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	<title>Berliner Mauer &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Berliner Mauer &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Der politik-digital.de App-Test &#8211; Timetraveler &#034;The Berlin Wall&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Nov 2014 14:27:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
		<category><![CDATA[Augmented Reality]]></category>
		<category><![CDATA[App-Test]]></category>
		<category><![CDATA[25 Jahre Mauerfall]]></category>
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					<description><![CDATA[In einer losen Reihe stellen wir hier Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy, Medien und Gesellschaft vor – weil wir [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/App-Test-Bild1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-142588" alt="App Test Bild" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/App-Test-Bild1.jpg" width="640" height="280" /></a>In einer losen Reihe stellen wir hier Apps aus den Bereichen Politik, E-Democracy, Medien und Gesellschaft vor – weil wir sie für nützlich halten und empfehlen oder weil sie uns einfach Spaß machen. Heute: die Timetraveler-App, die  – passend zum 25. Jahrestag des Mauerfalls – die Geschichte der Berliner Mauer live erfahrbar macht.</p>
<h3>Das Versprechen</h3>
<p>Ein Fenster in die Vergangenheit: Per „Augmented Reality“ können Nutzer Szenen, die sich 1961 anlässlich des Mauerbaus an der Bernauer Straße in Berlin abspielten, an Originalschauplätzen nachempfinden. Um die Bilder und Filmszenen von damals sehen zu können, platziert der Zeitreisende sich an einem bestimmten Standort, den er mithilfe einer Karte und Fotos des Ortes findet, und richtet sein Smartphone oder Tablet auf einen vorgegebenen Ausschnitt. An jeder Station gibt es zusätzlich einen kurzen Informationstext zur gezeigten Szene. Die kostenlose Lite-Version der App macht die Zeitreise an drei Orten möglich; die kostenpflichtige Vollversion bietet elf verschiedene Stationen.<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler1.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-142843 alignleft" alt="Timetraveler1" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler1.jpg" width="200" height="315" /></a><br />
<span style="text-decoration: underline">Zielgruppe:</span> Smartphone-affine Geschichtsinteressierte, Berlinbesucher und jüngere Menschen, die Geschichte am Ort des Geschehens nacherleben wollen und denen eine analoge Ausstellung nicht reicht.</p>
<h3>Der erste Eindruck</h3>
<p>Mithilfe einer Anleitung wird schnell deutlich, wie die Stationen gefunden werden können. Am Standort angelangt, braucht es jedoch eine Weile, bis man diesen schließlich per GPS-Ortung gefunden und sich richtig positioniert hat. Das Fenster in die Vergangenheit, das dem Nutzer daraufhin präsentiert wird, belohnt jedoch das geduldige Suchen: Es ist faszinierend zu sehen, wie auf einmal eine alte Frau aus dem Fenster klettert, um nach Westberlin zu fliehen, oder die Mauer direkt vor den Augen des Zuschauers wieder aufgebaut wird.</p>
<h3>Und im Detail</h3>
<p><span style="text-decoration: underline">Menü:</span> Bei Öffnen der App öffnet sich direkt nach dem Startbildschirm eine Karte, auf der der Verlauf der Berliner Mauer eingeblendet wird. Die Zahlen kennzeichnen <a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler2.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-142844 alignright" alt="Timetraveler2" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler2.jpg" width="200" height="314" /></a>die Stationen, an denen sich der Nutzer Originalszenen ansehen kann. Neben der interaktiven Karte bietet die App für jede Station mehrere Fotos des genauen Standortes an, damit dieser leicht gefunden werden kann. Eine Übersicht zeigt alle verfügbaren Szenen an. Die Anleitung ist schnell zu finden und leicht verständlich.<br />
<span style="text-decoration: underline">Geschichte live erleben:</span> Die Zeitreise-App kann man sich für verschiedene historische Ereignisse vorstellen. Berlin als geschichtsträchtiger Ort ist sicher ein idealer Experimentierort dafür.<br />
<span style="text-decoration: underline">Datenschutz:</span> Die App erfordert und verwendet den Standort des Geräts, ohne den die Benutzung schlichtweg nicht möglich ist. Auch greift sie auf die Kamera und das Mikrofon des Geräts zurück. Erforderlich sind weiterhin WLAN-Verbindungsinformationen und der Zugriff auf Foto- und Videodateien.</p>
<h3><b> </b>Fazit</h3>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler3.jpg"><img decoding="async" class=" wp-image-142845 alignleft" alt="Timetraveler3" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Timetraveler3.jpg" width="294" height="165" /></a>Die historischen Szenen sind einmalig und machen die Geschichte der Berliner Mauer mithilfe von Augmented Reality-Technik nach-erlebbar. Die Gedenkstätte Berliner Mauer ist jedoch ohnehin geschichtspädagogisch sehr gut aufgearbeitet. Ob eine solche App eine zusätzliche sinnvolle Ergänzung darstellen kann, ist fraglich. Das Konzept wäre aber für weniger gut aufbereitete historische Orte ein echter Gewinn. Das visuelle Erlebnis auf dem Smartphone ist gut, auf dem Tablet sicher noch beeindruckender. Die App hat durchaus Unterhaltungswert, der Informationsgehalt hingegen ist gering. Wer sich für Augmented Reality-Konzepte begeistern kann, dem sei der Kauf der Vollversion empfohlen.<br />
<span style="text-decoration: underline">Was wir uns noch gewünscht hätten:</span> Die Karte mit den Markierungen der Originalschauplätze ist leider nicht – wie beispielsweise Google Maps – mit dem Finger in Gehrichtung drehbar. Das ist verwirrend und stellt für Ortsfremde eine Herausforderung dar. Die Nummern, die die Stationen markieren, reagieren nicht immer sofort auf Berührung. Bislang ist die Zeitreise nur für das kurze Mauerstück an der Bernauer Straße möglich, lohnend wäre natürlich eine Aufarbeitung des gesamten Mauerverlaufs. Mehr historische und politische Hintergrundinformationen wären ebenfalls wünschenswert und würden einen echten Mehrwert darstellen. Tondokumente würden dem Format fraglos zugutekommen. Auch technisch ist die App verbesserungsfähig: Auf dem Testgerät ist sie zu oft abgestürzt.</p>
<h3>Kompatibilität und technische Daten</h3>
<p>Getestet wurde die Lite-Version 1.0.19 auf Android.<br />
Kosten für die Vollversion: 1,79 €<br />
<span style="text-decoration: underline">Bewertungen</span><br />
<a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=berlin.timetraveler.timetraveler.freeonline">Google Play</a>: 3,5 von 5 für die Lite-Version, 4 von 5 für die Vollversion<br />
<a href="https://itunes.apple.com/us/app/timetraveler-berlin-wall-augmented/id905970548?mt=8">iTunes</a>: noch keine Bewertungen<br />
Bild: <a href="http://www.flickr.com/photos/danielygo/5103425259" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Daniel Go</a><br />
<a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" alt="CC-Lizenz-630x1101" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" width="441" height="77" /></a><br />
&nbsp;</p>
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			</item>
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		<title>Fast ohne Mauern &#8211; Der Mauerpark</title>
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		<dc:creator><![CDATA[bschulz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Dec 1999 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Berliner Mauer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Kann man sich im dichten Gedränge einer Großstadt irgendwo freier fühlen als auf einer Schaukel? Einfach
schwungvoll Anlauf nehmen und dem Himmel entgegen gleiten, nur noch dessen Blau - oder das Rot des
Sonnenuntergangs - vor Augen?</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Kann man sich im dichten Gedränge einer Großstadt irgendwo freier fühlen als auf einer Schaukel? Einfach<br />
schwungvoll Anlauf nehmen und dem Himmel entgegen gleiten, nur noch dessen Blau &#8211; oder das Rot des<br />
Sonnenuntergangs &#8211; vor Augen?</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Verbindet man dieses Bild dann noch mit einem geschichtsträchtigen Ort,<br />
formt sich eines dieser Symbole, von denen es in Berlin derzeit geradezu zu wimmeln scheint. In diesem Fall ist<br />
der Ort der ehemalige Grenzstreifen zwischen Ost und West. Die Schaukel steht auf einem kleinen Anhang.<br />
Von hier gleitet der Blick sowohl über eine sterile Neubausiedlung im Berliner Bezirk Wedding, über die ersten<br />
Häuser des Bezirks Prenzlauer Berg, über den Fernsehturm am Alexanderplatz und eben auch über den<br />
inzwischen zart grün leuchtenden Streifen Erde, der einst durch eine beziehungsweise die Mauer beherrscht<br />
wurde. Das Ende der real begehbaren Welt für die Bewohner des Ostteils der Stadt. Der Himmel darüber war der<br />
selbe, nur an fröhliches Schaukeln dachte niemand.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Genug der Symbolik: Heute gehört der Park vor- und nachmittags Spaziergängern, auffallend viele davon<br />
unterwegs mit Kinderwagen. Auch wenn der Prenzl.-Berg sichtlich noch ein junger Bezirk ist, ihre<br />
&#8216;Sturm-und-Drang-Phase&#8217; haben manche der Bewohner hinter sich, traute Familienidylle kehrt langsam in das<br />
frühere In-Viertel ein. Gegen Abend nehmen dann &#8211; zumindest an warmen und heißen Tagen &#8211; vornehmlich<br />
Studenten den Park in Beschlag. Fast schon eine Institution sind die bis zu 20 Trommler, die regelmäßig mit<br />
treibenden Rhythmen für eine trotzdem entspannte Atmosphäre sorgen. Längst ist so der symbolträchtige Ort zu<br />
einem beliebten Kleinod mitten in der Stadt geworden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Wie es dazu kam? Schon kurz nach dem Fall der Mauer hatte sich der Runde Tisch, ein aus allen politischen<br />
Gruppierungen zusammengesetztes Gremium, dafür eingesetzt, einen Teil des Mauerstreifens als Grünfläche zu<br />
erhalten. Später unterstützte auch der Senat der Stadt dieses Vorhaben. Aber erst vier Jahre nach der<br />
Wiedervereinigung, nach einem Planungswettbewerb und weiterer finanzieller Hilfe einer Firmenstiftung konnte<br />
am ebenfalls symbolvollen 9. November des Jahres 1994 der erste Bauabschnitt eröffnet werden.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Mittelpunkt ist jetzt ein Amphitheater aus mächtigen Steinquadern. Auch die Verlängerung der Schwedter Straße,<br />
die schnurgerade durch den Park führt, vermittelt mit ihrer hubbeligen Pflasterung ein bisschen altrömisches Flair.<br />
Der Verlauf der &#8216;Via Mauerpark&#8217; entspricht fast dem der ehemaligen Stadtteilgrenze, an die ebenfalls mächtige<br />
Steinblöcke erinnern sollen. Schon etwas verloren wirken dagegen die schmächtigen Birken, kleinen Eichen und<br />
Pappeln, die ganz nach dem Gusto des Landschaftsarchitekten streng geometrisch angepflanzt wurden.<br />
Geliebt werden sie vor allem von den vierbeinigen Besuchern des Parks, bisweilen müssen sie als Eckpfosten für<br />
ein provisorisches Fußballtor herhalten. Denn überwiegend besteht der Park aus Rasen, oder was davon nach<br />
ausgiebiger Nutzung durch Hobbysportler und Freizeitgriller noch übrig ist.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die einzige Mauer, die den Park heute noch ziert, ist wie zu Zeiten der Deutschen Demokratischen Republik auf<br />
der östlichen Seite grau und auf der westlichen bunt. Sie trennt die Anlage von dem dahinter liegenden Friedrich-<br />
Ludwig-Jahn-Sportpark und ist ein ganz offizielles und legales Eldorado für Sprayer: Regelmäßig wird die 100<br />
Meter lange Graffiti-Fläche in frischem Weiß getüncht, nur um Platz zu machen für neue farbige Kunstwerke.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der 21. Juni, Tag der Fete de la Musique, bot wieder einmal Gelegenheit dazu. An diesem heißen Tag war die<br />
letzte übriggebliebene Mauer jedoch keineswegs die Hauptattraktion: Eine riesige Staubwolke über dem Park<br />
kündete schon von weitem von den mehreren Tausend Besuchern, die hierher gepilgert waren, um die gut 15<br />
Bands auf zwei Bühnen zu erleben. Bis zehn Uhr nachts. Denn manchmal hat auch im Mauerpark die Freiheit<br />
noch ihre frühen Grenzen.<br />
</span></p>
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