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	<title>Berliner Gazette &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Berliner Gazette &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#034;Slow Politics&#034;: Der neue Geist des Politischen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2014 13:57:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unter dem Vorzeichen „What Europe needs in the Age of Crisis“ nahm die 14. Jahreskonferenz der Berliner Gazette die Vielfalt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" id="docs-internal-guid-2332d615-0694-408a-feb0-7c17088631fa"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette_crop2.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-143405" alt="Gazette_crop2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette_crop2.jpg" width="640" height="280" /></a>Unter dem Vorzeichen „What Europe needs in the Age of Crisis“ nahm die 14. Jahreskonferenz der Berliner Gazette die Vielfalt von Bürgerbewegungen unter die Lupe. Themen waren unter anderem: Die Konsequenzen der NSA-Affäre, die Vernetzung von Aktivistengruppen und der Umgang mit Migranten in Europa. Seit heute ist eine umfangreiche <a href="http://berlinergazette.de/slow-politics-results/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz-Dokumentation</a> mit Dokumenten, Projekten, Videos etc. online. politik-digital.de sprach mit Krystian Woznicki, dem Gründer der Berliner Gazette, über die Ergebnisse.</p>
<p><em><strong>politik-digital.de</strong>: Was ist &#8220;Slow Politics&#8221;? Was verbirgt sich hinter dem Namen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Es ist der Versuch, den neuen Geist des Politischen einzufangen. Die Leute engagieren sich wieder verstärkt. Noch nie in der Geschichte waren so viele auf den Straßen, um zu protestieren. Gleichzeitig war die Unsicherheit noch nie so groß darüber, ob das Aufbegehren ein Echo findet, ob sich daraufhin etwas verändert. &#8220;Slow Politics&#8221; setzt an dieser Stelle an und versucht die Kraft des Politischen in nachhaltige Bahnen zu lenken. &#8220;Slow&#8221; bedeutet hier: Wir müssen zwar schnell handeln, aber Ergebnisse nicht genauso schnell erwarten. Wir brauchen einen langen Atem und wir müssen verschiedene Bewegungen besser vernetzen, damit wir wieder anfangen, an einem größeren gemeinsamen Projekt zu arbeiten.<br />
<em><strong>politik-digital.de</strong>: Wie unterschied sich das Format der Konferenz von anderen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Wir versuchen einen starken Akzent auf Zusammenarbeit zu legen. Die Konferenz diente damit nicht nur als Plattform zum Socializing, sondern auch als einmalige Gelegenheit, Menschen an einen Tisch zusammenzubringen, die sonst nicht zusammenarbeiten, geschweige denn an einem gemeinsamen Produktionsprozes beteiligt sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Wen wolltet Ihr mit der Konferenz errei</em><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette640.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-143411 alignright" alt="Gazette640" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette640.jpg" width="321" height="214" /></a><em>chen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> VertreterInnen von Bürgerbewegungen, Medienleute und ForscherInnen. Also Menschen, die  sich politisch engagieren, und Menschen, die das im Bereich der Wissensproduktion begleiten und unterstützen.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em></b><em> Zu welchen Ergebnissen sind die verschiedenen Arbeitsgruppen gekommen? Was waren die Highlights?<br />
</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Die Arbeitsgruppen waren sehr produktiv. Entstanden sind multimediale Geschichten über die unbekannten Gesichter der Migration in Europa. Positionspapiere zu der Eingliederung der Snowden-Papiere in öffentliche Bibliotheken sowie zu Organisationsstrategien von Bürgerbewegungen. Dazu gibt es auch Anleitungen für Einsteiger und experimentelle Apps. Spannend sind auch &#8220;Netzwerk&#8221;-Karten, die Beziehungen unter den AktivistInnen sichtbar machen, die vorher unbekannt waren und somit neue Grundlagen für Zusammenarbeit legen.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Wie fließen diese Ergebnisse in zivilgesellschaftliche Institutionen zurück?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Wir haben diese Projekte zusammen mit diversen Dokumenten wie Videos, Fotos, Pressestimmen und einem Twitter-Archiv auf einer Website gebündelt und stellen sie zur freien Nutzung und weiteren Verarbeitung zur Verfügung. Hier der Link: <a href="http://berlinergazette.de/slow-politics-results/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://berlinergazette.de/slow-politics-results/</a><br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Wie war die Resonanz auf den dritten, öffentlichen Konferenztag?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Bei den Panels und Vorträgen haben wir versucht, das Publikum von Anfang an in die Debatten einzubinden, und das hat erstaunlich gut geklappt. Was nicht selbstverständlich ist, bei so einer heterogenen Crowd, in der Menschen aus den USA und Afrika, aber auch unterschiedlichen Teilen Europas sowie aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern vertreten sind. Das Gefühl eines vielstimmigen Gesprächs war für diesen Tag prägend.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Auf welche Konferenz können wir uns als nächstes freuen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Auf die Berliner Gazette-Jahreskonferenz 2015 natürlich, die wird wieder im Herbst stattfinden, voraussichtlich Anfang November.<br />
Bilder: Berliner Gazette, 1: <a href="https://www.flickr.com/photos/berlinergazette/15682908778/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Postcard for &#8220;Slow Politics&#8221;</a> 2: <a href="https://www.flickr.com/photos/berlinergazette/15844554406/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Poster for Public Talks at &#8220;Slow Politics&#8221;</a><br />
Dieses Interview entstand unter der Mitarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/fwiesner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franziska Wiesner</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>&#034;Slow Politics&#034;: Der neue Geist des Politischen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Pia Thiele]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Dec 2014 13:57:09 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Unter dem Vorzeichen „What Europe needs in the Age of Crisis“ nahm die 14. Jahreskonferenz der Berliner Gazette die Vielfalt [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" id="docs-internal-guid-2332d615-0694-408a-feb0-7c17088631fa"><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette_crop2.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-143405" alt="Gazette_crop2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette_crop2.jpg" width="640" height="280" /></a>Unter dem Vorzeichen „What Europe needs in the Age of Crisis“ nahm die 14. Jahreskonferenz der Berliner Gazette die Vielfalt von Bürgerbewegungen unter die Lupe. Themen waren unter anderem: Die Konsequenzen der NSA-Affäre, die Vernetzung von Aktivistengruppen und der Umgang mit Migranten in Europa. Seit heute ist eine umfangreiche <a href="http://berlinergazette.de/slow-politics-results/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz-Dokumentation</a> mit Dokumenten, Projekten, Videos etc. online. politik-digital.de sprach mit Krystian Woznicki, dem Gründer der Berliner Gazette, über die Ergebnisse.</p>
<p><em><strong>politik-digital.de</strong>: Was ist &#8220;Slow Politics&#8221;? Was verbirgt sich hinter dem Namen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Es ist der Versuch, den neuen Geist des Politischen einzufangen. Die Leute engagieren sich wieder verstärkt. Noch nie in der Geschichte waren so viele auf den Straßen, um zu protestieren. Gleichzeitig war die Unsicherheit noch nie so groß darüber, ob das Aufbegehren ein Echo findet, ob sich daraufhin etwas verändert. &#8220;Slow Politics&#8221; setzt an dieser Stelle an und versucht die Kraft des Politischen in nachhaltige Bahnen zu lenken. &#8220;Slow&#8221; bedeutet hier: Wir müssen zwar schnell handeln, aber Ergebnisse nicht genauso schnell erwarten. Wir brauchen einen langen Atem und wir müssen verschiedene Bewegungen besser vernetzen, damit wir wieder anfangen, an einem größeren gemeinsamen Projekt zu arbeiten.<br />
<em><strong>politik-digital.de</strong>: Wie unterschied sich das Format der Konferenz von anderen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Wir versuchen einen starken Akzent auf Zusammenarbeit zu legen. Die Konferenz diente damit nicht nur als Plattform zum Socializing, sondern auch als einmalige Gelegenheit, Menschen an einen Tisch zusammenzubringen, die sonst nicht zusammenarbeiten, geschweige denn an einem gemeinsamen Produktionsprozes beteiligt sind.<br />
<em><strong>politik-digital.de:</strong> Wen wolltet Ihr mit der Konferenz errei</em><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette640.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-143411 alignright" alt="Gazette640" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Gazette640.jpg" width="321" height="214" /></a><em>chen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> VertreterInnen von Bürgerbewegungen, Medienleute und ForscherInnen. Also Menschen, die  sich politisch engagieren, und Menschen, die das im Bereich der Wissensproduktion begleiten und unterstützen.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em></b><em> Zu welchen Ergebnissen sind die verschiedenen Arbeitsgruppen gekommen? Was waren die Highlights?<br />
</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Die Arbeitsgruppen waren sehr produktiv. Entstanden sind multimediale Geschichten über die unbekannten Gesichter der Migration in Europa. Positionspapiere zu der Eingliederung der Snowden-Papiere in öffentliche Bibliotheken sowie zu Organisationsstrategien von Bürgerbewegungen. Dazu gibt es auch Anleitungen für Einsteiger und experimentelle Apps. Spannend sind auch &#8220;Netzwerk&#8221;-Karten, die Beziehungen unter den AktivistInnen sichtbar machen, die vorher unbekannt waren und somit neue Grundlagen für Zusammenarbeit legen.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Wie fließen diese Ergebnisse in zivilgesellschaftliche Institutionen zurück?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Wir haben diese Projekte zusammen mit diversen Dokumenten wie Videos, Fotos, Pressestimmen und einem Twitter-Archiv auf einer Website gebündelt und stellen sie zur freien Nutzung und weiteren Verarbeitung zur Verfügung. Hier der Link: <a href="http://berlinergazette.de/slow-politics-results/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://berlinergazette.de/slow-politics-results/</a><br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Wie war die Resonanz auf den dritten, öffentlichen Konferenztag?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Bei den Panels und Vorträgen haben wir versucht, das Publikum von Anfang an in die Debatten einzubinden, und das hat erstaunlich gut geklappt. Was nicht selbstverständlich ist, bei so einer heterogenen Crowd, in der Menschen aus den USA und Afrika, aber auch unterschiedlichen Teilen Europas sowie aus ganz unterschiedlichen Berufsfeldern vertreten sind. Das Gefühl eines vielstimmigen Gesprächs war für diesen Tag prägend.<br />
<b><em><strong>politik-digital.de:</strong></em> </b><em>Auf welche Konferenz können wir uns als nächstes freuen?</em><br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> Auf die Berliner Gazette-Jahreskonferenz 2015 natürlich, die wird wieder im Herbst stattfinden, voraussichtlich Anfang November.<br />
Bilder: Berliner Gazette, 1: <a href="https://www.flickr.com/photos/berlinergazette/15682908778/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Postcard for &#8220;Slow Politics&#8221;</a> 2: <a href="https://www.flickr.com/photos/berlinergazette/15844554406/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Poster for Public Talks at &#8220;Slow Politics&#8221;</a><br />
Dieses Interview entstand unter der Mitarbeit von <a href="http://politik-digital.de/user/fwiesner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franziska Wiesner</a>.<br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>8. Berliner Hinterhofgespräch: “Verbunden, aber nicht vernetzt &#8211; Von der mangelnden Zusammenarbeit in der Netzgemeinde”</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/8-berliner-hinterhofgespraech-verbunden-aber-nicht-vernetzt-von-der-mangelnden-zusammenarbeit-in-der-netzgemeinde-134020/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexa Schaegner]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Oct 2013 14:50:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Nach vielen spannenden Talks im vergangenen Sommer haben politik-digital.de und Netzpiloten die Winter-Edition der „Berliner Hinterhofgespräche” gestartet. Anlass für die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/8-berliner-hinterhofgespraech-verbunden-aber-nicht-vernetzt-von-der-mangelnden-zusammenarbeit-in-der-netzgemeinde/winterblid-v4/" rel="attachment wp-att-134173"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-134173" alt="WINTERBLID v4" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/WINTERBLID-v4.jpg" width="640" height="360" /></a>Nach vielen spannenden Talks im vergangenen Sommer haben politik-digital.de und Netzpiloten die Winter-Edition der „Berliner Hinterhofgespräche” gestartet. Anlass für die erste Ausgabe der neuen Hangout-Reihe war eine Konferenz der Berliner Gazette vom 7.-9. November. Unter dem Motto: „Complicity – How can Pirates &amp; Capitalists, Hackers &amp; Journalists, Amateurs &amp; Pros work together?” wollten die Organisatoren die Zusammenarbeit zwischen Akteuren der Netzwerk-Gesellschaft fördern.<br />
<iframe hcb-fetch-image-from="http://youtu.be/GfcwWTz7f7I" title="Verbunden, aber nicht vernetzt- Von der mangelnden Zusammenarbeit in der Netzgemeinde" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/GfcwWTz7f7I?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe><br />
Im Anschluss an die <a href="http://berlinergazette.de/symposium/complicity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz</a> haben wir am Dienstag, 12.11. über die mangelnde Kooperation innerhalb der „Netzgemeinde” diskutiert. Obwohl Akteure der Netzbewegung oft gleiche Ziele und (politische) Werte teilen, finden sie häufig keine gemeinsame Ebene der Zusammenarbeit. Woran liegt es, dass Journalisten, Blogger und Netzaktivisten oftmals „ihr eigenes Ding machen”? Dabei wären Vernetzung und Mobilisierung grade in Zeiten des NSA-Skandals wichtige Mittel zur Formung einer „digitalen Gegenöffentlichkeit”.<br />
Im Sinne von „Complicity” haben wir uns die Frage gestellt, wie netzbewegte Menschen zu „Verbündeten” werden können, die gemeinsam Konflikte bearbeiten, anstatt sie untereinander auszutragen.<br />
Zum Thema „Verbunden, aber nicht vernetzt- von der mangelnden Zusammenarbeit in der Netzgemeinde”, diskutierte Moderator und Netzpilot <a href="http://www.netzpiloten.de/author/tobias-schwarze/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tobias Schwarz</a> gemeinsam mit Sandra Zistl von <a href="http://hostwriter.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hostwriter</a>, der Autorin und Unternehmerin <a href="http://nicole-simon.eu/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nicole Simon</a>, dem Autor und Wissenschaftler <a href="http://www.sebastiangiessmann.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sebastian Gießmann</a> und <a href="http://berlinergazette.de/author/krystian-woznicki/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krystian Woznicki</a>, dem Herausgeber der Berliner Gazette und Organisator der Complicity-Konferenz.<br />
<a href="http://politik-digital.de/8-berliner-hinterhofgespraech-verbunden-aber-nicht-vernetzt-von-der-mangelnden-zusammenarbeit-in-der-netzgemeinde/hangout-bild-2/" rel="attachment wp-att-134167"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-134167" alt="Hangout Bild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Hangout-Bild.png" width="628" height="158" /></a><br />
Bild: politik-digital.de<br />
<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-130752" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a></p>
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		<title>„Complicity“ – Berliner Gazette Konferenz 2013: „Das Internet ist eine Wir-Maschine“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Nicolas Morgenroth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Oct 2013 14:25:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Krystian Woznicki]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Gazette]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Gazette Conference 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Complicity]]></category>
		<category><![CDATA[Komplizenschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Jahreskonferenz 2013 der Berliner Gazette möchte die heillos vereinzelten Individuen und Akteure der heutigen Netzwerk-Gesellschaft vereinen. Unter dem programmatischen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kraftwerk-Wir.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-133587" title="Kraftwerk im Kraftwerk. Wir sind die Roboter" alt="Sonkran, cc-by-sa-nc" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Kraftwerk-Wir.jpg" width="640" height="371" /></a></p>
<div id="stcpDiv">
Die Jahreskonferenz 2013 der Berliner Gazette möchte die heillos vereinzelten Individuen und Akteure der heutigen Netzwerk-Gesellschaft vereinen. Unter dem programmatischen Titel „Complicity &#8211; How can Pirates &amp; Capitalists, Hackers &amp; Journalists, Amateurs &amp; Pros work together?“ finden sich vom 7. bis 9. November in Berlin Interessierte zur “Komplizenschaft” zusammen.<strong> </strong><br />
Im Kurzinterview mit politik-digital.de stellt <a href="http://berlinergazette.de/author/krystian-woznicki/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krystian Woznicki</a>, Gründer und Herausgeber der <a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a>, die <a href="http://berlinergazette.de/symposium/complicity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz </a>vor. Und erklärt nebenbei, wie das Internet helfen könnte, der „Ego-Kultur“ Komplizenschaften entgegenzusetzen, ohne die vorhandenen Konflikte auszublenden.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> „Complicity“ – Komplizenschaft – ist der Titel der Berliner Gazette Konferenz 2013. Der Begriff hat einen kriminellen oder konspirativen Anklang. Warum haben Sie diesen Titel ausgewählt?<br />
<strong><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Krystian-Woznicki-by-Yasuhiro-Yamaguchi_2013-Sapporo.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-133625 alignleft" alt="Krystian Woznicki by Yasuhiro Yamaguchi_2013 Sapporo" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Krystian-Woznicki-by-Yasuhiro-Yamaguchi_2013-Sapporo-195x119.jpg" width="176" height="107" /></a>Krystian Woznicki:</strong> Wir wollen eine neue, unkonventionelle Perspektive auf Zusammenarbeit eröffnen. Das ist ja gerade ein großes Thema: Kritik der Ego-Kultur, die uns u.a. in den Finanzcrash geführt hat und infolgedessen Lob einer Wir-Kultur, die auf Vertrauen, Solidarität und Verantwortung setzt. Wir erleben all das in einer Zeit, in der das Internet zu einem Massenmedium wird und die Gesellschaft sich im Zuge dessen immer mehr zu einer Netzwerk-Gesellschaft entwickelt. Es ist deutlich einfacher geworden, sich zusammenzutun, Dinge zusammen zu machen. Das Internet ist eine Wir-Maschine. Die Konferenz greift diesen Trend auf und sagt: Bei all dem Lob des konstruktiven Zusammenseins bitte nicht den Konflikt vergessen. Eine Kultur des Wir, eine Kultur der Zusammenarbeit ist eben auch von Unterschieden, Antagonismen und Widersprüchen geprägt. Sie lebt auch ganz maßgeblich davon.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> An wen richten sich die Konferenz und die Einladung zur Komplizenschaft?<br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> An Menschen, die Wissen sowie Kultur konsumieren und produzieren. Hier tut sich derzeit eine ganze Menge. Wer ist eigentlich noch im klassischen Sinne Urheber von Werken? Wie sollen die finanziert und verwertet werden? Wie kann ihre Relevanz sinnvoll und demokratisch in der Öffentlichkeit sichtbar werden? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die drei Hauptstränge unserer Konferenz: „Amateure &amp; Profis“, „Piraten &amp; Kapitalisten“, „Hacker &amp; Journalisten“. Wir wollen Leute zusammenbringen, die entweder das eine oder das andere sind oder beides zugleich.<br />
<strong>politik-digital.de:</strong> Konflikte zumindest zwischen Amateuren und professionellen Journalisten sowie zwischen „Piraten“ und „Kapitalisten“ sind vorprogrammiert. Was erhoffen Sie sich diesbezüglich von der Konferenz?<br />
<strong>Krystian Woznicki:</strong> In erster Linie eine rege Auseinandersetzung mit &#8220;values&#8221; und &#8220;practices&#8221;. Auf welchen Werten und Praktiken basiert Zusammenarbeit idealerweise, sprich “wenn es nur nach mir geht“? Wie kann und muss diese Basis neu gedacht und erweitert werden, wenn ich meinen persönlichen Wunschrahmen verlasse und Herausforderungen auf Augenhöhe mit anderen angehe? Die Konferenz will diesen Prozess initiieren, greifbar machen und zeigen: Wir können unsere Kompetenz zur Zusammenarbeit deutlich weiterentwickeln, wenn wir gegensätzliche &#8220;values&#8221; und &#8220;practices&#8221; reflektieren. Am Beispiel konkreter Projekte wollen wir in den Workshops Probleme analysieren und konkrete Lösungen entwickeln. Wir glauben, dass die Konfrontation von Gegensätzen neue, unverhoffte Lösungsansätze zu Tage fördert, zu individuellen Vorhaben und zu so wichtigen Dingen wie &#8220;digitale Universalbibliothek&#8221; und &#8220;demokratische Aggregation&#8221;.<br />
&nbsp;<br />
<a href="http://berlinergazette.de/symposium/complicity/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Complicity &#8211; How can Pirates &amp; Capitalists, Hackers &amp; Journalists, Amateurs &amp; Pros work together?“</a> findet statt vom 7. bis zum 9. November im <a href="http://www.supermarkt-berlin.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SUPERMARKT</a> in der Brunnenstraße 64 in Berlin. Für die <a href="http://berlinergazette.de/wp-content/uploads/Complicity_Workshop_Programm8.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Workshops</a> ist eine Anmeldung bis zum 30.10. erforderlich.<br />
Zum Thema der Konferenz wird politik-digital.de vorraussichtlich am 12. November gemeinsam mit <a href="http://www.netzpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">netzpiloten.de</a> und der <a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a> in der Reihe <a href="http://www.youtube.com/playlist?list=PLxRsKyODYBMU1BYKwcrn3Gy61q53eeuwk">Berliner Hinterhofgespräche</a> einen Google Hangout veranstalten.<br />
&nbsp;<br />
Bild (Banner): <a href="http://www.flickr.com/photos/thomasbrauner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Thomas Brauner</a>, <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(CC BY SA NC 2.0) </a><br />
Bild (Porträt): Yasuhiro Yamaguchi 2013<br />
Text:</p>
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<a href="http://politik-digital.de/4-berliner-hinterhofgespraech-ist-digital-besser-demokratie-und-buergerbeteiligung-im-netz/cc-lizenz-630x110/" rel="attachment wp-att-130752"><img decoding="async" alt="CC-Lizenz-630x110" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x1101.png" width="407" height="71" /></a>
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		<item>
		<title>Soziale Netzwerke: &#8220;Auf ewig binden&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/soziale-netzwerke-auf-ewig-binden-121952/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Oct 2012 16:58:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Unlike Us]]></category>
		<category><![CDATA[Filesharing]]></category>
		<category><![CDATA[FoeBuD]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Gazette]]></category>
		<category><![CDATA[Digital Backyards]]></category>
		<category><![CDATA[secushare]]></category>
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					<description><![CDATA[Unter dem Titel &#8220;Alternative Social Networking&#8221; fand auf der internationalen Konferenz „Digital Backyards“ am Vormittag ein Workshop statt, der sehr [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/soziale-netzwerke-auf-ewig-binden/ohrenflimmern-cc-by-sa-3-0-via-berliner-gazette-jpg-0x675-mjm9exmza4gkqpvilgtjacoj24e4gqfr/" rel="attachment wp-att-121954"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-121954" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/ohrenflimmern-CC-BY-SA-3.0-via-Berliner-Gazette.jpg.0x675.mjm9exmza4gkqpvilgtjacoj24e4gqfr-630x408.jpg" alt="ohrenflimmern [CC BY-SA 3.0], via Berliner Gazette" width="605" height="391" /></a>Unter dem Titel &#8220;Alternative Social Networking&#8221; fand auf der internationalen Konferenz „Digital Backyards“ am Vormittag ein Workshop statt, der sehr unterschiedliche Möglichkeiten präsentierte, Gegenentwürfe für Facebook &amp; Co. zu entwickeln.</p>
<blockquote><p>&#8220;Ein Netz, sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Blaue zu treiben und ewig zu binden&#8221;</p></blockquote>
<p>Dieses Motto, angelehnt an die Gravur in dem Ring aus John R. R. Tolkiens Roman &#8220;Der Herr der Ringe&#8221;, drückt die Sorge von Datenschutz-Aktivisten weltweit aus, wenn es um Facebook geht. Das Unternehmen aus dem kalifornischen Menlo Park sammelt von all seinen mehr als eine Milliarde Mitgliedern persönliche Daten und verdient mit diesen Daten Geld. Einigen Nutzern geht das zu weit, sie suchen Alternativen zu Facebook und den anderen großen Social Networks.</p>
<p>Am Freitagvormittag fand auf der internationalen Konferenz &#8220;<a href="http://berlinergazette.de/symposium/digital-backyards/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digital Backyards</a>&#8221; der Workshop &#8220;Alternative Social Networking&#8221; statt, in dem die Aktivisten Carlo von Loesch (Secushare), Daniel Reusche (Unlike Us) und Leena Simon (Social Swarm) ihre Projekte vorstellten und mit anderen  Experten über Möglichkeiten und Wege sprachen, Alternativen zu Facebook, Twitter, Google+ &amp; Co. zu entwickeln. Dabei zeigte sich, dass verschiedene Projekte an sehr unterschiedlichen Ansätzen arbeiteten, vor allem aufgrund der unterschiedlichen Bewertung der aktuellen Situation und der Möglichkeiten, erfolgreich Alternativen zu schaffen.</p>
<p>Carlo von Loesch arbeitet für <a href="http://secushare.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Secushare</a>, ein Berliner Projekt, das an nutzerfreundlichen Alternativen zu bekannten Kommunikationskanälen wie Skype, Facebook und diversen Maildiensten arbeitet. Secushare legt den Fokus auf die Unabhängigkeit von der Infrastruktur Dritter und der Hoheit über die eigenen Daten. Statt komplexer dezentralisierter Nachrichtensysteme bietet Secushare eine soziale Komponente und eine intuitive Verschlüsselung an. Ziel ist es, durch simple Anwendungsmöglichkeiten bei Nutzern ein stärkeres Bewusstsein für Datenschutz und Sicherheit im Internet zu schaffen. Das Projekt ist vor allem deshalb auf Kommunikationsdienste angelegt, da von Loesch den Aufbau eine eigenen Infrastruktur für eine gescheiterte Idee hält, die einmal erfolgreich war, sich aber nicht richtig durchsetzen konnte. Immer weniger Gruppen, Vereine und Unternehmen setzen auf eigene Server und bedienen sich vielmehr kommerzieller Angebote von Unternehmen wie <a href="http://www.google.com/intl/de/chrome/business/#utm_medium=et&amp;utm_campaign=de&amp;utm_source=de-ww-et-b2bfooter_bsolutions" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google</a> oder <a href="http://www.heise.de/netze/meldung/Amazon-verkauft-Server-Rechenleistung-nach-Bedarf-155988.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amazon</a>.</p>
<p>Der ehemalige <a href="http://politik-digital.de/user/cloesch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Autor</a> von <a href="http://politik-digital.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>  glaubt nicht an Veränderungen von Facebook, sondern setzt vielmehr auf die Schaffung attraktiver und nützlicher Alternativen. Sein Ziel ist es, mit Secushare eine <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Filesharing" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Filesharing-</a>Software zu entwickeln, die ähnlich wie ein <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Peer-to-Peer" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Peer-to-Peer</a>-Netzwerk und Cloud-Lösungen kommerzieller Unternehmen funktioniert und den Nutzern eine sichere Kommunikation ermöglicht. Der Datenverkehr der Kommunikation wird dabei wie Torrents über verschiedene Rechner geleitet, die sich durch die Software kennen und vertrauen und damit eine eigene, sichere Cloud darstellen. Zwar gibt es in der Testphase noch das eine oder andere Problem, aber von Loesch zeigte sich optimistisch, dass das Projekt mit etwas Zeit und finanzieller Unterstützung erfolgreich fortgeführt werden könnte. Er geht außerdem davon aus, dass sich das Grundprinzip durchsetzen könnte, da diese Art des Datenverkehrs noch frei von fest zementierten Standards ist und der Faktor Sicherheit nicht nur an Bedeutung, sondern auch an Coolness zulegen wird.</p>
<p>Ebenfalls bei Secushare ist der Aktivist Daniel Reusche engagiert, er arbeitet aber auch für die Veranstaltungsreihe <a href="http://networkcultures.org/wpmu/unlikeus/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Unlike Us</a>, in deren Rahmen Künstler, Soziologen und Programmierer gemeinsam an Alternativen zu den bekannten sozialen Netzwerken forschen. Sinn der Unlike Us-Konferenzen ist es, Theorie und Praxis mit kreativen Reaktionen zu verbinden und soziale Netzwerke neu zu denken. Dabei stoßen die Aktivisten laut Reusche auf verschiedene Probleme, die unterschiedliche Lösungen benötigen. Zum einen müssen stabile und sichere Kommunikationsmöglichkeiten für Menschen in Ländern wie Syrien bestehen können, auf der anderen Seite sei der Aufbau dezentraler Infrastrukturen eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung, damit das Projekt unabhängiger von einzelnen wenigen Unternehmen arbeiten kann. Zur Zeit ist Reusche vor allem mit der Zusammenführung verschiedener Initiativen beschäftigt, um kreative und innovative Projekte zu bündeln. Dabei vor allem auf Open-Source-Lösungen und unterschiedliche gesellschaftliche Forschungen und Sichtweisen aufzubauen, klingt nach einem viel versprechenden Ansatz.</p>
<p>Die Bielefelder Bürgerrechts-Initiative <a href="http://www.foebud.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoeBud</a> setzt wiederum auf die Verknüpfung bereits existierender Alternativen. Mit Diaspora, Friendica, buddycloud, Lorea, <a href="http://identi.ca" target="_blank" rel="noopener noreferrer">identi.ca</a> und bald auch Secushare gebe es genügend soziale Netzwerke, die dezentral organisiert sind und mehr Wert auf Datenschutz und die Privatsphäre ihrer Nutzer legen, als dies zum Beispiel Facebook oder Google tun. Leena Simon von FoeBud stellte das von der Free Software Foundation Europe unterstützte Projekte <a href="http://www.foebud.org/socialswarm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Swarm</a> vor, dass eine Plattform der verschiedenen dezentralen und datenschutzfreundlichen Netzwerke sein will. Durch die gemeinsame Erarbeitung offener Standards sollen die Netzwerke ähnlich dem E-Mail-Prinzip miteinander kommunizieren. So wie Googlemail-Nutzer problemlos Freunde bei web.de anschreiben können, soll dies dann auch zwischen <a href="http://identi.ca" target="_blank" rel="noopener noreferrer">identi.ca</a> und Diaspora funktionieren. Der FoeBud möchte auf diesem Weg den Nutzern die Möglichkeit geben, wieder die Kontrolle über die eigenen Daten im Internet zu erhalten. Simon sieht Social Swarm als einen funktionierenden Ansatz, denn es werde nicht einfach nur der Code eines anderen sozialen Netzwerkes kopiert, sondern Facebooks Erfolgsgeheimnis, die Vernetzung unserer sozialen Umwelt, kopiert. Diese Methode der plattformübergreifenden Kommunikation verspricht sich, von einem Blumenstrauß an Lösungen immer den bestmöglichen und für Nutzer angenehmsten Weg zu finden, so dass die Akzeptanz für die Nutzung sicherer Alternativen steigt.</p>
<p>Auf dem Workshop wurde eine Vielzahl interessanter Projekte vorgestellt und den Veranstaltern von der <a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a> gelang es, kluge und kreative Denker an einen Tisch zu bringen, die gemeinsam über Alternativen zu den existierenden sozialen Netzwerken diskutierten. Es besteht zwar Uneinigkeit über den Weg, allerdings teilen alle dasselbe Ziel, und in der kreativen Vielfalt liegt vielleicht auch der innovativste Ansatz für eine neue Form der Netzwerke in einer digitalisierten Gesellschaft.</p>
<address>Die Veranstaltung &#8220;Digital Backyards&#8221; ist <a href="http://berlinergazette.de/forums/forum/digital-backyards/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> ausführlich dokumentiert.</address>
<address> </address>
<p><em><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="alignleft size-medium wp-image-121978" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" alt="" width="305" height="53" /></a></em>(<a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/</a>).</p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<item>
		<title>Symposium: Learning from Fukushima</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/symposium-learning-from-fukushima-5464/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Oct 2011 16:07:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Veranstaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Krystian Woznicki]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Gazette]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/fukushima-logo.png" height="269" width="480" /><br />
Unter dem Titel „Learning from Fukushima“ richtete die Berliner Gazette am vergangenen Samstag in Berlin ein ganztägiges internationales Symposium aus. Dabei kamen u.a. die Online-Chefs von „CNN&#34;, &#34;taz&#34; und &#34;Global Voices Japan&#34; zu Wort. Der Herausgeber der Berliner Gazette Krystian Woznicki berichtet im Gespräch vom Ablauf der Konferenz.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fukushima-logo.png" width="480" height="269" /><br />
Unter dem Titel „Learning from Fukushima“ richtete die Berliner Gazette am vergangenen Samstag in Berlin ein ganztägiges internationales Symposium aus. Dabei kamen u.a. die Online-Chefs von „CNN&#8221;, &#8220;taz&#8221; und &#8220;Global Voices Japan&#8221; zu Wort. Der Herausgeber der Berliner Gazette Krystian Woznicki berichtet im Gespräch vom Ablauf der Konferenz.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Am vergangenen Samstag wurden auf der <a href="http://berlinergazette.de/symposium/learning-from-fukushima/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">internationalen Konferenz „Learning from Fukushima“</a> in Vorträgen, Präsentationen und Publikumsgesprächen insbesondere folgende Fragen diskutiert: Wie entsteht in Zeiten der Krise eine kritische Öffentlichkeit? Wie können wir als Bürger Einfluss darauf nehmen? Und welche Rolle spielt das Internet dabei? Medienmacher wie die Online-Chefin von CNN Lila King sowie Frank Patalong von Spiegel Online sprachen dabei über ihre Arbeit im Krisenfall und diskutierten mit Informationsdesignern, digitalen Kartografen, Programmierern und Netzaktivisten aus aller Welt. Das von der Berliner Gazette ausgerichtete Symposium wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gefördert. Es gliederte sich in drei Themenblöcke:</p>
<ul>
<li>Die Online-Katastrophe – business as usual?</li>
<li>Ausnahmezustand in Japan – auch medial?</li>
<li>Digitale Publikumsbeteiligung – was hat Zukunft?</li>
</ul>
<p><b>Gespräch mit dem Projektverantwortlichen Krystian Woznicki</b></p>
<p>Über die Konferenz sprachen wir mit dem Herausgeber der Berliner Gazette und Projektverantwortlichen Krystian Woznicki, der bestätigte, dass eine kritische Öffentlichkeit nur durch die Zusammenarbeit zwischen sozialen und klassischen Medien entstehen kann. Die Berliner Gazette habe sich seit dem 11. März 2011 sehr intensiv mit den Folgen der Dreifachkatastrophe auseinandergesetzt und ein Offline-Forum für Austausch und Auseinandersetzung vermisst. Also hätte man sich selbst der Sache angenommen und die Konferenz organisiert.</p>
<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/krystian_woznicki.png" width="214" height="210" align="left" />Laut Woznicki wurden auf dem Symposium alle Akteure zusammengebracht, die in der noch gegenwärtigen Krise in neuer und entscheidender Weise zusammenarbeiten, um eine kritische (Netz)Öffentlichkeit herzustellen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit beleuchtet und neue Allianzen für Weiterentwicklungen dieser Zusammenarbeit geschmiedet. Die wichtigste Erkenntnis sei: &#8220;Die Gesellschaft Japans durchläuft einen tiefgreifenden Wandel. Vergleichbare Veränderungen sind auch in anderen Regionen der industrialisierten Welt zu beobachten. Aber in Japan werden sie durch die Dreifachkatastrophe in besonders massiver, exponierter Weise virulent: Fast alle Grundlagen der Gesellschaft werden in Frage gestellt. Umwelt, Energie, Gesundheit, Wirtschaftsform, die Rolle des Bürgers, die Rolle und Funktion der Medien &#8211; auf geradezu unüberschaubar vielen Ebenen beginnen Prozesse der Infragestellung, Bewusstwerdung und Kritik.&#8221; Da der Wandel auf so vielen unterschiedlichen Ebenen gleichzeitig ablaufe und die Gesellschaft durch die Dreifachkatastrophe und ihre Folgen stark geschwächt wäre, ginge alles sehr langsam und vielleicht kaum merklich voran. Umso wichtiger sei es, diesen Wandel sichtbar zu machen in einer solchen Veranstaltung. &#8220;Was wir herausarbeiten und weitervermitteln, kann dazu beitragen, ein Gefühl für langfristige Perspektiven zu gewinnen, das im Rauschen des Hier und Jetzt nur schwerlich aufkommt.&#8221;</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fukushima_illustration.jpg" width="430" height="212" /></p>
<p align="center"><b>(Der Programmierer und Illustrator der Berliner Gazette <a href="http://berlinergazette.de/author/marcel-eichner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marcel Eichner</a> hat die obige farbige Illustration auf der Basis von Datenvisualisierungen des Kurznachrichtendienstes Twitter erstellt. Sie zeigt Daten, die am<br />
11. März 2011 zwischen Japan und der Welt zirkulierten.)<br />
</b></p>
<p>Jemand im Publikum sagte: &#8220;Alle Menschen sind Sensoren. Egal, ob es um Informationen über die Versorgungslage in einem Krisengebiet geht oder um Strahlenwerte.&#8221; Laut Woznicki könne das Internet dabei helfen, die Daten all dieser Sensoren zusammenzutragen, sichtbar zu machen, zu verbreiten und zu ordnen. Die Mechanismen dafür seien noch im Entstehen begriffen. Eine schwere Krise könne diesen Prozess beschleunigen. Tomomi Sasasaki, eine Referentin auf der Konferenz, habe ihr Land während der Krise einen &#8220;Crashkurs in Social Media&#8221; absolvieren sehen. &#8220;Eine kritische Öffentlichkeit entsteht allerdings nur dann, wenn die sozialen Medien und klassischen Medien zusammenarbeiten, sprich: wenn sich Wege und Methoden finden, die sozialen, d.h. kollaborativen Ansätze mit den autoritären Ansätzen der Medienarbeit in einen sinnvollen Dialog zu bringen, damit die Stärken und Vorteile des jeweiligen Ansatzes zur Geltung kommen.&#8221;</p>
<p><b>Das Fazit</b></p>
<p>Die Berliner Gazette wollte sich nach den Worten von Woznicki in den laufenden Prozess der Krisenbewältigung einschreiben. &#8220;Und so können wir unsere internationale Konferenz auch nur als einen Beitrag und für uns selbst nur als einen ersten Schritt begreifen. Es sieht so aus, als hätten wir nicht nur eine Lücke geschlossen, wenn es um den Bedarf geht, die Dreifachkatastrophe aufzuarbeiten. Es scheint, als hätten wir auch einen Anstoß für weiterführende Auseinandersetzungen und ganz konkrete Initiativen gegeben.&#8221; Die Konferenz war darüber hinaus auch eine Kontaktbörse für künftige Projekte. Woznicki hofft, dass daraus einiges Neues hervorgehen wird.</p>
<p><b>Abschließend noch der Hinweis auf <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1592025/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einen aktuellen Beitrag</a> zum Thema von Philipp Eins bei dradio.de. Weiterführende Informationen gibt es hier: <a href="http://berlinergazette.de/symposium/learning-from-fukushima" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://berlinergazette.de/symposium/learning-from-fukushima</a>.<br />
</b></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Die Zukunft der Bildung?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-der-bildung-5291/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/die-zukunft-der-bildung-5291/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone Jost-Westendorf]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jun 2011 09:03:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Allgemeinbildung]]></category>
		<category><![CDATA[Bildung]]></category>
		<category><![CDATA[Krystian Woznicki]]></category>
		<category><![CDATA[Alain de Botton]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Gazette]]></category>
		<category><![CDATA[Magdalena Tauber]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Glaser]]></category>
		<category><![CDATA[Rupert Murdoch]]></category>
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					<description><![CDATA[Was heißt selbstbestimmtes Lernen heute und welche Rolle spielen digitale Medien dabei?  21 Autoren beschäftigen sich in Magdalena Taubes und Krystian Woznickis Sammelband „Modell Autodidakt“ mit Fragen rund um Medien, Bildung und Demokratie im digitalen Zeitalter. Heute wird das Buch in Berlin <a href="http://berlinergazette.de/lecture-concert-kriegserklaerung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorgestellt</a>.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was heißt selbstbestimmtes Lernen heute und welche Rolle spielen digitale Medien dabei?  21 Autoren beschäftigen sich in Magdalena Taubes und Krystian Woznickis Sammelband „Modell Autodidakt“ mit Fragen rund um Medien, Bildung und Demokratie im digitalen Zeitalter. Heute wird das Buch in Berlin <a href="http://berlinergazette.de/lecture-concert-kriegserklaerung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vorgestellt</a>.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Vor einigen Tagen beanstandete der Verleger Rupert Murdoch in einem <a href="http://www.faz.net/artikel/C31373/zukunftspotentiale-bildung-ist-das-letzte-reservat-30434186.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gastbeitrag </a>für die FAZ, die Schulen seien der letzte Hort, der sich der digitalen Revolution widersetzt. Können oder müssen wir Bildung also heute selbst in die Hand nehmen?  In einer vernetzten und digitalisierten Welt ist der Zugang zu Bildung für fast jeden möglich geworden:  Bildung 2011 ist mobil, flexibel und offen. Bibliotheken werden digitalisiert, Universitäten werden für immer mehr Menschen weltweit frei zugänglich, Wissen entsteht nach dem Wiki-Prinzip, Intelligenz bildet sich im Schwarm. Alles ist für alle rund um die Uhr zugänglich. Und diejenigen, die öffentlich zugängliches fremdes Wissen nur allzu dreist als ihr eigenes ausgeben, werden im Internet als Plagiatoren überführt.  Macht diese Entwicklung den Weg zur Bildung aber auch leichter? Eines ist sicher: Die Menschen, die in bildungsfernen Milieus aufwachsen, haben kaum Vorteile aus diesem Prozess, weil sie die Möglichkeiten häufig schlicht nicht kennen. Für die gut Informierten aber – seien sie als sogenannte digital natives oder als digital immigrants mit den neuen Medien vertraut – bieten sich eine Vielzahl an Chancen. Eine Tatsache, die zugleich Ausgangspunkt für andere Probleme sein kann: Wie sollen wir mit den vielen Quellen des Wissens umgehen? Wie sie filtern? Und was bedeutet das alles für Lernende und Lehrende?
</p>
<p>
Die Herausgeber der Online-Zeitung &quot;<a href="http://berlinergazette.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Gazette</a>&quot; &#8211; <a href="http://berlinergazette.de/author/magdalena-taube/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Magdalena Taube</a> und <a href="http://berlinergazette.de/author/krystian-woznicki/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Krystian Woznicki</a> &#8211; haben 21 Autoren, Künstler, Wissenschaftler, Publizisten, Philosophen, Medienforscher, Kunst- und Kulturtheoretiker, Lehrende und Netzkritiker gebeten, sich diesen Fragen zu stellen. Die für das Buch erweiterten Texte entstanden im Rahmeneines Schwerpunkts der Berliner Gazette zum Thema Bildung und wurden mit dem AlternativenMedienpreis 2010 prämiert. Herausgekommen ist jetzt die Anthologie „<a href="http://www.panama-verlag.de/presse/modell-autodidakt/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Modell Autodidakt</a>“, in der die vielfältigen Ansätze des Lernens vorgestellt werden. Besonders charmant und den ansonsten sehr unterschiedlichen Texten gemein ist die persönliche Note der Texte. Alle Autoren beschreiben ihre eigene Bildungswege, erzählen von ihren  &#8211; positiven wie negativen – Erfahrungen mit Lehrern, Bildungsinstitutionen und selbst organisierten Wegen, Wissen zu erwerben und sich zu bilden.
</p>
<p>
Der aus Österreich stammende Schriftsteller und Ehrenmitglied im Chaos Computer Club Deutschland <b>Peter Glaser </b><br />
schwärmt vom lebenslangen Lernen, von immer vielfältigeren Zugängen zu<br />
Wissen und von der demokratisierten Form des Lernens mit Facebook und<br />
Twitter, weil jeder zu einem Anbieter von potenziell Wissenswertem<br />
geworden ist – da Bildung nur zu einem kleinen Teil  eine Frage von<br />
Fakten sei.  Die Nachteile sieht Glaser lediglich in der schnelleren<br />
Entwertung von Wissen.
</p>
<p>
Der Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung sowie des Deutschen Kinderhilfswerks <b>Thomas Krüger</b><br />
hält ein Unterrichtsfach Medienkompetenz, das seit längerem diskutiert<br />
wird, schlicht für „Blödsinn“, da digitale Medien Teil der Alltagskultur<br />
Jugendlicher seien und die Lehrerinnen und Lehrer hier wohl mehr lernen<br />
würden als die Schüler. Er plädiert für eine fächerübergreifende<br />
Medienpädagogik in der Lehrerausbildung. 
</p>
<p>
Einen originellen Ansatz verfolgt der der in London lebende Schweizer Philosoph <b>Alain de Botton</b>. Er hat ein leidenschaftliches Plädoyer für die Geisteswissenschaften verfasst. Seit dem Siegeszug der Naturwissenschaften im vergangenen Jahrhundert seien wir dazu verdammt, zu Lernspeichern zu werden, statt zu guten und weisen Menschen. Mit seiner 2009 gegründeten Londoner Universität des Lebens, der  „School of Life“, setzt sich de Botton für die Auseinandersetzung mit Kultur ein, die lebensnahe Anleitung für die großen Fragen des Lebens geben könne. So sollten Universitäten auch Fächer wie Tod, Ehe, Karriere, Ehrgeiz und Kindererziehung anbieten. Vielleicht wäre das ja sogar eine Idee für die zunehmende Zahl sozial inkompatibler Internet-Freaks. 
</p>
<p>
In der Einführung zum Kapitel „Wozu noch Schule“ bedauern die Herausgeber, dass Schule den dynamischen Veränderungen der Gesellschaft nicht Rechnung trägt.
</p>
<p>
Unter dem Titel „Kultur ohne Technik“ beklagt der Autor, Künstler und IT-Berater <b>Manuel Bonik</b> hier die Naivität vieler „digital natives“, die sich ihr Wissen aus Bequemlichkeit &#8211; oder weil sie es nicht besser wissen – „ergooglen“, ohne richtig mit der Suchmaschine umgehen zu können. Bonik ist sich sicher, dass viele Jüngere auch schlicht überfordert sind mit der Wissensmasse, mit der das Internet sie konfrontiert. Anstatt den Dingen aber auf den Grund zu gehen, geben sie sich mit der Oberfläche und „Wissen à la Wikipedia“ zufrieden.
</p>
<p>
Vielen fehlt offenbar eine Anleitung, wie sie mit der Vielzahl der Informationen umzugehen haben. Lehrer müssen in Zukunft noch vielmehr zu Vermittlern und Navigatoren durch den Wissensdschungel werden, um Lernende selbstständiger zu machen.
</p>
<p>
Auch der Medienforscher, Aktivist und Autor <b>Konrad Becker</b> setzt sich dafür ein, eine kritische und mündige Rezeption von Medien zu fördern. Er fordert, neben vielen anderen Autoren des vorliegenden Bandes im Kapitel „Offline war gestern“ einen freien Zugang zu Bildung und Wissen im Netz.
</p>
<p>
Der Mediendidaktiker <b>Wolfgang Neuhaus</b> befasst sich mit Formen des mediengestützten Lehrens und Lernens. Aktuell arbeitet er an einem Projekt der TU Berlin, das digitale Werkzeuge für ein kooperatives Lernen nutzbar macht. Zentrales Element auf der Learners‘ Garden-Plattform ist ein Wiki, in dem Inhalte online entwickelt, ergänzt und strukturiert werden können.  Außerdem werden hier kostenlose Werkzeuge zum Recherchieren, Strukturieren und Kommunizieren zur Verfügung gestellt.
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<b>Geert Lovink</b> ist  Medientheoretiker und Netzkritiker und möchte am liebsten „die Uni wachküssen“. Lovink bedauert, dass nicht mehr Innovationen aus den Universitäten kommen. Eine Chance für dezentrale Forschung sieht er in organisierten Netzwerken. Sie dienten dazu, auch langfristige (Online)-Beziehungen zwischen Forschenden aufzubauen, die über die Twitter-Schnelllebigkeit hinausgehe. Lovink wünscht sich Forschungs- und Bildungseinrichtungen, die wieder Brutstätten von Innovation und Subversion werden, zurzeit mache die Lehre nichts anderes als zu reagieren, und das sei tödlich. Die neuen Technologien seien weder zu verteufeln noch zu verherrlichen, man müsse schlicht mit ihnen umzugehen lernen und in den revolutionären Alltag einbauen.
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&quot;Modell Autodidakt&quot; hat keine allgemeingültigen Antworten auf die drängenden Fragen parat, denen sich Gesellschaft, Politik und Bildungseinrichtungen stellen müssen. Denn die gibt es (noch) nicht, hier werden aber zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen gestellt.  Die Anthologiegibt gibt Anregungen und zeigt Wege auf, wie wir das Potenzial der Informations- und Kommunikationstechnologien in Zukunft nutzen können, um den Erwerb und Zugang zu Wissen zu erleichtern. Hoffen wir, dass Bildung nicht mehr lange das letzte Reservat bleibt, und wir schnell beginnen zu lernen, besser mit den neuen Entwicklungen umzugehen.
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<p><b>In einem <a href="http://berlinergazette.de/lecture-concert-kriegserklaerung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lecture Concert</a> mit dem Performance-Kollektiv andcompany&amp;Co wird &quot;Modell Autodidakt&quot; heute Abend um 19 Uhr im <a href="http://www.kunstraumkreuzberg.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kunsthaus Bethanien/Kreuzberg</a> vorgestellt.</b></p>
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