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	<title>Aktion &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>S@fer Internet Day 07</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 11:19:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[eConsumer]]></category>
		<category><![CDATA[Safer Internet Day]]></category>
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					<description><![CDATA[<font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">Heute ist der <a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/sid/" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Day</a>! Zum vierten Mal veranstaltet die EU-Kommission an diesem Tag verschiedene Aktionen zum Thema &#34;Sicherheit im Internet&#34;. In weltweit mehr als 37 Ländern wollen Schulen, Stiftungen, Vereine und Unternehmen auf die Gefahren im Internet für Kinder und Jugendliche aufmerksam machen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">Heute ist der <a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/sid/" rel="noopener noreferrer">Safer Internet Day</a>! Zum vierten Mal veranstaltet die EU-Kommission an diesem Tag verschiedene Aktionen zum Thema &quot;Sicherheit im Internet&quot;. In weltweit mehr als 37 Ländern wollen Schulen, Stiftungen, Vereine und Unternehmen auf die Gefahren im Internet für Kinder und Jugendliche aufmerksam machen.</p>
<p><!--break--><br />
Und das ist auch notwendig. Nach <a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/comasystem/view/presse/view_presse.pl?datensatz=preg04unA8x3JJXF8pQtQTM42Bhym5YaSPDfMq69X847j4ttm2E7v1170680434&#038;designfile=news_common.php&#038;interpret=1&#038;zusatzparam=" rel="noopener noreferrer">Viviane Reding</a>, EU-Kommissarin für Informationgesellschaft und Medien, geben bereits 50 Prozent der europäischen Eltern an, dass ihre unter 18-jährigen Kinder das Internet nutzen: „Das erhöht natürlich erheblich die Möglichkeit, dass Kinder im Internet auf illegale oder schädliche Inhalte stoßen. Fast 20 Prozent der Eltern erklären, dass ihre Kinder bereits solche Inhalte zu Gesicht bekommen haben. Wir als Eltern, müssen wachsam bleiben.“<br />
Ein paar Veranstaltungen zum Safer Internet Day:<br />
Mehrere hundert Schüler der „Berlin International School“ (Private Kantschule e.V.) in Berlin-Dahlem nutzen heute ihre große Pause, um ein großes <a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/comasystem/view/presse/view_presse.pl?datensatz=preD5Ly85Dmb7Nf6kCCrGtz3CuLsUTA3sVTzkJgeczJrDke2erMgD1169038757&#038;projekt=projdNegDFVyJqAvcqY9aktuypBccw6r2i9PZ6CFBtFoIVhFSLRsG1166549046&#038;designfile=news_sid.php&#038;zusatzparam=" rel="noopener noreferrer">„@“-Zeichen</a> zu formen.<br />
<a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/comasystem/view/presse/view_presse.pl?datensatz=preBabbWKsSfFXIwadhOIAYiW6IxdJDGDvyhAD5TrzkVnTobBZx9D1169109929&#038;projekt=progCSkFPNE3uxIDgHfnVJ80dmmVxygx7IMyDmpnARrSRFXMTscY71166549028&#038;designfile=news_sid.php&#038;zusatzparam=" rel="noopener noreferrer">Außerdem</a> gibt es wieder einen weltweiten Blog-Marathon, kurz „Blogathon“. Zentrales Thema ist dieses Mal „Crossing Borders“ (Grenzen überschreiten).  Vom 6.-13. Februar bleibt der zentrale <a target="_blank" href="http://blog.eun.org/SID2007/" rel="noopener noreferrer">Blog</a> für Kommentare geöffnet.<br />
Und TV-Sender und Kinosäle strahlen </font><font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">wieder </font><font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">vermehrt </font><font size="2" face="arial,helvetica,sans-serif">den klicksafe-Spot &quot;<a target="_blank" href="http://www.klicksafe.de/common/presse.php?site=spot" rel="noopener noreferrer">Wo ist Klaus</a>&quot; aus. Hier ein YouTube-Video zum Clip: <br />
<object width="425" height="350"><param value="http://www.youtube.com/v/lr3O4d_jDxA" name="movie" /><param value="transparent" name="wmode" /><embed width="425" height="350" wmode="transparent" type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.youtube.com/v/lr3O4d_jDxA" /></object><br />
</font></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Big Trouble in Little Vienna</title>
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		<dc:creator><![CDATA[fniedlich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländer]]></category>
		<category><![CDATA[Provokation]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Mit seinem Beitrag zu den Wiener Festwochen
<a href="http://www.auslaenderraus.at/">&#34;Bitte liebt Österreich!&#34;</a>,
bei dem die Zuschauer per Telefonwahl nach Big Brother-Manier über das
Schicksal von zwölf &#34;Asylbewerbern&#34; entscheiden können, inszeniert
Christoph Schlingensief sich selbst und die massen-<br />
mediale Politik gleichermaßen und hält Europa einen Spiegel vor.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Mit seinem Beitrag zu den Wiener Festwochen<br />
<a href="http://www.auslaenderraus.at/">&quot;Bitte liebt Österreich!&quot;</a>,<br />
bei dem die Zuschauer per Telefonwahl nach Big Brother-Manier über das<br />
Schicksal von zwölf &quot;Asylbewerbern&quot; entscheiden können, inszeniert<br />
Christoph Schlingensief sich selbst und die massen-<br />
mediale Politik gleichermaßen und hält Europa einen Spiegel vor.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Show verfehlt ihre Wirkung<br />
nicht: 75 000 Zugriffe auf die Live-Bilder aus dem Asyl-Container<br />
allein in der ersten Nacht der Aktion erwiesen sich als zu viel für <a href="http://www.webfreetv.com/">webfreetv.com</a>,<br />
dessen Server dem Ansturm nicht gewachsen war. Die<br />
Feuilleton-Redaktionen schreiben sich die Finger wund, auch die<br />
Internet-Gemeinde diskutiert aufgeregt. Und eine &quot;ungenannte<br />
Privatperson&quot; hat nach Angaben der Staatsamwaltschaft Wien Anzeige<br />
gegen Schlingensief „und andere Personen“ wegen &quot;Verspottung des<br />
Staates&quot; erstattet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In der Zwischenzeit üben sich die<br />
&quot;Opfer&quot; der Aktion in reflexhaften Abwehrversuchen. Nichts anderes als<br />
eine billige Politprovokation, befand die FPÖ. Das Projekt finde vom<br />
ÖVP-Stadtrat offensichtlich deswegen Duldung, weil er vor lauter<br />
Bemühen um Anerkennung in der linken Kulturschickeria alles<br />
unterstütze, was gegen die ÖVP und FPÖ gerichtet sei. Die<br />
Freiheitlichen kündigten an, eine Klage zur Entfernung der von<br />
Schlingensief verwendeten FPÖ-ähnlichen Embleme einzureichen. Gleiches<br />
ist von Seiten des Boulevardsblattes &quot;Kronen Zeitung&quot; zu vernehmen,<br />
dessen Logo bis Dienstag, wie das der FPÖ, neben einem Plakat mit der<br />
Aufschrift &quot;Ausländer raus&quot; am Container prangte. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dazu werfen rechte Politiker<br />
(wieder einmal) die Frage auf, ob für solche Aktionen – der Begriff<br />
&quot;Kunst&quot; wird tunlichst vermieden – Steuergelder aufgewendet werden<br />
sollten – und liefern die Antwort selbstverständlich gleich mit. Einher<br />
geht diese Rhetorik mit verbalen Entgleisungen in Richtung der<br />
Initiatoren. Nun haben solche öffentlichen Äusserungen die Tendenz, auf<br />
ihren Urheber zurück zu fallen. Und weil Christoph Schlingensief dies<br />
weiß, wird es ihn kaum stören, dass der Wiener FPÖ-Chef Hilmar Kabas<br />
meint, er habe eine &quot;offensichtliche Verhaltensstörung&quot;. Im Gegenteil,<br />
er wird mit solchen oder ähnlichen Anfeindungen als Reaktion auf die<br />
&quot;Weltausstellung der Freiheit&quot; (Schlingensief über &quot;Bitte liebt<br />
Österreich&quot;) gerechnet haben. Denn der Provokationskünstler kennt das<br />
Mediensystem nicht nur genauestens, er lebt von ihm genauso sehr, wie<br />
die Medien von Leuten wie ihm. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch wer glaubt, Schlingensief<br />
inszeniere vor allem sich selbst, hat nur zum Teil recht. Natürlich<br />
geniesst er die Aufmerksamkeit, die ihm augenblicklich in Wien und<br />
darüber hinaus zu Teil wird. Sie kreiert für ihn das &quot;Spannungsfeld&quot;,<br />
in dem er am produktivsten arbeitet. Aber der Versuch der FPÖ,<br />
Schlingensief als verhaltensgestörten Politclown abzustempeln, kann die<br />
inhaltliche Auseinandersetzung mit der Aktion genauso wenig ersetzen<br />
wie der in die Kritik an der Spaßgesellschaft verpackte Verweis auf<br />
ihren &quot;Eventcharakter&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die bewußte Provokation,<br />
Schlingensiefs Markenzeichen, ist mehr als nur Selbstzweck. Der<br />
39-Jährige versteht es, in seinen Projekten die modernen<br />
Kommunikationsmecha-<br />
nismen für sich zu nutzen. Aber er konstruiert<br />
das Gegenüber nicht, um sich dann damit zu einigen. Es gehe um<br />
Aufrechterhaltung der Gegensätze und um Überlebenstrategien. Und auch<br />
um Strategien, wie man die Muster des Neuen Markts selbst möglichst<br />
unbeschädigt überstehe, sagt Schlingensief im <a href="http://derstandard.at/dynamic/aktuell/ressort_article.asp?channel=newsroom&amp;id=249816&amp;ressort=SCHLINGENSIEF">Interview</a> mit der österreichischen Zeitung <a href="http://derstandard.at/">&quot;Der Standard&quot;</a>.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Indem er selbst eigene Gegensätze<br />
&quot;lebt&quot;, hält Schlingensief der Gesellschaft ihre eigene Schizophrenie<br />
vor. Er karikiert die &quot;Schaumschlägerfabriken&quot; der Neuen Ökonomie, für<br />
deren Erfolg Schein oft wichtiger ist als Sein, indem er dem Betrachter<br />
seiner Container gerade so viel Einblick gewährt, das dieser eben nicht<br />
durchblickt. Er kritisiert die Ausrichtung von Politik und Medien am<br />
jeweils gerade aktuellen Trend – und passt sich mit seiner Big<br />
Brother-Imitation selber dem Trend an. Er beschwert sich über den Kult,<br />
der um seine eigene Person gemacht wird, personalisiert aber selbst die<br />
Auseinandersetzung mit dem Gegenüber mit plakativen Parolen wie etwa<br />
&quot;Tötet Schüssel!&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In diesem Sinne läßt sich<br />
durchaus von &quot;Verhaltensstörungen&quot; sprechen, allerdings scheinen diese<br />
eher pathologisch in der Gesellschaft angelegt zu sein. Und so trägt<br />
&quot;Bitte liebt Österreich&quot; die Diskussion auch eben dorthin zurück.<br />
Österreichs Künstler können jedenfalls, anders als im Falle eines<br />
&quot;Boykotts&quot; österreichischer Theaterhäuser, durch das Projekt wieder die<br />
aktive diskursive Auseinandersetzung suchen. Sie kommen denn auch in<br />
Scharen gelaufen, um ihre Unterstützung zu demonstrieren (neben den<br />
&quot;Eröffnungsrednern&quot; besucht täglich ein &quot;Gast&quot; die verbleibenden<br />
Containerbewohner). </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und die österreichische Regierung<br />
kann sich, anders als im Falle der EU-Sanktionen, nicht in die Rolle<br />
des Opfers reden. Dafür hat Schlingensief schon allein dadurch gesorgt,<br />
dass er die &quot;Message&quot; seines Projekts gerade nicht auf die<br />
österreichischen Verhältnisse beschränkt wissen will. Die europäischen<br />
Staaten warnte er davor, im &quot;Wir wissen jetzt, wo der Nazi wohnt&quot;-Stil<br />
mit dem Finger auf Österreich zu zeigen und gleichzeitig Probleme mit<br />
Rassismus und Ausländerfeindlichkeit im eigenen Land schön zu reden.<br />
Denn eines ist für Schlingensief klar: &quot;Dieses Österreich, dass wir<br />
meinen, kann überall sein.&quot;<br />
</span></p>
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