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	<title>Afrika &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Start-Ups in Afrika: Profitieren die Menschen wirklich?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Constantin Estorff]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Nov 2019 10:26:07 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Die Neugründungen von vornehmlich digitalen Start-Ups sind für immer mehr afrikanische Länder eine höchst relevante Entwicklung. Und dieser Aufschwung ist auch aus Sicht der Entwicklungshilfe interessant. Dieser Artikel widmet sich der Frage, ob die Menschen in Afrika tatsächlich von den Start-Ups profitieren. Dafür haben wir unter anderem mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gesprochen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Das Potential kann man schon aus den<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Statistiken</a> herauslesen: Von der 1,2 Milliarden großen Bevölkerung ist derzeit die Hälfte jünger als 25 Jahre, jährlich werden schätzungsweise mehr als 20 Millionen neue Arbeitsplätze benötigt. Mit einem 53-prozentigem Anstieg gegenüber dem Vorjahr konnten 2017 rund <a href="https://www.gtai.de/GTAI/Navigation/DE/Trade/Maerkte/suche,t=mehr-geld-fuer-startups-in-afrika,did=1895068.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">560 Millionen Dollar</a> Risikokapitalzufluss in den subsaharischen Raum verzeichnet werden. In Kenia, Ghana und Nigeria befinden sich dabei die führenden Start-Up-Hubs. Doch bei all dem Hype – die Frage nach dem tatsächlichen Profit für die Menschen im subsaharischen Raum sollte auf jeden Fall gestellt werden.</p>
<h3>Vorsprung durch Innovation</h3>
<p>Im Zusammenhang mit Start-Ups in Entwicklungsländern hört man häufig einen Schlagbegriff: <a href="https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/leapfrogging-41469" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Leapfrogging</em></a><em>. </em>Gemeint damit ist das Überspringen „klassischer“ Entwicklungsschritte, vornehmlich durch innovative neue Möglichkeiten. Ein Beispiel dafür könnte <em>WeFarm </em>sein, ein Peer-to-Peer-Netzwerk zur Wissensverbreitung zwischen Bauern. Es kann damit zumindest teilweise den teuren Bau klassischer Schulen ersetzen. Man könnte hier auch <em>M-Pesa</em> nennen, ein System zum bargeldlosen Zahlungsverkehr. Es ist vor allem in Westafrika beliebt, schließlich kann man damit sicher sein, dass das bei einem Handel erhaltene Geld auch echt ist. So können illegale Geldgeschäfte effektiver bekämpft werden. Beispiele wie diese lassen sich vielerlei finden. Der positive Effekt für die Menschen sei damit gezeigt, könnte man meinen. Aber man sollte die versteckten Kosten nicht übersehen.</p>
<h3>Wer gewinnt hier eigentlich?</h3>
<p>Auf den ersten Blick ist die Ausgangslage für unternehmenslustige Afrikaner*innen gut: Die Märkte sind trotz der Bemühungen der <a href="https://au.int/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrikanischen Union</a> (AU) und kleinerer Verbände häufig noch in hohem Maße regionalisiert. Die Bedürfnisse der afrikanischen Menschen sind aus westlicher Sicht häufig schwer nachzuvollziehen. Dementsprechend gibt es in gewisser Weise einen Schutz vor Konkurrenz. <em>Jumia</em> konnte sich zum Beispiel mit speziellen Transportketten gegen Amazon durchsetzen.</p>
<p>Doch sind die größten Unternehmen –darunter die hier genannten– nur scheinbar „afrikanische“ Unternehmen. Tatsächlich sind sie meisten Unternehmen entweder im Besitz globaler Konzerne oder zumindest in den Führungsebenen von weißen, nicht afrikanisch-stämmigen Personen durchsetzt. So wird <a href="https://www.rocket-internet.com/companies/jumia" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jumia</a> in Portugal entwickelt, während einer der Hauptbesitzer das Berliner Unternehmen <em>Rocket Internet SE</em> ist. Mit anderen Worten: erstens wird zwar der Gewinn in (Ost-)afrika gemacht – die Steuern aber in Europa bezahlt. Zweitens werden die hochbezahlten Jobs zumeist nicht von den Afrikaner*innen belegt, die somit von ihrem eigenen Aufschwung oft wenig mitbekommen. Bei den anderen hier genannten Unternehmen sieht es leider nicht viel anders aus.</p>
<p>Man könnte daran anknüpfend viel über <a href="http://www.bpb.de/apuz/146971/kolonialismus-und-postkolonialismus?p=all" target="_blank" rel="noopener noreferrer">den neuen Kolonialismus</a> und dessen lange bisher wenig aufgearbeitete Tradition schreiben – aber um es kurz zu halten kann man dieses große Problem auch auf zwei kleinere Probleme herunterbrechen.</p>
<h3>Reicht Unternehmergeist alleine?</h3>
<p>Erstens: Wenn man den <a href="https://twitter.com/RobertAlai/status/1034132720153243648/photo/1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berichten</a> unzähliger afrikanischer Gründer*innen und jenen vom <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltwirtschaftsforum</a>, Glauben schenkt, ist ein Problem der strukturelle Rassismus. Die Risikokapitalfirma <em><a href="https://vilcap.com/wp-content/uploads/2017/06/VC_Breaking_the_Pattern.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Village Capital</a></em>, hat vor einiger Zeit festgestellt, dass 90% der Investments in den afrikanischen digitalen Finanzsektor an Start-Ups gehen, die einen oder mehrere Gründer*nnen aus Europa oder Nordamerika haben. Während die Inverstor*innen in ihnen bekannte Geschäftsmodelle und Firmenpraktiken investieren, entgegnen afrikanische Gründer*innen häufig, dass vor Ort aufgrund anderer Gegebenheiten andere Vorgehensweisen besser passen.</p>
<p>Im BMZ ist man sich dieser und ähnlicher Probleme selbstverständlich bewusst, Stichwort „<a href="http://www.bmz.de/de/mediathek/publikationen/reihen/infobroschueren_flyer/infobroschueren/Materialie310_Afrika_Marshallplan.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marshall-Plan für Afrika</a>“. Laut einer Sprecherin versuche das BMZ mit unterschiedlichen Projekten, einen möglichst großen Teil der afrikanischen Wirtschaft zu stützen. So werden mit <em><a href="http://www.bmz.de/de/mitmachen/Wirtschaft/Make_IT/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Make-IT </a></em> die Rahmenbedingungen für afrikanische Start-Ups verbessert, indem ein besserer Zugang zu Risikokapital ermöglicht werde, oder geholfen werde, Innovation, Markterfahrung sowie nationale und internationale Sichtbarkeit zu verbessern. Durch <em><a href="https://www.bmz.de/de/zentrales_downloadarchiv/Presse/AfricaGrow-Fonds.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AfricaGrow</a> </em>werden dann Investitionslücken für mittelständische Unternehmen gestopft. Mit einem ähnlichen Programm sticht auch die NGO “<a href="https://www.1millionstartups.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1millionstartups</a>” hervor, die ihre umfangreichen Förderungsangebote für Start-Ups an die Dienlichkeit für die <a href="https://sustainabledevelopment.un.org/?menu=1300" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SDG</a>s, also die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen knüpft. Jedoch wird gegen die rassistischen Tendenzen gegenüber Gründer*innen an sich direkt wenig unternommen. Die Bemühungen zielen eher darauf ab, dass es erfolgreiche afrikanische Gründungen <strong>trotz</strong> des Rassismus geben kann.</p>
<h3>Wer zuerst zugreift, behält</h3>
<p>Das Zweite Problem ist eines von Haben und Nicht-Haben. Egal, ob man ihn befürwortet oder bekämpft, in einer Sache ist man sich in der Wissenschaft einig: Der Kapitalismus funktioniert ohne Eigentum nicht. Viele besitzen kaum mehr als ihr eigenes Land oder können sich nur mit Rücküberweisungen gerade über Wasser halten. Zum Investieren bleibt jedoch nicht viel über – wenn diese Möglichkeit überhaupt bekannt ist. Hingegen gibt es aus dem Ausland umso mehr Geld. Das ist ein Problem, weil die Afrikaner*innen, wenn sich nicht investieren, letztendlich nicht von den Renditen ihres eigenen Wachstums profitieren können und sich eine vom Kapitalbesitz geprägte Mittelschicht nur langsam entwickeln kann. Außerdem fehlt dadurch häufig auch ein für Start-Ups wichtiger Faktor: lokale <a href="https://www.weforum.org/agenda/2019/07/impact-investors-favour-expats-over-african-entrepreneurs-here-s-how-to-fix-that/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Start-Up-Angel</a>, die an einer auch für Afrika nachhaltigen Unternehmensentwicklung arbeiten und im besten Fall das Problem der ethnisch selektiven Investitionen aktiv bekämpfen könnten. Laut eigener Aussagen arbeitet das BMZ speziell in diesem Sinne über Make-IT mit lokal gewachsenen Start-up-Netzwerken wie dem <em><a href="https://abanangels.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">African Business Angel Network</a>, <a href="https://www.afrilabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrilabs</a></em> oder <em><a href="https://www.jokkolabs.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jokkolabs</a></em> vor Ort zusammen.</p>
<p>Zudem wurden laut der Sprecherin des BMZs „z.B. Policy Hackathons in Nigeria unterstützt, die dazu geführt haben, dass die Regierung ein entsprechendes Rahmenwerk geschaffen hat, das <a href="http://www.med.gov.my/portal/document/files/Booklet%20NEF.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">National Framework for Innovation and Entrepreneurship</a>.“ Dies ist ein Erfolg, weil zahlreichen Berichten von Gründer*innen zufolge viele Regierungen nur wenige Anstrengungen in eine aktive Innovationspolitik setzen würden. So scherzt man gerne über das durchaus erfolgreiche kenianische „Savannah Valley“, es existiere nicht wegen der Regierung, sondern trotz der Regierung.</p>
<h3>Also doch China als Vorbild nehmen?</h3>
<p>Für eine aktivere Innovationspolitik, die gegebenenfalls eine selektiveren Außenwirtschaftspolitik bedeuteten würde, fehlen leider jedoch häufig die Mittel bei den Regierungen. Zudem leiden die meisten afrikanischen Staaten unter einer sehr ungleichen Vermögensverteilung, innerhalb derer die Reichsten ihre Gelder eher versuchen außer Land zu schaffen, statt sie lokal zu investieren. Zwei wichtige Voraussetzungen für einen schnellen Aufstieg wie dem Chinas, nämlich die Mittel durch äußerst hohe Rückinvestitionen und die relativ gleiche Vermögensverteilung, sind so oftmals nicht gegeben. Ein Marshallplan für Afrika, der seinem Original näher käme, müsste deswegen zumindest die Regierungen mit mehr Eigenkapital ausstatten, statt „nur“ Förderprogramme zu betreiben.</p>
<div class="_3bJ2H CHExY">
<p class="_1l8RX _1ByhS"><strong>Titelbild:</strong> Mkimemia at English Wikipedia. &#8211; Transferred from en.wikipedia to <a href="https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4022744">Commons</a>.,</p>
</div>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>m-health in Afrika:  Medizinische Versorgung per App</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 08:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-3"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Fehlende Infrastruktur und Aufklärung, sowie akuter Fachkräftemangel, sind in vielen Regionen Afrikas ein chronisches Problem. Diese Missstände wollen Krankenschwestern, Gynäkologen oder Augenärzte ändern; immer häufiger entwickeln sie Apps, die den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern sollen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Herausforderungen: geographische und temporäre Barrieren überwinden</h3>
<p>Circa 12% der Weltbevölkerung lebt in Afrika, dennoch findet man auf dem Kontinent über 70% der übertragbaren Infektionen. Regionen werden immer wieder von Epidemien wie Ebola, Malaria oder HIV geplagt. Zudem nimmt die Zahl chronischer Erkrankungen wie Herzerkrankungen und Diabetes zu. Die Ursachen sind dabei zahlreich. Das Budget für Gesundheit ist in vielen Ländern extrem niedrig, die internationale Entwicklungshilfe wurde in den letzten Jahren reduziert. Universelle Krankenversicherung sind selten und bieten oft nur unzureichende Deckung. Hinzu kommt, dass es einen akuten Fachkräftemangel gibt. In Kamerun leben beispielsweise rund 20 Millionen Menschen, doch gibt es in dem gesamten Land nur <a href="https://www.theguardian.com/world/2012/aug/26/africa-innovations-transform-continent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">40 Herzspezialisten</a>.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Gründe für diesen Mangel sind komplex. Ein wichtiger, wenn auch nicht alleiniger, Grund ist der niedrige Urbanisierungsgrad. Viele Menschen haben keinen schnellen Zugang zu Gesundheitszentren, denn die nächsten Arztpraxen liegen weit weg. Hier könnte mobile Gesundheit (auch m-Gesundheit oder m-health) wichtige Lösungen bringen. Das Ziel der m-Gesundheit ist es, temporäre und geografische Barrieren durch Apps, Clouds und Blockchains zu überwinden. In Tansania lebt zum Beispiel fast 75% der Bevölkerung in ländlichen Gegenden, dafür besitzen beinahe 90% der Erwachsenen ein Smartphone. Apps sollen diesen Menschen jetzt helfen, einfachen, teils kostenlosen Zugang zu Informationen und Untersuchungen zu haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Warum die Entwicklung von mobilen Gesundheitsapps anders läuft. Das Beispiel <i>Vula</i></h3>
<p>Das Spannende bei den Apps im Gesundheitsbereich ist, dass sie oftmals aus eigener Initiative entwickelt werden, ohne die Unterstützung der (wenn auch schwachen) vorhandenen Infrastruktur. Diese Entwickler haben die eine oder andere Erfahrung mit dem landeseigenen System gemacht und kennen die jeweiligen Mängel. Die Apps gehen also präzise lokale Probleme an, was bedeutet, dass die entwickelten Apps das Potenzial besitzen, eine große soziale Wirkung zu entfalten. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein Beispiel ist hier „<a href="https://www.vulamobile.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vula</a>“ was auf Zulu soviel wie „offen“ bedeutet. In Swasiland und Südafrika entwickelte ein Augenarzt eine App, dessen Ziel es ist, frühzeitig Augenprobleme zu entdecken. Das Besondere dabei: Menschen aus ländlichen Gegenden müssen sich nicht in eine Klinik begeben. Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Man fotografiert die eigenen Augen mit dem Smartphone und lädt das Foto in der Datenbank der App hoch. Dieses Bild wird anschließend von einem spezialisierten Augenarzt ausgewertet. So können Krankheiten wie Grauer Star erkannt werden und der Arzt kann nun in direkten Kontakt mit dem Patienten treten. Die App gewann Preise und konnte dank der Fördergelder in darauffolgenden Jahren von Spezialisten in den Bereichen Kardiologie, Orthopädie und Verbrennungen erweitert werden. Heute können Nutzer so schneller auf die verschiedensten spezialisierten Diagnostika Zugriff haben.</p>
<h3>Jugendliche Entwickler – die Zukunft der m-Gesundheit?</h3>
<p>Nicht nur Angestellte des Gesundheitssystem arbeiten an den Missständen, sondern auch junge Entwickler. „Eine Idee für eine App entwickeln“ lautete die Aufgabe einer 8. Klasse in Yaoundé, Kamerun. Vier damals 14-jährige Mädchen wollten die Menschen in ihrem Land dazu ermutigen mehr Blut zu spenden. Eines der Mädchen hatte zuvor ihren Onkel verloren, da das Krankenhaus keine Blutkonserve der richtigen Blutgruppe vorhanden hatte. Ihre Idee war einfach: eine Datenbank mit Blutspendern, die, sobald ihre Blutgruppe benötigt wird, vom Krankenhaus kontaktiert werden. Ihre Idee haben die Mädchen in die Tat umgesetzt. Heute arbeiten sie nach der Schule und in ihren Ferien an ihrer App „Hemo“ (wie Hemoglobin) mithilfe eines Mentors und hoffen damit auch einen kulturellen Wandel beim Thema Blutspende herbeizuführen.</p>
<p>Ein anderes Beispiel ist Adebayo Alonge. Mit 14 Jahren lag der Nigerianer drei Wochen im Koma, da er während einer Asthmaattacke ein falsches Medikament einnahm. 900.000 Menschen sterben jährlich weltweit wegen falscher Medikamente, deren Unterschied zum richtigen Medikament mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. In einigen Teilen Afrikas betrifft das jedes 10. Medikament. Diese Erfahrung hat Alonge dazu geführt, im Laufe seines Studiums ein Gerät zu entwickeln, das Menschen vor dieser Gefahr schützt. Das Resultat ist der „<a href="https://som.yale.edu/news/2019/03/rxall-founded-by-adebayo-alonge-16-named-best-early-stage-startup-in-hello-tomorrow-global-challenge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RxScanner</a>“: ein kleines schwarzes Gerät, das in die Hosentasche passt und nur 150 Gramm wiegt. Mit einer 97% Wahrscheinlichkeit ist es in der Lage zu sagen, ob es sich um die richtige Arznei<span class="Apple-converted-space">  </span>handelt. Das Ganze innerhalb von 30 Sekunden. Man legt das Medikament in den Scanner, der mit einer App auf dem Smartphone verbunden ist. Nach kurzer Analyse informiert der Bildschirm den Nutzer, ob es sich um das richtige oder falsche Medikament handelt. Der Haken ist – noch – der Preis: 1.350€ kostet ein Gerät. Während Alonge angekündigt hat, dass seine Priorität sei, den Preis zu senken, scheint es sich hier doch um ein Gerät zu handeln, das es vorerst nur in Krankenhäusern geben wird. Immerhin wird es schon von über 10.000 Patienten genutzt.</p>
<h3>Künstliche Intelligenz statt Ärzte?<span class="Apple-converted-space"> </span></h3>
<p>Weitere Apps sollen Ärzte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Nutzer aufklären. Einige Apps erlauben es die Krankheitsgeschichte eines Patienten in der Cloud zu speichern, so können verschiedene Ärzte diese einsehen und ein besseres Verständnis für die Gesundheit des jeweiligen bekommen. Dies ist besonders relevant in ruralen Gegenden oder bei Analphabeten. Laut Statistiken könnten<a href="https://www.liberation.fr/futurs/2016/11/11/en-afrique-du-sud-le-medecin-est-dans-le-smartphone_1526223" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> 80% der Fragen der Patienten auch ohne ein Gespräch mit dem Arzt beantwortet werden</a>. Apps sollen so Ärzte entlasten und ihnen mehr Zeit für schwerer erkrankte Patienten verschaffen.</p>
<p>Apps, die Frauen in ihrer Schwangerschaft begleiten, sind ebenfalls sehr verbreitet. Dabei ist das Angebot von Land zu Land und App zu App sehr unterschiedlich. In Kamerun kann man „<a href="https://www.jeuneafrique.com/363242/societe/start-up-africaine-de-semaine-gifted-mom-secours-futures-mamans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GiftedMom</a>“ für 50 CFA pro Woche (ungefähr 0,08€) abonnieren.<span class="Apple-converted-space">  </span>Wöchentlich bekommt man SMS, die Tipps geben, Fragen beantworten und an die anstehenden Arzttermine erinnern. In Uganda optimierte ein Arzt ein <a href="https://www.appsafrica.com/mobile-pregnancy-tool-kit-to-save-african-lives/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">analoges Gerät</a>, welches dazu dient, das Herzschlagen des Fötus abzuhören. Er installierte in dem klassischen Gerät ein hochsensibles Mikro, das die Herzgeräusche aufnimmt. Die Daten werden in eine Cloud geladen und nachdem der Arzt die Daten ausgewertet hat, bekommt die zukünftige Mutter eine SMS mit den Ergebnissen. Auch Aufklärung unter Jugendlichen läuft in Rwanda über die App „<a href="https://www.tantine.org/about-tantine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tantine</a>“. Menstruation, Sex und Schwangerschaft sind dort Tabuthemen. Sexualkunde in der Schule ist, wenn vorhanden, meist unzureichend und in Familien wird das Thema gemieden. Die Mitentwicklerin, Sylvie Uhirwa, kreierte also eine App, die die Fragen der Jugendlichen beantwortet. Mit großem Erfolg: mehr als 400.000 Nutzer haben die App im kleinen Rwanda bereits heruntergeladen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Begrenzte Möglichkeiten durch fehlende Infrastruktur und Sicherheitsbedenken?</h3>
<p>Einerseits sind viele dieser Apps dazu konzipiert, die mangelnde medizinische Infrastruktur auszugleichen, andererseits scheitert ihre Nutzung teilweise genau an dieser, oder aber auch an der fehlenden Netzabdeckung. Einige Regionen sind nicht an die nationalen Strom- und Telefonnetze angebunden. Viele Apps brauchen Zugang zum Internet, um ihren Zweck zu erfüllen. Daher schicken Aufklärungs- und Informationsprogramme wie „GiftedMom“ SMS, so können sie nämlich die meisten Mütter erreichen. Andere Apps bedürfen Aktualisierungen, die über das Internet geladen werden, funktionieren aber sonst auch ohne Netz.</p>
<p>Eine weitere Frage stellt sich bei der Sicherheit und dem Schutz der Daten. Viele Entwickler greifen auf Blockchains zurück, generell scheint bis jetzt es wenig Bedenken oder Kritiken gegeben zu haben. Von Datenleaks hat bis jetzt noch keine der m-Gesundheit Apps berichtet. Man sollte dabei vielleicht nicht vergessen, dass die meisten Apps noch sehr klein sind und sich in ihren Anfangsphasen befinden. Sie besitzen daher noch überschaubare (wenn auch teils sensible) Mengen an Daten, die wenig Anreiz verschaffen einzelne Apps anzugreifen. Die Frage der Sicherheit medizinischer Daten wird sich in Zukunft aber weiterhin stellen.</p>
<p>Titelbild: Aerial Caridac Care von rawpixel via <a href="https://pixabay.com/photos/aerial-cardiac-care-checkup-3242869/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
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		<title>Digitale Entwicklungshilfe – Neue Netze eröffnen neue Wege</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephan Raab]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2016 14:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungshilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Gesellschaft]]></category>
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		<category><![CDATA[Subsahara]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Internet verbreitet sich über den Globus. Auch Afrika wurde längst von den Dynamiken der Digitalisierung erfasst. Informations- und Kommunikationstechnologien [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/regenbogen-natur-afrika-ökologisch-509500-by-wjgomes-via-pixabay-licensed-under-cc0-e1466696843651.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-149602" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/regenbogen-natur-afrika-ökologisch-509500-by-wjgomes-via-pixabay-licensed-under-cc0-e1466696843651-630x276.jpg" alt="regenbogen-natur-afrika-ökologisch-509500 by wjgomes via pixabay licensed under cc0" width="630" height="276" /></a>Das Internet verbreitet sich über den Globus. Auch Afrika wurde längst von den Dynamiken der Digitalisierung erfasst. Informations- und Kommunikationstechnologien werden zu einem wichtigen Wachstumsfaktor und eröffnen neue Möglichkeiten in der Entwicklungspolitik.</p>
<h3>Afrika wächst und die Welt zusammen</h3>
<p>Die Welt sei ein Dorf mit 100 Einwohnern. Davon wären 10 Europäer, 16 Afrikaner und 60 Asiaten. Würden wir dieses Dorf im Jahre 2050 wieder besuchen, so würden darin schon 133 Menschen leben. Von ihnen wären 10 nach wie vor Europäer, 74 Asiaten und schon 33 Afrikaner. Es zeigt sich, die Bevölkerung im Süden wächst immer weiter. Bis 2050, lauten die Prognosen, wird die Bevölkerung in Afrika sich auf fast zwei Milliarden Menschen verdoppeln.</p>
<p>Dies stellt die Entwicklungszusammenarbeit und das Wachstum in den Ländern im globalen Süden vor große Herausforderungen. Aber die Bevölkerung wächst nicht nur, sie wächst auch zusammen. Das Internet spielt eine immer wichtigere Rolle im Leben der Menschen. Mittlerweile besitzt die Mehrheit der Afrikaner zwar immer noch keinen Computer oder hat regelmäßigen Zugang zu Elektrizität; Smartphones als Kommunikationsmittel und digitales Endgerät sind aber sehr verbreitet. Im Durchschnitt besitzen 24% der Weltbevölkerung ein Smartphone. In den Entwicklungsländern sind dies bereits 35% und die Zahl nimmt weiter zu. Verfügten im Jahre 2000 gerade einmal 2% der Afrikaner &#8211; vornehmlich Behörden &#8211; über Telefone, besitzen heute schon über 650 Millionen Afrikaner ein Smartphone.</p>
<p>Diese digitale Durchdringung ermöglicht neue Wege in der Entwicklungspolitik. „Die Unterzeichnerstaaten haben es sich zum Ziel gesetzt durch effiziente Telekommunikation, die friedlichen Beziehungen untereinander, die Zusammenarbeit von Mensch und Wirtschaft sowie die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern.“ Die internationale Fernmeldeunion, die zweitälteste internationale Organisation neben dem Roten Kreuz, setzt sich seit 1865 für die gleiche Teilhabe aller Staaten und ihrer Bewohner am technischen Fortschritt ein. Dazu zählt unter anderem, die Standards zu harmonisieren und auf diese Weise eine geregelte, friedvolle Zusammenarbeit zu fördern. Genau an dieser Stelle setzt die Entwicklungspartnerschaft Deutschlands mit ausgewählten zentralafrikanischen Staaten an. Ziel des Projektes „Digitales Afrika“ ist es, die zunehmende Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die Entwicklungsarbeit zu nutzen und Wachstumsimpulse zu setzten. Nach Berechnungen der Weltbank steigert jede Erhöhung der digitalen Vernetzung um 10 Prozentpunkte, das Wirtschaftswachstum um 1,12 Prozentpunkte.</p>
<h3>Gute Ideen brauchen gute Vernetzung</h3>
<p>Das Projekt <a href="http://www.bmz.de/de/mitmachen/Wirtschaft/Strategische_Partnerschaft_Digitales_Afrika/index.jsp">„Digitales Afrika“</a> fördert den Ausbau und die Verbreitung der IKT-Netzwerke. Dies geschieht zum einen durch die finanzielle Unterstützung lokaler Anbieter, zum anderen durch die Vernetzung von Ideen, Ressourcen und Knowhow. „Ich komme heute nicht mehr mit dem Geldbeutel und bohre ein paar Brunnen. Wir exportieren Innovationen, Knowhow und Technologiepartnerschaft“, erläuterte Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller.</p>
<p>Vernetzung und Austausch stehen im Vordergrund der Zusammenarbeit. Auf regelmäßigen Netzwerkveranstaltungen sollen junge afrikanische Gründer die Möglichkeit erhalten, Netzwerke und Kooperationspartner für ihre Ideen zu gewinnen. Zeitgleich sollen europäische Unternehmen dabei unterstützt werden, in den digitalen afrikanischen Markt zu investieren. Dazu gehören Gutachten und Beratung sowohl für europäische als auch für lokale Unternehmer. Ganz im Sinne des <a href="http://www.oecd.org/dac/effectiveness/42564567.pdf">Aktionsplan von Accra</a> aus dem Jahre 2008 wird die eigenständige und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung durch die Förderung von lokalen Unternehmern betont.</p>
<p>Zwar mangelt es auf dem afrikanischen Kontinent nicht an eigenen Ideen und mutigen Gründern, häufig fehlt jedoch die Möglichkeit, diese Ideen umzusetzen. Zwar ist das Smartphone immer omnipräsenter im afrikanischen Alltag, häufig fehlt es aber an Computern, Internetleitungen oder sogar einfach an Elektrizität. Aus diesem Grund sind in den letzten Jahren verschiedene Hubs entstanden, die hier Abhilfe schaffen sollen. Beispiele für solche Einrichtungen sind etwa das <a href="http://www.iceaddis.com/">Iceaddis</a> auf dem Campus der Universität von Adis Abeba, Äthiopien, der <a href="http://www.iceaddis.com/">Active Space</a> in Kamerun oder aber das erste Hub seiner Art in Afrika, das <a href="http://ihub.co.ke/">IHub</a> in Nairobi. In Ländern wie Kamerun, wo nur etwa 3% Zugang zum Internet haben, sind solche Einrichtungen von besonderer Bedeutung, da sie Zugang zu digitaler Infrastruktur ermöglichen. Zudem bieten viele dieser digitalen Zentren auch Weiterbildungsangebote und Möglichkeiten, das im Studium erlernte anzuwenden. Auf diese Weise wird eine Brücke zwischen Studium und Beruf ermöglicht. Nicht zuletzt wird durch das Zusammentreffen der verschiedenen jungen Unternehmer der kreative Gedankenaustausch gefördert. Mittlerweile sind über ganz Afrika mehr als 119 dieser Technikhubs entstanden mit steigender Tendenz. Vernetzt sind diese digitalen Ideenwerkstätten durch das <a href="http://afrilabs.com/">Afrilab</a>, welches deren gegenseitigen Austausch und die Zusammenarbeit koordiniert.</p>
<h3>Von der Idee zum eigenen Unternehmen</h3>
<p>Obwohl diese Begegnungsstätten ein hohes kreatives Potenzial aufweisen, stehen sie selber vor großen Herausforderungen. In vielen Fällen, sofern die Regierung diese nicht unterstützt, handelt es sich bei vielen Hubs selbst noch um Startups. Um sich finanzieren zu können und langfristig zu bestehen, sind viele von ihnen dazu übergegangen, ihren Fokus auf die Erforschung neuer Dienste zu legen und diese dann anzubieten. In Zukunft soll neben Sponsoren vor allem die Forschung eine wichtige finanzielle Grundlage für diese digitalen Ideenwerkstätten werden.</p>
<p>Afrika ist ein junger Kontinent mit vielen jungen, frischen Ideen. Leider werden diese viel zu selten wahrgenommen. Aus diesem Grund bieten die Hubs eine erste Anlaufstelle, um die eigenen Ideen bekannt und potentielle Investoren darauf aufmerksam zu machen. Die Hauptaufgabe der digitalen Zentren liegt vor allem in der Beratung und Vermittlung von Ideen, Knowhow und Ressourcen. In vielen Fällen sind die Investitionssummen der kleinen Startups viel zu gering, um bedeutende Investoren davon zu überzeugen. Daher fördern Unternehmen wie <a href="http://www.88mph.ac/">88mpH</a> des Informatikers Paul Graham neue innovative Ideen. Zwischen 2011 und 2014 unterstützte das Unternehmen bereits 36 Startups in Kenia und Südafrika erfolgreich dabei, sich auf dem Markt zu etablieren.</p>
<h3>Global im Netz für regional vor Ort</h3>
<p>Selbst in den entlegensten Gebieten, wo es häufig selbst an Zugang zu Elektrizität oder sauberem Trinkwasser fehlt, verfügen die Menschen über digitale Endgeräte. In einem Erdteil, in dem Regionen noch immer von Analphabetismus, Armut, schlechter Infrastruktur und mangelnder Bildung geprägt sind, eröffnet das digitale Zeitalter neue Möglichkeiten. Ganz nach den Grundsätzen <a href="http://iotmanifesto.org/">des IoT-Manifests</a> soll der Fortschritt dem Menschen dienen und eine win-win-win-Situation für alle Beteiligten schaffen. Open-Source Systeme lassen sich an die Bedürfnisse der einzelnen Regionen und ihrer Nutzer anpassen und werden von diesen angenommen.</p>
<p>Das System <a href="http://www.safaricom.co.ke/personal/m-pesa">M-Pesa</a> des kenianischen Mobilfunkanbieters Safaricom ist ein Ergebnis des technischen Wandels in Afrika. In der afrikanischen Gesellschaft übernehmen traditionell die „Chaama“, Familienverbände, die Verwaltung der Finanzen. Sie entscheiden darüber, wie die Mittel verwendet werden sollen. Ohne diese Familienverbindungen waren größere Anschaffungen kaum möglich. Die Anwendung M-Pesa hingegen ermöglicht es, bequem online die eigenen Finanzen zu verwalten. Nach dem Prinzip eines Prepaid-handys wird der gewünschte Betrag eingezahlt und ist dann wie bei einem Girokonto frei verfügbar. Viele Kioske und Läden in Kenia und Zentralafrika bieten mittlerweile die Möglichkeit, auf diese Weise zu bezahlen. Aber auch Kredite von bis zu 12.500 US-Dollar sind möglich. Mittlerweile werden durch M-Pesa täglich etwa 1,6 Millionen Transaktionen im Wert von bis zu 50,6 Millionen US-Dollar getätigt.</p>
<p>Ein bestimmender Faktor Afrikas ist nach wie vor die Landwirtschaft. Mithilfe von Anwendungen wie <a href="https://www.mfarm.co.ke/">MFarm</a> erhalten Bauern zahlreiche Ratschläge, um ihren Ertrag zu steigern. Zudem haben die Landwirte die Möglichkeit, die Preise für ihre Erzeugnisse einzusehen, womit sie eine bessere Verhandlungsposition gegenüber den Zwischenhändlern erlangen. Leider bestimmen auch Unruhen und instabile Demokratien das Bild der afrikanischen Politik. Darum gründete eine Gruppe von Bloggern und Softwareentwicklern aus Kenia die Open Source Software „<a href="https://www.ushahidi.com/">Ushahidi“</a>, was übersetzt Zeugenaussage bedeutet. Erstmals kam die Software bei den dortigen Präsidentschaftswahlen 2007 zum Einsatz, um gewaltsame Ausschreitungen zu dokumentieren. Mittlerweile hat sich diese Software genau wie die anderen beschriebenen Projekte immer weiter verbreitert und findet nicht nur in Afrika großen Anklang.</p>
<h3>Bildung als Schlüssel zur Nachhaltigkeit</h3>
<p>Um den langfristigen Erfolg dieser und vieler weiterer Projekte zu sichern, ist langfristiges Denken nötig. Insbesondere die Bildung ist ein entscheidender Faktor, verfügen doch viele afrikanische Schüler über kaum Zugang zu höherer Bildung und viele afrikanische Schulen nur über mangelnde Ausbildungsmöglichkeiten. <a href="http://get.mxit.com/">Mxit</a>, die afrikanische Variante des Whatsapp, spricht vor allem junge Afrikaner an. Zeitweise hatte die südafrikanische Kommunikationsplattform im Land mehr Nutzer als Facebook. Dabei geht es den Mxit-Usern nicht nur ums Chatten und Kommunizieren, sondern immer mehr Bildung wird über dieses Netz vermittelt. Denn nur wenige Schulen in ländlichen Regionen sind mit einer guten Bibliothek ausgestattet und gute Schulbücher sind oftmals nur schwer zu bekommen. Konzepte wie <a href="http://blog.paperight.com/">Paperight</a> machen es möglich, im nächsten Cybercafe die Schulbücher einfach auszudrucken. Mit <a href="http://live.fundza.mobi/about/">FunDZa</a> erhalten Smartphonebesitzer die Möglichkeit, bequem über Mxit zwischen einer Vielzahl an Büchern zu wählen, aber auch eigene kleine Texte und Werke zu veröffentlichen.</p>
<p>Afrika durchlebt eine neue Dynamik technischen Wandels. Eine junge Generation von Afrikanern bringt frische Ideen für das Afrika und die Welt von morgen mit. Viele Projekte wurden bereits erfolgreich umgesetzt und bieten eine langfristige Perspektive für Wachstum und Innovation auf dem Kontinent. Diese Ideen gilt es zu fördern und vor allem mit Bildung, Knowhow und Ressourcen zu unterstützen. Denn wie sagt ein afrikanisches Sprichwort: „Einer allein kann kein Dach tragen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild:<a href="https://pixabay.com/de/users/wjgomes-547207/"> Wjgomes</a> via <a class="external" href="https://pixabay.com/">Pixabay</a> licensed <a class="external" href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/">CCO</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Weltflüchtlingstag 2012: Simbabwe &#8211; „Das Internet ist magisch“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Jun 2012 14:28:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Weltflüchlingstag]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[investigativer Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Exil]]></category>
		<category><![CDATA[Simbabwe]]></category>
		<category><![CDATA[Itai Mushekwe]]></category>
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					<description><![CDATA[Afrika fristet in der Berichterstattung westlicher Medien noch immer ein Schattendasein. Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstages 2012 blickt politik-digital.de mit dem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000000;"><a href="http://politik-digital.de/weltfluechtlingstag-2012-simbabwe-%e2%80%9edas-internet-ist-magisch/refugee-1/" rel="attachment wp-att-118119"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-118119" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/REFUGEE-1-630x419.jpg" alt="" width="630" height="419" /></a>Afrika fristet in der Berichterstattung westlicher Medien noch immer ein Schattendasein. Anlässlich des heutigen Weltflüchtlingstages 2012 blickt politik-digital.de mit dem afrikanischen Exiljournalisten Itai Mushekwe auf dessen Heimatland Simbabwe.</span> <span style="color: #000000;">Dabei geht es auch um die Frage, ob die digitale Revolution, die Afrika aktuell erfasst, der dortigen Opposition zum Durchbruch verhelfen kann.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Der politische Journalist Itai Mushekwe (28) schreibt </span><span style="color: #000000;">hauptsächlich </span><span style="color: #000000;">für </span><span style="color: #000000;">die britischen Zeitungen „Daily“ und „Sunday Telegraph“ investigative Artikel über Simbabwe. Seine journalistische Karriere begann Mushekwe im Kulturressort einer Zeitung in Harare, ehe er anfing, sich in Artikeln kritisch mit der Politik in seinem Heimatland auseinanderzusetzen – mit weitreichenden Folgen. Nachdem ihn die Regierung Mugabe auf eine „schwarze Liste“ gesetzt hatte, ging er 2007 ins Exil nach Deutschland. Laut eigenem Bekunden will Itai Mushekwe mit seiner journalistischen Arbeit die Herrschenden zur Rechenschaft ziehen und zu mehr Gerechtigkeit auf der Welt beitragen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital.de: </strong></span><span style="color: #000000;">Herr Mushekwe, momentan leben Sie in Köln. Sie haben Ihr Heimatland, das autoritär geführte Simbabwe im südlichen Afrika, im Jahr 2007 verlassen. Wie stellte sich damals die politische Opposition gegen den mittlerweile 88-jährigen Diktator Robert Mugabe dar? <strong></strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe: </strong></span><span style="color: #000000;">Als ich das Land verlassen habe, war die Situation der politischen Opposition jämmerlich – und leider hat sich daran bis heute nichts geändert. Es gab viele politische Morde und Entführungen, und das war für Teile der Opposition, Menschenrechtsaktivisten und Journalisten gleichermaßen eine traumatische Erfahrung. Leute wurden dafür inhaftiert, ihre Meinung ausgesprochen oder politische Witze gemacht zu haben. Der Kameramann Edward Chikomba wurde kaltblütig von Geheimdienstagenten ermordet. Das allein war eine klare Botschaft von der Regierung an die Journalisten des Landes: „Kommt uns nicht in die Quere, oder morgen könnte es euch genauso ergehen.“ Organisierter Widerstand gegen Mugabe war nur durch die einzige Oppositionspartei, The Movement for Democratic Change (MDC), möglich. Diese Option ist aber erloschen, als sie 2009 Teil einer Koalitionsregierung mit der Mugabe-Administration geworden ist. Der MDC-Chef Morgan Tsvangirai ist heute Premierminister. Momentan gibt es daher keine aktive politische Opposition in Simbabwe. Einschüchterungsmaßnahmen und politische Gewalt nehmen zu, je näher die nächste Präsidentschaftswahl rückt.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital.de: </strong></span><span style="color: #000000;">Gab es damals schon eine Blogger-Szene? </span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe: </strong>2007 gab es überhaupt noch keine Blogger-Szene und das hatte vor allem damit zu tun, dass der Internetzugang in Simbabwe limitiert war. Bloggen war ganz einfach ein Luxus – und somit eine Angelegenheit für die Eliten. Die Netzwerke der politischen Opposition waren größtenteils auf einige wenige NGOs beschränkt, aber auch die hatten ständig Ärger mit der Polizei – etwa bei Razzien gegen ihre Führer und Mitglieder.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital.de: </strong></span><span style="color: #000000;">2002 hat Robert Mugabe ein Gesetz erlassen, das die Pressefreiheit in Ihrem Land massiv eingeschränkt hat. Inwieweit sind dadurch Hürden in Ihrem konkreten Arbeitsalltag als Journalist errichtet worden?</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe: </strong></span><span style="color: #000000;">Tatsächlich war es eine ganze Reihe von Gesetzen, die Mugabe erlassen hat, um die Medien mundtot zu machen. Eines davon ist der The Access to Information and Protection of Privacy Act (AIPPA). Das war ein Frontalangriff auf die unabhängigen Medien, da vielen Zeitungen wegen regierungskritischer Berichte die Betriebserlaubnis entzogen wurden und sie daher schließen mussten. Ich selbst wurde mit Folter, Arrest und dem Entzug meiner journalistischen Zulassung bedroht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital.de:</strong></span><strong></strong><span style="color: #000000;"> Zuletzt haben sich die Stimmen gemehrt, die eine digitale Revolution in Afrika verkünden. Halten Sie noch Kontakt mit Freunden und ehemaligen Kollegen in Simbabwe, die das Internet nutzen, um die Meinungsfreiheit zu verteidigen? Was können Sie uns über die Rolle, die das Internet für Journalisten und Oppositionelle in Ihrem Heimatland heutzutage spielt, berichten?</span></p>
<figure id="attachment_118121" aria-describedby="caption-attachment-118121" style="width: 214px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/weltfluechtlingstag-2012-simbabwe-%e2%80%9edas-internet-ist-magisch/attachment/118121/" rel="attachment wp-att-118121"><img decoding="async" class=" wp-image-118121 " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Foto_Itai_11-305x399.jpg" alt="" width="214" height="279" /></a><figcaption id="caption-attachment-118121" class="wp-caption-text">© ROG / Itai Mushekwe</figcaption></figure>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe:</strong> Ich bin in gutem Kontakt mit Freunden und Kollegen. Die digitale Revolution hat uns noch näher zusammengebracht: Dank Social Media-Plattformen wie Skype oder Blogs kommuniziere ich mit Kollegen in Simbabwe und andere Exilanten in Kanada, Norwegen und Großbritannien. Das Internet ist geradezu magisch – denn es verhilft uns zu mehr politischer Freiheit. Die repressiven Gesetze Simbabwes existieren im Cyberspace nicht.</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital.de: </strong></span><span style="color: #000000;">Wie beurteilen Sie Simbabwes politische Situation heute? Robert Mugabe ist nun 88 Jahre alt. Wenn er stirbt, wird es dann nicht die Chance zu einem positiven Wandel in Ihrem Land geben?</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe: </strong></span><span style="color: #000000;">Auf keinen Fall! Die Leute glauben immer, dass sich alles um Mugabe dreht. Mit seinen 88 Jahren ist er aber ganz klar nicht mehr Herr seiner Sinne und eher ein Strohmann, der von militärischen Hardlinern und den Chefs der Sicherheitsbehörden kontrolliert wird. Diese Männer sind gefährlich und werden höchstwahrscheinlich alles tun, um die gegenwärtige politische Ordnung aufrechtzuerhalten. Denn sie haben immensen Reichtum angehäuft. Sie wollen ihre Interessen verteidigen. Momentan übernehmen sie ausländische Firmen, indem sie 51 Prozent Anteile einfordern, und bezeichnen diese Maßnahmen euphemistisch als „Selbstermächtigung der Schwarzen“ oder „Indigenisierung“. Der Durchschnittssbürger in Simbabwe wird immer ärmer und erhält in keiner Firma irgendwelche Anteile. Was die Situation noch verschlimmert, ist die Tatsache, dass Diamanten entdeckt wurden. Mit ihnen können die Herrschenden ihren Machterhalt finanzieren und die Opposition korrumpieren. Wie gesagt: Momentan besteht in Simbabwe eine Koalitionsregierung, und die ehemalige Opposition ist dadurch „geschluckt“ worden. Außerdem gibt es viele Player innerhalb der potentiellen Mugabe-Nachfolgeschaft, und einige davon sind hochrangige Militärs, die sich jetzt am Zuge sehen. Spitzenpolitiker aus Mugabes Partei streiten ebenfalls erbittert um seine Nachfolge. Das „worst case“-Szenario für Simbabwe wäre ein Bürgerkrieg. Aber natürlich hoffe ich, dass es nicht soweit kommen wird.<strong></strong></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>politik-digital:</strong></span><span style="color: #000000;"> Was möchten Sie den Lesern zum Abschluss noch mit auf den Weg geben?</span></p>
<p><span style="color: #000000;"><strong>Itai Mushekwe: </strong></span><span style="color: #000000;">Bitte bringt Afrika mehr Aufmerksamkeit entgegen, denn wir brauchen euch. Es gibt so viel, was die Menschen in Deutschland und im Westen bewirken können, um die Situation in Afrika zu verbessern. Die Europäer haben genügend kritisch denkende Bürger, um die Außenpolitik ihrer Regierungen zu beeinflussen – vor allem gegenüber all den Despotenstaaten auf der Welt. </span></p>
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		<title>Digitale Presseschau 24/2012</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-242012-117663/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hendrik Behnisch]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jun 2012 08:55:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[Miriam Meckel]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom rasenden digitalen Wandel in Schwarzafrika über Sigmar Gabriels vorbildliche Twitter-Nutzung bis hin zu einem Plädoyer für Facebook-Schnüffelei im Sinne [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom rasenden digitalen Wandel in Schwarzafrika über Sigmar Gabriels vorbildliche Twitter-Nutzung bis hin zu einem Plädoyer für Facebook-Schnüffelei im Sinne der Forschung – die Presseschau spannt auch diese Woche einen Bogen über viele netzpolitische Themen. Geradezu philosophisch wird es bei der Auseinandersetzung mit dem „Googlem“, dem Sinnbild des Internet-basierten Lebensstils einer ganzen Generation.</p>
<p>http://youtu.be/SR-RPB1FzO4</p>
<p>Seit Monaten ist die Piratenpartei in aller Munde – nicht zuletzt dank vier erfolgreicher Landtagswahlen. Auf ihrem YouTube-Channel gibt die ARD einen Vorgeschmack auf die Dokumentation „Frühling der Piraten“ (Sendetermin: 18.6.), in der sich Parteimitglieder, politische Gegner und Bürger zu dem Phänomen äußern.</p>
<h3 id="articleTitle"><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/hunderttausende-bloggen-und-twittern-die-digitale-revolution-erobert-afrika-1.1379647" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die digitale Revolution erobert Afrika</a></h3>
<p>Arne Perras nimmt auf sueddeutsche.de den medial oft vernachlässigten Kontinent in den Blick: Afrika. Bislang dachte man bei den Subsahara-Staaten nicht zwangsläufig an solide Demokratie noch an digitale Lebenswelten. Dass sich beides durch hunderttausende bloggende und twitternde Afrikaner ändern kann, aber dass mit der digitalen Revolution auch Gefahren einhergehen, schildert der Autor in einer fundierten Analyse.</p>
<h3><a href="http://www.e-demokratie.org/interview/das-informationsregister-wird-spatestens-in-zwei-jahren-online-gehen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Das Informationsregister wird spätestens in zwei Jahren online gehen”</a></h3>
<p>Auf e-demokratie.org spricht Gregor Hackmack von der Volksinitiative “Transparenz schafft Vertrauen” im Interview darüber, wie in Hamburg das deutschlandweit bislang einmalige Transparenzgesetz auf den Weg gebracht wurde und was für Veränderungen es nach sich zieht.</p>
<h3><a href="http://politiksprech.wordpress.com/2012/06/12/sigmar-gabriel-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Best Practice: Sigmar Gabriel zeigt, wie man Twitter sinnvoll nutzen kann</a></h3>
<p>Dass viele Politiker nicht unbedingt Internet-affin sind, ist hinlänglich bekannt. Auf http://politiksprech.wordpress.com gibt es die unterhaltsame Analyse eines vermeintlichen Gegenbeispiels zu lesen: Der Umgang von SPD-Chef Gabriel mit Twitter.</p>
<h3><a href="http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/uebersicht/vom-golem-zum-googlem-1.17219430" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vom Golem zum Googlem</a></h3>
<p>“Facebook bestimmt, wer wir sind, Amazon bestimmt, was wir wollen und Google bestimmt, was wir denken&#8221; – so fasst George Dyson den Mentalitätswandel zusammen, der mit der Digitalisierung unseres Alltags verbunden ist. Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel nimmt sich dieser Problematik in ihrem Beitrag auf sueddeutsche.de an und entwickelt eine interessante Darstellung zur zeitgenössischen Verschmelzung von Mensch und Maschine – zum „Googlem“.</p>
<h3><a href="http://www.ikosom.de/2012/06/10/facebook-forschung-von-schufa-und-hpi-ja-wenn-es-openscience-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Forschung von Schufa und HPI? Ja, wenn es OpenScience ist!</a></h3>
<p>Karsten Wenzlaff bezieht auf ikosom.de ausführlich Stellung zu der allgemeinen Empörung, die herrschte, als bekannt wurde, dass die Schufa Facebook zur Bonitätsprüfung von Usern nutzen wollte. Er unterscheidet zwischen verschiedenen Betrachtungsebenen und kommt so zu einem interessanten Ergebnis.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 24</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 16:56:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Libyen]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-24"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="149" width="136" /></a>Die Cybersicherheit in Deutschland, der mit Unterstützung von Twitter-Nachrichten geführte Luftkrieg gegen Libyen und die Enttarnung des &#34;Gay Girl&#34; sind in der Woche nach Pfingsten einige Themen in der &#34;Digitalen Presseschau&#34;. Unser Favorit ist jedoch eine BBC-Reportage über die zunehmende staatliche Internet-Zensur in Afrika.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Cybersicherheit in Deutschland, der mit Unterstützung von Twitter-Nachrichten geführte Luftkrieg gegen Libyen und die Enttarnung des &#8220;Gay Girl&#8221; sind in der Woche nach Pfingsten einige Themen in der &#8220;Digitalen Presseschau&#8221;. Unser Favorit ist jedoch eine BBC-Reportage über die zunehmende staatliche Internet-Zensur in Afrika.</p>
<p>Cyberwar oder Cyberattacks galten lange als Termini aus Science-Fiction-Romanen, die beim Normalbürger regelmäßig ein kulturpessimistisches Schaudern auslösten. Spätestens seit dieser Woche nun sind die Begriffe Gegenstand realer sicherheitspolitischer Debatten nicht nur jenseits des Atlantiks, sondern auch hierzulande geworden. Neben Berichten über das Bedrohungspotenzial digitaler Kriegsszenarien hat die politik-digital.de-Redaktion wie an jedem Freitag lesenswerte Online-Publikationen zum Verhältnis von Internet, Politik und Gesellschaft zusammengetragen. Gerade weil in diesen Tagen weiterhin die kriegerischen Auseinandersetzungen im Norden Afrikas rund um die Stadt Tripolis im Fokus des medialen Interesses stehen, fanden wir den Bericht eines Afrika-Korrespondenten der BBC aus dem wenig beachteten Süden des Kontinents besonders lesenswert.</p>
<p><a href="http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-13786143" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Politischer Einfluss auf das Internet in Afrika</strong></a><br />
Wenn die Problematik staatlicher Zensur im Netz diskutiert wird, wird zumeist die Volksrepublik China an erster Stelle genannt,. Karen Allen, eine Südafrika-Korrespondentin der BBC, berichtet über eine zunehmende Sensibilisierung der Regierungen des afrikanischen Kontinents für die Nutzung des Internet bei politischen Prozessen und zur Bekämpfung von Regimegegnern. So hätten es die Machthaber in Uganda erst vor wenigen Monaten vermocht, die Nutzung von Facebook und Twitter auf dem Höhepunkt der dortigen &#8220;walk-to-work&#8221;-Kampagne zu unterbinden.Als weiteres Länder-Beispiel wird von der britischen Journalistin Swasiland angeführt, wo es der Regierung gelungen sei, die Nutzung von Facebook und verschiedenen Kurznachrichtendiensten während eines Protstmarsches im April zu sperren.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/artikel/C30833/cyberkrieg-gewaehren-sie-einsicht-sir-30435111.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der PC als Waffe</strong></a><br />
Die Vereinigten Staaten haben das Internet endgültig zu einem möglichen Kriegsschauplatz ausgerufen. Der Beitrag von Jörg Wittkewitz auf FAZ.net liefert eine ethisch fundierte Rückschau auf die Ursprünge der Internet-Nutzung, die ebenfalls eng mit dem Thema Kriegsführung zusammenhängen. Der Autor analysiert im Zusammenhang mit der Nutzung privater Daten zu sicherheitspolitischen Zwecken auch die Argumentationsketten der &#8220;post-privacy&#8221;-Ideologen.</p>
<p><a href="http://www.gulli.com/news/nationales-cyber-abwehrzentrum-offiziell-er-ffnet-2011-06-16" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Der Kampf des Bundes gegen die Netzkriminalität</strong></a><br />
politik-digital.de hatte bereits in verschiedenen Meldungen über das Thema berichtet und in dieser Woche nimmt die Autorin Annika Kremer auf dem Blog &#8220;gulli&#8221; das Thema erneut auf. Anlass ist der Start des Nationalen Cyber-Abwehrzentrums, einer Kooperation verschiedener Sicherheitsdienste auf Bundesebene zur Bekämpfung schwerer Internet-Kriminalität. Zwischen den Koalitionspartnern FDP und CDU/CSU war die Einrichtung lange Zeit umstritten, da die Liberalen vor allem das Trennungsgebot von Polizei und Geheimdiensten verletzt sahen. Experten für Internet-Sicherheit wie Dr. Sandro Gaycken von der Freien Universität Berlin zweifeln jedoch in erster Linie an der Sinnhaftigkeit der zur Verfügung stehenden Werkzeuge.</p>
<p><a href="http://www.theglobeandmail.com/news/world/africa-mideast/how-social-media-users-are-helping-nato-fight-gadhafi-in-libya/article2060965/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Twitter und der Krieg gegen Tripolis</strong></a><br />
Ein Beitrag über den andauernden NATO-Luftkrieg gegen das Regime in Tripolis hatte es bereits in die Linkliste der vergangenen Woche geschafft. Auch an diesem Freitag beschäftigt uns das Thema, denn in dem Blog &#8220;The Globe and Mail&#8221; berichtet Graeme Smith über die Verwendung von Twitter-Koordinaten bei der Bombardierung Libyiens durch britische und französische Piloten. Der Bericht über die militärische Verwendung von häufig seichten &#8220;tweets&#8221; ist ein weiterer eindrücklicher Beleg dafür, wie eng verwoben die Themen Krieg und Internet mitunter sind.</p>
<p><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/3586-offenheit-hilft-das-leben-zu-verbessern.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>OpenData in Europa</strong></a><br />
Ein Zwischenfazit<br />
Über das Anliegen des Briten Rufus Pollock und der &#8220;Free Software Foundation&#8221; wurde am gestrigen Donnerstag auf der Wiener OpenGovernment Konferenz diskutiert. Das österreichische Blog &#8220;futurezone.at&#8221; nimmt die Konferenz zum Anlass, mit Pollock über die Herausforderungen und best-practice-Beispiele zu diesem Thema zu sprechen. Pollocks Rat: &#8220;Keep it simple&#8221;.</p>
<p><a href="http://derdigitaleflaneur.blogspot.com/2011/06/free-amina-abdallah-great-blognroll.html?spref=tw" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die Revolution in Damaskus und die Wahrheit im Netz</strong></a><br />
Von der Twitter-, wahlweise von der Facebook-Revolution war die Rede, als die Proteste auf dem Tahir-Platz in Kairo im Februar zum Erfolg führten. Qualitätsmedien rund um den Globus nahmen die über das Web 2.0 verbreiteten Statements der Demonstranten vor Ort dankbar auf. Vor wenigen Tagen nun wurde die wahre Identität einer der Symbolfiguren der digitalen Revolutionsberichterstattung bekannt. Bei dem &#8220;Gay Girl in Damascus&#8221; handelte es sich in Wahrheit um einen 40-jährigen Blogger aus Schottland. &#8220;Der digitale Flaneur&#8221; analysiert die Konstruktion der &#8220;Kunstfigur&#8221; Gay Girl, einer Figur, die, so die These des Verfassers, mit ihren Eigenschaften den Erwartungen westlicher Medien und Mediennutzer in der konkrten politischen Konstellation auf geradezu ideale Weise entsprach und somit zur Ikone des digitalen Protests wurde. Zukünftig sei in solchen und ähnlichen Fällen gerade auf Seiten der Presse eine striktere Quellenskepsis einzuhalten.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 14</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 15:55:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-kw-14-0"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" width="55" height="60" /></a>Facebooks Lobby-Arbeit in Washington, OpenData in Afrika, Verhaltensregeln im Internet und ein Besuch internationaler Blogger in Berlin - Dies und mehr in der Linkliste.   
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Facebooks Lobby-Arbeit in Washington, OpenData in Afrika, Verhaltensregeln im Internet und ein Besuch internationaler Blogger in Berlin &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,754807,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook: Direkter Draht zu den Entscheidern<br />
</strong></a><br />
Gregor-Peter Schmitz berichtet auf Spiegel-Online über die Versuche von Facebook, Einfluss auf den politischen Entscheidungsprozess in der US-Hauptstadt zu gewinnen. Personalpolitisch manifestierten sich diese Aktivitäten in dem Versuch, Robert Gibbs, aktuell Sprecher von US-Präsident Obama, für eine zukünftige Mitarbeit bei Facebook zu gewinnen. Da das Unternehmen in den vergangenen fünf Jahren überdurchschnittlich stark gewachsen sei und daher zunehmend Misstrauen entgegengebracht bekomme, sei ein gutes Verhältnis zum Weißen Haus von enormer Bedeutung, so Schmidt weiter.</p>
<p>&#8230; und im <strong><a href="http://www.welt.de/print/wams/wirtschaft/article13053582/Facebook-ist-eine-Bewegung.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a></strong> mit Thomas Heuzeroth von der &#8220;Welt&#8221; spricht die Facebook-Europamanagerin Joanna Shields über die Möglichkeiten, den Charakter und die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.</p>
<p><a href="http://techpresident.com/short-post/can-obama-2012-bring-new-media-band-back-together-again" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Obama, die zweite<br />
</strong></a><br />
Nachdem in dieser Woche das Kampagnenvideo für die Bewerbung um eine zweite Obama-Amtszeit veröffentlicht worden ist, fragt Nancy Scola in dem Blog &#8220;techPresident&#8221;, ob es gelingen kann, den Erfolg aus der Kampagne 2007/2008 zu wiederholen. Die Obama-Kampagne zum vergangen Präsidentschaftswahlkampf gilt gemeinhin als Inititalzündung des eCampaigning und fand international Anerkennung sowie erfolgreiche und weniger erfolgreiche Nachahmer.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Lawrence-Lessig-Die-Politik-muss-das-Internet-endlich-ernst-nehmen-1222528.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Das Netz als Demokratie-Katalysator<br />
</strong></a><br />
Der Harvard-Wissenschaftler Lawrence Lessig forderte in dieser Woche in der American Academy in Berlin, dass die Politik das Internet weltweit endlich ernstnehmen müsse. Die Volksaufstände in verschiedenen arabischen Ländern in diesem Frühjahr hätten bewiesen, so Lessig, welche Bedeutung dem Netz bei der Verbreitung von politischen Informationen zukomme. Das Internet sei hierbei wirkungsvoller gewesen als alle Propagandamaßnahmen der amerikanischen Regierung.</p>
<p><a href="http://whiteafrican.com/2011/04/04/thinking-about-africas-open-data/?utm_source=feedburner&amp;utm_medium=feed&amp;utm_campaign=Feed%3A+white_african+%28White+African%29&amp;utm_content=Twitter" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Open Data in Afrika<br />
</strong></a><br />
In Deutschland sind Open-Data-Projekte weiterhin mit Startschwierigkeiten behaftet. Beim Blick über den Tellerrand verdeutlichtet ein Bericht auf der Website whiteafrican.com, welche Chancen der freie Zugriff auf Behördendaten und die digitale Einsichtnahme in Verwaltungsakte für den afrikanischen Kontinent bieten würden. Zahlreiche afrikanische Staaten kämpfen tagtäglich mit Bestechung und Vetternwirtschaft im öffentlichen Sektor. Die Internet-Infrastruktur ist ebenfalls noch stark unterentwickelt. Über eine Kooperation des Suchmaschinenbetreibers Google mit der kenianischen Regierung wird in dem Zusammenhang ebenfalls berichtet.</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/positionen/1113-diese-suche-ergibt-keinen-treffer" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;Drei Buchstaben als kleinstet gemeinsamer Nenner&#8221;</strong></a><br />
Die Bloggerin Teresa Brückner macht sich im Online-Angebot des &#8220;Freitag&#8221; Gedanken zu der Wünschbarkeit der Durchsetzung einer Netzethik. Wer will dem – wie auch immer einzugrenzenden – &#8220;www&#8221; einen Verhaltenskodex diktieren und mit welchem Recht? Sie behandelt ein Thema, zu dem sie am morgigen Samstag auch Panel-Teilnehmerin auf dem zweiten <a href="http://www.taz.de/zeitung/tazinfo/tazlab/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienkongress der taz</a> im Berliner &#8220;Haus der Kulturen der Welt&#8221; sein wird.<br />
<strong><a href="http://www.bundestag.de/internetenquete/Bloggertreffen/index.jsp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internationale Blogger in Berlin</a><br />
</strong><br />
In der vergangenen Woche traf eine Gruppe internationaler Blogger und Journalisten in der deutschen Hauptstadt mit Mitgliedern der Enquete-Kommission &#8220;Internet und digitale Gesellschaft&#8221; des Deutschen Bundestags zusammen. Im Gespräch mit den insgesamt 14 Bloggerinnen und Bloggern aus Staaten wie Moldau, China und Kasachstan erfuhren die Bundestagsabgeordneten von persönlicher Verfolgung und von Zensurmaßnahmen gegenüber Internet-Aktivisten. Auf der vom Auswärtigen Amt organisierten Reise treffen die Blogger mit deutschen Journalisten zusammen und erhalten einen Einblick in die Arbeit und die Rechtsgrundlagen hiesiger Verfassungsorgane.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier (KW16)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Apr 2010 14:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Linkliste]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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		<category><![CDATA[Online-Kampagnen]]></category>
		<category><![CDATA[Transparenz]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Wikileaks will Geheimnis um sich selbst lüften, lebendige Blogosphäre in Afrika, Scott Thomas spricht übers Präsidentendesignen und Sebastian Blumenthal im Interview: Mehr Themen in der Linkliste. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wikileaks will Geheimnis um sich selbst lüften, lebendige Blogosphäre in Afrika, Scott Thomas spricht übers Präsidentendesignen und Sebastian Blumenthal im Interview: Mehr Themen in der Linkliste. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.boell.de/weltweit/afrika/afrika-meinungsfreiheit-blogs-afrika-9004.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Afrikanische Blogs fördern Meinungsfreiheit</a>
</p>
<p>
Die Heinrich Böll-Stiftung hat die afrikanische Blogosphäre unter die Lupe genommen: Dort hat sich entgegen der traditionellen, autoritär bestimmten Medien eine Fülle lokal betriebener Weblogs entwickelt, die unter anderen auch Themen wie Demokratie und Korruption aufgreifen. Ein großer Nachteil sei jedoch immer noch die unzureichende Internetabdeckung auf dem Land, die der dortigen Landbevölkerung eine Nutzung unmöglich mache.<br />
<a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11779381/62249/Wie-die-Brandenburger-Piratenpartei-ueber-das-Internet-Politik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a></p>
<p><a href="http://www.welt.de/webwelt/article7214769/Wikileaks-will-sein-eigenes-Geheimnis-lueften.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wikileaks lüftet eigenes Geheimnis</a>
</p>
<p>
Die Internetplattform, die kürzlich auch das Irak-Video über US-Soldaten ans Licht brachte, welche einen Kameramann töteten, machte um sich selbst bisher ein großes Geheimnis. Der Wikileaks-Sprecher mit dem Pseudonym Daniel Schmitt verspricht im Interview mit WELT ONLINE mehr Transparenz und visioniert über eine mögliche Kooperation mit den Medien.</p>
<p><a href="http://diepresse.com/home/techscience/internet/559055/index.do?_vl_backlink=/home/techscience/internet/index.do" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Kampagnen: Wie man Präsidenten designt</a>
</p>
<p>
Scott Thomas, seines Zeichens Onlinekampagnen-Designer von US-Präsident Barack Obama, äußert sich in der kommenden Woche in Wien zur Zukunft des Wahlkampfes. Das Design sei dabei, neben den Inhalten und Plattformen, sehr entscheidend. Die Präsidentschaftskampagne 2008 sei ein beispielhaftes ‚Olympia der Technologie&#8217; gewesen. In Wien stellt er unter anderem seine Publikation „Designing Obama&quot; vor.</p>
<p><a href="http://www.rp-online.de/digitale/internet/Massenprotest-gegen-Facebook_aid_846737.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Massenprotest gegen Facebook</a>
</p>
<p>
Mehr als 50 000 User (inzwischen mehr als 60 000, Anm. d. Red.) unterstützen bereits die unter anderem von Grünen-Politiker Malte Spitz initiierte Protestaktion gegen die Datenweitergabe im Internet. Auslöser der Initiative war die Kritik von Verbraucherschützerin Ilse Aigner. Union, SPD, FDP, Grüne und Linke beschlossen daraufhin, den „Raubbau beim Datenschutz&quot; zu stoppen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2010-04/blumenthal-neue-medien" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blumenthal neuer Vorsitzender des Bundestagsunterausschusses Neue Medien</a>
</p>
<p>
Sebastian Blumenthal ist überzeugt, dass der freie Markt auch die meisten Probleme im Netz löse, erzählte er ZEIT online im Interview. Als neuer Vorsitzender des Unterausschusses Neue Medien setzt sich der FDP-Politiker künftig mit netzrelevanten Themen wie Urheberrecht und Netzneutralität auseinander. </p>
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		<item>
		<title>And the winners are&#8230;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/and-the-winners-are-4164/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Nov 2008 12:12:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Libanon]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Bloggen]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Preisträger des Best of Blogs Award von der Deutschen Welle werden am 27. November um 20 Uhr im Berliner Museum für Kommunikation verkündet. Die <a href="http://www.thebobs.com/index.php?l=de&#38;s=1219157412998464CFSXZXOW" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verleihung der BOB´</a>s wird live gestreamt, außerdem wird vor Ort gebloggt. In jeder der <a href="http://www.thebobs.com/index.php?l=de&#38;s=1153214307061884SQCELVUT-NONE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">16 Preiskategorien</a> werden zwei Gewinner gekürt: Der eine durch die Jury, der andere durch Online-Voting. Die Publikumsgewinner stehen bereits fest.
<p>
<img src="/sites/politik-digital.de/files/BOBs_250x186.jpg" height="188" width="250" />]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Preisträger des Best of Blogs Award von der Deutschen Welle werden am 27. November um 20 Uhr im Berliner Museum für Kommunikation verkündet. Die <a href="http://www.thebobs.com/index.php?l=de&amp;s=1219157412998464CFSXZXOW" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verleihung der BOB´</a>s wird live gestreamt, außerdem wird vor Ort gebloggt. In jeder der <a href="http://www.thebobs.com/index.php?l=de&amp;s=1153214307061884SQCELVUT-NONE" target="_blank" rel="noopener noreferrer">16 Preiskategorien</a> werden zwei Gewinner gekürt: Der eine durch die Jury, der andere durch Online-Voting. Die Publikumsgewinner stehen bereits fest.</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/BOBs_250x186.jpg" height="188" width="250" /><!--break-->
</p>
<p>
Neben dem obligatorischen Preis für das beste Weblog, werden in den 11 Wettbewerbssprachen  Awards vergeben. Gesucht sind außerdem die besten Videoblogs und Podcasts. Auch die Reporter ohne Grenzen vergeben Preise an die Blogs, die sich besonders für freie Meinungsäußerung einsetzen.
</p>
<p>
Unter den deutschen Blogs ist <a href="http://alsharq.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alsharq</a> der Favourit der User, auf dem rund um den Mittleren und Nahen Osten, sowie Nordafrika gepostet wird.Während der jüngsten Libanonkrise veröffentlichte das Blog Mails mit Erlebnisberichten von Libanesen in dem Krisengebiet.
</p>
<p>
Auf Platz vier in der Kategorie bester Videoblog schaffte es schlussendlich <a href="http://voicesofafrica.africanews.com/site" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Voices of Africa“</a>, der lange Zeit der Spitzenreiter war. Auf diesem Blog können Bürger, die die Nachrichtenseite <a href="http://www.africanews.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">AfricaNews.com </a>mit Smartphones ausgestattet hat, eigene Videobeiträge erstellen. Die Bürgerjournalisten haben so schon die Wahl in Kenia dokumentiert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Elektronisches Lernen in Afrika</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/elektronisches-lernen-in-afrika-3325/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Afrika]]></category>
		<category><![CDATA[Kenia]]></category>
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					<description><![CDATA[Der afrikanische Kontinent zeigt sich den neuen Medien gegenüber aufgeschlossen. Auf der eLearning-Konferenz in Nairobi diskutieren afrikanische und internationale Teilnehmer über medienbasierte Lernmethoden. Johanna Limberg betrachtet die Chancen dieser Konferenz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der afrikanische Kontinent zeigt sich den neuen Medien gegenüber aufgeschlossen. Auf der eLearning-Konferenz in Nairobi diskutieren afrikanische und internationale Teilnehmer über medienbasierte Lernmethoden. Johanna Limberg betrachtet die Chancen dieser Konferenz.<!--break--></p>
<p>
<i>eLearning Africa 2007: Building Infrastructures and Capacities<br />
to Reach out to the Whole of Africa:</i> Unter diesem Untertitel<br />
findet vom 28. bis 30. Mai in Nairobi, Kenia, die zweite Internationale<br />
Konferenz für Informations- und Kommunikationstechnologie für<br />
Entwicklung, Bildung und Training (<i>International Conference<br />
on ICT for Development, Education and Training</i>)statt.</p>
<p>Vielen erscheint es nach wie vor paradox, dass gerade afrikanische<br />
Staaten technologische Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten<br />
umsetzen wollen. Denn den Staaten fehlt es an anhaltendem Wachstum<br />
und politischer Stabilität, sie befinden sich in einem Stadium<br />
relativ niedriger wirtschaftlicher, sozialer und politischer Entwicklung.<br />
Doch die häufig auftretende Annahme, Afrika habe im Allgemeinen<br />
andere Probleme und verharre in einer Situation, die einer demokratischen<br />
Entwicklungen und Hochtechnologie verschlossenen ist, greift zu<br />
kurz.<br />
<b><br />
Bedarf und Realität in Afrika<br />
</b><br />
Der Untertitel der Konferenz fasst Realität und Bedarf kurz<br />
und bündig zusammen: Es geht um Bildung als einen der grundlegenden<br />
Faktoren der Entwicklung und Demokratisierung Afrikas &#8211; und zwar<br />
um Bildung mit Hilfe von Informations-, Kommunikations- und Recherchetools<br />
zum Beispiel per Internet oder Handy. Hierzu sollen entsprechende<br />
technische Infrastrukturen auf- und ausgebaut werden. Sonst bleibt<br />
Lernen per elektronischen Medien begrenzt auf städtische Gebiete<br />
und einige wenige Pilotprojekte auf dem Land.</p>
<p>Ein Beispiel für den länderübergreifenden Einsatz<br />
von neuen Medien im Unterricht bietet die Initiative <a href="http://www.tessaprogramme.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TESSA</a><br />
(Teacher Education in Sub-Saharan Africa): Sie stellt Bildungsprogramme<br />
und -unterlagen für Lehrer verschiedener Fachrichtungen online<br />
zur Verfügung, die ausgedruckt auch in Schulen ohne Internetzugang<br />
genutzt werden können.</p>
<p>In einem anderen Fallbeispiel erforscht die computerwissenschaftliche<br />
Abteilung der Universität von Botswana die neuesten kabellosen<br />
und mobilen Technologien. Diese sollen helfen, in infrastrukturschwachen<br />
Gegenden Informationen im Gesundheits- und Bildungswesen zugänglich<br />
zu machen.</p>
<p>Trotz dieser Beispiele: Um umfangreiche länderübergreifende<br />
Projekte in Gang zu bringen, sind verbindliche bildungspolitische<br />
Entscheidungen und Zugeständnisse nötig.</p>
<p><b>Was die eLearning Konferenz leisten kann</b></p>
<p>Welchen Beitrag soll die Konferenz hierzu leisten? Im besten Fall<br />
werden nationale und internationale Entscheider aus Politik und<br />
Wirtschaft unter den Teilnehmern sein, dazu gesellschaftlich relevante<br />
Akteure wie Nichtregierungsorganisationen, diverse Initiativen und<br />
Radiosender, Kommunikationsfachleute, Lehrkräfte oder Bibliothekare.<br />
Das gilt idealerweise auch für die eigentlichen Anwender –<br />
also Schüler und Studenten, die mit den anderen Teilnehmern<br />
weitere Schritte für eine Verbesserung von Telekommunikationsmedien<br />
diskutieren und beschließen könnten.<br />
Im Juni werden die Ergebnisse vorliegen und unter <a href="http://www.elearning-africa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.elearning-africa.com</a><br />
veröffentlicht. Spannend ist, ob sich einzelne starke Akteure<br />
mit ihren Konzeptionen durchsetzen, oder ob im Sinne der afrikanischen<br />
Gesellschaften gemeinsam die wesentlichen Ziele erreicht werden<br />
&#8211; nämlich tatsächlich Infrastrukturen und Kapazitäten<br />
zu schaffen und zu fördern.</p>
<p>Details zur Konferenz sind nachzulesen unter <a href="http://www.elearning-africa.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.elearning-africa.com</a>.<br />
Das Konferenzprogramm ist unter <a href="http://www.elearning-africa.com/pdf/programme/programme.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.elearning-africa.com/pdf/programme/programme.pdf<br />
</a>verfügbar.</p>
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