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	<title>Abgeordnetenhaus &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Abgeordnetenhaus &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Bürger befragen Politiker zur Abgeordnetenhauswahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina Schuchmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2016 16:08:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149835 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Unbenannt-11.jpg" alt="Logo Abgeordnetenwatch.de" width="640" height="280" /></a>In Amerika tobt der Wahlkampf und um auch die letzten Wähler zu mobilisieren stellt sich Donald Trump einem „Ask Me Anything“ (also einer digitalen Fragestunde) auf Reddit. In der Wahl um den Einzug ins Berliner Abgeordnetenhaus wird zwar nicht mit ganz so harten Bandagen gekämpft wie Übersee, Abgeordnetenwatch.de rüstet aber dennoch auf.</p>
<p>Am 18.09. wird das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Zusätzlich zum etablierten <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragetool</a>, bei dem man per Postleitzahl die Abgeordneten des entsprechenden Wahlkreises ermitteln und kontaktieren kann, stellt Abgeordnetenwatch.de nun auch die aktuellen <a href="https://www.abgeordnetenwatch.de/berlin/wahlprogramme" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlprogramme</a> der Parteien zur Verfügung. Um auch die tl;dr Wähler abzuholen, sind die Kernpunkte der Programme, je nach Wichtigkeit größer oder kleiner, neben den PDFs gelistet.</p>
<p>Der Frageservice des gemeinnützigen Vereins Parlamentwatch e.V. existiert bereits seit 2004 und bietet neben Landtagsabgeordneten auch die Möglichkeit Fragen an Abgeordneten aus Europaparlament und Bundestag zu schicken, egal ob Wahlperiode oder nicht. Von ca. 1,5 Millionen Besuchern in 2015 hinterließen etwas mehr als zehn Prozent eine Frage, von welchen im Schnitt 80,4% beantwortet wurden.</p>
<p>Nicht nur in dieser beeindruckenden Quote unterscheidet sich das Portal von Reddits AMAs, sondern auch in der Sachlichkeit der Fragen. So prüft ein Moderationsteam die Fragen vor Weiterleitung auf unangemessenen Inhalt wie Hetze, lässt aber auch keine Fragen zu Privatleben zu. Wer also auf der Suche nach Klatsch oder privaten Kochrezepten ist (wie bei Barack Obamas AMA in 2013), wird enttäuscht werden, ansonsten konnten die Berliner Abgeordneten allerdings bei der vergangenen Wahl 2011 mit der überdurchschnittlichen Antwortquote von 83% punkten.</p>
<p>Zuletzt hatte Abgeordnetenwatch Schlagzeilen mit ihrer gewonnenen Transparenzklage gegen den Bundestag gemacht. Dieser hatte sich zuerst geweigert die Namen der Interessenvertreter mit Hausausweisen zum Bundestag zu nennen, wurde dann aber richterlich dazu angehalten und veröffentlichte die Listen im November 2015.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://awatch.wavecdn.net/sites/abgeordnetenwatch.de/files/abgeordnetenwatch_logo_0.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logo Abgeordnetenwatch.de</a>, <span class="licensetpl_attr">licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 4.0</a></span></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Björn Böhning: „Netzpolitik als Gesellschaftspolitik verstehen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 10:50:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Björn Böhning]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning ist unter anderem für das Thema Netzpolitik zuständig. Mit den Veränderungsprozessen durch das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_11912" aria-describedby="caption-attachment-11912" style="width: 305px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/netzpolitik-als-gesellschaftspolitik-verstehen/boehning-kl/" rel="attachment wp-att-11939"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-11939" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/boehning-kl.png" alt="Björn Böhning" width="305" height="232" /></a><figcaption id="caption-attachment-11912" class="wp-caption-text">© Senatskanzlei Berlin</figcaption></figure>
<p><strong>Der Chef der Berliner Senatskanzlei Björn Böhning ist unter anderem für das Thema Netzpolitik zuständig. Mit den Veränderungsprozessen durch das Internet ist er als netzpolitischer Sprecher der SPD jedoch bereits länger vertraut. Im Gespräch mit politik-digital.de nimmt Böhning Stellung zu seiner persönlichen Motivation und der netzpolitischen Herausforderung durch andere Parteien.</strong></p>
<p>Durch lange Gänge und über schrittdämpfende Teppichböden geht es zum Chef der Berliner Senatskanzlei. Schwere Türen, hinter denen man beim Betreten des Berliner Rathauses so gar nicht den Arbeitsplatz eines Politikers vermutet, dem die „taz“ schon mal das Etikett „Typ Sportjackenträger“ anheftete. Das geräumige Büro sieht dann auch eher nach Verwaltungsalltag und politischer Verantwortung aus. Akten und Zeitungen auf dem Schreibtisch, dazu ein Besprechungstisch in der Mitte des Raumes und ein stummes Fernsehbild im Hintergrund. Der Bundespräsident wird gleich zurücktreten. Das Rednerpult im Schloss Bellevue ist aber noch verwaist und so nimmt Björn Böhning sich Zeit.</p>
<h3>Initialzündung #Zensursula</h3>
<p>Mit norddeutsch-unaufgeregtem Zungenschlag erzählt der in Lübeck aufgewachsene SPD-Politiker, der vor seinen Aufgaben in der Berliner Landesverwaltung bereits von 2004 bis 2007 Bundesvorsitzender der Jusos war, von seiner  politischen Sozialisation und dem Aufwachsen im und mit dem Internet. Während „frühere Juso-Generationen“ sich stets physisch hätten treffen müssen, war die digitale Kommunikation in seiner Zeit an der Spitze des Verbandes bereits gang und gäbe. Schon damals stand unter anderem das Thema Vorratsdatenspeicherung für die Jusos auf der Tagesordnung. Die politischen Herzensanliegen des Politikwissenschaftlers waren jedoch zunächst Sozialstaats- und Beschäftigungspolitik. Und auch seine Arbeit im Grundsatz- und Planungsreferat von Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, wo er vor seiner Ernennung zum Staatssekretär tätig war, hatte keinen explizit netzpolitischen Schwerpunkt.</p>
<p>Ausschlaggebend für das eigene netzpolitische Engagement sei für ihn wie bei vielen anderen der „C64-Generation“ die im Sommer 2009 aufkeimende Diskussion rund um das kontroverse Thema Netzsperren gewesen. Seine Partei, zur damaligen Zeit mitten in den Vorbereitungen eines ohnehin nicht einfachen Bundestagswahlkampfes, hatte die von der christdemokratischen Familienministerin Ursula von der Leyen initiierten Regelungen in der Großen Koalition auf Bundesebene mitzutragen. Er selbst hat damals auf einem Bundesparteitag in der Schlussphase der Großen Koalition einen Antrag gegen Netzsperren eingebracht, der in der eigenen Partei „nicht vorgesehen war“.</p>
<p>Gerade außerhalb der Sozialdemokratie, deren Mitglied der 33-Jährige seit 1994 ist, sei dieses Engagement auf positive Resonanz gestoßen und so blieb Björn Böhning an dem Thema dran. Mit Alexander Görlach, dem Herausgeber des Debattenmagazins „The European“, hat er im vergangenen Sommer <a title="&quot;Freiheit oder Anarchie&quot;" href="http://www.vorwaertsbuchverlag.de/buecher/freiheit-oder-anarchie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Freiheit oder Anarchie“</a>, einen Band zu gesellschaftlichen Veränderungsprozessen durch das Internet veröffentlicht. Eine Streitschrift, deren Spannung vor allem in den so unterschiedlichen &#8211; und paradoxerweise zugleich wieder ähnlichen &#8211; Analysen des konservativen Publizisten Görlach und des prominenten Parteilinken liegt. Vor Terminen zum Thema Netzpolitik jedenfalls könne er sich, wie er inzwischen sagt, „nicht retten“.</p>
<h3>Von der technikzentrierten Netzpolitik zur gesellschaftlichen Debatte</h3>
<p><strong></strong>Was denn einen „Netzpolitiker“ charakterisiere? Auf diese Frage kann auch der ansonsten begriffssicher und präzise formulierende Polit-Profi auf Anhieb keine abschließende Antwort, sondern allenfalls Anhaltspunkte, geben. Als Sozialdemokrat wolle er jedenfalls „weg von einer doch sehr technikzentrierten Netzpolitik“ und dieses Feld zukünftig als „Gesellschaftspolitik“ verstanden wissen. Es gehe hierbei unter anderem um verantwortungsvolles Nutzungsverhalten, Medienkompetenz und die Frage der Bildung im Internetzeitalter. Dass er gerade an den letztgenannten Punkten nicht nur aufgrund seiner politischen Verantwortung, sondern auch im Privaten ein besonderes Interesse haben wird, nimmt man Böhning, der vor einigen Wochen zum ersten Mal Vater geworden ist, ohne weiteres ab.</p>
<p class="smarterwiki-linkify">Eng mit diesem Verständnis von Netzpolitik als umfassende Gesellschaftspolitik hängt auch die Mitgliedschaft im <a title="D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt" href="http://d-64.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verein „D64“</a> zusammen. Dieser prominent besetzte Think Tank, zu dessen weiteren Gründungsmitgliedern unter anderem der Hamburger Blogger und Social Media-Experte Nico Lumma oder Mario Sixtus zählen, setze „nicht allein auf Bürgerrechtspolitik“, sondern wolle den Prozess der Digitalisierung ebenfalls umfassend begreifen. Damit grenzt der Verein sich ganz bewusst von anderen Berliner Think Tank-Gründungen der jüngeren Vergangenheit ab, mit denen sich die D64-Macher aber austauschen und selbstverständlich ein kooperatives Verhältnis pflegen. Natürlich habe man, dies ist Böhning wichtig, bei der Gründung des Vereins auch auf Unterstützung parteiferner Netzaktivisten, Wissenschaftler, Unternehmer und Blogger gesetzt, gleichwohl leugnen die Vereinsgründer ihre Nähe zur SPD nicht.<strong></strong></p>
<h3 class="smarterwiki-linkify"><strong></strong>Die SPD und das Internet: „Kultureller Wandel dauert länger als ein Beschluss&#8221;</h3>
<p class="smarterwiki-linkify">Wie geht eine bald 150 Jahre alte <a title="SPD" href="http://www.spd.de/aktuelles/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Partei</a> mit den Herausforderungen und Chancen der Digitalisierung um? Knapp zweieinhalb Jahre nach seinem ersten Parteitagsauftritt zum Thema Netzpolitik sei „die Sensibilität beim Thema auf allen Ebenen da“, so Björn Böhnings Fazit des vergangenen Berliner Parteitages. Unter breiter Beteiligung von Internet-Nutzern sei beispielsweise im letzten Jahr ein einstimmig verabschiedeter <a title="Leitantrag zum Thema Netzpolitik" href="http://spd-netzpolitik.de/berlin/leitantrag-freiheit-gerechtigkeit-solidaritaet-digitalen-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitantrag</a> zur sozialdemokratischen Netzpolitik erarbeitet und diskutiert worden. „Einmalig“ sei, und hier schwingt merklich Stolz mit, dieser Prozess in der Geschichte der deutschen Parteienlandschaft und ein „Erfolg“ der Arbeit der inzwischen zahlreichen sozialdemokratischen Netzpolitiker.</p>
<p>Eine Mitgliederpartei mit etablierten Strukturen und Geschichte wie die SPD könne und solle jedoch nicht einfach so ihr Programm und ihre Arbeitsweise verändern, so Böhning, und meint mit dem „historischen Bruch“, von dem er nun spricht, wohlgemerkt die digitale Revolution und nicht etwa die dreieinhalbminütige Rücktrittserklärung Christian Wulffs, die in der Zwischenzeit auf dem Fernseher zu betrachten gewesen ist. Zwei Dinge seien aus seiner Sicht wichtig. Zum einen würde er seiner eigenen Partei raten, beim Thema Netzpolitik „nicht anderen Parteien hinterzulaufen“. Zum anderen müsse die SPD sich jeden Tag von Neuem die Mühe geben „sich diesen neuen Fragen zu öffnen“. Konkreter wird er hier jedoch zunächst nicht.</p>
<p>Die Tatsache, dass die Sozialdemokratie im Internet eben nicht immer Avantgarde ist, sondern mit Blick auf neue Phänomene wie die Piratenpartei, bestimmte Entwicklungen verspätet realisiert hat, gibt Böhning unumwunden zu. Die Struktur des Internets habe man anfangs „nicht ausreichend nachvollzogen“ und bei Themen wie dem Urheberrecht zunächst zu sehr aus industriepolitischer Perspektive argumentiert. Zur Zukunft des Urheberrechts hat sich Böhning nach dem Gespräch mit politik-digital.de soeben in der &#8220;Süddeutschen Zeitung&#8221; <a title="Süddeutsche Zeitung" href="http://www.sueddeutsche.de/digital/spd-netzpolitiker-bjoern-boehning-zum-urheberrecht-langfristig-ist-die-kulturflatrate-der-richtige-weg-1.1290698" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geäußert</a>. Gerade mit Blick auf sein eigens Arbeitsfeld, die Berliner Landespolitik und die dortigen Erfolge der Piraten im vergangenen Herbst, schaltet Böhning jedoch sogleich wieder in den Angriffsmodus um. „Politisch-programmatisch“ seien die 15 neuen Mitglieder des Berliner Landesparlaments bislang „nicht besonders wahrnehmbar“ und für ihn viel mehr ein „kulturelles Phänomen“, das in einer Stadt wie Berlin natürlich einen gewissen Resonanzboden habe.</p>
<h3>Die (politische) Debatte im Netz</h3>
<p class="smarterwiki-linkify">Die Debatte über die Piraten und ihre Anhängerschaft gärt jedenfalls nicht nur in Berlin. Und so möchte man gerne wissen, wie ein in konventionellen Parteigremien und mit herkömmlichen, wie er selbst es nennt, „holzigen“ Verwaltungsprozessen erfahrener Politiker, die politische Debattenkultur im Netz wahrnimmt. Der Wowereit-Vertraute, der anderseits bald 15.000 Follower auf <a title="Twitter" href="http://twitter.com/#!/boehningb" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twitter</a> hat, wird dann doch noch einmal deutlich. „Die Aufregung im Internet, der vielbeschworene <a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Shitstorm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Shitstorm</a>“, ist zu Böhnings spürbarer Verärgerung bislang „häufig noch größer als die Lösungskompetenz mit Blick auf zeitgemäße Fragen“. Die „schnelle Aufregung“ wirkt in diesen Debatten nach seiner Ansicht wichtiger als das über den Tag hinausgehende Interesse an politischen Themen. Was Björn Böhning damit gemeint haben könnte, zeigt sich schon relativ bald nach dem Gespräch in der digitalen Praxis: Im Internet tobt derzeit eine veritable <a title="Cicero-Online" href="http://www.cicero.de/berliner-republik/wie-das-netz-den-boesen-gauck-erfand/48369?seite=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Meta-Debatte</a> über die Bewertung der Wulff-Nachfolge.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Ahoi&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Oct 2011 20:07:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Piraten]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/agh-fetter-rand2_Kopie.jpg" alt="Piraten" title="Piraten" align="left" height="157" width="209" />Viele Mutmaßungen gab es nach dem Sieg der Piraten in Berlin über ihren Umgang mit der alltäglichen Parlamentsarbeit. Heute Vormittag stand die erste Bewährungsprobe an. Das neue Abgeordnetenhaus konstituierte sich und sogleich ging es um Geschäftsordnungen, Organklageverfahren und den mühevollen Parlamentsalltag. politik-digital war bei der Sitzung dabei.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" title="Piraten" src="/wp-content/uploads/agh-fetter-rand2_Kopie.jpg" alt="Piraten" width="209" height="157" align="left" />Viele Mutmaßungen gab es nach dem Sieg der Piraten in Berlin über ihren Umgang mit der alltäglichen Parlamentsarbeit. Heute Vormittag stand die erste Bewährungsprobe an. Das neue Abgeordnetenhaus konstituierte sich und sogleich ging es um Geschäftsordnungen, Organklageverfahren und den mühevollen Parlamentsalltag. politik-digital war bei der Sitzung dabei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wahrscheinlich hatte sich der Neuparlamentarier Alexander Spies vorgenommen, es einfach genauso zu machen, wie es ohnehin alle von einer Partei mit dem Namen „Piraten“ erwartet hatten. Ein kräftiges „Ahoi“ schallte durch den Plenarsaal im Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtags, als die knapp 150 Abgeordneten der Reihe nach namentlich aufgerufen wurden und mit einem schlichten „Ja“ antworten sollten. Aufgerufen übrigens von einem mit gleich zwei Piraten besetzten Tagungspräsidium. Den beiden Jung-Angeordneten Susanne Graf und Heiko Herberg oblag gemeinsam mit dem Alterspräsidenten Uwe Lehmann-Brauns (CDU) und zwei weiteren Abgeordneten die Leitung der konstituierenden Sitzung. Lehmann-Brauns machte sich in seiner Eröffnungsrede unter Piraten-Anhängern vermutlich nicht nur Freunde, als er die neue Fraktion zwar im Parlament willkommen hieß, sodann aber davor warnte, dass ein Übermaß an Transparenz dem politischen Betrieb auch Schaden zufügen könne.</p>
<p>Nach den durch Landesverfassung und Geschäftsordnung vorgegeben Formalia machten sich die Piraten sogleich daran, letztere in ihrem Sinne zu modifizieren. So forderten sie, dass auch ihnen als neue Fraktion eine Repräsentanz unter den Vizepräsidenten gewährt wird. Eine veritable Geschäftsordnungsdebatte war erst kurzfristig durch einen Antrag der neuen Fraktion in Gang gebracht worden. In der Debatte versuchten die Piraten jedoch vergeblich, den Status der kleinen Fraktionen und des einzelnen Abgeordneten aufzuwerten. „Wir wollen keine Sonderstellung, sondern Gleichberechtigung“. Mit dieser Forderung eröffnete der Piraten-Abgeordnete Fabio Reinhardt die Debatte, in der die Piraten unter anderem einen eigenen Vizepräsidentenposten einforderten.<br />
Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier lieferte in der Auseinandersetzung einen Vorgeschmack darauf, wie Debatten über und mit den Piraten zukünftig aussehen könnten, und zitierte in seinem Redebeitrag aus dem Piraten-Pad, dessen Inhalt er sich („ich habe noch kein iPad“) zum Zwecke der Geschäftsordnungsdebatte allerdings ausgedruckt hatte. Fraktionsübergreifend machten die Redner in dieser ersten Debatte der 17. Legislaturperiode ihren Respekt und ihre grundsätzliche Kooperationsbereitschaft mit den 15 neuen Parlamentariern deutlich. Die Tatsache, dass die Piraten ihrerseits keinesfalls gewillt sind, eine Fraktion politisch unbedarfter Außenseiter zu bleiben, verdeutlichte die Drohung von Pavel Meyer. Die derzeitige Geschäftsordnung, so der Abgeordnete, verstoße gegen Landesrecht und das Grundgesetz, so dass man eine Organklage prüfen werde.</p>
<p>Mit ihren Anträgen hatten die Piraten an ihrem ersten Tag im Parlament zwar keinen direkten Erfolg. Mit Sicherheit lässt sich nach dem heutigen Tag auch noch nicht sagen, wohin die Reise in den kommenden fünf Jahren geht.</p>
<p>Unter den zahlreichen Berliner Pressevertretern und (inter-) nationalen Fernsehjournalisten, die auf einer Tribüne des Abgeordnetenhauses die erste Plenartagung verfolgten, wurde eine Einschätzung auffällig häufig geäußert: „Die Grünen haben auch mal so angefangen“. Eine in Form und Gestus gänzlich neue Gruppierung hat mit dem heutigen Tag auf Landesebene die parlamentarische Bühne betreten, und die etablierten Parteien scheinen gewillt, sich mit der neuen Fraktion auseinanderzusetzen &#8211; das wurde für Beobachter der heutigen Parlamentssitzung mehr als einmal deutlich. Zumindest dies wäre dann ein signifikanter Unterschied, verglichen mit dem Beginn der grünen Parlamentsarbeit vor gut 30 Jahren.</p>
<p>Wahrscheinlich werden die Piraten auch in den kommenden Plenarsitzungen mit Kopftüchern, Latzhosen und Krawatten am Handgelenk für Furore sorgen. Ein (politischer) Kulturschock wird, so viel steht seit heute fest, aber nicht daraus folgen. Der neugewählte Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland brachte es in seiner Eröffnungsrede auf den Punkt, als er &#8211; mutmaßlich mit Blick auf aus der Sitzung twitternde Neuparlamentarier &#8211; festhielt „Die Würde des Hauses bemisst sich nicht an tradierten Ritualen“.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kand-O-Mat: frappant oder charmant?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pressereport/kand-o-mat-frappant-oder-charmant-3733/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressereport]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemitteilung]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhaus]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
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		<category><![CDATA[Kand-O-Mat]]></category>
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		<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<b>
Pressemitteilung
</b>
</p>
<p>
<b>
Datum: 12.09.2006 &#124; 10:00 Uhr
</b>
</p>
<p>
<b>
Von: politik-digital.de und hauptstadtblog.de
</b>
</p>
<p>
<b>
Internet: www.politik-digital.de ; www.hauptstadtblog.de
</b>
</p>
<p>
<b>
Kand-O-Mat: frappant oder charmant?
Politikerbewertung zur Berliner Wahl 2006</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<b><br />
Pressemitteilung<br />
</b>
</p>
<p>
<b><br />
Datum: 12.09.2006 | 10:00 Uhr<br />
</b>
</p>
<p>
<b><br />
Von: politik-digital.de und hauptstadtblog.de<br />
</b>
</p>
<p>
<b><br />
Internet: www.politik-digital.de ; www.hauptstadtblog.de<br />
</b>
</p>
<p>
<b><br />
Kand-O-Mat: frappant oder charmant?<br />
Politikerbewertung zur Berliner Wahl 2006</b><!--break-->
</p>
<p>
In wenigen Tagen wird gewählt, die Kandidaten für die Berliner Abgeordnetenhauswahl lächeln von den Wahlplakaten. Aber wer kennt schon die einzelnen Kandidaten? Die Politikerinnen und Politiker hinter den Spitzenkandidaten der Parteien spielen in der Presse ein unangemessenes Schattendasein.</p>
<p>politik-digital.de und Hauptstadtblog.de treten mit dem gemeinsamen Projekt Berlinwahl Kand-O-Mat (http://www.kand-o-mat.de) im Vorfeld der Wahl für das Berliner Abgeordnetenhaus am 17. September an, um diesem Zustand abzuhelfen.</p>
<p>Mit dem „Kand-O-Mat“ wollen wir die Kandidaten der Wahl einem breiten Publikum bekannt machen.</p>
<p>Dazu ist das Projekt interaktiv aufgebaut. Per Klick-Abstimmung können Sie entscheiden, ob ein Kandidat auf den ersten Blick „frappant“ oder „charmant“ ist. Nach der Abstimmung erhalten Sie weitere Informationen über den Kandidaten. Was? Dieser sympathische Mensch ist bei einer Partei, die ich eigentlich nie wählen würde? Machen Sie sich auf ein paar Überraschungen gefasst!</p>
<p>Werden Wahlentscheidungen allein nach Aussehen getroffen? Unterstützen die Parteien einen Trend der Personalisierung, indem sie immer mehr nur mit Köpfen, aber dafür weniger mit Inhalten werben? Wir glauben, dass die Wähler mündig genug sind, um sich bei ihrer Wahlentscheidung von Inhalten, und nicht von Aussehen leiten zu lassen. Nach der Wahl wissen wir: Wurden die &quot;charmanten&quot; Sympathieträger auch gewählt? Welche Partei hat die charmantesten Kandidaten? Die Auswertung der Daten, die Sie später selbstverständlich auf unserer Seite finden, wird es zeigen.</p>
<p>Zudem verstehen wir den „Kand-O-Mat“ als Angebot: Wir stellen Informationen bereit, die dazu einladen sollen, sich mehr über die Kandidaten zu informieren. Von unserer Seite aus können Sie die Internetseiten der Kandidaten besuchen, ihren Lebenslauf studieren oder eine Mail an die für Sie interessante Person schreiben.</p>
<p>Der Kand-O-Mat wurde von politik-digital.de bereits im Vorfeld der Bundestagswahlen im letzten Jahr erfolgreich eingesetzt. Von August bis September 2005 konnten die Nutzer ihre Sympathie oder Antipathie für und gegen die amtierenden und möglichen Ministerinnen und Minister per Klick zum Ausdruck bringen. Der Kand-O-Mat zur Schattenkabinetts-Wahl war mit über 120.000 Bewertungen noch erfolgreicher als sein Vorgänger zum US-Präsidentschaftswahlkampf 2004. Auch zur Wahl des Europaparlamentes im Juni 2004 stellte politik-digital.de die Kandidaten mit Hilfe des Kand-O-Maten einer breiteren Öffentlichkeit vor. Rund 900.000 Abstimmungen in sechs Wochen zeigen deutlich, dass ein großer Bedarf bestand, die zukünftigen Abgeordneten näher kennen zu lernen.</p>
<p>Zur Website: http://www.kand-o-mat.de</p>
<p>Über politik-digital.de</p>
<p>Das Online-Magazin politik-digital.de berichtet seit sieben Jahren über neue Formen der politischen Kommunikation mit Hilfe des Internet. politik-digital.de fördert zudem Projekte, bei denen Bürger neue Wege einschlagen, um mit politischen Institutionen in Kontakt zu treten. politik-digital.de ist Preisträger des &quot;Grimme Online Awards Medienkompetenz&quot; und weiterer Medienpreise.</p>
<p>Über Hauptstadtblog.de</p>
<p>Das Hauptstadtblog.de sieht sich als interaktives Medium zwischen Stadtmagazin und Lokalzeitung. Die Artikel werden von mehr als 20 ehrenamtlichen Autoren verfasst und können vom Leser direkt kommentiert werden. Die Abgeordnetenhauswahl wird mit dem Wahlblog www.hauptstadtwahl.de begleitet.</p>
<p>Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte:</p>
<p>Peter Bihr<br />
Redakteur politik-digital.de<br />
Oranienburger Straße 17<br />
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