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		<title>Creative Commons in der ARD</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Oct 2014 15:07:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Im vergangenen Jahr hat die ARD auf Beschluss der Redaktionskonferenz Online (RKO) eine Arbeitsgruppe Creative Commons gegründet, in der darüber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cc-ard-mini.crop_.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142248" alt="cc-ard-mini.crop" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/cc-ard-mini.crop_.jpg" width="640" height="280" /></a>Im vergangenen Jahr hat die ARD auf Beschluss der Redaktionskonferenz Online (RKO) eine Arbeitsgruppe Creative Commons gegründet, in der darüber nachgedacht wurde, ob Creative Commons (CC) ARD-kompatibel ist und inwiefern freie Lizenzen in den ARD-Anstalten genutzt werden können. Nun wurden Ergebnisse bekannt.<br />
Soeben hat das Informationsportal iRights.info einen auf den 13. März 2014 datierten Bericht dieser Arbeitsgruppe veröffentlicht, über den intern bereits seit der letzten re:publica viel diskutiert wurde. Der Bericht ist ein erstes Zeichen für eine eigentlich nicht aufzuhaltende Entwicklung im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn das Konzept der Nutzung und Veröffentlichung freier Inhalte leitet sich unmittelbar aus dem öffentlich-rechtlichen Auftrag der Rundfunkanstalten ab.</p>
<h3> Creative Commons passt zur ARD</h3>
<p>In der den <a href="http://irights.info/wp-content/uploads/2014/10/Creative_Commons_in_der_ARD.pdf">Bericht </a>einleitenden Zusammenfassung heißt es treffend:<br />
&#8220;<i>Die AG kommt zu dem Ergebnis, dass der Einsatz von CC für ausgewählte ARD-Inhalte bei sorgfältiger Rechteprüfung sinnvoll ist. Die ARD hat den Auftrag, die Teilhabe an der Informationsgesellschaft zu fördern und die Mitwirkung an der Meinungsbildung zu ermöglichen. Die Nutzung von CC-Lizenzen unterstützt die Erfüllung dieses Auftrags. (…) Die ARD sollte daher auch Inhalte unter CC zur Verfügung stellen.</i>&#8221;<br />
Diese Deutlichkeit der Aussagen überrascht. Im vergangenen halben Jahre wurde zwar in Hintergrundgesprächen mit Vertretern verschiedener öffentlich-rechtlicher Sender diese Richtung bereits angedeutet, und auch die Journalistin <em><a href="https://twitter.com/immateriell">Meike Richter</a>, </em>Social Media-Beraterin des Norddeutschen Rundfunks (NDR) und Mitglied der oben erwähnten Arbeitsgruppe,<a href="http://cc.d-64.org/journalistin-meike-richter-creative-commons-und-offentlich-rechtlicher-rundfunk-passen-gut-zusammen/"> nannte in einem Interview </a>im April bereits die zahlreichen Potenziale von Creative Commons, doch das klare Bekenntnis der ARD und die Verknüpfung mit dem eigenen Auftrag sind nun neue und positive Entwicklungen.</p>
<h3>Der Teufel steckt im Detail</h3>
<p>Die Richtung stimmt zwar, die Knackpunkte liegen aber im Detail und sind noch nicht aus der Welt geschafft. So beginnt der Bericht mit einer Checkliste, die zu beachten sei, wenn ARD-Inhalte unter Creative Commons veröffentlicht werden. <a href="https://twitter.com/leonidobusch">Leonhard Dobusch</a> meint in seiner Analyse auf iRights.info, diese liefere <a href="http://irights.info/artikel/endlich-creative-commons-im-oeffentlich-rechtlichen-rundfunk/24015">&#8220;<i>eine gute Zusammenschau über die relevanten Fragestellungen rund um Creative Commons im öffentlich-rechtlichen Rundfunk</i>&#8220;</a>.<br />
Besonders interessant sind folgende Punkte der Liste:</p>
<ul>
<li><b><i>Geeignete Inhalte</i></b>: Für eine CC-Lizenzierung eignen sich mit Blick auf die Rechtelage <i>am ehesten 100%ige Eigenproduktionen beziehungsweise Inhalte, bei denen eine CC-Lizenzierung vor Produktionsstart geklärt wurde (…).</i></li>
<li><b><i>Arbeitsverträge</i></b><i>: Vor einer CC-Lizenzierung eines ARD-Inhaltes muss die jeweilige Landesrundfunkanstalt klären, ob die geltenden Verträge aller betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die geplante CC-Lizenzierung erlauben.</i></li>
</ul>
<p>Der zuerst zitierte Punkt ist zumeist gleichermaßen Argument und  Gegenargument bisheriger Gegner von freien Lizenzen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, denn dahinter verbirgt sich das eigentliche Streitthema in allen Problematiken des Urheberrechts: das Geld.<br />
Eigenproduktionen sind teuer und beschränken sich deshalb fast ausschließlich auf Nachrichtensendungen. Bei Auftragsproduktionen werden einzelne Produktionsschritte an externe Produktionsfirmen vergeben, wobei viele öffentlich-rechtliche Sender an mehreren Produktionsfirmen beteiligt sind. Dadurch können die Dienstleistungen auch Dritten angeboten werden, was den öffentlich-rechtlichen Sendern aufgrund ihrer eingeschränkten Rolle am Markt nützt, denn so können die Kontrolle über die Qualität der Produktionen gewahrt wird und die Ressourcen zugleich effizient genutzt werden.<br />
Eine Verwendung von Fremdmaterial oder von nicht unter Creative Commons lizensierter Musik macht aber die Rechteklärung so gut wie unmöglich bzw. würde der notwendige Rechteeinkauf sehr teuer. Produktionsfirmen hätten gewiss nichts dagegen, wenn die ARD mehr Geld für Rechte ausgeben müsste, doch wird diese höchstwahrscheinlich darauf verzichten. Dabei könne sich insbesondere &#8220;<i>bei Bildungsinhalten,</i>  <i>Erklärbeiträgen, Interviews oder Naturaufnahmen&#8221;, </i>wie die Arbeitsgruppe aufzählt, eine freie Lizenzierung anbieten. Damit aber mehr Inhalte unter einer Creative Commons-Lizenz veröffentlicht werden, müsste das gesamte Produktionssystem geändert werden. Ein nahezu unmögliches Vorhaben, weshalb die wenigen Eigenproduktionen umso dringender unter Creative Commons veröffentlicht werden müssten.<br />
Das betrifft auch den zweiten oben genannten Punkt: die MitarbeiterInnen der Landesrundfunkanstalten. Die Arbeitsgruppe empfiehlt, dass vor einer CC-Lizenzierung eines ARD-Inhaltes die jeweilig verantwortliche Landesrundfunkanstalt klärt, ob die geltenden Verträge aller betroffenen MitarbeiterInnen die geplante CC-Lizenzierung erlauben. Ich kenne den derzeitigen Status Quo dieser Verträge nicht, aber auch hier ist anzunehmen, dass die Freigabe diverser Nutzungsrechte Hand in Hand mit Forderungen nach höheren Honoraren gehen würde. Es bleibt also abzuwarten, wie viele Produktionen der ARD von Anfang an unter Creative Commons entstehen werden.</p>
<h3>Experimente wagen</h3>
<p>Schon jetzt gibt es viele <a href="http://www.carta.info/71370/freie-lizenzen-im-offentlich-rechtlichen-rundfunk/">Beispiele für Creative Commons in der ARD </a>. Einzelne Radiosendungen können als Podcast (ohne Musik) unter einer Creative Commons-Lizenz heruntergeladen werden, auf ZDFinfo läuft die Sendung &#8220;Elektrischer Reporter&#8221; komplett unter einer Creative Common-Lizenz, im Bayerischen Rundfunk nutzt die Sendung &#8220;Space Night&#8221; (nach<a href="http://isarmatrose.com/?p=3235"> Protesten</a>) seit Februar 2013 überwiegend Creative Commons-lizensierte und Gema-freie Musik. Und im NDR werden Beiträge des Medienmagazins &#8220;Zapp&#8221; und der Sendung &#8220;Extra 3&#8221; unter Creative Commons lizensiert und unter dem Titel &#8220;Kopieren erwünscht&#8221;wird auch <a href="http://www.ndr.de/nachrichten/netzwelt/Creative-Commons-Kopieren-erwuenscht,creativecommonsindex2.html">erklärt</a>, warum und wie das funktioniert.<br />
Der Bericht der AG Creative Commons beschreibt sehr lesenswert die Möglichkeiten und Chancen von Creative Commons sowiedie Vorteile, die die ARD davon hätte: beispielsweise entspricht die Nutzung von CC-Lizenzen dem „Public Value“, also dem öffentlichen Nutzen, zu dem die ARD verpflichtet ist. Schließlich gibt sie Empfehlungen zum Einsatz von CC-Lizenzen für ARD-Inhalte. Ein erster Schritt könnten weitere Pilotprojekte von Landesfunkanstalten sein, die ausgewählte Inhalte unter Creative Commons veröffentlichen und diesen Schritt auch kommunikativ begleiten, damit die Menschen erkennen, dass der Zugang zu Bildungsinhalten oder Inhalten, die die Meinungsbildung fördern, dadurch erleichtert würde. Dies könnte auch dafür sorgen, dass die Beitragsakzeptanz, vor allem bei jüngeren BeitragszahlerInnen, wieder steigt. Für Freibier möchte man nicht auch noch zahlen müssen, für mehr Freiheit vielleicht schon.<br />
Foto: <a href="http://cc.d64.serpens.uberspace.de/wp-content/uploads/sites/2/2014/01/cc-ard-mini.jpg">D64</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die ARD ist wieder online: Aus der Tages- wird die Wochenwebschau</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Mayer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Aug 2013 13:23:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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		<category><![CDATA[Digitale Garage]]></category>
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					<description><![CDATA[Nur ein Jahr gaben die ARD-Intendanten der tagesWEBschau, dann zogen sie den Stecker: Im Juni liefen die Mini-Nachrichten rund ums [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildWochenwebschau.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130912" alt="ArtikelbildWochenwebschau" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ArtikelbildWochenwebschau.jpg" width="600" height="367" /></a><strong></strong><br />
Nur ein Jahr gaben die ARD-Intendanten der tagesWEBschau, dann zogen sie den Stecker: Im Juni liefen die Mini-Nachrichten rund ums Netz zum letzten Mal. Bereits bei Bekanntgabe der Einstellung wurde jedoch versprochen, ein Nachfolgeformat zu entwickeln. Und siehe da, man hat Wort gehalten: Die tagesWEBschau heißt jetzt wochenwebschau, dauert acht statt vier Minuten – und bietet den bewährten Mix aus News und Nonsens.<br />
Die offensichtlichste Neuerung kommt direkt hinterm Start-Klick: Während die tagesWEBschau ohne (sichtbare) Moderation auskam, hat die wochenwebschau ein Gesicht: das von Lena Döring. Die 29-Jährige führt durchs Programm, ist aber im Team hinter dem Magazin kein Neuling. Seit 2010 arbeitet sie in der „Digitalen Garage“ von Radio Bremen, wo auch die tagesWEBschau entstand. Flott und sympathisch leitet Döring das aus Sicht der Redaktion wichtigste Thema der Woche ein, ein oft geteiltes und geliktes <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iHlzsURb0WI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Erklärvideo</a> zum Überwachungsstaat. Darin visualisiert und beschreibt der Grafiker Manniac, warum Geheimdienstüberwachung jeden Bürger betrifft. Das Video ist pfiffig, plakativ und flott – genau wie die wochenwebschau selbst.</p>
<h3>News-Quickie</h3>
<p>Weiter geht’s mit Kompaktnachrichten aus der Rubrik „Filter“. Hier erinnert die wochenwebschau voll und ganz an ihre Vorgängerin, von den zwischengeschobenen Moderationen einmal abgesehen. Aus Screenshots, Videoschnipseln und Off-Kommentar hat die Redaktion der Digitalen Garage Nachrichten gebastelt, die Web-Bezug haben: Das drakonische Urteil gegen einen saudi-arabischen Netzaktivisten, ein neues Facebook-Feature und die Amazon-Kontensperre sind Themen der ersten Ausgabe. Ausführlicher behandelt werden die originelle Online-Bewerbung eines Kommunikationsspezialisten und das gerade in Kraft getretene Leistungsschutzrecht, mit dem sich Verlage an den Gewinnen von News-Aggregatoren wie Google beteiligen wollen. Beim Kommentar hält sich die wochenwebschau an den Tenor der verlagskritischen Medienbeobachter: Das Leistungsschutzrecht benachteilige kleine Aggregatoren wie Rivva und verfehle das Ziel seiner Initiatoren – weil Google gar nicht daran denkt, für das Recht auf Artikelausschnitte zu zahlen. Fordert ein Verlag Geld, wird er nicht mehr verlinkt.</p>
<h3>LOL!?</h3>
<p>Zum Schluss gibt’s noch mal was zu lachen. In der Rubrik „Lieblink“ präsentiert Döring ein skurriles Webfundstück, diese Woche das tumblr-Blog „<a href="http://lifeofastrangerwhostolemyphone.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">life of a stranger who stole my phone</a>“. Die angebliche Geschichte dahinter: Einer Frau wurde am Strand ihr Smartphone geklaut, das nun vom neuen Besitzer fleißig weiterbenutzt wird. Der hat jedoch nicht gemerkt, dass die von ihm geschossenen Fotos automatisch im Cloud-Ordner der Bestohlenen landen – und von dort aus im Blog, versehen mit bissigen Kommentaren. Aber stimmt die Story? Witziges wird weitergereicht, nach dieser Grundregel verbreitet sich Kurioses seit jeher in sozialen Netzwerken – darunter auch vieles, was echt aussieht, aber inszeniert ist. Der wochenwebschau bleiben zumindest Restzweifel, ob das tumblr-Blog auf eine wahre Geschichte zurückgeht. Klar: So viel journalistische Skepsis darf man von einem ARD-Magazin mindestens erwarten.</p>
<h3>Digitale Nische</h3>
<p>Die tagesWEBschau hat ein Update bekommen, das ausführlicher berichtet und hübscher aussieht. „Als Magazinsendung darf die wochenwebschau viel mehr mit Meinungen und Perspektiven spielen&#8221;, sagt Marcello Bonventre, der Leiter der Digitalen Garage. Doch wie viele Zuschauer kann man damit erreichen? Zu geringe Quoten waren ein Grund für die Absetzung der tagesWEBschau. Obgleich diese Begründung <a href="http://politik-digital.de/digital-ist-egal-warum-die-absetzung-der-tageswebschau-ein-falsches-signal-ist/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kritisch gesehen werden kann</a>, ist die Absicht, ein möglichst großes Publikum zu erreichen, an sich natürlich vollkommen legitim.<br />
Im Fernsehen läuft die wochenwebschau jedoch ausschließlich auf den ARD-Digitalkanälen tagesschau24, EinsPlus und Einsfestival, deren <a href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/minus-mal-minus-ergibt-einsplus-das-digitalkanalelend-von-ard-und-zdf/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einschaltquoten</a> im marginalen Bereich liegen. Es scheint demnach, als setze man voll aufs Internet, vulgo: den YouTube-Kanal und die tumblr-Seite.<br />
Will die ARD vor allem die Online-Gucker für ihre neue Sendung gewinnen, muss sie ausdauernd Werbung machen, denn nichts ist im Internet so knapp wie Aufmerksamkeit. Am Ende entscheidet aber sowieso die Userdemokratie – like oder dislike, teilen oder ignorieren? Die ersten Kommentare auf YouTube dürften der Redaktion gefallen, etwa der von „Lars V“: „Schön, dass es wieder so was wie die tageswebschau gibt. Die hätte bleiben können!“<br />
Es ist zu hoffen, dass die ARD-Intendanten mitlesen.<br />
Sendetermine: immer freitags auf tagesschau24 (19:45 Uhr), EinsPlus (20:00 Uhr) und Einsfestival (23:30 Uhr), außerdem auf <a href="http://wochenwebschau.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tumblr</a> und <a href="http://www.youtube.com/user/TagesWEBschau" target="_blank" rel="noopener noreferrer">YouTube</a>.<br />
Bild: Screenshot wochenwebschau (Radio Bremen)<br />
<span style="font-family: Gill Sans MT,serif"><a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></span><br />
<span style="font-family: Gill Sans MT,serif"> </span></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Digital ist egal? Warum die Absetzung der tagesWEBschau ein falsches Signal ist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ludwig Lagershausen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2013 15:24:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Netzstandpunkte]]></category>
		<category><![CDATA[Tagesschau]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
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					<description><![CDATA[Es war ein hoffnungsvoller Start, in der Historie des Öffentlich-Rechtlichen aber reicht es nur für eine Fußnote: Die tagesWEBschau, erstmals [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/digital-ist-egal-warum-die-absetzung-der-tageswebschau-ein-falsches-signal-ist/opaschautfern/" rel="attachment wp-att-128510"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-128510" alt="OpaSchautFern" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/OpaSchautFern.jpg" width="640" height="512" /></a>Es war ein hoffnungsvoller Start, in der Historie des Öffentlich-Rechtlichen aber reicht es nur für eine Fußnote: Die tagesWEBschau, erstmals gesendet vor einem knappen Jahr, wird in wenigen Wochen abgesetzt. Am vergangenen Donnerstag gab die verantwortliche Rundfunkanstalt Radio Bremen bekannt, dass die ARD-Intendanten keine Fortsetzung der Mini-Nachrichtensendung wünschen, die Internet-Themen in den Mittelpunkt rückt.<br />
<br/><div class="subcolumns">
             <div class="c75l">
               <div class="subcl">
                 <div class="entry-content-position">
                   </p>
<h2>Digital ist egal? Warum die Absetzung der tagesWEBschau ein falsches Signal ist</h2>
<p>Da fragt man sich zuerst, woran das eigentlich liegt. Hat es vielleicht damit zu tun, dass die Intendantenriege – wie auch die ARD-Zuschauerschaft &#8211; im Durchschnitt etwa 60 Jahre alt ist? Schließlich nutzen in dieser Altersgruppe, laut aktuellem (N)ONLINER-Atlas, nur 43 Prozent einen Breitbandanschluss. Aber gut, die genauen Ursachen bleiben Spekulation. Dennoch gibt es fünf sehr konkrete Gründe, warum die Absetzung der tagesWEBschau strategisch falsch ist.<br />
Erstens: Der Newsstrom im Netz verläuft genauso schnell wie einseitig. Ständig wird man von Thema zu Thema gerissen, weil permanent irgendwo etwas aufpoppt, andererseits passiert das aber meist nur in den Grenzen der Favoritenleiste und Kontaktliste. Die tagesWEBschau sorgt für Gewichtung und ist im Optimalfall eine Alternative zu den Filtern, die uns scheinbar konsumentengerechte Appetithäppchen bieten.<br />
Zweitens: Wir leben im Jahr 2013. Das Internet beobachtet Themen, setzt welche und muss deswegen auch selbst Nachrichtengegenstand sein. Natürlich gehört die Berichterstattung übers Netz zuallererst in die Hauptnachrichten – Skurriles wie die isländische Inzest-Warn-App darf aber auch gerne weiterhin separat beleuchtet werden.<br />
Drittens: Wie bereits erwähnt, ist der ARD-Zuschauer im Durchschnitt 60 Jahre alt. Wer langfristig jüngere Zielgruppen erreichen will, muss auch die entsprechenden Inhalte liefern und darf nicht bei den ersten Problemen kapitulieren. Zumal die Quote sowieso kein sonderlich geeigneter Gradmesser ist, siehe Viertens und Fünftens.<br />
Viertens: Der öffentlich-rechtliche Rundfunk finanziert sich über Gebühren, die jeder zahlen muss – ob er das Programm nun schaut oder nicht. Diese Regelung birgt, von Kritikern gerne übersehen, auch eine Freiheit: die Chance nämlich, unabhängig zu sein vom Massengeschmack. Wer, wenn nicht ein Sender mit garantierten Einnahmen, soll sich ein Nischenformat leisten können? Ist das nicht der Traum eines jeden Programmgestalters?<br />
Fünftens: Auch wer keine Formate für Minderheiten machen möchte, sollte sich im Netz nicht an die Quote ketten. Laut RB-Sprecher Glöckner werde z. B. gar nicht erfasst, wie viele Nutzer die tagesWEBschau auf ihren Smartphones angesehen haben. Das führt zu einem Argumentationsproblem, sobald – wie geschehen – die Absetzung u. a. mit angeblich zu geringen Zuschauerzahlen begründet wird und auf der anderen Seite die Nutzungszahlen des mobilen Internets immer weiter steigen.<br />
Die ARD stützt sich bei der Absetzung der tagesWEBschau auf ein zweifelhaftes Messverfahren und geht bereits nach knapp einem Jahr vor einer fragwürdigen Quote in die Knie. Ein langer Atem und ein nachhaltiges Konzept, um gerade jüngere, netzaffine Menschen für die Marke tagesschau zu begeistern, sieht anders aus. Was meinen Eltern vielleicht egal ist, lässt mich doch ziemlich enttäuscht zurück.<br />
&nbsp;<br />
Bild: BuddyHesseling (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC 2.0</a>)</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<title>Online fernsehen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Aug 2011 16:41:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[ARD/ZDF-Onlinestudie]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute haben ARD und ZDF die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Onlinestudie 2011 veröffentlicht. Untersucht wurde primär, ob Deutsche das Angebot von Fernsehinhalten im Internet annehmen. Zentrales Ergebnis: Immer mehr Deutsche sehen Sendungen online.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute haben ARD und ZDF die Ergebnisse ihrer gemeinsamen Onlinestudie 2011 veröffentlicht. Untersucht wurde primär, ob Deutsche das Angebot von Fernsehinhalten im Internet annehmen. Zentrales Ergebnis: Immer mehr Deutsche sehen Sendungen online.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Wie schon im <a href="/deutschland-digitale-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(N)Onliner Atlas 2011</a> vorgestellt, nutzen über 70 Prozent der Deutschen das Internet. Ergebnis der diesjährigen <a href="http://www.ard-zdf-onlinestudie.de/index.php?id=271" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Onlinestudie</a>, die die öffentlich-rechtlichen TV-Sender seit 1997 erheben, ist auch, dass bewegte Bilder bei den sogenannten „Onlinern“ nach wie vor besonders beliebt sind. 68 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen das Angebot von Bewegtbildern im Internet. Über einen Zeitraum von zwei Monaten waren für die Studie Anfang des Jahres 1.800 Erwachsene in der Bundesrepublik befragt worden.
</p>
<p>
TV-Sendungen der Öffentlich-Rechtlichen werden zunehmend zeitversetzt online angesehen. 2010 schauten sich 23 Prozent der Internetnutzer Sendungen zu einem späteren Zeitpunkt online an, 2011 sind es bereits 29 Prozent. Beliebt ist auch das Angebot des „Live-Streams“. ARD und ZDF haben ermittelt, dass sich auch die Zahl derer erhöht hat, die das Internet zum Fernsehen nutzen. Ein Viertel aller Deutschen bedient sich zumindest gelegentlich des Angebots, Fernsehinhalte online anzusehen, das sind deutlich mehr als noch ein Jahr zuvor. Wie zu erwarten nehmen junge Deutsche im Alter zwischen 14 und 29 Jahren dieses Angebot besonders gut an.
</p>
<p>
Diese Zahlen entsprechen den Erwartungen des Publikums, so der stellvertretende ZDF-Intendant Helmut Reitze, „unsere hochwertigen Inhalte unentgeltlich, zeit- und plattformunabhängig bereitzustellen.“
</p>
<p>
Auch soziale Netzwerke werden in Deutschland zunehmend genutzt, um sich über Sendungen und Fernsehinhalte auszutauschen. 31 Prozent derjenigen, die ein Profil in einem sozialen Netzwerk haben, berichten darauf auch über Fernsehsendungen. Bei Nutzern von Smartphones und Tablet-PCs sind laut der ARD/ZDF-Onlinestudie Apps von Fernsehsendern, Radioanbietern und Printmedien sehr gefragt. Die Studie bestätigt, dass auch das Fernsehen vom digitalen Zeitalter profitiert.</p>
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 25</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jun 2011 17:38:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Tunesien]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-25"><img src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" align="left" height="149" width="136" /></a>Zu den Themen unserer Digitalen Presseschau gehören in dieser Woche Sascha Lobos Selbstkritik, die Arabische Revolution und die Klage der Großverlage gegen die Tagesschau-App. Auf Platz 1 schaffte es ein Artikel, der sich mit der Positionierung der Bundesjustizministerin zur Vorratsdatenspeicherung auseinandersetzt.<br />
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zu den Themen unserer Digitalen Presseschau gehören in dieser Woche Sascha Lobos Selbstkritik, die Arabische Revolution und die Klage der Großverlage gegen die Tagesschau-App. Auf Platz 1 schaffte es ein Artikel, der sich mit der Positionierung der Bundesjustizministerin zur Vorratsdatenspeicherung auseinandersetzt.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/artikel/C30923/vorratsdatenspeicherung-und-anti-terror-gesetze-eine-frage-der-sicherheit-30446784.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Vorratsdatenspeicherung vs. Quick Freeze</strong></a></p>
<p>Unser Gewinner der Woche für die Digitale Presseschau ist ein Beitrag zum Thema Vorratsdatenspeicherung. Im Mittelpunkt steht die Positionierung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger dazu, die schon lange über Parteigrenzen hinweg als glaubwürdige Verfechterin von Bürgerrechten gilt. Peter Carstens schreibt bei faz.net über das Dilemma, dass die Bundesjustizministerin eine Regelung modifizieren solle, gegen die sie im Jahre 2007 erfolgreich vor dem Verfassungsgericht geklagt hatte. <a href="http://www.bmj.de/SharedDocs/Downloads/DE/pdfs/eckpunktepapr_zur_sicherung_vorhandener_verkehrsdaten.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">In einem Eckpunktepapier</a> spricht sich Leutheusser-Schnarrenberger für die Anwendung eines „<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Quick_Freeze" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Quick Freeze</a>“-Verfahrens aus. Dies sei auch in ihrer eigenen Partei umstritten. Carstens fragt sich, ob die Bundesjustizministerin wie schon in ihrer letzten Amtszeit als Justizministerin (1992-1996) ein Exempel statuieren will – auch gegen die Mehrheit in der eigenen Partei.</p>
<p><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,769717,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Digitale Herrenmenschen</strong></a></p>
<p>Der mit seinem berühmten Irokesenschnitt die Selbstvermarktung perfektionierende sowie im Netz allseits bekannte Autor Sascha Lobo übt Kritik: an der deutschen Internetszene, vor allem aber an sich selbst als Teil dieser. In seiner Spiegel-Online-Kolumne „Die Mensch-Maschine“ vermisst er schmerzlich die Diversität, die sich in einem ausgeprägten Gruppendenken und einer Abschottung der homogenen Netzszene äußere. Diese charakterisiert er treffend als mehrheitlich männlich, mitteljung und überdurchschnittlich gut gebildet. Lobo meint zudem, „dass wir, die deutsche Internetszene, uns viel zu oft benehmen wie digitale Herrenmenschen.“ Für ihn ein Zeichen für mangelndes Selbstwertgefühl! Die Netzszene solle sich für einen konstruktiven Diskurs mit der Gesamtgesellschaft und jenen öffnen, die noch nicht in der digitalen Welt Fuß gefasst haben &#8211; den von ihr so häufig belächelten &#8220;Offlinern&#8221;!</p>
<p><a href="http://www.cicero.de/97.php?item=6271" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Die neuen Machtmaschinen</strong></a></p>
<p>Auf Platz drei unseres Rankings schaffte es der Ex-Kulsturstaatsminister und Chefredakteur des Printmagazins Cicero Michael Naumann mit einer Anti-Utopie zur digitalen Welt. Er bezieht entschieden Position gegen die von ihm beobachtete immer stärker vorherrschende Netz-Kultur, persönliche Daten der Allgemeinheit und damit auch Internetunternehmen und Staat preiszugeben. In einem düsteren Kommentar, der auch in der Online-Version des Magazins veröffentlicht ist, schreibt er über die vermeintliche Gefahr eines gläsernen Menschen. Die flächendeckende Aufzeichnung des Nutzerverhaltens und die Erstellung von Persönlichkeitsprofilen im Netz dank kapitalstarker Netzmultis und Suchmaschinen, die zu Machtmaschinen würden, führe nicht nur zu einer Kapitalisierung, sondern spiele auch totalstaatlichen Systemen in die Hände. Das profitgetriebene Internet unterhöhle die Freiheit seiner Nutzer.</p>
<p><a href="http://www.theeuropean.de/lina-ben-mhenni/7108-tunesien-nach-der-revolution" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Tunesien nach der Revolution</strong></a></p>
<p>Tunesien ist nach dem Sturz des Regimes von Ben Ali, der jüngst zu einer 35-jährigen Haftstrafe verurteilt worden ist, aus dem Fokus des medialen Interesses geraten. Die preisgekrönte tunesische Bloggerin Lina Ben Mhenni zeigt in einem Gespräch mit dem Online-Magazin The European auf, dass die politische Zukunft in ihrem Land weiterhin völlig offen ist. Noch immer spielten die alten Garden des Ex-Regimes eine gewichtige Rolle und die Polizei kehre zu alten Verhaltensmustern zurück. Auch die Reformierung der Gesetzgebung komme kaum voran. Aus Frustration darüber, dass die Regierung ihren Reformvorschlägen zu Blogs und Online-Journalismus kein Gehör geschenkt hat, war sie von ihrem Posten als Regierungsmitarbeiterin zurückgetreten.</p>
<p><a href="http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hintergrundpolitik/1488785/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Revolution online</strong></a></p>
<p>Viel wurde <a href="/Internet-Twitter-Facebook-digitale-Revolution-Social-Media-Aegypten" target="_blank" rel="noopener noreferrer">schon darüber diskutiert</a>, inwieweit soziale Netzwerke die arabische Revolution befördert haben. Zu bestreiten ist jedenfalls kaum, dass sie eine bedeutende Rolle bei der Organisation des Widerstands gegen die autoritären Regime spiel(t)en. Beim Deutschlandfunk erschien gestern ein interessanter Audio-Beitrag von Andreas Knoll zu diesem Thema. Darin kommen verschiedene Wissenschaftler und Blogger zu Wort &#8211; unter anderem der Internet-Theoretiker Evgeny Morozov, der die Bedeutung sozialer Medien herunterspielt und meint, dass wir dem Internet Qualitäten zusprächen, die es nicht habe. Und der Psychologieprofessor Peter Kruse resümiert, dass das Netz als Schleusenwärter der Angst und Koordinationsmedium gerade in der Frühphase eines Massenaufstandes Bedeutung besitze. Der allgemeine Tenor aber ist: Ohne Internet wäre die Arabische Revolution nicht so erfolgreich verlaufen! (<a href="http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2011/06/23/dlf_20110623_1840_b5e9f06d.mp3" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Sendung als MP3</a>).</p>
<p><a href="http://www.presseschauder.de/warum-verlage-gegen-die-ard-klagen" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Klage gegen Tagesschau-App</strong></a></p>
<p>Die Smartphone-App der ARD erfreut sich großer Beliebtheit. Sie wurde schon millionenfach aus dem Netz heruntergeladen und liefert ein qualitativ hochwertiges Nachrichten-Angebot. Doch schon seit längerem wird öffentlich darüber diskutiert, inwieweit die App wettbewerbsverzerrend gegenüber der privatwirtschaftlichen Berichterstattung ist. Am Dienstag zogen acht Großverlage vor Gericht, um gegen die angeblich „textdominante Berichterstattung“ der ARD-App zu klagen. Interessant fanden wir den eigens eingerichteten Blog „der presseschauder“, in dem der Journalist Christoph Keese, der selbst an der Vorbereitung der Klage beteiligt war und einem der klagenden Verlage angehört, ausführlich die Position der Verlage darlegt. Er zählt detailliert die Gründe für ein legitimes Interesse der freien Presse auf, sich gegen die ungehemmte Expansion der öffentlich-rechtlichen Sender zu verteidigen. Sein Beitrag zeigt die verfahrene Situation im Interessenstreit auf &#8211; hier haben jetzt Gerichte und Politik zu reagieren.</p>
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		<title>Virtuelles Kandidatenduell</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Aug 2009 14:23:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Frank-Walter Steinmeier]]></category>
		<category><![CDATA[Mediathek]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[Webduell]]></category>
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					<description><![CDATA[Die ARD stellt im <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2797184" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#34;Webduell&#34;</a> die Argumente der deutschen Spitzenpolitiker in einen direkten Vergleich. Seehofer gegen Lafontaine, Struck gegen Westerwelle oder Steinmeier gegen Merkel: Der User kann frei wählen, wen er im Rededuell gegenüberstellen möchte.
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die ARD stellt im <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/2797184" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Webduell&quot;</a> die Argumente der deutschen Spitzenpolitiker in einen direkten Vergleich. Seehofer gegen Lafontaine, Struck gegen Westerwelle oder Steinmeier gegen Merkel: Der User kann frei wählen, wen er im Rededuell gegenüberstellen möchte.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Um ein Duell zu starten, muss der User nur zwei Schritte absolvieren: Ein Wahlkampfthema auswählen und dann zwei Kontrahenten bestimmen. Anschließend werden die Aussagen der Volksvertreter als Ton &#8211; oder Videodokument gegenübergestellt.
</p>
<p>
Dabei wird auf das Multimedia-Angebot der ARD-Sendergruppe <a href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Mediathek“</a> zurückgegriffen. Eine spezielle Spracherkennungssoftware durchsucht Aufzeichnungen von Radio &#8211; und Fernsehsendungen und springt an die thematisch passende Stelle. Auf Wunsch kann auch der gesamte Beitrag abgespielt werden. Dieses Konzept ermöglicht es dem Nutzer sogar, selbst definierte Themen einzugeben, nach denen die Software suchen soll.
</p>
<p>
<br />
Die Spracherkennungs-Software ist allerdings noch nicht ganz ausgereift. Beispiel Merkel beim Thema Kinder und Familie: Hier werden plötzlich Beiträge zum Thema Opel eingeblendet und die Software erkennt die gesprochene Zahl &quot;68&quot; als &quot;Jackson achtzig&quot;. Und auch bei Steinmeier finden sich zum Thema innere Sicherheit ähnlich fremde Beiträge.
</p>
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<div style="text-align: center">
<a href="http://web.ard.de/webduell/index.html" target="_blank" title="ARD Wahl 09 Webduell" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/webduell.jpg" alt="Webduell" title="Webduell" height="249" width="369" /></a>
</div>
<p></p>
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		<title>wahl.tagesschau.de geht online</title>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Aug 2009 16:27:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bundestagswahl 2009]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
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					<description><![CDATA[Die tagesschau erweitert ihre Berichterstattung zur Bundestagswahl um ein eigenes Online-Portal. Inhaltlich geht es rund um Parteien, Kandidaten und Analysen zur Wahl. Der Online-Wahlkampf bekommt eine eigene Rubrik.
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die tagesschau erweitert ihre Berichterstattung zur Bundestagswahl um ein eigenes Online-Portal. Inhaltlich geht es rund um Parteien, Kandidaten und Analysen zur Wahl. Der Online-Wahlkampf bekommt eine eigene Rubrik.</p>
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<!--break-->
</p>
<p>
Unter wahl.tagesschau.de kann sich der Wähler bis zum 27. September rund um die Bundestagswahl informieren. Dabei werden die Programme der Parteien nach Kernthemen analysiert und verglichen, die Kandidaten porträtiert und aktuelles Umfragematerial vorgestellt.
</p>
<p>
Auf den Online-Wahlkampf wird in speziellen Formaten gesondert ein Auge geworfen. Im &quot;Netzrauschen&quot; zum Beispiel kommen Internet-Experten und Politiker an einem virtuellen Tisch zusammen. Mit dem interaktiven Feature wahl&lt;tag&gt; werden Fragen aus der Netz-Community direkt an die Politiker getragen.
</p>
<p>
Dass Wahlberichterstattung nicht nur trocken sein muss, zeigt der Bereich &quot;Verwählt&quot;: Hier findet man eine Zusammenstellung kurioser Momente aus der Geschichte der ARD-Wahlabende sowie ein Interview mit dem Bundesadler.
</p>
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<div style="text-align: center">
<a href="http://www.tagesschau.de/wahl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/wahl_tagesschau.png" alt="wahl.tagesschau.de" title="wahl.tagesschau.de" height="281" width="406" /></a>
</div>
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		<title>Mit dem Zweiten partizipiert man besser</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mit-dem-zweiten-partizipiert-man-besser-4449/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Jul 2009 17:32:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Bessere Verzahnung von Internet und Fernsehen, mehr Partizipation und spielerische Ideen: Was das ZDF zur Bundestagswahl 2009 plant, ist die aktuelle Messlatte für Politikformate in Netz und TV. Während die ARD immer noch diskutiert und koordiniert, setzt das Zweite einfach um.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bessere Verzahnung von Internet und Fernsehen, mehr Partizipation und spielerische Ideen: Was das ZDF zur Bundestagswahl 2009 plant, ist die aktuelle Messlatte für Politikformate in Netz und TV. Während die ARD immer noch diskutiert und koordiniert, setzt das Zweite einfach um.<!--break--></p>
<p>
Mehr Internetnutzer ins Fernsehen: Unter diesem Motto plant das ZDF ein mehrstündiges Format im ZDFInfokanal und im Web, in dem von Usern gestellte und ausgewählte Fragen von Politikern beantwortet werden &#8211; inklusive Zusammenfassung im ZDF-Hauptprogramm. Auch in die ZDF-Wahlforen am 25. August und 3. September kann sich der Zuschauer über das Netz einbringen.
</p>
<p>
<b>&quot;Schwesterchen&quot; Wahl im Web</b>
</p>
<p>
Dass den Mainzern das Netz wichtig ist, zeigt sogar der Ort für die Live-Sendung vom Wahlabend. Das ZDF überträgt nicht aus dem Reichstag, sondern ist zu Gast auf einer Party im Alten Telegraphenamt. Dort sei es nicht nur lebhafter, sondern das &quot;Schwesterchen Wahl im Web&quot; könne in unmittelbarer Nähe arbeiten, heißt es. In dem von Markus Kavka moderierten Format begleiten Netscouts den Wahlabend und suchen nach schnellen direkten Rückmeldungen aus dem Netz. </p>
<p>Die ZDF-Fernsehmacher scheinen das Internet nicht als Konkurrenz zu ihren knappen Politiksendeplätzen zu sehen. Anders als in der ARD, wo Politformate im Ersten unter den neun Landesrundfunkanstalten hart umkämpft sind. Konsequenter als die anderen großen Fernsehsender wollen die Mainzer daher auch die Beiträge und Meinungen der Internetnutzer in das &quot;große&quot; Fernsehprogramm bringen und Fernsehen und Online verzahnen.
</p>
<p>
<b>Nutzervideos im Hauptprogramm </b>
</p>
<p>
Auf <a href="http://www.youtube.com/openreichstag" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Open Reichstag</a>, dem ZDF-Kanal beim Videoportal Youtube, können Internetnutzer per Video auf Fragen von Politikern antworten. Pro Frage kommen zwischen zehn und 30 Videoantworten und einige zehntausend Abrufe zusammen. Das ist ganz ordentlich für das politische Netz in Deutschland, aber nicht vergleichbar mit Fernseheinschaltquoten. Aus den Netzinhalten schneidet die Redaktion daher regelmäßig Beiträge, die quer durch das Programmschema zu sehen sind. ZDF-Promis wie Claus Kleber sollen mit Aufrufen für mehr Feedback sorgen.</p>
<p>Weg vom Artikel, hin zu mehr Video und spielerischen Inhalten sind der gemeinsame Nenner der weiteren Onlineangebote: In einem neuartigen Tool lassen sich in Kürze Wortwolken aus Reden der Spitzenkandidaten oder Parteiprogramme bilden und gegenüberstellen. Bei den großen TV-Duellen beispielsweise zwischen Merkel und Steinmeier soll das Tool live und in Echtzeit eingesetzt werden. <br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Hintergrundmaterial intuitiv erschließen </b>
</p>
<p>
Auch beim Hintergrundmaterial, beim ZDF unter <a href="/wahl.zdf.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">wahl.zdf.de</a> gebündelt, dominiert interaktive Navigation. Die Berlin-Bilanz, ein Rückblick auf die vergangenen vier Jahre Bundespolitik, lässt den User dreidimensional durch 80 Video-Beiträge navigieren.</p>
<p>Nur das <a href="http://blog.zdf.de/wahlimweb/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-Blog des ZDF</a> kommt dagegen etwas betulich daher &#8211; die dort schreibenden Promis wie Peter Hahne oder Bettina Schausten dozieren  und gehen eher selten auf die Nutzerkommentare ein. Hier sind die Schreiber der Konkurrenz im tagesschau-Blog näher am User.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>ARD/ZDF-InfoMonitor ab sofort exklusiv auf politik-digital.de</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pressereport/ardzdf-infomonitor-ab-sofort-exklusiv-auf-politik-digitalde-4101/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stefan Gehrke]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Oct 2008 16:58:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressereport]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[ZDF]]></category>
		<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Nachrichten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="color: #000000"><span style="font-size: x-small">Der InfoMonitor der ARD/ZDF-Medienkommission wird ab sofort exklusiv von Politik Digital auf der Webseite &#34;<a href="/infomonitor">www.politik-digital.de/infomonitor</a>&#34; veröffentlicht. Der InfoMonitor bietet monatlich eine Aufschlüsselung der wichtigsten Nachrichtenangebote im deutschen Fernsehen. Untersucht werden die Themen aller Beiträge nach Inhalt, Ereignis, Sendedauer, Häufigkeit und Platzierung. </span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="color: #000000"><span style="font-size: x-small">Der InfoMonitor der ARD/ZDF-Medienkommission wird ab sofort exklusiv von Politik Digital auf der Webseite &quot;<a href="/infomonitor">www.politik-digital.de/infomonitor</a>&quot; veröffentlicht. Der InfoMonitor bietet monatlich eine Aufschlüsselung der wichtigsten Nachrichtenangebote im deutschen Fernsehen. Untersucht werden die Themen aller Beiträge nach Inhalt, Ereignis, Sendedauer, Häufigkeit und Platzierung. </span></span><!--break--><br />
<span style="color: #000000"><span style="font-size: x-small">Mit gut drei Stunden (188 Minuten) Berichterstattung war die weltweite Finanzkrise im September das dominierende Thema in den vier Hauptnachrichtensendungen des deutschen Fernsehens. An zweiter Stelle rangiert der Führungswechsel in der SPD mit 94 Minuten, vor den verheerenden Wirbelstürmen in der Karibik (84 Minuten) und der Landtagswahl in Bayern (76 Minuten). </span></span>
</p>
<p>
<span style="color: #000000"><span style="font-size: x-small"><br />
Der InfoMonitor wird im Auftrag der ARD/ZDF-Medienkommission vom IFEM Institut für empirische Medienforschung in Köln erstellt. </span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>„Gezuckt habe ich nie“</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/gezuckt-habe-ich-nie-4044/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friederike Günther]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Sep 2008 15:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Kaukasus]]></category>
		<category><![CDATA[Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Studio Moskau]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Roth]]></category>
		<category><![CDATA[Zensur]]></category>
		<category><![CDATA[ARD]]></category>
		<category><![CDATA[Russland]]></category>
		<category><![CDATA[Wladimir Putin]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
		<category><![CDATA[ARD-Korrespondent]]></category>
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					<description><![CDATA[Thomas Roth, der Leiter des ARD-Studios in Moskau, war am 04. September 2008 zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Dort nahm er Stellung zu den kritischen Stimmen aus der Netzwelt nach dem gekürzten Interview mit Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Thomas Roth, der Leiter des ARD-Studios in Moskau, war am 04. September 2008 zu Gast im tagesschau-Chat in Zusammenarbeit mit politik-digital.de. Dort nahm er Stellung zu den kritischen Stimmen aus der Netzwelt nach dem gekürzten Interview mit Russlands Ministerpräsident Wladimir Putin. <!--break--></p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Liebe Kollegen, viele grüße aus Moskau, wir sind bereit!
</p>
<p>
<b>Moderatorin:</b> Herzlich willkommen, liebe Leser, im tagesschau-Chat. Heute zu Gast: Thomas Roth. Der Leiter des ARD-Studios in Russland ist uns von dort aus verbunden und stellt sich in den kommenden 60 Minuten Ihren Fragen. Sie werden sich voraussichtlich um das Interview Roths mit dem russischen Ministerpräsidenten Putin vor einer Woche drehen. Der Ansturm Ihrer Fragen im Vorfeld lässt vermuten, dass dieser Chat sehr gut besucht sein wird. Deswegen werden wir wohl leider nicht alle Fragen aufrufen können. Dafür stellen wir im Anschluss noch schneller als gewohnt das vollständige Transkript des Chats online.<br />
Bevor es nun losgeht, sei noch der Hinweis erlaubt: Wie immer im Tagesschau-Chat, gilt auch für diesen das Gebot der Fairness. Wir bitten um sachlich richtige und im Ton höfliche Fragen und behalten uns vor, nur solche zu posten.
</p>
<p>
<b>blabla: </b>Halten Sie angesichts der Reaktion Ihrer Zuschauer die Art und Weise, in der das Interview gekürzt wurde, weiterhin für gerechtfertigt und objektiv? Würden Sie es heute anders machen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth: </b>Ja, ich halte es nach wie vor für richtig, dass wir an einem herausgehobenen Programmplatz im ARD-Hauptprogramm das Interview in einer Länge von 10 Minuten ausstrahlen durften. Das ist für uns eine sehr gute Gelegenheit gewesen, den Standpunkt des russischen Ministerpräsidenten einem möglichst großen Publikum präsentieren zu können. Der Vorgang selbst, ein Interview auch in gekürzter Form zur Verfügung zu stellen, ist auch international nichts Ungewöhnliches. Wir haben, da wir kein staatlicher Rundfunk sind, nicht die Verpflichtung, das Interview eines Ministerpräsidenten unmittelbar in gesamter Länge auszustrahlen. Ich habe mich aber gefreut, dass wir im ARD-Hauptprogramm davon zehn Minuten zeigen durften. Die Kürzung selbst habe ich nach aus meiner Sicht streng nachrichtlichen Kriterien vorgenommen.
</p>
<p>
<b>Thomas:</b> Halten Sie das gekürzte Interview inhaltlich für gleichwertig?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Am besten ist ein Interview natürlich immer, wenn man es sofort und unmittelbar in voller Länge zeigen kann. Natürlich auch deshalb, weil in voller Länge jede Nuance viel deutlicher wahrgenommen werden kann &#8211; insofern ist eine gekürzte Version natürlich immer eine gekürzte Version.
</p>
<p>
<b>Thomas:</b> Wer entschied, diesem Interview nur neun Minuten Sendezeit einzuräumen?
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Das war eine Entscheidung der ARD-Programmplanung, über die ich mich aber sehr gefreut habe. Es ist nämlich keine Selbstverständlichkeit, politischen Inhalt an einem Freitag Abend im Hauptprogramm der ARD soviel Zeit einzuräumen. Obwohl nach meiner Information das Publikum an einem solchen Abend eher unterhaltungsorientiert zu sein scheint.
</p>
<p>
<b>Steffino:</b> Meines Erachtens wurde die Frage von &#8216;blabla&#8217; nicht beantwortet. Es ging in der Frage darum, ob Herr Roth die Art und Weise der Kürzung als objektiv empfindet, nicht um die Kürzung an sich.
</p>
<p>
<b>Thomas Roth:</b> Ich habe diese Kürzung nach journalistischen Kriterien vorgenommen und versucht, dabei möglichst viele interessante Gesichtspunkte an diesem Abend zu berücksichtigen. Im Zentrum stand die Frage nach der Isolation Russlands, die Erwartungen vor dem Brüsseler Gipfel und ob die Krim der nächste drohende Konfliktpunkt ist. Außerdem war da noch die Frage, welche Rolle die deutsche Politik spielen kann. Ich habe den Eindruck, auch in der Folge der Berichterstattung durch andere Medien (wie Zeitungen in Deutschland), dass sich auch dort das Interesse besonders auf diese Punkte konzentriert hat.
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<b>Freddie Mac:</b> Wie erklären Sie sich die große Empörung über die Kürzungen?
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<b>Thomas Roth:</b> Offen gestanden tue ich mich damit sehr schwer. Vielleicht ist es nicht jedem Zuschauer bekannt, dass dies eine übliche journalistische Praxis ist, die z. B. auch in Berlin journalistischer Alltag ist. Dort werden auch lange politische Debatten (aber durchaus auch Interviews) sehr selten im Hauptprogramm in voller Länge ausgestrahlt.Was mich an der Reaktion durchaus stört ist, dass von nicht wenigen wie selbstverständlich davon ausgegangen wird, ich hätte dabei ein manipulatives Interesse gehabt. Dem war natürlich nicht so.
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<b>Joe:</b> Warum haben Sie, abgesehen von größeren Passagen, auch einzelne Worte gestrichen, die ja kaum eine große Zeitersparnis mit sich bringen?
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<b>Thomas Roth:</b> Wir haben versucht, den inneren Sinn des Interviews zu erhalten, damit der Zuschauer dem Interview auch inhaltlich folgen kann, ohne Bezug auf Teile zu nehmen, die der Zuschauer nicht zur Kenntnis nehmen konnte. Das war dann erst in der langen Fassung möglich und auch gut so.
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<b>Thomas:</b> Warum wurde nicht im Vorhinein auf die Kürzung des Interviews hingewiesen?
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<b>Thomas Roth:</b> Diesen Hinweis nehme ich gerne auf. Und wir machen das das nächste mal sehr gerne so.
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<b>Peter: </b>Bei Ihrer gekürzten Version sahen die Zuschauer eine lange Eingangssequenz mit der Begrüßung Putins. Sie sahen, wie ihm das Mikrofon angeklemmt wird. In der vollständigen Fassung im WDR wurde auf diese Eingangssequenz verzichtet. Der Sendeökonomie zufolge wäre genau der umgekehrte Fall logisch gewesen. Gerade durch den Schnitt in der gekürzten Fassung entsteht der Eindruck, es handele sich um das vollständige Interview, da die Kamera scheinbar nonstop läuft. Darüber hinaus gibt es Schnitttechniken, z.B. Jumpcuts, die dem Zuschauer eindeutige Hinweise geben, dass es sich um eine gekürzte Fassung handelt. Warum wurden diese Techniken nicht verwendet, stattdessen aber ein, sagen wir, glatter Schnitt, der kaum dazu Anlass gibt, die erste Ausstrahlung als unvollständig zu betrachten? Trotz Zeitdrucks und angesichts der Wichtigkeit dieses Interviews.
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<b>Thomas Roth: </b>Die Eingangssequenz mit der Begrüßung diente dazu, den Zuschauer an das Ereignis heranzuführen. Ich finde, dass diese Sequenz auch die Grundathmosphäre des Interviews durchaus wiedergibt. Die eines interessanten und spannenden Gesprächs, das aber durchaus von gegenseitigem (!) Interesse und Respekt geprägt war. Insofern war alleine das schon eine wichtige Information. Richtig ist, dass wir dem Zuschauer, auch wenn er nicht in der Problematik bewandert ist, das Interview in einer möglichst leicht verständlichen (auch bildlichen) Form zu präsentieren, um Hindernisse im Verständnis so weit wie möglich abzubauen. Man hätte, wollte man der ganz puren Form folgen, darauf verzichten können. Ich habe es aber im Interesse der Wahrnehmung der Zuschauer nicht getan.
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<b>blabla:</b> Halten Sie Ihre Berichterstattung im Speziellen und die Berichterstattung in den deutschen Medien im Allgemeinen in Bezug auf die Georgien-Krise für objektiv? Haben Sie das Gefühl, dass die Meinung und Sorgen aller Seiten hinreichend berücksichtigt wurden?
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<b>Thomas Roth:</b> Ich kann in dieser Sache nur für uns, die ARD, sprechen. Wir haben uns die allergrößte Mühe gegeben, beide Konfliktparteien zu berücksichtigen und darüber möglichst objektiv zu berichten. Mein Kollege Stephan Stuchlik ist sofort nach Ausbruch des Konflikts schnellstmöglich nach Nord-Ossetien und schliesslich bis nach Zchinvali vorgedrungen. Er konnte dort auch authentisch über die Folgen des georgischen Angriffs berichten. Übrigens unter sehr hohem persönlichem Risiko.
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<b>Jens:</b> Lieber Herr Roth, bitte beschreiben Sie uns doch, mit welcher Personalstärke und welchen Bedingungen die ARD in der &quot;heißen Phase&quot; über den Kaukasus-Konflikt berichtet hat.
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<b>Thomas Roth: </b>An dem Konfliktort Nord-Südossetien hatten wir ein Team von sechs Personen unter der Führung von Stephan Stuchlik, an der georgischen Seite ebenfalls sechs Personen. Die politische Beobachtung an der diplomatischen Front übernahmen zwei Korrespondenten im Studio Moskau, die sich dort ebenfalls bemühten, beide Seiten angemessen zu beleuchten. Es war der höchste Personalaufwand bei einem bewaffneten Konflikt seit langem.
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<b>Moderatorin: </b>Zurück zum Interview:
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<b>Medienwirt: </b>Warum haben Sie die Langfassung um 6.20 Uhr morgens ausgestrahlt? So hat sie doch kaum jemand sehen können.
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<b>Thomas Roth: </b>Das war eine Entscheidung der Programmplanung des WDR. Ich war froh, dass wir die Langfassung im WDR-Fernsehen zeigen konnten. Zudem haben wir ja den Text im Internet auf dem sehr gut besuchten Portal &quot;tagesschau.de&quot; ebenfalls zur Verfügung gestellt. Mehr kann man kaum tun, wie mir scheint.
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<b>Linse: </b>Finden Sie nicht, dass für ein so wichtiges Interview das Hauptprogramm unterbrochen werden soll, um das Interview ganz zu zeigen?
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<b>Thomas Roth:</b> Jeder Korrespondent freut sich, wenn ein solches, tatsächlich ja sehr spannendes, Interview eine möglichst große Chance im Hauptprogramm bekommt. Aber ein Hauptprogramm setzt sich ja nicht nur aus solchen Aktivitäten zusammen. Es muss auch immer die Interessen aller Zuschauer berücksichtigen und das ist auch gut so.
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<b>schmidt: </b>Lieber Herr Roth! Warum wurde die Passage ausgeschnitten, wo es sich darum handelte, wer den Krieg angefangen hat? Das ist meiner Meinung nach, eine der wichtigsten Fragen. Alle, die ich kenne, glaubten bis vor kurzem, Russland war der Aggressor.
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<b>Thomas Roth: </b>Putin hat doch deutlich gesagt, wie seine Sicht der Dinge ist. In der Langfassung kam ja dann auch ich zu Wort, indem ich bestätigt habe, dass auch aus meiner Sicht der &quot;letzte Auslöser&quot; für den Konflikt der georgische Angriff auf Zchinvali war. Mir scheint, das ist inzwischen überall unbestritten.
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<b>Das Mensch: </b>Wie wird das nächste Interview mit den russischen Politikern? Wieder gekürzt oder in voller Länge?
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<b>Thomas Roth: </b>Meine liebste Version wäre, den russischen Ministerpräsidenten und/oder Präsidenten live in voller Länge präsentieren zu dürfen. Das würde uns allen sicher viele Diskussionen ersparen. Vielleicht haben wir ja bald eine Chance dazu, hoffe ich!
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<b>Jewgenij: </b>Lieber Herr Roth, warum haben Sie gesagt dass Georgien &quot;der letzte&quot; Auslöser war? Warum der letzte?
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<b>Thomas Roth:</b> Ich sage das deshalb, lieber Jewgenij, weil dieser Konflikt eine lange und sehr komplizierte Vorgeschichte hat, die bis in den anfang der 90iger jahre zurückreicht. Ich habe nicht immer den Eindruck gehabt, dass beide Seiten (!) jederzeit konstruktiv an der Beilegung dieser komplizierten Konfliktlage energisch gearbeitet haben. Ich bedauere das sehr, da ich die Gegend kenne und weiß, wie viele Menschen auf beiden Seiten unter diesem Konflikt gelitten haben und leiden.
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<b>tovarysh:</b> Hat Sie irgendetwas an den Aussagen Putins wirklich überrascht?
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<b>Thomas Roth:</b> Ja, tovarysh. Was mich überrascht hat, war, dass aus Putins Sicht der Krieg, wie er sagte, direkt im weissen Haus in den USA geplant worden sei und er dazu diene, die Popularität von John McCain, des konservativen Kandidaten, voranzutreiben. Das hatte ich in dieser Entschlossenheit von ihm selbst bislang persönlich nicht gehört.
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<b>Jens:</b> Welche Reaktionen hat es in Russland auf Ihr Interview gegeben?
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<b>Thomas Roth:</b> Das Interview wurde auf verschiedenen Fernsehkanälen gezeigt, allerdings in zum Teil sehr verschiedenen Fassungen. Die beiden großen Kanäle haben zum Teil sehr stark gekürzte Fassungen veröffentlicht. Manche, soweit ich weiß, in der Länge oder Kürze von drei bis fünf Minuten. Der einzige Kanal, der meines Wissens die ganze Länge ausgestrahlt hat, war der Spartenkanal vesti24. Ich selbst wurde durchaus von ganz normalen Menschen auf der Straße angesprochen und zwar durchweg mit Anerkennung. Das hat mich natürlich gefreut.
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<b>Lissi: </b>Ich frage mich (und vielleicht können Sie darauf eine Antwort finden): Was vermuten Sie, haben die Zuschauer von diesem Interview erwartet? Gab es Informationen, die Sie herausgeschnitten haben, die trotzdem wichtig zu erwähnen gewesen wären? Haben Sie selbst an einigen Stellen gezuckt und sich gefragt, ob man diese Stelle vielleicht lieber drinnen lassen solle?
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<b>Thomas Roth: </b>Gezuckt habe ich nie. Aber natürlich war es ein ständiges Abwägen zwischen nachrichtlichem Inhalt und dem Bemühen, den Standpunkt des russischen Ministerpräsidenten auch in einer gekürzten Version möglichst adäquat wiederzugeben. Ich hoffe, dass die Zuschauer neugierig darauf waren, den russischen Ministerpräsidenten, angesichts des schweren Konflikts, selbst zu hören.
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<b>william wolfo:</b> Würden Sie dieselben Maßstäbe auch auf ein Interview mit dem amerikanischen Präsidenten anwenden? Würde es dann Protest aus der Politik und den Aufsichtsgremien geben?
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<b>Thomas Roth:</b> Ich würde, lieber william wolfo, an jeden die gleichen Maßstäbe anwenden, wie ich das auch bisher z.B. in Berlin als Chefredakteur getan habe. Das es Protest geben könnte, darf nicht Teil unserer Überlegungen sein. Auch wenn ich mich natürlich über Zustimmung sehr viel mehr freue!
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<b>korrespondent: </b>Deutschland hat traditionell gute Beziehungen zu Russland. Sehen Sie hier eine besondere journalistische Verantwortung?
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<b>Thomas Roth:</b> Bei der Berichterstattung über Russland haben wir allen gegenüber die Verpflichtung, so nah wie möglich an der Realität zu berichten. Wie mir auch von europäischer Seite im Vergleich immer wieder gesagt wird, ist das Interesse in Deutschland besonders hoch. Das verwundert auch nicht, bei der langen und zum Teil sehr traurigen Geschichte (Überfall auf die Sowjetunion), die wir miteinander teilen. Ich hoffe allerdings, dass unsere Berichterstattung am Ende dazu beitragen kann, dass wir uns nicht entfernen, sondern einander weiter annähern.
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<b>olf:</b> Hallo Herr Roth. Wie war die Stimmung in der Redaktion, als sich abzeichnete, wie viel negatives Feedback das Interview erzeugte? War man geschockt oder ist man in der Redaktion auf solche Situationen vorbereitet?
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<b>Thomas Roth: </b>Ich selbst war überrascht, weil ich ja noch stolz darauf war, dass wir einen Teil des Interviews im ARD-Programm zeigen durften. Geschockt war ich allerdings, da doch ziemlich Viele mir mehr oder weniger deutlich zu unterstellen haben, dass ich ferngesteuert sei. Oder, dass ich mich zu einer offenen Zensur hergeben würde. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, zumindest diesen Verdacht auszuräumen.
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<b>Michael:</b> Und noch eine Frage: Inwieweit beeinflusst die Zuschauerrückmeldung in Blogs und Foren, die für jedermann sicht- und lesbar ist, Ihre Arbeit als Journalist?
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<b>Thomas Roth:</b> Sie erinnert uns ständig daran, dass wir unseren Job möglichst gut und möglichst gewissenhaft erledigen müssen. Im übrigen: auch wir sind nur Menschen und auch uns können durchaus einmal Fehler passieren. Ich hoffe, dass unsere Zuschauer auch dafür dann Verständnis auf bringen. Das mit dem Interview war aber natürlich kein Fehler.
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<b>Steffino: </b>Was halten Sie von Menschen, die der Ansicht sind, dass die Darstellung politischer Sachverhalte in den Medien einseitig, um nicht zu sagen, kontrolliert ist?
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<b>Thomas Roth:</b> Ich kann nur sagen, dass das für uns in gar keinem Fall gilt. Außerdem habe ich, was den allergrößten Teil der Presselandschaft in Deutschland angeht auch dort den Eindruck, dass sich die Kollegen nach bestem Wissen und Gewissen bemühen. Da ich viele andere Länder kenne, weiß ich, dass das keine Selbstverständlichkeit ist.
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<b>Ihr Benutzername: william wolfo: </b>Haben Sie überwiegend Zustimmung von den Kollegen erhalten? Gab es auch Kritik?
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<b>Thomas Roth:</b> Lieber wolfo, es gab überwiegend Zustimmung, ja sogar Lob!
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<b>Kai: </b>Hallo, ich fand es bemerkenswert, dass Putin in dieser Situation einem ausländischen Korrespondenten überhaupt ein Interview gegeben hat. War das Ihre Initiative und hat er auch Fernsehsendern anderer Länder Interviews gegeben? Und wenn nicht, warum denken Sie, dass er die ARD ausgewählt hat?
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<b>Thomas Roth:</b> Ich hoffe, er hat uns ausgewählt, weil er glaubt, dass die ARD eine seriöse Fernsehanstalt ist, die die Grundsätze von Fairness beachtet. Ein weiterer Grund war sicher, dass er der europäischen Öffentlichkeit durch ein solches Interview, seine Sicht der Dinge darlegen wollte und auch konnte. Fairer weise will ich sagen, dass er am Abend vor uns, dem amerikanischen Nachrichtensender CNN ebenfalls ein Interview gegeben hat.
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<b>MIch1968:</b> Hallo Herr Roth &#8230; ich habe nur eine einzige Frage &#8230; ist Herr Putin glaubwürdig?
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<b>Thomas Roth: </b>Ich glaube, er vertritt seine Interessen und Überzeugungen klar und auch für mich nachvollziehbar. Dass ich sie an bestimmten Punkten nicht teile, war der Grund meiner kritischen Fragen in diesem Interview. Ich bin aber ganz sicher, dass Putin meint, was er sagt.
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<b>integrity:</b> Finden Sie nicht, dass dieses Interview eigentlich mit dem russischen Präsidenten hätte geführt werden müssen? Finden Sie nicht, dass verfolgt man Putin und seine Interviews über Jahre, dieses Interview eigentlich inhaltlich vorher bekannt war?
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<b>Thomas Roth: </b>Nein. Ich finde, dass er in diesem Interview sehr viel zugespitzter als früher war. Er hat beispielsweise unterstellt, dass die europäische Politik direkt von den USA gesteuert wird. Das habe ich vorher so direkt noch nie gehört. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ich auch den russischen Präsidenten Medwedew interviewen dürfte und zwar möglichst live.
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<b>assdafdfsdgd: </b>Wäre das vollständige Interview auch ohne allgemeine Empörung ausgestrahlt worden oder war dies bereits eingeplant?
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<b>Thomas Roth:</b> Ja, ich hatte schon damit gerechnet, dass wir auch die lange Fassung zeigen dürfen.
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<b>Schekker: </b>Ist es aus Ihrer Sicht nicht ein Gewinn für einen Journalisten, wenn er die Diskussion über ein Beitrag im Internet fortführen kann? Zuschauerbindung pur!
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<b>Thomas Roth:</b> Ja, ich finde das ganz toll und freue mich darüber. Manchmal allerdings, wenn es eine so intensive Reaktion ist, muss ich darauf achten, dass ich auch meiner anderen Arbeit noch nachkommen kann. Aber es ist großartig, dass wir inzwischen via Internet solche Möglichkeiten haben!
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<b>gregor_keuschnig:</b> Sie schreiben im tagesschau-Blog, dass das Gespräch rund eine Stunde gedauert hat. Jetzt sagen Sie, die Langversion sei gesendet worden. Das waren aber nur 27 Minuten. was war denn Rest?
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<b>Thomas Roth: </b>Der Rest war die zeit, die der Konsekutiv-Dolmetscher gebraucht hat, der Putin immer stückweise übersetzt hat. Übrigens war der nicht zu beneiden, da Putin glänzend deutsch spricht und ihn immer wieder (zurecht) korrigiert hat. Der Dolmetscher wurde von der russischen Seite gestellt.
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<b>Schekker: </b>Hallo Herr Roth, bei aller Aufregung um dieses Interview möchte ich auch mal sagen, dass ich es toll finde, dass Sie sich hier den Kritikern stellen. So wird das Medium Internet als Ergänzung zum TV sehr gut genutzt. Zumindest dafür meinen Dank!!!
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<b>Moderatorin: </b>Diesem Dank schließen wir uns an &#8211; auch an Sie, liebe User von tagesschau.de und politik-digital.de, für die zahlreichen, interessanten und interessierten Fragen. 60 Minuten sind um, der Chat mit Thomas Roth zu Ende. In Kürze können Sie das Transkript bei tagesschau.de und politik-digital.de nachlesen. Herr Roth, haben Sie herzlichen Dank. Sie haben das letzte Wort:
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<b>Thomas Roth:</b> Ich bedanke mich ebenfalls für das große Interesse und hoffe, dass ich Urteile und Vorurteile vielleicht sogar ein wenig verändern konnte. Alles Gute aus Moskau!</p>
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