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	<title>Anhänger &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Anhänger &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitaler Populismus in Europa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 15:31:47 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/pop_party2.jpg" height="180" width="480" />Der britische Think Tank Demos veröffentlicht eine Studie zum erstarkenden europäischen Populismus. Neu: Die Erhebung beruht auf Daten, die über die Facebook-Anhängerschaft überwiegend rechts-populistischer Parteien generiert wurden.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/pop_party2.jpg" height="180" width="480" />Der britische Think Tank Demos veröffentlicht eine Studie zum erstarkenden europäischen Populismus. Neu: Die Erhebung beruht auf Daten, die über die Facebook-Anhängerschaft überwiegend rechts-populistischer Parteien generiert wurden.</p>
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Vor dem Hintergrund der Debatte um Rechtsterrorismus in Deutschland stellt <a href="http://www.freitag.de/politik/1146-raus-aus-dem-untergrund" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Jana Hensel heute auf Freitag.de </a> die Frage, wie es sein kann, dass drei Rechtsextremisten in den Terror abglitten. Geht man einen Schritt zurück und fragt nach dem Einstieg in den Rechtsextremismus, sollte sicherlich auch das Wirken rechts-populistischer Parteien untersucht werden.<br />
Die Anfang vergangener Woche veröffentlichte Studie mit dem Orginaltitel <a href="http://www.demos.co.uk/publications/thenewfaceofdigitalpopulism" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„The rise of populism in Europe can be traced through online behaviour. The New Face of Digital Populism“</a> nimmt die wachsenden populistischen Bewegungen Europas und ihre Online-Anhänger unter die Lupe. Die Grundannahme der Autoren: Das Wachstum dieser Parteien spiegele sich online. Demnach werden verstärkt Social-Media-Kanäle benutzt, um Inhalte zu vermitteln, Mitglieder zu werben und sich zu organisieren. Damit gebe es auch eine neue Form der Anhängerschaft, die sich über das Internet rekrutiere und von den bisherigen Anhängern unterscheide.
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<b>Methodik und Hintergrund</b>
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Finanziert wurde die Studie von George Soros‘  <a href="http://www.soros.org/">Open Society Foundation</a>, durchgeführt von dem unabhängigen Politik-Think Tank Demos. Erklärtes Ziel des Forschungsprojekts ist es, die wachsende Bedeutung sozialer Netzwerke für die erstarkenden populistischen Parteien Europas sowie die von diesen Gruppierungen besetzten Themen zu dokumentieren und die Ergebnisse der Gesellschaft sowie dem politischen Establishment zugänglich zu machen.<br />
Die Untersuchung beruht auf insgesamt 12.320 Datensätzen. Befragt wurden die Facebook-Fangemeinden von insgesamt 14 populistischen europäischen Parteien, darunter Anhänger von Bloc Identitaire (Frankreich), British National Party (Groß-Britannien), Dansk Folkeparti (Dänemark), Casa Pound Italia (Italien), Freiheitliche Partei Österreichs und Die Freiheit aus Deutschland.<br />
Die politischen Ziele dieser oft als „populistisch-extremistisch“ oder als „neue Rechte“ bezeichneten Parteien sind neben der grundsätzlichen Ablehnung von Einwanderung mit der Absicht, die eigene nationale bzw. europäische Kultur zu schützen, globalisierungs- und häufig auch kapitalismuskritische Grundätze. Kombiniert werden diese Ideen mit einer Rhetorik, die sich gegen das (politische) Establishment richtet, sowie der Bezug auf Menschenrechte und Freiheit.<br />
Für die Erhebung wurden neben demographischen Daten auch Informationen über die Wahrnehmung der gesellschaftlichen und individuellen Lage, politische Einstellungen und Aktivitäten sowie die Motivation zur Mitgliedschaft und zum Engagement in populistischen Parteien ermittelt.<br />
Dabei ermittelten die Autoren der Studie die Anhängerschaft der Parteien über die „Fan-Mitgliedschaften“ der Facebook-Profile. Anschließend wurden auf den persönlichen Profilen der Parteianhänger Anzeigen geschaltet, die nach Anklicken auf eine Onlinebefragung weiterleiteten.
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<b>Ergebnisse</b>
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Die Online-Anhänger populistischer Parteien sind vorwiegend jung und männlich. Im Vergleich mit dem jeweiligen nationalen Durchschnitt sind unter ihnen überdurchschnittlich viele Arbeitslose. Viele sind nicht nur im Netz, sondern auch als  Parteimitglieder aktiv und überdurchschnittlich häufig auf Demonstrationen anzutreffen.<br />
Die Bewahrung der nationalen und kulturellen Identität und – vor allem bei den Jüngeren – die Angst vor zunehmender Einwanderung sind die Hauptidentifikationsmerkmale mit den Parteien. Ein geringes Vertrauen in die Justiz, ein hohes Maß an Politikverdrossenheit und ein pessimistischer Blick in die Zukunft ihres Landes kennzeichnet große Teile der Anhängerschaft. Von vielen wird die EU für den Verlust an kultureller Identität verantwortlich gemacht. Die große Mehrheit der Befragten lehnt Gewalt ab.
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Ein eigenes Kapitel thematisiert den Übergang von Online-Gefolgschaft zu Offline-Aktivismus. Laut  Studie wird die Entscheidung, eine populistische Partei auch tatsächlich zu wählen, am stärksten von Ängsten gegenüber dem Thema Einwanderung und dem islamistischen Terrorismus begünstigt. Vorbehalte gegenüber Multikulturalität und der etablierten Politik begünstigen die Entscheidung zum Parteibeitritt. Bedenken gegenüber einer zunehmenden Korruption innerhalb der Gesellschaft stellen den Hauptgrund für den Schritt auf die Straße und die Teilnahme an Demonstrationen dar.
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<b>Fazit</b>
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Interessant an der Studie ist neben den erwartbaren Ergebnissen insbesondere die Vorgehensweise. Direkt und relativ unkompliziert lässt sich über Facebook ein Bild der Online-Anhängerschaft von Parteien herstellen. Online-Anhängerschaft beschreibt dabei gleichwohl ein weites Spektrum, das von Sympathisantentum bis zur Parteimitgliedschaft reichen kann. Insbesondere an die  Sympathisanten ist auf herkömmlichem Wege nur schwer und äußerst aufwendig heranzukommen. Soziale Medien bieten hier mit Sicherheit neue Möglichkeiten, diese zu erreichen.
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Die konkreten Ergebnisse bieten jedoch wenig Überraschung. Dass sich die Online-Anhängerschaft populistischer Parteien vorwiegend aus jüngeren Menschen zusammensetzt, dürfte auf die entsprechenden Online-Gewohnheiten älterer und jüngerer Nutzer zurückzuführen sein. Dass überwiegend Männer diesen Gruppierungen anhängen, ist aus bisherigen Studien bereits bekannt. Auch die ermittelten politischen Einstellungen und Sichtweisen von Online-Anhängern unterscheiden sich nicht von den bekannten Ergebnissen aus älteren „Offline-Studien“.So ist es hinlänglich bekannt, dass sich Anhänger populistischer Parteien zu großen Teilen aus einem politikverdrossenen, unterprivilegierten Milieu rekrutieren, das drohenden sozialen Abstieg häufig mit kultureller Abgrenzung zu kompensieren versucht. Hier drängt sich die Frage auf, ob diese Befunde nicht größtenteils für Anhänger (rechts-) populistischer Vereinigungen im Allgemeinen gelten.<br />
Interessanter sind die Erkenntnisse über den Übergang von reiner Online-Gefolgschaft zu Wählerschaft, der Teilnahme an Demonstrationen oder politischem Aktivismus. Hier werden die Stärken der Methode am besten sichtbar. Weiterhin von Interesse wäre es jedoch, an dieser Stelle außerdem zu erfahren, wie sich diese Übergänge von denen der Offline-Symphatisanten unterscheiden und welchen Einfluss Social Media hier – jenseits der reinen Reichweite – haben. Insgesamt wäre eine stärkere Thematisierung der Unterschiede von Online- und Offline-Anhängern wünschenswert gewesen. Das sprengt jedoch den Ansatz der Studie.
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In den kommenden Wochen werden länderspezifische Berichte veröffentlicht, die detailliertere Ergebnisse präsentieren und über die politik-digital.de berichten wird.</p>
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		<title>Das Internet im US-Wahlkampf &#8211; Teil III Das Internet als Infotainment-Plattform – Zwischen Kampagnen-TV und Interaktiv-medium</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wahlkampf-internetuwahlkampfus043-shtml-2467/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[mvoigt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Oct 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[In diesem Wahlzyklus wachsen Fernsehen und Internet noch näher zusammen. Dabei wird das Internet zu einer Infotainment-Plattform. Grob kann man die unterschiedlichen Elemente der „Web-Media“ in drei Kategorien unterscheiden: TV-Inhalte (wie TV-Ads oder Fernsehauftritte), Kampagnenmitschnitte (Events, Redebeiträge) und alleinig für das Internet bearbeitete Inhalte (Web Ads, Spiele). Während die ersten beiden Kategorien eher kostengünstige Reproduktionen sind, rangieren in der dritten Kategorie teuere Kampagnenspots neben eher billigeren Flashanimationen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">In diesem Wahlzyklus wachsen Fernsehen und Internet noch näher zusammen. Dabei wird das Internet zu einer Infotainment-Plattform. Grob kann man die unterschiedlichen Elemente der „Web-Media“ in drei Kategorien unterscheiden: TV-Inhalte (wie TV-Ads oder Fernsehauftritte), Kampagnenmitschnitte (Events, Redebeiträge) und alleinig für das Internet bearbeitete Inhalte (Web Ads, Spiele). Während die ersten beiden Kategorien eher kostengünstige Reproduktionen sind, rangieren in der dritten Kategorie teuere Kampagnenspots neben eher billigeren Flashanimationen.</p>
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<p>Im Internet werden in schnellen Abständen neue Video-Berichte, „On the Road with the candidate“ oder neue TV-Spots explizit nur für das Internet angeboten. Bush bietet über 20 Spots und fast 20 Videos von sich an, Kerry offeriert ebenso über 20 Spots und über 20 Videos oder Event-Spots. Die Web-Videos enthalten zwei Überzeugungs- und Erzählelemente. Sie arbeiten mit Symbolik, kurzen Ausschnitten und gute aufbereiteten Berichten. Dabei müssen sie sich nicht an die kurzen 30-60 Sekundenformate aus dem Fernsehen halten und auch nicht notwendigerweise auf die konforme Ansprache des Massenmediums Fernsehen achten. Wer sich im Internet ein Video anschaut, ist Anhänger. Dabei eröffnen sich weitere Möglichkeiten, da auf den kampagneneigenen Internetvideokanälen Links zu Dokumentationen, E-Mail-Sign-Ups oder auch herunterladbare Kampagnenutensilien angebracht werden können. Über eine spezielle „An einen Freund weiterleiten“-Funktion ermöglichen die Kampagnen eine schnelle Verbreitung der Videos und Ads.</p>
<p>Die neue digitale Technik nutzen die Demokraten auch zur Ansprache und Motivation von Anhängern. Unter dem Motto „American Made Convention Video” waren interessierte aufgerufen ihr eigenes Video zu produzieren und für eine Jurybewertung einzusenden. Ein ähnlich prominentes Beispiel lieferte das Onlineangebot moveon.org: Das Portal von demokratischen Unterstützern veranstaltete einen Wettbewerb, um die besten von privaten Personen kreierten Wahlkampfspots gegen George W. Bush zu kreieren. Man konnte einen selbstgestalteten „Bush in 30 seconds“-Spot einsenden und die Internetnutzer stimmten dann online über die besten 3 Spots ab. Gesponsert durch George Soros laufen die Siegerfilme im nationalen Fernsehen. Ingesamt erreichte diese Aktion eine hohe konventionelle Berichterstattung, lieferte 1500 kostenlose Ideen für Spots und verstärkte das Gefühl der demokratischen Parteibasis an einem Prozess beteiligt zu sein, „to change the country“. Die besten 150 Spots sind bis zum Wahltag online unter: www.bushin30seconds.org zu sehen.</p>
<p>Im Zusammenhang mit ihrem Nominierungsparteitag eröffneten Demokraten wie Republikaner den Nutzern Livestreaming der Veranstaltung im Internet. Zusätzlich bot man „Behind-the-scenes videos” an – als “web-only coverage”.Das Internet erweist sich als erfolgreiches Medium für negative campaigning. Einerseits kann man über speziell versandte negative Web-Ads allein die eigene Anhängerschaft ansprechen, ohne mögliche Wechselwähler abzuschrecken. Andererseits bietet es die Möglichkeit, unpopuläre Entscheidungen, das Hin-und-Her-Lavieren in Sachfragen, ungeschickte Äußerungen oder unseriöses Verhalten minutiös – in Text, Bild und Ton – zu dokumentieren. Viele Wähler und Journalisten glauben Negativinformationen erst, wenn sie ausführlich dokumentiert werden. Dabei wird häufig in herkömmlichen Werbemitteln – etwa in Fernsehspots – auf die ausführliche Dokumentation im Internet verwiesen. Besonders die Republikaner erweisen sich im bisherigen Wahlkampf als sehr innovativ. Sie gestalten in regelmäßigen Abständen grafisch animierte Internetspielchen, um den Konkurrenten von George W. Bush ihrer Strategie entsprechend zu definieren. Einmal boxt Kerry gegen Kerry, ein anderes Mal singt er „Kerryoke“: Immer wieder wird visuell das nach Ansicht der Republikaner Hin-und-Her-Lavieren Kerrys in Sachfragen thematisiert.</p>
<p>
                              <strong>Werbung für die Homepage- Konventionelle und virtuelle Werbemittel</strong>
                            </p>
<p>Es wäre ein frommer Wunsch, wenn Wahlkampfseiten ihre Wirkung schon allein durch ihre Erstellung erzielen würden. Vielmehr gilt, sie müssen massiv beworben werden. Marketing in eigener Sache beginnt beim Finden von einfachen, geeigneten und nahe liegenden Adressen (www.georgewbush.com, www.johnkerry.com, www.deanforamerica.com). Auch der Eintrag in die wichtigsten Suchmaschinen des Worldwide Web ist heute Standard. Darüber hinaus dominiert eine doppelte Strategie Internetangebote zu bewerben. Erstens, werden traditionelle Werbemittel mit der Internetseite versehen und rücken so die Webadresse in die Mitte der eigenen Werbekommunikation bzw. in die Berichterstattung der Medien. Angefangen von der Pressemitteilung, über Plakate, TV-Spots bis hin zu Kandidatenreden steht die Internetadresse im Vordergrund. Zweitens, bewerben politische Kampagnen ihr Wahlkampfseiten im virtuellen Raum. E-Mailing spielt eine wichtige Rolle für die Bewerbung einer Seite. Besucher von Wahlkampf-Homepages können diese als Empfehlung an Freunde oder Bekannte abschicken („Send an e-mail to a friend“). Besonders hervor stechen Banner-Ads und Keyword-Ads.</p>
<p>Die Banner Ads erleben im Wahlkampf 2004 eine Revitalisierung. Waren sie in vorherigen Wahlzyklen eher als unbrauchbar für die politische Kommunikation abgetan worden, entwickelt sich in diesem Jahr eine erneute Hinwendung. Grund für die veränderte Einstellung ist die zielgruppengenaue Einsetzbarkeit von Banner Ads. Amerikanische Kampagnen nutzen die charakteristischen Profile bestimmter Seiten, um über Banner-Ads eine anvisierte Bevölkerungsgruppe anzusprechen. Oder anders formuliert: Die offizielle Seite des amerikanischen Automobilklubs ist sicherlich nicht die Startseite eines durchschnittlichen Greenpeace-Aktivisten. Mit Banner-Ads kann man bestimmte Seiten mit hohen Besucherzahlen und einer themenspezifischen Ausrichtung bewerben. Inzwischen schaltet man die Banner-Ads nicht nur auf spezifischen Homepages. Man kann sie auch entsprechend des individuellen Profils des Nutzers, das zumeist bei dessen Provider hinterlegt ist, auf beliebigen Internetseiten einblenden lassen. Wurde der Erfolg von Banner-Ads zumeist über deren erreichten Durchklickraten gemessen, verlässt man sich heute darauf, dass ihr „Billboard-Effekt“ überwiegt: Banner Ads sind das traditionelle Wahlposter des virtuellen Raumes.</p>
<p>Eine zweite Weiterentwicklung stellt das „Keyword advertising“ dar. Diese Form der Werbung erlaubt es Kampagnen, bestimmte Suchwörter bei Suchmaschinen wie Google oder Yahoo zu kaufen. Erfragt ein interessierter Nutzer bspw. „Virginia Jobs“, dann erscheint neben den offiziellen Suchergebnissen eine kleine Anzeige der Kampagne. Jedoch erweist sich als große Herausforderung beim „Keyword advertising“ die identifizieren der Suchwörter. Das Interesse an bestimmten Begriffen variiert mit der jeweiligen politischen Großkampflage.<br />
                            </p>
<ul>
<li>weiter zum<br />
                              <a href="InternetuWahlkampfUS044.shtml">vierten Teil</a>:<br />
                              <br />Personalisierung und Aktivierung von<br />
                              <br />Freiwilligen über das Internet</li>
</ul>
<p>Mario Voigt war Wahlkampfbeobachter der Konrad-Adenauer-Stiftung. Er arbeitet am Zentrum für Politische Kommunikation Jena und schreibt seine Doktorarbeit ueber den Präsidentschaftswahlkampf in den USA. Voigt ist Mitbegründer von www.poli-c.de .</p>
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