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	<title>Birma &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Birma &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Junta fährt Server runter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/junta-faehrt-server-runter-4070/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[fkirchner]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Sep 2008 10:12:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hacker-Angriff]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Junta]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bewohner Myanmars haben neue Repressalien auszuhalten. Pünktlich zum ersten Jahrestag der Mönchsaufstände am 18. September 2008 hat die Militärjunta aus Angst vor einer Wiederholung den Zugang zum Internet stark eingeschränkt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Bewohner Myanmars haben neue Repressalien auszuhalten. Pünktlich zum ersten Jahrestag der Mönchsaufstände am 18. September 2008 hat die Militärjunta aus Angst vor einer Wiederholung den Zugang zum Internet stark eingeschränkt.<!--break--></p>
<p>
Wie <a href="http://www.golem.de/0809/62557.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Golem</a> berichtet, schränkte das burmesische Regime bereits in der vergangenen Woche die Bandbreite soweit ein, dass die Übertragung von Filmen und Bildern nicht mehr möglich ist. Vor einem Jahr waren bei den Aufständen der Mönche vor allem mit Mobiltelefonen aufgezeichnete Bilder auf elektronischem Weg ins Ausland gelangt. Zudem müssen Internetcafés in der früheren Hauptstadt Rangun seit kurzem die Namen der Kunden registrieren und automatisch Screenshots der besuchten Seiten machen.
</p>
<p>
<b>Attacken gegen Exilseiten</b>
</p>
<p>
Damit jedoch noch nicht genug: Einige der burmesischen Seiten, die kritisch und frei aus dem Ausland betrieben werden, sahen sich in letzter Zeit vermehrt Hackerangriffen ausgesetzt. Sogenannte DDoS-Attacken legten Exil-Seiten wie <a href="http://www.irrawaddy.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The Irrawaddy</a> (aus Chiangmai/Thailand), die <a href="http://english.dvb.no/news.php?id=1765" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Democratic Voice of Burma</a> (Oslo), <a href="http://www.khitpyaing.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">The New Era Journal</a> (Bangkok) und <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mizzima News</a> (Neu-Delhi) lahm.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>InfoMonitor Mai 2008: Naturkatastrophen in Birma und China waren Topthemen</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/infomonitor-mai-2008-naturkatastrophen-in-birma-und-china-waren-topthemen-4090/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[InfoMonitor]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Jun 2008 11:42:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Dalai Lama]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Naturkatastrophen in Birma und China führen im Mai die Liste der Topthemen in den deutschen Fernsehnachrichten an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt hat.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Naturkatastrophen in Birma und China führen im Mai die Liste der Topthemen in den deutschen Fernsehnachrichten an, wie der InfoMonitor des Instituts IFEM, Köln, ermittelt hat.<br />
<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Über die Folgen des Wirbelsturms in Birma berichteten „Tagesschau“, „heute“, „RTL aktuell“ und „SAT.1 News“ zusammen zweieinhalb Stunden (152 Minuten), über die Erdbeben-Katastrophe in China insgesamt gut zwei Stunden (124 Minuten). Mit erheblichem Abstand folgen auf den Rängen drei bis fünf der Inzest-Fall von Amstetten mit 43 Minuten, die steigenden Benzin-, Öl- und Gaspreise mit 37 Minuten sowie die SPD-interne Debatte über die Kandidatur zur Bundespräsidentenwahl und den weiteren Kurs der Partei mit 35 Minuten. Die weiteren Themen der Top-10 im Mai waren: die Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom (30 Minuten), die Aufklärung des Holzklotz-Wurfs von einer Autobahnbrücke (26 Minuten), der 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels (25 Minuten), die Proteste der Bauern für höhere Milchpreise (21 Minuten) und der Dalai-Lama-Besuch in Deutschland (17 Minuten).
</p>
<p>
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/wp-content/uploads/05_top-10_themen_tv_hauptnachrichten.jpg" height="270" width="468" /><i><br />
Untersuchungszeitraum: 1.5.-31.5.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de  </i>
</p>
<p>
Der Wirbelsturm und die Überflutungen in Birma waren bei allen Hauptnachrichtensendungen das Thema Nr. 1, außer bei „RTL aktuell“, bei dem die Erdbebenkatastrophe in China noch davor rangierte. Auffällige Unterschiede zwischen den Sendungen zeigen sich u.a. bei dem Inzest-Fall im österreichischen Amstetten, der bei den privaten Nachrichten Rang 2 bzw. 3 einnahm, aber in keiner der öffentlich-rechtlichen Sendungen unter die Top-10 gelangte. Die Berichterstattung über Tornados in den USA erreichte bei „RTL aktuell“ Rang 7 und bei „SAT.1 News“ Rang 8, spielte aber in den Nachrichten von ARD und ZDF keine Rolle. Auch die Vorwahlen in den USA waren bei RTL und SAT.1 unter den Top-10 platziert, nicht jedoch bei ARD und ZDF. Dagegen nahm der 60. Jahrestag der Gründung des Staates Israel in der „Tagesschau“ Rang 5 und in „heute“ Rang 4 ein, während das Thema bei RTL und SAT.1 weiter hinten in der Topthemenliste rangierte.
</p>
<p>
Auch in den beiden Nachrichtenmagazinen von ARD und ZDF führten die beiden großen Naturkatastrophen die Themenliste an. Deutlich mehr als in den anderen Nachrichtensendungen wurde außerdem in den „Tagesthemen“ und im „heute-journal“ über die Diskussionen in der SPD über die Bundespräsidentenwahl und den Kurs der Partei berichtet, ebenso über die Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom und die Kontroverse um den Besuch des Dalai Lama in Deutschland. Die „Tagesthemen“ berichteten dazu im Mai vergleichsweise häufig über gesundheitspolitische Themen, das „heute-journal“ dagegen häufiger als die anderen Sendungen über das Film-Festival in Cannes.
</p>
<p>
<b><br />
Die Linke erstmals an vierter Stelle im Auftritts-Ranking</b>
</p>
<p>
Die Partei Die Linke war im Mai Gegenstand und Akteur einiger politischer Auseinandersetzungen, so zum Beispiel im Zusammenhang mit der Kür einer SPD-Kandidatin für die Wahl des Bundespräsidenten sowie wegen der Stasi-Vorwürfe gegen ihren Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Gregor Gysi. Diese Diskussionen waren vor allem dafür verantwortlich, dass Die Linke mit 85 Auftritten ihrer Politiker in Nachrichtensendungen erstmals Platz 4 im Parteienvergleich einnehmen konnte, direkt hinter der CSU mit 89 Auftritten. SPD und CDU lagen allerdings mit 443 bzw. 441 Auftritten weiter klar an der Spitze.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/05_parteienpr_tv_nachrichten.jpg" height="260" width="468" /><br />
<i>Untersuchungszeitraum: 1.5.-31.5.2008<br />
Insgesamt 1158 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i><i>  </i>
</p>
<p>
Mit Gregor Gysi und Oskar Lafontaine sind auch zwei Politiker der Linken unter den Top-20 der am häufigsten in den Fernsehnachrichten präsenten Politiker vertreten. Angeführt wird die Liste von Angela Merkel vor Kurt Beck, Bundespräsident Horst Köhler und der SPD-Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/05_top-20_politiker_nachrichten.jpg" height="440" width="468" /><i>Untersuchungszeitraum: 1.5.-31.5.2008<br />
Insgesamt 1158 Politikerpräsentationen (genannt, gezeigt oder mit O-Ton)<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1 News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de   </i>
</p>
<p>
<b><br />
SAT.1 mit stabilem Politikanteil</b>
</p>
<p>
Seit SAT.1 im März seine Hauptnachrichtensendung „SAT.1 News“ erstmals auf einem neuen Sendeplatz, werktags um 20 Uhr, ausstrahlte, hat sich der Politikanteil der Sendung erhöht. Dieser Trend hat sich auch im Mai bestätigt, in dem der Politikanteil bei SAT.1 mit 28 Prozent (entspricht durchschnittlich 3 Minuten pro Ausgabe) deutlich über dem von RTL mit 15 Prozent (ebenfalls 3 Minuten) lag. Dies ist allerdings kein Ergebnis eines Ausbaus der politischen Berichterstattung, sondern eine Folge der Verkürzung der SAT.1-Sendung bei in etwa gleichgebliebenen Sendeminuten für politische Themen.
</p>
<p>
Der Umfang der Politikberichterstattung war demgegenüber bei den Hauptnachrichtensendungen und Nachrichtenmagazinen von ARD und ZDF auch im Mai erheblich größer als bei den Privaten, wenn auch insgesamt wegen der Katastrophen in Birma und China etwas niedriger als in den Vormonaten. Die „Tagesschau“ kam auf 43 Prozent (7 Minuten), „heute“ auf 36 Prozent (7 Minuten), die „Tagesthemen“ auf 32 Prozent (8 Minuten) und das „heute-journal“ auf 39 Prozent (10 Minuten).
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/05_themenstruktur_tv_nachrichten_prozent_0.jpg" height="403" width="468" /><i><br />
Untersuchungszeitraum: 1.5.-31.5.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i>
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/05_themenstruktur_tv_nachrichten_minuten.jpg" height="404" width="468" /><i><br />
Untersuchungszeitraum: 1.5.-31.5.2008<br />
Untersuchte Sendungen: Tagesschau 20 Uhr; heute 19 Uhr; RTL aktuell; Sat.1<br />
News; Tagesthemen; heute-journal. &#8211; Quelle: IFEM, Grafik: politik-digital.de </i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Birma: Blog-Aktionen &#034;helfen sehr&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/birma-blog-aktionen-helfen-sehr-3515/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
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		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
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					<description><![CDATA[Aktionen wie die heutige <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Aktion gegen Gewalt in Birma</a> &#34;helfen sehr&#34;, sagte der birmesische Mönch Ashin Sopaka heute im
Live-Chat von politik-digital.de und tagesschau.de. So entwickelte sich eine globale Bewegung und man könne zeigen,&#34;dass die Medien - auch das Internet - eine große Kraft sind&#34;, schrieb der Mönch, der seit vier Jahren in Köln lebt und von dort für eine politische Veränderung in seinem Heimatland kämpft. Das vollständige Protokoll des Chats gibt es bei <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/asopaka_071004.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>. Das Blog des Mönchen ist hier zu finden: <a href="http://www.frieden-lauf.de/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frieden-lauf.de.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Aktionen wie die heutige <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog-Aktion gegen Gewalt in Birma</a> &quot;helfen sehr&quot;, sagte der birmesische Mönch Ashin Sopaka heute im<br />
Live-Chat von politik-digital.de und tagesschau.de. So entwickelte sich eine globale Bewegung und man könne zeigen,&quot;dass die Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind&quot;, schrieb der Mönch, der seit vier Jahren in Köln lebt und von dort für eine politische Veränderung in seinem Heimatland kämpft. Das vollständige Protokoll des Chats gibt es bei <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/asopaka_071004.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de</a>. Das Blog des Mönchen ist hier zu finden: <a href="http://www.frieden-lauf.de/default.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">frieden-lauf.de.<!--break--></a></p>
<div align="center">
<i> </i>
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Auszug aus dem Chat:
</p>
<p>
<b>nataku: </b>Heute findet auch eine internationale Aktion<br />
von Webloggern statt, die Banner, Grafiken und Postings unter dem Motto<br />
Free Burma auf ihre Seiten stellen. Was halten Sie von solchen<br />
Aktionen? Können die helfen?<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka: </b>Ja, solche Aktionen helfen sehr. So<br />
entwickelt sich eine globale Bewegung. Und wir können zeigen, dass die<br />
Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Mönche in Birma wollen weiter protestieren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/moenche-in-birma-wollen-weiter-protestieren-3616/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Buddhismus]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
		<category><![CDATA[Mönch]]></category>
		<category><![CDATA[Ashin Sopaka]]></category>
		<category><![CDATA[Junta]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[tagesschau.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 4. Oktober, war Ashin Sopaka zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der birmanische Mönch lebt in Köln im Exil und sprach über die aktuelle
Situation in Birma und seine Hoffnungen für das Land.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Donnerstag, 4. Oktober, war Ashin Sopaka zu Gast im tagesschau-Chat in Kooperation mit politik-digital.de. Der birmanische Mönch lebt in Köln im Exil und sprach über die aktuelle<br />
Situation in Birma und seine Hoffnungen für das Land.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Herzlich willkommen im tagesschau-Chat!<br />
Unser Thema heute ist der Aufstand in Birma, wo das Militärregime<br />
weiterhin massiv gegen Oppositionelle vorgeht. Unser Gast ist Ashin<br />
Sopaka, buddhistischer Mönch aus Birma. Herr Sopaka lebt in<br />
Köln. Einen herzlichen Gruß dorthin. Vielen Dank Herr<br />
Sopaka, dass Sie mit uns chatten! Frage nach Köln, können<br />
wir beginnen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/AshinSopaka_beimChat.jpg" alt="Ashin Sopaka" height="278" width="370" /><br />
<i>Ashin Sopaka beim tagesschau.de-Chat</i>
</p>
<p align="left">
<br />
<b>Christine:</b> Herr Sopaka, leben Sie in Deutschland<br />
im Exil? Sind Sie aus Birma geflüchtet?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, ich lebe hier im Exil. Ich habe<br />
eine Einladung von hier, deswegen bin ich hier her gekommen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wann hatten Sie zuletzt Kontakt mit<br />
Ihren Freunden in Birma?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Heute habe ich dreimal telefoniert.</p>
<p><b>Moderator:</b> Und mit wem haben Sie gesprochen? Oder<br />
ist es besser, keine Namen zu nennen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Mit den Organisatoren. Die Mönche<br />
haben viel Angst und halten sich versteckt.</p>
<p><b>saja:</b> Wie ist die Lage momentan vor Ort?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Im Moment attackiert die Regierung<br />
die Klöster. Viele Mönche sind immer noch verhaftet, auch<br />
gestern Nacht gab es neue Verhaftungen durch Soldaten.</p>
<p><b>ManuelvD:</b> Herr Sopaka, müssen sie Angst haben,<br />
dass Ihre Freunde wegen des Kontakts zu Ihnen verfolgt werden könnten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich habe Angst, aber trotzdem: Wir<br />
müssen reden! Aber die Mönche wechseln jeden Tag ihren<br />
Aufenthaltsort.</p>
<p><b>Moderator:</b> Also geht der Aufstand weiter?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Es geht weiter, ja. Aber die Mönche<br />
wären sonst nicht in Sicherheit, wenn sie nicht ständig<br />
umziehen würden. Bitte helft uns. Sprecht lauter für unsere<br />
Sicherheit!</p>
<p><b>nataku</b>: Wie verläuft denn die Organisation<br />
der Protestbewegung? Ist das zentral organisiert, gibt es sozusagen<br />
einen &quot;Kopf&quot; der Bewegung? Und welche Rolle spielen dabei<br />
Burmesen im Ausland, so wie Sie?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> In Burma haben sich neun Gruppen<br />
zusammengeschlossen und organisieren ihre Aktionen gemeinsam. Darunter<br />
sind Mönche, aber auch Studenten. Wir machen auch globale Aktionen,<br />
wir Mönche im Ausland.</p>
<p><b>adi</b>: Was passiert mit den festgenommenen Mönchen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Viele wurden in Arbeitslager deportiert,<br />
mussten ihre Roben ablegen und viele werden geschlagen. Einige sind<br />
in Gefangenschaft auch schon gestorben. Umgebracht worden durch<br />
Folter.</p>
<p><b>Moderator:</b> Was bedeutet es, wenn ein buddhistischer<br />
Mönch seine Robe ablegen muss?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Wenn die Mönche die Robe nicht<br />
mehr tragen, gelten sie in den Augen des Militärs als Zivilbürger<br />
und werden eher gefoltert. Die Mönche wollen ihre Roben natürlich<br />
nicht ablegen, weil es für sie nicht nur Ausdruck ihrer Religion<br />
ist, sondern auch ein Stück Aufgabe.</p>
<p><b>Moderator:</b> Sie haben gesagt, es wurde Mönche<br />
durch Folter umgebracht. Wie kommen diese Informationen zu Ihnen?<br />
Wie vertrauenswürdig sind die Personen, die Sie informieren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich habe direkten Kontakt zu den<br />
Mönchen. Wir telefonieren. Also sind die Informationen absolut<br />
vertrauenswürdig und glaubhaft. BBC und CNN berichten aber<br />
auch regelmäßig und sind natürlich auch eine vertrauenswürdige<br />
Quelle.</p>
<p><b>ManuelvD:</b> Werden die Mönche auch in der Konfrontation<br />
in jedem Fall der Gewalt abschwören?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Die Mönche sind einfach weggelaufen,<br />
sie haben sich nicht gewehrt. Aber in der Nacht versuchen sie natürlich,<br />
ihr Kloster zu schützen. Dazu klingeln sie laut mit Glocken<br />
um die Bevölkerung herbei zu rufen. Wir werden unter keinen<br />
Umständen gewaltsam reagieren.</p>
<p><b>octavia:</b> Warum weigern sich nicht mehr Soldaten<br />
dem Gehorsam? Sie kommen doch auch aus dem Volk. Gibt es für<br />
Armeeangehörige Privilegien? </p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Die Soldaten, die jetzt agieren,<br />
sind keine normalen Soldaten. Die meisten sind ehemalige Gefangene<br />
(wir sehen das an ihren Schuhen). Und es wurden den Soldaten wohl<br />
auch Drogen gegeben.</p>
<p><b>gyal:</b> Sind die Soldaten auch Buddhisten? Und wenn<br />
ja, wie können sie das mit Ihrem Glauben vereinbaren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka</b>: Sie sagen selbst, sie wären<br />
Buddhisten. Aber sie befolgen die Grundsätze dieses Glaubens<br />
nicht.</p>
<p><b>saja:</b> Wie ist der Rückhalt in der Bevölkerungen?<br />
Können die Mönche die Menschen noch erreichen und für<br />
den Widerstand mobilisieren?</p>
<p><b>Ashin Sopaka: </b>Ja, jederzeit. Was ich heute gehört<br />
habe ist, dass die Mönche trotzdem weitermachen. Sie haben<br />
Medien, erreichen das Ausland, aber auch die burmesische Bevölkerung,<br />
die uns immer noch sehr unterstützt.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nachfragen:</p>
<p><b>Jojo:</b> Was bedeutet „Die Soldaten sind ehemalige<br />
Gefangene“? Gefangene von wem, und warum?</p>
<p><b>goethe:</b> Wieso sieht man das an den Schuhen der<br />
Soldaten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Sie waren einfache Kriminelle. Mein<br />
Freund, den ich heute gesprochen habe, hat auch gesagt, dass tausende<br />
ehemalige Gefangene vor dem Kloster warten. Und ich sehe an den<br />
Schuhen (auf Fotos und Videos), dass es keine regulären Soldaten<br />
sind, weil in Burma die Soldaten eigentlich Uniformschuhe tragen.<br />
Auf <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mizzima.com</a><br />
gibt es z.B. solche Bilder. 😉</p>
<p><b>Moderator:</b> Birmas Regime-Chef Than Shwe hat gerade<br />
im staatlichen Fernsehen angekündigt, dass er einen Dialog<br />
mit der unter Hausarrest stehenden Friedensnobelpreisträgerin<br />
Aung San Suu Kyi beginnen will. Es gebe aber Bedingungen: Aung San<br />
Suu Kyi müsse dafür ihren Konfrontationskurs aufgeben.<br />
Das meldet die Agentur dpa vor zwei Minuten. Wie bewerten Sie das?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Das ist gut! Dialog ist ein sehr<br />
gutes Zeichen, in jedem Fall. Aung San Suu Kyi ist stark, sie vertritt<br />
unsere Position auch weiterhin glaube ich.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Auch die Agentur AP bestätigt,<br />
dass es zu einem Treffen kommen soll. Staatliche Medien in Birma<br />
haben das bestätigt. Befürchten Sie nicht, dass das nur<br />
ein vorgeschobenes Angebot sein könnte?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Dann sage ich „Herzlich willkommen<br />
zum Dialog“. Aber er muss von Herzen und echt sein, nicht<br />
nur vorgeschoben. Nicht nur wir Burmesen, sondern die ganze Welt<br />
muss aufpassen, nicht betrogen zu werden.</p>
<p><b>goethe:</b> Was bedeutet „glaube ich“ in<br />
Bezug auf die Position von Aung San Suu Kyi? Sie steht unter sehr<br />
starkem Druck. Kann es sein, dass sie der Oppositionspolitik den<br />
Rücken kehrt? Befindet sie sich in direkter Lebensgefahr? <br />
<b><br />
Ashin Sopaka:</b> „Glaube ich“ heißt, ich<br />
bin mir sicher. Sie ist ein Symbol und als solches nahezu unantastbar.<br />
Und sie macht das Beste für die Bevölkerung.
</p>
<p>
<b>sdfsdf:</b> Darf sich Aung San Suu Kyi denn Bedingungen<br />
aufzwingen lassen?
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka:</b> Das kann ich nicht sagen. Ein Dialog<br />
ist zunächst einmal gut, wir müssen diese Chance nutzen.<br />
Und man muss sicherlich auch kompromissbereit sein. Aber ich bin<br />
mir sicher, dass sie hart für uns kämpfen wird. Die Regierung<br />
weiß auch um die Rolle von Suu Kyi und dass sie damit eine<br />
starke Position hat. Mein Vorschlag ist: Beide Seiten sollen das<br />
Miteinander suchen, das Wohl der Bevölkerung.</p>
<p><b>Kero:</b> Welche direkten Ziele verfolgt der Aufstand?<br />
Was sind für Sie realisierbare Visionen für Birma im Zuge<br />
des Aufstandes?</p>
<p>Ashin Sopaka: Wir wollen ein friedliches Land schaffen, die Bevölkerung<br />
soll genügend Essen haben. Und es soll nicht mehr gekämpft<br />
werden.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nachfrage von:</p>
<p><b>saja:</b> Glauben Sie an die Dialogfähigkeit eines<br />
Militärregimes? Das widerspricht sich doch?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, ich glaube das Regime versteht,<br />
was sie gemacht haben. Dass ihnen kein anderer Ausweg mehr bleibt,<br />
als einen Dialog anzufangen.</p>
<p><b>nette:</b> Wie weit wird China Dialoge zulassen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> China ist im Moment wegen den Olympischen<br />
Spielen ein wenig anders. Sie lehnen die Gewalt in Burma auch ab.<br />
Die Stimmung in China hat sich geändert, ist nicht mehr wie<br />
früher.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zwei ähnliche Fragen:</p>
<p><b>dr. robert:</b> In wie weit beurteilen Sie die Chancen<br />
für Burma, im Falle eines erfolgreichen Umsturzes in eine Demokratie<br />
zu gehen? Wenn ich mir die Geschichte des Landes anschaue, sehe<br />
ich vor dem Regime einen Bürgerkrieg. Wie sehr wird das Volk<br />
an solch einem Prozess beteiligt sein?</p>
<p><b>simpson1984:</b> Welche neuen Konfliktlinien könnten<br />
aufbrechen, wenn die Junta erst einmal weg ist? Kann der Buddhismus<br />
die Ethnien friedlich zusammenhalten? Danke.</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Wenn das Land frei wäre, könnten<br />
wir friedlich miteinander diskutieren und ein friedliches Land schaffen.<br />
Ich denke nicht, dass es Bürgerkrieg geben würde. Der<br />
gegenwärtige Bürgerkrieg entsteht aus einem Missverständnis:<br />
Die Bevölkerung will das Regime nicht akzeptieren, weil es<br />
nicht offiziell gewählt ist. Es gibt überall im Land gewählte<br />
Parteien. Mit diesen könnte die Bevölkerung einen guten<br />
Weg einschlagen. Ich glaube, eine Demokratie wäre möglich.</p>
<p><b>SimonG:</b> Würde die Bevölkerung denn nach<br />
jahrelanger Unterdrückung damit leben können, dass die<br />
Herrscher von heute auch morgen noch die Regierung mitgestalten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Niemand würde die heutigen Herrscher<br />
wählen! Schon 1990 haben diese Herren eine derbe Niederlage<br />
gegen Suu Kyi&#8217;s Partei eingesteckt. Wir betrachten die Mitglieder<br />
des Regimes als Verbrecher. Ich bin überzeugt, diese Herren<br />
hätten keine Chance.<br />
Beatdesigner: Aber wie will man es schaffen, das Militärregime<br />
zu stürzen? Das ist doch fast unmöglich.</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Meine Vision ist, dass das Regime<br />
für kurze Zeit mit uns zusammen arbeitet und dann zurück<br />
tritt. Der Regierungschef ist schon 74, also sehr alt.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir haben vor dem Chat schon viele Fragen<br />
gesammelt. Am meisten interessiert hat die User das:<br />
anonym: Was können Menschen hier tun, um die Proteste zu unterstützen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Es gibt Möglichkeiten hier,<br />
die Solidarität zu zeigen: Am 6. Oktober sollt ihr rote Farben<br />
tragen. Und aufmerksam die Medien verfolgen, um weltweite Aktionen<br />
zu ermöglichen. Schaut auf <a href="http://www.frieden-lauf.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.frieden-lauf.de</a>.<br />
Auf <a href="http://www.dvb.no/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.dvb.no</a><br />
gibt es aktuelle Informationen (auch auf Englisch). <a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.mizzima.com</a><br />
hatte ich bereits erwähnt. </p>
<p><b>Otmar:</b> Ist mizzima news eine vertrauenswürdige<br />
Quelle? Sollte man sie unterstützen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Oh ja, auf jeden Fall ist dies eine<br />
vertrauenswürdige Quelle. Die Redaktion telefoniert jede Stunde<br />
mit Burma. Weitere Möglichkeiten der Unterstützung schreibe<br />
ich regelmäßig auf frieden-lauf.de.</p>
<p><b>Moderator: </b>Die am zweithöchsten bewertete<br />
Frage aus unserem „Warteraum“ vor dem Chat war diese:</p>
<p><b>satumata:</b> Wie würde sich die Lage in ihrem<br />
Land gestalten, wenn die Junta jetzt tatsächlich von einem<br />
Tag auf den anderen abdanken würde? Welche politischen und<br />
sozialen Kräfte wären in der Lage die Zukunft des Landes<br />
zu gestalten?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ganz klar die institutionellen Parteien.<br />
Sie wurden schon vor Jahren mit 82 Prozent von der Bevölkerung<br />
gewählt. Sie wären in der Lage, eine Regierung zu bilden.<br />
Wir haben 1990 gewählt, aber die jetzige Regierung hat das<br />
Resultat einfach ignoriert.</p>
<p><b>Moderator:</b> Auch das hat unsere User bereits vor<br />
dem Chat interessiert. Und Zusatzfrage von mir: Kann man im Moment<br />
überhaupt so einfach einreisen?</p>
<p><b>torso: </b>Wäre es sinnvoll, momentan nach Birma<br />
zu Reisen um als Europäer an den Protesten teilzunehmen?! Am<br />
besten in großen Gruppen, so das die Vereinten Nationen noch<br />
aufmerksamer werden. Mit der Hoffnung, dass die Regierung vor Gewalt<br />
gerade gegen Ausländer und so ja auch gegen das eigene Volk<br />
ablässt!</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ich selbst kann nicht einreisen.<br />
Aber Europäer können als Touristen einreisen, aber Urlaub<br />
machen sollte man da jetzt natürlich nicht. Aber es wäre<br />
wunderbar, wenn viele Friedensaktivisten einreisen und an den Protesten<br />
teilnehmen. Das würde uns nicht nur mehr Zugang zu Informationen<br />
verschaffen sondern natürlich auch die weltweite Aufmerksamkeit<br />
stärken. Den Antrag fürs Visum als &quot;Kellner&quot;<br />
stellen. 😉 So umgeht man die militärische Kontrolle, wie<br />
mir Freunde berichten.</p>
<p><b>nataku:</b> Heute findet auch eine internationale Aktion<br />
von Webloggern statt, die Banner, Grafiken und Postings unter dem<br />
Motto <a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Free Burma</a><br />
auf ihre Seiten stellen. Was halten Sie von solchen Aktionen? Können<br />
die helfen?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Ja, solche Aktionen helfen sehr.<br />
So entwickelt sich eine globale Bewegung. Und wir können zeigen,<br />
dass die Medien &#8211; auch das Internet &#8211; eine große Kraft sind.<br />
<b><br />
Moderator:</b> Diese Frage muss man angesichts des ermordeten<br />
japanischen Fotografen stellen:</p>
<p><b>not.bad:</b> Wie groß ist denn die Gefahr, wenn<br />
man als Ausländer an Protesten teilnimmt?</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Im Moment gibt es wenig offenen Protest<br />
in Burma. Mein Vorschlag ist, einfach dahin zu reisen und vor Ort<br />
nachzufragen, wie man am besten unterstützen kann. Ich würde<br />
nicht zu offenem Protest raten, aber ich wünsche mir natürlich<br />
Unterstützung der Bevölkerung und der Mönche.</p>
<p><b>Moderator:</b> Ganz viele Fragen zu diesem Thema: Stellvertretend<br />
noch eine dazu:</p>
<p><b>Oxford:</b> Wie beurteilen Sie grundsätzlich die<br />
Reisen von westlichen Touristen nach Burma? Sind sie hilfreich oder<br />
unterstützen sie damit nur das Militärregime?
</p>
<p>
<b>Ashin Sopaka:</b> Ich wünsche mir, dass die Menschen<br />
nicht als Touristen nach Burma reisen, um das Land zu sehen oder<br />
Urlaub zu machen. Also bitte keine „Busreisen“. Wer<br />
hinreist, sollte einzeln reisen und den Kontakt mit der Bevölkerung<br />
suchen.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wünsche von: </p>
<p><b>nette: </b>Ich wünsche euch viel Erfolg, ohne<br />
Gewalt und mit mehr Unterstützung. Es ist toll, dass die Mönche<br />
und die Bevölkerung so tapfer und hartnäckig ist, von<br />
Herzen&#8230;!</p>
<p><b>Autolycus:</b> Wir wünschen Ihrem Land und Volk<br />
das Glück, welches wir 1989 haben durften!</p>
<p><b>Moderator:</b> Unsere 60 Minuten tagesschau-Chat sind<br />
vorbei. Vielen Dank Herr Sopaka, dass Sie Zeit für den Chat<br />
hatten! Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Chats<br />
für Ihr Interesse und Ihre Fragen. Das Chat-Protokoll finden<br />
Sie in Kürze auf den Seiten von tagesschau.de und politik-digital.de<br />
zum Nachlesen. Noch ein Hinweis: Am kommenden Mittwoch, 10. Oktober<br />
kommt der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg,<br />
zum Chat ins ARD-Hauptstadtstudio. Online-Durchsuchung, Terror-Bekämpfung,<br />
das Verhältnis Polizei und Bürger – für solche<br />
Themen ist Freiberg der richtige Mann. Wir sind gespannt auf Ihre<br />
Fragen und würden uns freuen, wenn Sie wieder dabei sind. Das<br />
tagesschau-Chat-Team wünscht noch einen schönen Abend!</p>
<p><b>Ashin Sopaka:</b> Vielen Dank an alle Teilnehmer und<br />
die Veranstalter. Ich danke ganz Deutschland für die positiven<br />
Reaktionen auf unsere Aktionen. Bitte helft uns weiter!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste: Proteste in Myanmar</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Weblog]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Birma]]></category>
		<category><![CDATA[Burma]]></category>
		<category><![CDATA[Myanmar]]></category>
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					<description><![CDATA[Mönche gegen Militärregierung – in Myanmar, ehemals Birma, protestiert der buddhistische
Klerus gegen die Junta. Trotz massiver Einschränkungen der Pressefreiheit bemühen sich im Ausland lebende Burmesen, Nachrichten zu liefern: Mit Hilfe von Internet und Foto-Handys, Websites und Blogs.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mönche gegen Militärregierung – in Myanmar, ehemals Birma, protestiert der buddhistische<br />
Klerus gegen die Junta. Trotz massiver Einschränkungen der Pressefreiheit bemühen sich im Ausland lebende Burmesen, Nachrichten zu liefern: Mit Hilfe von Internet und Foto-Handys, Websites und Blogs.<br />
<!--break--></p>
<p>
Das Straßenbild in Myanmars Hauptstadt Rangun ist geprägt<br />
vom Rot der Mönchskutten. Seit Anfang September demonstrieren<br />
buddhistische Geistliche, Pro-Demokratie-Bewegungen und Zivilbevölkerung<br />
für eine Demokratisierung des Landes. Am Wochenende hat das<br />
Regime unter General Than Shwe die Proteste für beendet erklärt.<br />
Zuvor ging die Militärregierung mit Waffengewalt gegen die<br />
Demonstranten vor und erklärte fünf buddhistische Klöster<br />
zur Sperrzone.
</p>
<p>
Geht es nach der Junta, sollen andere Länder von den Protesten<br />
möglichst wenig mitbekommen: Journalisten unterliegen strengen<br />
Auflagen, Ende September sollen zudem Telefon- und Internetverbindungen<br />
gekappt worden sein. Gerüchten zufolge kann man seit Samstag,<br />
29. September, das Netz wieder erreichen.
</p>
<p>
Das Internet ist eine wichtige Verbindung der Burmesen zur Außenwelt:<br />
Mit dem Handy aufgenommene Fotos und Videos sowie E-Mails aus Myanmar<br />
erreichen über das WWW Landsleute im Ausland. Diese leben in<br />
Norwegen, England, den USA oder Deutschland im Exil, kritisieren<br />
von hier aus schon seit langem die Militärregierung und berichten<br />
über die aktuellen Ereignisse in Myanmar. Bilder der Proteste<br />
finden sich zudem auf dem Fotoportal flickr.com und beim Online-Video-Dienst<br />
YouTube. Und auch internationale Solidaritätsbekundungen verlagern<br />
sich ins Digitale. politik-digital.de gibt mit dieser Linkliste<br />
einen Überblick, wer über die Proteste informiert und<br />
wie die Online-Welt ihre Sympathien mit den Demonstranten bekundet.
</p>
<p>
<b>Hintergründe zu Protesten und Pressefreiheit</b>
</p>
<p>
<b><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/7010202.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BBC</a></b><br />
Einen Überblick über die Hintergründe der Proteste<br />
bietet die BBC in einem ausführlichen Online-Dossier. Der britische<br />
öffentlich-rechtliche Sender verfügt auch über ein<br />
Programm in burmesischer Sprache.
</p>
<p>
<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/rog-kritisiert-nachrichtenblockade-hintergrund-medien-myanmar.html%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Reporter<br />
ohne Grenzen</b></a> <br />
Hintergründe zur Pressefreiheit in Myanmar. Die Junta schränkt<br />
unabhängige Berichterstattung stark ein. In Myanmar ansässige<br />
Zeitungen, Fernsehsender und Radiostationen unterliegen einer strengen<br />
Zensur. Reporter ohne Grenzen führt das Land in seiner Rangliste<br />
zum Status der Pressefreiheit auf Platz 164 von 168 Staaten.
</p>
<p>
<a href="http://opennet.net/research/profiles/myanmar" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>OpenNet<br />
Initiative</b></a><br />
Die Initiative der Harvard University zeigt auf, welche Staaten<br />
Online-Inhalte filtern und auf welche Internetseiten man nicht zugreifen<br />
kann. Auch für Myanmar gibt es ausführliche Informationen:<br />
Internet-Zugang haben knapp 0,5 Prozent der burmesischen Bevölkerung.<br />
Zwar gibt es Internetcafés, doch die Verbindungskosten sind<br />
hoch, die Bandbreite niedrig. Über zwei Internetprovider können<br />
Burmesen online gehen. Beide, Myanmar Teleport (MMT) und Myanmar<br />
Posts and Telecom (MPT), unterstehen der Regierung und filtern von<br />
der Junta unerwünschte Inhalte – wenn auch beide Provider<br />
den Zugang zu unterschiedlichen Websites blockieren.
</p>
<p>
<b>Zeitungen und Online-Magazine</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.myanmar.com/newspaper/nlm/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>New<br />
Light of Myanmar</b></a> <br />
Das neue Licht von Myanmar, so der Titel in der deutschen Übersetzung,<br />
ist eine der staatlichen Tagesszeitungen. Im Internet erscheint<br />
auch eine englischsprachige Ausgabe. The Light of Myanmar berichtet<br />
über die Proteste, stellt aber angebliche Übergriffe der<br />
Demonstranten auf Polizisten und Soldaten in den Vordergrund. Laut<br />
The Light of Myanmar bemühe sich die Regierung um eine friedliche<br />
Lösung, die buddhistischen Mönche und die protestierenden<br />
Zivilisten werden als Saboteure dargestellt.
</p>
<p>
<a href="http://www.mmtimes.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>The Myanmar<br />
Times </b></a><br />
Eine wöchentlich erscheinende Zeitung. Die Online-Ausgabe erscheint<br />
ebenfalls in Englisch. In der aktuellen Ausgabe berichtet die Myanmar<br />
Times nicht über die Proteste.
</p>
<p>
<a href="http://www.burmanet.org/news/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>BurmaNet<br />
News</b></a><br />
Der Online-Service BurmaNet News liefert seit 1994 auf einer Website<br />
und über einen Newsletter eine ausführliche und aktuelle<br />
Presseschau. Was Nachrichtenagenturen, internationale Medien und<br />
Blogs über Burma berichten – die Redakteure von BurmaNet<br />
News sammeln es und übersetzen die Meldungen ins Englische.<br />
Aus Myanmar selbst kann man nicht auf diese Informationen zugreifen:<br />
Laut OpenNet blockieren die burmesischen Interentprovider BurmaNet<br />
News.
</p>
<p>
<a href="http://www.irrawaddy.org/protests/BurmaProtests.php#25-13" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>The<br />
Irrawaddy </b></a><br />
Unabhängiges Online-Magazin, gegründet von in Thailand<br />
lebenden Burmesen. Das Team von Irrawaddy ruft seine Leser auf,<br />
Fotos der Proteste an die Redaktion zu mailen.
</p>
<p>
<a href="http://www.mizzima.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Mizzima<br />
News </b></a><br />
Im Exil lebende Burmesen gründeten das Online-Magazin 1998.<br />
Ihr Ziel ist es, mit Berichten über die Lage in Myanmar die<br />
öffentliche Wahrnehmung des Landes zu fördern.
</p>
<p>
<b>Radiosender</b>
</p>
<p>
Da Tages- und Wochenzeitungen in Myanmar der Junta unterstehen<br />
und die Internetprovider den Zugriff auf regierungskritische Websites<br />
sowie ausländische Nachrichtenportale blockieren, sind internationale<br />
Radiosender eine der wenigen Möglichkeiten für Burmesen,<br />
unabhängige Informationen zu bekommen.
</p>
<p>
<a href="http://www.rfa.org/english/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Radio<br />
Free Asia</b></a><br />
Der unabhängiger Radiosender, eine private Non-profit-Organisation,<br />
hat seinen Sitz in mehreren Ostasiatischen Staaten, unter anderem<br />
in China, Japan, Süd-Korea und Indien. Die Internetseite ist<br />
in neun asiatischen Sprachen sowie auf englisch verfügbar.
</p>
<p>
<a href="http://www.voanews.com/burmese/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Voice<br />
of America</b></a> <br />
Voice of America ist ein internationaler Sender, 1942 von der US-Regierung<br />
gegründet. Sendet in verschiedenen Sprachen, darunter auch<br />
burmesisch. Auf der Website stehen die Nachrichten sowohl zum Nachlesen<br />
als auch als Audio zum Download zur Verfügung. Seit dem 26.<br />
September hat Voice of America den Anteil an Berichten in Burmesisch<br />
verdoppelt.
</p>
<p>
<a href="http://english.dvb.no/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Democratic<br />
Voice of Burma (Demokratische Stimme Burmas) </b></a><br />
Non-Profit-Organisation mit Sitz in Norwegen. In Skandinavien lebende<br />
Burmesen wollen unabhängig und objektiv über Myanmar berichten<br />
und setzen sich gleichzeitig für Demokratie und Menschenrechte<br />
in dem Staat ein.
</p>
<p>
<b>Burmesische Blogs</b>
</p>
<p>
Es gibt eine Vielzahl burmesischer Blogger, die aus dem Ausland<br />
über die Ereignisse im Myanmar berichten. Wir zeigen hier nur<br />
eine kleine Auswahl.
</p>
<p>
<a href="http://ko-htike.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Ko<br />
Htike </b></a><br />
Der Burmese Ko Htike lebt in London. Auf seinem vormals literarischen<br />
Weblog veröffentlicht er E-Mails und Fotos, die ihn aus Myanmar<br />
erreichen. Er schreibt zum Teil auf Burmesisch, zum Teil in Englisch.
</p>
<p>
<a href="http://seinkhalote.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Justice<br />
and Injustice</b></a> <br />
Sein Khalote bloggt auf burmesisch, veröffentlicht aber viele<br />
Fotos der Proteste.
</p>
<p>
<a href="http://mr-jade.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Mr.<br />
Jade</b></a> <br />
Bloggt zum Teil auf Englisch, zum Teil auf Burmesisch. Veröffentlicht<br />
Meldungen und Fotos.
</p>
<p>
<a href="http://dathana.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Nyein<br />
Chan Yar </b></a><br />
Berichtet zum Teil auf Englisch. Auch hier finden sich viele Fotos<br />
der Demonstrationen sowie Handy-Videos, die das Vorgehen der Militärs<br />
gegen die protestierenden Mönche zeigen.
</p>
<p>
<a href="http://niknayman.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Nik<br />
Naymann </b></a><br />
Fotos und Videos. Bloggt auf Burmesisch.
</p>
<p>
<b>Solidaritäsaktionen</b>
</p>
<p>
<a href="http://www.rsf.org/rubrique.php3?id_rubrique=542" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Handbuch<br />
für Blogger und Cyber-Dissidenten</b></a> <br />
Die Reporter ohne Grenzen geben in einem PDF-Handbuch Tipps für<br />
Blogger, die in Staaten mit strengen Zensurbestimmungen leben. Die<br />
Ratschläge reichen von der Erklärung, wie man ein Weblog<br />
aufsetzt, bis hin zu Tipps, wie die Blogger ihre Anonymität<br />
bewahren können.
</p>
<p>
<a href="http://www.avaaz.org/en/stand_with_burma/f.php?cl=20227734&amp;signup=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Unterschriftenaktion<br />
</b></a><br />
Die internationale Organisation Avaaz ruft zur Unterzeichnung einer<br />
Petition auf. Darin fordern die Unterzeichner den chinesischen Präsidenten<br />
und die Vereinten Nationen auf, sich gegen ein gewaltsames Vorgehen<br />
der Militärjunta zu wenden und die Demokratiebewegung zu unterstützen.
</p>
<p>
<a href="http://www.frieden-lauf.de/Burma/Burma.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Ashin<br />
Sopaka, Friedenslauf</b></a><br />
Der burmesische Mönch Ahin Sopaka lebt seit 2003 in Köln-Mülheim,<br />
leitet dort ein buddhistisches Zentrum und läuft für Frieden<br />
und Demokratie in Myanmar. Zudem beteiligt er sich über das<br />
Internet an der Organisation der Proteste. Auf seiner Website hat<br />
er ein Forum für Leserkommentare eingerichtet. Am Donnerstag,<br />
4. Oktiober, ist Ashin Sopaka von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast im<br />
<a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=81&amp;id=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tagesschau-de-Chat</a>.
</p>
<p>
<a href="http://www.free-burma.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Free<br />
Burma</b></a> <br />
Internationale Blogger planen am 4. Oktober einen Solidaritätstag.<br />
Weblogger sollen einen Eintrag zum Thema verfassen und ihre Solidarität<br />
mit einer Grafik oder einem Banner mit der Aufschrift „Free<br />
Burma“ verdeutlichen. Die Planung läuft über ein<br />
in mehreren Sprachen verfügbares <a href="http://freeburma.stots.de/doku.php?id=official_wiki" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wiki</a>,<br />
ein Online-Dokument, das jeder Nutzer bearbeiten kann. <a href="http://www.flickr.com/groups/479791@N25/pool/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grafiken</a>,<br />
Banner und <a href="http://flickr.com/photos/tags/freeburma/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fotos</a><br />
gibt es bei flickr.com.
</p>
<p>
<a href="http://www.flickr.com/groups/553084@N22/pool/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Red<br />
Shirt Day </b></a><br />
Rot sind die Kutten der buddhistischen Mönche und in rote Shirts<br />
sollte man sich am Freitag, 27. September, kleiden, sich fotografieren<br />
und das Foto auf flickr. hochladen, um an dieser Aktion teilzunehmen.<br />
In der entsprechenden Gruppe gibt es das Ergebnis zu sehen.
</p>
<p>
<a href="http://swiss-lupe.blogspot.com/2007/09/blogger-fr-burma-untersttzungsaktion.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Blogger<br />
für Burma</b></a><br />
Der Schweizer Satire-Blog Lupe rief zu einer ganz unsatirischen<br />
Solidaritsaktion auf: Blogger sollen einen Eintrag schreiben, der<br />
sich mit den Protesten befasst, und so ihre Sympathien bekunden.
</p>
<p>
<a href="http://www.sternengarten.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><b>Red<br />
Blogs for Burma</b></a><br />
Nimue vom sternengarten-Blog kam auf die Idee, als Solidaritätsbekundung<br />
mit den rotgekleideten Mönchen dem eigenen Blog ein rotes Outfit<br />
zu verpassen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Alle interessieren sich für das Internet &#8211; Besonders die Diktatoren</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-jpain_internetzensur060914-shtml-2386/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[jpain]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Sep 2006 23:00:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Saudi-Arabien]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Gefängniswärter des Internets]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Gefängniswärter des Internets<!--break--><br />
                            <strong>Das Internet hat die Medien weltweit revolutioniert. Private Webseiten, Blogs und Diskussionsgruppen verschaffen Menschen eine Stimme, die vormals Informationen lediglich passiv konsumiert haben. Die globale Vernetzung hat damit viele Zeitungsleser und Fernsehzuschauer zu ziemlich erfolgreichen Journalisten gemacht.</strong></p>
<p>Diktatoren stehen dieser explosionsartigen Vermehrung von Online-Informationen machtlos gegenüber, könnte man jedenfalls meinen. Denn wie sollten sie imstande sein, die E-Mails von 130 Millionen chinesischen Internetnutzern zu überwachen oder die Botschaften von 70 000 iranischen Bloggern zu zensieren? Doch leider zeigen sich die Feinde des Internets entschlossen und im Stande, genau dies zu tun. Die chinesische Regierung hat als erstes repressives Regime erkannt, dass das Internet ein außerordentliches Instrument der freien Meinungsäußerung darstellt und entsprechend schnell reagiert. Inzwischen verfügt die Regierung in Peking über das Geld und das Personal, um den E-Mail-Verkehr auszuspionieren und „staatsfeindliche&#8221; Webseiten zu zensieren. Das Regime beweist also, dass man das Internet ebenso kontrollieren kann wie die traditionellen Medien. Man braucht nur die richtige Technologie, und schon hat man die ersten „Internet-Dissidenten&#8221; herausgefischt.</p>
<p>Das chinesische Modell ist und war sehr erfolgreich. Das Regime konnte die Mehrzahl der Internetnutzer davon abbringen, sich offen über politische Themen zu äußern. Und wenn sie es doch tun, halten sie sich an die offizielle Linie. In den letzten zwei Jahren haben sich die Prioritäten der Regierung jedoch verschoben. Vordringlicher als die Überwachung abweichender Meinungen im Internet ist inzwischen das Bemühen, auf die Proteste und Unruhen in der Bevölkerung zu reagieren.</p>
<p>Das Internet ist zum Resonanzboden für die Unmutsäußerungen geworden, die in den meisten chinesischen Provinzen laut werden. Demonstrationen und Proteste gegen Korruptionsskandale, die es früher nur in einigen Städten gab, haben sich mittels Internet über das ganze Land ausgebreitet. Die Regierung hat 2005 versucht, der rasanten Verbreitung von regimekritischem Gedankengut über das Internet entgegenzuwirken. So hat sie die Gesetze verschärft und einen strengen Verhaltenskodex vorgelegt, den man auch „die zehn Gebote&#8221; für chinesische Internetnutzer nennen könnte und der vor allem auf die Herausgeber von Online-Diensten zielt. Diese Sammlung von strengen Regeln zielt vor allem auf die Herausgeber von Online-Diensten.</p>
<p>Was die Überwachung und die Zensur des Internets betrifft, so agiert das Regime fantasievoll und erfolgreich. Und leider haben andere Regierungen begonnen, von den Chinesen zu lernen.</p>
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                              <strong>Die Gefängniswärter des Internets</strong>
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<p>All die altbekannten „Feinde der Pressefreiheit&#8221; zensieren mittlerweile ebenfalls das Internet: Weißrussland, Birma, Kuba, der Iran, Libyen, die Malediven, Nepal, Nordkorea, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien, Turkmenistan, Usbekistan und Vietnam. 2003 kamen Internet-Dissidenten nur in China, in Vietnam und auf den Malediven ins Gefängnis. Heute ist das in mehr Ländern der Fall. Im Iran wurden seit September 2004 zahlreiche Blogger und Internet-Journalisten ins Gefängnis geworfen. Mojtaba Saminejad zum Beispiel ist seit Februar 2005 inhaftiert, weil er Material versandt hat, das angeblich den Islam beleidigt. In Libyen wurde der ehemalige Buchhändler Abdel Razak al-Mansouri zu 18 Monaten Haft verurteilt, weil er sich im Internet über den Präsidenten Gaddafi lustig gemacht hatte. In Syrien wurden zwei Internetnutzer verhaftet und gefoltert; der eine hatte Fotos von einer pro-kurdischen Demonstration in Damaskus über das Internet versandt, der andere hatte lediglich einen Newsletter weitergeleitet, den das Regime als illegal betrachtete.</p>
<p>In Tunesien sitzt ein Rechtsanwalt seit März 2005 im Gefängnis, weil er in einem Internet-Newsletter die Korruption im Staate kritisiert hatte. Als im November 2005 in Tunis eine UN-Konferenz über die Zukunft des Internets stattfand, saß dieser Menschenrechtsaktivist mehrere hundert Kilometern von seiner Familie entfernt in einer Gefängniszelle &#8211; eine düstere Warnung an die Internetnutzer in aller Welt.</p>
<p>Die Internet-Zensur greift immer weiter um sich und findet heute in allen fünf Kontinenten statt. In Kuba, wo der Kauf eines Computers nur mit Zustimmung der herrschenden Partei möglich ist, werden alle dem Regime nicht genehmen Webseiten weggefiltert. Im Nahen und Mittleren Osten und in Nordafrika hat sich die Situation verschärft. Seit November 2005 zensiert Marokko alle politischen Webseiten, die für die Unabhängigkeit der Westsahara eintreten. Im Iran wird die Liste der verbotenen Seiten von Jahr zu Jahr länger; sie umfasst mittlerweile alle Publikationen, in denen von Frauenrechten die Rede ist. Die chinesischen Behörden können heute Texte von Bloggern automatisch zensieren, dabei werden Wörter wie „Demokratie“ und „Menschenrechte“ einfach gelöscht.</p>
<p>Einige Länder Asiens gehen offenbar noch weiter als ihr „Big Brother&#8221; in Peking. Birma verfügt über eine raffinierte Technologie zum Filtern des Internets. Alle birmesischen Internetcafés überwachen ihre Kunden, indem sie alle fünf Minuten automatisch aufzeichnen, was sich auf dem Bildschirm befindet.</p>
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                              <strong>Westliche Unternehmen als Komplizen</strong>
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<p>Aber wie konnten sich all diese Länder die nötigen Kenntnisse verschaffen? Haben Birma und Tunesien ihre eigene Software entwickelt? Nein. Sie erwarben die Technologie von ausländischen, zumeist US-amerikanischen Firmen. So verkaufte die Firma Secure Computing der tunesischen Regierung ein Programm, mit dem sie das Internet zensiert, darunter auch die Webseite von Reporter ohne Grenzen. Ein weiteres US-Unternehmen, Cisco Systems, baute den Chinesen ihre Internet-Infrastruktur auf und verkaufte ihnen zugleich die Spezialausstattung, mit der das Zensursystem der Polizei betrieben wird. Im September 2005 fand Reporter ohne Grenzen heraus, dass das US-Unternehmen Yahoo der chinesischen Polizei Informationen zur Verfügung gestellt hat, die dem Internet-Dissidenten Shi Tao eine zehnjährige Gefängnisstrafe einbrachten.</p>
<p>Inzwischen gibt China seine Fähigkeiten zur Internetüberwachung an andere Feinde des Internets weiter, zum Beispiel an Simbabwe und Kuba und neuerdings auch an Weißrussland. Diese Länder werden in wenigen Jahren für die Kontrolle des Internets wahrscheinlich nicht mehr auf westliche Hilfe angewiesen sein.</p>
<p>Die Verantwortung für die Zukunft des Internets tragen allerdings nicht nur die privaten Unternehmen, sondern auch die demokratischen Regierungen. Doch viele Staaten, die in der Regel die Freiheit des Internets respektieren, setzen sich nicht etwa für diese Freiheit ein, sondern wollen selbst eine unangemessene Kontrolle ausüben. Häufig haben sie dafür gute Gründe – etwa den Kampf gegen den Terrorismus, gegen Kinderpornographie und Internet-Verbrechen – doch dieser Überwachungsdrang bedroht zugleich das Recht auf freie Meinungsäußerung.</p>
<p>In dieser Hinsicht sind auch die Richtlinien zur Vorratsdatenspeicherung beunruhigend, die von den Europäischen Union im Februar verabschiedet wurden (wobei sie freilich in keiner Weise mit den strengen Restriktionen in China vergleichbar sind). Eine dieser Regeln, die den Internet Service Providern (ISPs) die Auflage macht, die Protokolle der Online-Aktivitäten ihrer Kunden für eine festgelegte Zeit zu speichern, wird das Recht der Verbraucher auf Schutz ihrer Privatsphäre ernsthaft aushöhlen. Sie wird derzeit in Brüssel erneut diskutiert.</p>
<p>Auch die Vereinigten Staaten sind im Hinblick auf die Kontrolle des Internets alles andere als vorbildlich. Durch Lockerungen gesetzlicher Regelungen zur Überwachung des Online-Verkehrs und filtern des Internets in öffentlichen Bibliotheken senden sie eine sehr zwiespältige Botschaft an die internationale Gemeinschaft.<br />
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                              <strong>Der Autor Julien Pain ist Internetexperte der Organisation<br />
                              <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Reporter ohne Grenzen&#8221;</a> in Paris.</strong>
                            </p></p>
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