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	<title>Bildungsreform &#8211; politik-digital</title>
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		<title>“Das Geld müssen Sie erst mal haben” &#8211; Wanka rudert beim Digitalpakt zurück</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Aug 2017 14:33:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Der Streit um die von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in Aussicht gestellten fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen machte [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Artikel-Wanka-CSU-Bildung.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-152898" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Artikel-Wanka-CSU-Bildung.jpg" alt="Staatstrojaner Artikelbild" width="680" height="420" /></a>Der Streit um die von Bundesbildungsministerin Johanna Wanka in Aussicht gestellten fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung der Schulen machte in den letzten Monaten immer wieder Schlagzeilen. Wir haben auf einer Wahlkampfveranstaltung nachgehakt und sind nicht nur bei der Finanzierung auf offensichtliche Probleme gestoßen. Ein Kommentar.</p>
<p>Wenn Wahlkampf ist, dann gelten andere Regeln: Politiker verlassen in der Sommerpause für ein paar Wochen den Berliner Politzirkus und reisen auf Stimmenfang durch die Republik. Dort sind sie dann, wohl auch aufgrund der nun notwendigen Bürgernähe, nicht selten gesprächiger als noch in der vergangenen Legislaturperiode. Wer daher den inszenierten Wahlkampfveranstaltungen zunächst nichts abhaben kann, dem sei gesagt: Selten kann man besser in und zwischen den Zeilen lesen, die innerparteiliche Stimmung nachspüren und nicht selten lohnt es sich, Fragen zu stellen, die unter dem politischen Druck des Tagesgeschäfts wohl weitgehend unbeantwortet geblieben wären.</p>
<h3>Brennende Themen kaum behandelt</h3>
<p>Es ist ein Donnerstag im historischen Palais Stutterheim in der Universitätsstadt Erlangen. Die CSU veranstaltet einen bildungs- und wissenschaftspolitischen Diskussionsabend und hat dafür (Noch-)Bildungsministerin Wanka eingeladen. Der Name zieht, der Saal ist voll. Nach einer gefühlten Ewigkeit voller innerparteilicher Lobhudelei und einer schier endlos wirkenden Aufzählung aller prominenten Gäste, tritt die Hauptperson des Abends endlich auf die Bühne und beginnt dann eher zaghaft einen Vortrag über Status und Ziele der deutschen Bildungspolitik. Schnell wird jedoch deutlich: Die brennenden Themen scheinen für Wanka eine vergleichsweise geringe Rolle zu spielen. Digitalisierung? Wird in zwei Sätzen abgehandelt. Schulreform? Gar nicht angesprochen.</p>
<h3>Exzellenz und Wirtschaftsnähe</h3>
<p>Stattdessen scheint der Tenor vor allem beim Geld zu liegen. Immer wieder erfährt der Zuhörer von Finanzspritzen, jedoch hauptsächlich in Form von Wirtschaftssubventionen: “Wir haben bereits viel ausgegeben, aber wir sind bereit, noch mehr auszugeben.” Zwischendrin dann die Abschwächung, wiederholt der Verweis auf Wolfgang Schäuble. Es sei sehr schwierig, bildungspolitische Anliegen in seinen strikten Haushaltsplan zu integrieren, betont Wanka immer wieder. Generell scheint sie jedoch sowieso keinen allzu großen Reformbedarf im Bildungswesen zu sehen. Ihre zentralen Themen hingegen: Gesundheitszentren, Exzellenzcluster, Energiespeicher. Der Vortrag tröpfelt vor sich hin. Die studierte Mathematikerin spricht viel über die Zusammenarbeit von Unternehmen und Universitäten, mittelständische Unternehmen, große Big Player. Bildung? Fehlanzeige.</p>
<h3>“Fünf Milliarden nur langfristiges Ziel”</h3>
<p>Dies scheint auch bei den anderen Zuhörern für Verwirrung gesorgt zu haben. Es sind so viele, die Fragen an Wanka haben, dass am Ende des Abends einige unbeantwortet bleiben müssen. Wir machen den Anfang und möchten wissen: Wie steht es eigentlich um den Digitalpakt Schule? Das von Wanka angestoßene Projekt zur digitalen Fitmachung von Schulen sollte mit fünf Milliarden Euro vom Bund an die Länder gefördert werden. Weil bisher kein Geld floss, beschwerte sich zuletzt Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann und <a href="https://www.swr.de/swraktuell/bw/digitalpakt-fuer-schulen/-/id=1622/did=19929584/nid=1622/13v2n1w/index.html">forderte klare Worte von Wanka</a>. Die ließ mehrmals nur vage verlauten, der Digitalpakt sei Kernprojekt der nächsten Koalitionsverhandlungen. Auf unsere Nachfrage hin wird Wanka unerwartet deutlich: “Die fünf Milliarden, um die es da geht, das war nur ein langfristiges Ziel und muss nach der Wahl neu verhandelt werden”, sagt Wanka und fährt fort: “Stellen Sie sich mal vor, das viele Geld müssen Sie erst mal haben.”</p>
<h3>Wettbewerb statt politischer Verantwortung</h3>
<p>Eine klare, wenn auch unbefriedigende Antwort, besonders für die unter-finanzierten Schulen, die ohne die nötige Technik und digital geschultes Personal kaum den Anforderungen der sich wandelnden Arbeitswelt gerecht werden können. Enttäuschend genug, dass zeitgerechte Bildung im, unter dem Maximalziel der “schwarzen Null”, von der Union geführten Haushaltsplan keinen Platz findet. Tragischer ist jedoch, dass Wanka letztlich öffentlich Versprechen machte, die nicht nur innerhalb der eigenen Partei auf Eis gelegt wurden, sondern öffentliche Träger und Kommunen jetzt gleichermaßen im Stich lassen.</p>
<p>Generell scheint sich der Ministerin die Aufwertung von Schulen und Hochschulen wenig am Herzen zu liegen. Auf Nachfrage des ehemaligen Erlanger Universitäts-Präsidenten Karl-Dieter Grüske zu fehlenden Fördergeldern für die Sanierung maroder Hochschulgebäude antwortet sie lapidar, es sei dann doch Aufgabe der einzelnen Universitäten, immer wieder um die notwendigen Mittel zu kämpfen. Wettbewerb ersetzt politische Notwendigkeiten, auch wenn dieser letztlich zulasten von Schülern und Studierenden geht. Wankas Devise: Wer in der Konkurrenz um Subventionen nicht besteht, dessen Bildungsangebot ist eben nicht hochklassig, sprich exzellent genug.</p>
<h3>Bildung bleibt Ländersache</h3>
<p>Dies bestätigt die Bildungsministerin auch auf Nachfrage eines Abiturienten zu möglicherweise neu zu verhandelnden Bund-Länder-Kompetenzen im Bildungssystem. Wankas Antwort: Jedes Bundesland hat spezifische Bedingungen, etwa durch Bevölkerungsstruktur und wirtschaftliche Anforderungen. Deshalb sei eine Vielfalt der Schulsysteme absolut notwendig. Bildung ist Ländersache und soll es auch bleiben. Klare Antworten, die jedoch vor allem Aufschluss darüber geben, dass die Union ihr so häufig kritisiertes unterschwelliges “Weiter So” auch im Bereich der Bildungspolitik konsequent verfolgt. Statt bundesweit den Standort Deutschland bildungstechnisch zu modernisieren, soll jedes Bundesland weiterhin sein eigenes Süppchen kochen.</p>
<h3>Digitalisierung spielt allenfalls eine Nebenrolle</h3>
<p>So wenig Platz dem Thema Bildung in den CDU und CSU Wahlprogrammen gewidmet wird, so gering scheint auch der Wille, notwendige Reformen anzugehen. Digitalisierung spielt hier allenfalls eine Nebenrolle. Passend dazu wohl auch die Bemerkung Wankas, die Digitalisierung werde in Deutschland keinerlei Arbeitsplätze zunichte machen, da man stetig daran arbeite, exzellente Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Wie diese abseits von Umschulungen unter Beihilfe der Arbeitsagentur jedoch konkret aussehen könnten, dazu bleibt Wanka äußerst vage. Sie könne sich eine höhere Einbeziehung der Universitäten vorstellen, sagt die Bildungsministerin noch, bevor ihr ein Geschenkkorb überreicht wird und die Gäste zu Gratis-Bier und -Brezeln darüber nachdenken können, was ihnen heute Abend nicht geboten wurde: Das Bekenntnis zu nötigen Reformen und eine tragfähige Zukunftsvision.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Titelbild: via <a href="http://www.csu-erlangen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CSU Erlangen</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" class="alignleft  wp-image-139428" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x11011.png" alt="CC-Lizenz-630x1101" width="441" height="77" /></a></p>
<p><img decoding="async" src="http://vg05.met.vgwort.de/na/b76402208ee9466fb38ce67c7c48ef44" alt="" width="1" height="1" /></p>
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		<title>Schule als Kompass für eine komplexe Welt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 24 Jan 2017 08:58:13 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Bildungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[PISA-Studie]]></category>
		<category><![CDATA[OECD]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Bildungssystem der Zukunft muss das Erlernen von kritischem Denken, eigenständigem Handeln und der Vorbereitung auf lebenslanges Lernen konkret gefördert [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/8734094243_4c13952e4c_z.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-large wp-image-151074" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/8734094243_4c13952e4c_z-630x419.jpg" alt="8734094243_4c13952e4c_z" width="630" height="419" /></a>Im Bildungssystem der Zukunft muss das Erlernen von kritischem Denken, eigenständigem Handeln und der Vorbereitung auf lebenslanges Lernen konkret gefördert werden. Diese Fähigkeiten sieht Bildungsforscher Andreas Schleicher als elementar für die Zukunft unserer Gesellschaft. Der Koordinator der PISA-Studie fordert mehr Freiräume für die Schulen, um neue Bildungsformate zu ermöglichen. Im Interview berichtet er, wie das funktionieren kann und worin er die größte Herausforderung sieht.</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vor allem die Digitalisierung der Gesellschaft macht nach Ansicht des Leiters des Direktorats für Bildung der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) eine Reformation des Schulsystems nötig. Wie schon auf der OEB 2016 betont Schleicher im Interview mit politik-digital, dass der rasante Fortschritt der Technologie die Arbeitswelt vollständig verändern wird, und erklärt, was genau in der Bildung getan werden muss, um die nächste Generation darauf vorzubereiten.</span></p>
<p><b>Herr Schleicher, Sie betonen oftmals die Wichtigkeit numerischer Kompetenzen von Schülern. Ist Deutschland im Anbetracht der guten Pisa Ergebnisse im Bereich Mathematik auf einem guten Weg, oder gibt es noch viel zu tun? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">In den Jahren nach dem PISA Schock ist es Deutschland gelungen, die mathematischen Fähigkeiten der Schüler deutlich zu verbessern, allerdings hat sich in den letzten 10 Jahren nicht mehr viel bewegt, während die Anforderungen in der Gesellschaft in diesem Bereich ständig steigen. Letztlich muss ein Land wie Deutschland so viel besser sein wie es teurer ist.</span></p>
<p><b>Im Bereich Naturwissenschaften wurden dieses Jahr auch prozedurales und epistemisches Wissen, also komplexe Fragestellungen und Probleme getestet. Dort jedoch schnitten deutsche Schüler nicht so gut ab wie bei der reinen Wissenswiedergabe. Genau dieses Fehlen von Skills wie kritisches Denken und Hinterfragen kritisieren Sie am Bildungssystem. Wie kann das verändert werden?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Bei der Wiedergabe von naturwissenschaftlichem Fachwissen sind deutsche Schüler relativ gut. Wenn es aber darum geht, dieses Wissen kreativ auf neue Zusammenhänge zu übertragen und wie ein Naturwissenschaftler zu denken, scheitern viele Schüler in der Bundesrepublik. Dabei ist genau das eine der Schlüsselkompetenzen in der Zukunft – schließlich spuckt einem Google binnen Millisekunden das Fachwissen der gesamten Welt aus. Wir können heute fast jede Multiple-Choice-Klassenarbeit mit Hilfe eines Smartphones in Sekundenschnelle lösen. Wenn wir wollen, dass unsere Kinder nicht nur fast so gut wie ein Smartphone sind, dann müssen wir neue Fähigkeiten für das 21. Jahrhundert entwickeln. Die großen Durchbrüche und Paradigmenwechsel entstehen heute meist dann, wenn es gelingt, verschiedene Aspekte oder Wissensgebiete, zwischen denen Beziehungen zunächst nicht offensichtlich sind, kreativ und kooperativ zu verknüpfen. Der Erfolg von Schule muss sich heute außerdem an der Fähigkeit und Motivation der Menschen messen, lebensbegleitend zu lernen, sich in einer sich verändernden Welt immer wieder neu zu positionieren, eigenständig und verantwortungsbewusst zu handeln und eigene Pläne und Projekte in größere Zusammenhänge zu stellen. Letztlich geht es darum, Schülern einen Kompass mit an die Hand zu geben, mit dem sie sich in einer komplexen, volatilen und sich beständig ändernden Welt selber zurechtfinden können.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Da ist die Politik gefragt, mehr Freiräume für die Schulen zu schaffen. In einer modernen Gesellschaft kann auch der beste Bildungsminister nicht mehr die Herausforderungen für hunderttausende Lehrer und zehntausende Schulen bewältigen. Wenn es aber gelingt, den Ideenreichtum hunderttausender Lehrer und Schulen zu mobilisieren und in die Gestaltung von Bildungsprozessen einzubringen, dann kann es gelingen, das beste Bildungssystem zu schaffen und die Herausforderungen der modernen Gesellschaft zu bewältigen. Die Gesellschaft erwartet von modernen Schulen, dass sie Veränderungen in der Gesellschaft aktiv wahrnehmen und Schüler auf neue Herausforderungen vorbereiten, und dass sie innovative Lösungen finden wie, wo und mit wem Schüler lernen. Wenn wir die Schule heute neu erfinden würden, würde irgendjemand mit dem heutigen Schulsystem zufrieden sein, mit der Art und Weise wie wir die Menschen, die Lernorte, die Zeit und die Technologie dort heute einsetzen?</span></p>
<p><b>Sie sehen ein wesentliches Ziel der Bildung in den nächsten Jahren darin, den Menschen mehr digitale Kompetenzen beizubringen. Wie soll dies in den Schulen umgesetzt werden? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Schüler, die nicht in der Lage sind, in der komplexen digitalen Landschaft zu navigieren, nehmen nicht mehr vollständig am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben um sie herum teil. Wir erwarten von Schulen, dass sie unsere Kinder zu kritischem Umgang mit dem Internet und der elektronischen Medien erziehen. Warum sollten Schüler sich auf ein Lehrbuch beschränken, das zwei Jahre zuvor gedruckt und vielleicht zehn Jahre zuvor erstellt wurde, wenn ihnen die weltweit besten und aktuellsten Lehrmaterialien offenstehen? Ebenso wichtig ist, dass Lehrern und Schülern durch die Technologie spezielles Lehrmaterial jenseits der Lehrbücher zugänglich ist, in zahlreichen Formaten und mit wenigen zeitlichen und räumlichen Beschränkungen. Die Technologie bietet außerdem eine Plattform, auf der Lehrer Unterrichtsmaterial gemeinsam erarbeiten, teilen und erweitern können. Am wichtigsten aber ist vielleicht, dass Technologie eine neue Pädagogik unterstützen kann, die sich auf Lernende als aktive Teilnehmer fokussiert, sei es durch experimentelles oder projekt-basiertes Lernen, praktische Aktivitäten und kooperatives Lernen oder höchst interaktiv durch nichtlineare Lernsoftware in modernem Design sowie durch bildendes Gaming. Deutschland ist aber noch weit davon entfernt, die Früchte der Technologie im Bereich der Bildung zu ernten. Das kann bedeuten, dass die Technologie des 21. Jahrhunderts verbunden mit der Lehrpraxis des 20. Jahrhunderts die Wirksamkeit auf das Lernen verwässert. Mit anderen Worten: Schulen sind pädagogisch einfach noch nicht so gut, um das Beste aus der Technologie zu machen. Wenn Schüler Smartphones benutzen, um Antworten per Copy und Paste unter vorgefertigte Google-Fragen zu setzen, dann werden sie wohl kaum schlauer. Wahrscheinlich überschätzen wir die digitalen Fähigkeiten von beiden – Lehrern und Schülern, und wir sehen wenig durchdachte Regeln und Strategien zur Implementierung. Nicht zuletzt, wenige Kinder würden wahrscheinlich freiwillig mit der dürftigen Lehr-Software spielen, die Technologie-Unternehmen noch immer an Schulen verkaufen können. Im Ergebnis sind die Verbindungen zwischen Schülern, Computern und Lernen weder simpel noch programmiert; und die wahren ICT-Beiträge fürs Lehren und Lernen sind noch nicht voll erkannt und genutzt.</span></p>
<p><b>Wie schätzen Sie die digitalen Kompetenzen der deutschen Bevölkerung im weltweiten Vergleich ein? </b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Deutschland liegt hier im guten Mittelfeld, allerdings steht die ältere Bevölkerungsgruppe relativ gesehen besser da als die 16-24-Jährigen.</span></p>
<p><b>Sie kritisieren auch, dass der soziale Stand der Menschen oftmals den Bildungsweg schon vorgibt, z.B. dass Kinder in Familien mit Akademikereltern auch zu Akademikern werden und Arbeiterkinder eher seltener studieren. Denken Sie diese Prozesse werden durch die Digitalisierung eher verstärkt oder vermindert?</b></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Darin liegt das Potenzial der Digitalisierung. Allerdings sehen wir auch hier immer noch fast ebenso große soziale Unterschiede in den digitalen Kompetenzen wie in den Fachleistungen.</span></p>
<p>Titelbild: re:publica 2013: Tag 3 – Andreas Schleicher by Tony Soja via <a href="https://www.flickr.com/photos/re-publica/8734094243/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">flickr</a>, <a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC BY-SA 2.0</a></p>
<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-151003" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110111-630x110.png" alt="cc-lizenz-630x11011" width="453" height="79" /></a></p>
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