<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Al Gore &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/al-gore/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Thu, 28 Mar 2013 10:24:44 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Al Gore &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Rückblick SXSW 2013: Techniktrends und Politik</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-die-sxsw-127862/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-die-sxsw-127862/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Mar 2013 10:24:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[politische Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Microtargeting]]></category>
		<category><![CDATA[Startup]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[Open Government]]></category>
		<category><![CDATA[Big Data]]></category>
		<category><![CDATA[Apps]]></category>
		<category><![CDATA[Govdata]]></category>
		<category><![CDATA[Cory Booker]]></category>
		<category><![CDATA[Nate Silver]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=127862</guid>

					<description><![CDATA[Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0.jpg"><img decoding="async" alt="&quot;Al" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Al-Gore-auf-dem-SXSW-Gui-Ambros-cc-by-nc-sa-3.0-630x389.jpg" /></a>Wilkommen bei der SXSW – der größten und bedeutendsten Technologie-Messe. Wo Startups und neue Spielereien das Licht der Welt erblicken und alte Haudegen vor einer „hacked democracy“ warnen. Adrian Rosenthal und Lucas Mohr waren auf der South by Southwest (SXSW) und haben sich die aktuellen Trends im Bereich der politischen Kommunikation angeschaut. Ein Bericht aus Tausend und einer App.<br />
Die vielleicht wichtigste Veranstaltung im Bereich digitaler Kommunikation, die South by Southwest (kurz SXSW), findet jedes Jahr Anfang März in Austin, Texas statt. Was ursprünglich als Festival zur Förderung lokaler Bands und Filmemacher begann, ist heute als Geburtsstunde bekannter Startups wie Twitter und Foursquare bekannt und hat dieses Jahr mehr als 25.000 Besucher angezogen. Das Besondere an der <a href="http://sxsw.com">SXSW</a> ist dabei sicherlich der weltweit einzigartige Mix aus klassischer Konferenz, vielen Sessions mit großer Themenbreite und unzähligen Networking-Gelegenheiten mit Leuten aus der ganzen Welt. Für uns ein Grund, um uns auf die Suche nach neuen Trends, Startups und interessanten Diskussionen und Akteuren zu begeben – natürlich auch aus dem Bereich politischer Kommunikation.<br />
Wer war da, was gab es zu sehen? Ex-Vizepräsident Al Gore gab sich die Ehre, Data-Guru Nate Silver hielt eine der Keynotes, und auch Cory Booker, der Bürgermeister von Newark und aktuell einer der größten Hoffnungsträger der US-Demokraten, ließ sich in einer Podiumsdiskussion zu seiner Rolle als <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP16125">„New Media Politician“</a> befragen. Zac Moffatt, der Digitalchef der Romney-Kampagne, sprach auf einem Panel unter anderem mit dem Chef-Datenanalysten der Obama-Kampagne Dan Wagner über die Bedeutung von Big Data mit Blick auf Wähleransprache im letzten US-Wahlkampf. Den Gründer des <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forums</a> Andrew Rasiej, trifft man dann abends nach den Workshops entspannt auf ein Bier auf einer der zahlreichen Networking-Partys. Daneben gab es weitere Veranstaltungen, auf denen Vertreter von NGOs, Regierungen oder Agenturen über Themen wie <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP12986">Digital Diplomacy</a> oder <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP3470">Crowdsourcing für kommunale Haushalte</a> sprachen und dabei zumeist auch das Publikum mit einbezogen.<br />
Im Fokus der SXSW standen aber natürlich – zum Teil wiederkehrende – Trends. Von der <a href="http://www.google.com/glass/start/">Google-Brille</a> über <a href="http://www.engadget.com/2013/01/08/samsungs-evernote-ready-t9000-smart-fridge-hands-on/">smarte Kühlschränke</a> bis zu dem Gerücht von einer <a href="http://www.theverge.com/2013/3/4/4062448/apple-watch-will-run-ios-and-arrive-later-this-year-say-sources">Apple-Uhr</a> – neue Technologien zeigen, dass auch der Alltag immer mehr von der digitalen Welt durchdrungen wird – und das zu jeder Zeit und an jedem Ort.<br />
Aber konzentrieren wir uns hier lieber auf Trends und Persönlichkeiten, die auch für die politische Kommunikation im Social Web von Bedeutung sind, denn hier hatte die SXSW einiges zu bieten.</p>
<h3>Alles wird Mobil und lokal – auch für die Politik</h3>
<p>Ein Trend, der vielleicht schon keiner mehr ist, aber insbesondere im Ausstellungsbereich der SXSW sehr präsent war, kann unter dem Stichwort SoLoMo (SocialMobileLocal) zusammengefasst werden. Die große Mehrheit der dort vorgestellten Produkte waren Mobile-Apps oder zumindest auf den mobilen Bereich ausgelegte Websites. Die Palette an Angeboten reichte von interaktiven <a href="http://www.aurasma.com/#/whats-your-aura">Augmented Reality Apps</a> über Kontaktvermittlungen im unmittelbaren Umfeld bis hin zu spielerischen Apps. Der mobile Bereich wird immer mehr zum Hauptspielplatz des Internets und verknüpft die virtuelle Welt mit der realen. Obwohl die gezeigten Apps kaum bis wenig Bezug zu politischer Kommunikation hatten, sind die anwesenden Strategen und Politikberater sicher sehr aufmerksam über die Fachmesse gegangen. Denn bereits im letzten US-Präsidentschaftswahlkampf spielte der mobile Sektor eine wichtige Rolle. Nicht nur für das Fundraising, sondern auch mit Blick auf das <a href="http://politik-digital.de/praesidentschaftswahl-2012-konferenz-zu-us-kampagnentrends/">Targeting</a>. Die Inspiration für neue Wahlkampf-Apps kommt von den taktangebenden Startups, die jedes Jahr auf der SXSW ausstellen.</p>
<h3>Big und Open Data &#8211; Die Amerikaner machen den nächsten Schritt</h3>
<p>Erst jüngst ist in Deutschland mit <a href="https://www.govdata.de/">GovData</a> ein Portal gestartet, das offene Regierungsdatendatensätze frei zugänglich macht. In den USA ist dies mit <a href="http://www.data.gov/">data.gov</a> bereits seit einigen Jahren möglich. Hier beschäftigt man sich aktuell eher mit der Frage, was man tun kann und muss, um die Beteiligung der Bürger weiter zu intensivieren. Zum einem sind <a href="http://challenge.gov/search?cat=155">Wettbewerbe</a> hilfreich, zum anderen gibt es Überlegungen, einen finanziellen Anreiz zu schaffen. Unternehmen und Startups, aber auch NGOs oder Einzelpersonen können sich künftig als Dienstleister bei der amerikanischen Regierung bewerben und werden bei Bedarf mit einzelnen Projekten beauftragt.<br />
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-127882" alt="Lucas Mohr und Adrian Rosenthal 2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Lucas-Mohr-und-Adrian-Rosenthal-21-195x119.jpg" width="195" height="119" /></a><strong>Lucas Mohr</strong> leitet im Berliner Büro von <a href="http://www.ketchum.com/de/ketchum-pleon-germany">Ketchum Pleo</a>n die Digital-Unit.<br />
<strong>Adrian Rosenthal</strong> ist Head of Digital and Social Media bei<a href="http://www.mslgroup.de/"> MSL Germany</a>.<br />
Zusammen besuchten beide dieses jahr die SXSW in Austin. Zudem bloggen sie auf <a href="http://www.amerikawaehlt.de/">amerikawaehlt.de</a> über digitale Trends und aktuelle Entwicklungen im Online-Campaigning mit einem Fokus auf US-Wahlkämpfe.</div></div><br />
Der größere Anteil der Sessions und Keynotes auf der SXSW beschäftigte sich aber mit dem Thema Big Data. Natürlich versuchen Unternehmen, mit den von ihnen gesammelten Daten weitreichende Erkenntnisse über ihre Zielgruppen und Konsumenten zu bekommen, um so zum Beispiel ihren Social Media-Content zu optimieren. Für die Politik sind die Daten und die Analyse dieser aber mindestens ebenso wichtig. Während Romneys Big Data Project Orca floppte, hatte Obamas Programm mit dem Namen <a href="http://www.slate.com/articles/news_and_politics/victory_lab/2012/02/project_narwhal_how_a_top_secret_obama_campaign_program_could_change_the_2012_race_.html">Narwhal</a> eine wichtige Bedeutung. Daher wurde die <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15588">„Big Data Democracy: The Rise of Analytics“</a> vielfach auf der SXSW diskutiert und immer wieder wurde die bedeutende Rolle von Big Data vor allem für zukünftige Wahlkämpfe hervorgehoben. Das hat auch der allseits geschätzte Ober-Data-Nerd Nate Silver in seiner <a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP15875">Keynote</a> noch einmal betont, wobei er vor allem darauf einging, wie man Umfragen richtig deutet bzw. akkumuliert und damit das Verhalten der Wählerschaft einigermaßen verlässlich voraussagen kann. Hier müssen die Republikaner deutlich aufholen in kommenden Wahlkämpfen, und es wird spannend zu beobachten sein, wie sie das anstellen wollen.</p>
<h3>Crowdfunding als Chance für öffentliche Einrichtungen</h3>
<p>Crowdfunding ist derzeit in aller Munde und bislang vor allem aus dem <a href="http://www.kickstarter.com/projects/597507018/pebble-e-paper-watch-for-iphone-and-android">Kreativ- und Produktbereich</a> bekannt. Einen interessanten Ansatz, wie auch staatliche Einrichtungen Crowdfunding für sich nutzen können, zeigte die Veranstaltung &#8220;<a href="http://schedule.sxsw.com/2013/events/event_IAP984">Can Crowdfunding Save Local Government Budgets?</a>&#8220;. Die Idee ist relativ simpel: Staatliche Einrichtungen oder die Bürger stellen auf einer Plattform wie <a href="http://citizinvestor.com/">Citizinvestor</a> oder <a href="http://spacehive.com/">Spacehive</a> ein Projekt ein und rufen zur Spendenbeteiligung auf. Bei den Projekten handelt es sich meist um kleine lokale Initiativen wie den <a href="http://www.publicservice.co.uk/news_story.asp?id=19279">Bau eines Gemeindezentrums</a> oder das Pflanzen von Bäumen. Eine Chance, nicht nur Geld einzusammeln, sondern auch für Aufmerksamkeit und Transparenz beim Verbleib von Geldern zu sorgen. Einige offene Fragen bleiben allerdings, zum Beispiel die der Legitimation. Denn warum sollten Bürger noch zusätzliches Geld zur Verfügung stellen, wenn sie doch bereits Steuern zahlen? Weiterführende Informationen zum Thema gibt es auf der Webseite von <a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2012/08/10/how-do-we-make-civic-crowdfunding-awesome/">Ethan Zuckerman</a>.</p>
<h3>Cory Booker &#8211; Der New Media-Politiker</h3>
<p>Obwohl die Keynote-Unterhaltung zwischen Al Gore und <a href="http://allthingsd.com/author/walt/">Walter Mossberg</a> über Gores neues Buch „The Future: Six Drivers of Global Change“ interessant war, hat Newarks Bürgermeister Cory Booker ihm doch die Schau gestohlen. Während Gore vor einer „hacked democracy“ warnte, in der zu viel Macht in den Händen einiger Mächtiger konzentriert sei, sprach der demokratische Hoffnungsträger Cory Booker sehr persönlich und anschaulich über seine Nutzung sozialer Medien. Booker, der übrigens auch als <a href="http://techland.time.com/2013/03/12/cory-booker-sxsw/">SXSW Speaker of the Year</a> ausgezeichnet wurde, nutzt vor allem Twitter (auf das ihn tatsächlich erst Ashton Kutcher brachte), um mit seinen Wählern in direktem Kontakt zu bleiben. Für ihn ist Twitter in erster Linie keine nationale Diskussionsplattform, um mit anderen Politikern zu streiten, sondern dezidiert ein lokales Beteiligungstool, bei dem vor allem Transparenz und Authentizität zählen würden.</p>
<h3>Startups und Politik</h3>
<p>Dass sich auch Tech-Firmen und Startups immer stärker in Wahlkämpfe einbringen, konnte man bereits im jüngsten US-Wahlkampf gesehen, bei dem sowohl Google als auch Facebook sowie ihre Mitarbeiter wichtige Wahlspender waren. Zudem haben diese Unternehmen unter dem Damoklesschwert von SOPA, PIPA und Co. ihr Lobbying extrem professionalisiert, da sie mehr und mehr von politischen Entscheidungen mit Hinblick auf Themen wie Datenschutz betroffen sind. Auf der SXSW bot der republikanische Senator Jerry Moran auf seinem Panel „Why Public Policy Should Matter to Your Startup“ eine Plattform, um mit Vertretern von Startups über deren Herausforderungen für die Politik zu diskutieren. Dabei sprachen Moran und seine Gesprächspartner über ein breites Themenspektrum von Datenschutz bis hin zur Reform des Einwanderungsrechts speziell für Fachkräfte, die dringend von Startups benötigt werden. Moran ist zudem einer der Sponsoren des <a href="http://www.techdirt.com/blog/innovation/articles/20130213/01150321959/third-times-charm-startup-act-30-introduced-this-time-with-infographic.shtml">Startup Act 3.0</a>, einem Gesetzesentwurf, der Startups unter anderem bei der Anwerbung von Fachkräften helfen soll.<br />
Politische Kommunikation im Social Web ist mittlerweile auf jeden Fall ein fester Bestandteil der SXSW geworden und zieht daher auch immer <a href="http://pandodaily.com/2013/03/11/republicans-and-keg-stands-at-this-years-sxsw-tech-and-politics-collide/">mehr Politiker an.</a> Wir sind gespannt auf das kommende Jahr – und überlegen mittlerweile, wie wir die Reise zum <a href="http://personaldemocracy.com/">Personal Democracy Forum</a> Anfang Juni in New York organisieren können.<br />
Bild: Gui Ambros (cc by-nc-sa 3.0)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/rueckblick-auf-die-sxsw-127862/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Alte Leier und Altbekannte – Digitale Presseschau KW 11</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/alte-leier-und-altbekannte-digitale-presseschau-kw-11-127598/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/alte-leier-und-altbekannte-digitale-presseschau-kw-11-127598/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Mar 2013 16:18:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[CDU]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Sascha Lobo]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerdialog]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Assange]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media Watchblog]]></category>
		<category><![CDATA[SXSW-Festival]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=127598</guid>

					<description><![CDATA[Habemus Papam! Und noch viel wichtiger: David Hasselhoff (ja der) kommt nach Berlin, um gegen den Teilabriss der East Side [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Habemus Papam! Und noch viel wichtiger: David Hasselhoff (ja der) kommt nach Berlin, um gegen den Teilabriss der East Side Gallery zu protestieren. Was die Netzgemeinde abseits des klassischen Medienrummels getrieben hat und warum uns nicht alles gefallen sollte, steht in der heutigen Ausgabe der Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=EKr9_YcyHg8" title="Facebook: What the Social Network Knows About You" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/EKr9_YcyHg8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
“Gefällt mir“ &#8211; ein Klick auf den Facebook-Button und du verrätst vielleicht viel mehr als du denkst. Zumindest besagt das eine neue Studie, die herausgefunden hat, dass sich durch “Likes“ Rückschlüsse auf Geschlecht, Intelligenz, sexuelle Orientierung und ethnische Zugehörigkeit ziehen lassen.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/buergerbeteiligung-im-netz-die-mitmach-tricks-der-cdu-a-888396.html">Das Märchen von der Mitmach-CDU</a></h3>
<p>Es ziehen schon dunkle Wolken auf – der Bundestagswahlkampf steht vor der Tür. Passend dazu hat die CDU die Aktion “Was mir am Herzen liegt“ gestartet, bei der Mitglieder am Regierungsprogramm mitschreiben dürfen. “Simulierte Bürgerdialoge“ nennt Annett Meiritz das und geht mit der Mitmach-Kampagne hart ins Gericht: „Unter dem Deckmantel der Mitmachkultur wird hier in erster Linie die eigene Politik gelobt“.</p>
<h3><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/567934/Wir-wollen-den-grossen-Playern-auf-die-Finger-schauen">Someone is watching you!</a></h3>
<p>Social Media aufgepasst, denn dem neuen “Social Media Watchblog“ entgeht nichts mehr. Betrieben von den beiden Journalisten Konrad Weber und Martin Giesler, soll es Hintergrundartikel, einen News-Aggregator und sogar einen “Social Media Radar“ beherbergen. Dabei geht es nicht nur um Kritik an der Social Media Nutzung von Politikern und Unternehmen, sondern auch darum, falschen Ängsten der Nutzern entgegenzutreten.</p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/system-facebook/">Kampf dem Facebook – und zwar von innen</a></h3>
<p>Die Kritik an Facebook wird immer lauter. Sei es ein neues Layout, Werbung oder der Umgang mit den persönlichen Daten. Problem: Die Menschen meckern viel, bleiben dennoch bei Facebook aktiv. Fanny Steyer empfiehlt den Wechsel zu <a href="https://join.app.net/">App.net</a> oder <a href="https://github.com/">Github</a> und rät zu einem Fake-Profil auf Facebook, “um die Vorgänge (&#8230;) weiter aus erster Hand zu beobachten.“ Nur so könne man seine Kritik an Facebook aus “authentischen Erfahrungen“ ableiten, so Steyer.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/kolumne-von-sascha-lobo-echtzeit-ist-wunschzeit-a-888351.html">Echtzeit ist Wunschzeit</a></h3>
<p>Sofort ist sofort. Diese Aussage würde Sascha Lobo nicht gleich unterschreiben. Anhand eines nicht verständlichen Zitats von Merkel spaltet der Spiegel-Kolumnist die Gesellschaft in zwei Gruppen, die “Netzbeheimateten“ und die “Merkelartigen“, die ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff sofort besitzen. Lobo versucht zu klären: “Das aus Sicht der Merkelartigen etwas verstörende <em>Alles,Immer,Sofort</em> bedeutet nicht Reizüberflutung in Echtzeit rund um die Uhr. Sondern nur die jederzeitige Möglichkeit dazu.“</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/al-gore-und-cory-booker-beim-sxsw-festival-politiker-unter-nerds-1.1620968">Politiker unter Nerds</a></h3>
<p>Was macht eigentlich der ehemalige Vize-Präsident und Friedensnobelpreisträger Al Gore? Er macht es sich gemütlich auf dem SXSW-Festival, dem Treffpunkt der Technikbegeisterten in Texas. Grund dafür ist sein neues Buch “The Future“, bei dem er über den aktuellen Zustand der Welt schreibt. “Sechs Faktoren des globalen Wandels“, gebe es nach Gore, die die Zukunft prägen werden. Ein Ausblick.</p>
<h3><a href="http://www.taz.de/Neues-Assange-Buch-Cypherpunks-/!112818/">Übel, übler, noch übler</a></h3>
<p>Und noch ein Altbekannter lässt sich blicken – Julian Assange, Wikileaks Gründer und Hausarrest-König. Im Buch “Cypherpunks“ diskutieren er und drei (Hacker-)Mitstreiter über das Internet, Komplettüberwachung, Zensur und staatliche Kontrolle. Ein vernichtendes Urteil gibt es von Journalistin Meike Laaff, die das Werk als “Buhlen um Aufmerksamkeit“ ansieht.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/alte-leier-und-altbekannte-digitale-presseschau-kw-11-127598/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Das Debatten-Drama: Strategie für das Duell im Fernsehen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-tv1-shtml-2457/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-tv1-shtml-2457/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Aug 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Debatte]]></category>
		<category><![CDATA[TV-Duell]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Spitzenkandidat]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampfmanager]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Moderation]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wahlkampf-bundestagswahl2002-tv1-shtml-2457/</guid>

					<description><![CDATA[Die großen Print-Duelle von Schröder und Stoiber in "Bild"/"Bild am Sonntag" im Juli und in „Süddeutscher Zeitung“/“Welt“ haben enttäuscht: Das mit Emotionen und Erwartung gepackte Live-Erlebnis einer direkten Konfrontation war gedruckt einfach langweilig. Die Fernsehleute frohlocken zu Recht: Sie werden es besser können. Welche Strategien verfolgen die Wahlkampfberater von SPD und Union jetzt für die TV-Debatten? Eine Analyse.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die großen Print-Duelle von Schröder und Stoiber in &#8220;Bild&#8221;/&#8221;Bild am Sonntag&#8221; im Juli und in „Süddeutscher Zeitung“/“Welt“ haben enttäuscht: Das mit Emotionen und Erwartung gepackte Live-Erlebnis einer direkten Konfrontation war gedruckt einfach langweilig. Die Fernsehleute frohlocken zu Recht: Sie werden es besser können. Welche Strategien verfolgen die Wahlkampfberater von SPD und Union jetzt für die TV-Debatten? Eine Analyse.<!--break-->
                  </p>
<p>Was auch immer im einzelnen bei den TV-Duellen zwischen Schröder und Stoiber passieren wird: Mit großer Wahrscheinlichkeit wird sich die formale Kandidaten-Debatte im deutschen Wahlkampf als regelmäßiges Ritual festsetzen. Zwischen Kanzlerkandidaten, zwischen Ministerpräsidenten in spe und zwischen denjenigen, die Wahlkreisabgeordnete, Bürgermeister oder Landräte werden wollen. Schon jetzt laden immer mehr Jugendgruppen, Bürgervereine, Landfrauenverbände und Handelskammern dazu ein.<br />
                  <br />Zwar ist die Idee nicht ganz neu. In den dritten TV-Programmen hat es schon vor einigen Jahren manches prominente Duell gegeben, bei N3 etwa die Debatte Schröder vs. Christian Wulff im Februar 1998 vor der Landtagswahl oder Bürgermeister Henning Voscherau vs. Ole von Beust vor der Hamburger Bürgerschaftswahl im August 1996. Aber das erstmalige Kanzlerduell, das selbst zum großen öffentlichen Thema über ein halbes Jahr vor dem Wahltag werden konnte, gibt diesem Ritual einen ganz anderen Stellenwert.<br />
                  <br />Wer kneift, wird es künftig schwer haben. Das Risiko ist gestiegen. Künftig werden Amtsinhaber, die nicht Schröders Beispiel folgen, mit Vorwürfen der Feigheit konfrontiert werden. Und Herausforderer, die die Chance eines Duells nicht nutzen wollen, wird es nicht mehr allzu viele geben.<br />
                  <br />Hinzu kommt: Medien wittern ebenso wie bürgerschaftliche Vereine ihre Chancen, solche Debatten zu sponsern und damit selbst eine größere Rolle im Wahlkampfgeschehen. Sie haben gute Gründe dafür: Das Interesse des Publikums an einem solchen Ereignis ist im Vergleich zu anderen Wahlkampfaktivitäten sehr hoch &#8211; kein Wunder, denn gerade Fernseh- und Radioübertragung live steigern Drama und Unterhaltungswert ungemein. Die Bereitschaft, sich eine TV-Debatte anzusehen, ist weit höher als die, sich Parteienspots oder Polit-Plauderrunden anzusehen oder gar Parteiveranstaltungen zu besuchen.<br />
                  <br />Parteisympathisanten fühlen sich bestärkt und motiviert. Für eine kleinere Zahl von Bürgern bietet es eine Entscheidungshilfe. Auf jeden Fall können Debatten in der heißen Phase die Themen prägen, sie sorgen für Agenda-Setting. In regionalen und lokalen Wahlkämpfen tragen sie vermutlich mehr als im Bund dazu bei, dass die Wähler etwas mehr über die anstehenden politischen Sachfragen lernen.</p>
<p>
                  <strong>Ein trügerischer Eindruck: Duell ohne Show</strong><br />
                  <br />Zweifellos kann allein die Form des Schlagabtauschs in dieser Arena dazu beitragen, dass das Vertrauen in die Demokratie stabilisiert wird &#8211; denn der Zuschauer und Zuhörer kann sich ungefiltert ein vergleichendes Bild von den Kandidaten machen, er hört die Politiker in nicht einstudierter, freier Rede, er fühlt sich nah am Geschehen und dadurch besser informiert über Inhalte und Charakter der Kandidaten. Ob er es tatsächlich ist, ist eine andere Frage. Aber es entsteht nicht der Eindruck einer oberflächlichen Inszenierung, eher der einer fairen, ausführlichen und rationalen Auseinandersetzung ohne allzu offensichtliche Showelemente. Der Eindruck mag trügen, aber er ist da.<br />
                  <br />In Amerika sind bei den Wählern &#8211; nicht aber bei den Journalisten &#8211; die Debatten-Modelle besonders beliebt, bei denen es nicht so formal und steif zugeht, sondern wo möglichst viel Interaktion zwischen den Kontrahenten möglich ist und wo Bürger im Studiopublikum authentische Fragen stellen. Bürgerfragestunde statt formeller Debatte &#8211; das ist ein Rezept, auf dass sich SPD und Union nicht eingelassen haben. Gleichwohl sind die nach strikten Rederegeln aufgestellten Kanzer-Debatten, wie sie nach dem Modell amerikanischer und französischer Präsidentschaftsduelle ausgehandelt wurden, auch keine echten Debatten.<br />
                  <br />Streng genommen ist eine Debatte eine Konfrontation, in der es gleich verteilt, aber ausreichend Zeit gibt, eine ganz bestimmte politische These oder Position zu diskutieren, damit das Publikum am Ende über diese These oder Position abstimmen kann. Und: Bei einer echten Debatte streiten die Kontrahenten direkt miteinander, sie stellen sich gegenseitig Fragen und antworten direkt.</p>
<p>Im Parlament ist das so. Aber bei den typischen Fernseh-Debatten in den USA, Frankreich und jetzt auch bei uns stellen Journalisten die Fragen wie bei einer Pressekonferenz; statt einer politischen Fragestellung gibt es zehn, und für die Befassung mit derselben bleiben also nur drei bis zehn Minuten Gesamtzeit. Entsprechend eng getaktet wird die Moderation, und statt eines allmählichen Entwickelns und Beweisens von Argumenten geht es um hohe Schlagfertigkeit und das Einhalten der Spielregeln. Das ist nicht weniger anspruchsvoll oder weniger intellektuell. Das Modell ist aber statt von Sachthemen oder persönlichen Qualitäten der Redner allein von Medienlogik geprägt. Dass sich Schröder und Stoiber mit den Fernsehsendern auf das strikte Format 90-60-30 (90 Sekunden Antwort Kandidat A, 60 Sekunden Gegenstatement B, 30 Sekunden Gegen-Gegenstatement A) einigten, gaukelt zwar Fairness vor. Aber es ist keine Fairness den Themen gegenüber. Viele befürchten vorgestanzte Antworten auf vorgestanzte Fragen.<br />
                  <br />Wie anders sah es doch bei der Mutter aller Wahlkampfdebatten aus: Dem Duell zwischen dem späteren US-Präsidenten Abraham Lincoln und Senator Stephen Douglas, den Lincoln 1858 um seinen Senatssitz für den Staat Illinois herausgefordert hatte. Die beiden lieferten sich sieben Debatten, und dabei redeten sie zusammengerechnet schon mal bis zu 21 Stunden über ein einziges Thema (zugegeben, über eines wie die Sklaverei lässt sich auch ausdauernd streiten). Die Debattenserie war ein gut besuchtes Volksfest, und die Zeitungen liebten es; Lincoln verlor, aber er wurde durch die Debatten zum landesweiten Star &#8211; ein Ruhm, der ihn bis zur Präsidentschaft trug.</p>
<p>Inhaltlich war die auch hier zu Lande gern als Modell und Vorbild angepriesene TV-Debatte zwischen Kennedy und Nixon 1960 dagegen eine müde Schmalspurversion. Es dauerte 16 Jahre, bis wieder debattierende Präsidentschaftskandidaten im nationalen Fernsehen gegeneinander antraten. Aber das Kennedy-Nixon-Duell 1960 hatte dennoch einen nachhaltigen Eindruck: Schon in den Sechzigern verbreitete sich nämlich die Debattenidee auf fast allen politischen Ebenen.</p>
<p>
                  <strong>Die Strategie der Manager vor, während, nach Debatten</strong><br />
                  <br />Für Wahlkampfmanager bleiben Duelle der Spitzenkandidaten ein zweischneidiges Schwert. Aus strategischer Sicht kann man eine Debatte in drei Phasen gewinnen oder verlieren: Vor dem Ereignis, während der Debatte und auch danach.<br />
                  <br />Vor der Debatte geht es natürlich zunächst darum, ob sie überhaupt stattfinden soll: Wenn die Wahl eher knapp entschieden werden wird, werden sich Kandidaten eher darauf einlassen. Sie neigen zur Zusage, wenn sie sich Vorteile versprechen: Entweder durch die Debatte oder überhaupt durch den bloßen Akt der Teilnahme an einer Debatte. Für einen Herausforderer ist die Debatte weit wichtiger als für einen Amtsinhaber. Der Amtsinhaber weiß auch, dass er in einem Duell automatisch in der Defensive ist: Er muss seine Amtsbilanz verteidigen, während der andere munter angreifen kann.</p>
<p>Drängt sich ein dritter Kandidat in die Arena, wird die ganze Sache für die zwei Hauptkonkurrenten weit weniger interessant; aus dem simplen Grund nämlich, dass der Dritte ziemlich unberechenbar ist. Wäre FDP-Kanzlerkandidat Guido Westerwelle zu Stoiber und Schröder gestoßen, müsste er längst nicht so vorsichtig taktieren wie die anderen beiden. Andererseits besteht in einer Dreier-Variante auch die Gefahr, dass sich zwei gegen einen verbünden: Auch dies wäre kaum berechenbar.</p>
<p>Die Verhandlungen über Ort, Zeit, Moderatoren und Format müssen kontrollierbar sein. Taktisch werden auch die Verhandlungen schon für Wahlkampf genutzt, die &#8220;Debatte um die Debatten&#8221; ist ein Medienspiel für sich.</p>
<p>
                  <strong>Vor der Debatte</strong><br />
                  <br />Vor der Debatte geht es für die Wahlkampfmanager vor allem um eines: Sie müssen die Erwartungen von Journalisten und Öffentlichkeit an die Leistung des eigenen Kandidaten möglichst weit herunter schrauben. Im Falle einer Schlappe lässt sie sich so kleinreden, bei einem Unentschieden oder leichtem Vorsprung um so mehr aufbauschen. Dabei ist es für den Amtsinhaber weit schwieriger, sich um die hohen Erwartungen herum zu mogeln: Sein Amtsbonus steht ihm im Weg.<br />
                  <br />Ihm bleibt nur, Medien und Wähler in den Monaten vor der Debatte von der vorgeblich großen Redekunst und den Schnelldenkerfähigkeiten des Gegners zu überzeugen. Das ist natürlich in einer Wahlkampfsituation, in der man über den Gegner möglichst wenig Positives verbreiten möchte, auch nicht ganz leicht. So bleibt auch die Aufgabe, die erwarteten Defizite der Gegner-Performance im gleichen Atemzug immer wieder zu benennen &#8211; damit auch ja alle am Tag der Debatte darauf achten, egal, ob es nun die Neigung zu Plattitüden, zu Versprechern, Schachtelsätzen oder bestimmten Floskeln ist.<br />
                  <br />So gibt es für die Wahlkampfmanager vieles schon vor der Debatte zu tun. Vor allem aber eines: Den Kandidaten ordentlich vorzubereiten. In Amerika gibt es dafür Spezialisten, so genannte &#8220;Debate Coaches&#8221;. Sie spielen in nachgebauten Fernsehstudios den Sparringpartner, analysieren gemeinsam mit dem Kandidaten die Videobänder von eigenen und gegnerischen TV-Auftritten, und sie üben wichtige Gestik und Mimik, zentrale Aussagen und Argumente immer wieder &#8211; bis alles sitzt, und bis sie so getaktet sind, dass sie sich nicht im strikten Zeitformat verheddern. Das Problem: Wer zu viel einstudiert, hemmt die eigene Spontaneität. Und das ist vor Live-Kameras besonders tragisch.</p>
<p>Im US-Präsidentschaftswahljahr 2000 zog sich Al Gore tagelang zur Debatten-Klausur mit so vielen Trainern zurück, dass einige seiner Berater im Nebenraum sitzen und die Übungen nur am Bildschirm beobachten konnten. Zusätzlich ließen seine Hausdemoskopen kleine Gruppen von Bürgern die Übungsduelle beobachten und bewerten. Aber nicht nur die Analyse wurde übertrieben: Gore bestand sogar darauf, dass alles in seinem Trainingslager 1:1 realistisch abgebildet wurde, selbst die Raumtemperatur sollte so sein wie später im TV-Studio.<br />
                  <br />Hemdsärmeliger ging es bei der Konkurrenz zu: George W. Bush versammelte eine Handvoll Berater nach einem Barbecue-Grillabend in einer alten Kirche, in einem Provinztheater oder in einer kleinen Turnhalle, um dort die Debatten zu proben. Ihm war wichtiger, dass er die Sachfragen im Griff hatte und spontan auf jedes Thema mit Substanz antworten konnte. Und dass er auf jeden unfairen Trick der Gegenseite vorbereitet war: Weil Al Gore dafür bekannt war, dass er bewusst Spielregeln brach, um den Debattengegner aus dem Gleichgewicht zu werfen. Gore hatte bei früheren Debatten beispielsweise Papiere und Daten aus der Tasche gezogen, er hatte sein Pult verlassen und war zum Gegner hinüber gegangen, ihn zu einer Unterschrift unter eine politische Erklärung oder zu einem Handschlag genötigt. Außerdem fiel er seinen Gegnern permanent aggressiv ins Wort, log und polarisierte gekonnt. Um sich darauf zu trainieren, holte sich Bush einen befreundeten Politiker als Sparringspartner. Dem war der rhetorisch wenig begabte Bush zwar stets unterlegen, aber er hatte mit ihm das Cool-Bleiben und telegene Gelassenheit geübt, um gegen Gores Profitricks zu überleben. Und das funktionierte blendend: Weil er sich gegen den Ersteklasse-Debattierer Gore als talentloser Underdog gut behauptet hatte, stand er trotz inhaltlichen Patts in der Medienbewertung tendenziell als Sieger da.</p>
<p>
                  <strong>Während der Debatte</strong><br />
                  <br />Während der Debatte müssen sich die Kontrahenten darauf konzentrieren, frühzeitig eine klare, dominante Aussage zu treffen, die sie bei verschiedenen Fragen immer wieder aufgreifen und variieren können. Natürlich auch im Schluss-Statement. Es liegt auf der Hand, dass die meisten Zuschauer die meisten Einzelfragen und Detailantworten binnen Stunden wieder vergessen haben werden. Die zentrale Botschaft aber muss hängen bleiben.<br />
                  <br />Image und Inhalt eng verwoben</p>
<p>Diese ist verwoben mit dem Image, das sich der Politiker in der Debatte geben will. Er kann aktiv, aggressiv und fordernd auftreten und so seinen Führungsanspruch anmelden, dabei immer wieder auf eigene Initiativen und Vorschläge zu sprechen kommen. Oder er kann eher passiv und abwartend den kompetenten, ruhigen Entscheider geben, der im richtigen Augenblick die richtigen Wege wählt. Ob das Image eher in Richtung &#8220;netter Kerl&#8221; oder &#8220;treibende Kraft&#8221; gehen soll, ob es den Typus &#8220;verständnisvoller Staatsmann&#8221;, &#8220;effizienter Macher und Manager&#8221; oder &#8220;Werte-gebundener Erneuerer und Volkstribun&#8221; herausstreicht &#8211; immer sind rhetorischer Stil, Körpersprache und Inhalt eng gekoppelt. Darum ist es so schwer, gegen das Naturell des Kandidaten ein künstliches Image aufzubauen, dass auch in einer Live-Debatte standhält.</p>
<p>                  <strong>Nach der Debatte</strong><br />
                  <br />Nur Minuten nach dem letzten Schluss-Statement in einer Debatte versuchen Wahlkampfteams, die Interpretation der Journalisten zu beeinflussen: Wer gewonnen hat, ob es ein Unentschieden gab, wie Patzer und Pannen kommentiert werden sollen, wie wichtig eine schlagfertige Antwort, ein Ausweichen oder ein Blackout bei einer wichtigen Frage waren &#8211; das sind Bewertungen, die nicht automatisch nach Redeschluss feststehen. Auch Journalisten reden erst einmal untereinander und mit zahlreichen anderen Beobachtern, bevor sie eine endgültige Analyse oder Meinung ausstrahlen oder drucken. Je besser koordiniert und abgestimmt die Sprachregelung zwischen den eigenen prominenten Spitzenleuten ist, die das Ereignis gegenüber Journalisten kommentieren, desto eher drückt man der sich bildenden Medien- und Eliten-Meinung seinen Stempel auf. Das lässt sich durch das Forcieren von Interviews, Umfrageergebnissen oder Leserbriefaktionen noch steigern. Am Ende ist klar: Erst das Medienecho zeigt, wer wirklich gewonnen hat. Und dieses ist für die endgültige Einschätzung der Wähler wichtiger als deren eigenes Erleben der Debatte am Bildschirm.</p>
<p>Dr. disc. pol. Marco Althaus, M.A. (USA), Diplom-Politologe, ist Leiter der Pressestelle des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Technologie und Verkehr.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 22.08.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    
                  </p>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-bundestagswahl2002-tv1-shtml-2457/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Rally around the candidate!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/rally_around_the_candidate-812/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/rally_around_the_candidate-812/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[fpaschen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlergebnis]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Florida]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/rally_around_the_candidate-812/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Nachwahlschlacht präsentiert sich das Internet als bedeutendes Forum</b></span>
<p>
&#160;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schon im Vorfeld der Wahlen hat das Internet eine nie zuvor da gewesene Rolle gespielt;
insbesondere bei der Sammlung von Spenden haben einige Kandidaten hier großartige Erfolge erzielt.
Nun, da die Wahl vorbei ist - oder auch gerade nicht - mausert sich der Cyberspace auch zum
bedeutenden Forum und Organisationszentrum für die Proteste gegen die Wahlverwirrungen und
-irrungen in Florida.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>In der Nachwahlschlacht präsentiert sich das Internet als bedeutendes Forum</b></span></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Schon im Vorfeld der Wahlen hat das Internet eine nie zuvor da gewesene Rolle gespielt;<br />
insbesondere bei der Sammlung von Spenden haben einige Kandidaten hier großartige Erfolge erzielt.<br />
Nun, da die Wahl vorbei ist &#8211; oder auch gerade nicht &#8211; mausert sich der Cyberspace auch zum<br />
bedeutenden Forum und Organisationszentrum für die Proteste gegen die Wahlverwirrungen und<br />
-irrungen in Florida.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während eine wachsende Schar von Juristen sich die Paragraphen um die<br />
Ohren schlägt, und die Wähler in den Straßen demonstrieren, wird der Kampf um die 25<br />
entscheidenden Wahlmännerstimmen Floridas auch virtuell geführt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die offiziellen Seiten der Kandidaten Al Gore und George W. Bush sind dabei vergleichsweise<br />
zurückhaltend. Der zukünftige Präsident darf sich halt nicht direkt im juristischen Schlamm<br />
wälzen, es gilt den Schein von Staatsmännigkeit zu wahren. &quot;Gewinnen wollen, um jeden Preis&quot;,<br />
dieser Eindruck darf in der Öffentlichkeit nicht entstehen. Nichtsdestotrotz sind bezüglich<br />
Einsatz und Aufgeregtheit im Nachwahlkampf unterschiedliche Akzente zu erkennen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das virtuelle <a href="http://www.algore2000.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kampagnenzentrum</a> von Al Gore und Joe Liebermann<br />
begnügt sich mit einem Statement des Wahlkampfmanagers Bill Daley vom 11. November: &quot;Die Wahl<br />
ist noch nicht vorbei&quot;. Wer hätte gedacht, dass er so lange recht behält. Wer hätte gedacht,<br />
dass ausgerechnet der von einer Demokratin gestaltete Wahlzettel so viel Unmut und Verwirrung<br />
bei den Demokraten hervorrufen würde. Damit diese Stimmung auch entsprechend kanalisiert werden<br />
kann, können aufgebrachte Floridianer und andere Wähler hier auf einem vorgedruckten<br />
<a href="http://www.algore2000.com/townhall/voter.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Formular</a> Unregelmäßigkeiten und Schwierigkeiten<br />
bei der Stimmabgabe melden. Detailgerecht aufbereitet für die Armada von Juristen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ganz anders bei der <a href="http://www.gop.org/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Grand Old Party&quot;</a> des <a href="http://www.georgewbush.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
George W. Bush</a> und seines running mate. Hier kann man sich der subtilen Suggestionskraft des<br />
<a href="https://members.apk.net/gb/contribute.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Bush-Cheney Recount Fund&quot;</a> kaum entziehen<br />
und sogleich auch seinen Beitrag in finanzieller Form leisten. Es sind wohl noch die positiven<br />
Erfahrungen mit Internet-Spenden aus der Wahlkampfphase im Gedächtnis. Im Gegensatz zu den<br />
Demokraten lassen sich hier auch zahlreiche <a href="http://www.georgewbush.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kommentare</a> zu den<br />
Entwicklungen nach der Wahlnacht abrufen. Warum Dubyu eigentlich schon gewonnen hat, und die<br />
Demokraten im Interesse der Nation endlich ihre Niederlage eingestehen sollten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Abseits der offiziellen Seiten jedoch kehren sich Engagement und Empörung um. Hier<br />
dominieren die Aktivitäten der Demokratischen Parteigänger und ihrer Symphatisanten. Sie sind<br />
diejenigen, die sich durch einen unübersichtlichen Stimmzettel und Schwierigkeiten bei der<br />
Auszählung benachteiligt fühlen. Zudem sind sie es auch, die einem äußerst knappen, aber<br />
stetigem Vorsprung Bushs hinterherlaufen. Im virtuellen Raum debattieren sie über den Wert von<br />
Demokratie, die Bedeutung einer Nachzählung und die Forderung nach einer Neuwahl.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auf der Seite von  <a href="http://207.228.234.134/elandslide/index.cfm?campaign=trustthepeople" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
trustthepeople.com</a>, einer extra von <a href="http://www.democrats.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">democrats.com</a> kreierten Seite,<br />
wird Al Gore als der 43. Präsident der USA gesehen &#8211; wenn nur der Wählerwille seine rechtmäßige<br />
Geltung erhält. Zu diesem Zweck besteht unter anderem die Möglichkeit, die Innenministerin von<br />
Florida, Katherine Harris, eine Republikanerin, zum Rückzug aus der Verantwortung für die<br />
Bestätigung der Wahl aufzufordern. Auch kann hier jeder Wähler eine beeidigte Erklärung zu<br />
Schwierigkeiten bei seiner Stimmabgabe in Palm Beach County einreichen. Des weiteren können<br />
eine Petition für eine Neuwahl unterzeichnet, Spenden gemacht und ein Newsletter für Aktivisten<br />
abonniert werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine Koordinierungsstelle für die zahlreichen Demonstrationen, die nicht nur in Florida<br />
stattfinden, bietet <a href="http://www.geocities.com/countercoup/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Countercoup.org.</a> Der Name der Seite<br />
läßt dabei keinen Zweifel, wie der bisherige Wahlausgang gesehen wird. Für Samstag, den 18.<br />
November, werden dort Kundgebungen für eine demokratische Präsidentenwahl in 144 Städten der<br />
USA organisiert. Da für diesen Tag das endgültige Ergebnis, inklusive der Briefwahlstimmen, zu<br />
erwarten ist, wird die Stimmung in den Straßen mit Interesse zu beobachten sein. Von einer<br />
ersten Protestwelle am 11. November lassen sich Bilder und persönliche Erfahrungsberichte<br />
Beteiligter abrufen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine weitere Seite, <a href="http://www.workingforchange.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">workingforchange.com</a>, bemüht sich um<br />
Aufklärung der Unregelmäßigkeiten in Florida und die Herbeiführung einer Neuwahl, durch die<br />
massenhafte Versendung von eMails an die schon erwähnte Katherine Harris und die beiden<br />
Hauptdarsteller auf Seiten der Republikaner, George W. Bush und James Baker III.<br />
Petitionsschreiber können sich dabei eines vorgefertigten Textes bedienen oder auch einen<br />
eigenen Protest verfassen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Anhänger von Bush, die sich nach der ursprünglichen Wahl, der Nachzählung und der<br />
stichprobenartigen Handauszählung als Gewinner sehen, können sich natürlich auch benachteiligt<br />
fühlen. Die schon gewonnen geglaubte Wahl soll ihnen nun durch Juristen gestohlen werden?<br />
Im Vergleich zu den Bemühungen der Demokraten sind Mobilisierungszentren der Republikaner im<br />
Internet jedoch schwer zu finden. Und was schwer zu finden ist, ist praktisch nicht vorhanden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein berührendes und besinnliches Angebot &#8211; das bewußt macht, welchem Druck Menschen in<br />
diesem Streit ausgesetzt werden &#8211;  macht freerepublic.com. Hier kann man an die augenblicklich<br />
im Mittelpunkt stehende Innenministerin von Florida unterstützende und <a href="http://www.freerepublic.com/forum/a3a1053741cc1.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
aufbauende eMails</a> schicken. Ob die allerdings in der Flut der Protestnachrichten noch<br />
auffallen&#8230;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Eine Petition der anderen Art kann man <a href="http://www.frontpagedailynews.com/voterpetition.htm" target="_new" rel="noopener noreferrer"><br />
hier</a> finden. Im Interesse der Nation und zur Vermeidung einer wirklichen Verfassungskrise<br />
kann der geneigete Bürger die beteiligten Offiziellen in Florida und die beiden<br />
Präsidentschaftskandidaten um die endgültige Anerkennung des Wahlergebnisses in Florida<br />
bitten &#8211; freilich erst nach Eingang aller Briefwählerstimmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie lange dieser Streit noch anhält? Wer weiß. Auf einer eigens dieser Frage gewidmeten<br />
Seite, <a href="http://www.perpetualelection.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">PerpetualElection.com</a>, ist schon von der &quot;ewigen Wahl&quot;<br />
und der &quot;unendlichen Geschichte&quot; die Rede. Welche Formen die Auseinandersetzung noch annehmen<br />
wird, mag man sich vielleicht gar nicht vorstellen wollen. Daß das Internet eine wichtige Rolle<br />
bei der Mobilisierung des Protests und der Diskussion der Konsequenzen dieser Jahrhundertwahl<br />
spielt und spielen wird, kann als sicher gelten. Wenigstens etwas.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/rally_around_the_candidate-812/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Wer gewinnt die Wahl?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wer_gewinnt_die_wahl-816/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/wer_gewinnt_die_wahl-816/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Politiker-Website]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/wer_gewinnt_die_wahl-816/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gorescore versus Bushpush</b><br />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Von Frank Paschen &#38; Carolin Welzel</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gorescore versus Bushpush</b><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Von Frank Paschen &amp; Carolin Welzel</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bush oder Gore? Oder doch lieber Barbecue? In einer Woche wird in den USA an die Wahlurnen gerufen und<br />
allen Erwartungen nach werden viele Amerikaner diese schwierige Entscheidung bis zum nächsten Mal<br />
aufschieben und stattdessen Grillen gehen. Das tatsächliche Wahlvolk wird sich vermutlich sauber in zwei<br />
Hälften scheiden. Der Grund: nicht nur dass sowohl Bush wie auch Gore &quot;four letter words&quot; sind, auch<br />
schafft es keiner der beiden Kandidaten das Land in Enthusiasmus zu versetzen. Der eine ist etwas<br />
langweilig, dafür aber kompetent, der andere weiß zwar nicht wo Slowenien liegt, spielt dafür aber<br />
prima Baseball.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und während die Analysten noch über den Wahlausgang rätseln und mit Promillepunkten jonglieren, wiegt<br />
sich die politik-digital Redaktion bereits in Gewissheit, denn: die Wahl wird im Netz entschieden!<br />
Und so wissen wir nicht nur wer Präsident wird, wir können sogar sagen, mit wie vielen Prozentpunkten<br />
der Sieger ins Weiße Haus einzieht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wir haben die Homepages der Kandidaten unter die Lupe genommen und in den Kategorien Gestaltung,<br />
Interaktivität, Inhalt, Privates und Gimmicks getestet. Je 20 Punkte in jeder Kategorie konnten<br />
die Kontrahenten erringen, maximal also 100. Score für Gore oder push für Bush?<br />
Lesen Sie unsere Website-Analyse:<br />
</span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Gestaltung</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush</b><br />
			George zeigt Dick seine Vision Amerikas: Das Bild fällt sofort ins<br />
			Auge, auf der gediegenen, aufgeräumten, aber eben nicht sonderlich<br />
			aufregenden<br />
			<a href="http://www.georgewbush.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Einstiegsseite</a>. Übersichtlich am linken Rand befindet sich die ebenfalls aufgeräumte Navigationsleiste, mit deren Hilfe man<br />
			sich leicht zurechtfindet.<br />
			Auch ältere Konservative sollten so zu den Informationen ihrer Wahl gelangen. Farblich ist der Auftritt schlicht gehalten:<br />
			Schwarz und Weiß<br />
			dominieren und man fragt sich, in welchem Zusammenhang dies zum Inhalt steht&#8230; <br />
			Seriös<br />
			und staatsmännisch soll das Ganze wohl wirken und gäbe es<br />
			die entsprechende Technik, könnte man sicherlich das Geld und die Macht<br />
			einer großen Dynastie am heimischen PC schnuppern. So eingeschüchtert<br />
			vergebe ich doch gerne<br />
			<b>10 BushPushs!</b><br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore</b><br />
			Da winken sie von der <a href="http://www.algore2000.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Homepage</a>, die freundlichen Demokraten und sehen<br />
			aus wie ein Werbetrailer für <a href="http://www.dawsons-creek.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Dawsons´s Creek</a>.<br />
			Harmlos, amerikanisch und gesetzt. Direkt unter dem weichgezeichneten<br />
			all-american-Präsidententeam wartet ein Haufen kleiner Icons zum<br />
			anklicken. Das wirkt etwas verwirrend und erinnert an den Grabbeltisch<br />
			bei Toys´r us.<br />
			Ansonsten ist die staatstragend blau-weiss-rot gehaltene Site in der<br />
			Navigation aber einigermaßen übersichtlich, rechts finden sich die<br />
			Video- und Audiofiles der letzten Wahlkampfveranstaltungen und Rubriken<br />
			wie &quot;Just for kids&quot; und &quot;Family&quot;. Das passt zum Spielzeug-shoppen für<br />
			die ganze Familie. Auf der linken Seite stehen unter &quot;Take action&quot; die<br />
			verschiedenen Möglichkeiten, sich für Al zu engagieren. Insgesamt atmet<br />
			die Seite durch und durch den Geist des digitalen Mittelstandes. Und<br />
			der soll Gore ja auch wählen. Ich bin zwar auch Mittelstand, mag aber<br />
			Beverly Hills 90210 lieber als Dawson Creek und shoppe nie bei Toys`r<br />
			us, deswegen bekommt Al Gore für seine Site-Gestaltung nur <br />
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>7 Gorescores. Sorry Al.</b>.<br />
			</span></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Interaktivität</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush</b><br />
			Sie wollen nicht nur passive Gehirnwäsche durch unzählige Werbespots?<br />
			Sie wollen aktiv sein, sich eigenständig ihren täglichen Schleudergang<br />
			besorgen? Auch mal selbst ein paar Seifenblasen loswerden oder<br />
			persönlich angesprochen werden? Kein Problem! Durchsuchen sie das<br />
			virtuelle Hauptquartier (den Waschsalon) mehr oder minder erfolgreich<br />
			nach dem, was sie interessiert. Schreiben sie George, oder wer auch<br />
			immer ihre<br />
			Mail liest. Wenn überhaupt. Springen sie auf den virtuellen<br />
			Kampagnenzug, den <a href="http://www.georgewbush.com/Contact.asp?FormMode=Trans" target="_new" rel="noopener noreferrer"> eTrain </a>auf<br />
			und lassen sie sich die neuesten News über die<br />
			Kandidaten ihrer Wahl und deren Meinung zu den Issues, die ihnen auf<br />
			den Nägeln brennen, ins Wohnzimmer liefern. Die lobenswerte Möglichkeit<br />
			sich online als <a href="http://www.georgebush.com/toolbox/nav.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Wähler </a>registrieren zu lassen, wird die niedrigste Wahlbeteiligung aller Zeiten in der modernen Heimat der Demokratie wohl auch nicht<br />
			mehr verhindern. Ach ja, auch Geld kann man hier in Form von <a href="http://www.georgebush.com/contribute/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Spenden</a> loswerden. Höchst erfolgreiche Strategie. So hört man.<br />
			<b>6 BushPushs</b>.<br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore</b><br />
			Sie sind einsam und haben keine Lust auf<br />
			Selbsthilfegruppen? Die Rettung ist im Netz. Bei Al Gore gehören sie dazu.<br />
			Wenn sie unter 30 sind und auf amerikanische Schwiegertöchter stehen, dann wäre das <a href="http://www.algore2000.com/gorenet/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer"> &quot;Gore net of young Americans&quot;</a><br />
			etwas für sie. Da gehören sie zu einer duften Gruppe, die sich unter der Regie<br />
			von Ex-Cheerleader Karenna Gore-Schiff Gedanken macht, wie man junge Leute für Politik interessiert.<br />
			Falls sie die Altersgrenze überschritten haben, dann gibt es noch einige andere Möglichkeiten &quot;dazu zu gehören&quot;:<br />
			das <a href="http://www.algore.com/im/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Instant Message Net</a> ist ein Kommunikationssystem, in dem alle<br />
			Gore-Fans miteinander chatten, in der <a href="http://c1.algore.com/townhall/" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Interaktive Townhall&quot; </a>lauscht<br />
			Al ihren Fragen und dann können sie auch noch <a href="http://www.algore.com/getinvolved/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Internet-Volunteer&quot;</a><br />
			werden. Dazu bekommen sie eine Ausrüstung mit dem Namen &quot;Online Activist Kit . Das riecht nach<br />
			Subversivität und Straßenkampf. Schließlich gibt es sogar die Möglichkeit inhaltliche Akzente zu setzen.<br />
			Unter <a href="http://www.algore.com/myelection/password.php" target="_new" rel="noopener noreferrer">My Election </a>könne sie ihr Kampagnen-Profil erstellen und werden endgültig adoptiert. Und wenn sie nach soviel Gruppenarbeit das Bedürfnis<br />
			haben, das Erlebte sauber zu verarbeiten, dann schreiben sie doch ein <a href="http://www.algore.com/getinvolved/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Campaign Diary&quot;</a>.<br />
			Außer Al wird es sicher keiner lesen&#8230;<br />
			Al Gore bietet wirklich jede Menge demokratische Partizipation. Wenn das keine Hilfe zur Selbsthilfe<br />
			ist. Hilft auch Al, nämlich mit saftigen <br />
			<b>18 Gorescores</b>.<br />
			</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"></p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Privates</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush</b><br />
			Wer hier <a href="http://www.georgewbush.com/bushcheney/georgelaura/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Fotos </a>vom letzten Familienausflug<br />
			der Bushs, von Laura beim Frisör oder Dick beim Leiten eines Ölkonzerns erwartet, der sollte sich auf eine<br />
			Enttäuschung gefasst machen. Abgesehen von ein paar <a href="http://www.georgewbush.com/bushcheney/georgelaura/photoalbum/one.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Impressionen </a><br />
			George Dubbeljus` aus etwas wilderen Tagen ist die Ausbeute ausgesprochen mager.<br />
			Das eigene Privatleben soll nach Meinung der Familie Bush nicht unnötig in das unbarmherzige Rampenlicht der Politik<br />
			geworfen werden. Das zumindest gelingt ihnen hier. Offensichtlich gilt dieser Schutz aber nicht für alle<br />
			Mitglieder der Familie: eine <a href="http://www.georgewbush.com/youth/ernie/ernie.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">herzerweichende Story</a> verrät intime Details über Ernie und &#8211; nein, nicht<br />
			Bert &#8211; Spot. Katze und Hund der Familie Bush. Mein Verlangen nach nicht gnadenlos gestellten bzw. so<br />
			wirkenden Bildern, nach pikanten Bekenntnissen wird damit allerdings nicht gestillt.<br />
			<br />
			<b>6 BushPushs sind mehr als genug</b><br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore</b><br />
			Sein größter Stolz ist nicht die politische Karriere, sondern die Familie. Wo hiesige Politiker höchstens vier<br />
			Ehefrauen schaffen, kann Al mit immerhin vier Kindern aufwarten. Die Frau ist immer<br />
			die gleiche geblieben und heißt <a href="http://www.algore.com/tipper/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Tipper</a>, ein ungünstiger<br />
			Spitzname, der harmlose Gemüter an Delphinfilme erinnert und verdorbenere an böse Geschlechtskrankheiten.<br />
			Aber <a href="http://www.algore.com/algore/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Al ist sauber</a>: Jugend auf dem Bauernhof, Vietnamkrieg,<br />
			und jahrzehntelange harte Arbeit für Tennessee und das amerikanische Volk.<br />
			Glaube, Treue, Arbeit: der Gore´sche Dreiklang wird mit zahlreichen Photos belegt und liegt auch als Video<br />
			vor. <a href="http://www.algore.com/algore/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hier</a> erfahren wir auch, dass die Gores Baptisten<br />
			sind und ein Herz für Tiere haben. Wer hätte das gedacht. Natürlich dürfen die Liebermanns in diesem Bilderbogen<br />
			nicht fehlen: <a href="http://www.algore.com/lieberman/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Joseph</a>, &quot;der Kämpfer für Arbeiterfamilien&quot;<br />
			und seine mildtätige Frau <a href="http://www.algore.com/hadassah/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Hadassah </a>werden vorgestellt,<br />
			allerdings mit weniger Photos, denn sie sind ja nur die zweite Garnitur.<br />
			Mit Gores und Liebermanns beim Erntedank-Truthahn &#8211; das kann sich nach dem Studium des reichhaltigen<br />
			biographischen Materials jeder vorstellen, deswegen gibt es hier<br />
			<b>13 Gorescores</b>.<br />
			</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p></span>
</p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Inhalt</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush</b><br />
			<a href="http://www.georgewbush.com/youth/baseball/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;Running For President Is A Lot Like Playing Baseball&quot;</a> &#8211; wundert da noch jemanden etwas? Zugegeben, diese<br />
			Erklärung befindet sich auf der <a href="http://www.georgewbush.com/youth/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kinderseite</a>, aber würde auch auf den restlichen Seiten nicht fehl<br />
			am Platze sein. Wem die permanente Berieselung mit Wahlwerbespots noch nicht aus allen Körperöffnungen<br />
			quillt, wem dürstet nach mehr Information, wer Fakten nicht mehr von Fiktion unterscheiden kann:<br />
			Rettung ist nahe! Lassen sie sich erklären, was für fiese Lügen Al über George erzählt. Was Al alles<br />
			verbockt hat und noch schlimmer machen würde. Und natürlich wie toll die Dinge in Texas wirklich stehen<br />
			und in den gesamten USA stehen könnten. In <a href="http://www.georgewbush.com/multimedia/nav.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Audio und Video</a>,<br />
			<a href="http://www.georgewbush.com/news/speeches/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Reden </a>und <a href="http://www.georgewbush.com/news/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Nachrichten, Umfragen und Meldungen</a>.<br />
			Wer rekapitulieren möchte, was George wann und wie wozu gesagt hat, der wird hier locker fündig. Und<br />
			<a href="http://www.georgewbush.com/issues/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Visionen </a>hat der Mann auch. Vom Recht jedes<br />
			gesetzestreuen Bürgers Waffen zu tragen, bis zu der sinnvollsten Verwendung des Steuerüberschusses. Wer<br />
			dann noch sehen möchte, wie sich Bushs Steuerkürzungen im eigenen Portemonnaie auswirken, der kann sich<br />
			gleich des mitgelieferten <a href="http://www.georgewbush.com/TaxCalculator.asp" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;tax calculators&quot;</a><br />
			bedienen.<br />
			<br />
			<b>11 BushPushs</b><br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore</b><br />
			Gore ist kein Schauspieler und auch kein Charismatischer Charmebolzen, deswegen muss er mit sachlicher Seriosität<br />
			überzeugen. Aus diesem Grund finden sich auf seinem Webauftritt zahlreich downloads zu seinen<br />
			<a href="http://www.algore.com/speeches/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Reden</a> und <a href="http://www.algore.com/briefingroom/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Berichte</a><br />
			über den Wahlkampf. Mit platten Slogans hält sich Gore ganz staatsmännisch zurück. George Bush kriegt<br />
			allerdings sein Fett ab. Am Rande erfahren wir, was bei George in Texas so alles<br />
			<a href="http://www.algore.com/briefingroom/releases/pr_103100_Gore_Wins_5.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">schief </a>läuft. Vor allem<br />
			in der Sozial- Renten- und Gesundheitspolitik kann man dem Kontrahenten nicht trauen, denn<br />
			<a href="http://www.algore.com/briefingroom/releases/pr_110100_Gore_Wins_13.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">&quot;er ist nicht bereit, Präsident zu sein&quot;</a>.<br />
			In der Sachpolitik sitzt Al ja sowieso am längeren Hebel. Und das beweist er ganz klar, denn er antwortet<br />
			auf dringende gesellschaftliche Probleme, bei denen George nur schweigt. Und da Al kein Mann der leeren<br />
			Phrasen ist, beweist er gleich mit vier <a href="http://www.ofcourseitdoes.com/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Szenarien </a>welche<br />
			fiskalischen Katastrophen bevorstehen, wenn Bush an den Drücker gerät.<br />
			Obwohl der deutsche Wähler ein &quot;richtiges&quot; Wahlprogramm vermisst, überzeugt Gore &#8211; übrigens auch auf<br />
			<a href="http://www.algore.com/espanol/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Spanisch</a> &#8211; als solider Politiker: sozial, praktisch, gut:<br />
			<br />
			<b> 9 Gorescores</b>.<br />
			</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Gimmicks</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush</b><br />
			Yoho! Hier kann der Fan sich mal so richtig austoben. Nerven sie Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, indem sie<br />
			das Konterfei ihres Helden als <a href="http://64.57.182.135/postcards.asp?" target="_new" rel="noopener noreferrer">eCard </a>versenden. Verbringen<br />
			sie mehr Zeit mit ihren Kleinen: <a href="http://www.georgewbush.com/Downloads.asp" target="_new" rel="noopener noreferrer">Basteln mit Bush</a>.<br />
			Drucken sie Poster aus, kleben sie diese auf Karton und die perfekte Ausrüstung für Halloween ist da.<br />
			Oder für St. Martin (als Laterne). Oder auch einfach für eine Wahlveranstaltung. Immer noch nicht genug?<br />
			George Bush als Hintergrundbild für den Computer, als Bildschirmschoner für den Computer, als Bettenbezug&#8230; <br />
			Ok, das letzte ist gelogen. Aber überrascht hätte es mich nicht! Ich träume mittlerweile nachts von diesem<br />
			Mann (nicht was sie jetzt denken!) und dafür gibt es:<br />
			<br />
			<b>18 BushPushs</b><br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore</b><br />
			Gore hat zwar bestimmt auch Humor, aber den lebt er nicht auf seiner Website aus. Spaß mit Politik gibt<br />
			es höchstens für <a href="http://www.algore.com/kids/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Kinder</a>, aber auch da ist der pädagogische Aspekt<br />
			im Vordergrund: wer sich alle <a href="http://www.algore.com/kids/puzzle.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Namen der Gore-Familie</a> merken<br />
			kann oder <a href="http://www.algore.com/kids/quiz.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">weiß aus welchem Staat Al stammt</a>, der hat das<br />
			Zeug zu einem guten Demokraten. Für Erwachsene gibt es lediglich die Möglichkeit, Buttons down zu loaden<br />
			oder die Seite zu <a href="http://www.algore.com/sendthispage/index.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">verschicken</a>. Falls sie etwas<br />
			Geld übrig haben und es nicht dem Wahlkampf <a href="http://www.algore.com/getinvolved/new_check_form2.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">spenden </a><br />
			wollen, können sie sich im <a href="http://www.algore.com/stores.html" target="_new" rel="noopener noreferrer">Gorestore </a>allerdings lustige T-Shirts<br />
			und dämliche Baseball-Kappen bestellen. Da die Amerikaner so was aber ziemlich ernst nehmen, soll dieser<br />
			Service wahrscheinlich gar nicht unter Spaß fallen und deswegen können wir in dieser Rubrik nur magere<br />
			<br />
			<b>2 Gorescores verleihen</b>.<br />
			</span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr>
<td align="left" bgcolor="#ffcc00" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><center><b>Endergebnis: Wie geht die Wahl am 7.11. aus?</b></center></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<table cellpadding="3" cellspacing="0" width="500">
<tbody>
<tr align="left" bgcolor="#ffffcc" valign="top">
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><b>Bush: 51 %</b><br />
			</span></td>
<td width="250"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica; color: #0065ce"><b>Gore: 49 %</b><br />
			<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica; color: #003063"><br />
			</span></span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Fazit: Bush siegt ganz knapp vor Gore. Vorsprung durch Gimmicks&#8230;</b><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/wer_gewinnt_die_wahl-816/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bildungs-Bytes in Stars and Stripes</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ehebecker]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die zentralen Thesen der Kandidaten und ihre Präsentation im Netz</b></span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bildung ist naturgemäß ein
wichtiges Thema für Präsidentschaftskandidaten. Nirgendwo kann man
soziales Verantwortungsbewusstsein besser plausibel machen als bei der
Ausbildung der jungen Generation, mit deren Entwicklungsperspektiven
die Zukunft der gesamten Gesellschaft verbunden wird.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die zentralen Thesen der Kandidaten und ihre Präsentation im Netz</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Bildung ist naturgemäß ein<br />
wichtiges Thema für Präsidentschaftskandidaten. Nirgendwo kann man<br />
soziales Verantwortungsbewusstsein besser plausibel machen als bei der<br />
Ausbildung der jungen Generation, mit deren Entwicklungsperspektiven<br />
die Zukunft der gesamten Gesellschaft verbunden wird.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber ebenso kann man nirgendwo so<br />
kläglich scheitern, als wenn der Eindruck entsteht, dass Bildung nur<br />
eine untergeordnete Rolle im Konzert der zentralen Konzepte spielt und<br />
nicht zu den Kernkompetenzen eines Kandidaten zählt. Auch wenn im<br />
Zweikampf der zwillingsgleichen Kandidaten Bush und Gore bisher Themen<br />
wie Steuern, Sozial- und Außenpolitik im Mittelpunkt standen, gilt es<br />
besonders in der Bildungspolitik sich keine Blöße zu geben und<br />
größtmögliche Differenz bei weitest gehendem Einvernehmen deutlich zu<br />
machen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In den USA ist Bildung ebenso wie<br />
in Deutschland Ländersache, aber im Unterschied zu Berlin kann<br />
Washington Mittel an die Bundesstaaten fließen lassen und diese an<br />
politische Vorgaben knüpfen. Damit ist ein fiskalischer Hebel<br />
vorhanden, mit dem sich bildungspolitische Konzepte auf Bundesebene<br />
durchsetzen und koordinieren lassen. Womit diese nicht wie in<br />
Deutschland auf Forschung und Hochschulbau beschränkt werden oder im<br />
Zuge der föderalen Fallenstellerei im Dickicht der<br />
Kultusministerkonferenz auf der Strecke bleiben. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Damit kommt den<br />
bildungspolitischen Konzepten und Wahlkampfversprechen aber auch ein<br />
höheres Gewicht zu, das sich bei Regierungsantritt nicht mit dem<br />
pauschalen Hinweis auf Landes- bzw. bundesstaatliche Kompetenzen abtun<br />
lässt. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bereits der oberflächliche Blick<br />
auf die Wahlplattformen im Netz lässt Unterschiede zwischen Bush und<br />
Gore erkennen, die einen tieferen Zusammenhang zwischen der Form der<br />
Präsentation und den Inhalten der Bildungspolitik vermuten lassen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><a href="http://www.georgewbush.com/issues/education.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.georgewbush.com/issues/education.html</a></b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">George Bush<br />
verweist als Gouverneur von Texas erwartungsgemäß auf die<br />
herausragenden Leistungen seines Staates, der im Vergleich zu den<br />
anderen selbstverständlich die größten Fortschritte im Bildungswesen<br />
gemacht hat. Auch wenn ein derartiges Kokettieren mit der Rolle des<br />
provinziellen Herausforderers gegenüber dem weltläufigen und<br />
regierungserfahrenen Vizepräsidenten im Rahmen der<br />
Wahlkampfinszenierung eine durchaus ambivalente Wirkung haben kann,<br />
verfängt es bei der Bildungsproblematik eher als in Außen- und<br />
Sicherheitspolitischen Kontexten. So steht es auch dem Herausforderer<br />
zu, die Reformbedürftigkeit des Bildungswesens anzumahnen und das<br />
bisherige Bemühen des Bundes im Kern zu kritisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dementsprechend will Bush Schulen<br />
vermehrt in Formen freier Trägerschaft überführen, lokale und familiäre<br />
Selbstverantwortung stärken sowie die Bundesstaaten aus der<br />
regulierenden Umklammerung des Bundes befreien, sie aber keineswegs aus<br />
der Verantwortung entlassen. Dabei sollen zugleich die Standards hoch<br />
gehalten, der Charakter der Bildung verbessert und mehr Sicherheit an<br />
den Schulen gewährleistet werden. Gemeinsamkeiten mit Gore finden sich<br />
hingegen in übergreifenden Tests und Evaluationsverfahren, denen sich<br />
Schüler, Lehrer und Schulen unterwerfen müssen, um ihre<br />
Leistungsfähigkeit nachzuweisen und Qualitätssicherung zu<br />
gewährleisten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Während Bush die Leitlinien<br />
seiner Bildungspolitik auf seiner Homepage in einer digitalen Bleiwüste<br />
aus Reform Proposals, Position Proposals, Fact Sheeds und Reden<br />
präsentiert, kommt Gore etwas bunter und durchaus interaktiver daher. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><a href="http://www.algore2000.com/education/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.AlGore2000.com/education/</a></b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dies korrespondiert durchaus mit<br />
der Leistungsbilanz, die Al Gore als Vizepräsident und Mitglied des<br />
Kongresses für sich verbucht und den Schwerpunkten, die er in der<br />
Vergangenheit vorangetrieben hat. Dazu zählen vor allem Themen wie<br />
Lebenslanges Lernen und die Vernetzung aller Klassenräume. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der <a href="http://www.taz.de/tpl/2000/10/19.nf/text?Tname=a0101&amp;list=TAZ_sw&amp;Idx=3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offenkundigen<br />
Misere an den öffentlichen Schulen</a><br />
&#8211; zu der sich die deutschen Verhältnisse im Vergleich durchaus noch als<br />
solide beschreiben lassen &#8211; will Gore vor allem durch die<br />
Bereitstellung von Bundesmitteln (8 Milliarden $ in 10 Jahren)<br />
beikommen, mit denen die nötigsten Reparaturen an Gebäuden<br />
durchgeführt, fehlendes Mobiliar beschafft und mehr Lehrer eingestellt<br />
werden sollen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kontroverse Positionen, wie etwa<br />
die von Bush favorisierten Bildungsgutscheine, mit denen Eltern ihre<br />
Kinder in Privatschulen einkaufen können, werden auf der Homepage in so<br />
genannten Town Hall Questions abgehandelt, in denen der Kandidat<br />
freizügig auf die (fiktive?!) Fragen von besorgten Eltern oder<br />
engagierten Lehrern antwortet. Ebenso vertrauensvoll gibt sich der<br />
Kandidat Gore in seinem Education Blue Book <a href="http://www.algore2000.com/agenda/bluebook/p1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.AlGore2000.com/agenda/bluebook/p1.html</a>,<br />
in dem sich Klein-Al (in Schreibschrift) den Fragenkatalog zur<br />
Bildungspolitik für das Schuljahr 2000 eingetragen hat und dessen<br />
Antworten in diesem Arbeitsheft hoffentlich zum Bestehen der Klasse<br />
reichen &#8211; falls nicht, hat er sich schon eine Bonusfrage vorgemerkt &#8211;<br />
why is education reform important?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Grundsätzlich lassen sich die<br />
Position in der Formel: &#8216;mehr Geld&#8217; (Gore) vs. &#8216;mehr<br />
Selbstverantwortung&#8217; (Bush) zusammenfassen. Wobei die Verschärfung der<br />
Rechenschaftspflicht und die Kontrolle der lokalen und<br />
bundesstaatlichen Bildungsakteure beide Kandidaten verbindet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Abwandlungen dieser Positionen finden sich einerseits bei dem grünen Kandidaten Ralph Nader <a href="http://www.votenader.com/issues/edu_main.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.votenader.com/issues/edu_main.html</a>, der seine bildungspolitischen Thesen unter das Motto &quot;Education for Everyone&quot; stellt und andererseits bei <a href="http://www.buchananreform.com/library/default.asp?id=118" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buchananreform.com/library/</a>Patrick<br />
J. Buchanan von der Reformpartei, der unter Bildung vor allem die<br />
Stärkung des Charakters und keine multikulturellen Curricula versteht. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Durch die im Vergleich zu Gore<br />
und Bush sehr dünnen Darstellungen der bildungspolitischen Konzepte<br />
werden hoffentlich nur die eingeschränkten Ambitionen der beiden<br />
Außenseiter dokumentiert und nicht der Stellenwert von Bildung, die<br />
trotz aller frommen Lippenbekenntnisse letztendlich ein Issue unter<br />
vielen ist, das traditionell nach Wahlen schnell wieder aus dem<br />
Blickfeld der Politiker gerät.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/bildungs_bytes_in_stars_and_stripes-820/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#034;Eisernes Dreieck&#034; vs. &#034;Attack Dog&#034; Die Berater-Teams von Bush und Gore</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eisernes_dreieck_vs_attack_dog_die_berater_teams_von_bush_und_gore-823/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/eisernes_dreieck_vs_attack_dog_die_berater_teams_von_bush_und_gore-823/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[malthaus]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Politikberatung]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/eisernes_dreieck_vs_attack_dog_die_berater_teams_von_bush_und_gore-823/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
Die sich immer weiter ausdifferenzierende Beraterbranche hat in den USA längst schon spezielle Jobprofile
hervorgebracht. Anhand der aktuellen Besetzung der Teams um George W. Bush und Al Gore erläutert
Marco Althaus die Besonderheiten dieser beraterischen Arbeitsteilung.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
Die sich immer weiter ausdifferenzierende Beraterbranche hat in den USA längst schon spezielle Jobprofile<br />
hervorgebracht. Anhand der aktuellen Besetzung der Teams um George W. Bush und Al Gore erläutert<br />
Marco Althaus die Besonderheiten dieser beraterischen Arbeitsteilung.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im Hauptquartier großer Wahlkampagnen führen hauptamtliche Manager das Kommando über eine Schar<br />
angestellter Assistenten, unbezahlter Helfer und zahlreichen externen Ratgebern aus Wissenschaft und<br />
Wirtschaft, darunter viele Lobbyisten und Anwälte. Manchmal wird ein Freund des Kandidaten an die Spitze<br />
gehoben, oft ein beurlaubter Mitarbeiter aus seinem Stab, falls er bereits ein öffentliches Amt besitzt. Der<br />
Manager dirigiert das Beraterteam; manchmal ist er allerdings selbst ein Veteran des politischen<br />
Beratungsgeschäfts. Beispiel: George W. Bush hat sein texanisches Beraterteam einer externen Mannschaft<br />
aus Washington vorgezogen. In Bushs &quot;Eisernem Dreieck&quot; sind Manager Joe Allbaugh, Chefstratege<br />
Karl Rove und Kommunikationsdirektorin Karen Hughes gleichberechtigt. Allbaugh ist ein Unternehmer,<br />
Hughes eine TV-Journalistin und Parteimanagerin, nur Rove ein Ex-Berater. Für Bush verkaufte Rove seine<br />
überregionale Beratungsfirma Rove &amp; Company nebst lukrativer Adressenlisten, die er an politische<br />
Spendensammler und Direktmarketingfirmen vermietet hatte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Media Consultants: Die Werbestrategen</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bis zu sieben von zehn Wahlkampfdollars investieren Kandidaten in elektronische Medien: Dutzende von Spots in<br />
Radio und Fernsehen lassen sie produzieren und senden, wobei die schnelle Reaktion auf die Attacke oder<br />
Behauptung der Gegenseite Routine ist. Ein laufender Dialog zwischen Kampagnen und Wähler entsteht.<br />
Spots sind nicht nur Beiwerk wie in Deutschland, sondern das Herz der Kampagnen. Und sie werden selten bis<br />
nie politisch unbeleckten Werbeagenturen überlassen. Der <i>media consultant</i> erzwingt die kommunikative<br />
Disziplin und formt das Image des Kandidaten, die Auswahl von Leitideen und Feindbild. Wie ein Maestro<br />
dirigiert und inszeniert er die öffentliche Seite der Kampagne. Er unterstützt den (angestellten) Pressesprecher,<br />
arbeitet als Redetrainer und Stilberater mit dem Politiker, der vor seiner Kamera steht. Das sichert ihm<br />
persönlichen Zugang. Lukrativ aber ist der Auftrag vor allem, weil ihm für die an TV-Stationen und andere Medien<br />
weitergereichten Summen ein bis sieben Prozent Kommission zusteht. Wer die Spots für eine<br />
Präsidentschaftskampagne mit 50 Millionen Dollar macht, hat vorerst ausgesorgt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Werbung für Al Gore produzieren die Washingtoner Berater Carter Eskew und Bob Shrum mit ihrer erst<br />
1999 gegründeten gemeinsamen Firma Century Media. Eskew gehörte zu Clintons Beraterteam 1992 und 1996.<br />
Aber er gilt auch als der Mann, der mit der PR-Agentur BSMG Worldwide für die Tabakkonzerne 1998 mit einer<br />
40-Millionen-Dollar-Kampagne die von Clinton geplante Gesetzesverschärfung durch den Kongress verhinderte.<br />
Shrum (Partner bei Shrum, Devine &amp; Donilon) gehört zum engen Zirkel der Imageberater und Redenschreiber um<br />
Clinton und den Kennedy-Clan. Er tritt selbst regelmäßig in Polit-Talkshows auf. Seine Negativ-Feldzüge in<br />
Staaten wie Texas, Maryland und Kalifornien verschafften ihm den Ruf eines <i>attack dog</i>; er half auch<br />
Premier Ehud Baraks Wahlkampfteam in Israel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bush lässt sich von Mark McKinnon dirigieren und filmen. McKinnon ersetzte den Republikaner Don Sipple<br />
(Firma: Sipple Strategic Communications), als ein Magazin enthüllte, dass Sipple seine Ex-Frauen geschlagen<br />
hatte. Sipple wurde für Bush untragbar und lieferte ein Beispiel dafür, wie leicht die prominenten Berater selbst<br />
zum belastenden Wahlkampfthema werden können. McKinnon hat bis zum Seitenwechsel vor allem Demokraten<br />
in Texas in Szene gesetzt &#8211; zum Beispiel Bushs Ex-Rivalin im Gouverneursamt Ann Richards. McKinnons Firma<br />
<a href="http://www.publicstrategies.com/">Public Strategies &amp; Research</a> in Austin betreut auch Kunden wie<br />
den Telefonriesen Southwest Bell oder Mexikos Regierung. McKinnons scharfen Spots gegen Bushs Rivalen<br />
McCain sorgten neben einer hervorragenden Organisation, die Karl Rove koordinierte, für den Sieg im<br />
Vorwahlkampf. Neben dem Texaner McKinnon dreht der Washingtoner Polit-Filmemacher Stuart Stevens<br />
(Firma: <a href="http://www.stevens-schriefer.com/">Stevens &amp; Schriefer Group</a>) Spots für Bush.<br />
Stevens arbeitete in der Präsidentschaftskampagne von Bob Dole 1996. McKinnon und Stevens konzentrieren<br />
sich auf die Produktion, den komplizierten Einkauf der Werbezeiten verantwortet die Washingtoner<br />
Firma <a href="http://www.natmedia.com/">National Media Inc.</a> um den republikanischen Berater<br />
Alex Castellanos.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Pollsters: Auge und Ohr</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Im strategischen Zentrum jeder Kampagne stehen repräsentative Meinungsumfragen. Sie ermöglichen<br />
Entscheidungen über Botschaft, Themenwahl und Budgets, taktische Manöver. Nicht nur Zahlen und eine<br />
Momentaufnahme der öffentlichen Meinung liefern die Demoskopen, die <i>pollsters</i>. Sie helfen,<br />
Wenn-dann-Modelle des Wahlverhaltens zu entschlüsseln, etwa: Für jeden zehnprozentigen Zuwachs an<br />
Wählern, die den Standpunkt unseres Gegners zur Rentenkürzung kennen, bekommt unser Klient fünf<br />
Prozentpunkte mehr in der Wahlpräferenz. Zum Ende einer Kampagne laufen die Blitzumfragen praktisch täglich.<br />
Zum qualitativen Arsenal gehören Gruppendiskussionen mit Moderatoren (<i>focus groups</i>),<br />
computergestützte Inhaltsanalysen von wörtlichen Äußerungen in Telefonumfragen oder auch Publikumstests,<br />
bei denen einer Zuschauergruppe elektronische Drehregler in die Hand gegeben wird, mit denen die<br />
Spannungspunkte eines TV-Spots oder einer Rede auf Video geprüft werden. Als Augen und Ohren, Denker und<br />
Analytiker sind die Demoskopen unersetzlich für jede Kampagne, die nicht im Blindflug gesteuert werden will.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gores Chefdemoskop ist Harrison Hickman (Firma: Hickman-Brown Research Inc.), ein national und international<br />
erfahrener Washingtoner Berater, der 1988 und 1992 die Präsidentschaftsanläufe des Demokraten Bob Kerrey<br />
betreute. Hickman kennt den Süden wie seine Westentasche und sorgte dafür, dass Gores Konkurrent<br />
Bill Bradley dort keinen Fuß auf den Boden bekam.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bush lässt sich die Zahlen von Frederick Steeper deuten. Seine Firma<br />
<a href="http://www.marketstrategies.com/1pp.htm">Market Strategies</a> in Southfield, Michigan, gehört zu<br />
den ganz alten, etablierten und größten Forschungsinstituten der Republikaner, die aber überwiegend<br />
kommerzielle Kunden betreut. Steepers Kollege ist Jan van Lohuizen von Voter Consumer Research im<br />
Washingtoner Vorort Bethesda, Maryland. Lohuizen steckte hinter der Kampagne zu einer Volksabstimmung<br />
1991, mit der Kommunalsteuern zur Finanzierung des Baseballstadions der Texas Rangers erhöht wurden.<br />
Bush war damals Manager und Miteigentümer der Rangers.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Saisongeschäft mit Ausbauchancen</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für alle, große wie kleine Firmen, Generalisten und Spezialisten, ist Wahlkampfberatung ein Saisongeschäft:<br />
Große Honorare, viele Mitarbeiter im Wahljahr. Aber im <i>off year</i> schrammen viele am Konkurs vorbei. Zumal<br />
gescheiterte Kandidaten oft zahlungsunfähig sind. Doch wer einen Wahlkampf erfolgreich machen kann, ist<br />
auch in der Wirtschaft gefragt. Nicht etwa, um Seife zu verkaufen, sondern die Position von Lobbyisten und<br />
Unternehmen bei teuren Medienkampagnen um die häufigen Volksbegehren, vor allem im plebiszitfreundlichen<br />
Westen. In Kalifornien ist das Staatsparlament durch die vielen Referenda schon fast ausgeschaltet. Der<br />
Wähler macht die Gesetze. In 27 von 50 Staaten gibt es Instrumente der direkten Demokratie &#8211; eine Einladung<br />
für organisierte Interessen und gutbezahlte Kampagnenprofis.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Kalifornien ist das Zukunftslabor der Branche, und dort liegt auch ihr Gründungmythos. Dort konnte in den<br />
Dreißiger Jahren erstmals eine PR-Agentur ausschließlich von Polit-Aufträgen leben, weil die Macht der damals<br />
korrupten Parteibosse und Zirkel über die Kandidatenaufstellung gebrochen wurde. Die Vorwahlen wurden<br />
überparteilich demokratisiert und geöffnet, die Wahlkampfzeit um Monate verlängert. Andere Staaten übernahmen<br />
das System. Der Siegeszug des Fernsehens in den Sechziger Jahren und die Reform der Wahlkampffinanzierung,<br />
die die Finanzverantwortung in den Schoß des einzelnen Kandidaten legte, sorgten für den Quantensprung in der<br />
Beraterbranche: Die Partei ist ersetzbar, sie kann den Wahlkampf ihrer Kandidaten nur noch unterstützen, aber<br />
nicht mehr selbstständig führen. Alles, was der Parteiapparat früher leistete, war nun auch privat möglich &#8211; und<br />
technisch oft perfekter. Allerdings auch teurer.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Buchtipp:<br />
Marco Althaus. Wahlkampf als Beruf: Die Professionalisierung der Political Consultants in den USA.<br />
Peter Lang Verlag, Frankfurt am Main (1998, 350 Seiten).</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/eisernes_dreieck_vs_attack_dog_die_berater_teams_von_bush_und_gore-823/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bilder statt Worte: Interview mit Dr. habil. Werner Kremp</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/uncategorized/bilder_statt_worte_interview_mit_dr_habil_werner_kremp-824/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/uncategorized/bilder_statt_worte_interview_mit_dr_habil_werner_kremp-824/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ahoef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Amerikanisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Liebermann]]></category>
		<category><![CDATA[Werner Kremp]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/bilder_statt_worte_interview_mit_dr_habil_werner_kremp-824/</guid>

					<description><![CDATA[<br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<img src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/akademie.gif" heigth="73" aling="left" width="250" />
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit der Wahl des jüdischen Senators Joe Liebermanns als running mate hat Al Gore
klare Zeichen gesetzt. Wie dieser Schritt im Vorfeld der &#34;Krönungsmesse&#34; des Nominierungsparteitages
einzuschätzen ist, welche Rolle Bill Clinton weiterhin zukommt und wohin die Amerikanisierung
deutscher Wahlkämpfe führen wird, fand Alexander Höf in einem Interview mit dem Direktor der <a href="http://www.atlantische-akademie.de/">
Atlantischen Akademie</a>, Dr.habil. Werner Kremp heraus.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/akademie.gif" heigth="73" aling="left" width="250" /><br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit der Wahl des jüdischen Senators Joe Liebermanns als running mate hat Al Gore<br />
klare Zeichen gesetzt. Wie dieser Schritt im Vorfeld der &quot;Krönungsmesse&quot; des Nominierungsparteitages<br />
einzuschätzen ist, welche Rolle Bill Clinton weiterhin zukommt und wohin die Amerikanisierung<br />
deutscher Wahlkämpfe führen wird, fand Alexander Höf in einem Interview mit dem Direktor der <a href="http://www.atlantische-akademie.de/"><br />
Atlantischen Akademie</a>, Dr.habil. Werner Kremp heraus.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Herr Dr. Kremp, beginnen wir zunächst mit der gerade getroffenen Entscheidung<br />
Al Gores mit Senator Joe Liebermann als &quot;running-mate&quot; in die heiße Phase<br />
des Präsidentschaftswahlkampfes zu gehen.<br />
Die neuesten Umfragen zeigen, Gore hat seinen Rückstand auf George W. Bush<br />
von 17 auf 2 Prozentpunkte. Teilen sie die Begeisterung für Gores Wahl?<br />
Werden die Karten nun neu gemischt oder ist das ganze eher ein Strohfeuer?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Ich halte die Wahl von Lieberman schon für eine<br />
recht mutige und zugleich kluge  Entscheidung; sie gibt Gore einerseits die Chance,<br />
sich auf dezente Art von Clinton und seiner Skandalaura zu entfernen; zweitens hat er<br />
dem running mate Dick Cheney einen in außenpolitischen Fragen mindestens gleich<br />
kompetenten Mann entgegengesetzt; und drittens eröffnet er in dem unaufhörlichen<br />
Prozeß Amerikas, immer wieder neue ethnische Gruppen zu integrieren, eine neue Runde.<br />
Ob die positiven Umfragezahlen ein Strohfeuer sind? Ja, insofern es während des<br />
Wahlkampfs immer wieder Situationen gibt, wo bestimmte Events, wie die Parteitage,<br />
und bestimmte Aktionen der Kandidaten diesen beim Publikum kurzfristig eine mehr als<br />
durchschnittliche Aufmerksamkeit und Zustimmung sichern. Andererseits glaube ich,<br />
daß die Wahl Liebermanns doch so solide ist, daß eine hohe Zustimmungrate erhalten<br />
bleibt, wenn nicht herauskommt, daß der Moralist Liebermann in seiner Jugend oder<br />
sonstwie gesündigt hat.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gerade an Amerikanischen Universitäten sind viele Mitglieder der Fakultäten<br />
jüdischen Glaubens und Liberale Intellektuelle gelten sicher nicht als<br />
Stammwähler der GOP. Wurde wie damals beim Katholiken Kennedy auch eine Art<br />
Tabu gebrochen oder wo sehen sie, wenn überhaupt, die Sensation der Wahl<br />
Liebermanns? Wäre die wirkliche Überraschung nicht beispielsweise eine<br />
schwarze Frau gewesen, wenn Amerikaner jüdischen Glaubens sowieso die<br />
Demokraten wählen?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Bevor eine schwarze Frau zur running mate wird, muß erst eine weiße Frau<br />
running mate  werden und, anders als seinerzeit Geraldine Ferraro, auch gewinnen.<br />
Und vorher war eben vielleicht dieser Durchbruch, ein jüdischer running mate, fällig,<br />
der ja nicht nur ein &quot;jüdischer&quot; Durchbruch ist, sondern auch ein Signal für andere<br />
Minderheiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was erwarten sie von der bevorstehenden convention der Demokraten und welche<br />
Rolle wird Bill Clinton dort noch spielen? Kann Gore ohne Clinton gewinnen<br />
oder wird er ohne ihn verlieren?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Der Parteitag der Demokraten wird genauso eine &quot;Krönungsmesse&quot; werden wie der der<br />
Republikaner, vielleicht sogar noch pompöser (allein die Zahl der Delegierten ist<br />
doppelt so groß) mit noch mehr Zivilliturgie.<br />
Gore wird sich wahrscheinlich nicht ganz von Clinton trennen; er wird einen,<br />
vermute ich, sorgfältig orchestrierten Einsatz von Clinton vor bestimmten Wählergruppen<br />
(nicht alle sind ihm ja gram!) in bestimmten, weniger moralistisch orientierten Staaten<br />
versuchen; und dieser wiederum wird nicht nur und vielleicht nicht in erster Linie Gore<br />
unterstützen, sondern, was eben so wichtig ist, die demokratischen Kongreßkandidaten &#8211;<br />
so sie denn seine Hilfe wollen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Zu George W. Bush müssen wir natürlich auch kommen. Ist er mehr als die<br />
personifizierte Rache der Familie Bush, die nun nach 8 Jahren wieder das<br />
Weiße Haus zurückerobern will. Immerhin hat er durchaus Erfolge vorzuweisen,<br />
die ihm keiner zugetraut hat. Wird er unterschätzt?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Bush hat eigentlich kaum etwas aus eigener Kraft geschafft, und sein record als<br />
Gouverneur ist mehr hinsichtlich der Zahl der Hinrichtungen in Texas eindrucksvoll als<br />
was seine Gesellschaftspolitik anbelangt. Gleichwohl war und ist es immer ein Fehler,<br />
bestimmte Leute zu unterschätzen; denn mindestens so wichtig wie die Person der<br />
Präsidentschaftskandidaten und eventuellen Präsidenten sind die Berater, die er sich<br />
wählt &#8211; und da hat er zumindest was die Außenpolitik anbelangt eine durchaus beachtliche<br />
Riege, nicht zuletzt aus dem Erbe seines Vaters, um sich versammelt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Atlantische-Akademie veranstaltete gerade eine summerschool mit<br />
zahlreichen USA-Experten unter den Referenten. Dort gab es doch sicher neue<br />
Erkenntnisse zum aktuellen Wahlkampf: wie wird er eingeschätzt, vielleicht auch im Vergleich mit vergangenen<br />
Kampagnen? Welche Rolle kommt dem Internet zu?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Was diesen Wahlkampf von vorhergehenden unterscheidet, ist zum einen, daß noch<br />
nie so viel Geld dafür ausgegeben wurde, insbesondere soft money, das der Umgehung der<br />
Spenden-Grenzen für Kandidaten dient. Zum anderen ist es der erste Internet-Wahlkampf.<br />
Alle übrigen Unterschiede wird man erst am 7. November genau kennen, denn der heiße<br />
Wahlkampf beginnt ja jetzt erst.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Amerikanisierung von Wahlkämpfen ist auch bei uns spätestens zu den<br />
Bundestagswahlen ein vielzitiertes Schlagwort. Wie amerikanisch sind denn<br />
die bundesdeutschen Wahlen inzwischen und sehen sie hier ein Problem oder<br />
gar eine Gefahr? Die SPD erwägt ja inzwischen sogar Vorwahlen nach<br />
amerkanischem Muster.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Also: die sogenannte &quot;Amerikanisierung&quot; ist, egal ob bei Wahlkämpfen, bei<br />
Eßgewohnheiten oder in der Kulturindustrie, nur für romantisch-nationalistische<br />
Links- und Rechtsintellektuelle eine Gefahr. Ansonsten ist sie ein Faktum, das zu<br />
einer modernen Massendemokratie dazu gehört wie Fernsehen, Fast Food und Film.<br />
&quot;Amerikanisierung&quot; bei Wahlkämpfen heißt: mehr Personen statt Parteien, mehr Bilder<br />
als Worte, mehr symbolische Handlungen, Events und Auftritte als Diskussion über<br />
Inhalte (aber ganz unwichtig sind diese trotzdem nicht), und Fernsehen statt<br />
Plakatwerbung.<br />
Ob sich das amerikanische Vorwahlsystem auf deutsche Parteien übertragen läßt?<br />
Probieren wir&#8217;s doch einfach, anstatt zu theoretisieren. Man kann&#8217;s dann immer noch<br />
auch wieder sein lassen, oder die Prozeduren modifizieren.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Alle 4 Jahre stellt sich die Frage, ob sich für die<br />
Deutsch-Amerkanischen Beziehungen etwas ändern wird. Ist es für uns denn überhaupt von<br />
großer Bedeutung, wer in Washington regiert?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Es ist ziemlich gleichgültig, ob ein Demokrat oder ein Republikaner für die<br />
amerikanisch-deutschen Beziehungen zuständig ist; denn diese beruhen auf einem Set<br />
von Traditionen, Werten, insbesondere auch politischen, ökonomischen und<br />
strategisch-sicherheitspolitischen Interessen, das über die Vierjahresperiode hinausgeht.<br />
Nicht unbedeutend ist sicher, unabhängig von der Parteizugehörigkeit des US-Präsidenten<br />
wie des deutschen Kanzlers, die Fähigkeit beider, einen persönlichen Draht zu einander<br />
zu finden.<br />
Und ganz besonders wichtig, leider aber in der deutschen Politik oftmals übersehen,<br />
ist die große Bedeutung, die der Kongreß, insbesondere der Senat, in der Außenpolitik<br />
der USA spielt. Da wäre es gut, wenn man nicht nur den Präsidenten als Akteur hofiert,<br />
sondern auch die Mitglieder des außenpolitischen Senatsausschusses!<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Bedeutung messen sie den im Oktober anstehenden &quot;debates&quot; zwischen<br />
den Kandidaten bei. Kann die offene Debatte zwischen Gore und Bush vor<br />
Millionen von Fernsehzuschauern den Ausschlag geben, wie beispielsweise 1960<br />
im Duell Kennedy vs Nixon?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Dr. Kremp</b>: Das ist schwer vorherzusagen, da oft bestimmte Zufälle, Bild-Eindrücke, die Tagesform<br />
etc. eine Rolle spielen. Es könnte sein, daß beim Duell Gore-Bush Gore intellektuell,<br />
aber Bush emotional mehr Eindruck macht. Beim Duell Lieberman-Cheney sehe ich eher<br />
eine intellektuelle und emotionale Parität, vielleicht mit einem kleinen Vorsprung<br />
für den frischer wirkenden Lieberman.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Interview<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Alexander Höf</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/uncategorized/bilder_statt_worte_interview_mit_dr_habil_werner_kremp-824/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Streber oder Klassenclown &#8211; Wer wird Amerikanischer Präsident?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/streber_oder_klassenclown_wer_wird_amerikanischer_praesident-828/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/streber_oder_klassenclown_wer_wird_amerikanischer_praesident-828/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[ahoef]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/streber_oder_klassenclown_wer_wird_amerikanischer_praesident-828/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Echte Spannung will im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf bisher nicht aufkommen. Der Grund: die
beiden Kandidaten bieten wenig Überraschendes. Aus Mangel an handfesten Polit-Sensationen verlegen sich
die amerikanischen Medien nun auf Anekdoten aus der Jugendzeit.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Echte Spannung will im amerikanischen Präsidentschaftswahlkampf bisher nicht aufkommen. Der Grund: die<br />
beiden Kandidaten bieten wenig Überraschendes. Aus Mangel an handfesten Polit-Sensationen verlegen sich<br />
die amerikanischen Medien nun auf Anekdoten aus der Jugendzeit.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Anfang November wird der Nachfolger Bill Clintons gewählt. Bisher war das Interesse der Medien und der<br />
Öffentlichkeit nicht sehr groß. Vizepräsident <a href="http://www.algore2000.com/">Al Gore</a> und der Texanische Governor <a href="http://www.georgewbush.com/">George W. Bush</a><br />
standen früh als Kandidaten fest. Richtige Spannung will nicht recht<br />
aufkommen. Im Vergleich zum legendären Duell zwischen George Bush und<br />
Bill Clinton im Jahr 1992 herrscht schon fast Desinteresse. Die Luft<br />
ist raus!<br />
Die conventions der Republikaner und Demokraten werden jetzt vermutlich<br />
noch einmal eine Trendwende einleiten und mit reichlich Konfetti,<br />
Ballons, Show, perfekter Inszenierung und viel Emotionen auch dem<br />
Letzten klarmachen, dass die Präsidentenwahl ansteht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">George W. Bush wird von den meisten Intellektuellen und Liberalen abgelehnt. Er hat ähnlich wie Bill Clinton ein<br />
&quot;Teflon-Image.&quot;  Sein Glück ist, dass die immer wieder aufkommenden Vorwürfe im Zusammenhang mit der<br />
Todesstrafe an ihm abprallen. Er ist ein unbeschriebenes Blatt  und vor allem der Sohn des ehemaligen<br />
Präsidenten. Zweifel an seiner Eigenständigkeit bleiben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bush ist alles andere als das Idealbild eines zukünftigen Präsidenten der USA. Bill Clinton und George Bush<br />
senior waren stets überall die Ersten und die Besten. Wie oft hat man das Bild des jungen Bill Clinton gesehen,<br />
der als Jugendlicher die Hand John F. Kennedys schüttelte? Diese Aufnahme war symbolisch für die Unzähligen,<br />
die nie Zweifel hatten, dass Clinton das Zeug zum Präsidenten hat. Bei George W. Bush hingegen hätte es<br />
niemand für möglich gehalten, dass er einmal Präsidentschaftskandidat werden könnte. Er besticht nicht durch<br />
intellektuelle Brillianz, sondern interessierte sich schon zu Collegezeiten mehr für Sport, vor allem Baseball.<br />
Immerhin lernte George W. Bush dort, was es heißt Leute für sich zu gewinnen und sie zu lenken.<br />
Hier bescheinigt man ihm außergewöhnliche Fähigkeiten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Darin liegt auch einer der Hauptunterschiede zu Al Gore, dessen Handicap es gerade<br />
ist, dass er die Menschen nicht begeistert. Zwar gilt er schon seit Jahren als der<br />
geborene Präsident, doch sorgt das eher für Misstrauen. Traditionell hat die Mehrheit der Amerikaner Vorbehalte<br />
gegenüber dem Washingtoner Establishment. Und ein langjähriger Vizepräsident ist Teil des Establisments.<br />
Während sein Vater Senator in Washington war, wohnte Sohn Al in einem Hotelzimmer in der Stadt.<br />
Er verbrachte große Teile seine Kindheit hier. Bewusst verlegte man die Wahlkampfzentrale nach Tennessee,<br />
um von Washington abzulenken.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Al Gore versucht immer noch vergeblich gegen sein Langweiler-Image anzukämpfen. Er kann die Menschen nicht<br />
mitreißen, daran konnte auch das von den Imageberatern verordnete neue Outfit aus Chinos und offenem Hemd<br />
nichts ändern. Der Spott wurde nur noch größer. So empfahl ein amerikanischer Talkmaster besorgten Eltern<br />
unlängst eine Al Gore Puppe als Einschlafhilfe für ihre Sprösslinge. Zu allem Übel eignet sich der Name des<br />
demokratischen Präsidentschaftskandidaten auch noch zu naheliegenden Wortspielen (Bore=Langeweile),<br />
passende Webpages ließen auch nicht lange auf sich warten. Die Seite www.albore.com findet sich inzwischen<br />
allerdings nicht mehr im Internet.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Republikaner gingen hier professioneller vor. Rechtzeitig hatte man sich zahlreiche domains gesichert, damit<br />
ähnliche Webpages sich erst gar nicht ausbreiten konnten. Wer jetzt unter <a href="http://www.bushsucks.com/"><br />
www.bushsucks.com </a> glaubt eine Anlaufstelle für Bushgegner zu finden, wird sich wundern, landet er doch<br />
auf der offiziellen Seite des Kandidaten.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die amerikanischen Medien durchleuchten die Kandidaten und deren Vergangenheit &#8211; Bill Clinton sei Dank &#8211; nun<br />
besonders sorgfältig. Vor allem die <a href="http://www.nyt.com/">New York<br />
Times </a> widmet sich sorgfältig der Vita der beiden Präsidentschaftsanwärter. Selbst vor der frühesten Jugend<br />
machen sie nicht halt. Für die Journalisten ist es verständlicherweise bedauernswert, wenn  keine wirkliche<br />
Spannung im Duell Bush vs. Gore aufkommt  und man sehnt sich nach Auflagenzahlen aus vergangenen<br />
Lewinsky-Tagen zurück. Also helfen die Medien gerne etwas nach und konstruieren notfalls an den Haaren<br />
herbeigezogene Erklärungen für das heutige Charakterbild der Kandidaten. Wer sich schon immer gefragt hat,<br />
warum George W. Bush so massiv für Recht und Ordnung eintritt, erfährt dass die Antwort in seiner Kindheit<br />
liegt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wer sich bei der <a href="http://www1.nytimes.com/auth/login?URI=http://www.nytimes.com/library/politics/camp/">New York Times </a> in<br />
einen speziellen Verteiler einträgt, der erfährt, dass der Viertklässler und Klassenclown George sich in seiner Freizeit<br />
damit amüsierte, Frösche unter Einsatz von<br />
Feuerwerkskörpern in die Luft zu jagen. Den Unterricht soll er gestört haben, in dem er sich mit seinem Füller<br />
einen Bart und Kotletten ins Gesicht gemalt hatte. Dafür bekam er im<br />
Zimmer des Direktors einige Schläge auf den Hintern. Das ganze erinnert zwar eher an Bart Simpson oder Max<br />
und Moritz, doch für Beobachter ist klar: Bush hat seine eigene Lektion in Sachen Bestrafung schon sehr früh<br />
gelernt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die menschliche Note soll den Kandidaten beim Wahlvolk sympathisch erscheinen lassen. In der Rubrik<br />
&quot;Jugendsünden&quot; gibt es vom kleinen Al jedoch kaum etwas zu berichten. Mit Alter von 12 Jahren soll er zwar einen Truck mit<br />
Steinen beworfen haben, der Nachteil für Al war aber, dass dies ausgerechnet in einem Wahljahr passierte und er<br />
auf Geheis seines Vaters vorsorglich Entschuldigungsbriefe an diverse Trucking-Companies schreiben musste.<br />
Anstatt mit Lausbuben-Streichen zu glänzen, saß Al Gore lieber auf dem Schoß des damaligen Vizepräsidenten<br />
Richard Nixon oder hörte an der anderen Leitung zu, wenn sein Vater mit Präsident Kennedy telefonierte. Schon<br />
früh schnupperte er große Politik.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zweifellos ist Al Gore der absolute Politprofi. George W. Bush müsste demnach der Außenseiter sein.<br />
Dass dem nicht so ist, hängt vor allem mit Gores schlechtem Image zusammen. Je mehr er dagegen ankämpft,<br />
desto unglaubwürdiger wirken die Versuche, die jedermann durchschaut. George W. Bush ist kein Intellektueller,<br />
er versucht sich auch nicht als solcher zu präsentieren. Es hat ihm daher auch nicht geschadet, dass er in einem<br />
Interview einige Fragen zur Außenpolitk falsch beantwortete.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Reagan und Clinton hatten gemeinsam, dass sie beide von Liberalen bzw. Konservativen heftig kritisiert wurden.<br />
Beide waren vor allem sehr beliebt in der Bevölkerung und konnten deshalb politisch überleben. Die wenigsten<br />
Amerikaner wählen nach parteipolitischen Gesichtspunkten, die Person des Kandidaten und dessen Popularität<br />
entscheidet. Es ist also die Verpackung die zählt, nicht der Inhalt. Gore oder Bush &#8211; das ist die große Frage.<br />
Wen mögen die Amerikaner, wem schenken sie ihr Vertrauen: dem Klassenclown George W. Bush oder dem<br />
Streber Al Gore? Die Entscheidung wird aus dem Bauch heraus getroffen, nicht mit dem Kopf. More show than go:<br />
Ein Wahlkampf-Trend, der sich auch jenseits des Atlantiks immer mehr durchsetzt.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/streber_oder_klassenclown_wer_wird_amerikanischer_praesident-828/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Helden, Söhne, Sportler &#8211; Bildstrategien im US-Wahlkampf</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/helden_soehne_sportler_bildstrategien_im_us_wahlkampf-829/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/helden_soehne_sportler_bildstrategien_im_us_wahlkampf-829/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[mmueller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[George Bush]]></category>
		<category><![CDATA[Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Al Gore]]></category>
		<category><![CDATA[Image]]></category>
		<category><![CDATA[John McCain]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/helden_soehne_sportler_bildstrategien_im_us_wahlkampf-829/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit Bildern wird nicht nur geworben, mit Bildern wird gewonnen! Der
amerikanische Präsidentschaftswahlkampf ist auch ein Wettbewerb um das überzeugendste Image.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Mit Bildern wird nicht nur geworben, mit Bildern wird gewonnen! Der<br />
amerikanische Präsidentschaftswahlkampf ist auch ein Wettbewerb um das überzeugendste Image.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit Beginn des Massenwahlkampfes und den ersten Kandidatenporträts auf Plakaten für den späteren Gewinner der<br />
Wahl des Jahres 1828 &#8211; den Demokraten Andrew Jackson &#8211; haben sich neun verschiedene Bildstrategien herausgebildet,<br />
die auch noch im neuen Jahrtausend, in unterschiedlichen Kombinationen, Verwendung finden. Im Vorwahlkampf 2000<br />
konnten bislang jedoch lediglich vier Bildstrategien beobachtet werden: die Helden-, die Ahnen-, die &quot;Common-man&quot;-<br />
und die Negativ-Strategie. Während das Demokratische Duell zum <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/tuesday.shtml">&quot;Super Tuesday&quot;</a> Anfang März<br />
schon entschieden zu sein scheint &#8211; für den gegenwärtigen Vizepräsidenten Al Gore, gegen den sich als<br />
Sportstar und ehemaligen New York Knicks-Helden präsentierenden Ex-Senator Bill Bradley &#8211; bleibt das Rennen<br />
zwischen dem selbsterklärten Gewinner George Bush jun. und dem Überraschungsverfolger John McCain<br />
noch für kurze Zeit spannend.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>&quot;natural born hero&quot; vs. &quot;presidential son&quot;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Was die Heldenstrategie für das Amt des Präsidenten so attraktiv macht, ist die mit diesem Image verknüpfte<br />
Führungskompetenz und Amtsautorität. <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/mccain_commander.jpg" alt="Commander McCain, Richard Nixon (1973)" align="left" height="162" width="138" /><br />
Normalerweise eher eine typische Amtsinhaberstrategie, kann das überzeugende Heldenimage eines<br />
Outsider-Kandidaten seine innerparteilichen Mitbewerber in arge Bedrängnis bringen, wie dies die<br />
Kandidatur des Republikanischen Senators und Vietnam-Veteranen John McCain<br />
anschaulich illustriert. Der Journalistenliebling verfolgte von Anfang an eine <a href="http://63.224.30.9/story/biography.html"><br />
Kriegsheldenstrategie</a>,<br />
die auf seiner fünfeinhalbjährigen Gefangenschaft in Vietnam basiert.<br />
Anfänglich belächelt und von George Bush jun. nicht ernst genommen,<br />
änderte sich diese Einstellung nach McCains überwältigendem Sieg in New<br />
Hampshire. McCains Lebensgeschichte macht ihn zum idealen Heldentypen,<br />
der keine Strategie konstruieren muß. Allerdings &#8211; und dies ist in den<br />
an Delegiertenstimmen zahlreichen Staaten Kalifornien, New York und<br />
Florida ein Hindernis &#8211; McCain ist landesweit nicht so bekannt wie<br />
Bush. Aber auch hinsichtlich &quot;name recognition&quot; holte McCain dank der<br />
ausführlichen Berichterstattung über ihn auf. McCains bevorzugte Themen<br />
sind Reformen, besonders die Reform der Wahlkampffinanzierung, für die<br />
er zusammen mit dem Demokratischen Senator Feingold schon seit Jahren<br />
kämpft. Als &quot;natural born hero&quot; stellte er für den Frontrunner Bush<br />
zunächst ein heißes Eisen dar, denn wer Helden mit Steinen bewirft,<br />
wird selbst erschlagen. Angreifbar machte sich McCain erst während des<br />
Wahlkampfes in South Carolina und dies durch seinen eigenen Fehler.<br />
Dort schaltete er Negativ-Spots, in denen er &#8211; wenig überzeugend &#8211; Bush<br />
jun. mit dem parteipolitischen Erzfeind Bill Clinton verglich. Das kam<br />
bei den erzkonservativen Südstaatlern, die immer noch die Flagge der<br />
konföderierten Sklavenhalter hissen, gar nicht gut an. Denn das war<br />
nicht die feine Art eines &quot;Southern gentleman&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/gwbush.jpg" alt="Die Familie Bush (1956)" align="right" height="252" width="202" /><br />
Bush als leibhaftiger Sohn von Clintons Amtsvorgänger setzte von Anfang an auf sein Geld und die Bekanntheit seines Namens.<br />
Der texanische Gouverneur bediente sich der naheliegenden <a href="http://www.georgewbush.com/georgelaura/history/1946topresent_c.html">Ahnenstrategie</a>,<br />
zumal es ein historisches Vorbild der Vater-Sohn-Nachfolge gibt: Der<br />
sechste Präsident der Vereinigten Staaten, John Quincy Adams, war der<br />
Sohn des zweiten Präsidenten, John Adams. Ob dies allein zum<br />
endgültigen Sieg ausreicht, ist allerdings höchst zweifelhaft. Neben<br />
einem beispiellosen finanziellen Polster von über 70 Millionen Dollar<br />
(das mittlerweile auf magere 10 Millionen geschrumpft ist) und der<br />
direkten Erbschaftslinie zum Präsidentenamt, warb George Bush jun. vor<br />
allem auf negative Weise und diskreditierte seinen überraschend starken<br />
innerparteilichen Konkurrenten John McCain erfolgreich im<br />
rechtskonservativen Republikanischen Spektrum. Bushs sonstige<br />
Wahlkampfauftritte und Photo-ops gehören eher in die Rubrik<br />
&quot;belanglos&quot;. Neben dem obligatorischen &quot;babykissing&quot; und<br />
&quot;elderly-hugging&quot; zeigte er sich auf einem Pressetermin auch mit<br />
Feuerwehrhelm als Freund der &quot;firefighters&quot;. Wer hat schon etwas gegen<br />
Kinder, Alte und Feuerwehrmänner? Warum man Bush wählen soll, wird aus<br />
diesen, für die Kameras inszenierten Auftritten, allerdings kaum<br />
deutlich.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Reform oder Remake?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dabei hätte auch McCain eine, wenn auch konstruierte, Ahnenstrategie zum Einsatz bringen können, tat es aber zu<br />
spät und nicht visuell. Wieder auf widrigem Wahlkampfterrain, diesmal bei den christlichen Virginiern,<br />
Ende Februar, berief sich McCain zum ersten Mal explizit auf sein präsidentielles Vorbild:<br />
&quot;we are the party of  Theodore Roosevelt, not special interests&quot;. Was sich zunächst ganz harmlos anhörte, war Sprengstoff<br />
im Kontext der Christlichen Rechten, einer von dem Geistlichen Pat Robertson aus Virginia ins Leben gerufenen<br />
erzkonservativen Lobbygruppe, die schon immer gegen McCains Wahlkampfreformen waren, weil damit der Einfluß von<br />
Interessengruppen wie der &quot;Christian Right&quot; empfindlich beschnitten würden. Im Bild tauchte der immer noch populäre<br />
und ebenfalls als Kriegsheld bekannte 26. Präsident der USA, dem die Teddybärenindustrie ihre Daseinsberechtigung verdankt,<br />
bislang noch nicht auf. Ein würdiger Ahne für McCain wäre er allemal, denn er gehörte zu dem &quot;Progressive Movement&quot;<br />
innerhalb der Republikanischen Partei, das vor exakt einhundert Jahren seine reformerische Hochphase erlebte.<br />
Teddy Roosevelt war 1900 Vizepräsident unter Präsident McKinley. Nach dessen Ermordung im Jahre darauf wurde<br />
Roosevelt sein Nachfolger. Auch heute noch einer der populärsten U.S.-Präsidenten, könnte sich exakt einhundert Jahre<br />
später nicht nur McCain, sondern auch Vizepräsident Al Gore bemüßigt fühlen, das Bärenmaskottchen als Ahnenutensil<br />
in die Internet-Campaign-Shops aufzunehmen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Wer hat Angst vorm &quot;Common man&quot;?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/gore-vietnam.jpg" alt="Al Gore in Vietnam (1971)" align="left" height="200" width="150" />Während McCain ein Selfmademan ist,<br />
stammen sowohl Bush als auch Gore aus dem politischen Establishment. Albert Gores Vater war lange<br />
Zeit Senator von <a href="http://www.algore2000.com/gorefamily/gorefamily.html">Tennessee</a>, ein Amt, in das ihm sein Sohn nachfolgte. Als eher steif und<br />
langweilig verschrien, versuchte sich Gore an den Heldentrubel um McCain anzuhängen und veröffentlichte ein Foto<br />
aus seiner Zeit als Militärberichterstatter in Vietnam, wo er sechs Monate lang diente, zwischen Dezember 1970<br />
und Mai 1971. In Tropenbekleidung mit Marschgepäck und geschultertem Gewehr zielte die Fotografie darauf ab, die<br />
<a href="http://www.billbradley.com/bin/article.pl?path=110499/2">populären Basketballattitüden</a><br />
seines damals noch scharfen Konkurrenten Bill Bradley zu<br />
konterkarieren. Die Imagewende vom Washington-&quot;geek&quot;-politician zum<br />
&quot;native son&quot; brachte eine konsequent angewandte &quot;Common-man&quot;-Strategie,<br />
innerhalb derer Anzüge, Krawatten und weiße Hemden tabu waren. Um das<br />
traditionell den Vorwahlkampf eröffnende ländliche Iowa zu gewinnen,<br />
trat Gore mit Cowboystiefeln, Jeans und braunem Baumwollhemd in<br />
Scheunen und auf Schweinefarmen auf. Dort propagierte er sein astreines<br />
&quot;Pro-Farming&quot;-Abstimmungsverhalten im Kongress. Die Anbiederung an die<br />
&quot;Common men&quot; funktionierte und sie betrachteten Gore als einen der<br />
ihren. Bill Bradley war in Iowa von Anbeginn chancenlos, nicht weil man<br />
in Iowa kein Basketball spielt, sondern weil er als Senator des eher<br />
auf Industrie, Handel und Dienstleistungen setzenden Ostküstenstaats<br />
New Jersey auch schon mal gegen &quot;farm subsidies&quot; gestimmt hatte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/usa/images/bradley.jpg" alt="Bill Bradley im Trikot der New York Knicks" align="right" height="180" width="97" /><br />
McCain hat sein Helden- und Reformerimage, Bush das Geld und die Unterstützung des Republikanischen Establishments.<br />
Wer gewinnt, bleibt weiterhin spannend. Die politischen Bildstrategien dienen jedoch nicht nur den einzelnen<br />
Kandidaten. Sie sind vielmehr Teil eines die Nation umfassenden Rituals. In der Präsidentenwahl wird dem Volk<br />
als Souverän und zugleich dem Föderalismus Reverenz erwiesen. Die visuellen Strategien helfen dabei, die<br />
Gegenwart mit der Vergangenheit zu verbinden. Insofern ist der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf ein immer<br />
wiederkehrendes Ritual der Erneuerung. Die Bilder, die dabei hervorgebracht werden, eröffnen Zugänge in das politische<br />
Leben und damit die Teilhabe am Gemeinwesen &#8211; und das auch noch auf unterhaltsame Art.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/news/helden_soehne_sportler_bildstrategien_im_us_wahlkampf-829/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
