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	<title>Blogsprechstunde &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Blogsprechstunde &#8211; politik-digital</title>
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		<title>&#8220;Ich finde Geschmacksfragen am schwierigsten&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 14 May 2008 18:31:18 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kai-Jürgen Lietz]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 14.5.08, war Kai-Jürgen Lietz, Entscheidercoach und Blogger  beim <a href="http://www.unternehmer-excellence.com/Excellence-Blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheiderblog</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über seinen Beruf, schwierige Entscheidungen und Lösungsansätze zur Entscheidungsfindung. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 14.5.08, war Kai-Jürgen Lietz, Entscheidercoach und Blogger  beim <a href="http://www.unternehmer-excellence.com/Excellence-Blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheiderblog</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über seinen Beruf, schwierige Entscheidungen und Lösungsansätze zur Entscheidungsfindung. <!--break--> </p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Kai-Jürgen Lietz, Entscheidercoach und Blogger, unser Gast. Ab 18:00 Uhr geht es los, Ihre Fragen können Sie gerne auch jetzt schon stellen. So, in Berlin ist es jetzt 18 Uhr. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ja, sehr gerne!
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/klietz300x.jpg" alt="Kai-Jürgen Lietz" title="Kai-Jürgen Lietz" height="246" width="158" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Kai-Jürgen Lietz,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Entscheidercoach </i>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hier kommt die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Kaiser</b>: Wie arbeitet ein Entscheidercoach genau?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich arbeite mit meinen Kunden an immer genau drei Fragen:<br />
1. Wie schaffe ich Entscheidungsklarheit? Das heißt, was will ich wirklich?<br />
2. Wie sorge ich für attraktive Entscheidungsalternativen?<br />
3. Wie sichere ich mir die größtmögliche Zustimmung für die Umsetzung meiner Entscheidungen?<br />
Um diese drei Fragen dreht sich meine ganze Arbeit.
</p>
<p>
<b>Mariachi</b>: Ich habe bisher noch nicht gewusst, dass es Entscheidercoachs gibt &#8211; ist der Beruf so selten?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Jupp! 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Gibt es Gründe dafür, wenn wir fragen dürfen :-)?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Das frage ich mich auch immer wieder. Es gibt natürlich eine Menge Psychologen, die ein Entscheidungscoaching anbieten. Aber das hat nicht so sehr viel mit meinem Thema zu tun. Da geht es mehr darum, den Entscheider überhaupt zu Entscheidungen zu bringen. Bei mir geht es darum, Entscheidungen erfolgreich zu treffen. In Deutschland gibt es ansonsten noch drei Kollegen, die sich mit dem Thema befassen und das ist dann natürlich eine ganz interessante Alleinstellung. 🙂
</p>
<p>
<b>Bernd</b>: Brauchen Unternehmen wirklich einen Entscheidungscoach? Eigentlich wissen doch die Verantwortlichen selbst am Besten, was sie wollen, oder?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Das habe ich als junger Unternehmensberater auch gedacht. Nachdem ich dann mehr als zehn Jahre Entscheider live erleben durfte und auch gesehen habe, wie leicht Entscheider zu manipulieren sind, wollte ich daran etwas ändern. Und voilá &#8211; der Entscheidercoach war geboren!
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Das Thema wurde gerade gestreift, vielleicht noch einmal die präzise Frage eines Users:
</p>
<p>
<b>MacOs</b>: Mir kommt ein Entscheidercoach eigentlich wie ein Unternehmensberater á la McKinsey vor, oder täuscht das?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Das täuscht wirklich! Denn ich arbeite mit Entscheidern eine kurze Zeit zusammen, weil es ja nun wirklich keine Raketenwissenschaft ist, gute Entscheidungen zu treffen. Die Jungs von McKinsey leben ein Stück weit von Ihrem Nimbus. Entscheider engagieren sie, um unbequeme Entscheidungen rechtfertigen zu können, während ich einen anderen Ansatz fahre. Entscheider sollen selbst die Entscheidungen treffen und sich dafür auch glaubhaft vor ihre Mitarbeiter stellen.
</p>
<p>
<b>Joe</b>: Was findest du besonders schwierig beim Coachen?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Als Coach bist Du immer der Spiegel Deines Kunden. Oft siehst Du die Lösung schon lange vor ihm, darfst aber nichts sagen. Das ist eine große Herausforderung.
</p>
<p>
<b>g!nger</b>: Wie weit greifst du tatsächlich in Unternehmens-Abläufe ein?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Gar nicht! Das ist nicht meine Aufgabe. Meine Kunden wissen viel besser über ihr Unternehmen Bescheid. Ich kann ihnen nur helfen, ihre Entscheidungen erfolgreich zu treffen. Das ist aber kein inhaltlicher Input von meiner Seite.
</p>
<p>
<b>oOsa</b>: Fallen dir spontan Unternehmens-Entscheidungen ein, bei denen du dir an den Kopf gefasst hast :-)?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Dazu darf ich leider nichts sagen. Es gibt zwar keine Berufsethik für einen Beruf ohne Verband, aber wenn ich es tun würde, brauche ich nach Kunden nicht mehr zu fragen.
</p>
<p>
<b>fEE</b>: Was für Kunden hast du so? Eher kleine/mittelständische Unternehmen oder auch richtig große?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich coache Einzelpersonen. Das sind dann Unternehmer, Führungskräfte und Selbstständige. Zum aller größten Teil sind diese aber in mittelständischen Unternehmen zu finden, weil die wenigsten bereit wären, privat für ein Coaching Geld auszugeben. Und wer sich wegen eines Entscheidercoachings in einer großen Company an<br />
die Personalabteilung wendet, braucht sich wegen seiner Karriere keine Sorgen mehr zu machen 🙁
</p>
<p>
<b>V-Bot</b>: Was sollen kleine Unternehmen machen, die sich keinen Coach leisten können, aber Angst vor (vielleicht weit reichenden) Entscheidungen haben?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Die können zum einem mein Buch lesen und zum anderen sind die Kosten für ein Coaching überschaubar, weil ich ja nur eine gewissen Zeit mit meinen Kunden zusammenarbeite. Durchschnitt sind derzeit 24 Coachingstunden, Tendenz fallend, weil ich irgendwie mit der Zeit auch immer besser werde 🙂
</p>
<p>
<b>Lous</b>: Wie &quot;nachhaltig&quot; ist dein Coaching denn? Im Prinzip muss man ja nur einmal richtig lernen, Entscheidungen zu treffen und macht es im Idealfall dann immer so, wie es sein soll, oder?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich rufe in regelmäßigen Abständen bei meinen Kunden nach dem Coaching an, 3 Monate, 9 Monate und danach eigentlich nicht mehr. Im Regelfall sind die Kunden dann noch sehr begeistert, wobei ich dann durch Nachfragen auch dahinter komme, dass oft die Situation noch stärker ist als die guten Vorsätze. Aber der Anruf reicht dann in der Regel schon, den Kunden auf den Pfad der Tugend zurückzubringen. 🙂
</p>
<p>
<b>fEE</b>: &quot;Coachen&quot; klingt für mich immer auch ein bisschen nach Psychologie, spielt das eine große Rolle?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ja und nein. Ich habe ganz am Anfang meiner Berater-Karriere durch meinen Vater eine Schulung in sinnzentrierter Psychologie nach Viktor E. Frankl bekommen. Aber ich verlasse mich beim Coachen mittlerweile mehr und mehr auf meine Intuition.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Zwei Fragen, die in die gleiche Richtung gehen:
</p>
<p>
<b>Hilde</b>: Wie wird man denn zu einem Entscheidercoach?
</p>
<p>
<b>berry</b>: Welche Ausbildung haben Sie als Entscheidercoach?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Bei mir war es zunächst einmal die Passion für das Thema. An der Uni fand ich Entscheidungstheorie und Spieltheorie hoch spannend. In der Unternehmensberatung meines Vaters durfte ich das dann bei mittelständischen Geschäftsführern ausprobieren und ich habe niemals wieder Menschen so schnell mit den Augen rollen sehen 🙂 Ich musste erst einmal lernen, dass ich damit nicht die wahren Entscheidungsprobleme der Menschen anspreche. Daher habe ich das Thema erst einmal ad Acta gelegt und mich mit anderen Aspekten der Beratung auseinander gesetzt. Ich habe allerdings jedes Jahr jede Menge Weiterbildungen zu NLP usw. besucht, weil ich wissen wollte, was Menschen bewegt. Als mich dann entschlossen hatte, Entscheidercoach zu werden, brauchte ich erst einmal einige Versuchskaninchen, um zum Kern der Sache vorzudringen.<br />
Heute kann ich nicht wirklich sagen, was im Einzelnen mich dazu befähigt, diesen Beruf auszuüben. Es hat wohl auch mit der Erfahrung als Berater zu tun, durch die ich ein sehr gutes Verständnis für alle möglichen Aspekte unternehmerischen Handelns bekommen habe.
</p>
<p>
<b>Julia</b>: Ist dein Beruf nicht mit extrem viel Verantwortung verbunden? Wenn du z.B. zu einer falschen Entscheidung rätst?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Zum Glück nicht! Denn ich rate ja zu keiner Entscheidung. Das macht der Entscheider selbst. Ich helfe ihm nur dabei, herauszufinden, was er wirklich will, attraktive Alternativen für seinen Bedarf zu entwickeln und sich dann noch die notwendige Unterstützung zu sichern. Das geht im Übrigen nur, bevor ich Tatsachen durch eine Entscheidung geschaffen habe.
</p>
<p>
<b>Janis</b>: Gibt es ein paar einfache Regeln, wie man zu guten Entscheidungen kommen kann?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Klar! Aber damit wiederhole ich mich:<br />
1. Wissen, was Dein Bedarf ist =&gt; Die meisten orientieren sich immer gleich an den Alternativen und leiten davon ab, was Sie angeblich wollen.<br />
2. Eigene Alternativen zum Bedarf schaffen. Wenn ich meinen Bedarf nicht kenne, werde ich daran scheitern.<br />
Tja, und dann noch die Unterstützung sichern. Da ist es spannend, dass es relativ einfach funktioniert, alle auf ein Ziel einzuschwören, bevor eine Entscheidung getroffen wurde. Aber wenn die Entscheidung einfach mal so ohne Vorgespräche verkündet wird, dann fühlen sich die von den einzelnen Maßnahmen Betroffenen so &quot;pissed&quot;, dass sie über Ziele nicht reden wollen. Ein Beispiel dafür?
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Gerne!
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ok! Ein Unternehmen hat Qualitätsprobleme. Ein internes Gremium findet heraus, dass es an der Zusammenarbeit der Abteilungen liegt. Daher möchte man die Abteilungen restrukturieren und die Mitarbeiter auf neue Positionen setzen, die dann eben teilweise in anderen Abeilungen liegen. Als Geschäftsführer kann ich jetzt einfach die Entscheidung verkünden, wer in Zukunft wo arbeitet. Oder ich kann mit den Betroffenen vorab sprechen und sie dafür gewinnen, dass wir ja alle stolz auf die Qualität unserer Produkte sein wollen. Die Erfahrung zeigt, dass die Betroffenen auf diese Weise zu Beteiligten werden und die Einzelmaßnahmen unterstützten, obwohl sie es sonst nicht gemacht hätten.
</p>
<p>
<b>redondo</b>: Wie geht man mit Fehlentscheidungen um?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Das kommt darauf an, welche Art von Fehlentscheidung Du meinst. Es gibt ja zwei Arten:<br />
Die Eine ist die, wo Du von mehreren Alternativen die objektive Falsche wählst und danach denkst: &quot;Wie konnte mir das nur passieren.&quot; Das ist aber der relativ seltene Fall.<br />
Viel häufiger ist die Art von Fehlentscheidung, wo der Entscheider die so genannte &quot;goldene Alternative&quot; gar nicht gesehen hat. Er wählt dann eine andere in seiner Unkenntnis und wird wahrscheinlich auch nie davon erfahren. Es ist klar, dass es keine Statistiken über die zweite Art der Fehlentscheidung gibt. Aber bei meinen Vorträgen schätzen die Teilnehmer, dass sie etwa 70% Ihrer Entscheidung solche Fehlentscheidungen treffen.<br />
Zur ersten Art: Korrigieren, wenn möglich und ansonsten daraus lernen. <br />
Zur zweiten Art: Das eigene Entscheidungsverhalten verändern. Topp-Entscheider sind Regelbrecher. Sie lassen sich Entscheidungssituationen niemals aufzwingen. Ein Beispiel?
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Sehr gerne.
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich nehme dafür gerne ein Rätsel. Stellt Euch vor, nach einem großen Sturm fahrt Ihr mit Eurem zweisitzigen Coupé an einer Bushaltestelle vorbei. Dort steht eine alte Frau, die offensichtlich ins Krankenhaus möchte, Eurer bester Freund, der Euch schon aus zahlreichen Problemen geholfen hat und die Frau Eures Lebens. Wen werdet Ihre mitnehmen?<br />
Die alte Frau: Euer Gewissen ist zufrieden, aber der Freund nicht und Ihr seht die Frau Eures Lebens nicht wieder.<br />
Den Freund: Ein schlechtes Gewissen gegenüber der alten Frau und die junge Frau seht Ihr auch nie wieder.<br />
Die junge Frau: Schlechtes Gewissen gegenüber der Alten und die junge Frau hält Euch für einen Asozialen und Euer Freund wird auch nicht zufrieden sein.<br />
Die Lösung könnte hier sein, dass wir dem Freund die Schlüssel in die Hand drücken. Der fährt dann die alte Frau ins Krankenhaus und wir warten mit der jungen Frau auf den Bus. Ein anderer Entscheider würde vielleicht sagen, dass er erst einmal mit dem Freund spricht und für Verständnis wirbt und danach auf die junge Frau zugeht und Ihr sagt, dass Sie die Frau seines Lebens ist und er Sie unbedingt wieder sehen muss. Danach fährt er dann die Alte ins Krankenhaus.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Die bestbewertete Frage aus unserem PreChat, in dem die User schon vorab Fragen stellen konnten:
</p>
<p>
<b>Nino</b>: Welche Entscheidungen findest du persönlich am schwierigsten?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich persönlich finde Geschmacksfragen am schwierigsten, denn die entziehen sich meinen drei Fragen schon allein dadurch, dass ich nie so genau weiß, was ich wirklich will, denn das liegt in den Tiefen meines Unterbewusstseins. Bei solchen Entscheidungen wünsche ich mir dann einen Entscheidercoach, der genau das ans Tageslicht bringen könnte 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere letzte Frage für heute:
</p>
<p>
<b>Gernaesa1</b>: Wieso treffen wir so viele &quot;schlechte&quot; Entscheidungen? Müssen wir anders erzogen werden, muss die Schule uns da mehr beibringen&#8230;?
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Du triffst genau den Nagel auf den Kopf! Wir lernen häufig die falschen Ansätze. So werden wir ja schon von unseren Eltern erzogen, uns nach dem zu richten, was verfügbar ist. Und in der Schule habe ich noch gelernt, bei wichtigen Entscheidungen soll ich die Vor- und Nachteile der Alternativen einander gegenüberstellen. So ein Nonsense! Mit den Vor- und Nachteilen definiere ich unbewusst meine Entscheidungskriterien. Diese sollen aber meinen Bedarf abbilden. Was kann schon sinnvolles dabei herauskommen, wenn der Bedarf durch das Angebot definiert wird? Gleichzeitig soll ich mich auch damit abfinden, dass dies die einzigen Alternativen sein sollen und ich gar keine neue schaffen soll. Das ist nur ein Beispiel für zahlreiche Fehler in der Entscheider-Schule. Ich würde mich freuen, wenn da ein Umdenken stattfindet. Aber dazu muss jeder bei sich selbst anfangen. 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Kai-Jürgen Lietz. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Ich hoffe ich konnte Eure Fragen so beantworten, dass Ihr einen Nutzen davon hattet. Ansonsten stehe ich natürlich auch über meinen Blog jederzeit für Fragen zur Verfügung. Ich danke Euch für die tollen Fragen und jetzt muss ich erst einmal das Loch in meinem Bauch stopfen gehen. 🙂
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir wünschen allen noch einen schönen Abend und sagen Auf Wiedersehen!
</p>
<p>
<b>Kai-Jürgen Lietz</b>: Auf Wiedersehen!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat mit Entscheidercoach</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 17:47:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 14. Mai, ist Kai-Jürgen Lietz vom <a href="http://www.unternehmer-excellence.com/Excellence-Blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheiderblog</a> von 18.00 bis 19.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=160&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt</a>.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 14. Mai, ist Kai-Jürgen Lietz vom <a href="http://www.unternehmer-excellence.com/Excellence-Blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Entscheiderblog</a> von 18.00 bis 19.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=160&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie Ihre Fragen schon jetzt</a>.<!--break--></p>
<p>
Wie wirken sich meine Entscheidungen aus? Wann sollte ich alleine, wann im Team Entscheidungen treffen? Werden meine Entscheidungen von anderen mitgetragen?
</p>
<p>
Kai-Jürgen Lietz bloggt beim Entscheiderblog und berät als Entscheidercoach Manager, Selbstständige und Unternehmer bei ihren unternehmerischen Entscheidungen. Am Mittwoch, den 14. Mai, ist Kai-Jürgen Lietz zu Gast in der Blogsprechstunde. <a href="http://www.talksalon.de/?cid=160&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen können Sie schon im Vorfeld stellen.</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Mundpropaganda für fast alle Unternehmen relevant&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/mundpropaganda-fuer-fast-alle-unternehmen-relevant-3876/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 18:21:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Zorbach]]></category>
		<category><![CDATA[Virales Marketing]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag, 06.5.08, war Thomas Zorbach von <a href="http://www.vm-people.de/de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vm-people</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er beantwortete eine Stunde lang User-Fragen zu Viralem Marketing. ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 06.5.08, war Thomas Zorbach von <a href="http://www.vm-people.de/de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vm-people</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er beantwortete eine Stunde lang User-Fragen zu Viralem Marketing. <!--break--></p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Thomas Zorbach, bloggender Geschäftsführer von vm-people.de und Experte für Virales Marketing, unser Gast. Ab 18:00 Uhr geht es los, Ihre Fragen können Sie gerne auch jetzt schon stellen.
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Von mir aus kann&#8217;s losgehen: Feuer frei! 🙂
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/tozrbach300x.jpg" alt="Thomas Zorbach" title="Thomas Zorbach" height="209" width="166" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Thomas Zorbach,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Geschäftsführer von <a href="http://www.vm-people.de/de/blog/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vm-people</a> </i>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hier kommt die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Sarna</b>: Welche Vorteile hat virales Marketing gegenüber &quot;herkömmlichem&quot; Marketing?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Also, der wichtigste Vorteil des Viralen Marketings ist, dass seine Botschaften für den Empfänger einen echten Wert besitzen. Die Botschaften des Viralen Marketings sollen Spaß machen und die Leute begeistern. Und vor allen Dingen, die Leute nicht unterbrechen, in dem was sie gerade tun. Wie das bei den Botschaften des &quot;herkömmlichen Marketings&quot; oft der Fall ist.
</p>
<p>
<b>pieter</b>: Von Viren wird man doch krank, warum soll das bei Marketing funktionieren?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Also, erstens: Nicht alle Viren sind böse und machen krank. Darüber habe ich neulich in unserem Blog geschrieben. Ohne Viren gäbe es zum Beispiel kein Leben auf der Erde. Außerdem: Nicht alles, was ansteckend ist, ist auch schlecht und böse; ein Lächeln, Freude, Begeisterung &#8211; all das kann auch ansteckend sein.
</p>
<p>
<b>Boris</b>: Wo beginnt man denn mit der Arbeit an einer viralen Kampagne?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Um etwas &quot;Ansteckendes&quot; zu finden, muss man oft sehr tief graben. Im Idealfall wird man direkt im Unternehmen fündig oder die Ansteckung kommt direkt aus dem Produkt oder der Dienstleistung. Produkte wie der iPod haben ein eingebautes Ansteckungspotenzial.
</p>
<p>
<b>Paul</b>: Gibt es ein Beispiel herausragenden viralen Marketings, das dir spontan einfällt?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: 🙂 Der iPod zum Beispiel hat viele virale Aspekte.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Was genau macht denn bspw. den iPod so &quot;ansteckend&quot;?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Zum Beispiel die weißen Kabel der Kopfhörer &#8211; ein klares und vor allen Dingen sichtbares Differenzierungsmerkmal gegenüber allen anderen mp3-Playern.
</p>
<p>
<b>Manu</b>: Besteht bei viralen Kampagnen nicht die Gefahr, dass man zwar viel Aufmerksamkeit, aber wenig Zulauf bekommt?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Wenn das passiert, ist etwas schief gelaufen. Das Virale Marketing muss sich als Disziplin mit anderen Marketingmaßnahmen messen lassen können. Auch im Hinblick auf klar definierte wirtschaftliche Ziele.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine ähnlich kritische Frage:
</p>
<p>
<b>Tom</b>: Sind die Streuverluste bei VM nicht ziemlich hoch?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>:  Nein, richtig praktiziertes Virales Marketing hat kaum Streuverluste.<br />
In der ersten Phase, in dem die Kampagne gezündet wird, geht man sehr gezielt vor: nicht mit der Gießkanne, wie beim klassischen Marketing. Virale Botschaften werden grundsätzlich sehr selektiv weiter getragen. Weitererzählt wird ja nur etwas, von dem man glaubt, es könnte den Gesprächspartner interessieren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Vom Spezielleren kurz noch einmal ganz allgemein gefragt:
</p>
<p>
<b>Flavio</b>: Wie genau definiert man denn virales Marketing?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Wir bei vm-people definieren Virales Marketing wie folgt:<br />
Virales Marketing ist die geplante und gezielte Stimulation von Kundenempfehlungen in sozialen Netzwerken mit dem Ziel der exponentiellen Verbreitung.
</p>
<p>
<b>Boris</b>: Welche anderen Werbeformen findest du am Besten?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Wenn es richtig praktiziert wird, bin ich auch ein Fan des Dialogmarketings. Also alle Werbeformen, die darauf ausgerichtet sind einen sehr persönlichen und langfristigen Dialog zwischen Unternehmen und Kunden in Gang zu bringen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wieder zurück zum Viralen Marketing:
</p>
<p>
<b>Schippe</b>: Seit wann gibt es eigentlich diese Form Marketing, die ist doch eigentlich erst durch Internet möglich geworden, oder?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Das Ergebnis des Viralen Marketings ist die gute alte Mundpropaganda.<br />
Dieser Begriff ist viel älter als das Marketing selbst, das in Deutschland erst in den 60er Jahren aufkam. Vom Viralen Marketing in der heutigen Form dagegen spricht man erst seit Mitte der 90er Jahre, in denen sich das World Wide Web durchgesetzt hat. Das WWW und die Browsersoftware Netscape Navigator waren erste epidemische Verbreitungsprozesse im Internet. Die Beobachtung solcher Phänomene hat die Marketingleute auf die Idee gebracht,<br />
solche Prozesse gezielt zu stimulieren. Unter anderem mich 🙂
</p>
<p>
<b>Svenja</b>: Welches war denn so die erste coole Virale Kampagne, die du mitbekommen hast?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Also, als Archetypen einer viralen Kampagne gelten heute die Verbreitung von Hotmail, die Kampagne für den Film &quot;Blair Witch Project&quot; und in Deutschland die virtuelle Moorhuhnjagd oder die Prügelpause.
</p>
<p>
<b><br />
J-Cat</b>: Wieso setzen so viele Unternehmen immer noch auf klassisches Marketing mit Werbung etc., wenn virales Marketing so gut ist?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Das würde ich echt auch mal gerne wissen 😉<br />
Nein, im Ernst: Im Zweifel greifen viele Entscheidungsträger eben doch auf bewährte Instrumente zurück. Virales Marketing bedeutet für viele Manager im Unternehmen einen Schritt auf unbekanntes Terrain.
</p>
<p>
<b>Tom</b>: Für wen lohnen sich Virale Kampagnen am meisten?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Mundpropaganda und Empfehlungen sind für fast alle Unternehmen relevant. In den fast 10 Jahren, in denen ich mich mit dem Thema befasse, ist mir noch kaum ein Unternehmen untergekommen, für das Virales Marketing keine Bedeutung hat. Selbst trockene Themen wie &quot;Strom&quot; verkaufen sich am Ende über Word-of-Mouth.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Passend dazu:
</p>
<p>
<b>Luku</b>: Fallen die aus dem Kopf Unternehmen ein, denen du gute virale Kompetenzen bestätigen würdest?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Ein Beispiel habe ich schon genannt. Das Unternehmen Apple ist vom Grund auf viral ausgerichtet. Das heißt: Alle Bereiche des Unternehmens, egal ob Produktidee, Design, oder Kommunikation, jeder Bereich ist darauf ausgerichtet, Menschen zu begeistern bzw. sie zu Fans von Apple zu machen. Das ist auch, wenn man so will, das eigentliche Ziel des Viralen Marketings: Aus Kunden, Fans machen.<br />
Hier einige jüngere virale Phänomene: Twitter oder MyMuesli.
</p>
<p>
<b>Mischief</b>: Würdest du sagen, dass viraler Erfolg eng mit der Corporate Identity eines Unternehmens zusammen hängt?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Das würde ich so unterschreiben. Wir bei vm-people sprechen vom Memetischen Code eines Unternehmens In Anlehnung an den genetischen Code; die Bausteine, die ein Unternehmen zu dem machen, was es ist &#8211; angefangen bei der Führung und den Mitarbeitern.
</p>
<p>
<b>Norbert</b>: Wie kommt man eigentlich dazu, Experte für Virales Marketing zu werden?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Tja, Also, ich habe mich irgendwann selbst infiziert, als ich auf der Suche nach einem spannenden Diplomarbeitsthema war. Davor habe ich allerdings schon mit herkömmlichen Marketingformen Erfahrung gesammelt. Ich habe eine Ausbildung zum Werbekaufmann absolviert und war danach Texter im Bereich Dialogmarketing 🙂<br />
Ich habe nach etwas gesucht, was in die heutige Welt passt. Eine Welt, die fundamental anders ist als noch vor 15 Jahren.
</p>
<p>
<b>Error</b>: Wie sieht es bei vm-people aus, was für Leute arbeiten für euch? Alles ausgewiesene VM-Experten oder auch &#8216;normale&#8217; Marketing-Menschen :-)?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Außer mir gibt es hier nur wenige Leute mit Erfahrung im klassischen Agenturgeschäft. Die Leute kommen in der Regel direkt von der Uni zu uns, weil sie keine Lust haben, herkömmliche Werbung zu machen und etwas Neues ausprobieren möchten.<br />
Dieses Möglichkeit hat man bei vm-people zu genüge. Das gehört sozusagen zu unserem memetischen Code.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Weil wir vorhin über die Vorteile gesprochen haben, vielleicht noch einmal die Kehrseite:
</p>
<p>
<b>Wetze</b>: Wo siehst du die Nachteile von viralen Kampagnen?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Unternehmen, die Virales Marketing betreiben, müssen lernen, mit einer speziellen Form des Kontrollverlusts umzugehen, wobei Kontrollfreaks es heute in den Zeiten des Internet ohnehin schwer haben. Virales Marketing bedeutet, sich auf Kunden bzw. potenzielle Kunden einlassen. Man muss ihnen zuhören und sich ihrem Feedback stellen.<br />
Die Basis ist, dass man sich ein Stück weit öffnet und ihnen Vertrauen entgegenbringt.
</p>
<p>
<b>usörr</b>: Kann ich mein Blog viral bekannt machen, gibt es da Tipps?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Schreiben, schreiben, schreiben. Und an die Leser denken bzw. daran, was diese interessieren könnte. Robert Basic von basicthinking schreibt nicht nur sehr interessant, sondern auch unheimlich viel. Das hat ihn zum Nummer Eins Blogger in Deutschland gemacht. Ansonsten, sich mit den richtigen Leuten vernetzen und versuchen partizipativ zu schreiben, so dass Leute Anteil nehmen können und eine Diskussion entsteht.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere letzte Frage für heute:
</p>
<p>
<b>NeliX</b>: Wie, glaubst du, wird sich das Virale Marketing in Zukunft präsentieren?
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Wir werden in den nächsten Jahren viele neue Spielarten des Viralen Marketings kennen lernen, die den viralen Clip, der heute noch vielen als Allzweckwaffe dient, alt aussehen lassen.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Thomas Zorbach. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b><br />
Thomas Zorbach</b>: Ich bedanke mich für die vielen spannenden und anregenden Fragen. Es hat mir großen Spaß gemacht, hier zu Gast zu sein. Euch allen, einen schönen Abend und viel Spaß beim selbsttätigen Virenzüchten 😉
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir wünschen allen noch einen schönen Abend und sagen Auf Wiedersehen!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>&#8220;Die Spiele an China abzugeben war ein Fehler&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 19:21:44 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Olympische Spiele]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 30.4.08, war Thomas Hölzl vom <a href="http://www.chinawatchblog.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chinawatchblog</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über den Tibetkonflikt, die Berichterstattung des Westens über China und einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 30.4.08, war Thomas Hölzl vom <a href="http://www.chinawatchblog.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chinawatchblog</a> zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er sprach über den Tibetkonflikt, die Berichterstattung des Westens über China und einen möglichen Boykott der Olympischen Spiele.<!--break--> </p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Thomas Hölzl, Blogger beim Chinawatchblog, unser Gast.<br />
Ab 19:00 Uhr geht es los, Ihre Fragen können Sie gerne auch jetzt schon stellen.<br />
So, bei uns ist es jetzt 19:00 Uhr. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?
</p>
<p><b></b></p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Ja, ich bin bereit.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/thoelzl300x.jpg" alt="Thomas Hölzl" title="Thomas Hölzl" height="233" width="185" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Thomas Hölzl,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i><a href="http://www.chinawatchblog.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Chinawatchblog.de</a> </i>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hier kommt die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Tron</b>: Sollen deutsche Sportler die Spiele boykottieren?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Das muss jeder Sportler für sich selbst entscheiden. Für sinnvoll halte ich es kaum, da für den verzichtenden Sportler ein anderer nachrückt. Dann lieber vor Ort aktiv werden.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Passend dazu:
</p>
<p>
<b>Thorsten</b>: Käme ein Boykott der Olympischen Spiele nicht einer Isolation Chinas UND Tibets gleich und damit alle Chancen auf eine positive Entwicklung vertan?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Es gibt viel Für und Wider. Die Lage der Tibeter wird durch einen Boykott sicherlich nicht verbessert. Die chinesische Regierung würde die Schuld natürlich wieder in Richtung Tibet schieben und auf ihrer Haltung beharren, was die Lage nicht einfacher macht.
</p>
<p>
<b>Sammy</b>: Wie könnte man denn vor Ort aktiv werden?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Es gibt bereits einige Aktionen, beispielsweise das Freundschaftsband oder 9fingersfortibet. Da die Sportler aber während der Wettkämpfe nicht politisch aktiv sein dürfen, bedarf es der Phantasie der Athleten
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere Nutzer konnten schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am besten bewertet:
</p>
<p>
<b>leona</b>: Sollten Sport und Politik nicht insofern voneinander getrennt werden, dass man da von einem Boykott des Sportgeistes wegen Abstand nimmt?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: In meinen Augen war es ein Fehler, die Spiele überhaupt an China zu geben. Es mag mir nicht eingehen, warum man die Chinesen schon damit belohnt hat, bevor überhaupt etwas geschehen ist. Zu hoffen, dass sich dauerhaft etwas ändern wird, dürfte ein wenig naiv sein. Ich fürchte, wenn Olympia vorbei ist, wird wahrscheinlich das Rad zurückgedreht und die Verbesserungen, die es bis jetzt in China gibt (und die gibt es wirklich) sind Vergangenheit. Die Sache mit dem Boykott ist ein zweischneidiges Schwert. Es gibt viel Für und Wider. Ein Boykott ist aber wohl nicht wahrscheinlich und so sollten die Sportler Protestaktionen starten, die im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu bewerkstelligen sind und die Reporter müssen kritisch und mit offenen Augen berichten.
</p>
<p>
<b>Naar</b>: Wie kann China sich vor den Augen der Welt vielleicht rehabilitieren?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Da kommt es darauf an, bei wem in der Welt. Will man in der westlichen Welt rehabilitiert werden, gibt es bestimmte Regeln, die unser zivilisiertes Zusammenleben eben ausmachen. Da passen Unterdrückung, Ausbeutung, Umweltzerstörung und Technologieklau eben nicht ins Bild. Gerade heute habe ich erst wieder eine dpa-Meldung gelesen, nach der die Körper exekutierter Menschen ans Ausland verkauft wurde. Solange sich da nicht grundlegend etwas ändert, wird das schwer.
</p>
<p>
<b>Frauke</b>: Sind die Olympischen Spiele dieses Jahr nicht eine Farce, schon bevor sie begonnen haben?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Man muss zwei Seiten unterscheiden: Politisch werden die Spiele von der chinesischen Führung zur Propaganda ausgeschlachtet werden, wo es nur geht. Da gilt es von den Sportlern gegenzusteuern.<br />
Zum anderen die sportliche Seite: China ist in der Vergangenheit schon mehrmals wegen Dopingvergehen aufgefallen. Mit den Spielen im eigenen Land hat man da natürlich noch einen &quot;Heimvorteil&quot;. Wenn ein Dopingkontrolleur ins Land kommt, wissen die Sportler schon vorher Bescheid und können entsprechend reagieren. Alles in allem werden es sicherlich keine so lockere und freudige Spiele wie vor vier Jahren. Trotzdem wird das chinesische Volk begeistert sein und für eine gute Stimmung an den Sportstätten sorgen.
</p>
<p>
<b>Haiko</b>: Bei uns wächst die Angst vor China als Weltmacht, wie stehst du dazu bzw. was ist deine Meinung dazu?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Keine Frage: China ist eine aufstrebende Weltmacht. Dazu hat sie Atomwaffen und eine Führung, die keine demokratischen Grundregeln kennt. Allerdings haben die Mächtigen erkannt, dass sie ohne Europa, Russland und die USA nicht überleben können. Die UdSSR seinerzeit hat sich komplett vom Rest der Welt abgekapselt, das wird China nicht machen, zu eng sind die wirtschaftlichen Verflechtungen. Zu eng die Abhängigkeiten.
</p>
<p>
<b>Mario</b>: Verhält sich Deutschland korrekt gegenüber China?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Richtiges Verhalten &#8211; puh &#8211; es gibt wohl kein allgemeingültiges Rezept. Sieht man es aus dem Blick der Wirtschaft, sind wir zu kritisch. Aus Sicht der Menschenrechtler sind wir zu harmlos. Frau Merkel hält sich bisher vornehm zurück, kritisiert kaum, empfängt aber den Dalai Lama und provoziert die chinesische Führung damit umso mehr. Die chinesische Kultur unterscheidet sich grundlegend von unserer. Die Chinesen sind sehr leicht verschnupft und bei harter Kritik schalten sie eher auf stur. Gefragt wird also eher stille Diplomatie sein, nur fürchte ich, unsere Politiker gehen da mit zu wenig Elan an die Sache.
</p>
<p>
<b>Haiko</b>: Dürfen andere Nationen denn so einfach den Zeigefinger gegen China erheben? Interventionen sind ja quasi ausgeschlossen, wie können andere Länder vielleicht für mehr Demokratie und Menschenrechte in China sorgen?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Ja, sie müssen sogar. China will Handel mit uns treiben. Da können wir auch verlangen, dass sie sich an Grundregeln halten, die die Weltgemeinschaft vor vielen Jahren festgelegt hat.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zur Berichterstattung über China und den Tibetkonflikt:
</p>
<p>
<b>Noog</b>: Die Tibeter haben sich ja nicht ganz unschuldig verhalten und wohl auch gewalttätig randaliert. Kommen Sie in den Medien zu gut weg?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Das Volk in Tibet wird seit Jahrzehnten unterdrückt. Der Dalai Lama predigt schon immer Gewaltverzicht. Irgendwann steht jedes Volk gegen seinen Unterdrücker auf.<br />
Trotzdem waren es nur vereinzelte, die gewalttätig wurden, wie viele es waren, wird man nie wirklich erfahren. Unsere Medien verurteilen aber meiner Meinung nach zu Recht das chinesische Militär, wenn auch die Berichterstattung ein wenig zu subjektiv wurde.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Nachfrage dazu:
</p>
<p>
<b>Chan</b>: Hallo Thomas, ich bin selber Chinese in Deutschland und finde es schade, wie einseitig hier über mein Land berichtet wird. Wie siehst du das?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Die deutsche Presse polarisiert schon immer gerne. Auch seriöse Medien verfallen in den Boulevardstil, wenn es Quoten bringt. Gerade der Fackellauf in Paris mit der Gewalt gegen die Rollstuhlfahrerin hat gezeigt, dass auch gerne mal etwas ignoriert wird, wenn es gerade nicht in die Nachrichtenstimmung passt. Da wird gerne mal die Objektivität vergessen. Auch wir müssen uns da manchmal am Riemen reißen.
</p>
<p>
<b>Sullivan</b>: Durch die Nachrichten gewinnt man immer den Eindruck, China stünde kurz vor dem Kollaps (Rohstoffe, Überbevölkerung etc.). Wie siehst du das?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Der Überbevölkerung steuert man seit Jahren rigide entgegen und hat den gewünschten &quot;Erfolg&quot;. China treibt aber seit Jahren einen gewaltigen Raubbau an der Natur und an seinem Volk. Für den wirtschaftlichen Erfolg werden Flüsse hemmungslos mit Abwasser vergiftet und ganze Landstriche in Stauseen versenkt. Die Bauern werden einfach enteignet und wer protestiert, landet im Gefängnis. Irgendwann wird sich das rächen.
</p>
<p>
<b>Somoli</b>: Glaubst du an eine chinesische Volks-Revolution?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Nein, das Volk hat keine Möglichkeit, sich objektiv zu informieren.<br />
Ein organisierter Widerstand ist nicht möglich. Jeder Protest wird blutig nieder geschlagen.<br />
Ich glaube auch, das Massaker am Platz des himmlischen Frieden ist auch den Chinesen noch gut im Gedächtnis.
</p>
<p>
<b>Ogada</b>: Welche Rolle, glaubst du, spielen Blogs bei der Berichterstattung aus China/Tibet?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Blogs haben den großen Vorteil, dass sie frei sind. Klar beziehen wir unser Wissen auch aus den großen Medien, müssen uns aber nichts darum scheren, ob uns ein Chefredakteur einheizen könnte. Ich glaube auch, dass die Blogszene besser vernetzt ist und man so Infos kommen kann, die sonst vielleicht untergehen. Natürlich besteht eine Gefahr, dass wir Falschmeldungen aufsitzen, aber davor ist man bei der Süddeutschen auch nicht sicher, wie die Geschichte mit den Visa für Studenten gezeigt hat. Was wir aber auf jeden Fall machen, ist dass wir eine Diskussion anfachen.
</p>
<p>
<b>Markus</b>: Wie seid ihr auf die Idee eines Chinawatchblogs gekommen?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Die Idee hatte ich schon, als der Aufstand in Burma war. Die Tibetkrise war jetzt der Auslöser. Wenn man die Wirtschaftnachrichten hört, könnte man meinen, China sei ein Goldesel für die deutsche Wirtschaft. Vor ein paar Jahren gingen bei uns hier in Bayern viele Firmen nach Tschechien und in die Slowakei, weil man sonst ja nicht mehr hätte überleben können. Jetzt muss man nach China. Dass bereits schon wieder ein paar Firmen drüben aufgeben, weil sich das Engagement nicht rentiert hat, leist man kaum. Zusammen mit Olympia also genug Themen, um zu schreiben.
</p>
<p>
<b>Antje</b>: Ihr kommt ja im Blog ziemlich boykottmäßig rüber, glaubt Ihr nicht, dass so Aktionen wie das Freundschaftsband oder 9fingersfortibet mehr bringen?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Wir haben Tibet nur als Startschuss für das Blog genommen. Uns geht es nicht nur um Tibet, denn die Menschenrechte werden auch in allen anderen Landesteilen in fast jeder Beziehung verletzt. Es geht auch nicht darum, was mehr oder weniger bringt. Ausschlaggebend ist die gemeinsame Solidarität. Ob sich das durch ein Bändchen oder durch eingeklappte Finger äußert, ist egal. Wichtig ist nur, dass es auf der ganzen Welt verstanden wird, worum es bei den Aktionen überhaupt geht.
</p>
<p>
<b>Sandra</b>: Kennst du gute, möglichst neutrale Quellen zu China? Also halbwegs objektive Berichterstattungs-Portale?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Mein Stammsender im Radio ist Bayern2. Die recherchieren sehr gut und haben gute Telefoninterviews. Von den großen Zeitungen kann ich die Neue Züricher Zeitung empfehlen. In deren Feed findet man fast täglich Meldungen, die sich in der Schreibweise doch ein wenig von Spiegel, Stern oder SZ unterscheiden. Die NZZ ist übrigens auch eine meiner ersten Quellen, wenn es um Afrika geht. Dazu dann noch Blogs nach Wahl, die Suchmaschinen geben da viel her.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere letzte Frage für heute:
</p>
<p>
<b>Faber</b>: Wie soll es nach den Olympischen Spielen mit dem Chinawatchblog weitergehen? Was plant ihr noch?
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Wie gesagt, Tibet war nur der Tropfen, der das Fass zum Überlauf gebracht hat. Mir liegt gerade der Umweltschutz sehr am Herzen. Immer mehr gentechnisch veränderte Lebensmittel aus dem Land der Mitte kommen bei uns in den Handel. Dazu dann der Kapitalismus in Reinkultur, der unseren westlichen Wirtschaftbossen gerade recht kommt.<br />
Wie es leider so oft ist, muss hinter den wirtschaftlichen Beziehungen alles andere anstehen. Da muss es ein Umdenken geben und ich glaube, bis das so weit ist, müssen wir noch viele Beiträge schreiben. Um das Ganze auch nicht zu eintönig werden zu lassen, versuchen wir auch immer wieder, qualifizierte Gastschreiber zu bekommen, die ein wenig mehr Einblick in das Land haben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Thomas Hölzl. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Thomas Hölzl</b>: Vielen Dank auch von mir, das war eine ganz neue Erfahrung und ich würde mich freuen, wenn ich viele Besucher von heute zukünftig auch auf unserer Seite begrüßen dürfte. Jeder darf bei uns kommentieren und im Gegensatz zu China wird bei uns nicht zensiert.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir wünschen allen noch einen schönen Abend und sagen Auf Wiedersehen!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
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		<title>&#8220;Ausgezeichnete Idee ist das A und O&#8221;</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 19:28:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Dienstag, 22.4.08, war Christina Cassala, Redakteurin und Bloggerin bei <a href="http://www.deutsche-startups.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutsche-startups.de</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über die Chancen und Schwierigkeiten von Internet-Start-ups und den Gründerstandort Deutschland.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Dienstag, 22.4.08, war Christina Cassala, Redakteurin und Bloggerin bei <a href="http://www.deutsche-startups.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutsche-startups.de</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über die Chancen und Schwierigkeiten von Internet-Start-ups und den Gründerstandort Deutschland.<!--break--></p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Christina Cassala, Redakteurin und Bloggerin bei Deutsche-Startups.de, unser Gast. So, bei uns in Berlin ist es jetzt 19:00 Uhr. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Ja, das können wir. Dann mal los!
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/ccassala300x_0.jpg" alt="Christina Cassala" title="Christina Cassala" height="200" width="181" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Christina Cassala,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Redakteurin bei <a href="http://www.deutsche-startups.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutsche-startups.de</a></i><a href="http://www.deutsche-startups.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> </a>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hier kommt die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Sanders</b>: Wie bist du zu deutsche-startups gekommen?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Journalisten haben ein großes Netzwerk, so dass ich Alexander Hüsing,<br />
den Chefredakteur von deutsche-startups, schon kannte und er mich recht bald nach Start seiner Seite fragte, ob ich ihn unterstützen könne. Das war im Sommer letzten Jahres.
</p>
<p>
<b>Peter</b>: Wie genau arbeitet deutsche-startups eigentlich, wie sieht ein regulärer Tag bei euch aus?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Das Schöne an unserem Beruf ist, dass kein Tag wie der andere ist.<br />
Aber ich will versuchen, so etwas wie einen &quot;idealtypischen&quot; Tag zu zeichnen: Wenn wir morgens an den Rechner gehen, dann lesen wir natürlich erst einmal die Tagespresse, verwandte Blogs, Wirtschaftsseiten etc. um zu wissen, was in der Branche so los ist.<br />
Danach besprechen wir uns häufig, wer welche Themen besetzen wird, so dass wir dann bis Redaktionsschluss, den es online ja nur bedingt gibt, recherchieren, telefonieren und schreiben. Nicht selten sind wir zusätzlich auf Terminen und verabredet, um sich mit Gründern zu treffen. Außerdem klingelt ab und an und recht häufig das Telefon bei uns.
</p>
<p>
<b>Pauli</b>: Was fasziniert dich so an Internet-Start-ups?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Es ist spannend, junge Gründer kennen zu lernen, die den Mut haben, sich mit einer Idee, von der sie überzeugt sein müssen, um eine Chance zu haben, in der Web-Welt Fuß zu fassen und zu begleiten. Außerdem finde ich es wirklich faszinierend, wie viel mittlerweile im Netz stattfindet. Als ich damals das erste Mal im Internet war, hätte ich das nicht für möglich gehalten.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere Nutzer konnten schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am besten bewertet:
</p>
<p>
<b>Bruno</b>: Was muss ich beachten, bevor ich ein Start-up starte?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Ich denke, das A und O ist eine ausgezeichnete Idee, die das Potenzial hat, Umsatz zu generieren. Wichtig ist zusätzlich eine gute Mischung im Gründerteam, d.h. dass verschiedene Aufgaben, die mit einer Gründung verbunden sind, gut durch Personen abgedeckt sind. Und nicht zuletzt ist ein ausgereifter Business-Plan unabdingbar.
</p>
<p>
<b>moop</b>: Woran, glaubst du, scheitern viele Start-Ups? Schlechtes Marketing?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Nicht nur. Wenn Start-ups scheitern, dann nicht nur wegen eines vermeintlich schlechten Marketings. Nicht selten scheitert es schon viel früher. Wenn nämlich die Idee nicht tragfähig genug war, um dauerhaft Erfolg zu haben. Und es gibt auch immer wieder Fälle, in denen die Gründer sich zu spät um eine Folgefinanzierung kümmern und ihnen plötzlich Gelder fehlen, um weiter zu machen.
</p>
<p>
<b>viktor</b>: Haben Einzelpersonen mit Start-ups überhaupt eine Chance?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Auf Dauer? Das stelle ich mir persönlich sehr schwierig vor, denn recht bald nach Gründung zeigt sich, was eine solche alles nach sich zieht.
</p>
<p>
<b>moop</b>: Gibt es überhaupt noch kreative Internet-Start-up-Ideen oder sehen wir nur noch Wiederholungen von bekannten Projekten?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Immer wieder!
</p>
<p>
<b>Biene</b>: Welches Internet-Start-up ist dir am meisten im Gedächtnis geblieben? Welches fandest du am kuriosesten?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Da ich täglich mit Start-ups zu tun habe, fällt es mir jetzt schwer, eines zu benennen, dass ich besonders im Gedächtnis habe.<br />
Kurios? Kurios ist myMüsli vielleicht nicht unbedingt, aber der Erfolg ist beachtlich und nicht zuletzt deshalb bei uns durch eine Experten-Jury zum Start-ups des Jahres gewählt worden.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere User interessieren sich besonders für die Finanzierung von Start-Ups:
</p>
<p>
<b>Mimi</b>: Werden Start-ups in DE Ihrer Meinung nach gut genug vom Staat unterstützt?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Die Rahmenbedingungen für eine Gründung könnten sicherlich verbessert werden. Juristisch ist das mitunter ganz schöner Papierkram und zudem nicht ganz günstig. Allerdings mischt der Staat beim High-Tech-Gründerfonds mit und macht Business-Plan-Wettbewerbe. Aber Dinge wie die Mini-GmbH lassen auf sich warten.
</p>
<p>
<b>Hear</b>: Welche Venture-Kapitalgeber empfiehlst du für Internet-Start-ups?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Da möchte ich keine bestimmten Namen nennen, denn ob ein VC in ein Start-up investiert, hat häufig strategische Gründe.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kritische User-Frage, unser Gast kann den Begriff &quot;me-too&quot; vielleicht noch einmal kurz erläutern:
</p>
<p>
<b>addnr</b>.: Warum finanzieren deutsche VCs nur &quot;me-too&quot; Kisten?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Unter einem &quot;me-too&quot; versteht man ein Nachahmerprodukt. Es hat ein innovatives und originelles Vorbild, so dass das &quot;me-too&quot; viele Eigenschaften kopiert.<br />
Zur Frage: Ich kann aus meiner Arbeit nicht sagen, dass VCs ausschließlich in &quot;me-too&quot;s investieren. Es zeigt sich immer wieder, dass VCs immer wieder mal das Risiko eingehen, in Neues, Unkonventionelles zu investieren. Aber ein VCs will Rendite sehen, so dass es erst einmal sicher zu sein scheint, in bereits funktionierende Ideen Geld zu investieren.
</p>
<p>
<b>mediaocean</b>: Tauschen sich VC-Geber untereinander aus?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Auch VCs pflegen Netzwerke, deswegen würde ich annehmen, dass sie dies wohl gelegentlich tun. Aber inwieweit sie sich gegenseitig in die Karten schauen lassen? Darüber kann ich allenfalls nur spekulieren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zu deutsche-startups (ds):
</p>
<p>
<b>Hippo</b>: Inwiefern ist deutsche-startups selber ein typisches Start-up gewesen? Wie bewertet ihr die bisherige Entwicklung eures Portals?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Ich denke, wir haben recht viel von einem &quot;typischen&quot; Start-up. Und mit der Entwicklung sind wir zufrieden. Das befreit uns allerdings nicht von dem Ehrgeiz, noch besser, schneller und umfassender in der Berichterstattung zu werden.
</p>
<p>
<b>Eugen</b>: deutsche-startups ist in der Szene ja sehr bekannt, außerhalb des Internets aber bisher noch nicht so sehr. Wie wollt ihr das eventuell ändern?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: deutsche-startups wird schon heute von vielen Journalisten und Menschen gelesen, die nicht Teil der Szene sind, sich aber für das Thema interessieren. Ein Mainstream-Angebot wird ds sicherlich nie werden, da wir einen sehr klaren Fokus haben. Unser oberstes Ziel ist es, als Multiplikator Entscheider und Gründer zu erreichen.
</p>
<p>
<b>Qu</b>: Was für Rückmeldungen bekommt ihr so von den Start-up-Gründern?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Klar, Kritik gibt es immer, aber meistens erfahren wir großen Zuspruch. Trotzdem bekommen wir auch Hinweise und Tipps von Usern, welchen zusätzlichen Service sie sich auf deutsche-startups (ds) wünschen.
</p>
<p>
<b>Opes</b>: Wie siehst du die Umstände für Start-ups in Zukunft? Gibt es eine positive Tendenz?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Ich denke, die gibt es. Es wird auch in Zukunft gute Ideen geben, die eine reelle Chance haben. Allerdings glaube ich auch, dass wir bereits in diesem Jahr die erste Konsolidierungswelle sehen werden.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere beiden letzten Fragen für heute zusammen:
</p>
<p>
<b>Wara</b>: Wie soll es mit ds in der Zukunft weiter gehen?
</p>
<p>
<b>Hartmut</b>: Plant ihr Erweiterungen für deutsche-startups? Wollt ihr euch vergrößern, habt ihr noch ein paar Asse im Ärmel :)?
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Na klar, aber die werden noch nicht verraten. Aber wir haben viele Ideen, an denen wir weiter unter Hochdruck arbeiten.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Christina Cassala. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Christina Cassala</b>: Danke für das rege Interesse an ds. Für mich war das eine interessante Stunde. Ich wünsche allen noch einen angenehmen Abend.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Auch wir wünschen allen noch einen schönen Abend! Auf Wiedersehen!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Gesetze laufen Problemen im Netz hinterher&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Apr 2008 18:53:56 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 16.4.08, war Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt und Betreiber des <a href="http://www.rechtzweinull.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtzweinull-Blogs</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital und den Blogpiloten. Er stand Rede und Antwort zu Lizenzrechten von Bildern und Beiträgen, Strafen bei Rechtsverletzungen sowie dem Web 2.0-Trend in der Justiz.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 16.4.08, war Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt und Betreiber des <a href="http://www.rechtzweinull.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtzweinull-Blogs</a>, zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital und den Blogpiloten. Er stand Rede und Antwort zu Lizenzrechten von Bildern und Beiträgen, Strafen bei Rechtsverletzungen sowie dem Web 2.0-Trend in der Justiz.<!--break--></p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde. Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Ich bin bereit. Es kann losgehen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/culbricht300x.jpg" alt="Carsten Ulbricht" title="Carsten Ulbricht" height="271" width="217" />
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Carsten Ulbricht,</i>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>Rechtsanwalt und Web 2.0-Experte </i>
</div>
<p></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Hier kommt die erste Frage:
</p>
<p>
<b>Fabian</b>: Was war der bisher größte Skandal bezüglich Urheberrechtsverletzung im Internet? Erinnern Sie sich an einen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Auch wenn ich es nicht unbedingt einen Skandal bezeichnen würde, so kommt die Geschichte mit den Massenabmahnungen der Musikindustrie dem schon ziemlich nahe. Wann hat eine Branche schon einmal die eigenen Kunden verklagt.
</p>
<p>
<b>Blue</b>: Was sind die schärfsten in Deutschland festgesetzten Strafen bezüglich Urheberrechtsverletzungen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Das geht ja gleich mit schwierigen Fragen los. Das kann man in der Allgemeinheit auch nicht so beantworten. Früher hatten Urheberrechtsverletzungen ja eine ganz andere Qualität, wie im Bereich der Kunst oder bei Musik oder Filmen. Urheberrechtsverletzungen wurden damals regelmäßig von kriminellen Organisationen im großen Stil begangen (gewerbliche Raubkopierer). Dafür war das Urheberrecht und entsprechende strafrechtliche Sanktionen auch ausgelegt. Das Problem heutzutage ist, dass bei den ganzen neuen Internetsachverhalten das Urheberrecht die Probleme nicht immer sachgerecht abdeckt und Alltagstaten kriminalisiert. Um auch noch die Frage zu beantworten: 😉 Bei kriminellen Vereinigungen, die in großem Stil Urheberrechtsverletzungen begangen haben, gab es auch schon erhebliche Freiheitsstrafen von mehreren Jahren Gefängnis.
</p>
<p>
<b>steffi2.0</b>: Wie beurteilen sie das deutsche Urheberrecht im Vergleich zum ausländischen? Gibt es da drastische Unterschiede?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Nein. Gerade zum amerikanischen Recht gibt es doch zahlreiche Parallelen. Das Problem ist, dass die nationalen Rechte sehr restriktiv sind, um &#8211; was erst einmal richtig ist &#8211; dem Urheber vollumfänglich die Verwertungsrechte zu geben. Das ist in vielen anderen Rechtsordnungen, gerade im europäischen Wirtschaftsraum, ähnlich. Allerdings muss man natürlich sagen, dass ich in erster Linie deutscher Jurist bin und mein wesentliches Know-How in diesem Bereich liegt.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zu den Web 2.0-Rechtsfragen:
</p>
<p>
<b>Uri</b>: Ist es erlaubt, für mein Blog Bilder von Flickr und Co. zu verwenden, wenn ich damit quasi Werbung mache?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Sämtliche Flickr-Bilder werden im Rahmen des sogenannten Creative Commons Systems eingestellt. Das sind vordefinierte Lizenzen, die es erlauben, Bilder unter Einhaltung der konkreten Bedingungen zu verwenden. Man muss also immer darauf achten, unter welcher CC-Lizenz ein konkretes Bild steht. Da gibt es z.B. die CC-Lizenz by, die besagt, dass man das Bild nach Belieben (also auch kommerziell) verwerten darf, wenn man nur den Urheber nennt. Es gibt aber z.B auch die CC-Lizenz &quot;non-commercial&quot;, die besagt, dass man die Bilder zwar verwenden darf, aber eben nur zu nicht-kommerziellen Zwecken. Dann ginge das mit der Werbung also nicht. DESHALB IMMER GENAU AUF DIE KONKRETE CREATIVE COMMONS LIZENZ ACHTEN.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Feststellung und Nachfrage einer Userin zum Thema Creative Commons:
</p>
<p>
<b>Anna</b>: Betreff CC-Lizenz: Ich finde die Richtlinien da meistens ziemlich schwammig &#8211; z.B. weiß ich nie, wo genau ich denn den Urheber nennen muss, wenn er das verlangt.
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Gerichtsentscheidungen, wo genau der Urheber genannt werden muss, gibt es derzeit nicht. Also sollte man als Verwender nach bestem Wissen und Gewissen das tun, was man für angemessen hält. In jedem Fall sollte die Urhebernennung auf der selben Seite erscheinen, wo auch das Bild verwendet wird. Dann hat man meines Erachtens gute Argumente, um im Fall der Fälle dazulegen, dass man alles Erforderliche getan hat.
</p>
<p>
<b>Orania</b>: Darf ich bei eBay Produktbilder anderer Verkäufer benutzen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Grundsätzlich: Nein. Bilder darf immer nur der verwenden, der entweder der Urheber ist oder vom Urheber die Rechte eingeräumt bekommen hat. Oder eben von demjenigen, der vom Urheber die entsprechende Lizenz zur Weitergabe bekommen hat usw. Es muss eigentlich immer eine Lizenzkette bis zurück zum Urheber geben.
</p>
<p>
<b>Kenox</b>: Darf ich einen von mir verfassten Wikipedia-Artikel als mein Eigentum ansehen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Zunächst mal ist der Schreiber eines Artikels, so dieser die notwendige schöpferische Gestaltungshöhe erreicht, alleiniger Urheber und damit &quot;Eigentümer&quot; des jeweiligen Textes. Beachten muss man allerdings, dass sich Wikipedia der so genannten GNU-Lizenz (http://de.wikipedia.org/wiki/GNU-Lizenz_f%C3%BCr_freie_Dokumentation ) bedient, und damit die auf Wikipedia veröffentlichten Artikel grundsätzlich der Allgemeinheit zur Verwertung zur Verfügung gestellt werden. Man räumt also Wikipedia eigentlich eine entsprechende Lizenz zur Nutzung ein.<br />
Sofern ein Artikel bei Wikipedia eingestellt ist, muss klar sein, dass man daraus unmittelbar kein Kapital schlagen kann und auch keine Ansprüche (z.B. gegen Abänderung) geltend machen kann. Es bleibt natürlich unbenommen den Artikel wieder zu löschen (problematisch ist nur, dass ab der einmaligen Veröffentlichung eine vollständige Eliminierung des Textes im Internet insgesamt fast unmöglich wird).
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere Nutzer konnten schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am besten bewertet:
</p>
<p>
<b>Thomas</b>: Wer haftet für User Generated Content, zum Beispiel bei YouTube?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Da hab ich mal was vorbereitet 😉<br />
Zunächst haftet bei etwaigen Rechtsverletzungen natürlich einmal derjenige, der die Inhalte generiert, also zum Beispiel ein Video auf YouTube einstellt.  Rechtsverletzungen resultieren oft aus dem Urheberrecht, weil eben derjenige der die Inhalte einstellt nicht die entsprechenden Rechte zur Veröffentlichung hat. Zusätzlich können nach der derzeitigen Rechtslage aber auch Portalbetreiber unter bestimmten Voraussetzungen als so genannte Mitstörer zur Verantwortung gezogen werden. Das Argument der Rechtsprechung ist insbesondere, dass diese das Portal ja zur Verfügung stellen und auch die tatsächliche Möglichkeit haben, Rechtsverletzungen zu löschen oder zu verhindern. Notwendig ist dafür aber grundsätzlich, dass der jeweilige Portalbetreiber auch die ihm obliegenden Prüfungspflichten verletzt hat. Diese greifen regelmäßig aber erst ab Kenntnis von dem konkret rechtsverletzenden Inhalt ein. Dass heißt also, dass der Portalbetreiber erst handeln muss, wenn er weiß dass ein nutzergenerierter Inhalt rechtswidrig ist. Dann trifft ihn die Pflicht den Inhalt zu löschen und dafür Sorge zu tragen, dass ein entsprechender (die Rechtsprechung sagt &quot;kerngleicher&quot;) Verstoß auf seiner Plattform nicht mehr vorkommt.<br />
Man ist also als Portalbetreiber eigentlich auf der sicheren Seite, wenn man diese Grundsätze beachtet. Abmahnungen sind bei Beachtung dieser Grundsätze auch regelmäßig unbegründet.<br />
Konkrete Praxistipps zu dem Thema findet Ihr unter http://www.rechtzweinull.de/index.php?/archives/7-Praxistipps-fuer-Forenbetreiber.html
</p>
<p>
<b>Venom</b>: Darf ich auf meiner privaten Website Ausschnitte von professionellen Songs kostenlos verwenden?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Das ist nicht so einfach. Auch hier gilt natürlich das Urheberrecht. Die Musiker bzw. die Firmen, die die Lizenzrechte zur Verwertung eingeräumt bekommen haben, sollen grundsätzlich darüber entscheiden können, wo bzw. wie die Lieder veröffentlicht werden. Insofern muss man wohl sagen, dass man ohne die ausdrückliche Einräumung der Veröffentlichung, auch von Ausschnitten von Songs, dies nicht darf.
</p>
<p>
<b>Hpay</b>: Wie sieht es mit Forumsbeiträgen aus, gehören die dem Forenbetreiber oder mir selbst?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Das hängt regelmäßig von den AGB oder Nutzungsbedingungen des konkreten Forums ab. Die meisten sehen einfache Nutzungsrechte der Plattform vor für Inhalte die dort eingestellt werden. Damit &quot;gehören&quot; die Inhalte wohl erst einmal beiden. Relevant ist das ohnehin nur, wenn der jeweilige Inhalt die notwendige Schöpfungshöhe erreicht, weil er nur dann entsprechend geschützt ist. Für den Fall, dass er diese Schöpfungshöhe nicht erreicht (und das dürfte für die grosse Mehrzahl aller Forumsbeiträge gelten), ist der Inhalt ohnehin regelmäßig frei verwendbar und gehört insofern niemandem.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Eine Frage zur Web 2.0-Kompetenz unserer Justiz:
</p>
<p>
<b>Blogbiy</b>: Kennen sich Richter und Staatsanwälte überhaupt schon hinreichend mit &quot;neuen &quot; Formaten wie Blogs aus, um da Urteile zu fällen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Zunächst muss man lobend feststellen, dass das immer besser wird. Einzelne Gerichte haben sogar schon aus Wikipedia zitiert. Aufgrund der Tatsache, dass Internetsachverhalte &#8211; nicht zuletzt durch die unsäglichen Abmahnanwälte &#8211; immer häufiger die Gerichte beschäftigen. Jüngere Richter können oft etwas damit anfangen, älteren Richtern muss man das halt erst einmal alles erklären. Mit Richtern im Bereich des Urheber- oder Markenrechts, mit denen ich häufiger zu tun habe, habe ich aber gar keine soooo schlechten Erfahrungen gemacht.
</p>
<p>
<b>Anna</b>: Ist es eigentlich rechtens, dass ich bei eventuellen Verstoßen z.B. gegen das Urheberrecht sofort eine Geldstrafe bezahlen muss? Sollte es da nicht zuerst mal nur eine Abmahnung geben?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Ok. Dazu muss ich vielleicht ein wenig erklären, da viele Leute Geldstrafe, also die strafrechtliche Seite, und Schadenersatz und damit im Zusammenhang stehende Abmahnungen, also die zivilrechtliche Seite, etwas durcheinander bringen. Geldstrafen gibt es grundsätzlich nur im Strafrecht, also wenn der Staat meint, ein bestimmtes Verhalten müsste sanktioniert werden. Das ist bei den üblichen Internetsachverhalten (auch im Bereich des Filesharing) regelmäßig nicht der Fall und greift eigentlich nur, wenn man mp3s in großem Stil &quot;handelt&quot;.<br />
Die zivilrechtliche Seite ist der Schadenersatz und die Abmahnkosten (also die Kosten des abmahnenden Anwalts), der regelmäßig direkt mit der Abmahnung geltend gemacht wird. Da ist es bei einem tatsächlichen Urheberrechtsverstoß leider tatsächlich so, dass derjenige, dessen Rechte verletzt worden sind, bereits mit der Abmahnung entsprechenden Schadenersatz und auch die Kosten seines Anwalts verlangen darf.
</p>
<p>
<b>Arndt</b>: Hallo, Herr Ulbricht! Wenn ich ein Forum oder Blog verwalte, wie streng bzw. wie häufig muss ich Kommentare kontrollieren? Das geht doch nicht rund um die Uhr!
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Eine Pflicht zur Vorabkontrolle gibt es laut Gesetz nicht. Eigentlich gilt in fast ganz Deutschland, dass was ich oben gesagt habe: Man muss nur reagieren, wenn man (regelmäßig durch einen entsprechenden Hinweis) von einem rechtsverletzenden Kommentar Kenntnis erlangt. Diesen muss man dann möglichst schnell (so in 24 Stunden) löschen. Also so lange nichts kommt, müssen die Kommentare nicht regelmäßig kontrolliert werden (wäre ja auch unzumutbar). Etwas anderes gilt laut Auffassung des LG Hamburg (und damit steht es in Deutschland ziemlich alleine): Wenn man mit seinem eigenen Beitrag geradezu Rechtsverletzungen provoziert. Also z.B. wenn ich in meinem Beitrag dazu aufrufen würde, eine bestimmte Person in den Kommentaren zu beleidigen oder zu denunzieren.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Kommen wir zum zum Blog unseres Gastes:
</p>
<p>
<b>Bruno</b>: Wie kommt man als Anwalt zum Bloggen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Angefangen hat alles mit einer Web 2.0 Veranstaltung von Microsoft vor ca. 1.5 Jahren. Da ist mir sofort klar geworden, dass mit den zahlreichen Möglichkeiten, die das Internet und vor allem die neuen Möglichkeiten des Web 2.0 bieten, auch zahlreiche rechtliche Fragen einhergehen. Ich habe mich dann mehr für das Thema interessiert und mich in zahlreichen Blogs informiert. Da ich Blogs für ein sehr attraktives Medium halte, war die Idee des eigenen Blogs nicht mehr weit.
</p>
<p>
<b>Seppl</b>: Was halten deine Kollegen von deinem Blog?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Zunächst einmal versuche ich, nicht für Kollegen zu schreiben, sondern für Nicht-Juristen, die im privaten oder geschäftlichen Bereich von solchen Themen betroffen sind. Insofern hoffe ich, auch wenn ich mich bemühe die zahlreichen neuen Fragen auch rechtlich fundiert zu bearbeiten, einigermaßen verständlich zu schreiben. Allzu viel Feedback habe ich von bloggenden Kollegen auch noch nicht bekommen. Und viele von den nicht-bloggenden Rechtsanwälten verstehen ohnehin noch nicht so ganz, was ein solches Weblog überhaupt soll 😉
</p>
<p>
<b>Putti</b>: Wie geht es dir persönlich? Soweit ich weiß, bist du bisher einer der ganz wenigen Web2.0-Anwälte, belächeln dich Kollegen oder haben die im Gegenteil großen Respekt davor?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Mir macht die Arbeit in diesem Bereich sehr viel Spaß. In diesem Umfeld ist nach wie vor eine unheimliche Dynamik. Und die Tatsache, dass der Bedarf an Rechtsberatung da ist oder sogar immer größer wird, gibt mir mit dieser Branche ja auch Recht. Es ist sogar eher zu erwarten, dass immer mehr Anwälte auf diesen Zug aufspringen. Die Anwaltschaft ist bei neuen Entwicklungen aber oft etwas hinterher.
</p>
<p>
<b>Uhu</b>: Vielleicht etwas naiv gefragt, aber wie wird man denn Web 2.0-Anwalt?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Gar nicht. Gute Frage, die ich mir selbst auch manche 😉 Ich habe schon immer im Bereich des gewerblichen Rechtsschutzes (also Marken- und Urheberrecht) gearbeitet. Aufgrund der eigenen Internetaffinität und der ständigen Beschäftigung mit solchen Themen hat alles damit angefangen, dass ein zwischenzeitlich renommiertes Web 2.0 Startup zu mir kam. Mit dem Weblog kamen dann nach und nach mehr Anfragen. Und nun bin ich hier&#8230;. und gebe Interviews 😉
</p>
<p>
<b>clou</b>: Wie ist die Entwicklung von web 2.0 in anderen Ländern, wie zum Beispiel Frankreich, zu beurteilen?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Da unsere Kanzlei auch sehr stark im französischen Bereich arbeitet, kann ich gerade zu Frankreich doch ein bisschen was sagen. Die Blogosphäre, aber auch die Startup-Szene, ist gerade in Frankreich sehr lebendig. Das sieht man schon daran, dass Unternehmen wie zlio schon anfangen, auch den deutschen Markt &quot;anzugreifen&quot;. Viele deutsche Web 2.0 Unternehmen, die das europäische Ausland angehen, gibt es hingegen wenige. In Italien beispielsweise tut sich in diesem Bereich meines Wissens ziemlich wenig. Kontakt hatte ich darüber hinaus nur noch mit England, wo auch einiges passiert. Das Thema wird also europaweit weiter aktuell bleiben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Unsere letzte Frage für heute:
</p>
<p>
<b>Sarin</b>: Wie siehst du die Zukunft beim Netzrecht, das Internet verändert sich und wächst ja ständig und beeinflusst damit auch immer wieder die rechtliche Situation, oder?
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Super Frage zum Schluss (bevor mir die Hand abfällt). Das Problem ist, dass die Gesetzgebung den Entwicklungen nicht mehr richtig hinterherkommt. Die Gesetzgebungszyklen sind natürlich viel länger als die neuen Möglichkeiten, die das Internet bietet. Mit dem Telemediengesetz, welches seit März letzten Jahres gilt, wollte der Gesetzgeber einige der auftretenden Probleme besser in den Griff bekommen, was leider in großen Teilen nicht gelungen ist. Sowohl die Regelungen zu Spam-Mails als auch die Haftung für User Generated Content sind ungenügend oder zu ungenau, um die Sachverhalte einer vernünftigen Lösungen zuzuführen. Insofern bleibt zu befürchten, dass die Gesetze den Problemen im Netz auch weiterhin &quot;hinterherlaufen&quot;.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an unseren Gast Carsten Ulbricht. Das Protokoll dieses Chats können Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Carsten Ulbricht</b>: Ich möchte mich auch bedanken für die vielen spannenden Fragen, die mich auch in meiner täglichen Arbeit immer wieder beschäftigen. Ich werde weiter versuchen mit meinem Blog ein wenig Aufklärungsarbeit zu leisten und dem Unfug der teilweise im Internet verbreitet wird, eine wenig die Stirn zu bieten. Für Themenvorschläge oder für Anmerkungen, was ich in meinem Blog besser machen kann, bin ich jederzeit dankbar. Also einfach in die Kommentare rein schreiben oder E-Mail an mich. Ansonsten wünsche ich allen einen schönen Abend und hoffe, wenigstens ein paar der Fragen entsprechend beantwortet zu haben.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: Wir wünschen allen noch einen schönen Abend und sagen Auf Wiedersehen!</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Chat zu web2.0 und Recht</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-zu-web20-und-recht-3839/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/projekt/chat-zu-web20-und-recht-3839/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Apr 2008 09:34:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Projektvorstellung]]></category>
		<category><![CDATA[Carsten Ulbricht]]></category>
		<category><![CDATA[Urheberrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Internet]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 16. April, ist
Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt und Experte für Internet-, Marken- und
Urheberrecht, von 18.00 bis 19.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde,
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=146&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon  ihre Fragen.</a>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 16. April, ist<br />
Carsten Ulbricht, Rechtsanwalt und Experte für Internet-, Marken- und<br />
Urheberrecht, von 18.00 bis 19.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=146&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon  ihre Fragen.</a><!--break--></p>
<p>
Wann muss ein Blogbetreiber für fremde Kommentare<br />
haften? Gehen soziale Netze wie Facebook und studiVZ zu locker mit dem<br />
Datenschutz um? Reichen unsere bestehenden Gesetze in Zeiten von Web<br />
2.0 und nutzergenerierten Inhalten noch aus?
</p>
<p>
Carsten Ulbricht bloggt bei <a href="http://rechtzweinull.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">rechtzweinull.de</a> zum<br />
Thema „Web 2.0 &amp; Recht&quot; über neue Entwicklungen in der<br />
Rechtssprechung, Datenschutz im Internet und rechtliche Erfolgsfaktoren<br />
von Web 2.0 Geschäftsmodellen.<br />
<a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=146&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen können Sie jetzt schon hier stellen.</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Wollen kein Oberblog für Berlin sein&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wollen-kein-oberblog-fuer-berlin-sein-3838/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/wollen-kein-oberblog-fuer-berlin-sein-3838/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Apr 2008 16:54:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[BVG]]></category>
		<category><![CDATA[Hauptstadtblog]]></category>
		<category><![CDATA[Matthias Schlecker]]></category>
		<category><![CDATA[Sebastian Basedow]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 9.4.08, waren Matthias Schlecker und Sebastian Basedow vom Hauptstadtblog zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Warum Berlin so charmant ist, was die BVG so spannend macht und wie sie mit ihrem Blog Stadtteile vernetzen - die Hauptstadtblogger geben Antworten.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 9.4.08, waren Matthias Schlecker und Sebastian Basedow vom Hauptstadtblog zu Gast in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Warum Berlin so charmant ist, was die BVG so spannend macht und wie sie mit ihrem Blog Stadtteile vernetzen &#8211; die Hauptstadtblogger geben Antworten.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>: So, bei uns ist es jetzt 16:00 Uhr. Kurze Frage an unsere beiden Gäste: Können wir starten?
</p>
<p>
<b>Matthias (HSB)</b>: Na klar! Hallo zusammen!<b></b>
</p>
<p>
<b>Sebastian (HSB)</b>: Gerne, kann losgehen!
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshotHSB.jpg" title="Screenshot HSB" height="207" width="271" />
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p align="center">
<i>Screenshot vom Hauptstadtblog</i>
</p>
<p>
<b>Lemo:</b><br />
Was ist euer Lieblingsbezirk und warum?
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Ich wohne gerne in Pankow (ruhige Wohngegend mit Nähe<br />
zur City), aber es gibt überall schöne Ecken.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Oh! Das ist natürlich eine schwierige Frage. Ich muss<br />
salomonisch antworten, dass ich eigentlich keinen Lieblingsbezirk<br />
habe, denn jeder Teil der Stadt hat sehr schöne<br />
Ecken.</p>
<p><b>Schrippenkäufer:</b> Warum<br />
wollen so viele Menschen in Berlin wohnen?
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Weil es hier das Hauptstadtblog gibt? 🙂</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Die einzige echte Großstadt in Deutschland?
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Was gefällt euch denn am besten an Berlin? Matthias vielleicht<br />
wieder zuerst?
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ach, Berlin, als ich damals zum Bewerbungsgespräch<br />
nach Berlin kam, fühlte ich mich willkommen. Heute würde<br />
ich sagen, dass es die Atmosphäre der Stadt ist. Und natürlcih<br />
meine Freunde. Ich fühl<br />
mich hier wohl.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Meine Freundin 😉
</p>
<p>
<b>Barrr:</b><br />
Wo geht ihr abends am liebsten in Berlin hin?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Das kommt ganz auf den Anlass an.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Und in welcher Gegend bist du da am Liebsten unterwegs?
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Prenzlauer Berg, Friedrichshain.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Aber für mich ist auch relevant, wie gut ich von Gesundbrunnen<br />
aus hinkomme. Und das kann der Nollendorfplatz sein, das kann<br />
Kreuzberg sein, Mitte, Friedrichshain oder auch Prenzlauer<br />
Berg.</p>
<p><b>Jungleboogy:</b> Was stört<br />
euch denn am meisten an Berlin?
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Hundescheisse und die Menschen, die sich über<br />
Hundescheisse aufregen.
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: 🙂 Dabei ist das Problem gar nicht so schlimm!
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Und was stört dich dann am meisten, Matthias?
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Das Nölen und Nörgeln ist manchmal etwas<br />
schwermütig.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Sappa:</b><br />
Gibt&#8217;s eine Chance, dass Neukölln und andere &quot;Problembezirke<br />
&quot; sich mal bessern?</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Meistens sind<br />
ja nicht ganze Bezirke &quot;problematisch&quot;, sondern bestimmte<br />
Straßen und Plätze, ausserdem gibt es auch dort<br />
Menschen, die sich wohlfühlen. Ich denke, dass die<br />
Quartiersmanager schon gute Arbeit leisten.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Kommen wir zur politischen Ebene der Stadt:</p>
<p><b>Wowi:</b><br />
Wie macht unser Bürgermeister seinen Job, was meint ihr? Gut<br />
oder schlecht?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Sagen wir mal so: <a href="http://www.hauptstadtblog.de/article/3476/wir-suchen-diesen-mann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wir haben ihn schon mal </a><a href="http://www.hauptstadtblog.de/article/3476/wir-suchen-diesen-mann" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gesucht</a>, weil<br />
wir ihn vermisst<br />
haben.<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Man hat das Gefühl, er ist mal zu präsent und<br />
mal abgetaucht. Aber er wird häufig auch als Party-Bürgermeister<br />
unterschätzt.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Er hat derzeit zumindest nicht diesen Populismus nötig,<br />
den Herr Pflüger an den Tag legt.</p>
<p><b>Master22:</b><br />
Soll der Flughafen in Tempelhof ausgebaut werden?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Nein!</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Wieso ausgebaut? Der wird doch geschlossen.</p>
<p><b>Kunde:</b><br />
Habt ihr abends in Berlin Angst allein auf dem Nachhauseweg?
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Selten. Es gibt auch in Pankow einige Glatzköppe.
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ich fühle mich eigentlich nie unwohl, obwohl ich<br />
oftmals mit Deutschlands gefährlichster U-Bahn in den Wedding<br />
fahren muss.</p>
<p><b>WG-Seppl:</b><br />
Werden die Mieten in Berlin auch mal wieder niedriger?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Darf ich in diesem Zusammenhang auf unsere heutige<br />
Presseschau verweisen?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Es ist ja ein niedriges Niveau im deutschlandweiten<br />
Vergleich, aber dennoch sollte &quot;sozialer Wohnungsbau&quot; nicht<br />
ausser Acht gelassen werden.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Zumal die Sozialwohnungen besonders teuer sind.
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Kommen wir zum Hauptstadtblog:</p>
<p><b>Ferres:</b><br />
Wie seid ihr zum Bloggen gekommen?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ich kam zum Bloggen als ich in Frankreich im<br />
Austauschsemester war. Ich wollte meinen Freunden von meinen<br />
Erlebnissen berichten, aber explizit nicht lange E-Mails verfassen.<br />
Da bot sich das Bloggen an. Später merkte ich, dass viel mehr<br />
Leser mein Blog verfolgten, als ich Freunde habe.</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: In meinem privaten Blog schreibe ich seit 2004 (ein<br />
ehemaliger Kollege hat mich auf den Geschmack gebracht), beim<br />
Hauptstadtblog seit Anfang 2006 &#8211; dank Matthias!</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Als ich wieder zurück in Ingolstadt war, bloggte ich<br />
einfach weiter.<br />
Ja, Sebastian war<br />
eine wirkliche Bereicherung fürs Hauptstadtblog.<br />
Wir<br />
sind ja viele Autoren und so können wir verschiedene Meinungen<br />
abbilden. In<br />
besondere Erinnerung ist mir noch Sebastians <a href="http://www.hauptstadtblog.de/article/1668/das-gruene-gold-der-bvg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel über das<br />
Grüne Gold der<br />
BVG</a>.
</p>
<p>
<b>J-Cat:</b><br />
Es gibt ja ganz schöne Altersunterschiede bei euch Bloggern,<br />
wirkt sich das irgendwie aufs Blog aus?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Ich glaube nicht, dass das Alter eine wichtige Rolle<br />
spielt.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Eigentlich decken wir noch gar nicht das ganze Altersspektrum ab. Da<br />
ist noch Luft nach oben und unten.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Wollt ihr euch junge Blogger im Team haben?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Gerne! Und auch Ältere!</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Jeder ist beim Hauptstadtblog willkommen. Wichtig ist uns,<br />
dass jemand eine eigene Meinung hat und gut schreiben kann.</p>
<p><b>Will<br />
Sagen:</b> Seht ihr Euch als &quot;Sammelbecken&quot; der Berliner<br />
Stadtblogs, sozusagen als &quot;Oberblog&quot;?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Hallo &quot;Will Sagen&quot;, schön dass Du hier<br />
bist! Wir wollen kein Oberblog sein! Es geht bei der Diskussion<br />
darum, ob man die vielen Stadtteil- und Kiezblogs vernetzten kann, da<br />
gibt es eine Menge Perlen.
</p>
<p>
<b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Das Hauptstadtblog ist sicher ein Berliner Blog. Aber<br />
nicht DAS Berliner Blog, auch wenn wir viele Leser haben.
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Wir vom HSB können ja immer nur einen kleinen<br />
Ausschnitt zeigen.</p>
<p><b>Turner:</b><br />
Wieso sind eigentlich so wenig Berliner im Hauptstadtblog? <br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Hier sind sicher &quot;gebürtige&quot; Berliner<br />
gemeint.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Das hat sich so ergeben. Wir haben da nicht entsprechend gecastet. Es<br />
dürfen auch Berliner mitschreiben, leider haben sich bislang<br />
noch nicht so viele Berliner gemeldet. Wobei man sagen muss: Die<br />
Themen und Inhalte werden nicht zentral festgelegt. Jeder darf<br />
schreiben, worüber er möchte. Da sind die rund 20 Autoren<br />
völlig frei, es gibt keine &quot;Kontrolle&quot;.</p>
<p><b>huhu:</b><br />
Gibts auch mal Streit bei euch im Team?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Klar!</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Als wir Anfang des Jahres den Relaunch diskutiert haben,<br />
da gingen die Wogen hoch her. Es wollten ja viele Ansichten<br />
berücksichtigt werden.
</p>
<p>
<b>Kleene:</b><br />
Kennt ihr Berlin-Blogger euch alle persönlich? Also trefft ihr<br />
euch auch ab und zu &quot;in echt&quot;?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Da ist es schön zu sehen, wie wichtig den Autoren das<br />
Hauptstadtblog ist. Über solche Themen diskutiren wir<br />
gerne.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>:<br />
Wir treffen uns etwa 1x Monat zu einem &quot;Stammtisch&quot;, damit<br />
wir uns auch beim Bier streiten können.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Und was besprecht ihr da so? Nur das Blog oder auch alles<br />
andere?</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Na, den allgemeinen Klatsch und Tratsch 🙂</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Schon auch einige Ideen, die längeren Vorlauf<br />
brauchen.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Es ist eben ein gemütliches Zusammensein.</p>
<p><b>Will<br />
Sagen:</b> Sprecht ihr die Beiträge denn gar nicht untereinander<br />
ab, bevor sie veröffentlicht werden?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Nein. Es wird nicht abgestimmt. Allerdings lassen wir hin<br />
und wieder einen anderen Autor drüberschauen. Vor allem wenn es<br />
sich um kontroverse Themen handelt.<br />
Aber<br />
sonst ist, wie oben schon gesagt, jeder Autor frei.</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Rechtschreibung wird im Anschluss korrigiert 😉 Also in<br />
den Beiträgen &#8211; nicht hier!</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Oder Formatierungen. Da geht manchmal was in die Brüche,<br />
aber das fixen wir dann.</p>
<p><b>Villi111:</b><br />
Gab es schon mal Probleme mit Beiträgen von euch? Also<br />
rechtliche Probleme?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ich erhielt schon ein paar Anrufe, wo beispielsweise<br />
Kommentatoren Aussagen gemacht haben, die nicht ganz glücklich<br />
waren.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>:<br />
Wir versuchen das aber im Allgemeinen schon im Vorfeld zu vermeiden,<br />
was manchmal natürlich auch hinderlich sein kann.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Es kam auch schon ein Anwaltsbrief. Das war aber rund 2<br />
Wochen nach dem Start des Hauptstadtblogs. Wir handhaben das ja auch<br />
so, dass jeder Autor selbst für seine Inhalte haftet.</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Inzwischen sind aber eher manche Kommentare ein Problem,<br />
weil da munter beleidigt wird und nach dem &quot;Niggemeier-Urteil&quot;<br />
ist das ja nicht so ohne.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Da müssen wir dann schon manchmal gelbe und rote<br />
Karten zeigen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Nachfrage von Will Sagen:</p>
<p><b>Will<br />
Sagen:</b> Haftet nicht letztlich der Betreiber der<br />
Homepage?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Nein. Der Betreiber haftet nicht. <br />
So<br />
steht es zumindest in den Vereinbarungen, die der Betreiber mit den<br />
einzelnen Autoren abgeschlossen hat.</p>
<p><b>Seena:</b><br />
Lasst ihr auch externe Autoren zu? Oder muss man &quot;Teil des<br />
Teams&quot; sein, um bei euch zu bloggen?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Wir haben ab und zu schon &quot;Gastbeiträge&quot;<br />
gehabt und wollen das auch verstärkt nutzen. Also, nur ran!
</p>
<p>
<b>hugo:</b><br />
Gibts bei euch einen richtigen &quot;Chef&quot; oder sind alle<br />
gleich?</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Ja, aber verrate ich<br />
nicht! </p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Wir versuchen das<br />
Hauptstadtblog ziemlich basisdemokratisch zu gestalten. Das hat den<br />
Vorteil, dass sich die Autoren stärker einbringen können<br />
und am Ende stehen alle hinter einer Entscheidung.</p>
<p><b>Menelaos:</b><br />
Wie viel Zeit steckt ihr jeder so in das Blog?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ich denke, das sind schon einige Stunden die<br />
Woche!</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Ca. 5 Stunden die<br />
Woche.<br />
Manchmal auch weniger. Wir bloggen ja auch noch in unseren<br />
eigenen Blogs.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Aber allein so eine<br />
Presseschau braucht ne gute Stunde.<br />
Bis die Zeitungen ausgewertet<br />
sind, die Themen sortiert und prägnant zusammengefasst, das<br />
dauert.<br />
Dann wollen die Diskussionen moderiert, neue Beiträge<br />
geschrieben werden. Ganz schön anspruchsvoll für ein<br />
Freizeitprojekt, das wir letztendlich deshalb<br />
betreiben, weil es uns Spaß macht.</p>
<p><b>moppi:</b><br />
Was interessiert euch neben dem Bloggen am meisten?</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Politik, Fußball&#8230;</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Zum Interesse: Für mich ist es die Interaktion mit dem Leser,<br />
die ich sehr spannend finde, und vor allem, wenn zusätzliche<br />
Aspekte aufgeführt werden, die ich bisher noch nicht kannte.<br />
Ach, die Frage heißt &quot;neben dem Bloggen&quot;. 🙂 Nun, da<br />
gibt es ja meine Dissertation über Credit Spreads!</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Kennst du nicht gell?</p>
<p><b>Moderator</b>: Kannst du<br />
Credit Spreads etwas ausführen :)?</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>:<br />
Bitte nicht!</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Wir können gerne mal<br />
über meine Kapitalmarktstudie sprechen. Aber ich fürchte,<br />
das würde etwas länger werden. Ich verweise mal auf meine<br />
<a href="http://www.matthias-schlecker.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a>.
</p>
<p>
<b>Will<br />
Sagen:</b> Was macht ihr beruflich? (Also so etwa: Student,<br />
Freelancer, Angestellter)
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Die Zustände wechseln. Ich beschäftige mich mit<br />
eGovernment, eDemocracy und eParticipation.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Ich bin wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für<br />
Finanzierung und Investition und schreibe dort meine<br />
Dissertation.</p>
<p><b>huhu:</b> Hi ihr zwei!<br />
Über welches Thema bloggt ihr am liebsten?</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Ich finde öffentlichen Nahverkehr äußerst<br />
spannend 🙂<br />
Leider blogge ich dazu viel zu wenig.</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Ja, Matthias ist unser BVG-Blogger. Er müsste schon<br />
eine Jahreskarte umsonst kriegen, eigentlich. Ich bin mehr<br />
Allrounder, wie wir alle im HSB.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Andererseits interessiert sicherlich auch nicht soooo viele Leser,<br />
warum die 485er S-Bahnen nicht nach Erkner fahren. 🙂
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Am liebsten schreibe ich &#8211; auch wenn´s pathetisch<br />
klingt &#8211; über die schönen Dinge in Berlin.</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Das hast du aber schön gesagt!</p>
<p><b>Lolli:</b><br />
Was plant ihr noch so für das Blog?</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Die letzte große Aktion war unser Relaunch, der sehr viel Zeit<br />
und Energie gekostet hat. Jetzt wollen wir uns mal wieder aufs<br />
Bloggen konzentrieren.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Aber wir haben<br />
schon noch ein paar Ideen. Vieles sind auch technische Fragen. Z.B.<br />
Content-Einbindung von anderen Seiten.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Aber für spannende Aktionen sind wir immer zu haben!</p>
<p><b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Eine HSB-Lesung wollten wir schon immer mal<br />
machen.</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Und eine Stadtralley!</p>
<p><b>hugo:</b><br />
wo seht ihr das hsb in 10 jahren?</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Gibt<br />
es dann noch Blogs?</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Am<br />
Blogger-Himmel!</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Letztendlich hängt<br />
es immer von den Autoren ab. Von denen, die das Hauptstadtblog heute<br />
machen und denen, die das Hauptstadtblog in 10 Jahren<br />
machen.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: auf den bermudas von meinem<br />
mobilen endgerät in der sonnenbrille</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Denn letztendlich entscheiden die Autoren durch ihre Beiträge,<br />
welches &quot;Gesicht&quot; das Hauptstadtblog hat.</p>
<p><b>Will<br />
Sagen:</b> Die Blogroll enthält ja nicht nur typische Kiez- und<br />
Stadtteilblogs, wenn ich z. B. an wirres.net denke. Wäre<br />
vielleicht eine gewisse Neuausrichtung, Richtungskorrektur oder<br />
Bereinigung der Blogroll angebracht?</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Die Blogroll enthält unsere subjektive Zusammenstellung von 25<br />
Blogs, die den Autoren gefallen. Bei den Stammtischen überlegen<br />
wir uns immer, wie wir aktualisieren wollen.<br />
Kriterium ist: Das<br />
Blog muss aus Berlin kommen.</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Die<br />
diskutierte &quot;Vernetzung&quot; der Stadtteilblogs sollte aus<br />
meiner Sicht nicht über eine Blogroll gelöst<br />
werden.</p>
<p><b>Moderator</b>: So, das waren 60 Minuten<br />
Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere Nutzer für die vielen<br />
Fragen. Und ganz besonderen Dank an unsere Gäste Matthias<br />
Schlecker und Sebastian Basedow. Das Protokoll dieses Chats können<br />
Sie in Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den<br />
Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute haben unsere<br />
Gäste, Matthias vielleicht zuerst:</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>:<br />
Vielen Dank für den netten Plausch! Eine bonfortionöse<br />
Erfindung, diese Chats!</p>
<p><b>Sebastian (HSB)</b>: Härtere<br />
Strafen für Wiederholungstäter und Weltfrieden!</p>
<p><b>Matthias<br />
(HSB)</b>: Bonfortionös ist ein <a href="http://www.hauptstadtblog.de/article/995/bonfortionoes" target="_blank" rel="noopener noreferrer">typisches Berliner Wort</a>.
</p>
<p>
<b>Sebastian<br />
(HSB)</b>: Danke!</p>
<p><b>Moderator</b>: Das war unsere<br />
Blogsprechstunde! Wir wünschen allen noch einen schönen<br />
Abend!</p>
<p><b>Matthias (HSB)</b>: Winke Winke</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hauptstadtblogger in der Blogsprechstunde</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/projekt/hauptstadtblogger-in-der-blogsprechstunde-3831/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Apr 2008 16:18:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Projekt]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, den 09. April, sind die <a href="http://www.hauptstadtblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hauptstadtblogger</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&#38;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon Ihre Fragen.</a> ]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, den 09. April, sind die <a href="http://www.hauptstadtblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hauptstadtblogger</a> von 16.00 bis 17.00 Uhr zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellen Sie jetzt schon Ihre Fragen.</a> <!--break--></p>
<p>
Was macht das Leben in Berlin aus? Wie viel erinnert fast 20 Jahre nach der Wiedervereinigung noch an die Teilung der Stadt in Ost und West? Welche Ecken der Stadt gelten unter Berlinern als Geheimtipps?
</p>
<p>
Die Hauptstadtblogger und –bloggerinnen schreiben über das Leben in Berlin und berichten über Ereignisse, Kuriositäten und Eindrücke aus Deutschlands Hauptstadt. <a href="http://www.talksalon.de/index.php?cid=145&amp;id=poldi" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fragen können Sie jetzt schon hier stellen.</a></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Videospiele sind der neue Rock´n Roll&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/videospiele-sind-der-neue-rockn-roll-3830/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Stephanie Torge]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 17:03:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Tim Bruns]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Videospiel]]></category>
		<category><![CDATA[Games]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Mittwoch, 2.4.08, stellte sich Tim Bruns, Blogger auf <a href="http://www.onipepper.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">onipepper.de</a>, den Fragen in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er äußerte sich zu Fragen des PC-Tods, Lieblings-PC-Spielen und den Aussichten 2008 in der Videospielwelt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Mittwoch, 2.4.08, stellte sich Tim Bruns, Blogger auf <a href="http://www.onipepper.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">onipepper.de</a>, den Fragen in der Blogsprechstunde von politik-digital.de und den Blogpiloten. Er äußerte sich zu Fragen des PC-Tods, Lieblings-PC-Spielen und den Aussichten 2008 in der Videospielwelt.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Hallo und herzlich willkommen in der Blogsprechstunde, dem Chat von<br />
politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist Tim Bruns unser<br />
Gast. Er bloggt bei OniPepper.de über die bunte Welt der<br />
Videospiele. Ab 17:00 Uhr geht es los, Ihre Fragen können Sie<br />
gerne auch jetzt schon stellen. So, bei uns ist es jetzt 17:00 Uhr.<br />
Kurze Frage an unseren Gast: Können wir starten?</p>
<p><b>Tim<br />
Bruns</b>: Ja, ich bin bereit und gespannt!
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<div style="text-align: center">
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/screenshot_onipepper.jpg" alt="Screenshot von Onipepper" title="Screenshot von Onipepper" height="223" width="265" />
</div>
<div align="center">
<i>Screenshot des Blogs Onipepper.de</i>
</div>
<p>
<br />
<b>Piranha:</b><br />
Was ist dein persönliches Lieblingsspiel aller Zeiten?</p>
<p><b>Tim<br />
Bruns</b>: Fangen wir also gleich mit einer schwierigen Frage an. Ich<br />
kann mich nicht auf ein Spiel festlegen. Drei Titel, die mich auf<br />
verschiedenen Ebenen sehr bewegt haben, müssen hier erwähnt<br />
werden: Erstens: Silent Hill 2 &#8211; das<br />
erste Videospiel, dessen Geschichte mich so ergriffen hat, dass ich<br />
beim Abspann Tränen in den Augen hatte. Zweitens: Killer 7 &#8211; das<br />
wohl verstörenste Videospiel aller Zeiten. Drittens: Soulcalibur<br />
&#8211; der größte Multiplayer Spaß, den ich bislang<br />
erlebt habe.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Das führt direkt zur nächsten Frage, die damit teilweise<br />
schon beantwortet sein könnte:</p>
<p><b>SamFisher:</b><br />
Welche drei Spiele (egal welcher Plattform) würdest du mit auf<br />
eine einsame Insel nehmen?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Das tut mir leid, dass ich schon vorgegriffen habe, aber<br />
ich denke auf eine einsame Insel würde ich keine Spiele<br />
mitnehmen, die nur eine Geschichte haben, die nur zu zweit richtig<br />
Spaß machen oder zu verstörend sind. Da würde<br />
ich eher zu Animal Crossing, Wii Fit und R-Type greifen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Unsere Chatter interessieren sich sehr für die Frage &quot;Konsolen<br />
oder PC&quot;:</p>
<p><b>Jimbo:</b><br />
Wo siehst du Vorteile und Nachteile der Konsolen? Werden sie PCs<br />
nicht immer ähnlicher?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Konsolen sind für das Wohnzimmer gemacht. Man kann<br />
sich hinlümmeln wie man will und es ist frei von anstrengenden<br />
Betriebssystem- und Treiberproblemen.Wenn man sich an die<br />
analoge Controllersteuerung gewöhnt hat &#8211; das setzt bei den<br />
meisten Leuten nach zwei Jahren ein &#8211; dann mag man die digitale<br />
Tastatursteuerung kombiniert mit der hektischen Maus nicht mehr.<br />
Hinsichtlich Leistung nähern sich<br />
die PCs eher den Konsolen an als andersherum.<br />
Beim<br />
PC muss man aus Videospielsicht vom Durchschnittssystem ausgehen und<br />
der Durchschnitt im PC-Bereich ist deutlich niedriger als die<br />
aktuelle next generation Rechenleistung (wenn wir mal die wii<br />
übersehen). Wenn ein Videospiel für mehrere<br />
Plattformen entwickelt werden soll, dann geraten die PCs genau<br />
deshalb ins Hintertreffen. Xbox 360, PS3 &amp; CO haben jeweils eine<br />
vereinheitlichte Hardware. Der PC ist so variabel, dass sich die<br />
Entwickler mit enormen kompatibilitäts Problemen herumschlagen<br />
müssen. Nachteile bei Konsolen als Videospielplattform kann ich<br />
nicht sehen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Passend dazu: </p>
<p><b>Zockerseele:</b><br />
Das Ende des PCs wurde schon oft prophezeit &#8211; glaubst du daran?</p>
<p><b>Tim<br />
Bruns</b>: Nein, auf keinen Fall. Erst einmal: Alle Videospiele<br />
werden auf PCs entwickelt und das würde ja auch das Ende der<br />
Videospiele einläuten. 🙂 Der PC ist ein wunderbares Fahrzeug<br />
für independent Entwickler. Konsolenspiele entwickeln und<br />
produzieren ist mittlerweile nur noch großen Konzernen<br />
vorbehalten. Auf dem PC hat jeder die Möglichkeit, eigene<br />
Projekte zu starten und mit Guerilla-Taktiken Aufmerksamkeit zu<br />
generieren, aber das ist nur eine Seite des PCs.
</p>
<p>
Auf<br />
dem PC  kann man einen Blick auf die Zukunft der Videospiele erahnen.<br />
Ich spreche hier von den Browser-basierten Spielen. Damit meine ich<br />
eigentlich nicht die einfachen php-basierten Spiele, sondern ich<br />
spreche von den vielen Flash- und Java-Spielen, die<br />
plattformübergreifend auf jedem PC und auch Mac und auch<br />
Linuxrechnern spielbar sind. Ich gehe davon aus, dass es weder einen<br />
Tod der Konsolen, noch einen PC-Tod geben wird. Es wird eine<br />
Verschmelzung geben.</p>
<p><b>Moderator</b>: Unsere Nutzer konnten<br />
schon im Vorfeld Fragen stellen und bewerten. Diese Frage wurde am<br />
besten bewertet:</p>
<p><b>phlo:</b> Welchen<br />
kulturellen Stellenwert haben Videospiele mittlerweile erreicht?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Videospiele generieren seit einigen Jahren einen deutlich<br />
höheren Umsatz als die Filmindustrie und Musikindustrie, aber<br />
das nur am Rande. Die Wichtigkeit und Bedeutung eines neuen Mediums<br />
kann man besonders gut an der öffentlichen Resonanz ablesen. Als<br />
die Fotografie erfunden wurde, war sie ein Werk des Teufels und alle<br />
Welt zeigte mit erhobenem Finger auf die wenigen pornografischen<br />
Werke die natürlich sofort auftauchten. Genauso erging es dem<br />
bewegten Bild, dem Rock&#8217;n Roll und in direkter Folge der Heavy Metal<br />
Musik. Die Möglichkeit mittels VHS- Rekordern auch Filme zu<br />
Hause sehen zu können, entflammte die Gewaltdiskussion. Und so<br />
ist der Stand der Videospiele: Videospiele sind der neue Rock&#8217;n<br />
Roll.</p>
<p><b>Simply:</b><br />
Wie ist Deine Meinung zum Ende der Games Convention in Leipzig?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Ich bedauere das sehr, weil ich die Stadt sehr gerne<br />
mochte. Ich war zweimal als Aussteller dort und mochte alles dort &#8211;<br />
bis auf das Geschrei der hereinstürmenden, minderjährigen<br />
Besucher. Köln mag zwar ein leichter zu erreichender Standort<br />
sein, aber für Leipzig ist es ein großer<br />
Verlust.</p>
<p><b>Moderator</b>: Drei Fragen zu Sonys Playstation<br />
3:</p>
<p><b>God_of_War:</b> Lohnt sich die PS3<br />
bisher überhaupt? Sind doch noch kaum gute Spiele dafür<br />
draußen, oder?</p>
<p><b>Chapman:</b> Wird GTA IV Kaufgrund genug<br />
für die PS3 sein?</p>
<p><b>Genja:</b> Lohnt sich die PS3 allein<br />
wegen BlueRay schon?</p>
<p><b>Tim Bruns</b>: Ich liebe meine PS3,<br />
weil sie leise ist und keine Turbine wie die 360. GTA IV ist<br />
sicherlich kein Kaufgrund, denn das wird mit Extrainhalten auch auf<br />
der 360 erscheinen. Es gibt allerdings einige Perlen auf der<br />
PS3 und auch Exklusivtitel, die den Kauf rechtfertigen: Metal Gear<br />
Solid, Ratchet &amp; Clank, Uncharted und natürlich das neue<br />
Final Fantasy. Die PS3 eignet sich hervorragend als Multimediaserver<br />
für das Wohnzimmer, sie streamt wundervoll reibungslos die<br />
Medienbibliothek des PCs ins Wohnzimmer und wer einen Full-HD-Fernseher sein Eigen nennt, der mag auch nicht mehr auf BlueRay Filme<br />
verzichten.</p>
<p><b>phlo:</b><br />
Was erwartet uns 2008?</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
&#8230;in der Videospielwelt, soll es sicher heißen 🙂
</p>
<p>
<b>Tim Bruns</b>:<br />
Mist, ich wollte gerade eine allumfassende Antwort schreiben. In der<br />
Welt der Videospiele erwartet uns wenig Innovation. Nintendo wird mit Wii Fit ein neues Hoch erleben und den Wohnzimmersport wieder zum<br />
Thema machen. Die Playstation 3 wird stark vorrücken durch<br />
diverse exklusiv Titel. Nvidia und Radeon werden versuchen, viel zu<br />
teure Highend Grafikkarten an Spieler zu verkaufen und GTA IV wird<br />
ruckeln.</p>
<p><b>Moderator</b>: Kommen wir zum Blog unseres<br />
Gastes:</p>
<p><b>Kazaak:</b> Wie<br />
kam es zu dem Blog?</p>
<p><b>Kerni:</b> Wieso heißt ihr<br />
eigentlich OniPepper?</p>
<p><b>Tim Bruns</b>: Oni Pepper ist<br />
eine hübsche Japanerin, die total auf Videospiele abfährt.<br />
Ihr Name ist ein Wortspiel, ein Anagramm aus Pepperoni. In Zukunft<br />
wird Oni eine deutlich größere und auch visuell<br />
ersichtliche Rolle bei uns spielen. Wir, ich mache den Blog nicht<br />
alleine, haben uns seit Jahren durch die Videospiele-webseiten aus<br />
aller Welt gewühlt und sind dabei auf großartige Webseiten<br />
gestoßen, die wir immer noch regelmäßig abgrasen.<br />
Wir fanden es sehr bedauerlich, dass in Deutschland im Großen<br />
und Ganzen sehr verkrampft und verbissen ernsthaft mit diesem Thema<br />
umgegangen wird. Wir wollten einen Videospiele-Blog, der auch den<br />
Lifestyle transportiert. Im deutschsprachigen Raum war nichts<br />
Vergleichbares zu finden und dann schlug mein Kollege Michi_dV mit<br />
der Faust auf den Tisch und sagte &quot;Einfach machen!&quot; &#8230;und<br />
jetzt machen wir einfach.</p>
<p><b>Beeblebrox:</b><br />
Können Game-Blogs mit &quot;richtigen&quot; Online-Redaktionen<br />
wie 4players mithalten?</p>
<p><b>Tim<br />
Bruns</b>: Keine Frage. Das übersichtliche Bloglayout ermöglicht<br />
ein komfortables Erfassen aller neuen Beiträge, ein Blog kann so<br />
leicht zu lesen sein wie die Bildzeitung. Keine komplizierte und<br />
unübersichtliche Portalplatform. Als Blogschreiber unterwerfen<br />
wir uns nicht dem Diktat von Geldgebern, wir sind unabhängig und<br />
erstaunlich schnell im Veröffentlichen von Neuigkeiten, also<br />
quasi flexibler als eine Redaktion. Wir sind unabhängige<br />
Schreiber, die ihre eigene Meinung vertreten und das ohne Absprache.<br />
Wir können polarisieren und das macht das Blogformat so<br />
interessant für uns. Ein Blog lebt durch die direkte<br />
Kommunikation mit dem Leser, so kann dann schneller reagiert werden<br />
und auf das Begehren des Lesers grundsätzlich eingegeangen<br />
werden.Die permanente<br />
Miteinbeziehung des Lesers führt zu dynamischen Berichten &#8211;<br />
dadurch, dass der Leser selbst gut informiert ist, muss ein Blog<br />
permanent up to date sein und ist einfach dadurch als Newsquelle<br />
allererste Wahl. Diese direkte Kommunikation mit dem Leser gibt einem<br />
Blog auch den Einblick, was der Zeitgeist so treibt und was die Leute<br />
interessiert und was sie lesen wollen.Ein Blog ist ein Mikrokosmos in<br />
sich &#8211; ein soziales Gefüge &#8211; eine Kommunikationszentrale &#8211; ein<br />
Blog lebt &#8211; es wird diskutiert!<br />
<b></b>
</p>
<p>
<b>Carlos:</b><br />
Hallo Tim! Wie viel Zeit steckt ihr eigentlich in euren Blog?</p>
<p><b>Tim<br />
Bruns</b>: Täglich mindestens fünf Stunden aktiv, aber auch<br />
die restlichen 19 Stunden kreisen  immer um OniPepper.</p>
<p><b>Kazaak:</b><br />
Was plant Ihr zukünftig für Onipepper?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Für die Zukunft ist einiges geplant, vieles möchte<br />
ich noch nicht von mir geben, aber eine Anmutung schon einmal:<br />
Bessere Technik, neues Design, Forum, Videos, Reviews,<br />
abgedrehte Interviews &amp; Events. </p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Zum Abschluss die Frage, die wer weiß wie vielen tausend<br />
Spielern schlaflose Nächte bereitet:</p>
<p><b>ElSceptico:</b><br />
Wann kommt Duke Nukem Forever?
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Laut der wichtigsten Informationsquelle für Gerüchte<br />
im Internet, dem <a href="http://softrockhallelujah.blogspot.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SurferGirl</a>, wird Duke Nukem forever<br />
noch dieses Jahr bei uns eintrudeln, aber ich halte mich da auch sehr<br />
gerne an die Aussage der Entwickler: „When it&#8217;s done.&quot;</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
So, das waren 60 Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank an unsere<br />
Nutzer für die vielen Fragen. Und ganz besonderen Dank an<br />
unseren Gast Tim Bruns. Das Protokoll dieses Chats können Sie in<br />
Kürze auf den Seiten von politik-digital.de und bei den<br />
Blogpiloten nachlesen. Das letzte Wort für heute hat unser Gast:
</p>
<p>
<b>Tim<br />
Bruns</b>: Videospieler sind die Rockstars von morgen und wir sind<br />
mit dabei!</p>
<p><b>Moderator</b>: Das Chat-Team wünscht allen<br />
noch einen schönen Abend! Auf Wiedersehen!</p>
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