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	<title>Beteiligungsmöglichkeiten &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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		<title>„Online-Partizipation muss reale Prozesse abbilden“ – Kerstin Franzl im Interview</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 10:51:40 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="wpb-content-wrapper"><div data-parent="true" class="vc_row row-container" id="row-unique-0"><div class="row limit-width row-parent"><div class="wpb_row row-inner"><div class="wpb_column pos-top pos-center align_left column_parent col-lg-12 single-internal-gutter"><div class="uncol style-light"  ><div class="uncoltable"><div class="uncell no-block-padding" ><div class="uncont" ><div class="uncode_text_column text-lead" ><p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opin-banner-01-e1466061213737.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-149552 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/opin-banner-01-e1466061213737.png" alt="" width="640" height="366" /></a>OPIN ist eine Toolbox, mit der internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten für Jugendorganisationen geschaffen werden sollen. Im Interview erläutert EUth-Projektkoordinatorin Kerstin Franzl die Ankerpunkte des Konzepts und beschreibt zentrale Elemente für erfolgreiche Partizipation.</p>
</div><div class="uncode_text_column" ><p>Die Europäische Union hat erkannt, dass Jugendliche den europäischen Institutionen immer weniger vertrauen. Im Rahmen des <a href="https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/en/what-horizon-2020">Horizon 2020 Forschungs- und Innovationsprogramms</a> fördert die Europäische Union deshalb neue Zugangskanäle für Jugendliche. Das Innovationsprojekt <a href="http://www.euthproject.eu/">EUth – Tools and Tipps for Mobile and Digital Youth Participation in and across Europe</a> hat hierfür den Partizipationsbaukasten <a href="https://opin.me/de/">OPIN</a> entwickelt.</p>
<p>Kerstin Franzl, Mitarbeiterin des <a href="http://www.nexusinstitut.de/">nexus Instituts für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung</a>, organisiert das EUth-Projekt und koordiniert die Arbeit mit den Pilotprojekten. Wir haben uns mit ihr getroffen und sie zur Grundidee und deren Umsetzung befragt. Unser Weg führt dabei vorbei an den Anfängen des Projekts zu den innovativen Kernpunkten der Online-Partizipationstoolsbox. Eine Erkenntnis unseres Gesprächs war, dass erfolgreicher Partizipation weiterhin zentrale Probleme entgegenstehen. Die Gradwanderung zwischen Idealismus und technischen Herausforderungen wird dabei schnell zum Balanceakt:</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Als Projektkoordinatorin beim nexus Institut für Kooperationsmanagement und interdisziplinäre Forschung betreuen Sie das EUth-Innovationsprojekt. Wie hat sich die Idee des EUth-Projekts und der OPIN Toolbox entwickelt, wie sehen Ihre Erfahrungen aus?</p>
<div class="c33l info-box"><div class="subc"><img decoding="async" class=" wp-image-140839" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Franzl_Profilbild_v1.jpg" alt="N" width="205" height="230" /> <strong>Kerstin Franzl</strong> ist Mitarbeiterin im <a href="http://www.nexusinstitut.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nexus Institut für Koopartionsmanagement und interdisziplinäre Forschung</a>, betreut das EUth-<br />
Partizipationsprojekt und koordiniert die Entwicklung des OPIN-Partizipationstools.</div></div>
<p><strong>Kerstin Franzl:</strong> Der erste Bezug zum Projekt rührt von den zwei Standbeinen des nexus Instituts. Im Bereich der geförderten Forschung nehmen wir an verschiedenen nationalen und internationalen Förderprogrammen teil. Hier sind die Nachfrage und der Forschungsbedarf an Partizipationsprojekten in den letzten Jahren enorm gestiegen. Seit ich 2010 im nexus Institut angefangen habe, beantrage ich deshalb kontinuierlich Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich der Partizipation. Unser zweites Standbein baut auf die Beratung und Durchführung von Partizipationsprojekten sowie dem Erstellen von Gutachten für Städte und Länder. Wir bringen also Partizipation in ganz unterschiedliche Kontexte ein.</p>
<p>2012 sind wir dann erstmals in Kontakt mit <a href="https://liqd.net/de/">Liquid Democracy e.V.</a> gekommen. Mit ihrer Adhocracy-Software waren sie die ersten auf dem Markt, die Online-Partizipation ermöglichten. Durch die Kooperation mit Liquid Democracy e.V. haben wir damals die technischen Umsetzungsmöglichkeiten von Onlinepartizipationsprojekten von vorne bis hinten kennengelernt und konnten im Rahmen des damaligen <a href="https://ypart.eu/static/youthpart">Ypart-Projekts</a> evaluieren, wo aktuelle Barrieren zu finden sind. Die Begleitung des Projekts von der Konzeptions- bis zur Durchführungsphase war sehr, sehr hilfreich im Verständnis aktueller Hindernisse und Grenzen.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Und mit der Online-Partizipationstoolbox OPIN setzen sie jetzt genau an dieser Stelle an?</p>
<p><strong>Kerstin Franzl:</strong> Zum Teil, die Erfahrungen früherer Projekte fließen natürlich ganz klar mit in das EUth-Projekt ein, der Ansatz ist aber unabhängig von früheren Projekten zu sehen. Als wir die Idee für das EUth-Projekt entwickelt haben, war ein Ansatzpunkt, sich die Technikentwicklung fördern zu lassen, da es daran momentan am meisten mangelt. Leider ist es hier ja noch nicht so, dass sich die Technik für die Bedürfnisse entwickelt. Im Gegenteil, die Partizipationsprojekte müssen sich davon abhängig machen, was technisch umsetzbar ist. Neben der technischen Komponente ist uns aber auch klar geworden, dass erfolgreiche Partizipation ganz stark Beratung braucht. Die ist aber wiederum sehr teuer. Das ist natürlich im Bereich der Jugendarbeit extrem schwierig, weil hier einfach wenig Geld für Projekte zur Verfügung gestellt wird. Unsere Lösung ist daher, möglichst automatisiert Hilfe bereitzustellen. Das ist eigentlich auch der Hauptankerpunkt des Projekts: automatisiert Prozesse für Jugendarbeit bereitstellen, die es auch Laien ermöglichen, Partizipationsprojekte zu konzipieren und aufzusetzen.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Um dieses Ziel zu erreichen, entwickeln Sie das Projekt innerhalb verschiedener Test- und Entwicklungsphasen und arbeiten mit mehreren Pilotprojekten aus dem Bereich der Jugendarbeit und der Verwaltung zusammen. Praxisnähe und konkrete Fall- und Anwendungsbezüge scheinen also besonders im Fokus ihres Projekts zu stehen. Wie wichtig ist dieser Ansatz bei der Umsetzung des Projekts?</p>
<p><strong>Kerstin Franzl: </strong>Die Zusammenarbeit und Rückmeldung der Pilotprojekte, im Rahmen von Workshops und Usability-Checks, ist ganz wichtig für uns, um Feedback zu bekommen. Wir wollen ja schließlich wissen, ob das funktioniert, was wir machen. Darüber hinaus wird an uns natürlich die Anforderung gestellt, das umzusetzen, was die Pilotprojekte für die Durchführung von Partizipationsprojekten brauchen. Hier sind die Wünsche ganz unterschiedlich. Wir müssen dann schauen, wie wir verschiedene Methoden entwickeln und gleichzeitig Benutzerfreundlichkeit gewährleisten können. Schlussendlich wollen wir die Partizipationsprozesse aber so entwickeln, dass sie auch für ganz andere Projekte in anderen Kontexten genauso anwendbar sind. Hier liegt die Herausforderung bei uns, eine Übertragbarkeit herzustellen.</p>
<p>Trotzdem ist im Rahmen eines begrenzten Budgets auch nur ein begrenzter Testraum da, der an die lokalen Begebenheiten gebunden ist. Hier ist es auch ein wenig schade, dass die Europäische Union das Thema Online-Partizipation im Moment so stark auf Entwicklung ausrichtet und nicht so stark auf die Forschung. Eine tiefgreifende Analyse ist da äußerst schwierig. Weitere Forschung wäre aber natürlich wichtig, um zu sehen, wie es genau in den einzelnen europäischen Ländern mit Partizipationsprojekten aussieht.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Also vermuten Sie auch unterschiedliche nationale Hemmnisse und Herausforderungen für Partizipation allgemein?</p>
<p><strong>Kerstin Franzl: </strong>Nein, das eigentlich nicht. In unseren Workshops haben wir uns mit verschiedenen nationalen VertreterInnen zusammengesetzt und aktuelle Barrieren diskutiert. Umsetzungsschwierigkeiten bestehen da vor allem aufgrund des unterschiedlichen Entwicklungsstands und der Akzeptanz von Online-Partizipation, auch innerhalb Deutschlands fällt das auf. Einige Kommunen haben schon vor 10 Jahren mit Partizipationsprojekten angefangen, da ist die Anerkennung von Online-Partizipation natürlich deutlich höher. Trotzdem treten dann aber doch häufig bereits Probleme beim Finden des passenden Partizipationskonzepts auf. Die Motivation der TeilnehmerInnen und die Realisierung einer Kooperation mit der Entscheidungsträgerebene erschwert die Umsetzung von Projekten ebenfalls. An dieser Stelle müsste man zum Beispiel weitere Forschung betreiben.</p>
<p>Insgesamt bewegt sich Online-Partizipation aber auch einfach in einem schwierigen Feld. Jeder erwartet, dass die Beteiligungszahlen hoch sein müssen, da jeder einen Internetzugang zuhause hat. Das Resultat ist aber häufig nicht viel besser als bei Offline-Partizipation. Trotzdem muss man unterstreichen, dass sich Online-Partizipation aber vor allem deswegen Legitimität verschafft, weil sie jedem zugängig gemacht werden kann. Die Beschränkungen sind hier deutlich niedriger als bei Offline-Partizipation, die immer nur beschränkt existieren kann.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Und mit OPIN wollen Sie nun diesen Problemen begegnen? Wie sieht da Ihre genaue Umsetzung aus?</p>
<p><strong>Kerstin Franzl:</strong> Alle diese Probleme im Rahmen eines einzelnen Projektes lösen zu wollen ist natürlich nicht möglich. Aktuell sind wir ja auch noch in der ersten Testphase der OPIN-Toolbox, da befinden wir uns wirklich noch im Abstimmungsprozess. Im Moment schauen wir konkret, was wir realisieren wollen und was sich im Rahmen des Projekts wirklich umsetzen lässt. Die großen technischen Herausforderungen wie das automatische Abbilden von Partizipationsprozessen in verschiedenen Sprachen und eine automatische Strukturierung von Diskussionsinhalten sind weiterhin ungelöste Probleme. Besonders letzteres kann schnell zum Schocker werden, wenn man sich beteiligen möchte und dann auf seitenweise Diskussionsinhalte trifft, ohne sich übersichtlich über Sachverhalte informieren zu können. Welche dieser Themen wir aber speziell herausgreifen ist weiterhin offen.</p>
<p>Momentan fokussieren wird uns auf die Modularisierung und die Verschränkung von Online- und Offlineprozessen. Bisher gibt es kein Tool, das Partizipationsprozesse wirklich als Prozesse abbildet. Wir verstehen Partizipation aber als das, was sie ist: als Mehrebenenprozess, in dem online und offline nicht gesondert betrachten werden sollten. Deshalb wollen wir mit OPIN den Partizipationsprozess von Anfang bis Ende in einer Timeline darstellen, online und offline. Mit unserem halbmodularen Baukasten wollen wir denjenigen die Möglichkeit geben Partizipationsprojekte durchzuführen, die Laien auf dem Gebiet sind und auch keine finanziellen Mittel haben, um sich teure Unterstützung einzukaufen. Unser Ansatz zielt deshalb darauf ab, die Partizipationswege vorzuschlagen, deren Methoden auch eine Lösung herbeiführen. Wir zeigen also Proven-Solutions für Partizipationsprojekte auf. In Zusammenarbeit mit den einzelnen Pilotprojekten schauen wir jetzt individuell, welche Hauptwege sich zeichnen lassen und welche dann in die finale Version integriert werden können.</p>
<p><strong>politik-digital: </strong>Im Vergleich zu bestehenden Online-Partizipationsmöglichkeiten ist das ein spannender und innovativer Ansatz. Trotzdem scheint Online-Partizipation aber immer noch vor hohen Hürden zu stehen. Wie soll es da langfristig mit dem Projekt weitergehen und bleibt der eigene Idealismus vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen nicht auch manchmal auf der Strecke?</p>
<p><strong>Kerstin Franzl:</strong> Alle, die sich in diesem Feld engagieren und arbeiten, sind irgendwo Idealisten und Visionäre. Da ist man immer damit konfrontiert, dass der Status quo ein anderer ist als der, den man sich gerade wünscht. Es wird aber mehr und mehr deutlich, dass der Kulturwandel auf jeden Fall initiiert wurde. Es gibt eine große Bereitschaft. Das sieht man allein an den Geldern, die in die Entwicklung von Online-Partizipationsprojekten, Prozessen und Tools gesteckt werden. Auch auf lokaler und europäischer Ebene nimmt man Partizipationsprojekte zunehmend wahr. Immer mehr Länder und Städte institutionalisieren Bürgerbeteiligung. Diese Ansätze sind aber immer noch punktuell. Der Kulturwandel ist also noch nicht abgeschlossen.</p>
<p>Bei unserem Projekt wünsche ich mir natürlich besonders, dass OPIN letztlich auch genutzt wird – wir stellen das Tool schließlich im Auftrag der EU zusammen. Leider ist noch offen, inwieweit Online-Partizipationsprojekte auf europäischer Ebene institutionell installiert werden. Mit OPIN versuchen wir diesem Ziel näher zu rücken. Ob das dann auch zu 100 Prozent erreicht wird, kann ich natürlich nicht sagen. Trotzdem ist es aber auch schön, an der Entwicklung eines neuen Trends beteiligt zu sein. Das Interesse ist auf jeden Fall da, und auch die EU-Kommission befindet sich mitten drin im Prozess des Kulturwandels. Aus diesem Grund setzen wir hier mit unserem Projekt an, geben der Partizipation ein digitales Zuhause und schaffen ein Bewusstsein. Dabei denjenigen zu helfen, die eine offene Partizipation ermöglichen wollen, hat etwas sehr Befriedigendes.</p>
<p>Titelbild: <a href="http://www.euthproject.eu/app/download/12920997132/opin+banner-01.png?t=1458136850" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OPIN-Banner</a> via <a href="http://www.euthproject.eu/project/downloads/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">euthproject</a>, bearbeitet<br />
Porträt: Bereitgestellt von <a href="http://www.nexusinstitut.de/de/institut/mitarbeiterinnen-mitarbeiter/7-mitarbeiterinnen-a-mitarbeiter/450-kerstin-franzl" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kerstin Franzl</a>, bearbeitet</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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		<title>OPIN &#8211; Europäisches Onlinebeteiligungsprojekt für Jugendliche: Online-Partizipation auf dem Prüfstand</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/opin-europaeisches-onlinebeteiligungsprojekt-fuer-jugendliche-online-partizipation-auf-dem-pruefstand-148939/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Oliver Wolff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Apr 2016 08:33:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
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					<description><![CDATA[Das Online-Partizipationstool OPIN soll Jugendorganisationen und Verwaltungen internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten an die Hand geben. Funktioniert das? Wie erfolgreich ist Online-Partizipation eigentlich [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Discussion-Robin-Yang-CC0-via-unsplash.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-148941 size-full" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Discussion-Robin-Yang-CC0-via-unsplash.jpg" alt="Discussion by Robin Yang CC0 via unsplash" width="640" height="280" /></a>Das Online-Partizipationstool OPIN soll Jugendorganisationen und Verwaltungen internetbasierte Beteiligungsmöglichkeiten an die Hand geben. Funktioniert das? Wie erfolgreich ist Online-Partizipation eigentlich und wer beteiligt sich überhaupt noch?</p>
<p>Sinkende Wahlbeteiligung, resignierende WählerInnen, angeblich uninteressierte Jugendliche, Politikverdrossenheit: Demokratie steckt in der Krise. Nicht nur in Wahljahren bestimmen diese Schlagwörter den politischen Diskurs. Eines ist klar, Partizipation und Demokratie, das gehört zusammen. Fehlt eines dieser Bindeglieder oder nimmt es ab, leidet der Gegenpart. Aus den <a href="https://www.bundeswahlleiter.de/de/bundestagswahlen/BTW_BUND_13/veroeffentlichungen/BTW2013_Heft4.pdf">Informationen des Bundeswahlleiters</a> zur Wahlbeteiligung und Stimmabgabe nach Altersgruppen bei der Deutschen Bundestagswahl 2013 geht hervor: gerade jüngere BürgerInnen unter 40 beteiligen sich politisch immer weniger. Doch es gibt Hoffnung, so scheint es zumindest.</p>
<p>Die Digitalisierung unserer Gesellschaft macht längst nicht mehr Halt an technischen Innovationen, sozialen Netzwerken und allgegenwärtiger internetbasierter Informationsbereitstellung. Auch die Politik hat die Potentiale des Internet erkannt. Online-Partizipation, BürgerInnen animieren, politisch mitwirken, ganz einfach und von überall! Diverse Angebote, Studien und Berichte machen aber schnell deutlich, Online-Partizipation kämpft mit unterschiedlichen Problemen. Aber woran liegt das?</p>
<p>Einer der Gründe ist der „digital divide“. Obwohl der Begriff „Online-Partizipation“ bereits seit Beginn des 21. Jahrhunderts besteht und längst unzählige Werkzeuge Anwendung in Beteiligungsverfahren gefunden haben, sind der Mechanismus und der Einsatz von Online-Partizipation in vielen Bevölkerungsschichten unbekannt. Vor allem die jüngeren Generationen, die zeitgleich mit der Digitalisierung der Gesellschaft aufgewachsen sind, sind die größten NutzerInnen des Internet. Ältere Generationen, denen der Zugang zum Internet schwerer fällt, greifen deutlich weniger auf die Möglichkeiten des Internet zurück. Dennoch setzt sich die digitale Gesellschaft nicht durch homogene NutzerInnengruppen zusammen und lässt sich ebenso wenig anhand sozio-demographischer Merkmale charakterisieren. Lösungsansätze haben daher mit unterschiedlichen Voraussetzungen zu kämpfen. Zusätzlich besteht das Problem, dass bestehende Online-Tools häufig ungenutzt bleiben – und das auch bei den aktivsten NutzerInnengruppen. Gerade bei politischer Partizipation, die die gesamte Gesellschaft integrieren soll, ist dies ein Problem. Hier stellen sich also die Fragen: Wo ansetzen? Wie kann ein alltägliches Selbstverständnis von Online-Partizipation geschaffen werden und das in der Breite der Gesellschaft?</p>
<h3>OPIN &#8211; Europäischer Werkzeugkasten für Jugend-ePartizipationsprojekte</h3>
<p>Die unter dem Forschungs- und Innovationsprojekts <a href="http://www.euthproject.eu/">EU<sup>th</sup> – Tools and Tipps for Mobile and Digital Youth Participation in and across Europe</a> entwickelte Toolbox für Onlinebeteiligungsprojekte von Jugendlichen, <a href="https://opin.me/de/">OPIN</a>, setzt an der Stelle an, wo Partizipationsprobleme bestehen. Durch das <a href="https://ec.europa.eu/programmes/horizon2020/">Horizon 2020</a> Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union gefördert, entwickelt EU<sup>th</sup> zwischen März 2015 bis März 2018 eine webbasierte Plattform für digitale und mobile Jugendarbeit. Diese soll kontinuierlich in drei Versionen erweitert werden. Ziel ist es, attraktive und jugendfreundliche Beteiligungsmöglichkeiten zu fördern.</p>
<p>OPIN soll das schaffen. Die erste Start-Version ist seit März 2016 nutzbar. Drei Features unterstützen dabei unterschiedliche Beteiligungsprozesse. Die „Ideensammlung“ dient zu einer ersten Definition von Projekten und Beteiligungsideen. Dabei wird die Entwicklung und Ausformulierung von Vorschlägen sowie die Konkretisierung von Agenden ermöglicht. Das Feature „Gemeinschaftliche (kollaborative) Textarbeit“ soll vor allem die gemeinsame Arbeit an Positionspapieren, Erklärungen und Programmen von Jugendorganisationen und Verwaltungen unterstützen. Ist hier ein erster Entwurf entwickelt, erlauben weitere Kommentarwerkzeuge die Reaktion und Bearbeitung durch andere NutzerInnen. So können Projekte schrittweise von der gesamten Gruppe begleitet werden. „Mobile Umfragen“ ergänzen die Entscheidungs- und Beteiligungsprozesse. Diese Funktion erlaubt eine demokratische Partizipation von überall. OPIN greift hier auf die bereits bestehenden Tools <a href="https://liqd.net/software.html">Adhocracy</a> von Liquid Democracy e.V. und <a href="http://www.flashpoll.eu/de/">FlashPoll</a> zurück. Durch die Möglichkeit, Offline-Veranstaltungen in die Nutzung von OPIN zu integrieren und verschiedene Projektstadien kontinuierlich einzusehen, wird Jugendorganisationen und Verwaltungen ein hilfreiches Partizipationstool an die Hand gelegt.</p>
<p><a href="https://opin.me/de/take-part/">Fünf Projektpartner</a> testen nun die Möglichkeiten von OPIN und sollen den Umgang mit dem Partizipationstool evaluieren. Neben einer webbasierten Version, die in eigene Webseiten integrierbar ist, bietet OPIN eine App-Version und ermöglicht so einen nutzerInnenfreundlichen Umgang mit der Plattform. Die Auswahlfunktion der verschiedenen Features unterstützt zusätzlich eine individuelle Verwendung. Bei Fragen und Unklarheiten bietet EU<sup>th </sup>zusätzlich eine Betreuung bei der Nutzung des Tools sowie beim Aufbau, der Integration und der Strategieentwicklung eigener Projekte.</p>
<h3>Warum funktioniert Online-Partizipation häufig nicht?</h3>
<p>Trotz innovativer Projekte wie OPIN ist der anfangs überschwängliche Hype um Online-Partizipation in den letzten Jahren abgeflacht. Die Grenzen neuer Beteiligungsformen sind zunehmend deutlich geworden. Die 2014 erschienene <a href="http://www.hiig.de/wp-content/uploads/2014/06/20140609_Studie_DIGITAL.pdf">Partizipationsstudie</a> des Alexander von Humboldt Instituts für Internet und Gesellschaft zeigt: Mehr als die Hälfte der in der Studie Befragten greifen nicht auf Online-Partizipationsangebote zurück. So ist eine breite Legitimation für politische (online-)Partizipationsprozesse unmöglich. Der „digital divide“ hinsichtlich neuer Partizipationsmöglichkeiten wird durch die Studie ebenfalls bestätigt. Weiterer Kritikpunkt: 281 Befragte kennen zwar die Möglichkeit, über politische Sachverhalte online abstimmen zu können, tatsächlich beteiligen sich aber nur 34 Prozent der Befragten. Bei der Betrachtung von Partizipationsformen, die auf das Verfassen politischer Beiträge abzielen, verstärkt sich dieses Resultat: lediglich 19 Prozent der 267 KennerInnen nutzen derartige Angebote.</p>
<p>Auch auf bundespolitischer Ebene bleibt die Rücklaufquote bei Online-Partizipation-Projekten gering und findet in breiten gesellschaftlichen Diskussionen lediglich ergänzend Anwendung. Dabei zeigt sich, dass selbst die jüngeren NutzerInnengruppen, die sich am aktivsten im Internet bewegen und gleichzeitig selten auf klassische politische Beteiligungsmöglichkeiten zurückgreifen, auch online nur selten aktiv partizipieren. Weder bei ihnen noch bei anderen Bevölkerungsgruppen hat sich die Gewohnheit etabliert, politische Inhalte online zu diskutieren.</p>
<p>Fazit: die Gesellschaft ist sich der Möglichkeiten von Online-Partizipation bewusst, nutzt diese aber nur teilweise. Bedeutet dies also, dass Online-Partizipation nicht funktioniert?</p>
<h3>Ansätze erfolgreicher Online-Partizipation</h3>
<p>Nein! Es gibt funktionierende Online-Partizipationsprojekte, insbesondere auf lokaler und kommunaler Ebene. Beispielprojekte wie <a href="https://www.friesland.de/liquid">LiquidFriesland</a> und der <a href="https://www.buergerhaushalt-lichtenberg.de/main">Bürgerhaushalt Lichtenberg</a> zeigen dies. Hier wird deutlich, dass Beteiligungsangebote mit der Möglichkeit, politische Inhalte auf die eigene Lebenswelt zu übertragen, erfolgreich von BürgerInnen genutzt werden. Das hat auch die Bundesregierung erkannt und hält in ihrer <a href="http://www.bmwi.de/BMWi/Redaktion/PDF/Publikationen/digitale-agenda-2014-2017,property=pdf,bereich=bmwi,sprache=de,rwb=true.pdf">Digitalen Agenda 2014-2017</a> fest: „Demokratie lebt von Teilhabe. […] Dazu unterstützen wir lebensnahe offene Beteiligungsplattformen sowie Mitgestaltungsmöglichkeiten auf kommunaler Ebene.“.</p>
<p>Die genannten Beispiele zeigen, dass neue Beteiligungsformen erfolgreich sein können. Es stellt sich also weniger die Frage „ob“ Online-Partizipation Anwendung finden soll, sondern „wie“ diese erfolgreich umgesetzt und langfristig im gesellschaftspolitischen Diskurs etabliert werden kann. Hier ist es weiterhin schwierig, weitgehend offline lebenden BürgerInnen die technischen Innovationen von Online-Partizipation nahezubringen. Aus diesem Grund müssen weniger technikaffine Gruppen erreicht und ein sicherer Umgang mit Online-Partizipationsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Erlangen notwendiger Kompetenzen sowie eine Annäherung an die Angebote politischer Teilhabe im Internet müssen dabei ineinandergreifen. Zusätzlich müssen aber auch die KennerInnen dieser Beteiligungsmöglichkeiten weiter motiviert und zu weiteren Entwicklungen ermutigt werden. Ähnlich wie die Nutzung sozialer Netzwerke und internetbasierter Kommunikation, muss politische Partizipation Einzug in unser Alltagsleben finden – online ist das möglich und zeit- und raumunabhängig umsetzbar!</p>
<p>Anknüpfungspunkt sind daher vor allem die technikaffinen jüngeren Generationen. Hier kann durch Online-Partizipationswerkzeuge wie OPIN ein Bewusstsein für politische Partizipation geschaffen werden. Der Umgang mit diesen Möglichkeiten in den individuellen Realitäten der BürgerInnen erleichtert dabei den Zugang zu Online-Partizipation. Hier stellt sich auch deren demokratischer Eigenwert heraus. Gerade jungen Menschen wird durch die Möglichkeit, Angebote Web- und App-basiert zu nutzen, demokratische Mündigkeit deutlich gemacht.</p>
<p>Orientierung an den Lebensrealitäten der Zielgruppe, die Transparenz der Beteiligungsprozesse, eine Verknüpfung von Online- und Offline-Realitäten sowie ausreichende Beratungs- und Begleitungsressourcen sind dabei entscheidende Faktoren. Finden diese Punkte in aktuellen und zukünftigen Onlinepartizipationsprojekten Beachtung, könnte deren Erfolg gesteigert werden und Online-Partizipation zunehmend von einer gesellschaftlichen Mehrheit aktiv genutzt werden. OPIN orientiert sich an diesen Punkten. Eins ist klar: die schrittweise Etablierung der gesellschaftlichen Digitalisierung wird sich weiter fortsetzen. So auch politische Partizipation im Internet. Online-Partizipationswerkzeuge wie OPIN helfen jetzt schon dabei, jüngeren Generationen politische Beteiligung verständlich zu machen und in ihren Alltag zu integrieren. Vollzieht sich dieser Prozess weiter, könnten die Vorteile von Online-Partizipation zunehmend herausgestellt werden. Das schafft Kompetenzen, Motivation und Partizipation. Und letzten Endes Hoffnung für politische (online-)Partizipation insgesamt.</p>
<p><span class="licensetpl_attr">Titelbild: <a href="https://unsplash.com/robincjyang" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Robin Yang</a> via <a href="https://unsplash.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">unsplash </a>unter <a href="http://creativecommons.org/publicdomain/zero/1.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC0</a></span>/Original zugeschnitten</p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
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