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	<title>BMFSFJ &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Ehrenamt 4.0: Das Internet ist kein Allheilmittel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Jan Voß]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2015 16:52:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Stifter helfen e.V.]]></category>
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					<description><![CDATA[Jeder dritte Deutsche engagiert sich ehrenamtlich. Doch die Aktiven werden immer älter, denn junge Menschen wollen sich immer seltener langfristig [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1702_Ehrenamt3.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-144771" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/1702_Ehrenamt3.jpg" alt="1702_Ehrenamt3" width="640" height="280" /></a>Jeder dritte Deutsche engagiert sich ehrenamtlich. Doch die Aktiven werden immer älter, denn junge Menschen wollen sich immer seltener langfristig an so ein Amt binden. Wie lässt sich die Digitalisierung im Bereich Ehrenamt nutzen? Eine Tagung in Berlin stellte  Beispiele für die gelungene Verbindung zwischen digitalen Neuerungen und ehrenamtlicher Tätigkeit vor.</p>
<p>Unter den 60- bis 70-jährigen Deutschen sind fast 40 Prozent ehrenamtlich aktiv. Doch es folgen ihnen immer weniger Junge nach. Zwar sind in allen Altersschichten Menschen engagiert, doch hat sich ihr Verhalten verändert. Waren die Menschen früher ihr Leben lang für dieselbe Einrichtung oder denselben Verein tätig, sind junge Menschen heute flexibler und bleiben nur vergleichsweise kurz einer Initiative oder einem Projekt treu. Staatssekretär Ralf Kleindiek vom Bundessozialministerium (BMFSFJ) forderte beim „Technologie- und Trendtag für Non-Profit-Organisationen (NPOs)“, zu dem Microsoft Deutschland gemeinsam mit Stifter helfen e.V. am vergangenen Freitag in Berlin eingeladen hatte, dass sich auch das Ehrenamt an diesen Lebenswandel anpassen müsse. Sein Ministerium wolle dafür entsprechend gute und nachhaltige Rahmenbedingungen schaffen.</p>
<h3>Chancen für das neu eingeführte „FSJ Digital“</h3>
<p>Bereits jetzt sei das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend von Ministerin Manuela Schwesig (SPD) als „Engagement-Ministerium“ verantwortlich für jährlich circa eine Million FSJlerInnen und FSJler. Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) solle ausgebaut werden, und erfahrene „Digital Natives“ sollen ältere Menschen im Umgang mit dem Internet und neuer Technik unterstützen. Mit dem im vergangen Jahr im Rahmen der Digitalen Agenda eingeführten <a href="http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2014/09/2014-09-18-fsj-digital.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">„FSJ Digital“</a> wolle man den generationenübergreifenden Dialog befördern und insbesondere älteren Menschen den Zugang zur digitalen Welt erleichtern. Weiterhin hat das Ministerium es sich zur Aufgabe gemacht, Strukturen und Netzwerke aufzubauen, um sozialen Projekten eine helfende Infrastruktur zu bieten. Man habe die Erfahrung gemacht, so Kleindiek, dass bei zeitlich begrenzter, modellhafter Unterstützung einzelner Projekte nach Ablauf der Förderzeit häufig sogenannte Projektruinen stehen geblieben seien. Dies wolle man künftig verhindern, weshalb nur noch Projekte mit einer Laufzeit von fünf Jahren gefördert würden.</p>
<p>NPOs sehen sich im täglichen Betrieb mit den gleichen Problemen und Anforderungen wie profitorientiere Unternehmen konfrontiert, seien es Buchhaltung, Koordinierung oder Bewerbung der eigenen Aktionen. Für das nötige Software-Know-How gibt es bereits Vermittler wie die Stiftung <a href="http://stifter-helfen.de/ueber_uns/ueber_stifter_helfen" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stifter-Helfen.de</a>. Die nicht-kommerzielle Vereinigung vermittelt den Kontakt zu großen IT-Unternehmen, die Softwarespenden für NPOs zur Verfügung stellen. Unter den IT-Spendern befinden sich Branchengrößen wie Adobe, Cisco, Microsoft und SAP. Microsoft Deutschland spendete beispielsweise im Jahr 2014 Technologie im Wert von rund 53 Millionen Euro an knapp 8.000 gemeinnützige Organisationen, wie das Unternehmen am Freitag verkündete.</p>
<h3>Auch das Internet ist nicht der Heilige Gral</h3>
<p>Dank des digitalen Fortschritts, beispielsweise durch die Cloudtechnologie, werden die gemeinsame Arbeit an einem Dokument und die Führung eines gemeinsamen Adressbuches möglich. Darin sieht auch <a href="http://politik-digital.de/raul-krauthausen-von-beruf-sozialheld" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Raul Krauthausen</a> einen großen Vorteil der Digitalisierung. Der Mitbegründer des Vereins <a href="http://www.sozialhelden.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sozialhelden</a> führte in der Diskussion auf dem Technologie- und Trendtag für Non-Profit-Organisationen aus, dass die Cloudtechnologie ein grundlegender Bestandteil bei der Gründung seiner Initiative war. Der Einsatz habe die Aufgabenverteilung und -koordination bedeutend erleichtert. Auch den Bereich Social Media könnten soziale Organisationen selbstständig abdecken. Ähnlich der „<a href="http://politik-digital.de/bring-your-own-device-bildungsgerechtigkeit-2-0" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bring Your Own Device- Bewegung</a><span style="text-decoration: underline;">“</span> setze man dort auf „Bring Your Own Talents“. So hätten die Sozialhelden ihre Social Media-Strategien beispielsweise selbst erarbeitet. Grundsätzlich gelte aber: Technologie alleine reiche nicht aus. Auch das Internet sei nicht der Heilige Gral, betont Krauthausen, es bedürfe immer noch der richtigen Nutzung.</p>
<p>Zwar gibt es viele Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen, und auf der anderen Seite Organisationen, die HelferInnen suchen – zur Kontaktvermittlung über das Internet kommt es dabei vergleichsweise selten. Entscheidend sind letztlich die „Soft Facts“, die beim Ehrenamt und in der Arbeit mit Menschen besonders wichtig sind. Eine allgemeine Lösung kann es deshalb für die Mitgliederwerbung nicht geben.</p>
<p>Neben dem Einsatz moderner Technologien für die erfolgreiche Arbeitsverteilung und -koordination sowie den Möglichkeiten zur Mitgliederwerbung und Vermittlung durch das Internet ist die Digitalisierung aber auch im analogen Alltag des Ehrenamtes angekommen. Nicht nur Software und technisches Know-How können bereitgestellt werden, sondern auch Hardware. Microsoft beispielsweise entwickelt zurzeit ein „Ehrenamts-Tablet“, das wasser- und bruchfest ist und eine kratzfeste Oberfläche hat. Es ist auf den Außeneinsatz angelegt, zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr oder dem Roten Kreuz, mit zehn vorinstallierten fachspezifischen Anwendungen.</p>
<p>Es ist wünschenswert, dass das geplante FSJ Digital ebenso gut angenommen wird wie neue Hard- und Software für den Einsatz im sozialen Engagement. Denn die Digitalisierung mag zwar kein Allheilmittel sein, bietet aber vielseitige Entwicklungschancen für das Ehrenamt 4.0.</p>
<p>Bild: <a href="https://www.flickr.com/photos/haagsuitburo/5602264481" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Maurice</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Nach wie vor haben Mütter oft Nachteile im Beruf&#8221;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/nach-wie-vor-haben-muetter-oft-nachteile-im-beruf-4141/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[esnakker]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 09:30:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[ProDialog]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesfamilienministerium]]></category>
		<category><![CDATA[BMFSFJ]]></category>
		<category><![CDATA[Tag des Dialogs]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Metker]]></category>
		<category><![CDATA[Familienpolitik]]></category>
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					<description><![CDATA[Zum &#34;Tag des Dialogs&#34; am 11. November 2008, lud die Initiative ProDialog Dr. Thomas Metker zum Chat ein. Der Referatsleiter - „Grundsatzangelegenheiten, Familienbezogene Leistungen“ - im Bundesfamilienministerium beantwortete die Fragen der Chatgäste zum Thema: „Wem hilft was? Unterstützung und Mittelverteilung in der deutschen Familienpolitik“.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Zum &quot;Tag des Dialogs&quot; am 11. November 2008, lud die Initiative ProDialog Dr. Thomas Metker zum Chat ein. Der Referatsleiter &#8211; „Grundsatzangelegenheiten, Familienbezogene Leistungen“ &#8211; im Bundesfamilienministerium beantwortete die Fragen der Chatgäste zum Thema: „Wem hilft was? Unterstützung und Mittelverteilung in der deutschen Familienpolitik“.<!--break--> </p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Maggie:</b><br />
Was macht das Bundesfamilienministerium gegen Kinderarmut in<br />
Deutschland? Warum ist die Zahl von Kindern in Armut in einem so<br />
reichen Land wie Deutschland so hoch und steigt dazu noch die ganze<br />
Zeit?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Das Thema Armut muss man sehr differenziert betrachten. Es ist in der<br />
Tat richtig, dass es in einem so reichen Land wie Deutschland schwer<br />
verständlich ist, dass es arme Menschen geben kann. Wenn wir uns die<br />
Ursachen der Armut ansehen, dürfen wir nicht nur auf Geldleistungen<br />
schauen, sondern wir müssen uns die verschiedenen Facetten von Armut<br />
ansehen. Wichtig ist, dass es in der Familie Erwerbseinkommen gibt,<br />
weil ein Staat nicht auf Dauer wegfallendes Einkommen ersetzen kann.<br />
Insofern ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit wichtig um den<br />
Familien wirtschaftliche Sicherheit zu geben.  Darüber hinaus ist<br />
das Thema Infrastruktur wichtig, wie z.B. der Ausbau der<br />
Kinderbetreuung, was nicht nur für die Bildung der Kinder wichtig<br />
ist und somit präventiv wirkt, sondern auch für die Vereinbarkeit<br />
von Beruf und Familie von Bedeutung ist.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Grit:</b><br />
Mein Sohn ist acht Monate alt und mein Mann sieht ihn in der Woche<br />
quasi nicht, weil er so lange arbeitet. Sich wirklich um Kinder zu<br />
kümmern bedeutet für ihn und für viele Väter einen Karriereknick.<br />
Herr Metker, sind die Vätermonate da nicht nur ein Feigenblatt und<br />
was tut die Politik sonst noch?</p>
<p><b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Nun, wir müssen sehen, was sich in den letzten Jahren in puncto<br />
Vereinbarkeit von Familie und Beruf verändert hat. Trotzdem müssen<br />
wir dort immer noch viel machen. Wir haben in den vergangenen Jahren<br />
für unsere Aktivitäten viele starke Partner gewinnen können, die<br />
uns unterstützen. Dazu gehören auch die Wirtschaftsverbände, die<br />
sich in den letzten Jahren zunehmend für das Thema geöffnet haben.<br />
Das Elterngeld ist familienpolitisch eine gute Maßnahme und bringt<br />
den Familien wirtschaftliche Sicherheit im ersten Jahr nach der<br />
Geburt eines Kindes. Die Partnermonate sind Motivation des jeweils<br />
Anderen &#8211; meistens des Vaters &#8211; für eine Zeit aus dem Beruf<br />
auszusteigen und sich um das Kind zu kümmern. Wir beobachten<br />
erfreut, wie die Zahl der Väter, die Elterngeld beantragen, deutlich<br />
gestiegen ist. Während das Erziehungsgeld von nur 3,5 Prozent der<br />
Väter in Anspruch genommen wurde, sind es mittlerweile knapp 15<br />
Prozent der Väter, die Elterngeld in Anspruch nehmen. Den<br />
Mentalitätswandel können wir aber nicht per Gesetz verordnen. Hier<br />
sind zum Einen auch die Väter gefragt, ihre Interessen<br />
durchzusetzen, so, wie die Frauen das schon seit Jahrzehnten mussten.<br />
Zum Anderen wird der demographische Wandel und der Fachkräftemangel<br />
auch die Unternehmen zunehmend zum Umdenken bewegen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Unsere Chatterinnen und Chatter konnten vorab bereits Fragen stellen<br />
und über diese abstimmen. Folgende war darunter:</p>
<p><b>Gunna:</b><br />
Was macht aus Ihrer Sicht mehr Sinn? Eine Kindergelderhöhung oder<br />
die Einbehaltung eines Mehrbetrages zur Schaffung von Krippenplätzen?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Wir können das Eine nicht gegen das Andere ausspielen. Eltern und<br />
Kinder benötigen beides. Die Einführung des Elterngeldes und der<br />
Ausbau der Kinderbetreuung waren erste wichtige Schritte für die<br />
wirtschaftliche Stabilisierung der Familie und eine bessere<br />
Vereinbarkeit. Wir wissen, dass mit wachsender Kinderzahl bestimmte<br />
Kosten sprunghaft steigen, z.B. größere Wohnung, größeres Auto,<br />
länger laufende Waschmaschine. Ein Kindergeld in der gestaffelten<br />
Form, wie es vom Bundeskabinett verabschiedet worden ist, unterstützt<br />
Familien ganz gezielt. Deshalb brauchen Familien die<br />
Kindergelderhöhung UND die Schaffung von Krippenplätzen.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Eine Nachfrage:</p>
<p><b>alcatraz:</b><br />
Und wieso dauert die Auszahlung des Elterngeldes so lange? Zum Teil<br />
müssen die Menschen ja monatelang darauf warten.</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Das Elterngeld wird von Stellen, die von den Landesregierungen<br />
bestimmt worden sind, ausgezahlt. Die Neueinführung des Elterngeldes<br />
war sicher für die Verwaltung eine große Herausforderung. Die<br />
Bearbeitungszeiten in den Bundesländern sind nach unseren Abfragen<br />
sehr unterschiedlich. Insofern können wir nicht davon sprechen, dass<br />
es ständig zu langen Wartezeiten kommt. Diese kommen sicherlich aber<br />
vereinzelt vor.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Franky:</b><br />
Was spricht eigentlich dagegen den Zeitraum für das Elterngeld zu<br />
verlängern? Thanx.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Das Elterngeld soll wegfallendes Einkommen zu 67 Prozent ersetzen.<br />
Bei der Geburt des ersten Kindes sind Frauen heute im Schnitt knapp<br />
unter 30 Jahre alt. Fast immer sind sie zuvor erwerbstätig und haben<br />
eigenes Einkommen. Die Geburt eines Kindes führt dazu, dass ein<br />
Einkommen wegfällt. Diesen Einkommenseinbruch soll das Elterngeld<br />
abfedern. Wenn man sich Befragungen anschaut, wollen die meisten<br />
Mütter und Väter auch schnell wieder in den Beruf, um den Anschluss<br />
nicht zu verlieren. Deshalb bietet das Elterngeld eine einjährige<br />
Schonfrist und der Ausbau der Kinderbetreuung ermöglicht es den<br />
Eltern, wieder erwerbstätig zu sein und ihre Kinder gut aufgehoben<br />
zu wissen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>alcatraz:</b><br />
Aber es war doch keine Überraschung, dass das Elterngeld eingeführt<br />
wird! Wie können die Bearbeitungszeiten so lang sein?</p>
<p><b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Wenn man sich das Gesetzgebungsvorhaben ansieht und die Abstimmung<br />
mit den Ländern, waren die notwendigen vorbereitenden Arbeiten in<br />
den zuständigen Behörden schon sehr herausfordernd. Da z.B. auch<br />
Software neu geschrieben werden musste und die Sachbearbeitungen sich<br />
intensiv einarbeiten mussten. Nach unseren Erkenntnissen sind dies<br />
Anfangsschwierigkeiten. Das wird zunehmend besser werden.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Vincent:</b><br />
Wie kann das Familienministerium die Zahl der Betreuungsplätze für<br />
unter Dreijährige erhöhen? Die Kindergartenplätze liegen doch im<br />
Aufgabenbereich der Kommunen?</p>
<p><b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Der Ausbau der Kinderbetreuung ist originär eine Aufgabe von Ländern<br />
und Kommunen.
</p>
<p>
Wir<br />
haben nach dem Tagesbetreuungsausbaugesetz jedoch festgestellt, dass<br />
der Ausbau nicht in dem Maße voranschreitet, wie wir uns das<br />
gewünscht hätten. Deshalb hat Frau von der Leyen sich so stark für<br />
den Ausbau eingesetzt und in einem Kraftakt nicht nur Geld des Bundes<br />
zur Verfügung stellen können, sondern sich auch noch mit den<br />
Ländern und Kommunen auf gemeinsame Ziele verständigen können.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Pamela:</b><br />
Ich bin junge Mutter und Studentin. Ganz ehrlich: Ich lebe am<br />
Existenzminimum, weil ich nicht genug finanzielle Unterstützung<br />
erhalte. Aber was mir das alles erschwert ist die Krippensituation,<br />
denn ich kriege einfach keinen Platz für mein Kind an der Nähe der<br />
Uni. Müsste ich nicht als junge, alleinerziehende Mutter da<br />
vorgezogen werden? </p>
<p><b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Die Situation von alleinerziehenden Studierenden ist in der Tat oft<br />
schwierig. Die Hochschulen bieten sehr unterschiedliche<br />
Unterstützungsmöglichkeiten an, z.B. gibt es Teilzeitstudiengänge<br />
oder bei der Vergabe von Betreuungsplätzen Prioritätensetzungen.<br />
Insofern wäre es sicherlich gut, wenn die Studierendenvertretungen<br />
auch auf die besonderen Bedürfnisse von Studierenden mit Kindern und<br />
alleinerziehenden Studierenden stärker eingehen würden. Unabhängig<br />
davon stehen Ihnen natürlich die üblichen Familienleistungen, wie<br />
z.B. Kindergeld etc., zur Verfügung.</p>
<p><b>Andrea<br />
Kaise:</b><br />
Die üblichen Betreuungszeiten von Kindergärten sind viel zu<br />
unflexibel. Kann das Familienministerium nicht Anreize schaffen, dass<br />
die Einrichtungen die Öffnungszeiten flexibler gestalten?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Da die Kinderbetreuung in die Zuständigkeit der Länder und Kommunen<br />
fällt, haben wir nur sehr begrenzte Möglichkeiten, einzuwirken. Wir<br />
haben allerdings vor einigen Jahren z.B. die Initiative Lokale<br />
Bündnisse für Familie auf den Weg gebracht. Davon gibt es<br />
mittlerweile bundesweit über 500, die sich zur Aufgabe gemacht<br />
haben, für bestimmte Fragen, die vor Ort auftreten, geeignete<br />
Lösungen zu finden. In den lokalen Bündnissen gibt es gute<br />
Beispiele, wie die Verantwortlichen in den Kommunen sich<br />
zusammensetzen und eine bessere Abstimmung von Öffnungszeiten der<br />
Kinderbetreuungseinrichtungen und Arbeitszeiten der Eltern erreicht<br />
haben.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator</b>:<br />
Damit ist vielleicht auch schon diese Rückmeldung zum Thema Studium<br />
und alleinerziehende Eltern in Teilen beantwortet:</p>
<p><b>Pamela:</b><br />
Alles schön und gut. Aber ich will ja gerade mein Studium<br />
rechtzeitig abschließen, um dem Staat nicht länger auf der Tasche<br />
zu liegen. Aber das wird mir allein schon dadurch erschwert, dass die<br />
Kindergärten nicht so lange aufhaben, wie die Seminare in der Uni<br />
gehen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Wenn die Öffnungszeiten flexibel genug gestaltet sind, ist es<br />
sicherlich auch möglich, im Rahmen des &quot;normalen&quot;<br />
Universitätsbetriebs das Studium zu beenden. Auf der anderen Seite<br />
sollten Sie aber auch sehen, dass Sie zwei wichtige Aufgaben zu<br />
erfüllen haben, nämlich die Erziehung Ihres Kindes und den<br />
Abschluss des Studiums. Da dürfen Sie sich nicht überfordern.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Ben:</b><br />
&quot;Herdprämie&quot;, &quot;Wickelvolontariat&quot;, &quot;Gedöns&quot;?<br />
Familienpolitik wird in Deutschland schnell lächerlich gemacht. Was<br />
tut die Politik, damit mehr Leute und Unternehmen das vermeintliche<br />
&quot;weiche&quot; Thema endlich ernst nehmen und mit anpacken?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Ich denke, wenn wir die familienpolitische Diskussion in den<br />
vergangenen Jahren verfolgen, wird deutlich, dass Familienpolitik<br />
durchaus als hartes Politikfeld gesehen wird. Wir arbeiten mit den<br />
Wirtschaftsverbänden zusammen, haben zahlreiche Studien in Auftrag<br />
gegeben, die belegen, dass familienfreundliche Maßnahmen auch für<br />
die Unternehmen Rendite bringen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>hans:</b><br />
Gute Kinderbetreuung braucht qualifizierte Erzieher/innen. Was tut<br />
das Familienministerium, um vor allem die Tagesmütter besser<br />
auszubilden?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Beim geplanten Ausbau der Kinderbetreuung spielt die<br />
Kindertagespflege eine herausragende Rolle. Als Ziel sollen 30<br />
Prozent des Ausbauangebotes in Form von Kindertagespflege<br />
bereitgestellt werden. Das Bundesfamilienministerium hat ein<br />
Aktionsprogramm ausgearbeitet, durch das gezielt die<br />
Kindertagespflege gefördert werden und das flexibel auf die<br />
spezifischen Anforderungen eingehen soll. Als Bund haben wir<br />
Leuchtturmprojekte initiiert und zusammen mit dem deutschen<br />
Jugendinstitut ein Curriculum zur Kindertagespflege erarbeitet. Die<br />
Länder sind bei dieser Aufgabe aber stärker gefragt.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Larissa:</b><br />
Wie sehen Sie die Familienfreundlichkeit Deutschlands in europäischen<br />
Vergleich, z.B. mit Schweden oder Finnland?</p>
<p><b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Die Frage muss man differenziert beantworten. Hinsichtlich des<br />
finanziellen Transfers steht Deutschland im internationalen Vergleich<br />
im oberen Drittel. Bezüglich der Infrastruktur (z.B.<br />
Kinderbetreuung, familienunterstützende Dienstleistungen) ist uns<br />
eine Reihe von Nachbarstaaten voraus. Wir haben uns bei unseren<br />
familienpolitischen Maßnahmen immer auch im Ausland umgeschaut,<br />
welche beispielhaften Lösungen es gibt. Beispielsweise haben wir<br />
beim Elterngeld nach Skandinavien geschaut. Bezüglich verschiedener<br />
Gutscheinsysteme für familienunterstützende Dienstleistungen können<br />
wir nach Frankreich sehen, wo es auch im Bereich der Kinderbetreuung<br />
gute Bespiele gibt.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
Wollen wir einige Minuten verlängern, Herr Metker?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Ja, gerne, ich habe noch 10 Minuten Zeit.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Clara:</b><br />
Wie soll die Gleichstellung berufstätiger Frauen / Mütter umgesetzt<br />
werden, die in ihrer Berufstätigkeit nach wie vor mit<br />
Einschränkungen leben oder zu rechnen haben? Wie wird der berufliche<br />
Wiedereinstieg gefördert und vereinfacht? Wie soll konkret umgesetzt<br />
werden, dass Frauen nicht länger weniger verdienen und bereits beim<br />
Berufseinstieg geringere Chancen bekommen, wenn sie Kinder haben?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Es ist richtig, nach wie vor haben Mütter oft Nachteile im Beruf.<br />
Wenn wir uns den internationalen Vergleich ansehen, wird vor allen<br />
Dingen deutlich, dass in Deutschland Mütter mit mehreren Kindern<br />
sehr große Schwierigkeiten haben, in den Beruf zurückzukehren und<br />
Mütter, die lange aussetzen. Wer<br />
lange aussetzt, hat auch immer noch Nachteile bei der Höhe des<br />
Erwerbseinkommens. Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen<br />
in Deutschland liegen bei über 20 Prozent. Um Müttern den<br />
Wiedereinstieg zu erleichtern, hat Frau von der Leyen, zusammen mit<br />
der Bundesagentur für Arbeit, ein gemeinsames Programm aufgelegt.<br />
Details dazu kann<br />
man unter www.bmfsfj.de nachlesen.</p>
<p>
<b>Herbert:</b><br />
Warum wird nur die Ehe steuerlich gefördert, obwohl es längst<br />
andere auf Dauer angelegte Lebensformen gibt?
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Im Einkommensteuerrecht wird grundsätzlich jede und jeder<br />
Steuerpflichtige mit ihrem bzw. seinem zu versteuernden Einkommen<br />
nach dem Einkommensteuergrundtarif besteuert. Lediglich für nicht<br />
dauernd getrennt lebende Ehegatten besteht die Möglichkeit der<br />
Zusammenveranlagung unter Anwendung des Splitting-Verfahrens.<br />
Hinsichtlich der steuerlichen Berücksichtigung von Kindern werden<br />
alle Eltern gleich behandelt. Bei der Besteuerung der Eltern wird ein<br />
Betrag in Höhe des Existensminimums ihrer Kinder steuerfrei<br />
belassen. Dies wird durch Kindergeld bzw. die Freibeträge für<br />
Kinder bewirkt.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>dimi_s:</b><br />
Was sind Kindergartenplätze so teuer? Wer sich das nicht leisten<br />
kann, muss zu Hause bleiben, und kann nicht arbeiten gehen!
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Die Gebühren für Kindergartenplätze werden in den Kommunen<br />
gestaltet und sind sehr unterschiedlich. Einige Kommunen haben eine<br />
sehr differenzierte Staffelung nach dem Elterneinkommen, andere sind<br />
da weniger differenziert.</p>
<p><b>Moderator</b>:<br />
So, wir sind auch kurz vor Ende unseres Chats zum Tag des Dialogs.<br />
Leider die letzte Frage für heute:
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>albert<br />
Z.:</b><br />
Als Vater ist es immer noch schwierig für eine bestimmte Zeit aus<br />
dem Beruf aus- und dann wieder einzusteigen. Kann das Ministerium<br />
nicht mal Aktionen machen, die das Ansehen von Vätern stärkt, die<br />
den Schritt wagen?
</p>
<p>
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<b>Thomas<br />
Metker</b>:<br />
Ich denke, dass wir durch die Diskussionen zum Elterngeld und durch<br />
unsere Evaluationsschritte für dieses Gesetz eine Menge öffentlicher<br />
Reaktionen erreicht haben. Das führt dazu, dass sich alle<br />
gesellschaftlichen Gruppen auch mit dem Rollenverständnis von<br />
Müttern und Vätern auseinandersetzen. Ich glaube, wir sind auf<br />
einem guten Weg, dass Väter nicht mehr nur als Ernährer ihrer<br />
Familie gesehen werden, sondern auch in ihrer wichtigen Aufgabe für<br />
die Betreuung und Erziehung ihrer Kinder zunehmend akzeptiert werden.
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<b>Moderator</b>:<br />
Das war unser Chat zum Tag des Dialogs. Einen ganz besonderen Dank an<br />
unseren Gast Thomas Metker für die kompetenten Antworten und vielen<br />
Dank an die Chatterinnen und Chatter für die vielen Fragen. Wir<br />
entschuldigen uns bei denjenigen, deren Fragen wir aus Zeitgründen<br />
nicht stellen konnten. Das Chatteam wünscht allen Beteiligten noch<br />
einen schönen Tag.</p>
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