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	<title>Arabische Revolution &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Arabische Revolution &#8211; politik-digital</title>
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		<title>„Die Zeit ist unser größter Gegner“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 16:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Welle]]></category>
		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Hertie School of Governance]]></category>
		<category><![CDATA[re:thinking tomorrow]]></category>
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					<description><![CDATA[Welche Rollen sollten Medien in den arabischen Ländern nach den Protesten des vergangenen Jahres einnehmen? Gemeinsam mit Studenten in Berlin [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner/009-4/" rel="attachment wp-att-13023"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13023" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/0093.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a>Welche Rollen sollten Medien in den arabischen Ländern nach den Protesten des vergangenen Jahres einnehmen? Gemeinsam mit Studenten in Berlin und Kairo diskutierten Wissenschaftler und Medienakteure diese Frage gestern unter dem Motto „No Summer after the Arab Spring”.</p>
<p>Im Rahmen der Diskussionsreihe „re:thinking tomorrow&#8221;, die von der Hertie School of Governance in Kooperation mit der Deutschen Welle organisiert wird, waren in Berlin die ägyptische Journalistin Abeer Saady, der Professor an der Hertie School of Governance Claus Offe und der Deutsche Welle-Journalist Carsten von Nahmen zu Gast. Ein Video-Livestream zwischen Berlin und Kairo ermöglichte eine angeregte Debatte über die Rolle der Medien in der Arabischen Welt. Aus Kairo trugen Laila el-Baradei, stellvertretende Dekanin der School of Global Affairs and Public Policy, und ihre Studenten wesentlich zur ertragreichen Diskussion bei.</p>
<p>Im Gegensatz zu den deutschen Studenten, die sich zu Beginn nur zögerlich zu Wort meldeten, schilderten ihre Kollegen aus Kairo äußerst lebhaft ihre Erfahrungen mit der Revolution. Sie kritisierten die Schwarz-Weiß-Malerei der westlichen Medien, die die Aufstände in der arabischen Welt vielfach als „Social Media Revolutionen” bezeichnen. Im vergangenen Frühjahr seien die Menschen auf die Straße gegangen, nachdem das Internet gekappt worden war. Zwar sei der Sturz Husni Mubaraks „dank Twitter und Facebook leichter gewesen, aber letzendlich sind es die Menschen gewesen, die eine politische Veränderung herbeigeführt haben”. Frau el-Baradei betonte, dass den Menschen mit Hilfe der Diskussionen in sozialen Netzwerken vor Augen geführt worden sei, was sie erreichen können. Sie seien in ihrer Überzeugung bestärkt worden, das alte Regime zu stürzen. Nach der Abdankung Mubaraks seien die Menschen enttäuscht gewesen, weil sich ihre Probleme nicht über Nacht in Luft aufgelöst hätten. Die derzeitige Übergangsphase sei schwierig für die Ägypter, weil sie akzeptieren müssten, dass „sie sich zu langsam bewegen und manchmal auch in die falsche Richtung”.</p>
<h3>Nicht belehren, sondern unterstützen</h3>
<p>Alte politische und soziale Strukturen seien immer noch intakt, betonte Abeer Saady. Die ägyptischen Bürger hätten zwar ihr Ziel erreicht, Mubarak aus dem Amt zu drängen, doch jetzt sei es an der Zeit, miteinander in einen Dialog zu treten und einen starken Lokaljournalismus zu etablieren. Die Zeit sei aktuell die „größte Herausforderung”. Daher müsse nun schnell ein funktionierendes Mediensystem geschaffen werden, und dabei könnten ägyptische Journalisten auch von den Erfahrungen osteuropäischer Kollegen nach dem Ende des Kalten Krieges profitieren. Wie Carsten von Nahmen bestätigte, haben bereits Treffen mit Journalisten aus den ehemaligen Ostblockstaaten stattgefunden &#8211; für eine erste Hilfestellung beim Aufbau eines freien und unabhängigen Medienapparats.</p>
<p>Von Nahmen und Saady betonten beide, wie wichtig Professionalität und Glaubhaftigkeit der Medien sind. „Fakten müssen immer überprüft werden”, forderte Abeer Saady. Während der Demonstrationen auf dem Tahir Platz seien stündlich neue Gerüchte von Aktivisten verbreitet worden, denen sie nachgegangen sei. Der Politikwissenschaftler und Soziologe Claus Otte bezeichnete das Verhältnis alter und neuer Medien als Symbiose und gab zu bedenken, dass nicht die gesamte Bevölkerung über neue Medien erreicht werde. Letztlich seien Revolutionen immer menschengemacht, jetzt werden es ebenfalls die Menschen sein, die in Ägypten ein neues System aufbauen.</p>
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		<title>Digitale Presseschau 02/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jan 2012 18:51:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Social Swarm]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
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					<description><![CDATA[Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &#38; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Marina Weisband kritisiert Boulevardjournalismus, Rückblick 2011: E-Demokratie &amp; E-Partizipation, Pro und Contra Facebook, Digitale Spaltung &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche</strong></h3>
<div align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/BjvwgC_TqEk" frameborder="0" width="480" height="315"></iframe></div>
<div align="center"></div>
<div align="center"><span style="color: #ffffff;">&#8211;</span></div>
<p>Beim NDR-Medienmagazin &#8220;Zapp&#8221; erschien der <a href="http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/zapp/medien_politik_wirtschaft/politiker139.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interessante Beitrag</a> &#8220;Polit-Neulinge: Erfahrungen mit Journalisten&#8221;. Darin kommen junge Politiker wie die Piratin Marina Weisband zu Wort, die kritisieren, dass einige Medien und Journalisten oft nicht differenziert über politische Inhalte berichten, sondern sich eher für Details aus dem Privatleben oder für Äußerlichkeiten interessieren.</p>
<p><strong><a href="http://www.e-demokratie.org/e-demokratie/elektronische-demokratie-im-jahresruckblick-2011/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rückblick: E-Demokratie 2011</a></strong></p>
<p>Christian Heise lässt auf E-Demokratie.org die Entwicklungen in punkto elektronische Demokratie und Partizipation des Jahres 2011 Revue passieren und kommt mit seinem sehr informativen Beitrag auf Platz 1 unserer Presseschau. In seinen Ausführungen blickt er zurück auf wichtige Events und neue Projekte wie auf interessante Veröffentlichungen.</p>
<p><strong><a href="http://www.bap-politischebildung.de/2012/01/philip-rizk-es-ist-noch-lange-nicht-zu-ende/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Status: Arabischer Frühling in Ägypten</a></strong></p>
<p>Im Interview mit der Online-Ausgabe des Bundesausschuss Politische Bildung (bap) berichtet der deutsch-ägyptische Blogger und Filmemacher Philip Rizk über die Entwicklungen in seiner Heimat Ägypten seit dem Arabischen Frühling. Die gegenwärtige Stimmung im Land bringt er so auf den Punkt: „Die Leute sind der Meinung, nichts oder nicht genug hätte sich verändert, und die Generäle hätten jetzt genau die Position eingenommen, die Mubarak und sein Regime früher hatten.“</p>
<p><strong><a href="http://www.indiskretionehrensache.de/2012/01/facebook-die-neue-nervenbahn-unserer-gesellschaft/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook – die neue Nervenbahn unserer Gesellschaft</a></strong></p>
<p>Thomas Knüwer bricht in seinem Blog &#8220;Indiskretion Ehrensache&#8221; eine Lanze für Facebook – es sorge für eine feinere Granulierung unserer zwischenmenschlichen Beziehungen: Sei es beim gemeinsamen Erleben von Trauer oder als spontaner Anlaufpunkt, um mit anderen Menschen ins Gespräch über gemeinsame Interessen und gesellschaftskritische Themen zu kommen.</p>
<p><strong><a href="http://internetunddemokratie.wordpress.com/2012/01/09/warum-das-internet-nicht-reprasentativ-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Warum das Internet nicht repräsentativ ist</a></strong></p>
<p>Der Politiker und Autor des Buches &#8220;Internet und Demokratie&#8221; Stephan Eisel setzt sich kritisch mit den Ursachen einer vermeintlich geringen Repräsentativität des Internet auseinander. Am Beispiel der Affäre Wulff stellt er eine Diskrepanz fest zwischen repräsentativen Umfragen und der Meinungsbildung im Internet, die ihre Ursache in einer dreifachen digitalen Spaltung hätte.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/01/social-swarm-sicher-im-sozialen-netzwerk/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schutz vor Facebooks Datensammlung</a></strong></p>
<p>Im ZDF-Blog Hyperland berichtet die Autorin und Journalistin Christiane Schulzki-Haddouti von einem Projekt namens „Social Swarm“, das einen Schutz vor der Datensammelwut des Internetkonzerns Facebook bieten soll. Es handelt sich bei diesem Projekt um eine Meta-Infrastruktur zur Nutzung verschiedener Plattformen mit verschlüsselter Kommunikation. Offene Kommunikationsschnittstellen von Open-Source-Projekten wie Identica und Diaspora sollten damit genutzt und eine vertrauliche Kommunikation ermöglicht werden.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW50</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Frank Vaccaro]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 16:21:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikipedia]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
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		<category><![CDATA[Russland]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.png" width="480" height="180" />Wie sich Transparenz trotz Unterdrückung durchsetzt, Cyber-War als Non-Fiction, Wikipedia als politischer Akteur und Neues zum Arabischen Frühling -  dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie sich Transparenz trotz Unterdrückung durchsetzt, Cyber-War als Non-Fiction, Wikipedia als politischer Akteur und Neues zum Arabischen Frühling &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Video der Woche<br />
</strong></h3>
<p align="center">
[youtube http://www.youtube.com/watch?v=87aul3tAVhc]</p>
<p>Unser Video der Woche präsentiert die Zusammenfassung der Veranstaltungsreihe „Das Urheberrecht in der digitalen Welt“, die von der Virtuellen Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung initiiert wurde. In knapp fünf Minuten werden Fakten, Argumente und prägnante Statements zur aktuellen Urheberrechtsdiskussion verständlich dargelegt. Unter <a href="http://urheberrecht.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_blog.php?wc_c=38763" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.urheberrecht.freiheit.org</a> sind die vollständigen Videos zur kürzlich abgeschlossenen Veranstaltungsreihe zu finden.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/6407-russland-offene-daten-suggerieren-wahl-betrug.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Russland: Offene Daten suggerieren Wahl-Betrug</a></strong></p>
<p>Offene Daten sind ein effektives Mittel, um der Willkür staatlicher Behörden entgegenzuwirken. Die vergangenen Wahlen in Russland sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie Bürger offene Daten nutzen und auch gegen Widerstand mehr Transparenz ermöglicht wird. Christiane Schulzki-Haddouti berichtet auf futurezone.at, wie in Russland neue Technologien genutzt wurden, um auf Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung der Wahl hinzuweisen. „Amtliche Statistiken können – die richtigen Analysemethoden vorausgesetzt &#8211; durchaus entlarvende Zahlen enthalten“, so die Autorin.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/goetz_neuneck_interview_cyberwar_voelkerrecht_1.13623390.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> Kommandozentralen für Netzkriegsführung</a></strong></p>
<p>Einst war Cyber-War ein Begriff, der ausschließlich Computerspielen oder Science-Fiction-Literatur vorbehalten war. Inzwischen sind auch „Hacks“ und Großangriffe auf Nuklearanlagen nicht mehr undenkbar. Die Militarisierung des Cyberspace schreitet unaufhaltsam voran. Wie auf internationaler Ebene mit diesen Gefahren umgegangen werden kann, war Thema der Konferenz „Challenges in Cybersecuritiy – Risks, Strategie and Confidence Building“, die diese Woche in Berlin stattfand. Vor diesem Hintergrund sprach Henning Steier für NZZ-online mit Professor Götz Neuneck über die aktuelle Situation und darüber, vor welchen Problemen die Diplomatie in Zeiten des Cyberspace steht.</p>
<p><strong><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/6248-nordafrika-die-revolution-wurde-exportiert.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Die Revolution wurde exportiert”</a></strong></p>
<p>Facebook und Twitter oder der TV-Sender Al Jazeera: Welches Medium hat dem Arabischen Frühling zu Erfolgen verholfen? Warum ist die nordafrikanische Revolution ins Stocken geraten? Und wo liegen die Verbindungen zur Occupy-Bewegung? Diesen Fragen stellt sich der renommierte britische TV-Journalist Riz Khan in einem Interview mit Jakob Steinschaden auf futurezone.at.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/stop-online-piracy-act-darf-sich-wikipedia-in-eine-politische-debatte-einschalten/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Darf sich Wikipedia in die Politik einschalten?</a></strong></p>
<p>Darf Wikipedia streiken, um den Kampf gegen staatliche Internetsperren zu unterstützen? Oder ist die Online-Enzyklopädie zu Neutralität verpflichtet, weil die Menschheit mittlerweile auf ihre allgegenwärtige Anwesenheit angewiesen ist? Vor dem Hintergrund der US-Debatte um den “Stop Online Piracy Act” widmet sich Torsten Kleinz auf dem ZDF-Blog Hyperland diesen Fragen.</p>
<p><strong><a href="http://breitband.dradio.de/netzlobbyismus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzlobbyismus: Klüngel, Imagepflege, Aufklärung?</a></strong></p>
<p>Unterscheidet sich netzpolitischer Lobbyismus von Lobbyismus für Atomkraft, Banken und Energiekonzerne? Auf Deutschlandradio haben Philip Banse und Volker Tripp diese Frage mit Felix Kamelia von LobbyControl und Jeanette Hofmann, Gründungsdirektorin des von Google finanzierten Insituts für Internet und Gesellschaft, diskutiert.</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/12/marokko-der-protest-lebt-im-netz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marokko: Der Protest lebt im Netz</a></strong></p>
<p>Dass der Arabische Frühling auch an Marokko nicht spurlos vorüberging, zeigt der Beitrag von Frederik Fischer auf dem Hyperland-Blog des ZDF. Zwar seien die öffentlichen Proteste aufgrund von Zugeständnissen von König Mohammed des VI. schnell wieder abgeklungen. Insbesondere im Internet zeige sich aber, dass die Situation keineswegs als entspannt angesehen werden kann und nach den Wahlen von Ende November weiter Widerstand herrscht.</p>
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		<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 48</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-48-5931/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2011 17:20:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Türkei]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzensur]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Adhocracy]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[INDECT]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/linkliste_banner.png" height="180" width="480" />
Netz-Zensur in der Türkei, Cablegate-Jubiläum &#38; Lebenszeichen von WikiLeaks, Regulierung &#38; Anarchie im Netz, Digitale Bürgerbeteiligung mit Adhocracy, INDECT als Werkzeug für Diktatoren  - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Netz-Zensur in der Türkei, Cablegate-Jubiläum &amp; Lebenszeichen von WikiLeaks, Regulierung &amp; Anarchie im Netz, Digitale Bürgerbeteiligung mit Adhocracy, INDECT als Werkzeug für Diktatoren &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 align="center"><strong>Unser Video der Woche</strong></h3>
<p align="center"><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/click_online/9647872.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/tuerkei-zensur.png" alt="" width="480" height="271" /></a></p>
<p>Die BBC thematisiert in <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/click_online/9647872.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einem aktuellen Video-Report</a> die Einwirkungen der türkischen Regierung auf die Internet-Zensur. Mittlerweile sind geschätzte 20.000 Seiten (Erotik, Politik etc.) für Internetnutzer nicht mehr frei zugänglich. Jeder Türke soll sich für ein Internetpaket entscheiden (z. B. Familien- oder Kinderpaket), das die Art des Netzzuganges regelt. Das dafür vorgesehene Filter-System trat vergangene Woche offiziell in Kraft. Es droht die Sperrung hunderttausender Internetseiten. Auch bei Zeit Online erschien dazu <a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-11/tuerkei-internet-zensur" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein informativer Beitrag</a>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><a href="https://www.eff.org/deeplinks/2011/11/cablegate-one-year-later-how-wikileaks-has-influenced-foreign-policy-journalism" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cablegate One Year Later</a></strong></p>
<p>Auf den ersten Platz der dieswöchigen Presseschau schafft es ein Beitrag des Internetaktivisten Trevor Timm von der Electronic Frontier Foundation (EFF), in dem er beschreibt, wie die Cablegate-Veröffentlichungen von WikiLeaks ein Jahr danach den Journalismus sowie die Außenpolitik und den <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/1._Zusatzartikel_zur_Verfassung_der_Vereinigten_Staaten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">1. Zusatzartikel</a> der Verfassung der Vereinigten Staaten beeinflusst haben. Es sei Aufgabe der Mainstream-Medien, zwar nicht Julian Assange, aber die Idee hinter WikiLeaks zu verteidigen, um den Tod der Pressefreiheit zu verhindern. Ein neues Lebenszeichen von WikiLeaks gab es übrigens gestern mit der <a href="http://wikileaks.org/the-spyfiles.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Veröffentlichung der „Spy Files“</a>.</p>
<p><strong><a href="http://theeuropean.de/debatte/8942-das-netz-zwischen-regulierung-und-anarchie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netzdebatte zur Freiheit des Internet</a></strong></p>
<p>„Das Internet stellt den Gesetzgeber vor neue Herausforderungen. Urheberrecht und Datenschutz müssen angepasst werden, neue demokratische Modelle werden debattiert &#8211; das Netz verliert sein anarchisches Moment.“ So leitet das Online-Magazin The European eine Debatte mit Beiträgen der Politiker Michael Kretschmer (CDU/CSU), Jimmy Schulz (FDP), Lars Klingbeil (SPD), Konstantin von Notz (Grüne) und Halina Wawzyniak (Linkspartei) über Regulierung und Anarchie im Internet ein.</p>
<p><strong><a href="http://www.tagesspiegel.de/medien/digitale-welt/wie-viel-digitale-beteiligung-vertraegt-unsere-demokratie/5891614.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie viel digitale Beteiligung verträgt unsere Demokratie?</a></strong></p>
<p>Bei tagesspiegel.de erschien ein Beitrag von Anna Sauerbrey und Johannes Schneider über das vom Liquid Democracy e.V. entwickelte Bürgerbeteiligungstool „Adhocracy“ und digitale Bürgerbeteiligung. Dabei wird deutlich, dass die Bürger die Mitbestimmungsmöglichkeiten im Netz noch sehr zögerlich nutzen.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/europaeische-ueberwachungstechnologie-werkzeug-fuer-diktatoren-1.1223440" target="_blank" rel="noopener noreferrer">INDECT: Werkzeug für Diktatoren</a></strong></p>
<p>Auf dem vierten Platz: ein Beitrag von Christoph Behrens zum europäischen Forschungsprojekt INDECT. Kritisiert wird darin nicht nur die Dimension der vorgesehenen Überwachungsmaßnahmen, sondern auch die Intransparenz des Projekts. Auch ist fraglich, ob das Projekt von Gesetzen und Verfassung gedeckt ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/neue-kolumne-silicon-demokratie-rettet-die-anonymitaet-11546665.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rettet die Anonymität</a></strong></p>
<p>Für die neue Kolumne „Silicon Demokratie“ von faz.net bricht der Internet-Skeptiker Evgeny Morozov eine Lanze für Privatsphäre und Anonymität im Netz als Schutz vor der Macht der Internetkonzerne. Zielscheibe und Namensgeber ist das US-kalifornische Silicon Valley, dessen Ziel es sei, die Konsumwelt total zu vernetzen und transparent zu machen – mit Erfolg!</p>
<p><strong><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/11/aegypten-die-frauenfeindliche-revolution/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die frauenfeindliche Revolution in Ägypten</a></strong></p>
<p>Am Montag begannen die ersten Parlamentswahlen in Ägypten seit dem Sturz des Mubarak-Regimes. Doch vor allem für die Frauen des Landes sei die ägyptische Revolution bereits jetzt eine Enttäuschung, meint Frederik Fischer im ZDF-Blog Hyperland. Sie seien Bürgerinnen zweiter Klasse und vermehrt Opfer sexueller Übergriffe, die wohl von Militär und Muslimbrüdern gezielt durchgeführt würden.</p>
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			</item>
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		<title>Social Media und die Arabische Revolution</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/social-media-und-die-arabische-revolution-5444/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Oct 2011 18:45:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Al Jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/facebook-revolutions.png" height="69" width="480" />
Am vergangenen Freitag ging die internationale Online-Konferenz „Facebook Revolutions? - Die Bedeutung von Social Media für den politischen Wandel in der arabischen Welt“ zu Ende. Dort tauschten sich die Teilnehmer mit internationalen Experten, Politikern und Journalisten aus. politik-digital.de verfolgte die Konferenz und liefert einen Einblick samt Links mit interessantem Material zum Arabischen Frühling.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am vergangenen Freitag ging die internationale Online-Konferenz „Facebook Revolutions? &#8211; Die Bedeutung von Social Media für den politischen Wandel in der arabischen Welt“ zu Ende. Dort tauschten sich die Teilnehmer mit internationalen Experten, Politikern und Journalisten aus. politik-digital.de verfolgte die Konferenz und liefert einen Einblick samt Links mit interessantem Material zum Arabischen Frühling.</p>
<p>Die vom 19. – 30. September von der Virtuellen Akademie der „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ <a href="/netz-konferenz-facebook-revolutions" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ausgerichtete Netz-Konferenz</a> verlangte von den Teilnehmern ein proaktives Verhalten – sie hatten die von politik-digital.de recherchierte Materialsammlung zur Arabischen Revolution selbst zu sichten und zu erarbeiten, um inhaltlich gut vorbereitet an der Konferenz mitwirken zu können.<br />
Hinterfragt wurde auf der Online-Konferenz vor allem: Wie konkret können Social Media als Werkzeuge für mehr Demokratie und Freiheit genutzt werden? Oder nützen sie in Zukunft eher den Geheimdiensten und Diktatoren als den Bürgern? Wären Facebook, Twitter und YouTube ohne Satelliten-TV ganz folgenlos geblieben? Und welche Maßnahmen kann auch die Außenwelt angehen, um z.B. den professionellen Journalismus im In- und Ausland zu fördern?</p>
<p>Einfache Antworten waren hierbei nicht zu erwarten. Jöran Muuß-Merholz, Online-Host der Konferenz, macht deutlich, dass es zumeist nicht um simple Fragen wie die nach der Rolle von &#8216;Facebook oder Twitter‘ ging, sondern um Grundsatzfragen nach Demokratie, Freiheit, Meinungsvielfalt oder auch um das Verhältnis zwischen der arabischen und der westlichen Welt: „Da sind zwar oft sehr unterschiedliche Sichtweisen deutlich geworden, aber ein gegenseitiger Respekt zwischen allen Diskutanten war durchgängig vorhanden.“</p>
<p><strong>Einordnung und Überblick</strong></p>
<p>Zum Einstieg gab es einen Videochat mit der Journalistin Julia Gerlach, die derzeit aus Kairo (Ägypten) für unterschiedliche Medien berichtet. Sie gab einen Überblick zum aktuellen Stand des Arabischen Frühlings. Aus Gerlachs Sicht spielte – zumindest in Ägypten – in erster Linie Facebook eine Rolle, da es weit verbreitet und gut zugänglich ist. In den Tagen und Wochen nach der Revolution hätten sich beispielsweise in Ägypten alle Politiker, die Ministerien und sogar der Militärrat einen Facebook-Account zugelegt, und es fänden bis jetzt rege Diskussionen dort statt. Man könne über Facebook dem Regierungschef direkt eine Botschaft schicken und für alle lesbar Klagen über verstopfte Straßen und schlechte Schulen sowie Verbesserungsvorschläge hinterlassen. Neu und besonders sei auch, dass viele Ägypter mit den Statusmeldungen ihrer Regierenden versorgt und so über politische Themen informiert werden. Dessen ungeachtet habe der anfängliche Enthusiasmus der Aktivisten in der Arabischen Welt sowohl online als auch offline stark abgenommen. Die Stimmung sei aktuell sehr schlecht. Acht Monate Revolution hätten die Menschen in der Arabischen Welt zermürbt. In Ländern wie Jemen oder Syrien klammerten sich die Diktatoren an ihre Sessel und gingen immer brutaler gegen ihr Volk vor. Aber auch in Tunesien und Ägypten erweise sich der Weg zur Demokratie holpriger als erwartet. „Arbeitslosigkeit, Streiks und Wirtschaftskrise machen den Menschen zu schaffen. Die Freiheit scheint nur zu einem sehr hohen Preis zu bekommen zu sein, wenn überhaupt“, so das ernüchternde Fazit von Gerlach. Dennoch habe der Aufstand der Jugend in der Arabischen Welt trotz allem Frust eine Menge verändern können. Viele Familien hätten ihre eigene kleine Revolution erlebt: wenn beispielsweise die Töchter auch mit demonstrieren wollten und nicht nachließen, bis ihre Eltern sie gehen ließen.</p>
<p>Der Sommer in Kairo und Tunis sei bunt gewesen: Konzerte, Kunstaktionen, Straßenfeste. Das, was bisher nur in Nischen im Verborgenen existiere, habe die Straßen erobert. „Es geht bei der Revolution in der arabischen Welt eben nicht nur darum, Diktatoren zu stürzen, es werden auch die Gesellschaften umgewälzt. Es gibt also tatsächlich etwas zu verlieren!“, so Gerlach. Für Terrororganisationen wie Al Qaida sei der Arabische Frühling ein harter Schlag gewesen. Der Sturz Mubaraks habe die Theorie Al Qaidas widerlegt. Sie hätten den Krieg gegen den fernen Feind (USA) gepredigt, den man treffen müsse, damit er sich zurückziehe, um so den eigentlichen (nahen) Feind, also die eigenen Diktatoren, zu stürzen. Die Terroristen waren überzeugt davon, dass maximale Grausamkeit das richtige Mittel sei. Doch die friedlichen Demonstrationen hätten gezeigt, dass es auch anders ginge.</p>
<p>Weiterführende(s) Links/Material zum Thema:</p>
<ul>
<li>Al Jazeera: <a href="http://youtu.be/gtAG-eTri8E" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
The Arab Awakening &#8211; Absolute Power</a></li>
</ul>
<ul>
<li>DRadio Wissen:<br />
Die arabische Welt im Umbruch (<a href="http://wissen.dradio.de/aufstand-in-nahost-die-arabische-welt-im-umbruch-teil-1.88.de.html?dram:article_id=10787" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast Teil I</a> / <a href="http://wissen.dradio.de/revolutionen-die-arabische-welt-im-20umbruch-teil-2.88.de.html?dram:article_id=10833" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Podcast Teil II</a>)</li>
</ul>
<ul>
<li>Khalil al-Anani: <a href="http://de.qantara.de/Profiteure-der-autoritaeren-Faeulnis/16474c39/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Profiteure der autoritären Fäulnis</a></li>
</ul>
<ul>
<li>RussiaToday (RT): <a href="http://youtu.be/vM__zv9LTug" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
CrossTalk: Arab Fall?</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Susanne Klaiber: <a href="http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/tid-22930/grosses-dossier-zum-arabischen-fruehling-aus-unterdrueckten-werden-helden_aid_645516.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Großes Dossier zum Arabischen Frühling</a></li>
</ul>
<ul>
<li>United Nations Development Programme (UNDP): <a href="http://arabstates.undp.org/subpage.php?spid=37&amp;sscid=149" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Responding to Arab Transformations</a></li>
</ul>
<p><strong><br />
Die Rolle von Social Media beim Arabischen Frühling<br />
</strong></p>
<p>Aufschlussreich waren auch die persönlichen Erfahrungsberichte von Bloggern aus sechs arabischen Ländern. In einem Diskussionsforum standen Elias Filali (Algerien), Suhail al Gosaibi (Bahrain), Basem Fathy (Ägypten), Mohammad Al Qaq (Jordanien), Marcell Shewaro (Syrien) und Tarik Nesh-Nash (Marokko) den anderen Teilnehmern (wie auch alle anderen Experten) der Konferenz Rede und Antwort. So stellte der ägyptische Blogger Basem Fathy klar: „Es ist eine Revolution, es ist nicht die Twitter- oder Facebook-Revolution“. Dennoch habe es eine sehr starke Verbindung zwischen der Revolution in Ägypten und dem Internet gegeben, das ein wichtiger Hebel für diese gewesen sei &#8211; jedoch keineswegs der bedeutendste oder einzige Faktor. „Social Media waren für uns über die Jahre unerlässlich, um uns zu mobilisieren“, so Fathy. Und die syrische Bloggerin und Zahnärztin Marcell Shewaro versucht die Bedeutung von Social Media in ihrem Land an einem Beispiel zu erklären: So sei der Syrer Riad al Turk im Jahr 2001 für zwei Jahre ins Gefängnis gesperrt worden, weil er behauptet hatte: „Der Diktator ist tot“. Damit meinte er den früheren Präsidenten Hafez Al Assad. Darüber habe es damals keinen einzigen Artikel gegeben und wahrscheinlich hätte niemand außerhalb von Syrien je davon gehört. Jetzt dagegen schrieben 5.000 Menschen auf Facebook, dass Bashar Al Assad ein Diktator ist. Früher hätte er Millionen töten und behaupten können, dass extreme bewaffnete Islamisten dahinter steckten. „Und das war’s dann, keine Medien, keine Möglichkeit zum Kommunizieren…und jeder denkt, warum soll ausgerechnet ich mich gegen das System stellen? Wer bin ich denn? Was kann ich schon verändern?“, so Shewaro. Social Media schafften nun eine vollkommen andere Situation: Wenn jetzt jemand verhaftet würde, gehe die Nachricht um die Welt. Der marokkanische Blogger Tarik Nesh-Nash konzentriert sich auf die vermeintliche Macht des Crowdsourcing: Dieses bestehe per definitionem darin, der Masse Steuermöglichkeiten an die Hand zu geben. Genau darum gehe es auch in der Demokratie. Zusammen mit anderen hat der Blogger drei Webseiten ins Leben gerufen, um das Crowdsourcing in Marokko zu nutzen:</p>
<ul>
<li><a href="http://reforme.ma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reforme.ma</a>: Eine Webseite, die das Crowdsourcing von Verfassungsreformen ermöglichte. 200.000 Menschen hätten die Webseite besucht und mehr als 10.000 Anmerkungen zu den Verfassungsänderungen geliefert. Die Ergebnisse der Webseite wurden offiziell der nationalen Kommission vorgestellt, die für den Verfassungsentwurf zuständig ist.</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://marsad.ma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marsad.ma</a>: Eine Crowdsourcing-Seite zur Wahlüberwachung.</li>
</ul>
<ul>
<li><a href="http://juriste.ma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Juriste.ma</a>: Freier Zugang zu Gesetzesdokumenten, damit die marokkanischen Bürger mit einer Suchmaschine juristische Texte durchsuchen und sich so über ihre Rechte und Pflichten informieren können.</li>
</ul>
<p>Hier die vollständig ins Deutsche übersetzten Berichte der Blogger:</p>
<ul>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_basem_fathy.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Basem Fathy (Ägypten)</a></li>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_elias_filali.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elias Filali (Algerien)</a></li>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_marcell_shewaro.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marcell Shewaro (Syrien)</a></li>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_mohammad_al_qaq.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mohammad Al-Qaq (Jordanien)</a></li>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_suhail_al_gosaibi.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Suhail al Gosaibi (Bahrain)</a></li>
<li><a href="/wp-content/uploads/transkript_tariq_nesh_nash.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tarik Nesh Nash (Marokko)</a></li>
</ul>
<p>Ethan Zuckerman, Direktor des <a href="http://civic.mit.edu" target="_blank" rel="noopener noreferrer">MIT Center for Civic Media</a> und Gründer des internationalen Blogger-Netzwerkes <a href="http://de.globalvoicesonline.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Global Voices</a>, beantwortete in einem Videochat die Frage, welche Rolle soziale Medien bei den politischen Umbrüchen in der Arabischen Welt spielten. Zuckerman unternimmt einen zeitlichen Sprung zurück zum ersten Aufstand in Tunesien, den er als Inspiration für die folgenden Revolten bezeichnet und der vornehmlich nicht durch äußere Einflüsse angestoßen worden sei. Dabei skizziert er auch die besonderen Umstände, die für die Erhebung gegen das Regime von Präsident Ben Ali verantwortlich waren.</p>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/Fzh1Trc-B70" width="420" height="315" frameborder="0"></iframe></p>
<p align="center">(Ethan Zuckerman: &#8220;Ben Ali and Bart:<br />
Understanding Participatory Media and Protest&#8221;)</p>
<p>Insbesondere jüngere Aktivisten hatten im Dezember 2010 die in immer mehr Städten aufflammenden Proteste mit ihren Smartphones aufgezeichnet und bei Facebook eingestellt. So umgingen sie die einseitige Berichterstattung der seit Jahrzehnten vom tunesischen Staat kontrollierten Medien. Die Videos zu den Protesten konnten dann von internationalen Medien wie Al Jazeera aufgegriffen und verbreitet werden, deren eigene Journalisten keinen Zugang zu den betroffenen tunesischen Städten hatten. Später sah sich Präsident Ben Ali gar genötigt, sich in einer Fernsehansprache zu den Protesten zu äußern, Zugeständnisse zu machen und persönlich nach Sidi Bouzid zu reisen, wo die Proteste ihren Anfang genommen hatten. Dort besuchte er den Obst- und Gemüseverkäufer Mohamed Bouazizi im Krankenhaus, der sich am 17. Dezember 2010 vor dem Gouverneurssitz von Sidi Bouzid aus Verzweiflung über seine Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit mit Benzin übergossen, angezündet und lebensgefährlich verletzt hatte. Seine Tat und der Selbstmord eines weiteren jungen Mannes gelten als Auslöser der Proteste, die schließlich zum Sturz von Ben Ali führten. Am 23. Oktober werden die Tunesier nun in freien Wahlen zunächst die verfassungsgebende Versammlung bestimmen und anschließend ein neues Parlament wählen – <a href="http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/400930_Experiment-mit-offenem-Ausgang.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">allerdings mit ungewissem Ausgang</a>.</p>
<p>Weiterführende(s) Links/Material zum Thema:</p>
<ul>
<li>Alex Comninos: <a href="http://www.apc.org/en/system/files/AlexComninos_MobileInternet.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Twitter revolutions and cyber crackdowns</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Dubai School of Government:<br />
<a href="http://www.dsg.ae/portals/0/ASMR2.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Arab Social Media Report</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Ethan Zuckerman:<br />
<a href="http://www.ethanzuckerman.com/blog/2011/05/06/civic-disobedience-and-the-arab-spring" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Civic Disobedience and the Arab Spring</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Magdalena Maria Karolak: <a href="http://www.arabmediasociety.com/articles/downloads/20110531112812_Karolak.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
Civil Society and Web 2.0 Technology: Social Media in Bahrain</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Merlyna Lim:<br />
<a href="http://prezi.com/pk2kvq93ikxq/revolution-20-social-media-and-political-changes-in-egypt-and-beyond/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Revolution 2.0? &#8211; Social media and political changes in Egypt and beyond</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Miniwatts Marketing Group:<br />
<a href="http://www.internetworldstats.com/middle.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet World Stats</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Sahar Khamis and Katherine Vaughn:<br />
<a href="http://www.arabmediasociety.com/articles/downloads/20110603105609_Khamis.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Cyberactivism in the Egyptian Revolutio</a></li>
</ul>
<p><strong>Regime 2.0 &#8211; Die dunkle Seite von Social Media<br />
</strong></p>
<p>Der IT-Experte Dr. Sandro Gaycken von der Freien Universität Berlin warnt in seinem Konferenz-Beitrag davor, dass jemand, der soziale Netzwerke bzw. Web 2.0-Dienste nutzt, um sich in unruhigen Situationen zu koordinieren, damit rechnen müsse, dass die zuständigen Behörden ihn schon bald ausspähen werden. Das hätten sie spätestens nach dem Arabischen Frühling verstanden. Die Behörden könnten sogar physisch in die Systeme und Provider eindringen, um sie zu infiltrieren. Des Weiteren stellt er fest, dass – trotz des vermeintlichen Vorteils eines freien Netzes – jeder, der über ein Mindestmaß an Ressourcen und Interesse verfüge, etwas veröffentlichen könne, solange es keinerlei staatliche Kontrolle gebe: „In der Vergangenheit sind einige Akteure mit dubiosem Hintergrund – wie zum Beispiel PR-Institute, Lobbygruppen oder sogar Militärs – im Web 2.0 aktiv geworden und haben Meinungen, falsches Wissen, Ideologien usw. verbreitet.“ Daher sei für ihn nichts, das im Web 2.0 auftaucht, per se glaubwürdig. Zudem wartet er mit einer düsteren Prognose auf: Das Netz sei viel einfacher vollständig kontrollierbar als konventionelle Medien. Daher seien die Zeiten des freien Internet bald vorbei.</p>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/-hFk6FDrZBc" width="480" height="315" frameborder="0"></iframe></p>
<p align="center">(Evgeny Morozov: How the Internet strengthens dictatorships)</p>
<p>Eine positivere Sichtweise hat der Konferenzteilnehmer Binod Bista: Er bemerkt im Diskussionsforum der Online-Konferenz zu den Ausführungen des Journalisten und Bloggers Evgeny Morozov im obigen Video, dass er dessen informierte Beurteilung über die dunkle Seite der sozialen Medien sehr erfrischend fand – so beispielsweise, dass Morozov das Cybernet als „Katalysator für Veränderungen“ bezeichnet. Dagegen fand er, dass trotz der negativen Seiten des Cyber-Utopismus der Nutzen moderner Kommunikationstechnologie die Risiken im Sinne kritischer Öffentlichkeit überwiege.</p>
<p>Weiterführende(s) Links/Material zum Thema:</p>
<ul>
<li>Alexander Howard:<br />
<a href="http://gov20.govfresh.com/are-the-internet-and-social-media-tools-of-freedom-or-tools-of-oppression/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Are the Internet and Social Media „Tools of Freedom‟ or „Tools of Oppression?‟</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Infowar Monitor:<br />
<a href="http://www.infowar-monitor.net/2011/06/syrian-electronic-army-disruptive-attacks-and-hyped-targets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Syrian Electronic Army: Disruptive Attacks and Hyped Targets</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Jörg Brunsmann:<br />
<a href="http://www.wdr5.de/fileadmin/user_upload/Sendungen/Politikum/2011/05/Manuskripte/30_Brunsmann.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie das Netz totalitären Regimen in die Hände spielt</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Paul Sonne &amp; Steve Stecklow:<br />
<a href="http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704438104576219190417124226.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">U.S. Products Help Block Mideast Web</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Sandro Gaycken:<br />
<a href="http://www.zeit.de/2011/25/USA-Internet-Kontrolle/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir müssen das Internet verkleinern</a></li>
</ul>
<ul>
<li>William Saletan:<br />
<a href="http://www.slate.com/id/2299214" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Is the Internet driving the revolutions of the Arab Spring?</a></li>
</ul>
<p><strong>Das Zusammenspiel von alten und neuen Medien<br />
</strong></p>
<p>An den letzten beiden Tagen der Online-Konferenz wurde der Frage nachgegangen, inwieweit es zu einem Zusammenspiel zwischen traditionellen (wie Al Jazeera) und neuen Medien kam. Dazu gab es einen Videochat zwischen Christian Rickerts von Reporter ohne Grenzen und Asiem El Difraoui, einem Nahost-Experten der Stiftung Wissenschaft und Politik, sowie eine Diskussion im Konferenzforum mit Dr. Ronald Meinardus von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und dem Redaktionsleiter des <a href="http://de.qantara.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlineportals Qantara.de</a>, Loay Mudhoon.</p>
<p>Meinardus wies darauf hin, dass es hauptsächlich Satellitenkanäle (vor allem Al-Jazeera) waren, die die Medienkontrolle der Regierungen gebrochen hätten: „Ich würde sagen, dass der Einfluss der Satellitenkanäle auf die breite arabische Öffentlichkeit immer noch viel größer als der der neuen Social Media ist“. Bei einer aufschlussreichen Meinungsumfrage (durchgefühbrt von einem US-amerikanischen Institut und daher eine glaubwürdige Quelle) in Ägypten nach der Revolution hätten die Befragten angegeben, dass sie sich stärker auf das Fernsehen als auf Facebook als ihre Hauptinformationsquelle während der Revolution stützten (84 Prozent im Vergleich zu sechs Prozent). Twitter hingegen wurde kaum genannt.</p>
<p>Sein Fazit: Soziale Medien waren als Werkzeug zum Netzwerken und Mobilisieren der revolutionären Jugend unerlässlich. Zeitweise stützten sich auch die alten Medien (TV) auf die Infos der neuen Medien. Doch die Reichweite des Fernsehens (in Ländern wie Ägypten und Tunesien) sei sehr viel größer.</p>
<p align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/uC00w8SS_fs" width="480" height="315" frameborder="0"></iframe></p>
<p align="center">(Al Jazeera: Listening Post &#8211; Recapping the Arab revolutions)</p>
<p>Auch Mudhoon von quantara.de zeigt sich skeptisch hinsichtlich der Rolle sozialer Medien: „Facebook-Aktivisten“, „Twitter- Revolution“, „Volksaufstand per Mausklick“ – kein Schlagwort schien in den Zeiten des Arabischen Frühlings plakativ genug, um die besondere Bedeutung neuer digitaler Medien bei den Protesten in vielen arabischen Staaten zu beschreiben. Spätestens seitdem der ägyptische Internetaktivist und Google-Manager Wael Ghonim zum Gesicht der ägyptischen Protestbewegung wurde und vom US-Nachrichtenmagazin „Time“ zur einflussreichsten Persönlichkeit des Jahres gekürt wurde, scheine der „Hype“ um die Wirkung von Twitter, Facebook und Co. im Dienste neuer Protestformen nicht mehr zu stoppen gewesen. Fest stehe: „Die neuen sozialen Medien stoßen zweifellos in neue Dimensionen vor, eröffnen andere Kommunikationskanäle und ermöglichen somit neue Formen der Interaktion und Massenorganisation. Diese digitalen Kommunikationsplattformen schaffen insbesondere in autoritären Staaten neue (zunächst) öffentliche virtuelle Räume, in denen Menschen unterschiedlicher Herkunft ihre eigenen Standpunkte deutlich machen.“</p>
<p>Doch jenseits dieser Euphorie solle die Bedeutung sozialer Medien für das Gelingen von Revolutionen und Reformbewegungen nicht überschätzt werden. Denn die Ursachen für Reformbewegungen und Volksaufstände seien in der Regel die schlechte Versorgungslage der Bevölkerung und eine allgemeine Unzufriedenheit. Es handele sich bei den sozialen Medien lediglich um Werkzeuge. Wichtig sei aber auch die entscheidende Rolle arabischer Satellitensender, die eine panarabische Öffentlichkeit hervorgebracht hätten. „Dadurch konnte der Funke der Revolution auf andere Länder erst überspringen und ein historisches Momentum schaffen“, so Mudhoon. Treffend weist Meinardus darauf hin, dass Al Jazeera die neuen Medien als Informationsquelle und als Strategie zur Zuschauerbindung nutze. Zudem verfüge der Sender seit Jahren über ein Ausbildungsprogramm &#8211; so könne sich Al Jazeera eigene Journalisten heranziehen. Dies sei löblich im Sinne eines professionellen Journalismus – in der arabischen Welt sei dies jedoch noch die Ausnahme.</p>
<p>Weiterführende(s) Links/Material zum Thema:</p>
<ul>
<li>John Perritano:<br />
<a href="http://people.howstuffworks.com/culture-traditions/tv-and-culture/satellite-technology-make-tv-programming-global2.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Arab World: </a><a href="http://people.howstuffworks.com/culture-traditions/tv-and-culture/satellite-technology-make-tv-programming-global2.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">A Case Study of Global TV</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Katharina Lehner:<br />
<a href="http://digitaljournal.zib21.com/al-jazeera-medien-revolution-auf-arabisch/442401/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Al Jazeera: Medien-Revolution auf Arabisch</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Loay Mudhoon:<br />
<a href="http://de.qantara.de/Wann-ist-ein-Maertyrer-ein-Maertyrer/17012c17499i0p8/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabische und westliche Medien nach 11. September 2001</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Magda Maurice:<br />
<a href="http://www.mafhoum.com/press4/124S29.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Arab Viewer and Media Revolution</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Ramy Aly:<br />
<a href="http://www.arabmediasociety.com/articles/downloads/20110531104306_Aly.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebuilding Egyptian Media for a Democratic Future</a></li>
</ul>
<ul>
<li>Ruth Rach:<br />
<a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/1447894/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eine Stimme der syrischen Opposition</a></li>
</ul>
<p><strong>Fazit zur Online-Konferenz<br />
</strong></p>
<p>Obwohl die Online-Konferenz für viele Teilnehmer sicherlich gewöhnungsbedürftig war, da sie im Gegensatz zu vergleichbaren Veranstaltungen ganz und gar auf die <a href="http://fb-revolution.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_page.php?wc_c=37893&amp;wc_id=1&amp;wc_lkm=14842" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Proaktivität der Teilnehmer</a> setzte, vermochte sie einen guten Einblick über die Bedeutung sozialer Medien für die Arabische Revolution aus unterschiedlichen Perspektiven geben. Joachim Schulte, Leiter der Virtuellen Akademie, zeigte sich zufrieden mit der simultan in deutscher und englischer Sprache abgehaltenen Konferenz: „Mehr als 300 Menschen haben sich angemeldet, und die Logfiles zeigen Zugriffe aus sage und schreibe 56 Ländern der Welt. Auch die ersten Rückmeldungen, die wir im Feedback bekommen haben, sind sehr positiv.“</p>
<p>Jedoch fiel die Beteiligung in den Diskussionsforen in Anbetracht von mehr als 300 Konferenzteilnehmern zurückhaltend aus. Die Beiträge selbst aber waren zumeist äußerst reflektiert und informativ. Abschließend wurden die Teilnehmer dazu aufgerufen, ein persönliches Fazit zu ziehen. Auch der bereits zu Wort gekommene Binod Bista tat dies und meinte, dass es die Opfer der zahllosen Freiheitskämpfer in den arabischen Ländern allzu sehr schmälern würde, das erfolgreiche Aufbegehren der arabischen Welt unter „Facebook-Revolutionen“ zusammenzufassen: „Ich würde sie eher ‘Facebook-Wächter für Demokratie und Menschenrechte‘ nennen.“</p>
<p>Und quantara.de-Redaktionsleiter Mudhoon kommt zu dem Schluss, dass eine der wichtigsten Funktionen der sozialen Netzwerke sei, dass das Anliegen der Menschen auch die Weltöffentlichkeit erreiche. Ob es die Kämpfer gegen die Gaddafi-Armee in Misrata sind oder die Demonstranten in Syrien: „Ihre Botschaften erreichen uns per Handyvideo, über Blogs, Twitter und Facebook.“ Auch wenn die Neuen Medien bei der ägyptischen Revolution &#8220;nur&#8221; als Brandbeschleuniger dienten, seien sie eine starke Stütze auf dem Weg hin zu einem selbstbestimmten Leben gewesen. Laut Schulte wolle die Virtuelle Akademie auch in Zukunft wieder internationale Online-Konferenzen anbieten. Abschließend noch der Hinweis, dass sich seit Montag in Tunis etwa 200 Blogger des Arabischen Frühlings <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,789712,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu einer Konferenz treffen</a>.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 39</title>
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		<dc:creator><![CDATA[]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Sep 2011 15:20:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-38"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="88" width="76" /></a> Fehldiagnose Internetsucht, Revolutionierung der politischen Beteiligung durch das Netz, Facebook als Navigationssystem für die Arabische Revolution - dies und mehr in der Digitalen Presseschau.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Fehldiagnose Internetsucht, Revolutionierung der politischen Beteiligung durch das Netz, Facebook als Navigationssystem für die Arabische Revolution &#8211; dies und mehr in der Digitalen Presseschau.</p>
<p>In dieser Presseschau nimmt das Thema Facebook einen größeren Raum ein: einerseits als &#8220;Navigationssystem&#8221; für die Arabische Revolution, andererseits als Untersuchungsobjekt der Stiftung Warentest. Unser Artikel der Woche ist jedoch eine kritische Auseinandersetzung mit einer Studie zur Internetsucht.</p>
<p><a href="http://www.taz.de/Studie-sieht-halbe-Million-Internetsuechtige/%2178875/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die neue Sucht heißt Leben</strong></a></p>
<p>Laut einer vom Bundesministerium für Gesundheit <a href="http://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/dateien-dba/DrogenundSucht/Computerspiele_Internetsucht/Downloads/PINTA-Bericht-Endfassung_280611.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geförderten Studie</a> mit dem Titel &#8220;Prävalenz der Internetabhängigkeit&#8221; (PINTA) sollen 560.000 Deutsche zwischen 14 und 64 Jahren internetsüchtig sein. Diese Meldung ging hierzulande meist unreflektiert durch die Medien. Doch für Martin Rank von taz.de ergibt die Gegenüberstellung von Online und Offline keinen Sinn. Von &#8220;Internetsucht&#8221; zu sprechen, zeuge von Angst vor einer neuen Art, sein Leben zu führen.</p>
<p><strong><a href="http://www.test.de/themen/computer-telefon/meldung/Gewusst-Wie-Facebook-sichermachen-4284950-4284952/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leitfaden für Facebook-Privatsphäre</a></strong></p>
<p>Sehr anschaulich erklärt die Stiftung Warentest auf test.de, wo die wichtigsten &#8220;Knöpchen&#8221; bei Facebook zu finden sind, um die Privatsphäre-Einstellungen anzupassen. Diese sind in der Mehrzahl auf Preisgabe privater Daten voreingestellt. Dem kann mit dem Leitfaden von test.de ein Riegel vorgeschoben werden!</p>
<p><strong><a href="http://www.theeuropean.de/gunnar-sohn/8141-warum-deutschland-seine-internet-aversionen-kultiviert" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Oxymoron-Gesellschaft</a></strong></p>
<p>Auf den dritten Platz wählten wir einen Beitrag von Gunnar Sohn für The European, der mit Verweis <a href="https://info.clearswift.com/express/clients/clearhq/papers/Clearswift_report_WorkLifeWeb_2011.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">auf eine Studie</a> des Sicherheitsunternehmens Clearswift feststellt, dass Deutschland den zweifelhaften Ehrentitel der weltweit führenden Nation der Verbote, Regeln und Blockaden für Social Media-Dienste trage. Sohn lässt dazu in seiner Kolumne verschiedene Netz-Experten wie Gunter Dueck zu Wort kommen.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-09/epartizipation-internet-vowe/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>&#8220;Jüngere entwickeln eine ganz neue Kommunikation&#8221;</strong></a></p>
<p>Astrid Herbold von Zeit Online führt ein Gespräch mit dem Politikwissenschaftler Gerhard Vowe von der Universität Düsseldorf über die Ergebnisse einer von ihm geleiteten Langzeitstudie zur E-Partizipation. Demnach revolutioniere das Internet die politische Beteiligung – jedoch nur für diejenigen, die mit ihm aufwuchsen.</p>
<p><a href="http://www.heise.de/tr/artikel/Die-Opposition-war-immer-da-1349405.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Facebook als „Navigationssystem“ für Arabische Revolution</strong></a></p>
<p>Auf den fünften Platz unserer Presseschau schaffte es ein vom Technology Review veröffentlichtes Interview mit der Sozialwissenschaftlerin Zeynep Tufekci. Darin geht es um die Art und Weise, wie soziale Netzwerke politische Debatten verändern und Revolutionen befördern können. Treffend kommt Frau Tufekci zu dem Schluss, dass ein auf drei Säulen fußendes Medien-Ökosystem für die Umwälzungen in der Arabischen Welt mitverantwortlich war: das Zusammenwirken von Satelliten-Sendern wie Al Jazeera, eine weite Verbreitung von Mobiltelefonen mit Kameras sowie soziale Netzwerke.</p>
<p><a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/internet-ohne-politische-schlagkraft/43242" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Internet ohne politische Schlagkraft</strong></a></p>
<p>Aus Sicht von Carolin Hentschel vom Magazin Cicero belegt der Erfolg der Piraten bei der Wahl in Berlin, dass unsere Gesellschaft noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen ist. Netzpolitik sei noch immer nur ein Thema für wenige: die digitale Elite – deren Repräsentanten die Piraten seien. Diese Behauptung untermauert Hentschel mit Beispielen der vermeintlich mäßigen Nutzung von Partizipationsmöglichkeiten im Internet durch die Bürger.</p>
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		<title>Landesforum 2011 in NRW</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/landesforum-2011-in-nrw-5430/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 16:49:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/dvpb.png" height="90" width="480" /><br />
„Neue Formen des Friedens – soziale Netzwerke, Demokratiebewegungen und Menschenrechte“ ist das Thema einer von der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB NW e.V.) ausgerichteten Tagung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) am 5. Oktober 2011 in Nordrhein-Westfalen.<br />
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/dvpb.png" height="90" width="480" /><br />
„Neue Formen des Friedens – soziale Netzwerke, Demokratiebewegungen und Menschenrechte“ ist das Thema einer von der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung (DVPB NW e.V.) ausgerichteten Tagung an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) am 5. Oktober 2011 in Nordrhein-Westfalen.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Auf dem diesjährigen Landesforum 2011 des <a href="http://www.dvpb-nw.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DVPB NW e.V.</a> soll in Vorträgen, Diskussionen und Arbeitsgruppen hinterfragt werden, welche Rolle die Neuen Medien bei den jüngsten Demokratiebewegungen in der Arabischen Welt spielten, wie sie auf die nationale und internationale Politik einwirken und welche Bedeutung sie bei der Wahrnehmung von Krieg sowie der Mobilisierung von Friedensinitiativen haben. Weitere Themen sind „Jugend und Politik im Internet“, „Neue Medien in der politischen Bildung“ sowie „Soziale Netzwerke und wie im Unterricht damit umgehen?“. Zudem gibt es eine Schulbuchausstellung. Unter anderem hält Prof. Johan Galtung, der „Gründungsvater“ der Friedensforschung, einen Vortrag zum Thema „Diagnose, Prognose und Therapie der Arabischen Revolte &#8211; Zu Gebrauch und Missbrauch Humanitärer Intervention“. Zur Zielgruppe zählen vornehmlich Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen (z.B. Sozialwissenschaft, Friedensforschung, Geschichte) und Lehrer. Die Anmeldung muss schriftlich bis spätestens 26.9.2011 erfolgen. Mehr Informationen dazu <a href="http://dvpb.files.wordpress.com/2011/08/11-1315_dvbp_programm-1.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gibt es hier</a>.</p>
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		<title>Interkultureller Dialog auf qantara.de</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/interkultureller-dialog-auf-qantarade-5411/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Sep 2011 15:00:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Dialogplattform]]></category>
		<category><![CDATA[Islamfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[qantara.de]]></category>
		<category><![CDATA[Islam]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Welt]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[9/11]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="141" height="89" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/qantara-logo.png" />Das Onlineportal qantara.de will die Verständigung zwischen Orient und Okzident fördern. Die in Europa um sich greifende Islamfeindlichkeit zeigt, dass solch ein Anliegen wichtiger denn je ist.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/qantara-logo.png" alt="" width="141" height="89" align="left" />Das Onlineportal qantara.de will die Verständigung zwischen Orient und Okzident fördern. Die in Europa um sich greifende Islamfeindlichkeit zeigt, dass solch ein Anliegen wichtiger denn je ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am kommenden Sonntag jähren sich die Terroranschläge von 9/11 zum zehnten Mal. Diese schrecklichen Ereignisse, aber auch die Folgen des später von US-Präsident George W. Bush ausgerufenen „War on Terror“ verstärkten das Misstrauen und die Konflikte zwischen westlicher und arabischer Welt, zwischen Christen und Muslimen. Im Westen bildete sich in der Folge eine zunehmende Islamfeindlichkeit heraus – diesen Entwicklungen zum Trotz zeigen die jüngsten Ereignisse der Arabischen Revolution, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in arabischen Ländern nicht religiösen Fanatikern und Extremisten folgt, sondern frei von staatlicher Diktatur und religiösem Fanatismus leben will. Zum Thema 9/11 und dem vermeintlichen Graben zwischen Christen und Muslimen erschien auf dem Online-Projekt der Deutschen Welle <a href="http://de.qantara.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">qantara.de</a> aktuell ein <a href="http://de.qantara.de/Gehasst-gefuerchtet-missverstanden/17094c17595i1p8/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">interessanter Artikel</a> des SZ-Journalisten Matthias Drobinski, in dem er resümiert, dass „der Dialog zwischen Christen und Muslimen im Westen […] um einige Illusionen ärmer, aber […] auch ehrlicher und intensiver geworden“ sei und die Umwälzungen in der arabischen Welt „dem Kampf um die humane Seite der Religion mehr helfen [könnten] als der Tod Osama bin Ladens“.</p>
<p>Das Wort Qantara ist arabisch und heißt übersetzt Brücke. In diesem Sinne soll das Portal einen Raum für konstruktive Debatten über Gemeinsamkeiten sowie Kontroversen zwischen westlicher und arabischer Welt eröffnen: und zwar mehrsprachig. Zuletzt hatte die menschenverachtende Tat von Anders Brevik in Oslo eine neue Debatte über die grassierende Islam- und Ausländerfeindlichkeit in Europa ausgelöst. Politiker wie der Niederländer Gert Wilders oder Online-Plattformen wie „Politically Incorrect“ (PI-News) lassen diesbezüglich <a href="http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2011/07/27/pi-news-der-hassblog-der-rechtspopulisten_6714" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tief in die Gedankenwelt</a> des modernen europäischen Rechtspopulismus blicken. Solch radikalem Gedankengut ist am besten mit einem möglichst direkten und vorurteilsfreien interkulturellen Dialog zu begegnen. Dazu will auch qantara.de beitragen. <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/sid_87390D703C4A70E4089D86D66024C17E/DE/Aussenpolitik/KulturDialog/InterkulturellerDialog/ERI/ProjekteMedien/Qantara_node.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Initiative des Auswärtigen Amtes</a> ging das Portal erstmals im März 2003 online. Als gemeinsame Träger von qantara.de fungieren seitdem die Deutsche Welle (DW), das Goethe-Institut (GI), die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). <a href="http://www.dw-world.de/dw/article/0,,5489837,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Anspruch des Portals</a> ist eine fundierte und ausgewogene Berichterstattung zu unterschiedlichen Themen aus der islamischen bzw. arabischen Welt: von der &#8220;EU-Tauglichkeit&#8221; der Türkei über den Karikaturenstreit bis hin zur Rolle der Frauen im Islam.</p>
<p>In einem <a href="http://de.qantara.de/Internet/291b102/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eigenen Dossier</a> wird in der deutschsprachigen Ausgabe die Rolle des Internet in der arabischen Welt unter die Lupe genommen, wobei der letzte Artikel, der sich mit Bloggern in der arabischen Welt beschäftigt, schon etwas älter ist (Dezember 2010) und zu den Entwicklungen der vergangenen Monate dort noch kein Beitrag erschien. Hier hätte man aktuelle Beiträge über die zentrale Rolle, die Internet und soziale Medien für die Arabische Revolution gespielt haben, erwartet. Allerdings wird darauf in Beiträgen eines eigenen <a href="http://de.qantara.de/Arabischer-Fruehling/78b18/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dossiers „Arabischer Frühling“</a> eingegangen: <a href="http://de.qantara.de/Wir-gehen-nicht-zurueck-in-unsere-Kuechen/16412c16624i1p419/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie in diesem Interview</a> mit der tunesischen Bloggerin Lina Ben Mhenni. Ein <a href="http://de.qantara.de/Vielfalt-des-Aufstands/17084c17585i0p93/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">informativer aktueller Beitrag</a> zum Arabischen Frühling ist z.B. „Vielfalt des Aufstandes“, der sich mit der syrischen Oppositionsbewegung auseinandersetzt. Hier zeigt sich auch die Stärke der Webseite: die Bereitstellung tiefergehender und komplexer Analysen.</p>
<p>In einem <a href="http://www.youtube.com/watch?v=FcOD_mmeQLQ" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview vom August 2011</a> erklärt der Redaktionsleiter von qantara.de Loay Mudhoon: „quantara.de leistet seit fast sieben Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verständigung und Annäherung der Kulturen. […] quantara.de ist ein Debattenportal, eine offene Dialogplattform für alle möglichen Autoren und Beiträge. Das wichtigste ist dabei, dass man kritisch sein sollte, allerdings ohne Hetze und Pauschalisierung.“ Ein großer Vorteil von Portalen wie qantara.de sei es, dass diese ohne kommerziellen Druck und fern von medialen Gesetzmäßigkeiten, die auf sensationsorientierten Journalismus setzen, agieren könnten.</p>
<p>Im Disclaimer von qantara.de wird darauf verwiesen, dass verschiedene Positionen, die dort präsentiert werden, nicht die Haltung von Redaktion oder Träger widerspiegeln. Es gehört also zum redaktionellen Selbstverständnis von qantara.de, keine explizite Sichtweise vorzugeben. Dass dies mitunter schwierig umzusetzen ist, zeigt ein Vorfall aus dem Jahr 2008, der <a href="http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2068" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bei haGalil.com</a> dokumentiert wurde und über den die <a href="http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/2944" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jüdische Allgemeine berichtete</a>. Damals hatte die Redaktion von qantara.de <a href="http://de.qantara.de/wcsite.php?wc_c=3798" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen Beitrag</a> des israelisch-deutschen Journalisten Igal Avidan zunächst abgelehnt. Auf Druck des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit (DKR) entschuldigte sich die Deutsche Welle schließlich für den Vorgang. Trotz dieses kritikwürdigen Vorfalls finden sich keine Hinweise darauf, dass der Berichterstattung von qantara.de eine grundsätzlich einseitige politische Ausrichtung zugrunde liegt. Das garantieren auch die unterschiedlichen Verantwortlichen der Plattform (Bundeszentrale für politische Bildung, Goethe-Institut etc.) und der politische Wille, der dahinter steht. Beispielhaft für die Ausgewogenheit ist die Berichterstattung über den Nahost-Konflikt auf quantara.de. Während <a href="http://de.qantara.de/Weder-Hamas-noch-Fatah-repraesentieren-die-Palaestinenser/2937c3031i1p369/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in diesem Artikel</a> mit dem Titel „Weder Hamas noch Fatah repräsentieren die Palästinenser“ deutliche Kritik an palästinensischen Repräsentanten und Terroranschlägen wie durch die Hamas geübt wird, kommt <a href="http://de.qantara.de/Israel-wurde-auch-einseitig-ausgerufen/16850c17112i1p234/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">in diesem Interview</a> mit dem israelischen Journalisten und Schriftsteller Uri Avnery vornehmlich Kritik an der Politik Israels zur Sprache.</p>
<p>Die Webseite qantara.de ist sehr übersichtlich strukturiert. In der Navigationsleiste finden sich gleichgeordnet die Kategorien Politik, Gesellschaft, Kultur, Dossiers, Dialoge, Bildergalerien und Leserbriefe, während im rechten Seitenbereich u.a. auf die Präsenzen bei Facebook und Twitter sowie den Newsletter und aktuelle Termine aufmerksam gemacht wird. Eine hierarchisch-strukturierte Darstellung der Inhalte in Form einer Seitenübersicht sucht man bei qantara.de allerdings vergebens. Das Alleinstellungsmerkmal und Besondere der Webseite ist der Zugang der Inhalte in mehreren Sprachen – eine Grundvoraussetzung für den interkulturellen Dialog!</p>
<p>Derzeit erscheint die Webseite in den Sprachen <a href="http://de.qantara.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Deutsch</a>, <a href="http://en.qantara.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Englisch</a> und <a href="http://ar.qantara.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Arabisch</a> – die <a href="http://tr.qantara.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">türkische Sprachversion</a> wird von der Hauptseite nicht verlinkt und ist inhaltlich nicht auf dem neuesten Stand (letzter Artikel vom März 2011). Die Inhalte der drei genannten Sprachversionen sind jedoch aktuell gehalten. Dabei nimmt das Thema Arabische Revolution, wie nicht anders zu erwarten, derzeit den größten Raum in der Berichterstattung ein. Viele Beiträge auf qantara.de wurden auch auf den Webseiten der Träger (Deutsche Welle etc.) von qantara.de veröffentlicht, <a href="http://www.bpb.de/publikationen/AELMZW,0,Der_arabische_Fr%FChling_und_das_Ende_der_Antithese_des_11_September_Essay.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wie dieser</a> von Geert J. Somsen in Politik und Zeitgeschichte 61 (2011) erschienene Essay „Der arabische Frühling und das Ende der ‚Antithese des 11. September’“, oder in anderen renommierten Medien wie der Süddeutschen Zeitung. Die Publikationen setzen häufig ein gewisses Hintergrundwissen zu den behandelten Sachverhalten voraus und richten sich zuvorderst an wissenschaftliche und politische Fachkreise.  Laut Redaktionsleiter Mudhoon spricht qantara.de in erster Linie die sogenannte Informationselite an. Das sollte aber weniger mit der Materie vertraute Leser nicht abschrecken, die sich hier vertiefend informieren können. In einem <a href="http://www.lehrer-online.de/qantara.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">etwas älteren Beitrag</a> aus dem Jahre 2006 empfahl der Islamwissenschaftler Dr. Michael Kiefer gar bei Lehrer-Online die Inhalte auf der Plattform auch als Rechercheinstrument für Lehrerinnen und Lehrer. Anspruchsvoller ist es dagegen, sich als Leser zu den Themen und Debatten auf quantara.de in Kommentaren oder Leserbriefen inhaltlich zu äußern. Echtzeit-Dialoge im Sinne von Foren-Diskussionen finden auf der Seite nicht statt. Jedoch wird in der <a href="http://de.qantara.de/Dialoge/81b19/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rubrik „Dialoge“</a> darauf verwiesen, dass qantara.de Intellektuelle aus unterschiedlichen Kulturkreisen darum bittet, über ein vorgegebenes Thema per E-Mail in einen Dialog zu treten. Die Korrespondenz wird dann auf Deutsch, Arabisch und Englisch veröffentlicht. Derzeit lassen sich dort insgesamt sechs <a href="http://de.qantara.de/Briefwechsel/13729c19/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">lesenswerte Briefwechsel</a> aus den vergangenen Jahren zu Themen wie Antisemitismus im Nahostkonflikt oder Muslime und Integration in Europa finden – hier wären jedoch eine höhere Frequenz und Intensivierung des Dialogs wünschenswert. Für alle anderen Nutzer besteht auf der <a href="https://www.facebook.com/pages/Qantarade-Dialogue-with-the-Islamic-World/80408983549" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Präsenz</a> die Möglichkeit, Diskussionen zu eröffnen, von der jedoch bisher kaum Gebrauch gemacht wird. Zudem können <a href="http://de.qantara.de/Leserbriefe/93b23/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Leserbriefe</a> eingereicht werden.</p>
<p><strong>Fazit:</strong></p>
<p>Wer sich über die aktuelle Berichterstattung in Mainstream-Medien hinaus fundiert zu kontrovers und aktuell diskutierten Themen zwischen westlicher und arabischer Welt informieren will, wird auf quantara.de mit Interviews und gut recherchierten Beiträgen namhafter Experten hinlänglich bedient. Prädikat: Empfehlenswert!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Netz-Konferenz: &#8220;Facebook Revolutions?&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 08 Sep 2011 14:41:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Al Jazeera]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/facebook-revolutions.png" height="69" width="480" />
Ab 19. September 2011 richtet die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung eine internationale Konferenz unter dem Titel „Facebook Revolutions? - Die Bedeutung von Social Media für den politischen Wandel in der arabischen Welt“ aus.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ab 19. September 2011 richtet die Virtuelle Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung eine internationale Konferenz unter dem Titel „Facebook Revolutions? &#8211; Die Bedeutung von Social Media für den politischen Wandel in der arabischen Welt“ aus.</p>
<p>Die <a href="http://fb-revolution.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_blog.php?wc_c=37892&amp;wc_lkm=14833" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internationale Konferenz</a> findet vom 19. – 30. September ausschließlich online im Rahmen eines Seminars der Virtuellen Akademie der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit statt. Dabei soll die Rolle, die soziale Medien wie Facebook und Twitter während der Arabischen Revolution spielten, kritisch hinterfragt werden. Thematisiert wird aber auch die Bedeutung traditioneller Medien wie Al Jazeera. Internationale Experten, Journalisten und Politiker werden den Teilnehmern der Konferenz in Foren, Video-Chats und Video-Statements Rede und Antwort stehen. Die Arbeitssprachen sind Deutsch und Englisch. Programmpunkte, die in Echtzeit übertragen werden, finden jedoch ausschließlich in Englisch statt.</p>
<div align="center"><iframe src="http://www.youtube.com/embed/KQiKEruA48w" frameborder="0" width="480" height="345"></iframe></div>
<p align="center"><strong>(Video-Ankündigung der Konferenz)</strong></p>
<p>Die <a href="http://fb-revolution.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_page.php?wc_c=37893&amp;wc_id=1&amp;wc_lkm=14842" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besonderheit des virtuellen Seminars</a> ist es, dass die Teilnehmer proaktiv die bereitgestellten Materialien selbst studieren und auswerten müssen, um sich dann auf elektronischem Wege darüber miteinander auszutauschen.</p>
<p>Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit politik-digital.de statt.</p>
<p><strong>Weiterführende Links:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://fb-revolution.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_programmdetails.php?wc_c=38380" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenzprogramm</a></li>
<li><a href="http://fb-revolution.virtuelle-akademie.fnst.org/webcom/show_websiteprog.php?wc_c=37890" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Anmeldung / Registrierung</a></li>
<li><a href="http://virtuelle-akademie.fnst.org/files/12099/2011-09-07_Invitation_FB-REV__SMW_DE.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz-Flyer</a></li>
</ul>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 34</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-34-5379/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-34-5379/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 15:02:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Domscheit-Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Julian Assange]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-34"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="87" width="80" /></a>Ägyptische und tunesische Hacker, ein Leck bei Wikileaks, potentielle Cyberdemokratie in China,  und vieles mehr sind heute Thema in unserer Digitalen Presseschau.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ägyptische und tunesische Hacker, ein Leck bei Wikileaks, potentielle Cyberdemokratie in China, und vieles mehr sind heute Thema in unserer Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch diese Woche hatten wir zahlreiche interessante Artikel zur Auswahl. Sieger wurde diesmal ein Beitrag aus dem Online-Magazin Technology Review von John Pollok. Er beschreibt detailliert die Digitalisierung in Ägypten und Tunesien, ihre Gefahren und Vorteile.</p>
<p><strong><a href="https://www.technologyreview.com/web/38379/?mod=ArabSpring_feature" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie die ägyptische und tunesische Jugend den Arabischen Frühling hackten</a></strong></p>
<p>Gold geht an: John Pollock. In einem sehr ausführlichen, aber nicht langweilig werdenden Artikel beschreibt er im Magazin <em>Technology Review</em>, wie sich junge Tunesier und Ägypter das Internet zu Nutzen machten, um ihre politischen Ziele zu verfolgen. Es war ein heikles Manöver und viele Menschen, die Online-Plattformen zur Verfügung stellten und Demonstrationen im Netz organisierten, bezahlten die Freiheit ihrer Mitbürger mit ihrem Leben. Eine tolle Chronik der „Online-Ereignisse“ in den arabischen Ländern.</p>
<p><strong><a href="http://www.freitag.de/politik/1134-nerds-ohne-nerven" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kein Vertrauen mehr in Wikileaks</a></strong></p>
<p>In einem einmaligen Artikel erklärt Steffen Kraft wieso der <em>Freitag</em> im Besitz unredigierter US-Botschaftsdepeschen ist und welche Ängste Julian Assange dazu bewegen bei Julian Augstein, dem Verleger des Freitags anzurufen. Selbst Assange ist scheinbar zu der Einsicht gekommen, dass seine Plattform nicht die Sicherheitsstandards einhält, welche Assange und Mitgründer Domscheit-Berg anfangs proklamierten. Kraft greift ebenfalls die Ereignisse auf, die letzten Endes zu den Diskrepanzen zwischen den beiden Köpfen von WikiLeaks geführt haben. Dafür gibt es von uns die Silbermedaille.</p>
<p><strong><a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Dreifachkatastrophe in Japan und ihre Auswirkungen auf die Internetnutzung</a> </strong></p>
<p>Der Sachbuch-Autor Yasushisa Hasegawa beschreibt in dieser Woche in der <em>Berliner Gazette</em>, wieso das High-Tech Land Japan bislang das Potential des Internets nicht völlig ausgeschöpft hat und wieso das Internet bis vor kurzem als ein Medium der zweiten Klasse angesehen wurde. Die Katastrophe vom März diesen Jahres veränderte das Nutzerverhalten. Japaner greifen nun häufiger zu Smartphones und ähnlichen Technologien, da diese ihnen schnellere Auskunft über die Ereignisse im Land liefern können, als die herkömmlichen Medien. Ein Artikel, der interessante Einblicke in das digitale Nutzerverhalten der Japaner liefert.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/digital/internet/2011-08/china-internet-demokratie" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ist China auf dem Weg zu einer Cyberdemokratie?</a></strong></p>
<p>Tina Clausmeyer analysiert in der <em>Zeit</em>, inwiefern das Internet auch in der Volksrepublik China angekommen ist. Weiter erläutert sie, ob die seit den Revolutionen in Nordafrika bekannten „Tools of Change“, wie Facebook und Twitter, auch die Demokratisierung in dem autokratischen System Chinas vorantreiben können. Sie kommt zu dem Fazit, dass in China ein enormer Nachholbedarf im Bereich der gesellschaftlichen und politischen Online-Partizipation herrscht, dem womöglich durch eine Zusammenarbeit mit dem Westen begegnet werden kann.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,781873,00.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Brauchen wir Datenschutz-Fundamentalisten? Und wenn ja, wozu?</a></strong></p>
<p>Konrad Lischka beantwortet im <em>Spiegel</em> die Frage, ob wir Datenschutz-Fundamentalisten brauchen mit einem klaren „Ja“. Dem Autor geht es weniger darum, ob reguliert werden soll, sondern viel mehr um das Wie. Lischka ist der Meinung, dass nur Provokateure wie Thilo Weichert, der zur Zeit gegen das Einbauen des &#8220;Gefällt mir&#8221;-Buttons auf Webseiten vorgeht, endlich spürbaren Fortschritt im Thema Datenschutz herbeiführen können. Der Spiegel Autor scheint eine generelle Regulierung von Facebook zu begrüßen, jedoch unter der Voraussetzung, dass sie dem Datenschutz zu Gute kommt.</p>
<p><strong><a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/entern-oder-kentern/42745?seite=1">Wie ist es um die Zukunft der Piraten bestimmt?</a></strong></p>
<p><em>Cicero</em> Autorin Vera Gaserow analysierte diese Woche die Zukunftsaussichten der Piratenpartei. Die Autorin beschreibt den anfänglichen Wahlerfolg der Partei, sowie interne Konflikte und die zu bemängelnde Organisation der Piraten. Politologen gehen davon aus, dass die Wahlen in Berlin zeigen werden, ob die Partei auch in Zukunft Erfolge verzeichnen wird, denn „Die Berliner Piraten sind weiter als die Gesamt-Partei“. Ein interessanter und umfassender Artikel über die Internet-Partei.</p>
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