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	<title>Arne Brand &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Arne Brand &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Next gener@tion</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pstradtmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Dec 1998 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Virtueller Ortsverein]]></category>
		<category><![CDATA[Arne Brand]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
&#34;Natürlich sind wir eine Bedrohung für die old-boys-networks in den Parteien
und ihre Hinterzimmerpolitik&#34;, beschreibt Arne Brand vom <a href="http://www.vov.de/">
Virtuellen Ortsverein </a> der SPD die Bedeutung von digital vernetzter Politik. Der 23jährige gehört zum
deutschen Polit-Nachwuchs, der mit den eingespielten Bonner Regeln brechen will:
Die next gener@tion steht bereit, die Alten in Bonn und Berlin abzulösen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
&quot;Natürlich sind wir eine Bedrohung für die old-boys-networks in den Parteien<br />
und ihre Hinterzimmerpolitik&quot;, beschreibt Arne Brand vom <a href="http://www.vov.de/"><br />
Virtuellen Ortsverein </a> der SPD die Bedeutung von digital vernetzter Politik. Der 23jährige gehört zum<br />
deutschen Polit-Nachwuchs, der mit den eingespielten Bonner Regeln brechen will:<br />
Die next gener@tion steht bereit, die Alten in Bonn und Berlin abzulösen.</b></span><!--break--></p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/brand/images/brand.jpg" alt="Arne Brand" border="1" height="143" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Arne Brand</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Knatternd fährt er mit dem SPD-Wahlkampf-Bus zum Interviewtermin vor. &quot;Wir sind bereit&quot;<br />
steht in fetten roten Lettern auf der Seitentür des VW-Busses. Bereit war Arne Brand<br />
nicht nur im Internet-Wahlkampf  für den Virtuellen Ortsverein der SPD, sondern auch<br />
als Wahlkampfmanager seiner Partei in <a href="http://www.spd-lippe.de/">Westfalen Lippe.</a><br />
Für die SPD-Bundestagsabgeordneten<br />
Rainer Brinkmann und Karl-Herrmann Haak spielte er das &quot;Mädchen für Alles&quot; (Brand),<br />
organisierte Auftritte im Wahlkreis, trommelte die Presse zusammen, schrieb Reden<br />
und brachte die Genossen auf Linie, wenn Streit drohte. &quot;Das kann dann schon ziemlich<br />
ernüchternd sein, wenn man in den Ortsvereinen vor Ort erlebt, wie Politik letztlich<br />
im Hinterzimmer ausgekungelt wird&quot;, seufzt er. Sein Jura-Studium an der Universität<br />
Bielefeld lag in dieser Zeit zwangsläufig brach: &quot;Ich hatte dicke Ringe unter den<br />
Augen und schlief nur noch mit meinem Fotoapparat&quot;, aber andererseits schon im Mai<br />
war ihm klar &quot;im Herbst ist die SPD wieder am Ruder&quot;.<br />
Doch die Bonner Wende hat ihn nicht in Ihren Sog gezogen: &quot;Es gab zwar mehrere konkrete<br />
Jobangebote aus der Partei, aber ich will mir erst einmal ein berufliches Standbein<br />
aufbauen&quot;, erklärt Brand. Jetzt büffelt er wieder für das 1. Staatsexamen und will<br />
ein erfolgreicher Multimedia-Anwalt werden &quot;so wie der <a href="http://www.netlaw.de/">Tobias Strömer</a><br />
in Düsseldorf&quot;.<br />
Gleichzeitig baut er mit einem Freund ein Multimedia-Unternehmem auf. Zwar noch ohne<br />
Eintrag ins Handelsregister, aber nicht mehr namenlos (Double II) und mit ersten<br />
Kundenaufträgen gesegnet wird seine Detmolder Start-up-Company ein &quot;Mittelding<br />
zwischen Werbeagentur und Unternehmensberatung&quot; sein, die Firmen bei der betrieblichen<br />
Neuorganisation durch den Einsatz neuer Medien hilft. Trotz dieser Mehrfachbelastung<br />
will Brand an seinen politischen Ambitionen festhalten &#8211; zunächst aber im Kleinformat.<br />
Im kommenden Jahr will er sich um einen Sitz im Stadtrat seiner Heimatstadt Detmold bewerben.<br />
Arne Brand als Multimedia-Anwalt, als Unternehmer oder Politiker- viele Szenarien sind<br />
denkbar, die mentale Klammer von allem: &quot;Selber etwas auf die Beine stellen&quot;. So ist<br />
seine größte Sorge auch, &quot;vor die Wahl gestellt zu werden, mich für eine Sache allein<br />
entscheiden zu müssen&quot;, so Brand.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mit dieser Haltung ist Arne Brand ein exemplarischer Stellvertreter der next generation<br />
in der bundesdeutschen Politik: Junge, engagierte Menschen, die anders als ihre politischen<br />
Ziehväter nicht zu fulltime Parteisoldaten mutieren wollen und die davon überzeugt sind,<br />
daß es ein Leben nicht nur vor und nach der Politik, sondern auch daneben gibt. Ihre<br />
Lebensplanung ist mehrgleisig angelegt. Vielfältige Qualifikationen und frühzeitige<br />
Existenzgründungen sichern dabei die Unwägbarkeiten der politischen Lebensplanung ab.<br />
&quot;Letztlich ist doch eine sichere Existenz außerhalb der Partei der zentrale Garant<br />
für berufliche Unabhängigkeit, urteilt <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/reiche/">Katherina Reiche</a>.<br />
Die 25jährige CDU-Abgeordnete<br />
aus dem brandenburgischen Luckenwalde ist ein weiteres Beispiel aus der Bonner Nachwuchsriege.<br />
In nur neun Semestern hat sie ihr Chemiestudium an der Universität Potsdam absolviert,<br />
war für Forschungsstudien in den USA und Finnland und schaffte es gleichzeitig als<br />
Bundestagskandidatin auf den dritten Listenplatz ihres Landesverbandes. Auch als Neuparlamentarierin<br />
will die Leistungsträgerin nicht auf eine berufliche Fortentwicklung verzichten, und<br />
promoviert parallel in analytischer Biochemie und ist zugleich als Geschäftsführerin<br />
eines Familienunternehmens aktiv. Ebenso die frischgewählte Vorsitzende der Jungen Union,<br />
Hildegard Müller, die auch neben ihrem Amt an einer Banklaufbahn festhalten will.<br />
Auch der 21jährige Parlamentsbenjamin <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/koepfe/schneider/">Carsten Schneider</a> (SPD), der vor seiner Bundestagszeit<br />
eine Banklehre absolviert hat und heute Mitglied des Bonner Haushaltsausschusses ist, will<br />
in Bonn nicht &quot;als Vorzeigejugendlicher  sein Fraktion herumgereicht werden&quot;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Gefragt, ob ihn es ihn angesichts soviel junger Parlamentsgesichter nicht auch in den Bundestag<br />
zieht, schüttelt Brand entschieden den Kopf. &quot;Der Carsten Schneider ist doch arm dran,<br />
der steht unter einem tierischen Druck und muß jetzt im Hauruckverfahren die Spielregeln lernen,<br />
und wenn er dann im richtigen Alter ist, ist er schon ein alter Hase.&quot; Wenn ins Parlament dann<br />
gleich nach Brüssel, &quot;dort werden doch in Zukunft die wirklich wichtigen Entscheidungen getroffen.&quot;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eigentlich war der politische Weg für den Detmolder vorgezeichnet: Seine Großvater hatte die SPD<br />
in Süd-Lippe gegründet und auch sein Vater war ein überzeugter Parteigänger. Doch erst durch das<br />
Internet kam der 23jährige Detmolder letztlich zur sozialdemokratischen Partei: &quot;1995 habe ich<br />
begeistert das Abgeordnetenprojekt an der FU Berlin verfolgt&quot;, erzählt er. &quot;Im IRC-Channel habe<br />
ich dann mit einem der ersten Mitglieder vom VOV geplaudert, zwei Stunden später war ich dann Mitglied.&quot;<br />
In die SPD selber ist er Anfang 1996 eingetreten. Schnell wurde er bei den &quot;Virtuellen&quot; einer der<br />
Haupaktiven und ist seit zwei Jahren Sprecher des VOV. Am virtuellen-Parteinetzwerk schätzt er<br />
das versammelte, geballte Expertenwissen, und den offenen Dialog . &quot;Da sind viele dabei, die<br />
politisch sehr interessiert sind, jedoch durch die Art von Politik in den Parteigliederungen<br />
abgeschreckt sind&quot;, so Brand.<br />
Dennoch kann auch er sich den Regeln des Systems nicht verschließen. &quot;Um Gestaltungsspielräume<br />
zu haben, muß ich zwangsläufig auch in Seilschaften drinhängen&quot;, räumt er kritisch ein.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fernab der visionenbehafteter Cyberpolitik ist die Parteiarbeit in real-life für Brand immer<br />
wieder ein frustrierendes und deshalb auch notwendiges Erlebnis. &quot;Auf der Straße immer wieder<br />
zu hören &#8216;Die in Bonn wirtschaften doch nur für die eigene Tasche&#8217;, ist schon deprimierend&quot;,<br />
bekennt er. Mit dem Internet verbindet er deshalb die Hoffnung auf mehr Transparenz. Einen<br />
ersten Schritt der innerparteilichen Öffnung sieht er deshalb mit der Vernetzung via Intranet,<br />
auch wenn der letzte Netzknotenpunkt die Hauptamtlichen sind und das einfache Mitglied immer<br />
noch vom internen Parteiinformationsfluß ausgeschlossen bleibt. An der die revolutionären Kraft<br />
des Mediums, die langfristig zur Erosion und Reform der traditionellen Parteistrukturen führen<br />
wird, besteht für ihn kein Zweifel. Brand: &quot;Da werden künftig viele Verwalter von Herrschaftswissen<br />
überflüssig&quot;, lautet seine Prophezeiung.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Doch bis dahin ist es noch ein ganzes Stück digitaler Wehstrecke. Nach dem öffentlichkeitswirksamen<br />
Einsatz der Neuen Medien im SPD-Wahlkampf ist Brand heute enttäuscht, daß die Möglichkeit<br />
Neuer Medien für Politik, Wirtschaft und Bildung keine Rolle zu spielen scheinen. &quot;Es war schon schade,<br />
daß im rot-grünen Koalitionsvertrag die Begriffe Internet und Multimedia kein einziges Mal auftauchten.<br />
Besonders bedauert der VOV-Sprecher, daß neben der wirtschaftspolitischen Diskussion über<br />
Neue Märkte und Jobbboom und technische Fragen die gesellschaftspolitische Diskussion über<br />
die Auswirkungen der Neuen Medien in Deutschland bislang nicht stattfinde.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Den Schritt zum fulltime Politiker möchte er möglichst vermeiden. Der Grund: &quot;Wenn man das Hobby<br />
Politik zum Beruf macht, schmort man im eigenen Saft.&quot; Ein Leben ohne die Politik kann er sich<br />
aber auch nicht vorstellen. Was ihn reizt? &quot;Etwas gestalten zu können&quot;. Das klingt nach wie die<br />
routinierte Umschreibung von politischem Machthunger, doch Brand scheint es Ernst zu meinen.<br />
Soziale Sicherungssysteme sind dabei fest einkalkuliert. &quot;Dafür habe ich doch so viele Freunde<br />
außerhalb des politischen Umfelds, damit die mich rechtzeitig warnen, wenn ich abhebe&quot;, erklärt er.<br />
Darüber seine Freundin nicht der SPD beitreten wollte, ist er letztlich dankbar: &quot;Dann würden wir<br />
doch Tag und Nacht politisieren.&quot; Im Rampenlicht zu stehen hat für ihn keinen Selbstzweck, sondern<br />
geschieht um der Sache Willen. Daß er diese schönen Worte auch im Ernstfall beherzigt zeigt eine<br />
schöne Begebenheit aus dem Wahlkampf: Auf dem Leipziger Parteitag hatte sich Kanzlerkandidat<br />
Schröder am Stand des VOV angesagt, ein kleines Interview zum Thema Neue Medien sollte für die<br />
Journalisten inszeniert werden. Von der Online-Verantwortlichen der Partei gefragt, wer den Part<br />
des Moderators übernehme gab Brand das Mikro an einen Kollegen. &quot;Das gibt mir nichts. Ich gehöre<br />
auch nicht zu denen, die beim Gruppenfoto mit Schröder plötzlich neben dem Kanzler stehen&quot;,<br />
bekennt er und schüttelt energisch den Kopf.</span></p>
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