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	<title>App &#8211; politik-digital</title>
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		<title>m-health in Afrika:  Medizinische Versorgung per App</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlotte Kleine]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 21 Jun 2019 08:02:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[m-health]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p>Fehlende Infrastruktur und Aufklärung, sowie akuter Fachkräftemangel, sind in vielen Regionen Afrikas ein chronisches Problem. Diese Missstände wollen Krankenschwestern, Gynäkologen oder Augenärzte ändern; immer häufiger entwickeln sie Apps, die den Zugang zur medizinischen Versorgung erleichtern sollen.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ></p>
<h3>Herausforderungen: geographische und temporäre Barrieren überwinden</h3>
<p>Circa 12% der Weltbevölkerung lebt in Afrika, dennoch findet man auf dem Kontinent über 70% der übertragbaren Infektionen. Regionen werden immer wieder von Epidemien wie Ebola, Malaria oder HIV geplagt. Zudem nimmt die Zahl chronischer Erkrankungen wie Herzerkrankungen und Diabetes zu. Die Ursachen sind dabei zahlreich. Das Budget für Gesundheit ist in vielen Ländern extrem niedrig, die internationale Entwicklungshilfe wurde in den letzten Jahren reduziert. Universelle Krankenversicherung sind selten und bieten oft nur unzureichende Deckung. Hinzu kommt, dass es einen akuten Fachkräftemangel gibt. In Kamerun leben beispielsweise rund 20 Millionen Menschen, doch gibt es in dem gesamten Land nur <a href="https://www.theguardian.com/world/2012/aug/26/africa-innovations-transform-continent" target="_blank" rel="noopener noreferrer">40 Herzspezialisten</a>.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Die Gründe für diesen Mangel sind komplex. Ein wichtiger, wenn auch nicht alleiniger, Grund ist der niedrige Urbanisierungsgrad. Viele Menschen haben keinen schnellen Zugang zu Gesundheitszentren, denn die nächsten Arztpraxen liegen weit weg. Hier könnte mobile Gesundheit (auch m-Gesundheit oder m-health) wichtige Lösungen bringen. Das Ziel der m-Gesundheit ist es, temporäre und geografische Barrieren durch Apps, Clouds und Blockchains zu überwinden. In Tansania lebt zum Beispiel fast 75% der Bevölkerung in ländlichen Gegenden, dafür besitzen beinahe 90% der Erwachsenen ein Smartphone. Apps sollen diesen Menschen jetzt helfen, einfachen, teils kostenlosen Zugang zu Informationen und Untersuchungen zu haben.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Warum die Entwicklung von mobilen Gesundheitsapps anders läuft. Das Beispiel <i>Vula</i></h3>
<p>Das Spannende bei den Apps im Gesundheitsbereich ist, dass sie oftmals aus eigener Initiative entwickelt werden, ohne die Unterstützung der (wenn auch schwachen) vorhandenen Infrastruktur. Diese Entwickler haben die eine oder andere Erfahrung mit dem landeseigenen System gemacht und kennen die jeweiligen Mängel. Die Apps gehen also präzise lokale Probleme an, was bedeutet, dass die entwickelten Apps das Potenzial besitzen, eine große soziale Wirkung zu entfalten. <span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ein Beispiel ist hier „<a href="https://www.vulamobile.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vula</a>“ was auf Zulu soviel wie „offen“ bedeutet. In Swasiland und Südafrika entwickelte ein Augenarzt eine App, dessen Ziel es ist, frühzeitig Augenprobleme zu entdecken. Das Besondere dabei: Menschen aus ländlichen Gegenden müssen sich nicht in eine Klinik begeben. Die Vorgehensweise ist ganz einfach. Man fotografiert die eigenen Augen mit dem Smartphone und lädt das Foto in der Datenbank der App hoch. Dieses Bild wird anschließend von einem spezialisierten Augenarzt ausgewertet. So können Krankheiten wie Grauer Star erkannt werden und der Arzt kann nun in direkten Kontakt mit dem Patienten treten. Die App gewann Preise und konnte dank der Fördergelder in darauffolgenden Jahren von Spezialisten in den Bereichen Kardiologie, Orthopädie und Verbrennungen erweitert werden. Heute können Nutzer so schneller auf die verschiedensten spezialisierten Diagnostika Zugriff haben.</p>
<h3>Jugendliche Entwickler – die Zukunft der m-Gesundheit?</h3>
<p>Nicht nur Angestellte des Gesundheitssystem arbeiten an den Missständen, sondern auch junge Entwickler. „Eine Idee für eine App entwickeln“ lautete die Aufgabe einer 8. Klasse in Yaoundé, Kamerun. Vier damals 14-jährige Mädchen wollten die Menschen in ihrem Land dazu ermutigen mehr Blut zu spenden. Eines der Mädchen hatte zuvor ihren Onkel verloren, da das Krankenhaus keine Blutkonserve der richtigen Blutgruppe vorhanden hatte. Ihre Idee war einfach: eine Datenbank mit Blutspendern, die, sobald ihre Blutgruppe benötigt wird, vom Krankenhaus kontaktiert werden. Ihre Idee haben die Mädchen in die Tat umgesetzt. Heute arbeiten sie nach der Schule und in ihren Ferien an ihrer App „Hemo“ (wie Hemoglobin) mithilfe eines Mentors und hoffen damit auch einen kulturellen Wandel beim Thema Blutspende herbeizuführen.</p>
<p>Ein anderes Beispiel ist Adebayo Alonge. Mit 14 Jahren lag der Nigerianer drei Wochen im Koma, da er während einer Asthmaattacke ein falsches Medikament einnahm. 900.000 Menschen sterben jährlich weltweit wegen falscher Medikamente, deren Unterschied zum richtigen Medikament mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. In einigen Teilen Afrikas betrifft das jedes 10. Medikament. Diese Erfahrung hat Alonge dazu geführt, im Laufe seines Studiums ein Gerät zu entwickeln, das Menschen vor dieser Gefahr schützt. Das Resultat ist der „<a href="https://som.yale.edu/news/2019/03/rxall-founded-by-adebayo-alonge-16-named-best-early-stage-startup-in-hello-tomorrow-global-challenge" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RxScanner</a>“: ein kleines schwarzes Gerät, das in die Hosentasche passt und nur 150 Gramm wiegt. Mit einer 97% Wahrscheinlichkeit ist es in der Lage zu sagen, ob es sich um die richtige Arznei<span class="Apple-converted-space">  </span>handelt. Das Ganze innerhalb von 30 Sekunden. Man legt das Medikament in den Scanner, der mit einer App auf dem Smartphone verbunden ist. Nach kurzer Analyse informiert der Bildschirm den Nutzer, ob es sich um das richtige oder falsche Medikament handelt. Der Haken ist – noch – der Preis: 1.350€ kostet ein Gerät. Während Alonge angekündigt hat, dass seine Priorität sei, den Preis zu senken, scheint es sich hier doch um ein Gerät zu handeln, das es vorerst nur in Krankenhäusern geben wird. Immerhin wird es schon von über 10.000 Patienten genutzt.</p>
<h3>Künstliche Intelligenz statt Ärzte?<span class="Apple-converted-space"> </span></h3>
<p>Weitere Apps sollen Ärzte in ihrer täglichen Arbeit unterstützen und Nutzer aufklären. Einige Apps erlauben es die Krankheitsgeschichte eines Patienten in der Cloud zu speichern, so können verschiedene Ärzte diese einsehen und ein besseres Verständnis für die Gesundheit des jeweiligen bekommen. Dies ist besonders relevant in ruralen Gegenden oder bei Analphabeten. Laut Statistiken könnten<a href="https://www.liberation.fr/futurs/2016/11/11/en-afrique-du-sud-le-medecin-est-dans-le-smartphone_1526223" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> 80% der Fragen der Patienten auch ohne ein Gespräch mit dem Arzt beantwortet werden</a>. Apps sollen so Ärzte entlasten und ihnen mehr Zeit für schwerer erkrankte Patienten verschaffen.</p>
<p>Apps, die Frauen in ihrer Schwangerschaft begleiten, sind ebenfalls sehr verbreitet. Dabei ist das Angebot von Land zu Land und App zu App sehr unterschiedlich. In Kamerun kann man „<a href="https://www.jeuneafrique.com/363242/societe/start-up-africaine-de-semaine-gifted-mom-secours-futures-mamans/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">GiftedMom</a>“ für 50 CFA pro Woche (ungefähr 0,08€) abonnieren.<span class="Apple-converted-space">  </span>Wöchentlich bekommt man SMS, die Tipps geben, Fragen beantworten und an die anstehenden Arzttermine erinnern. In Uganda optimierte ein Arzt ein <a href="https://www.appsafrica.com/mobile-pregnancy-tool-kit-to-save-african-lives/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">analoges Gerät</a>, welches dazu dient, das Herzschlagen des Fötus abzuhören. Er installierte in dem klassischen Gerät ein hochsensibles Mikro, das die Herzgeräusche aufnimmt. Die Daten werden in eine Cloud geladen und nachdem der Arzt die Daten ausgewertet hat, bekommt die zukünftige Mutter eine SMS mit den Ergebnissen. Auch Aufklärung unter Jugendlichen läuft in Rwanda über die App „<a href="https://www.tantine.org/about-tantine/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tantine</a>“. Menstruation, Sex und Schwangerschaft sind dort Tabuthemen. Sexualkunde in der Schule ist, wenn vorhanden, meist unzureichend und in Familien wird das Thema gemieden. Die Mitentwicklerin, Sylvie Uhirwa, kreierte also eine App, die die Fragen der Jugendlichen beantwortet. Mit großem Erfolg: mehr als 400.000 Nutzer haben die App im kleinen Rwanda bereits heruntergeladen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<h3>Begrenzte Möglichkeiten durch fehlende Infrastruktur und Sicherheitsbedenken?</h3>
<p>Einerseits sind viele dieser Apps dazu konzipiert, die mangelnde medizinische Infrastruktur auszugleichen, andererseits scheitert ihre Nutzung teilweise genau an dieser, oder aber auch an der fehlenden Netzabdeckung. Einige Regionen sind nicht an die nationalen Strom- und Telefonnetze angebunden. Viele Apps brauchen Zugang zum Internet, um ihren Zweck zu erfüllen. Daher schicken Aufklärungs- und Informationsprogramme wie „GiftedMom“ SMS, so können sie nämlich die meisten Mütter erreichen. Andere Apps bedürfen Aktualisierungen, die über das Internet geladen werden, funktionieren aber sonst auch ohne Netz.</p>
<p>Eine weitere Frage stellt sich bei der Sicherheit und dem Schutz der Daten. Viele Entwickler greifen auf Blockchains zurück, generell scheint bis jetzt es wenig Bedenken oder Kritiken gegeben zu haben. Von Datenleaks hat bis jetzt noch keine der m-Gesundheit Apps berichtet. Man sollte dabei vielleicht nicht vergessen, dass die meisten Apps noch sehr klein sind und sich in ihren Anfangsphasen befinden. Sie besitzen daher noch überschaubare (wenn auch teils sensible) Mengen an Daten, die wenig Anreiz verschaffen einzelne Apps anzugreifen. Die Frage der Sicherheit medizinischer Daten wird sich in Zukunft aber weiterhin stellen.</p>
<p>Titelbild: Aerial Caridac Care von rawpixel via <a href="https://pixabay.com/photos/aerial-cardiac-care-checkup-3242869/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pixabay</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-0" data-row="script-row-unique-0" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-0"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-2"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
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		<title>Eine (App) für Alle – Mobilität der Zukunft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Feb 2019 14:34:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilität]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung des ländlichen Raumes]]></category>
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<p>Wenn über die Zukunft der Mobilität geschrieben wird, dann geht es meist um autonomes Fahren. Egal ob <a href="https://www.sueddeutsche.de/auto/selbstfahrende-autos-deutsche-fahren-selbst-chinesen-lassen-fahren-1.4030435" target="_blank" rel="noopener noreferrer">autonom fahrende elektrisch angetriebene Autos</a>, <a href="https://www.mdr.de/wissen/faszination-technik/selbstfahrendes-e-bike-aus-magdeburg-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">autonom fahrende Fahrräder</a> oder Flugtaxen. Doch was bringen die autonom fahrenden Fahrzeuge, wenn man in einer neuen Stadt aus dem Zug oder dem Flugtaxi steigt und nicht weiß, was der beste, schnellste und günstigste Weg zum Ziel ist? Man könnte jetzt versuchen, den analogen oder digitalen Stadtplan zu studieren oder lädt sich eine Mobilitäts-App herunter. Doch dort offenbart sich das nächste Problem bei der Orientierung und dem Ticketkauf: <a href="https://www.mvg.de/services/mobile-services/fahrinfo.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">München</a>, <a href="https://www.bvg.de/de/Fahrinfo/Jederzeit-mobil" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berlin</a> oder <a href="https://www.mainzer-mobilitaet.de/aktuell/aktionen/details/artikel/abfahrtszeiten-in-echtzeit-fuer-mainz.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mainz</a>. Jede Verkehrsgesellschaft, die etwas auf sich hält, hat eine eigene App.</p>
<p>Die Zukunft wird multimodal sein – Personen nutzen mehrere Verkehrsmittel, um ans Ziel zu kommen. Vom Bus in den Zug umsteigen und die letzten Meter mit dem Leihrad zurücklegen. Auch hier haben die verschiedenen Anbieter eigene Apps und Anwendungen. Car2Go, Nextbike oder Call a Bike. Nicht in jeder Stadt gibt es die heimischen Anbieter – also jedes Mal eine neue App herunterladen und ein neues Benutzerkonto anlegen. Unpraktisch und zeitaufwändig.</p>
<h3>Insellösungen einzelner Verkehrsbetriebe nicht attraktiv</h3>
<p>Diese unübersichtlichen Angebote der Mobilitätsanbieter und ihrer Apps führt zu einer weiteren Attraktivitätssenkung der Angebote. Es fehlt der Anreiz und die Leichtigkeit öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, wenn die Nutzung die Handhabung der Apps nicht intuitiv nutzbar ist und keinen Spaß bringt. Das zeigt sich bereits beim Marktführer – der Deutschen Bahn. Diese ist als Mobilitätsdienstleister über die Tochterfirmen Flinkster und Call a Bike, neben dem Schienen und Busverkehr auch im Car- und Bike-Sharing-Business unterwegs. Aber anstatt diese Angebote in einer App zu bündeln, muss sich der Nutzer <a href="https://www.bahn.de/p/view/service/mobile/index.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sechs Apps</a> herunterladen, um alle Angebote für ein vollumfängliches, barrierefreies Reisen nutzen zu können.</p>
<p>Eine Lösung können Meta-Apps sein, die einem bei der Navigation durch den fremden Tarifdschungel und bei der Planung längerer Reisen behilflich sein. Apps wie Moovel, FromAtoB oder Qixxit bündeln die Informationen unterschiedlicher Mobilitäts-Angebote von Carsharing-Angeboten, über Bus- und Bahnverbindungen und bieten zumeist auch die gleichzeitige Buchung der Angebote. In einem Test stellte die <a href="https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article161798371/Wenn-fuer-Berlin-Hannover-ein-Taxi-fuer-429-Euro-vorgeschlagen-wird.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stiftung Warentest</a> jedoch fest, dass eigentlich alle Apps noch starken Verbesserungsbedarf aufweisen. In Berlin nehmen die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) mit der App Jelbi <a href="https://edison.handelsblatt.com/erleben/jelbi-neue-mobilitaets-app-fuer-berlin/23991188.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen neuen Anlauf</a>, die Mobilitätsangebote der Hauptstadt zusammenzufassen.</p>
<h3>Bei aller App-Entwicklung den ländlichen Raum nicht vergessen</h3>
<p>Auch wenn die Apps noch Probleme bei der Performance haben, kann die Zukunft jedoch nur in verkehrsartenübergreifenden Anwendungen liegen. Die Verkehrsbetriebe sollten aufhören, Insellösungen zu entwickeln, und die frei werdenden Ressourcen dafür nutzen, das bestehende Informations- und Mobilitätsangebot zu verbessern. Dazu zählt selbstverständlich eine gute digitale Präsenz, doch sollte dabei eine übersichtliche analoge Information an den Stationen und Haltestellen, besonders im ländlichen Raum, nicht vergessen werden. Denn was bringt die beste Meta-App, wenn auf dem Land keine ausreichende Netz- und Internetabdeckung gegeben ist, um diese zu nutzen und dazu der Bus nur zwei Mal am Tag fährt!<br />
<strong>Photo by:</strong> <a href="https://unsplash.com/@clemono2?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Clem Onojeghuo</a> on <a href="https://unsplash.com/?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText">Unsplash</a></p>
<p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-3" data-row="script-row-unique-3" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-3"));</script></div></div></div><div data-parent="true" class="vc_row styleptrl--cc-module has-bg need-focus style-color-gyho-bg limit-width boxed-row row-container" id="row-unique-5"><div class="row unequal col-no-gutter single-top-padding single-bottom-padding single-h-padding row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_left column_parent col-lg-4 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding  unradius-std" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p>Text: <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
</div></div></div></div></div></div><div class="wpb_column pos-middle pos-center align_right column_parent col-lg-8 styleptrl--cc-module--col single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column" ><p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-159021" src="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png" alt="" width="300" height="52" srcset="https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1-300x52.png 300w, https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/05/CC-Lizenz-630x110111-305x53-1.png 305w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
</div></div></div></div></div></div><script id="script-row-unique-5" data-row="script-row-unique-5" type="text/javascript" class="vc_controls">UNCODE.initRow(document.getElementById("row-unique-5"));</script></div></div></div>
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		<title>&#8220;Mobile Recruiting&#8221; &#8211; mit einem Wisch zum Traumjob?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Herrmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 May 2018 14:01:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Recruiting]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Bewerbung]]></category>
		<category><![CDATA[Algorithmen]]></category>
		<category><![CDATA[Personalwesen]]></category>
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					<description><![CDATA[Anschreiben formulieren, Lebenslauf überarbeiten, Zeugnisse scannen und professionelles Bewerbungsbild erstellen lassen. Der Weg zu einer soliden Bewerbung, wenn auch online [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opportunity_640280.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-154660" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opportunity_640280.jpg" alt="opportunity_640:280" width="640" height="280" /></a>Anschreiben formulieren, Lebenslauf überarbeiten, Zeugnisse scannen und professionelles Bewerbungsbild erstellen lassen. Der Weg zu einer soliden Bewerbung, wenn auch online versendet, beinhaltet noch immer viele Schritte. Doch ist dieser Prozess überhaupt noch zeitgemäß? Die Bewerbung per Smartphone verspricht Abhilfe. Aber wie genau verändert „Mobile Recruiting“ den Bewerbungsprozess und welche Vor- und Nachteile entstehen dabei für Privatpersonen und für Firmen?</p>
<p>Kaum ein Unternehmen setzt heutzutage noch auf Printanzeigen, wenn es um die Rekrutierung von neuem Personal geht. Stellenanzeigen in verschiedenen Online-Portalen gehören längst zum guten Ton im Personalmanagement von Unternehmen aller Art, ob Mittelständler oder Großkonzern. Doch nicht nur der Stellenmarkt, sondern auch der Bewerbungsprozess selbst steht dabei im Wandel der Digitalisierung. So versprechen zahlreiche Apps, den Bewerbungsprozess zu erleichtern, indem sie umfassend auf diesen vorbereiten oder gar versuchen ihn komplett zu erneuern. Vereinfachte Bewertungssysteme oder mit Hilfe von Algorithmen optimierte Auswahlprozesse sollen dabei helfen, Job und Bewerberin oder Bewerber noch besser auf einander abzustimmen. Besonders die typischen Wünsche der <a href="https://www.zeit.de/2013/11/Generation-Y-Arbeitswelt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Generation Y</a>, wie beispielsweise Flexibilität, Mobilität und schnelle Informationsbeschaffung, erhalten dabei die Möglichkeit endlich auch bei der Jobsuche Berücksichtigung zu finden.</p>
<h3>Bewerbung per App – it’s a match!</h3>
<p>Laut einer <a href="https://www.ibusiness.de/aktuell/db/758877veg.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> der Hochschule Rhein Main und der Jobbörse Jobware, benötigen die Hälfte aller Befragten noch immer zwischen ein und drei Stunden für eine Bewerbung. Zeitersparnis, das höchste Gut der Generation Y, steht deshalb im Vordergrund jeder App. Jobportale wie Monster.de oder Stepstone.de werben daher mit Kurzbewerbungen, die versprechen die Bewerbung mit einem Klick zu versenden. Gleichzeitig bekommen Unternehmen standardisierte Bewerbungen, die einfacher vergleichbar sind.</p>
<p>Die App <a href="https://talentcube.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„TalentCube“</a> geht einen Schritt weiter. Mit Hilfe von selbstgedrehten Kurzvideos soll das klassische Bewerbungsgespräch künftig bequem mit dem Smartphone von zu Hause geführt werden. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, die App mit job- oder persönlichkeitsbezogenen Fragen zu füttern. Die Bewerberinnen oder Bewerber beantworten diese Fragen dann mit Hilfe von kurzen Videos, die sie selbst mit der Frontkamera ihres Smartphones drehen. Der Clou: Dabei erhalten alle nur einen Take um die Fragen zu beantworten, so wird die Situation eines klassischen Bewerbungsgesprächs simuliert und simultan die Spontanität getestet. Keine Anreisekosten, keine Wartezeit und trotzdem ein persönlicher Eindruck der Jobanwärter. Ein Gewinn an Zeit und Effizienz sowohl für Jobsuchende als auch für die Personalabteilung, so zumindest die Hersteller der App.</p>
<h3>Beim „Robot Recruiting“ entscheidet der Algorithmus</h3>
<p>Nicht nur der Bewerbungsprozess, sondern auch das Auswahlverfahren selbst wird zunehmend durch moderne Technik optimiert. Beim sogenannten „Robot Recruiting“ liest nicht die Personalabteilung, sondern der Computer den Lebenslauf der Jobinteressenten. Dabei entscheidet ein Algorithmus, wer für den Job geeignet ist. Unter dem Deckmantel der fairen Bewertung gleicht der Algorithmus dabei ab, ob die für den Job geforderten Eigenschaften erfüllt sind. Welche Eigenschaften gefragt sind, entscheidet die Person, die den Algorithmus programmiert. Hard-Skills wie Sprachkenntnisse oder Jahre an Berufserfahrung sind dabei für die meisten Algorithmen selbstverständlich einfacher auszulesen als Soft-Skills, wie beispielsweise Teamfähigkeit. Trotzdem könnte ein transparentes Bewertungssystem frei von menschlichen Vorurteilen für ein Plus an Fairness auf dem Arbeitsmarkt sorgen, wenn auch (unter Umständen) auf Kosten des Bauchgefühls, das bisher noch in den meisten Unternehmen darüber entscheidet, wer wirklich ins Team passt.</p>
<p>Damit sind Algorithmen in der Lage, nicht nur unter Personen auszuwählen, die sich aktiv für den Job beworben haben, sondern auch selbständig in verschiedenen Netzwerken nach passenden Kandidatinnen und Kandidaten zu suchen. Welche Seiten wurden geliked, worüber wird gepostet und vor allem wer verfügt über ein ausreichend großes Netzwerk? Wer kennt die führenden Köpfe der Branche? Ist eine passende Kandidatin oder ein passender Kandidat gefunden, bewirbt sich das Unternehmen bei diesen. Damit dreht sich der klassische Bewerbungsprozess und Unternehmen buhlen aktiv um ihr zukünftiges Personal. Setzt sich diese Form des „Robot Recruitings“ durch, bedeutet das, dass sowohl Firmen als auch Privatpersonen, ob auf der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle oder nicht, darauf angewiesen sind, Präsenz auf Online-Plattformen zu zeigen. Laufen damit alle, die nicht bereit sind ihre Daten online preiszugeben Gefahr, auf dem Arbeitsmarkt abgehängt zu werden?</p>
<h3>Risiken und Nebenwirkungen</h3>
<p>Um die Vorteile der Digitalisierung im Bewerbungsprozess langfristig nutzen zu können, gilt es nach offenen Baustellen in der aktuellen Entwicklung zu suchen. Die Suche danach beginnt mit der Zielgruppe. Die Generation Y, die gerade erste Schritte auf dem Arbeitsmarkt unternimmt, bewegt sich gewohnt intuitiv und damit problemfrei in digitalen Gewässern. Sie ist gewöhnt an schnelle Bewertungssysteme und kurze Kommunikationswege. Damit liegt ein naheliegendes Problem auf der Hand: Andere Generationen sind gewohnt an alte Bewerbungsprozesse und sind weniger präsent auf den entsprechenden Plattformen. Diese Beobachtung geht Hand in Hand mit der, über die Art der Jobs, die auf den neuen digitalen Pfaden wandern. Scheinbar naturgegeben erscheinen Sektoren die ihr täglich Brot auf die eine oder andere Weise durch oder mit Hilfe von medialen Prozessen verdienen, offener für neue digitale Entwicklungen. Eine Stelle in einer Redaktion oder einer Marketing Abteilung wird daher potentiell eher Gebrauch von den neuesten Bewerbungstools machen, als ein Ausbildungsplatz in einer Autowerkstatt.</p>
<p>Eine weitere Herausforderung bietet der Datenschutz. Was passiert mit sensiblen Bewerberdaten nach dem Bewerbungsverfahren und wie erkläre ich dem Algorithmus, dass ich nicht möchte, dass meine Daten in autonomen Headhuntings Berücksichtigung finden? Letztendlich birgt die mobile Bewerbung damit die Gefahr, die gläserne Bürgerin  oder Bürger zum Optimum des Bewerbungsmarktes zu erheben. Privates und Berufliches versmischen sich unwiderruflich, wenn auf sozialen Netzwerken nur noch das geteilt wird, was dem zukünftigen Arbeitgeber oder der zukünftigen Arbeitgeberin potentiell gefallen könnte. Wird der Arbeitsplatz zudem beispielsweise auf dem eigenen Profil angegeben, stellt sich außerdem die Frage, ob auf der entsprechenden Plattform noch als Privatperson agiert wird, oder doch als Repräsentant des Unternehmens.</p>
<p>Letztendlich erscheinen besonders kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland noch immer im Dornröschenschlaf hinsichtlich der Akzeptanz neuer Techniken. An innovativen Ideen, die versprechen den Bewerbungsprozess einfacher, transparenter und damit letztendlich effektiver zu machen mangelt es jedenfalls nicht. Denn die Bewerbung per Smartphone bietet nach wie vor viel Potential. Neben der Zeitersparnis stellt vor allem die objektive Bewertung einen großen, potentiellen Vorteil des Mobile Recruitings dar. Ob zwischenmenschliche Prozesse und das Recht auf Privatsphäre dabei jedoch genügend berücksichtigt werden, bleibt abzuwarten.</p>
<p>Titelbild: © mohammed_hassan via <a href="https://pixabay.com/de/gelegenheit-rekrutierung-3185099/">Pixabay</a>, <a href="https://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/deed.de">CC0</a>, bearbeitet.</p>
<p><strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-123698" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x531.png" alt="Creative Commons Lizenz" width="305" height="53" /></a> </strong></p>
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		<title>Digitalisierung in Guatemala: Alte Probleme und neue Lösungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lina Carnap]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Feb 2017 11:23:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Bildung]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitalisierung der Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitalisierung in Guatemala]]></category>
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					<description><![CDATA[Kann die Digitalisierung den Fortschritt in Entwicklungsländern wie Guatemala beschleunigen? Die bisherigen Erfahrungen in Guatemala lassen hoffen. Durch Ideen wie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/child.png"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-151428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/child.png" alt="child" width="640" height="280" /></a>Kann die Digitalisierung den Fortschritt in Entwicklungsländern wie Guatemala beschleunigen? Die bisherigen Erfahrungen in Guatemala lassen hoffen. Durch Ideen wie neu entwickelte Apps im Bereich Migration und die zunehmende Digitalisierung in der Schule könnte Guatemala aufschließen. Doch das Land steht immer noch vor großen gesellschaftlichen und politischen Herausforderung wie Korruption, Armut und Kriminalität. Ohne Lösungen für diese Probleme bleiben auch viele Chancen des digitalen Fortschritts ungenutzt.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass das Internet weniger entwickelten Ländern die Chance bietet, zu den prosperierenden Ländern aufzuschließen, gehört zu den Erwartungen, die oft mit der Digitalisierung verknüpft sind. Die Hoffnung ist, dass durch neue Technologien und das Vernetzen per Internet Länder wie Guatemala die Chance bekommen, aufzuholen und beispielsweise durch die Digitalisierung der Bildung die Nachteile einer schlechten schulischen und universitären Infrastruktur auszugleichen. Generell lautete die Annahme, dass durch Leapfrogging, also das Überspringen einzelner technischer Entwicklungsstadien, Entwicklungsländer schneller Anschluss finden. Betrachtet man die Entwicklungen am Beispiel des mittelamerikanischen Landes Guatemala genauer, lassen sich jedoch nicht nur positive Effekte beobachten. Durch die schwierigen strukturellen Gegebenheiten in Guatemala ist das Mithalten in technischen Bereichen schwer. </span><span style="font-weight: 400;">Es besteht sogar die Gefahr, dass Länder mit schlechteren Voraussetzungen wie Guatemala beim rasanten Fortschritt abgehängt werden.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Durch eine schwache Netz-Infrastruktur, vor allem in ländlichen Gebieten, kann Guatemala nur schwer im internationalen Vergleich bestehen. In den Regionen, wo die Menschen in extremer Armut (13,3%) leben und der Analphabetismus verbreitet ist, ist das Radio die einzige Quelle für Informationen. In den anderen Gebieten ist vor allem der Fernseher das Hauptmedium. Im Durchschnitt werden sieben Stunden pro Tag pro Haushalt ferngesehen, meist einer der vier Kanäle von Alba Vision. Dabei dreht sich fast alles um Sport, Fußball um genau zu sein. Wenn man sich in Guatemala länger aufhält, kommt man um die Frage “Madrid oder Barcelona?” nicht rum. Vorsicht bei der Antwort ist hier allemal geboten. Aber die Chancen für die richtige Antwort stehen ungefähr bei 50:50. Regionaler Fußball spielt hier so gut wie keine Rolle. </span></p>
<p>Einen eigenen Computer und Zugriff auf das Internet hat bislang nur ein geringer Teil der Bevölkerung (16%). Davon haben gerade einmal ein Prozent Anschluss über Breitband. Einen Antrag zum staatlichen Ausbau der Breitband-Infrastruktur lehnte die Regierung 2010 ab. Dies führte in Folge zum Ausbau des Mobilfunknetzes von privaten Betreibern.</p>
<p>In Guatemala wird vor allem das Smartphone für den Zugang zum Internet genutzt. Nicht nur für Whatsapp, Facebook und Co, sondern auch um fernzusehen oder Radio zu hören. Besonders für die Jugend Guatemalas spielt das Smartphone eine große Rolle. Mangels Alternativen gehen die Menschen meist mobil ins Internet. Vor allem die sozialen Medien, wie Instagram und Twitter, stehen hier hoch im Kurs. So bekommt man zum Beispiel ein Prepaid-Angebot für umgerechnet 25 Euro, welches 4GB Internet und zusätzlich unbegrenzten Zugriff auf Facebook und Whatsapp im Monat gewährt. In der Hauptstadt allerdings sind Technik und das Internet allgegenwärtig. Auch deswegen zählen guatemaltekische Unternehmen in Lateinamerika zu den Vorreitern der Digitalisierung. So hat selbst das staatlich geförderte Bussystem freien Wifi-Zugang. In der Praxis hapert es allerdings oft noch beim Verbinden.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Obwohl die Digitalisierung in Guatemala insgesamt hinterher hinkt, tut sich in einigen Bereich was. So zum Beispiel in den Bereichen Bildung und Migration.</span></p>
<h3>Digitale Fernschule für guatemaltekische Kinder</h3>
<p><span style="font-weight: 400;">In einem Land, wo der Bildungssektor mit der Unterernährung der SchülerInnen alle Hände voll zu tun hat, wo Dorfschulen überfüllt sind, die Kommunikation zwischen LehrerIn und SchülerInnen durch Sprachbarrieren oft erschwert ist, der Unterricht selten kontinuierlich stattfindet und Kinderarbeit nach wie vor ein Thema ist, spielt dort die Digitalisierung überhaupt eine wichtige Rolle?</span></p>
<p>VertreterInnen aus dem guatemaltekischen Bildungssektor meinen: JA! Und zwar lautstark. Auf einer Präsentation der Stiftung Telefonica wurden im Sommer 2016 einige Pilotprojekte vorgestellt. In einer qualitativen Studie wurden SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen von 17 Schulen befragt. Der Tenor: Wir brauchen mehr davon, mehr Kommunikations- und Informationstechnologien an den Schulen. Denn gerade mal knapp über 10% der öffentlichen Schulen in Guatemala haben Zugang zu technologischen Hilfsmitteln wie Tablets oder Computer. Dabei ist der Zugang zum (funktionierenden) Internet eher die Ausnahme. 2014 ware von insgesamt 32.000 öffentlichen Schulen lediglich 2.000 mit einem Computerraum ausgestattet und nur 193 hatten einen funktionierenden Internetzugang. Das liegt unter anderem auch daran, dass ein Großteil des Landes, vor allem in den abgelegenen Gebieten, keine Elektrizität hat. Oder es fehlt schlichtweg das Geld.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Der digitale Analphabetismus, also die Unkenntnis über die Bedienung eines Computer oder das Nutzen des Internets, ist in Guatemala weit verbreitet. Guatemala kämpft immer noch mit einer hohen Rate an Analphabeten, auch wenn offizielle Stellen nur von 13 % Analphabeten sprechen. Doch auch die Quote von 68% digitalen Analphabeten ist erschreckend. Allerdings hat man in Guatemala erkannt, dass Computerkenntnisse immer wichtiger werden. Vor allem ist es den Eltern bewusst. Laut einer Studie der Stiftung Telefonica sehen vor allem die Eltern, welche Chancen den Kindern das Erlernen der Technologien in der Schule eröffnet. Das Wissen über und der Umgang mit Computern kann einen entscheidenden Vorteil bedeuten. Der ist wichtig, um einen guten Job zu bekommen. Einen guten Job meint hier zunächst einen Arbeitsvertrag mit geregelten Arbeitsbedingungen. Denn derzeit ist der informelle Sektor beunruhigend groß. 74% der arbeitenden Bevölkerung zwischen 15 und 29 Jahren arbeitet ohne Arbeitsvertrag. 78% von ihnen haben keine Sozial- und Krankenversicherung. </span></p>
<p>Aber was lernen die Kinder, die Zugriff auf Computer oder Tablets haben? In der Grundschule geht es vor allem um ein erstes Kennenlernen der Computer und Programme. Vor allem Programme wie Paint, Encarta (Enzyklopädie) oder Mecanet (10-Finger-Lernmethode) werden von den SchülerInnen oft benutzt. Aber natürlich stehen auch Spiele bei den Kids hoch im Kurs. In der Oberschule wird vermehrt mit Word, Excel und Powerpoint gearbeitet. Doch auch das Erstellen und Hochladen von selbstgedrehten Videos über die Gemeinde zählen die SchülerInnen begeistert auf. Ein weiteres zentrales Element ist das Wissen darüber, wie man Suchmaschinen zielgerichtet verwendet. Kinder und LehrerInnen berichten übereinstimmend, welche positiven Aspekte die digitalen Medien auf die Lernmotivation haben.</p>
<p>DirektorInnen, Eltern, LehrerInnen und SchülerInnen sind sich einig: Dringender Verbesserungsbedarf besteht bei der Zahl der zur Verfügung stehenden Computer und bei dem Zugang zum Internet. Außerdem sehen vor allem auch die LehrerInnen selbst den Bedarf von mehr Schulung für das Personal. Sie können das Potenzial, das die Technologien mitbringen, oft nicht ausschöpfen. Eine fundierte Ausbildung und Begleitung könnte den LehrerInnen das fehlende Know-How und die Unsicherheit nehmen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eine wichtige Frage ist die der Finanzierung. Generell scheinen vor allem internationale Akteure Computer, Tablets und Know-How zu spenden. Dazu gehören unter anderem die Europäische Union, die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, die Weltbank, aber auch Unternehmen wie Microsoft und Intel. Heftige Kritik entzündet sich an der Rolle der Regierung. Durch Korruption (Korruptionsindex 2016: 136/176) und schlechter Administration wurden beispielsweise in 2016 nur 0.12% des Haushalts für Bildung von insgesamt 1,6 Milliarden Euro für Investitionen genutzt. Ein Bruchteil macht da die Digitalisierung aus, da zunächst Grundlegendes wie Waschräume für die SchülerInnen bereitgestellt werden muss.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Doch die Zeichen stehen auf Wandel. In Guatemala ist man sich im Klaren, dass das Erlernen der neuen Technologien notwendig ist, um der Gesamtentwicklung des Landes zu helfen. Laut des guatemaltekischen Think Tanks ASIES sind es bislang vor allem Privatschulen, die am technischen Wandel teilnehmen. Dennoch, am heutigen 23. Februar will die Regierung ein Konzept vorstellen, das unter anderem die sogenannte Fernschule einführt. In sechs Departamentos sollen versuchsweise ab der ersten Klasse SchülerInnen und junge Erwachsene die Chance haben, ihren Schulalltag flexibel zu gestalten. Durch eine oder einen TutorIn vor Ort und technologische Ausstattung sollen die SchülerInnen Anleitung und Aufgaben bekommen. Somit können sie einerseits in die Schule gehen und andererseits ihre Eltern bei der Arbeit unterstützen. Dies könnte eine Übergangslösung sein. .</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Guatemala blickt nach vorne und versucht, mit Hilfe der Technologien mehr Kindern die Möglichkeit zur Bildung zu ermöglichen. Dafür muss die Regierung jetzt handeln und investieren. Mit neuen Reformanstößen, die die weitgehende Korruption und Fehler der Justiz bekämpfen will, könnte man diesem Ziel näher kommen.</span></p>
<h3>Neu entwickelte App soll guatemaltekischen Migranten und Rückkehrenden helfen</h3>
<p>Auch bei einem anderen gesellschaftlichen Thema setzen die GuatemaltekInnen auf die Nutzung von Technologien. Migration ist in Lateinamerika seit jeher ein Thema. Das Ziel der meisten: die USA. 2010 lebten beispielsweise rund 13 % der guatemaltekischen Gesamtbevölkerung in den USA. Aber bei weitem schaffen es nicht alle bis in die USA oder dürfen dort bleiben. Einige von ihnen müssen zurückkehren. 2016 waren es 83.166 Guatemaltecos, darunter auch viele Kinder. Diese haben es meist äußerst schwer, in der Gesellschaft wieder aufgenommen zu werden. Das Stigma der RückkehrerInnen ist für einige unüberwindbar. Dies bringt neue Probleme und Schwierigkeiten mit sich. Wie zum Beispiel den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt. Gelingt der nicht, flüchten sich einige in die Kriminalität oder den Alkohol.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Eval Rodas möchte mit seinen neu entwickelten Apps genau hier ansetzen. Während eine App MigrantInnen im Ausland unterstützen soll, versucht die zweite App den RückkehrerInnen die Resozialisierung zu erleichtern. Mit finanzieller Unterstützung der Internationalen Organisation für Migration und der Vereinten Nationen hat Eval ein Tool entwickelt, das über Daten und Zahlen der </span>MigrantInnen verfügt und dadurch gleichzeitig vor allem Kinder und Jugendlichen konsularisch unterstützen kann. Mit der App können MigrantInnen zusätzlich aktuelle Informationen und Adressen der Botschaften und Konsulate abrufen und Termine direkt reservieren. Außerdem kann im Notfall, vor allem bei Naturkatastrophen, schnell Hilfe geleistet werden. Dafür soll nun im nächsten Schritt ein Zentrum für die Koordination entstehen. Zusätzlich soll die App auch als Kommunikationsmittel genutzt werden und der Vernetzung und gegenseitigen Unterstützung der MigrantInnen dienen.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Für Eval war es klar, dass sich diese Ziele am ehesten mit einer App erreichen lassen. Beinahe alle MigrantInnen haben ein Smartphone.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Aktuell arbeitet Eval schon an der nächsten App. Damit greift er ein weiteres Problem direkt auf. Die neue App soll rückkehrenden MigrantInnen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern. Die App soll dabei ein Portal werden, in dem Unternehmen Jobangebote reinstellen und rückkehrende MigrantInnen ein Profil erstellen können.</span></p>
<p><b>Ausblick in die guatemaltekische digitalisierte Zukunft </b></p>
<p>Die Digitalisierung sollte Entwicklungsländern wie Guatemala eine Chance geben aufzuholen. Die Realität sieht meistens aber anders aus. Obwohl die Bevölkerung und die Regierung sich der Chancen bewusst sind, verhindern bislang gesellschaftliche Herausforderungen und politische Strukturen den Anschluss.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Es bleibt daher abzuwarten wie sich Guatemala weiterhin entwickelt. Sollte die Regierung nicht auf Digitalisierung im großen Stil setzen, wird es schwer werden. Dennoch, abseits der Regierung entwickeln sich an einigen Stellen großartige Ideen, die für Fortschritt sorgen können.</span></p>
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<p>Titelbild:  child by sasint via<a href="https://pixabay.com/en/truth-newspaper-news-printed-text-166853/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> pixabay</a>, licensed CC0 Public Domain</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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		<title>Smartphone statt Pfefferspray? Eine App gegen sexuelle Belästigung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Jan 2017 14:48:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Pakistan]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Frauenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Sexuelle Belästigung]]></category>
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					<description><![CDATA[Sexuelle Belästigung auf der Straße gehört für viele Frauen weltweit zum Alltag. In der Provinz Punjab im Osten Pakistans, einem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-150952" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DSC07573-630x381.jpg" alt="Hände mit Smartpgones, Jana Donat/politik-digital CC-BY-SA 3.0" width="630" height="381" /><br />
Sexuelle Belästigung auf der Straße gehört für viele Frauen weltweit zum Alltag. In der Provinz Punjab im Osten Pakistans, einem der gefährlichsten Länder für Frauen, haben die Behörden nun eine App vorgestellt, die es ermöglicht, der Polizei Vorfälle so schnell wie möglich zu melden.<b> </b></p>
<p>Wenn sich eine Nutzerin der neuen App bedroht fühlt, kann sie mit einem Tipp auf das Display ihres Smartphones ein Notfallteam der Polizei rufen. Dieses kann ihren Standort durch das GPS des Handys ermitteln und ihr so schnellstmöglich zur Hilfe eilen. Außerdem hat die Anwendung auch eine Hilferuf-Option für Frauen, die häuslicher Gewalt ausgesetzt sind. Andere Funktionen sind eine Karte, auf der Nutzerinnen unsichere Standorte markieren können, sowie der Zugang zu einer kostenlosen Helpline, die unter anderem Informationen rund um Frauenrechte vermittelt. Ähnliche Apps sind auch in anderen Ländern wie Indien bereits im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/apps/indien-frauen-nutzen-apps-fuer-mehr-sicherheit-a-1120462.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einsatz</a>.</p>
<p>AktivistInnen begrüßen die <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.psca.ppic3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">App</a> und ihre Funktionen, auch weil sie zeige, dass sich die Behörden für eine Verbesserung der Situation in Punjab einsetzen. Allerdings weisen die AktivistInnen darauf hin, dass vor allem Frauen in den ländlichen und deutlich ärmeren Regionen keine Smartphones besitzen. Ein weiteres Problem sehen sie im Verhalten der Polizei, die diesen Vorfällen in der Vergangenheit nicht genug Beachtung geschenkt habe.</p>
<p>Auf dem Weg zu mehr Sicherheit für Frauen mag diese App nur eine technische Zwischenlösung sein, lässt aber hoffen, dass die Politik dem Thema mehr Beachtung schenkt.</p>
<p>Titelbild: Jana Donat/politik-digital, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC-BY-SA 3.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Studenten stellen App für mehr Zivilcourage auf dem Microsoft Imagine Cup vor</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/studenten-stellen-app-fuer-mehr-zivilcourage-vor-146454/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[René Neumann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2015 11:01:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Smartphone]]></category>
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		<category><![CDATA[Zivilcourage]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf dem diesjährigen Microsoft Imagine Cup in Seattle (28.-31. Juli) werden auch Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) antreten. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/asass.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146456" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/asass.jpg" alt="asass" width="640" height="280" /></a>Auf dem diesjährigen Microsoft Imagine Cup in Seattle (28.-31. Juli) werden auch Studenten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) antreten. Die vier Studenten gehen in der Kategorie „World Citizenship“ mit ihrer App „enCourage“ an den Start. Ihre Anwendung soll Zivilcourage fördern und richtiges Handeln in einer Notsituation vereinfachen.</p>
<p>Immer wieder erschüttern gewalttätige Übergriffe im öffentlichen Raum die Gesellschaft. Meist folgen Debatten über Zivilcourage und das adäquate Handeln Einzelner. Doch wie kann man sich am besten verhalten? Die App „<a href="http://www.encourage-now.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">enCourage</a>“ möchte Zivilcourage für alle Smartphone-Nutzer erleichtern und auf das Thema aufmerksam machen.</p>
<h3>„Vernetzt euch!“</h3>
<p>Wie funktioniert das Ganze? Die App, die voraussichtlich im Oktober 2015 auf den Markt kommen wird, verfügt über einen Auslöseknopf im Zentrum des Anwendungsbildschirms. Dieser Knopf funktioniert nach dem Prinzip des Totmannknopfs. Das bedeutet, der Alarm wird erst ausgelöst, wenn der Benutzer den gedrückten Knopf wieder loslässt. Dieser Mechanismus soll vor Missbrauch schützen, weil auch die Möglichkeit zur Entwarnung besteht. Denn wird der gehaltene Knopf nach oben geschoben, bricht der Alarm ab. Die Anwendung verfügt weiterhin über verschiedenen Eingabeoptionen, mit der man eine Notsituation präzisieren kann. Bekommt der potenzielle Helfer im Falle einer konkreten Notsituation eine Benachrichtigung, kann er umgehend reagieren. Zudem kann er mit dem Hilfesuchenden in Kontakt zu treten sowie Informationen über Entfernung, Standort oder Art des Notfalls abrufen.</p>
<p>In einem <a href="http://www.gruenderszene.de/allgemein/encourage-student-zivilcourage-app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview mit dem Onlinemagazin Gründerszene</a> äußerte sich Tobias Röddinger &#8211; der mit seinen Kommilitonen Cole Bailey, Dominik Doerner, Rene Brandel und Mentor Alexander Wachtel die App entwickelt &#8211; zu einer notwendigen Nutzerzahl, „dass in städtischen Regionen eine Verbreitung von acht Prozent mehr als ausreichend ist“. Die Entwickler erhoffen sich in den ersten sechs Wochen nach der Veröffentlichung etwa 15.000 Downloads. Mit dem Preisgeld soll das Marketing des Produkts finanziert werden, um möglichst viele Benutzer zu gewinnen. Je mehr Menschen diese Anwendung auf ihren Telefonen installieren, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer Hilfsmaßnahme durch Dritte.</p>
<p>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=98IYfoYAGB8]</p>
<h3></h3>
<h3>Imagine Cup von Microsoft</h3>
<p>Seit 2003 findet der jährliche Studentenwettbewerb in wechselnden Gastgeberländern statt. Die Veranstaltung bringt junge Technologen zusammen, die sich in verschiedenen Teildisziplinen (Software Design, Game Design, Digital Media, Embedded Development, Windows Phone 7) messen. Nationaler Vorausscheide bringen die Besten der teilnehmenden Länder in die internationale Auswahl. Die Gewinner bekommen neben einem ansehnlichen Preisgeld auch die Gelegenheit, ihr Projekt dem Microsoft-Chef Satya Nadella persönlich vorzustellen.</p>
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<div>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/tdeluxe/3605465872/in/photolist-6uAXoG-kehYf6-kehmHX-kejyeC-kehigr-kehX7K-kehWvK-kejxay-kejxD9-6bKVqK-9NQpyf-tRHHxM-dTnDbY-bBE9o5-bQxC5F-bQxBpV-bBCV6m-qgFRXs-pjZoBa-qgFRpJ-pZiL88-pZci6f-pjL3u3-qgKaqk-qesW7S-qgKa3X-qgK9MM-pZiJC4-pZiJm2-pZcgJC-qgFNVf-pjZket-qgFNaY-qgK7Fc-pjKZbQ-pZbthC-pZbsVf-pZk74r-pZiEvM-pZk5Yk-pZiDse-qgK4ok-pZcbv1-qgFHTb-pjKUQW-pZcajo-qgK2sr-qgz1Ac-pZk2A8-pZk2qD" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tristesse deluxe </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></div>
<div></div>
<div><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></div>
<div class="attribution-info"></div>
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		<title>Sichtbar unsichtbar: Mit Invisible Girlfriend zur Alibifreundin</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sichtbar-unsichtbar-mit-invisible-girlfriend-zur-alibifreundin-141891/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 15:48:44 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im Scherz stellte der Amerikaner Matt Homann sein Konzept für die App „Invisible Girlfriend“ bei einem Start-Up-Wettbewerb vor – und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141893" alt="Invisible Girlfriend_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Im Scherz stellte der Amerikaner Matt Homann sein Konzept für die App „Invisible Girlfriend“ bei einem Start-Up-Wettbewerb vor – und gewann. Jetzt ist das Projekt, das Dauersingles den Alibipartner bescheren soll, in der Beta-Testphase. Pünktlich zu Weihnachten soll der Launch folgen. „Invisible Boyfriend,“ das Äquivalent für weibliche Singles, ist ebenfalls in Planung. Aber kann eine App wirklich die Rettung vor den lästigen Fragen der Verwandtschaft beim Familienfest sein?<br />
„Endlich“, heißt es auf der Webseite von <a href="http://www.invisiblegirlfriend.com"><i>Invisible Girlfriend</i></a>, „eine Freundin, die dir deine Familie wirklich glaubt“. Den Seufzer der Erleichterung kann man förmlich hören: endlich Ruhe vor den lästigen Fragen der Freunde und Verwandten. „Und? Immer noch Single?“ „Wann suchst <i>du </i>dir den mal ‘ne Freundin?“ oder auch: „<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/sz-serie-kinder-kinder-du-weisst-ja-gar-nicht-was-dir-entgeht-1.37350-2">Na, schon dabei</a>?“<br />
Problem: Die Freundin ist – das „Invisible“ im Titel lässt es vermuten – nicht echt. Sie ist das Produkt einer Website mit dazugehöriger App, die dem Nutzer laut Anbieter „Beweise liefert, dass er in einer Beziehung ist“. Dem Nutzer oder denjenigen der lieben Freunde und Verwandten, die sich aufgrund des nicht enden wollenden Singlestatus des Betreffenden schon ernsthafte Sorgen machen. Gleiches gilt für <a href="http://invisibleboyfriend.com/"><i>Invisible Boyfriend</i></a>, das komplementäre Angebot für die Frau ohne Freund. „Triffst du dich mit jemandem?“ – <i>Invisible Boyfriend </i>verspricht darauf die rettende Antwort, plus virtueller und realer Beweise.<br />
<a href="http://www.buzzfeed.com/rachelzarrell/invisible-girlfriend-service-aims-to-make-your-friends-and-f#39dq3bc">Laut <i>Invisible Girlfriend</i>-Erfinder Matt Homann</a> gibt es verschiedene Gründe, aus denen sich Menschen für die Nutzung entscheiden könnten: eine gleichgeschlechtliche Beziehung, die sie vor missbilligenden Verwandten geheim halten wollen, unwillkommene Anbiederungen eines Kollegen, oder der Wunsch, sich lieber auf die Arbeit als auf eine romantische Beziehung zu konzentrieren – damit man das Leben wieder nach den eigenen Regeln leben könne, so preist der Schöpfer und Anbieter seine Anwendung an.<br />
Es scheint eine absonderliche Art und Weise zu sein, Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen, indem man die Menschen um sich herum anlügt – und zwar nicht nur mit einer kleinen Notlüge, sondern mit einem weitschichtigen Täuschung – „con“ heißt das im Englischen: Trickbetrug. Die Frage ist nur: Wer betrügt hier wen?<br />
Kostenfrei ist die Sache natürlich nicht. Auch in so eine unsichtbare Beziehung muss man Zeit und Geld investieren. Je nachdem, <a href="http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2514666/New-Invisible-Girlfriend-app-sends-texts-lavish-gifts-lonely-guys.html"><span style="text-decoration: line-through">wie ernst einem die Beziehung ist</span></a>, wieviel man bereit ist, monatlich dafür hinzublättern – Angebote reichen von „nur reden“ bis hin zu „kurz vor der Verlobung“ – liefert die App mehr oder weniger stichhaltige „Beweise“ für die Fake-Beziehung: von regelmäßigen SMS über Fotos und den Facebook-Beziehungsstatus bis hin zu Live-Telefonaten. Man kann sich sogar selbst kleine Aufmerksamkeiten schicken. Und natürlich den perfekt auf den Nutzer abgestimmten Partner selber „bauen“: Name, Alter, Foto und Persönlichkeit sind frei wählbar. Hoffnungslos Unkreativen hilft die App<i> </i>sogar bei der Erfindung der Hintergrundgeschichte: „Wir trafen uns in einer Bar/im Flugzeug/im Urlaub/auf einer Party&#8230;“ – nicht Zutreffendes bitte streichen.</p>
<p lang="de-DE">Homann nennt das Ganze „Schutzschild“ – im Haifischbecken der sozialen Akzeptanz müsse sich mithilfe dieser „Rüstung“ nun niemand mehr unwohl fühlen.</p>
<p lang="de-DE"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_Scrnsht4.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141908" alt="Invisible Girlfriend_Scrnsht4" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_Scrnsht4.jpg" width="570" height="355" /></a></p>
<h3>Gesellschaftsproblem Partner = Normalität?</h3>
<p>Man sollte meinen, dass man sich im 21. Jahrhundert weder für seinen Beziehungsstatus rechtfertigen noch darüber lügen müsste. Und genau da liegen das Problem, aber auch die traurige Wahrheit von <i>Invisible Girl- </i>und <i>Boyfriend</i>. Denn was sagt es über Menschen und die Gesellschaft aus, dass einige offenbar für einen Schwindel zahlen, nur um in Ruhe gelassen zu werden? Hält sich der Eindruck, dass kinderlose Singles irgendwie unvollständig seien, in den Köpfen immer noch derart hartnäckig, dass man eine App braucht, um dem gesellschaftlichen Erwartungsdruck standzuhalten? Eine App für das beruhigende Gefühl der <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article106639308/Wie-gross-ist-eigentlich-der-kleine-Unterschied.html">Zugehörigkeit</a> und Normalität? Eine Requisite, mit der kinderlose Singles ihre ihnen von den Mitmenschen zugedachte Rolle besser spielen können? Könnte der Gedanke hinter dem unsichtbaren Partner<i> </i>am Ende die Gleichstellung als das entlarven, was sie teilweise immer noch ist oder wieder zu werden droht: eine Farce?<br />
Nach Jahren der Gleichstellungdebatte bewegen wir uns scheinbar rückwärts. Traditionelle Geschlechterrollen werden laut Umfragen wieder <a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/zurueck-an-den-herd-traditionelle-geschlechterrollen-werden-wieder-beliebter/8888966.html">beliebter</a>. Frauen verdienen in vielen Berufen nach wie vor weniger als Männer. Nicht umsonst wird das Betreuungsgeld als klarer „<a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/zurueck-an-den-herd-traditionelle-geschlechterrollen-werden-wieder-beliebter/8888966.html">Schritt zurück zum traditionellen Familienbild</a>“ kritisiert. Kinderlose Frauen oder auch Paare müssen sich allzu oft noch immer für ihre Entscheidung rechtfertigen, keine Kinder zu bekommen, werden als <a href="http://www.huffingtonpost.de/2014/03/28/frauen-kinderlos-kritik_n_5043854.html">unfruchtbar, </a>beziehungsunfähig, egoistisch oder schlicht als Versager oder „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lebensentwuerfe-kinderlos-gluecklich-12748390.html">unbelehrbare Hedonisten</a>“ kritisiert. Und das, obwohl Gleichberechtigung in Deutschland ein verbrieftes Grundrecht ist – dessen Umsetzung sich, zugegeben, seit jeher als nicht ganz unproblematisch gestaltet.<i> </i>Dass die gesellschaftliche Rollenproblematik <a href="http://www.huffingtonpost.de/andrea-jolander/lasst-die-maenner-laenger_b_4801833.html">Männer und Frauen</a> gleichermaßen betrifft, auch dafür könnten Konzepte wie <i>Invisible Girlfriend </i>und<i> Invisible Boyfriend </i>ein Indiz sein<i>. </i>Immerhin ist die Idee weder neu noch einzigartig. So gibt es bereits <a href="http://fakegirlfriend.co/">Fake Girlfriend</a>, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.baller.phoney_girlfriend&amp;hl=en">Phoney Girlfriend</a>, <a href="http://www.fakeinternetgirlfriend.com/">Fake Internet Girlfriend</a> oder <a href="http://www.wikihow.com/Create-a-Fake-Boyfriend-or-Girlfriend">Anleitungen</a> zum <a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/08/how-to-create-a-fake-girlfriend-on-instagram-in-8-easy-steps/278599/">Freundin-Fake</a>. Bedarf scheint also durchaus zu bestehen.<br />
Freilich kann es sein, dass <i>Invisible Girlfriend</i>, wie die Guardian-Autorin <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/29/invisible-girlfriend-a-dubious-service-for-dubious-customers">Eleanor Robertson mutmaßt</a>, wegen seines schlecht durchdachten allen Regeln trotzenden Start-up-Konzepts auf die Nase fällt. Selbst Gründer Homann stellte schließlich die Idee zunächst „als Scherz“ vor – gewann dann aber einen Gründerpreis, weswegen <i>Invisible Boyfriend </i>„zum baldigen Kennenlernen“ des Alibifreundes offenbar rasch nachgeschoben wurde.<br />
Im multimedialen Zeitalter der Selbstoptimierung und Selbstmystifizierung muss man sich nur auf Facebook umschauen und schon scheint die Möglichkeit, dass die App ein Hit wird, nicht unrealistisch: Schon jetzt gibt es genug neiderregende Fotos von Urlauben, Essen, Hochzeiten, Babies, die dazu gedacht sind, der Welt zu beweisen, wie großartig das eigene Leben ist. Und so ist dann auch, wie die Journalistin <a href="http://www.standard.co.uk/comment/lucy-tobin-the-invisible-girlfriend-should-disappear-now-9713829.html">Lucy Tobin bemerkt</a>, die unsichtbare Freundin alles andere als unsichtbar. Im Gegenteil: Die Idee besteht ja gerade darin, endlich jemanden zu haben, den man im Notfall vorzeigen kann, laut Entwickler die perfekte Mischung aus „Joker“ und „Mauerblümchen“. Die nächste, traurige Stufe wäre womöglich, der perfekten Illusion den Vorzug vor der unperfekten Realität zu geben, lieber mit „unsichtbaren“ Partnern, die nicht nerven, nicht streiten, keine Erwartungen haben, allein zu bleiben, als sich auf echte Menschen einzulassen. Der Science-Fiction-Autor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Gibson">William Gibson</a> sagte einmal: “Before you diagnose yourself with depression or low self-esteem first make sure you are not in fact surrounded by assholes.”<br />
Also: Bevor du dir selbst Depressionen oder Selbstwertprobleme diagnostizierst, vergewissere dich erst einmal, dass du nicht schlicht von A***löchern umgeben bist.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/sincretic/5622842891" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mircea Turcan</a><br />
Screenshot: <a href="http://invisiblegirlfriend.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.invisiblegirlfriend.com</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Sichtbar unsichtbar: Mit Invisible Girlfriend zur Alibifreundin</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/sichtbar-unsichtbar-mit-invisible-girlfriend-zur-alibifreundin-2-141892/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Anne Korn]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2014 15:48:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Start-Up]]></category>
		<category><![CDATA[Fake Girlfriend]]></category>
		<category><![CDATA[Invisible Boyfriend]]></category>
		<category><![CDATA[Invisible Girlfriend]]></category>
		<category><![CDATA[Matt Homann]]></category>
		<category><![CDATA[Scheinfreundin]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstoptimierung]]></category>
		<category><![CDATA[William Gibson]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Scherz stellte der Amerikaner Matt Homann sein Konzept für die App „Invisible Girlfriend“ bei einem Start-Up-Wettbewerb vor – und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_crop.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141893" alt="Invisible Girlfriend_crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_crop.jpg" width="640" height="280" /></a>Im Scherz stellte der Amerikaner Matt Homann sein Konzept für die App „Invisible Girlfriend“ bei einem Start-Up-Wettbewerb vor – und gewann. Jetzt ist das Projekt, das Dauersingles den Alibipartner bescheren soll, in der Beta-Testphase. Pünktlich zu Weihnachten soll der Launch folgen. „Invisible Boyfriend,“ das Äquivalent für weibliche Singles, ist ebenfalls in Planung. Aber kann eine App wirklich die Rettung vor den lästigen Fragen der Verwandtschaft beim Familienfest sein?<br />
„Endlich“, heißt es auf der Webseite von <a href="http://www.invisiblegirlfriend.com"><i>Invisible Girlfriend</i></a>, „eine Freundin, die dir deine Familie wirklich glaubt“. Den Seufzer der Erleichterung kann man förmlich hören: endlich Ruhe vor den lästigen Fragen der Freunde und Verwandten. „Und? Immer noch Single?“ „Wann suchst <i>du </i>dir den mal ‘ne Freundin?“ oder auch: „<a href="http://www.sueddeutsche.de/leben/sz-serie-kinder-kinder-du-weisst-ja-gar-nicht-was-dir-entgeht-1.37350-2">Na, schon dabei</a>?“<br />
Problem: Die Freundin ist – das „Invisible“ im Titel lässt es vermuten – nicht echt. Sie ist das Produkt einer Website mit dazugehöriger App, die dem Nutzer laut Anbieter „Beweise liefert, dass er in einer Beziehung ist“. Dem Nutzer oder denjenigen der lieben Freunde und Verwandten, die sich aufgrund des nicht enden wollenden Singlestatus des Betreffenden schon ernsthafte Sorgen machen. Gleiches gilt für <a href="http://invisibleboyfriend.com/"><i>Invisible Boyfriend</i></a>, das komplementäre Angebot für die Frau ohne Freund. „Triffst du dich mit jemandem?“ – <i>Invisible Boyfriend </i>verspricht darauf die rettende Antwort, plus virtueller und realer Beweise.<br />
<a href="http://www.buzzfeed.com/rachelzarrell/invisible-girlfriend-service-aims-to-make-your-friends-and-f#39dq3bc">Laut <i>Invisible Girlfriend</i>-Erfinder Matt Homann</a> gibt es verschiedene Gründe, aus denen sich Menschen für die Nutzung entscheiden könnten: eine gleichgeschlechtliche Beziehung, die sie vor missbilligenden Verwandten geheim halten wollen, unwillkommene Anbiederungen eines Kollegen, oder der Wunsch, sich lieber auf die Arbeit als auf eine romantische Beziehung zu konzentrieren – damit man das Leben wieder nach den eigenen Regeln leben könne, so preist der Schöpfer und Anbieter seine Anwendung an.<br />
Es scheint eine absonderliche Art und Weise zu sein, Kontrolle über sein Leben zurückzugewinnen, indem man die Menschen um sich herum anlügt – und zwar nicht nur mit einer kleinen Notlüge, sondern mit einem weitschichtigen Täuschung – „con“ heißt das im Englischen: Trickbetrug. Die Frage ist nur: Wer betrügt hier wen?<br />
Kostenfrei ist die Sache natürlich nicht. Auch in so eine unsichtbare Beziehung muss man Zeit und Geld investieren. Je nachdem, <a href="http://www.dailymail.co.uk/femail/article-2514666/New-Invisible-Girlfriend-app-sends-texts-lavish-gifts-lonely-guys.html"><span style="text-decoration: line-through">wie ernst einem die Beziehung ist</span></a>, wieviel man bereit ist, monatlich dafür hinzublättern – Angebote reichen von „nur reden“ bis hin zu „kurz vor der Verlobung“ – liefert die App mehr oder weniger stichhaltige „Beweise“ für die Fake-Beziehung: von regelmäßigen SMS über Fotos und den Facebook-Beziehungsstatus bis hin zu Live-Telefonaten. Man kann sich sogar selbst kleine Aufmerksamkeiten schicken. Und natürlich den perfekt auf den Nutzer abgestimmten Partner selber „bauen“: Name, Alter, Foto und Persönlichkeit sind frei wählbar. Hoffnungslos Unkreativen hilft die App<i> </i>sogar bei der Erfindung der Hintergrundgeschichte: „Wir trafen uns in einer Bar/im Flugzeug/im Urlaub/auf einer Party&#8230;“ – nicht Zutreffendes bitte streichen.</p>
<p lang="de-DE">Homann nennt das Ganze „Schutzschild“ – im Haifischbecken der sozialen Akzeptanz müsse sich mithilfe dieser „Rüstung“ nun niemand mehr unwohl fühlen.</p>
<p lang="de-DE"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_Scrnsht4.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-141908" alt="Invisible Girlfriend_Scrnsht4" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Invisible-Girlfriend_Scrnsht4.jpg" width="570" height="355" /></a></p>
<h3>Gesellschaftsproblem Partner = Normalität?</h3>
<p>Man sollte meinen, dass man sich im 21. Jahrhundert weder für seinen Beziehungsstatus rechtfertigen noch darüber lügen müsste. Und genau da liegen das Problem, aber auch die traurige Wahrheit von <i>Invisible Girl- </i>und <i>Boyfriend</i>. Denn was sagt es über Menschen und die Gesellschaft aus, dass einige offenbar für einen Schwindel zahlen, nur um in Ruhe gelassen zu werden? Hält sich der Eindruck, dass kinderlose Singles irgendwie unvollständig seien, in den Köpfen immer noch derart hartnäckig, dass man eine App braucht, um dem gesellschaftlichen Erwartungsdruck standzuhalten? Eine App für das beruhigende Gefühl der <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article106639308/Wie-gross-ist-eigentlich-der-kleine-Unterschied.html">Zugehörigkeit</a> und Normalität? Eine Requisite, mit der kinderlose Singles ihre ihnen von den Mitmenschen zugedachte Rolle besser spielen können? Könnte der Gedanke hinter dem unsichtbaren Partner<i> </i>am Ende die Gleichstellung als das entlarven, was sie teilweise immer noch ist oder wieder zu werden droht: eine Farce?<br />
Nach Jahren der Gleichstellungdebatte bewegen wir uns scheinbar rückwärts. Traditionelle Geschlechterrollen werden laut Umfragen wieder <a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/zurueck-an-den-herd-traditionelle-geschlechterrollen-werden-wieder-beliebter/8888966.html">beliebter</a>. Frauen verdienen in vielen Berufen nach wie vor weniger als Männer. Nicht umsonst wird das Betreuungsgeld als klarer „<a href="http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/zurueck-an-den-herd-traditionelle-geschlechterrollen-werden-wieder-beliebter/8888966.html">Schritt zurück zum traditionellen Familienbild</a>“ kritisiert. Kinderlose Frauen oder auch Paare müssen sich allzu oft noch immer für ihre Entscheidung rechtfertigen, keine Kinder zu bekommen, werden als <a href="http://www.huffingtonpost.de/2014/03/28/frauen-kinderlos-kritik_n_5043854.html">unfruchtbar, </a>beziehungsunfähig, egoistisch oder schlicht als Versager oder „<a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/lebensentwuerfe-kinderlos-gluecklich-12748390.html">unbelehrbare Hedonisten</a>“ kritisiert. Und das, obwohl Gleichberechtigung in Deutschland ein verbrieftes Grundrecht ist – dessen Umsetzung sich, zugegeben, seit jeher als nicht ganz unproblematisch gestaltet.<i> </i>Dass die gesellschaftliche Rollenproblematik <a href="http://www.huffingtonpost.de/andrea-jolander/lasst-die-maenner-laenger_b_4801833.html">Männer und Frauen</a> gleichermaßen betrifft, auch dafür könnten Konzepte wie <i>Invisible Girlfriend </i>und<i> Invisible Boyfriend </i>ein Indiz sein<i>. </i>Immerhin ist die Idee weder neu noch einzigartig. So gibt es bereits <a href="http://fakegirlfriend.co/">Fake Girlfriend</a>, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=com.baller.phoney_girlfriend&amp;hl=en">Phoney Girlfriend</a>, <a href="http://www.fakeinternetgirlfriend.com/">Fake Internet Girlfriend</a> oder <a href="http://www.wikihow.com/Create-a-Fake-Boyfriend-or-Girlfriend">Anleitungen</a> zum <a href="http://www.theatlantic.com/technology/archive/2013/08/how-to-create-a-fake-girlfriend-on-instagram-in-8-easy-steps/278599/">Freundin-Fake</a>. Bedarf scheint also durchaus zu bestehen.<br />
Freilich kann es sein, dass <i>Invisible Girlfriend</i>, wie die Guardian-Autorin <a href="http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/aug/29/invisible-girlfriend-a-dubious-service-for-dubious-customers">Eleanor Robertson mutmaßt</a>, wegen seines schlecht durchdachten allen Regeln trotzenden Start-up-Konzepts auf die Nase fällt. Selbst Gründer Homann stellte schließlich die Idee zunächst „als Scherz“ vor – gewann dann aber einen Gründerpreis, weswegen <i>Invisible Boyfriend </i>„zum baldigen Kennenlernen“ des Alibifreundes offenbar rasch nachgeschoben wurde.<br />
Im multimedialen Zeitalter der Selbstoptimierung und Selbstmystifizierung muss man sich nur auf Facebook umschauen und schon scheint die Möglichkeit, dass die App ein Hit wird, nicht unrealistisch: Schon jetzt gibt es genug neiderregende Fotos von Urlauben, Essen, Hochzeiten, Babies, die dazu gedacht sind, der Welt zu beweisen, wie großartig das eigene Leben ist. Und so ist dann auch, wie die Journalistin <a href="http://www.standard.co.uk/comment/lucy-tobin-the-invisible-girlfriend-should-disappear-now-9713829.html">Lucy Tobin bemerkt</a>, die unsichtbare Freundin alles andere als unsichtbar. Im Gegenteil: Die Idee besteht ja gerade darin, endlich jemanden zu haben, den man im Notfall vorzeigen kann, laut Entwickler die perfekte Mischung aus „Joker“ und „Mauerblümchen“. Die nächste, traurige Stufe wäre womöglich, der perfekten Illusion den Vorzug vor der unperfekten Realität zu geben, lieber mit „unsichtbaren“ Partnern, die nicht nerven, nicht streiten, keine Erwartungen haben, allein zu bleiben, als sich auf echte Menschen einzulassen. Der Science-Fiction-Autor <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/William_Gibson">William Gibson</a> sagte einmal: “Before you diagnose yourself with depression or low self-esteem first make sure you are not in fact surrounded by assholes.”<br />
Also: Bevor du dir selbst Depressionen oder Selbstwertprobleme diagnostizierst, vergewissere dich erst einmal, dass du nicht schlicht von A***löchern umgeben bist.<br />
&nbsp;<br />
Foto: <a href="https://www.flickr.com/photos/sincretic/5622842891" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mircea Turcan</a><br />
Screenshot: <a href="http://invisiblegirlfriend.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.invisiblegirlfriend.com</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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		<title>ARD/ZDF-Onlinestudie 2013: Internet ist das neue Fernsehen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ardzdf-onlinestudie-2013-internet-ist-das-neue-fernsehen-132039/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Sep 2013 08:52:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[mobil]]></category>
		<category><![CDATA[Silver Surfer]]></category>
		<category><![CDATA[ARD/ZDF-Onlinestudie]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Netz bindet mehr und mehr Aufmerksamkeit. Es wird auch für die Generation 50+ attraktiver, beschäftigt länger als früher und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InternetIstDasNeueFernsehen.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-132048" alt="InternetIstDasNeueFernsehen" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/InternetIstDasNeueFernsehen.jpg" width="639" height="355" /></a>Das Netz bindet mehr und mehr Aufmerksamkeit. Es wird auch für die Generation 50+ attraktiver, beschäftigt länger als früher und ist öfter dabei, wenn Menschen unterwegs sind. Und noch ein Trend bestätigt sich in der ARD/ZDF-Onlinestudie 2013: Fernsehinhalte werden vermehrt im Internet abgerufen.<br />
Von den Erwachsenen ab 14 Jahren sind in Deutschland 77,2 Prozent online, ein Jahr zuvor waren es noch knapp 76 Prozent. Für den Anstieg ist laut gestern veröffentlichter ARD/ZDF-Onlinestudie ausschließlich die Generation der „Silver Surfer“ verantwortlich, also Internetnutzer ab 50 Jahren.<br />
Onliner sind heute im Schnitt eine gute halbe Stunde länger mit ihren Browsern oder Apps beschäftigt als 2012 – insgesamt fast drei Stunden täglich. Das liegt auch daran, dass nun beim Laufen oder in der Bahn mehr gewischt wird. So verdoppelte sich die Unterwegs-Nutzung nahezu von 23 Prozent (2012) auf 41 Prozent (2013).</p>
<h3>Wollen wir heute Abend einfach nur ins Internet gehen?</h3>
<p>Viele User nutzen das Netz mittlerweile, um Videos anzuschauen. 43 Prozent tun das regelmäßig, vor einem Jahr waren es sechs Prozent weniger. Das freut insbesondere die Intendanten des klassischen Fernsehens. Helmut Reitze vom Hessischen Rundfunk sieht sein Haus zukunftsfähig aufgestellt, denn „TV- und Radio-Inhalte haben noch nie so viele Nutzer erreicht wie heute.“ ZDF-Intendant Thomas Bellut hält sich ebenfalls für gewappnet: „Die Grenzen zwischen klassischem Fernsehen im Wohnzimmer und Fernsehen im Internet über Smart-TV, Laptop, Smartphone oder Tablet verschwinden zunehmend. Mit den immer einfacher zu bedienenden Endgeräten wird der Anteil an Fernsehen über das Internet weiter steigen.“<br />
Die komplette Studie: <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.ard-zdf-onlinestudie.de</a><br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: thms.nl (<a href="http://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Tu Gutes und gewinn damit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/tu-gutes-und-gewinn-damit-122616/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/tu-gutes-und-gewinn-damit-122616/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Solinski]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Nov 2012 16:06:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[World Summit Award]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Crowdsourcing]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://politik-digital.de/?p=122616</guid>

					<description><![CDATA[Für ehrenamtliche Projekte ist er die große Chance: Alle zwei Jahre werden Entwickler von internetbasierten Inhalten, Konzepten und Anwendungen mit [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/tu-gutes-und-gewinn-damit/wheelmap-org_large/" rel="attachment wp-att-122625"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-122625" title="Screenshot wheelmap.org mit Logo WSA 2012" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/wheelmap.org_large-630x353.png" alt="Screenshot von Wheelmap.org mit eingefügtem Logo von WSA 2012" width="630" height="353" /></a><br />
Für ehrenamtliche Projekte ist er die große Chance: Alle zwei Jahre werden Entwickler von internetbasierten Inhalten, Konzepten und Anwendungen mit dem von der UN geförderten World Summit Award (WSA) ausgezeichnet. Das Projekt „Wheelmap.org“ des Vereins Sozialhelden hat es in diesem Jahr geschafft.</p>
<p><a href="http://wheelmap.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wheelmap.org</a> ist eine auf OpenStreetMap basierende interaktive Karte, in der Nutzer die Rollstuhltauglichkeit von Orten überprüfen und bewerten. Unterwegs können in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen bei der Suche nach gut zugänglichen Restaurants, Toiletten oder Behördenzugängen auf die Wheelmap-App zurückgreifen. „Orte, die nicht rollstuhlgerecht sind, sollen irgendwann so verpönt sein wie Orte, an denen geraucht wird.“, sagt Raul Aguayao-Krauthausen, seines Zeichens Sozialheld und Rollstuhlfahrer, in einer mdr-Reportage 2011. Der vor acht Jahren von ihm mitgegründete Verein <a href="http://sozialhelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialhelden e.V.</a> will Menschen zeigen, dass Gutes tun ganz einfach sein kann. Auf jeden Fall zeigt er, dass man damit Preise bekommt: Die Auszeichnung mit dem internationalen <a href="http://www.wsa-mobile.org/news/it’s-mobile-world-–-wsa-mobile-winners-2012-announced-83220121017" target="_blank" rel="noopener noreferrer">WSA-mobile-Preis </a>in der Kategorie „E-Inclusion and Empowerment“ am 17. Oktober diesen Jahres ist nur der jüngste Beweis dafür.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="size-medium wp-image-121978 alignleft" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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