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	<title>Brigitte Zypries &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Brigitte Zypries &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Document Freedom Day 2013</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Mar 2013 13:28:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Anke Domscheit-Berg]]></category>
		<category><![CDATA[Document Freedom Day]]></category>
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		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[Open Data]]></category>
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		<category><![CDATA[Malte Spitz]]></category>
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					<description><![CDATA[Im Fokus des internationalen Aktionstags „Document Freedom Day (DFD)“ stehen die Bedeutung offener Standards und Dokumentenformate für freien Wettbewerb und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DocumentFreedomDay.org-cc-by-sa-e1364387370763.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-large wp-image-127848" alt="DocumentFreedomDay.org CC BY-SA 3.0" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/DocumentFreedomDay.org-cc-by-sa-630x473.png" width="630" height="473" /></a>Im Fokus des internationalen Aktionstags „Document Freedom Day (DFD)“ stehen die Bedeutung offener Standards und Dokumentenformate für freien Wettbewerb und Informationszugang. An jedem letzten Mittwoch im März werden dabei jährlich Internetauftritte ausgezeichnet, die offene Standards anbieten und unterstützen.<br />
Der <a href="http://www.documentfreedom.org/index.de.html">Document Freedom Day</a> will auf die Bedeutung und Benutzung offener Standards aufmerksam machen. Warum das nötig ist? Jeder kennt folgende Situation: Man bekommt von einem Kollegen eine Datei geschickt, die man nicht öffnen kann. Die nächsten Stunden sucht man (mal erfolgreich, mal vergeblich) nach der richtigen Software, um die Datei öffnen zu können. Ein Problem, das durch die Benutzung offener Standards hinfällig wird. Offene Standards verhindern ein sogenanntes „Vendor lock-in“, bei dem der Empfänger ein Dokument nur öffnen und/oder bearbeiten kann, wenn er die gleiche Software benutzt wie der Verfasser bei der Erstellung des Dokuments. Offene Standards sollen zudem zu mehr Konkurrenz führen und dadurch langfristig kostengünstigere und effektivere IT-Lösungen ermöglichen.</p>
<blockquote><p>„Der Erfolg des Internets ist ein Erfolg offener Standards. Offene Standards sind innovationsfördernd, weil neue Produkte leichter entwickelt werden können. Offene Systeme sind anpassungsfähiger und unterstützen damit die deutsche Softwareindustrie.“<br />
Brigitte Zypries (SPD) – MdB und frühere Bundesjustizministerin</p></blockquote>
<p>Besodere Bedeutung kommt der offenen Bereitstellung von Daten bei der Verwaltung zu. Der Document Freedom Day soll deshalb auch daran erinnern, dass es wichtig ist, Informationen allen Bürgern offen und frei zur Verfügung zu stellen. Dieser Meinung schließen sich Netzpolitiker aller Parteien an, so schrieb der netzpolitische Sprecher der Grünen Malte Spitz passend zum DFD auf <a href="http://gruen-digital.de/2013/03/document-freedom-day-mehr-offene-daten-wagen/">gruen-digital</a>:</p>
<blockquote><p>„Transparenz und Zugang zu Informationen sind notwendige Voraussetzung für die Meinungs- und Willensbildung und notwendige Voraussetzung für Partizipation, Teilhabe und Mitbestimmung in einer modernen und lebendigen Demokratie.“</p></blockquote>
<p>Auch <a href="http://politik-digital.de/anke-domscheit-berg-engagiert-in-der-allianz-der-willigen/">Anke Domscheit-Berg</a>, Expertin für Open Government und Gründerin von opengov.me <a href="http://www.piratenpartei.de/2013/03/26/document-freedom-day-auch-politik-braucht-offene-standards/">nutzt den DFD</a>, um zu bekräftigten, dass ein moderner demokratischer Staat seinen Bürgern gegenüber in der Bringschuld sei. Staatliche Behörden und Institutionen müssten ihren Bürgern alle nicht personenbezogene Dokumente und Daten „proaktiv“ in offenen Formaten und Standards zugänglich machen.<br />
<strong>And the award goes to&#8230;</strong><br />
Jedes Jahr werden am Document Freedom Day weltweit Internetauftritte ausgezeichnet, die offene Standards anbieten und unterstützen. Anstatt einer goldenen Trophäe vergeben die jeweils nationalen Initiatoren den Document Freedom Award in Form einer <a href="https://wiki.fsfe.org/DFD-2013-Berlin?action=AttachFile&amp;do=view&amp;target=cake-small.JPG">Document Freedom Day-Torte</a>. In diesem Jahr darf sich die taz über den deutschen Document Freedom Award freuen. Überreicht von der <a href="http://fsfe.org/">Free Software Foundation Europe (FSFE)</a> und dem <a href="http://old.ffii.org/index.de.html">Förderverein für eine Freie Informationelle Infrastruktur (FFII)</a>, wird die <a href="http://blogs.taz.de/hausblog/2013/03/27/auszeichnung-fur-die-taz-document-freedom-award-2013/">taz</a> unter anderem für ihren Einsatz in der Verwendung Offener Standards bei elektronischen Abonnements ausgezeichnet.<br />
Im vergangenen Jahr ging das DFD-Gebäck in Deutschland übrigens an die 1&amp;1 Internet AG für die automatische Bereitstellung des Offenen Standards XMPP für alle Kunden ihrer Mailangebote. In Österreich ging der Award an die Stadt Wien, die für ihr <a href="http://data.wien.gv.at/">Open Government Data-Portal</a> geehrt wurden. Das <a href="http://politik-digital.de/offene-kritik-an-offenen-daten-der-bundesregierung/">Open Government-Portal der Bundesregierung</a> <a href="https://www.govdata.de/">&#8220;govdata&#8221;</a> ist nicht/war noch nie unter den Gewinnern.<br />
<br />
Bild: DocumentFreedomDay.org</p>
<div><img decoding="async" title="Klett-Cotta " alt="Buch-Cover von Marina Weisband " src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/CC-Lizenz-630x110.png" width="403" height="70" /></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Brigitte Zypries zur Patientenverfügung</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/brigitte_zypries_zur_patientenverfuegung-253/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[uheimann]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jan 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Patientenverfügung]]></category>
		<category><![CDATA[Sterbehilfe]]></category>
		<category><![CDATA[Sterben]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[Medizinrecht]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Donnerstag, 20. Januar, war Bundesjustizministerin Brigitte Zypries 
von 12.30 bis 13.30 Uhr zu Gast im BMJ-Live-Chat. Sie beantwortete 
Fragen zur 'Patientenverfügung', mit deren Eckpunkten sich 
das Kabinett im März 2005 beschäftigen will.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag, 20. Januar, war Bundesjustizministerin Brigitte Zypries<br />
von 12.30 bis 13.30 Uhr zu Gast im BMJ-Live-Chat. Sie beantwortete<br />
Fragen zur &#8216;Patientenverfügung&#8217;, mit deren Eckpunkten sich<br />
das Kabinett im März 2005 beschäftigen will.<!--break--></p>
<p class="normal">
<span class="fett">Moderator:</span> Herzlich willkommen<br />
im Chat des Bundesministeriums für Justiz bei politik-digital.de!<br />
Unser heutiger Gast ist Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.<br />
In den nächsten 60 Minuten werden wir uns in diesem Live-Chat<br />
aus Berlin mit dem Thema &quot;Patientenverfügung&quot; auseinandersetzen<br />
und hoffen auf interessante Fragen von Ihnen, liebe Chatter und<br />
Chatterinnen. Die Fragen werden von unseren Moderatoren jetzt entgegengenommen.<br />
Im November letzten Jahres legte Bundesjustizministerin Zypries<br />
Eckpunkte für einen Gesetzentwurf für eine zukünftige<br />
Regelung der Patientenverfügungen vor. Im März will sich<br />
das Kabinett mit den Eckpunkten beschäftigen, im Juni soll<br />
ein Entwurf voraussichtlich in den Bundestag eingebracht werden.<br />
In Kraft treten könnte das Gesetz dann zum 1.1.2006. Das Gesetz<br />
soll rechtlich verbindliche Grundlagen schaffen, wie mit dem Willen<br />
von Menschen im Krankheitsfall umgegangen wird, wenn dieser Mensch<br />
nicht mehr entscheidungsfähig ist. In einer Patientenverfügung<br />
kann ein Patient, <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/zypriesimchat2.jpg" align="left" height="120" width="78" />der<br />
zum Beipiel ins Koma fällt, genaue Anweisungen hinterlassen,<br />
inwieweit lebenserhaltende Maßnahmen durchgeführt werden<br />
sollen. Damit soll das Gesetz den Bereich der Sterbebegleitung und<br />
so genannten &quot;passiven Sterbehilfe&quot; regeln. &quot;Eine<br />
aktive Sterbehilfe wird es nicht geben&quot;, stellte Ministerin<br />
Zypries bereits klar. Über die Möglichkeiten und Grenzen<br />
von Patientenverfügungen werden wir uns nun unterhalten. Sind<br />
Sie bereit, Frau Ministerin?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Ja.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Die Regelungen zu Patientenverfügungen<br />
sind in vielen Ländern unterschiedlich. Gibt es ein Vorbild<br />
für das Gesetz in Deutschland? Wie sind die Erfahrungen dort?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Es gibt ganz unterschiedliche<br />
Regelungen in den Ländern, da haben Sie recht. Auch in Deutschland<br />
gibt es derzeit keine Regelung zur Patientenverfügung, es sind<br />
aber über 100 verschiedene Muster im Umlauf. Unser Vorschlag<br />
basiert auf den Arbeiten einer Arbeitsgruppe. Dort waren u.a. die<br />
Kirchen, Ärzte, Vertreter der Hospizbewegung, Medizinethiker<br />
und Juristen vertreten.
</p>
<p>
<span class="fett">Vaterschaftstester:</span> Warum ist eine Neuregelung<br />
der Patientenverfügung eigentlich nötig geworden?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Es gibt keine Neuregelung<br />
der Patientenverfügung, sondern es wird eine erstmalige Regelung<br />
geben. Diese ist nötig geworden, weil nach Schätzungen<br />
der deutschen Hospizstifung ca. 7 Millionen Patientenverfügungen<br />
erstellt worden sind <br />
und die Menschen mehr Rechtssicherheit einfordern.
</p>
<p>
<span class="fett">RosiRosi2:</span> Steht der Gedanke einer Patientenverfügung<br />
nicht dem hippokratischen Eid der Ärzte entgegen? Kann man<br />
von einem Arzt wirklich verlangen, lebenserhaltene Maßnahmen<br />
zu beenden?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nein, denn Ärzte<br />
dürfen auch heute nur dann behandeln, wenn der Patient in die<br />
Behandlung eingewilligt hat.
</p>
<p>
<span class="fett">Petra P.:</span> In den Niederlanden sehen Experten<br />
eine aktive Sterbehilfe durch Ärzte nicht nur bei schweren<br />
körperlichen Krankheiten wie Krebs, sondern auch bei schweren<br />
psychischen Störungen als zulässig an. Wie beurteilen<br />
Sie diese Entwicklung?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Ich halte das nicht<br />
für richtig. Aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten<br />
und wird auch verboten bleiben.
</p>
<p>
<span class="fett">BackChecker:</span> Was ist eigentlich auszusetzen<br />
an einer &quot;aktiven Sterbehilfe &quot;? In Umfragen wird dies<br />
von vielen Bürgern gefordert.
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Aktive Sterbehilfe<br />
bedeutet, dass ein Anderer durch die Gabe von Mitteln den Tod eines<br />
Menschen herbeiführt. Was viele Bürger fordern, ist nicht<br />
dies, sondern vielmehr ein schmerzfreies Sterben und keine Behandlung<br />
gegen ihren Willen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Eine Frage des Nutzers Horst<br />
See: Wo beginnt hier zu Lande verbotene &quot;aktive Sterbehilfe&quot;,<br />
die als &quot;Tötung auf Verlangen&quot; unter Strafe steht?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Wenn jemand aktiv Mittel<br />
gibt, nicht um die Schmerzen zu lindern, sondern um den Tod herbei<br />
zu führen.
</p>
<p>
<span class="fett">Horst See.:</span> Ärzte befürchten,<br />
es werde künftig Kranke geben, die sogar von Ärzten oder<br />
Angehörigen überredet werden, ihren Tod zu verlangen.<br />
Die bloße Möglichkeit der Tötung auf Verlangen könne<br />
Druck auf Kranke erzeugen, dies auch zu fordern. Wer trotz seiner<br />
Krankheit weiterleben will, muss dies plötzlich besonders begründen.<br />
Wie realistisch sind die Befürchtungen?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Eine Tötung auf<br />
Verlangen wird es nicht geben. Das ist aktive Sterbehilfe und die<br />
ist und bleibt verboten. Bei Patientenverfügungen geht es lediglich<br />
darum, dass der Behandlungswille des Patienten auch dann berücksichtigt<br />
wird, wenn sich der Patient nicht mehr äußern kann.
</p>
<p>
<span class="fett">Angela:</span> Wie beurteilen Sie einen Therapieabbruch<br />
vor der Sterbephase, wenn er der in einer Patientenverfügung<br />
oder im Gespräch mit dem Arzt bekundeten Willen des Kranken<br />
entspricht?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Wenn der Patient keine<br />
Therapie möchte, muss der Arzt dem Willen entsprechen. Denn<br />
jede Behandlung ohne die Einwilligung des Patienten kann als Körperverletzung<br />
strafbar sein.
</p>
<p>
<span class="fett">BackChecker:</span> Für wie verbindlich<br />
halten Sie die rechtliche Umsetzung einer neuen Patientenverfügung?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> In der Patientenverfügung<br />
muss der Wille des Patienten zur Überzeugung des Arztes niedergelegt<br />
sein. D.h. je konkreter auf die jeweilige Situation bezogen, desto<br />
verbindlicher. Und die Patientenverfügung sollte nicht so alt<br />
sein.<br />
Wir empfehlen, sie alle zwei Jahre zu bestätigen.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Noch mal zwei Nachfragen zur<br />
Unterscheidung &quot;aktive&quot; und &quot;passive&quot; Sterbehilfe:
</p>
<p>
<span class="fett">Golo Mann:</span> Eine PV die &quot;töten<br />
auf verlangen &quot; fordert, ist die illegal?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Einer solchen Patientenverfügung<br />
darf niemand nachkommen &#8211; weil Tötung auf Verlangen strafbar<br />
ist.
</p>
<p>
<span class="fett">W. Pfennig:</span> Wird mit der PV nicht ein<br />
Stein ins rollen gebracht, der schließlich erst bei der aktiven<br />
Sterbehilfe zum liegen kommt?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nein. Gerade um weiteren<br />
Forderungen nach aktiver Sterbehilfe entgegen zu treten, ist es<br />
wichtig, dass sich Patienten darauf verlassen können, dass<br />
ihr Wille auch dann befolgt wird, wenn sie sich selber nicht mehr<br />
äußern können.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Nun einige Fragen, die sich<br />
auf die konkrete Handhabung mit Patientenverfügungen beziehen:
</p>
<p>
<span class="fett">Albert aus Tübingen:</span> Wo ist die<br />
Vollmacht am Besten aufgehoben? Zu Hause beim Hausarzt oder bei<br />
einer Organisation?
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Ich gehe davon aus, dass die<br />
Patientenverfügung mit &quot;Vollmacht&quot; gemeint ist.
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Wo Sie sie aufheben<br />
ist im Grunde egal. Wichtig ist, dass ihr Hausarzt, ihre Angehörigen<br />
oder Freunde darüber informiert sind.
</p>
<p>
<span class="fett">Albert aus Tuebingen:</span> Welche Hilfsorganisationen<br />
bieten die Möglichkeit der Archivierung von Verfügungen<br />
an?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Das tun z.B. der Humanistische<br />
Verband Deutschlands und die Deutsche Hospiz Stiftung.
</p>
<p>
<span class="fett">Cantaloupe:</span> Muss eine Patientenverfügung<br />
notariell beglaubigt sein?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nein.
</p>
<p>
<span class="fett">Gregor:</span> Wie kann jemand eine Vorsorgevollmacht<br />
ausstellen, wenn er nicht im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte<br />
ist?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Zur Erteilung einer<br />
Vorsorgevollmacht (das ist was anderes als eine Patientenverfügung)<br />
muss man geschäftsfähig sein. Eine Broschüre zur<br />
Vorsorgevollmacht und zur Patientenverfügung können Sie<br />
unter www.bmj.bund.de anfordern.
</p>
<p>
<span class="fett">Albert aus Tuebingen:</span> Ist es sinnvoll,<br />
die Vorsorge-Vollmacht mit einer Betreuungsverfügung zu verbinden?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Ja, es kann sinnvoll<br />
sein, beides zu verbinden. In unserer Broschüre &quot;Betreuungsrecht&quot;<br />
finden Sie dazu viele Hinweise.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Nachfrage zur Situation bei<br />
Menschen, die nicht im vollen Besitz ihrer geistigen Kräfte<br />
sind:
</p>
<p>
<span class="fett">Qgeist:</span> Das heißt, geistig Behinderte<br />
haben kein Recht, eine Patientenverfügung zu schreiben?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nicht jede geistige<br />
Behinderung führt zur Einwillungsunfähigkeit. Das heißt,<br />
es kommt auf den Einzelfall an. In solchen Fällen sollte man<br />
sich am besten ausführlich mit Vertretern von Behindertenvereinen<br />
oder einem Arzt Ihres Vertrauens beraten.
</p>
<p>
<span class="fett">butterblume:</span> Frau Zypries, wenn man die<br />
Patientenverfügung nicht notariell beglaubigen lassen muss,<br />
woher weiß man dann, dass sie echt ist?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Zunächst einmal<br />
schaut man auf die Schrift. Bei Problemen oder Zweifelsfragen muss<br />
ein Gericht entscheiden. Es bietet sich an, die Patientenverfügung<br />
von einem Zeugen unterschreiben zu lassen oder vom Hausarzt.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Es gab ja auch Kritik an der<br />
Idee, diese Patientenverfügung auch mündlich erteilen<br />
zu können. Wieso kann man dies dennoch aus Ihrer Sicht gefahrlos<br />
machen?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Patientenverfügungen<br />
müssen meines Erachtens in jedem Stadium der Erkrankung erteilt<br />
werden können. Auch wenn man nicht mehr schreiben kann oder<br />
wenn keine Zeit ist.
</p>
<p>
<span class="fett">Tolpus:</span> Wird es eine Rechtsberatung seitens<br />
BMJ geben?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Das BMJ darf kein Rechtsberatung<br />
machen. Wir informieren über die genannten Broschüren.<br />
Rechtsrat erhalten Sie bei Anwälten, Notaren oder anderen dazu<br />
befugten Stellen. Viele Verbände bieten ebenfalls Informationsmaterial<br />
an.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Hier der genaue Link zur Broschüre:<br />
http://www.bmj.bund.de/media/archive/694.pdf
</p>
<p>
<span class="fett">LuLu:</span> Eine Gerichtsentscheidung kann<br />
aber mitunter Jahre dauern. Ist das nicht unzumutbar für Betroffene?<br />
Sollte man nicht lieber den Notar gesetzlich als Zeugen festschreiben?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> In diesen Fällen<br />
geht eine Gerichtsentscheidung schnell. Wenn Sie sicher gehen wollen,<br />
lassen Sie einen Zeugen unterschreiben.
</p>
<p>
<span class="fett">Golo Mann:</span> Erklären Sie doch bitte<br />
den Unterschied zwischen einer Patientenverfügung und einer<br />
Vorsorgevollmacht. Ich bin verwirrt.
</p>
<p>
<span class="fett">Else Arnold:</span> Was ist der Unterschied<br />
zwischen Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Mit einer Patientenverfügung<br />
(PV) <img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/zypriesimchat.jpg" align="right" height="150" width="200" />bestimmt<br />
der Unterschreibende, welche medizinische Behandlung er in dem Fall<br />
haben will, in dem er nicht mehr äußerungsfähig<br />
ist. Mit einer Vorsorgevollmacht erteilt man einer Vertrauensperson<br />
Vollmacht in vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten.<br />
Diese Person entscheidet dann für mich, wenn ich selbst dazu<br />
nicht mehr in der Lage bin. Mit einer Betreuungsverfügung gibt<br />
man dem Gericht eine Empfehlung, wer als Betreuer bestellt werden<br />
sollte. Das ist nur dann erforderlich, wenn man keine Vorsorgevollmacht<br />
erteilt hat.
</p>
<p>
<span class="fett">Senior Rossi:</span> Darf ein Lebenspartner,<br />
wie zum Beispiel der Ehemann, für seine Frau entscheiden, wenn<br />
diese nicht mehr in der Lage ist, sich zu äußern?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nur wenn es eine Vollmacht<br />
gibt.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Noch eine Nachfrage zur Angst,<br />
dass die Patientenverfügung &quot;nicht sicher&quot; sei.
</p>
<p>
<span class="fett">h.Domin:</span> Wie fälschungssicher ist<br />
das Ganze? Kann mit Patientenverfügungen nicht massiv Schindluder<br />
getrieben werden?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Nein, davon gehen wir<br />
nicht aus. Aber besser ist es, Vorsorge zu treffen, z.B. durch Zeugen<br />
oder einen Notar.
</p>
<p>
<span class="fett">Gregor:</span> Wenn ein Amtsgericht einen gesetzlichen<br />
Betreuer ernennt, wie kann man Einfluss auf die Wahl des gesetzlichen<br />
Betreuers nehmen.
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Durch eine Betreuungsverfügung.
</p>
<p>
<span class="fett">Klassenbester:</span> Es gibt auch Berichte,<br />
aus dem Ausland, die nachdenklich stimmen. So ein Fall aus England,<br />
Oktober 2004: Ärzte setzten dort gerichtlich das Ende von lebenserhaltenden<br />
Maßnahmen bei zwei schwerkranken Säuglingen durch, und<br />
zwar gegen den Willen der Eltern. Darf das Ihrer Meinung nach sein?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Der Fall hat nichts<br />
mit einer Patientenverfügung zu tun.</p>
<p><span class="fett">User number one:</span> Haben Sie von diesem<br />
Fall gehört? Eine Familie hat aus religiösen Gründen<br />
einer lebensnotwendige Bluttransfusion für ihr Kind nicht zugestimmt.<br />
Die Eltern hatten als Vormund offenbar dieses Recht. Wie soll man<br />
mit einem solchen Fall umgehen? Ändert eine Neuregelung der<br />
Patientenverfügung etwas an einem solchen Problem oder ist<br />
das schlicht eine Frage des Vormundschaftsrechtes?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Diese Verfügung<br />
über die Kinder überschreitet nach deutschen Recht die<br />
Grenzen des Sorgerechts. Gerichtlich kann das Sorgerecht entzogen<br />
werden &#8211; für die Entscheidung über die Behandlung.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Die Medizin ermöglicht<br />
eine Lebenserhaltung bei immer schlimmeren Krankheitsbildern. Hierzu<br />
folgende Frage: </p>
<p><span class="fett">Anna Gram:</span> Wie kann man den technischen<br />
Fortschritt in seiner PV berücksichtigen?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Indem man notiert,<br />
welche Behandlung man wünscht und welche nicht. <br />
Und man sollte die Patientenverfügung mindestens alle zwei<br />
Jahre erneuern.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Benötigt der Patient<br />
dabei dann nicht genaue Kenntnisse des technisch Machbaren?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Je besser man informiert<br />
ist, desto genauer kann man festlegen, was man an Behandlung wünscht<br />
und was nicht.
</p>
<p>
<span class="fett">DuDu:</span> Sie lehnen aktive Sterbehilfe mit<br />
dem Hinweis auf die Menschenwürde ab. Ist aber nicht die Menschenwürde<br />
das einzig wirkliche Argument für aktive Sterbehilfe?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Die Menschenwürde<br />
gebietet den Menschen einen schmerzlosen Tod zu gewähren und<br />
nicht das Leben absichtlich zu verkürzen. Wichtig ist, dass<br />
wir in Deutschland die Hospize weiter ausbauen und die Schmerzmedizin<br />
verbessern.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Der Chef des Marburger Bundes<br />
forderte dafür mehr Geld. Was sagen Sie dazu?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Die Kassen zahlen das<br />
(zumindest teilweise) und über darüber hinaus gehende<br />
Forderungen muss man mit meiner Kollegin Ulla Schmidt reden.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Zum Gesundheitswesen eine<br />
Frage:
</p>
<p>
<span class="fett">Horst See.:</span> Welche Auswirkungen hat die<br />
Patientenverfügung auf die Krankenkassen?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Keine.
</p>
<p>
<span class="fett">suse:</span> Wie lange wird es noch dauern,<br />
bis die Regelung zur Patientenverfügung verabschiedet wird?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Ich hoffe in der zweiten<br />
Hälfte dieses Jahres.
</p>
<p>
<span class="fett">BackChecker:</span> Soweit ich weiß, gibt<br />
es doch schon eine Patientenverfügung. Meine Eltern haben diese<br />
notariell beurkunden lassen und auch angewendet. Was soll die Diskussion<br />
überhaupt?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Es geht um die stärkere<br />
juristische Verbindlichkeit von Patientenverfügungen. Schön,<br />
dass es bei Ihren Eltern keine Probleme gab. Viele Menschen haben<br />
da andere Erfahrungen gemacht.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Wir kommen bereits zur letzten<br />
Frage, zweimal die gleiche:
</p>
<p>
<span class="fett">dubi_OS:</span> Frau Zypries, haben Sie persönlich<br />
eine Patientenverfügung?
</p>
<p>
<span class="fett">Andrea Doria:</span> Vielleicht etwas privat,<br />
haben sie eigentlich vorgesorgt? Also eine PV?
</p>
<p>
<span class="fett">Brigitte Zypries:</span> Ich setze mich gerade<br />
damit auseinander, aber es sind in der Tat schwere Fragen zu beantworten.
</p>
<p>
<span class="fett">Moderator:</span> Liebe Chatter und Chatterinnen,<br />
sehr geehrte Frau Ministerin! Unsere Zeit ist schon wieder abgelaufen.<br />
Für Ihre Teilnahme an diesem Chat des Bundesministeriums für<br />
Justiz möchten wir uns herzlich bedanken. Leider konnten nicht<br />
alle Fragen beantwortet werden, es waren schlicht zu viele. Der<br />
Chat wird auf den Internetseiten des Bundesministeriums der Justiz<br />
(http://www.bmj.bund.de/) sowie auf der Seite von politik-digital.de<br />
(http://www.politik-digital.de) dokumentiert. Wir wünschen<br />
allen Beteiligten einen guten Tag und hoffen, mit diesem Chat weitere<br />
Aufklärungsarbeit zum Thema &quot;Patientenverfügung&quot;<br />
geleistet zu haben.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Keine gravierende Personalmisere</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Feb 2004 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[Justiz]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
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					<description><![CDATA[<b><b>Brigitte Zypries</b><!-- #EndEditable --> 
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->3.02.2004</b>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b><b>Brigitte Zypries</b><!-- #EndEditable --><br />
im tacheles.02-Chat am <!-- #BeginEditable "chat_datum" -->3.02.2004</b><!--break--><b><!-- #EndEditable --><br />
</b><br />
<!-- #BeginEditable "chat" --> </p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/Brigitte-Zypries.jpg" alt="Brigitte Zypries, Bundesjustizministerin" align="left" height="115" hspace="2" vspace="2" width="84" />Moderator:</b><br />
Herzlich willkommen im tacheles.02-Chat. Die Chat-Reihe tacheles.02<br />
ist ein Format von tagesschau.de und politik-digital.de und wird unterstützt<br />
von tagesspiegel.de und von sueddeutsche.de. Im ARD-Hauptstadtstudio<br />
begrüße ich heute Bundesjustizministerin Brigitte Zypries<br />
(SPD), an den Computern alle Politik- und Justizinteressierte ob mit<br />
und ohne Jura-Studium. Fangen wir direkt mit der Bürgerbeteiligung<br />
an:</span>
</p>
<p>
<b>G. Bregg:</b> Frau Zypries, der Spiegel schreibt, viele Schöffen<br />
seien mit ihrem Amt völlig überfordert. Wird da einzelnen<br />
Bürgern nicht zu viel Macht in die Hände gegeben?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein, die Schöffen sind in der Regel<br />
mit ihrem Amt nicht überfordert. Ihre Aufgabe ist es &quot; die<br />
Stimme des Volkes&quot; bei der Rechtssprechung zu vertreten und die<br />
Juristen durch eine quasi Parallelwertung in der Laiensphäre auch<br />
zu korrigieren.
</p>
<p>
<b>fehler:</b> Grob fehlerhafte Urteile der Justiz häufen sich,<br />
lese ich. Der Kannibalen-Prozess gehört dazu. Zu viel Milde derzeit?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Das sind keine fehlerhaften Urteile. Ob das<br />
Urteil im Kannibalen-Prozess fehlerhaft ist, wird der Bundesgerichtshof<br />
in der Revision zu prüfen haben. Zu viel Milde vermag ich in der<br />
Regel nicht zu erkennen.
</p>
<p>
<b>pw:</b> Schwitzen statt Sitzen &#8211; wenn ich in Zukunft jemanden zusammenschlage<br />
oder beraube, muss ich dann nur noch in die Gärtnerei?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein. Diese Initiative bezieht sich nur auf<br />
kleine Straftaten, wie zum Beispiel mehrfaches Schwarzfahren oder mehrfacher<br />
einfacher Ladendiebstahl.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Noch einmal zu den Laien-Richtern:
</p>
<p>
<b>Taste:</b> Sollte das Schöffenamt freiwillig sein?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Das Schöffenamt ist meistens freiwillig<br />
&#8211; und sollte es auch sein. Denn es ist besser, dass jemand Spaß<br />
hat an einem solchen Amt, als dass er in Ausübung seiner Bürgerpflichten<br />
dazu gezwungen wird.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wo sehen Sie die Grenzen der Schöffen-Gerichtsbarkeit?<br />
Gibt es Delikte, die dafür nicht in Frage kommen?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein. Grundsätzlich kommen alle Delikte<br />
dafür in Betracht. Besonders wichtig ist die Beteiligung von Arbeitgebern<br />
und Arbeitnehmern als ehrenamtliche Richter im Arbeitsgerichtsprozess<br />
und die Beteiligung der Sozialpartner in der Sozialgerichtsbarkeit.
</p>
<p>
<b>G. Bregg:</b> Frau Zypries, sie wollen einerseits Bagatelldelikte<br />
anders als bisher entlasten, andererseits aber Verkehrsdelikte öfter<br />
mit Haftstrafen belegen. Ist das nicht ein Nullsummen-Spiel?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Was meinen Sie damit &quot;Verkehrsdelikte<br />
öfter mit Haftstrafen belegen&quot;?
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Kommen wir nachher noch einmal darauf zurück.
</p>
<p>
<b>pragraf:</b> Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe verkündet<br />
am 10. Februar sein Urteil über die Ländergesetze zur nachträglichen<br />
Sicherungsverwahrung. Allein der für das Strafrecht zuständige<br />
Bund dürfe die Unterbringung gefährlicher Rückfalltäter<br />
regeln. Stimmt das?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Wir wissen nicht, was das Bundesverfassungsgericht<br />
entscheiden wird. <br />
Sind Sie sicher, dass das stimmt, was Sie als Ergebnis vermuten?
</p>
<p>
<b>G. Bregg:</b> Ich glaube, da ist etwas missverstanden worden: Statt<br />
Haftstrafen und Bußgeld soll es mehr Fahrverbote geben 😉
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Das ist wahr. Beide Gedanken entlasten die<br />
Justiz. Unser Ziel ist, dass der Richter aus mehr Sanktionsmöglichkeiten<br />
wählen kann, damit treffgenauer Sanktionen beschreibt und die Menschen<br />
hoffentlich von einer nochmaligen Straftat abhält.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Halten Sie grundsätzlich im Straßenverkehrsrecht<br />
den Einsatz von mehr Fahrverboten für sinnvoll?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ja, wir wollen das Fahrverbot nicht nur bei<br />
Delikten im Straßenverkehrsrecht, sondern auch bei anderen Delikten<br />
angewendet wissen, bei denen das Auto zur Tatbegehung genutzt wurde.<br />
Und das halte ich für sinnvoll, denn es ist erwiesen, dass für<br />
viele Leute das Fahrverbot eine empfindlichere Strafe ist als eine Geldbuße.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Welche anderen Delikte meinen Sie?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Zum Beispiel der Diebstahl, bei dem der Täter<br />
zur Tat das Auto nutzte.
</p>
<p>
<b>Finlandia007:</b> Wo sind die Relationen in der deutschen Gesetzgebung,<br />
wenn man zum Beispiel für die Einfuhr von circa 100 Gramm Haschisch<br />
für den Eigenbedarf stärker bestraft wird als in der Regel<br />
für eine gefährliche oder schwere Körperverletzung?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> In dieser Pauschalität ist die Aussage<br />
nicht richtig. Man müsste sich die Entscheidung im Einzelnen anschauen,<br />
um zu sehen, was die Grundlage für diese Entscheidung im jeweiligen<br />
Fall war.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Viele Urteile im Kleinkriminalitätsbereich sorgen<br />
schnell für Medienschelte, weil Urteile für zu hart oder zu<br />
lasch gehalten werden. Kommt das auch bei Ihnen im Ministerium an?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ja. Wir kriegen viele Briefe von Bürgerinnen<br />
und Bürgern, die sich über ihrer Meinung nach falsche Urteile<br />
beschweren.
</p>
<p>
<b>storzi_df:</b> Halten sie Fahrverbote für Drogenkonsum für<br />
rechtmäßig? Oft wird ein Fahrverbot ausgesprochen, wenn alleine<br />
der Konsum einer illegalen Droge nachgewiesen wurde, allerdings man<br />
nicht unter Drogeneinfluss gefahren ist?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Es ist rechtmäßig, wenn bei Rauschmitteln<br />
Fahrverbote verhängt oder der Führerschein entzogen wurde.
</p>
<p>
<b>milez:</b> wie stehen sie zu härteren Jugendstrafen gerade<br />
vor dem Hintergrund, dass die Jugendlichen immer gewaltbereiter werden<br />
(siehe tagesschau.de, der Bericht über den gequälten Berufsschüler)?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ich bin nicht der Auffassung, dass harte Strafen<br />
im Sinne von Gefängnis oder Heimunterbringung bei Jugendlichen<br />
erfolgsversprechend sind. Wir wissen, dass Zuwendung, Angebote zu anderem<br />
Verhalten, klare Regeln und Unterstützung wichtiger als schlichte<br />
Strafen sind.
</p>
<p>
<b>Nirvy:</b> Was halten sie von der Diskussion Cannabis zu entkriminalisieren,<br />
um die Gerichte zu entlasten. Gesetzlich werden manche Konsumenten auf<br />
eine Stufe mit Sexualstraftätern gesetzt. So etwas sollte in der<br />
heutigen Gesellschaft nicht vorkommen. Jeder ist schließlich frei<br />
zu entscheiden, was für ihn das Beste ist?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Man muss dazu sagen, dass der Eigenkonsum<br />
von Cannabis schon heute nicht strafbar ist. Und diese Konsumenten werden<br />
nicht auf eine Stufe mit Sexualstraftätern gesetzt.
</p>
<p>
<b>Ganesh:</b> Wie stehen sie zu einer Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters<br />
um eine Handhabe gegen Jugendliche Straftäter zu haben?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ich schließe mich der ganz überwiegenden<br />
Meinung der Wissenschaft an. Wir sollten beim Alter von 14 Jahren für<br />
die Strafmündigkeit bleiben.
</p>
<p>
<b>moto:</b> Sollte man nicht über effektivere Resozialisierungsmaßnahmen<br />
bzw. Prävention nachdenken, da ich den Eindruck habe, dass in vielen<br />
Fällen eine Haftstrafe nicht zu dem gewünschten Ziel führt.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Das heißt in meinen Augen: Mehr Geld für<br />
die Prävention ausgeben &#8211; ist das möglich?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ich würde das sehr begrüßen,<br />
habe es da aber leicht, weil für die Prävention die Länder<br />
ganz überwiegend zuständig sind. Das gilt auch für die<br />
Resozialisierungsmaßnahmen, die im Gefängnis stattfinden<br />
(zum Beispiel Beschäftigungstherapie, Angebote zur Arbeit, Ermöglichung<br />
eines Schulabschlusses).
</p>
<p>
<b>G. Bregg:</b> Frau Zypries, versagen bei der Gewaltprävention<br />
die Eltern?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Wenn Jugendliche gewalttätig werden,<br />
haben sicher die Eltern versagt, aber auch andere Erwachsene im Umfeld<br />
des Jugendlichen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Es wird gerade in den &#8216;&quot;ärmeren“ Bundesländern<br />
bei Weiterbildung und beim Training von Lehrern und Jugendarbeitern<br />
gespart. Haben Sie da Einfluss, dem entgegenzuwirken?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Leider nein. Die Länder regeln das in<br />
eigener Verantwortung.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Von den Schöffen mal zu den Schauspielern:
</p>
<p>
<b>JudgeDredd:</b> Was halten sie von Richtershows im Fernsehen. Kriegen<br />
Bürger dadurch ein richtiges Bild vom Rechtswesen Deutschlands?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein. Wie so oft im Leben hat die Fernsehwirklichkeit<br />
nichts mit dem wirklichen Leben zu tun. In Deutschland sind Gerichtsverhandlungen<br />
aber öffentlich. Wenn Sie sich dafür interessieren, wie es<br />
wirklich ist, gehen Sie doch mal beim Amtsgericht oder beim Verwaltungsgericht<br />
vorbei.
</p>
<p>
<b>acher:</b> Aktionäre sollen Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder<br />
leichter belangen können. Siehe Telekom-„Volks“-Aktie.<br />
Unterstützen sie das?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Der Gesetzesvorschlag kommt von mir.
</p>
<p>
<b>Ludewig:</b> Die Terminlage an deutschen Gerichten ist katastrophal,<br />
da diese häufig total überlastet sind. Die langen Wartezeiten<br />
auf Prozesstermine grenzen an Rechtsverhinderung. Was tun Sie dagegen<br />
und innerhalb welchen Zeitrahmens werden Ihre Maßnahmen greifen?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Zuständig für die Organisation und<br />
Ausstattung der Gerichte sind die Länder. Wir unterstützen<br />
die Länder in soweit, als wir Vereinfachungen bei Prozessordnungen<br />
und beim Verfahrensablauf vorsehen. Im Übrigen hat Deutschland<br />
im Vergleich zu anderen europäischen Staaten sehr kurze Fristen<br />
für gerichtliche Entscheidungen.
</p>
<p>
<b>Christine:</b> Wie schätzen Sie das Vertrauen der Bürger<br />
in das deutsche Justizsystem ein?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ich meine, dass das Vertrauen in das Justizsystem<br />
relativ hoch ist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Macht das Ministerium Umfragen? Bei den Parteien<br />
gibt es so was ja.
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein, wir machen keine Umfragen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Frage mehr an Sie als SPD-Politikerin, denke<br />
ich:
</p>
<p>
<b>1789:</b> Steinbrück bezweifelt, dass eine generelle Erforderlichkeit<br />
zum West Ost Ausgleich gibt. Teilen sie die Meinung ihres Parteikollegens?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein, ich teile die Auffassung nicht &#8211; wenn<br />
sie denn so tatsächlich verstanden werden konnte. Ich meine, dass<br />
wir den ostdeutschen Bundesländern nach wie vor Hilfe leisten müssen.
</p>
<p>
<b>fraternite:</b> Sollte zwischen den Ländern nicht mehr Wettbewerb<br />
herrschen als pauschal zu subventionieren?
</p>
<p>
<b>egal:</b> Auch Müntefering bekannte kürzlich, er habe<br />
&quot;keine Angst vor Wettbewerbsföderalismus“. Wie sehen<br />
sie das?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Man kann auf Grund der Voraussetzungen für<br />
die Bundesländer nicht ohne weiteres von Wettbewerb reden. Länder<br />
mit geographischen Besonderheiten (Berge, Meer) haben ganz andere Möglichkeiten,<br />
zum Beispiel zur Entwicklung des Fremdenverkehrs als solche, die das<br />
nicht haben. Auch die Wirtschaftskraft ist sehr unterschiedlich verteilt.<br />
Und ich halte es deshalb für richtig, dass es einen Finanzausgleich<br />
unter den Ländern gibt.
</p>
<p>
<b>zittrigehand:</b> Sollte der Bund die Steuerhoheit an die Länder<br />
abgeben, dann seien die neuen Länder &quot;im Eimer&quot;, sagte<br />
ihr SPD Kollege Platzeck. Hat er da Recht?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nicht nur die ostdeutschen Länder &#8211; es<br />
gibt auch im Westen Länder, die finanziell sehr schlecht dastehen.<br />
Im Übrigen muss gerade bei dem Thema berücksichtigt werden,<br />
dass auch die Größe eines Landes ein wichtiger Parameter<br />
ist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Auch wenn es nicht in Ihre konkrete Zuständigkeit<br />
fällt:
</p>
<p>
<b>Jurist1973:</b> Besteht in absehbarer Zeit, dass die Personalmisere<br />
in der deutschen Justiz durch Neueinstellungen behoben wird?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> So gravierend ist die Personalmisere im deutschen<br />
Justizsystem nicht. Das muss man einfach mal sagen. Und im Übrigen<br />
werden immer wieder Stellen neu besetzt.
</p>
<p>
<b>JudgeDredd:</b> Gibt es im amerikanischen Justizwesen Elemente,<br />
die sie sich auch im deutschen Justizwesen wünschten?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein. Die Systeme sind so verschieden, dass<br />
eine punktuelle Übertragung nicht in Betracht kommt.
</p>
<p>
<b>Blueface:</b> Thema internationale Justiz und deutsches Rechtssystem:<br />
In den letzten Jahren hört man immer wieder von Sammelklagen gegen<br />
deutsche Unternehmen in den USA. Teilweise gehen mittlerweile auch Deutsche<br />
den Umweg über die amerikanische Gerichtsbarkeit und schließen<br />
sich dortigen Klagen an. Warum ist dieser Umweg so attraktiv? Greift<br />
das deutsche Rechtssystem nicht weit genug? Sind die Mechanismen bei<br />
uns veraltet oder die Schadensersatzzahlungen zu gering?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ich meine dass der wesentliche Grund sein<br />
wird, dass in den USA höhere Schadenersatzsummen ausgeworfen werden.
</p>
<p>
<b>Elchtest:</b> Die Präsidentin des Bundesfinanzhofs, Iris Ebling,<br />
hat Bundesfinanzminister Hans Eichel vorgeworfen, sein Ministerium ignoriere<br />
bevorzugt Urteile zu Gunsten von Steuerzahlern. Hat das System?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein. In der Sache kann das auch nicht stimmen.<br />
Wenn es Urteile, gibt die den Staat verpflichten, dann hält sich<br />
die Bundesregierung auch daran.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes<br />
wie Hans-Jürgen Papier kritisiert, viele Gesetze im Steuerrecht<br />
würden faktisch von den Verwaltungen nicht mehr angewandt, da sie<br />
völlig unübersichtlich sind. Muss da die Justizministerin<br />
nicht öffentlich &quot;Halt&quot; schreien, wenn Bundestag und<br />
Bundesrat solche Vorschriften verabschieden?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Jeder Ressortminister verantwortet seine Gesetze.<br />
Das Justizministerium hat nicht die Funktion eines allgemeinen Justiziars<br />
oder &quot;Oberprüfers&quot; in der Bundesregierung.
</p>
<p>
<b>Ludewig:</b> Im Steuerrecht werden Vereinfachungen diskutiert, da<br />
&quot;Otto Normalbürger&quot; nicht mehr durchblickt. Halten Sie<br />
eine solche Diskussion auch für andere Rechtsbereiche für<br />
angebracht? Werden Sie sich hier engagieren?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Ja, wir machen bereits seit Beginn der letzten<br />
Legislaturperiode eine Initiative zur Vereinfachung und zum Abbau von<br />
Rechtsvorschriften.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Nachfrage zum Steuerrecht und Bundesverfassungsgerichtspräsident<br />
Papier:
</p>
<p>
<b>Bardot:</b> Aber der Präsident des Bundesverfassungsgerichts<br />
ist ja nicht irgendwer. Sie weichen aus?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nein, das ist ja eine pauschale Behauptung,<br />
die erst mal durch nichts belegt ist. Durch die ausdifferenzierten EDV-Programme<br />
halte ich die Chance auch für relativ gering, dass tatsächlich<br />
Gesetze nicht beachtet werden. Dass Begünstigungen der Bürger<br />
berücksichtigt werden, dafür werden diese oder Ihr Steuerberater<br />
schon sorgen.
</p>
<p>
<b>Kommissar:</b> Wann unternimmt das Bundesjustizministerium endlich<br />
was gegen die sog. &quot;Abmahnvereine&quot;?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Wenn Sie mir Ihre Adresse schicken, werde<br />
ich die Frage gerne beantworten, im Moment weiß ich nicht, wie<br />
der Stand der Dinge ist.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Bitte mailen Sie an internet@ard-hauptstadtstudio.de
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Das gilt auch für alle anderen, die ihre<br />
Fragen hier nicht oder nicht ausreichend beantwortet bekamen (www.bmj.bund.de):
</p>
<p>
<b>zuiewrz:</b> Finde ich gut, dass sie nicht so tun, als wenn sie<br />
alles immer wissen &#8211; sehr menschlich!
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Danke.
</p>
<p>
<b>ROL:</b> Werden Kinder in absehbarer Zeit das Sorgerecht von beiden<br />
Elternteilen erhalten, vor allem nichteheliche Kinder, also ohne Zustimmung<br />
der Mutter?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Nach geltendem Recht sollen beide Elternteile<br />
das Sorgerecht bei der Scheidung übernehmen. Das gilt auch für<br />
nichteheliche Kinder. Ausnahmen sind dann gegeben, wenn es für<br />
das Wohl des Kindes besser ist, dass nur ein Elternteil das Sorgerecht<br />
hat.
</p>
<p>
<b>Stefan Zimmermann:</b> Ist es Ihrer Meinung nach mit dem Jugendschutz<br />
sowie dem Grundgesetz zu vereinbaren, dass Zigarettenautomaten ohne<br />
jeglichen Schutz / Sicherheitssysteme von Kindern und Jugendlichen benutzt<br />
werden können?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Wir haben im Jugendschutz schon eine Menge<br />
gemacht, beispielsweise sind die Zigarettenautomaten schon von der Straße<br />
weg. Aber es stimmt: Ansonsten bleibt da noch einiges zu tun. Und die<br />
Erhöhung der Tabaksteuer, um den Konsum zu vermeiden ist eine der<br />
Maßnahmen.
</p>
<p>
<b>zui:</b> Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass<br />
der Bund Neubauern oder deren Erben nach der deutschen Vereinigung zu<br />
Unrecht ohne Entschädigung enteignete. Müssen Betroffene bei<br />
Gerichten oder Behörden innerhalb von vier Wochen schriftlich ihren<br />
Anspruch auf das enteignete Land geltend machen? Sie sind dafür<br />
zuständig?
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Sie brauchen derzeit keine Ansprüche<br />
geltend zu machen. Wenn das Urteil rechtskräftig wird und die Betroffenen<br />
einen Ausgleich erhalten, wird der Staat sich darum kümmern, dass<br />
alle berücksichtigt werden.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Liebe Politik-Interessierte, vielen Dank für<br />
Ihr Interesse. Herzlichen Dank, Frau Zypries, dass Sie zum Chatten ins<br />
Hauptstadtstudio gekommen sind. Die Transkripte aller Chats finden Sie<br />
auf den Seiten der Veranstalter. Unser nächster Chat-Gast ist die<br />
Spitzenkandidatin der FDP bei der Europawahl, Silvana Koch-Mehrin. Der<br />
Chat findet am kommenden am Montag, 9. Februar um dreizehn Uhr statt.<br />
Allen Chattern und Beteiligten wünscht das tacheles.02-Team noch<br />
einen angenehmen Tag.
</p>
<p>
<b>Brigitte Zypries:</b> Diesem letzten Wunsch schließe ich mich<br />
an.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8220;Die digitale Signatur ist sicher&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Mar 2002 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[E-Voting]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte 
Zypries im Chat am 19. März  2002</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte<br />
Zypries im Chat am 19. März  2002</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: small; font-family: Arial,helvetica; color: #ff9900"><b><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/bzypries.jpg" alt="Brigitte Zypries" align="left" height="150" width="113" /></b></span></b></span></span></span></span></span><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe Chatter und Chatterinnen, Sie können Ihre Fragen ab sofort an den Moderator schicken!</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Frau Zypries ist gerade eingetroffen, einen Moment noch&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Es geht los! Ich bin gespannt auf Ihre Fragen!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:<br />
Herzlich willkommen bei der Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot;. Heute<br />
ist bei uns live von der Cebit in Hannover zu Gast: Brigitte Zypries,<br />
Staatssekterärin im Bundesministerium des Innern. Die Chatreihe Mail<br />
to: Moderner Staat wird organisiert von der Stabsstelle &quot;Moderner Staat<br />
&#8211; Moderne Verwaltung&quot; und von politik-digital.de. Unsere heutigen<br />
Themen: Die Initiative BundOnline2005, eGovernment und die Bilanz 2002<br />
des Programms der Bundesregierung &quot;Moderner Staat &#8211; Moderne<br />
Verwaltung&quot;. Aber erst einmal: Hallo liebe Chatter, herzlich<br />
willkommen, Frau Zypries. Sind Sie bereit für den Chat, Frau<br />
Staatssekretärin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Ja, und viele Menschen schauen zu.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Eine<br />
erste Frage vorweg, Frau Zypries: In einer Stellungnahme, die Sie<br />
gestern abgegeben haben, ist folgendes zu lesen: &quot;Die Bürgerinnen und<br />
Bürger interessiert nicht (bei der Inanspruchnahme von<br />
Verwaltungsdienstleistungen über das Internet), ob für die<br />
dahinterliegende Abwicklung der Bund, ein Land oder eine Kommune<br />
zuständig ist&quot;. Ist das denn in der Planung der Dienstleistungen ein so<br />
großes Problem?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Ja, das liegt am Föderalismus in Deutschland&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> demgemäß sind die Zuständigkeiten verteilt und müssen im Netz verbunden werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Einige Fragen zu BundOnline2002 sind bereits eingetroffen. Hier die erste:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie errechnen sich die Einsparungen von 400 Mio.€ jährlich bei der Umsetzung der BundOnline 2005 Initiative?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b><br />
Wir gehen davon aus, dass mit standardisierten Dienstleistungen &#8211; wenn<br />
sie online angeboten werden &#8211; diese Summe erreicht werden kann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Wir haben Vergleiche mit der Wirtschaft und Erfahrungen mit Online-Dienstleistungen der Verwaltung hochgerechnet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sam: Werden Behördengänge mit dem Start von &quot;BundOnline 2005&quot; vollkommen überflüssig werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><b>Brigitte_Zypries:</b></b> Nein, wer möchte kann nach wie vor zu der Behörde gehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Sam: Wie soll das Projekt BundOnline2005 finanziert werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir werden zusätzliches Geld aus dem Gesamthaushalt einstellen und die Ministerien müssen aus ihren IT-Titeln mitfinanzieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Was sagt Herr Eichel dazu?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Na, er sieht &#8211; wie wir &#8211; den langfristigen Gewinn.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Die Kosten scheinen die Chatter und Chatterinnen derzeit besonders zu interessieren:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Welche Kosten zur Realisierung der notwendigen IT stehen den bezifferten Einsparungen gegenüber?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir gehen von 1,65Mrd.€ bis 2005 aus und von Einsparungen in Höhe von 400 Mio.€ ab 2006 jährlich.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nik: Was gibt es denn neben den finanziellen Vorteilen, das für die Einführung von BundOnline spricht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wichtigster Punkt ist die Standortsicherung: Wir bieten ja viele Leistungen für die Wirtschaft an&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> aber wir wollen natürlich auch die Verwaltung reformieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nik: Wird es die Behörde der Zukunft nur noch virtuell im Netz geben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein, es wird auch weiter die &quot;normale &quot; Behörde geben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Sind Aktionen geplant um z.B. älteren Leuten die Möglichkeiten von BundOnline2005 näher zu bringen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja,wir haben das Programm&quot;Internet für alle&quot;, das z.B. kostenlosen Internetzugang in Bücherein vorsieht&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und viele Stiftungen o.ä. bieten Kurse gerade für Ältere an.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Können Sie vielleicht eine Internetadresse nennen, wo man sich informieren kann?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> www.bundesregierung.de oder www.internet-fuer-alle.de</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und hier die Frage aus der anderen Sicht:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wie wollen Sie die Jugend an das Projekt heranführen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> In jeder Schule gibt es inzwischen einen Internet Zugang&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und im übrigen sorgt diese Gruppe gut für sich selbst.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wodurch wollen Sie das Vertrauen der Bürger in BundOnline2005 bezüglich der Sicherheit der Daten stärken?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir fördern die digitale Signatur&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> und machen unsere Netze sicher.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Unter www.bsi.de können Sie Infos zur Sicherheit abrufen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">C.S.: Ist Sicherheit nicht ein relativer Begriff?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">WeKaKa: Frau Staatssekretärin, ist es realistisch, dass Sie die 376 Bund-Dienstleistungen bis 2005 auch online stellen können?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir haben den Plan so berechnet und gehen davon aus, dass es auch klappt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie lange dauert es noch, bis ich meine Behördengänge online abwickeln kann (z.B. Pass beantragen oder Wohnung ummelden)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> 21 Dienstleistungen können Sie schon jetzt abwickeln&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> die Ummeldung wird von den Kommunen bereitgestellt,&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> für Passerstellung gibt es einen Piloten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Muss der Bürger für mehr Komfort auch mehr zahlen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Werden<br />
Sie die IT für die eGovernment-Projekte privat betreiben oder durch die<br />
Behörden selbst? Hätten Sie dafür genug geeignetes Personal?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Teils, teils&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> wir werden Projektaufträge vergeben, machen aber auch einen großen Teil selbst.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Ich sehe<br />
das größte Problem immer noch in der elektronischen Signatur. Welche<br />
Schritte müssen unternommen werden, damit eine breite Akzeptanz möglich<br />
ist?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich meine, dass wir vor allem für gute Anwendungen sorgen müssen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Kann ich Ihrem Ministerium schon eine digital signierte eMail schicken?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, allerdings sind noch nicht alle Arbeitsplätze entsprechend ausgestattet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jenny: Wie viele Dienstleistungen von BundOnline benötigen denn die digitale Signatur? Oder geht es ganz ohne?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir gehen von 100 Dienstleistungen aus&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> das sind vor allen die, bei denen das Gesetz die Schriftform erfordert.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nachwuchs-handheldking:<br />
Frau Zypries, wird die digitale Signatur auch im zwischenmenschlichen<br />
Bereich, etwa von Anwalt zu Klient, zum Einsatz kommen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, da liegt eine wichtige Anwendung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Berndf: Wird<br />
überlegt, den Bürgern besondere Anreize zu geben, um ihre<br />
Angelegenheiten online abzuwickeln (z.B. geringere Gebühren)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Derzeit liegt der Reiz in der schnelleren Bearbeitung und der Ersparnis der Portokosten&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> für die Zukunft kann ich mir so etwas vorstellen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Nachwuchs-handheldking:<br />
Der Anreiz liegt meiner Meinung nach darin, dass ich wochenends und<br />
nach Feierabend meine Behördengänge tätigen kann.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das stimmt!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Gibt es bereits Erfahrungen erfolgversprechender Ansätze des eGovernments in anderen Ländern?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja, deutlich weiter sind die USA und Schweden, andere aber nicht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Wird sich BundOnline2005 am englischen Projekt uk-online orientieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Wir sehen, was wir übernehmen können, aber unser Umsetzungsplan steht.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Jones: Gibt es einen Erfahrungsaustausch mit den USA oder Schweden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Mit Schweden im Bereich der EU, in den USA haben wir uns das eine oder andere angesehen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> im ICA gibt es einen regelmäßigen Austausch.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:<br />
Regierungsintern gibt es inzwischen ebenfalls einen solchen Austausch.<br />
Sie haben berichtet, dass es eine ressortübergreifende Arbeitsgruppe<br />
für das Thema eGovornment gibt. Wer sitzt da eigentlich drin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Es gibt Arbeitsgruppen auf verschiedenen Ebenen&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b><br />
Staatssekretäre des Bundes und der Länder treffen sich regelmäßig, und<br />
auf Referentenebene gibt es diesen Austausch schon lange.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: Gibt es ein konkretes eGovernment-Projekt, das Ihnen besonders am Herzen liegt?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Öffentlicher Einkauf online.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein<br />
weiteres Thema, das unsere Gäste interessiert: eVoting, das Wählen über<br />
das Internet. Hier die erste Frage zu dem Thema:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Henry: Wie schätzen Sie die Chancen von eVoting ein?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das wird noch einige Zeit dauern&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> bis wir sicher sein können, dass die Wahlgrundsätze auch 100% eingehalten werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Wie sollen im Zeitalter von eVoting &quot;gleiche&quot; Wahlen garantiert werden?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Gleiche Wahlen heißt nur, dass jeder Wählen kann und jede Stimme das gleiche Gewicht hat&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Dies kann dann durch Internetwahlen oder Wahl im Wahllokal geschehen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">jane: Wie sicher ist eVoting? Besteht die Gefahr der Manipulation (siehe Briefwahl USA)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das Problem der Sicherheit ist der Grund, weshalb die Sache noch eine ganze Zeit dauern wird.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Sollen Wahlurnen bald durch Computer ersetzt werden, die die Auszählungen vereinfachen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das gibt es heute schon, z. B. in Köln.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">BirteB: Aber wenn über Web gewählt wird, führt das doch sicherlich zu einer Entfremdung, oder nicht?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b><br />
Der demokratische Diskurs muss während der ganzen 4 Jahre der<br />
Legislatur erhalten bleiben und &#8211; wenn möglich &#8211; ausgebaut werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Noch eine Frage zu dem Projekt in Köln:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Denken Sie, das wäre auch in anderen Städten sinnvoll?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Was in Köln gemacht wird, wäre sicher auch in anderen Städten sinnvoll- es ist auch eine Frage der Kosten.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bürger: In welchem Umfang werden Sie bei eGovernment-Anwendungen Open Source Software einsetzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Das Beschaffungsamt setzt OSS ein&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> wir haben jetzt ein Projekt aufgelegt, mit dem OSS stärker in die Bundesverwaltung eingeführt werden soll&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> mit 2 Mio.€ fördern wir das.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie bewerten Sie die Entscheidung des Bundestags, in Zukunft auf OSS und Windows zu setzen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich halte das für ein salomonisches Urteil.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bella: Apropos Sicherheit: Was halten sie von Linux?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Prima.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und, was läuft auf Ihrem Rechner?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Auf dem Desktop Microsoft, die Server werden mit Linux betrieben.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">danman: Was sind Ihre Impressionen der diesjährigen Cebit?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Unser Stand und der ganze Pavillon ist klasse&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> durch mehr Platz ist es nicht so voll und damit nicht so anstrengend&#8230;</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> ich fand es wieder sehr spannend.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Welche Neuerung hat Ihnen auf der Cebit am besten gefallen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Blueberry: Ein Gerät, das immer online ist und Daten und e-Mails vom Kalender auf das tragbare Teil überträgt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Und man kann damit auch telefonieren.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Also ein Palm mit Telefon.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Besser, weil immer online.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wir kommen zu den letzten Fragen:</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Bahar: Sind Sie der Meinung, dass die CeBIT an Stellenwert eingebüßt hat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Nein.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">digitalist: Nutzen Sie das Netz auch privat?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ja.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe<br />
Chatter und Chatterinnen, sehr geehrte Frau Staatssekretärin Zypries!<br />
Unsere Chatzeit ist bereits wieder abgelaufen. Wir bedanken uns für die<br />
Fragen und für die Beantwortung durch Frau Zypries live von der Cebit!<br />
Im Namen der Stabsstelle Staat Modern &#8211; Moderne Verwaltung und<br />
politik-digital.de wünschen wir allen Beteiligten noch einen angenehmen<br />
Nachmittag. Frau Zypries, haben Sie jetzt Zeit um eine der<br />
Abschlussparties auf der Cebit zu besuchen oder müssen sie sofort<br />
wieder zum nächsten Termin?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte_Zypries:</b> Ich mache noch ein Interview mit dem F.A.Z. Radio und dann gehts nach Berlin.Tschüss, es hat Spaß gemacht!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Vielen Dank , bis zum nächsten Mal!!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Kat: Guten Flug!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kommi2000: Danke, Frau Staatssekretärin Zypries!</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe Chatter und Chatterinnen, leider konnten nicht alle Fragen beantwortet werden, es waren zu viele!</span></p>
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		<title>&#8220;Die digitale Signatur ist sicher&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2001 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[SPD]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Brigitte Zypries]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/quotdie_digitale_signatur_ist_sicherquot-370/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte 
Zypries im Chat am 23. August 2001</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Brigitte<br />
Zypries im Chat am 23. August 2001</b></span></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator:</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Zypries, liebe Chatgemeinde &#8211; herzlich Willkommen!<br />
Heute findet der fünfte Teil der Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot;<br />
statt, die politik-digital in Kooperation mit dem Innenministerium durchführt. Thema<br />
des  Chats wird vor allem eGovernment und Verwaltungsreform sein, auch<br />
rechtliche Fragen können gestellt werden. Frau Zypries: Wie lang ist es noch<br />
bis 2005? Sind Sie im Zeitplan? </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/salon/photos/bzypries.jpg" alt="Brigitte Zypries" align="left" height="84" width="78" />Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, wir sind im Zeitplan. Wir haben einen zentralen Zugang für alle Dienstleistungen<br />
des Bundes über das Portal <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a><br />
seit März und bisher sind zehn direkte Dienstleistungen über diese Portal erreichbar.<br />
Laufend kommen neue hinzu. </span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><br />
</span></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Hallo Frau<br />
Zypries, welche Dienstleistungen will der Bund denn jetzt eigentlich online<br />
stellen?</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Alle Dienstleistungen, die der Bund gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern und<br />
der Wirtschaft und den Verwaltungen in Ländern und Kommunen erbringt, die online-fähig<br />
sind. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Ein Beispiel?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Über Arbeitsamt Online hat die Bundesregierung in den letzten 12 Monaten rund<br />
500.000 Arbeitsplätze vermittelt. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: eDemokratie<br />
beim Wort genommen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Wo kann<br />
man diesen Zeitplan bis 2005 einsehen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die zentrale Website ist <a href="http://www.bundonline2005.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bundonline2005.de</a>;<br />
der genaue Zeitplan wird derzeit erarbeitet und Ende des Jahres veröffentlicht.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Wird da nicht<br />
viel Geld ausgegeben, ohne dass es wirklich sichtbare Vorzeigeprojekte gibt?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Nein. Z.B. können bei dem Projekt BAföG-Online über 500.000 BAföG-Rückzahler<br />
online Tilgung und Stundung vornehmen. Dies spart den Bürgern Zeit und Geld<br />
und auch dem Staat eine Menge Verwaltungskosten. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Wieviel Geld<br />
wird den ausgegeben? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Der Bund gibt jetzt schon über 2 Mrd. DM pro Jahr aus. Diese Summe werden wir<br />
deutlich erhöhen müssen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Mit wieviel<br />
onlinefähigen Dienstleistungen dürfen die Bürger denn rechnen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Einige Hundert, die auch ins Internet können, haben wir bis jetzt identifiziert.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Zu den<br />
Kommunen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Die häufigsten<br />
Verwaltungskontakte hat der Bürger die Bürgerin mit seiner Kommunalverwaltung.<br />
Die Kommunen sind, wenn es sich nicht um Grossstädte handelt, gar nicht in der<br />
Lage alles online anzubieten. Im übrigen sind die meisten Leistungen überall<br />
gleich &#8211; aber jede Verwaltung erfindet alles neu. Gibt es Überlegungen Standarddienste<br />
über gemeinsame Portale &#8211; insbesondere wenn es sich um Bundes- oder Landesrecht<br />
handelt &#8211; zu organisieren ? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, das gemeinsame Portal ist doch das Portal <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a>.<br />
Wir haben den Ländern un den Gemeinden angeboten dieses Portal mitzunutzen.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Was macht<br />
den eigentlich &quot;Staat Modern&quot; alles? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Schauen Sie bei <a href="http://www.staat-modern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.staat-modern.de</a><br />
rein, da steht alles drin. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Na gut.<br />
Nachfrage zu den Finanzen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Beziehen sich<br />
die 2 Mrd. pro Jahr auf Internetdienstleistungen konkret oder IT-Infrastruktur<br />
allgemein? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Auf beides. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Sie haben<br />
ja vor einiger Zeit auch ein Diskussionsforum gestartet. Worum ging es da? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Um das Informationsfreiheitsgesetz. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">kerstind: Wie ist<br />
die Debatte um das Info-freiheitsgesetz auf Ihren Seiten gelaufen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Sehr gut. Es haben sich viele beteiligt und wir hatten auch gute Vorschläge<br />
von denen wir fünf oder sechs in den Gesetzestext übernommen haben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie viele<br />
sind denn viele? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Über 400. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: In Deutschland<br />
gilt ja bei der Information von Behörden bisher das Geheimnisprinzip. Wird das<br />
geändert? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Es gibt nicht das Geheimnisprinzip, es gibt bisher das Prinzip, dass man SELBST<br />
betroffen sein muss, um Akteneinsicht zu nehmen. Das wird aufgehoben, indem<br />
man in jede Akte Einsicht nehmen kann, unabhängig von der persönlichen Betroffenheit.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und der<br />
Datenschutz, bleibt der gewahrt? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Aber ja. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Kommen<br />
wir noch mal zur Verwaltungsmodernisierung: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Wenn der Bürger/die<br />
Bürgerin etwas von eGovernment haben soll müssen Standardlösunge her, die in<br />
jeder Gemeindeverwaltung laufen können! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir wollen als Bundesverwaltungen zentrale Services für alle bereitstellen z.B.<br />
digitale Signatur, Payment-Verfahren, Formularserver oder anderes. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Apropos<br />
digitale Signatur: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Wie sicher<br />
ist die digitale Signatur? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die Verfahren sind sehr sicher. Aber es kommt natürlich auch auf einen verantwortungsbewußten<br />
Umgang an. Man darf seine PIN-Nummer anderen ja auch nicht mitteilen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">gump: Sollte man<br />
nicht erst mal schauen, ob es billigere Anwendungen als die digitale Signatur<br />
gibt, Formularserver und solche Dinge? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die digitale Signatur dient der Authentifizierung. Das geht belastbar nicht<br />
anders, als mit der digitalen Signatur. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Uwe präzisiert<br />
seine Frage nach den Standardlösungen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">uwe: Nein. Ich meine<br />
nur einmal den Vordruck Hundesteuer, Lastschrift, Kindergartenplatz, Führerschein<br />
usw. Dann brauchen nicht soviele Web-Seiten und Formulare erstellt und gepflegt<br />
werden? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, völlig richtig, es wäre gut, wenn dies ginge! Die Kommungen haben die Kompetenz<br />
für diese Dinge und müssten sich auf gemeinsame Formulare einigen. Der Bund<br />
hat insoweit keine Kompetenz </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Vielgebrauchte<br />
Schlagworte in der Diskussion um die Entwicklung des E-Government sind Partizipation<br />
und Bürgernähe. Was verstehen Sie unter diesen Begriffen? Was kennzeichnet nach<br />
Ihrer Ansicht eine bürgernahe Verwaltung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Schneller und umfassender Service. Das ist eine bürgernahe Verwaltung. Zumal<br />
wenn dann auch noch viele Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger abgedeckt werden.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Eine berechtigte<br />
Frage zwischendurch: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">klaeser: Jeder, der<br />
die Meldungen in den Medien &#8211; auch in den neuen Medien &#8211; verfolgt, wird mit<br />
einer Vielzahl von Begriffen wie z.B. eGovernment, Bundonline2005, staat-modern,<br />
eGovernment-handbuch, 10Punkte-Porgramm, usw&#8230; konfrontiert. Wo sind Struktur<br />
und die Zusammenhänge dieser Begriffe in übersichtlicher Form komprimiert dargestellt?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Auf unserer Homepage <a href="http://bmi.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bmi.bund.de</a><br />
&#8211; politik-digital.de will aber auch einen Text dazu auflegen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Werden die<br />
angesprochenen Verfahren (Signatur, Formularserver) denn den Ländern und Kommunen<br />
vom Bund angeboten zur Nutzung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir entwickeln Standards, die für alle gelten können und laden die Länder und<br />
Gemeinden ein, sich einzubringen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Harald: <a href="http://www.bund.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bund.de</a><br />
ist die wahrscheinlich modernste Seite im Web &#8211; Herzlichen Glückwunsch, Frau<br />
Zypires! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Danke schön! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Müsste man<br />
nicht eigentlich um wirtschaftlich eGovernment zu betreiben, die strikte föderale<br />
Aufgabentrennung aufweichen/Aufgaben zusammenfassen? Irgendwann kommen die Wahlbürger<br />
doch auf diese zahlreichen Parallelinvestitionen mit Steuermitteln! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ich finde, dass uns die Technik gerade hilft, besser mit diesen föderalen Grenzen<br />
umzugehen, denn Bund, Länder und Kommunen können sich auf eine gemeinsame Darstelllung<br />
im Web einigen und die Bürger müssen nicht mehr versuchen, herauszufinden, wer<br />
nun zuständig ist. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Die Kommunen<br />
bleiben im Trend: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Der Bund<br />
kann für Prestigeprojekte immer irgendwo Geld auftreiben, in Ländern und Kommunen<br />
ist es deutlich knapper. Ausserdem hat der Bund ja die wenigsten konkreten Kontakte<br />
zur Bevölkerung. Was ist mit Ländern und Kommunen? Dort wickeln Bürger und Unternehmen<br />
die meisten Dienste ab. Wird der Bund dort auch helfen, um Standards zu etablieren<br />
und Projekthilfe geben? Z.B. wird MEDIA@Komm verlängert etc&#8230; </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, der Bund hilft, Standards zu etablieren. Z.B. haben wir ein E-Government-Buch<br />
herausgegeben mit praxisorientierten Anleitungen für alle zur Umsetzung von<br />
eGovernment. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Glauben<br />
Sie, dass media@komm seinen Zweck erfüllen wird? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ja, ich glaube, dass media@komm seinen Zweck schon erfüllt hat. Wir überlegen<br />
deshalb, das Geld breiter in die Regionen zu geben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Neben<br />
Standards geht es ja vor allem um konkretes Know-How in der Projektarbeit. Dieses<br />
ist in den Kommunen oft nicht ausreichend vorhanden. Wie kann der Bund da helfen?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Mehr als das Handbuch könne wir derzeit nicht bieten. Es ist unter <a href="http://www.bsi.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.bsi.de</a><br />
kostenlos zu haben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Eine interessanter<br />
Aspekt ist doch sicher eDemocracy. Wie sehen dort die konkreten Entwicklungen<br />
im BMI aus? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir haben Information, wir hatten Partizipation mit dem Forum zum IFG und wir<br />
haben eine Arbeitsgruppe die sich mit der Realisierung von Online-Wahlen befasst.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Wie weit<br />
kann die Partizipation gehen? Sollen die Bürger in Zukunft bei z.B. Gemeinderatssitzungen<br />
online Fragen stellen können? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das muss jede Gemeinde selbst entscheiden. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: A propos<br />
Wahlen: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">mario maier: Wie<br />
bewertet die Bundesregierung/das Bundesinnenministerium Aktivitäten im Bereich<br />
&quot;Wahlen über das Internet&quot; wie zuletzt die Internet-Briefwahl zum Jugendgemeinderat<br />
in Esslingen am Neckar, welche was die eindeutige Wählerauthentifizierung betrifft,<br />
sich ja streng an die Vorgaben des Deutschen Signaturgesetztes gehalten hat?<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das war gut. Aber bis wir auf diese Art und Weiser eine Bundestagswahl durchführen<br />
könne, wird es noch eine ganze Weile dauern. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Und noch<br />
mal zurück zur kommunalen Partizipation: </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Ich möchte<br />
noch eine Nachfrage zu der oft geäußerten These stellen, dass E-Government zu<br />
einer stärkeren Beteiligung der BürgerInnen an den Verwaltungsabläufen ermöglichen<br />
soll. Würden Sie diese Vorstellung teilen? Heißt nach Ihrer Ansicht mehr Partizipation<br />
letztlich mehr Beteiligung oder Mitwirkung des einzelnen (vor allem der Betroffenen)<br />
an der einzelnen Verwaltungsentscheidung (z.B. komm. Planung)? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Gerade in dem Bereich kommunale Planung wird das sehr stark diskutiert. Über<br />
das Internet kann man zudem Menschen an Politik interessieren, die sich sonst<br />
nicht so stark interessieren. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Gibt es<br />
überhaupt einen Bedarf für eDemocracy, wenn doch keiner auf den Homepages diskutiert,<br />
wie diese Woche einigen Zeitungen zu entnhemen war? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ich kann das nicht bestätigen. In dem Diskussionsforum zum IFG haben sich über<br />
400 Personen beteiligt. Allgemeine eMails mit Fragen oder Anregungen zum modernen<br />
Staat haben wir schon über 3.500. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Sollte<br />
man die Foren vielleicht lieber konzentrieren und nicht zuviele unterschiedliche<br />
Orte eröffnen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das tun wir ja. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator<b>:</b> Vielleicht<br />
um etwas richtigzustellen&#8230; </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Frank: Das Forum<br />
wurde erst nach dem Gesetz aufgesetzt. Wo ist da die Partizipation? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das stimmt nicht. Die Diskussion im Netz fand statt, ehe das Gesetz überhaupt<br />
im Kabinett war. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Online-Wahlen<br />
helfen doch keinen einzigen Cent zu sparen. Bei welchen Online-Dienstleistungen,<br />
meinen Sie, kann der Staat am meisten Geld und Personal sparen? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Bei jeder Form von standardisierter Dienstleistung. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Was könnte<br />
das sein? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Z.B. BAföG-Online oder Zivildienstangelegenheiten. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Welche<br />
Rolle spielt nach Ihrer Ansicht das geltende Beamtenrecht bei der Umsetzung<br />
der geplanten Maßnahmen zur Verwaltungsmodernisierung? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das geltende Beamtenrecht behindert nicht. Wir wollen stärkere Flexibilisierungsmöglichkeiten<br />
(Leistungsanreize) einbauen. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Die Konzentration<br />
(kam vom Moderator) halte ich für einen guten Ansatz. Wenn zukünftig mal alle<br />
Gesetzte online diskutiert werden können, wer findet dann noch die entsprechende<br />
Plattform? Gibt es da eine Vorstellung für eine zentrale Seite? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wenn, dann wäre das auf den Seiten des Bundestages <a href="http://www.elektronische-demokratie.de/">www.elektronische-demokratie.de</a><br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Nochmal<br />
zu meiner Frage: Partizipation ist doch ein ganz anderes Diskussionsfeld. Bei<br />
Verwaltungsmodernisierung geht es auch darum KOSTEN zu sparen. Welche eGovernment-Projekte<br />
bringen langfristig die besten Effizienzgewinne? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die, die standardisierte Dienstleistungen erbringen, siehe oben. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Bund.de<br />
wird ja ein bisschen wegen fehlender Partizipationselemente gerügt. Wird sich<br />
da was ändern? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Die Seite ist aufgebaut als Verwaltungsportal, bzw. als Dienstleistungsportal<br />
des Bundes. Insofern ist Partizipation nicht das erste Thema. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Aber doch<br />
ein Thema? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Ein Thema für den Bund, nicht unbedingt für diese Seite. Hans: Es erscheint<br />
mir doch etwas merkwürdig, neben den Parallelinvestitionen bei Bund, Ländern<br />
und Kommunen auch noch Portale zu schaffen und zu bezahlen, damit man die einzelnen<br />
Leistungen dann wieder findet! Geht&#8217;s wirklich nicht anders? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wie soll es denn anders gehen? Dann müsste der Bürger doch wieder wissen, wer<br />
was anbietet im föderalen Staatsaufbau. Dies wird durch ein einheitliches Portal<br />
gerade überspielt. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Im Herbst<br />
ist &quot;Staat Modern&quot; auch auf einer Messe präsent. Was zeigen Sie da? </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Es gibt ein Verantsaltungs-Forum zur Verwaltungsmodernisierung und eines zu<br />
eGovernment. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Was hier<br />
noch gar nicht angesprochen wurde ist die interne Modernisierung der Verwaltungen,<br />
damit diese E-Government-Träume überhaupt realisierbar sind. Wie hilft der Bund?<br />
Bisher gingen die Vorschläge zur Modernisierung eher von kommunalen Verbänden<br />
aus. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Wir schaffen Leistungsanreize machen Personalentwicklung, Kosten-Leitsungs-Rechnungen<br />
(KLR), Controlling, Benchmarking etc. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">buerger: Gibt es<br />
denn auch einen ganzheitlichen Ansatz eines Portals für den Bürger nach seinen<br />
Bedürfnissen? Ich logge mich ein und finde alles was ich brauche aus meiner<br />
Gemeinde, Land und Bund. So wie man sich seine Seite bei yahoo einrichten kann.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Das müssen wir diese Jahr noch erörtern und entscheiden. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Moderator: Liebe<br />
Frau Zypries, wir bedanken uns ganz herzlich bei Ihnen für den Chat. Eine gelungene<br />
Premiere: Am 27. September wird die Chatreihe &quot;Mail to: Moderner Staat&quot; fortgesetzt.<br />
Im Beratungschat zum Thema &quot;Wie sicher ist das Netz&quot; wird ein Experte des BSI<br />
(Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) für die Chatter da sein.<br />
Danke und einen schönen Abend! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">ThiloLenz: Danke,<br />
war sehr interssant. </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">Hans: Ich wünsche<br />
Ihnen viel Erfolg bei der Bewältigung der vielen Herausforderungen, Frau Zypries.<br />
</span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">IngoLehmann: Danke<br />
für diesen neuen Ansätze für eine transparentere Verwaltung. Viel Erfolg! </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><b>Brigitte Zypries:</b><br />
Mir hat es auch Spaß gemacht! Und wenn Sie konkrete Anregungen haben, dann schicken<br />
Sie uns doch eine E-Mail an: stabsstelle@staat-modern.de </span><br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,Helvetica,sans-serif">E Richter: Es war<br />
sehr informativ, auch wenn viele Fragen noch offen sind. Vielen Dank. </span><br />
</span><br />
</span></p>
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