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	<title>Blogger &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Blogger &#8211; politik-digital</title>
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		<title>Digitale Presseschau 33/2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Schumacher]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Aug 2012 15:27:38 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Angst und Terror verursacht im Internet: Sei es der mexikanische Drogenkrieg 2.0 oder die Angst der US-Abgeordneten vor Internetaktivisten. Dabei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Angst und Terror verursacht im Internet: Sei es der mexikanische Drogenkrieg 2.0 oder die Angst der US-Abgeordneten vor Internetaktivisten. Dabei kann das Internet auch Menschen helfen, wie beim Thema Menschenrechte oder bei der Wahrheitsfindung im Fall Vatileaks. Dies und mehr in der heutigen Ausgabe der digitalen Presseschau. </p>
<p><iframe hcb-fetch-image-from="http://www.youtube.com/watch?v=xpgHhV5JmsY" title="Bloggerstatements zum Thema &quot;Menschenrechte und Internet&quot;" width="840" height="473" src="https://www.youtube.com/embed/xpgHhV5JmsY?feature=oembed&#038;width=840&#038;height=1000&#038;discover=1" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Das Medium Internet hat dazu geführt, dass das Thema Menschenrechte immer weiter in den Fokus rückt. Seien es Onlinekampagnen wie Kony oder &#8220;nur&#8221; ein Blogeintrag einer jungen ägyptischen Freiheitsliebenden. Die Internet und Gesellschaft Co:llaboratory hat nun ein Video produziert, in dem Bloggerinnen und Blogger aus aller Welt ihre Erfahrungen zum Thema Menschenrechte und Internet geschildert haben.</p>
<p><a href="http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/im-netz-der-kartelle" title="Im Netz der Kartelle"><strong>Im Netz der Kartelle</strong></a></p>
<p>Mexiko &#8211; ein aufstrebendes Land, allerdings von der Drogenmafia mitregiert. Auch nach der Präsidentschaftswahl von Enrique Peña Nieto im Juli hat sich daran nicht viel geändert. In der Zeitung der Freitag hat Sonja Peteranderl diese Woche dargestellt, wie der mexikanische Drogenkrieg auf soziale Netzwerke ausgedehnt wurde. Dabei spielt nicht nur die Blogosphäre eine Rolle, es geht auch Killer, die Fotos von Opfern auf Facebook posten. Anonymität ist die letzte Hoffnung der mexikanischen Social-Media-Aktivisten.</p>
<p><a href="http://futurezone.at/netzpolitik/10693-trapwire-wikileaks-schuert-ueberwachungsaengste.php" title="TrapWire: Wikileaks schürt Überwachungsängste"><strong>TrapWire: Wikileaks schürt Überwachungsängste</strong></a></p>
<p>Wegen des Wirbels um den Haftbefehl für Mitbegründer Julian Assange wurde es in den letzten Monaten etwas still um die Aktivitäten von Wikileaks. Durch die jüngste Veröffentlichung ist Wikileaks aber wieder in aller Munde. Gegenstand des &#8220;Leaks&#8221; war die Überwachungs-Software Trapwire, die frühzeitig die Planung von Terrorattacken erkennen und jetzt in Großstädten in den USA und Großbritannien zum Einsatz kommen soll. Jakob Steinschaden erklärt auf der österreichischen Nachrichtenplattform Futurezone, dass die Informationen über Trapwire teilweise nicht korrekt oder veraltet sind, trotzdem könne Wikileaks von der medialen Aufmerksamkeit profitieren.</p>
<p><a href="http://www.welt.de/politik/deutschland/article108628371/Piraten-und-FDP-streiten-ueber-Mitbestimmung.html" title="Piraten und FDP streiten über Mitbestimmung"><strong>Piraten und FDP streiten über Mitbestimmung</strong></a></p>
<p>Liquid Feedback vs. New Democracy, oder besser gesagt Piratenpartei gegen die FDP. Welche Online-Beteiligungsplattform ist besser? Im Interview für Welt Online haben Manuel Bewarder und Thorsten Jungholt mit Christopher Lauer (Piraten) und Jimmy Schulz (FDP) nicht nur über die Stärken und Schwächen der beiden Plattformen gesprochen, sondern auch gefragt, warum die FDP den Piraten dankbar sein können.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/netzpolitik-nach-sopa-protesten-die-angst-der-us-abgeordneten-vor-dem-internet-1.1441464" title="Die Angst der US-Abgeordneten vor dem Internet"><strong>Die Angst der US-Abgeordneten vor dem Internet</strong></a></p>
<p>Für die USA ist es das Jahr der erfolgreichen Online-Proteste: Erst der &#8220;Stop Online Piracy Act“ (SOPA), dann der &#8220;Protect IP Act“ (PIPA). Beide scheiterten im Repräsentantenhaus beziehungsweise im Senat. Nicht verwunderlich ist daher, dass Matthias Kolb von der Süddeutschen Zeitung in seinem Artikel die Angst der US-Abgeordneten vor dem Internet beleuchtet. Nach SOPA und PIPA haben die Online-Aktivisten schon den nächsten Geheimvertrag der Regierung im Auge. Und dieses Mal hat es nichts mit dem Thema Urheberrecht zu tun.</p>
<p><a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2012/08/viele-wahrheiten-im-fall-vatileaks/" title="Viele Wahrheiten im Fall Vatileaks"><strong>Viele Wahrheiten im Fall Vatileaks</strong></a></p>
<p>Die Klatschpresse war voll davon: ein Kammerdiener von Papst Benedikt XVI. hat Informationen über den Vatikan verkauft und muss sich jetzt vor Gericht verantworten. Auch der Journalist Gianluigi Nuzzi hat vertrauliche Dokumente über Umwege aus dem Vatikan geschleust und veröffentlicht. Resultat: Erschreckende Geschichten über Korruption, Vergewaltigung und Geldwäsche. Was ist aber an den Geschichten dran? Um das herauszufinden gibt es in Italien unlängst eine Facebook-Gruppe und eine Online-Petition. Giuseppe Paletta hat sich für den ZDF-Blog Hyperland die Suche der Italiener nach der Wahrheit im Fall Vatileaks etwas genauer angeschaut.</p>
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		<title>ESC: Bakus Blogger fordern politisches Bekenntnis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 May 2012 16:57:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[Emin Milli]]></category>
		<category><![CDATA[Eurovision Song Contest]]></category>
		<category><![CDATA[Internetaktivist]]></category>
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					<description><![CDATA[Für die aserbaidschanische Opposition ist der Eurovison Song Contest (ESC) in Baku bislang ein Erfolg: Ihre Kritik am Regime findet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/esc-bakus-blogger-fordern-politisches-bekenntnis/p1010175_slider/" rel="attachment wp-att-116661"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-116661" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/P1010175_slider.jpg" alt="" width="630" height="331" /></a>Für die aserbaidschanische Opposition ist der Eurovison Song Contest (ESC) in Baku bislang ein Erfolg: Ihre Kritik am Regime findet in den westlichen Medien seit Monaten ein breites Echo. Erstmals könnte die Gesellschaft freier werden, hofft Blogger Emin Milli. Ein Portät des Internetdissidenten.</p>
<p>Anfangs mag der Eindruck des Mannes noch nicht recht zu dem zynischen Humor passen, für den er 17 Monate lang eingesperrt war. Emin Milli wirkt aufgeräumt und abgeklärt, als er an diesem heißen Spätvormittag im Mai in einem mit Journalisten voll gepferchten Presseraum von <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reporter ohne Grenzen</a> in Berlin Mitte Platz nimmt. Gut möglich, dass Milli, der mit bürgerlichem Namen Abdullayev heißt, mittlerweile aus Routine so frei über die Umstände seiner Verhaftung redet. Jedenfalls spricht der Blogger über sich selbst wie von einer dritten Person, als wäre ein anderer und nicht er Opfer eines politischen Prozesses, von Einschüchterung und physischer Gewalt. Die Geschichte Millis beginnt mit zwei Eseln, die Aserbaidschan im Jahr 2008 für 42.000 US-Dollar das Stück aus Deutschland einführte. Milli und der befreundete Blogger Adnan Hajizade wunderten sich über den unerklärlich hohen Preis der Tiere und filmten eine inszenierte Pressekonferenz, auf der der deutsche Wunderesel seine Qualitäten anpreist. Den fünfminütigen Spot stellten sie samt englischen Untertiteln online.</p>
<p>Was harmlos gedacht war, kam &#8220;nicht gut bei den Machthabern an&#8221;, wie Milli einräumt, der derzeit in London zum Thema neue Medien und arabischer Frühling promoviert. An sich besitze Aserbaidschan zwar eine &#8220;gute satirische Tradition&#8221;, doch das Video, da ist sich Milli heute sicher, war lediglich der Anlass, die beiden in jener Zeit aktivsten Blogger des Landes in die Schranken zu weisen. Dabei spielte offenbar keine Rolle, dass sich bis zu jenem Zeitpunkt weder er noch Hajizade offen regimekritisch äußerten. Sie organisierten Jugendtreffen und Diskussionsrunden von Aserbaischanern, die im Ausland studiert hatten. In Aserbaidschan wohl ein ausreichender Grund, um das Missfallen des Regimes &#8211; und dessen Härte &#8211; auf sich zu ziehen. Sie wurden in einem Restaurant verprügelt, wegen Rowdytum angeklagt und zu zweieinhalb und zwei Jahren Haftstrafe verurteilt. Rückblickend ist Milli klar: Seine und Hajizades Verhaftung war &#8220;ein Signal&#8221; der autoritären Regierung nicht nur an ihn: &#8220;Die ganze Generation&#8221; sollte in Angst versetzt werden.</p>
<pre>[youtube http://www.youtube.com/watch?v=Aaecvg7xCIk&amp;w=630&amp;h=350]Aufgrund dieses Videos wurde Milli zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt.</pre>
<p>Dass Millis Geschichte heute so bekannt ist, liegt auch am Eurovision Song Contest, der am 26. Mai in Baku ausgetragen wird. Als der Regimekritiker 2009 verhaftet wurde, nahmen davon nur wenige internationale Nichtregierungsorganisationen wie Amnesty International Kenntnis, die <a href="http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-308-2009/zwei-blogger-haft?destination=suche%3Fwords-advanced%3Dmilli%26country%3D%26topic%3D%26node_type%3D%26from_month%3D1%26from_year%3D2009%26to_month%3D12%26to_year%3D2009%26page_limit%3D10%26form_id%3Dai_search_form%26search_x%3D21%26search_y%3D12" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Milli und Hajizade als gewaltfreie politische Gefangene</a> einstufte. Drei Jahre später muss Milli reihenweise Interview-Anfragen absagen, weil er der physischen Belastung neben dem Studium nicht gewachsen ist. Der Einladung nach Berlin durch die Bundestagabgeordnete der Grünen Viola von Cramon ist Milli dennoch gefolgt. Vielleicht, weil Milli sich ehrlich &#8220;freut&#8221; über die große Aufmerksamkeit für sein Land &#8211; vielleicht, weil keine anderes Land so gezielt über <a href="http://www.pressefreiheit-fuer-baku.de/index.php?id=603" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschenrechtsverletzungen und Pressfreiheit in Aserbaidschan</a> berichtet wie Deutschland. Eine Einschätzung, die auch die Machthaber um Präsident Ilcham Alijew in Baku teilen. Sie sehen in der kritischen Berichterstattung deutscher Medien eine „systematische Kampagne“ gegen ihr Land. Und starteten ihrerseits eine diffamierende Kampagne in ihren Staatsmedien gegen Deutschland.</p>
<p>Für Milli eine &#8220;phänomenale Geschichte&#8221; voller Absurdität &#8211; und einer der Beweggründe für den ehemaligen Büroleiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Baku, im September als Schriftsteller nach Aserbaidschan zurückzukehren. Deutschland als Land der Prostituition und Korruption? Solche &#8220;Sowjetpropaganda im schlechtesten Stil&#8221; habe selbst für Aserbaidschaner Unterhaltungswert. Online würden die originellsten Schmähsendungen geteilt und spöttisch kommentiert, berichtet Milli. Doch kurz vor dem musikalischen Finale in Baku habe die Regierung eine &#8220;rote Linie&#8221; überschritten. Die Zeitung der Regierungspartei &#8220;Yeni Azerbaijan&#8221; hat sich &#8211; von den deutschen Medien weitgehend unbeachtet &#8211; zu einer Foto-Collage hinreißen lassen, die den Menschenrechtsbeauftragten Markus Löning, den deutschen Botschafter in Aserbaidschan Herbert Quelle und aserbaidschanische Oppositionsführer neben Adolf Hitler zeigen. Milli erklärt sich diese Stillosigkeit mit der Machtlosigkeit eines Regimes, das gewohnt ist, <a href="http://bit.ly/MtCCmF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">jeden nur erdenklichen Ansatz von Kritik im eigenen Land skrupellos im Keim zu ersticken.</a></p>
<h3>Prominenz kein Schutz vor Gewalt</h3>
<p>So wie im Fall des Journalisten Idrak Abbasov, der brutal zusammengeschlagen wurde, nachdem ihm der diesjährige <a href="http://www.indexoncensorship.org/awards-winners/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Index on Censorship Award</a> für investigativen Journalismus verliehen worden war. &#8220;Was glauben Sie&#8221;, fragt Milli die deutschen Journalisten, &#8220;würde mit Ihnen passieren, wenn Sie Bürger Aserbaidschans wären?&#8221; Auch die versuchte Erpressung der Journalistin Khadija Ismayilova mit heimlich gefilmten und öffentlich gemachten Sexvideos gehöre zur Realität vor Ort lebender Journalisten. Die Entblößung Ismayilovas sollte nach seiner Einschätzung einen Ehrenmord in ihrer Verwandtschaft provozieren.</p>
<p>Angst habe er dennoch nicht davor, unter diesen Voraussetzungen nach Aserbaidschan zurückzukehren. Denn Milli erkennt heute die Chance, in Aserbaidschan auf eine kritische Öffentlichkeit zu stoßen, die sich für Themen wie Korruption interessiert. Die Legitimation der Regierung schwinde. So könnten der ewig vorgeschobene Grenzkonflikt mit Armenien oder die erfolgreiche Mitgliedschaft im Europarat seit 2001 nicht länger über die mangelnde Rechtstaatlichkeit hinwegtäuschen. Vor allem, da der Öl- und Gasreichtum das Land nicht nur reicher gemacht, sondern ihm auch zu globaler medialer Aufmerksamkeit verholfen habe. Diese wiederum ermutige Journalisten, sich nicht einschüchtern zu lassen im Bestreben, die landesweit grassierende Korruption anzuprangern: Aserbaidschan zählt laut Transparency International <a href="http://www.transparency.org/news/feature/azerbaijan_out_of_tune" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zu den vierzig korruptesten Ländern der Welt</a> &#8211; &#8220;Wo sonst in Europa&#8221;, fragt die derzeit prominenteste Journalistin Khadija Ismayilova in einem Beitrag des ARD-Weltspiegels vom Sonntag, könnte die Gattin des Präsidenten die Komitee-Vorsitzende des ESC sein, der Schwiegersohn als offizieller Teilnehmer das Land im Wettbewerb vertreten und die Baufirma der Präsidentenfamilie am Bau des millionenschweren &#8220;Crystal Palace&#8221; beteiligt werden, in dem der Wettbewerb ausgetragen wird?</p>
<h3>Bakus Blogger fordern von Musikern politisches Bekenntnis</h3>
<p>Dort wird sich am Samstag entscheiden, welches Land im kommenden Jahr den Eurovision Song Contest ausrichten &#8211; und dadurch große mediale Aufmerksamkeit erhalten wird. <a href="http://www.pressefreiheit-fuer-baku.de/index.php?id=573" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aserbaidschanische Blogger, Journalisten und Medienmacher</a> appellieren geschlossen an die Musiker, den Contest für ein politisches Bekenntnis zu nutzen. In einem früheren Interview mit Reporter ohne Grenzen forderte Milli dies ebenso. Heute gibt er sich zurückhaltender. Er wolle zwar den Kampf, den er früher mit zehn Studenten geführt habe, heute mit Hilfe der internationalen Medien weiterführen. Trotzdem wolle er, räumt Milli ein, &#8220;kein Held&#8221; sein. Letztlich sei seine Haftzeit nicht &#8220;die schlimmste Geschichte&#8221; in Aserbaidschan. Er sei im Gefängnis sogar anständig behandelt worden. Ihm geht es schlicht um die menschliche Würde &#8211; dort, wo er geboren wurde. Das fordern auch seine Landsleute: In den letzten Wochen kamen dort immer wieder einige Hundert Protestierende zusammen und skandierten &#8220;Azadlıq!&#8221; &#8211; Freiheit. Und natürlich würde Milli immer noch brennend interessieren, was es mit so teuren deutschen Eseln auf sich hat &#8211; aber das wäre wohl eher ein Thema für deutsche Journalisten.</p>
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		<title>Internetaktivismus: &#8220;Den Bürgern der Revolution zuhören&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Ralf Pauli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2012 09:28:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[re:publica]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
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		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie schützen sich die Bürger Syriens vor brutaler Repression? Wie kann der Westen helfen? Im Interview mit politik-digital.de fordert die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/internetaktivismus-den-buergern-der-revolution-zuhoeren/leila-aktivistin_630x340/" rel="attachment wp-att-115985"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-115985" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/leila-aktivistin_630x340.jpg" alt="" width="630" height="340" /></a><br />
Wie schützen sich die Bürger Syriens vor brutaler Repression? Wie kann der Westen helfen? Im Interview mit politik-digital.de fordert die spanische Menschenrechtsaktivistin und Bloggerin Leila Nachawati Europa auf, den Stimmen der Revolution zu lauschen.</p>
<p>Dieser Termin steht bei allen international renommierten Bloggern fest im Terminkalender: Die Berliner <a href="http://re-publica.de/12/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;re:publica&#8221;</a> gilt als Europas größte Internet-Konferenz. Ein Schwerpunkt im Jahr 2012: Revolutionen &#8211; <a href="http://re-publica.de/12/track/revolt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;re:volt&#8221;</a>. Zu Wort kamen renommierte Blogger und Online-Aktivisten, Dissidenten sowie deren Unterstützer im Westen, die den Stimmen des Protestes weltweit Gehör verschaffen. Unter ihnen auch die spanische <a href="http://leilanachawati.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Menschenrechtsaktivistin, Bloggerin und Kommunikationsexpertin</a> Leila Nachawati.</p>
<p>Nachawati schreibt für Global Voices Online, Periodismo Humano und Al-Jazeera. Aufgrund ihrer syrischen Herkunft setzt sie sich auch für eine Ausweisung aller syrischen Botschafter aus den Mitgliedsstaaten der EU ein. Bislang ohne Erfolg. politik-digital.de sprach Leila Nachawati kurz vor ihrem Vortrag auf der &#8220;re:publica&#8221; über das Recht der syrischen Gesellschaft, sich gegen die brutale Repression zur Wehr zu setzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Ägypten und Tunesien haben die ersten freien Wahlen seit Jahrzehnten erlebt. Wie steht es in diesen Ländern heute um die Bürgerrechte?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Die Bürgerrechte sind alles andere als gesichert. Revolutionen werden nämlich dann kompliziert, wenn eine Diktatur stürzt. Das klare Ziel lautet zunächst: Weg mit dem Regime! Doch sämtliche Ansätze der Zivilgesellschaft wurden in jahrzehntelanger Diktatur  zerstört. Es wird Jahre, vermutlich eine ganze Generation dauern, und viel Anstrengung im Bereich der Bildung kosten, bis die Bürger wirklich in die Institutionen vertrauen können. Ich finde es alarmierend, wenn die westlichen Medien manchmal von diesen Ländern bereits eine konsolidierte Demokratie erwarten. Keine Revolution kann von heute auf morgen ein bestehendes Unrechtsregime in eine stabile Demokratie wandeln.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Welche Akteure werden beim Aufbau demokratischer Strukturen besonderen Einfluss gewinnen?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Bis zu einem gewissen Punkt ist vorhersehbar, dass religiösen Parteien am ehesten Vertrauen entgegengebracht werden wird. Sie stellen die einzige bekannte Alternative zu den Regierungen dar, die niemals für den Schutz ihrer Bürger eingetreten sind, sondern im Gegenteil die Repression legitimiert haben. Auf der anderen Seite steht das Gesetz der Religion, bei dem nun viele Muslime Zuflucht suchen. Es ist für viele das einzig Verlässliche in einer Zeit, in der alles andere in Frage gestellt wird.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Der Westen unterstützt die Errungenschaften des Arabischen Frühlings. Gleichzeitig liefern <a title="Cyberrepression mit deutscher Technologie" href="http://politik-digital.de/cyberrepression-mit-deutscher-technologie/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">westliche Firmen immer noch Überwachungstechnologie</a> an die Autokraten der arabischen Länder. Haben wir es hier mit einem doppelten Standard zu tun?</p>
<p><strong>Leila:</strong> Das ist eine interessante Frage. Normalerweise konzentrieren wir uns auf diplomatische und politische Möglichkeiten der Isolierung. Die Unternehmerseite spielt aber ebenfalls eine Rolle, da diese Akteure oft auf eigene Faust agieren. Große Unternehmen unterstützen und erhalten die technologische Infrastruktur in Nahost und Nordafrika. In diesen Staaten stammt 80 Prozent der Technologie aus den USA. Nun scheint die USA Kontrolle über den Export von Spionagetechnologie ausüben zu wollen. Der entsprechende Vorstoß aus dem Weißen Haus könnte ein erster positiver Schritt sein.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Reichen diese Maßnahmen aus, um die Gewalt in Syrien zu beeinflussen?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Es muss viel mehr getan werden, da die extrem dramatische Situation in Syrien anhält. Durchschnittlich werden jeden Tag 100 Menschen getötet. Diese Zahlen sind ein Skandal. Was wir erreichen müssen ist ein Konsens in Europa, das Regime diplomatisch zu isolieren! Seit einem Jahr versuche ich mit einer Gruppe syrisch-spanischer Aktivisten der <strong>Asociación de Apoyo al Pueblo Sirio</strong>, die spanische Regierung zur Ausweisung des syrischen Botschafters zu bewegen. Doch die Mittel der Diplomatie und des wirtschaftlichen und politischen Drucks sind zu langsam, wenn man sich die drastische Zahl der geforderten Menschenleben vor Augen führt.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Dem syrischen Regime scheint &#8211; gemessen an seiner brutalen Vorgehensweise &#8211; am internationalen Ruf wenig gelegen zu sein. Bleibt schließlich nur die militärische Intervention, um Menschenleben zu retten?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Ich denke, dass das Regime<em> </em>sehr wohl auf internationale Legitimität bedacht ist. Damaskus hängt von ihr ab. Deshalb klammerst es sich mit aller Macht an Russlands Rückhalt. Ich persönlich befürworte keine militärische Intervention ab. Wie kann man einen Militäreinsatz fordern, während man selbst nicht von den Bombardements betroffen ist? Wir wissen, wie die NATO-Einsätze beginnen, aber nie, wie sie enden. Wie ich bereits sagte: Mich erstaunt, dass von militärischer Intervention gesprochen wird, noch bevor sämtliche diplomatische Mittel ausgeschöpft worden sind. Wir haben dabei versagt, die Isolierung diplomatisch, wirtschaftlich und politisch konsequent voranzutreiben.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Welche diplomatischen Mittel stehen überhaupt zur Verfügung?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Die Ausweisung aller syrischen Diplomaten! Denn die Botschafter aus Damaskus sind nicht Repräsentanten ihrer Bürger, sondern der diplomatische Arm der syrischen Diktatur in den jeweiligen Ländern des Westens. Baschar Al-Assad benötigt einen gewissen Grad an internationalem Rückhalt, da es sich in einer Phase totaler Delegitimierung befindet. Die Ausweisung aller syrischen Botschafter aus Europa wäre folglich ein tödlicher Schlag gegen das Regime und ich verstehe nicht, was noch kommen muss, damit sich unsere Regierungen endlich darauf verständigen, die Repräsentanten eines Regimes hinauszuwerfen, die brutal und beispiellos gegen ihre Bürger vorgehen.</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Können Sie hinsichtlich des verbleibenden diplomatischen Spielraums optimistisch in die Zukunft blicken?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> In Anbetracht einer Regierung, die ausschließlich mit militärischer Gewalt auf die Forderungen seiner Bürger reagiert, fällt es schwer, optimistisch zu sein. Optimistisch kann man nur sein, wenn zu den Waffen der Vernunft gegriffen wird. Nicht jedoch, wenn ein Regime keine Grenzen kennt, und zügellos zu Folter und Mord greift &#8211; Wir sehen doch: Je verzweifelter das Regime ist, umso verachtenswerter seine Gräueltaten, umso zahlreicher seine Verbrechen. Was werden sie noch alles anrichten können, bevor sie stürzen? Diese Überlegung gibt wirklich keinen Anlass zu Optimismus!</p>
<p><strong>politik-digital:</strong> Wie können wir im Westen den Wandel unterstützen?</p>
<p><strong>Nachawati:</strong> Vor Allem, indem wir konsequent sind. Dies müssen wir Bürger in Europa von unseren Regierungen und den Firmen verlangen, die unter deren Schirm agieren. Unsere Unterstützung muss den die Bürgern der Revolutionsländer gelten und nicht deren Regimes. Den Bürgern zuzuhören und nicht den illegitimen Regimes: Das wäre der erste Schritt. Wir können den Bloggern, den Aktivisten und den Nichtregierungsorganisationen unsere Stimme verleihen, wir müssen ihre Blogs und Homepages lesen, ihre Videos anschauen, ihren Gesprächen auf Facebook und Twitter folgen.</p>
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		<title>Welttag gegen Internetzensur: „Wir wollen keinen Boykott“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sophie Bachmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Mar 2012 15:12:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Aserbaidschan]]></category>
		<category><![CDATA[ESC]]></category>
		<category><![CDATA[Sing for Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Welttag gegen Internetzensur]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem „Welttag gegen Internetzensur“ macht Reporter ohne Grenzen heute zum fünften Mal auf eingeschränkte Meinungsfreiheit im Internet aufmerksam. Drei [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/welttag-gegen-internetzensur-%e2%80%9ewir-wollen-keinen-boykott/pikto_8_wuerfel/" rel="attachment wp-att-13266"><img decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-13266" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Pikto_8_Wuerfel.gif" alt="" width="200" height="266" /></a>Mit dem „Welttag gegen Internetzensur“ macht Reporter ohne Grenzen heute zum fünften Mal auf eingeschränkte Meinungsfreiheit im Internet aufmerksam. Drei Monate vor dem Eurovision Song Contest in Baku setzt sich die Menschenrechtsorganisation mit einer eigenen Internetseite verstärkt für die Menschenrechte in Aserbaidschan ein.</p>
<p>Mit dem Gewinn Aserbaidschans beim letzten Eurovision Song Contest (ESC) rückte das kleine Land im Kaukasus zum ersten Mal stärker in den Fokus internationaler Medien. Die Regierung in Baku will den 26. Mai, an dem der Schlagerwettbewerb ausgerichtet wird, nutzen, um sich der Welt von seiner besten Seite zu präsentieren. Stattfinden wird der ESC in der pompösen „Baku Crystal Hall“, die eigens für die Musikveranstaltung gebaut wurde. Die heruntergekommenen Häuser, die der Veranstaltungshalle weichen mussten und aus denen hunderte Aserbaidschaner vertrieben wurden, wird der Westen wohl genauso wenig zu Gesicht bekommen wie die 60 politischen Gefangenen in der seit 1991 unabhängigen Republik, deren Präsident Ilham Alijew von ROG als Feind der Pressefreiheit bezeichnet wird.</p>
<h3>„Seht zu und macht mit“</h3>
<p>Aserbaidschanische Menschenrechtler sehen in der Austragung des Wettbewerbs eine Chance, die Aufmerksamkeit der europäischen Länder auf die schwierige Situation der Presse- und Meinungsfreiheit zu lenken. Sie hoffen, Menschen innerhalb und außerhalb des Landes mobilisieren zu können, um sich für die Einhaltung der Menschenrechte in Aserbaidschan einzusetzen.</p>
<p>Mit der Kampagne „Sing for Democracy“ macht der Vorsitzende der Bakuer Menschenrechtsclubs (HRC) Rasul Jafarow seit letztem Sommer auf die Situation der Menschenrechte in seinem Land aufmerksam. Jafarow fordert die Aufklärung der Morde an den Journalisten Elmar Husejnow und Rafik Tagi und setzt sich für die Freilassung inhaftierter Blogger und Journalisten ein. Dazu zählt zum Beispiel Bachtijar Hajijew, der eine zweijährige Haftstrafe absitzt, weil er nach dem Vorbild der <a href="http://politik-digital.de/die-zeit-ist-unser-groesster-gegner/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">arabischen Länder</a> über Facebook zur Revolution aufgerufen hatte. Auch der Blogger Emin Milli hält nach einer 17-monatigen Haftstrafe, die er für sein Satire-Video über Politiker verbüßte, einen Boykott der Musikveranstaltung für das vollkommen falsche Mittel.</p>
<p>Genau drei Monate vor dem ESC hat Reporter ohne Grenzen eine Internetseite <a href="http://www.pressefreiheit-fuer-baku.de/index.php?id=257" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Pressefreiheit für Baku“</a> gelauncht, auf der aktuelle Informationen zur Situation der Pressefreiheit in Aserbaidschan sowie Interviews mit Journalisten und Bloggern veröffentlicht werden.</p>
<h3>Meinungsfreiheit im Internet</h3>
<p>Auf der ROG-Länderrangliste der Pressefreiheit befindet sich Aserbaidschan auf Platz 162 von 179. Zwar gibt es keine „offizielle“ Zensur der Medien, aber seitdem Menschen über soziale Netzwerke zu Demonstrationen aufrufen und zahlreiche regimekritische Blogs entstanden sind, wird das Internet verstärkt überwacht. Aktuell können BBC und Radio Free Europe noch über das Internet empfangen werden, doch fraglich ist, wie lange noch.</p>
<p>Die hohen Kosten für einen Internetanschluss hindern viele Aserbaidschaner daran, an Informationen im Netz zu gelangen, berichtet Rasul Jafarow von HRC. Im Rahmen der Kampagne <a href="http://www.singfordemocracy.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Sing for Democracy“</a> wird er eine Woche vor dem ESC eine Musikparty organisieren, um die Menschen wachzurütteln, damit sie sich nicht von der glanzvollen Übertragung des ESC blenden lassen.</p>
<p>Anlässlich des heutigen „Welttags gegen Internetzensur“ sind  eine Vielzahl von Bloggern aus Brasilien, Russland, Vietnam, Ägypten, China und Syrien von ROG für den <a href="http://en.rsf.org/netizen-prize-2012-27-02-2012,41938.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Netizen Preis</a> nominiert worden, der heute Abend in Paris verliehen wird. Im vergangenen Jahr wurde das <a href="http://politik-digital.de/tunesischer-blog-%E2%80%9Enawaat-geehrt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">tunesische Blog Nawaat</a> von der Menschenrechtsorganisation ausgezeichnet.</p>
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		<title>Petition für ägyptische Blogger</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/petition-fuer-aegyptische-blogger-5910/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Nov 2011 15:56:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Ägypten]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Reporter ohne Grenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Petition]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/ROG.jpg" alt="ROG" align="left" height="131" width="110" />Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) warnt vor einer zunehmenden Beschränkung der Internetfreiheit in Ägypten. In einer am heutigen Freitag gestarteten Petition fordert ROG die Freilassung der Blogger Maikel Nabil Sanad und Alaa Abdel Fattah.
<p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/ROG.jpg" alt="ROG" align="left" height="131" width="110" />Die Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen (ROG) warnt vor einer zunehmenden Beschränkung der Internetfreiheit in Ägypten. In einer am heutigen Freitag gestarteten Petition fordert ROG die Freilassung der Blogger Maikel Nabil Sanad und Alaa Abdel Fattah.</p>
<p>
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</p>
<p>
Maikel Nabil Sanad und Alaa Abdel Fattah gelten als die prominentesten Blogger Ägyptens. Beide befinden sich derzeit in Haft. Der Kriegsdienstverweigerer Sanad hatte sich schon vor dem Sturz Husni Mubaraks kritisch über die ägyptische Armee geäußert. Nach Mubaraks Sturz und der Bildung einer Interimsregierung durch den Militärrat wurde Sanad von einem Kriegsgericht zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Ein Berufungsverfahren wurde mehrfach verschoben. Seit dem August befindet er sich im Hungerstreik. </p>
<p>Alaa Abdel Fattah war Ende Oktober verhaftet worden, weil er vor einem Militärgericht die Aussage verweigert und dessen Legitimität bezweifelt hatte. Der Software-Entwickler zählt zu den bekanntesten Bloggern Ägyptens, seit er 2006 wegen der Teilnahme an friedlichen Protesten inhaftiert und erst nach internationalen Protesten wieder freigelassen worden war.
</p>
<p>
Neben ROG haben auch <a href="http://www.amnesty.de/2011/11/3/aegypten-prominenter-blogger-inhaftiert?destination=node%2F17266" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Amnesty International</a> und <a href="http://www.hrw.org/news/2011/04/11/egypt-blogger-s-3-year-sentence-blow-free-speech" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Human Rights Watch</a> wiederholt die willkürlichen Verhaftungen von ägyptischen Bloggern kritisiert und <a href="http://action.amnesty.de/l/ger/p/dia/action/public/?action_KEY=8199&amp;d=1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kampagnen</a> gestartet. Die Petition von Reporter ohne Grenzen, die seit heute <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?id=531" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online unterzeichnet</a> werden kann, richtet sich an den von der Militärregierung eingesetzten Ministerpräsidenten Essam Scharaf und soll Ende des Jahres dem ägyptischen Botschafter in Deutschland überreicht werden. 
</p>
<p>
Gegenüber politik-digital betonte ROG-Pressereferentin Anja Viohl, dass der Umsturz in Ägypten viel bewirkt habe und die aktuelle Lage nicht vergleichbar mit den massiven, systematischen Online-Kontrollen vor der Revolution sei. &quot;Aus diesem Grund nahmen wir das Land bereits im vergangenen März von unserer Liste der &#8216;Feinde des Internets&#8217;. Umso bestürzter waren wir, als wir Wochen und Monate später von den Verhaftungen Sanads und Fattahs erfuhren&quot;. Laut Viohl schürten die Verhaftungen die Sorge der Reporter ohne Grenzen, dass es zu weiteren Rückschritten kommen könnte: &quot;Zensur darf in Ägypten nicht wieder schleichend Einzug halten und irgendwann wieder sozusagen selbstverständlich sein&quot;. 
</p>
<p>
Besorgniserregend sei auch der Gesundheitszustand Sanads: Dessen Anwalt befürchte, &quot;dass der Blogger einer Elektrokrampftherapie unterzogen wird, die den Hungerstreik-geschwächten Mann das Leben kosten könnte. Schließlich dürfen wir auch die indirekten Folgen der Verhaftungen nicht vergessen: In der Regel werden dadurch andere Blogger abgeschreckt. Einige von ihnen werden sich nun vermutlich viel vorsichtiger über die Militärregierung äußern und damit  Selbstzensur üben.&quot;<span style="font-size: 11pt;font-family: 'Calibri','sans-serif'"><span>  </span></span> 
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Digitale Presseschau &#8211; KW 31</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/digitale-presseschau-kw-31-5358/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christina Nick]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 Aug 2011 16:38:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Anonymität]]></category>
		<category><![CDATA[elektronischer Personalausweis]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>
		<category><![CDATA[Arabische Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petition]]></category>
		<category><![CDATA[#iminternetgeboren]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Syrien]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Spaltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/digitale-presseschau-kw-31"><img width="60" height="66" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken - dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Syriens Medienlandschaft, Überwindung des digitalen Grabens, Anonymität in sozialen Netzwerken &#8211; dies und mehr in unserer aktuellen Digitalen Presseschau.</p>
<p>Auch am heutigen Freitag hat die politik-digital.de-Redaktion einige sehr lesenswerte Artikel der vergangenen Woche zusammengetragen. Hier folgen unser Favoriten von Platz 1 bis 6:</p>
<p><strong><a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1521164/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Neuen Medien in Syrien</a></strong></p>
<p>Sieger dieser Woche ist ein Artikel über die Nutzung von Internet und Medien im zur Zeit arg gebeutelten Syrien. Das syrische Regime geht seit Wochen mit härtester Gewalt gegen Demonstranten vor. Die Bloggerin Marcelle Shewara berichtet dem Deutschland Radio, wie die Neuen Medien in ihrer Heimat zu Leitmedien werden. Nur ihnen würden die Menschen noch trauen, da die syrische Medienlandschaft nur oberflächlich betrachtet breit gefächert sei. Wenn man aber genauer hinschaue, stelle man fest, dass die meisten Medien für die Regierung und nicht für das Volk berichten. Sie sieht die Aufgabe der Blogger darin, eine Öffentlichkeit herzustellen und den Menschen den Glauben an sich selbst zurückzugeben. Dank Internet könne man zum ersten Mal das Land nicht nur von Innen, sondern auch von Außen betrachten und so die tatsächlichen Missstände aufdecken. Ein sehr lesenswerter Artikel zum aktuellen politischen Geschehen.</p>
<p><strong><a href="http://www.sueddeutsche.de/digital/kulturkampf-nach-breiviks-massenmord-wehe-sie-sind-iminternetgeboren-1.1127109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8220;Ich wünschte mir, unsere Politiker würden #iminternetgeboren.&#8221;<br />
</a></strong></p>
<p>Die CDU-Politiker Uhl und Kauder machten sich unter Netzaffinen durch <a href="http://www.zdf.de/ZDFmediathek/#/beitrag/video/1400390/Streit-um-Kontrolle-des-Internets" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aussagen</a> wie: &#8220;In Wahrheit wurde diese Tat [Anschlag in Oslo] im Internet geboren.&#8221; oder &#8220;Es ist Mode geworden, die Freiheitsrechte des Bürgers in den Vordergrund zu stellen&#8221; nicht gerade beliebt. Sie ernteten vielerseits Spott durch beispielsweise die Hashtags #iminternetgeboren und #modegeworden auf Twitter. Der Artikel auf sueddeutsche.de beschreibt den Generationskonflikt, der sich an den Reaktionen ablesen lässt, und erklärt, wie dieser vor allem durch die Angst vor dem Fremden ausgelöst werde. Auf dem ZDF-Blog Hyperland wird daher gefordert: „<a href="http://blog.zdf.de/hyperland/2011/08/reisst-euch-endlich-zusammen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reißt Euch endlich zusammen!</a>“. Statt die Unwissenden oder Ignoranten in Politik und Wirtschaft mit Hohn zu überschütten und damit deren Meinung über den rechtsfreien Raum Internet zu bestätigen, solle die sogenannte digitale Boheme lieber auf sie zugehen und versuchen, ihnen das Netz näher zu bringen.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/32/P-op-ed-Anonymitaet/seite-1" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Lieber anonym als verfolgt<br />
</a></strong></p>
<p>Jillian C. York beschreibt in ihrem Artikel auf Zeit Online sehr anschaulich, warum Anonymität auf Plattformen wie Facebook und Goggle+ wichtig für freie Meinungsäußerung und Vielfalt ist. Anonymität sei ein „Schutzschild vor der Tyrannei der Mehrheit“, zitiert sie den US-Richter John Paul Stevens. Dies gelte für Revolutionäre in der arabischen Welt genauso wie für Prominente, Politiker, Missbrauchsopfer, Homosexuelle und viele andere Menschen, die Angst vor seelischem oder gar körperlichen Schaden haben, wenn sie ihre Meinungen oder Anliegen öffentlich unter ihrem Realnamen kundtun. Die Direktorin der Electronic Frontier Foundation (EFF) wirft hier die wichtige Frage auf, welche digitalen Bürgerrechte die sozialen Netzwerke ihren Nutzern gewähren sollten. Dafür gibt es von uns in dieser Woche Platz 3.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Zukunft des Internet?!</a></strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,775246,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a></p>
<p>Anlässlich des 20. Geburtstags des Internet bringt Spiegel Online eine dreiteilige Reihe mit dystopischen Zukunftsszenarien für das Netz. Im ersten Teil stellt Ole Reißmann vor, wie die Angst vor Cyberattacken und der Ruf nach mehr Kontrolle zunehmen werden, das Militär die Gelegenheit nutzen und an die Macht gelangen wird und das Internet nur noch aus einzelnen staatlich kontrollierten Ländernetzwerken bestehen wird. Im <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777105,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zweiten</a> Teil malt Reißmann sich aus, wie Online-Konzerne ihre Macht ausweiten und schon bald nicht nur die gesamte On- sondern auch Offlinewelt der Nutzer organisieren werden. Der <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,777116,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">letzte</a> Teil der Serie entwirft das Szenario von der Stagnation des Marktes, da keine neuen Firmen gegen die bestehenden Online-Monopole werden ankämpfen können. Die Regierungen würden die Großkonzerne zerschlagen und so könnte für einen kurzen Augenblick „alles wieder denkbar sein im Netz der unbegrenzten Möglichkeiten“. Horrorszenarien oder bald schon Wirklichkeit? Interessante Entwürfe, die zum Nachdenken anregen, sind es allemal.</p>
<p><strong><a href="http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/medien/klicks_allein_bringen_die_mauer_nicht_zum_einstuerzen_1.11734350.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet für oder gegen die Demokratie?</a></strong></p>
<p>Die Neue Zürcher Zeitung (NZZ) schrieb in dieser Woche über die Illusion vieler Internetoptimisten, soziale Netzwerke allein könnten Diktaturen stürzen, und über Freiheitskämpfer, die in Wirklichkeit keine sind. Heribert Seifert erinnert in seinem Artikel daran, dass das Internet neben den nicht von der Hand zu weisenden Erfolgen sozialer Netzwerke im Kampf gegen repressive Regime auch eine Vielzahl an Möglichkeiten für diese Regierungen böte, es für sich zu nutzen. Außerdem geht der Autor darauf ein, dass eine große Zustimmung im Internet nicht ausreiche, um einen Regimewechsel herbeizuführen. Ein „Gefällt mir“-Klick könne eine Demonstration auf der Straße nicht ersetzen. Auch sollte man das Engagement von Staaten wie den USA kritisch hinterfragen, fordert Seifert, schließlich beschnitten diese selbst die Freiheiten ihrer Bürger im Netz.</p>
<p><strong><a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/0,1518,778260,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">OpenPetition.de und der neue Personalausweis</a></strong></p>
<p>Ebenfalls zu unseren Favoriten der Woche gehörte ein Artikel über das Portal openPetition.de, auf dem man seit einigen Tagen mit Hilfe des neuen E-Personalausweises verbindliche und verifizierte Unterschriften im Internet abgeben kann. Spiegel Online berichtet, dass sogenannter „Slacktivism“ &#8211; also die Bereitschaft, sich nur bei solchen Aktionen zu engagieren, die wenig Anstrengung wie einen Klick erfordern &#8211; damit verhindert werden soll. Allerdings werde die Plattform bislang nur unzureichend genutzt und zeichne sich eher noch durch die Quantität als die Qualität der Beiträge aus. Auch an den Bundestag soll man auf der neuen Plattform Petitionen richten können. Dieser hat zwar eine eigene <a href="https://epetitionen.bundestag.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petitionsplattform</a> im Internet, nutze für diese aber aus Angst vor Datenklau nicht die elektronische Ausweisfunktion.</p>
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		<title>Fremdwörterbuch Muslimisch</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/fremdwoerterbuch-muslimisch-5341/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Wilde]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jul 2011 17:02:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Spreng]]></category>
		<category><![CDATA[sprengsatz.de]]></category>
		<category><![CDATA[ein fremdwoerterbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<img width="300" height="137" align="baseline" src="/sites/politik-digital.de/files/kuebra_yuecel_ein_fremdwoertberbuch-430x197.jpg" /><br />
Der Islam und Muslime – Themen, die in deutschen Medien omnipräsent sind. Im Rahmen einer Blog-Reihe auf politik-digital.de stellen wir heute das Blog &#34;ein fremdwoerterbuch&#34; der jungen muslimischen Journalistin Kübra Gümüsay vor. 
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" width="300" height="137" align="baseline" src="/wp-content/uploads/kuebra_yuecel_ein_fremdwoertberbuch-430x197.jpg" /><br />
Der Islam und Muslime – Themen, die in deutschen Medien omnipräsent sind. Im Rahmen einer Blog-Reihe auf politik-digital.de stellen wir heute das Blog &quot;ein fremdwoerterbuch&quot; der jungen muslimischen Journalistin Kübra Gümüsay vor. </p>
<p>
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</p>
<p>
<i>Wie letzte Woche schon angekündigt, stellen wir in den kommenden Wochen auf unserer Website im Rahmen einer Reihe mehrere Blogs und ihre Autoren vor. Damit wollen wir auf Blogger aufmerksam machen, die ihre Gedanken, politischen Ansichten und Interessen auf sehr persönliche oder besonders kreative Art und Weise äußern. Letzte Woche wurde bereits der „Sprengsatz“ von Michael Spreng vorgestellt.<br />
Porträtiert werden die Entstehung der Blogs und die Absichten ihrer Autoren, und wir reden mit den Bloggern über ihre Erfolge, Finanzierungsmöglichkeiten und die Zukunftsaussichten ihrer Weblogs. Besonders originelle, humorvolle oder kritische Beiträge werden angesprochen. Dabei geht es uns nicht nur darum, interessante Blogs für unsere Leser zu porträtieren, sondern auch um die Menschen hinter den Texten, und darum, zu zeigen, was sie bewegt.</i>
</p>
<p>
Wir erreichten Kübra Gümüsay am Telefon in Kairo, wo sie derzeit für einige Monate lebt. Bevor sie mit ihrem Mann nach Oxford umzieht, will sie sich über die aktuelle politische Lage informieren und in ihrem Blog darüber schreiben. 1988 wurde sie in Hamburg geboren, wo sie auch aufwuchs. Mit zehn Jahren entschied sich Kübra dazu, ein Kopftuch zu tragen. Ihre Eltern sind streng gläubig, überließen die religiöse Orientierung jedoch ihrer Tochter selbst. Anfänglich trug Kübra das Tuch aus Gewohnheit. Weil alle Frauen in ihrer Familie die Kopfbedeckung trug, wollte sie es ihnen gleichtun. Später entdeckte sie die religiöse Bedeutung der Verschleierung für sich. Früh engagierte sich die Journalistin in Projekten wie dem Young European Professional, einem Team junger Europäerinnen und Europäer, die über die Arbeit der EU aufklären. Gegenwärtig setzt sich die Politikwissenschaftlerin Gümüsay als Aktivistin für Rechte von Minderheiten und für den Kampf gegen Rassismus ein.
</p>
<p>
Hinter „<a target="_blank" href="http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/" rel="noopener noreferrer">ein fremdwoerterbuch</a>“ stand ursprünglich die Absicht, Deutschland aus den Augen eines muslimisch-gläubigen Mädchens darzustellen. Neben allen Themen rund um „Politik, Gesellschaft, Islam und Medien“ interessiert Kübra sich für „London, Uni, Filme, Kunst, Musik und Kultur“, wie es im Blog heißt. Im Interview mit politik-digital.de schildert die junge Bloggerin Schlüsselerlebnisse, die sie dazu bewegten, das Blog zu verfassen. Die 23-jährige Autorin mit einem abgeschlossenen Politikstudium in Hamburg und einem Auslandsjahr in Großbritannien kam früh zu der Erkenntnis, dass es in der Bundesrepublik mehrere Gesellschaften gibt, die ohne jegliche Berührungspunkte nebeneinander leben. Dazu gehören sowohl Christen und Muslime als auch Akademiker und Menschen aus der Arbeiterklasse. Die Bloggerin wollte versuchen, die Parallelgesellschaften von Muslimen und Christen „aufzubrechen“. Ausschlaggebend für den Start ihres Blogs waren jedoch zwei Erlebnisse in ihrer Heimatstadt Hamburg. Als Chefredakteurin des Jugendmagazins <a target="_blank" href="http://www.freihafen.org/" rel="noopener noreferrer">„Freihafen“</a> war Kübra zu einer Demonstration von Rechtsradikalen gegangen, um einige von ihnen zu interviewen. Schnell packte sie die Angst und sie traute sich nicht mehr, wie geplant ihre Fragen zu stellen. Man warf ihr verächtliche und hasserfüllte Blicke entgegen, denen sie schließlich mit einem freundlichen Lächeln und einem Winken trotzte. Ein weiteres Erlebnis spielte sich in einem wohlhabenden Hamburger Wohnviertel ab. Damals lief Kübra Gümüsay über die Straße, als eine edel gekleidete Frau auf ihrem Fahrrad anhielt und die junge Frau als „Schleiereule“ beschimpfte. In diesem Moment wurde ihr klar, dass sie ihrer Wut über intolerante und diskriminierende Menschen in einem Blog Luft machen wollte. So entstand 2008 „ein fremdwoerterbuch“.
</p>
<p>
Es geht ihr in ihrem Blog nicht so sehr darum, den Islam zu repräsentieren, als vielmehr darum „den Stereotypen über Muslime zu widersprechen, die auch in den Medien produziert werden“, so Gümüsay im gegenüber politik-digital.de.<br />
Wer Kübra Gümüsays Blog liest, versteht schnell, warum sie so erfolgreich ist. Kritisch, humorvoll, vielseitig, informativ und immer sehr individuell sind ihre Blog-Einträge. Das blieb auch der Öffentlichkeit nicht verborgen, und so erhielt sie zunächst das Angebot von der taz, eine Kolumne zu schreiben. Seit 2010 erscheinen nun auch einige ihrer Texte  unter dem Titel <a target="_blank" href="http://taz.de/Kolumne-Das-Tuch/!74797/" rel="noopener noreferrer">“DasTuch“</a>. Diese handeln beispielsweise von einer <a target="_blank" href="http://www.taz.de/!65235/" rel="noopener noreferrer">Debatte</a> zwischen der jungen Frau und Thilo Sarrazin in einem Beitrag für die BBC. Sie schildert dem ehemaligen Berliner Finanzsenator und Vorstand der Bundesbank ihr politisches und soziales Engagement in Deutschland, berichtet über ihre Ausbildung und die Kolumnen. Auf die Frage, was der SPDler sonst noch von ihr erwartet, bekommt sie nur die Antwort: „Ich möchte, dass du dich integrierst“. Schließlich der Ritterschlag: Zu Beginn des Jahres wurde „ein fremdwoerterbuch“ für den Grimme Online Award nominiert. Leider erhielt sie die Auszeichnung nicht, doch schon die Nominierung ist bemerkenswert. Gümüsay ist laut eigenen Angaben stolz auf das Erreichte. In Zukunft möchte sie weniger  über das selbst Erlebte und noch häufiger über Erfahrungen Anderer schreiben, so die Bloggerin.
</p>
<p>
Ihr Alltag spielt sich aktuell in Kairo ab. Dort will sie die komplexen Zusammenhänge in der Gesellschaft und den politischen Umbruch besser verstehen. Sie berichtet im Blog von ihren Praktika in London und von ihrer Hochzeit, von Erfahrungen junger Journalistinnen in Bahrain, dem Schicksal ihrer Tanten und vieler weiterer muslimischer Frauen, denen es in Deutschland ähnlich ergangen ist. Sie schreibt über die re:publica-Konferenz in Berlin, über Pluralität im Leben, postet Musik, die ihr gefällt, und Bilder, die sie bewegen.
</p>
<p>
„ein fremdwoerterbuch“ ist ein Blog, das Aufklärung über Muslime in Deutschland und anderen Staaten leisten kann. Denn die ist dringend nötig, wie es jüngst die Ereignisse in Norwegen demonstriert haben. Die Bloggerin selbst sieht es als große Genugtuung an, dass ihre Leserschaft größer und vielseitiger wird. Im Interview berichtet sie, dass sie zunehmend E-Mails von Lesern erhält, die vorher keinen Bezug zum Thema Muslime hatten. „Diese sehen meinen Blog als erheiternd an und gleichzeitig bilden sie sich damit weiter“. Die junge Frau betreibt das Blog als Hobby und das mit Leidenschaft : „Deshalb standen bei mir das Geldverdienen und die Finanzierung nicht im Vordergrund“. „ein fremdwoerterbuch“ wird von Gümüsay selbst finanziert, denn „in Deutschland ist es sehr schwierig, von der Arbeit als Bloggerin zu leben &#8211; das ist in den USA anders“. Es bleibt zu hoffen, dass die junge Journalistin sich ihr Blog auch in Zukunft leisten kann.</p>
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		<item>
		<title>Unzensiert &#8211; Ein Gespräch mit Kaveh Ghoreishi</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/unzensiert-ein-gespraech-mit-kaveh-ghoreishi-5225/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/news/unzensiert-ein-gespraech-mit-kaveh-ghoreishi-5225/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 May 2011 17:36:29 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/TdP.jpg" width="179" align="left" height="133" />Jährlich am 3. Mai findet der Internationale Tag der Pressefreiheit statt, um an die Grundprinzipien der Pressefreiheit zu erinnern. Über die Auswirkungen einer eingeschränkten Pressefreiheit auf Journalisten sprach politik-digital.de mit dem iranischen Blogger Kaveh Ghoreishi, der sich zurzeit in Deutschland aufhält.*
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/TdP.jpg" width="179" align="left" height="133" />Jährlich am 3. Mai findet der Internationale Tag der Pressefreiheit statt, um an die Grundprinzipien der Pressefreiheit zu erinnern. Über die Auswirkungen einer eingeschränkten Pressefreiheit auf Journalisten sprach politik-digital.de mit dem iranischen Blogger Kaveh Ghoreishi, der sich zurzeit in Deutschland aufhält.*</p>
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<p>
Der iranische Journalist und Blogger Kaveh Ghoreishi schreibt über brisante politische Ereignisse im Iran. Zum Journalismus kam er mit 17 Jahren aus reinem Interesse und, wie er sagt, „aus Liebe zum Beruf“. Er hat unter anderem für die zweisprachige kurdisch-iranische Zeitungen &quot;Rojhalat&quot; und &quot;Firwan&quot;<span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman','serif'"></span> geschrieben, zur Zeit arbeitet er für das Blog <a href="http://www.roozonline.com/english/author/name/kaveh_ghoreishi.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rooz Online</a>. Mit seinem eigenem Blog &quot;<!--[if gte mso 9]><xml>
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<![endif]--><a href="http://www.rawanews.com/rawa.aspx" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><span style="font-size: 12pt; font-family: 'Times New Roman','serif'"></span>Rawa News</a>&quot; betreibt der heute 29-Jährige laut eigenen Angaben &quot;ektronischen Journalismus“. Als Kaveh Ghoreishi sein Blog vor vier Jahren startete, hatte er noch kein Verständnis dafür, wie Kontrolle funktioniert, bis er selbst mit der Zeit die Grenzen der Pressefreiheit durch Repressionen des iranischen Regimes kennenlernte. Diese führten aber nicht zu einer Einschränkung seines Tuns, sondern bestärkten ihn vielmehr darin, Einfluss auf die politische Arbeit in seinem Land zu nehmen.
</p>
<p>
Wen erreichen Blogs? In einem weniger technisierten Land wie dem Iran  ist der Zugang zum Internet auf eine kleine Gruppe beschränkt. Für die Informationswelt bedeutet dies, dass klassische Medien wie die Zeitung immer noch eine bedeutende Rolle spielen, aber von der eingeschränkten Pressefreiheit betroffen sind. Dieses Dilemma wird im Iran teilweise durch das persischsprachige ausländische Fernsehen umgangen. Denn einige persischsprachige TV-Sender aus dem Ausland entnehmen einen Teil ihrer Informationen dem Internet. Die Meldungen aus dem Netz müssen also den Umweg über das Fernsehen gehen, um zu den Menschen zu gelangen,  erläuterte Ghoreishi.
</p>
<p>
Seit über 30 Jahren haben iranische Journalisten enorme Probleme, die sich in den letzten drei Jahren unter der Macht von Mahmud Ahmadinedschad weiter zugespitzt haben. In der von Reporter ohne Grenzen (ROG) veröffentlichten <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/index.php?id=478" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rangliste der Pressefreiheit weltweit</a> liegt der Iran auf Platz 175 (von 178). Ghoreishi selbst bezeichnet den Iran  als eine „Hölle für Journalisten“, denn es gibt keine Sicherheit für seine Berufsgruppe. Sicherheit betrifft für Ghoreishi drei Bereiche: die persönliche Sicherheit, also den Schutz vor Verhaftungen; die ökonomische Sicherheit, durch ein regelmäßiges und ausreichendes Einkommen; und die psychologische Sicherheit, durch Vertrauen in den Berufsethos des Journalisten.<br />
Das Internet kann einen gewissen Schutzraum bieten, der es ermöglicht, unter einem Pseudonym zu schreiben. In diesem Zusammenhang erwähnt Kaveh Ghoreishi aber auch die Firmen Siemens und Nokia, welche Technik für Kontrolle und Zensur liefern. Auch das Internet kann also keine hundertprozentige Sicherheit bieten.<br />
<br />
Wenn man jedoch in einer Zeitungsredaktion arbeitet, erscheinen die Artikel unter dem echten Namen und müssen zwangsläufig weniger kritisch ausfallen, weil der Chefredakteur sie sonst zensiert, um mögliche negative Folgen für das Blatt abzuwehren. Ähnlich hat Ghoreishi auch selbst die beschränkte Pressefreiheit wahrgenommen. Der von oben ausgeübte Druck führte dazu, dass „man sich selbst zensiert, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen“. Weiterhin beklagt er die Tatsache, dass er nicht wie ein normaler Bürger seiner Arbeit nachgehen konnte, sondern sich verstecken musste und das Internet für die Kommunikation brauchte. Diese Gründe und das Schicksal seiner Kollegen veranlassten ihn, den Iran zu verlassen, um aus dem Teufelskreis auszubrechen.
</p>
<p>
Doch kann ein iranischer Blogger von Deutschland aus Einfluss auf seine Heimat nehmen? Dies bejaht Ghoreishi, der seit Januar 2011 in Deutschland lebt, auch wenn es einige Einschränkungen gebe. Ein eindeutiger Vorteil seiner Arbeit und der anderer Journalisten, die den Iran verlassen haben ist, dass sie ihrer Arbeit im Ausland frei nachgehen können. Durch Kontakte in den Iran und indem er die iranischen Medien verfolgt und &quot;ihre Lügen entlavt&quot;, ist es ihm möglich, weiterhin Texte zu publizieren. Er weist jedoch darauf hin, dass er die Dinge anders wahrnimmt, als wenn er im Iran wäre, weshalb seine Wiedergabe beeinflusst ist. Sein Anliegen und das Anliegen anderer Kollegen ist es jedoch nicht nur, Einfluss auf ihre Heimat zu nehmen, sondern auch auf die Gesellschaft, von der sie aufgenommen wurden: in der Gestalt, dass sie in den Medien veröffentlichen und die iranische Situation darstellen. Darüber hinaus hoffen sie, den Druck auf die internationale Gemeinschaft erhöhen zu können. <br />
In diesem Zusammenhang sind auch die Erwartungen Ghoreishis an die Reporter ohne Grenzen (ROG) zu bewerten. Er und andere Kollegen sind den ROG dankbar, dass sie es ihm ermöglicht haben, in Sicherheit zu leben. Die Journalisten sehen die  Verantwortung für ein Weiterkommen jedoch auch bei sich selbst. Hier könnten die ROG noch einmal als Bindeglied funktionieren, indem sie Kontakte zu hiesigen Journalisten herstellen. Dies hat neben dem Erlernen der Sprache den Vorteil, dass beide Parteien voneinander lernen, wie der jeweils andere arbeitet.
</p>
<p>
Am Beispiel von Kaveh Ghoreishi wird deutlich, dass Pressefreiheit im 21. Jahrhundert immer noch gefährdet ist und weiterhin dafür gekämpft werden muss. Die von den ROG herausgegebenen <a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/pics/Portraits__Bilder/Veranstaltungen/Weltweit/Weltkarte_ROG_Pressefreiheit_2011.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weltkarte</a> zur Pressefreiheit 2011 macht dies ersichtlich. Daneben sollte die Liste der größten „<a href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2011/110503_Liste_Feinde_Pressefreiheit.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Feinde der Pressefreiheit</a>“ betrachtet werden, die anlässlich des Internationalen Tags der Pressefreiheit von den ROG veröffentlicht wurde. Hierzu gehören 38 Staats- und Regierungschefs, Monarchen, paramilitärische Gruppen, kriminelle Netzwerke und extremistische Organisationen, denen es mittels ihrer Macht möglich ist, die Medien zu zensieren: mithilfe von Festnahmen, Übergriffen, Beschlagnahmungen von Zeitungen und Sperrungen von Internetseiten.
</p>
<p>
Mit dem Internet entsteht nicht nur eine neue Form zur Veröffentlichung politischer Inhalte, sondern ebenso eine neue Form der Zensur, die bekämpft werden muss. Das Thema greift in diesen Tagen die in Washington stattfindende Konferenz „Medien im 21. Jahrhundert: Neue Grenzen, neue Barrieren“ (<a href="http://www.unesco.org/new/en/media-services/single-view/news/the_challenges_of_the_new_media_at_heart_of_world_press_freedom_day_celebrations/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">21st Century Media: New Frontiers, New Barriers</a>) anlässlich des Tages der Pressefreiheit auf. Diskutiert werden die zunehmende Bedeutung des Internet, die Entstehung neuer Medien und der wachsende Einfluss sozialer Netzwerke in den vergangenen Jahren.
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* Möglich war das Gespräch dank der Übersetzung von Farin Fakhari vom <a href="http://fluechtlingshilfeiranev2010.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Flüchtlingshilfe Iran e.V. 2010</a>.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 16</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 18:26:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Netzneutralität]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
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		<category><![CDATA[Vorratsdatenspeicherung]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-kw-16-0"><img height="60" width="55" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Muslimische Bloggerinnen im Interview, Korruption in Russland, Internetguerilla Anonymous und Social Media im Superwahljahr 2011 - Dies und mehr in der Linkliste. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Muslimische Bloggerinnen im Interview, Korruption in Russland, Internetguerilla Anonymous und Social Media im Superwahljahr 2011 &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><strong><a href="http://www.zeit.de/2011/17/Bloggerinnen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Weiblich, muslimisch, Bloggerin</a></strong></p>
<p>Khue Pham von Zeit Online traf die Ägypterin Noha Atef und die Deutsch-Türkin Kübra Gümüsay auf der re:publica. Gümüsay berichtet, dass sie von Freunden via Twitter und Facebook über die Ägyptische Revolution auf dem Laufenden gehalten wurde. Die Proteste hätten gezeigt, dass auch Muslime für die Demokratie kämpften. Atef fügt hinzu, dass sich immer mehr Menschen in Ägypten ins Netz begeben, weil sie sich nicht auf offizielle Medien im Land verlassen könnten.</p>
<p><strong><a href="http://www.welt.de/print/die_welt/politik/article13211196/Ein-Blogger-mischt-das-russische-Establishment-auf.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger vs. Korruption in Russland</a></strong></p>
<p>Bei Welt Online macht Mikhail Fishman auf den russischen Blogger Alexei Nawalny aufmerksam, der das Establishment im größten Land der Erde aufmische. So habe er kürzlich die Regierungspartei Geeintes Russland als eine Partei von Gaunern und Dieben bezeichnet. <a href="http://navalny.livejournal.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sein Blog</a> sei regelmäßig Ziel von Attacken. Zugleich wachse seine Popularität: Innerhalb weniger Tage habe Nawalny Spenden in Höhe von rund 140.000 Euro erhalten. Der regierungskritische Blogger veröffentlichte bereits u.a. Dokumente über Korruption beim Ölpipeline-Betreiber Transneft und bei der Bank WTB. Jetzt verfolge er mit „<a href="http://rospil.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rospil</a>“ ein neues Anti-Korruptionsprojekt, mit dem er alle staatlichen Aufträge in Russland öffentlich machen will.</p>
<p><strong><a href="http://vasistas-blog.net/2011/04/18/frankreich-netzneutralitat-bald-gesetz" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vive la France?</a></strong></p>
<p>Wird Frankreich beim politischen Festschreiben der Netzneutralität voranschreiten? Im deutsch-französischen Weblog Vasistas wird auf den <a href="http://www.scribd.com/doc/53187679/Vorlaufiger-Bericht-zur-Netzneutralitat" target="_blank" rel="noopener noreferrer">87-seitigen Berichtsentwurf</a> der französischen Abgeordneten Corinne Erhel (PS) und Laure de la Raudière (UMP) zum Thema verwiesen. Die Politikerinnen haben mehr als 100 Personen aus Organisationen, Behörden und Unternehmen für ihren Bericht konsultiert, der positiv vom Wirtschaftsausschuss der Nationalversammlung aufgenommen worden sei. In dem Vasistas-Artikel werden u.a. die vier Schwerpunkte und neun Vorschläge des Berichtsentwurfs übersetzt und es gibt einen Ausblick auf den weiteren Umgang Frankreichs und Europas mit dem Thema Netzneutralität.</p>
<p><strong><a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EA2983F31C2B34A52BB0519B9E72620AD~ATpl~Ecommon~Scontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Macht von Anonymous</a></strong></p>
<p>Harald Staun von FAZ.net setzt sich mit der Aktivistengruppe Anonymous auseinander. Am Beispiel von Aaron Barr, ehemals Chef des US-Sicherheitsunternehmens HBGary Federal, zeigt er auf, welche Macht von der politischen Netz-Bewegung ausgeht. Barr wollte in einem Vortrag aufzeigen, wie leicht sich die Realnamen von Mitgliedern des anonymen Netzwerkes herausfinden ließen – der Gegenschlag der Internetguerilla folgte auf den Fuß: Sie hackten seine Firmenseite, veröffentlichten E-Mails im Internet, übernahmen Barrs Twitter-Konto und verrieten dort seine Adresse und Sozialversicherungsnummer. Barr trat mittlerweile von seinem Posten zurück. Laut Staun sei es sehr schwierig, das Wesen von Anonymous, das eher eine Idee als eine Organisation sei, zu verorten.</p>
<p><strong><a href="http://www.euractiv.de/digitale-agenda/artikel/vorratsdatenspeicherung-nur-symbolpolitik-004698" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorratsdatenspeicherung nur Symbolpolitik?</a></strong></p>
<p>Im Interview mit EurActiv.de äußert sich Prof. Hans-Jörg Albrecht, Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht, zu dem am Montag von der EU-Kommission <a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/malmstrom/archive/20110418_data_retention_evaluation_en.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">herausgegebenen Bericht</a> zur Vorratsdatenspeicherung. Er kritisiert, dass die Vorratsdatenspeicherung als politisches Symbol für eine vermeintlich höhere Sicherheit diene. In Ländern, in denen die Vorratsdatenspeicherung bereits angewandt wird, sei nicht mehr Sicherheit geschaffen worden. Es läge keine einzige brauchbare Studie vor, mit der man die Nutzung solcher Daten für aktuelle Ermittlungsverfahren bewerten kann.</p>
<p><strong><a href="http://www.theeuropean.de/sachar-krivoj/6422-udl-digital-und-the-european-4" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entwicklungszusammenarbeit im Digitalen Zeitalter</a></strong></p>
<p>Sachar Kriwoj schreibt im The European über den vierten UdL Digital-Talk mit Entwicklungsminister Dirk Niebel und Till Behnke, Gründer von betterplace.org, zum Thema „Entwicklungszusammenarbeit im digitalen Zeitalter“. Eine Erkenntnis aus der Diskussion: Die Voraussetzung für die Nutzung und Stärkung der neuen Medien seien die Alphabetisierung als Grundvoraussetzung zur gesellschaftlichen Teilhabe sowie der Zugang zu einer entsprechenden Infrastruktur, so Kriwoj.</p>
<p><strong><a href="http://meedia.de/details-topstory/article/die-geballte-ratlosigkeit-der-medien-elite_100034443.html?tx_ttnews" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Expedition ins Ungewisse</a></strong></p>
<p>Gestern fand in Hamburg die erste Veranstaltung der Reihe „Expedition ins Ungewisse: Welche neue Medienwelt entdecken Verlage, Web und Social Media?“ der dpa-Tochter News Aktuell statt. Rückblickend fasste Stefan Winterbauer auf MEEDIA die Veranstaltung kritisch zusammen. Sein Fazit: Keiner der Beteiligten (u.a. Zeit-Chef Giovanni di Lorenzo) wisse, wohin die digitale Reise geht.</p>
<p><strong><a href="http://wahl.de/blog/110418/nach-der-wahl-ist-vor-der-wahl-die-neuen-landtage-und-social-media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Social Media im Superwahljahr 2011</a></strong></p>
<p>Wahl.de präsentiert die Ergebnisse einer Recherche, die die Präsenz der neu gewählten Abgeordneten in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg auf Social Media-Plattformen wie Facebook und Twitter im Fokus hatte. Dabei werden auch anschauliche Grafiken zu den digital aktiven Volksvertretern präsentiert. Wahl.de resümiert, dass gerade die Zahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz als äußerst positiv für die Entwicklung der Social Media-Einbindung in die politische Kommunikation anzusehen seien.</p>
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		<title>Links, zwo, drei, vier &#8211; KW 15</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Simone Schiedchen]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Apr 2011 18:07:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Digitale Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Die Datenfresser]]></category>
		<category><![CDATA[digitale-gesellschaft.de]]></category>
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					<description><![CDATA[<a href="/links-zwo-drei-vier-kw-15-0"><img width="55" height="60" align="left" src="/sites/politik-digital.de/files/logo-linkliste.png" /></a>Digitale Gesellschaft, Unser Leben in Bits, Neue und alte Kommunikationskanäle in der Revolution und Netzpolitik auf kommunaler Ebene - Dies und mehr in der Linkliste. 
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Gesellschaft, Unser Leben in Bits, Neue und alte Kommunikationskanäle in der Revolution und Netzpolitik auf kommunaler Ebene &#8211; Dies und mehr in der Linkliste.</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2011/pressespiegel-zum-start-von-digitale-gesellschaft" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reaktionen auf die „Digitale Gesellschaft“<br />
</a><br />
Diese Woche ist die Internetseite www.digitale-gesellschaft.de online<br />
gegangen. Die Idee dahinter: „eine kampagnenorientierte Initiative für<br />
eine bürgerrechts- und verbraucherfreundliche Netzpolitik zu schaffen.“<br />
Initiator Markus Beckedahl hat zu den Reaktionen auf seine<br />
Vereinsgründung auf netzpolitik.org einen Pressespiegel<br />
zusammengestellt.</p>
<p><a href="http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-04/datenfresser-kurz-rieger" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Datenfresser<br />
</a><br />
Constanze Kurz und Frank Rieger veröffentlichten auf Zeit-Online ein Vorabkapitel ihres Buches „Die Datenfresser“. Unsere Gesellschaft ist, folgt man den Autoren, in einem computerisierten Stadium angekommen. Alles, was wir machen, wird in Bits und Bytes gespeichert. Profiteure dieser Daten und Algorithmen sind Internetfirmen und der Staat, die sich unsere persönlichen Daten einverleiben, so Kurz und Rieger weiter.</p>
<p><a href="http://www.faz.net/s/Rub87AD10DD0AE246EF840F23C9CBCBED2C/Doc%7EE69AB5A8037E9470B9E62F1621066DEB8%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogger sind noch keine Dissidenten<br />
</a><br />
In dem auf FAZ-online erschienenen Artikel geht Markus Bickel auf die<br />
neuen und alten Kommunikationskanäle in der „Arabellion“ ein. Fachleute<br />
sehen in dem Aufstand eine „erste Revolution unserer Zeit“, bei der<br />
Social Media eine relevante gesellschaftliche und politische Rolle<br />
spielen.</p>
<p><a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/programmes/click_online/9451521.stm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Technologie verändert Proteste<br />
</a><br />
Alex Hudson und Peter Price zeigen in ihrem Artikel auf bbc.co.uk den<br />
Wandel von Protesten auf. Während die sozialen Medien eine wichtige<br />
Rolle bei den Protesten in der arabischen Welt spielten und immer noch<br />
spielen, kommen neue Technologien hinzu. Was die Polizei vor zehn Jahren<br />
bei Protesten noch mittels Megafon verkünden musste, dafür hat die<br />
britische Metropolitan Police jetzt einen eigenen Twitter-Kanal<br />
eingerichtet. Genutzt wurde diese Technologie bereits im März bei<br />
Protesten in London. Sukey ist eine weitere interessante Applikation,<br />
die es Anwendern ermöglicht, sich von Polizeiketten etc. mittels eines<br />
integrierten Kompasses zu entfernen.</p>
<p><a href="http://www.netzpolitik.org/2011/freiheit-vor-ort-handbuch-kommunale-netzpolitik" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Freiheit vor Ort<br />
</a><br />
Wie kann auf kommunaler Ebene Netzpolitik betrieben werden? Diese Frage stellte sich eine Gruppe junger Menschen in Linz bereits vor vier Jahren. Auf der Grundlage des Buches „Freie Netze. Freies Wissen“ entstand die neue Veröffentlichung „Freiheit vor Ort“ mit dem Ziel, Linz zu einer Open-Commons-Region zu machen. Auf netzpolitik.org stellt Markus Beckedahl das Projekt vor.</p>
<p><a href="http://www.ccc.de/de/updates/2011/gluecksspiel" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Glücksspielstaatsvertrag<br />
</a><br />
Auf der Internetseite des Chaos Computer Club warnen dieser und der Arbeitskreis gegen Internetsperren und Zensur vor dem neuen Glücksspielstaatsvertrag, der zur Zeit abseits der Öffentlichkeit von den Ministerpräsidenten der Bundesländer verhandelt wird und in dem erneut über die Einführung von Internetsperren nachgedacht wird. Der Arbeitskreis fordert die Ministerpräsidenten dazu auf, umgehend den Stand der Verhandlungen offenzulegen und die Zivilgesellschaft zu beteiligen.</p>
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