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	<title>AKW &#8211; politik-digital</title>
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	<title>AKW &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Die Netzwege der Anti-Kernkraft-Bewegung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-netzwege-der-anti-kernkraft-bewegung-5042/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rita Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 07 Oct 2010 11:18:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kernenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraftwerk]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
		<category><![CDATA[Atomenergie]]></category>
		<category><![CDATA[Atomausstieg]]></category>
		<category><![CDATA[AKW-Laufzeitverlängerung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Menschenkette &#34;KETTENreAKTION&#34; im April und die Anti-Atom-Demo im September diesen Jahres waren große Medienereignisse der Anti-Kernkraft-Bewegung. Zehntausende Protestler gingen auf die Straßen. Viele dieser Kampagnen werden mittlerweile über das Internet organisiert. Wie vernetzen sich die einzelnen Organisationen untereinander? Oder sind sie alleine stärker? politik-digital.de hat sich das Netzverhalten der Atom-Gegner angeschaut.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Menschenkette &quot;KETTENreAKTION&quot; im April und die Anti-Atom-Demo im September diesen Jahres waren große Medienereignisse der Anti-Kernkraft-Bewegung. Zehntausende Protestler gingen auf die Straßen. Viele dieser Kampagnen werden mittlerweile über das Internet organisiert. Wie vernetzen sich die einzelnen Organisationen untereinander? Oder sind sie alleine stärker? politik-digital.de hat sich das Netzverhalten der Atom-Gegner angeschaut.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Für den neuesten Wirbel im Atom-Kampf sorgte eine <a href="http://www.avaaz.org/spiegel" target="_blank" title="Anzeige von Avaaz.org" rel="noopener noreferrer">Anzeige </a>der <a href="http://www.avaaz.org/de" target="_blank" title="Zur Webseite von Avaaz" rel="noopener noreferrer">Online-Bürgerbewegung Avaaz.org</a> im Magazin &quot;Der Spiegel&quot; vom 27. September, in der Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgefordert wird, sich zwischen erneuerbaren Energien oder der Atomlobby zu entscheiden. Über 5000 Deutsche folgten dem Aufruf der weltweit größten Internetbewegung und ermöglichten mit ihrer Spende die Spiegel-Anzeige.  
</p>
<div style="text-align: center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/20101007_merkel_avaaz_spiegel.jpg" alt="Avaaz-Anzeige" title="Avaaz-Anzeige" width="373" height="261" />
</div>
<p></p>
<p>
Trotz der hohen Anzahl von Atomkraft-Gegnern und Gemeinschaften, sind solche Massenereignisse eher selten. Im Internet lassen sich nur ein paar Aktionen finden, die durch Organisationsbündnisse entstanden sind, zum Beispiel das Bündnis aus  Umweltverbänden und <a href="http://www.atomausstieg-selber-machen.de/ueber-uns.html" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Verbraucherschutz-Organisationen „Atomausstieg selber machen“</a>.
</p>
<p>
Viel häufiger finden sich vereinzelte regionale oder spezifische Aktionsgemeinschaften. So mobilisiert zum Beispiel der <a href="http://www.bi-luechow-dannenberg.de/" target="_blank" title="Zur Webseite des Vereins" rel="noopener noreferrer">Verein „umweltschutz-initiative von lüchow-dannenberg e.V.“</a> seine Mitglieder gegen Atommüll-Lagerungen, die <a href="http://elbmarsch.org/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Bürgerinitiative „Elbmarsch“</a> gegen Leukämie in der Region oder das <a href="http://www.anti-atom.org/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">&quot;Anti-Atom-Plenum&quot;</a> im Weserbergland.
</p>
<p>
<b>Vorteile regionaler Kampagnen </b>
</p>
<p>
„Das Dezentrale ist die Stärke der Bewegung“, sagt Jochen Stay, Sprecher der Online-Mitmach-Kampagne <a href="http://www.ausgestrahlt.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">&quot;ausgestrahlt&quot;</a>, gegenüber politik-digital.de. Die Vielfalt unabhängiger Organisationen unterstütze die regionale Reichweite der Bewegung. Einem dauerhaften großen Bündnis von Anti-Atomkraft-Gemeinschaften würde die Tragkraft fehlen, so Stay weiter. Jemand müsse die Menschen direkt vor Ort mobilisieren und einbeziehen. Bei bundesweiten Aktionen, wie die <a href="http://www.anti-atom-kette.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Menschenketten</a> zwischen den Kraftwerken Brunsbüttel und  Krümmel am 24. April 2010, seien große Bündnisse jedoch sinnvoll, da sie mehr Menschen erreichen würden. 
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/20101007_anti-kernkw.jpg" alt="Screenshot &quot;Kettenreaktion&quot;" title="Screenshot &quot;Kettenreaktion&quot;" width="400" height="306" />
</div>
<p></p>
<p>
Auch Peter Dickel, Sprecher der <a href="http://www.ag-schacht-konrad.de/" target="_blank" title="Zur Webseite der Aktion" rel="noopener noreferrer">Arbeitsgemeinschaft Schacht Konrad </a>betont die Kraft der regionalen Bündnisse im Gespräch mit politik-digital.de. Die Aktion Lichterkette09 im Raum Braunschweig sei in Zusammenarbeit mit verschiedensten regionalen Gruppen, Verbänden und Gemeinden organisiert worden. „Eine zentrale Anti-Atomkraft-Bewegung wurde schon immer kritisch gesehen“, so Dickel. Die Gefahr der Vereinnahmung durch bestimmte Parteien sei mit einem festen Bündnis zu groß. Autonome Organisationen könnten schneller, flexibler und genauer auf regionale Probleme eingehen. Durch die Eigentständigkeit der Organisationen könne es jedoch  manchmal auch recht lange dauern, bis bundesweite Aktionen entstehen würden, räumt Dickel ein.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Machnig (BMU): &#8220;Grüne Technologien sind die Zukunft&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/machnig-bmu-gruene-technologien-sind-die-zukunft-4462/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[sruff]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Jul 2009 15:50:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[BMU]]></category>
		<category><![CDATA[Endlagerung]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Machnig]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
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		<category><![CDATA[Bundesumweltministerium]]></category>
		<category><![CDATA[AKW]]></category>
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		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Montag, 20. Juli 2009, beantwortete der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, Fragen der User zum Thema Atomenergie im <a href="http://www.bmu.de/chat_atomenergie_und_endlagerung/doc/44599.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat </a>des Bundesumweltministeriums. Dabei nahm er Stellung zu den aktuellen Störfallen in deutschen AKWs, Fragen der Endlagerung von Atommüll und Perspektiven von Erneuerbaren Energien. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag, 20. Juli 2009, beantwortete der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Matthias Machnig, Fragen der User zum Thema Atomenergie im <a href="http://www.bmu.de/chat_atomenergie_und_endlagerung/doc/44599.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat </a>des Bundesumweltministeriums. Dabei nahm er Stellung zu den aktuellen Störfallen in deutschen AKWs, Fragen der Endlagerung von Atommüll und Perspektiven von Erneuerbaren Energien. <!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, es ist 13 Uhr. Gleich die erste Frage an unseren Gast: Können wir starten?<b></b>
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Ja, wir können starten.
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Ersti</b>: Guten Tag. Sollte nicht eigentlich Herr Gabriel am Chat teilnehmen? Ich meine, dass ich das gestern so gelesen hatte.
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Das stimmt. Herr Gabriel hat heute einen Krankheitsfall in der Familie und kann deswegen nicht hier sein. Somit sorry.
</p>
<p>
<b>Makulatur</b>: Warum sagen Sie, dass die Atomenergie eine schmutzige Energie ist?<b></b>
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Kernenergie produziert große Mengen radioaktiven Abfalls und<br />
Kernenergie ist eine Risikotechnologie. Daraus ergibt sich, dass<br />
Kernenergie eben keine saubere, keine fehlerfreundliche und auf Dauer<br />
keine verantwortbare Energieversorgung darstellt.
</p>
<p>
<b>Hermelinr</b>: Rebecca Harms proklamierte: &quot;Die Asse säuft ab.&quot; Wie erst ist die Gefahr und wie sehen Lösungen aus?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Die Lage ist ernst. Wir sind dabei, uns einen möglichst vollständigen<br />
Überblick über die reale Gefährdungssituation zu schaffen. Auch wir<br />
lernen manchmal staunend und ungläubig dazu. Asse hat keinerlei<br />
Sicherheitsreserven. Das wird jeden Tag deutlicher. Wir haben eine<br />
Studie in Auftrag gegeben, die Optionen prüft. Dabei werden drei<br />
unterschiedliche Stilllegungsszenarien geprüft und bewertet. Erst wenn<br />
das abgeschlossen ist, werden wir endgültig entscheiden können.
</p>
<p>
<b>Paddyoxr</b>: Sind die externen Kosten, wie die für Endlagerung, eigentlich im Atomstrompreis enthalten?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Nein. Bei Asse und Morsleben kommt der Steuerzahler nahezu zu 100<br />
Prozent für die Kosten auf. Bei Schacht Konrad gibt es zumindest eine<br />
Regelung, die Kosten nach Mengen zwischen Bund und<br />
Energieversorgungsunternehmen aufteilt. Es muss gelten: Die<br />
Energieversorgungsunternehmen müssen zukünftig an den Kosten angemessen<br />
beteiligt werden. Das ist zum Beispiel möglich durch die Einführung<br />
einer Brennelementsteuer.
</p>
<p>
<b>Privatuser</b>: Was ist eine fehlerfreundliche Energieversorgung?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Erneuerbare Energien sind eine fehlerfreundliche Technologie. Das<br />
heißt, selbst wenn etwas passiert, sind katastrophale Folgen, z.B. die<br />
Kontaminierung und radioaktive Verseuchung ganzer Landstriche nicht zu<br />
erwarten.
</p>
<p>
<b>Spycherr</b>: Sind Offshore-Windkraftanlagen eine echte Alternative für die Zeit nach dem Ausstieg?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Wir brauchen einen Energiemix, der in den nächsten Jahren Kernenergie<br />
durch mehr Energieeffizienz, einen massiven Ausbau der erneuerbaren<br />
Energien und hocheffiziente fossile Kraftwerke ersetzt. Das ist<br />
energiepolitisch sinnvoll, wirtschaftlich vernünftig und schafft zudem<br />
Arbeit und Beschäftigung.
</p>
<p>
<b>Klausr</b>: Auf der<br />
ganzen Welt ist die Renaissance der Atomkraft im Gange: Darf es<br />
wirklich sein, dass Deutschland sich von der technologischen<br />
Entwicklung abkoppelt und einen Sonderweg geht?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Es gibt keine Renaissance der Kernkraft. Es gibt nur eine Renaissance<br />
der Ankündigung. Trotz Zubau in einigen wenigen Fällen wird die Zahl<br />
der Kernkraftwerke weltweit abnehmen. Außerdem leistet Kernenergie nur<br />
2,5 Prozent am Endenergieverbrauch und knapp fünfzehn Prozent am<br />
Stromverbrauch weltweit. Kernenergie braucht massive staatliche<br />
Subventionen. Dazu sind die allerwenigsten Länder bereit. Die wenigen<br />
Neubauten, wie z.B. in Finnland, zeigen eines: Zeit und Kosten<br />
explodieren.
</p>
<p>
<b>WinnieTheAxe</b>: Worin sehen Sie die größten Gefahren für uns? In maroden osteuropäischen AKWs oder in den hiesigen?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Kernenergie &#8211; ob bei uns oder in anderen Ländern &#8211; ist eine<br />
Risikotechnologie. Auch wenn unsere Sicherheitsstandards besser sein<br />
sollten als z.B. in den osteuropäischen Ländern. Letztlich darf der<br />
Mensch beim Umgang mit der Kernenergie keinen Fehler machen. Gerade<br />
dieses menschliche Versagen ist aber nie auszuschließen.
</p>
<p>
<b>Alterförster</b>: Wie stark ist die Atomlobby nach dem beschlossenen Ausstieg noch?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Lobbies sind nur so stark, wie sich Politik von ihnen beeindrucken<br />
lässt. Wer ein klares Ziel hat, wie zum Beispiel den Ausstieg, den<br />
Ausbau der Erneuerbaren, mehr Energieeffizienz, und weiß, dass dies<br />
eine richtige Alternative ist, lässt sich nicht beeindrucken. Letztlich<br />
entscheidet jedoch der Wähler über politische Mehrheiten, die mehr oder<br />
weniger Atomlobbyismus zulassen. Also: Aufpassen am 27. September.
</p>
<p>
<b>Nwr</b>:<br />
Wo soll der Atommüll endgültig gelagert werden? Welche Kriterien werden<br />
an vermeintlich geeignete Orte gestellt und wo sind diese?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
In Deutschland gibt es bislang kein Endlager für hochradioaktive<br />
Abfälle. Übrigens auch weltweit gibt es keines. Deswegen ist ein<br />
Standortauswahlverfahren in Deutschland erforderlich, dass den besten,<br />
sichersten Standort bestimmt. Sicherheit, insbesondere<br />
Langzeitsicherheit, das heißt eine sichere Lagerung für eine Million<br />
Jahre, ist dabei das entscheidende Kriterium. Nur so kann es überhaupt<br />
Akzeptanz für einen Standort geben.
</p>
<p>
<b>AS</b>:<br />
Minister Gabriel hat im Hamburger Abendblatt dazu aufgefordert,<br />
Vattenfall als Energieversorger zu kündigen. Welchen ökologisch<br />
korrekten Energieversorger empfehlen Sie?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Die Verbraucherzentralen und die Umweltverbände können ihnen Anbieter<br />
nennen, die Strom aus erneuerbaren Energien zur Verfügung stellen.<br />
Jeder hat die Wahl. Man muss nur auswählen.
</p>
<p>
<b>Magi</b>: Wie beurteilen Sie die Potentiale der viel diskutierten Sonnenparks in Nordafrika?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Sonne ist die Energie des 21. Jahrhunderts. Es gibt keine<br />
verlässlichere, sicherere und nachhaltigere Energiequelle. Das heißt,<br />
das Potenzial von Photovoltaik und Solarthermie muss in den nächsten<br />
Jahren entwickelt werden. Die Solarthermie in Ländern wie Afrika hat<br />
ein hohes Potenzial. Das sollten wir erschließen. Deswegen ist Desertec<br />
ein gutes Projekt. Es muss aber mehr sein als PR der Energieversorger.
</p>
<p>
<b>Signatus</b>:<br />
Sie sagten, dass Kernenergie massive staatliche Subventionen braucht.<br />
Wie viel fließt hierzulande in die AKWs, wie viel in erneuerbare<br />
Energien?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Die Kernenergie<br />
ist seit den sechziger Jahren mit Milliardenbeträgen gefördert worden.<br />
Die Rückstellungen der Kernkraftbetreiber sind nach wie vor steuerfrei.<br />
Die erneuerbaren Energien fördern wir durch eine Umlage: 2,50 Euro pro<br />
Monat in einem vierköpfigen Haushalt. Wir erwirtschaften mit den<br />
erneuerbaren Energien heute bereits 27 Milliarden Euro an Wertschöpfung<br />
in Deutschland und haben 280.000 Arbeitsplätze geschaffen. Die<br />
erneuerbaren Energien sind der klare Sieger: Energiepolitisch,<br />
wirtschaftspolitisch, beschäftigungspolitisch.
</p>
<p>
<b>Heinz</b>: Wie viele Störfälle gibt es jährlich in deutschen AKWs?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Seit Beginn der Kernenergienutzung hat es 5.783 meldepflichtige<br />
Ereignisse gegeben. An der Spitze liegt Brunsbüttel mit über 400,<br />
Krümmel hat 313 solcher meldepflichtigen Ereignisse zu verzeichnen. Die<br />
Statistik zeigt, je älter die Kraftwerke, umso höher die<br />
Fehleranfälligkeit. Deswegen müssen ältere Kraftwerke schneller vom<br />
Netz. Das sehen im übrigen 89 Prozent der Deutschen so.
</p>
<p>
<b>Tobias</b>: Wie sicher sind die deutschen AKWs gegen terroristische Angriffe geschützt?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Dazu muss zwischen älteren und neueren Anlagen unterschieden werden.<br />
Ältere Anlagen haben nur einen Containment von ca. 30 Zentimetern<br />
Beton. Jüngere bis zu 1,60 Meter. Kein deutsches Kernkraftwerk ist<br />
absolut sicher gegen den Absturz von großen Passagiermaschinen wie z.B.<br />
Jumbo oder A380.
</p>
<p>
<b>Privatuser</b>: Wie werden die<br />
rund 30 Prozent Stromanteile in Deutschland gedeckt, wenn die KKW<br />
abgeschaltet sind? Durch den Zukauf von französischem Strom?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Deutschland ist Nettoexporteur von Strom. Das heißt, wir produzieren<br />
mehr als wir verbrauchen. Bis 2012 werden allein im Umfang von 12.000 <acronym class="acronym" title="Megawatt">MW</acronym> fossile Kraftwerke und 12.000 <acronym class="acronym" title="Megawatt">MW</acronym> erneuerbare Energie gebaut. Wenn die alten acht Anlagen sofort vom Netz gingen, würden nur ca. 8.000 <acronym class="acronym" title="Megawatt">MW</acronym><br />
vom Netz gehen. Es gibt keine Stromlücke. Es gibt eine Erkenntnislücke.<br />
Eine intellektuelle Lücke bei denjenigen, die glauben, die Kernenergie<br />
sei unverzichtbar.
</p>
<p>
<b>Alex</b>: Hängt die Suche<br />
nach einem Standort für ein Endlager vom Zeitpunkt des Ausstiegs aus<br />
der Kernenergie ab? Wenn nein, warum vermischt man beide Themen in der<br />
öffentlichen Diskussion?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Ein Endlager in Deutschland muss bis zum Jahre 2035 zur Verfügung<br />
stehen. Kernenergie muss die Frage einer sicheren Endlagerung<br />
beantworten. Sonst wird es keine Akzeptanz geben. Auch für kein<br />
Endlager. Deshalb hängen beide Fragen zusammen.
</p>
<p>
<b>Hallo</b>:<br />
Als wie ehrlich darf man die Aussagen zur Kernenergie im Wahlkampf<br />
beurteilen, besonders von den Parteien, die auch schon mal eine<br />
Verlängerung der Laufzeiten gefordert haben?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Wahlen entscheiden über die Richtung eines Landes. Auch in der<br />
Energiepolitik. Das ist das Wesen der Demokratie. Deswegen geht es um<br />
Alternativen. Die Alternative lautet Ausstieg aus der Kernenergie oder<br />
Verlängerung der Laufzeiten auf unbestimmte Zeit. Da muss sich jeder<br />
entscheiden. Wenn Herr Pofalla von der Öko-Energie Kernenergie spricht,<br />
weiß er entweder nicht, wovon er spricht, oder er will die Menschen<br />
hinter die Fichte führen.
</p>
<p>
<b>Sina</b>: Ich komme<br />
aus der Nähe des Atommülllagers Asse, von dem jede Woche eine neue<br />
Schreckensmeldung erscheint. Es ist ein unglaublicher Skandal, der hier<br />
passiert ist. Wann gibt es für Asse eine vertretbare Lösung und wie<br />
sieht diese aus?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Das <acronym class="acronym" title="Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit">BMU</acronym><br />
ist erst seit dem ersten Januar 2009 für die Asse verantwortlich.<br />
Seitdem haben wir für Klarheit, Transparenz und Aufrichtigkeit in der<br />
Diskussion geworben. Dazu gehört auch, dass wir einen<br />
Optionenvergleich, also die Frage &quot;Was kann unter dem Stichwort<br />
Sicherheit in der Asse getan werden?&quot; auf den Weg gebracht haben. Dabei<br />
haben wir drei Optionen bewerten lassen: 1. Rückholung des<br />
eingelagerten radioaktiven Materials, 2. Umlagerung innerhalb der Asse<br />
und 3. Vollverfüllung des Bergwerks mit einem Spezialbeton. Die<br />
Bewertung und Abschätzung dieser drei denkbaren Optionen ist noch nicht<br />
abgeschlossen. Erst wenn dies erfolgt ist &#8211; und zwar unter der Maßgabe<br />
höchstmöglicher Sicherheit für die Bewohner der Region und die<br />
Beschäftigten &#8211; werden wir entscheiden.
</p>
<p>
<b>BrentSpar</b>: Herr Machnig, warum würde eine Laufzeitverlängerung für AKWs den Ausbau von erneuerbaren Energien behindern?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnigr</b>:<br />
Die Antwort ist einfach. Investitionen in die erneuerbaren Energien,<br />
Investitionen in andere Kraftwerke würden zurückgestellt. Das können<br />
wir uns gerade jetzt in der Krise nicht leisten. Denn was wir brauchen,<br />
sind Investitionen für mehr Wachstum, für mehr Beschäftigung und für<br />
Innovationen.
</p>
<p>
<b>Energater</b>: Frau Merkel hat am Wochenende behauptet, das <acronym class="acronym" title="Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit">BMU</acronym> blockiere die Lösung der Endlagerfrage. Stimmt das?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Frau Merkel behauptet viel, wenn der Tag lang ist. Richtig ist: Das <acronym class="acronym" title="Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit">BMU</acronym><br />
hat bereits 2006 einen Vorschlag für ein Standortauswahlverfahren<br />
bereitet nach internationalem Stand von Wissenschaft und Technik, wie<br />
es etwa in der Schweiz durchgeführt wird. Der Koalitionspartner war<br />
nicht bereit, diesen Weg mitzugehen. Mit dem <acronym class="acronym" title="Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit">BMU</acronym><br />
wird es nur auf der Grundlage eines solchen Auswahlverfahrens eine<br />
Entscheidung über ein Endlager geben. Das erwarten die Menschen in<br />
Deutschland auch von uns. Denn sie haben Anspruch auf Sicherheit.
</p>
<p>
<b>Pragmatiker</b>: Die Wortwahl von Herrn Gabriel ist in den letzten Wochen spürbar polemischer geworden. Ein letztes Aufbäumen vor der Abwahl?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Zur Politik gehören Klarheit und auch klare Alternativen. Polemisch ist<br />
der, der Kernenergie &quot;Öko-Energie&quot; nennt oder verharmlosend von einer<br />
Brückentechnologie spricht, während gleichzeitig Parteifreunde wie Herr<br />
Oettinger oder der <acronym class="acronym" title="Freie Demokratische Partei">FDP</acronym>-Wirtschaftsminister<br />
in Nordrhein-Westfalen laut über den Neubau von Kernkraftwerken in<br />
Deutschland nachdenkt. Wer auf so etwas hinweist und auch deutlich<br />
hinweist, ist keinesfalls polemisch. Er sagt nur, was ist. Und das<br />
sollte jeder wissen.
</p>
<p>
<b>171717</b>: Wieso darf eigentlich ein Bundesministerium mit Steuergeldern Wahlkampf (&quot;Atomkraft? Nein Danke&quot;) betreiben?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Wir betreiben keinen Wahlkampf. Wir stellen uns der Debatte. Jede Frage<br />
kann gestellt werden und wird auch beantwortet. Manchmal muss man damit<br />
leben, dass auf die gestellte Frage nicht die erwartete Antwort kommt.<br />
Das ist Teil einer Debatte.
</p>
<p>
<b>Krümmlmonsta</b>: Welches ist der sicherste Reaktor Deutschlands?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Die Stillgelegten.
</p>
<p>
<b>frontalblick</b>:<br />
Gibt es internationale Mindeststandards, die beim Betrieb eines<br />
Kernkraftwerks eingehalten werden müssen? Wenn ja, wer kontrolliert<br />
sie?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Es gibt Mindeststandards, die allerdings nicht verbindlich sind, die in nationales Recht umgesetzt werden sollen.
</p>
<p>
<b>Spycher</b>: Gibt es eigentlich alte DDR-Reaktoren, die noch in Betrieb sind?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Nein.
</p>
<p>
<b>Nwr</b>: Wo wird der Atommüll bislang in Deutschland überall &quot;zwischen&quot;-gelagert?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Wir haben Zwischenlager dezentral an den jeweiligen<br />
Kernkraftstandorten. Das kann allerdings nur eine Lösung für einen<br />
Übergangszeitraum sein.
</p>
<p>
<b>Humyp</b>: Wie national<br />
können eigentlich energiepolitische Probleme noch behandelt werden? Ist<br />
es nicht Zeit für ein globales Energiekonsortium?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Energiepolitik ist eine globale Frage. Wir müssen sie europäisch und<br />
national beantworten. Deutschland hat das in den letzten Jahren<br />
erfolgreich getan. Wir gelten inzwischen weltweit beim Thema<br />
Energieeffizienz, erneuerbaren Energien oder moderner<br />
Kraftwerkstechnologie mit Spitzenwirkungsgraden als Benchmark. Das<br />
zeigt, dass der eingeschlagene Weg richtig war. Grüne Technologien sind<br />
die Zukunft. Auf diese sollten wir setzen, gerade in der jetzigen<br />
Krise.
</p>
<p>
<b>Pam</b>: Kann die Kernkraft nicht<br />
wesentlich zum Klimaschutz beitragen und sollten wir deshalb nicht die<br />
Laufzeiten unbedingt verlängern?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Kernenergie ist keine Klimaschutztechnologie. Das ist eines der<br />
Märchen, die immer erzählt werden. Die Internationale Energieagentur<br />
hat vor kurzem deutlich gemacht, dass wenn Kernenergie weltweit einen<br />
Beitrag leisten soll, 40 Kernkraftwerke pro Jahr zwischen 2010 und<br />
2050, also ca. 1.600, zugebaut werden müssten. Und nun die Frage: Wo<br />
gibt es 1.600 sichere Standorte? Wo gibt es entsprechende<br />
Endlagerkapazitäten? Wie soll das finanziert werden, denn Kernenergie<br />
ist die kapitalintensivste Energieinvestition. Wie lösen wir das<br />
Problem der Proliferation? Also die Weiterverbreitung der Technologie,<br />
die auch zu anderen Zwecken, z.B. Atomwaffen, genutzt werden kann.
</p>
<p>
<b>Schlad</b>:<br />
Minister Gabriel war gerade in Tschernobyl. In diesem Zusammenhang<br />
wurde diskutiert, den Atommüll dort zu lagern. Ist das eine ernsthafte<br />
Alternative?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Es gilt die<br />
nationale Verantwortung für die erzeugten radioaktiven Abfälle. Das ist<br />
bislang der internationale Konsens. Also muss Deutschland für seine<br />
eigenen Abfälle sorgen.
</p>
<p>
<b>Kutt</b>: Was ist in Jülich los? Hier haben doch offenbar die Atomkraftbetreiber wieder mal alles unter den Teppich gekehrt?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Hier sind neue Erkenntnisse zu Tage getreten. Die Kontaminationen im<br />
Reaktor sind erheblich höher als bislang angenommen. Zudem geht es um<br />
die Störfallsicherheit, das heißt um die Frage in welchem Umfang bei<br />
einem Wassereintritt Wasserstoff entsteht und damit Explosionsgefahren<br />
verbunden sind.
</p>
<p>
<b>Pam</b>: Warum wird die<br />
Forschung zur Atomenergie (zum Beispiel zum Fusionsreaktor) trotz<br />
Atomausstiegs von der Bundesregierung weiterhin mit Milliardensummen<br />
gefördert?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Kernfusion ist ein globales Projekt, in dem die <acronym class="acronym" title="United States of America - Vereinigte Staaten von Amerika">USA</acronym>,<br />
Japan, Russland und Europa auf der Grundlage von sehr langfristigen<br />
Verträgen zusammenarbeiten. Wir brauchen endlich ein globales<br />
Energieprojekt, dass sich um die Entwicklung der erneuerbaren Energien<br />
kümmert.
</p>
<p>
<b>Svs</b>: Die internationale Agentur für<br />
erneuerbare Energien wird ihren Sitz im arabischen Raum haben. Wie kann<br />
Deutschland dort weiter seine Führungsrolle einbringen?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: <acronym class="acronym" title="Internationale Agentur für Erneuerbare Energien">IRENA</acronym><br />
ist eine internationale Agentur, die auf Vorschlag Deutschlands<br />
gegründet worden ist und die die Aufgabe hat, Ländern bei der<br />
Entwicklung ihres Weges in eine erneuerbare Zukunft durch<br />
Technologie-Know-How, Finanzierungs-Know-How etc. zu unterstützen. <acronym class="acronym" title="Internationale Agentur für Erneuerbare Energien">IRENA</acronym><br />
wird zukünftig drei Standorte haben: In Abu-Dhabi, in Bonn ein<br />
Technologiezentrum und eine Verbindungsstelle in Wien. Wir werden <acronym class="acronym" title="Internationale Agentur für Erneuerbare Energien">IRENA</acronym> weiter unterstützen. Der Ausbau der erneuerbaren Energien auch in anderen Teilen der Welt ist auch gut für unsere Unternehmen.
</p>
<p>
<b>Aomfreund</b>: Herr Gabriel, warum machen sie nicht das, was sie rechtlich können &#8211; also die unsicheren Reaktoren einfach abschalten.
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Wir können die unsicheren Reaktoren nur dann abschalten, wenn wir den<br />
sicheren Nachweis erbringen, dass eine Gefahr entsprechend des<br />
Atomgesetzes vorliegt. Dies erfordert eine intensive atomrechtliche<br />
Aufsicht. Dem kommen wir nach. Es gibt allerdings eigentumsrechtliche<br />
Garantien für die Betreiber. Eigentum verpflichtet &#8211; insbesondere beim<br />
Nachweis von Sicherheit.
</p>
<p>
<b>Praktiker</b>: Wie kann<br />
es sein, dass Unsummen in Milliardenhöhe von jedem einfachen<br />
Steuerzahler in die Förderung der Kernenergie geflossen sind und die<br />
Kernkraftunternehmen (sowie CDU/CSU und <acronym class="acronym" title="Freie Demokratische Partei">FDP</acronym>) trotzdem von billigem Atomstrom sprechen können, der angeblich die Steuerzahler entlastet?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Atomstrom ist weder sicher noch billig. Wer alle Kosten einrechnet,<br />
müsste zugeben, dass Kernenergie teurer ist als die erneuerbaren<br />
Energien.
</p>
<p>
<b>N21</b>: In der ganzen Diskussion wird<br />
mir zu wenig über Morsleben geredet. Dies ist doch ein drastisches<br />
Symbol für den laxen Umgang mit den hochgefährlichen Stoffen in der<br />
Vergangenheit. Halten Sie Morsleben für eine sichere Einrichtung?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Morsleben birgt erhebliche Risiken. Auch Morsleben hat wie Asse kein<br />
atomrechtliches Genehmigungsverfahren durchlaufen. In Morsleben haben<br />
wir aber Stabilisierungsmaßnahmen mit einem Spezialbeton durchgeführt.<br />
Und wir führen jetzt ein Planfeststellungsverfahren mit<br />
Öffentlichkeitsbeteiligung für die Stilllegung durch.
</p>
<p>
<b>Anis</b>:<br />
Biblis B sollte vergangenen Sonntag wieder ans Netz gehen. Nun steht<br />
der Termin im September erneut an. Glauben Sie, dass sich das die<br />
Atomkraftbetreiber so kurz vor der Wahl trauen?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>: Bislang hat Hessen erklärt, Biblis B bis zur Klärung bestimmter Fragen nicht wieder ans Netz gehen zu lassen.
</p>
<p>
<b>Bürgerin</b>:<br />
Sollte man nicht auf den Deal der Kernkraftbetreiber eingehen, die die<br />
enorm hohen Zusatzprofite bei einer längeren Kernkraftwerkslaufzeit in<br />
die erneuerbaren Energien stecken wollen?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Das ist ein schlechtes Geschäft. Ein schlechtes Geschäft für die<br />
Sicherheit, ein schlechtes Geschäft für zusätzliche Investitionen in<br />
die erneuerbaren Energien und ein schlechtes Geschäft für die<br />
Energieinfrastruktur und den Energiemix in Deutschland. Schlechte<br />
Geschäfte sollte man nicht abschließen. Das gilt für die Politik wie<br />
auch für das Privatleben.
</p>
<p>
<b>Seelos</b>: Wie reagieren Sie, wenn RWE das <acronym class="acronym" title="Atomkraftwerk">AKW</acronym> Biblis B wieder anfährt, ohne vorher Ihre Forderungen erfüllt zu haben?
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Ich gehe davon aus, dass das gilt, was das Land Hessen gerade erklärt<br />
hat: Dass nämlich erst dann ein Anfahren erfolgt, wenn die<br />
Störfallsicherheit gegeben ist. Das wäre doch eine schöne Aufgabe für<br />
den zuständigen Ministerpräsidenten und seine Umweltministerin.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir sind schon kurz vor Ende unseres Chats: Das Schlusswort gebührt dem Gast:
</p>
<p>
<b>Matthias Machnig</b>:<br />
Tolle Fragen. Ich bin erstaunt, wie intensiv doch die Debatte verfolgt<br />
worden ist. Das ist gut, denn nur wenn die Öffentlichkeit wichtige<br />
Grundsatzfragen verfolgt, kann es zu guten Entscheidungen kommen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Unsere Zeit ist leider auch schon um. Das waren 60 Minuten<br />
Internet-Live-Chat des Bundesumweltministeriums. Das Transkript dieses<br />
Chats können Sie in Kürze auf www.bundesumweltministerium.de nachlesen.<br />
Das Chat-Team wünscht allen Beteiligten noch einen schönen Tag.</p>
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