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	Kommentare zu: Avaaz-Kampagne: Spam oder Partizipation?	</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>
		Von: Friedrich Christian Haas		</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/avaaz-kampagne-spam-oder-partizipation-4932/#comment-1623</link>

		<dc:creator><![CDATA[Friedrich Christian Haas]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/avaaz-kampagne-spam-oder-partizipation-4932/#comment-1623</guid>

					<description><![CDATA[Der Hauptvorwurf zielt bei den Betroffenen auf den &quot;immer gleich lautenden Text&quot; und auf den verständlichen, aber unvermeidlichen Ärger rappelvoller Email-Postfächer. Dazu ist zweierlei zu sagen:
(1) Standardisierter Text
Solange ich denken kann haben z.B. Amnesty International und andere Organisationen an Bürger vorgefertigte Briefe, Karten, ... mit gleichlautendem verschickt, damit man diese nur noch unterschreiben und mit Absender versehen brauchte. Diese sollte man dann an Diplomaten, Politiker, ... verschicken, um so Solidarität mit politischen Gefangenen, einem politischen Anliegen, etc. auszudrücken. Mir ist nicht bekannt, daß jemals ein Adressat das bisher als z.B. &quot;Gesinnungs-Terror&quot; (Christan Möbius MdL NRW, CDU Köln, auf facebook) oder &quot;undemokratisch&quot; (Huber MdL BY, CSU München in der Presse) bezeichnet hat.
(2) Überfordert mit Politik digital/online
Meines Erachtens sind die betroffenen klagenden Politiker schlicht und ergreifend von den Möglichkeiten der politischen online-Kommunikation überfordert. Wenn ich heute meine Email-Adresse als Parlamentarier im Netz kommuniziere, muß ich damit rechnen, daß da, wo früher der Postbote waschkörbeweise Postkarten brachte, mir heute das Email-Postfach überläuft. Dem Bürger wird eine Anschrift kommuniziert und da können schon mal schnell über 1000 Leute eine Email schreiben. Es sollte technische Lösungen geben, die gleichlautenden Emails von individuellen Anschreiben zu trennen (banal: Nach Betreff sortieren) und dann entsprechend die gleichlautenden mit einer standardisierten Antwort zu beantworten. Mein MdL in NRW und Ministerpräsident Rüttgers in NRW können das offenbar. Jedenfalls im Wahlkampf in NRW bekam ich letzthin so von beiden eine vernünftige Antwort.
Was aber höchst unprofessionell und unberechtigt ist, sind die Klagen, abstrusen Vorwürfe (s.o.) und die Kommentare im Netz von Politikern wie: &quot;Ich habe schon 1700 Emails ungelesen gelöscht&quot;. Ein Bekannter, der die betreffende Partei in Sachen PR/PA berät, schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Schon rührend naiv mutete  dagegen die Forderung von MdL Huber aus München an, Herr Gauck solle diese Emails abstellen. Das hier parteiunabhängig mehrere Bürgerinitiativen aktiv wurden und nicht durch Gauck, die SPD oder GRÜNE steuerbar waren, hat man schlicht übersehen und die Lage völlig verkannt. Den PA/PR-Beratern ist zu raten, mit den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern Workshops zur Online-Kommunikation zu machen.
Das Thema ist aber ernst, da sich eine Tendenz abzeichnet, daß sich Bürger, motiviert durch diesen Wahlkampf der anderen Art für Gauck, künftig öfter jenseits von Parteien organisieren und online einmischen, ihrer Stimme Gehör verschaffen werden. Das nächste Mal sicher auch noch professioneller. Dis Politik sollte darauf vorbereitet sein.
P.S.: Wer einen Abgeordneten persönlich kennt oder böse Fangfragen stellt, merkt auch schnell, ob der Mann/die Frau selber chattet oder ein Mitarbeiter ... . Das ist dann besonders peinlich bzw. läßt einen verärgerten Bürger = Wähler zurück.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hauptvorwurf zielt bei den Betroffenen auf den &#8220;immer gleich lautenden Text&#8221; und auf den verständlichen, aber unvermeidlichen Ärger rappelvoller Email-Postfächer. Dazu ist zweierlei zu sagen:<br />
(1) Standardisierter Text<br />
Solange ich denken kann haben z.B. Amnesty International und andere Organisationen an Bürger vorgefertigte Briefe, Karten, &#8230; mit gleichlautendem verschickt, damit man diese nur noch unterschreiben und mit Absender versehen brauchte. Diese sollte man dann an Diplomaten, Politiker, &#8230; verschicken, um so Solidarität mit politischen Gefangenen, einem politischen Anliegen, etc. auszudrücken. Mir ist nicht bekannt, daß jemals ein Adressat das bisher als z.B. &#8220;Gesinnungs-Terror&#8221; (Christan Möbius MdL NRW, CDU Köln, auf facebook) oder &#8220;undemokratisch&#8221; (Huber MdL BY, CSU München in der Presse) bezeichnet hat.<br />
(2) Überfordert mit Politik digital/online<br />
Meines Erachtens sind die betroffenen klagenden Politiker schlicht und ergreifend von den Möglichkeiten der politischen online-Kommunikation überfordert. Wenn ich heute meine Email-Adresse als Parlamentarier im Netz kommuniziere, muß ich damit rechnen, daß da, wo früher der Postbote waschkörbeweise Postkarten brachte, mir heute das Email-Postfach überläuft. Dem Bürger wird eine Anschrift kommuniziert und da können schon mal schnell über 1000 Leute eine Email schreiben. Es sollte technische Lösungen geben, die gleichlautenden Emails von individuellen Anschreiben zu trennen (banal: Nach Betreff sortieren) und dann entsprechend die gleichlautenden mit einer standardisierten Antwort zu beantworten. Mein MdL in NRW und Ministerpräsident Rüttgers in NRW können das offenbar. Jedenfalls im Wahlkampf in NRW bekam ich letzthin so von beiden eine vernünftige Antwort.<br />
Was aber höchst unprofessionell und unberechtigt ist, sind die Klagen, abstrusen Vorwürfe (s.o.) und die Kommentare im Netz von Politikern wie: &#8220;Ich habe schon 1700 Emails ungelesen gelöscht&#8221;. Ein Bekannter, der die betreffende Partei in Sachen PR/PA berät, schlug die Hände über dem Kopf zusammen. Schon rührend naiv mutete  dagegen die Forderung von MdL Huber aus München an, Herr Gauck solle diese Emails abstellen. Das hier parteiunabhängig mehrere Bürgerinitiativen aktiv wurden und nicht durch Gauck, die SPD oder GRÜNE steuerbar waren, hat man schlicht übersehen und die Lage völlig verkannt. Den PA/PR-Beratern ist zu raten, mit den Abgeordneten und ihren Mitarbeitern Workshops zur Online-Kommunikation zu machen.<br />
Das Thema ist aber ernst, da sich eine Tendenz abzeichnet, daß sich Bürger, motiviert durch diesen Wahlkampf der anderen Art für Gauck, künftig öfter jenseits von Parteien organisieren und online einmischen, ihrer Stimme Gehör verschaffen werden. Das nächste Mal sicher auch noch professioneller. Dis Politik sollte darauf vorbereitet sein.<br />
P.S.: Wer einen Abgeordneten persönlich kennt oder böse Fangfragen stellt, merkt auch schnell, ob der Mann/die Frau selber chattet oder ein Mitarbeiter &#8230; . Das ist dann besonders peinlich bzw. läßt einen verärgerten Bürger = Wähler zurück.</p>
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		Von: Andreas Roth		</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/avaaz-kampagne-spam-oder-partizipation-4932/#comment-1624</link>

		<dc:creator><![CDATA[Andreas Roth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Nov -0001 00:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Als Antwort auf &lt;a href=&quot;https://www.politik-digital.de/die-netzjournaille/sebnitz_2_0-846/#comment-2&quot;&gt;Gast&lt;/a&gt;.

Hallo,
Also ich finde man kann einem ehemaligen hauptakteur der SPD-Kampagne Online doch wohl kaum verübeln wenn er noch ein bisschen an den Wurzeln seiner Kampagne hängt? Julius van de Laar der Super Online Wahlkämpfer war zwar nur kurz bei der Online-Agenutr Face2Net aber dort war er denoch nah genug an Steinmeier und anderen dran um ein bisschen politische Motivation in seinen neunen Job mitzunehmen. Ich finde es nur sehr Schade für die Mitglieder von Avaaz das sie so politisiert werden für Themenfeld für die Avaaz nicht mal steht.
Interessant das er so seinen Job behalten kann.
Andreas]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Antwort auf <a href="https://www.politik-digital.de/die-netzjournaille/sebnitz_2_0-846/#comment-2">Gast</a>.</p>
<p>Hallo,<br />
Also ich finde man kann einem ehemaligen hauptakteur der SPD-Kampagne Online doch wohl kaum verübeln wenn er noch ein bisschen an den Wurzeln seiner Kampagne hängt? Julius van de Laar der Super Online Wahlkämpfer war zwar nur kurz bei der Online-Agenutr Face2Net aber dort war er denoch nah genug an Steinmeier und anderen dran um ein bisschen politische Motivation in seinen neunen Job mitzunehmen. Ich finde es nur sehr Schade für die Mitglieder von Avaaz das sie so politisiert werden für Themenfeld für die Avaaz nicht mal steht.<br />
Interessant das er so seinen Job behalten kann.<br />
Andreas</p>
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