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	<title>Anonymous &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Der unsichtbare Mensch“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Mar 2014 10:45:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anonymität im Internet ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann Whistleblower bei der Preisgabe von Informationen schützen. Doch die vermeintliche Unsichtbarkeit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/unsichtbarer-mensch-oben.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-138605 alignnone" alt="unsichtbarer mensch oben" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/unsichtbarer-mensch-oben-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Anonymität im Internet ist ein zweischneidiges Schwert. Sie kann Whistleblower bei der Preisgabe von Informationen schützen. Doch die vermeintliche Unsichtbarkeit wird von Menschen auch missbraucht, die Hass und Gemeinheiten verbreiten. <a href="https://twitter.com/brodnig">Ingrid Brodnig</a>, Leiterin des Medienressorts und Netzpolitik-Journalistin bei der Wiener Wochenzeitung „<a href="http://www.falter.at/">Falter</a>“, diskutiert in ihrem Buch „<a href="http://www.czernin-verlag.com/buch/der-unsichtbare-mensch">Der unsichtbare Mensch</a>“ die Licht- und Schattenseiten von Anonymität. Sie liefert aktuelle Beispiele und erläutert, wie sich Unidentifizierbarkeit auf das menschliche Verhalten auswirken kann. Brodnig motiviert den Leser darüber nachzudenken, wie Anonymität, Meinungsfreiheit, Demokratie und Überwachung zusammenhängen und wie jeder zu konstruktiven Debatten und einem respektvollen Umgang im Netz beitragen kann.<br />
Einleitend (im zweiten Kapitel des Buchs) zeigt die Autorin, wie sich unser Verständnis von Anonymität im Laufe der Zeit verändert hat. Das Neue an Anonymität im Internet ist laut Brodnig, dass die rein textbasierte Kommunikation den Menschen ein Gefühl von „Unsichtbarkeit“ verleiht. Dass man weder gesehen noch gehört wird, kann sich sowohl positiv als auch negativ auf das menschliche Verhalten auswirken. Einerseits gelingen Kollaborationen, wie z. B. das Online-Lexikon Wikipedia, bei dem auch „Halbwissen“ zur Diskussion gestellt wird. Auch kann Anonymität den Schwachen oder Unterdrückten als Instrument dienen, um sich Gehör zu verschaffen. Brodnig schreibt über den Schutz von Informanten wie Whistleblower und investigative Journalisten, die für die Öffentlichkeit relevante Dinge aufdecken.<br />
Ein Großteil des Buchs (das dritte und vierte Kapitel) beschäftigt sich mit den „dunklen Seiten“ der Anonymität im Netz: Mobs, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Troll_(Netzkultur)">Trolle</a> und Kinderpornografie. Brodnig nennt u. a. Cybermobs, die in China als „Menschenfleisch-Suchmaschine“ bezeichnet werden. In einer Art Hexenjagd rächt sich die Meute an anderen. Anonymität in Form einer „gesichtslosen Masse“, die sich unsichtbar durch das Netz bewegt, verleitet häufig Menschen zu aggressivem und rücksichtslosem Verhalten. Viele Menschen trennen zwischen Online- und Offline-Identität und denken beim Verfassen einer Hass-Mail: „Das bin doch nicht ich“.<br />
Manche Gruppen, wie z. B. Antifeministen oder das Kollektiv „Anonymous“ (die beide ausführlich im Buch besprochen werden), sind oft lauter als der durchschnittliche Kommentierende. Sie nutzen die vermeintliche Unsichtbarkeit im Netz, um zahlreicher zu erscheinen als sie tatsächlich sind. Ganze Debatten können sie ins Destruktive lenken, selbst wenn die Mehrheit der Leser anders denken mag.</p>
<h3><b>Stärkt oder schwächt Anonymität im Internet die Demokratie? </b></h3>
<p>Problematisch ist, dass die meisten Trolle oder Hassposter ihr Verhalten oft mit dem Argument der Meinungsfreiheit rechtfertigen. In einer demokratischen Gesellschaft sollte man angstfrei debattieren können. Dass Meinungsäußerungen Angriffsfläche bieten, wird in demokratischen Gesellschaften immer der Fall sein. Viktor Mayer-Schönberger vom Oxford Internet Institute schreibt im Vorwort zu Brodnigs Buch, dass vermehrte Anonymität im Internet ein „effektives Frühwarnsystem unserer Demokratie“ sei. Je weniger die Menschen bereit sind, unter ihrem echten Namen zu diskutierten, desto gefährdeter sei ein freier Diskurs.<br />
Auch Unternehmer wie Mark Zuckerberg oder Arianna Huffington verlangen, dass Menschen unter ihrem echten Namen im Internet verkehren. Das Onlinemedium „Huffington Post“ verbietet anonyme Kommentare, da ihre Gründerin denkt, dass Menschen zu ihrer Meinung stehen und sich nicht „hinter der Anonymität verstecken“ sollten. Zuckerberg hingegen betrachtet mehrere Identitäten als einen „Mangel an Integrität“. Das hört sich vielleicht plausibel an, Brodnig weist in ihrem Buch jedoch darauf hin, dass Geheimdienste, Staaten und Internetkonzerne ein großes Interesse daran haben, zu wissen, wer, was und wo im Internet tut. Meinungsfreiheit und Demokratie könnten demnach als Vorwand für umfangreicheres Datensammeln und eine Kontrolle der Bevölkerung ausgenutzt werden.</p>
<h3><b>Gibt es überhaupt noch echte Anonymität? </b></h3>
<p>Ob es überhaupt noch Sinn mache, über Anonymität zu reden, wird im letzten Teil des Buchs besprochen (Kapitel 5). Denn durch die Bekanntmachung von Überwachungsapparaten und Vorratsdatenspeicherung ist bekannt, dass wir heute weder anonym noch privat im Netz unterwegs sind. Auch als Privatperson kann ich – z. B. anhand der Emailadresse &#8211; herausfinden, woher die  Hass-Poster kommen. Viele Menschen würden ihre Anonymität komplett falsch einschätzen, sagt Brodnig.<br />
Lohnt es sich dann überhaupt, Anonymität im Internet zu schützen? Brodnig zitiert dazu in ihrem Buch den chinesischen Cyberdissidenten <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Anti_(Journalist)">Michael Anti</a> (echter Name: Zhao Jing):  „Es ging nicht um Anonymität, es ging um diese neue Identität &#8230; Als ich meinen Namen wechselte, wurde ich immer mutiger“. In dem Bewusstsein, dass die chinesische Regierung seine Identität stets kannte, kritisierte Anti im Internet unter seinem Pseudonym die kommunistische Führung. Sein Facebook-Profil wurde aufgrund der Klarnamenpflicht des sozialen Netzwerkes 2011 gelöscht. Anonymität bedeutet heute vielleicht eher die Möglichkeit, eine Seite der eigenen Persönlichkeit im Netz auszuleben und nicht komplett unerkannt zu sein. In diesem Sinne ist Identität  also nicht notwendig singulär, sondern passt sich an das Gegenüber an.<br />
<figure id="attachment_138602" aria-describedby="caption-attachment-138602" style="width: 188px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/der-unsichtbare-mensch.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-138602 " alt="der unsichtbare mensch" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/der-unsichtbare-mensch.jpg" width="188" height="302" /></a><figcaption id="caption-attachment-138602" class="wp-caption-text">Ingrid Brodnig: Der unsichtbare Mensch &#8211; Wie die Anonymität im Internet unsere Gesellschaft verändert. Wien: Czernin Verlag, 2013, € 18,90</figcaption></figure><br />
Es gibt weitere Gründe, Anonymität im Internet nicht als Ganzes abzuschaffen. Brodnig liefert erschreckende Beispiele: Ein Realnamen-Gesetz, dass 2007 in Südkorea in Kraft trat, um bösartige Postings zu unterbinden, verpflichtete alle Bürger auf Websites, nur unter ihrem richtigen Namen und mit Nennung ihrer Einwohnernummer zu kommentieren. Kurz darauf wurden die privaten Daten von 70 Prozent der südkoreanischen Bevölkerung von Hackern geklaut.</p>
<h3><b>Der Ton macht die Debatte</b></h3>
<p>In einer Zeit in der on- und offline zunehmend miteinander verschmelzen, kann man nicht mehr von „Cybermobbing“ oder einer „virtuellen Welt“ sprechen. Anfeindungen im Netz sind real und schmerzhaft. Im letzten Teil des Buchs stellt Brodnig Wege für ein soziales Miteinander im Netz vor. Die Moderation von Kommentaren auf „Zeit Online“ wird als Beispiel genannt, wie eine respektvolle und sachliche Diskussion gefördert werden kann. Ein mehrköpfiges Community-Team überprüft jedes einzelne Posting anhand einer „digitalen Hausordnung“. Wird ein Kommentar gelöscht, gibt es eine Begründung wie: „Entfernt, da unsachlich. Die Redaktion“. Solch eine umfangreiche Moderation ist jedoch teuer und zeitaufwändig.<br />
Die Hervorhebung von nützlichen Kommentaren durch Bewertungen anderer Nutzer, wie auf der Website <a href="http://stackoverflow.com/">Stack Overflow</a>, ist eine preiswertere Möglichkeit, für einen freundlicheren Umgang im Internet zu sorgen. Konstruktive Beiträge werden durch positive Bewertungen belohnt und die Community überwacht sich selbst. Oft hilft es auch, wenn Journalisten oder Verfasser von Texten im Internet sich früh einschalten und mit ihrer Leserschaft diskutieren. „Zeit“-Redakteur David Schmidt sagte Brodnig, dass Artikel oft als ein fertiges, unmenschliches Produkt angesehen würden. Gegen diese „unpersönliche Wand“ ließe es sich leicht argumentieren. „Sobald da aber ein Mensch ist, der sagt, dass er sich Gedanken dazu gemacht hat, gehe ich ganz anders damit um“.<br />
Im Allgemeinen könne aber jeder Einzelne ohne viel Aufwand für einen besseren Ton im Netz sorgen, z. B. indem man sich die Situationen im Internet offline vorzustellt. Die Autorin verweist auf ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=UMpgVRCm9d4">YouTube Video</a>, in dem Studenten den „Online Disinhibition Effect“ schauspielerisch darstellen. Es würde einem schon seltsam vorkommen, wenn Menschen ohne Vorwarnung öffentlich angepöbelt und beschimpft werden.</p>
<h3><b>Fazit</b></h3>
<p>„Der unsichtbare Mensch“ bespricht die historischen, politischen und psychologischen Dimensionen von Anonymität und erläutert die Komplexität des Konzepts im virtuellen Raum. Für Community-Manager und Moderatoren von Nachrichtenseiten oder Foren enthält das Buch eine Reihe von nützlichen Tipps, um besser auf anonyme Poster zu reagieren bzw. mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Das Einbinden von spannenden, aktuellen Beispielen sorgt für eine abwechslungsreiche Lektüre. Die Autorin bezieht zwischendurch immer wieder klar Position, was das Buch persönlich und zugänglich macht. So schreibt sie direkt zu Anfang des Buchs: „Ich plädiere weder für null noch für hundert Prozent Anonymität, sondern für eine komplexere Auseinandersetzung mit diesem Thema“. Was mich betrifft, hat Ingrid Brodnig ihr Ziel erreicht.<br />
Bilder: oben: <a href="http://www.flickr.com/photos/29487767@N02/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniela Hartmann</a> <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a>, Buchcover: © <a href="http://www.czernin-verlag.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Czernin Verlag</a><br />
<img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></p>
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		<title>Don’t panic &#8211; Digitale Presseschau KW 16</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Apr 2013 16:09:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Netz wird gekämpft – und offline auch ein bisschen. Es geht um Daten und Informationen, letztendlich um Verteilungsfragen. Da [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Im Netz wird gekämpft – und offline auch ein bisschen. Es geht um Daten und Informationen, letztendlich um Verteilungsfragen. Da kann einem schon etwas Bange werden, oder? Doch alles halb so wild: Anonymous gehört nun zu den Guten, Google hilft Anschlagsopfern und User sind mächtiger als Konzerne. Ob der Bundestag das auch kapiert hat?</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=cLwlqZkl3nI" title="Nazis im Netz" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/cLwlqZkl3nI?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Rechtsextreme nutzen das Internet zur Verbreitung ihrer Botschaften. Wie soll man nur damit umgehen? Der Elektrische Reporter zeigt, wie einzelne Akteure versuchen gegen Rechtsextremismus vorzugehen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/digitales-denken/google-will-filtern-algorithmen-an-oder-aus-12149878.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Algorithmen an oder aus</a></h3>
<p>Nachdem die europäischen Wettbewerbshüter vor über zwei Jahren Google vorgeworfen haben, bei Suchergebnissen eigene Angebote zu bevorzugen, reagiert der Konzern jetzt mit zwei konkreten Vorschlägen: künftig will er Eigenwerbung deutlicher kenntlich machen und mehr Wettbewerber verlinken. Stephan Noller nimmt die Meldung zum Anlass, darüber nachzudenken, welchen Einfluss Algorithmen beim Selektieren haben. „Im Endeffekt ist algorithmische Filterung technisch kaum von der Filterung des Internets in Russland oder China zu unterscheiden.“</p>
<h3><a href="http://socialmediawatchblog.de/2013/04/ich-habe-doch-nichts-zu-verbergen-wenn-wir-auf-einmal-alles-mit-der-polizei-teilen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestandsdatenauskunft – Wenn wir auf einmal alles mit der Polizei teilen</a></h3>
<p>Martin Giesler ist besorgt wegen des „Gesetzes zur Neuregelung der Bestandsdatenauskunft“. Es sei möglich, dass Passwörter zu Email-Postfächern, Speicherdiensten und anderen Online-Accounts von der Polizei in Zukunft schon bei Ordnungswidrigkeiten abgefragt werden können. Giesler zeigt, wo unsere digitalen Fingerabdrücke überall kleben und fordert zum Protest gegen das neue Gesetz auf – das mit der noch ausstehenden Zustimmung des Bundesrates gültig würde.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2013-04/ifg-informationsfreiheit-protokolle/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Behörden tun sich mit Informationsfreiheit schwer</a></h3>
<p>Herrschaftswissen war einmal. Seit sieben Jahren haben Bürger durch das Informationsfreiheitsgesetz ein Recht auf Einsicht in Behördenakten – der Antrag bedarf keiner Begründung. Ausgenommen sind nur bestimmte Kernbereiche wie etwa die Geheimdienste. Doch einige Staatsdiener sehen es offenbar nicht gerne, wenn Akten die Amtsstuben verlassen. Also dehnen sie Paragraphen und erfinden neue Hürden, um Transparenz zu verhindern. Kai Biermann und Martin Kotynek wurden über den anonymen Briefkasten der ZEIT mit vertraulichen Dokumenten versorgt, nach deren Sichtung ein ernüchterndes Fazit bleibt: „Bis das Amtsgeheimnis wirklich abgeschafft ist, wird es noch lange dauern.“</p>
<h3><a href="http://www.freitag.de/autoren/the-guardian/hello-kitty-des-internets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hello Kitty des Internets</a></h3>
<p>Eine 17-jährige wurde von einer Gruppe Altersgenossen vergewaltigt, die Bilder des Verbrechens landeten im Internet. Nachdem Mitschüler das Opfer mobbten, erhängte sich das betroffene Mädchen Anfang April. Zu einer Verurteilung der Täter kam es zunächst nicht – der Fall wurde erst wieder aufgenommen, als die Gruppe „Anonymous“ einschritt. Die Hacker hatten alle notwendigen Informationen zusammengesammelt und der Polizei übergeben, wobei sie nur auf Hinweisgeber zurückgriffen und keine digitalen Einbrüche begangen. Fruzsina Eordogh interessiert in ihrem Artikel vor allem, wie sich durch die Hilfe das Image von „Anonymus“ wandelte.</p>
<h3><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/anschlag-auf-boston-marathon-so-helfen-soziale-medien-den-betroffenen-a-894591.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anschlag auf Boston-Marathon: So helfen soziale Medien den Betroffenen</a></h3>
<p>Wer vom Anschlag in Boston betroffen wurde, findet online zahlreiche nützliche Webseiten, die Unterstützung bieten. Konrad Lischka und Matthias Kremp haben sie gelistet und erklärt. Personen finden lassen sich mit Google, Angehörige können auf einer Online-Plattform des Roten Kreuzes beruhigt und Augenzeugenvideos in einem youtube-Channel angesehen werden.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/blog/christian-jakubetz-unhipster/2013-04-18/google-facebook-microsoft-es-gibt-keine-allmacht-im" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google, Facebook, Microsoft &#8211; Es gibt keine Allmacht im Netz</a></h3>
<p>Viele warnen davor, dass das Internet bald ein Firmenlogo trägt – ob nun das von Google, Facebook oder Apple. Die Großunternehmen locken mit Information, Vernetzung und Unterhaltung, die User weltweit übereignen ihnen unbedarft ihre Daten. Am Ende der Entwicklung werde das vielseitige Netz von Monopolen dominiert. Christian Jakubetz rät allen Warnern zu Gelassenheit, denn schließlich seien Konzerne nur so stark wie ihre Kunden. Ex-Giganten wie AOL und Netscape haben das schon spüren müssen. „Heute lacht die Welt über Windows 8 und über Windows Phones und niemand hat mehr Angst vor Microsoft.“</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internetkommission-nur-gute-noten-im-fach-netzpolitik-1.1652285">Nur gute Noten im Fach „Netzpolitik“</a></h3>
<p>Drei Jahre lang haben Abgeordnete und Experten in einer Enquete-Kommission analysiert, debattiert und aufgeschrieben, was das Internet mit unserer Gesellschaft macht. Mirjam Hauck hat den Abschlussbericht gelesen und weiß dehalb, zu welchen Ergebnissen und Selbsteinschätzungen die Kommissionsmitglieder gekommen sind. Die wichtigste Erkenntnis: Das Netz ist im Bundestag angekommen.<br />
</p>
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		<title>Alles falsch und ungerecht &#8211; Digitale Presseschau KW 10</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Mar 2013 16:52:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Die Welt am Abgrund? Könnte man fast meinen. Da bleibt nur noch zu sagen: Ade klassische Medien, lebewohl Digitalisierung, goodbye [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Welt am Abgrund? Könnte man fast meinen. Da bleibt nur noch zu sagen: Ade klassische Medien, lebewohl Digitalisierung, goodbye Anonymous und danke Leistungsschutzrecht. Vielleicht sollte man sich lieber anschauen, was aus dem Hype um Kony geworden ist.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=frlbDMY6fjs<br />
Joseph Kony – dieser Name jagt dem einen oder anderen immer noch eine Gänsehaut ein. Ein Jahr nach der Veröffentlichung des Youtube-Hits hat die TagesWEBschau sich die Frage gestellt, was die Online-Protestwelle um Kony bewirkt hat.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/blog/christian-jakubetz-unhipster/2013-03-04/ueberangebot-ist-der-medien-tod">Überangebot ist der Medien Tod</a></h3>
<p>Eigentlich wollte das Leistungsschutzrecht uns nur verdeutlichen, dass das Internet schuld am Untergang der klassischen Medien ist. „Falsch“, meint Christian Jakubetz aka unhipster, der im Online Magazin Cicero den Verfall der Medienlandschaft schon viel früher einordnet. Das Internet als Brandbeschleuniger eines medialen Kartenhauses.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/imho-freie-daten-fuer-freie-buerger-1303-97994.html">Politik öffne dich</a></h3>
<p>Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) präsentierte am Dienstag auf der Cebit 2013 das offene Datenportal <a href="https://www.govdata.de/">Govdata.de</a>. Eigentlich ein freudiges Ereignis, wären da nicht die ersten Kommunen, die die Freigabe ihrer Daten verweigern. Problem: Das allseits beliebte Geld. Auf golem.de legt Jörg Thoma Widerspruch ein und erklärt wie der Umgang mit offen Daten wirklich aussieht.</p>
<h3><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/journalistik-professor-ueber-leistungsschutzrecht-jeff-jarvis-ich-mache-mir-sorgen-um-deutschland/7878526.html">Goodbye Deutschland</a></h3>
<p>Man muss sich um Deutschland sorgen machen, nur warum? Diese Frage beantwortet der Internetaktivist Jeff Jarvis in seinem Artikel im Tagesspiegel. Jarvis geht dabei mit den Verlagen hart ins Gericht: „Statt durch Innovation und das Erkennen von Chancen sich selbst und andere zu beeindrucken, rennen die Verlage lieber zu ihrer Kanzlerin und der dazugehörigen Partei, um ein Leistungsschutzrecht durchzusetzen.“</p>
<h3><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/14488-anonymous-hat-das-gebaeude-verlassen.php">Anonymous auf der Flucht?</a></h3>
<p>Anonymous ist Geschichte! Bei dieser Aussage, hört man bereits tausende Regierungsbeamte klatschen und feiern. Leider zu früh gefreut denn eigentlich ist nur das Kapitel von @AnonyOps vorbei. Im Interview mit der Journalistin Asher Wolf verrät der Betreiber eines der prominentesten Anonymous-Accounts, warum er die USA verlassen muss.</p>
<h3><a href="https://www.taz.de/Twitter-und-die-oeffentliche-Meinung/!112238/">Doch nicht ganz Mainstream </a></h3>
<p>Wie stimmen Meinungsbilder auf Twitter mit tatsächlichen Meinungsbildern überein? Das amerikanische Pew Research Center hat ein Jahr lang digitale sowie klassische Meinungsbilder analysiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Twitter vielleicht nicht ganz als Spiegelbild der öffentlichen Meinung herhält.</p>
<h3><a href="http://berlinergazette.de/digitalisierung-reflektion-relevanz/">Digitalisierung – ist das eigentlich wichtig?</a></h3>
<p>„Die Digitalisierung gilt als die große Revolution unserer Epoche. Vergleichbar mit der Industrialisierung vor zweihundert Jahren.“ Krystian Woznicki, Herausgeber der Berliner Gazette, hat das Leistungsschutzrecht zum Anlass genommen sich zu fragen, ob die Digitalisierung eigentlich wichtig war/ist und wie wir damit umgehen können bzw. müssen.</p>
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			</item>
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		<title>Digitale Presseschau KW 37</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-37-2-121158/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicola Jenne]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2012 15:42:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Bettina Wulf]]></category>
		<category><![CDATA[Precht]]></category>
		<category><![CDATA[Youtube-Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
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					<description><![CDATA[Youtube bzw. Google stehen wieder in der Kritik. Diesmal geht es um zwei Fälle: Bettina Wulff und ein Anti-Islam-Video. Während [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Youtube bzw. Google stehen wieder in der Kritik. Diesmal geht es um zwei Fälle: Bettina Wulff und ein Anti-Islam-Video. Während Frau Wulff zu wenig Eingriffe durch den Konzern beklagt, kritisieren Andere zuviel Einmischung durch das Blockieren des Anti-Islam-Videos in Ägypten und Libyen. &#8216;Liquid democracy&#8217; gilt als vielversprechende neue Partizipationsform. Was steckt dahinter und welche Tools gibt es? Ein ehemaliger &#8221;Anonymous-Aktivist&#8221; lebt seit einem Jahr ohne Internet. Wie fühlt sich es sich an, plötzlich offline zu sein? Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=KyCYyoGusqs&amp;w=630&amp;h=354]</p>
<p>How does google search work? Diese Frage wird derzeit oft gestellt. Google behauptet weiterhin, dass es rein zufällige Algorithmen seien, die darauf basierten, wie oft der Begriff bereits gesucht wurde. Wie die Suchmechanismen und Algorithmen auf google funktionieren erklärt dieses Video.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/youtube-sperrt-mohammed-film-nach-angriffen-in-libyen-und-aegypten-a-855531.html"><strong>Google sperrt Anti-Islam-Video in bestimmten Staaten</strong></a></p>
<p>Das Video &#8220;The Innocence of Muslims&#8221; (Die Unschuld der Muslime) ist ohne Frage geschmacklos und provozierend. Dennoch ist das Sperren des Videos von Youtube rechtlich falsch und besorgniserregend &#8211; findet zumindest die digitale Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (<a href="https://www.eff.org/deeplinks/2012/09/youtube-blocks-access-controversial-video-egypt-and-libya" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EFF</a>). Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die Unruhen in Bengasi nicht durch das Video verursacht wurden, schreibt SPIEGELONLINE.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/2012/38/Bettina-Wulff-Google-Viktor-Mayer-Schoenberger" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Neutrale Suchergebnisse sind eine Fiktion</strong></a></p>
<p>In der ZEIT erklärt Viktor Mayer-Schönberger, warum die Suche von Google nicht neutral ist, sondern auf geheimen Bewertungsalgorithmen basiert. Nur so ist es möglich, dass sich die Suchmaschine den Gesetzen der verschiedenen Ländern anpasst, wie etwa in Thailand, wo Majestätsbeleidigung mit hohen Strafen geahndet wird. Entsprechend ist in Thailand kein majestätsbeleidigender Inhalt bei Google gelistet.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/37/37560/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Liquid Democracy</a></strong></p>
<p>Seit Jahren wird mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung in der Politik gewünscht. Alle vier Jahre zur Wahl zu gehen reicht den deutschen Bürgern schon lange nicht mehr. Dennoch gibt es noch immer große Probleme bei der Umsetzung. Politik 2.0 definiert sich als ein neues Modell der Bürgerbeteiligung. Es wurde entwickelt um eine aktive Mitmach-Demokratie zu erreichen. Durch &#8216;liquid democracy&#8217; kann der Bürger nun auch bei Detailfragen mitreden. Christoph Puppe erklärt die neuen Partizipationsmöglichkeiten und Tools.</p>
<p><strong><a href="http://ichsagmal.com/2012/09/13/precht-der-schleimer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Precht, der Schleimer</a></strong></p>
<p>Kritik am Internet ist nicht selten. Es mache dumm, dick und fördere unsoziales Verhalten. Differenzierter scheint die Kritik, dass das Internet, anders als Massenmedien, zu einer individualisierten, subjektiven Wahrnehmung der Welt führe, so zu hören von dem Philosophen Richard David Precht. Gunnar Sohn erklärt, wo Precht irrt.</p>
<p><a href="http://www.guardian.co.uk/technology/2012/sep/09/jake-davis-anonymous-charged-bail" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>My life after Anonymous: &#8216;I feel more fulfilled without the internet&#8217;</strong>  </a></p>
<p>Weißt du wieviele Familien ernährt werden könnten wenn Tweets auf Twitter Reiskörner wären? Nein? Jake Davis auch nicht. Und er kann es auch nicht googlen. Der 18-jährige Schotte war Mitglied der Aktivistengruppe &#8220;Anonymous&#8221;. Bis die Polizei ihn fand. Seit 12 Monaten war er nicht mehr im Internet und beschreibt sein neues Leben als ruhig, fast schon angenehm.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 20/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 May 2012 12:45:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Cory Doctorow]]></category>
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					<description><![CDATA[Facebook &#38; Co. verändern nicht nur unser Kommunikationsverhalten &#8211; sie verändern auch uns. So weit, so bekannt. Wirklich? Einsamkeit im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h3>Facebook &amp; Co. verändern nicht nur unser Kommunikationsverhalten &#8211; sie verändern auch uns. So weit, so bekannt. Wirklich? Einsamkeit im Netz, Selbstanzeigen bei Anomynous oder die Flucht in den digitalen Minimalismus: Die digitale Presseschau widmet sich in dieser Woche unter anderem den weniger beleuchteten Aspekten sozialer Medien.</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/XJiWrGBrksA" title="How Facebook became the world&#039;s biggest social network | Guardian Animations" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/XJiWrGBrksA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Heute startet der US-Börsengang von Facebook. Wie groß das soziale Netzwerk bereits geworden ist und wie schnell es wächst, darauf gibt die Animation des britischen Guardian eine Antwort.</p>
<h3></h3>
<h3><a href="http://www.berliner-zeitung.de/magazin/leben-in-zeiten-von-facebook-gemeinsam-allein-im-internet,10809156,15221430.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gemeinsam allein im Internet</a></h3>
<p>Leben wir einsamer in Zeiten von Facebook? Gar in einer Epoche der Einsamkeit? Malte Welding legt in der Berliner Zeitung dar, dass das Internet lediglich sichtbar macht, was auch vorher galt: Einsamkeit hängt damit zusammen, nicht allein sein zu können. Und dies sei letztlich eine Auswirkung unseres individualisierten Lebensstils.</p>
<h3><a href="http://www.perlentaucher.de/blog/271_die_schoene_seite_der_kostenlosmentalitaet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die schöne Seite der Kostenlosmentalität</a></h3>
<p>Thierry Chervel geht im Redaktionsblog des Kultursmagazins Perlentaucher.de der Angst der Schriftsteller vor einer reformierten Autorschaft auf den Grund. Seine Einschätzung: Die Ängste der Urheber sind Reflexe. Mehrheitlich lebten Autoren gar nicht von ihren Texten. Vielmehr appelliert Chervel an die Schriftsteller, sich auf die Möglichkeiten des Netzes einzulassen.</p>
<h3><a href="http://www.spiralteppich.de/?p=385#more-385" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Ich bin Urheber” – Selbstanzeige bei Anonymous</a></h3>
<p>Die Blog-Kommentare legen nahe, wie sehr Boris Fust mit seinem polemischen Bekenntnis zum Eigentumsschutz spaltet: In der Rolle des geläuterten Urhebers gibt Fust alias <em>maukenking </em>u.a. Autokennzeichen, Handy-PIN sowie sexuelle Orientierung preis, um einer Attacke von Anonymous zuvorzukommen. Fust reagiert auf die Attacke der Hackergruppe gegen Schriftsteller, die die Urheberrecht-Initiative unterstützen.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-05/nerd-politik-doctorow/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Mails zu verschlüsseln, hilft gegen Überwachungsgesetze nichts&#8221; </a></h3>
<p>Der Autor Cory Doctorow appelliert an Technologie-Nerds, sich in die Politik einzumischen. Denn von ihrem Wissen, etwa staatliche Überwachung umgehen zu können, profitiere die Gesellschaft erst, wenn ihr Vorgehen legal sei und Investoren sich für ihre Entwicklungen interessierten. Dafür aber sei die aktive Einmischung der Nerds in die Politik nötig.</p>
<h3><a href="http://netzwertig.com/2012/05/15/digitaler-minimalismus-ein-lebensstil-fuer-die-zukunft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Lebensstil für die Zukunft </a></h3>
<p>Wer materiellen Besitz für entbehrlich hält und sich ein ortsungebundenes Leben vorstellen kann, kommt dem Prototypen des &#8220;digitalen Minimalisten&#8221; nahe, den Martin Weigert autobiographisch in dem Blog netzwertig.com beschreibt. Basierend auf der &#8220;Culture of Less&#8221;-Ideologie des Programmierers Michael Kelly Sutton sei dieser Lebensstil heute vor allem dank der digitalen Technologien möglich.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 12/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Mar 2012 14:05:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Auswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Reizüberflutung]]></category>
		<category><![CDATA[Störerhaftung]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer sind die Gewinner des Urheberrechts, wer versteckt sich hinter Anonymous, wer kontrolliert die Auswahlmöglichkeiten im Netz und wer liegt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer sind die Gewinner des Urheberrechts, wer versteckt sich hinter Anonymous, wer kontrolliert die Auswahlmöglichkeiten im Netz und wer liegt vorne im Onlinewahlkampf der USA? &#8211; die Antworten und mehr in dieser digitalen Presseschau. </strong></p>
<p style="text-align: left" align="center"><strong><br />
</strong></p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=OEVsCLVsDR4&amp;w=560&amp;h=315]</p>
<p>Das NDR Magazin Zapp berichtet in seinem Beitrag über das Urheberrecht aus Sicht der Journalisten. Der Madsack-Verlag verlangt jetzt Geld für Onlineartikel, beteiligt die Verfasser jedoch nicht am Gewinn. Dieses Beispiel zeigt, wie wenig die Journalsiten vom Leistungsschutzrecht profitieren könnten.</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/wochenthema/1212-das-spiel-ist-aus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Was will Anonymous?</a></p>
<p>Gabriella Coleman kommt im Freitag zu dem Ergebnis, dass die unterschiedlichen Charaktere der Akteure bei Anonymous und deren lose Organisation es unmöglich machen, ein umfassendes Bild der Gruppe zu zeichnen. Sie stellt jedoch fest, dass die Mitglieder eins vereint:  Auf Kosten anderer zu lachen.</p>
<p><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:top-oekonomen-esther-dyson-wird-das-internet-schliessen/70012218.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Esther Dyson &#8211; Wird das Internet schließen?</a></p>
<p>Im Internet kann man schnell das Gefühl bekommen, dass große Firmen wie Facebook und Apple den Markt kontrollieren und die Spielregeln bestimmen. In der Financial Times Deutschland äußert sich Esther Dyson dennoch optimistisch, dass die Nutzer auch weiterhin viele Auswahlmöglichkeiten haben werden.</p>
<p><a href="http://diskurs.dradio.de/2012/03/20/der-ort-des-politischen-in-der-digitalen-medienwelt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Ort des Politischen in der digitalen Medienwelt </a></p>
<p>Thomas Krüger stellt bei diskurs.dradio.de fest, dass die durch den digitalen Wandel entstehende Mitmachdemokratie die Arbeit der Politiker und der öffentlich-rechtlichen Institutionen verändert. Wenn keine kompetente Mediengesellschaft aktiviert werde, drohe die Diktatur der „GutVernetzten“.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/folgen-der-internet-revolution-digitaler-wake-up-call-1.1313387" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitaler Wake-up-Call </a></p>
<p>Wie soziale Netzwerke und die Reizüberflutung im Internet auf uns wirken beschäftigt Bernd Graff von der Süddeutschen Zeitung. In seinem Artikel stellt er verschiedene Positionen in der herrschenden Debatte dar.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/1710995/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Ein ziemlich gläsernes Wählerprofil“ in den USA</a></p>
<p>Der Internetwahlkampf in den USA basiert in beängstigender Weise auf der genauen Kenntnis der Profile der Wähler. Wie einfach Politiker an deren Daten gelangen, erklärt der Politikberater Julius van de Laar im Gespräch mit Susanne Führer bei Deutschlandradio Kultur.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-03/stoererhaftung-wlan-oberholz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freie WLANs werden aus Angst vor Störerhaftung selten</a></p>
<p>Kai Biermann berichtet in der Zeit über ein Dilemma: Die Bundesregierung möchte einerseits freies Internet an öffentlichen Plätzen zur Verfügung stellen, damit jeder Bürger die Möglichkeit hat online zu sein, andererseits bieten viele Cafés inzwischen kein kostenloses WLAN mehr an, weil sie als Besitzer des Routers haften, wenn ihre Kunden Urheberrechtsverletzungen begehen.</p>
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		<title>Anonymous: Fluch oder Segen?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/netzstandpunkte/anonymous-fluch-oder-segen-11944/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 14:41:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Emanuel Schach]]></category>
		<category><![CDATA[Stephan Eisel]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktivisten der Anonymous-Bewegung sorgten in der Vergangenheit für Furore: So führten sie Angriffe gegen Unternehmen und Institutionen wie CIA, Mastercard [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_11959" aria-describedby="caption-attachment-11959" style="width: 320px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://politik-digital.de/anonymous-fluch-oder-segen/anonymous/" rel="attachment wp-att-11959"><img decoding="async" class=" wp-image-11959 " title="Anonymous" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/anonymous.png" alt="" width="320" height="175" /></a><figcaption id="caption-attachment-11959" class="wp-caption-text">Foto by Vincent Diamante / Lizenz: CC BY-SA 2.0</figcaption></figure>
<p><strong>Aktivisten der Anonymous-Bewegung sorgten in der Vergangenheit für Furore: So führten sie Angriffe gegen Unternehmen und Institutionen wie CIA, Mastercard oder Sony durch und pressten erfolgreich ein Mitglied frei. Doch sind ihre Aktionen sehr umstritten. Der CDU-Politiker und Autor Stephan Eisel hält die Methoden von Anonymous für inakzeptabel. Der IT-Anwalt Emanuel Schach hebt positive Aspekte der auf Aufmerksamkeit und Transparenz zielenden Aktionen hervor.</strong></p>
<p>In dieser Woche erschien das von den Journalisten Ole Reißmann, Christian Stöcker und Konrad Lischka herausgegebene Sachbuch „We are Anonymous“. <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2012-02/we-are-anonymous-rezension/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In einer Rezension</a> schreibt Patrick Beuth von Zeit Online dazu: „Anonymous und seine zahlreichen Teil-, Splitter- und Trittbrettfahrergruppen, das betonen die Autoren immer wieder, wollen oft vor allem eines: sogenannte lulz. Sie wollen Spaß haben. Sie tun dafür Dinge, die man fragwürdig bis bösartig finden kann und die auf keinen Fall mit der Hackerethik vereinbar sind.“ Ist diese Hacker-Bewegung nun Fluch oder Segen? Die Wahrheit liegt wohl irgendwo in der Mitte.</p>
<p>Was aber spricht für oder gegen Anonymous?</p>
<p>Der CDU-Politiker Dr. Stephan Eisel kritisiert, dass sich die Anonymous-Bewegung eines digitalen Faustrechts und des größten Feindes der Freiheit bediene: der Angst. Ihre Methoden seien in einer Demokratie inakzeptabel. Dagegen hält der Anwalt Emanuel Schach die Aktionen von Anonymous für eine Form des politischen Protests und eine Art virtuelles Pendant zu den Demonstrationen auf der Straße, die sich gegen Regulierung und Kontrolle der Datenströme im Netz richten.</p>
<h2>Pro-Standpunkt Emanuel Schach</h2>
<p>Anonymous ist keine Gruppe im klassischen Sinn, sie hat keine feste Struktur, keine festen Mitglieder. Anonymous ist ein Phänomen, das zugleich seine eigene Lebensvoraussetzung beschreibt: ein freies, unkontrolliertes und unzensiertes Netz. Klassische Anonymous-Aktionen richten sich vor allem gegen Institutionen oder Gruppierungen, die versuchen, eine Regulierung und Kontrolle der Datenströme im Netz zu erreichen. Aber auch gegen rechtsradikale Gruppierungen oder Foren von Pädophilen geht Anonymous vor. Mit diesen Aktionen zielt Anonymous vor allem auf Aufmerksamkeit und Transparenz. Zumeist erreichen sie dieses Ziel auch. Kritiker werfen ihnen regelmäßig vor, letztlich nichts anderes zu sein als kriminelle Hacker, die sich hinter der Anonymität ihrer (virtuellen) Masken verstecken, um Straftaten zu begehen. Verkannt wird dabei allerdings der politische Charakter, der den Aktionen dieser Idee bzw. Bewegung häufig beikommt. Anonymous ist Protest, eine Art virtuelles Pendant zu den Demonstrationen auf den Straßen unserer Städte. Und ebenso wie diese Demonstrationen etwa den Straßenverkehr behindern, behindert Anonymous mit seinen Aktionen den Datenverkehr: vorübergehend und ohne bleibende Schäden für die Betroffenen. Bei Straßen-Demonstrationen ist allgemein anerkannt: Je mehr Menschen damit konfrontiert werden, je zentraler und öffentlicher sie stattfinden, umso effektiver sind sie. Nicht trotz, sondern wegen der damit einhergehenden temporären Behinderung für die nicht teilnehmende Umwelt. Ein DDoS-„Angriff“ auf eine Webseite, die letztlich nur dazu führt, dass diese temporär von außen nicht erreicht werden kann, ist kein Hack, weil nicht in das EDV-System eingegriffen wird. Es ist eine Art virtuelle Sitzblockade, die sich zudem ohne Zutun von Polizei oder sonstigen Ordnungskräften wieder auflöst. Und die zum Ziel hat, Missstände bei dem Betroffenen aufzuzeigen. Was nicht heißt, Anonymous-Aktionen seien generell gutzuheißen. „Einbrüche“ in Datenbänke mit Veröffentlichung so gewonnener Daten gehen weit über das hinaus, was hingenommen werden kann. Umgekehrt erlauben uns solche Fälle nicht, alle anderen Aktionen zu verurteilen. Vielmehr sollte „Anonymous“ Anlass sein, über die Berechtigung und eventuell auch Regeln eines solchen Protests, solcher digitaler Demonstrationen zu diskutieren. Nicht über deren generelles Verbot. Protest ist Teil und Ausdruck einer vitalen Demokratie. Auch im Netz.</p>
<h2>Contra-Standpunkt Dr. Stephan Eisel</h2>
<p>Man kann die Ziele des Internet-Kollektivs „Anonymous“ teilen oder auch nicht, aber seine Methoden sind in der Demokratie inakzeptabel. Die Bewegung nimmt nämlich für sich in Anspruch: Der Zweck heiligt die Mittel. Dieser machiavellistische Grundsatz ist das Gegenteil von freiheitlicher Demokratie. Anonymous kämpft gegen Internetzensur mit den Mitteln der Zensur, indem durch Hackerangriffe systematisch Internetangebote unliebsamer Anbieter lahmgelegt werden. Man ist gegen „Netzsperren“, um selbst nach Gutdünken im Internet zu sperren, was nicht behagt. Anonymous propagiert nicht nur, sondern lebt das digitale Faustrecht im Internet. Auf der deutschen Anonymous-Homepage finden sich Slogans wie: „Da niemand weiß, was richtig ist, kann niemand beurteilen, was falsch ist.“ Oder „Alles ist erlaubt!“ Angeblich um die Freiheit des Internets zu schützen, bedient sich Anonymous des größten Feindes der Freiheit: der Angst. Aus dem Lehrbuch des Totalitarismus könnten Anonymous-Slogans stammen wie: „Identität ist unwichtig, wenn du weißt, dass es uns gibt.“ oder „Wir sind viele, aber Du weißt nicht wer; wir sind überall, doch du weißt nicht wo.“ In Diktaturen schützt Anonymität vor Verfolgung, in der Demokratie gehört sie zur Grundausstattung der Gegner der Freiheit: Rechts- und Linksextremisten vermummen sich, religiöse Fundamentalisten agieren aus dem subversiven Untergrund. Wer im Schutz der Anonymität nicht nur Internetseiten lahmgelegt, sondern auch Kreditkartendaten stiehlt oder persönliche Daten veröffentlicht, bedient sich der gleichen Methoden. Der Glaube an die Überzeugungskraft eigener Argumente kommt darin jedenfalls nicht zum Ausdruck, eher die Feigheit dafür einzustehen. Die Anonymous-Bewegung ist so widersprüchlich wie die grinsende Maske von Guy Fawkes, hinter der sich ihre Anhänger gerne verstecken. Fawkes wollte 1605 mit mehr als zwei Tonnen Schwarzpulver das englische Parlament in die Luft sprengen. 2008 machte der Film „V wie Vendetta“ nach der gleichnamigen Comicserie das Gesicht des gescheiterten Terroristen bekannt, weil es der anarchistische Titelheld bei seinen Anschlägen als Maske trug. Die Rechte an Comic und Film liegen beim Medienkonzern Time Warner, einem der Feindbilder der Anonymous-Bewegung. Die von ihr benutzte Fawkes-Maske gehört zu den Merchandise-Produkten des Konzerns. So verdient der internationale Medienkonzern an jeder Maske, die seine Gegner im Kampf gegen ihn tragen&#8230;</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 44</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-44-5474/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Nov 2011 09:49:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Staatstrojaner]]></category>
		<category><![CDATA[LiquidFeedback]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Liquid Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.jpg" height="180" width="480" />Anonymous erklärt Mafia den Krieg, WikiLeaks als Geheimdienst des Volkes, Demokratie lernen mit LiquidFeedback - dies und mehr in der dieswöchigen Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anonymous erklärt Mafia den Krieg, WikiLeaks als Geheimdienst des Volkes, Demokratie lernen mit LiquidFeedback &#8211; dies und mehr in der dieswöchigen Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Unser Video der Woche<br />
</strong></h3>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/bJORGO1Q2VY" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></p>
<p>Ab sofort führen wir in unserer Presseschau die neue Kategorie „Video der Woche“ ein. In dieser Woche ist unser Favorit die Videobotschaft der Hackergruppe Anonymous, die dem Drogenkartell „Los Zetas“ den Krieg erklärte, weil eines ihrer Mitglieder durch die Mafiaorganisation entführt worden sein soll. Die Hacker setzten dem Drogenkartell in einer Videobotschaft postwendend ein Ultimatum bis zum 5. November, um ihren Mitstreiter freizulassen. Ansonsten wolle man Namen, Adressen und Funktion möglicher Kartell-Mitglieder aus Politik, Justiz und Polizei veröffentlichten. Mehr dazu in einem Beitrag von Tobias Käufer <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-11/mexiko-anonymous-zetas" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei Zeit Online</a>.</p>
<p><strong><a href="http://berlinergazette.de/wikileaks-journalistische-ethik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geheimdienst des Volkes</a></strong></p>
<p>Auf Platz 1 der Presseschau wählten wir einen sehr langen, aber sehr lesenswerten Artikel des Kriminologen und Journalisten Thomas Barth in der Berliner Gazette, der in einer Untersuchung zu dem Schluss kommt, dass sich die etablierten Medien in ihrer Berichterstattung unisono gegen den Whistleblower WikiLeaks in Stellung brächten. Ihr größter Vorwurf: WikiLeaks vernachlässige Informantenschutz und journalistische Ethik. Barth hinterfragt, ob diese Kritik berechtigt ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-11/facebook-gefaellt-mir-button/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook ist der Täter</a></strong></p>
<p>In einem Gastbeitrag bei Zeit Online kritisiert der Internet-Unternehmer Christoph Kappes die Position des Unabhängigen Landeszentrums für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) beim Thema Facebook: Statt die Bürger mit Bußgeldbescheiden zu überziehen, solle Facebook für den umstrittenen Like-Button in Haftung genommen werden. Kappes erläutert die rechtlichen Voraussetzungen sehr anschaulich.</p>
<p><strong><a href="http://pb21.de/2011/11/partizipationswerkzeuge-teil-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Demokratie lernen mit Liquid Feedback</a></strong></p>
<p>Noemi Kirschbaum erklärt auf pb21.de das digitale Partizipations-Tool LiquidFeedback, das beispielsweise in der Piratenpartei zum Einsatz kommt. Zudem wagt sie einen Ausblick und stellt Möglichkeiten vor, wie das Mitbestimmungstool im Bereich der politischen Bildung zum Einsatz kommen könnte. Ihr Beitrag ist der zweite in einer informativen Reihe zum Thema Online-Bürgerbeteiligung.</p>
<p><strong><a href="http://www.heise.de/tp/artikel/35/35805/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Globales Schnüfflertreffen</a></strong></p>
<p>Matthias Monroy ist bei Telepolis einem internationalen „Trojaner-Stammtisch“ auf der Spur. Laut seinen Recherchen sind deutsche Polizeibehörden seit mehreren Jahren in internationalen Arbeitsgruppen zur Nutzung staatlicher Malware aktiv, um private Rechner zu infiltrieren und die Kommunikation abzuhören.</p>
<p><strong><a href="http://blog.abgeordnetenwatch.de/2011/11/03/volksinitiative-will-hamburg-zur-opendata-und-transparenz-hauptstadt-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hamburg als Transparenz-Leuchtturm</a></strong></p>
<p>Transparency International, Chaos Computer Club und der Verein Mehr Demokratie e.V. wollen die Hansestadt zum Vorzeigemodell in Sachen Transparenz und OpenData machen. Mit einer Bürgerinitiative wollen sie 10.000 Unterschriften von Hamburger Bürgern sammeln, um den Senat zur <a href="http://www.transparenzgesetz.de/index.php?id=gesetzesentwurf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Umsetzung eines Transparenzgesetzes</a> zu bewegen. Zu den Forderungen gehört die Einführung eines Zentralen Informationsregisters und die Veröffentlichungspflicht von Informationen wie Senatsbeschlüsse und Verträge bzw. Informationen von öffentlichem Interesse.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 36</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-36-5412/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Thomas Würdinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 15:56:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Datenjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Artkel]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker]]></category>
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		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-36"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="83" width="75" /></a>Allwissende Datensammler, demokratisierende Netzwerke, ideologische Kämpfe und die twitternde Bundeswehr – dies und mehr in unserer heutigen Digitalen Presseschau.   
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Allwissende Datensammler, demokratisierende Netzwerke, ideologische Kämpfe und die twitternde Bundeswehr – dies und mehr in unserer heutigen Digitalen Presseschau.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/nach-der-datenpanne-bei-wikileaks-warum-wir-aus-dem-netz-der-ideologien-ausbrechen-muessen-1.1138601" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netz der Ideologien</a></strong></p>
<p>Einstimmig auf Platz eins gewählt: der kritische Kommentar zur WikiLeaks-Debatte von Andrian Kreye auf sueddeutsche.de. Julian Assanges Forderung nach radikaler Transparenz sei beispielhaft für die ideologische Aufladung, die seit den Anfangsjahren den Diskurs ums Digitale dominiert. Genau diese extremen Positionen aber würden meist zu starren Dogmen verkrusten und für Chaos sorgen – sowohl im Netz als auch in der realen Welt. Kreye ruft deswegen zur Ordnung  und fordert mehr Pragmatismus beim Entwurf eines neuen Gesellschaftsvertrages.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zeit.de/open-data/2011/09/08/datenjournalismus-ddj-big-data-medien-deutschlan" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Datenjournalismus bietet eine große Chance</a></strong></p>
<p>Auf Platz zwei unserer Digitalen Presseschau wählten wir einen Beitrag zum Thema Datenjournalismus. Hinter dem Begriff verbirgt sich die journalistische Aufarbeitung und Visualisierung großer Datensätze. Nach Meinung von Lorenz Matzat werde dies in den deutschen Medien bisher aber viel zu wenig umgesetzt. Das sei bedauernswert, denn der Datenjorunalismus biete die Chance, komplexe Sachverhalte wie den Stresstest zu Stuttgart 21 oder Entwicklungen auf dem Finanzmarkt verständlich und mit Erkenntnisgewinn darzustellen, schreibt er in seinem Beitrag für den Data-Blog auf Zeit Online.</p>
<p><strong><a href="http://wissen.dradio.de/netz-reporter-xl-die-diktatur-der-aktiven.126.de.html?dram:article_id=12175" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Diktatur der Aktiven </a></strong></p>
<p>Abstimmung per Klick, Bürgerhaushalte und E-Petitionen: Erleben wir aktuell die Revolution unserer Demokratie hin zu mehr direkter Bürgerbeteiligung? Und das dank des Internets? Oder kommt die Euphorie doch etwas zu früh, sind wir überhaupt bereit dazu? Und werden nicht vielmehr Partikularinteressen gefördert, während jene außen vor bleiben, die sich in der digitalen Welt nicht zurecht finden? Eine aufschlussreiche Zwischenbilanz zur Debatte zieht das Deutschlandradio im Online-Talk mit dem Politologen Markus Linden, dem Kommunikationsstrategen Thomas Gebel und dem Blogger Michael Seemann.</p>
<p><strong><a href="http://www.faz.net/artikel/S30405/f-a-z-sachbuecher-der-woche-sie-wissen-einfach-was-das-beste-fuer-uns-internetnutzer-ist-30495279.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google weiß, was du willst </a></strong></p>
<p>Auf Platz vier chafft es in dieser Woche eine pointierte Rezension des Sachbuchs &#8220;In The Plex. How Google Thinks, Works, and Shapes Our Lives&#8221; von Steven Levy. Thomas Thiels Buchbesprechung folgt dem Autor ins Innenleben des Internet-Giganten. Dort offenbaren sich faszienierende Einsichten in die Wandlung Googles vom idealistischen Forschungsprojekt zum machtvollen Datensammler und erlauben erschreckende Ausichten auf die Zukunft unseres digitalen Daseins: Denn Google will nicht nur immer mehr Daten sammeln, sondern schon bald noch stärker als bereits heute auch das alltägliche Handeln seiner Nutzer leiten.</p>
<p><strong><a href="http://www.pcworld.com/article/239594/how_hacktivism_affects_us_all.html#tk.rss_news" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum Hacker-Aktivitäten uns alle betreffen </a></strong></p>
<p>Dieser Frage geht Robert Vamosi in seinem Beitrag auf pcworld.com nach und zeigt, wie vielschichtig das Phänaomen &#8220;Hacktivism&#8221; ist. Mit WikiLeaks, Anonymous und Co. seien Hacker längst zum Politikum und zur Bedrohung des geistigen Eigentums geworden. Vor allem aber lege das Hackertum die Verletzbarkeit staatlicher und wirtschaftlicher Institutionen offen und sorge für Verunsicherung unter den Nutzern.</p>
<p><strong><a href="http://www.n-tv.de/politik/Twittern-von-der-Front-article4218251.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Twittern von der Front</a></strong></p>
<p>Nachwuchswerbung auf YouTube, Gefechtsvideos aus Afghanistan und Liebesgrüße aus der Heimat auf Facebook: Sebastian Schöbel hat für n-tv.de die Präsenz der Bundeswehr in den Sozialen Medien recherchiert und mit den Online-Aktivitäten der NATO und der US-amerikanischen Streitkräfte verglichen. Das Urteil für die Bundeswehr fällt dabei ziemlich ernüchternd aus.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 33</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2011 15:57:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymous]]></category>
		<category><![CDATA[Netiquette]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Domscheit-Berg]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-33"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="87" width="80" /></a>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#34;Offline-Demo&#34; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.   
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Militär vs. Demokratie in Ägypten, Anonymous ruft zu &#8220;Offline-Demo&#8221; auf, Plädoyer für bessere Diskussionskultur im Netz, elitärer Hahnenkampf beim CCC &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>Bei unserer wöchentlichen Suche nach lesenswerten Beiträgen der vergangenen Woche stießen wir auf einen Artikel zum Arabischen Frühling, der einstimmig zum Sieger erkoren wurde. Darin geht es um die Verhaftung des ägyptischen Bloggers Maikel Nabil und deren Bedeutung für die Revolution.</p>
<p><strong>&#8220;</strong><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/34/Arabische-Jugend-Aegypten/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir lassen uns die Revolution nicht stehlen</a>&#8221;<br />
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<p>Anhand der Geschichte eines Einzelschicksals zeigt Annabel Wahba in einer spannenden Reportage bei Zeit Online auf, dass das alte System in Ägypten trotz des Sturzes von Machthaber Mubarak noch nicht am Ende ist. Im Mittelpunkt des langen, aber sehr lesenswerten Beitrags steht das Schicksal des Bloggers Maikel Nabil, der von einem Militärgericht zu drei Jahren Haft verurteilt wurde. Die Autorin besuchte ihn im El-Marg-Gefängnis, wo er seit mehr als vier Monaten einsitzt, weil er das Militär kritisierte. Der Vorwurf: Beleidigung und Falschinformation.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/2011-08/anonymous-bart-protest/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Anonymous geht auf die Straße</strong></a></p>
<p>Auf Platz 2 landete ein Beitrag von Patrick Beuth, ebenfalls bei Zeit Online. Der Autor berichtet von einer eher seltenen Aktion der Hackergruppe Anonymous. Diese rief in San Francisco zu einem &#8220;physical protest&#8221; in Form einer „Offline-Demo“ auf. Der Grund dafür: Die kalifornische Bahnbehörde BART hatte den Mobilfunk-Empfang in Einrichtungen ihres Schnellbahn-Netzes teilweise gekappt, um Proteste gegen ihre eigens beschäftigte BART-Polizei zu verhindern. Diese hatte zuvor einen Betrunkenen in einer U-Bahn-Station erschossen und war dafür massiv kritisiert worden. (Zum selben Thema gibt es <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2011/08/17/democracy-now-uber-hacktivism-anonymous-telecomix-ccc-camp" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier weiterführende Videos</a>.)</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,779707,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Plädoyer für eine bessere Kommunikationskultur</strong></a></p>
<p>Der Journalist Frank Patalong bemängelt bei Spiegel Online die verkommene Diskussionskultur im Netz und fordert eine größere Selbstbeherrschung bzw. Selbst-Kontrolle der Nutzer. Dies müsse allein schon deshalb geschehen, um weiterhin frei und ohne Zensur und Aufsicht durch kontrollwütige Politiker agieren zu können. Abschließend verweist er noch auf <a href="http://www.knigge-rat.de/themen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwölf vom Deutschen Knigge-Rat verfasste Verhaltensregeln</a> für die Online-Kommunikation.</p>
<p><strong><a href="http://www.huffingtonpost.com/alison-craiglow-hockenberry/arab-spring-and-the-long-_b_928532.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freie Meinungsäußerung im Netz</a></strong></p>
<p>Vor dem Hintergrund des Arabischen Frühlings schreibt Alison Craiglow Hockenberry von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ashoka_(Organisation)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">NGO Ashoka</a> in einem Artikel bei der Huffington Post, dass soziale Dienste wie Facebook und Twitter in bestimmten Teilen der Welt überhaupt keine Rolle für die Wahrnehmung freier Meinungsäußerung spielen &#8211; solange fünf Milliarden Menschen noch immer auf einen Internet-Zugang warten. Die Autorin berichtet über die Bemühungen zivilgesellschaftlicher Organisationen, diese Situation zu ändern. Zugleich wirbt sie dafür, bis zum 14. September eigene Ideen bei Ashoka einzureichen, um zu Lösungen beizutragen.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1530538/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Eitler Hahnenkampf beim CCC</strong></a></p>
<p>Am vergangenen Wochenende hatte der Vorstand des Chaos Computer Club (CCC) den OpenLeaks-Gründer Daniel Domscheit-Berg aus dem Verein ausgeschlossen. Der ehemalige WikiLeaks-Mitarbeiter schade dem Verein, hieß es in einer Presseerklärung. Mit diesem Eklat beschäftigt sich Philip Banse bei dradio.de und hinterfragt die eigentlichen Gründe der Entscheidung. Wer wissen will, warum er diese scheinheilig findet, sollte seinen Artikel lesen.</p>
<p><strong><a href="http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/529325" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geisteswissenschaftler, wacht auf!</a></strong></p>
<p>Auf den sechsten Platz unserer Digitalen Presseschau schaffte es ein Interview von Julia Siedelhofer mit dem Kulturwissenschaftler Michael Seemann. Dieser hatte im Laufe der Woche <a href="http://mspr0.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in seinem Blog</a> mit einer pauschalen Kritik an der Internetunfähigkeit von Geisteswissenschaftlern eine kontroverse Debatte losgetreten. Im Interview erläutert er seine umstrittene Auffassung.</p>
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