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	<title>Ausländerfeindlichkeit &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Ausländerfeindlichkeit &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Rechtes Gedankengut: Gefällt mir nicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2015 13:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsradikalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Identitäre Bewegung]]></category>
		<category><![CDATA[Jobbik]]></category>
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					<description><![CDATA[Bomberjacke und Springerstiefel waren gestern. Identifizierung durch eindeutige Kleidung wird schwerer. Mit &#8220;cooler&#8221; Kleidung auf gut designten Seiten zeigen sich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Rechtesgedankengut.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-146014" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Rechtesgedankengut.jpg" alt="Rechtesgedankengut" width="640" height="280" /></a>Bomberjacke und Springerstiefel waren gestern. Identifizierung durch eindeutige Kleidung wird schwerer. Mit &#8220;cooler&#8221; Kleidung auf gut designten Seiten zeigen sich neue rechte Gruppen im Internet. Besonders bei Facebook, YouTube und Twitter verbreiten Neonazis Hasspropaganda und rassistische Äußerungen. Ein Überblick der aktuellen Lage.</p>
<p>Die Aufmachung wirkt ansprechend und nicht immer ist auf den ersten Blick der rassistische Ursprung zu erkennen. Mit der Fassade scheinbar besorgter BürgerInnen verbreiten die Rechten ihr Gedankengut in den sozialen Medien. Dies zeigt sich an der großen Anzahl von Facebook-Seiten wie &#8220;Nein zum Heim X&#8221; oder &#8220;Stadt Y wehrt sich gegen Z&#8221;, die unter anderem gegen Flüchtlinge oder eine angebliche Überfremdung &#8220;ihrer&#8221; Stadt wettern. Besonders in Brandenburg sind RassistInnen gut vernetzt. Die populärsten Seiten im Bundesland sind dabei &#8220;Brandenburg wehrt sich&#8221; (mit über 6.300 &#8220;Gefällt-mir&#8221;-Angaben) und &#8220;Ein Licht für Deutschland gegen Überfremdung&#8221; (mit 5.000 &#8220;Gefällt-mir&#8221;-Angaben). Zwar lassen sich &#8220;Gefällt mir&#8221;-Angaben nicht eins zu eins in Personen umrechnen. Sicher ist jedoch: Mehrere tausend Personen stimmen fremdenfeindlicher Hetze im Internet zu.</p>
<p>Die Werbung von SympathisantInnen und das Knüpfen von Verbindungen hat sich ins Internet und besonders stark auf die sozialen Medien verlagert. Besonders erfolgreich damit scheint die ungarische <a href="http://www.br.de/nachrichten/rechtsextremismus/internet-neonazis-ungarn-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rechtsaußen-Partei Jobbik</a> zu sein, die ein Großungarn fordert und gegen Minderheiten wie die ungarischen Roma hetzt. Doch trotz der extremen Inhalte scheint die Partei mit ihrem breitangelegten cross-medialen Auftritt, durch Verknüpfung ihres Contents auf Twitter, YouTube und Facebook eine gute Strategie zu fahren. Die Partei hat bei Facebook knapp 300.000 Likes – weit mehr als CDU und SPD gemeinsam. Bei Betrachtung der Likes und Followern erkennt man eine gute Vernetzung mit rechtsradikalen Parteien und Einzelpersonen in ganz Europa.</p>
<h3>Phänomen des Internets: Die Identitären</h3>
<p>Einige Bewegungen der neu-rechten und rechtsextremen Gruppierungen sind hingegen fast ausschließlich ein Phänomen des Internets und weisen bisher keine festen Mitgliederstrukturen auf: So zum Beispiel die <a href="http://www.bpb.de/politik/extremismus/rechtsextremismus/173908/glossar?p=31" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Identitäre Bewegung</a>. Die Identitären vertreten die Theorie des Ethnopluralismus. Sie erfassen Ethnien nicht nach biologischen Kriterien, sondern definieren diese nach Zugehörigkeit zu einem Kulturkreis. In ihrem Verständnis sind die Identitären einsame Verteidiger der &#8220;abendländischen Kultur&#8221;, welche angeblich vom Islam bedroht wird. Dabei vertreten sie klassische islamfeindliche, rassistische und demokratiefeindliche Positionen, die sie popkulturell aufbereiten und in Flashmobs oder Spaßguerilla-Aktionen verpacken.</p>
<p>Um den Umtrieben der Neonazis Einhalt zu gebieten, engagieren sich zahlreiche Gruppen und Initiativen gegen deren Online-Auftritte. Auch werden die Inhalte häufig von staatlicher Seite oder den Betreibern verboten oder gesperrt. So gehen große Netzwerke wie Facebook oder Twitter mittlerweile verstärkt gegen rechtsextreme Inhalte vor. Problematisch bleibt jedoch, dass dieselben Inhalte nach nur kurzer Zeit leicht verändert oder auf einem anderem Profil erneut veröffentlicht werden. Zudem ziehen sich Nazis auch von den großen Netzwerken zurück und gehen beispielsweise zu <a href="http://www.br.de/themen/ratgeber/inhalt/computer/studie-rechtsextremismus-online-100.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">russischen Anbietern</a>. Auch bei eigenen Internetseiten umgehen Nazis die deutsche Gesetzgebung: Ein Hakenkreuz ist in Deutschland verboten, in den USA oder Asien jedoch nicht. Häufig hosten sie ihre Angebote im Ausland, denn dort greift deutsches Recht nicht.</p>
<h3>Die rechte Hetze schwappt aus dem Netz auf die Straße</h3>
<p>Das Internet wird von Neonazis auch verstärkt genutzt, um GegnerInnen einzuschüchtern. Schlagzeilen machte Anfang diesen Jahres gefälschte <a href="http://www.zeit.de/politik/deutschland/2015-02/dortmund-todesdrohungen-journalisten-neonazis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Todesanzeigen</a> von aktiven Nazi-GegnerInnen und JournalistInnen im Internet. Die fingierten Anzeigen stammen offenbar aus der Dortmunder-Neonazi-Szene. Doch bei den Drohungen blieb es nicht: Kurze Zeit später <a href="http://www.spiegel.de/panorama/justiz/dortmund-neonazis-sollen-journalisten-angegriffen-haben-a-1022731.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">griffen Neonazis</a> einen Journalisten an, dem eine gefälschte Todesanzeige gewidmet war. Auch die rechten Facebook-Seiten gegen Flüchtlingsheime bleiben nicht ohne Folgen: Ob in <a href="http://taz.de/Fluechtlingsunterkunft-in-Hoyerswerda/!5202437/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hoyerswerda</a> oder in <a href="https://www.taz.de/Angriff-auf-geplante-Asylunterkunft-/!5017536/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Malterdingen</a>, die Angriffe auf geplante Flüchtlingsunterkünfte häufen sich, und ein Ende scheint nicht in Sicht.</p>
<p>Neben Verboten und Sperren durch Betreiber und Staat benötigt es deshalb auch verstärkt gesellschaftliche Aufklärung und NutzerInnen im Netz, die Nazis und rechtem Gedankengut die Stirn bieten. Denn es ist ein gesellschaftlicher und politischer Anspruch, sich mit Minderheiten zu solidarisieren, sich gegenseitig zu unterstützen und sich klar gegen Naziparolen zu positionieren.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/kdigga/8662218030/in/photolist-ecs8CJ-qJ8Uzg-cLzhEu-pZQga1-ftSQY3-ftCAPa-ftSM4L-ftCGQc-ftSUD1-ftSS5C-ftCs2k-ftCFu2-ftCx2D-ftCEdt-ftT15w-ftCJGX-ftCoTc-ftCsSa-ftSVLy-gLnhja-gLmNrg-gLmMMv-gLmeGm-gLkTVX-gLkZvU-ehvPuk-qWQrR2-gLmgeQ-gLmeW7-aCFQ16-gLkREz-gLkMuu-gLmiK1-aCFPqt-7Qv8CK-aCFPK6-aCJwg3-aCJvR1-8dMbqV-aCJvPh-aCFNLz-aCJwxG-aCJvGU-aCJw8w-aCJw3A-aCJvwS-aCJvhq-aCFPfM-aCJw5Y-aCJvBm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kevin D </a><a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY-NC 2.0)</a></p>
<div class="attribution-info"></div>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Jasmin Tabatabai</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Feb 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsextremismus]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerfeindlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Jasmin Tabatabai]]></category>
		<category><![CDATA[Rassismus]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0" width="390">
	<tbody>
		<tr>
			<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
			<td>Sehr geehrte Frau Tabatabai, herzlich willkommen im Chat von Cornelsen,
			der Shoa Foundation und politik-digital. Wir freuen uns, Sie live von der
			Bildungsmesse in Hannover begrüßen zu können. Das Thema
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Sehr geehrte Frau Tabatabai, herzlich willkommen im Chat von Cornelsen,<br />
			der Shoa Foundation und politik-digital. Wir freuen uns, Sie live von der<br />
			Bildungsmesse in Hannover begrüßen zu können. Das Thema<br />
			des Chats &quot;Erinnern für Gegenwart und Zukunft&quot; bezieht sich auf eine<br />
			gleichnamige CD-Rom und einen Schülerwettbewerb. Warum engagieren<br />
			Sie sich als Patin für diesen Wettbewerb?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, ich müsste eher erklären, warum ich es nicht<br />
			täte. Jetzt mal im Ernst: Es ist für mich eine Selbstverständlichkeit&#8230;.<br />
			und ich freue mich sehr, als Patin hier mitwirken zu dürfen</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>SK-Biene: </b></td>
<td>Meine Frage an Jasmin: Sie sprechen 4 Sprachen, sind in zwei verschiedenen<br />
			Ländern aufgewachsen &#8211; Wo fühlen Sie sich zu Hause?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>In Berlin, wo meine Freunde sind. ich sehe mich auch als Deutsche,<br />
			bloß mit einem orientalischen Background&#8230;. home is where the heart<br />
			is.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>hoetzle: </b></td>
<td>Hallo Jasmin, warum bist du aus dem Iran nach Deutschland gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich war auf der deutschen Schule und in der Revolutionszeit hat diese<br />
			zugemacht &#8211; wegen den Unruhen. Deswegen sind wir nach Deutschland, denn<br />
			sonst hätten wir ein Jahr verloren.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>NCC1701: </b></td>
<td>Kannst Du noch einmal erklären, was Du in dieser Organisation<br />
			für eine Position hast und was Du da machst?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich bin Patin für den Schülerwettbewerb, der von der Shoah-Foundation<br />
			und dem Cornelsen Verlag ausgerufen wurde. Meine Aufgabe heute ist es mit<br />
			Euch zu chatten und möglichst viele Jugendliche, also Euch, für<br />
			diesen Wettbewerb zu gewinnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>SK-Biene: </b></td>
<td>Würden Sie sagen, dass man als prominente(r) Künstler(in)<br />
			eine Vorbildfunktion haben kann und muß?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Keine Ahnung ob ich zum Vorbild tauge 🙂 aber auf jeden Fall hat man<br />
			eine besondere Verantwortung wenn man in der Öffentlichkeit steht<br />
			&#8211;  in welcher Form auch immer.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>marla: </b></td>
<td>Haben sie jemals Ausländerfeindlichkeit selbst erlebt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, wenn auch eher in subtiler Form. Da ich aktzentfrei deutsch spreche,<br />
			werde ich oft nicht als &quot;Ausländer&quot; erkannt. Ich hab aber auch schon<br />
			mal 9 Monate auf einen neuen Personalausweis gewartet, weil der Beamte<br />
			mir erzählen wollte, dass ich gar keine Deutsche bin.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe:</b></td>
<td>Hallo Frau Tabatabai! Würden Sie Deutschland als ausländerfeindliches<br />
			Land bezeichnen? Auch im Vergleich mit anderen Ländern&#8230;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai:</b></td>
<td>Nein, überhaupt nicht. Ich wünsche mir nur manchmal, die<br />
			Deutschen würden sich selber mehr lieben&#8230; und ich meine damit kein<br />
			dumpfes &quot;ich bin stolz ein doitscher zu sein&quot; oder so&#8217;n kack. Sondern ein<br />
			gesundes liebevolles Verhältnis zu dem Land, in dem ich lebe. Es gibt<br />
			auch viele schöne Sachen an Deutschland.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Zum Engagement:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>rockstar: </b></td>
<td>Viele Künstler engagieren sich gegen rechts. Das finde ich klasse!<br />
			Aber hast du nicht manchmal Angst, gerade dann Zielscheibe von rechten<br />
			zu werden? </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Nö, ich habe vor diesen Dumpfbacken keine Angst. es gibt schließlich<br />
			genügend vernünftige Deutsche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>h-o: </b></td>
<td>Du machst ja auch Musik. In deinen bisherigen Songs hast du das Thema<br />
			Ausländerfeindlichkeit bisher noch nicht aufgegriffen. Könntest<br />
			Du dir vorstellen, eine extra eine Platte mit Liedern &quot;gegen Rassismus&quot;<br />
			zu machen, evtl. mit anderen Leuten zusammen und auf die Einnahmen aus<br />
			dem CD-Verkauf zu verzichten?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, natürlich.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>susy: </b></td>
<td>..vielleicht mit der Besetzung von BANDITS&#8230;? </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Gibt es da konkrete Planung?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich werde die Mädels mal fragen, wenn ich sie wieder sehe.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Vielleicht noch mal ganz grundsätzlich zum Thema:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Schuelerzeitung: </b></td>
<td>Worum handelt es sich bei diesem Wettbewerb?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Es ist ein Wettbewerb mit dem alle angesprochen sind. Egal ob mit einer<br />
			Website, mit einem Song, mit einem Film oder mit einem Aufsatz, einer Fotoreportage&#8230;und<br />
			und und &#8211; was immer euer gewünschter Output ist. Es sollte nur um<br />
			das Thema Toleranz und Respekt zwischen allen Menschen. Egal was ihre Herkunft<br />
			oder ihr Beruf ist.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Frankie: </b></td>
<td>Was meinen Sie persönlich, wodurch Ausländerfeindlichkeit<br />
			entsteht?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, Intoleranz und Hass entsteht immer durch Angst. und Unwissenheit.<br />
			Wenn ich meinen Gegenüber nicht kenne, ist es für manche Menschen<br />
			leichter ihn abzulehnen, als zu versuchen ihn zu verstehen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>hoetzle: </b></td>
<td>Wie verhältst du dich, wenn in deiner Nähe jemand ausländerfeindlich<br />
			behandelt wird oder diskriminiert wird, z.B. in der U-Bahn?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Auf jeden Fall einschreiten. Auf gar keinen Fall wegsehen und schweigen.<br />
			und wenn es nur ist, dass man die Polizei ruft. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Waren Sie schon mal in einer solchen Situation?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Nicht in einer U-Bahn, und nicht mit Verprügeln oder so. Aber<br />
			ja, klar, habe ich eine solche Situation schon erlebt.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>akiju: </b></td>
<td>Wo fängt deiner Meinung nach die Ausländerfeindlichkeit an?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>In dem Moment, wo ich einen Menschen nicht als Mensch, sondern als<br />
			Ausländer, Homosexuellen, etc. irgendwie &quot;anders&quot; behandle.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>h-o: </b></td>
<td>Im Osten Deutschlands gilt Ausländerfeindlichkeit (z. B. unter<br />
			arbeitslosen Jugendlichen) als besonders weit verbreitet. Mit welchen Maßnahmen<br />
			könnte man am ehesten dagegen vorgehen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, dass diese CD-ROM ein sehr guter Anfang ist. weil die Geschichte<br />
			hier nicht nüchtern und sachlich, mit abstrakten Zahlen und Daten<br />
			erzählt wird, sondern als persönliche erlebte Geschichte. Auf<br />
			mich macht so was jedenfalls viel mehr Eindruck als jeder Aufsatz aus Geschichtsbüchern.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>akiju:</b></td>
<td>Meinst du nicht, dass wir nicht alle ab und zu dazu tendieren zu diskriminieren?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Klar. Um so wichtiger ist es, uns dessen bewußt zu werden. Die<br />
			jüngere Geschichte Deutschlands mit allen Verbrechen, die begangen<br />
			wurden, ist doch auch eine Chance für uns, die Jüngeren, aus<br />
			den Fehlern zu lernen und dafür zu sorgen, dass so etwas wenigstens<br />
			in unserem eigenen Land nie wieder passieren darf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Kommen wir mal zu dem Thema &quot;Medien&quot;:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Was könnte man mit Hilfe der Medien für ein offenenes, multikulturelles<br />
			Deutschland tun?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Auch hier gilt: Nicht wegschauen, sondern dagegenhalten. Ich hoffe<br />
			sehr, dass der allgemeine Aufschrei im Sommer letzten Jahres und die ganzen<br />
			Aktionen gegen Ausländerfeindlichkeit, nicht nur eine Modeerscheinung<br />
			waren, um dass Sommerloch zu stopfen, sondern dass es weitergeht.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Schuelerzeitung: </b></td>
<td>Welche &quot;Neue Medien&quot; nutzen Sie, sehr geehrte Frau Tabatabai?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Das Internet zum Beispiel. Es ist ein tolles Medium. es bringt die<br />
			Welt näher zusammen, sozusagen ins Wohnzimmer. Ich liebe meinen Computer<br />
			und finde, dass CD-ROMs und DVDs ganz tolle neue Erfindungen sind.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>noch mal zu den Medien:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Floh: </b></td>
<td>Ist das Thema &quot;Rassismus&quot; und &quot;Holocaust&quot; und dessen Bekämpfung<br />
			vielleicht zu uninteressant für die Medien? (Nachrichten ausgenommen)</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube nicht. Vielleicht ist es eher zu brisant. Sicher, wenn ich<br />
			lieber langweiligen Leuten im Container zusehe, als einem Zeitzeugen 5<br />
			Minuten zuzuhören, dann ist mir auch nicht mehr zu helfen. Ich persönlich<br />
			finde die deutsche Geschichte jedenfalls gar nicht uninteressant, sondern<br />
			sehr spannend.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Die Deutschen haben oft ein &quot;Problem&quot; mit ihrer Vergangenheitsbewältigung.<br />
			Wie haben Sie das selbst im Geschichtsunterricht in der Schule erlebt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ehrlich gesagt habe ich mich im Geschichtsunterricht eher gelangweilt.<br />
			Alles sehr theoretisch. Ich wüünschte, ich hätte damals<br />
			diese CD-ROM gehabt &#8211; das wäre wesentlich spannender gewesen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>lippe: </b></td>
<td>Sie sind bisher kaum in politischen Rollen aufgetreten. Warum glauben<br />
			Sie, hat man Sie für das Shoah-Projekt ausgewählt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Vielleicht, weil ich als Halb-Iranerin, Halb-Deutsche für ein<br />
			&quot;multikulturelles&quot; Deutschland stehe. Eigentlich mag ich das Wort &quot;multikulturell&quot;<br />
			gar nicht so, weil es mir zu wollsockig klingt, aber wir haben halt kein<br />
			besseres. Vielleicht wäre das doch eine Idee für den Wettbewerb:<br />
			&quot;Erfindet ein cooleres wort für &#8216;multikulti&#8217;&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>NCC1701:</b></td>
<td>Wie wäre es mit &quot;Metakulturell&quot;</td>
</tr>
<tr>
<td><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td align="right" valign="top">&quot;Metakulturell&quot; ist gut, aber klingt sehr theoretisch.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00: </b></td>
<td>Glauben Sie, dass Filme wie „Gripsholm“ einen Beitrag zur politischen<br />
			Toleranz leisten können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Zumindest ist es eine Auseinandersetzung mit einem der größten<br />
			deutsch-jüdischen Autoren und sein Leben in genau dieser Zeit, wo<br />
			der Nationalismus an die Macht kam.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>BattleofEvermore:</b></td>
<td>Ist es deiner Meinung nach wichtiger an Vergangenes zu gedenken oder<br />
			vielmehr eine Basis für die zukünftigen Generationen zu schaffen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Du kannst eine Basis nur schaffen, wenn du weißt, wer du bist.<br />
			und um zu wissen, wer du bist, mußt du deine eigene Geschichte kennen.<br />
			Es geht hier nicht um Schuld und Scham. Natürlich ist kein Deutscher<br />
			aufgrund seiner Herkunft schuldig. Aber wir haben nun mal eine ganz spezielle<br />
			Geschichte und es ist sehr wichtig, dass wir uns damit auseinander setzen,<br />
			dass wir sie auch annehmen. . Sonst laufen wir Gefahr, wieder die selben<br />
			Fehler zu machen. Wenn wir unsere Vergangenheit richtig verarbeitet hätten,<br />
			hätten wir heute das Problem mit den Neonazis nicht. Dann wären<br />
			seit 1990 nicht 93 Menschen an Folgen von rechtsradikalen Übergriffen<br />
			gestorben und würde die CDU auch keine Wahlen gewinnen &#8211;  mit<br />
			Kampagnen gegen die doppelte Staatsbürgerschaft oder absurden Diskussionen<br />
			um Schwachsinnsbegriffe wie &quot;Deutsche Leitkultur.&quot;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00:</b></td>
<td>Wird Ihre Rolle als Patin des Schülerwettbewerbs Einfluss haben<br />
			auf die Rollen, die Sie in Zukunft spielen werden, d. h. werden Sie darauf<br />
			achten, dass diese mit Ihrer Funktion hier vereinbar sind?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich werde weiterhin die Rollen spielen, die ich mit meinem Gewissen<br />
			vereinbaren kann.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Uta: </b></td>
<td>Wie sind Sie dazu gekommen gegen rechte Gewalt tätig zu werden?<br />
			War es aus eigener Initiative?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Für mich ist es eine Selbstverständlichkeit, meine Position<br />
			als &quot;öffentliche Person&quot; dazu zu nutzen gegen rechtes Gedankengut<br />
			vorzugehen. Ich lebe sehr gerne in Deutschland  und habe vor, es auch<br />
			noch eine ganze Weile zu tun. Es gibt mehr als genügend Deutsche,<br />
			die weltoffen, klug und tolerant sind. Und ich weigere mich, das Feld für<br />
			eine kleine, unverbesserliche, dumme Minderheit zu räumen, die alten<br />
			Zeiten nachtrauern.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>joe: </b></td>
<td>Einer Ihrer Dozenten sagte: &quot;Mit diesem Namen bekommst Du nur Ausländerrollen.&quot;<br />
			Sind diese Rollen in Film und Fernsehen zu klischeehaft besetzt?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich drehe seit mittlerweile 10 Jahren in Deutschland filme und werde<br />
			nicht als Ausländerin eingesetzt. Ich glaube, dass spricht für<br />
			das Land, in dem ich lebe.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Stan: </b></td>
<td>Wenn Sie Kinder hätten, würden Sie diese nach deutschen oder<br />
			iranischen Maßstäben erziehen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Von beidem das beste. Hauptsache lieb haben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>LutzBusse: </b></td>
<td>Wie beurteilen Sie linke Gewalt ?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Finde ich auch scheisse &#8211; ebenso wie Gewalt Kindern oder Frauen gegenüber.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>rockstar: </b></td>
<td>Meinst du nicht, dass die rechtsradikalen Gedanken vieler Jugendlicher<br />
			nur eine Art Ventil für Unzufriedenheit mit diesem Staat sind und<br />
			weniger mit der Vergangenheit zu tun haben?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ja, das mag sein, dass viele gar nicht wissen, mit was für einem<br />
			Feuer sie da spielen. aber es ist auch falsch, das alles als &quot;dumme-Buben-Streiche&quot;<br />
			abzutun&#8230; Meine Oma erzählt, das hat vor 60 Jahren auch so angefangen<br />
			&#8211; &quot;dumme-Buben-Streiche&quot;. Naja, von den Auswirkungen hat sich die Welt<br />
			und vor allem Deutschland bis heute nicht erholt. Das ist ja genau der<br />
			Trick der Nazis. Sie arbeiten mit der Unzufriedenheit und dem Hass der<br />
			Unwissenden. Aber gerade in Deutschland haben wir ja gesehen, wozu das<br />
			führt, also haben wir doch auch die Chance, es besser zu machen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>noch zwei Fragen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Klar.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Lippe00: </b></td>
<td>Sie sagen in einem Interview mit „Der Welt“, dass Sie im Umgang mit<br />
			Menschen sehr vorsichtig, fast misstrauisch, sind. Ist dieses Verhalten<br />
			auf schlechte Erfahrungen zurückzuführen oder sind auch Sie nicht<br />
			frei von Vorurteilen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, ich bin eher ein im Privatleben schüchterner Mensch,<br />
			der nicht gleich jedem um den Hals fällt. So war das gemeint.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Und zum Schluss:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Frankie: </b></td>
<td>Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich drehe im April einen neuen Film mit Jürgen Vogel und Meret<br />
			Becker. Und arbeite parallel fleißig an der Fertigstellung meines<br />
			neuen Albums. 6 Songs hab ich schon fertig, also Daumen drücken.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Eine interessante Frage gibt es noch:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Verena:</b></td>
<td>Meinst du, unsere Gesellschaft wäre in der Lage, auf die rechtsradikalen<br />
			Zeiten zurückzufallen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich glaube, jede Gesellschaft ist potentiell dazu in der Lage. Auch<br />
			heute hier bei uns. Bloß wären es heute wahrscheinlich nicht<br />
			mehr die Juden, die verfolgt würden, sondern eine andere Minderheit.<br />
			Wir sollten uns nie blind auf einen Staat verlassen. Denn auch damals war<br />
			es ein Staat, ein rechtmäßig gewählter, der das alles angeordnet<br />
			hat. Wir sollten immer in unser Herz blicken und versuchen, eher die Gemeinsamkeiten<br />
			zu entdecken als die Unterschiede. Wir sind schließlich alle Menschen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Ein gutes Schlusswort ;-))</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator: </b></td>
<td>Liebe Jasmin Tabatabai, im Namen des Cornelsen Verlags, der Shoa Foundation,<br />
			politik-digital und natürlich aller User: herzlichen Dank für<br />
			den spannenden Chat. Leider konnten nicht alle fragen beantwortet werden,<br />
			vielleicht chatten Sie ja mal wieder? Wir wünschen weiterhin viel<br />
			Erfolg bei ihrer Arbeit und bei ihrem Engagement gegen rechte Gewalt und<br />
			Intoleranz. Das Protokoll des Chats wird bei Cornelsen nachzulesen sein.<br />
			Dann bis bald&#8230;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Ich danke euch für eure Teilnahme und hoffe, viele werden an dem<br />
			Wettbewerb teilnehmen. Alles liebe und gerne wiederholen wir das Ganze.<br />
			Tschüß.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>suffertom: </b></td>
<td>HELLO FROM AMERICA JASMIN!!!!!!!!!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Hello back.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Verena: </b></td>
<td>Ich drücke dir für dein neues Album und deine Zukunftspläne<br />
			ganz fest die Daumen&#8230; auch im Sinne anderer Fans  !!:)  Jasmin,<br />
			geh mal auf funny-fan.de</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>funny-fan ist cool. Kenn ich.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>chrissie: </b></td>
<td>DANKE!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kata: </b></td>
<td>Ich wünsche dir noch einen schönen Tag in Hannover</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>JasminTabatabai: </b></td>
<td>Tschüß, jetzt aber wirklich. Mein Zug geht.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Krämpfe am Tapeziertisch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/kraempfe_am_tapeziertisch-867/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[dwoche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Landespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Abgeordnetenhauswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Ausländerfeindlichkeit]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Für die Berliner CDU wird die Kampagne gegen
die doppelte Staatsbürgerschaft zum Drahtseilakt:
Absturz droht Von WOCHE-Autor Christoph Seils.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Für die Berliner CDU wird die Kampagne gegen<br />
die doppelte Staatsbürgerschaft zum Drahtseilakt:<br />
Absturz droht Von WOCHE-Autor Christoph Seils.</b></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
Wenn die derzeitige Zerrissenheit der CDU einen<br />
Namen hätte, dann hieße sie Eberhard Diepgen. Der<br />
Regierende Bürgermeister von Berlin trägt den Konflikt,<br />
den die Unterschriftenaktion gegen die doppelte<br />
Staatsbürgerschaft ausgelöst hat, gleichsam in sich<br />
selbst aus. Hin- und hergerissen zwischen den<br />
Erfordernissen, die die Regierungstätigkeit in einer<br />
Stadt mit 440 000 Ausländern mit sich bringt, und der<br />
Loyalität zu CDU-Chef Wolfgang Schäuble, bot<br />
Diepgen in den letzten Tagen ein Paradebeispiel<br />
politischer Schizophrenie. Erst wehrte er sich hinter<br />
den Kulissen matt gegen die Kampagne, dann stimmte<br />
er matt zu. Begleitet allerdings von der Ermahnung des<br />
Fraktionsvorsitzenden Klaus-Rüdiger Landowsky: ,Wir<br />
müssen die Anwesenheit von Ausländern in der Stadt<br />
als Chance, nicht als Bedrohung begreifen.&quot; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               So dürfte es eher an einen Drahtseilakt denn an eine<br />
Kampagne gemahnen, wenn die Berliner CDU mit<br />
Tapeziertischen losziehen wird, um Volkes Unterschrift<br />
zu ergattern. Denn immer mehr Mitglieder zweifeln am<br />
Sinn der Aktion. Volker Hassemer, ehemals Senator<br />
und jetzt als Chef der Marketing-Gesellschaft ,Partner<br />
für Berlin&quot; um das Image der Stadt besorgt, meint,<br />
dass es für die Hauptstadt ,wichtigere Themen gibt&quot;.<br />
Weniger diplomatisch drückt sich Finanzstaatssekretär<br />
Peter Kurth aus: ,Das ist ein politischer Fehler.&quot;<br />
Insgeheim befürchtet man in der Parteispitze, dass<br />
ganze Parteigliederungen der Aktion fernbleiben<br />
könnten. Der Vorsitzende des Kreisverbandes<br />
Wedding, Peter Gierich, etwa kritisiert, die Kampagne<br />
fördere nur die ,Verunsicherung&quot; bei den ausländischen<br />
Mitbürgern. Der Kreisvorsitzende von Schöneberg,<br />
Gerhard Lawrentz, ist zwar ein vehementer Gegner der<br />
doppelten Staatsbürgerschaft. Aber selbst er will erst<br />
einmal den Text der Unterschriftenaktion lesen und<br />
wissen, ,was da eigentlich gefordert wird&quot;. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               So lange wollten Jutta Finger und Marie<br />
Bergmann-Bendin, beide Mitglieder in der<br />
Bezirksverordnetenversammlung Neukölln, nicht<br />
warten. Sie gaben ihre Parteibücher zurück. Jutta<br />
Finger, weil sie die ,Ausländerfeindlichkeit und das<br />
Macho-Gehabe&quot; in dem Kreisverband nicht mehr<br />
ertragen konnte. Bergmann-Bendin, weil sie zweifelte,<br />
dass die CDU in der Lage ist, eine konstruktive<br />
Auseinandersetzung zur Lösung der Probleme&quot; zu<br />
führen. Noch spricht der Berliner CDU-Generalsekretär<br />
Volker Liepelt von ,Einzelfällen&quot;. Die Befürworter der<br />
doppelten Staatsbürgerschaft seien eine<br />
,verschwindende Minderheit&quot;. Aber die Unzufriedenheit<br />
in Teilen der mehrheitlich stockkonservativen Berliner<br />
Partei ist nicht zu überhören. So spricht etwa der<br />
Zukunftskreis der Berliner CDU, ein Zusammenschluss<br />
von etwa 50 liberalen Mitgliedern, von einer ,Neid- und<br />
Hetzkampagne&quot; und fordert wie Rot-Grün die<br />
,regelmäßige Hinnahme von<br />
Doppelstaatsangehörigkeiten&quot;. ,Heuchlerisch&quot; sei es,<br />
so der Sprecher des Kreises, Andrew Campbell, wenn<br />
die CDU in diesem Zusammenhang das Wort<br />
Integration im Mund führe. Und Berlins<br />
Ausländerbeauftragte Barbara John warnt ihre Partei vor<br />
einer ,Stimmungsmache&quot;, die nicht dem<br />
Zusammenleben diene. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Nicht nur sie fürchtet, dass die deutsche Hauptstadt, in<br />
Kürze auch Regierungssitz, durch die<br />
CDU-Unterschriftenaktion in den Geruch der<br />
Fremdenfeindlichkeit kommen könnte ­ eine<br />
verheerende Entwicklung angesichts von 13,9 Prozent<br />
ausländischen Einwohnern. Zwar gibt es westdeutsche<br />
Städte mit einem höheren Ausländeranteil ­ in Hamburg<br />
etwa beträgt er 18,2 Prozent , in Frankfurt am Main<br />
sogar 28,5 Prozent. Aber in keiner anderen Stadt leben<br />
mehr Ausländer. Von den 440 000 stellen die Türken<br />
mit etwa 136 000 die größte Gruppe. Insgesamt prägen<br />
Bürger aus 184 Staaten das Bild von der<br />
multiethnischen und multikulturellen Metropole. Mit<br />
allen Widrigkeiten. Vor allem in den Innenstadtbezirken<br />
wie Kreuzberg, Tiergarten oder Wedding mit einem<br />
Ausländeranteil von über 25 Prozent konzentrieren sich<br />
die Integrationsprobleme: militante türkische<br />
Jugendgangs, Sprachprobleme an den Schulen, hohe<br />
Arbeitslosigkeit. Weil das so ist, versucht die Große<br />
Koalition in Berlin schon lange die doppelte<br />
Staatsbürgerschaft als Integrationshilfe zu nutzen.<br />
Auch und gerade unter dem CDU-Bürgermeister<br />
Eberhard Diepgen, der nun gleichsam eine<br />
Unterschriftenaktion gegen seine eigene Politik<br />
durchführt. Denn in Berlin erhielten mittlerweile etwa 6<br />
Prozent aller anspruchsberechtigten Ausländer den<br />
deutschen Pass ­ im Bundesdurchschnitt sind es nur<br />
etwa 1 Prozent. In den letzten zehn Jahren wurden<br />
rund 90 000 Ausländer eingebürgert, bei fast jedem<br />
vierten Einbürgerungswilligen wurde von den Berliner<br />
Behörden die ,Mehrstaatlichkeit&quot; offiziell hingenommen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               ,Irrsinnig und hirnlos&quot; nennt die deutsch-türkische<br />
Ausländerbeauftragte des Bezirks Schöneberg, Emine<br />
Demirbüken, denn auch die Vereinfachung des<br />
komplexen Themas auf die Alternative ,ja&quot; oder ,nein&quot;.<br />
Peter Kurth fordert stattdessen ein ,ehrliches<br />
Integrations- und Einbürgerungsangebot&quot;. Demirbüken<br />
und Kurth bemühen sich seit Jahren darum,<br />
türkischstämmige Deutsche für die Union zu gewinnen.<br />
Auf Initiative Kurths gründete sich im März 1996 in<br />
Berlin die Deutsch-Türkische Union (DTU). Die<br />
Anerkennung als offizielle Parteigliederung jedoch<br />
scheiterte an der rechten Mehrheit in der Partei, was<br />
bedeutet, dass die mittlerweile mehreren Hundert<br />
türkischen CDU-Mitglieder in die Willensbildung der<br />
Partei nicht einbezogen werden. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Ein Fehler, wie Demirbüken und Kurth meinen. Denn<br />
über 10 000 türkische Selbstständige und Unternehmer<br />
mit einem Jahresumsatz von mehr als 5 Milliarden<br />
Mark (2,55 Mrd. Euro) suchen seit langem nach einem<br />
Sprachrohr in der Politik. Wenn Schätzungen stimmen,<br />
dass zwei Drittel aller in Deutschland lebenden Türken<br />
die doppelte Staatsbürgerschaft anstreben, wächst in<br />
Berlin in den kommenden Jahren ein neues wichtiges<br />
Wählerpotenzial heran. &quot;Wir haben als<br />
liberal-konservative Partei die Chance viele türkische<br />
Wähler zu gewinnen&quot;, glaubt Peter Kurth. Besonders<br />
im türkischen Mittelstand und der Oberschicht ­ ideale<br />
Multiplikatoren innerhalb der türkischstämmigen<br />
Minderheit. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Dass sich die Union selbst dieser Chance beraubt,<br />
zeigt nach Ansicht von Mustafa Cakmakoglu, der auch<br />
der CDU angehört, wie sehr diese Partei noch ,im<br />
nationalen Denken verhaftet&quot; sei. Vor allem der<br />
RAF-Vergleich Edmund Stoibers und die pauschale<br />
Kriminalisierung von Doppelstaatlern, so Cakmakoglu,<br />
der Ausländerbeauftragter des Bezirks Tiergarten ist,<br />
habe aufgeschreckt. Und der DTU-Vorsitzende Ertugrul<br />
Uzun befürchtet gar, dass alle Wahlkämpfe dieses<br />
Jahres ,auf dem Rücken von Minderheiten&quot;<br />
ausgetragen werden. Doch die Wirkung beim<br />
deutschen Wähler, meint Peter Kurth, wird sich in<br />
Grenzen halten: &quot;Mit diesem Thema kann die CDU<br />
keine Wahlen gewinnen.&quot; </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Das wissen auch die Wahlkampfstrategen der<br />
Hauptstadt-CDU, die mit den Vorbereitungen auf die<br />
Wahl zum Abgeordnetenhaus im Oktober beschäftigt<br />
sind. Mit markigen Sprüchen lässt sich zwar die Partei<br />
zusammenhalten. Aber schon 1989 hatte die CDU bei<br />
den Wahlen zum Abgeordnetenhaus mit einer<br />
Kampagne gegen Asylbewerber zwar die<br />
rechtsextremen Republikaner stark gemacht, selbst<br />
aber die Wahlen klar verloren. Auch die Versuche des<br />
Ex-Innensenators Jörg Schönbohm sich mit der<br />
Forderung nach Auflösung von ,Ausländergettos&quot; oder<br />
der Massenabschiebung von bosnischen<br />
Bürgerkriegsflüchtlingen als Hardliner in der<br />
Ausländerpolitik zu profilieren, wurden von den Berliner<br />
Wählern bei den Bundestagswahlen nicht goutiert. Die<br />
CDU in der Hauptstadt stürzte mit<br />
überdurchschnittlichen Verlusten auf einen historischen<br />
Tiefststand von 23,7 Prozent. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">               Offiziell verbreitet der Berliner CDU-Generalsekretär<br />
Volker Liepelt allerdings noch Durchhalteparolen: ,Es<br />
gibt keinen Kreisverband, der die Unterschriftenaktion<br />
ablehnt.&quot; Heinz Schlicks sieht das anders: ,Wir werden<br />
uns nicht auf die Straße stellen.&quot; Heinz Schlicks ist<br />
CDU-Kreisvorsitzender in Kreuzberg.</span></p>
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