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	<title>Beruf &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Beruf &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>ZEIT KONFERENZ: Zukunft der Arbeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Tobias Schwarz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 11:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Freitag veranstaltete Die Zeit eine Konferenz in Berlin über die Auswirkungen der digitalen (R)Evolution auf Wirtschaft und Gesellschaft. Im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/zeit-konferenz-zukunft-der-arbeit/programmbild-der-zeit-konferenz/" rel="attachment wp-att-124264"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-large wp-image-124264" alt="" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Programmbild-der-ZEIT-Konferenz-630x298.png" width="630" height="298" /></a>Am Freitag veranstaltete Die Zeit eine Konferenz in Berlin über die Auswirkungen der digitalen (R)Evolution auf Wirtschaft und Gesellschaft. Im Zentrum stand die Überlegung, wie wir in Zukunft arbeiten und wie die mobile Kommunikation Arbeitsplätze und Unternehmenskultur verändert.<br />
Die Fragen waren gut gestellt: Vor der zunehmenden Digitalisierung unserer Gesellschaft wollte die <a href="http://www.zeit-konferenzen.de/digitale-revolution-2012#ueberblick" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz </a>den Fragen nachgehen, wie Digital Natives in Zukunft leben und arbeiten werden, wie die mobile Kommunikation die Produktivität von Unternehmen beeinflusst und wie sich eine echte Vertrauenskultur im Internet bilden lässt. Dazu wurden zahlreiche Vertreter der Wirtschaft und eine Vertreterin der Gesellschaft eingeladen. Leider standen weder direkt betroffene Mitarbeiter noch so genannte Digital Natives auf der Teilnehmerliste. So unterhielten sich auf der Konferenz Präsidenten, Vorstandsvorsitzende und Geschäftsführer großer Unternehmen darüber, wie ihre Mitarbeiter die Möglichkeiten der Digitalisierung nutzen &#8211; ohne dass diese ihre Perspektive darstellen konnten.</p>
<p>Die Konferenz wurde von Ursula von der Leyen eröffnet, die in ihrer Rede besonders die Chancen betonte, die die Digitalisierung mit sich bringt. Von der Leyens Darstellung moderner Arbeitsabläufe in global agierenden Großunternehmen zeichnete ein äußerst optimistisches Bild des Alltags in deutschen Büros, die Bundesministerin für Arbeit und Soziales sprach aber den Kern der gesellschaftlichen Veränderung an. Für sie ist der Gedanke der Partizipation in die Unternehmenskulturen zu integrieren, damit die positiven Effekte der Digitalisierung genutzt werden können. Im Alltag heißt das für von der Leyen, dass sich zwar die Grenzen zwischen Innen und Außen und zwischen Dauerbeschäftigung und Projektarbeit auflösen, Unternehmen aber eine hochflexible Belegschaft und den Zugang zu einem weltweiten Meer an Fachkräften erhalten.</p>
<p>Ob dies eine Bedrohung oder ein Fortschritt bedeutet, komme darauf an, wie wir als Gesellschaft diese digitale Arbeitswelt gestalten. Im Digitalen lägen zwar die Eintrittsbarrieren niedriger und es gebe einen fast schrankenlosen Zugang zur Arbeitswelt, Unternehmen dürften aber nicht den Fehler machen, im Cloud-basierten Arbeiten vor allem ein Mittel zur Kostensenkung zu sehen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber seien gemeinsam in der Pflicht, eine digitale Arbeitskultur zu entwickeln. Nach von der Leyen soll die Politik diesen Wandel sich ungestört entwickeln lassen, jedoch aufmerksam beobachten. Ihrer Meinung nach ist ein neues und modernes Verständnis von Führung nötig, das Rahmenbedingungen setzt, in denen Menschen und Organisationen sich Veränderungen in der digitalen Welt anpassen können, denn die einzige Konstante in der digitalen Welt sei der Wandel. Deshalb bedürfe es einer Philosophie der Resilienz, des Biegens statt Brechens, und keines Strukturkonservatismus.</p>
<p>Im Anschluss ging der Unternehmensberater und ehemalige Chefredakteur der japanischen Financial Times, Charles Leadbeater, auf seine Vision unserer Arbeitswelt im Jahr 2030 ein. Für ihn ist die Frage entscheidend, ob Technologie für uns als Gesellschaft gedacht ist oder wir Menschen nur noch für die Technologie notwendig sind. Sein Vergleich mit einer Schreibmaschine, einem praktischen Werkzeug, das seine Bestimmung ideal umsetzt, und mit modernen Smartphones, zu denen einige Menschen eine besorgniserregend enge Beziehung entwickelten, verdeutlichte, dass wir schon jetzt Antworten auf die Fragen von morgen finden müssen. In der Zukunft würden wir hoch entwickelte Systeme geschaffen haben, in denen wir einen ebenso hohen Grad an Empathie beherrschen sollten. Hoch entwickelte Systeme, wie soziale Netzwerke als Spiegelbild der Gesellschaft oder eine veränderte Kommunikation , machten einen gewissen Grad an Medien- und Netzkompetenz nötig, die unsere Gesellschaft in öffentlichen Räumen lernen müsste.</p>
<p>In der anschließenden Gesprächsrunde unterhielten sich Ulrich Homburg (Vorstand von DB Mobility Logistics AG), Henning Kagermann (Präsident von acatech), Christian Macht (Groupon Central Europe) und René Schuster (CEO von Telefónica Deutschland) darüber, was die digitale Revolution für die Wertschöpfung bedeutet. Am Nachmittag erörterten Thomas Vollmoeller (Vorstandsvorsitzender von XING), Volker Smid (Vorsitzender der Geschäftsführung von Hewlett-Packard), Thomas Schröder (Geschäftsführer von Microsoft Deutschland) und Sebastian Dettmers (Geschäftsführer von StepStone Deutschland) die Chancen der digitalen Revolution für Unternehmen und Mitarbeiter.</p>
<p>Ohne anwesende Mitarbeiter und nicht frei von Eigenwerbung gegenübr den anderen Wirtschaftsbossen kamen leider nur leere Phrasen heraus wie ″<em>If you got a brain then you are a startup.</em>″ (Schuster), ″<em>Auf Möglichkeiten von Social Media muss man sich als Unternehmen ernsthaft einlassen, sonst wird der Shitstorm immer größer.</em>″ (Homburg), ″<em>Führungskultur wird sich verändern und skandinavischer werden.</em>″ (Vollmer) oder ″<em>Junge Mitarbeiter muss man nicht mehr nach Feedback fragen, die geben es von allein.</em>″ (Schröder). Von praktischen Erfahrungen wurde nicht berichtet und die Eigendarstellungen der Herausforderungen durch die Digitalisierung wirkten oft geschönt. Etwas Praxiserfahrung einer offen darüber erzählenden unteren Angestelltenebene hätte beiden Diskussionsrunden gut getan.</p>
<p>Den Abschluss der Konferenz bildete ein als Generationengespräch titulierte Diskussion zwischen Anke Domscheit-Berg, Gründerin und Inhaberin von fempower.me und opengov.me, und Wolfgang Grupp, alleiniger Geschäftsführer und Inhaber des Textilunternehmens Trigema. Die zwei Gäste hätten mit ihrer Haltung zum Internet und der Digitalisierung unterschiedlicher nicht sein können, doch wurde der Unterhaltungscharakter schnell durch Grupps antiquiertes und sexistisches Weltbild gestört. Zwar lässt Grupp das Internet im Unternehmen nutzen, z.B. für den Betrieb eines Online-Shops oder wenn er E-Mails diktiert bzw. sich ausdrucken lässt, er selbst allerdings möchte sich nicht “vom Internet vergewaltigen lassen” und „mute das auch seinen Mitarbeitern nicht zu“.</p>
<p>Grupp, der für sein erfolgreiches Unternehmen mit einer sozialen Firmenphilosophie bekannt ist (z.B. garantiert Grupp den Kindern seiner Angestellten einen Ausbildungs- bzw. Arbeitsplatz), bietet Frauen in seinem Unternehmen sogenannte Mutterschichten für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf an, nicht aber den männlichen Mitarbeitern, denn ″<em>Männer arbeiten doch eh, weil sie dafür sorgen, dass Mutter und Kind Brot und Butter auf dem Tisch haben</em>″. Die netzaffine Unternehmerin Domscheit-Berg wirkte zum Glück von der Existenz derartig extremer Ansichten im Jahr 2012 mehr fasziniert als abgeschreckt, so dass die Diskussion lebhaft zu Ende geführt wurde. Domscheit-Berg betonte anhand des Beispiels Hamburger Transparenzgesetz und persönlich erlebter Mehrwerte durch Social-Media-Kommunikation als positive Beispiele die Chancen der Digitalisierung.</p>
<p>Im Fazit war die perfekt organisierte ZEIT KONFERENZ ein Ort, an dem die richtigen Fragen gestellt, leider aber die ″falschen″ Gäste zur Beantwortung eingeladen wurden. Es ist einer bestimmten Managergeneration nicht zu verübeln, dass sie den digitalen Wandel in ihren Unternehmen zwar noch aus wirtschaftlichen Gründen einführen lassen, ihn aber persönlich nicht so nachvollziehen können, wie jemand, der den Wandel (er)lebt. Gerade angesichts der von der Bundesministerin für Arbeit und Soziales erwähnten Aufwertung externer Projektmitarbeiter wäre die Betrachtungsweise dieser Menschen spannend gewesen, denn sie sind es, die die globale Vernetzung unserer Arbeitswelt am besten repräsentieren und nutzen.</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/internationale-datenschutzkonferenz-von-paragrafenreitern-und-versaeumnissen/cc-lizens/" rel="attachment wp-att-121978"><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-121978" alt="CC-BY-SA-Lizenz" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizens-305x53.png" width="305" height="53" /></a></p>
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		<item>
		<title>Beruf: Schriftsteller</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/buecherreport/beruf_schriftsteller-46/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Redaktion politik-digital.de]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jun 2007 07:42:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bücherreport]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Ratgeber]]></category>
		<category><![CDATA[Berufsalltag]]></category>
		<category><![CDATA[Freier Autor]]></category>
		<category><![CDATA[Schriftsteller]]></category>
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					<description><![CDATA[<p><b>Beruf: Schriftsteller</b>Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will. </b><br /></p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beruf: Schriftsteller</strong>Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will.<br />
&#8220;Beruf Schriftsteller.&#8221; Das hört sich für europäische Ohren immer noch sehr gut an. &#8220;Tell a man in Paris that you are a writer, and it\&#8217;s like telling a man in the States that you are a model&#8221;, stellte unlängst eine amerikanische Autorin erstaunt fest (<a href="#1">1</a>). Gleichwohl steht dem hohen Renommee auch ein finanzielles Wagnis gegenüber: Wer als freier Autor leben will, muss sehr fleißig sein, denn die Honorare sind eher bescheiden. Vom Ladenverkaufspreis jedes verkauften Buches bekommt der Autor zwischen 5 und 12 Prozent.<br />
Wolfgang Bittners Definition von Schriftsteller ist weitgefasst: Nicht nur der Buchautor zählt dazu, sondern auch die Verfasser von Hörspielen und Fernsehdrehbüchern, Buchrezensenten und Rundfunkessayisten. Damit führt er uns an eine der Quellen für das Überleben vieler Autoren: Die öffentlichen Rundfunkanstalten, wo sich viele der freien Autoren ihre Brötchen verdienen.<br />
Die Verlagsbranche hingegen wird von Bittner eher kritisch gesehen. Konzentration durch Verlagsaufkäufe, Stromlinienförmigmachung der Verlagsprogramme, Ex- und Hopp-Mentalität, seien alles Faktoren, die den jungen Talenten nicht die Zeit zum reifen lassen. Noch schlimmer ist laut Bittner die Neigung, Übersetzungen (zumeist aus dem Englischen) den Werken deutscher Autoren vorzuziehen. So wird die Entwicklung einheimischer Talente verhindert, und viel Geld für überteuerte ausländische Manuskripte herausgeworfen.<br />
Im Ratgeberteil seines Buches gibt Bittner nützliche Hinweise auf Honorare und andere Rechte (VG Wort), und er erläutert die Organisation von Autorenlesungen. Auch stellt er die Künstlersozialversicherung, die Arten der Literaturförderung und die wichtigsten Autorenvereinigungen in Deutschland vor.<br />
Andere Themen sind die Freiheit des Schriftstellers von Zensur, sowie der Zustand der deutschen Sprache. Bittners schmales Buch changiert zwischen drei Genres, dem kulturpolitischen Essay, einem Ratgeber und dem Erfahrungsbericht. Vielleicht ein Genre zuviel! Und doch mag man auf die Schilderung der Lebenserfahrungen Bittners nicht verzichten, bei dem auch nach 30 Jahren freier Autorschaft (und dem Verlust mancher Illusion) eine tiefe Verwurzelung im Ethos der europäischen Aufklärung spürbar ist.</p>
<table width="162" border="0" cellspacing="0" cellpadding="6" align="left">
<tbody>
<tr>
<td valign="top" bgcolor="#FFCC00" width="134"><strong>Buch-Info</strong><br />
Beruf: Schriftsteller.<br />
Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will.<br />
Von Wolfgang Bittner<br />
Reinbek (Rowohlt) 2002</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>Gern nehmen die Politiker in den letzten Jahren zustimmend den Begriff der &#8220;Wissensgesellschaft&#8221; in den Mund. Über die Rahmenbedingungen wird dabei kaum gesprochen, besser gesagt: Sie werden auf rein technische Fragen, wie insbesondere die des Zugangs zum Internet für weite Kreise der Bevölkerung reduziert. Zur Wissensgesellschaft gehört aber noch mehr.<br />
1. Wissen ist verarbeitete, inkorporierte Information. Deswegen brauchen die Menschen Orte und Zeiten, damit das lebenslange Lernen wirklich stattfinden kann.<br />
2. Die Lage von unabhängigen Autoren und Gelehrten, die unser Wissen abseits der ausgetretenen Pfade und organisierter Interessen erweitern, sollte verbessert werden. Dazu bedarf es nicht unbedingt großer Mittel. Denn die Eigenmotivation vieler, die sich zum Schreiben berufen fühlen, ist hoch. Mancher Autor empfindet es wohl genauso wie der US-amerikanische Soziologe und Autor C. Wright Mills, der einmal geäußert hat, Schreiben sei für ihn das Leben (<a href="#2">2</a>).<br />
Schon kleine Schritte würden den Autoren helfen, z.B. wenn die Medien mehr Buchbesprechungen veröffentlichten: Woher soll der geneigte Leser unabhängige Informationen über Bücher denn beziehen, wenn nicht aus den Medien?<br />
Denen, die sich mit dem Gedanken tragen, Schriftsteller zu werden, gibt Bittner einen ungewohnten Einblick in dieses Metier. Den anderen gibt er Anregungen, über die Lage freier Autoren nachzudenken. Damit füllt sein Buch eine Lücke.</p>
<table width="146" border="0" cellpadding="2">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div align="center">Erschienen am 14. 02. 2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Ausgewählte Statistiken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/ausgewaehlte_statistiken-563/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jun 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Telearbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Meinungsforschung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Frauen haben es nach wie vor schwer, 
im Beruf gleichermaßen anerkannt zu werden wie die Männer. Dies gilt 
auch in Wachstumsunternehmen der IT-Branche. Das klassische Rollenverständnis, 
der Kinderwunsch und unterschiedliche Ansichten über die Stärken der 
Frauen stellen dabei die hauptsächlichen Hindernisse dar. Mit flexibler 
Arbeitszeit und Telearbeit kann die Stellung der Frauen in der Wirtschaft verbessert 
werden, wie die ausgewählten Statistiken zeigen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> <b>Frauen haben es nach wie vor schwer,<br />
im Beruf gleichermaßen anerkannt zu werden wie die Männer. Dies gilt<br />
auch in Wachstumsunternehmen der IT-Branche. Das klassische Rollenverständnis,<br />
der Kinderwunsch und unterschiedliche Ansichten über die Stärken der<br />
Frauen stellen dabei die hauptsächlichen Hindernisse dar. Mit flexibler<br />
Arbeitszeit und Telearbeit kann die Stellung der Frauen in der Wirtschaft verbessert<br />
werden, wie die ausgewählten Statistiken zeigen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Frauen<br />
			in Wachstumsunternehmen<br />
			</span></b><span style="font-size: xx-small">Quelle:<a href="http://www.rarecompany.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
			rarecompany</a></span></span></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klicken<br />
			Sie auf die Grafiken,<br />
			um zur Großansicht zu kommen<br />
			</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="26%">
<tbody>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ursachen','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ursachen.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#sozialkompetenz','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/sozialkompetenz.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" height="91" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das Rollenverständnis und<br />
			der Kinderwunsch werden als Haupthindernisse in der Gleichstellung <br />
			der Frauen angesehen.</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" height="91" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Ansichten über die Stärken<br />
			der Frauen, z.B. in der Sozialkompetenz, differieren zwischen Männern<br />
			und Frauen.</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#freiraum','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/freiraum.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#arbeitszeit','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/arbeitszeit.gif" name="grafik" border="0" height="150" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für Frauen hat Freiraum im Beruf<br />
			eine größere Bedeutung als für Männer. </span>
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Flexible Arbeitszeit wird sowohl<br />
			von Frauen als auch Männern geschätzt.</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="100%">
<tbody>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="font-size: x-small">Telearbeit<br />
			als Chance für bessere Integration<br />
			</span></b><span style="font-size: xx-small">Quelle: <a href="http://www.telechance.de/index.htm">Telechance</a><a href="http://www.rarecompany.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
			</a></span></span></td>
</tr>
<tr>
<td align="center" width="500"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Klicken<br />
			Sie auf die Grafiken,<br />
			um zur Großansicht zu kommen<br />
			</b></span></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="26%">
<tbody>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_arten','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_arten.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund1','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund1.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Partnerschaften mit Kindern<br />
			wählen Frauen häufiger die Telearbeit; bei Männern ist<br />
			dies eher in Partnerschaften ohne Kinder der Fall</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Für Frauen ist häufig<br />
			die Geburt eines Kindes ausschlaggebend für die Telearbeit</span>
			</p>
<p>
			&nbsp;
			</p>
</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund2','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund2.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
<td vspace="5" align="left" height="150" width="250"><a href="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/statistik.shtml#" onclick="MM_openBrWindow('grafik_gr.html#ta_grund3','Grafiken','scrollbars=yes,resizable=yes,width=500,height=500')"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/archiv/frauen/images/ta_grund3.jpg" border="0" height="187" width="250" /></a>
			</td>
</tr>
<tr>
<td vspace="8" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Telearbeit ist für Frauen<br />
			eher existenzsichernd als für Männer</span>
			</p>
</td>
<td vspace="5" align="center" width="250">
<p>
			<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Telearbeit ermöglicht den<br />
			Frauen, <br />
			auch mit Kindern nicht den Anschluss <br />
			zu verlieren</span>
			</p>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Duales Ausbildungssystem in der New Economy &#8211; Expertenchat zum Thema in Kooperation mit NADIV</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/duales_ausbildungssystem_in_der_new_economy_expertenchat_zum_thema_in_kooperation_mit_nadiv-402/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Mar 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Multimedia]]></category>
		<category><![CDATA[Gewerkschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Karl-Heinz Kaschel-Arnold]]></category>
		<category><![CDATA[ver.di]]></category>
		<category><![CDATA[Medienbranche]]></category>
		<category><![CDATA[Ausbildung]]></category>
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					<description><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
	<tbody>
		<tr>
			<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
		</tr>
	</tbody>
</table>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table cellspacing="12" width="350">
<tbody>
<tr>
<td width="120"> <a href="http://www.nadiv.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/images/nadiv/nadiv_weblogo.jpg" border="0" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><!--break--><br />
<span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span></p>
<table border="0" width="99%">
<tbody>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td> Herzlich willkommen beim Expertenchat von politik-digital und dem<br />
			&quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (nadiv) aus Schleswig-Holstein. Dies<br />
			ist der erste von insgesamt vier Experten-Chats des Forschungsverbundes<br />
			nadiv, in denen der Frage nachgegangen wird, welches<br />
			Arbeitsmarktpotenzial in den Neuen Medien steckt. Der Titel des<br />
			heutigen Expertenchats: &quot;Ist das duale Ausbildungssystem für die New<br />
			Economy noch sinnvoll?&quot; Unser Gast ist Karl-Heinz Kaschel-Arnold, als<br />
			Abteilungsleiter bei der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi/IG Medien<br />
			zuständig für berufliche Bildung und Technologie. Guten Tag Herr<br />
			Kaschel-Arnold!<br />
			Erste Frage: Herr Kaschel-Arnold hat als Arbeitnehmervertreter in<br />
			verschiedenen Expertengruppen an der Schaffung neuer<br />
			Arbeitsbezeichnungen mitgewirkt. Dank Ihnen gibt es nun also zum<br />
			Beispiel die Berufsbezeichnung &quot;Mediengestalter/in für Digital- und<br />
			Printmedien&quot;. Lassen Sie uns doch hier gleich einsteigen: Warum<br />
			brauchen wir solche neuen Berufsbezeichnungen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Hallo! Berufsbezeichnungen kennzeichnen einen wesentlichen Punkt:<br />
			Die Kernkompetenzen, die die Absolventen nach ihrer Ausbildung<br />
			vorweisen sollen. Hier: Diese Menschen decken das gesamte Feld der<br />
			Medien ab.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kernel:</b></td>
<td>Warum sollen Azubis aus neuen Medienberufen noch in die Schule gehen? Auf dem Job lernen sie vielleicht viel mehr?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Es gibt auch bestimmte theoretische Grundlagen und Ergänzungen, die<br />
			der einzelne Betrieb oder die Agentur allein nicht abbilden können. Zum<br />
			Beispiel Medienethik oder Medienrecht, das in der Schule kompakt<br />
			vermittelt werden kann., oder Grundlagen der Farblehre für das Design.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Als Berufsschüler sehe ich nicht ein, warum ich noch in die Schule<br />
			gehen soll. Meine Lehrer haben weniger Praxiserfahrung als ich!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Solche Lehrer kenne ich auch, das ist in der Tat ein Problem.<br />
			Spricht aber nicht grundsätzlich gegen Lehrer und Berufschulen. Weil es<br />
			Mängel gibt, haben wir in der Branche ein Projekt &quot;Mediengestalter<br />
			2000plus&quot; gestartet, bei dem auch die Ausbilder ausgebildet oder<br />
			weitergebildet werden sollen. Das ist in der Tat nötig.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Gibt es für den Multimedia-Bereich eigentlich Alternativen zu einem dualen Ausbildungssystem?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Branche hat ja angefangen mit den Menschen, die sich alles<br />
			selbst beigebracht haben oder aus den Unis und FHs kamen. Es hat sich<br />
			aber gezeigt, das das allein nicht ausreicht! Akademiker werden auch<br />
			gebraucht, aber ein Großteil der Stellen wird mit gut ausgebildeten<br />
			Leuten aus dem dualen System besetzt werden können.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Berta:</b></td>
<td>Meistens sind die Schüler doch ohnehin schon auf einem besseren Wissenstand als die Ausbilder, was meinen Sie?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt nur zum Teil. Ausbilder sind beispielsweise auch die Leute,<br />
			die bei Pixelpark oder anderen Agenturen arbeiten. Leute aus der<br />
			Praxis. Das es Mängel gibt, gebe ich zu. Das ist aber auch kein Wunder<br />
			in einem völlig neuen Bereich. Heute kann man in der Financial Times<br />
			über die Pixelpark-Bilanzpressekonferenz lesen, das dort bestimmte<br />
			Kompetenzen wie Projektmanagement oder IT-Kompetenzen fehlen. Merke:<br />
			Nicht jeder Praktiker ist automatisch perfekt!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Geben Sie nicht damit zu, dass die Lehrer nicht mehr zeitgemäß ausbilden können? Zumindest in diesen Berufen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das stimt so pauschal nicht. Sowohl in den Schulen als auch in den<br />
			Firmen und Agenturen muss in die Ausbildung der Ausbilder investiert<br />
			werden. Ich kenne eine ganze Reihe junger Berufsschullehrer, die mit<br />
			Praxiserfahrungen in ihren Beruf gekommen sind und sehr fit sind in<br />
			ihrem Feld. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was wollen Sie eigentlich tun, um das duale System im IT-Bereich attraktiver zu machen und die Leute von den Unis zu holen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td> Es geht nicht darum, die Leute von den Unis zu holen. Die werden<br />
			auch dringend gebraucht. Aber um alle Plätze besetzen zu können,<br />
			braucht es drei bis vier Mal so viel Azubis, wie es jetzt schon gibt,<br />
			trotz des enormen Wachstums der letzten drei Jahre. Attraktiv sind die<br />
			Berufe, das zeigt die gigantische Nachfrage. Auf einen Ausbildungsplatz<br />
			komen bis zu dreihundert BewerberInnen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hartwig:</b></td>
<td>Was sind denn die Qualitäten, die ich nur im dualen System lerne?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Verbidung von praktischer Arbeit im Betrieb mit grundlegenden<br />
			Kenntnissen, die für die ganze Branche gelten, plus dem<br />
			Hintergrundwissen aus der Berufsschule. Außerdem sind die Berufe des<br />
			dualen Systems auch Grundlage für Bezahlung und tarifliche Regelung.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Ist eine Gewerkschaft im Multimedia Bereich, besonders bei<br />
			Startup-Unternehmen überhaupt noch gefragt &#8211; kann sie diese<br />
			Berufsgruppen überhaupt erreichen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Ganz eindeutig! Gerade während der Krise des letzten Jahres hat<br />
			sich gezeigt, dass es eine ungeheure Nachfrage gibt. Dazu gehört auch,<br />
			dass wir als Gewerkschaften hier anders arbeiten als in klassischen<br />
			Betrieben.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Sind die Gewerkschaften nicht etwas langsam in ihrer Reaktion auf<br />
			die neue Arbeitswelt? Hätte man nicht schneller reagieren können?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Überholen können wir die Entwicklung nicht, aber wir sind am Ball.<br />
			Seit 1997 gibt es ein Kooperationsbüroo Medien und Arbeitswelt von vier<br />
			Gewerkschaften. Wir bieten dort z.B. ein Callcenter mit Beratung zu<br />
			allen Fragen der Telearbeit (on-forte) oder ein Callcenter Mediafon,<br />
			bei dem alle Fragen von Freelancern aus der Branche beantwortet werden.
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Poldine:</b></td>
<td>Was halten Sie von dem oft gewerkschaftsfeindlichen Klima in der New Economy?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das Klima in der New Economy wird zunehmend freundlicher. So<br />
			funktioniert z.B. eine Kündigung in der N.E. genauso wie in der Old<br />
			Economy und trifft die einzelnen genauso hart. Und auf Dauer 60 und<br />
			mehr Stunden /Woche zu arbeiten ist auch nicht so attraktiv. Hier<br />
			können Gewerkschaften Schutz und Regelungen organisieren, ohne dass man<br />
			deshalb zum zementierten 7 Stunden Tag mit Stechuhr zurück muss.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Wie schätzen Sie die Zukunft der New Economy ein? Was sagen Sie zum Beispiel zu der Pixelpark-Pleite?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Pleite ist Pixelpark ja nicht, aber in der Realität angekommen wie<br />
			viele anderen new-economy Firmen auch. Jetzt muß man erkennen, das<br />
			manche Regeln und Gesetzmässigkeiten sich nicht geändert haben.<br />
			Berufsausbildung kann ein Beitrag dazu sein, etwas zu verbessern.<br />
			Pixelpark musste zB zugeben, das man Projektmanagement nicht richtig<br />
			beherrscht. Das lernt man im dualen System (zumindest die Grundlagen).<br />
			Also: Es geht weiter, aber realistischer als vor einem Jahr.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Becero:</b></td>
<td>Inwiefern sind Sie der Ansicht, dass viele Regelungen des<br />
			BetriebsverfassungsG auf junge und kleine Unternehmen gar nicht<br />
			anwendbar sind und sich die traditionellen Gewerkschaften dahingehend<br />
			nicht weit genug geöffnet haben? Diese Diskussion kam ja u.a. auch in<br />
			den Landtagswahlen in Nordrhein-W. und Baden-W. auf.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wir haben immer gesagt, das ers bestimmte grundlegende Änderungen<br />
			geben muss. Die ver.di-Medien (IG Medien) hat 23.000 Freelancer als<br />
			Mitglieder. In unserem Rechtssystem werden die genauso behandelt wie<br />
			der Bertelsmann-Konzern. Das stimmt juristisch, aber nicht in der<br />
			Realität. So brauchen wir zum Beispiel eine völlig neue Definition von<br />
			solchen arbeitenden Menschen und ihren Rechten. Dafür setzen wir uns<br />
			ein.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Gync:</b></td>
<td>Ganz konkret: Wie viele Mitarbeiter dürfen sich bei verdi darum kümmern, dass mehr<br />
			Gewerkschaftsmitglieder aus dieser Branche gewonnen werden?
			</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Auf den Kopf genau kann ich das nicht sagen, aber es gibt<br />
			bundeswsweit das Projekt TIM (Telekom-Medien-IT) in dem rund 15 Leute<br />
			arbeiten, 8 betreuen nur den Privatfunk (Viva, RTL, pro7), es gibt 16<br />
			regionale Projekte mit jeweils mindestens zwei MitarbeiterInnen, wir<br />
			haben 12 Leute im onforte-Projekt für Telearbeit, ein Kreis von über 20<br />
			Experten, die bei mediafon Freiberufler beraten , dazu backoffice in<br />
			der &quot;klassischen&quot; Verwaltung: also eine ganze Menge (Nicht<br />
			vollständig).Und: es ist und wird ein Schwerpunkt für ver.di-Medien.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>DrSpokk;</b></td>
<td>Ist ver.di nicht ein struktureller Schritt in die falsche Richtung?<br />
			Eine neue Großorganisation, die der schnellen und flexiblen New Economy<br />
			gar nicht gewachsen ist?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Stimmt so nicht! Ver.di ist eine Matrixorganisation, d.h. neben dem<br />
			Hauptvorstand in Berlin gibt es 13 teilautonome Fachbereiche, z.B.<br />
			ver.di-Medien oder ver.di-IT und Telekommunikation, die sich um<br />
			einzelne Branchen kümmern. Außerdem arbeiten wir mit vielen Teams und<br />
			Projekten für spezielle Zielgruppen, z.B. Multimediaagenturen.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Wie stark ist die IG-Medien eigentlich allgemein im Internet engagiert?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Wie meinst Du das?  Wir haben eine WWW-Page und betreuen die Branche.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Hugo:</b></td>
<td>Meinen Sie, dass ein Unterrrichtsfach &quot;Medien&quot; oder &quot;Internet&quot;<br />
			bereits an den normalen Schulen eingeführt werden sollte, damit die<br />
			Schüler den Anschluss nicht verpassen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Klar doch! Aber dazu reicht ein Program &quot;Computer an die Schulen&quot;<br />
			nicht aus. Der ganze Unterricht muß dann auch neu gestaltet werden. </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Basecap:</b></td>
<td>Brauche ich überhaupt eine Ausbildung um in den Neuen Medien zu arbeiten? Die nehmen doch jeden, der Ahnung von Computern hat.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist teilweise auch so, aber so sehen leider auch viele Produkte<br />
			aus! Die Kunden verlangen zunehmend Qualität und das setzt Menschen<br />
			voraus, die vernünftig ausgebildet sind und ein bischen mehr können als<br />
			nur in den Computer &quot;hacken&quot;.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Supergrass:</b></td>
<td>In welchen Bereichen der New Economy ist dann überhaupt noch eine universitäre Ausbildung sinnvoll?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>In allen, was aber kein Wiederspruch dazu ist, daß es auch viele<br />
			Menschen geben muß, die auch im dualen System ausgebildet sind. Beides<br />
			gehört zusammen.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Anastasia:</b></td>
<td>Was kann von Seiten der Regierung getan werden, um die Ausbildungsmöglichkeiten im IT-Bereich zu verbessern?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Die Regierung kann und soll bestimmte Rahmen setzen, etwa für einen<br />
			Anspruch auf Weiterbildung im Beruf oder Regeln, wie Qualitätsstandards<br />
			erarbeitet werden können. Die Hauptarbeit sollte aber in der Branche<br />
			selbst laufen zwischen den Firmen und den Beschäftigten und ihren<br />
			Organisationen. Das läuft seit langer Zeit ganz gut. Gefragt sind auch<br />
			Rahmenregeleungen etwa um das Urheberrecht der Produzenten<br />
			(=Beschäftigten) zu regeln oder den Datenschutz. Sowas regelt der Markt<br />
			nicht allein. Ansonsten soll es dabei bleiben, das es bundesweit<br />
			einheitliche Ausbildungen gibt, damit man unter dem Begriff<br />
			Mediendesigner in Hamburg das gleiche versteht wie in München.</td>
</tr>
<tr valign="top">
<td align="right" valign="top"><b>Pooh:</b></td>
<td>Was halten Sie denn dann von den Vorwürfen an die IT-Branche: Die<br />
			Leute werden ausgenutzt, schlecht bezahlt und machen die meisten<br />
			Überstunden?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Das ist eine Seite und das gibt es auch . Die andere Seite: die<br />
			meisten Leute arbeiten gerne und mit Lust in ihren Aufgaben, und das<br />
			soll auch so bleiben. Unser Punkt als Gewerkschaft ist: Daraus darf<br />
			nicht soziale Verantwortungslosigkeit werden. Wir brauchen neue<br />
			Spielregeln des Umgangs miteinander. Daran arbeiten wir. Also: Nicht<br />
			altbackene starre Zwangsregeln, aber auch nicht Wildwest.</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Servus:</b></td>
<td>Verdient man in der Medienbranche tatsächlich besser, wenn man ausgebildet wurde? Gibt es eine Untersuchung dazu?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Im Prinzip ja. Leider gibt es sehr wenige Untersuchungen wie die<br />
			vom High Text Verlag / DMMV und Umfragen und Aufstellungen, die wir als<br />
			Gewerkschaften machen. Eines zeigt sich darin aber deutlich: Je besser<br />
			die Ausbildung desto höher das Einkommen oder die Honorare.;</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie halten es eigentlich unsern europ. Nachbarn mit der Ausbildung? Gibt es da auch duale Systeme?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Duale Systeme gibt es in Skandinavien, den Niederlanden, Österreich<br />
			und der Schweiz. Andere Länder wie Italien oder Frankreich bilden nur<br />
			an Schulen aus. Danach kommt der &quot;Praxisschock&quot;. Interessant sind die<br />
			USA: dort baut die Regierung ein Ausbildungssystem auf, besonders für<br />
			den IT- und Medienbereich, das unserem System ziemlich ähnich ist. Die<br />
			machen das mit der Begründung, daß sie die Nummer eins weltweit bleiben<br />
			wollen und das nur mit einer systematischen Ausbildung schaffen können.<br />
			Das sollten sich unsere deutschen Systemkritiker mal näher anschauen!</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>Liebe Chat Teilnehmer, unsere Zeit ist fast um. Wir bitten nochmal<br />
			um Verständnis für die Verschiebung des Chats. Grund war der Lufthansa<br />
			Streik und die daraus resultierende Verspätung von Herrn<br />
			Kaschel-Arnold. Jetzt kommen wir zur letzten Frage:</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Kasc:</b></td>
<td>Wie sind sie zur Gewerkschaftsarbeit gekommen?</td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>KHKaschelArnold:</b></td>
<td>Als ich anfing, als Journalist zu arbeiten, war es in der Redaktion<br />
			selbstverständlich, Gewerkschaftsmitglied zu sein. Für mich persönlich<br />
			war das auch klar. Das ist sicher auch ein Grund warum fest angestelle<br />
			Journalisten nicht schlecht verdienen. (In einem Tarifvertrag<br />
			abgesichert). </td>
</tr>
<tr>
<td align="right" valign="top"><b>Moderator:</b></td>
<td>So, die Stunde ist um. Im Namen von politik-digital und dem<br />
			Foschungsverbund &quot;Netzwerk Arbeit durch Innovation&quot; (www.nadiv.de)<br />
			möchten wir uns bei den Chatteilnehmern und bei Karl-Heinz<br />
			Kaschel-Arnold für die sehr aufschlussreiche Stunde bedanken. Der<br />
			zweite Termin unserer Reihe &quot;Experten-Chat mit nadiv&quot; ist der 18. April<br />
			zwischen 19 und 20 Uhr. Thema wird die Verknüpfung von Architektur,<br />
			Kommunikation und Multimedia sein: Machen eigens errichtete Stadtteile<br />
			mit luxuriöser Technikausstattung Sinn? Wo gibt es solche Projekte?<br />
			Fragen Sie unsere Chatgäste in drei Wochen. Bis dahin: Auf Wiederchat!</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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