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	<title>Blogpiloten &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Blogpiloten &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Hauptstadtblogger in der Blogsprechstunde</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 16:18:45 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 09. April, sind die <a href="http://www.hauptstadtblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hauptstadtblogger</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon Ihre Fragen.</a> ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 09. April, sind die <a href="http://www.hauptstadtblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hauptstadtblogger</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon Ihre Fragen.</a> <!--break--></p>
<p>
Was macht das Leben in Berlin aus? Wie viel erinnert fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch an die Teilung der Stadt in Ost und West? Welche Ecken der Stadt gelten unter Berlinern als Geheimtipps?
</p>
<p>
Die Hauptstadtblogger und –bloggerinnen schreiben über das Leben in Berlin und berichten über Ereignisse, Kuriositäten und Eindrücke aus Deutschlands Hauptstadt. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen können Sie jetzt schon hier stellen.</a></p>
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		<item>
		<title>Schallgrenzen-Blogger im Chat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/schallgrenzen-blogger-im-chat-3806/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Mar 2008 10:51:22 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 19. März, ist Peter Rehbein vom Blog <a href="http://www.schallgrenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schallgrenzen</a>&#34; von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=137&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt.</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 19. März, ist Peter Rehbein vom Blog <a href="http://www.schallgrenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schallgrenzen</a>&quot; von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=137&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt.</a><!--break--></p>
<p>
Sind Casting-Shows eine vorübergehende Erscheinung oder Gegenwart und Zukunft des Musik-Geschäfts? Gibt es überhaupt noch musikalische Innovationen? Brauch man in Zeiten von Internet und Mp3-Playern noch ein Radio?
</p>
<p>
Peter Rehbein bloggt bei <a href="http://www.schallgrenzen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„Schallgrenzen</a>&quot; über alles, was mit Musik zu tun hat und Musik, die ihm gefällt. Er bezeichnet sich selbst als „Musikbekloppten&quot;.
</p>
<p>
Am Mittwoch, den 19. März, ist Peter Rehbein zu Gast in der Blogsprechstunde.
</p>
<p>
Sie können Ihre Fragen jetzt schon <a href="http://www.talksalon.de/?cid=137&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> stellen.
</p>
<p>
Mehr zur Blogsprechstunde und unseren Gästen erfahren sie <a href="/blogsprechstunde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Auftakt mit Bestatterweblog: Blogger im Live-Chat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/pressereport/auftakt-mit-bestatterweblog-blogger-im-live-chat-3795/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 10:44:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Pressereport]]></category>
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		<category><![CDATA[Pressemeldung]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
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					<description><![CDATA[Zehn Blogger in zehn Internet-Live-Chats von politik-digital.de und den <a href="/http;//www.blogpiloten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpiloten</a>: Am Mittwoch, 12. März 2008 startet eine neue Staffel der Blogsprechstunde, bei der bekannte und interessante Blogger im Chat mit den Nutzern diskutieren.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zehn Blogger in zehn Internet-Live-Chats von politik-digital.de und den <a href="/http;//www.blogpiloten.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpiloten</a>: Am Mittwoch, 12. März 2008 startet eine neue Staffel der Blogsprechstunde, bei der bekannte und interessante Blogger im Chat mit den Nutzern diskutieren.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Los geht es am Mittwoch, 12. März, von 16 bis 17 Uhr mit &quot;Undertaker Tom&quot; (<a href="/bloggender-bestatter-in-der-blogsprechstunde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zur Ankündigung</a>). &quot;Tom&quot; schreibt auf <a href="http://www.bestatterweblog.de">bestatterweblog.de</a> anonym über die Arbeit und das Geschäft mit dem Tod.  Im Januar 2008 veröffentlichte er das Buch &quot;Gestatten, Bestatter! Geschichten, die das Sterben schrieb&quot;.<br />
&quot;Tote sind friedlich und machen keine Probleme. Bei den Lebenden ist das oft anders&quot;, meint Tom. Warum bloggt er über Leid und Trauer anderer? Wie voyeuristisch ist sein Publikum? Im Live-Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten kann man den Blogger alles fragen.<br />
<b><br />
Eisbär Knut war auch im Chat</b></p>
<p>Unter den bisherigen Chatgästen in den 36 Blogsprechstunden seit Februar 2007 waren unter anderem Christoph Schultheis von bildblog.de, die bloggende FDP-Europaabgeordnete Silvana Koch-Mehrin, Felix &quot;Ix&quot; Schwenzel von wirres.net, Thomas Knüwer vom Handelsblatt-Blog &quot;Indiskretion Ehrensache&quot;, &quot;Lila&quot; vom Kibbuz-Blog &quot;Letters from Rungholt&quot; aus Israel, Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig von riesenmaschine.de, Robert Basic von basicthinking.de oder Torsten Rupprich, das bloggende Alter-Ego von Eisbär Knut aus dem Berliner Zoo.</p>
<p>Einsteigen in den Chat kann man jederzeit auf politik-digital.de und blogpiloten.de. Wer nicht live mitchatten kann, kann vorab seine Fragen stellen und über die bisher gestellten Fragen abstimmen. Die Beiträge mit den meisten Stimmen werden auf jeden Fall im Chat gestellt, alle weiteren je nach Zeitlimit.<br />
<b><br />
Über die Veranstalter</b></p>
<p>politik-digital.de berichtet aktuell über Neues und Hintergründiges aus dem Bereich Politik und Neue Medien. Im Dezember 2007 gab es einen inhaltlichen und technischen Relaunch der Seite mit mehr aktueller Berichterstattung und Feedback-Möglichkeiten. Die Redaktion von politik-digital.de betreut inhaltlich und technisch Internet-Live-Chats für Auftraggeber wie tagesschau.de oder die Bundeszentrale für politische Bildung. Unter den bislang etwa 450 Chatgästen waren u.a. Angela Merkel, Harald Ringstorff, Claudia Roth, Gregor Gysi und Guido Westerwelle. Mit zahlreichen Non-Profit-Projekten wie dem Nichtwählerforum ich-gehe-nicht-hin.de anlässlich des  Bundestagswahlkampfes 2005 versucht politik-digital.de, das politische Internet zu bereichern.</p>
<p>Blogpiloten.de ist eine wöchentliche Blogschau, die redaktionell unabhängig und meinungsstark die wichtigsten Themen der deutschen Weblog-Szene beleuchtet.</p>
<p>Wer sollte Ihrer Meinung nach noch in unsere Sprechstunde kommen? Senden Sie uns Ihre Vorschläge an redaktion@politik-digital.de.<br />
<b><br />
Kontakt:</b></p>
<p>pol-di.net e.V./ politik-digital.de<br />
Sebastian Gievert<br />
&#8211; Redaktionsleitung &#8211;<br />
Oranienburger Str. 17<br />
10178 Berlin<br />
fon 030 – 97004889<br />
sgievert (ät) politik-digital.de</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bloggender Bestatter im Chat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/bloggender-bestatter-im-chat-3794/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Mar 2008 10:38:48 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
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		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 12. März, ist Tom, der bloggende Bestatter vom <a href="http://www.bestatterweblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestatterweblog</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=135&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt.</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 12. März, ist Tom, der bloggende Bestatter vom <a href="http://www.bestatterweblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bestatterweblog</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=135&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt.</a><!--break--></p>
<p>
Wie geht man damit um, täglich mit dem Tod konfrontiert zu werden? Wird auch einem Bestatter nachts auf dem Friedhof manchmal unheimlich? Welche Beisetzungen sind besonders schwierig? Gibt es auch unterhaltsame Momente bei dieser Tätigkeit?</p>
<p>Tom ist Bestatter und bloggt anonym unter dem Namen „undertaker“ beim Bestatterweblog. Dort schreibt er über Erlebnisse, Erfahrungen und Kuriositäten aus seinem Berufsleben. Am Mittwoch, den 12. März, ist Tom zu Gast in der Blogsprechstunde.
</p>
<p>
Sie können Ihre Fragen jetzt schon <a href="http://www.talksalon.de/?cid=135&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> stellen.
</p>
<p>
Mehr zur Blogsprechstunde und unseren Gästen erfahren sie <a href="/blogsprechstunde" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Creative Commos: Große Errungenschaft</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/creative-commos-grosse-errungenschaft-3484/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
		<category><![CDATA[Lizenz]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Recht]]></category>
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		<category><![CDATA[Thomas Schwenke]]></category>
		<category><![CDATA[Webdesign]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, dem 13. November 2007, war Thomas Schwenke, bloggender Anwalt und Webdesigner, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über
Netzrecht und die Vorratsdatenspeicherung.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, dem 13. November 2007, war Thomas Schwenke, bloggender Anwalt und Webdesigner, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über<br />
Netzrecht und die Vorratsdatenspeicherung.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde.<br />
Heute geht es um Online-Recht, unser Gast ist der Anwalt und Webdesigner<br />
Thomas Schwenke. Ab 16.00 Uhr beantwortet er hier Ihre Fragen. Sie<br />
können auch gerne jetzt schon Fragen stellen, wir Moderatoren<br />
sammeln sie hier.<br />
So, hier in Berlin ist es jetzt 16.00 Uhr. Herr Schwenke, können<br />
wir anfangen?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Ja, gerne.
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/ABlogs/thomasschwenke85x.jpg" alt="Thomas Schwenke" height="120" width="85" /><br />
<i>Thomas Schwenke,<br />
Anwalt und Webdesigner,</i> <br />
<i>bloggt u.a. auf <a href="http://www.advisign.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Advisign</a></i>
</p>
<p align="left">
<b>Kabbel</b>: Wie ist eigentlich Ihre<br />
Meinung zum Urteil des Berliner Amtsgerichts, dass IP-Adressen nicht<br />
gespeichert werden dürfen? Was bedeutet das für mich als<br />
Website-Betreiber?
</p>
<p align="left">
<b> Thomas Schwenke</b>: Finde ich gut und<br />
denke, noch mehr Urteile in diese Richtung werden folgen.<br />
Wer braucht schon die ganzen Daten auf Dauer? Und ich hoffe, dass<br />
Google-Analytics bei diesem Druck das System ändern und die<br />
IP-Speicherung zumindest als Option herausnehmen wird. <br />
Als Webseiten-Betreiber sollte man also wo es geht auf IP-Speicherung<br />
verzichten.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zwei Fragen zur Impressums-Pflicht<br />
gebündelt:
</p>
<p>
<b>Pseudonym</b>: Wenn ich mich richtig erinnere, brauchen<br />
journalistische und kommerzielle Websites ein Impressum, private<br />
nicht. Was ist mit Blogs? Sind die journalistisch, privat oder etwas<br />
dazwischen?
</p>
<p>
<b>Domino</b>: Welche Angaben müssen eigentlich<br />
in das Impressum einer privaten Homepage? Brauchen auch Blogs ein<br />
Impressum? Ich konnte da keine einheitliche Meinung zu finden.
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Ok, dann versuche ich die Antworten<br />
auch zu bündeln. Nach § 55 Rundfunkstaatsvertrag brauchen<br />
rein private Websites kein Impressum. Um es mal so zu sagen, es<br />
sind Seiten, an denen außer Freunden und Familie sonst keiner<br />
ein Interesse haben dürfte. Sprich die Seite darf sich nicht<br />
an die Öffentlichkeit richten. Das wird bei Blogs nur ganz<br />
selten der Fall sein. D.h. Name und Adresse würde ich immer<br />
angeben. Bei Blogs ist zu dem auf § 55 Abs.2 Rundfunkstaatsvertrag<br />
zu achten. Danach ist bei regelmäßigen redaktionellen<br />
Inhalten ein Verantwortlicher mit Name und Anschrift zu benennen.<br />
Das trifft auch auf Blogs zu, die zumindest presseähnlich schreiben,<br />
also sich gezielt an die Öffentlichkeit richten und regelmäßig<br />
etwas verfassen. Nach § 5 Telemediengesetz sind bei Geschäftsmäßigkeit<br />
auch noch E-Mail und Telefonnummer anzugeben. Das trifft schon bei<br />
einer Bannerwerbung zu. Sogar Partner-Links zu Amazon können<br />
zu Geschäftsmäßigkeit führen.
</p>
<p>
<b>Klaus</b>: Wieso wird man als Anwalt eigentlich auch<br />
Webdesigner &#8211; oder umgekehrt, je nachdem, was du zuerst warst?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Ich war zuerst Webdesigner und<br />
habe daneben (und manchmal umgekehrt) Jura studiert. Das kommt,<br />
wenn man sowohl Spaß an der Gestaltung als auch am Recht hat.<br />
Passiert manchmal 🙂
</p>
<p>
<b>test</b>: Wie lange bloggst du eigentlich schon selbst?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Über Advisign.de seit Juni,<br />
glaube ich. Seit dem Sommer jedenfalls. Sonst auf anderen Seiten<br />
seit 3/4 Jahren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Welche andere Seiten sind das so? </p>
<p><b>Thomas Schwenke</b>: <a href="http://www.sheepworld-blog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sheepworld-blog.de</a>,<br />
<a href="http://www.thomas-schwenke.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">thomasschwenke.de</a> (ist<br />
aber alles neu) und noch eine Seite über Computerspiele, wo<br />
ich gerne privat bleibe .
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zum Thema User Generated Content, also<br />
Inhalte, die von den Nutzern selbst erstellt werden:
</p>
<p>
dawada: Unter welche Lizenzen fallen Beiträge, die ich als<br />
User z.B. für ein Online-Magazin schreibe? Gilt immer die generelle<br />
Lizenz der Website oder kann man auch Ausnahmeregelungen vereinbaren?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Grundsätzlich gilt die<br />
Seitenlizenz. Individuelle Bedingungen kann man immer aushandeln,<br />
sollte es aber nachweisen können. Zudem sollte die andere Seite<br />
den vorgeschlagenen Lizenzen zustimmen. Sonst kann es passieren,<br />
dass sie gar nicht gelten.
</p>
<p>
<b>Falfalla</b>: Wenn ich auf einem Online-Portal einen<br />
Artikel verfasse (User Generated Content), darf der Website-Betreiber<br />
den Text weiterverwenden, ohne mich zu informieren? Welche Rechte<br />
habe ich hier als Urheber?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Wenn der Artikel hinreichen individuell<br />
ist, ist es ein urheberrechtlich geschütztes Sprachwerk, d.h.<br />
die meisten Foren-Postings sind es nicht, Blog-Beiträge, die<br />
über ein paar Sätze oder reine Fakten hinaus gehen, dagegen<br />
schon. Hier muss man zunächst in die Nutzungsbedingungen schauen.<br />
Wenn man vor dem Verfassen nicht zugestimmt hat, dass der Betreiber<br />
ein einfaches Nutzungsrecht hat, wird er den Artikel nicht an anderer<br />
Stelle verwenden dürfen und wird ihn löschen müssen,<br />
wenn man es verlangt. Anders ist es, wenn man dafür Geld erhält.<br />
Dann hat der Auftraggeber sogar ein Jahr lang das ausschließliche<br />
Recht, den Artikel zu nutzen.
</p>
<p>
<b>meetoo</b>: Sind eigentlich Postings, die ich in ein<br />
Forum schreibe, in irgendeiner Weise vor Copy and Paste geschützt?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Wenn sie urheberrechtlich als<br />
Sprachwerke geschützt sind, dann ja. Das trifft auf die wenigsten<br />
Postings zu. Es muss schon etwas &quot;schöpferisches&quot;<br />
mit eigenen Worten geschriebenes sein, was sich aus der Masse der<br />
Postings abhebt. Ja ich weiß, das Gesetz ist schwammig 😉
</p>
<p>
<b>schäfchen</b>: Wie ist es denn zur Zusammenarbeit<br />
mit Sheepworld gekommen?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Über <a href="http://www.schafplanet.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.schafplanet.de</a>,<br />
eine Seite, die ich irgendwann 1997 gemacht habe. Sheepworld hat<br />
gerade einen Webdesigner gesucht und kam so über die Schafe<br />
auf mich ;o)<br />
Und weil die bei Sheepworld manchmal genauso lustig oder seltsam<br />
drauf sind wie ich, passte es wunderbar.
</p>
<p>
<b>frager</b>: Gab es eigentlich schon Rückmeldungen<br />
von Kollegen zu deiner Webtätigkeit? Du hältst ja auch<br />
viele Vorträge zu Internetrecht, gab´s da mal Feedback<br />
von anderen Anwälten?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Oh ja, sogar erstaunlich viel.<br />
Ich habe mich selbst gewundert, als nach den ersten Beiträgen<br />
zuerst Kommentare von Kollegen kamen. Macht auch Stolz irgendwie.
</p>
<p>
<b>JWD</b>: Thema Kommentare in Online-Communities: Wie<br />
oft muss ich als Betreiber die Kommentare meiner Nutzer checken?<br />
Was kann mir passieren, wenn ein rechtlich kritischer Beitrag länger<br />
stehen bleibt?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Das kommt auf die Häufigkeit<br />
der Postings, der Kommentare an und welche Stimmung im Blog herrscht.<br />
Wird da täglich sehr heftig diskutiert, sollte man zumindest<br />
täglich kontrollieren oder sogar die Vormoderation einschalten,<br />
wenn die Stimmung den Siedepunkt erreicht. Ist es ein Blümchen-Blog,<br />
in dem sich alle lieb haben und alle paar Tage ein Kommentar eintrudelt,<br />
reicht es auch auch einmal die Woche. Sobald man aber Kenntnis von<br />
dem Kommentar erlangt hat, z.B. per E-Mail des Blog-Systems, muss<br />
man sofort sperren oder löschen. Sonst kann man z.B. bei einer<br />
Beleidigung eines Dritten von diesem per Abmahnung belangt werden.<br />
<br />
So, wiedermal eine Antwort, wo ich nicht mit ja/nein antworten kann.<br />
Hartes Los.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Vielleicht geht eine ja/nein Antwort<br />
ja bei der nächsten Frage:
</p>
<p>
<b>disclaim</b>: Wie sieht das eigentlich mit einem<br />
Disclaimer aus, mit dem ich mich vom Inhalt verlinkter Websites<br />
distanziere? Brauche ich den unbedingt bzw. was passiert, wenn ich<br />
den nicht anbringe?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Tja, Ihr wählt auch immer<br />
diese „kommt drauf an Fragen“&#8230;<br />
Nein, rein gesetzlich brauche ich den Disclaimer nicht. Wenn ich<br />
auf eine illegale Website verlinke, kann ich mich durch Worte nicht<br />
herausreden. Aber der Disclaimer ist ein Hinweis, um Leute gegebenfalls<br />
von der sofortigen Abmahnung abzuhalten. Er hilft aber auch nur,<br />
wenn sich eine Website nachträglich geändert hat. Wichtig<br />
ist, was man schreibt! Man sollte nur erklären, dass man sich<br />
die Websites mal angeschaut hat (dann aber wirklich tun), aber nichts<br />
dafür kann, wenn sie sich ändern. Und dass man reagiert,<br />
wenn man auf Veränderungen hingewiesen wird. Ja nicht schreiben<br />
&quot;Ich überprüfe die Links regelmäßig&quot;.<br />
Dann gibt es Ärger, wenn man es mal nicht tut.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Stichwort Abmahnung:
</p>
<p>
<b>Rüdiger</b>: Hallo Herr Schwenke. Wann halten<br />
Sie eigentlich eine Abmahnung für überzogen, wann ist<br />
sie gerechtfertigt?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Also überzogen, wenn man<br />
vorher hätte einfach fragen und hinweisen können.<br />
Vor allem wenn man sieht, dass es eine private Website ist und derjenige<br />
keine Ahnung vom Urheberrecht hatte, z.B. bei Kindern und Jugendlichen,<br />
die lernen das ja nicht in der Schule. Dagegen angemessen, wenn<br />
es eine gewerbliche Website ist und man z.B. sieht, dass da vorsätzlich<br />
Texte kopiert worden sind. Oder wenn der andere nach der Anfrage<br />
stur bleibt.
</p>
<p>
<b>danilo</b>: Zum Urheberrecht: Wie viel Ahnung brauche<br />
ich denn, wenn ich eine recht private Homepage habe, ohne wahnsinnig<br />
viel Traffic &#8211; und wo kann ich es lernen?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Gute Frage, leider ist die Erziehung<br />
(Haus &amp; Schule) darauf echt nicht vorbereitet. Es gibt da eine<br />
gute Seite, wo es sogar mit Comics erklärt wird. Da ich jetzt<br />
nicht so gut suchen kann, stelle ich paar Seiten bei mir im Blog<br />
zusammen, ok? Und das Prinzip ist: Immer Fragen, bevor man nimmt.<br />
Eine Mail reicht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine Rückfrage zum Nebenbei-Jurastudium<br />
🙂
</p>
<p>
<b>Iustitia</b>: Wie konnten Sie neben dem Jura-Studium<br />
noch Webdesigner sein, das Studium ist doch enorm anspruchsvoll<br />
und zeitraubend?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Freundin, die einem alles übrige<br />
abgenommen hat. 😉 Und ich musste das Studium ja auch finanzieren.<br />
Und ich denke, dass Kellnern o. ä. mindestens, wenn nicht noch<br />
mehr anstrengend ist. Ich konnte zumindest mit einem Hobby Geld<br />
verdienen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Thema Creative Commons Lizenzen:
</p>
<p>
<b>dauerbrenner</b>: Für einen &quot;Internet-Anfänger&quot;<br />
sehen diese ganzen CC-Lizenzen recht unübersichtlich aus. Wo<br />
kann ich einen schnellen Überblick bekommen, welche Lizenzen<br />
es gibt und welche die richtige für meine Werke ist?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Darf man Eigenwerbung machen?
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sicher.
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Ich habe eine Übersicht<br />
für Einsteiger erstellt: <a href="http://www.advisign.de/urheberrecht/2007-09/creative-commons-einfach-erklaert-teil-1-sinn-und-zweck-von-creative-commons" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.advisign.de/urheberrecht/2007-09/creative-commons&#8230;</a><br />
Ja, eine lange URL. Es ist auf jeden Fall mit einfachen Worten und<br />
Bildern ohne Jura-Gerede erstellt.</p>
<p><b>krawalla</b>: Wenn ich auf meinem Blog Werbung schalte,<br />
darf ich dann noch unter Creatice Commons veröffentlichte Bilder<br />
bzw. Texte verwenden?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Jetzt gibt es wieder was zu lesen.<br />
Es ist nämlich wieder eine &quot;Es kommt drauf an&quot;-Frage.<br />
Glückwunsch! 😉<br />
Das ist leider eine Grauzone, die kommerzielle Nutzung bei Creative-Commons<br />
(CC). Wird das Blog rein kommerziell betrieben, d.h. der Zweck ist<br />
die Einnahme von Geld, würde ich darin eine kommerzielle Nutzung<br />
sehen. Das ist auch der Fall, wenn ich z.B. auf einer Seite nur<br />
CC-Bilder einstelle und sonst nichts selbst mache, außer die<br />
Werbegelder einzufahren. Auch dann ist es kommerzielle Nutzung.<br />
Ein typisches Blog, bei dem ich hauptsächlich meine Inhalte<br />
verfasse und CC-Inhalte nur untergeordnet einsetze, z.B. zur Illustration,<br />
stellt keine kommerzielle Nutzung dar. Das sind immer noch schwierige<br />
Abgrenzungen. Mein Blog ist z.B. auch Werbung für mich.<br />
Aber ich stelle dort fast nur eigene Inhalte der Öffentlichkeit<br />
zur Verfügung, so dass der Hauptzweck nicht die Einnahme von<br />
Geld durch das Blog ist. Daher sehe ich es nicht als kommerziell<br />
an. Zudem es selbst unter Creative Commons (für nicht kommerzielle<br />
Zwecke).<br />
Für genauere Antworten sind die CC leider noch &quot;zu jung&quot;.
</p>
<p>
<b>nurso</b>: Du schreibst deinen Blog „Advisign“<br />
ja hauptsächlich, um damit Werbung für deine Rechtsberatung<br />
zu machen, oder? Wirkt diese Art der Werbung, bekommst du so Kunden?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Lol, Ich hätte bei dem Namen<br />
Advisign doch auf die Merkfähigkeit achten sollen.<br />
Eigentlich hat es damit angefangen, dass ich der Webworker-Szene<br />
etwas zurückgeben wollte, wo ich doch so viele Blogs lese und<br />
auch Veranstaltungen besucht habe. Es hat mit Vorträgen angefangen<br />
und da dachte ich mir, ich kann sie auch in ein Blog schreiben.<br />
Der Werbeeffekt ist aber nicht von der Hand zu weisen. Kann ich<br />
nur empfehlen!<br />
Und es schmeichelt einem sehr, sofortige Reaktionen zu kriegen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Thema Markenrecht:
</p>
<p>
<b>Blogger</b>: Könnte ich theoretisch auch den<br />
Namen meines Blogs als Marke anmelden? Hätte das Vorteile?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Ja, könntest Du. Kein anderer<br />
könnte im „geschäftlichen Verkehr“ Deinen<br />
geschützten Blog-Namen nutzen.
</p>
<p>
<b>Dortmundistauchok</b>: Wie sieht das markenrechtlich<br />
aus &#8211; dürfte ich z.B. einen Ikea-Blog anmelden oder einen Coca<br />
Cola (von mir aus auch Pepsi)-Blog? Wenn nicht &#8211; wieso können<br />
das Bildblog und das GoogleWatchBlog?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Wenn man geschäftlich tätig<br />
ist, kann man in diesen Fällen eine Markenverletzung begehen.<br />
Und für &quot;geschäftlich tätig sein&quot; können<br />
schon Werbebanner ausreichen. Man würde sich den Ruf einer<br />
bekannten Marke zu nutze machen. Aber auch als Privat-Blogger könnte<br />
man gegen einfache Namensrechte verstoßen.<br />
Erlaubt sind Namen und Domains in denen das „Über“-Verhältnis<br />
ersichtlich ist. Also, dass das Blog über ein Unternehmen ist<br />
und nicht von dem Unternehmen. <br />
Z.B. „Ikea-watchblog.de“ oder „Ikea-magichnicht.de“,<br />
aber nicht „Ikea-welt.de“. Bildblog.de geht rein rechtlich<br />
eigentlich nicht. Ich glaube nur, dass Bild sich die Finger nicht<br />
verbrennen will und nicht dagegen vorgeht. Zusammengefasst: Vorsicht,<br />
in der Domain zum Ausdruck bringen, dass das Blog &quot;über&quot;<br />
und nicht &quot;von&quot; ist.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Ikea-magichnicht wäre tatsächlich<br />
ok? Könnte da niemand von Geschäftsschädigung sprechen?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Nein, das schützt die Meinungsfreiheit.<br />
Vorausgesetzt, man ist kein direkter Konkurrent.<br />
Aber das bezieht sich nur auf die Domain, bei Inhalten sollte man<br />
nie unsachlich werden und nie falsche Tatsachen behaupten. Abgesehen<br />
davon, ich mag IKEA, nicht dass ich dort ausgesperrt werde und auf<br />
die leckeren Würstchen verzichten muss!
</p>
<p>
<b>frager</b>: Ich habe gelesen, du hattest auch mal<br />
die Idee einer Art Barcamp für Anwälte (oder so ähnlich).<br />
Gab´s mittlerweile schon so was? Wie stellst du dir vor, wie<br />
das ablaufen sollte?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Ich stelle es mir wie ein normales<br />
Barcamp, nur umgekehrt. Mehr Juristen und weniger Webdesigner. Gesprächsstoff<br />
gebe es genug, eigentlich genauso wie früher auf der Uni. Danach<br />
wird es leider sehr gediegen und etwas steif (zumindest nach meiner<br />
Ansicht). Soweit ich weiß gab es so etwas schon in den USA.<br />
Ich suche gerade nach Ansprechpartnern.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Beherrschendes Thema war (und ist)<br />
die beschlossene Vorratsdatenspeicherung. Dazu eine Frage:
</p>
<p>
<b>stopptÜberwachung</b>: Hallo Herr Schwenke,<br />
was meinen Sie, hat die Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung<br />
Erfolgsaussichten?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Eindeutig ja. Unser Gesetz musste<br />
erlassen werden, weil die Europäische Richtlinie über<br />
Vorratsdatenspeicherung Deutschland dazu verpflichtete. Aber:<br />
1. Fehlt wohl der EU eine rechtliche Grundlage, um so ein Gesetz<br />
zu erlassen.<br />
2. Verstößt das Gesetz m.E. gegen die Grundprinzipien<br />
der Menschenwürde, die sowohl im EU-Vertrag als auch in unserem<br />
Grundgesetz stehen. Im Übrigen ist bereits eine Klage Irlands<br />
vor dem Europäischen Gerichtshof über die Vorratsdatenspeicherung<br />
anhängig. Solange wird unser Bundesverfassungsgericht das Verfahren<br />
wohl aussetzen. Und ich schätze, die Ausführung des Gesetzes<br />
auch. Und noch etwas m. E. sehr wichtiges: Es sollten sich auch<br />
möglichst viele an der Sammelklage vom Bundesverfassungsgericht<br />
beteiligen. Damit entkräftet man das Argument, dass das Gesetz<br />
ein „subjektives Sicherheitsgefühl“ vermittelt.<br />
Hier ein Link zu der Sammelklage: <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.vorratsdatenspeicherung.de/content/view/51/70/</a>
</p>
<p>
<b>teichtier</b>: Liest du auch Blogs von anderen Anwälten?<br />
Welche würdest du empfehlen &#8211; mal abgesehen von lawblog, den<br />
lese ich eh schon 😉
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Oh, die Liste könnte lang<br />
werden! Also, ich finde <a href="http://www.telemedicus.info/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.telemedicus.info/</a><br />
sehr gut, wobei dort die Nachrichten im Vordergrund stehen und es<br />
kein reines Blog ist. Henning Krieg lese ich gerne: <a href="http://www.kriegsrecht.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.kriegsrecht.de</a><br />
Carsten Ulbrich schreibt immer juristisch sehr genaue Beiträge:<br />
<a href="http://www.rechtzweinull.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.rechtzweinull.de</a><br />
Oh man, wenn ich alle nenne wird es lange dauern. Daher ein Hinweis<br />
auf hauptsächlich den Feed von <a href="http://www.jurablogs.com/%20" target="_blank" rel="noopener noreferrer">http://www.jurablogs.com/<br />
</a>, wo ich mir die interessanten Beiträge rausziehe. Dort<br />
gibt es Lesestoff genug!
</p>
<p>
<b>Frank F.</b>: Du wanderst nach Neuseeland aus? Wirst<br />
du von da aus auch als Anwalt oder als Berater für Websites<br />
arbeiten?
</p>
<p>
<b> Thomas Schwenke</b>: Oh, ich bilde mich nur ein Jahr<br />
lang fort. Mit der Absicht wieder zu kommen!<br />
Die Grenzen zum anglosächsischen Recht verwischen immer mehr.<br />
Ich werde aber auch dort weiter tätig sein. Zwar nicht mehr<br />
vor Gericht, aber Websites prüfen, Haftungsfragen beantworten,<br />
AGBs entwerfen etc. werde ich auch von dort aus machen. Selbstverständlich<br />
werde ich auch bei Websites beraten. Freiheit dank Internet 😉
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Letzte Frage für heute:
</p>
<p>
<b>danilo</b>: Du bloggst auf mehreren Seiten, twitterst,<br />
berätst Online-Communities: Was siehst du als größten<br />
Vorteil des Web 2.0 an? Welches Tool hältst du persönlich<br />
für die größte Innovation?
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Also wenn man Creative Commons<br />
als ein (legales) Tool bezeichnen kann, dann das. Damit werden viele<br />
Hürden beseitigt, die sonst den Austausch verhindern. Man kann<br />
remixen ohne viel nachzudenken.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Und das waren auch schon wieder 60<br />
Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an alle Nutzer für die<br />
vielen Fragen und natürlich ein besonderer Dank an Thomas Schwenke<br />
für die Antworten. Das Protokoll zu diesem Chat finden Sie<br />
in Kürze bei politik-digital.de und den Blogpiloten. Das Schlusswort<br />
für heute gebührt dem Gast:
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Danke sehr für die schöne<br />
Stunde und ich freue mich sehr, wenn ich sehe, dass sich sogar schon<br />
Jugendliche fürs Recht interessieren. Viel Spaß noch!
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir wünschen noch einen schönen<br />
Abend.
</p>
<p>
<b>Thomas Schwenke</b>: Gleichfalls und danke auch!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Tim O´Reilly im Videointerview bei den Blogpiloten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Nov 2007 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Freie Inhalte]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Tim O'Reilly]]></category>
		<category><![CDATA[Expo]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Creative Commons]]></category>
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					<description><![CDATA[eb 2.0 Expo in Berlin brachte die Nutzer des Mitmach-Internets im realen Leben zusammen - erstmals fand die Messe in Deutschland statt. Aber was ist dieses Web 2.0 eigentlich? Wie erklärt man seinen Eltern, was man da im Internet macht? Diese Fragen stellten die <a href="http://www.blogpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpiloten</a> Peter, Bas und Volker dem Internetguru <a href="http://radar.oreilly.com/tim/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tim O´Reilly</a> im <a href="http://www.blogpiloten.de/2007/11/06/tim-oreilly-live-was-ist-web-20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videointerview</a>. Wer könnte es besser wissen? Schließlich hat er den Begriff geprägt.
<p>
&#160;
</p>
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</div>
<p>
<br />
Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/SsY1kjS/Blogpiloten-Tim-OReilly-erklaert-Web-2-0">sevenload.com</a>
</p>
<p>
<a href="http://de.sevenload.com/videos/SsY1kjS/Blogpiloten-Tim-OReilly-erklaert-Web-2-0"></a>
</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>eb 2.0 Expo in Berlin brachte die Nutzer des Mitmach-Internets im realen Leben zusammen &#8211; erstmals fand die Messe in Deutschland statt. Aber was ist dieses Web 2.0 eigentlich? Wie erklärt man seinen Eltern, was man da im Internet macht? Diese Fragen stellten die <a href="http://www.blogpiloten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blogpiloten</a> Peter, Bas und Volker dem Internetguru <a href="http://radar.oreilly.com/tim/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tim O´Reilly</a> im <a href="http://www.blogpiloten.de/2007/11/06/tim-oreilly-live-was-ist-web-20/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Videointerview</a>. Wer könnte es besser wissen? Schließlich hat er den Begriff geprägt.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
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<p>
<br />
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</p>
<p>
<a href="http://de.sevenload.com/videos/SsY1kjS/Blogpiloten-Tim-OReilly-erklaert-Web-2-0"></a>
</p>
<p><a href="http://de.sevenload.com/videos/SsY1kjS/Blogpiloten-Tim-OReilly-erklaert-Web-2-0"><!--break--></a></p>
<p>Die Blogpiloten haben auch noch weitere Video-Interviews im Angebot. <a href="http://www.blogpiloten.de/2007/11/06/freie-inhalte-sind-sexy/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Michelle Thorne</a> von <a href="http://creativecommons.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Creative Commons International</a><br />
zum Beispiel erläutert, welche Vorteile sowohl Urheber als auch Nutzer<br />
davon haben, wenn Inhalte im Netz frei zur Verfügung stehen.</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div id="slplayer_B9v1VfX">
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</div>
<p>
Link: <a href="http://de.sevenload.com/videos/B9v1VfX/Blogpiloten-Interview-mit-Michelle-Thorne">sevenload.com</a>
</p>
<p>
<a href="http://de.sevenload.com/videos/B9v1VfX/Blogpiloten-Interview-mit-Michelle-Thorne"></a><br />
Alle Videos stehen unter der Lizenz <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CC by-nc-sa 2.0</a><a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p><a href="http://de.sevenload.com/videos/B9v1VfX/Blogpiloten-Interview-mit-Michelle-Thorne"></a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Kleine Fehler im großen Spiegel</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/kleine-fehler-im-grossen-spiegel-3352/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Oct 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[SPIEGEL]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelkritik]]></category>
		<category><![CDATA[Timo Rieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 2. Oktober 2007, war Timo Rieg vom Spiegelkritik-Blog zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über Fehler in Deutschlands größtem
Nachrichtenmagazin und den Unterschied zwischen Spiegel und Spiegel Online.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 2. Oktober 2007, war Timo Rieg vom Spiegelkritik-Blog zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über Fehler in Deutschlands größtem<br />
Nachrichtenmagazin und den Unterschied zwischen Spiegel und Spiegel Online.
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen bei der<br />
Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten.<br />
Heute kritisieren wir mal die Kollegen von Spiegel und Spiegel Online,<br />
denn zu Gast ist Timo Rieg vom Weblog <a href="http://www.spiegelkritik.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spiegelkritik</a>.<br />
Um 16.00 Uhr geht es los. Fragen können Sie jetzt schon stellen.</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Hallo, bin da!</p>
<p><b>Moderator:</b> Gut, dann können wir ja anfangen.<br />
Unsere Nutzer konnten bereits im Vorfeld einige Fragen stellen und<br />
darüber abstimmen, mit welcher Frage wir heute starten. Hier<br />
ist sie:</p>
<p><b>Leser:</b> Gibt es überhaupt genug Fehler im Spiegel,<br />
damit sich ein Watchblog lohnt?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Also das ist gleich eine Grundsatzfrage.<br />
Beim SPIEGEL gibt es wohl nur ganz selten fulminante Fehler &#8211; schließlich<br />
arbeitet dort eine große Dokumentationsabteilung. Beim SPIEGEL<br />
geht es daher eher um Verzerrungen, manchmal objektiv messbar wie<br />
<a href="http://spiegelkritik.de/2006/06/30/bio-bauern-in-gefahr/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.<br />
Viel häufiger aber durch Auswahl von Statements und Fakten:<br />
Wer kommt mit was zu Wort, was fällt weg. Beispiel <a href="http://service.spiegel.de/digas/find?DID=52985279" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SPIEGEL<br />
38/2007</a> (kostet aber): Da wird unter der Überschrift „Spuren<br />
in die Vergangenheit“ berichtet, dass DNA-Analysen auch die<br />
Aufklärung bereits verjährter Fälle ermöglicht,<br />
weshalb es unbedingt Gesetzesänderungen bräuchte. Kein<br />
Wort aber dazu, warum es bisher Verjährungsfristen gibt (die<br />
ja nichts mit vorhandenen kriminalistischen Methoden zu tun haben).<br />
Man kann dazu selbstverständlich so oder so stehen &#8211; aber eine<br />
wichtige Seite gar nicht zu erwähnen ist eben nicht ganz perfekter<br />
Journalismus. (Die Geschichte ist übrigens bei uns leider auch<br />
noch „anhängig&quot;&#8230;) </p>
<p>Es geht nicht in erster Linie um Fehler &#8211; beim SPIEGEL jedenfalls.<br />
Bei Spiegel-Online (SpOn) sieht das etwas anders aus, da wird im<br />
schnellen Tagesgeschäft auch mal geschludert.</p>
<p><b>Pfeiffer:</b> Was wollt ihr mit der Spiegelkritik erreichen?</p>
<p><b>Timo Rieg: </b>Was wir wollen? Ein Forum anbieten (man<br />
könnte hier im Prinzip die Leserbriefe ausbauen, da gibt es<br />
ja ganz tolle) und natürlich zeigt sich dabei (nebenbei), dass<br />
auch am „Spiegel-Journalismus&quot; Kritik geübt werden<br />
kann. Die Einteilung „Boulevard&quot; vs. „Qualitätsmedien&quot;<br />
ist mir da zu simpel. </p>
<p><b>Moderator:</b> Rückfrage zu den Leserbriefen:</p>
<p><b>karima:</b> Wie viele Hinweise von euren Lesern bekommt<br />
ihr so im Durchschnitt?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> 100 im Monat, aber ganz unterschiedlich<br />
verteilt &#8211; und von sehr unterschiedlicher „Qualität&quot;.</p>
<p><b>Moderator:</b> In wie fern von unterschiedlicher Qualität?<br />
Es lohnt sich also nicht, jedem Hinweis nachzugehen?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Manches sind halt nur unterschiedliche<br />
Meinungen. Oder es hat jemand irgendwo etwas anderes gelesen. Da<br />
hat man dann einen „Brocken&quot; und muss schauen, was dran<br />
ist. Das kann dauern.<br />
Nur selten sind die Hinweise schon so aufbereitet, dass man direkt<br />
sieht: Aha, da ist etwas dran. Aber das ist wohl normal. </p>
<p><b>Krake:</b> Warum macht Ihr überhaupt ein Spiegel-Watchblog<br />
und wie seit Ihr auf die Idee dazu gekommen?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Die Idee kam ja von Sebastian Heiser,<br />
der sich im Moment etwas zurückgezogen hat. Ich bin da Anfang<br />
letzten Jahres dazu gestoßen &#8211; hat sich einfach so ergeben.<br />
Ich hätte damit nicht selbst begonnen, aber das Thema lag natürlich<br />
irgendwie auch in der Luft.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zwei Fragen zum Spiegelkritik-Team:<br />
<b><br />
fallafel:</b> Wie viele Leute schreiben an der Spiegelkritik<br />
mit?</p>
<p><b>dummdidumm:</b> Seit ihr bei der Spiegelkritik eigentlich<br />
alles Journalisten?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Wir sind derzeit vier Leute (mit unterschiedlicher<br />
Schlagzahl) und ja, es sind alles Journalisten (wobei das ja bekanntlich<br />
kein geschützter Begriff ist, aber: Die hier haben eine „Ausbildung&quot;).<br />
<b><br />
firewalker:</b> Warum habt ihr euch ausgerechnet den Spiegel<br />
vorgeknöpft?</p>
<p><b>Timo Rieg: </b>Der SPIEGEL ist DAS deutsche Nachrichtenmagazin,<br />
wie es nicht nur im Untertitel heißt und SpOn ist die wichtigste<br />
Online-Nachrichtensite. Beide Medien sind Trendsetter.</p>
<p><b>Leguan:</b> Ist das Bildblog eigentlich euer Vorbild?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Für die Idee war <a href="http://www.bildblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">BILDblog</a><br />
sicherlich maßgebend (ich war da ja wie gesagt nicht dabei)<br />
und die Akribie mag man sich zum Vorbild nehmen. Aber es sind ganz<br />
unterschiedliche Projekte. Man kann natürlich alles vergleichen,<br />
auch Äpfel und Birnen (Nährwerte et cetera z.B.), aber<br />
dann sollte man sich eben klar machen, was genau man vergleicht.<br />
Um Benchmark kann es jedenfalls meiner Ansicht nach nicht gehen,<br />
weil die Projekte wirklich ganz verschieden sind und wir machen<br />
das nicht beruflich, sondern als Hobby (keine Werbung oder andere<br />
Einnahmen, ist auch in Zukunft nicht geplant). Da liegen zwangsläufig<br />
Welten zwischen den beiden Blogs. Trotzdem werden wir natürlich<br />
ständig verglichen &#8211; und schneiden dann bescheiden ab.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zum Teil ist damit auch die nächste<br />
Frage beantwortet:</p>
<p><b>Vampir: </b>Verdient Ihr mit Eurem Blog Geld? Wie viel<br />
Zeit geht dafür ungefähr monatlich drauf?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Geld: Nein, ist auch nicht geplant.<br />
Das macht m.E. keinen Sinn bei diesem Projekt. Die Zeitanteile sind<br />
ganz unterschiedlich &#8211; eben, wie es geht. Es gibt daher keine Notwendigkeit,<br />
täglich zu bloggen (geschieht ja auch nicht, wie man sieht)<br />
oder wenigstens zu jeder Spiegel-Ausgabe was zu sagen. Das ergibt<br />
sich. Meinen Zeitaufwand schwankt zwischen fünf und zehn Stunden<br />
die Woche. Woran man schon sieht, dass diese Zeit wohl am wenigsten<br />
in die Schreibarbeit fließt. </p>
<p><b>ribosom: </b>Wie ausführlich recherchiert ihr<br />
Fehlern im Spiegel hinterher? </p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Das hängt natürlich davon<br />
ab, mit welchem Ergebnis man rechnet (ist leider so pragmatisch).<br />
In der Sache Reichstagsbrand habe ich selbst vier Monate recherchiert<br />
und das ist längst nicht fertig, aber schließlich gab<br />
es doch die entscheidenden Auskünfte aus der SPIEGEL-Redaktion<br />
selbst, wonach ich die Geschichte dann erstmal zur Seite gelegt<br />
habe. Aufwand ist allerdings jeder Beitrag, auch die (geschmähten)<br />
Korinthen. Geht häufig, aber längst nicht immer schnell.<br />
Und: Die meisten Recherchen ergeben, dass es kein Thema für<br />
uns ist. Weil entweder wirklich nichts dran ist oder weil es zu<br />
unbedeutend ist. Bis zu dieser Erkenntnis können aber auch<br />
Wochen ins Land gehen, Beispiel Wiki-Scanner. Da gab es eben den<br />
Hinweis, dass irgendwie vom Spiegel selbst Einträge bei Wikipedia<br />
verändert worden sind. Nach eigenen Versuchen und zahlreichen<br />
Gesprächen fand ich das dann am Ende aber keine Meldung mehr.<br />
Schade fürs Output, aber hoffentlich gut für die Qualität.</p>
<p><b>Vampir: </b>Gibt es direkten Kontakt zwischen den Redakteuren<br />
des Spiegels oder SPON und Euch? </p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Ja, bei SpOn ist man allerdings viel<br />
zurückhaltender (oder überlasteter oder &#8211; eine plausible<br />
Erklärung habe ich da noch nicht) &#8211; konkret gibt es dort von<br />
den von uns bisher befragten genau einen Redakteur, der sofort und<br />
ausführlich antwortet. Beim SPIEGEL erreicht man eher jemanden,<br />
allerdings wollen die Kollegen noch seltener zitiert werden. Und<br />
dann gibt es einen inzwischen guten Kontakt zur Pressestelle &#8211; doch,<br />
da kann man ganz offen reden. Bei SpOn wundere ich mich manchmal,<br />
dass selbst klare Fehler nicht korrigiert werden, wie zum Beispiel<br />
<a href="http://spiegelkritik.de/2007/09/07/spiegel-online-gibt-pete-doherty-noch-7-jahre/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a><br />
(wenigstens den Satzbau könnte man ja irgendwann mal den Gepflogenheiten<br />
anpassen).<br />
Ich sollte noch ergänzen, dass wir immer, wo es um Interpretationen<br />
oder ähnliches geht, bei den Autoren nachfragen (auch bei Freien).<br />
Das gehört dazu. Aber leider: Häufig bis meistens keine<br />
Antwort. </p>
<p><b>Moderator:</b> Zu den Korinthen gibt es noch eine Nachfrage:</p>
<p><b>kleinteil:</b> Warum habt ihr die Korinthen-Rubrik<br />
im Blog? Ist das nicht sehr kleinkariert, nach Rechtschreib- und<br />
Grammatikfehlern zu schauen?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Also es sind ja doch meist Korinthen,<br />
die eine kleine/ feine süße Substanz haben. Zum einen<br />
gibt es auch klitzekleine Fehler, die stutzig machen: Wenn eben<br />
jemand über Cannabis schreibt, ohne zu wissen, wie man Cannabis<br />
schreibt (mir persönlich ist die Schreibweise egal, ich bin<br />
da für Anarchie, meinetwegen auch mit „Q&quot; vorne),<br />
dann kann zumindest der Verdacht aufkommen, dass jemand das Thema<br />
noch nicht in der nötigen Tiefe durchdrungen hat. Reine Tippfehler<br />
haben wir meines Wissens noch nie aufgegriffen. Und dann sollte<br />
die Rubrik natürlich eine Anspielung aufs BILDblog sein „kurz<br />
korrigiert&quot;. Dabei ist die Aussage doch nüchtern betrachtet<br />
nur: Siehe, auch hier gibt es kleine Fehler, Ungereimtheiten, Schnellschüsse,<br />
Verdrehungen &#8211; alles nicht tragisch, aber es gibt es eben. </p>
<p><b>kb:</b> Was war der bisher fulminanteste Fehler im<br />
Spiegel, den Ihr entdeckt habt?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Beim SPIEGEL gibt es wohl nur ganz selten<br />
fulminante Fehler &#8211; schließlich arbeitet dort eine große<br />
Dokumentationsabteilung (Moment bitte) wir hatten das ja gerade<br />
schon , aber ich ergänze da gerne noch etwas zu den Methoden<br />
(die ja auch in Journalistenkreisen immer mal wieder diskutiert<br />
werden). Komisch ist in einzelnen Fällen sicherlich auch, wann<br />
und wie der SPIEGEL jemanden zu gegen ihn erhobenen Vorwürfen<br />
befragt. <a href="http://spiegelkritik.de/2006/08/11/der-dudenhoeffer-streit/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Beispiel<br />
hier</a>.
</p>
<p>
<b>Sha-Karl2001:</b> Von Blumencron (Spon-Chef) sieht<br />
im Interview mit Deutschland-Radio keinen Einfluss des Mediums Internet<br />
auf den Journalismus. Ist Spon nicht gerade ein gutes Beispiel GEGEN<br />
diese Aussage?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Es geht wohl um dieses <a href="http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kulturinterview/664066/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Interview</a><br />
hier. Ich glaube, MvB wollte nur sagen: wir machen Journalismus<br />
wie alle anderen auch. Aber natürlich ist die Arbeitsweise<br />
anders (und das habe ich so auch schon von ihm gehört). Man<br />
schießt eben schneller etwas raus und es wird ganz offenbar<br />
weniger gegen gelesen / von Dritten geprüft. Das mag man für<br />
graduelle Unterschiede halten. Aber es verändert sich natürlich<br />
schon etwas. Zu Wort kommt, wer erreichbar ist, wer ein Statement<br />
liefert (das ist aber bei anderen Medien natürlich auch so:<br />
Frühstücksfernsehen ist eben nur was für Frühaufsteher,<br />
und dann sollte man auch noch passabel aussehen, gerade sprechen<br />
können etc. &#8211; um ins Fernsehen zu passen). Aber es stehen eigentlich<br />
viele Veränderungen noch an zum Beispiel die stärkere<br />
Verlinkung von Quellen. Wer mal in Handbücher zum Online-Journalismus<br />
schaut aus dem letzten Jahrzehnt, der wird immer noch vergeblich<br />
die Form von Journalisten suchen, die dort doziert wurde.
</p>
<p>
<b>konstantinopel:</b> Glauben Sie, die Boulevadisierung<br />
von SpOn färbt irgendwann auf das Printmagazin ab? Oder hat<br />
sie das bereits schon?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Die Boulevardisierung bei Print kam<br />
ja nicht durch Online, sondern 1993 durch Focus. Dem verdanken wir<br />
ja auch die Farbe im SPIEGEL, die es vorher nur für Stücke<br />
des Herausgebers gab (naja, aber fast). Den Druck von Online auf<br />
Print sehe ich nicht, weil das nach wie vor unterschiedliche Zielgruppen<br />
sind (mit Schnittmenge, klar). Wir haben zwar die Diskussion, ob<br />
sich Print halten kann (und das ist eine rein ökonomische Frage:<br />
wenn ich als Verlag eben mit Online mehr Geld verdienen kann, werde<br />
ich mich darauf konzentrieren), aber das der SPIEGEL seine Leserschaft<br />
mit mehr Spears etc. locken kann, glaube ich nicht. </p>
<p><b>Moderator:</b> Rückfrage:</p>
<p><b>dummdidumm:</b> Glauben Sie nicht, dass beim Spiegel<br />
die Schnittmenge zwischen Print und Online sehr groß ist?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Ich habe da jetzt keine Zahlen, von<br />
daher will ich mich nicht verrennen, aber es sind im Wesentlichen<br />
schon unterschiedliche Gruppen. Das sehen Sie ja schon an der geschalteten<br />
Werbung und ob inzwischen alle SPIEGEL-Redakteure Spiegel-Online<br />
lesen, weiß ich nicht, aber ich weiß, dass im Hause<br />
SPIEGEL noch lange nicht endgültig geklärt ist, wie man<br />
die Projekte aufeinander bezieht. Da wird noch viel ausprobiert.</p>
<p><b>dgh:</b> Trotz aller Kritik &#8211; SpOn ist der wahrscheinlich<br />
meist gelesene Ableger eines Printmagazins. Machen die also doch<br />
alles richtig?</p>
<p><b>Timo Rieg: </b>BILD ist ja auch die Auflagen stärkste<br />
Tageszeitung &#8211; und macht, wie wir lesen können, viele Fehler.<br />
Richtig im Sinne von wirtschaftlich erfolgreich sicherlich. Wir<br />
machen daher ja auch kein Betriebswirtschafts-Blog, sondern schauen<br />
auf den Journalismus.</p>
<p><b>Karma:</b> Was haltet ihr vom Kollegen Oliver Gehrs<br />
&#8211; dessen &quot;Blattschuss&quot;-Spiegelwatch ja nicht immer ganz<br />
so scharf schießt?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Vom Gehrs halte ich viel, wenn ich auf<br />
Dummy schaue. Sein Blattschuss ist Entertainment, da ist ja schon<br />
vom Zeitablauf her kein Platz für Recherche. Kann man machen,<br />
ich brauche es nicht.</p>
<p><b>Goethe:</b> Für welche Publikationen arbeitet<br />
Ihr normalerweise, um Geld zu verdienen? Seit Ihr dort auch schon<br />
mal einem Watchblog „zum Opfer&quot; gefallen? Habt Ihr also<br />
mal auf der anderen Seite gestanden?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Also die alte Methode des Watchbloggings<br />
heißt ja Leserbriefschreiben oder Telefonieren. Reaktionen<br />
von Lesern sind ja völlig normal (und können absurde Folgen<br />
in der Redaktion haben). Neu ist die unmittelbare Öffentlichkeit,<br />
die Blogs herstellen. Es geht um monothematischen Medienjournalismus<br />
in ganz kleinem Rahmen. Das sollte man nicht als (Kampf-)Seiten<br />
verstehen &#8211; ich sehe es jedenfalls überhaupt nicht so. </p>
<p><b>Moderator</b>: Zwei ähnliche Fragen:
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Welche anderen Magazine / Websites<br />
brauchen unbedingt ein Watchblog? Ideen?</p>
<p><b>HMGOE:</b> Ist so etwas eventuell auch für den<br />
STERN geplant?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Brauchen &#8211; sinnvoll ist das sicherlich<br />
bei allen Medien. Das könnte dann idealerweise auch irgendwann<br />
einmal gebündelt werden, in einem Portal. Es gibt ja auch Blogs<br />
zu Regionalzeitungen. Ob es das &quot;braucht&quot; hängt dann<br />
ja wesentlich von den Rezipienten ab: Will das jemand lesen? Das<br />
zu beurteilen braucht Zeit. Von uns hat jedenfalls meines Wissens<br />
niemand eine weitere „Watchblog&quot;-Idee (finde den Begriff<br />
nicht so glücklich für unser Projekt, aber egal). Was<br />
so ein monothematisches Medienblog macht, gehört ja &#8211; sobald<br />
es eine bestimmte Relevanzschwelle überschreitet &#8211; in den normalen<br />
Medienjournalismus. Aber der ist in Deutschland nicht sehr ausgeprägt.</p>
<p><b>Moderator</b>: Wie würden Sie denn das Projekt<br />
bezeichnen?</p>
<p><b>Timo Rieg: </b>Projektname: es ist noch ein Experiment,<br />
aber es hat mit Medienjournalismus zu tun. Es wundern sich ja bei<br />
uns auch immer Leser, wenn wir mal was positiv hervorheben &#8211; dabei<br />
ist das doch der normale Job des Kritikers. Natürlich schreibt<br />
man nicht jeden Tag: ja, die Seite war okay, aber es geht eben auch<br />
nicht ums draufhauen aus Prinzip, nur wenn es wirklich sein muss<br />
😉</p>
<p><b>dummdidumm:</b> Ihr scheint ja ehrgeizige Ansprüche<br />
zu haben. Braucht ihr dafür nicht ein noch größeres<br />
Team?</p>
<p><b>Timo Rieg:</b> Ja!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Seit Ihr auf der Suche? Wie wollt Ihr<br />
Leute „rekrutieren&quot;?<br />
Timo Rieg: Das ist eben das Problem. Gezielte Suche bringt nicht<br />
viel. Wer Interesse hat, wird eine Zeit mitlesen, und dann mal einen<br />
Hinweis schicken und nicht als erstes rufen: Gebt mir einen Account<br />
(das ist in der Vergangenheit auch nicht so gut gelaufen &#8211; ich bin<br />
da deshalb zögerlich). Natürlich wäre es toll, wenn<br />
sich weitere Mitstreiter finden und, nebenbei, einige besonders<br />
spannende Hinweise kommen ja auch von Kollegen aus renommierten<br />
Häusern, die wollen aber anonym bleiben und sich daher nicht<br />
dauerhaft einbringen und ich bin auch guter Dinge, dass noch Leute<br />
dazu stoßen (aber natürlich auch andere wieder andere<br />
Prioritäten setzen). </p>
<p><b>Moderator:</b> Das waren auch schon wieder 60 Minuten<br />
Blogsprechstunde. Vielen Dank an alle Nutzer für die Fragen<br />
und natürlich an Herrn Rieg für die Antworten. Das Protokoll<br />
dieses Chats finden Sie in Kürze bei politik-digital.de. Das<br />
Schlusswort hat unser Gast, bitte, Herr Rieg:
</p>
<p>
<b>Timo Rieg:</b> Na, danke für das nette Gespräch<br />
hier.</p>
<p><b>Moderator:</b> Wir danken auch. Nächste Woche<br />
Dienstag, am 9. Oktober, chatten wir mit Jan Tißler vom Upload-Magazin.<br />
Von 16.00 bis 17.00 Uhr beantwortet er an dieser Stelle Fragen rund<br />
um sein PDF-Magazin über die Blogossphäre.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#034;Ich fühle mich in Israel sicher&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Sep 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[Letters from Rungholt]]></category>
		<category><![CDATA[Lila Rungholt]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
<span class="fett">Am 25. September 2007 war Lila, Bloggerin auf „Letters from Rungholt“, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über ihr Leben in einem israelischen Kibbuz und erklärte, was sie an der Darstellung Israels in deutschen Medien ärgert und wie sie den Nahostkonflikts wahrnimmt.</span>
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
<span class="fett">Am 25. September 2007 war Lila, Bloggerin auf „Letters from Rungholt“, zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über ihr Leben in einem israelischen Kibbuz und erklärte, was sie an der Darstellung Israels in deutschen Medien ärgert und wie sie den Nahostkonflikts wahrnimmt.</span>
</p>
<p><!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Lila<br />
vom Blog &quot;Letters from Rungholt&quot; unser Gast. In ihrem<br />
Weblog berichtet sie von ihrem Leben in einem Kibbuz im Norden Israels.<br />
Von dort aus chattet sie heute auch mit uns.
</p>
<p align="left">
<b>Lila Rungholt:</b> Hallo, ich bin auch<br />
schon hier. </p>
<div style="text-align: center">
<img fetchpriority="high" decoding="async" src="/salon/photos/lila_original.jpg" alt="Lila" height="305" width="350" />
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<i>Lila, <a href="http://www.rungholt.wordpress.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Letters<br />
from Rungholt</a></i>
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Ein Hallo nach Israel. Schön,<br />
dass alles geklappt hat. Hier ist es jetzt 16 Uhr. Lila, können<br />
wir starten?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Na klar.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Unsere Leser konnten schon im Vorfeld<br />
Fragen stellen und darüber abstimmen,welche hier den Chat eröffnet.<br />
Hier ist die erste:</p>
<p><b>Nataku:</b> Wie muss man sich den Alltag im einen Kibbuz<br />
vorstellen?</p>
<p><b>Lila Rungholt: </b>Ganz normal. Man geht morgens arbeiten,<br />
die Kinder sind gut versorgt, es gibt die Möglichkeit, im Dining<br />
Room zu essen und Wäsche waschen zu lassen. Was ich nicht in<br />
Anspruch nehme, aber könnte, wenn ich wollte. Und mein Gehalt<br />
geht an den Kibbuz.</p>
<p><b>teichtier:</b> Wie lange bist du jetzt genau schon<br />
in Israel? War die Umstellung von Norddeutschland aus sehr schwierig<br />
oder konntest du dich gut einleben?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Ich bin schon seit fast 20 Jahren<br />
hier. Die Umstellung war ganz einfach. Eigentlich war es mein Traum.<br />
Und er hat mich nicht enttäuscht.</p>
<p><b>Skehl:</b> Wie haben deine Familie und deine Freunde<br />
reagiert, als du ins Kibbuz gezogen bist?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Da ich aus Liebe nach Israel gegangen<br />
bin, haben sie sich erst mal meinen Y. (Lilas Mann, Anm. der Red.)<br />
angeguckt und als er ihnen gefallen hat, haben sie es akzeptiert.<br />
Und alle, die mich hier besucht haben, haben sofort gesehen, dass<br />
ich hier einfach hin passe und glücklich bin.</p>
<p><b>Fallinger:</b> Was sind die größten Unterschiede<br />
zwischen deinem Leben in Deutschland und deinem Leben im Kibbuz?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Oh, Unterschiede. Ich bin als junge<br />
Studentin, Single und abenteuerlustig, aus Deutschland weggegangen.<br />
Ich habe mich verändert, mein Leben auch. Das hat nicht unbedingt<br />
mit dem Kibbuz zu tun. Obwohl ich hier Verantwortung zu übernehmen<br />
gelernt habe, mich für andere einzusetzen, was man als Erwachsene<br />
so lernt. </p>
<p><b>Passadena:</b> Wie reagieren Leute in Deutschland darauf,<br />
wenn du ihnen erzählst, dass du in einem Kibbuz lebst?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Verschieden. Hängt davon ab,<br />
ob sie wissen, was das ist. Wer Kibbuzim kennt, findet es meist<br />
super. Wer nicht, hat komische Vorstellungen: Dass es Siedlungen<br />
sind, dass man Waffen tragen muss, oder Uniform. Viele wissen auch<br />
einfach gar nichts darüber. </p>
<p><b>Daniel:</b> Du anonymisierst ja deinen Namen und die<br />
Namen deiner Familie und Freunde &#8211; dennoch stellst du viele Fotos<br />
ins Netz. Würde es dir was ausmachen, wenn dich jemand im Real<br />
Life daran erkennen würde oder ist das sogar schon mal vorgekommen?<br />
<b><br />
Lila Rungholt:</b> Oh ja, ich bin schon öfter erkannt<br />
worden, und es stört mich nicht. Ich anonymisiere aber, damit<br />
jemand, der mich beruflich kennen lernt, nicht beim Googeln auf<br />
meine Privatseite kommt. Man könnte sagen, ich anonymisiere<br />
mein Berufsleben 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Bist du eher in Deutschland oder in<br />
Israel erkannt worden? Und wie waren die Reaktionen?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Oh, das Erkennen war andersherum.<br />
Dass jemand Rungholt gelesen hat und gesagt hat: „Hey, die<br />
kenne ich doch!“ Es ist etwas komisch, dann denke ich: Mensch,<br />
die wissen ja schon alles, kennen meine Dönekens. Etwas peinlich&#8230;</p>
<p><b>natasja: </b>Warum hast du angefangen, zu bloggen?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Eigentlich nur als Versuch. Eine<br />
Kollegin von mir ging für ein Jahr nach Indien und blieb per<br />
Blog in Kontakt mit uns. Da dachte ich, das will ich auch mal probieren,<br />
ich bin ja sowieso obsessiv und schreibe seit 1976 Tagebuch. Ich<br />
halte absolut alles schriftlich fest. Ich hätte aber nie gedacht,<br />
dass das überhaupt jemand lesen will! Die Blogwelt ist ja so<br />
reich, das wusste ich vorher nicht.</p>
<p><b>catta: </b>Du bist ja mal von der Deutschen Welle als<br />
bestes deutschsprachiges Blog ausgezeichnet worden. Hat dich das<br />
überrascht, so einen Preis zu bekommen?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Der Preis – ja, da war ich<br />
platt. Ich hatte das gar nicht mitgekriegt, dass das mit Jurypreis<br />
ist. Ich war total überrascht und es war mir etwas zu viel.<br />
Ich habe den Button der DW nicht im Blog eingebunden und nie im<br />
Blog über den Preis geschrieben. Ich habe eine Weile pausiert,<br />
damit die Zugriffszahlen sich etwas beruhigen. Es war mir etwas<br />
zu viel. Als ob Leute jetzt von mir wer weiß was erwarten.<br />
Erwartungen können lähmend wirken&#8230;. </p>
<p><b>Karina:</b> Was bedeutet Rungholt eigentlich? </p>
<p><b>Ck2:</b> Rungholt ist der Name einer versunkenen Stadt<br />
&#8211; warum hast du dein Blog so genannt? Bedeutet der Name etwas spezielles<br />
für dich?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Rungholt bedeutet für mich<br />
alles, was vergangen ist &#8211; unzugänglich wie Rungholt. Ich sehe<br />
meine vergangene Welt als versunken, gleichzeitig bewohne ich sie.<br />
Ich habe das Motiv der versunkenen Stadt immer schon geliebt. Ich<br />
bin auch mehr Epimetheus als Prometeus, gucke mehr zurück als<br />
nach vorne. Es war ein spontaner Entschluss, den Blog so zu nennen.<br />
Heute würde ich die „Letters from“ weglassen. Aber<br />
ich wusste ja nicht, wie sich das auswachsen würde!
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Auswachsen? Meinst du die vielen Leser<br />
und Kommentare?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Ja, obwohl mein Blog bestimmt kein<br />
Alphablog ist. Aber es lesen doch viele Leute mit. Das hätte<br />
ich nicht erwartet. </p>
<p><b>GH:</b> In deinem Blog wird ja zum Teil recht kontrovers<br />
über Politik diskutiert. Gibt´s dabei manchmal Kommentare,<br />
die dich nerven oder ärgern?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Nerven oder ärgern? Nein, nicht<br />
sehr oft. Wenn dasselbe Argument vom selben Menschen zum x-ten Mal<br />
kommt, dann schon. Aber sonst sind doch fast 100 Prozent meiner<br />
Kommentatoren mir sehr teuer. Sie müssen ja nicht mit mir übereinstimmen.<br />
Ich lerne ja auch immer was dazu, oft korrigieren mich meine Leser<br />
auch. Ich schreibe ja als Privatperson und auch mein Freundeskreis<br />
setzt sich nicht nur aus Leuten zusammen, die so wie ich denken.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Zwei ähnliche Fragen:</p>
<p><b>erdak:</b> Gab es manchmal auch schwierige Situationen<br />
als Deutsche in Israel, gab es z.B. Vorurteile?</p>
<p><b>Orange:</b> Es ist vor dem Hintergrund der Schoa vielleicht<br />
nicht selbstverständlich, als Deutsche in Israel willkommen<br />
zu sein. Würdest Du sagen, dass Du Dankbarkeit dafür empfindest,<br />
in diesem Land leben zu dürfen? </p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Nein, fast gar nicht. Ja, ich bin<br />
dankbar, dass niemand, auch nicht aus der Familie meines Mannes,<br />
mir mit Vorurteilen begegnet ist. Das ist nicht selbstverständlich,<br />
wenn Menschen,<br />
die jahrelang beim Klang der deutschen Stimme Angst hatten, mich<br />
so lieb in Empfang nehmen.</p>
<p><b>Fallinger:</b> Ärgert dich manchmal die Berichterstattung<br />
der deutschen Medien (oder auch der Medien aus anderen Ländern)<br />
über Israel? Was würdest du da gerne klarstellen?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Oh ja, das ärgert mich oft,<br />
die dummen kleinen Phrasen, die Vorurteile, die da durchkommen.<br />
Israel ist ja das meist gehasste Land in Deutschland, wie Umfragen<br />
zeigen. Das erschreckt mich, und ich antworte in meinem Blog darauf.<br />
Nicht, als ob das viel hilft. Aber ich fühle mich dann wieder<br />
besser.
</p>
<p>
<b>juniper:</b> Israel ist das meist gehasste Land in<br />
Deutschland, schreibst du &#8211; was meinst du, woran das liegt? Wie<br />
könnte man hier für ausdifferenzierte Meinungen sorgen<br />
(schwierige Frage, wahrscheinlich)?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Woran das liegt? Das müsst<br />
Ihr in Deutschland beantworten. Fragt Euch selbst mal. Ich weiß<br />
es nicht, ich bin zu weit weg und will nicht über deutsche<br />
Meinungsbildung urteilen. Aber die Umfragen zeigen es leider recht<br />
deutlich. Israel liegt noch hinter Nordkorea und Iran. Wie man für<br />
eine Änderung sorgen könnte?Also, ich weiß auch<br />
nicht, wie man das ändern könnte. Ich habe keinen politischen<br />
Kopf, ich weiß es nicht. <br />
<b><br />
Frager:</b> Wie wird eigentlich Deutschland in den israelischen<br />
Medien dargestellt?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Deutschland in den israelischen<br />
Medien? Neutral. Deutschland hat sich hier einen guten Ruf erworben.<br />
Joschka Fischer, Merkel, Johannes Rau &#8211; sie alle haben hier positiven<br />
Eindruck gemacht. Besonders Angela Merkel. Ihr ernstes Gesicht,<br />
als sie aus Yad Vashem kam, hat vielen hier gut getan. Ansonsten<br />
wird hier über Neonazis berichtet, das interessiert Israelis<br />
nun mal. Manchmal erwische ich mich dabei, dass ich in der Richtung<br />
etwas abwiegele. Ich sehe Deutschland ja nicht als Neonazi-Land.<br />
Aber die Medien hier sind mit dem Nahostkonflikt ausgelastet. Viel<br />
erfährt man nicht über Deutschland. Aber es ist respektiert.
</p>
<p>
<b>steno:</b> Was erwarten Israelis von den Deutschen<br />
im Umgang mit dem Holocaust?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Oh, was ist denn das für eine<br />
allgemeine Frage? Die kann man ja gar nicht ehrlich beantworten!<br />
Insgesamt erwarten Israelis wohl Ehrlichkeit und keine Heuchelei.<br />
Israelis mögen normalerweise diese Holocaust-Frömmelei<br />
gar nicht. Das stößt viele ab. Es gibt den Holocaust<br />
als israelisch-jüdisches Problem, und es gibt ihn als deutsches<br />
Problem. Beide sind nicht deckungsgleich. Mit dem deutschen Teil<br />
haben die Israelis nicht viel am Hut. Aber sie hören ungern:<br />
„ihr als frühere Opfer solltet doch&#8230;“, gewissermaßen<br />
Auschwitz als Lehranstalt. Das sollte man lieber nicht sagen. Aber<br />
sonst? Ehrlich sein, locker sein. Israelis denken nicht automatisch<br />
an den Holocaust, wenn sie Dich sehen!</p>
<p><b>Moderator:</b> Ein Kommentar zu &quot;Ihr als Opfer<br />
solltet doch&#8230;&quot;</p>
<p><b>steno:</b> Das ist in der Tat eins der Lieblingsargumente<br />
deutscher Israel&quot;kritiker&quot; 😉</p>
<p><b>Moderator: </b>Nächste Frage:</p>
<p><b>nataku:</b> Du hast ja mehrmals beschrieben, wie du<br />
die Bombardierungen u.a. Haifas miterlebt hast &#8211; hast du da auch<br />
daran gedacht, wieder nach Deutschland zurückzugehen? Wie haben<br />
deine Kinder das erlebt?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt: </b>Nein. Ich würde nicht deswegen<br />
nach Deutschland gehen. Die Kinder? Wie alle israelischen Kinder.<br />
Sie waren wesentlich cooler als ich 😉 Wie Jugendliche halt so<br />
sind. Aber ich bin heute Israelin, und for better for worse &#8211; ich<br />
bin hier. Die Deutschen sind ja auch nicht ausgewandert, als Deutschand<br />
bombardiert wurde. Heimat ist Heimat. </p>
<p><b>Moderator:</b> Dann ist also eindeutig Israel heute<br />
für dich deine <br />
Heimat?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Ja, das ist es. Ich habe eine alte<br />
Heimat, das ist Deutschland. Ich liebe Deutschland auch, ich liebe<br />
die Ostsee, meine netten Rheinländer, Berlin, die schönen<br />
Wälder. Aber ich fühle mich in Israel sofort wieder heimisch,<br />
das fängt schon auf dem Flugplatz an. Wenn ich die israelischen<br />
Zeitungen ausliegen sehe, die rüpeligen Mitreisenden mich boxen,<br />
dann weiß ich, ich bin wieder zu hause. Schwer zu erklären.<br />
Aber es ist auch schön, doppelt zugehörig zu sein. Ich<br />
habe Deutschland ja nicht verloren. Ich habe Israel gewonnen. Und<br />
habe heute beides. </p>
<p><b>juniper:</b> Wie unterscheidet sich das Leben im Kibbuz<br />
am meisten vom Leben in Deutschland?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Ganz subjektiv: Darin, dass alle<br />
Frauen arbeiten, keine Rabenmutter-Orden verteilt werden. Alle arbeiten<br />
für eine Kasse. Einer steht für den anderen ein. Materialismus<br />
ist nicht so ausgeprägt. Es kommt auch hier, aber trotzdem<br />
ist das Leben hier weniger schematisch, weniger festgelegt. Weil<br />
die Gemeinschaft hilft, kann man Mitte 40 den Beruf wechseln. Man<br />
hat praktisch immer eine Großfamilie, die einem reinquasselt,<br />
aber auch hilft. Und Israelis sind insgesamt lockerer, offener,<br />
flexibler, weniger ängstlich, weniger formell. Ein Leben in<br />
Sandalen, gewissermaßen. </p>
<p><b>steno</b>: Bist du öfter in Deutschland?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt: </b>Ja, normalerweise im Sommer und<br />
zu Weihnachten. </p>
<p><b>Moderator:</b> Die Frage nach &quot;warum Kibbuz&quot;<br />
hast du teilweise ja schon beantwortet, aber hier noch ein anderer<br />
Aspekt:</p>
<p><b>danane:</b> Warum bist du denn ins Kibbuz gezogen?<br />
Hattest du vorher schon mal Zeit in Israel verbracht?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Nein, ich war als Studentin hier<br />
für ein paar Monate, um als Volunteer zu arbeiten und mein<br />
Hebräisch zu verbessern. War Theologiestudentin. Und dann habe<br />
ich meinen heutigen Mann kennen gelernt. Ich habe mich in ihn verliebt,<br />
und da er der typische Kibbuznik ist, in den Kibbuz gleich mit.<br />
Er war wie der kleine Prinz, der von einem kleinen Planeten kommt.<br />
Auf dem Planeten wollte ich leben. Und das tue ich jetzt!</p>
<p><b>juniper:</b> Welche Rolle spielt Religion in eurem<br />
Leben und welche Stellung nimmt sie im Kibbuz ein?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Religion? Gar keine. Es gibt zwar<br />
ein paar religiöse Kibbuzim, aber der Großteil ist säkular.<br />
Wir haben keine Synagoge, es leben viele Leute wie ich, also Nichtjuden,<br />
hier. Keiner kocht koscher, geht in die Mikve. Die Religion spielt<br />
hier wirklich absolut keine Rolle. </p>
<p><b>dark fiber:</b> Wie international ist euer Kibbuz eigentlich?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Hm, was heißt international?<br />
Ganz Israel ist international, weil Israelis aus vielen Ländern<br />
kommen. Bei uns leben vier Holländerinnen, zwei Däninnen,<br />
drei Britinnen, zwei Kanadierinnen, jede Menge Leute aus Südamerika,<br />
Leute mit Vorfahren aus Polen, Deutschland, Rumänien, ein paar<br />
Amerikaner&#8230;aber das ist für Israel absolut normal. Oh, und<br />
ein paar Russen haben wir auch. Trotzdem sind wir israelisch. Alle<br />
sprechen Hebräisch.
</p>
<p>
<b>teichtier:</b> Glaubst du, dass ein Modell des Zusammenlebens<br />
wie im Kibbuz als Vorbild auch für andere Länder dienen<br />
könnte? Das es auch sozusagen als staatliches System funktionieren<br />
könnte?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Nein. Ich glaube nicht daran,<br />
dass man Leute zu ihrem Glück zwingen kann. Nur wenige Leute<br />
können so leben wie wir. Auch in Israel sind wir keine große<br />
Bewegung. Obwohl wir im Moment viel Zulauf haben. Aber der Zauber<br />
unserer Lebensform ist die Freiwilligkeit. Woran ich wohl glaube:<br />
dass private Initiativen wie Nachbarschaftshilfe sich an unserem<br />
Modell orientieren könnte. Einer hilft dem anderen. Und Familienfreundlichkeit!!!<br />
Das könnten viele deutsche Einrichtungen von uns lernen. Aber<br />
Systeme sind groß und wir sind individuell. Jeder kann mitbestimmen.<br />
Das geht in einem Staat nicht. Dann fühlen sich Leute gezwungen.<br />
Der Tod der Lebensfreude. Nein, nein. </p>
<p><b>Moderator:</b> Zum Thema Israel und Palästina:</p>
<p><b>Dana:</b> Hältst du es für wahrscheinlich,<br />
dass Israelis und Palästinenser jemals friedlich mit- und nebeneinander<br />
leben können? Was müsste sich deiner Meinung nach dafür<br />
ändern, auf beiden Seiten?<br />
<b><br />
Lila Rungholt: </b>Puh, was für große Fragen! Ich<br />
fühle mich ja geschmeichelt, Dana, dass Du glaubst, ich weiß<br />
eine Antwort. Aber ich glaube sogar, ich weiß eine. Das einzige,<br />
was sich ändern muss, ist, dass die Palästinenser sich<br />
mit unserer staatlichen Existenz abfinden. Nicht mehr dagegen kämpfen.<br />
Die Waffen niederlegen. Das wird das ganze Problem lösen. Von<br />
unserer Seite ist längst die Bereitschaft da, Zugeständnisse<br />
zu machen. Aber der Kampf gegen uns muss aufhören. Sonst können<br />
wir auch die kleinsten Schritte nicht implementieren, wenn es immer<br />
gewalttätigen Backlash gibt. Privat kommen Juden und Araber,<br />
Moslems, oft sehr gut miteinander aus. Ich habe keinen Zweifel,<br />
dass es eines Tages ein neutral-respektvolles Verhältnis geben<br />
kann. Nachdem Jordanien uns akzeptiert hat, gab es Frieden. Dasselbe<br />
wird mit den Palästinensern geschehen, sobald Leute wie die<br />
Hamas sich mit unserer Existenz abgefunden haben.</p>
<p><b>steno:</b> Kannst du etwas zur aktuellen Stimmung in<br />
Israel bzgl. eines Kriegs mit Syrien sagen?
</p>
<p>
<b>Lila Rungholt:</b> Oh, ich stecke in letzter Zeit<br />
selten die Nase raus, ich kann nur von meiner kleinen Welt sprechen.<br />
Ich persönlich glaube nicht, dass es so bald zu einem Krieg<br />
kommt. Ich glaube, es wird zu einem Krieg kommen, wenn eine der<br />
Seiten einen strategischen Vorteil hat. Sobald der Iran die A-Bombe<br />
hat, ist diese Situation gegeben. Die Syrer werden so lange warten.<br />
Der Iran patronisiert die Syrer ja, schickt Waffen et cetera. Aber<br />
ich glaube, der große Knall kommt später. Die Stimmung<br />
ist aber nicht überall so wie bei mir. Die Syrer haben sich<br />
im letzten Sommer und überhaupt, mit ihrer Unterstützung<br />
der Hisbollah hier nicht sehr beliebt gemacht. Viele Israelis trauen<br />
ihnen zu, einen weiteren Krieg vom Zaun zu brechen. Aber ich glaube,<br />
Assad ist zu schwach dafür. Und wir sind so nahe, geographisch<br />
&#8211; es wäre Irrsinn. Ich hoffe, es kommt zu keinem weiteren Krieg.<br />
Aber es kann gut sein, dass ein Terror-Krieg kommt. Das haben die<br />
Syrer uns versprochen. Mal gucken, ob sie es halten.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch mal Israel und Palästina:</p>
<p><b>danane:</b> Siehst du die Situation zwischen Israelis<br />
und Palästinensern nicht etwas einseitig? Die Gewalt geht ja<br />
nicht nur von einer Seite aus. Oder?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Doch. Prüfe die Fakten. So<br />
ungern die Deutschen das hören &#8211; die Gewalt geht historisch<br />
eindeutig von der arabischen Seite aus, seit den 20er Jahren. Alle<br />
Kriege waren provoziert, der Terror, Israel reagiert nur. Leider<br />
hörst Du in den deutschen Medien nichts, bis sich Israel einmischt.<br />
Weißt Du, dass hier jeden Tag Raketen fallen? Nein. Aber wenn<br />
Israel einen Angriff fliegt, hörst Du davon. Viele Deutsche<br />
sehen es einseitig. Sie entschuldigen jede Tat der Palästinenser,<br />
als wären es kleine Kinder. Und schieben alle Verantwortung<br />
in Israels Schuhe. Das ist historisch ungenau. Die arabische Welt<br />
hat noch nicht akzeptiert, dass es den Staat Israel gibt. Und wehrt<br />
sich mit Gewalt dagegen. Israel wehrt sich, ebenfalls mit Gewalt.<br />
So ist das, auch wenn Dir das einseitig vorkommen mag.
</p>
<p>
<b>steno:</b> Hatte der Bau der Grenzmauer einen positiven<br />
Einfluss auf den Rückgang der Terroranschläge in Israel?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Aber ja, Das müsstet ihr doch<br />
auch an den Nachrichten gemerkt haben. Es ist ein Unterschied wie<br />
Tag und Nacht. Wir können wieder in die Stadt gehen, ohne getrennt<br />
zu gehen. Es sind nur noch selten Anschläge. Die meisten werden<br />
verhindert. Vorgestern einer in Tel Aviv. Die Palästinenser<br />
versuchen es dauernd, aber wir können es besser verhindern.<br />
Wenn Du einen Bombenbastler zum Nachbarn hättest, würdest<br />
Du nicht auch einen Zaun bauen? In Deutschland hat doch jeder Schrebergarten<br />
einen Jägerzaun. 😉 Damit ist allerdings die Wurzel des Problems<br />
nicht beseitigt, das sehe ich auch so. Die Wurzel können wir<br />
leider nicht heilen, das kann nur die palästinensische Gesellschaft<br />
selbst. Der Tag, an dem sie das tut, wird für uns alle ein<br />
sehr glücklicher sein.
</p>
<p>
<b>McBaum:</b> Wie sicher fühlst du dich in Israel?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Total sicher. Sicherer als in Deutschland.<br />
Denn trotz der Bedrohung geben mir die Menschen ein Gefühl<br />
der Sicherheit. Israelis sind wach, mutig, couragiert, ohne Haudrauf.<br />
Bürger verhindern viele Anschläge, aber ohne Lynch zu<br />
begehen. Ich fühle mich hier absolut sicher und gut aufgehoben.<br />
Ich vertraue aber auch, Psalm 121, auf Shomer Israel, den Hüter<br />
Israels.
</p>
<p>
<b>doc:</b> Wie viel andere Blogs liest du eigentlich?<br />
Gibt es noch mehr, die (auf deutsch oder englisch) aus Israel berichten,<br />
wo man Informationen direkter als in den deutschen Nachrichten bekommen<br />
kann?</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Oh, ich habe leider viel zu wenig<br />
Zeit, um alle Blogs zu lesen, die mich interessieren! Es gibt viele,<br />
viele gute Blogs, die aktuell berichten. Erstmal kann man <a href="http://www.haaretz.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Haaretz</a>,<br />
<a href="http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3083,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yediot</a><br />
oder <a href="http://www.jpost.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jerusalem Post</a><br />
auf englisch lesen, jede Zeitung hat ihr eigenes Profil, und alle<br />
sind online. Aber meine Blogroll platzt nur so von guten Blogs!<br />
Einfach mal rumschnuppern. Wer gut Englisch liest, muss die deutschen<br />
Medien gar nicht befragen. Mit der Zeit lernt man auch, zu filtern.<br />
Auch Zeitungen und Agenturen sind ja nicht &quot;objektiv&quot;.<br />
Das Schöne an Blogs ist, dass sie auch gar nicht erst so tun,<br />
als wären sie objektiv. Darum lese ich sehr, sehr gern Blogs.</p>
<p><b>serafin:</b> Willst du noch lange weiterbloggen? Also,<br />
ich hoffe doch, dass du noch lange dabeibleibst 🙂</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Also ich krieg schon manchmal die<br />
Krise, weil Bloggen Zeit kostet und auch Nerven. Manches Mal, wenn<br />
ich persönlich angegriffen oder beschimpft werde, nehme ich<br />
mir das idiotisch zu Herzen. Ich bin ja kein Profi. Aber mein Blog<br />
ist mir kostbar, meine Leser auch, es ist eine Lifeline nach Deutschland,<br />
und ich glaube, so schnell kann ich diese Sucht nicht aufgegeben.<br />
🙂
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das waren 60 Minuten Blogsprechstunde.<br />
Vielen Dank für Ihr Interesse und die vielen Fragen. Ein ganz<br />
besonderer Dank natürlich an Lila, dass sie sich die Zeit genommen<br />
hat, hier mit uns zu chatten. Das Schlusswort hat natürlich<br />
unser Gast:
</p>
<p><b>Lila Rungholt:</b> Oh, das ging aber schnell! Ich<br />
bin gern bereit, im Blog weiter zu antworten. Hat mir Spaß<br />
gemacht. Vielen Dank! Le hitraot!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Blogsprechstunde am Dienstag, 18. September: Guido Karl, bloggender Polizist</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 07:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
		<category><![CDATA[k11]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September 2007, ist Guido Karl, bloggender Polizist aus Düsseldorf, von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten.
</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, 18. September 2007, ist Guido Karl, bloggender Polizist aus Düsseldorf, von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de in Kooperation mit den Blogpiloten.
</p>
<p><!--break--><br />
<img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/metablocker/uploads/guido_karl_gross.jpg" title="Guido Karl" alt="Guido Karl" align="right" border="0" height="161" hspace="5" width="119" /></p>
<p>
Fragen können Sie bereits jetzt stellen und auch die Fragen anderer<br />
Benutzer bewerten. Die Fragen mit den meisten Stimmen werden auf jeden<br />
Fall im Chat gestellt. Einfach <a href="http://www.talksalon.de/?cid=71&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier klicken&gt;&gt;</a>
</p>
<p>
&quot;Polizei ist nicht böse, genauso wenig wie das Internet.&quot; Das schreibt<br />
jemand, der es wissen muss: Guido Karl ist Polizist in Düsseldorf. Auf<br />
seinem <a href="http://www.k11.de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Blog k11</a><br />
&#8211; übrigens nicht nach der gleichnamigen Fernsehserie benannt &#8211;<br />
berichtet er über die Polizeiarbeit. Sein Schwerpunkt: Wie stellt sich<br />
die Polizei im Internet dar?
</p>
<p>
Für welche Zwecke setzt die Polizei das Internet ein? Gibt es ihn<br />
schon, den &quot;Dorfsheriff 2.0&quot;? Und was sagen die Kollegen zur Guido<br />
Karls Blog? Fragen Sie ihn in der Blogsprechstunde.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Stefan Zwierlein vom Google Watch Blog in der Blogsprechstunde: &#034;Google ist wie ein guter Freund&#034;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Sep 2007 07:38:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chattranskript]]></category>
		<category><![CDATA[Google Watch Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Chat_tag]]></category>
		<category><![CDATA[Google]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Blogpiloten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
Am 4. September 2007 war Stefan Zwierlein vom <a href="http://www.googlewatchblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Watch Blog</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach er über die Beeinflussung von Lesern, die Angst vor Datenmissbrauch und kommende Dienste von Google.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
Am 4. September 2007 war Stefan Zwierlein vom <a href="http://www.googlewatchblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Google Watch Blog</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Im Chat sprach er über die Beeinflussung von Lesern, die Angst vor Datenmissbrauch und kommende Dienste von Google.<!--break-->
</p>
<p>
Eine Auswahl von Fragen und Antworten finden Sie bereits hier. Das vollständige Transkript gibt es wie immer bei <a href="http://www.politik-digital.de/salon/transcripte/szwierlein_070904.shtml" target="_blank" rel="noopener noreferrer">politik-digital.de.</a></p>
<p><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/metablocker/uploads/stefan_zwierlein.jpg" title="Stefan Zwierlein" alt="Stefan Zwierlein" align="right" border="0" height="185" hspace="5" width="140" /><br />
<b><br />
Seid ihr eigentlich pro Google, contra Google oder neutral?</b>
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b></b><br />
&quot;Da wir uns als große Google-Fans ansehen, sind wir natürlich eher pro<br />
eingestellt und wir freuen uns über jede Neuigkeit und jeden Vorteil,<br />
den Google uns bietet. Es ist aber nicht so, dass wir alles versuchen,<br />
schön zu reden, was Google tut &#8211; wir sind ja keine Pressesprecher <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/metablocker/templates/default/img/emoticons/wink.png" alt=";-)" style="display: inline; vertical-align: bottom" class="emoticon" /><br />
Es würde also nichts geben, was wir nicht schreiben würden, um<br />
irgendjemanden zu schonen. Wir beachten aber sehr wohl die Fairness,<br />
die man dabei haben sollte. Aber bad news sind ja bekanntlich auch good<br />
news. Tatsächlich hat es auch noch kaum Konfliktfälle gegeben.&quot;</p>
<p><b><br />
Wenn man Euren Blog durchgeht, stellt man fest, dass Ihr sehr stark<br />
über die Produkte schreibt und redet. In der Community gibt es ja<br />
mittlerweile eine ziemliche Diskussion über die Rolle von Google, in<br />
Deutschland lahmt die ganze Diskussion ja etwas, ich nenne nur die<br />
Stichworte Copyright, Privacy und auch technologische Fragen. Habt ihr<br />
all diese Fragen auf der Agenda oder interessieren die euch gar nicht?</b>
</p>
<p>
<b></b><br />
&quot;Uns interessieren vor allem die technischen Innovationen. Die<br />
ethischen Folgen, die daraus entstehen, werden intensiv von der<br />
Community in den Kommentaren ausdiskutiert, die bei uns ein Forum für<br />
solche Themen bieten.&quot;</p>
<p><b><br />
Bereitet Dir die rasante Entwicklung von Google für die Zukunft Angst,<br />
gerade im Hinblick auf die Menge an Daten, welche man im Laufe der Zeit<br />
über Dich gesammelt hat?</b>
</p>
<p>
<b></b><br />
Vielleicht nicht Angst&quot;, aber Sorge&quot;, was in den falschen Händen damit angestellt werden kann?<br />
&quot;Angst bisher noch nicht, aber Respekt und Vorsicht. Mittlerweile gibt<br />
es schon Momente, in denen ich mir denke &quot;Mein Gott, das habe ich<br />
Google auch schon anvertraut&#8230;&quot;. Irgendwie hat Google, und das wohl<br />
nicht nur bei mir, den Stand eines sehr guten Freundes, dem man jedes<br />
Geheimnis erzählt und darauf vertraut, dass er es nicht weiter erzählen<br />
wird. Und Google gibt mir dafür sogar noch jede Menge Vorteile. Wir<br />
haben beide keine Sekunde gezögert, die Web History &#8211; also im Grunde<br />
die letzte Privatsphäre im Internet &#8211; zu aktivieren und Google<br />
mitzuteilen, wo wir gerade genau surfen. Allerdings halte ich<br />
persönlich Google bei sicherheitskritischen Anwendungen heraus. Also da<br />
gibt es schon noch Ausnahmen. Problematisch wird es in der Tat, wenn<br />
man davon betroffen ist, ohne davon etwas zu wissen. Es gibt einige<br />
Google-Dienste, bei denen das inzwischen der Fall ist.&quot;
</p>
<p><b></b></p>
]]></content:encoded>
					
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