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	<title>Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Quasseln auf allen Kanälen</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 10:51:15 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen]]></category>
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		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Handy schlägt Mitmach-Internet: In fast allen Haushalten, in denen Kinder leben, gibt es einen Rechner mit Internetanschluss. Doch Teenager verschicken lieber SMS als zu bloggen. Das zeigen zwei Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Handy schlägt Mitmach-Internet: In fast allen Haushalten, in denen Kinder leben, gibt es einen Rechner mit Internetanschluss. Doch Teenager verschicken lieber SMS als zu bloggen. Das zeigen zwei Studien des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Teenager plaudern gerne – im realen Leben und auch im Internet.<br />
Das ist eines der Ergebnisse aus der jährlich erscheinenden<br />
<a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie „Jugend, Information, Multimedia“</a>, kurz JIM, die<br />
das Nutzungsverhalten der zwölf- bis 19jährigen betrachtet.<br />
2006 gingen demnach etwa zwei Drittel der Teenager mehrmals in der<br />
Woche online, Jungen (73 Prozent) waren dabei häufiger im Netz<br />
unterwegs als Mädchen (65 Prozent).
</p>
<p>
Online wollen die Teens Kontakt zu ihren Freunden halten oder ihren<br />
Bekanntenkreis erweitern. Besonders beliebt für digitale Gespräche<br />
sind Instant Messanger wie ICQ oder MSN: Über die Hälfte<br />
aller Jugendlichen (58 Prozent), die einen Internetzugang haben,<br />
schreibt hier mehrmals pro Woche. Online-Chats sind weniger verbreitet.<br />
Zwar geben 53 Prozent der Befragten an, gelegentlich mal einen Chatraum<br />
zu besuchen, aber nur die Hälfte davon chattet regelmäßig.
</p>
<p>
In der Beliebtheitsskala folgt auf den virtuellen Plausch die Information:<br />
Etwa ein Drittel der Teenager sucht regelmäßig nach Infos<br />
für Schule und Beruf oder nach allgemeinen Nachrichten. Genauso<br />
viele laden Musik aus dem Internet.
</p>
<p>
<b>Handys sind beliebter als digitale Netzwerke</b>
</p>
<p>
Weblogs und Online-Netzwerke wie Myspace und in Deutschland Studi-<br />
bzw. SchülerVZ scheinen auf den ersten Blick dem Mitteilungsbedürfnis<br />
der Jugendlichen entgegen zu kommen: Denn hier kann man per Mausklick<br />
„Freunde“ finden, Kommentare schreiben, Fotos hochladen<br />
und aller Welt zeigen, was für Musik und Filme man so mag –<br />
ganz viel kommunizieren also. Tatsächlich übt laut der<br />
JIM-Studie das Mitmach-Internet Web 2.0 auf die Jugendlichen jedoch<br />
keinen allzu großen Reiz aus. Nur wenige führen ein eigenes<br />
Weblog oder kommentieren in anderen Blogs, Jungen (10 Prozent) noch<br />
eher als Mädchen (6 Prozent). Und beim Online-Anbieter MySpace<br />
sind weniger Teenager unterwegs, als mancher annimmt: Nach Angaben<br />
der Betreiber sind mehr als 80 Prozent der Nutzer älter als<br />
18 Jahre.
</p>
<p>
Angesagt bei den Jugendlichen ist also eher die eine schnelle und<br />
direkte Kommunikation, die dem Gespräch von Angesicht zu Angesicht<br />
ähnelt. Dafür spricht auch, dass das Kommunikationsmedium<br />
Nummer eins das Mobiltelfon ist: 94 Prozent der für die JIM-Studie<br />
befragten Teenies besitzen ein eigenes Handy, über das sie<br />
auch fleißig SMS verschicken und telefonieren. Mädchen<br />
versenden dabei eher Kurznachrichten, während Jungen ihre Gesprächspartner<br />
häufiger anrufen.
</p>
<p>
<b>Die Großen chatten, die Kleinen spielen</b>
</p>
<p>
Vor allem bei den ganz jungen Mediennutzern, bei Grundschülern<br />
und jungen Teenagern, spielt das Handy eine größere Rolle<br />
als der Computer: Laut der <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=10" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie „Kinder und Medien“</a> (KIM), die ebenfalls der Medienpädagogische<br />
Forschungsverbund Südwest herausgibt, besitzt bereits über<br />
ein Drittel der sechs- bis 13jährigen ein eigenes Handy. Der<br />
Medienpädagoge Matthias Felling, der unter anderem für<br />
das Informationsangebot Handysektor.de schreibt, vermutet: „Eltern<br />
geben ihren Kindern häufig ein Handy mit, damit sie erreichbar<br />
sind.“ Sehr häufig nutzen die Kinder ihr Mobiltelefon<br />
nicht, nur 13 Prozent telefonieren jeden Tag, 24 Prozent ein- bis<br />
mehrmals pro Woche.
</p>
<p>
Etwa 30 Prozent der Grundschüler und jungen Teenager, die<br />
einen Rechner zu hause haben, sitzen täglich am PC. Während<br />
die Großen sich zum Messanger-Chat verabreden, spielen die<br />
Kleinen jedoch lieber Computerspiele. Weniger als die Hälfte<br />
in dieser Altersgruppe geht mindestens einmal pro Woche online,<br />
14 Prozent sind jeden Tag im Netz. Chaträume oder Foren besuchen<br />
Grundschüler dabei nur selten – schließlich muss<br />
man für das virtuelle Plaudern erstmal das Alphabet und die<br />
Tastatur beherrschen, um bei der schnellen Kommunikation mithalten<br />
zu können.
</p>
<p>
Sorgen, dass eine neue Generation von einsamen Sofasitzern heranwächst,<br />
erscheinen angesichts der Studien-Ergebnisse unbegründet. Computer<br />
und Internet sind für die Mehrheit der Kinder und Jugendlichen<br />
nur eine Beschäftigung unter vielen, eine weitere Möglichkeit,<br />
sich mit anderen Menschen auszutauschen. Und besonders Jüngere<br />
meinen, noch gut auf das weltweite Netz verzichten zu können.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>Schulhofkloppe vor Massenpublikum</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 10:50:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Morgens, kurz vor acht Uhr. Ein Schüler betritt das Klassenzimmer, jemand stellt ein Bein, der Junge stolpert. Das sorgt für Lacher im Klassenraum. Nicht nur die Mitschüler amüsieren sich über diese Szene - im Internet kann sich jeder ansehen, wie Kinder andere fertigmachen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Morgens, kurz vor acht Uhr. Ein Schüler betritt das Klassenzimmer, jemand stellt ein Bein, der Junge stolpert. Das sorgt für Lacher im Klassenraum. Nicht nur die Mitschüler amüsieren sich über diese Szene &#8211; im Internet kann sich jeder ansehen, wie Kinder andere fertigmachen.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Wenn sich Jugendliche gezielt einen „Schwächeren“<br />
aussuchen, um ihn zu hänseln oder zu bedrohen, nennt man das<br />
Mobbing. Der Begriff kommt aus dem englischen und bedeutet soviel<br />
wie Anpöbeln und Fertigmachen. Seit Handyhersteller ihre Geräte<br />
mit Videokameras ausgestattet haben, können sich mobbende Schüler<br />
vor einem größeren Publikum mit ihrer vermeintlichen<br />
Überlegenheit brüsten: Sie verschicken Filme ihrer „Opfer“<br />
als SMS oder stellen sie ins Netz. Das Programm reicht von eher<br />
harmlosen Sprüchen und dem Bewerfen mit Papierkügelchen<br />
bis hin zu den als „Happy Slapping“ (fröhliches<br />
Schlagen) bekannten Prügelfilmen. Auf YouTube muss ein Nutzer<br />
nur nach Stichworten wie „Schule“ oder „Mobbing“<br />
suchen, schon bekommt er eine ganze Reihe dieser Streifen geliefert<br />
– frei zum Kommentieren für jedermann.
</p>
<p>
<b>Prügelfilme per Kurznachricht</b>
</p>
<p>
Wie viele dieser Szenen gestellt sind, wie viele tatsächlich<br />
echtes Mobbing zeigen, lässt sich nicht nachvollziehen. Das<br />
Phänomen, Gewaltvideos per SMS zu versenden, scheint aber weit<br />
verbreitet. Die <a href="http://www.mpfs.de/index.php?id=11" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie<br />
„Jugend, Information, Multimedia 2006“</a>, kurz JIM,<br />
des Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest widmet<br />
dem Thema ein eigenes Kapitel. Ergebnis: Kaum einer der befragten<br />
Jugendlichen wischen zwölf und 19 Jahren hat nicht schon mal<br />
von diesen Streifen gehört. Etwa ein Drittel habe erlebt, dass<br />
einer ihrer Freunde eine Kurznachricht mit „Happy Slapping“<br />
Filmen bekommen hat. Sieben Prozent wollen selbst einen derartigen<br />
Streifen erhalten haben. Und immerhin 17 Prozent hätten mitbekommen,<br />
wie eine Prügelei mit dem Handy gefilmt wird.
</p>
<p>
Handyfilme zu verschicken oder im Netz zu veröffentlichen<br />
ist aber nur eine Form des „E-Mobbings“, wie das Mobbing<br />
über elektronische Medien bezeichnet wird. „Es werden<br />
nicht nur Filme selbst gedreht, sondern auch aus dem Netz heruntergeladen.<br />
Das kann Belästigung sein, weil auf die Schüler Druck<br />
ausgeübt wird, mitzumachen,“ berichtet der Medienpädagoge<br />
und Journalist <a href="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkultur/sgerdesmeier_Interview_Matthias_Felling_070726.shtml">Matthias<br />
Felling im Interview</a> mit politik-digital.de.
</p>
<p>
„Weiterhin kommt es zu Belästigungen im Chat oder über<br />
SMS,“ so Felling. Laut der JIM-Studie hat bereits die Hälfte<br />
der chattenden Jugendlichen zumindest einmal Erfahrungen mit Belästigungen<br />
gemacht, ist beleidigt oder sexuell belästigt worden –<br />
Mädchen (57 Prozent) häufiger als Jungen (34 Prozent).</p>
<p><b>Computer und Handy als Waffe</b>
</p>
<p>
Für Kristine Kretschmer, Leiterin des Online-Jugendmagazins<br />
<a href="http://www.sowieso.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sowieso.de</a> und<br />
Projektleiterin der <a href="http://www.mobbing.seitenstark.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anti-Mobbing-Aktion<br />
„Mobbing &#8211; Schluss damit“</a> , ist E-Mobbing definitiv<br />
ein Problem: „In unseren Foren sehen wir, dass es ziemlich<br />
häufig vorkommt, dass Kinder Beleidigungen übers Handy<br />
bekommen oder über E-Mail bei größeren Kreisen angeschwärzt<br />
werden.“ „Mobber“ verschicken etwa peinliche Geschichten<br />
per E-Mail oder sie melden sich unter dem Namen des Gemobbten in<br />
Foren an: Mit gefälschten Beiträgen soll das „Opfer“<br />
hier bloßgestellt werden.
</p>
<p>
Im Chat können Jugendliche Beleidigungen wegklicken und nervige<br />
Mit-Chatter mittels eines „Ignorieren“-Buttons ausblenden.<br />
Gegen die Verbreitung von Online-Videos oder Gerüchten in Foren<br />
können die Betroffenen dagegen meist wenig ausrichten. Anbieter<br />
von Kommunikations-Plattformen wie Schüler-VZ und Knuddels<br />
geben zwar an, gefälschte Nutzerprofile löschen zu wollen.<br />
Doch lässt es sich auch für sie schwierig feststellen,<br />
wer tatsächlich hinter einer „Netzidentität“<br />
steckt. Bei YouTube können Nutzer Videos als „unangemessen“<br />
melden; bis die Betreiber handeln und das Video entfernen, stehen<br />
die Szenen aber schon auf zahlreichen privaten Websites auf Abruf<br />
oder sind in E-Mails durchs Netz gegangen. Die große Reichweite<br />
des Internets mache Online-Mobbing besonders unangenehm, meint Felling:<br />
„Es ist natürlich ein größeres Problem, wenn<br />
eine E-Mail an 40 Leute geht, als wenn nur drei andere Kinder etwas<br />
mitbekommen.“
</p>
<p>
Wie beim Mobbing im echten Leben spiele es auch bei Online-Hänseleien<br />
eine Rolle, dass die Täter sich ihren Opfern überlegen<br />
fühlen. „Sie kennen den technischen Fortschritt. Sie<br />
können Computer und Handy nicht nur als Spielzeug einsetzen,<br />
sondern auch als Waffe.“ </p>
<p><b>Lehrer bekommen häufig nichts mit</b>
</p>
<p>
In Bayern wollen Lehrer und Politik gegen „Happy Slapping“<br />
Filme vorgehen, indem sie Handys an Schulen komplett verbieten.<br />
Einzelne Schulen in anderen Bundesländern ziehen nach. Mobbing<br />
übers Internet lasse sich allerdings wesentlich schwieriger<br />
erkennen, meinen sowohl Kristine Kretschmer als auch Matthias Felling.<br />
Im Klassenverband könnten Lehrer eingreifen – von E-Mobbing<br />
bekommen sie meistens nichts mit. „Im Forum haben wir auch<br />
Klagen darüber, dass Lehrer die Augen verschließen,“<br />
berichtet Kretschmer. Ob diese berechtigt seien, könne sie<br />
nicht nachvollziehen. Erfahren Lehrer doch von Vorfällen, sollten<br />
sie diese in der Schule klären: „Lehrer haben die Aufgabe,<br />
dafür zu sorgen, dass der Unterricht friedlich abläuft<br />
und Spielregeln eingehalten werden. Und Spielregeln gibt es schließlich<br />
auch online.“
</p>
<p>
Um E-Mobbing zu vermeiden, rät Kretschmer Kindern und Jugendlichen,<br />
auf ihre persönlichen Daten zu achten. Man sollte nicht jedem<br />
seine Adresse geben, gleiches gelte auch für die Handynummer.<br />
Wer über SMS und E-Mail beschimpft werde, sollte die Vorfälle<br />
öffentlich machen, mit Eltern und Lehrern darüber sprechen.<br />
Als letzte Möglichkeit bliebe der Gang zur Polizei.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Das Internet vergisst nicht&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/wie-schuler-das-mitmach-internet-nutzen/das-internet-vergisst-nicht-3330/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 10:50:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Felling]]></category>
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					<description><![CDATA[Kinder und Jugendliche hantieren schon früh mit Handy und Internet. Sie verschicken SMS, chatten und bloggen. Dabei gehen sie zu sorglos mit Fotos und persönlichen Daten um, meint Medienpädagoge Matthias Felling im Interview mit politik-digital.de.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kinder und Jugendliche hantieren schon früh mit Handy und Internet. Sie verschicken SMS, chatten und bloggen. Dabei gehen sie zu sorglos mit Fotos und persönlichen Daten um, meint Medienpädagoge Matthias Felling im Interview mit politik-digital.de.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>politik-digital.de: Ab wann beginnen Kinder damit, sich<br />
mit Computern, Internet und Handy zu beschäftigen? Welche Formate<br />
nutzen sie dabei?</b><br />
<br />
Matthias Felling: Bereits ein Viertel der Sechs- bis Siebenjährigen<br />
hat ein Handy. Ab einem Alter von zehn Jahren besitzt dann ungefähr<br />
die Hälfte der Kinder ein Mobiltelefon. Man kann also sagen:<br />
Während der Grundschule werden die Kinder mit einem Handy ausgestattet.<br />
<br />
Bei den Jüngeren steht dabei ganz klar das Telefonieren an<br />
erster Stelle, dabei werden sie häufiger angerufen, als dass<br />
sie selbst anrufen. Denn Eltern geben ihren Kindern oft das Handy<br />
mit, damit sie erreichbar sind. Jugendliche nutzen das Handy ebenfalls<br />
am häufigsten zum Telefonieren oder um Kurznachrichten zu versenden.<br />
Sie fotografieren aber auch damit oder hören Musik.
</p>
<p align="center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/Matthias_Felling.jpg" alt="Matthias Felling" align="middle" height="376" width="250" /><br />
<i>Medienpädagoge Matthias Felling</i>
</p>
<p align="left">
Mit dem Internet hatten immerhin schon über 90<br />
Prozent der Jugendlichen einmal Kontakt. Häufig wird das in<br />
der Schule passieren, wo Computer und Internet im Unterricht genutzt<br />
werden. Hier ist auch wieder die Kommunikation ganz weit vorne:<br />
ICQ-Messenger und E-Mail nutzen die Jugendlichen am häufigsten.<br />
Darauf folgen Spiele und die Informationssuche, wobei es Unterschiede<br />
nach dem Bildungungsstand der Jugendlichen gibt: Für Hauptschüler<br />
ist das Spielen im Netz wichtiger, Gymnasiasten suchen eher nach<br />
Informationen.</p>
<p>Bei der Handy-Nutzung und im Internet geht es Jugendlichen also<br />
um die Kommunikation mit ihren Freunden, um Kontakt zu den so genannten<br />
Peers. Die Jugendlichen wollen auch nach der Schule mit ihrem eigenen<br />
Leben kommunizieren.
</p>
<p>
<b>Welches Alter empfehlen Sie für den Einstieg in die<br />
Kommunikation über neue Medien? Was müssen Eltern beachten<br />
und wann sollten sie dabei sein, wenn ihr Kind das Handy benutzt<br />
oder im Internet surft?</b> <br />
Eltern sollten eigentlich die ganze Zeit darauf achten, was ihre<br />
Kinder im Internet und mit dem Handy treiben. Sie sollten sich dafür<br />
interessieren, womit ihre Kinder sich beschäftigen.<br />
Es gibt aber kein bestimmtes Alter, bei dem ich sagen würde,<br />
hier fängt man mit Internet und Handy an. Auch für Kinder<br />
gibt es sinnvolle Angebote im Internet, zum Beispiel moderierte<br />
Chaträume. Da achtet ein Moderator darauf, was passiert. Für<br />
diese Chaträume müssen die Kinder sich anmelden, Eltern<br />
werden darüber zum Teil über eine E-Mail informiert. Dort<br />
können die Kinder per Knopfdruck auch Leute ausblenden, die<br />
versuchen, sie zu beleidigen. Genauso gibt es Chatangebote für<br />
Jugendliche, die zum Beispiel ebenfalls einen derartigen Ignorieren-Button<br />
haben.
</p>
<p>
Ich denke, es kann durchaus sinnvoll sein, dass Kinder im Internet<br />
surfen. Schließlich bedeuten die Neuen Medien nicht nur Gefahr,<br />
sondern stellen einen großen Teil der heutigen Lebenswelt<br />
dar. Wichtig ist allerdings, dass Eltern ihre Kinder im Internet<br />
begleiten und sie dort nicht allein lassen. Als konkretes Beispiel:<br />
Ein Sechsjähriger kann durchaus ins Internet gehen, sollte<br />
aber nicht herumsurfen, wo er gerade Lust hat. Eltern können<br />
den PC etwa mit Filtern versehen. Oder spezielle Kinderseiten ansurfen,<br />
etwa die Kindersuchmaschine Blinde Kuh, bei denen sie sicher sein<br />
können, dass gefilterte Suchergebnisse geliefert werden. <br />
Das Netz ist riesengroß, das kann Kinder natürlich auch<br />
überfordern. Daher sollten Eltern dabei sein und sich darum<br />
kümmern, dass Kinder nicht zu lange im Netz unterwegs sind<br />
und für Ausgleich sorgen.
</p>
<p>
Auch ein Handy kann für Kinder sinnvoll sein. Es kann praktisch<br />
sein, wenn ein Sechsjähriger ein Handy hat, zum einen, um damit<br />
anzurufen. Zum anderen kann er darüber aber auch Spiele spielen,<br />
etwa wenn er einen langen Schulweg im Bus zurücklegen muss.<br />
Es sollte den Eltern allerdings bewusst sein, welche Medien es auf<br />
dem Handy gibt: Dass man SMS senden, Filme drehen und ins Internet<br />
gehen kann.<br />
Eltern können sich das Handy auch von ihren Kindern erklären<br />
lassen, die sind ja oft fitter als ihre Eltern.
</p>
<p>
<b>Interaktive Webseiten wie MySpace oder SchülerVZ liegen<br />
im Trend bei Jugendlichen, auch Chats und Blogs. Welche Vorlieben<br />
gibt es hier? </b><br />
Persönliche Seiten und Blogs sind gar nicht so stark verbreitet,<br />
wie die Medien weismachen wollen. Das ist ähnlich wie bei Second<br />
Life: Es wird viel darüber geredet, aber kaum genutzt. Dennoch<br />
ist es für Jugendliche wichtig, auf Plattformen wie MySpace<br />
präsent zu sein. Es geht wieder um Kommunikation: Jugendliche<br />
wollen sich hier mit ihren Freunden unterhalten und ihren Kreis<br />
erweitern. Für pubertierende Jugendliche ist es wichtig, die<br />
eigene Identität zu finden, dazu kann es heute auch gehören,<br />
sich ein mediales Abbild zu schaffen.
</p>
<p>
<b>Sehen Sie hier auch Risiken, zum Beispiel bei der Weitergabe<br />
persönlicher Daten und Fotos?</b> <br />
Ja, definitiv. Den Jugendlichen fehlt das Bewusstsein dafür,<br />
dass das Internet nicht vergisst. Es ist was anderes, ob ich ein<br />
Bild irgendwo aufhänge, wo ich es wieder abnehmen kann, oder<br />
ob ich es im Internet veröffentliche. Es gibt da eine Geschichte<br />
von einer Sozialarbeiterin, die mit Jugendlichen aus einem Jugendzentrum<br />
einen Chatraum aufbaute. Die Kinder sollten auch Fotos für<br />
ihr Profil veröffentlichen. Einige Mädchen haben dann<br />
Bikini-Fotos eingestellt. Die Sozialarbeiterin hat diese Fotos groß<br />
ausgedruckt und im Jugendzentrum aufgehängt. Die Mädchen<br />
waren total entsetzt, dass jemand so etwas tun konnte. Dadurch haben<br />
sie aber verstanden, dass ein Foto im Internet kein kleines Ding<br />
ist, sondern von jedem gesehen werden kann, ähnlich wie im<br />
Jugendzentrum.</p>
<p>Hier ist auf jeden Fall Aufklärung nötig. Die Technik<br />
ist mittlerweile soweit – es gibt auf einigen Handys etwa<br />
die Funktion, direkt vom Handy auf dem Blog zu veröffentlichen.<br />
Vor zehn Jahren ging vieles noch nicht, was heute möglich ist,<br />
zumindest wurde es nicht auf immer und ewig gespeichert.<br />
Die Problematik im Chat ist dabei die größte, denn hier<br />
kann Gefahr für Leib und Seele bestehen. Das belegen auch Zahlen<br />
aus der Studie „Jugend, Information, Multimedia“: 63<br />
Prozent der Jugendlichen sind im Chat schon einmal nach persönlichen<br />
Daten gefragt worden, 23 Prozent haben diese Daten auch weitergegeben,<br />
das ist schon sehr viel. Die Mädchen waren dabei zurückhaltender:<br />
18 Prozent der Mädchen haben ihre Daten weitergegeben, aber<br />
28 Prozent der Jungen. Mädchen sind hier aufgeklärter,<br />
es ist stärker in ihrer der Erziehung verankert, dass sie vorsichtig<br />
sein müssen. Diese Ergebnisse zeigen also auch, das Aufklärung<br />
etwas bringt. Das ist zumindest eine mögliche Erklärung.<br />
<br />
Generell kann man sagen, dass bei Jugendlichen das Bewusstsein für<br />
Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht wenig vorhanden ist.</p>
<p><b>Stichwort E-Mobbing, also Mobbing über E-Mails, in<br />
Chats und in Foren oder über Handy: Welche Formen des E-Mobbing<br />
gibt es?</b><br />
Zum einen Gewalt rund ums Handy: Das können zum Beispiel Filme<br />
sein oder Fotos, die in peinlichen Situationen gemacht wurden und<br />
dann in der Schule die Runde machen. Mobbing und Beleidigung in<br />
der Schule gab es praktisch schon immer, das Mobbing über das<br />
Handy ist eine Fortsetzung davon. <br />
Weiterhin kommt es zu Belästigungen im Chat oder über<br />
SMS. Hier liegt das Problem darin, dass das für Lehrer schwerer<br />
zu sehen ist als herkömmliches Mobbing. Den Lehrern muss bewusst<br />
sein, dass jemand fertig gemacht werden kann, ohne das jemand anderes<br />
etwas sagt. </p>
<p>Zudem werden nicht nur Filme selbst gedreht, sondern auch aus dem<br />
Netz heruntergeladen. Die sind auf den Videoportalen wie YouTube<br />
sehr einfach zu bekommen. Das kann Belästigung sein, weil auf<br />
die Schüler ein ein Druck ausgeübt wird, mitzumachen.<br />
<br />
Auch die Lehrer beschweren sich zunehmend über Mobbing: Es<br />
kursieren zum Beispiel Filme über Lehrer auf YouTube. Das können<br />
ganz banale Szenen sein, etwa aus dem Unterricht. Dann gibt es aber<br />
auch Fälle wie in Schottland: Einem Lehrer wurde im Unterricht<br />
die Hose heruntergezogen, die Schüler haben das gefilmt und<br />
online gestellt. <br />
Oder es werden fiktive Charaktere, mit dem Namen der Lehrer, bei<br />
Flirtlines angelegt.
</p>
<p>
<b>Wann sollte Medienförderung in der Schule beginnen?<br />
Wie können Schulen besser auf den Umgang mit den Neuen Medien<br />
vorbereiten?</b><br />
Auch schon Grundschulen sollten sich über Medienförderung<br />
Gedanken machen. Das machen sie aber auch, viele Schulen unternehmen<br />
ja etwas. Im Schulgesetz Nordrhein-Westfalen etwa ist verankert,<br />
dass Schüler einen verantwortungsbewussten Umgang mit Medien<br />
lernen sollen. <br />
Ich berate Schulen rund ums Handy, da geht es zum Beispiel darum,<br />
Regeln für die Handynutzung an der Schule aufzustellen. Vertreter<br />
aus Schülerschaft, Elternschaft und Lehrerschaft setzen sich<br />
zusammen und beschließen gemeinsam eine Ordnung. Denn auch<br />
Schüler stört das Handy im Unterricht.
</p>
<p>
An Schulen ist eine grundsätzliche Auseinandersetzung wichtig.<br />
Medien sollten in den Unterricht eingebaut werden – das hängt<br />
aber stark vom Engagement einzelner Lehrer ab. <br />
Lösungen sind zum einen, in der Lehrerausbildung den Umgang<br />
mit Neuen Medien einzuschließen. Die Haltung gegenüber<br />
den Neuen Medien muss sich auch verändern: Sie dürfen<br />
nicht nur als Störfaktoren gesehen werden.
</p>
<p>
Für die Schulen ist die Situation häufig schwierig: Sie<br />
bekommen immer etwas Neues aufgedrückt, andererseits werden<br />
die Stellen gestrichen. Mediennutzung ist hier ein Problem unter<br />
vielen.
</p>
<p><i>Matthias Felling hat Diplom-Pädagogik in Bielefeld studiert<br />
und arbeitet als selbständiger Pädagoge. Er ist Redakteur<br />
bei <a href="http://www.handysektor.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Handysektor.de</a>,<br />
einem Informationangebot für Jugendliche von der Landesmedienanstalt<br />
Nordrhein-Westfalen und dem Medienpädagogischen Forschungsverbundes<br />
Südwest. Felling selbst beschäftigt sich seit etwa zwei<br />
Jahren verstärkt damit, wie Jugendliche das Handy nutzen. Auf<br />
Elternabenden erläutert er die Probleme, die dabei auftauen<br />
können – etwa mit der Handykamera gefilmte Gewaltszenen,<br />
die Kinder auf dem Schulhof tauschen. </i></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste zum Dossier Schüler im Internet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/linkliste-zum-dossier-schueler-im-internet-3327/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 10:43:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
(Linkliste) Lehrer benoten, Freunde finden, netzwerken – politik-digital.de gibt einen kleinen Überblick über Online-Portale für Kinder und Jugendliche. Wo findet man Informationen zu Jugend- und Datenschutz, welche Kinder-Websites sind zu empfehlen? Die die Linkliste hilft weiter.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">(Linkliste) Lehrer benoten, Freunde finden, netzwerken – politik-digital.de gibt einen kleinen Überblick über Online-Portale für Kinder und Jugendliche. Wo findet man Informationen zu Jugend- und Datenschutz, welche Kinder-Websites sind zu empfehlen? Die die Linkliste hilft weiter.<!--break--></p>
<p>&nbsp;<br />
<b>Online-Netzwerke</b><br />
<a href="http://www.knuddels.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Knuddels</b></a><br />
Knuddels ist der größte deutsche Chat-Anbieter. Die mehrheitlich<br />
jungen Nutzern haben die Wahl zwischen mehreren Hundert Chaträume<br />
in sieben Kategorien, etwa Flirt, Spiele und Bereiche für über<br />
20jährige und unter 18jährige. Dazu gibt es ein Forum,<br />
einen Videoblog und Nutzer können ihre Fotos in eine virtuelle<br />
Galerie einstellen. Chatteilnehmer unter 16 Jahren müssen nach<br />
den ersten zwei Stunden, die sie bei Knuddels verbringen, einen<br />
„Jugendschutz-Test“ ablegen. Dort müssen sie z.B.<br />
angeben, wie sie auf Fragen nach persönlichen Daten reagieren<br />
und ob sie mit ihren Eltern über ihre Chaterlebnisse sprechen.<br />
Erst nach einem bestandenem Test sollen den Jugendlichen an weiteren<br />
Chatfunktionen teilnehmen können. Nach Berichten über<br />
Erwachsene, die sich in den Chaträumen an Kinder heranmachten,<br />
lassen die Betreiber Chatgespräche zwischen Kindern und Erwachsenen<br />
durch einen technischen Filter überwachen. Sollte dieser Filter<br />
„jugendgefährdente“ Inhalte entdecken, soll das<br />
Gespräch automatisch beendet werden.<br />
<a href="http://www.myspace.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>MySpace</b></a><br />
Der in den USA als Musikdienst gestartete Oldie unter den Netzwerk-Portalen<br />
hat mittlerweile auch einen deutschen Ableger. Nutzer können<br />
Fotos und Musik hochladen, Weblogs veröffentlichen und vor<br />
allem mit anderen Nutzern schreiben und sie zu ihrem virtuellen<br />
Freundeskreis hinzufügen.<br />
In die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/69872" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kritik</a><br />
geriet MySpace u.a. wegen gefälschter Profile und wegen Lücken<br />
im Datenschutz: Anfang 2006 ging eine Liste mit den Daten von etwa<br />
7.500 MySpace-Nutzern und den dazugehörigen Passwörtern<br />
durchs Internet.<br />
Eine Herausforderung für den Jugendschutz sind auch einige<br />
recht freizügige Profile. Nach den Regeln des Portals sollten<br />
die Nutzer daher mindestens 14 Jahre alt sein.<br />
<a href="http://www.schuelervz.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>SchülerVZ</b></a><br />
Der Ableger des Portals StudiVZ ging Anfang 2007 online. Auf der<br />
Plattform können nun auch Schüler netzwerken, ihren Freunden<br />
schreiben, Fotos präsentieren und andere Mitglieder „gruscheln“,<br />
wie die Online-Sympathiebekundungen heißen. Jugendliche können<br />
sich nur für SchülerVZ anmelden, wenn sie eine Einladung<br />
von Freunden bekommen haben. Der Verhaltenskodex verbietet z.B.<br />
„Gruppengruscheln“ &#8211; viele Mitglieder „gruscheln“<br />
ein einzelnes &#8211; und Beleidigungen. Wer sich nicht an diese Regen<br />
hält, kann ausgeschlossen werden. Auch gefälschte Profile<br />
wollen die Betreiber ohne Vorwarnung löschen. Nach eigenen<br />
Angaben setzen sich die Betreiber auch mit Eltern und Lehrern auseinander<br />
und planen einen Beirat aus Schülern, Eltern, Lehrern und Jugendschutzexperten.<br />
<b><a href="http://www.spickmich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spickmich.de</a></b><br />
Wie sexy ist die Biolehrerin, wie dröge der Erkundepauker?<br />
Auf spickmich.de können Schüler zur Abwechslung mal ihren<br />
Lehrern Zeugnisse ausstellen. Zudem können sie sich eigene<br />
Profile anlegen und sich mit anderen Schülern vernetzen. Hinter<br />
der Seite stehen die drei Kölner Studenten Tino Keller, Manuel<br />
Weisbrod und Philipp Weidenhiller.<br />
<b>Internetseiten für Kinder</b><br />
<b><a href="http://www.seitenstark.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Seitenstark –<br />
Arbeitsgemeinschaft Vernetzter Kinderseiten</a></b><br />
Seitenstark ist ein Netzwerk von verschiedenen Kinderseiten mit<br />
insgesamt 32 Mitgliedern. Es besteht seit 2003. Mit dabei sind zum<br />
Beispiel die <a href="http://www.blindekuh.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kindersuchmaschine<br />
Blinde Kuh</a>, das <a href="http://www.sowieso.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Magazin<br />
sowieso.de</a> und auch die Kinderseite der Bundeszentrale für<br />
politische Bildung, <a href="http://www.hanisauland.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hanisauland</a>.<br />
Kristine Kretschmer von sowieso.de beschreibt die Ziele des Netzwerkes:<br />
„Die Seiten untereinander wollen sich keine Konkurrenz machen.<br />
Ziel ist, dass es Angebote gibt, die zusammenarbeiten &#8211; wir wollen<br />
gemeinsam neue Aktionen anbieten.“<br />
<b><a href="http://www.mobbing.seitenstark.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mobbing- Schluss<br />
damit</a></b><br />
Die Anti-Mobbing Aktion „Mobbing – Schluss damit“<br />
wird vom Kinderseiten-Netzwerk Seitenstark organisiert, die Schirmherrschaft<br />
trägt Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Schüler,<br />
Eltern und Lehrer können online Umfragen ausfüllen. Für<br />
die Erstellung und wissenschaftliche Auswertung ist das Zentrum<br />
für empirische Forschung an der Universität Landau zuständig.<br />
Zudem können Kinder in Foren ihre Erlebnisse mit Mobbing an<br />
der Schule, in der Freizeit und im Internet schildern und eigene<br />
Ideen entwickeln, wie man gegen Mobber vorgehen sollte. Moderatoren<br />
begleiten das Forum, alle Beiträge werden anonym veröffentlicht.<br />
Die Ergebnisse der Umfrage soll es pünktlich zum Weltkindertag<br />
am 20. September geben.<br />
Auch danach soll die Internetseite weiter online sein, erzählt<br />
Kristine Kretschmer von sowieso.de und Projektleiterin der Anti-Mobbing-Aktion:<br />
„Wir haben einen großen Zulauf, jeden Tag besuchen uns<br />
über 1000 Kinder. Momentan ist die Weiterführung aber<br />
eine Frage der Finanzierung.“<br />
<b>Jugend- und Datenschutz</b><br />
<b><a href="http://www.fsm.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiwillige Selbstkontrolle<br />
für Multimedienstanbieter (FSM)</a></b><br />
1997 gründeten Mediaverbände und Unternehmen aus der Online-Wirtschaft<br />
diesen Verein. Jeder Nutzer kann sich bei der Selbstkontrolle über<br />
jugendgefährdende oder strafbare Netz-Inhalte beschweren oder<br />
Fragen zum Thema Jugendschutz im Internet stellen.<br />
<b><a href="https://www.sicher-im-netz.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutschland sicher<br />
im Netz e.V.</a></b><br />
Hinter dem Verein „Deutschland sicher im Netz“ stehen<br />
zwölf Unternehmen aus Information und Telekommunkation, z.B.<br />
HP, Microsoft und die Telekom. Die Schirmherrschaft hat das Bundesministerium<br />
des Inneren. Der Verein will das Sicherheitsbewusstsein von Anbietern<br />
und Internetnutzern erhöhen. Für Kinder und Jugendliche<br />
gibt Deutschland sicher im Netz u.a. die Website „Internauten“<br />
heraus.<br />
<b><a href="http://www.internauten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Internauten</a></b><br />
Die Internauten sind ein Angebot von der Freiwillige Selbstkontrolle<br />
Multimedia-Diensteanbieter, vom Deutschen Kinderhilfswerk und von<br />
MSN Deutschland und des Vereins Deutschland sicher im Netz. Mit<br />
der Website wollen sie die Medienkompetenz von Kindern fördern.<br />
Dazu informieren die Internauten kindgerecht über Datenschutz,<br />
Persönlichkeitsrechte und Jugendschutz. Kinder und Eltern finden<br />
hier auch Hinweise zu Gesetzen und Adressen von Ansprechpartnern.<br />
Für Eltern und Lehrer gibt es einen zusätzlichen Bereich.<br />
<strong><a href="https://www.bussgeldkatalog.com/jugendschutz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bussgeldkatalog</a></strong><br />
Bussgeldkatalog.com ist ein Angebot des Verbands für bürgernahe Verkehrspolitik, dass sich mit rechtlichen Aspekten in Deutschland, hauptsächlich rund um den Straßenverkehr befasst. Der Link oben führt zu einer Darstellung der aktuellen Kinder- und Jugendschutzbestimmungen in Deutschland. Zusätzlich findet man hier Informationen zu Altersgrenzen und der Ahndung von Verstößen. Auch das Aufgabengebiet des Bundesministeriums für Familie, Senioren und Jugend wird kurz erläutert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Lehrer wollen kein Freiwild sein</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/lehrer-wollen-kein-freiwild-sein-3328/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jspreen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jul 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wie Schüler das Mitmach-Internet nutzen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzkultur]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Kleber an der Türklinke oder Furzkissen auf dem Lehrerstuhl sind von gestern. Moderne Schülerstreiche sind multimedial: Heimlich filmen und fotografieren Schüler ihre Lehrer oder montieren Lehrergesichter in pornographische Fotos.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kleber an der Türklinke oder Furzkissen auf dem Lehrerstuhl sind von gestern. Moderne Schülerstreiche sind multimedial: Heimlich filmen und fotografieren Schüler ihre Lehrer oder montieren Lehrergesichter in pornographische Fotos.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Einem <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/scotland/6640835.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schottischen<br />
Lehrer</a> etwa zogen Schüler im Unterricht vor laufender Kamera<br />
die Hose herunter und stellten den Film in Internet-Videoportalen<br />
zur Schau. Das Spektrum reicht im Extremfall bis hin zu Hinrichtungsvideos<br />
oder Gewalt-Computerspielen, in denen die Charaktere die Köpfe<br />
der Lehrer tragen. </p>
<p><b>Sexy Lehrer und peinliche Pauker</b></p>
<p>Neben solchen Attacken gibt es im Internet rechtliche Grenzgänger:<br />
Das Netzwerk &quot;<a href="http://www.spickmich.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spickmich.de</a>&quot;<br />
beispielsweise erfreut sich wachsender Beliebtheit innerhalb der<br />
Schülerschaft. Nach Angabe der Initiatoren haben sich inzwischen<br />
über 150.000 Schüler registriert. Der Maxime „Noten<br />
für die Notengeber“ folgend stellten sie bereits 100.000<br />
Lehrern ihre Zeugnisse aus. Die Idee stammt von drei Kölner<br />
Studenten und basiert auf dem Prinzip des Professorenbewertungs-Portals<br />
&quot;<a href="http://www.meinprof.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meinprof.de</a>&quot;:<br />
Nach einer Registrierung können die Nutzer eine eigene Profilseite<br />
einrichten und ihre Lehrer anhand von Kategorien wie „peinlich<br />
und öde“, „cool und witzig“, „hässlich“<br />
oder „sexy“ bewerten. Die Notenvergabe für diese<br />
Soft-Skills stößt jedoch bei einigen Lehrern und deren<br />
Verbänden auf Ablehnung: Über die eigentliche Qualität<br />
des Unterrichts sagten die Schülerwertungen wenig aus. Durch<br />
die Anonymität des Internets ließen sich einige Schüler<br />
zudem zu teilweise beleidigenden Statements hinreißen, weshalb<br />
die Kommentarfunktion zu den jeweiligen Lehrern entfernt wurde.</p>
<p>Eine Lehrerin aus dem nordrhein-westfälischen Moers fühlte<br />
sich durch die öffentliche Notenvergabe auf spickmich.de bloßgestellt<br />
und in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Sie leitete zivilrechtliche<br />
Schritte ein, um die Veröffentlichung des Schulnamens und den<br />
dort von ihr unterrichteten Fächern zu verhindern. Eine zunächst<br />
erwirkte einstweilige Verfügung hob die Zivilkammer des Landgerichts<br />
Köln wieder <a href="http://www.jm.nrw.de/Presse/presse_weitere/PresseOLGs/11_07_2007/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf</a>:<br />
Weder datenschutzrechtliche Bestimmungen noch das Persönlichkeitsrecht<br />
seien verletzt worden, so das Gericht. Die Benotungskategorien auf<br />
&quot;spickmich.de&quot; fielen in den Bereich der freien Meinungsäußerung,<br />
begründeten die Richter. Die Betreiber von &quot;spickmich.de&quot;<br />
werten das Urteil als Erfolg für mehr Transparenz &#8211; für<br />
eine Qualitätsverbesserung des Unterrichts sei ein Feedback<br />
durch die Schüler unerlässlich.</p>
<p><b>Lehrerbewertung leicht zu überlisten</b></p>
<p>Für den Philologenverband, der als Bundesorganisation der Gymnasiallehrer<br />
deren berufs- und bildungspolitische Interessen vertritt, ist diese<br />
Art von Rückmeldesystem aber nicht zielorientiert. Die Erhebung<br />
sei zu pauschal. Der Verband kritisiert weiterhin das öffentliche<br />
Anprangern durch bundesweite „Flop-Listen“ sowie das<br />
leicht zu manipulierende Bewertungsverfahren. Ein <a href="http://www.haz.de/newsroom/regional/dezentral/hannover/art185,74307" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Selbstversuch<br />
von niedersächsischen Lehrern</a> hat gezeigt, wie einfach<br />
das System durch Mehrfachbewertungen zu überlisten ist: Binnen<br />
weniger Tagen gelang es ihnen, sich über fiktive Profile gegenseitig<br />
in die Top10-Liste der beliebtesten Lehrer zu wählen und damit<br />
auf die geringe Aussagekraft des Bewertungsportals aufmerksam zu<br />
machen. </p>
<p>„Lehrer sind kein digitales Freiwild“, so Heinz-Peter<br />
Meidinger, Bundesvorsitzender des Philologenverbandes. Die Politik<br />
müsse einschreiten, um die Persönlichkeitsrechte der Lehrer<br />
zu schützen. Eine Überarbeitung des Telemediengesetzes<br />
sei notwendig: Bis jetzt können die Anbieter von Online-Diensten<br />
nicht für die Cyber-Attacken verantwortlich gemacht werden.<br />
Strafbar macht sich allein derjenige, der Videos und Kommentare<br />
veröffentlicht. Der Philologenverband fordert, dass in Zukunft<br />
problematische Inhalte im Voraus gesperrt werden können und<br />
die Website-Betreiber mehr Verantwortung übernehmen müssen.<br />
Der Verband hat der Kultusministerkonferenz einen <a href="http://www.dphv.de/index.php?id=20&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=87&amp;tx_ttnews%5BbackPid%5D=2&amp;cHash=e64b90632e" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maßnahmenkatalog</a><br />
vorgelegt, dessen Vorbild ein Programm der britischen Regierung<br />
ist. In Großbritannien richtete man aufgrund zunehmenden &quot;Cyberbullyings&quot;<br />
unter anderem eine nationale Beratungsstelle ein. </p>
<p><b>Politiker greifen ein</b></p>
<p>In Nordrhein-Westfalen äußerten sich Anfang Juli 2007<br />
erstmals auch <a href="http://www.presseservice.nrw.de/presse2007/07_2007/070704MSW_JM.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politiker<br />
zum Thema Online-Mobbing</a> und sicherten den Lehrern ihre Unterstützung<br />
zu. Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU)<br />
betonte, dass es sich bei der beleidigenden und herabwürdigenden<br />
Darstellung von Lehrern nicht um schlechte Schüler-Scherze,<br />
sondern um Straftaten handle, die entsprechend strafrechtlich zu<br />
verfolgen seien. Ergänzend bestünde für Betroffene<br />
die Möglichkeit, zivilrechtlich gegen die Verletzung des Persönlichkeitsrechts<br />
vorzugehen und Internetseiten der Schulaufsicht zu melden. Die Schulministerin<br />
Barbara Sommer (CDU) hat die Bezirksregierungen angewiesen, Inter-netseiten<br />
mit Persönlichkeitsrecht verletzenden Inhalten zu sperren.<br />
Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit den Lehrerverbänden,<br />
um eine einvernehmliche Problemlösung herbeizuführen.</p>
<p>Die Betreiber von &quot;spickmich.de&quot; überlegen zurzeit,<br />
die in Kritik geratenen Bezeichnungen ihrer Kategorien zu ändern<br />
und stehen dafür ebenfalls im Dialog mit dem NRW-Bildungsministerium.</p>
]]></content:encoded>
					
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