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	<title>#aufschrei &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>#aufschrei &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Gender im Netz: &#8220;Im Internet findet sich schneller ein Stammtisch&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Apr 2015 09:46:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Gleichberechtigung]]></category>
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		<category><![CDATA[Cyberfeminismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Frauen als Hackerinnen, Gamerinnen oder Entwicklerinnen werden noch immer als Exotinnen im männlich dominierten Internet betrachtet. Leonie Tanczer forscht zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/blueforboys_toilet_bearb.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-145331" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/blueforboys_toilet_bearb.jpg" alt="blueforboys_toilet_bearb" width="640" height="280" /></a>Frauen als Hackerinnen, Gamerinnen oder Entwicklerinnen werden noch immer als Exotinnen im männlich dominierten Internet betrachtet. Leonie Tanczer forscht zu Geschlechterstereotypen und der Rolle von Gender im Netz. Sie hat festegstellt, dass durch eine gezielte Frauenförderung in technischen Bereichen der Gender Gap geschlossen werden könnte. Im Interview spricht sie mit uns über Stammtischparolen, Genderwahnsinn und die vermeintliche Anonymität im Netz.</p>
<p><b>politik-digital.de:</b> In der analogen Welt gibt es verschiedene Geschlechterstereotypen. Eine Krankenschwester ist häufig als Frau konnotiert, der Anwalt ist ein Mann. Wie sieht das Ganze im Internet aus, zum Beispiel bei den Begriffen Hacker, Spieleentwickler, Internetnutzer? Lässt sich dort ein ähnliches Bild ablesen?</p>
<p><b>Leonie Tanczer:</b> Die Beispiele &#8211; Krankenschwester, Anwalt &#8211; reflektieren, was wir gegenwärtig, sowohl offline als auch online, als gesellschaftliche Wahrnehmung akzeptiert oder festgelegt haben. Wenn man plötzlich als Frau ein Anwalt ist, oder eine Anwältin eigentlich, dann fällt man aus der vermeintlichen Norm heraus. Das Gleiche gilt oft für die stärker online bezogenen Begriffe, wie Hacker oder Spieleentwickler. Da haben wir meist auch automatisch das Bild eines Mannes vor Augen. Selbst wenn wir zum Beispiel von dem HacktivistInnen-Kollektiv &#8220;Anonymus&#8221; sprechen – das schon im Wortlaut identitätslos sein sollte &#8211; ist in aller Regel eher der Bezug zu einem jungen Mann statt zu einer Frau vorhanden. Ich glaube, das liegt aber vielmehr an der sprachlichen Ebene, als an dem Umstand, dass es weniger Frauen unter Hackern etc. gibt. Mit der Frage, wie sich der Gedanke, dass Hacker nur Männer seien, auf Frauen und Männer in dieser Szene auswirkt, habe ich mich auch in meiner vergangenen <a href="http://nms.sagepub.com/content/early/2015/01/12/1461444814567983.abstract" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forschung</a> genauer auseinandergesetzt. Ich habe dieses Phänomen, dass wir hierbei nur an Männer denken, als &#8220;Male-Only&#8221;-Stereotyp bezeichnet und mir die HacktivistInnen-Community genauer angeschaut.</p>
<p><b>politik-digital.de: </b>Welchen Einfluss spielt die Sprache dabei?</p>
<p><b>L.T.:</b> Ich glaube, Sprache hat viele Einflussmöglichkeiten. Es gibt einige interessante Studien, die verdeutlichen, wie wichtig es ist, Frauen oder prinzipiell Geschlechter in der Sprache hervorzuheben. Eine <a href="http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs11199-014-0437-x" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> aus dem Jahr 2014 hat Daten von Medien ausgewertet und gezeigt, dass das Wort &#8220;he&#8221;, also &#8220;er&#8221;, häufiger mit etwas Positivem konnotiert wird. Außerdem kommt es neun Mal häufiger vor als &#8220;she&#8221;, und wenn das weibliche Pronomen verwendet wird, dann vielerorts deshalb, weil der geschlechtliche Aspekt gezielt hervorgehoben wird.</p>
<p><b>politik-digital.de: </b>Das Internet eröffnet Möglichkeiten des &#8220;Empowering&#8221; von Frauen und wird als Raum der Gleichberechtigung dargestellt. Gleichzeitig ist es vielerorts anonym. So kommt es immer wieder zu sexistischen Attacken auf Frauen oder Bloggerinnen, die sich als Feministinnen zu erkennen geben. Diese müssen dann sexistische und polemische Äußerungen über sich ergehen lassen. Wie kommt es dazu und wer äußert sich dort?</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"> <strong>Leonie Maria Tanczer</strong> ist Doktorandin an der School of Politics, International Studies and Philosophy, Queen’s University Belfast (UK) und war von Januar bis März 2015 Fellow am Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin. In ihrer bisherigen Forschung befasste sie sich intensiv mit dem Thema Geschlechterstereotypen, insbesondere in Hinblick auf das Internet und die IT-Szene.</div></div>
<p><b>L.T.:</b> Zuallererst habe ich ein Problem mit der Aussage, dass das Internet anonym ist. Vielleicht hat man ad hoc Anonymität, aber es gibt fast immer Hinweise, die auf die Identität einer Person schließen lassen, sei es das Profilbild, der Nickname, die Art zu schreiben etc. Eine <a href="https://dl.acm.org/citation.cfm?id=1377467" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> zeigt etwa, dass Menschen zu 99,7 Prozent akkurat auf das Geschlecht eines Autors bzw. einer Autorin schließen können, schlichtweg auf Basis des geschriebenen online Texts. Des Weiteren stelle ich die Möglichkeiten des &#8220;Empowering&#8221; in Frage, weil das ursprünglich der Gedanke des sogenannten Cyberfeminismus war – und das klingt für mich zu sehr nach 90er-Jahre. Studien verdeutlichen, dass das Internet schlichtweg ein Tool ist, so etwas wie ein verlängerter Arm. Ich bezweifle etwa, dass das Internet uns so elementar und radikal verändert haben soll. Wir sind noch immer in einer Offline-Welt sozialisiert worden und werden das auch noch eine Weile weiterhin so werden. Deshalb: Wenn es zu sexistischen und polemischen Äußerungen kommt, ist das nur ein Abbild dessen, was wir auch offline sehen. Das sind dieselben Leute, die man zum Beispiel auch am Stammtisch trifft und die argumentieren, dass jetzt Männer ungleich behandelt werden würden und dass dieser vermeintliche &#8220;Genderwahnsinn&#8221; aufhören muss. Die Besonderheit ist, dass sie durch das Internet einfach schneller eine Gruppe Gleichgesinnter – eben einen solchen Stammtisch &#8211; finden.</p>
<p><b>politik-digital.de: </b>Die Initiative D21 stellt einmal im Jahr ihren D21-Digital-Index vor, der den aktuellen Stand der Digitalisierung und Internetnutzung in Deutschland darlegt. Die Studie von 2014 identifiziert dabei sechs Nutzertypen im Internet. Ein wichtiges Kriterium zur Unterscheidung ist dabei das Geschlecht. Gibt es Unterschiede zwischen weiblichen und männlichen Personen in der Internetnutzung und wenn ja: Worauf könnte man diese zurückführen?</p>
<p><b>L.T.:</b> Ich würde schon sagen, dass es Unterschiede in der Internetnutzung gibt. Aber das hängt davon ab, worauf man den Fokus legt. Es gibt zum Beispiel auch eine <a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24754360" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a>, in der die Internetnutzung von schwulen Männern untersucht wird. Was ich somit sagen will, ist, dass man Unterschiede findet, abhängig davon, wo man gerade hinschaut – sei es auf das Alter, das Geschlecht oder eben die sexuelle Orientierung. Nehmen wir zum Beispiel die Editierung von Wikipedia. Quantitativ sind es eindeutig mehr Männer, die dort Artikel schreiben und redigieren. Eine <a href="http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/1369118X.2014.957711?journalCode=rics20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Publikation</a> zeigt aber die dahinter liegenden Gründe genauer auf: Nicht primär das Geschlecht, sondern vielmehr die Unterschiede im technologischen Skill-Set führen dazu, dass mehr Männer bei Wikipedia mitarbeiten. Das heißt: Wenn man diesen Skill-Gap zwischen Männern und Frauen schließt, zum Beispiel durch die Förderung von Frauen, so dass sie eine technische Ausbildung einzuschlagen, würde sich auch der Gender Gap auf vielen Ebenen einrenken. Zusammenfassend sind es also somit wieder soziale Faktoren, die hier ins Spiel kommen und die bei solchen Unterschieden mitberücksichtigt werden müssen.</p>
<p><b>politik-digital.de: </b>In der analogen Werbung werden Frauen oft in traditionellen Rollenbildern dargestellt, als Objekt der Begierde bzw. als passiv. Diese Klischees und Rollenbilder finden sich auch in der Internetwerbung wieder. Bildet die Werbung dort eine unrühmliche Ausnahme oder lassen sich Verhaltensmuster der analogen Welt im Internet wiederfinden?</p>
<p><b>L.T.:</b> Mir sind ad hoc keine Studien bekannt, die das ausgewertet hätten. Persönlich glaube ich aber nicht, dass das Internet mehr Rollenbilder oder Stereotype als sowieso schon vorhanden erzeugt. Was ich aber hervorheben kann, ist, dass Webseiten wie etwa <a href="http://www.genderads.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">genderads.com</a> ermöglichen, dass klischeehafte Bilder katalogisiert, geclustert und hinterfragt werden. Solche Online-Tools sollte man meines Erachtens gesamtgesellschaftlich teilen und befördern. Es wäre wünschenswert, wenn es dadurch zu einem Umdenken in der Gesellschaft käme, gerade weil man durch solch ein Wissen beginnt, sich selbst und sein eigenes Verhalten zu reflektieren. Dieses Wissen kann uns – glaube ich – somit unabhängiger von Werbung machen, und ich finde schon, dass uns solch eine umfangreiche Möglichkeit erst wirklich durch das Internet ermöglicht wurde.</p>
<p><b>politik-digital.de: </b>Anfang 2013 berichteten viele Frauen unter dem Hashtag #aufschrei über sexistische Erfahrungen. War der Aufschrei nur ein vorübergehendes Phänomen oder hat sich seitdem am Alltagssexismus im Internet grundlegend etwas verändert?</p>
<p><b>L.T.:</b> Ich würde das schon als Meilenstein bezeichnen. So haben die Twitterpostings, die unter anderem von Anne Wizorek (der Initiatorin der #aufschrei-Kampagne, Anm. d. Red.) mitgetragen wurden, sich in einem medialen Diskurs festgesetzt. Alleine der Umstand, dass wir heute in einem Interview darüber sprechen und Sie mich zum Thema &#8220;Geschlecht und Internet&#8221; interviewen, zeigt, dass eine Aufmerksamkeit für ein Thema geschaffen wurde, das vorher nicht so viel Öffentlichkeit hatte. Daher glaube ich schon, dass #aufschrei etwas bewirkt hat. Ob es etwas am Alltagssexismus verändert hat, ist für mich schwieriger zu ermessen und zu analysieren. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass der Alltagssexismus wahrscheinlich gleich geblieben ist, ja vielleicht sogar – und das ist jetzt pure persönliche Einschätzung – eine neue Angriffsfläche gefunden wurde.</p>
<p>Netzfeministische Akteurinnen sind jetzt bekannter, werden öfter in Zeitungen erwähnt, und erhalten damit aber leider auch viel mehr Hass-E-Mails und andere Formen der Drohung. Es gibt jetzt dezidiert Personen, von denen man weiß, dass sie für Feminismus und für Gleichberechtigung einstehen, und man hat nun die notwendigen Kontaktdaten, um sich mit ihnen in Verbindung zu setzen. Mit dem Internet hat man eine Plattform gefunden, um sie breitenwirksam zu diffamieren. Gleichzeitig glaube ich aber schon, dass man auch neue Expertinnen entdeckt und damit eine breitere Öffentlichkeit für Frauen geschaffen hat. Es ist somit wirklich schwer zu sagen, wie es um den Alltagssexismus steht und inwiefern #aufschrei zu Veränderungen beigetragen hat. Alles in allem finde ich aber, dass die Aktion wichtig und bahnbrechend war. Es ist jetzt schlichtweg notwendig, dass dieser Diskurs weitergeführt wird und nicht im Sand verläuft und dass noch viele solcher Aktionen mit entsprechenden Resultaten folgen.</p>
<p style="text-align: left">Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/mikecogh/5712981936" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michael Coghlan</a></p>
<p style="text-align: left"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Hängt die NSA bestimmt mit drin &#8211; Digitale Presseschau 51/2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Dec 2013 16:26:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Peter Schaar verabschiedete sich unlängst mit einem Dank an die NSA von seinem Amt als Bundesbeauftragter für den Datenschutz. Tatsächlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Peter Schaar verabschiedete sich unlängst mit einem Dank an die NSA von seinem Amt als Bundesbeauftragter für den Datenschutz. Tatsächlich wäre ohne sie, und wie hinzuzufügen wäre: Edward Snowden, Datenschutz und Netzpolitik nicht so ein großes Thema im ausklingenden Jahr. Untersuchungsausschüsse, UN-Resolutionen, EU-Verordnungen, ein Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt und noch so vieles mehr in immerhin fünf Ministerien. Dennoch bleibt das Gefühl, dass mit möglichst viel Aufwand möglichst wenig verändert wird. Immerhin scheint woanders auch noch was zu passieren: Das Internet der Dinge, Netzfeminismus und der Einfluss des Internets auf die Sprachenvielfalt sind in dieser Woche Thema. Aber da hat die NSA sicher auch ihre Finger im Spiel.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=aI7Zuwu_MbA&amp;hd=1" title="Das neue Spiel - Pitchfilm" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/aI7Zuwu_MbA?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Im Video der Woche wirbt Michael Seemann für das Crowdfunding seines noch zu verfassenden Buches &#8220;Das Neue Spiel. Nach dem Kontrollverlust&#8221;.</p>
<h3><a href="http://www.heute.de/bundestag-bekommt-internetausschuss-31189230.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ergebnisloses Chaos oder Wirrwarr mit System?</a></h3>
<p>Fünf Ministerien sollen sich zukünftig um Netzpolitik kümmern. Für manche bedeutet das die Fortführung des destruktiven Chaos, für andere, wie Sonja Schünemann auf heute.de, ein „Zuständigkeits-Wirrwarr mit System“. Andrea Voßhoff als neue Bundesdatenschützerin und Klaus-Dieter Fritsche als erster Geheimdienstkoordinator werden allenthalben als eindeutige Absage an unabhängige Kontrollinstitutionen gesehen. Und der Internetausschuss kommt erst mal doch nicht. <a href="http://blogs.faz.net/deus/2013/12/19/schlammcatchen-der-popcornminister-statt-internetausschuss-1880/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zumindest einer freut sich</a> und zieht der konzertierten Lobbypolitik in einem Ausschuss das ergebnislose „Schlammcatchen der Popcornminister“ vor. Neuland solle Neuland bleiben.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/gastbeitrag-fuer-einen-anderen-new-deal-12710154.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Placebo-New-Deal</a></h3>
<p>Einen digitalen New Deal in Europa fordert der EU-Parlamentsabgeordnete der Grünen Jan-Philipp Albrecht auf faz.net. In Absage an nationale Tendenzen in Deutschland müsse eine gemeinsame Wertebasis geschaffen werden und Europa die digitale Unabhängigkeit erklären. Die EU-Datenschutzverordnung sei dazu der erste Schritt. <a href="http://www.carta.info/68290/datenschutz-zuruck-zum-thema/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auf Carta meldet Simon Assion dagegen Zweifel an:</a> Bisherige Datenschutzpolitik, einschließlich der EU-Verordnung, sei reines Placebo und würde nur die kleinen Akteure gängeln, während die Großen unbeschadet weiter sammeln könnten. Daraus ließe sich das Paradox der Gleichzeitigkeit von einer Vielzahl von Datenschutzgesetzen und einer beispiellosen korporativen und staatlichen Überwachung erklären.</p>
<h3><a href="http://www.golem.de/news/nsa-affaere-eu-ausschuss-fordert-stopp-von-safe-harbor-1312-103474.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Snowden, der Bankräuber</a></h3>
<p>In einem Zwischenbericht vom Mittwoch hat der NSA-Untersuchungsausschuss der EU einige Forderungen gestellt. Wie Friedhelm Greis auf golem.de berichtet, fordern die Parlamentarier die Suspendierung sowohl des Safe-Harbour-, als auch des Swift-Abkommens. Auch eine EU-Cloud sei im Sinne des Ausschusses. <a href="https://netzpolitik.org/2013/drohgebaerden-und-kuschelkurs-vorsitzender-des-geheimdienstausschusses-mike-rogers-in-bruessel/#more-60263" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wie netzpolitik.org berichtet,</a> hatte noch am Dienstag der US-Politiker Mike Rogers die EU-Parlamentarier für ihre Kurzsichtigkeit gerügt und Edward Snowden mit einem Bankräuber verglichen, der zur Finanzkrise befragt würde.</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-12/usa-geheimdienste-bericht-nsa-obama/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Forderungen mit Hintertüren</a></h3>
<p>Auf 300 Seiten haben Experten in den USA die Überwachungspraktiken der Geheimdienste kritisiert. Diese würden zugunsten von Sicherheitsinteressen Freiheitsrechte einschränken und verletzen. Till Schwarze hat auf Zeit Online die wichtigsten Forderungen zusammengestellt. Allerdings stehen die Experten prinzipiell zur NSA, und der Bericht lässt laut <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/us-spaehaffaere-die-hintertueren-im-nsa-bericht-a-940067.html#ref=rss" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konrad Lischka auf Spiegel Online</a> einige Hintertüren, die mögliche Beschränkungen und Kontrollen aufweichen könnten.</p>
<h3><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/internet-der-dinge-maschine-chattet-mit-maschine-1.1845758" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maschinen mit Maschinen</a></h3>
<p>Die Vernetzung von Geräten untereinander gilt als die nächste große Entwicklung. Immer mehr Kommunikation über Netzwerke würde dann nicht mehr nur maschinen-vermittelt funktionieren, sondern verliefe gänzlich zwischen Maschinen. Am Beispiel des kalifornischen Konzerns Cisco zeigt Nikolaus Piper auf süddeutsche.de die Potenziale und Gefahren des „Internet of Things“ auf. Denn nur mit einem effektiven Datenschutz würde die Kommunikation zwischen Maschinen das Leben der Menschen verbessern.</p>
<h3><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2013/12/sprachenkiller-internet/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Back to Babel</a></h3>
<p>In der digitalen Welt können 96,3 Prozent aller bekannten Sprachen als ausgestorben gelten, so das Ergebnis der Studie „Digital Language Death“. Jochen Dreier stellt die Studie auf Hyperland vor und spricht vom „Sprachenkiller“ Internet. <a href="http://netzwertig.com/2013/12/19/vom-aussterben-bedroht-das-internet-verdraengt-viele-sprachen-gut-so/#more-31543" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Martin Weigert</a> hingegen begrüßt auf netzwertig.com diese Sprachvereinheitlichung. Auch wenn Weigert stark verkürzt argumentiert und die Bedeutung von sprachlichen Missverständnissen oder Nicht-Verstehen für die großen Probleme der Menschheit überschätzt: Er bezieht Stellung in einer Debatte, die geführt werden sollte.</p>
<h3><a href="http://irights.info/das-internet-ist-das-problem-und-seine-losung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#Aufschrei sei Dank!</a></h3>
<p>Dass Feminismus wieder salonfähig in „Mainstreamdebatten“ geworden ist, sei größtenteils dem Hashtag #Aufschrei zu verdanken, so das Fazit von Annina Luzie Schmid auf irights.info. Mit dem Hashtag, der im vergangenen Jahr auch den Grimme Online- Award erhalten hat, sei es gelungen, „eine Brücke zwischen digitaler Szene und dem Rest der Welt zu bauen“. In ihrem Beitrag skizziert sie, durch welche Projekte und dank welcher Protagonistinnen das Thema Sexismus auch nach der intensiven #Aufschrei- Debatte öffentliche Sensibilisierung erfährt. Denn das Internet sei nicht nur Plattform für Sexismus, sondern auch emanzipatives Werkzeug.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick – Thema: #aufschrei</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei-135612/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Hannah Beitzer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Dec 2013 14:58:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Rainer Brüderle]]></category>
		<category><![CDATA[#aufschrei]]></category>
		<category><![CDATA[Anne Wizorek]]></category>
		<category><![CDATA[Laura Himmelreih]]></category>
		<category><![CDATA[Netzdebatte]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um das Warten zu verkürzen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/aufschrei.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135616" alt="#aufschrei" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/aufschrei-630x472.jpg" width="630" height="472" /></a>Am Dienstag findet unser netzpolitischer Jahresrückblick per Hangout statt. Um das Warten zu verkürzen, haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de vorab je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-btw13/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#btw13</a>, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#nsa</a>, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und #aufschrei. Nachdem Erik Meyer mit <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Kommentar</a> zu den Koalitionsverhandlungen der #UADA den Anfang gemacht hat, blickt Hannah Beitzer an dieser Stelle auf die #aufschrei-Debatte zurück.<br />
Grabschende Kollegen, blöde Sprüche auf der Straße, Herabwürdigung im Job – auch im 21. Jahrhundert kennen viele Frauen Situationen wie diese. Zeit, darüber zu sprechen, dachten sich Anfang des Jahres einige Feministinnen um die Berliner Bloggerin Anne Wizorek und riefen dazu auf, sexistische Erlebnisse auf Twitter unter dem Hashtag <a href="https://twitter.com/search?q=%23Aufschrei&amp;src=hash" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#Aufschrei</a> zu sammeln.<br />
Die Initiatorinnen gaben mit der Kampagne all jenen eine Stimme, die schon lange unzufrieden damit waren, wie sie als Frauen immer noch behandelt werden – und stießen eine Diskussion an, die bald mehr war als eine reine Netzdebatte.<br />
Dass dabei längst nicht alle einer Meinung waren, zeigte umso deutlicher, wie dringend #Aufschrei nötig war. Die Relevanz einer Aktion wie #Aufschrei ergibt sich schließlich nicht daraus, dass ihr alle Beifall klatschen. Sie braucht gerade das Aufeinanderprallen verschiedener Meinungen und Weltanschauungen, um überhaupt zu einer Debatte zu werden. <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/netzfeministin-anne-wizorek-maenner-ihr-habt-doch-ein-gehirn-1.1596262" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die #Aufschrei-Initiatorinnen haben außerdem gezeigt, dass es längst nicht mehr etablierte Medien sein müssen, die über die Relevanz oder die Stoßrichtung eines Themas entscheiden.</a> Während die nämlich Anfang des Jahres noch über einen Artikel diskutierten, in dem die Stern-Journalistin Laura Himmelreich einen Übergriff des FDP-Spitzenkandidaten Rainer Brüderle thematisierte, erkannten die jungen Feministinnen schnell, dass in der Diskussion mehr steckt als ein politischer Aufreger.<br />
Inzwischen ist Rainer Brüderle bekanntlich aus der Politik verschwunden. Die Frage, wie Männer und Frauen eigentlich miteinander umgehen wollen und sollen, ist hingegen noch längst nicht beantwortet.<br />
Foto: streunna4 (flickr.com)<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens.png"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-121978" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-630x110.png" width="241" height="42" /></a></p>
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		<title>Kolumne zum Jahresrückblick &#8211; Thema: #UADA</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Dec 2013 15:04:21 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In freudiger Erwartung des netzpolitischen Jahresrückblicks per Hangout am 17.12. haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de je einen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/1280px-meeting_room_table_and_paper_board-4/" rel="attachment wp-att-135542"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-135542" alt="1280px-Meeting_room,_table_and_paper_board" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1280px-Meeting_room_table_and_paper_board3.jpg" width="616" height="359" /></a> In freudiger Erwartung des netzpolitischen <a href="http://politik-digital.de/10-berliner-hinterhofgespraech-zurueck-in-die-zukunft-netzpolitischer-jahresrueckblick-2013/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jahresrückblicks per Hangout</a> am 17.12. haben die Hangout-Gäste und weitere Autoren von politik-digital.de je einen kurzen Rückblick auf die folgenden Jahresthemen verfasst: <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-btw13/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#btw13</a>, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-nsa/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#nsa</a>, #lsr, <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-uada/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#UADA</a> und <a href="http://politik-digital.de/kolumne-zum-jahresrueckblick-thema-aufschrei/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a>. Den Anfang macht <em>Erik Meyer</em> mit einem Statement zu den Verhandlungen der #UADA, die er auch schon auf unserem Live-Blog zusammengefasst und kommentiert hat.<br />
Mit der Bildung der “Unterarbeitsgruppe Digitale Agenda” wurde netzpolitischen Fragestellungen erstmals ein separates Forum bei Koalitionsverhandlungen zugestanden. Ungeachtet der Frage, ob der Zuschnitt und die Zuordnung als gelungen bewertet werden, manifestierte sich in der personellen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Teilnehmer_an_den_Koalitionsverhandlungen_zwischen_CDU/CSU_und_SPD_2013#Unterarbeitsgruppe_Digitale_Agenda" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Besetzung</a> der Verhandlungsgruppe der bei den Koalitionspartnern vorhandene Sachverstand.<br />
Auch unabhängig davon, ob der Prozess am Ende durch ein eigenes Ressort gewissermaßen gekrönt werden wird, kann diese Konstellation als Baustein zur Etablierung eines eigenständigen Politikfelds bewertet werden. Dazu gehört auch, dass eine auf die Materie bezogene Interessenvertretung stattfindet. Passenderweise war dieser Prozess im Fall der UADA (so der von Unions-Verhandlungsführerin Dorothee Bär eingeführte Hashtag) auch in den sozialen Medien zu verfolgen, wie die <a href="http://politik-digital.de/koalitionsverhandlungen-via-twitter/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dokumentation</a> der Kommunikation  zeigt.<br />
Weitere Einsichten lieferten Akteure aus der (künftigen) Opposition, die wiederholt vorläufige Fassungen aus verschiedenen Arbeitsbereichen veröffentlichten. Besonders vehement wurde von an den Verhandlungen Beteiligten dabei gegen Berichte über eine geplante Vorratsdatenspeicherung argumentiert &#8211; die dann am Ende allerdings zutrafen. Hier zeigt sich ein Problem der vorliegenden Konstellation: Während in der Unterarbeitsgruppe der AG Kultur und Medien eher die weichen Aspekte verhandelt wurden, haben Innen- und Sicherheitspolitiker Themen von netzpolitischer Brisanz abgeräumt. Diese Hierarchisierung konterkariert das wohlfeile Wording von der ressortübergreifenden <a href="http://politik-digital.de/netzpolitik-oder-digitalisierungspolitik-worum-geht-es-hier-eigentlich/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">“Digitalisierungspolitik”</a>, und es stellt sich die Frage, ob die “<a href="https://medium.com/p/4c59072603fe" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Agenda für Deutschland”</a> nicht doch am koalitionsinternen Katzentisch verhandelt wurde.<br />
Bild: Luis Argerich via Wikimedia<br />
<img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></p>
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		<title>10. Berliner Hinterhofgespräch: &#034;Zurück in die Zukunft &#8211; Netzpolitischer Jahresrückblick 2013&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Dec 2013 16:24:06 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist schon wieder Dezember, und ein turbulentes (netz-) politisches Jahr neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Bevor wir alle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/8-berliner-hinterhofgespraech-verbunden-aber-nicht-vernetzt-von-der-mangelnden-zusammenarbeit-in-der-netzgemeinde/winterblid-v4/" rel="attachment wp-att-134173"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-134173" alt="WINTERBLID v4" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WINTERBLID-v4.jpg" width="640" height="360" /></a>Es ist schon wieder Dezember, und ein turbulentes (netz-) politisches Jahr neigt sich langsam seinem Ende entgegen. Bevor wir alle in die verdiente Weihnachtslethargie verfallen, wurden am Dienstag Abend noch einmal die zentralen Fragen des nahezu alles überschattenden #NSA-Skandals geklärt. Und obwohl es in diesem Jahr natürlich auch anderen netzpolitische Themen gab, wurde eines deutlich: Netzpolitik ist nicht mehr nur ein Nischenthema für Blogger, Piraten und Nerds.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&amp;v=NhGY1xxnOX8" title="10. Berliner Hinterhofgespräch: &quot;Zurück in die Zukunft -- Netzpolitischer Jahresrückblick 2013″" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/NhGY1xxnOX8?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Nachdem die erste Jahreshälfte mit der #Aufschrei-Debatte, dem Streit um das #lsr, und den Tele-, pardon &#8220;#Drosselkom-Plänen&#8221; bereits intensiv begann, waren und sind der #NSA-Skandal und die Ereignisse rund um die #btw13 die bestimmenden Themen seit dem vergangenen Sommer. Während der Whistleblower Edward Snowden mit ständig neuen Enthüllungen, weltweit wachsende Empörung und eine neue Datenschutz-Debatte auslöste, ließ es sich die große Koalition ins spe nun nicht nehmen, kurzerhand die Neuauflage der Vorratsdatenspeicherung auf ihre &#8220;digitale Agenda&#8221; zu setzen.<br />
<a href="http://politik-digital.de/9-berliner-hinterhofgespraech-wunschliste-an-die-neue-regierung-welche-netzpolitik-brauchen-wir-2/hangout-bild-3/" rel="attachment wp-att-135381"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-135381" alt="hangout bild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/hangout-bild.jpg" width="477" height="173" /></a><br />
Unser Moderator und Geschäftsführer <strong>Steffen Wenzel</strong> schaute gemeinsam mit <strong><a href="http://gutjahr.biz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Richard Gutjahr</a>,</strong> freier Journalist (u. a. ARD, BR) , <a href="http://hannah-beitzer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Hannah Beitzer</strong></a>, freie Journalistin und Autorin (u. a. Süddeutsche.de) und <strong><a href="http://www.tagesspiegel.de/tretbar-christian/5978346.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Tretbar</a>, </strong> stellvertretender Leiter der Tagesspiegel-Online-Redaktion, zurück in die Zukunft. Leider konnte <strong>Hannah Beitzer </strong>nur kurz am Hangout teilnehmen, da ihre Internetverbindung wie der Zufall es manchmal so will, nach kurzer Zeit aussetzte.<br />
Bild: politik-digital.de<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>Der politik-digital.de–Adventskalender 2013</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/der-politik-digital-de-adventskalender-2013-135094/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Nov 2013 15:36:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Peer Steinbrück]]></category>
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		<category><![CDATA[Adventskalender]]></category>
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					<description><![CDATA[Was für ein (netzpolitisches) Jahr! Die #aufschrei-Debatte bewegte zum Jahresbeginn die Gemüter, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte bis zur Wahl im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/visitberlinflickr1.jpg"><img decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-135114" alt="visitberlinflickr1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/visitberlinflickr1-630x419.jpg" width="630" height="419" /></a>Was für ein (netzpolitisches) Jahr! Die #aufschrei-Debatte bewegte zum Jahresbeginn die Gemüter, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte bis zur Wahl im September für die eine oder andere umstrittene Aktion und seit dem Frühsommer kommen immer neue Details zur Überwachung durch Geheimdienste ans Tageslicht. Nicht zu vergessen: der Wahlkampf, die #btw13 und die soeben beendeten Koalitionsverhandlungen.<br />
Damit all diese Ereignisse nicht in Vergessenheit geraten, lassen wir das Jahr in der Adventszeit noch einmal mit den besten, spannendsten und witzigsten Tweets, Feeds, Blogs und Videos Revue passieren.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kalenderimage.png"><img decoding="async" class="size-thumbnail wp-image-135103 alignleft" alt="Kalenderimage" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kalenderimage-195x119.png" width="195" height="119" /></a>Vom 1. Dezember bis Heiligbend präsentieren wir jeden Tag ausgewählte Highlights der über das Jahr gesammelten Themen auf unserem „<a href="http://politik-digital.tumblr.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de Adventskalender</a>“-Tumblr-Blog. Wir starten mit #LSR, dem Hashtag zum Leistungsschutzrecht. Die bis Weihnachten folgenden Themen sind natürlich noch streng geheim. Lassen Sie sich täglich überraschen, indem Sie ab Sonntag auf der Startseite von politik-digital.de auf den Adventskalender in der rechten Sidebar klicken.<br />
photo: visitberlin flickr<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<title>Schwierige Beziehungskiste &#8211; Digitale Presseschau KW 28</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/schwierige-beziehungskiste-digitale-presseschau-kw-28-130197/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 12 Jul 2013 15:40:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Überwachung]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
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		<category><![CDATA[Snowden]]></category>
		<category><![CDATA[Metadaten]]></category>
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					<description><![CDATA[Kann #aufschrei kann die Beziehung zwischen den Geschlechtern wirklich dauerhaft verbessern? Und wie steht es mit der Beziehung zwischen Staat [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kann #aufschrei kann die Beziehung zwischen den Geschlechtern wirklich dauerhaft verbessern? Und wie steht es mit der Beziehung zwischen Staat und Bürger? Ist sie seit Prism in der Krise? Nachrichtendienste nutzen das digitale Beziehungsgeflecht, um sich Informationen über den Bürger zu verschaffen. Die Piratenpartei könnte das nutzen, um durch gemeinsamen Protest wieder eine Beziehung zum Wähler herzustellen, scheitert daran aber bisher. Und Google hat eine verdächtig enge Beziehung zu Adblock plus – dies und mehr in unserer Presseschau.</p>
<h3>Video der Woche</h3>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="https://www.youtube.com/watch?v=amwkAlYWy4Y" title="Daten-Selbstbedienungsladen: Internet. #Neuland, was nun?" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/amwkAlYWy4Y?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Überwachung im Internet – DAS Thema dieser Tage. Markus Beckedahl, Netzaktivist und Gründer des Blogs netzpolitik.org, gibt im N24-Hangout seine Einschätzung zum aktuellen Spionageskandal und zur Datensicherheit im Internet.</p>
<h3><a href="http://blogs.faz.net/deus/2013/07/10/aufbruch-ins-netz-1625/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ein Aufschrei für #aufschrei</a></h3>
<p>Der Hashtag #aufschrei entfachte eine riesige Debatte, die on- wie offline geführt wurde und bis heute andauert. Vor zwei Wochen erst wurde der hashtag  mit dem Grimme Online Award ausgezeichnet.  Teresa Bücker schreibt im Blog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von einer neuen Online-Debatten-Kultur, die durch #aufschrei entfacht wurde. Frauen hätten „sich über digitale Bündnisse selbst Bühnen geschaffen, die klassischen Präsentationsflächen gewachsen sind und diese herausfordern.“  Die entscheidende Vorbereitung auf die gesellschaftliche und mediale Diskussion habe  in den Online-Öffentlichkeiten stattgefunden. #hashtag verdeutliche nicht nur die Diversität der Frauen, die nach einer Welt ohne Sexismus und sexualisierter Gewalt verlangen, sondern  ermögliche es interessierten Männern und Frauen auch, in sozialen Netzwerken und Blogs stärkeren Einfluss auf Öffentlichkeit, etablierte Medien und Politik auszuüben.</p>
<h3><a href="http://blog.karlshochschule.de/2013/07/09/prism-break-warum-wir-als-demokraten-hier-dringend-raus-mussen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beziehungskrise</a></h3>
<p>Patrick Breitenbach von der Karlsruher Karlshochschule sieht eine Asymmetrie zwischen Staat und Bürger: Während der Staat nahezu alles über den Bürger wisse und ihn pauschal verdächtige, gebe der Staat kaum etwas von sich und seinen Methoden preis. Das führe zu einem Vertrauensbruch. „Ich, [der Staat], misstraue dir permanent, schenk du mir aber dein Vertrauen bei der kommenden Wahl. Das ist keine demokratische Beziehung, das ist Herrschaft“, so Breitenbach. Ein Abdriften in diktatorische Verhältnisse sei zwar nicht akut, die Möglichkeit dazu jedoch weniger denn je von der Hand zu weisen, mahnt Breitenbach.</p>
<h3><a href="http://wdrblog.de/digitalistan/archives/2013/07/metadaten.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer mit wem und wie oft?</a></h3>
<p>Wer Metadaten besitzt, weiß, wer Absender und Empfänger einer  E-Mail- oder Chat-Nachricht sind, kennt aber nicht deren Inhalt. Trotzdem können sie eine ganze Menge aussagen, meint Jörg Schieb Blog des Westdeutschen Rundfunks. Ein aktuelles Forschungsprojekt des Massachusetts Institute of Technology zeige, dass Metadaten nicht nur offenbaren, wer mit wem wie häufig kommuniziert. Darüber hinaus  werden auch folgende Daten gespeichert: die Anzahl der gespeicherten Mails einer Privatperson, die Anzahl gesendeter und empfangener Mails pro Jahr, die Anzahl der Kontaktpersonen und der neuen Kontakte eines Jahres, den ersten und letzten Kontakt mit einer Person und die Struktur ganzer Gruppen. Ein Blick auf das Analysetool des MIT lohnt sich: Dort kann man auf Wunsch auch sein eigenes E-Mail-Konto analysieren lassen.</p>
<h3><a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/macht-im-internet-was-qualitaet-ist-bestimmt-nur-google-12275630.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitale Bevormundung</a></h3>
<p>„Google reicht es offenbar nicht mehr, dass Menschen das Internet benutzen. Google möchte nun auch die Verhaltensregeln vorgeben“, stellt Stefan Schulz auf faz.net fest. Dies treffe weniger die privaten Internetnutzer, als vielmehr die Anbieter von Blogs und Podcasts. Google hatte angekündigt, künftig diejenigen Websites im Suchindex zu löschen oder herunterzustufen, die ihre Kunden nicht darüber aufklären, welche ihrer Inhalte bezahlte und welche „eigene“ seien. Außerdem entscheide Google darüber, welche Betreiber von Websites als Autorität auf einem bestimmten Gebiet gelten und damit ganz oben in der Suchanzeige erscheinen. Vergangene Woche wurde zudem bekannt, dass Google dem Anbieter des Werbeblockers „Adblock plus“ Geld dafür bezahlte, Werbung trotz des eigenschalteten Filters anzeigen zu dürfen. Schulz kritisiert vor allem, dass Google selbst weder Einsicht in seine Auswahlkriterien und Regeln, noch in den Algorithmus gewährt, der den Suchindex erzeugt.</p>
<h3><a href="http://www.cicero.de/berliner-republik/nsa-enthuellung-die-piraten-und-die-prism-steilvorlage/55044" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chancentod</a></h3>
<p>Eigentlich hat Edward Snowden der seit Monaten im Umfragetief verharrenden Piratenpartei in Form der PRISM-Enthüllungen einen Zuckerpass par Exellence vor die Füße gespielt. Doch das Tor &#8211;  Aufmerksamkeit in der Sache und die 5-Prozent-Hürde – scheint wie vernagelt, der Ball will nicht hinein. Und das, obwohl die Piraten doch beste Voraussetzungen mitbringen, um sich beim Thema Datenschutz zu profilieren. Schließlich ist Datenschutz ein integraler Bestandteil des Wahlprogramms. Die Piraten aber glänzen im Zusammenhang mit dem Überwachungsskandal vor allem durch Einfallslosigkeit und können den Rückenwind nicht in positive Energie verwandeln. Das Ergebnis: Die Bürger bleiben erstaunlich indifferent bei dem Thema. Die berechtigte Frage von Tobias Wagner auf Cicero Online: Welche Gelegenheit könnte der Piratenpartei besser auf die große Bühne verhelfen als überbordende Überwachung?</p>
<h3><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2013-04/harper-reed-datenschutz" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a></h3>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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		<item>
		<title>Grimme Online Award 2013: Auszeichnungen für Online-Diskurse und Satireformat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/grimme-online-award-2013-auszeichnungen-fuer-online-diskurse-und-satireformat-129705/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alinka Rother]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Jun 2013 16:54:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Grimme-Online-Award]]></category>
		<category><![CDATA[#aufschrei]]></category>
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					<description><![CDATA[Am vergangenen Freitag wurde der diesjährige Grimme Online-Award in Köln an acht herausragende Web-Angebote verliehen. Zu den Preisträgern zählt unter [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Grimme_Online_Award.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-129710" alt="Grimme_Online_Award" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Grimme_Online_Award-630x447.jpg" width="630" height="447" /></a>Am vergangenen Freitag wurde der diesjährige Grimme Online-Award in Köln an acht herausragende Web-Angebote verliehen. Zu den Preisträgern zählt unter anderem die Online-Plattform Politiknetz.ch, die Bürger und Staat in der Schweiz näher zusammenbringen möchte. Mit #aufschrei wurde darüber hinaus erstmals ein Hashtag prämiert. Daneben erhielt die Satireseite „Der Postillon“ mit dem Publikums- und dem Jurypreis gleich zwei Auszeichnungen.<br />
Seit 2001 verleiht das Grimme-Institut alljährlich den Grimme Online Award an hochwertige Online-Angebote mit herausragender publizistischer Qualität. So auch am Freitagabend im DOCK.ONE in Köln. Im Rahmen einer Gala wurden dort die acht Preisträger bekannt gegeben. Die Sieger verdeutlichen die immense Themen- und Formatvielfalt der digitalen Welt: Berücksichtigt wurden neben gesellschaftskritischen Web-Angebote und soziologisch-philosophisch orientierten Online-Portalen und Podcasts auch künstlerische Formate sowie spielerische Unterhaltungsangebote. Das augenblicklich vielen Bürgern so bedrohlich scheinende Netz sei immer auch ein Ort einer inzwischen unverzichtbaren publizistischen und kommunikativen Bereicherung mit oft höchst individuellen Urhebern, so Grimme-Direktor Uwe Kamman.<br />
Den Preis in der Kategorie Information gewann in diesem Jahr <a href="http://www.politnetz.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Politnetz.ch</a>, eine Online-Plattform, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bürger und Politiker enger zu vernetzen. Das unabhängige Schweizer Beteiligungsportal ist seit 2009 online und soll die Kommunikation und Kooperation zwischen BürgerInnen, PolitikerInnen, Parteien, Behörden, Interessengruppen und MedienvertreterInnen fördern. Das Portal gibt den unterschiedlichen Akteuren die Möglichkeit, sich über Abstimmungsvorlagen verschiedener politischer Themen zu informieren, Empfehlungen zu den Vorlagen abzugeben und diese zu <a href="http://politik-digital.de/politnetzch-%E2%80%9Edemokratie-im-web" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diskutieren</a>. Mit der Auszeichnung von Politnetz.ch setzt die <a href="http://www.grimme-institut.de/html/index.php?id=1667" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jury </a>„ein Zeichen für politische Partizipation im Netz“. Die Plattform ermögliche eine Diskussion zwischen Politikern und Bürgern auf Augenhöhe.<br />
Besondere Aufmerksamkeit seitens der Medien zog die Prämierung des Hashtags <a href="https://twitter.com/search?q=%23aufschrei&amp;src=typd" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#aufschrei</a> in der Kategorie Spezial nach sich. Die Twitter-Kampagne bündelte Erfahrungen von Frauen allen Alters mit Alltagssexismus und sexueller Belästigung. Initiiert wurde sie von der Bloggerin Anne Wiezorek nach dem Bekanntwerden anzüglicher Äußerungen durch Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle. Erstmals wurde damit ein Online-Diskurs ausgezeichnet. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der besonderen Dynamik des Hashtags, „einer gesamtgesellschaftlich in aller Breite geführte Diskussion, die im Web mitangezündet wurde (…) und sämtliche Mediengrenzen übersprang.“<br />
Großer Abräumer des Abends war „<a href="http://www.der-postillon.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Postillon</a>“, ein äußerst populäres Satire-Magazin. Kopf der Seite ist Stefan Sichermann, der als alleiniger Autor der Seite täglich aktuelle Nachrichten parodiert. „Der Postillon“ wurde sowohl mit dem Jury-, als auch mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Er habe der Ironie, die in der Informationsflut zu versinken drohe, ein Rettungsboot geschickt, so die Jury.<br />
<strong><strong></strong></strong>Bild: Grimme Institut/Jens Becker <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/deed.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC-SA 2.0)</a></p>
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