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	<title>Behinderung &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Inklusion und das Digitale: Auf der Suche nach zeitgemäßer Teilhabe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Aug 2017 13:28:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Inklusion ist ein Konzept, bei dem es grob gesagt um gleichberechtigte Teilhabe aller an allen gesellschaftlichen Bereichen geht. Als &#8220;Schlagwort&#8221; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/7011885443_57667f9640_k.jpeg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-153002" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/7011885443_57667f9640_k.jpeg" alt="7011885443_57667f9640_k" width="640" height="313" /></a><br />
Inklusion ist ein Konzept, bei dem es grob gesagt um gleichberechtigte Teilhabe aller an allen gesellschaftlichen Bereichen geht. Als &#8220;Schlagwort&#8221; ist es in den letzten Jahren auch im Zusammenhang mit Chancen der Digitalisierung populär geworden. Was aber ist Inklusion eigentlich genau? Welche Konzepte verbergen sich dahinter und welche Veränderungen ergeben sich seit Aufkommen des &#8220;Digitalen&#8221;? Diese Fragen sind der Anlass für eine Artikelreihe, in der wir uns verschiedenen Dimensionen von digitaler und nicht digitaler “Inklusion” anschauen, um einem zeitgemäßen Inklusionsbegriff näher zu kommen.</p>
<p dir="ltr">Wenn man von einer intuitiven Beschreibung hin zu einer treffenden Definition will, merkt man schnell, dass &#8220;Inklusion&#8221; sehr Verschiedenes und teils Widersprüchliches meint. Allgemein betrachtet zielt Inklusion darauf ab, alle möglichen Dimensionen menschlicher Vielfalt wie Gender, Alter, Kultur, sozialer Status oder körperlich-geistige Verfassung anzunehmen und dabei aufkommende Hürden zu bewältigen. Inklusions-Konzepte möchten anerkennen, dass für verschiedene Gruppen verschiedene Herausforderungen bestehen. Dabei wird “Inklusion” oft normativ als ein Ziel verstanden, an das es anzukommen gilt. Diese Konzeption limitiert den Begriff aber auf einen erreichbaren Idealzustand und lässt außer Acht, dass es sich bei Inklusion letztlich vielmehr um einen dynamischen Prozess handelt. Versteht man Inklusion als gesellschaftlichen Prozess, geht es dabei um eine kontinuierliche Aushandlung von Einstellungen und Handlungen einer Gesellschaft, einschließlich ihrer politischen Institutionen, gegenüber bestimmten Gruppen.</p>
<h3>Inklusion und das Digitale</h3>
<p dir="ltr">Durch die digitale Revolution sind neue Formen der Teilhabe entstanden, doch haben haben nicht alle gesellschaftliche Gruppen gleich davon profitiert. Die digitale Inklusion ist ein relativ neuer Begriff, der in diesem Kontext entstanden ist. Der Kommunikationswissenschaftler und Bildungsforscher Bastian Pelka differenziert in <a href="https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/217272/digitale-inklusion-digitale-exklusion-teilhabe-in-einer-digitalen-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">seinem Vortrag</a> zwischen Inklusion mit digitalen Medien und Inklusion in die digitale Gesellschaft. Dabei unterscheidet er zwei Ebenen. Zum einen die Möglichkeiten zur Gestaltung von Inklusion, die sich durch die digitale Medien geöffnet haben, zum anderen aber die gesamtgesellschaftliche Veränderung, die die digitale Revolution hervorgebracht hat. Die Fragen, die aufkommen, sind: welchen Missständen hat sie entgegengewirkt, welche verschärft und wie können neue technologische Errungenschaften inklusiv genutzt werden?</p>
<h3>Inklusion, Integration, Partizipation &#8211; was nun?</h3>
<p dir="ltr">Oft wird “Barrierefreiheit“ als zentraler Bestandteil von Inklusion angebracht. Barrierefreiheit bedeutet die Gestaltung der Umwelt, sodass sie von allen Menschen ohne zusätzliche Hilfen genutzt werden kann. Der Begriff der digitalen Barrierefreiheit überträgt das Prinzip auf den digitalen Raum. Barrierefreiheit meint nicht nur bauliche Maßnahmen, sondern kann auch der Auftritt einer Webseite in leichter Sprache sein. Oft wird der Begriff Inklusion als Gegenentwurf verwendet, wenn von Exklusion im Sinne von mangelnder Teilhabe am gesellschaftlichen Leben oder fehlender politischer Partizipation die Rede ist. Bei der Antwort auf exkludierende Ausgangssituationen muss zwischen Inklusion und Integration unterschieden werden. Während es bei Integration darum geht, dass Menschen in eine vermeintlich homogene Gruppe integriert werden, versteht sich Inklusion als Schritt hin zu einer Gesellschaft, die Vielfalt anerkennt und lebt. Die Betonung liegt immer auf der Abkehr von der normativen Vorstellung eines einheitlichen Ideals, hin zu einer Vorstellung, die menschliche Vielfalt akzeptiert. Dieses Prinzip gilt erstmal für alle Gruppen, die von der Norm abweichen, doch erfahren manche Gruppen mehr gesellschaftliche Barrieren als andere. Deshalb wird der Begriff vermehrt in Bezug auf Menschen mit Behinderungen verwendet.</p>
<h3>Rechtliche Lage für Menschen mit Behinderungen</h3>
<p dir="ltr">In den letzten Jahren gab es einige rechtliche Meilensteine, die das Leben von Menschen mit Behinderungen stark beeinflusst haben. Auch medial ist das Thema präsenter geworden. Das Behindertengleichstellungsgesetz (BGG) wurde 2002 erlassen und soll die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Die Barrierefreie-Informationstechnik-Verordnung (BITV) ergänzt das BGG: seit 2006 müssen alle Internetauftritte des Bundes barrierefrei sein. Doch gelten beide Gesetze nur für staatliche Institutionen wie Behörden und Ämter, der verbleibende öffentliche und private Raum ist nicht reguliert.</p>
<p dir="ltr">Auf internationaler Ebene gibt es die UN-Behindertenrechtskonvention, die Ende 2006 von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet wurde. 2009 trat sie in Deutschland in Kraft. Inklusion ist seitdem ein Menschenrecht. Das bedeutet, dass jede/r das Recht auf gesellschaftliche Teilhabe in allen Bereichen hat. Die Konvention sieht vor, dass Kinder mit und ohne Behinderungen nach Möglichkeit nicht mehr in separaten Institutionen unterrichtet werden. Seitdem wird das Thema häufiger öffentlich thematisiert und ist zu einem entscheidenden Wahlkampfthema geworden. Im Fokus steht dabei meist die <a href="http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/hamburg-schulfrust-wegen-inklusion-eltern-rechnen-mit-der-politik-ab-a-1151378.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Überforderung der Schulen und eine nicht ausreichende Finanzierung</a>. Sind solche strukturelle Veränderungen, das was es braucht um inklusive Prozesse zu fördern? Oder geht es am Ende nicht auch um eine <a href="http://www.zeit.de/kultur/2017-05/inklusion-bildungssysteme-haltungsproblem-sozialpaedagogie-10nach8" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Frage der Haltung</a>?</p>
<p dir="ltr">Die digitale Revolution hat die Gesellschaft verändert. Wenn zeitgemäße Inklusion nicht etwas ist, an dem eine Gesellschaft ‚ankommen‘ kann, sondern ein kontinuierlicher Prozess,  steht nun zwingend die Frage im Raum, wie dieser digitale Wandel für verschiedene Gruppen gestaltet werden kann. Diese Artikelreihe versucht verschiedene Dimensionen und deren Gestaltungsmöglichkeiten von zeitgemäßer Inklusion zu greifen. Wie können inklusive Räume heutzutage aussehen? Kann man überhaupt von ‚digitaler Inklusion’ reden? Welches inklusive Potential haben digitale Medien in und außerhalb der Schule? Und welche Rolle spielen Staat und Gesellschaft bei der Inklusion?</p>
<p>Im <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-ein-gespraech-ueber-barrierefreie-kommunikation-152972/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten</a> Teil haben wir uns über barrierefreie Kommunikation unterhalten. Im <a href="http://politik-digital.de/news/inklusion-und-das-digitale-das-piksl-projekt-als-beispiel-digitaler-inklusion-2-153078/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dritten</a> Teil haben wir das PIKSL-Projekt vorgestellt.</p>
<p>Titelbild, by <a href="https://pixabay.com/de/users/geralt-9301/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geralt</a> on <a href="https://pixabay.com/de/social-media-personen-2457842/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">pixabay.com</a> // <a class="external" href="https://pixabay.com/de/service/terms/#usage" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0 Public Domain</a>, Eigene Bearbeitung</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b76402208ee9466fb38ce67c7c48ef44" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<item>
		<title>Chat zu schulischer Bildung von Menschen mit Behinderung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/chat-zu-schulischer-bildung-von-menschen-mit-behinderung-4856/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Felix Melching]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Apr 2010 17:12:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Sonderpädagogik]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Marion Schick]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungswegekonferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Inklusion]]></category>
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					<description><![CDATA[Kultusministerin Marion Schick diskutierte am 29. April 2010  mit den Usern im <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1267699/Transkript_Chat_Inklusion_29_april_2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat des Kultusministeriums Baden-Württemberg</a> über die schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung. Themen waren unter anderem Inklusionsangebote, der Stellenwert sonderpädagigischer Einrichtungen und die neu geschaffenen Bildungswegekonferenzen.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Kultusministerin Marion Schick diskutierte am 29. April 2010  mit den Usern im <a href="http://www.kultusportal-bw.de/servlet/PB/show/1267699/Transkript_Chat_Inklusion_29_april_2010.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chat des Kultusministeriums Baden-Württemberg</a> über die schulische Bildung von jungen Menschen mit Behinderung. Themen waren unter anderem Inklusionsangebote, der Stellenwert sonderpädagigischer Einrichtungen und die neu geschaffenen Bildungswegekonferenzen.</p>
<p>
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		<title>Petition gegen Online-Gebühren für Schwerbehinderte</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/petition_gegen_online_gebuehren_fuer_schwerbehinderte-656/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Behinderung]]></category>
		<category><![CDATA[Internetzugang]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Forum für Rollstuhlfahrer und Querschnittgelähmte, <a href="http://www.startrampe.net/">
www.startrampe.net</a>, startete letzte Woche mit Unterstützung von politik-digital eine
<a href="http://www.startrampe.net/petition/home.html">Online-Petition</a>, die seit dem eine äußerst intensive und leidenschaftliche Diskussion
ausgelöst hat.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Forum für Rollstuhlfahrer und Querschnittgelähmte, <a href="http://www.startrampe.net/"><br />
www.startrampe.net</a>, startete letzte Woche mit Unterstützung von politik-digital eine<br />
<a href="http://www.startrampe.net/petition/home.html">Online-Petition</a>, die seit dem eine äußerst intensive und leidenschaftliche Diskussion<br />
ausgelöst hat.</span><!--break-->
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/florian.jpg" alt="Florian Seelmann-Eggebert" border="1" height="148" hspace="0" vspace="0" width="120" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Seelmann-Eggebert</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Florian Seelmann-Eggebert, Initiator und erster Vorsitzender des Startrampe.net e.V., ist schon<br />
ein wenig überrascht, über die Art und Weise wie die Petition gerade in Behindertenkreisen<br />
diskutiert wird: &quot;Eigentlich dachten wir, mit dieser Petition allen Behinderten ein Forum sowie<br />
eine Stimme zu bieten, die auf die Möglichkeiten des Internet für Schwerbehinderte aufmerksam<br />
macht.&quot; Dementsprechend ist auch der Text der Petition verfasst, indem die Petenten auf die<br />
besonderen Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten des Internet für Schwerbehinderte<br />
aufmerksam machen wollen, da dort selbständig die Chancen des Internet genutzt werden können.<br />
Ausserdem gilt es zu beachten, dass die finanzielle Situation von Behinderten meist im<br />
Verhältnis zum Durchschnitt der Bevölkerung eher bescheiden ist sowie Aufwendungen für<br />
aussergewöhnliche Behandlungen, Medikamente und Hilfsmittel eine extrem hohe Belastung<br />
bedeuten. Andererseits erschließen sich aber für behinderte Menschen durch die neuen Medien in<br />
besonderem Maße neue Chancen. Denn über das Internet können sie Informationen erhalten sowie<br />
Kontakte und Freundschaften aufbauen und pflegen. Gleichzeitig bietet das Medium die idealen<br />
technischen Voraussetzungen zu Resozialisation und (Re-) Integration in das Arbeitsleben. So<br />
wird auch das Prinzip der Telearbeit in nächster Zeit ein wichtiger Faktor der Arbeitsorganisation<br />
sein. Schließlich weist die Petition darauf hin, dass im Internet alle Menschen chancengleich<br />
sind, und das Dank spezieller Hard- und Software blinde, seh- und körperbehinderte Menschen,<br />
Schwerhörige und Taube sowie in Ansätzen auch Menschen mit geistiger Behinderung gute<br />
Voraussetzungen für einen selbständigen Zu- und Umgang mit dem Internet haben.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine gute Sache? Interessanterweise löste die Petition jedoch eine rege Diskussion aus,<br />
die mittlerweile in diversen Foren ausgetragen wird. Neben zahlreichen Zustimmungen zu den<br />
Forderungen, kam es bislang aber auch zu einigen kritischen Bemerkungen bzw. sogar zu direkten<br />
Angriffen auf die Macher der Bittschrift. Zum einen wird Startrampe.net vorgeworfen mit einer<br />
professionellen Agentur zu kooperieren, zum anderen wurde gerade dadurch immer wieder die<br />
Glaubwürdigkeit dieser Petition für Behinderte angezweifelt. Oft fiel bislang dabei das<br />
Argument, dass eine solche Aktion nur dann Sinn macht, wenn sie glaubwürdig sowie effektiv ist<br />
und das Problem im Kern anpackt. Ein daraus resultierender Vorwurf an die Petenten ist, dass<br />
durch die Petition nur eine Ablenkung von den wirklichen Problematiken geschieht und insgesamt<br />
eher ein Appell an das Mitleid der Gesellschaft, als eine politisch-rechtlich begründete<br />
Forderung resultiert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dies ist aber laut Seelmann-Eggebert ein wenig weit hergeholt, da Startrampe.net die Gründe für<br />
die Zusammenarbeit mit der Agentur immer nach außen kommuniziert hat und ein Auftritt in dieser<br />
Qualität ohne die Kooperation auch nicht möglich gewesen wäre. Auch die weit verbreitete Werbekampagne<br />
für Startrampe.net war in diesem Zusammenhang als reine Sponsorangelegenheit durch die Vermittlung<br />
der Agentur zustande gekommen.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass das Thema mehr Dimensionen als Online-Gebühren respektive deren Abschaffung hat, war und ist<br />
mittlerweile allen Beteiligten bewusst. &quot;Wir wollten mit diesem Thema auf ein äußerst sensibles<br />
Problem aufmerksam machen, was uns anscheinend auch gelungen ist&quot; meint deshalb auch<br />
Seelmann-Eggebert, der sich dennoch ein wenig überrascht zeigt, von der Heftigkeit mit der sein<br />
Verein in diesem Zusammenhang angegangen wird. &quot;Eine Sache ist uns deshalb inzwischen klar<br />
geworden&quot;, so Seelmann-Eggebert weiter, &quot;eine ausführlichere Vorabdiskussion in den verschiedenen<br />
Foren der Behindertenorganisationen hätte der ganzen Angelegenheit gut getan, aber wir sind<br />
offen genug, die jetzt entstandene Diskussion auszuhalten, und wir setzen uns weiterhin gerne mit den<br />
verschiedenen, sehr interessanten Argumenten auseinander.&quot;</span></p>
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