck. In seiner Präsentation beschäftigte er sich mit Wahlwerbung im aktuellen Präsidentschaftswahlkampf. &#8220;Air War – The New Wild West&#8221; so sein pointierter Vortragstitel. Ridout hat untersucht, wie sich politische Wahlwerbung über die vergangenen Jahrzehnte verändert hat, und kommt zu dem Ergebnis, dass sich der Anteil von &#8220;Negative Campaigning&#8221; seit Jahren stets erhöht hat. So sind im aktuellen Wahlkampf rund 60 Prozent aller untersuchten Werbespots mit einer negativen Botschaft versehen, lediglich 12 Prozent weisen einen positiven Grundton auf. Das liege nicht zuletzt an einer veränderten Gesetzeslage, die den <a title="Wikipedia-Eintrag zu PACs" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Political_Action_Committee" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Super-PACs</a> neue Spielräume eröffnet habe, erklärte Politikprofessor Ridout. So gehen mittlerweile über ein Drittel aller Werbespots auf das Konto dieser Unterstützerorganisationen, denen damit ein wesentlicher Einfluss bei der Kampagnengestaltung zukommt.</p>
<p>Verblüffend scheint jedoch die Erkenntnis, dass negative Wahlwerbung dabei nur vergleichsweise geringe Auswirkungen auf die politische Willensbildung hat. Ihre Stärke liegt vielmehr darin, Aufmerksamkeit zu erzeugen und mit hohen Verbreitungsraten in kurzer Zeit viele Wähler zu erreichen.</p>
<h3>TV dominiert weiterhin die Kampagnenarena</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/praesidentschaftswahl-2012-konferenz-zu-us-kampagnentrends/vincent-harris-ikpk-2012/" rel="attachment wp-att-121915"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-121915" title="Vincent Harris IKPK 2012" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Vincent-Harris-IKPK-2012.jpg" alt="" width="300" height="241" /></a>Zum Konferenzschwerpunkt &#8220;Social-Media&#8221; plauderte <a title="Homepage Harris Media" href="http://www.harrismediallc.com/home/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vincent Harris</a>, Experte für Online-Videos, aus dem Nähkästchen eines Kampagnenmanagers. In seinem Vortrag &#8220;Digital 2012: The 24 Seconds News Cycle&#8221; stellte Harris das Potenzial sozialer Medien für den amerikanischen Wahlkampf heraus. Seine klare Einschätzung: In einem TV-dominierten Land wie den USA könne man zwar keine Wahl mit dem Internet alleine gewinnen. Aber sehr wohl könne eine schlechte Onlinekampagne eine Wahl verloren gehen lassen. So kritisierte Harris – der u.a. im Kampagnenteam der beiden republikanischen Präsidentschaftsbewerber Rick Perry und Newt Gingrich tätig war -, dass die Republikaner noch immer zu wenig in die Kommunikation via Internet investieren. Zwar gebe es in der Frage der Internetnutzung keine Unterschiede zwischen demokratischen und republikanischen Wählern, dennoch sei Obamas Online-Kampagne dem Konkurrenzangebot deutlich überlegen. &#8220;Laden Sie sich die aktuelle Obama Wahlkampf-App herunter. Es ist das derzeit beste Kampagnentool der Welt&#8221;, lautete deshalb auch die ungewöhnliche Empfehlung des überzeugten Republikaners.</p>
<p>Lachen müsse er immer dann, wenn Kunden zu ihm kämen und verlangten, er solle ihnen ein &#8220;virales Internetvideo&#8221; produzieren. In solchen Momenten gelte es darüber aufzuklären, dass man den Erfolg eines Internetvideos nur bedingt steuern könne. Vielmehr müsse man seine kostbare Zeit auf gute Botschaften und kreative Ideen verwenden, lautete der Rat des Texaners.</p>
<h3>Social Media in deutschen Kampagnen</h3>
<p>Den Abschluss der Konferenz bildete eine Podiumsdiskussion zum Thema: &#8220;Social Media in den deutschen Kampagnen&#8221;. Unter der Moderation von <a title="Twitterprofil Adrian Rosenthal" href="https://twitter.com/neurosenthal" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Adrian Rosenthal</a> diskutierten der Google-Berater <a title="Google-Profil Carsten Grueber" href="https://plus.google.com/105836257363745906459/posts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Carsten Grueber</a>, <a title="Facebook Berlin" href="http://www.facebook.com/PublicPolicyOfficeBerlin?ref=ts&amp;fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eva Maria Kirschsieper</a>, Managerin Privacy und Policy bei Facebook, und <a href="http://politik-digital.de/andreas-jungherr-zwischen-wahlkampf-und-hoersaal/http://" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Andreas Jungherr</a>, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bamberg.<br />
<a href="http://politik-digital.de/praesidentschaftswahl-2012-konferenz-zu-us-kampagnentrends/podiumsdiskussion-ikpk-2012/" rel="attachment wp-att-121920"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-121920" title="Podiumsdiskussion IKPK 2012" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Podiumsdiskussion-IKPK-2012.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Kirschsieper erklärte, dass es auf Facebook derzeit über 20 Millionen deutsche Nutzer gibt, von denen rund 10 Millionen täglich auf ihr Profil zugreifen. Diese Zahlen böten Politikern ein großes Potenzial, um sich in dem sozialen Netzwerk zu präsentieren und mit ihren Wählern Themen zu diskutieren. Aber nur etwa 60 Prozent der Bundestagsabgeordneten seien 2011 mit einem eigenen Profil in dem sozialen Netzwerk gezählt worden, erklärte Kirschsieper. Für die bevorstehende Bundestagswahl 2013 plane Facebook kein eigenes Angebot, vielmehr verstehe man sich als eine Plattform, die zwar ein Kommunikationsinstrument bereit halte, sich inhaltlich aber nicht einmischen wolle.</p>
<h3>Google mit eigenem Angebot zur Bundestagswahl 2013</h3>
<p>Anders hingegen sieht die Planung im Hause Google aus. Dessen Vertreter verkündete, dass der Suchmaschinenbetreiber derzeit an einer &#8220;Election-Site&#8221; für die Bundestagswahl 2013 arbeite. Wie die am Ende genau aussehen werde, wollte Grueber noch nicht verraten. Man sei noch in der Konzeptionsphase. Gleichzeitig ermahnte er deutsche Kampagnenmanager, nicht nur neidisch in die USA zu blicken, schließlich gebe es auch in Deutschland bereits innovative Kampagnen. Dennoch wünschte er sich mehr Experimentierfreude, die es erlaube, neue Formate einfach mal auszuprobieren.</p>
<p>Auf die Frage von Moderator Rosenthal nach dem Erfolgsgeheimnis amerikanischer Wahlkämpfe attestierte Andreas Jungherr den Kampagnenmachern jenseits des Atlantiks ein gutes Gespür für den kreativen und effizienten Einsatz von Online-Instrumenten, um Unterstützer zu organisieren. Den entsprechenden Organisationsebenen deutscher Parteien stellte Jungherr hingegen kein gutes Zeugnis aus: &#8220;Wir müssen noch stärker lernen, wie man Unterstützer auf die Straße bringt.&#8221; Das gelänge den Kampagnenmachern deutscher Parteien nämlich noch viel zu wenig.</p>
<h3>Zielgenaue Wähleradressierung als Herausforderung</h3>
<p>Möchte man ein Fazit über die <a title="Homepage IKPK 2012" href="http://www.kas.de/eichholz/de/events/51369/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">beiden Konferenztage</a> ziehen, lässt sich festhalten, dass das Thema &#8220;Targeting&#8221;, also die zielgerichtete und maßgeschneiderte Wähleransprache, die große Herausforderung amerikanischer Kampagnen ist. Dabei geht es darum, den Wähler mit gezielten Botschaften zu erreichen und so mit ihm individuell in Kontakt zu treten. Und dafür bietet das Internet mit seiner Vielzahl an kreativen und innovativen Formaten beste Voraussetzungen. Ebenso herrschte große Einigkeit unter den Referenten darüber, dass trotz ständig wachsender Bedeutung von Onlinekommunikation das Fernsehen noch lange nicht tot ist. Vielmehr wird man künftig eine stärkere Verschmelzung von TV und Internet beobachten können. Auch wird sich das Smartphone als &#8220;dritter Bildschirm&#8221; dauerhaft etablieren, bietet es doch den Kampagnenmachern neue und spannende Möglichkeiten, die Wähler individuell und zielgerichtet zu erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Barack, Bo und Big Bird &#8211; &#8220;Pet Content&#8221; im US-Wahlkampf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Erik Meyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Oct 2012 13:00:25 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer sich mit dem Online-Wahlkampf in den USA beschäftigt, wird feststellen, dass auch Tiere eine Rolle beim Campaigning spielen. Amtsinhaber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/foto_obama_und_bo/" rel="attachment wp-att-121763"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-121763" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto_Obama_und_Bo.jpg" alt="" width="640" height="427" /></a>Wer sich mit dem Online-Wahlkampf in den USA beschäftigt, wird feststellen, dass auch Tiere eine Rolle beim Campaigning spielen. Amtsinhaber Obama profitiert dabei davon, dass ein Haustier in der Pennsylvania Avenue 1600 sowieso selbstverständlich ist.</p>
<p>Einen ausführlichen Überblick über die <a title="Wikipedia zu &quot;United States presidential pets&quot;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/United_States_presidential_pets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;United States presidential pets&#8221;</a> liefert die freie Enzyklopädie Wikipedia. Eine <a title="Studie &quot;The Politics of Pets in the White House&quot;" href="http://dx.doi.org/10.1017/S1049096512000297" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aktuelle politikwissenschaftliche Studie</a> bestätigt, dass &#8220;the First Family&#8217;s four-legged members are an important political force&#8221;. Familie Obama hat sich in diesem Kontext für einen Portugiesischen Wasserhund entschieden, der &#8220;Bo&#8221; gerufen wird. Zu seinem Geburtstag am 9. Oktober hat das Weiße Haus eine Übersicht mit Fotos und Videos aus dem letzten Amtsjahr des First Dog veröffentlicht. Darunter findet sich auch ein <a title="Foto: &quot;The President and Bo&quot;" href="http://www.flickr.com/photos/whitehouse/6599476371/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bild</a>, das Hund und Herrchen in der Limousine des Präsidenten zeigt. Die Fotografie hat Obamas Chefberater <a title="Twitterprofil David Axelrod" href="https://twitter.com/davidaxelrod" target="_blank" rel="noopener noreferrer">David Axelrod</a> Anfang des Jahres via Twitter verbreitet, versehen mit dem Kommentar <a title="Tweet David Axelrod" href="https://twitter.com/davidaxelrod/status/164083085799981057" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;How loving owners transport their dogs.&#8221;</a></p>
<p><center><img decoding="async" class="wp-image-121816 aligncenter" title="Tweet David Axelrod" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Tweet-David-Axelrod-305x270.jpg" alt="" width="305" height="270" /></center>Diese Bemerkung galt Mitt Romney, zu diesem Zeitpunkt noch Bewerber um die republikanische Päsidentschaftskandidatur. Der Spin-Doctor spielte damit auf das &#8220;Crate-Gate&#8221; an, das dem inzwischen nominierten Romney bis heute nachhängt: 1983 machten die Romneys einen Familienausflug. Ihr Hund Seamus verbrachte die zwölfstündige Fahrt in einem auf dem Autodach festgeschnallten Behältnis (vgl. <a title="Wikipedia-Eintrag: &quot;Mitt Romney Dog Incident&quot;" href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mitt_Romney_dog_incident" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dokumentation auf Wikipedia</a>). Bereits bei den letzten republikanischen Vorwahlen spielte der Vorfall eine Rolle und die Initiative <a title="Initiative &quot;Dogs against Romney&quot;" href="http://www.dogsagainstromney.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.dogsagainstromney.com/</a> wurde gegründet. In diesem Jahr hat Romneys parteiinterner Konkurrent Newt Gingrich die Geschichte wieder ausgegraben und seitdem spielt sie auch eine Rolle in der öffentlichen Diskussion um die Persönlichkeit des Kandidaten. Mittlerweile hat die New Wave Band &#8220;Devo&#8221; den Vorfall sogar in einem Lied besungen: &#8220;Don&#8217;t Roof Rack Me, Bro&#8221;.</p>
<p>[soundcloud url=&#8221;http://api.soundcloud.com/tracks/54760832&#8243; iframe=&#8221;true&#8221; /]</p>
<p>Auch ein anderes Tier hat dem Herausforderer kein Glück gebracht: Beim ersten TV-Duell hat Mitt Romney zwar demonstrativ seine Zuneigung zu einem tierischen Bewohner der Sesamstraße artikuliert: &#8220;I love Big Bird.&#8221; Doch unabhängig davon will er Bibos Heimat, dem öffentlichen Sender PBS, Zuschüsse streichen, was einen <a title="Shitstorm &quot;Big Bird&quot;" href="http://knowyourmeme.com/memes/events/fired-big-bird-mitt-romney-hates-big-bird" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kreativen Shitstorm</a> ausgelöst hat. Dieser Fauxpas war einer der wenigen Punkte, die Obama bei der Debatte für sich verbuchen konnte.</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc">     <a href="http://politik-digital.de/barack-bo-und-big-bird-pet-content-im-us-wahlkampf/untitled-1-3/" rel="attachment wp-att-121799"><img decoding="async" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Untitled-1-305x305.png" alt="" width="166" height="166" /></a><br />
In den USA finden am 6. November 2012 Wahlen statt. Lesen Sie weitere Beiträge zum US-Wahlkampf in unserer Reihe <a title="Reihe &quot;Wahlkampf im Fokus" href="http://politik-digital.de/category/themen/us2012-themen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#US2012</a> </div></div>Doch die Obama-Kampagne hat die Kommunikation mit Tierfreunden professionalisiert: Über 40.000 Anhängern gefällt die Facebook-Seite &#8220;<a title="Facebookseite &quot;Petlovers for Obama&quot;" href="http://www.facebook.com/petloversforobama" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pet Lovers for Obama</a>&#8220;. Hier wird nicht nur Bo’s Birthday gefeiert, sondern Bilder von putzigen Gefährten mit diversen Devotionalien aus Obamas Merchandising-Universum gepostet. Passenderweise hält der bestens ausgestattete <a title="Online-Store &quot;Obama for America&quot;" href="https://store.barackobama.com/obama-2012-store-home-outdoors/obama-2012-store-pets.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Store von &#8220;Obama for America&#8221;</a> auch einige Accessoires für Vierbeiner bereit.</p>
<p>Wer das ausschließlich für albern hält, sollte einen Blick in die eigene Timeline werfen: Amüsante Fotos und Videos mit Tieren als Protagonisten werden quer durch die Zielgruppen gerne geteilt. &#8220;Pet Content&#8221; könnte also eine harte Währung beim viralen politischen Marketing mittels sozialer Medien sein.</p>
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