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	<title>Big Brother Award &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Big Brother Award &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>BigBrotherAward: Die Goldene Himbeere des Datenschutzes</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexander Wilke]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Apr 2012 16:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[Privacy International]]></category>
		<category><![CDATA[Foebud e.V.]]></category>
		<category><![CDATA[Hans-Peter Friedrich]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute werden die Preisträger der deutschen BigBrother Awards verliehen, die Negativauszeichnung für „Datenkraken“. Prominentester „Gewinner“ ist Innenminister Hans Peter Friedrich, [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/bigbrotheraward-die-goldene-himbeere-des-datenschutzes/www-bba-de/" rel="attachment wp-att-92191"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-92191" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/www.bba_.de_-630x155.jpg" alt="" width="630" height="155" /></a>Heute werden die Preisträger der deutschen BigBrother Awards verliehen, die Negativauszeichnung für „Datenkraken“. Prominentester „Gewinner“ ist Innenminister Hans Peter Friedrich, der überraschendste „die Cloud&#8221;.</p>
<p>Die Verleihung ist online per <a href="http://www.bigbrotherawards.de/stream" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Live-Stream</a> verfügbar.</p>
<p>1989 wurden in Großbritannien zum ersten Mal die Auszeichnungen, über die sich die Empfänger nur wenig freuen dürften, von der Nichtregierungorganisation “Privacy International” verliehen. Seit dem Jahr 2000 werden sie auch in Deutschland vergeben. Das internationale Projekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Personen und Unternehmen auszuzeichnen, die durch fragwürdige oder bedenkliche Praktiken beim Datenschutz aufgefallen sind. Der Name des Preises ist von George Orwells Roman „1984“ inspiriert. In  Deutschland wird die Verleihung der BigBrohter Awards vom Bielefelder Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs (<a href="https://www.foebud.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoeBuD</a>) ausgerichtet. Heute fand die Verleihung in Bielefeld statt.</p>
<p>In der Kategorie Behörden und Verwaltung „siegte“ der sächsische Innenminister Markus Ulbig. Ihm gebührt die Ehre für seine <a href="http://www.datenschutzbeauftragter-info.de/dresden-polizei-und-staatsanwaltschaft-verstossen-gegen-recht-und-gesetz/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Funkzellenabfrage im Raum Dresden</a>. Im Februar 2011 hatten tausende Menschen gegen einen Aufmarsch von Rechtsradikalen demonstriert. Die Polizei und das Landeskriminalamt forderten daraufhin die Telekommunikationsverbindungsdaten für insgesamt 28 Funkzellen in der Dresdner Innenstadt an. Wenig später wurden diese Daten im Strafverfahren gegen rechtsextreme Personen genutzt. Dabei hatte man in Kauf billigend genommen, dass 55.000 weitere Anschlussinhaber identifiziert worden. Ulbig sieht dieses Vorgehen bis heute als rechtmäßig an.</p>
<p>Die Cloud ist der nächste unrühmliche Gewinner des BigBrotherAwards. Das ist besonders bemerkenswert, weil es sich dabei weder um eine Person noch um eine Organisation handelt. Ausgezeichnet in der Kategorie Kommunikation erweist sich die Cloud als neuer Trend zur massiven Datensammlung und dem Entziehen der Nutzungsrechte über diese gleichermaßen. Insbesondere US-amerikanische Firmen wie Google, Amazon, Apple oder Microsoft sind Anbieter von Cloud-Funktionen. Das Problem ist hierbei der in den USA geltende Anspruch der Behörden, auf die Daten der Cloud-Nutzer zugreifen zu können. Der sogenannte Foreign Intelligence Surveillance Act fordert die Betreiber sogar dazu auf, die Daten freizugeben. Dass einige der Server allerdings in Europa stehen, stellt dabei kein Hindernis dar. Das deutsche Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme wird dabei jedoch rigoros missachtet.</p>
<p>Der prominenteste Preisträger ist Bundesinnenminister Hans Peter Friedrich in der Kategorie Politik. Ihm wurde der Preis aufgrund seines unnachgiebigen Durchsetzens bei der Errichtung eines Cyber-Abwehrzentrums, der Einrichtung eines Gemeinsamen Abwehrzentrums gegen Rechtsextremismus (GAR) sowie den Plänen für eine zentrale Verbunddatei für „gewaltbezogenen Rechtsextremismus“ verliehen. Beide Abwehrzentren wurden dabei ohne die Legitimation des Bundestages aufgebaut. Die Zentrale Verbunddatei und das Abwehrzentrum werden künftig für eine Vernetzung unterschiedlicher Sicherheitsbehörden in Deutschland genutzt. Die Effizienz der Ermittlungen soll damit deutlich verbessert werden und zu einem schnelleren Vollzug bei verdächtigen Personen führen. Trotz der vermeintlich positiven Effekte wird mit diesem Konzept das  historisch begründete deutsche Verfassungsgebot, nach dem diese Sicherheitsbehörden strikt voneinander getrennt sein und arbeiten müssen, ignoriert.</p>
<p>Weitere Preisträger der diesjährigen BigBrother Awards sind in der Kategorien Verbraucherschutz die Spieleentwicklungsfirma Blizzard Entertainment für zahlreiche Datenschutzverletzungen bei ihren Online-Spielen, Gamma International in der Kategorie Technik für die von ihr entwickelte Spionagesoftware „FinFisher“, in der Sparte Arbeitswelt der Lebensmittelhändler Bofrost für die Ausforschung des Betriebsratscomputers und in der Kategorie Wirtschaft der Wasserfilterhersteller Brita GmbH für ihre kostenpflichtigen Wasserspender in Schulen „Schoolwater“.</p>
<p>Durch die Verleihung der BigBrother Awards hofft man, verstärkt auf das Gefahrenpotential des Datenschutzes hinweisen zu können. Insbesondere durch die öffentliche Bekanntgabe der Negativbeispiele und dem mehrheitlich positiven Feedback durch die internationale Presse, lässt sich ein positiver Trend in Sachen Aufklärung beobachten.</p>
<div></div>
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			</item>
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		<title>Oscars für die Datenkraken</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/oscars-fuer-die-datenkraken-5188/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 12:04:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Datenkrake]]></category>
		<category><![CDATA[Zensus2011]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="259" height="58" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/110404_bigbrotherawards01_1.png" />George Orwells Roman &#34;1984&#34; ist nicht nur düstere Vision, sondern auch Vorbild für viele Initiativen zur Verhinderung eines totalen Überwachungsstaates. So auch für die BigBrotherAwards, die am vergangenen Freitag vom <a target="_blank" href="http://www.foebud.org" rel="noopener noreferrer">FoeBuD e.V.</a> zum 11. Mal verliehen wurden. Zu den Preisträgern zählten u.a. Facebook, Apple und der Zensus2011. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/110404_bigbrotherawards01_1.png" width="259" height="58" align="left" />George Orwells Roman &#8220;1984&#8221; ist nicht nur düstere Vision, sondern auch Vorbild für viele Initiativen zur Verhinderung eines Überwachungsstaates. So auch für die BigBrotherAwards, die am vergangenen Freitag vom <a href="http://www.foebud.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoeBuD e.V.</a> zum 11. Mal verliehen wurden. Zu den Preisträgern zählten u.a. Facebook, Apple und der Zensus2011.</p>
<p><!--break--></p>
<p>Es verwundert nicht, dass die auf Fehlentwicklungen und schwarze Schafe beim Thema Datenschutz hinweisenden <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2011" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAwards</a> nur selten persönlich von den Gewinnern entgegengenommen werden. Doch Gert G. Wagner, Vorsitzender der Zensuskommission, fasste sich ein Herz und nahm die Negativ-Auszeichnung für die als &#8220;Zensus2011&#8221; bezeichnete Vollerfassung der Bevölkerung entgegen. Dabei <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Zensus-2011-Wir-sind-kein-Big-Brother-sondern-Gerechtigkeitsdienstleister-1220732.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verteidigte er</a> die umstrittene Volkszählung mit dem Verweis auf die Herstellung von Gerechtigkeit beim nationalen und europäischen Zahlungsausgleich (zu der am 9. Mai 2011 <a href="https://www.zensus2011.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">startenden Zählung</a> bereitet politik-digital.de aktuell einen Artikel vor).</p>
<p align="center"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/110404_bigbrotherawards02.jpeg" width="300" height="208" /></p>
<p>In der Kategorie &#8220;Politik&#8221; wurde der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) prämiert. Er hatte 2010 beim Castor-Transport im Wendland den <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,729515,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einsatz einer Polizei-Drohne</a> genehmigt. Die <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2011/.comm1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Preisverleihung an Facebook</a> im Bereich &#8220;Kommunikation&#8221; für seine Datensammelwut überrascht kaum: ein janusköpfiges Wesen eben! &#8211; Die BigBrotherAwards <a href="http://www.bigbrotherawards.org" target="_blank" rel="noopener noreferrer">werden international</a> von Privacy International (PI) und weiteren Menschenrechtsgruppen präsentiert.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Datenschutz: Schäuble für Lebenswerk &#8220;geehrt&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/datenschutz-schaeuble-fuer-lebenswerk-geehrt-0-4608/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Oct 2009 08:10:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
		<category><![CDATA[Netzsperrengesetz]]></category>
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					<description><![CDATA[Bei den &#34;BigBrotherAwards 2009&#34; in Bielefeld wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit dem Lifetime-Award &#34;geehrt&#34;. Auch Familienministerin Ursula von der Leyen bekam einen Negativpreis für ihren Einsatz für das umstrittene Netzsperrengesetz.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei den &quot;BigBrotherAwards 2009&quot; in Bielefeld wurde Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit dem Lifetime-Award &quot;geehrt&quot;. Auch Familienministerin Ursula von der Leyen bekam einen Negativpreis für ihren Einsatz für das umstrittene Netzsperrengesetz.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Die &quot;BigBrotherAwards&quot; werden seit dem Jahr 2000 an Verantwortliche von &quot;Datenschutzvergehen, Überwachungstechnologien- und gesetzen, sowie uferlosen Datensammlungen&quot; verliehen. Als besonders &quot;preiswürdig&quot; erachtete die Jury &quot;Schäubles obsessive Bestrebungen den demokratischen Rechtsstaat in eine präventiv-autoritären Sicherheitsstaat umzubauen&quot;.
</p>
<p>
Ursula von der Leyen wurde in der Kategorie Politik mit einem &quot;BigBrotherAward&quot; bedacht. In ihrer Begründung nannten die Juroren den Einsatz der Bundesfamilienministerin für &quot;Inhaltskontrollen im Internet&quot; als ausschlaggebend. Unternehmen, die Überwachungstechnologien für Internet und Telefon vertreiben,  sind die Preisträger der Kategorie Wirtschaft. Alle Informationen zu der diesjährigen Preisverleihung und den weiteren Award-Gewinnern gibt es unter <a href="http://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bigbrotherawards.de</a> .</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 44)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-44-4120/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Oct 2008 09:39:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Barack Obama]]></category>
		<category><![CDATA[US-Präsidentschaftswahl]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[John McCain]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[Telekom]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[China]]></category>
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					<description><![CDATA[Big Brother Awards in Bielefeld verliehen, türkische Behörden sperren mehr als eintausend Websites, die &#34;Global Network Initiative&#34; erstellt Kodex gegen Netzzensur und das ZDF bietet Sonderprogramm im Netz zum Finale der US-Präsidentschaftswahl: Dies sind unter anderem Themen der aktuellen Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Big Brother Awards in Bielefeld verliehen, türkische Behörden sperren mehr als eintausend Websites, die &quot;Global Network Initiative&quot; erstellt Kodex gegen Netzzensur und das ZDF bietet Sonderprogramm im Netz zum Finale der US-Präsidentschaftswahl: Dies sind unter anderem Themen der aktuellen Linkliste.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a href="http://www.bigbrotherawards.de/2008" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Gewinner des Big Brother Awards<br />
ausgezeichnet</a><br />
Der „Oscar für Datenmissbrauch&quot;<br />
wurde am Freitag, 24. Oktober 2008, in Bielefeld vergeben. Zu den unglücklichen Gewinnern<br />
gehören der Rat der Europäischen Union, die Deutsche<br />
Telekom AG, Mitglieder des 16. Deutschen Bundestages sowie das<br />
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.<br />
<a href="http://www.glocalist.com/index.php?id=20&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4814&amp;tx_ttnews%5Bcat%5D=6&amp;cHash=4098e3b228" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
<a href="http://www.glocalist.com/index.php?id=20&amp;tx_ttnews%5Btt_news%5D=4814&amp;tx_ttnews%5Bcat%5D=6&amp;cHash=4098e3b228" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Konferenz zur Zukunft<br />
der digitalen Suche</a><br />
Über die Bedeutung von<br />
Suchmaschinen für die Zukunft des Internets diskutieren<br />
hochkarätige Experten aus Medien, Kunst und Wissenschaft am<br />
Samstag, 8. November 2008, auf der &quot;Deep Search&quot;-Konferenz in Wien, veranstaltet vom<br />
World-Information-Institute. Dabei werden unter anderem der &quot;&#8217;Traum&#8217;<br />
des Menschen vom universellen Wissen und der perfekten Information&quot;<br />
und die „gesellschaftspolitische Macht von Google durch seine<br />
Vorherrschaft im Internet&quot; thematisiert.
</p>
<p>
<a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt5m1/politik/74/315960/text/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Türkische Behörden sperren<br />
mehr als tausend Internetseiten</a><br />
Per Gerichtsbeschluss sperrten<br />
türkische Richter 1112 Websites. Das türkische<br />
Satiremagazin „Penguen&quot; malte bereits eine schwarze Zukunft aus:<br />
So stellen sie sich künftige Google-Suchanfragen nur noch mit<br />
Ausweisnummer und Adresse per Post vor. Natürlich nur schwarzer<br />
Humor. Dennoch landen tatsächlich immer mehr Blog-Einträge<br />
oder vermeintlich unrechtmäßige Youtube-Beiträge auf<br />
der schwarzen Liste.
</p>
<p>
<a href="http://www.computerzeitung.de/articles/erster_platz_beim_deutschen_sicherheitspreis_fuer_verifizierbares_e-voting:/2008045/31710260_ha_CZ.html?thes=&amp;tp=/themen/forschung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sicherheitspreis für E-Voting<br />
verliehen</a><br />
Die Horst-Görtz-Stiftung verlieh<br />
kürzlich in Darmstadt den Deutschen IT-Sicherheitspreis. Dieser<br />
wird unter anderem für sicheres E-Voting und digitale Signaturen<br />
vergeben. Den ersten Preis und somit 100 000 Euro ergatterte ein<br />
Nachwuchswissenschaftler-Team für „Bingo Voting- Verifizierbare Wahlen mit Wahlmaschinen&quot;.
</p>
<p>
<a href="http://kurier.at/interaktiv/blog/webweiser/246676.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zur Kommunikationskultur in Österreich</a><br />
Medienjournalist Thomas Loser hat den<br />
letzten österreichischen Wahlkampf unter die Lupe genommen. Die<br />
meisten Parteien gehen noch immer auf Nummer sicher und stützen<br />
sich auf klassische Medien. Sein Fazit: &quot;In Österreich bleibt<br />
alles beim Alten.&quot;
</p>
<p>
<a href="http://www.golem.de/0810/63233.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Regeln gegen Netzzensur für<br />
Geschäfte mit autoritären Staaten</a><br />
Die „Global Network Initiative&quot;,<br />
darunter Google, Yahoo und Microsoft, einigten sich nun auf einen<br />
Verhaltenskodex zugunsten der Menschenrechte. Das Hauptziel besteht<br />
darin, Netzzensur in Ländern wie China nicht zu unterstützen<br />
und sich für Rede- und Meinungsfreiheit einzusetzen.<br />
Geschäftspartner werden zukünftig danach ausgewählt,<br />
ob sie den Prinzipien folgen.
</p>
<p>
<a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,587178,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">US-Wahlkampf geht in die letzte Runde</a><br />
Während John McCain noch mit<br />
letzten Attacken aufwartet, bereitet sich Barack Obama schon auf den<br />
erwünschten Sieg vor und besann sich bei seiner letzten Rede in<br />
Ohio wieder auf sein Ur-Motto, vom „großen Prinzip Hoffnung&quot;.<br />
Die Chancen für seinen Rivalen McCain scheinen indes mehr  und<br />
mehr zu schwinden.
</p>
<p>
<a href="http://www.presseportal.de/pm/7840/1291399/zdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ZDF berichtet ausführlich zur<br />
Präsidentschaftswahl</a><br />
Über ein besonderes Programm<br />
dürfen sich die ZDF-Zuschauer in der kommenden Woche freuen. In<br />
zahlreichen Sondersendungen und Dokumentationen soll sich alles rund<br />
um die Wahl zum neuen US-Präsidenten drehen. Auf der Homepage<br />
wird außerdem eine „Nacht im Netz&quot; mit Claus Kleber<br />
angeboten, in der der „heute-journal&quot;-Redaktionsleiter die<br />
Entwicklungen im Netz unter die Lupe nimmt.
</p>
<p>
<a href="http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Fragen-des-Tages%3Bart693,2648651" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Telekom ernennt Vorstand für<br />
Datenschutz</a><br />
Manfred Balz, Chefjustiziar der<br />
Telekom, wird zukünftig für die Vermeidung von<br />
Datenmissbrauch verantwortlich sein und die neue<br />
Datenschutz-Abteilung des Konzerns leiten. Er wolle „neue Standards<br />
in der Datensicherheit setzen&quot; und stellte bereits vier konkrete<br />
Maßnahmen vor, darunter der Einsatz eines Datenschutzrats und<br />
die Einrichtung eines Internetportals für die Kunden.
</p>
<p align="left">
<a href="http://www.lifepr.de/pressemeldungen/psychonomics-ag-/boxid-72105.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">psychonomics<br />
AG-Studie zur Nutzerstruktur von Online-Netzwerken</a><br />
„Social<br />
Networking&quot; erfreut sich immer größerer Beliebtheit und<br />
wird bereits von ungefähr 60 Prozent aller Deutschen genutzt.<br />
Ganz oben auf der Liste stehen Platformen wie studiVZ, Stayfriends<br />
und MySpace. Die Sorge um Datensicherheit lässt jedoch immernoch<br />
viele Befragte fernbleiben.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Links, zwo, drei, vier (Kalenderwoche 38)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kalenderwoche-38-4065/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Sep 2008 15:07:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Georgien]]></category>
		<category><![CDATA[ACTA]]></category>
		<category><![CDATA[Cyber-Attacke]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrechte]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
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					<description><![CDATA[Rockstar Mick Jagger soll als EU-Berater fungieren, die ACTA-Piraterievereinbarung löst weltweite Proteste aus, organisierte Cyber-Attacken auf Georgien und großer Datenskandal in Norwegen: Diese und mehr interessante Meldungen wie immer in der Linkliste.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rockstar Mick Jagger soll als EU-Berater fungieren, die ACTA-Piraterievereinbarung löst weltweite Proteste aus, organisierte Cyber-Attacken auf Georgien und großer Datenskandal in Norwegen: Diese und mehr interessante Meldungen wie immer in der Linkliste.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.heise.de/newsticker/Protest-gegen-Anti-Piraterieabkommen-ACTA--/meldung/116095" rel="noopener noreferrer">ACTA Anti-Piraterievereinbarung sorgt für Proteste</a>
</p>
<p>
Mehr als 100 zivilgesellschaftliche Organisationen fordern die sofortige Veröffentlichung der Pläne zur Anti-Piraterievereinbarung. In einem offenen Brief äußern unter anderem die australische Nationaluniversität, das koreanisch christliche Mediennetzwerk und die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation mehr Transparenz bei den Verhandlungen, die zuständige Regierungsvertreter der EU und anderer Industriestaaten führen. Sie befürchten, dass die Maßnahmen drastischer ausfallen als erwartet und so die Produktpirateriebekämpfung bei weitem übersteigen würden. Der Bundesregierung sind bezüglich der Offenlegung jedoch die Hände gebunden, so heise online.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://futurezone.orf.at/it/stories/308339/" rel="noopener noreferrer">Mick Jagger soll EU beraten</a>
</p>
<p>
EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes will bis Ende Oktober einen Bericht zum Thema Internet-Handel und Musik vorlegen. Der Rockmusiker der Rolling Stones sowie Apple-Chef Steve Jobs, eBay-Chef John Donahoe und John Elkmann, seines Zeichens Geschäftsführer von Fiat, sollen ihr dabei mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite stehen. Jaggers Sujet ist vor allem der Bereich Urheberrecht und Lizenzen in Sachen Musik.  
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E6BCE48B22A3244A9BFA2747B41E9EB79~ATpl~Ecommon~Scontent.html" rel="noopener noreferrer">Datenskandal in Norwegen</a>
</p>
<p>
Die norwegische Steuerbehörde verschickte versehentlich die streng geheimen Personennummern aller vier Millionen Norweger. Die Steuerdaten der Bevölkerung werden jährlich an Redaktionen verschickt und veröffentlicht. Skandalös ist jedoch, dass die CDs diesmal auch gleich noch die geheimen Personennummern mitlieferten, mithilfe derer die Identifizierung der Bürger ermöglicht wird. Schuld ist angeblich ein Formatierungsfehler. Finanzministerin Kristin Halvorsen bemüht sich nun um Schadensbegrenzung.
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.techpresident.com/blog/entry/29846/echo_chambers_the_meme_that_will_not_die" rel="noopener noreferrer">&quot;Echo Chambers-The meme that will not die&quot;</a> 
</p>
<p>
David Weinberger besuchte ein Treffen mit Matt Bay von der New York Times, Garrett Graff vom Washingtonian Magazine und Joe Trippi, der Howard Deans Kampagne organisierte. Sie sprachen über den Einfluss des Internets auf die Wähler sowie Chancen und Nutzen des neuen Mediums.
</p>
<p>
<a href="http://www.bigbrotherawards.de/">And the Big Brother Award goes to&#8230;</a>
</p>
<p>
Zum neunten Mal wird in diesem Jahr der deutsche unliebsame Big Brother Award verliehen. Dieser geht an Personen, Firmen und Institutionen, die sich an der Missachtung von Datenschutz und Privatsphäre in besonderem Maße beteiligten. Eine Jury sucht Preisträger unter anderem in den Kategorien Business und Finanzen, Politik, Behörden und Verwaltung, Volkswahl oder Kommunikation und Marketing, die die „Hall of Shame&quot; bereichern sollen. Die Preisverleihung erfolgt am 24. Oktober in Bielefeld. Österreich vergibt bereits den 10. Award und veranstaltet die Gala samt Preisvergabe am 25. Oktober in Wien. 
</p>
<p>
<a target="_blank" href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/23/0,3672,7287703,00.html" rel="noopener noreferrer">Cyber-Attacke auf Georgien: Russland unter Verdacht</a>
</p>
<p>
Das Russian Business Network (RBN) wird verdächtigt, für die Cyber-Angriffe auf Russland mitverantwortlich zu sein. Die Vermutungen stützen sich auf Untersuchungen von Experten, die nach den ersten Angriffen unter anderem auf den Internetauftritt des georgischen Außenministers durchgeführt wurden. Involviert ist Schätzungen zufolge ein Webhosting-Unternehmen aus St. Petersburg, das seine Dienste nur für Cyberkriminelle bereitstellt. Fraglich ist die Rolle der russischen Regierung. Eine direkte Verbindung konnte bisher nicht nachgewiesen werden, die Online-Angriffe starteten jedoch unmittelbar nach Ausbruch der Kriegssituation.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Persönlicher Datenschutz ist kein Thema</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumer-datenschutz-jpiegsa_big_brother_061026-shtml-2914/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Oct 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[(Artikel, 26. Oktober 2006) Engagierte Streiter aus Bürgerrechts-, und Datenschutzorganisationen wollen mit der Verleihung des BigBrotherAwards ein Bewusstsein für den Umgang mit persönlichen Daten schaffen. In Bielefeld wurde der Anti-Preis nun zum siebten Mal verliehen. politik-digital.de zeigt die „Gewinner“ der insgesamt fünf Kategorien.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="fett">(Artikel, 26. Oktober 2006) Engagierte Streiter aus Bürgerrechts-, und Datenschutzorganisationen wollen mit der Verleihung des BigBrotherAwards ein Bewusstsein für den Umgang mit persönlichen Daten schaffen. In Bielefeld wurde der Anti-Preis nun zum siebten Mal verliehen. politik-digital.de zeigt die „Gewinner“ der insgesamt fünf Kategorien.</p>
<p><!--break--></p>
<p>&#8220;Herzlichen Glückwunsch! Der Gewinner des Big Brother Award 2006 in der Kategorie &#8220;Behörden &amp; Verwaltung&#8221; ist die Kultusministerkonferenz der Länder (KMK).“ So ähnlich mag es geklungen haben, als am 20. Oktober die Gewinner der Big Brother Awards 2006 in Bielefeld bekannt gegeben wurden. Die Kultusministerkonferenz der Länder ist zu der Ehre gelangt, weil sie bundesweit einheitliche, lebenslang gültige Schüler-IDs einführen und so Daten von allen deutschen Schülern zentral speichern und auswerten möchte.</p>
<p>In mittlerweile 14 europäischen Ländern und in den USA, Kanada und Japan werden jährlich im Oktober die<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BigBrotherAwards</a> an die Vorreiter der Kontrollgesellschaft vergeben. Seit sieben Jahren auch in Deutschland. Engagierte aus Bürgerrechts-, Datenschutz-, und unabhängigen Netzorganisationen wollen mit dem „Anti-Preis“ Öffentlichkeit herstellen und durch Aufklärung über ihre Machenschaften zum Widerstand anregen.<br />
                            <br />
                            <strong><br />
                            <br />BigBrotherAward 2006: Die Preisträger</strong></p>
<p>Weitere Preisträger des<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2006" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Award 2006</a> sind in der Kategorie Wirtschaft: SWIFT-Europe (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication), die den US-Behörden seit fast fünf Jahren über sein US-amerikanisches Operation-Center die Daten internationaler Banktransaktionen zur Verfügung stellt und selbst innereuropäische Daten zur Sicherung auf die Server von SWIFT-USA speichert.</p>
<p>Gleich zwei Preise wurden dieses Jahr in der Kategorie Politik verliehen: Die Mitglieder des vierten Landtags von Mecklenburg-Vorpommern werden für die gesetzliche Erlaubnis zur verdachtsunabhängigen Tonaufzeichnung in der Öffentlichkeit geehrt. Die Bundes-Innenministerkonferenz erhielt einen Award für die Einrichtung einer zentralen &#8220;Anti-Terror-Datei&#8221;.</p>
<p>Der Technik-Award geht 2006 an die Philips GmbH. Phillips hat CD-Brenner auf den Markt gebracht, die ihre Seriennummer auf den Rohling schreiben und damit eine Rückverfolgbarkeit gebrannter CDs zum Brenner ermöglichen. Der Hersteller begründet dieses Vorgehen mit der Notwendigkeit, Raubkopierer ermitteln zu wollen. Bislang ist es in Deutschland aber nicht strafbar, Privatkopien seiner CDs zu erstellen.</p>
<p>Den Preis in der Kategorie Verbraucherschutz bekam der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für die gemeinsame Warn- und Hinweisdatei der Versicherungsfirmen, in der umfangreiche Daten von Millionen von Bürgerinnen und Bürgern enthalten sind. Die Jury begründet die Preisvergabe damit, dass ohne Wissen der Betroffenen nach geheimgehaltenen Kriterien und ohne ausreichende rechtliche Grundlage eine Bewertung der Versicherten durchgeführt werde.</p>
<p>Erstmals konnten die bei der Verleihung anwesenden rund fünfhundert Zuschauerinnen und Zuschauer entscheiden, welcher der Preisträgerinnen und Preisträger den Publikumspreis erhalten solle. Mit knapp einem Drittel aller Stimmen war der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) für seine Warn- und Hinweisdatei der Gewinner.</p>
<p>                            <strong>Schwarzbuch Datenschutz</strong></p>
<p>Rena Tangens und padeluun vom Verein<br />
                            <a href="http://www.foebud.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">FoeBuD e.V. (</a>Verein zur Förderung des öffentlichen bewegten und unbewegten Datenverkehrs e.V.) gehören hierzulande von Beginn an zur Big Brother Gemeinde. Sie haben nun das Schwarzbuch Datenschutz herausgegeben, in dem alle deutschen Preisträger des BigBrotherAwards bis 2005 vorgestellt werden. Neben den Preisreden gibt es kompakte Informationen zur aktuellen Entwicklung im jeweiligen Fall.</p>
<p>Auf knapp 190 Seiten erfährt der Leser unter anderem von<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.life/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Otto Schilys Datenschutzsünden</a>, über<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2002/.life/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Microsofts &#8220;Digital Rights Managements&#8221;</a>,<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2004/.local/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoüberwachung</a> bis hin zu<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.cop/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">RFID-Schnüffelchips</a>. In den Beiträgen werden datenschutzrechtlich bedenkliche Fälle dargestellt wie beipielsweise von<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2005/.local/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Schulen, die die Namen von Erstklässlern zu Werbezwecken weitergegeben</a> haben, von der<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2004/.work/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videoüberwachung des Personals bei Lidl</a> und so weiter.</p>
<p>Die Fakten sind so aufbereitet, dass sie sowohl für Laien als auch für Spezialisten geeignet sind. Insbesondere Letztere wird das Namens- und Sachregister freuen.</p>
<p>Zweifelsohne hat die Big Brother Jury mit ihrer Arbeit die Öffentlichkeit erreicht und im Einzelfall auch Erfolge. Nur was ist davon geblieben? Das Maut-System<br />
                            <a href="http://www.bigbrotherawards.de/2002/.tec/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Toll Collect</a> etwa gibt es nach wie vor. Es avanciert mittlerweile sogar zum<br />
                            <a href="http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2006/0911/wirtschaft/0066/index.html?group=berliner-zeitung;sgroup=;day=today;suchen=1;keywords=Mautsystem%20als%20Exportschlager;search_in=archive;match=strict;author=;ressort=;von=;bis=;mark=exportschlager%20als%20mautsystem" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Exportschlager</a>. Gleiches gilt für Payback-Karten, elektronische Reisepässe und das Vorhaben der<br />
                            <a href="http://www.politik-digital.de/econsumer/verbraucherschutz/jpiegsa_eGK051125.shtml">elektronischen Gesundheitskarte</a> von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.</p>
<p>Während in den 90er Jahren die letzte in Deutschland durchgeführte Volkszählung enorme Proteste hervorrief, weil als Ergebnis der „gläserne Bürger“ befürchtet wurde, werden<br />
                            <a href="http://www.bmi.bund.de/cln_012/nn_122688/Internet/Content/Nachrichten/Pressemitteilungen/2006/08/Volkszaehlungsrunde.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Anläufe</a> hingegen kaum wahrgenommen. Auch mit neuen Möglichkeiten im Internet &#8211; Stichwort Web 2.0 &#8211; scheint die<br />
                            <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,443539,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sorglosigkeit im Umgang mit eigenen Daten</a> um sich zu greifen.</p>
<p>Scheinbar fehlt es an Bewusstsein und Verständnis für das Thema Datenschutz. Wie viel Prozent der Bevölkerung wissen eigentlich, wer George Orwell war? Steht sein Roman 1984 nicht nur auf den Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe? Wie viele wissen, das „Huxleys Neue Welt“ mehr ist, als eine Musikhalle in Berlin Neuköln?</p>
<p>
                            <strong>Buch-Info</strong><br />
                            <br />Rena Tangens &amp; padeluun (Hg.)<br />
                            <br />Schwarzbuch Datenschutz<br />
                            <br />Ausgezeichnete Datenkraken der BigBrotherAwards<br />
                            <br />Mit einem Vorwort von Peter Glaser<br />
                            <br />broschiert, 192 Seiten, 13,90 Euro<br />
                            <br />Edition Nautilus<br />
                            <br />3894014946</p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mit Sicherheit kein gutes Gefühl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sfrindt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Oct 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Anonymität im Internet - Schutz der Daten: Die deutschen Big Brother Awards 2003 wurden vergeben. Die Preise werden für gravierende Eingriffe in den Datenschutz an Politik und Wirtschaft verliehen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Anonymität im Internet &#8211; Schutz der Daten: Die deutschen Big Brother Awards 2003 wurden vergeben. Die Preise werden für gravierende Eingriffe in den Datenschutz an Politik und Wirtschaft verliehen.<!--break-->
                    </p>
<p>Es kommt nicht alle Tage vor, dass Preisredner in ihrer Laudatio die Ausgezeichneten für ihr Verhalten rügen. Am 24. Oktober 2003 war es wieder so weit. In Bielefeld wurden die vierten deutschen<br />
                    <a href="http://www.bigbrotherawards.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Awards</a> verliehen. Eine unabhängige Jury aus Datenschutz- und Bürgerrechtsverbänden zeichnete Politiker und Wirtschaftsunternehmen in insgesamt sieben Preiskategorien für gravierende Eingriffe in den Datenschutz aus.</p>
<p>In der Kategorie „Politik“ wurden die Regierungen und Innenminister der Bundesländer Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen mit dem Big Brother Award bedacht. Ihr Vorhaben, den Telekommunikationsverkehr ihrer Bürger ohne begründeten Anfangsverdacht zu überwachen, habe drastische Einschnitte in elementare Grund- und Freiheitsrechte zur Folge. Bedroht seien insbesondere das Brief- und Fernmeldegeheimnis, aber auch die Pressefreiheit und das informelle Selbstbestimmungsrecht der Bürger. Die präventive Überwachung des Telefon- und E-Mailverkehrs schließe dabei die Speicherung der Verbindungsdaten mit ein. In seiner Laudatio bezeichnete Dr. Rolf Gössner von der Internationalen Liga für Menschenrechte das Maßnahmenpaket der Länder als „unverhältnismäßig, uferlos und kaum kontrollierbar.“</p>
<p>Das Verhältnis von vollziehender und gesetzgebender Gewalt beschäftigte die Juroren auch im Fall des Innensenators des Landes Berlin, Dr. Ehrhart Körting. Dieser hatte den Einsatz von „stillen SMS“ durch die Berliner Polizei auf besonders fragwürdige Weise legitimiert. Das sogenannte „Pingen“ ermöglicht die Ortung von Verdächtigen durch die Verschickung von SMS. Ob ein solches Vorgehen durch geltendes Recht abgesichert ist, stellen die Datenschützer in Frage. Nach gängiger Lesart schütze das Grundgesetz nicht nur die unmittelbare Kommunikation, sondern auch die Kommunikationsbereitschaft. Diese aber sei durch das Vorgehen der Berliner Polizei verletzt worden.</p>
<p>Dass Datenschutz und Bürgerrechte seit den terroristischen Anschlägen des 11. Septembers unter Anrufung sicherheitspolitischer Gefahren beschnitten werden, darauf haben Experten und Datenschützer wiederholt hingewiesen. Die umstrittene Verschärfung der Landespolizeigesetze in Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Thüringen etwa erfolge „im Windschatten der Terrorismusbekämpfung“, wie Dr. Rolf Gössner in seiner Laudatio bemerkte. Gefährdet scheint dieser Tage daher auch die Sicherheit des Datenschutzes. Das ganze Ausmaß einer solchen „Bedrohung durch Sicherheit“ tritt offen zu Tage, wenn der Internet-Service-Provider „T-Online“ das neue Sicherheitsparadigma heranziehen kann, um die datenschutzwidrige Vorratsspeicherung von Verbindungsdaten mit der Verfolgung möglicher Mißbrauchsfälle durch Hacker und die Streuung von Internetviren zu legitimieren.</p>
<p>Mit der rechtswidrigen Speicherung von IP-Adressen verdiente sich „T-Online“ den Big Brother Award in der Kategorie „Kommunikation“. Als rechtlich prekär erweise sich hierbei, dass die Polizei und andere staatliche Bedarfsträger zum Zwecke der Verbrechensbekämpfung auf die gespeicherten Daten von „T-Online“ zurückgreiffen konnten. „T-Online“ habe die Datenschützer wissen lassen, dass die zuständige Datenschutzbehörde, das Regierungspräsidium Darmstadt, der unzulässigen Datenspeicherung ihren behördlichen Segen erteilt habe.</p>
<p>Die Speicherung personenbezogener Daten, das wird an diesem Abend deutlich, zwingt den Datenschutz zum Rückzug. Bei der Gebühreneinzugszentrale (GEZ), dem Preisträger in der Kategorie „Lifetime Award“, habe die umstrittene Vorratsdatenspeicherung nach Einschätzung von Dr. Thilo Weichert, dem Vorsitzenden der Deutschen Vereinigung für Datenschutz e.V., „praktisch zur Errichtung eines zentralen Bundesmelderegisters“ geführt. Auch in diesem Fall werde gegen den verfassungsrechtlichen Verhältnismäßigkeitgrundsatz verstoßen. Weichert prangerte zudem an, dass sich die GEZ systematisch Daten aus mitunter fragwürdigen Quellen beschaffe und sich einer umfassenden und unabhängigen Datenschutzkontrolle, wie sie von der Europäischen Datenschutzrichtlinie vorgeschrieben wird, entziehe.</p>
<p>Dass in Deutschland ein Big Brother Award für gravierende Datenschutzverletzungen verliehen werden müsse, gesteht Dr. Thilo Weichert, habe er bis vor wenigen Jahren selbst nicht geglaubt. In den wenigen Jahren, in denen er seine Beurteilung der datenrechtlichen Lage in Deutschland überdachte, ist der Verfall des Datenschutzes und des Fernmeldegesetzes soweit vorangeschritten, dass der ehemalige Verfassungsrichter Jürgen Kühling im „Grundrechte-Report 2003“ bereits den „Totalverlust“ des Brief- und Fernmeldegeheimnisses beklagte.</p>
<p>Der Big Brother Award will dazu beitragen, gravierende Datenschutzverletzungen öffentlich zu machen und die Verbraucher zu einem sorgsamen Umgang mit vertraulichen Daten anzuhalten. Dies gilt insbesondere für die Nutzung des Internet. Das vorherrschende Thema der diesjährigen Big Brother Awards, die Problematik einer Langzeitspeicherung personenbezogener Daten, wird die Datenschützer über den Winter hinaus begleiten. Experten rechnen damit, dass die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes, die für das Frühjahr 2004 erwartet wird, unter anderem die Einführung der Vorratsdatenspeicherung vorsieht. Die elektronischen Spuren, die Internet- und Mobilfunknutzer unfreiwillig hinterlassen, würden dann noch umfangreicher nutztbar.</p>
<p>Ausgezeichnet wurden mit dem Big Brother Award 2003 zudem die Regierung der USA, die „Metro AG“ und – wie bereits im Vorjahr – die „Deutsche Post AG. Die Preisträger des Big Brother Awards 2003 im Überblick:</p>
<ul>
<li>Kategorie „Arbeitswelt“: Die „Deutsche Post-Shop GmbH“</li>
<li>Kategorie „Politik“: Bundesländer Bayern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Thüringen</li>
<li>Kategorie „Verbraucherschutz“: „Future Store Initiative, Metro AG“</li>
<li>Kategorie „Lifetime-Award“: Gebühreneinzugszentrale (GEZ)</li>
<li>Kategorie „Regional“: Der Innensenator von Berlin, Dr. Erhart Körting</li>
<li>Kategorie „Behörden“: Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika</li>
<li>Kategorie „Kommunikation“: „T-Online AG“<br />
                      </li>
</ul>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 29.10.2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Big-Brother-Award 2002 Update</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/econsumerdatenschutzbigbrother02-shtml-2421/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Freitag, den 25. Oktober 2002 wurden zum dritten Mal die Deutschen Big-Brother-Awards verliehen. Netzaktivisten vergaben den Preis in acht Kategorien, unter anderem 'Politik', 'Verbraucherschutz', 'Arbeitswelt' und 'Kommunikation'.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag, den 25. Oktober 2002 wurden zum dritten Mal die Deutschen Big-Brother-Awards verliehen. Netzaktivisten vergaben den Preis in acht Kategorien, unter anderem &#8216;Politik&#8217;, &#8216;Verbraucherschutz&#8217;, &#8216;Arbeitswelt&#8217; und &#8216;Kommunikation&#8217;.<!--break-->
                    </p>
<p>Großkonzerne, zwei Minister und Klaus Wowereit als Bundesratspräsident &#8211; so nobel die Liste der Preisträger klang, scheuten die Ausgezeichneten bis auf einen doch die Verleihung der Big Brother Awards. Denn die Awards gehen an Preisträger, für die Datenschutz und Privatsphäre von Verbrauchern Fremdwörter sind.<br />
                    <br />So strafte die Experten-Jury aus Datenschützern und Computer-Aktivisten Wowereit für die Bundesratsinitiative ab, die Internet-Provider und andere Teledienstleister verpflichten will, auf unbeschränkte Zeit zu speichern, wer wann und wie ihre Dienste genutzt hat. Damit sei die vollständige telekommunikative Überwachung möglich, begründeten die Preisverleiher ihre Entscheidung.<br />
                    <br />Hessens Innenminister Volker Bouffier hatte nach Meinung der Jury “stellvertretend für seine Kollegen in anderen Bundesländern” einen Big Brother Award für die Novellierung des Landespolizeigesetzes verdient. Das Gesetz habe Rasterfahndungen erheblich vereinfacht, auch gegen Bedenken von Teilen der Justiz.</p>
<p>Big Brother-würdig waren auch die Karteien, in denen das BKA potenzielle politische Gewalttäter und kriminelle Ausländer “präventiv” speichert, auch ohne dass vorher strafbar geworden seien.<br />
                    <br />In der Kategorie Arbeitswelt ging der Preis an die Bayer AG in Leverkusen, weil der Konzern von neuen Auszubildenden einen Drogentest verlangt. Den Big Brother Award im Bereich Verbraucherschutz bekam die Deutsche Post. Sie war bereits im vergangenen Jahr nominiert worden, weil sie Daten aus Adressänderungen und Nachsendeanträgen weiterverkauft.<br />
                    <br />Wer die Weitergabe seiner Daten ablehne, werde von der Post mit einem Anschreiben doch noch zur Einwilligung gedrängt, rügte die Jury des Big Brother Awards.</p>
<p>Software-Riese Microsoft war bereits mehrfach nominiert worden, aber bisher stets leer ausgegangen. Die Jury wollte sich Vorwürfe vermeiden, sie prügele einfach auf das Hassobjekt vieler Computerfreaks ein. Diesmal ging aber doch ein Big Brother an den “Windows”-Produzenten – für seine Lebensleistung. Neben zahlreichen Sicherheitslücken baue Microsoft in neue Programme wie “Media Player” Registrier- und Überwachungsmechanismen ein.<br />
                    <br />In einer Sache ging die vielgeschmähte Softwarefirma aber mit gutem Beispiel voran: Der Datenschutzbeauftragte von Microsoft Deutschland erschient auf der Verleihungszeremonie um Preis und Kritik entgegennehmen. In der Vergangenheit hatten die Preisträger wie Innenminister Otto Schily die Veranstaltung geschwänzt.<br />
                    <br />Ihre Negativ-Preise verliehen die Organisatoren um den Bielefelder Computer-Verein FoeBud e. V. zum dritten Mal. Big Brother Awards gibt es auch in England, den USA, Österreich und der Schweiz.<br />
                    </p>
<p>
                      <strong>And the Big-Brother-Award 2002 goes to&#8230;</strong>
                    </p>
<p>
                    <strong>Microsoft AG</strong><br />
                    <strong>(Kategorie: Lifetime-Award)</strong><br />
                    <br />Die Microsoft AG erhält den Big-Brother-Award für das Lebenswerk wegen der Summierung von Privacy-Problemen über viele Jahre hinweg (heimliche Registrierung, Passport, XP-Service-Pack 1, Palladium, .net). Dieser Preis ist gleichzeitig der Hauptpreis der Big-Brother-Awards des Jahres 2002 wegen der Realisierung von DRM (Digital Rights Management) durch die Hintertür (Windows Media Player).</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Bayer Aktiengesellschaft (Kategorie: Arbeitswelt)</strong><br />
                    <br />Die Bayer AG, Leverkusen, erhält den BigBrotherAward in der Kategorie Arbeitswelt für ihre demütigende Praxis Auszubildende vor der Einstellung einem sogenannten Drogenscreening zu unterziehen.</p>
<p>
                    <strong><br />
                    <br />Innenminiter NRW Dr. Fritz Behrens (Kategorie: Regionalpreis)</strong><br />
                    <br />Der hessische Innenminister Volker Bouffier erhält den Big-Brother-Award der Kategorie Politik, weil er im Land Hessen die vom Gericht verbotene Rasterfahndung per Gesetzesnovellierung quasi durch die Hintertür wieder eingeführt hat.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Deutsche Post AG (Kategorie: Verbraucherschutz)</strong><br />
                    <br />Die Deutsche Post AG erhält den Preis in der Kategorie Verbraucherschutz wegen des datenschutzwidrigen Umgangs mit Daten aus den Post-Nachsendeanträgen (erzwungenes Doppeltes Opt-Out). Nur wer zweimal ausdrücklich widerspricht, kann verhindern, dass seine ihre Adresse weiter gegeben wird.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Hessischer Innenminister Volker Bouffier (Kategorie: Politik)</strong><br />
                    <br />Der hessische Innenminister Volker Bouffier erhält den Big-Brother-Award der Kategorie Politik, weil er im Land Hessen die vom Gericht verbotene Rasterfahndung per Gesetzesnovellierung quasi durch die Hintertür wieder eingeführt hat.</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Deutscher Bundesrat (Kategorie: Kommunikation)</strong><br />
                    <br />Der Deutsche Bundesrat erhält den Big-Brother-Award der Kategorie Kommunikation für seinen Beschluss, Telekommunikations(dienste)anbieter zu verpflichten, die Verbindungsdaten von allen Nutzerinnen und Nutzern für eine nicht festgelegte Dauer für Zwecke von Polizei und Geheimdienste auf Vorrat zu speichern (Vorratsdatenspeicherung).</p>
<p>
                    <br />
                    <strong>Toll Collect GmbH (Kategorie: Technik)</strong><br />
                    <br />Die Toll Collect GmbH erhält den Big-Brother-Award in der Kategorie Technik, da mit der satellitengestützen Erhebung und zentralen Verarbeitung der Bewegungsdaten von Kraftfahrzeugen eine neue Dimension der Beobachtung von Verkehrsteilnehmern möglich wird. Die Zusicherung der Betreiber, dem Datenschutz zu genügen, erscheint uns bei der Größenordnung der Erfassung und den Möglichkeiten der Auswertung nicht angemessen.</p>
<p>
                    <strong><br />
                    <br />Bundeskriminalamt, BKA (Kategorie: Behörden + Verwaltung)</strong><br />
                    <br />Das Bundeskriminalamt erhält den Big-Brother-Award in der Kategorie Behörden und Verwaltung wegen der Einführung der drei Präventivdateien LIMO (Gewalttäter Links) REMO (Gewalttäter Rechts) und AUMO (politisch motivierte Ausländerkriminalität).</p></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Datenschutzmuffel im Alpenland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[alederer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Oct 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Privatsphäre]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>
		<category><![CDATA[Innenpolitik]]></category>
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		<category><![CDATA[Elisabeth Gehrer]]></category>
		<category><![CDATA[E-Commerce]]></category>
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		<category><![CDATA[Österreich]]></category>
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					<description><![CDATA[In Wien wurden zum 4. Mal die Big Brother Awards für die größten Datenschutzmuffel Österreichs vergeben. Wer durfte sich nun im Alpenland über die bei den Preisträgern wenig beliebte Auszeichnung für das Jahr 2002 freuen?„And the Big Brother 2002 goes to…….“
                  ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>In Wien wurden zum 4. Mal die Big Brother Awards für die größten Datenschutzmuffel Österreichs vergeben. Wer durfte sich nun im Alpenland über die bei den Preisträgern wenig beliebte Auszeichnung für das Jahr 2002 freuen?„And the Big Brother 2002 goes to…….“<br />
                  <br /><!--break--><br />
                  <br />„And the Big Brother 2002 goes to…….“</p>
<p>
                    <strong>In Österreich wurde der Preis in sechs Kategorien vergeben:</strong>
                  </p>
<p>1. Business und Finanzen: In der ersten Kategorie durfte sich die österreichische Versicherungsgesellschaft Uniqua über den Preis freuen. Die Kunden mussten beim Abschluss einer Krankenzusatzversicherung eine besonders weit gefasste „Zustimmung zur Ermittlung, Übermittlung und Verwendung von Daten“ unterschreiben. Dabei gab der Kunde sein Einverständnis, dass Daten über seinen Gesundheitszustand bei allen Institutionen eingeholt werden dürfen, die über diese Informationen verfügen könnten, z.B. Ärzte, Krankenhäuser, Sozialversicherungsträger etc. Der Versicherungsnehmer, so das Urteil der Jury, entbindet daher Ärzte und anderes medizinisches Personal auf Lebzeiten von deren Schweigepflicht.</p>
<p>2. Politik: Der Award für den größten Datenschutzmuffel ging in dieser Kategorie an den oberösterreichischen Landeshauptmann- Stellvertreter (Stellvertreter des Ministerpräsidenten, Österreichische Volkspartei (ÖVP)) Erich Haider (Sozialdemokratische Partei Österreichs), der als Verkehrsreferent für den Bau eines kleinen U- Bahnnetzes in der oberösterreichischen Landeshauptstadt Linz verantwortlich ist. Für das U- Bahnnetz, das voraussichtlich 2004 in Betrieb gehen soll, wurde jetzt schon das Überwachungssystem präsentiert. Das System wird von den Verkehrsbetrieben und der Polizei gemeinsam betrieben. Alle öffentlich zugänglichen Teile werden flächendeckend mit Mikrophonen und Kameras überwacht, die computergesteuert auf außergewöhnliche Bewegungen und Geräusche reagieren.</p>
<p>3. Behörden und Verwaltung: Diese Kategorie ging an den Innsbrucker Vizebürgermeister Dipl. Ing. Eugen Sprenger (ÖVP), dessen Ressort unter anderem für Jugendwohlfahrt und Soziales zuständig ist. Die Ehre der Nominierung verdankt er einem Sozialhilfeantragformular seiner Behörde, das auf 4 Seiten nach Meinung der Juroren unverhältnismäßig viele Informationen über den Antragsteller sammelt. Mit seiner Unterschrift ermächtigt der Antragsteller die Stadtverwaltung überdies, für den Antrag relevante Informationen bei allen Institutionen, die diese Informationen besitzen könnten, einholen zu dürfen.</p>
<p>4. Kommunikation: Der Preis in der Kategorie Kommunikation wurde an drei namentlich unbekannte Richter der Ratskammer (Richtersenat) Klagenfurt anonym vergeben, die zur Aufklärung einer Einbruchsserie im Raum Klagenfurt alle vier österreichischen Handynetzbetreiber verpflichteten, Verbindungsdaten von tausenden Kunden um bestimmte in tatortnähe gelegenen Funkmasten über einen Zeitraum von mehrerer Tagen herauszugeben. Diese von der Jury als unverhältnismäßig gewertete Maßnahme wurde prämiert.</p>
<p>5. Lifetime Achievement Award: Diesmal wurde die österreichische Bildungsministerin Elisabeth Gehrer für ihre außerordentlichen Leistungen ausgezeichnet. Nach dem in ihre Zuständigkeit fallenden Bildungsdokumentationsgesetz werden in einer von den Juroren „Benimm- und Betragensdatenbank des Grauens“ getauften Datenbank nicht nur die Stammdaten von Schülern gesammelt, sondern auch andere Daten, wie das Religionsbekenntnis, die Eigenschaften als ordentlicher oder außerordentlicher Schüler und der festgestellte sonderpädagogische Förderungsbedarf. Was früher als Jugendsünde bezeichnet und vielfach vergessen wurde, wird ab jetzt auf unbestimmte Zeit in einer zentralen Bildungsdatenbank gespeichert.</p>
<p>6. Publikumspreis: Neben Elisabeth Gehrer (ÖVP) konnte noch ein anderes Mitglied der österreichischen Bundesregierung einen Preis davontragen: Innenminister Ernst Strasser wurde mit dem Publikumspreis ausgezeichnet. Die „Beliebtheit“ des Ministers wird von der Jury mit seinem Engagement für die personelle Verknüpfung von Militär und Polizei erklärt. Strasser befördere Beamte des Heeresnachrichtendienstes in hohe Positionen seines Innenministeriums.<br />
                  </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 31.10.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
                    <!-- Content Ende --></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Awards im Internet</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/poldi-award-2002/netzkulturpaward2-shtml-2405/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[awegscheider]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Jul 2002 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[poldi-Award 2002]]></category>
		<category><![CDATA[eCommunity Award]]></category>
		<category><![CDATA[eEurope Award]]></category>
		<category><![CDATA[Europrix]]></category>
		<category><![CDATA[Grimme-Online-Award]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
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		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Big Brother Award]]></category>
		<category><![CDATA[E-Goverment Award]]></category>
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					<description><![CDATA[Die neuen Awards im Internet - hochkarätige Jurys und dezidierte Profile]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neuen Awards im Internet &#8211; hochkarätige Jurys und dezidierte Profile<!--break-->
                    </p>
<p>Jedem sein eigener Online-Award? Das Internet hält in seiner 10 Jährigen Entwicklungsgeschichte sicherlich den Rekord in Bezug auf Awards und Auszeichnungen. Zur Zeit des .com-Booms schien es, als ob beinahe jeder seinen eigenen Online Award verleihen würde. 2000 reagierte ibussines.de auf den Award Boom mit dem &#8211; nicht ernst gemeinten &#8211; &#8220;One of the best TOP 100% worldwide&#8221; Award. Durch das Einfügen eines Buttons auf die eigenen Homepage konnte man sich diesen Award selbst verleihen und sich damit bestätigen, dass die eigene Hompage zu den besten 100 Prozent weltweit gehört.</p>
<p>Mittlerweile sind die Awards sind nicht mehr ganz so dicht gesät. Zwar gibt es eine Unmenge von privat verliehenen &#8220;Awards&#8221; der Kategorie &#8220;persönliche Favoriten&#8221;. Doch es entwickeln sich zunehmend Awards mit dezidierten Profilen, einer hochkarätigen Jury und anerkannten Preisgebern. Prämiert werden die unterschiedlichsten Aspekte der Online-Welt. Mit ihren speziellen Kriterien können die einzelnen Awards zwar jeweils nur einen Ausschnitt der digitalen Medienwelt bewerten. Dadurch werden sie aber zu echten Qualitätsmessern in ihrem jeweiligem Bereich. So bezeichnet sich der<br />
                    <a href="http://www.grimme-online-award.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grimme Online Award</a> auf seiner Homepage nicht zu Unrecht selbst &#8220;&#8230;als jährliche Definition von Qualität im Netz&#8221;. Sein Qualitätssiegel verleiht Grimme seit zwei Jahren an Angebote im Bereich WEB-TV und im Bereich Medienjournalismus. Zusätzlich vergibt das Grimme-Institut den mit 20.000€ dotierten &#8220;Förderpreis Medienkompetenz&#8221;, der im lezten Jahr an www.politik-digital.de ging. Dieses Jahr wurde neben anderen die Initiative<br />
                    <a href="http://www.dol2day.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dol2day</a> ausgezeichnet.</p>
<p>
                    <strong>Politische Initiativen im Blickfeld von Auszeichnung: E-Government, E-Democracy und Datenschutz</strong><br />
                    <br />Bislang standen meist publikumswirksame Bereiche des öffentlichen Lebens im Mittelpunkt von Online-Awards. Im Kunstbereich gibt es beispielsweise die<br />
                    <a href="http://www.aec.at" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ars Electronica</a> oder auch das<br />
                    <a href="http://www.backup-festival.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">backup-festival in Weimar</a>, das digitale Filmkunst prämiert. Bereits zum fünften Mal wird der<br />
                    <a href="http://www.europrix.org/europrix/Contest.htm" target="_parent" rel="noopener noreferrer">Europrix 2002</a> verliehen. Er wendet sich direkt an die Multimediaindustrie. und wird von der Europäischen Kommission sowie den nationalen Interessenverbänden der Internet-/Multimediabranche unterstützt.<br />
                    <br />Mit einigen neuen Auszeichnungen rücken seit ca. 2 Jahren aber auch politische Initiativen ins Blickfeld, die sich mit dem Internet als demokratieförderndem und bürgerfreundlichem Medium auseinandersetzen. So wählt die Redaktion von<br />
                    <a href="http://www.yahoo.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">yahoo</a> jedes Jahr die Websites des Jahres in den unterschiedlichsten Bereichen, darunter auch Staat und Politik. Jüngster Preisträger dieser Kategorie ist das Online Portal<br />
                    <a href="http://www.europa-digital.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">europa-digital.de</a>, die Schwesterseite von politik-digital.de. Bereits zum dritten Mal verleihen KPMG und Cisco Systems unter der Schirmherrschaft des BMI den<br />
                    <a href="http://www.verwaltung-der-zukunft.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Goverment Award</a>. Der Wettbewerb richtet sich an Verwaltungen von Bund, Länder und Gemeinden, die wichtige Schritte und Initiativen zur internetgestützten Verwaltung setzen. Ziel des Wettbewerbs ist es, die Qualität und Effizienz von Verwaltungshandeln erhöhen. Von September bis Dezember können Projekte eingereicht werden. Die Preisverleihung wird, wie schon 2002, im Rahmen der CEBIT 2003 stattfinden.<br />
                    <br />Auch die Europäische Kommission gibt Behörden mit dem<br />
                    <a href="http://europa.eu.int/information_society/eeurope/egovconf/documents/press3.doc" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;eEurope Award&#8221;</a> die Möglichkeit, ihr Onlineangebot prämieren zu lassen. &#8220;Der Award wird als treibende Kraft exzellente und kreative Onlineangebote im öffentlichen Sektor ausfindig und bekannt machen und wird die gegenseitige Anerkennung und Adaptierung von best-practice Modellen unterstützen&#8221;, so Erkki Liikannen, Europäischer Kommissionär für die Informationsgesellschaft, als er den Preis im November 2001 ins Leben rief. Am 1. August 2002 hat das Bundesinnenminister Schily mit dem<br />
                    <a href="http://www.bmi.bund.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ecommunity Award</a> einen Wettbewerb für Kommunen gestartet. Bis 31. Oktober können Projekte eingereicht werden, die die Möglichkeiten des Internet kreativ für demokratiefördernde Maßnahmen einsetzen. Im Dezember werden drei Kommunen prämiert, die mit den ausgeschriebenen Preisgeldern ihre Projekte umsetzen können.</p>
<p>
                    <strong>E-Democracy</strong><br />
                    <br />Die politikwissenschaftlich orientierte Analyse des Internet prägt noch einen weiteren zentralen Begriff &#8211; E-Democracy. Wie kann das Internet als Kommunikationsmedium demokratiefördernd eingesetzt werden? Wie kann das neue Medium genutzt werden, um die &#8220;alten&#8221; Forderungen der Demokratie nach Transparenz und Partizipation einzulösen? Im Bereich der E-Democracy und E-Politics haben sich letzter Zeit wichtige Initiativen formiert, einen Preis gab es bislang jedoch noch nicht. Mit dem<br />
                    <a href="http://www.poldi-award.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">poldi-Award</a>, der dieses Jahr erstmals von politik-digital.de in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung, und dem<br />
                    <br />Deutschen Städte- und Gemeindebund verliehen wird, schließt sich hier eine Lücke. Als Sponsoren unterstützen Cisco Systems Deutschland und GFT<br />
                    <br />Technologies die Preisverleihung. Neben Online-Initiativen zur Förderung von Demokratie &amp; bürgerlichem Engagement werden auch Initiativen im Bereich Umwelt &amp; Nachhaltige Entwicklung, Wissenschaft, Bildung &amp; Kultur, sowie Gesundheit &amp; Soziales gekürt. Seit 24. Juli 2002 können Websites nominiert werden, ab 7. August startet die Wahl für den Publikumswahl Die Preisverleihung findet am 28. August 2002 in Berlin im Rahmen der Fachtagung &#8220;eDemocracy &#8211; Herausforderung an Staat und Gemeinden&#8221; statt.</p>
<p>
                    <strong>Der Anti-Award im Bereich Datenschutz</strong><br />
                    <br />Weniger begehrt als diese Awards ist der<br />
                    <a href="http://www.bigbrotheraward.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Big Brother Award</a>, der alljährlich Institutionen und Personen für ihre Angriffe auf Datenschutz und Persönlichkeitsrechte der Bürgerinnen und Bürger &#8220;ehrt&#8221;. Damit avancierte der Big-Brother Award, der ursprünglich in den USA entwickelt wurde, und seit 2000 auch in Deutschland verliehen wird, zu einem wichtigem Mahner im Bereich des Datenschutzes und bürgerlicher Freiheitsrechte.</p>
<p>Darüber hinaus gibt es noch eine Vielzahl kleinerer Awards oder einmalig stattfindender Wettbewerbe. So verlieh der WDR kürzlich den Future Online Award an Schüler und ihre Online Beiträge zu einer lebenswerten Zukunft. Das Portal<br />
                    <a href="http://www.soziales-netz.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">soziales-netz.de</a> prämiert Websites, die sich mit bürgerlichem und sozialen Engagement auseinander setzen. Mit den E-Government, E-Democracy und E-Politics Auszeichnungen wird deutlich, dass sich das Internet verstärkt mit seinen politischen und sozialen Implikationen beschäftigt. Gerade diese selbstreflexive Entwicklung braucht inhaltliche Qualitätskriterien und eine Debatte über neue Trends und Herausforderungen des Mediums. Auch wenn Awards eine Weile inflationär verliehen wurden, können die neuen Awards hier wichtige Orientierungshilfen bieten und ein Forum für die notwendigen Debatten darstellen.</p>
</p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 01.08.2002</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<table cellspacing="0" cellpadding="2" width="390" border="0">
<tbody>
<tr>
<td align="middle">
                            <em><br />
                              <a href="mailto:redaktion@politik-digital.de?subject=Artikel:">Kommentieren Sie diesen Artikel!</a><br />
                            </em></p>
<p>                            <em><br />
                              <a href="/salon/diskussion/">Diskutieren Sie mit anderen in unserem Forum!</a><br />
                            </em><br />
                            
                          </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<hr class="tidy-3" width="390" noshade="noshade" size="1" />
                    <!-- Content Ende --></p>
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