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	<title>Antiterrordatei &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Antiterrordatei &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Antiterrordatei: Pro und contra</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/extremismusbbergervoet_linkliste_antiterrordatei_070118-shtml-2396/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internetfahnder gegen Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Antiterrordatei]]></category>
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					<description><![CDATA[(Linkliste) Die Antiterrordatei – ein umstrittenes Thema. Die Bundesregierung stimmte im Dezember 2006 dafür, die gesamte Opposition dagegen. Die Details und weitere Stimmen von Befürworten und Kritikern stehen in dieser Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Linkliste) Die Antiterrordatei – ein umstrittenes Thema. Die Bundesregierung stimmte im Dezember 2006 dafür, die gesamte Opposition dagegen. Die Details und weitere Stimmen von Befürworten und Kritikern stehen in dieser Linkliste.</p>
<p><!--break--></p>
<p>
                              <strong>Allgemeine Informationen:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl106s3409.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Das Gesetz</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Unter diesem Link findet man das unter Datenschützern umstrittene Gesetz zur Terrorismusbekämpfung in Deutschland: Das so genannte „Gemeinsame-Dateien-Gesetz“ &#8211; besser bekannt als die „Antiterrordatei“.</p>
<p>
                            <a href="http://www.tagesschau.de/thema/0,1186,OID6212054_NAV_REF1,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Film: Alltag Überwachung</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die freien Journalisten<br />
                            <a href="http://www.netzjournalismus.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fiete Stegers</a> und<br />
                            <a href="http://www.r73.net" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Roman Mischel</a> setzen sich in ihrem vierteiligen Video-Dossier auf<br />
                            <a href="http://www.tagesschau.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau.de</a> mit den vermeintlichen Vor- und Nachteilen der alltäglichen Videoüberwachung auseinander. Vor allem Teil zwei „Kampf um die Vorratsdatenspeicherung“ ist hinsichtlich der Diskussionen rund um die Antiterrordatei sehenswert.</p>
<p>
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/nn_165104/Internet/Navigation/DE/Themen/Terrorismus/DatenUndFakten/datenUndFakten__node.html__nnn=true%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Informationen aus dem Innenministerium</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Bundesministerium des Innern über globalen Terrorismus, Schutzmaßnahmen und Bekämpfungsstrategien aus Deutschland.</p>
<p>
                            <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/das-parlament-45-artikel-ueber-datenschutz-ueberwachung-und-terrorismus/%20%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Daten-Speicherung.de</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />45 Artikel der Wochenzeitschrift „Das Parlament“ über Datenschutz, Überwachung und Terrorismus</p>
<p>
                              <strong>Pro:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_028/nn_122688/sid_2C7D0A76B70D387EC6956817FFB78354/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2007/01/BK__Merkel__im__GTAZ.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Hoher Besuch im Terrorabwehrzentrum</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das<br />
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/nn_165104/Internet/Content/Themen/Terrorismus/DatenundFakten/Gemeinsames__Terrorismusabwehrzentrum__de.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GTAZ</a> (Gemeinsames Terrorismusabwehrzentrum) vernetzt die Informationen des Bundeskriminalamts, des Verfassungsschutzes, des Bundesnachrichtendiensts, des Zollkriminalamts und des Militärischen Abschirmdienst, sowie der Vertreter der Landeskriminalämter, der Bundespolizei und des Bundesamts für Migration. Ziel: Den Terrorismus effizienter bekämpfen. Der Link führt zu einem Bericht über den Informationsbesuch der Kanzlerin.</p>
<p>
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2007/01/Terrorismusbekaempfungsgesetz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Antiterror mit 38 Buchstaben</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Bundesinnenminister Schäuble über das neue „Terrorismusbekämpfungsergänzungsgesetz“ (übrigens ein schönes Wort für das allseits beliebte Galgenmännchen-Spiel).</p>
<p>
                            <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/nn_46996/Content/DE/Podcast/2006-11-10-innere-sicherheit/2006-11-10-video-podcast-zur-inneren-sicherheit.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Kanzlerin Merkel: Vodcast zur Inneren Sicherheit</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />In diesem Videocast erklärt Angela Merkel, warum die Antiterrordatei für die innere Sicherheit Deutschlands wichtig ist.</p>
<p>
                            <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/80868" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>132 Millionen für Internetüberwachung</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Das Nachrichtenportal Heise.de berichtet über die 132 Millionen Euro, die zum größten Teil für eine verschärfte Internetüberwachung ausgegeben werden. Das umstrittene Programm finanziert auch die Einrichtung der Internet-Spezialeinheit „Internet Monitoring und Analysestelle“ (<br />
                            <a href="http://www.bundestag.de/aktuell/hib/2006/2006_294/07.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">IMAS</a>) beim Terrorabwehrzentrum.</p>
<p>
                            <a href="http://www.cdu.de/db/pabz.php?tid=91&amp;sta=6&amp;load=18685" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Schäuble warnt</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble warnt vor der Illusion, dass das 21. Jahrhundert friedlicher sein werde als seine Vorläufer und macht auf die Gefahren des Internets aufmerksam (Cyberterrorismus).</p>
<p>
                            <a href="http://www.spd.de/show/1686891/250806_FB_terror_NCI.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Flugblatt der SPD</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />„Terror bekämpfen – Menschen schützen“ &#8211; Die SPD fordert einen Ausbau der „Antiterrordatei“ und die Videoüberwachung an Bahnhöfen oder Flughäfen.</p>
<p>
                            <a href="http://www.naiin.org/de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>No Abuse in Internet</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />„Sagen auch Sie ja zu naiin“ &#8211; No Abuse in Internet (naiin) ist eine Wirtschaftsinitiative, die Online-Kriminalität bekämpft. Naiin richtet den Fokus auf Terrorismus, Kinderpornografie und Extremismus im Netz. Naiin distanziert aber deutlich von der geplanten<br />
                            <a href="http://www.naiin.org/de/content/presse/news/220107-1.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung</a>.</p>
<p>
                              <strong>Contra:</strong>
                            </p>
<p>
                            <a href="http://www.bfdi.bund.de/cln_030/nn_533554/SharedDocs/Publikationen/PM15-04DatenschutzBehindertNichtDieBekaempfungDesTerrorismus,templateId=raw,property=publicationFile.pdf/PM15-04DatenschutzBehindertNichtDieBekaempfungDesTerrorismus.pdf%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Der Datenschutzbeauftragte gegen mehr Überwachung</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Peter Schaar, der Bundesbeauftragte für Datenschutz, argumentiert, warum Datenschutz die Bekämpfung des Terrorismus nicht behindert.</p>
<p>
                            <a href="http://www.datenschutz.de/news/alle/detail/?nid=1971" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Datenschutz.de</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Informative Website über Datenschutz von Thilo Weichert, dem Datenschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein. Auch hier gibt es Kritik an der Antiterrordatei: Es sei ein „nächster Schritt auf dem Weg zum Überwachungsstaat“.</p>
<p>
                            <a href="http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/298/84214/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Süddeutsche Zeitung – Der Präventionsstaat</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Heribert Prantl, Ex-Staatsanwalt und Innenpolitik-Ressortleiter der Süddeutschen über den Weg vom Rechtsstaat zum Präventionsstaat.</p>
<p>
                            <a href="http://www.foebud.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>FoeBuD e.V.</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />In ihrem „Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V“ kümmern sich Rena Tangens und padeluun schon seit 1985 um die Sicherung des Datenschutzes. Sie betreuen unter anderen die deutschen<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> und organisieren viele Veranstaltungen und Aktionen zum Thema Datenschutz. Der Big Brother Award in der Kategorie „Politik“ ging<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2006/.pol/pol-02" target="_blank" rel="noopener noreferrer">2006</a> an die Innenminister für ihren Einsatz für die Antiterrordatei.</p>
<p>
                            <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Stoppt die Vorratsdatenspeicherung</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Eine Online-Aktion gegen die vorsorgliche Speicherung von Telekommunikationsdaten. Am 14. Dezember gab es zum Beispiel eine<br />
                            <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=69&amp;Itemid=55" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Medienkampagne</a> zum „1. Todestag des Telekommunikationsgeheimnisses“, an der viele Blogs (auch unser<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/metablocker/archives/1040-Online-Demo-Stoppt-die-Vorratsdatenspeicherung!.html">Metablocker</a>) dem Thema Aufmerksamkeit widmeten.</p>
<p>
                            <a href="http://www.rsf.org/IMG/pdf/doc-1259.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
                              <strong>Reporter ohne Grenzen über Internetzensur</strong><br />
                            </a><br />
                            <br />Die Reporter Ohne Grenzen (ROG) berichteten schon 2002 über Einschränkungen der Meinungs- und Pressefreiheit im Netz, die mit Gefahren des internationalen Terrorismus begründet wurden. ROG schreiben auf ihrer<br />
                            <a href="http://www.rsf.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a> regelmäßig über Versuche von Staaten, das Internet zu zensieren.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Die Fangarme der Datenkrake</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/internetfahnder-gegen-terror/die-fangarme-der-datenkrake-2548/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jan 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Internetfahnder gegen Terror]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Informationssicherheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Terrorismus]]></category>
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		<category><![CDATA[Internet-Spezialeinheit]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
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					<description><![CDATA[(Artikel) Terroristen nutzen das Internet als &#34;Fernuniversität und Trainingscamp&#34;, sagt Bundesinnenminister Schäuble (CDU). Seine Warnung ist auch als Kampfansage zu verstehen. Anfang 2007 nahm eine neue Internet-Spezialeinheit ihre Arbeit auf und die gemeinsame Antiterrordatei der Behörden ist beschlossene Sache.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>(Artikel) Terroristen nutzen das Internet als &quot;Fernuniversität und Trainingscamp&quot;, sagt Bundesinnenminister Schäuble (CDU). Seine Warnung ist auch als Kampfansage zu verstehen. Anfang 2007 nahm eine neue Internet-Spezialeinheit ihre Arbeit auf und die gemeinsame Antiterrordatei der Behörden ist beschlossene Sache.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
In den Monaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 reagierte die amerikanische Öffentlichkeit erschrocken und empört auf Berichte, dass Hinweise im bürokratischen Dickicht der Sicherheitsbehörden verloren gingen, bevor die Flugzeuge in die Türme des World-Trade-Centers stürzten. Das am 30. November 2006 vom Bundestag verabschiedete und als<br />
<a href="http://www.bgblportal.de/BGBL/bgbl1f/bgbl106s3409.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Antiterrordatei</a> bekannte Gemeinsame-Dateien-Gesetz soll sicherstellen, dass den deutschen Behörden ein ähnliches &quot;Versagen&quot; erspart bleibt. Durch die Vernetzung ihrer Datenbestände können die beteiligten Nachrichtendienste und Polizeibehörden in Bund und Ländern zukünftig ihre Informationen über verdächtige Personen und Organisationen schneller und effektiver austauschen.
</p>
<p>
Die deutschen Innenminister haben für ihren Einsatz für die Antiterrordatei im vergangenen Oktober den unrühmlichen &quot;<br />
<a href="http://www.bigbrotherawards.de/2006" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big-Brother-Award</a>&quot; erhalten. Diesen Negativpreis bekommt, wer die Privatsphäre anderer verletzt und Dritten persönliche Daten zugänglich macht. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, hat sich vehement gegen die Einführung einer sogenannten &quot;Volltextdatei&quot; eingesetzt, in der alle gespeicherten Informationen automatisch für alle beteiligten Behörden einzusehen wären. Sein Einsatz war nicht umsonst, denn die neue Antiterrordatei ist als &quot;Indexdatei&quot; konzipiert, bei der lediglich die Grunddaten verdächtiger Personen wie Name, Anschrift oder Geburtsdatum angezeigt werden. Weitere Informationen sollen dagegen nur nach einer begründeten Anfrage offen gelegt werden.
</p>
<p>
Zusätzliche Daten sollen nicht gesammelt werden. Die Antiterrordatei zeigt aber, über welche schiere Menge an Informationen der Staat bereits verfügt. Kritiker befürchten, dass Bürger sehr schnell ins Visier der Behörden gelangen könnten – wenn sie zum Beispiel einen flüchtigen Kontakt zu einem Terrorverdächtigen haben. Der Austausch von sensiblen und privaten Daten ist auch bei Nachrichtendienstlern auf Widerspruch gestoßen. Die Spione befürchten, dass Polizisten Zugang zu Geheimdienstinformationen bekommen &#8211; dass also vertrauliche Informationen unkontrolliert verbreitet werden.
</p>
<p>
Der amerikanische Sicherheitsexperte<br />
<a href="http://www.schneier.com/essay-115.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bruce Schneier</a> hat die Frage nach dem Nutzen der Daten gestellt. Allein ein ungebremstes Anhäufen von Daten werde Terrorakte kaum verhindern, so Schneier. Auch der Anschlag auf das World Trade Center habe sich nicht vorhersagen lassen. Im Vorfeld wären die vielen Warnsignale wohl auch in einer gut geführten Antiterrordatei in einer Masse von falschen Alarmmeldungen untergegangen, so Schneier.
</p>
<p class="fett">
Die neuen Online-Jäger
</p>
<p>
Neben dem Beschluss zur Einführung der Antiterrordatei verbuchte Bundesinnenminister Schäuble im November 2006 einen zweiten Erfolg. Der Haushaltsausschuss des Bundestages bewilligte insgesamt 132 Millionen Euro für Schäubles &quot;Programm zur Stärkung der inneren Sicherheit&quot;. Damit war auch die Finanzierung der Internet-Spezialeinheit &quot;Internet Monitoring und Analysestelle&quot; (IMAS) gesichert. Rund fünfzig Mitarbeiter überwachen seit Anfang Januar extremistische Websites und versuchen, Transparenz in islamistische Netzwerke zu bringen. Außerdem sollen sie Hetzpropaganda und Anleitungen zum Bombenbau im Netz aufspüren.
</p>
<p>
Mit der neuen Spezialeinheit sollen bisherige Überwachungsversuche durch den Verfassungsschutz, den Bundesnachrichtendienst (BND) und das Bundeskriminalamt (BKA) gebündelt werden – also eine ähnliche Strategie wie bei der Antiterrordatei. Die IMAS ist innerhalb des Gemeinsamen Terror-Abwehr-Zentrums von Polizei und Geheimdiensten (GTAZ) in Berlin angesiedelt und soll mit modernster Technik ausgerüstet werden. Islamwissenschaftler, Übersetzer und technische Spezialisten sollen die Einheit verstärken.
</p>
<p>
Im Gegensatz zur Antiterrordatei gab es kaum grundsätzliche Kritik angesichts der Einrichtung der IMAS-Spezialeinheit. Insider zweifeln allerdings daran, dass die neue Dienststelle tatsächlich etwas gegen terroristische und extremistische Umtriebe im Netz ausrichten kann. So hält der Informatiker<br />
<a href="http://www.zeit.de/online/2006/35/interview-alsbih-internetterrorismus" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amir Alsbih</a>, der als legaler Hacker unter anderem für das Landeskriminalamt Baden-Württemberg arbeitete, das Internet für schlichtweg zu groß und zu vielfältig für eine effektive Überwachung. Eine verschärfte Internetkontrolle sei letztlich &quot;Ressourcenverschwendung&quot;, so Alsbih. Tatsächlich ist die internationale Rechtslage unklar und die Profis hinter extremistischen Internetseiten sind technisch zu beschlagen und flexibel.
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Die Äußerungen verantwortlicher Politiker und Beamter deuten jedoch darauf hin, dass es zunächst vor allem darum gehen soll, die Aktivitäten auf einschlägigen Internetseiten zu beobachten und zu analysieren. Dies hält auch der Al-Qaida-Experte<br />
<a href="http://www.swp-berlin.org/de/forscher/forscherprofil.php?id=5095" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Guido Steinberg</a> von der<br />
<a href="http://www.swp-berlin.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik</a> für den richtigen Weg. Die Dschihad-Seiten sind Steinberg zufolge &quot;häufig unsere einzige Quelle für Änderungen in Ideologie und Strategie der Gruppen, was Rückschlüsse auf potentielle Anschlagsziele liefern kann.&quot;
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