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	<title>Belgien &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Soziale Medien als Krisenmanager</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Carlotta Duken]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2016 15:30:34 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Es ist eine Hassliebe: Twitter und Facebook, die uns in Krisensituationen zeigen, dass unsere Freunde und Familie in Sicherheit sind [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PaixPourParis.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149951 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/PaixPourParis.png" alt="Trauer nach dem Paris-Anschlag" width="640" height="384" /></a>Es ist eine Hassliebe: Twitter und Facebook, die uns in Krisensituationen zeigen, dass unsere Freunde und Familie in Sicherheit sind und gleichzeitig vor Fehlinformationen überlaufen. Sie vergewissern und verunsichern &#8211; und sind inzwischen fester Bestandteil von modernem Krisenmanagement.</p>
<p>Dass Twitter und andere Instant-Messenger uns im Sekundentakt über jede neue Entwicklung in Krisensituationen wie Anschlägen oder Naturkatastrophen auf dem Laufenden halten, ist nicht neu. Mit Kurznachrichten von maximal 140 Zeichen, die jeder von überall verschicken kann, setzen sich in Gefahrensituationen oft Lawinen von Augenzeugenberichten, Spekulationen und Meinungen im Netz frei. Diese Tweets enthalten häufig Informationen, von denen JournalistInnen und andere Medien noch gar nichts wissen. Neu ist also nicht die Tatsache, dass soziale Medien für moderne Berichterstattung essenziell geworden sind &#8211; jedoch aber die Debatte über die Risiken und Herausforderung ihrer Nutzung, die seit Nizza und München neu entfacht ist.</p>
<h3>ReputatioLab: So twittert die Welt während eines Terroranschlags</h3>
<p>In einer detaillierten Analyse untersuchte das französische “<a href="http://www.reputatiolab.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ReputatioLab</a>“, wie sich Krisenmeldungen über Twitter entfalten und wie dabei Gerüchte und Falschmeldungen entstehen. Das „ReputatioLab“ steht unter der Leitung des Kommunikationswissenschaftlers <a href="http://www.reputatiolab.com/nicolas-vanderbiest-2/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicolas Vanderbies</a>t. Für die Analyse wertete der Forscher sämtliche Tweets aus, die während und nach den Attentaten von Charlie Hebdo, Paris, dem Thalys Zug und Nizza veröffentlicht wurden. Die Auswertungen zeigen, dass sich der Informationsfluss und die Stimmungslage der Twitter-Nutzer in sechs verschiedene Phasen einteilen lassen.</p>
<p>In der ersten Phase besteht ein recht neutraler Informationsaustausch. Kurz nach den ersten Schüssen oder einer Explosion weiß noch niemand, was gerade passiert. Es geht um Fakten, keine Spekulationen. Zum Beispiel von <a href="https://twitter.com/BWBreaking" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BW Breaking News</a> in Nizza: „<a href="https://twitter.com/BWBreaking/status/753734832908369920" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mindestens 60 Tote und mehr als 100 Verletzte auf der Promenade der Engländer</a>“. In der zweiten Phase folgen emotionale Beiträge. Nach den Paris-Anschlägen lautete ein Tweet von <a href="https://twitter.com/BayouSarr" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@Bayou Sarr</a> „<a href="https://twitter.com/BayouSarr/status/665325087109726210?ref_src=twsrc%5Etfw" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Un Carnage &#8230; Choqué , écœuré, abasourdi et triste …#Catastrophique</a>“ (Ein Blutbad…schockiert, angewidert, benommen und traurig…#Katastrophal). Die dritte Phase nennt sich „Transitionsphase“ und zeigt eine Vermengung der ersten beiden Phasen: faktische und emotionsgeladene Tweets. Informationen und neue Meldungen fließen schneller als zuvor.</p>
<p>In der vierten Phase findet eine Rationalisierung der Geschehnisse statt: die Menschen fangen an, das Ausmaß des Schreckens zu begreifen. Oft gibt es inzwischen verifizierte Informationen von der Polizei oder anderen offiziellen Stellen. Die Menschen fangen an, sich zu organisieren. In Paris, Nizza und München wurde der Hashtag #offenetür geteilt. Diese Phase charakterisiert sich also meistens durch ein positives Gefühl von Zusammenhalt und Solidarität. In der fünften Phase mischen sich verschiedene Interessen ins Geschehen. Einerseits Interessen an den genauen Umständen und Hintergründen zu den Gewalttaten: wer, was, warum und mit welchen Konsequenzen? Leider gibt es aber auch genug Menschen, die diesen Moment im Eigeninteresse nutzen: zum Beispiel tweeten Leute unter den umlaufenden Hashtags, um die eigene Follower-Anzahl zu erhöhen und sich selbst zu vermarkten. Zuletzt folgt eine Phase der „Desorganisation“, in der Gegenmeinungen laut werden. Nach Charlie Hebdo war das in der sechsten Phase „JeNeSuisPasCharlie“ oder nach Nizza wurde das #PrayforNice als zu religiös kritisiert. Auch Verschwörungstheorien nehmen zu, wie vom Nutzer <a href="https://twitter.com/La_Pollice" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@La_Pollice</a>, der die Amerikaner, die durch ihr beherztes Eingreifen ein Massaker im Thalys-Zug verhindern konnten, als <a href="http://www.apple.com/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spione</a> bezeichnete.</p>
<h3>Sind wir auf Twitter alle Journalisten?</h3>
<p>Die Analyse von ReputatioLab zeigt: trotz des Wankelmuts von sozialen Medien scheint es Muster zu geben, die sich in der Kommunikation von Krisensituationen wiederholen. Welchen Mehrwert haben Twitter und Co. aber für die Verbesserung von Krisenmanagement?  Laut Bundesinnenministeriums gibt es vier Grundsätze in der <a href="http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Downloads/DE/Broschueren/2008/Krisenkommunikation.pdf?__blob=publicationFile" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krisenkommunikation</a>: Schnelligkeit, Wahrhaftigkeit, Verständlichkeit und Konsistenz. Abgesehen vom Tempo der Meldungen, die im Fall von Terroranschlägen im Minutentakt veröffentlicht werden, erfüllen Soziale Medien diese Kriterien kaum. Im Gegenteil: nach dem Terrorakt von Nizza und dem Amoklauf in München wurde besonders viel Kritik an der Masse der Falschinformationen und Inkonsistenz der Aussagen laut. Jeder kann das Netz mit Informationen fluten. Das ist Segen und Fluch zugleich.</p>
<p>Normale BürgerInnen werden auf Twitter zu AktivistInnen, die Stellung beziehen und sich engagieren. Bei dem Paris-Attentat startete ein 15-Jähriges Mädchen den Hashtag <a href="https://twitter.com/recherchepariis" target="_blank" rel="noopener noreferrer">#RechercheParis</a>, um die Suche nach Vermissten zu organisieren. Im Fall des verhinderten Attentats im Thalys Zug im August 2015 waren es die Meldungen eines Unbeteiligten, der die Welt über Neuigkeiten der Ereignisse auf dem Laufenden hielt. Der Twitter-Nutzer <a href="https://twitter.com/FreedomFilmLLC" target="_blank" rel="noopener noreferrer">@FreedomFilmLLC</a> saß selbst nicht im Zug, aber hatte einen mitreisenden Freund, von dem er Informationen erhielt, die er dann über Twitter &#8211; sozusagen per Livestream &#8211; teilen konnte. Erst nachdem der Zug am Bahnhof von Arras angehalten wurde, erschien eine erste Stellungnahme des Thalys und Berichte von Journalisten. Die Überwältigung des Attentäters war da bereits passiert und von @FreedomFilmLLC mit Fotos auf Twitter öffentlich gemacht.</p>
<h3>Gerüchte, Falschmeldungen und Katzenbilder</h3>
<p>Aber nicht alles ist gut und hilfreich, was in Ausnahmesituationen über Twitter und Facebook geteilt wird. Die meisten Hashtags sind sehr kurzlebig; innerhalb weniger Stunden kommen neue dazu und alte werden ersetzt. Den Überblick zu behalten ist manchmal gar nicht so leicht. In Nizza war es nach kurzer Zeit schwierig, Informationen über #Nice zu finden. Stattdessen wurden Informationen unter #AttentateNice oder #NiceAttentat weiter verbreitet. Gerade in Nizza und München gab es außerdem große Probleme mit Falschmeldungen, die im Netz kursierten. In Nizza war fälschlicherweise die Rede von Geiselnahmen im Buffalo Grill Restaurant und Meridian Hotel. In München spekulierte man über drei Täter und weitere Schüsse in der Innenstadt, was wiederum bei vielen Menschen Panik auslösten. ReputatioLab spricht in diesem Zusammenhang über einen Ansteckungseffekt. Mit nur einem Klick teilt man den Tweet einer anderen Person, den dann wiederum die eigenen Follower sehen und weiter teilen können. Das ist einfacher, schneller, aber auch oft unüberlegter als Mundpropaganda. Aus Annahmen und einzelnen Spekulationen über Schüsse werden im Netz schnell vermeintliche Tatsachen, obwohl der Ursprung eines Gerüchts oft auf wenige Personen zurückgeführt werden kann.</p>
<p>Falschinformationen, die im Netz kursieren, sind gefährlich. Für die Menschen selbst bedeuten sie Verunsicherung und Angst oder können sogar zu Fehlverhalten führen, beispielsweise die falschen Plätze zu meiden oder Massenpaniken zu erzeugen. Polizeiarbeit wird durch Gerüchte behindert, da sie aktiv dagegen steuern müssen, um weiteres Chaos zu verhindern. Städte, die von einem Attentat getroffen werden, befinden sich bereits im Ausnahmezustand. Wenn mehrere Polizeifahrzeuge zu einem Einsatz ausrücken, der sich als falsch herausstellt, könnten diese Kräfte an einer entscheidenden Stelle fehlen. In München laufen seit dem Amoklauf <a href="http://www.stern.de/politik/deutschland/amoklauf-in-muenchen--taeter-erschoss-sich-schon-um-20-30-uhr---kontakt-mit-polizisten-6977208.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ermittlungen</a> gegen die möglicherweise bewusste Streuung von Gerüchten, sowohl im Netz als auch per Anruf bei Polizeistationen. Jedoch ist nicht nur das Teilen von Falschmeldungen gefährlich, sondern auch die Verbreitung von echten Informationen kann die Ermittlungen der Polizei erschweren oder sogar benachteiligen. Um Diskussionen über aktuelle Ermittlungsstände zu vermeiden und den Attentätern nicht in die Hände zu spielen, wurden im Anschluss an die Brüssel-Anschläge unter dem Hashtag #BrusselsLockdown kurzerhand tausende <a href="http://www.bbc.com/news/world-europe-34897645" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Katzenbilder</a> von Twitter-Nutzern geteilt.</p>
<h3>Wie man mit den neuen Herausforderungen umgeht</h3>
<p>Zwar scheinen Behörden und Staat zunächst machtlos gegen diese Informationswut im Netz, aber inzwischen haben sie auch etwas entgegenzusetzten. Um Falschmeldungen im Keim zu ersticken, rief die Polizei München unmittelbar auf Twitter dazu auf, keine Gerüchte weiterzuverbreiten und <a href="https://twitter.com/polizeimuenchen/status/756862894147592192" target="_blank" rel="noopener noreferrer">drohte mit Konsequenzen</a>. Generell wurde die Arbeit der Münchner Polizei an diesem Abend hoch gelobt &#8211; im analogen und digitalen Sinne. Mit regelmäßigen Nachrichten für die Bürger sorgte sie dafür, Chaos und Panik zu begrenzen. Alle Meldungen wurden in verschiedenen Sprachen übersetzt.</p>
<p>Dennoch bleibt die Informationsverarbeitung in soziale Medien in Krisensituationen schwierig. Informationen sollen schnell fließen, aber dennoch glaubhaft sein. Twitter kann dabei vieles, was konventionelle Nachrichtenportale nicht können. Zum Beispiel Zusammenhalt beweisen, indem man mithilfe von Hashtags Solidarität mit möglichen Opfern, Angehörigen und Menschen vor Ort bekundet. Auch kann Twitter organisieren und koordinieren, was die Suche nach Vermissten oder nach Unterkünften in Paris, Nizza und München zeigte. Zuletzt nutzen wir das Netzwerk als schnelle Informationsquelle, das oft noch vor anderen Online-Medien Neuigkeiten bietet. Allerdings steht jeder Nutzer vor der Herausforderung, richtige von falschen Informationen zu unterscheiden und selbst verantwortungsvoll mit Hinweisen umzugehen.</p>
<p>Die meisten Menschen halten sich auch heute noch an traditionelle Medien, wie die Tagesschau, wenn sie sich gewissenhaft informieren wollen. Aber auch hier spielen soziale Netzwerke eine immer größere Rolle in der Nachrichtenverarbeitung und Verbreitung und auch das birgt Probleme in sich. Im Zuge des Attentats in München, wurde die teilweise ungefilterte und schnelle Verbreitung von Informationen aus sozialen Netzwerken durch traditionelle Medien im Nachhinein scharf kritisiert. In jedem Fall braucht es neben der Möglichkeit sich über soziale Medien zu informieren weiterhin Alternativen in der Krisenkommunikation, die möglichst schnell und effektiv viele Menschen, erreichen können. Und doch wird Twitter eine Schlüsselrolle in zukünftiger Krisenkommunikation spielen, als schneller, direkter und authentischer Informationskanal, auf den alle Menschen zugreifen können.</p>
<p>Titelbild: <a href="https://www.flickr.com/photos/the_apex_archive/22427762543/in/album-72157661209640592/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">15115_025 &#8220;Paix pour Paris&#8221;</a> von <a href="https://www.flickr.com/photos/the_apex_archive/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Apex Archive</a> via <a href="https://www.flickr.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, licenced <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-nc-nd/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-NC-ND 2.0 </a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>Leistungsschutzrecht als Bumerang</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Mar 2012 13:40:02 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Das von der Koalition beschlossene Leistungsschutzrecht für Verlage wird zumindest Google nicht treffen und am Ende werden sich die Verlage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/?attachment_id=12898" rel="attachment wp-att-12898"><img decoding="async" class="alignleft size-thumbnail wp-image-12898" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/R_K_by_Martina-Taylor_pixelio1-195x119.jpg" alt="" width="195" height="119" /></a>Das von der Koalition beschlossene Leistungsschutzrecht für Verlage wird zumindest Google nicht treffen und am Ende werden sich die Verlage ins eigene Fleisch schneiden. Ein Kommentar.</p>
<p>Nach drei Jahren haben sich die Lobbyisten der großen deutschen Verlage also durchgesetzt. Künftig sollen Google &amp; Co für ihre Newsaggregatoren bezahlen, wenn dort Inhalte von Verlagshäusern gezeigt bzw. angerissen werden. Dieser absurde Vorgang zeigt wieder einmal deutlich, wie wenig Wissen in den entsprechenden Gremien über die eigentliche Machtverteilung im Netz herrscht.</p>
<p>Um die Situation richtig zu erfassen, hätte man nur einen Blick über die Grenze zu unseren belgischen Nachbarn werfen müssen. Nachdem dort im vergangenen Jahr der Dachverband einiger Zeitungen gegen die unentgeltliche Listung von Inhalten bei Google geklagt und gewonnen hatte, wurden die beteiligten belgischen Zeitungsverlage nicht nur aus dem Newsangebot, sondern kurzfristig gleich auch aus dem kompletten Suchmaschinenindex von Google <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,774970,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">entfernt</a>. Eine kleine Machtprobe mit verheerender Wirkung, da sowohl der Suchindex, als auch das Newsangebot von Google für einen beträchtlichen Teil der Zugriffszahlen der Online-Angebote der Zeitungsverlage sorgen. Da das Geschäftsmodell fast aller deutschen Verlags-Websites zum größten Teil auf Online-Werbung basiert, kann man sich ausrechnen, welche Einbußen ein solcher Schritt für die jetzt jubelnden Verlage haben kann und vermutlich auch haben wird.</p>
<p>Schon jetzt ist abzusehen, dass aus diesem Grund nicht ein einziger Cent von Google oder Microsoft an die Verlage fließen wird, weil das Verlagsgeschäft im Internet auf Kooperation und nicht auf Konfrontation mit den dort Mächtigen angelegt sein muss. Der Suchmaschinenriese kann sich zurücklehnen, denn er wird genügend Newsanbieter finden, die freiwillig auf die „Leistungsschutzgebühr“ verzichten. Diese werden dadurch wiederum höhere Werbeeinahmen auf ihren Seiten erzielen.</p>
<p>Schwieriger wird es für andere kommerzielle Newsaggregatoren wie <a href="http://flipboard.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flipboard</a> oder <a href="http://www.pulse.me/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pulse </a>kommen, deren Geschäftsmodell vom neuen Leistungsschutzrecht in Deutschland bedroht ist. Hier bleibt abzuwarten, ob sich diese Anbieter einfach aus Deutschland zurückziehen oder doch mit den Verlagen kooperieren werden. Als innovationsfördernd  kann ein so definiertes Leistungsschutzrecht jedenfalls nicht bezeichnet werden.</p>
<p>Auch die Autoren der Inhalte werden nicht an den erhofften Einnahmen partizipieren, wie in der Ankündigung des neuen Leistungsschutzrechts behauptet wird. Wer sollte denn die Verlage davon abhalten, entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit ihren Mitarbeitern zu machen, dass sie genau auf diese Anteile verzichten bzw. diese bereits mit dem Gehalt oder Honorar abgegolten sind? Dieser Bestandteil des neuen Leistungsschutzrechtes zeigt deutlich, dass eine Novellierung des Urheberrechts unumgänglich ist, und dass solche Gesetze, die den Geist vergangener Zeiten atmen, keine Wirkung mehr entfalten können.</p>
<p>Es ist deswegen kein „gegen“ Google, Apple oder Facebook der alten Medien mehr möglich, ebenso war der <a href="http://meedia.de/internet/doepfner-beten-und-steve-jobs-danken/2010/04/08.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kniefall</a> von Matthias Döpfner vor Steve Jobs unnötig und übertrieben. Die großen Verlagshäuser werden auf ihrem Weg zu modernen Multimediaunternehmen nicht von den „Big Playern“ des Internet gerettet, noch werden sie sich über Gesetze oder Klagen eine bessere Position gegen diese verschaffen können.  Es ist an der Zeit anzuerkennen, dass sie das Ruder im Internet noch nie in der Hand hatten und es auch nie mehr in die Hand bekommen werden. Diese Einsicht könnte helfen, nur noch die Schlachten zu führen, die sie wirklich gewinnen können oder noch besser: gleich die Waffen niederzulegen und sich eine bessere Erlösstrategie zu überlegen.</p>
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		<title>Belgien lässt Kinderpornographie in Second Life unbestraft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/belgien-laesst-kinderpornographie-in-second-life-unbestraft-2134/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Mar 2007 07:48:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
Die belgische Justizministerin Laurette Onkelinx erklärte letzten Freitag im belgischen Parlament, dass Belgien nichts gegen Kinderpornographie in der virtuellen Welt Second Life unternehmen kann. Alles, was mit virtuellen Kindern passiert, ist in Belgien nicht strafbar. Das heißt: Man kann in Second Life mit Kinderpornographie sogar Geld verdienen. Es gibt einfach keine Gesetze für virtuellen Sex mit virtuellen Kindern.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Die belgische Justizministerin Laurette Onkelinx erklärte letzten Freitag im belgischen Parlament, dass Belgien nichts gegen Kinderpornographie in der virtuellen Welt Second Life unternehmen kann. Alles, was mit virtuellen Kindern passiert, ist in Belgien nicht strafbar. Das heißt: Man kann in Second Life mit Kinderpornographie sogar Geld verdienen. Es gibt einfach keine Gesetze für virtuellen Sex mit virtuellen Kindern.<!--break--> Auch in den Niederlanden diskutiert man dieses <a href="http://www.netwerk.tv/archief/4037675/433/Kinderporno_in_Second_Life.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Problem</a> (Link auf eine niederländischsprachige Reportage. Pass auf: Manche Bilder können schockieren). Laut dem Psychologen Jos Buschman ist Second Life per Definition ein Übungsplatz für Pädophile. In den Niederlanden wird in der nächsten Zeit untersucht, welche Gesetzeshindernisse es gibt und was man dagegen machen kann.
</p>
<p>
Beide Länder stoßen damit eine interessante Diskussion an. Inwieweit kann man Gesetze in virtuellen (unechten) Welten anwenden? Schließlich könnten die virtuellen Kinder ja auch reale Erwachsene sein und anders herum. Kann man die virtuellen Avatare bestrafen?</p>
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		<title>Datingsite für belgische Bio-Hühner</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/datingsite-fuer-belgische-bio-huehner-2128/</link>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2007 08:45:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
Schon wieder die Belgier: Neulich berichtete ich noch über ein <a href="http://www.politik-digital.de/metablocker/archives/1096-Belgische-Hunde-vernetzen-sich.html">soziales Netzwerk für Hunde</a>. Jetzt gibt es auch eine Datingsite für Bio-Hühner!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Schon wieder die Belgier: Neulich berichtete ich noch über ein <a href="http://www.politik-digital.de/metablocker/archives/1096-Belgische-Hunde-vernetzen-sich.html">soziales Netzwerk für Hunde</a>. Jetzt gibt es auch eine Datingsite für Bio-Hühner!<!--break--> Auf <a href="http://www.kippenseks.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kippenseks.be</a> (Hühnersex.be) können Besitzer von Bio-Hühnern für ihr eigenes Huhn ein &quot;Date&quot; suchen. Velt, ein Verein für ökologische Lebens- und Zuchtweisen und Betreiber der Website, schreibt, dass es für viele Bio-Hühnerbesitzer ziemlich schwierig ist, einen Liebespartner für spezielle Hühnerrassen zu finden. Deswegen hat der Verein diese Seite gestartet. Neben dem &quot;Daten&quot; kann man sich über die biologischen Hühnerzucht informieren und Hühnerbesitzer können ihre Hühner oder Eier verkaufen.</p>
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		<title>Belgische Hunde vernetzen sich</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/belgische-hunde-vernetzen-sich-2089/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Mar 2007 10:27:35 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>
Auf der belgischen Website „<a href="http://www.dogsontheblock.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dogs on the Block</a>“ können Hunde sich im Netz miteinander verlinken. Die Hundebesitzer tippen natürlich, aber die Profilfotos sind wirklich von Bello, Hasso und Rex. Die <a href="http://www.dogsontheblock.be/index.php?action=site.page&#38;pid=intro_popup&#38;s=&#38;TB_iframe=false&#38;height=470&#38;width=640" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Idee</a> hinter der Seite ist, dass Hundebesitzer ihre Lieblings-Spaziergänge mit den anderen Hundebesitzer teilen. Die Routen kann man direkt in Google Maps anschauen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Auf der belgischen Website „<a href="http://www.dogsontheblock.be" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dogs on the Block</a>“ können Hunde sich im Netz miteinander verlinken. Die Hundebesitzer tippen natürlich, aber die Profilfotos sind wirklich von Bello, Hasso und Rex. Die <a href="http://www.dogsontheblock.be/index.php?action=site.page&amp;pid=intro_popup&amp;s=&amp;TB_iframe=false&amp;height=470&amp;width=640" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Idee</a> hinter der Seite ist, dass Hundebesitzer ihre Lieblings-Spaziergänge mit den anderen Hundebesitzer teilen. Die Routen kann man direkt in Google Maps anschauen.<!--break--> Wer weiß, was für Mischlinge entstehen würden, wenn die Seite zum Dog-Dating-Pionier wird?
</p>
<p>
Für Menschen gibt es was ähnliches: <a href="http://www.jogmap.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jogmap.de</a>. Hier tauschen Menschen ihre Laufstrecken und -erfahrungen ebenfalls über Google Maps aus. Außerdem gibt es Blogs und personalisierte Leistungsstatistiken – sozusagen Jogging 2.0.
</p>
<p>
Wir warten noch auf Jemanden, der beide Portale kombiniert, und eine Seite macht, auf der Jogger ungestört weiterlaufen können, und wo Hunde nicht von vorbeirasenden Joggern belästigt werden!</p>
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		<title>Demokratie im Informationszeitalter</title>
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		<dc:creator><![CDATA[pfilzmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[COST]]></category>
		<category><![CDATA[Governance and Democracy in the Information Age]]></category>
		<category><![CDATA[Politikwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie beeinflussen neue Kommunikationstechnologien den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern? Vom 5. bis 7. Juni haben das gut 40 Wissenschaftler europaweit diskutiert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie beeinflussen neue Kommunikationstechnologien den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern? Vom 5. bis 7. Juni haben das gut 40 Wissenschaftler europaweit diskutiert.<!--break-->
                    </p>
<p>Vom 5. bis 7. Juni fand in Brüssel die Abschlusskonferenz Governance and Democracy in the Information Age des<br />
                    <a href="http://cost.cordis.lu/src/home.cfm">EU-COST-Programms</a> statt. Mehr als 40 Wissenschaftler aus allen EU-Ländern präsentierten ihre Forschungsarbeiten über den Einfluss neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) auf den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern im Rahmen der Regierungs- und Parlamentskommunikation, durch Parteien und Interessengruppen, sowie in sozialen Bewegungen.</p>
<p>
                    <strong>Was ist COST?<br />
                    <br /></strong>Die europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Technik (European Co-operation in the Field of Scientific and Technical Research/COST) wurde 1971 vom Europäischen Rat geschaffen. Seit 1991 zählen auch die Sozialwissenschaften zu den 17 Arbeitsbereichen, an denen sich 34 europäische Staaten und Israel beteiligen. Unterstützt wird die Koordination und Vernetzung nationaler und internationaler Forschungsprojekte zu ausgewählten Themenbereichen, für welche sich Wissenschaftler länderübergreifend, relativ formlos und als bottom up-Initiative in Arbeitsgruppen organisieren.</p>
<p>Die Aktion &#8220;A14&#8221; beschäftigte sich mit der Demokratieentwicklung unter der Einwirkung von IKTs, und beinhaltete fünf Arbeitsgruppen zu Cyberdemocracy, Political Organizations, E-Government, Social Movements and Citizens, sowie Regulation and Control.</p>
<p>
                    <strong>Beispielhafte Ergebnisse<br />
                    <br /></strong>Die Forschungsarbeiten bewiesen u.a., dass in ganz Europa befragte Parlamentsabgeordnete vernetzt sind, jedoch unverändert IKTs primär als internes Kommunikationsmittel im Gesetzgebungsprozess bzw. für die Parteiarbeit anwenden, während europaweit neue Medien sowohl für eine Verbesserung des interaktiven Dialogs mit den Wählern als auch bezüglich ihrer Möglichkeiten als Kampagneinstrument vernachlässigt werden.</p>
<p>Den Hintergrund dafür bilden auch eine &#8211; im Vergleich mit traditionellen Medien &#8211; unverändert geringe Akzeptanz der Bedeutung von IKTs für die politische Kommunikation durch die Abgeordneten, eine sehr kritische Selbsteinschätzung der mangelhaften Kompetenz von politischen Eliten für die Internetnutzung, sowie parteipolitische Interessen wider eine steigende Individualität der Abgeordneten durch von der Parteiführung nicht kontrollierbare und zentralisierbare IKTs.</p>
<p>Gleichzeitig werden in allen EU-Ländern von den politischen Eliten positive Konsequenzen einer Internetisierung der politischen Kommunikation &#8211; verbesserte Partizipationschancen, mehr Interaktivität mit den Bürgern, erhöhte Themenvielfalt usw. &#8211; für wahrscheinlicher gehalten als mögliche Negativfolgen wie eine fortgesetzte Fragmentierung der Öffentlichkeit, die digitale Kluft in der Informationsgesellschaft, oder die Verbreitung von (rechts-)radikalen politischen Inhalten bzw. Materialien.</p>
<p>Andere COST-Ergebnisse zeigen aber, dass eine solche Einschätzung der Eliten nicht zwangsläufig der Realität entspricht. Staatliche Regierungsprogramme des EU-Aktionsplans e-europe konzentrieren sich weiterhin primär auf eine Modernisierung der Verwaltungsabläufe (e-administration) und vernachlässigen die Entwicklung einer e-democracy als zweite Säule des &#8220;balanced e-governments&#8221;. IKTs leisten nicht nur im Parlament, sondern gleichermaßen für Parteien im übertragenen Sinn vorwiegend eine &#8220;Intranet&#8221;-Funktion.</p>
<p>Neben der Vereinfachung von parteiinternen Informationsflüssen ergibt sich eine Integrations- und Identifikationsfunktion durch die raum- und zeitunabhängige Exklusivität von IKT-Informationen für Parteimitglieder. Lediglich soziale Bewegungen im Internet verzichten auf virtuelle Exklusivität, so dass für sie IKTs das idealtypische (Inter-) Aktionsforum darstellen bzw. vice versa IKTs als potenzielles Werkzeug für eine Verbesserung der Demokratiequalität in Europa vor allem &#8211; oder fast ausschließlich? &#8211; für soziale Bewegungen geeignet scheinen.</p>
<p>
                    <strong>Web Sites und Publikationen<br />
                    <br /></strong>Ein Überblick zu den Arbeiten über Governance and Democracy in the Information Age findet sich auf der Internetseite<br />
                    <a href="http://www.demes.dk/gadia/gadia.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.demes.dk</a> &#8211; in Zukunft wird ein Zugang auch über<br />
                    <a href="http://www.gadia.dk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gadia.dk</a> möglich sein -, wobei auch Hinweise auf weiterführende Aktivitäten und Publikationen enthalten sind. Es wurden bereits bis zu zehn Bücher, sowie jeweils über 50 Beiträge sowohl in Büchern und Fachzeitschriften als auch als Arbeitspapiere bzw. Forschungsberichte für wissenschaftliche Veranstaltungen veröffentlicht.</p>
</p>
<p>Peter Filzmaier, Ao. Professor für Politikwissenschaft und Abteilungsleiter für Politische Bildung am Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Universität Innsbruck, war Mitglied der COST A 14-Working Group Cyberdemocracy.<br />
                    </p></p>
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		<item>
		<title>Über den Tellerrand hinaus</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/das-green-card-dossier/ueber-den-tellerrand-hinaus-561/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Jul 2000 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Das Green Card-Dossier]]></category>
		<category><![CDATA[Belgien]]></category>
		<category><![CDATA[Frankreich]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Großbritannien]]></category>
		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
		<category><![CDATA[Green Card]]></category>
		<category><![CDATA[Einwanderungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Fachkräftemangel]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Green Card im europäischen Vergleich
</span>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>
</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Diskussion um die Einführung einer Green Card für IT-ler schlägt hierzulande hohe Wogen,
die naturgemäß über den deutschen Tellerrand hinaus schwappen. Ist der Mangel an IT-Fachkräften
ein deutsches Problem?
Diskutieren auch andere EU-Mitglieder über die begrenzte Zuwanderung von Spezialisten?
Und wie sieht es eigentlich mit dem innereuropäischen Austausch von Arbeitskräften in diesem Berufsfeld aus?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Green Card im europäischen Vergleich<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><br />
</b></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Diskussion um die Einführung einer Green Card für IT-ler schlägt hierzulande hohe Wogen,<br />
die naturgemäß über den deutschen Tellerrand hinaus schwappen. Ist der Mangel an IT-Fachkräften<br />
ein deutsches Problem?<br />
Diskutieren auch andere EU-Mitglieder über die begrenzte Zuwanderung von Spezialisten?<br />
Und wie sieht es eigentlich mit dem innereuropäischen Austausch von Arbeitskräften in diesem Berufsfeld aus?</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Rundblick über die europäischen Arbeitsmärkte zeigt: die Situation der verschiedenen EU-Staaten ist<br />
vergleichbar, vergleichbar ungleich: Arbeitslose auf der einen, offene Stellen auf der anderen Seite.<br />
Auch die Methoden, mit denen diesem Arbeitskräftemangel in bestimmten Branchen begegnet wird,<br />
ähneln sich. Und die deutschen Überlegungen zur Green Card sind gar nicht so bahnbrechend &#8230;.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">15 Millionen Menschen in Europa haben keine Arbeit, Die<br />
Arbeitslosenquote liegt noch immer bei knapp unter 9 Prozent. Und doch<br />
suchen manche Branchen händeringend neue Mitarbeiter. Innerhalb eines nationalen Marktes ist die<br />
Ware Arbeitskraft unterschiedlich begehrt. Alte Arbeitsplatzgaranten, wie Banken oder Textilproduzenten<br />
bauen ständig Arbeitsplätze ab und im Gegensatz  boomt die High- Tech-Branche. In Deutschland fehlen<br />
nach Angaben der Industrie sogar 75tausend<br />
Fachkräfte. Aber Deutschland steht mit seinem IT-Problem nicht alleine da.<br />
Wie Radio E in einer Sendung zu diesem Thema berichtete, könnte das Thema regulierte Einwanderung<br />
auch in Frankreich bald auf der politischen Agenda stehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b> Im Westen was Neues: Frankreich</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch dort bleiben viele Arbeitsplätze trotz hoher Arbeitslosenzahlen unbesetzt.<br />
So stand vor einigen Tagen in einer Pariser Tageszeitung &quot;60.000 Arbeitsplätze sofort zu besetzten.&quot;<br />
Auch hier hat der High-Tech-Bereich in Sachen offene Stellen die Nase vorn. Staat und Arbeitgeber schieben<br />
sich gegenseitig die Schuld zu: schlechte<br />
Arbeitsbedingungen sagen die einen, mangelnde Qualifikation die anderen. Die<br />
französische Arbeitsministerin, Martine Aubry, hat 9 Millionen Francs locker<br />
gemacht, um dieses Problem zu lösen. Eine Kampagne soll den jungen Leuten<br />
die Jobs schmackhaft machen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Eine erste rechtliche Erleichterung für die Rekrutierung von Fachkräften für die IT-Branche hat man in Frankreich<br />
bereits 1998 geschaffen. Jede Firma, die einen nicht-europäischen Spezialisten ins Land holen möchte,<br />
muss einen Antrag beim Arbeitsamts des Departements einreichen, dem der Arbeitsvertrag beiliegt.<br />
Nach einer Prüfung der Qualifikation des potentiellen Arbeitnehmers und der Höhe des Gehaltes erhält das<br />
Unternehmen den geprüften Vertrag zurück mit der Genehmigung für den zukünftigen Arbeitnehmern ein Visum<br />
und die Arbeitserlaubnis zu beantragen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Nicht hinterm Berg: Österreich</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Österreich hat sich der<br />
Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten etwas beruhigt, die<br />
Arbeitslosenquote ist<br />
im Vergleich zum Vorjahr (8,2%) deutlich gesunken (7,3%). Was aber<br />
gleichzeitig besonders zutage tritt, ist der<br />
Mangel an heimischen Facharbeitskräften, in manchen Branchen werden<br />
bereits die Lehrlinge knapp.<br />
Eingerechnet sind in die Statistik aber auch jene Job-Suchenden, die<br />
sich derzeit in Schulung befinden.<br />
Diese scheinen deshalb nicht als arbeitslos auf. Herbert Buchinger,<br />
Chef des Österreichischen Arbeitsmarktservice sagte hierzu in einem<br />
Interview mit Radio Österreich International, dass der Rückgang der<br />
Arbeitslosigkeit in Österreich eng mit dem Ausbau der aktiven<br />
Arbeitsmarktpolitik zusammenhängen. Der Mangel an Hochqualifizierten<br />
IT-Kräften ist aber auch in Österreich ein Problem. Bisher bemüht man<br />
sich hier vorallem um den Nachwuchs unterhalb des Hochschulniveaus.<br />
Laut Buchinger wird über eine Green Card in Österreich derzeit nicht<br />
nachgedacht: &quot;Ich würde sagen, das ist nicht notwendig, weil in den<br />
Fällen, wo es um die IT-Spezialisten geht, haben wir es relativ<br />
großzügig verglichen mit anderen Berufen bei den<br />
Beschäftigungsbewilligungen. Hier ist der Markt ja ohnehin offen.&quot;<br />
In einer sogenannten Niederlassungsverordnung werden in regelmäßigen<br />
Abständen Verteilschlüssel publiziert,<br />
in denen die Zuzugsquote von Nicht-EU-Arbeitnehmern nach Berufsgruppen<br />
festgelegt sind. Berufe der<br />
Informationstechnologie sind hier mit besonders hohen Schlüsseln<br />
versehen, dass heisst, es ist für<br />
Unternehmen relativ leicht eine Arbeitsbewilligung für neue Mitarbeiter<br />
zu erhalten. Nach dem Antrag<br />
beim &quot;Arbeitsmarktservice&quot; erhält der neue Arbeitnehmer eine<br />
Beschäftigungsbewilligung, die nach einem Jahr<br />
in eine Arbeitserlaubnis übergeht. Wie die österreichische<br />
Handelskammer mitteilte, wird der Verteilerschlüssel<br />
für IT-Berufe derzeit nicht ausgeschöpft.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gespalten: Belgien</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Belgien stehen sich Arbeitslosigkeit und Arbeitskräftemangel<br />
besonders krass gegenüber: Während in der französischsprachigen<br />
Wallonie weit mehr Menschen als im EU-Durchschnitt Arbeit suchen,<br />
sorgt die boomende Wirtschaft in Flandern für Engpässe auf dem<br />
Arbeitsmarkt. Und wieder stöhnen auch hier die Unternehmen: Wo sind<br />
die Facharbeiter und Informatiker? Allerdings hat Belgien schon lange eine pragmatische Lösung für den<br />
begrenzten Zuzug von hochqualifizierten Arbeitskräften gefunden. Wenn ein Arbeitgeber beweist,<br />
dass er eine offene Stelle nicht mit Belgiern oder EU-Bürgern besetzen kann, hat er die Möglichkeit<br />
den passenden Arbeitnehmer auch im nicht-europäischen Ausland zu suchen. Nach einer zunächst<br />
auf ein Jahr begrenzten Arbeitserlaubnis ist die Aufenthaltsgenehmigung bei Bedarf unbegrenzt verlängerbar.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Reif für die Insel: Großbritanien</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Arbeitnehmer aller Länder &#8211; Qualifiziert Euch! Doch diese<br />
Lieblingslosung des neuen Labour-Exlinken Tony Blair hat ihre Tücken.<br />
Vor allem wenn ihr massenhaft gefolgt wird. Denn: Was soll eine<br />
Sekretärin mit Uni-Abschluss? Und im Umkehrschluss: Wer will noch als<br />
Aushilfe auf dem Bau schuften, wenn er den Facharbeiterschein in der<br />
Tasche hat? Arbeitnehmer qualifiziert euch, aber bitte nicht alle und<br />
nicht zu sehr und vor allem nicht in den falschen, weil momentan nicht<br />
so sehr angesagten Bereichen. Denn: auch in Großbritanien grassiert der Expertenmagel im IT-Bereich.<br />
Deshalb arbeitet man in England derzeit auch an einem &quot;Review&quot; der entsprechenden Gesetze,<br />
um den Zuzug von Spezialisten zu erleichtern. Zurzeit genügt bereits ein Antrag der Firma, die<br />
einen Arbeitnehmer aus dem Nicht-europäischen Ausland beschäftigen will, der nach einer<br />
Prüfung zur befristeten Arbeitserlaubnis führt. Bei IT-Berufen, so erklärt die Rechtsexpertin<br />
der britischen Botschaft, Frau Green, prüft man zu Zeit entsprechend des Bedarfs sehr großzügig.<br />
Ungefähr 15.000 IT-Fachleute holt man so zur Zeit jährlich auf die Insel.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Gemeinschaft mit Hindernissen: Europa</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die europäischen Zeichen der Zeit stehen allgemein auf Zuwanderung von hochqualifizierten Spezialisten.<br />
Den Anschluss an den Boom der IT-Branche will niemand verpassen. Die rechtlichen Bedingungen ähneln sich.<br />
Deutschland ist mit seinen Überlegungen,<br />
den Zuzug von Informatikern zu erleichtern, keineswegs der Vorreiter im europäischen Vergleich. Im Gegenteil,<br />
wie der kurze Blick über den Tellerrand zeigt, haben unsere Nachbarn schon länger gesetzlich die Möglichkeit<br />
flexibel auf die Nachfrage zu reagieren, ohne dass gleich die amerikanische Green Card zitiert wird.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Innerhalb Europas ist der Austausch von Arbeitskräften kein Problem. Theoretisch jedenfalls.<br />
Der Maastrichter Vertrag hat die erweiterte Freizügigkeit für EU-Bürger innerhalb der Gemeinschaft<br />
festgeschrieben. Trotzdem machten Mitte der 90er Jahre nur klägliche 1,5% der Europäer von diesem<br />
Recht Gebrauch. Barbara Weiler, Europaabgeordnete, sieht die Festschreibung der Mobilität als<br />
mögliches Korrektiv bei Arbeitskräftemangel. Allerdings wird trotz rosiger gesetzlicher Lage die<br />
echte Freizügigkeit zur Geduldsprobe: unterschiedliche Akzeptanz von Berufsabschlüssen,<br />
erschwerte Aufenthaltsbedingungen für nicht Erwerbstätige, schlechte Zusammenarbeit der<br />
europäischen Stellen und mangelnde Kenntnisse des Gemeinschaftsrechts bei lokalen<br />
Stellen sind einige der Stolpersteine für potentielle &quot;Wanderarbeiter&quot;.<br />
Der Ruf fast aller EU-Mitgliedstaaten nach mehr IT-Profis legt allerdings die Vermutung nahe,<br />
dass auch die Erledigung der &quot;europäischen Hausaufgaben&quot; in Sachen Freizügigkeit die Situation<br />
auf den nationalen IT-Märkten nicht verändern würde. In diesem Fall muss wohl die ganze EU über den<br />
Tellerrand hinaus blicken &#8230;<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
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