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	<title>AdWords &#8211; politik-digital</title>
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	<title>AdWords &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Google als Wahlkampfhelfer</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 13:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Suchmaschinendienst Google bietet den Parteien enormes Potential
für den Online-Wahlkampf. Per Google Adwords wollen sie gezielt User
auf ihre Seiten lenken. Und plötzlich führt dann das Suchwort
Atomausstieg zur FDP.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Suchmaschinendienst Google bietet den Parteien enormes Potential<br />
für den Online-Wahlkampf. Per Google Adwords wollen sie gezielt User<br />
auf ihre Seiten lenken. Und plötzlich führt dann das Suchwort<br />
Atomausstieg zur FDP.<br />
<!--break--></p>
<p>
Mit bestimmten Suchwörtern kaufen sich die Parteien in die Spitzenposition bei den Trefferlisten der Suchamschine Google ein:<a href="http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2008/09/25/deutsche-stellen-drei-milliarden-suchanfragen-an-google.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Mehr als 100 Millionen Suchanfragen verzeichnet Google pro Tag</a>.<br />
Nicht nur Unternehmen wollen dabei mit den richtigen Schlagwörtern in<br />
Verbindung gebracht werden. Auch einige der im Bundestag vertretenen<br />
Parteien haben es auf die enormen Nutzerzahlen abgesehen. Das Mittel<br />
der Wahl: Google AdWords.
</p>
<p>
Mit einem Marktanteil zwischen 80 und 90 Prozent ist Google die<br />
dominierende Suchmaschine im Internet. Monatlich verzeichnet der<br />
Konzern drei Milliarden Suchanfragen in Deutschland. Den Großteil der<br />
Einnahmen generiert Google aus dem Verkauf von kontextbasierten<br />
Werbeanzeigen, den sogenannten AdWords. Bezahlt wird vom Auftraggeber<br />
per Klick.
</p>
<p>
Genutzt werden sie von SPD, FDP und Bündnis90/Die Grünen. Bei der<br />
Union als auch bei der Linkspartei hat politik-digital.de bei der<br />
Recherche keinen Gebrauch von Adwords feststellen können. Die<br />
angesprochenen AdWords waren allesamt bei der Suchmaschine geschaltet,<br />
keine Partei baute sie auf die eigenen Homepages ein.
</p>
<p>
<b>Die SPD<br />
</b>
</p>
<p>
Die Sozialdemokraten belegen intensiv spezielle Politikfelder mit<br />
großformatigen Anzeigen. Für die Suchbegriffe &quot;Rentenpolitik&quot;,<br />
&quot;Familienpolitik&quot;, &quot;Parteiprogramm SPD&quot; und &quot;Atomausstieg&quot; hat man sich<br />
an die Spitzenposition der Suchergebnisse eingekauft. Aber auch<br />
&quot;feindliche&quot; Begriffe will man zum eigenen Vorteil nutzen. So findet<br />
sich beim Suchbegriff &quot;Parteiprogramm CDU&quot; ein Link zur Seite <a href="http://www.spd.de/start/portal/start.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">spd.de</a> in den AdWords-Anzeigen.
</p>
<p>
Als einzige Partei neben der FDP bewirbt die SPD per AdWords ihren<br />
Spitzenkandidaten. Wer bei Google &quot;Frank Walter Steinmeier&quot; eingibt,<br />
bekommt direkt eine große Anzeige zur Seite <a href="http://www.team-steinmeier.de/">team-steinmeier.de</a> eingeblendet.
</p>
<p>
<b>Die FDP<br />
</b>
</p>
<p>
Die Liberalen nutzen das Konzept der AdWords auch im Service-Bereich.<br />
Um umständliches Suchen nach lokalen FDP-Vetretern zu ersparen, muss<br />
der User nur noch FDP und die eigene Postleitzahl bei Google eingeben.<br />
Anschließend führt in eine AdWord-Anzeige direkt auf die Homepage<br />
seines Direktkandidaten. Insgesamt sicherte sich die FDP dafür <a href="http://www.liberale.de/FDP-startet-Wahlkampf-Offline-und-Online/3239c5218i1p18/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach eigenen Angaben</a> knapp 16.000<br />
Begriffe bei Google. Der Spitzenkandidat Guido Westerwelle wird mit<br />
einer Anzeige auf <a href="http://www.Guido-Westerwelle.fdp.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seine Homepage</a> verlinkt.
</p>
<p>
Kurioserweise stieß man bis vor Kurzem auch beim Suchwort<br />
&quot;Atomausstieg&quot; auf die FDP. Und das obwohl sie eigentlich <a href="http://www.wir-klimaretter.de/content/view/3784/70/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">für eine Laufzeitverlängerung plädiert</a>. Die Liberalen hatten sich in die<br />
Suchmaschine eingekauft um den Leuten zu zeigen, &quot;was Sie wirklich<br />
wissen müssen&quot;.
</p>
<p>
<b>Die Grünen<br />
</b>
</p>
<p>
In der letzten Woche vor der Wahl haben die Grünen<br />
ihr AdWords-Programm stark zurückgefahren. So wurde die Buchung von<br />
Begriffen wie &quot;Atomausstieg&quot;, &quot;Atomkraftwerke&quot; und &quot;Netzsperren&quot;<br />
eingestellt. Anzeigen schaltet man noch für die Begriffe<br />
&quot;Parteiprogramm Gruene&quot; und &quot;Bildungspolitik&quot;.
</p>
<p>
<b>Die IG Metall<br />
</b>
</p>
<p>
Eine weitere Auffälligkeit tritt bei den Begriffen CDU, FDP, Angela<br />
Merkel und Guido Westerwelle zutage. Hier bekommt man jeweils <a href="http://www.igmetall.de/wahl">eine Seite</a> der IG Metall eingeblendet. Die Thematik: Schwarz-Gelb als die schlechtestmögliche Koalition für Deutschland.</p>
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		<item>
		<title>Mit Google-Anzeigen gegen die Unruhen in Frankreich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Dec 2005 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2007]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[AdWords]]></category>
		<category><![CDATA[Nicolas Sarkozy]]></category>
		<category><![CDATA[UMP]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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					<description><![CDATA[Während der Unruhen in Frankreich war das Internet in Form von Weblogs Plattform für die Organisation der Unruhestifter. Doch auch der französische Staat hat sich das Netz zu Nutze gemacht. Andreas Wagner beschreibt für politik-digital.de, welche Mittel dafür genutzt wurden.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">Während der Unruhen in Frankreich war das Internet in Form von Weblogs Plattform für die Organisation der Unruhestifter. Doch auch der französische Staat hat sich das Netz zu Nutze gemacht. Andreas Wagner beschreibt für politik-digital.de, welche Mittel dafür genutzt wurden.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Mit bezahlten Google-Suchergebnisanzeigen (&#8220;AdWords&#8221;) zugunsten einer harten Linie bei den Unruhen in Frankreich sorgte die „Union pour un Mouvement Populaire“ (UMP) des französischen Innenministers Nicolas Sarkozy in der ersten Novemberhälfte für Kritik. Häme und Verachtung angesichts der Schwachstellen seiner AdWord-Kampagne und die generelle Unzufriedenheit mit der Haltung des Rechtskonservativen, ergaben eine Mischung, die man oberflächlich als generelle Absage an kostenpflichtige Suchmaschineneinträge mit politischer Botschaft lesen könnte. Doch gilt zu bedenken: Das Problem liegt bei Sarkozy, nicht den AdWords!</p>
<p>Die UMP hat eine Online-Kommunikationsmöglichkeit sehr ungeschickt genutzt, die sich in Deutschland, England und den USA politisch bewährt hat. Der Mitarbeiterstab ist über das Ziel hinaus geschossen. Nicht mit der Verwendung der AdWords an sich, sondern u.a. dadurch, dass die hochumstrittene „Gesindel“-Beschimpfung („Racaille“) aktiv als Suchbegriff gebucht wurde. Die These von Suchmaschinen als „kommunikativem Wirkungsverstärker“ bestätigt sich zwar auch hier, nur wird eben mehrheitlich die Entrüstung über die Äußerungen des Innenministers verstärkt.</p>
<p>Mit Blick auf die derzeitige Suchmaschinen-Nutzerschaft hätte eingeplant werden müssen, dass sarkozy-kritische Stimmen heftiger reagieren würden als Befürworter und zahlreiche Gegenansichten online publizieren würden. Diese Beiträge stellen wiederum ein gefundenes Fressen für herkömmliche Medien dar.</p>
<p>„La Liberation“ schreibt, mit den Google-Anzeigen wurden Klickraten von zehn Prozent erreicht. Vorbehaltlich einer Prüfung auf „sinnvolle“ Besucher zunächst ein Erfolg. Nur fragt sich, ob das von der Kampagne ausgelöste negative Medienecho diesen Effekt wieder kassiert.</p>
<p>
                              <strong>Chancen von AdWord-Campaigning &#8211; Einzelne Aspekte</strong>
                            </p>
<p>Wer fragt “Wie widerlich opportunistisch geht’s eige<br />
                            <img fetchpriority="high" decoding="async" height="404" alt="Google AdWords" src="images/frankreich_unruhe_google.jpg" width="189" align="right" />ntlich?” oder meint „Google Ads Facilitate Propaganda“ übersieht, dass es gar nicht so schwer und teuer ist, mit einer Gegenmeinung auch auf AdWord-Augenhöhe zu erscheinen. Auch die vermeintlich ´kostenfreie´ Positionierung in den herkömmlichen Suchergebnissen bedeutet Aufwand, wenn zeitnahes Erscheinen und suchwortgenaue Positionierung wichtig sind. Nicht jede politische Gegenrede eignet sich als ebenso schnell auftauchende wie fragwürdige ´Google-Bomb´, die sich gewissermassen von selbst positioniert.</p>
<p>Zu Begriffen wie „Banlieue“ oder „Sarko“ und einem Anzeigentext á la UMP verlangt Google Mindestgebote in Höhe von lediglich 1-3 cent pro Klick. Der ´Konkurrenzdruck´ der Einblendungen durch andere Inserenten ist vergleichsweise gering. Auktionseffekte, die den Klickpreis bei kommerzielleren Begriffen bis auf zweistellige Eurohöhen pro einzelnem Suchbegriffs-Klick treiben, bleiben vorerst aus. Berichte über „Sarkozy arm klicken“ als eine Art Protestsport, der „die vielen jugendlichen Migranten freuen“ dürfte, relativieren sich.</p>
<p>
                            <strong>Fokus der Kritik erweitern?</strong></p>
<p>Gibt es womöglich wichtigere Adressaten der Kritik an politschen AdWords, als die Vertreter ungeliebter politischer Meinungen?<br />
                            <br />Im Zusammenhang mit dem CD-Projekt „Gemeinsam gegen Rechts“ weigerte sich Google im Sommer, AdWords mit der Textzeile „CD gegen Nazis“ zu veröffentlichen. Etwa zur gleichen Zeit stieß dem Konkurrenten Miva sauer auf, dass Greenpeace augenzwinkernd texten wollte „Atomkraft rettet das Klima. AKWs sind sicher. Schweine können fliegen.” – dies wiederum war bei Google kein Problem.<br />
                            <br />Auch die Opportunismus Vorwürfe gegen die UMP relativieren sich, wenn man beachtet dass es bei der Google.fr-Suche nach „banlieue“ nunmehr ganz unpolitisch heisst: „Wie gut ist eigentlich Ihr Auto versichert? Vergleichen Sie doch mal die Angebote!“</p>
<p>„AdWords“ und „Sponsored Links“ geben durch ihre Textbasiertheit unterschiedlichen Akteuren die Gelegenheit, in Suchmaschinen in gleicher Form und bei Bedarf direkt nebeneinander zu entscheiden. Dazu ist es im letzten Bundestagswahlkampf auch bereits gekommen.<br />
                            <br />Es wäre bedauerlich, wenn der Gebrauch von kommerziellen Suchmaschineneinträgen in der politischen Kommunikation durch ein einzelnes, besonders präsentes Negativbeispiel längerfristigen Schaden nähme!</p>
<p class="fett">Der Text erschien ursprünglich am 30. November 2005 im<br />
                            <a href="http://www.face2blog.de/?p=26" target="_blank" rel="noopener noreferrer">face2blog</a> der Agentur face2net. Der Autor des Textes, Andreas Wagner ist ist Online Marketing Berater bei face2net.</p>
<p class="fett">
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