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	<title>Brüssel &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Brüssel &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Ronny Patz: Blogger für Europa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lena Kaiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jul 2012 13:53:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Köpfe]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Transparency International]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Ronny Patz]]></category>
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					<description><![CDATA[Derzeit herrscht Krisenstimmung in Europa. Angst, Hilflosigkeit und Protest beherrschen die öffentlichen Diskussionen. Aber während die Einen über die Fehler [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/ronny-patz-blogger-fuer-europa/patz_630x330/" rel="attachment wp-att-119012"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignleft size-full wp-image-119012" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/Patz_630x330.jpg" alt="" width="630" height="330" /></a>Derzeit herrscht Krisenstimmung in Europa. Angst, Hilflosigkeit und Protest beherrschen die öffentlichen Diskussionen. Aber während die Einen über die Fehler der Eurozone streiten und versuchen, das Schlimmste zu verhindern, hat der Blogger Ronny Patz sich entschieden, die europäische Idee einfach zu leben.</p>
<p>Er führt ein europäisches Nomadenleben zwischen Moldawien, Belgien und Estland, um nur einige seiner Stationen der vergangenen Jahre zu nennen. Aktuell lebt der Politikwissenschaftler Ronny Patz in Berlin und promoviert an der Uni Potsdam über Informationsflüsse bei EU-Entscheidungen. Patz bezeichnet sich selbst als Transparenz-Aktivist und wird ab August hauptamtlich für Transparency International in Brüssel arbeiten. Schon seit Jahren bloggt er über Europapolitik auf seinem <a href="http://polscieu.ideasoneurope.eu/">persönlichem Blog Polscieu.</a> Als Mitbegründer von <a href="http://www.bloggingportal.eu/reader">Bloggingportal.eu,</a> wo 900 Blogs zu europäischen Themen gelistet sind, treibt er seit 2009 die Vernetzung europäischer Blogger voran. Ihn interessieren das Zusammenführen von Argumenten und die anschließende Diskussion darüber.</p>
<p>Eine Woche, nachdem das EU-Parlament das ACTA- Abkommen nicht zuletzt auch aufgrund <a href="http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/aus-dem-maschinenraum/aus-dem-maschinenraum-schluss-mit-der-muedigkeit-11811051.html">gesamteuropäischer Massenproteste</a> abgelehnt hat, kommt Ronny Patz zum Interview in die politik-digital.de-Redaktion. Im Gespräch gibt sich der 29-Jährige aufmerksam und unkompliziert. Er redet schnell und geradeheraus, ohne viele Umschweife. Hin und wieder schleichen sich französische oder englische Wörter ein. Unverkennbar ist er nicht nur in seiner Muttersprache Deutsch zu Hause.</p>
<p><strong>Aktivist statt Diplomat</strong></p>
<p>Aufgewachsen ist Patz in Sachsen-Anhalt. In der Kleinstadt Gommern besuchte er die Europaschule, wo bereits fünf Jahre nach dem Mauerfall Austauschprogramme mit der französischen Partnerschule zum Schulalltag gehörten. Lange Zeit wollte er Informatiker wie seine Eltern werden, erzählt Patz. Die Fahrt nach Frankreich in der elften Klasse habe seinen Fokus von „Ich und mein Computer“ auf „Ich und die Welt“ gelenkt, erzählt er weiter.<br />
Es entstand der Wunsch, Diplomat zu werden, und so begann Patz ein Studium der Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Schon damals fing er an, für die liberale Hochschulgruppe zu bloggen und wurde deren deutscher Vertreter auf internationaler Ebene. Während eines Praktikums bei der deutschen Vertretung beim Europarat in Straßburg und anschließendem Job für den Europarat in Moldawien erfuhr er, wie Europapolitik hinter den Kulissen gemacht wird. Konfrontiert mit der Realitätsferne des diplomatischen Betriebs und seiner eigenen Ungeduld, verabschiedete er sich rasch von dem Gedanken, in den diplomatischen Dienst einzusteigen.</p>
<p>Stattdessen entschied er sich für ein Promotionsstudium in Potsdam und bloggte weiterhin über Europapolitik – diesmal im von ihm gegründeten Euroblog. Dort kann er frei und kritisch über Europapolitik nachdenken. In der Blogosphäre könne man einfach mal miteinander diskutieren, ohne die Ereignisse in ein „fertiges Narrativ“ zu pressen, wie es von Journalisten und Berufspolitikern erwartet würde, beschreibt Patz die Vorteile des freien Schreibens im Internet. Als Blogger genießt er es, Themen nach persönlichen Interessen auszuwählen und unabhängig von ökonomischen Zwängen, Auflagenstärke oder Klickzahlen zu sein.</p>
<p><strong>In der europäischen Blogosphäre diskutieren nur Experten</strong></p>
<p>Wie kann man sich die europäische Blogosphäre vorstellen? Derzeit bestehe die Brüsseler Blase, jener abgeschottete Mikrokosmos aus Politikern, EU-Beamten und Lobbyisten, auch in den Blogs fort, bedauert Euroblogger Ronny Patz. Dort schreiben hauptsächlich „Berufseuropäer“ über EU-Politik, die sich nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch in ihrer Funktion mit Europa beschäftigen. Die einen schreiben über <a href="http://bloggingportal.eu/reader/topic/240">Minderheitenpolitik,</a> während die anderen die neusten Entwicklungen der <a href="http://bloggingportal.eu/reader/topic/145">Eurokrise</a> kommentieren oder über <a href="http://bloggingportal.eu/reader/topic/80">Sicherheitspolitik</a> bloggen. Zwar verfügen die Euroblog-Autoren über ein enormes Hintergrundwissen, aber tauschen sich in ihrer eigenen Sprache aus, die den meisten Bürgern Europas verschlossen bleibt. Auch er selbst sei mittlerweile so ein Insider geworden, gesteht Patz. Man könne also nicht von einer echten europäischen Öffentlichkeit innerhalb der Blogosphäre sprechen, so Patz.</p>
<p>Die erfolgreichen ACTA-Proteste zeigen jedoch laut Patz bereits: Wenn Menschen sich online vernetzten und europaweit auf den Straßen demonstrieren, um gegen fehlende Transparenz zu protestieren, dann können sie durchaus Einfluss auf die Politik in Brüssel und Straßburg nehmen.</p>
<p>Doch noch fehlen die Beiträge „normaler“ Bürger, die in ihren eigenen Worten über Europa schreiben und reden und ihre Fragen stellen. Um diese in die Diskussionen miteinzubeziehen, müssten jedoch zuallererst die Sprachbarrieren überwunden werden. Mithilfe von Online-Übersetzungsdiensten könne man Texte mittlerweile relativ gut übersetzen lassen, meint Patz. Er lese sogar ungarische Blogs, die er sich ins Deutsche, Englische und Französische übersetzen lasse. Eine echte europäische Öffentlichkeit könne sich jedoch wohl erst dann im Internet entfalten, wenn auch Videos automatisch untertitelt und übersetzt würden.</p>
<p><strong>Lobbygruppen profitieren von intransparenten EU-Behörden</strong></p>
<p>Auch trauten sich viele Bürger nicht an eine Diskussion über europäische Politik heran, beklagt Ronny Patz. Das liege auch daran, dass EU-Institutionen zu intransparent arbeiten und so den öffentlichen Diskurs behindern. Angesichts der Tatsache, dass auf EU-Ebene wichtige Gesetze verabschiedet werden, fordert er, den normalen Gesetzgebungsprozess &#8211; wie auf nationaler Ebene auch &#8211; für den Bürger nachvollziehbar zu gestalten. Bei der EU-Kommission und dem EU-Ministerrat gebe es in dieser Hinsicht noch viel Handlungsbedarf. Beim EU-Parlament hingegen würde schon relativ transparent gearbeitet. „Es ist oft schwieriger, Informationen vom Bundestag zu bekommen als vom EU-Parlament“, betont Patz.</p>
<p>Dabei seien EU-Dokumente bereits in einem frühen Stadium und vor ihrer eigentlichen Veröffentlichung für Vertreter von Interessengruppen in Brüssel zugänglich. Diese „Brüssel-interne Öffentlichkeit“ sei früh in alles eingeweiht und könne sich dementsprechend einbringen. Die breite Öffentlichkeit werde jedoch erst viel später informiert. In seiner Doktorarbeit versuchte Patz die Entstehung der jüngsten Fischereipolitikreform nachzuvollziehen. Anhand von geleakten Dokumenten und von Dokumenten, die er über den Informationsfreiheitsweg und mithilfe der Mediation des EU-Ombudsmann von der EU-Kommission erhalten hat, stellte Patz fest, dass sich 50 Prozent des Reformtextes in der Zeit geändert hatte, in der Brüsseler Lobbygruppen bereits von der Reform wussten, die gemeine Öffentlichkeit jedoch noch nicht.</p>
<p><strong>EU-Politik braucht keine Gespräche im Hinterzimmer</strong></p>
<p>Viele EU-Beamte agieren, so Patz, aus einer gewissen Diplomatenmentalität heraus. Um die in der Europapolitik nötigen Kompromisse eingehen zu können, bedürfe es in ihren Augen eines privaten Raums hinter den Kulissen, wo Politiker im Stillen von ihrer Ausgangsposition abweichen können. „Wer behauptet, es sei nicht möglich, Kompromisse auf EU-Ebene zu schließen, sobald die Öffentlichkeit dabei ist, der hat Demokratie falsch verstanden. Demokratie bedeutet ja gerade, Kompromisse zu schließen. Man muss dann als Politiker der Öffentlichkeit besser erklären, warum man Kompromisse eingeht“, entgegnet Ronny Patz solchen Geheimniskrämern. Ein erster wichtiger Schritt von Seiten der Kommission und des Ministerrats wäre seiner Meinung nach, dass sie klar ausformulieren, welche Teilbereiche sie öffentlich machen und welche nicht. Denn zurzeit sei diese Grenze verschwommen, so dass manche Entscheidungen in der Öffentlichkeit willkürlich erschienen.</p>
<p>Mehr Tranzparenz in den EU-Institutionen würde die Brüsseler Blase entzaubern und versteifte Konventionen könnten aufgebrochen werden. Patz wünscht sich, dass auch Jugendliche im Schneidersitz über Europa diskutieren. Europa würde so noch ein Stück normaler werden.</p>
<p>Spricht man Ronny Patz auf seinen kosmopolitisches Leben an, so betont er, dass er es als Privileg empfinde, in den vergangenen Jahren an so vielen verschiedenen Orten gelebt und so viele unterschiedliche Menschen kennengelernt zu haben.<br />
In seiner Antwort auf die Frage, warum er sich politisch engagiert, wird deutlich: Patz wünscht sich für die europäische Politik möglichst durchlässige Ländergrenzen und ein politisches Gemeinwesen, das grenzüberschreitend an globale Probleme wie den Umweltschutz herangeht. Europa ist aus seiner Perspektive der Prototyp eines Staatenbundes, den er sich für die ganze Welt wünscht. Was bleibt ihm da anderes übrig als es einfach zu tun, europäisch zu leben?</p>
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		<item>
		<title>EU-Bürgerinitiative startet im April 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 17:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/fr2.jpg" align="left" height="91" width="152" />Kein Aprilscherz: In einem Jahr ist es soweit. Der Reformvertrag von Lissabon, Ausweg aus der jahrelang andauernden Verfassungskrise, ist bereits seit dem 1. Dezember 2009 rechtskräftig. Genau heute in einem Jahr wird dann auch eine direkte Partizipation auf EU-Ebene für die Bürger möglich: Ab 1. 4. 2012 können europäische Bürgerinitiativen auf den Weg gebracht werden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fr2.jpg" alt="" width="152" height="91" align="left" />Kein Aprilscherz: In einem Jahr ist es soweit. Der Reformvertrag von Lissabon, Ausweg aus der jahrelang andauernden Verfassungskrise, ist bereits seit dem 1. Dezember 2009 rechtskräftig. Genau heute in einem Jahr wird dann auch eine direkte Partizipation auf EU-Ebene für die Bürger möglich: Ab 1. 4. 2012 können europäische Bürgerinitiativen auf den Weg gebracht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bürgerinitiative wird, gestaffelt nach Antragstellern pro Mitgliedsland und einer bestimmten Zahl von verschiedenen Ländern, aus denen diese Antragsteller kommen, den EU-Bürgern die Möglichkeit eröffnen, die Kommisson zur Befassung mit einem bestimmten Sachverhalt aufzufordern. Der einschlägige Artikel 11 Abs. 4 <a href="http://eur-lex.europa.eu/JOHtml.do?uri=OJ:C:2010:083:SOM:DE:HTML" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EUV</a> lautet konkret: &#8216;<em>Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine Million betragen und bei denen es sich um Staatsangehörige einer erheblichen Anzahl von Mitgliedstaaten handeln muss, können die Initiative ergreifen und die Europäische Kommission auffordern, im Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verträge umzusetzen.</em>&#8216;</p>
<p>Bereits am 16. Februar diesen Jahres veröffentlichte die EU eine detaillierte <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:065:0001:0022:DE:PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verordnung</a> zur organisatorischen Durchführung des neuen Partizipationsinstruments. Laut dem Text der Verordnung sollen eDemocracy-Tools zum Einsatz kommen, die die Europäische Kommission in Brüssel bereitstellen wird: internetbasierte Anwendungen, mit deren Hilfe vor allem die Rechtssicherheit des jeweiligen Bürgerwillens gewährleistet werden soll. Eine Auflistung der Stärken und Schwächen des Verfahrens findet sich auf der <a href="http://www.mehr-demokratie.de/eu-buergerinitiative.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> von &#8220;Mehr Demokratie, e.V.&#8221; bereits heute.</p>
<p>Mit den konkreten Vorbereitungen zur Einführung der Bürgerinitiative wird sich politik-digital.de bis zur Einführung im April 2012 und darüber hinaus beschäftigen. Begleitet wird ein Weg, dem europäischen &#8216;demos&#8217; erstmals in über 50 Jahren europäischer Integrationsgeschichte zusätzliche &#8211; wenn auch unverbindliche &#8211; Mitsprache in konkreten Sachfragen zu ermöglichen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Piraten im Parlament</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/piraten-im-parlament-4393/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[tknobloch]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2009 10:44:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
		<category><![CDATA[Piratenpartei]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Wahl]]></category>
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					<description><![CDATA[Die schwedische Piratenpartei ist ins Europaparlament gewählt worden. Mit einem Abgeordneten wird sie künftig in Brüssel vertreten sein. In Deutschland reichte es dagegen nicht für einen Sitz im Parlament.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die schwedische Piratenpartei ist ins Europaparlament gewählt worden. Mit einem Abgeordneten wird sie künftig in Brüssel vertreten sein. In Deutschland reichte es dagegen nicht für einen Sitz im Parlament.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Laut den offiziellen Zahlen der EU erreichte die Piratenpartei in ihrem Heimatland 7,1 Prozent aller gültigen Stimmen. Genug, um einen von 18 schwedischen Abgeordneten zu stellen. Prognosen besagen, dass in der Gruppe der 18-30-Jährigen sogar 19 Prozent ihre Stimme den Piraten zukommen ließen. Zum Vergleich: Die allgemein stärkste Fraktion, die Konservativen, erhielt 25,1 Prozent aller Stimmen.
</p>
<p>
Das Wahlprogramm der Schweden war überschaubar gestaltet. Die Schwerpunkte, für die sich die Partei in der folgenden Legislaturperiode einsetzen will, bestehen ausschließlich aus &quot;eigenen Themen&quot;: So zum Beispiel ein reformiertes Urheberrecht, welches sich den neuen Herausforderungen des Internets anpasst, sowie die Demokratisierung der EU.
</p>
<p>
Mit bundesweit 0,9 Prozent der Stimmen verfehlte der deutsche Ableger der Partei die Fünf-Prozent-Hürde deutlich. Zuspruch erhielt die Piratenpartei in Deutschland vor allem in Universitätsstädten. Spitzenreiter war die Stadt Gießen mit 2,2 Prozent. Vor allem &quot;freiheitsliebende, technisch versierte junge Menschen&quot; fühlten sich durch die Piraten vertreten, so ein Statement der Partei nach der Wahl.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blogs wecken politisches Interesse</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/chattranscripte/blogs-wecken-politisches-interesse-3601/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Nov 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Blogsprechstunde]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Silvana Koch-Mehrin]]></category>
		<category><![CDATA[Eurofighter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, den 6. November, war die bloggende Europa- Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP) zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über den Einfluss von Blogs auf die politische Meinungsbildung und über Europapolitik.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p class="teaser">
Am Dienstag, den 6. November, war die bloggende Europa- Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin (FDP) zu Gast in der Blogsprechstunde, dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Sie sprach über den Einfluss von Blogs auf die politische Meinungsbildung und über Europapolitik.<!--break-->
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Hallo und herzlich willkommen zur Blogsprechstunde,<br />
dem Chat von politik-digital.de und den Blogpiloten. Heute ist die<br />
bloggende Europa-Abgeordnete Silvana Koch-Mehrin unser Gast. Sie<br />
chattet mit uns aus Brüssel. Um 16.00 Uhr geht es los, Sie<br />
können Ihre Fragen aber gerne jetzt schon stellen, wir Moderatoren<br />
sammeln sie hier.<br />
Vielen Dank, Frau Koch-Mehrin, dass Sie sich die Zeit genommen haben.<br />
Hier ist es jetzt 16.00 Uhr, können wir starten?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Sehr gerne!
</p>
<p align="center">
<img decoding="async" src="/salon/photos/ABlogs/skochmehrin85x.jpg" alt="Silvana Koch-Mehrin" height="120" width="85" /><br />
<i>Silvana Koch-Mehrin,<br />
FDP-Abgeordnete im Europaparlament</i> <br />
<i>bloggt auf <a href="http://blog.focus.de/kochmehrin/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eurofighter</a></i>
</p>
<p align="left">
<b>Moderator:</b> Unsere Nutzer konnten<br />
schon im Vorfeld Fragen stellen und darüber abstimmen, welche<br />
heute den Chat eröffnet. Hier ist die erste:</p>
<p><b>Esther:</b> Was haben Sie für einen Eindruck,<br />
wie nah ist den Bürgern in Deutschland die Europapolitik? Führen<br />
Sie Ihr Blog auch, um den Menschen die politischen Abläufe<br />
in Brüssel bekannter zu machen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Im Alltag findet Europa ständig<br />
statt, dass das so ist, nimmt aber &#8211; meine ich &#8211; kaum jemand wahr.<br />
Also: Die Europapolitik ist nach wie vor zu weit weg, und ja: meinen<br />
Blog führe ich auch deshalb, um einen zusätzlichen Weg<br />
für Interesse an Europa zu nutzen.</p>
<p><b>mantell:</b> Sie bloggen bei Focus Online &#8211; von wem<br />
ging da die Initiative aus? Ist Focus auf Sie zugegangen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Das war eine wunderbare<br />
symbiotische Angelegenheit. Der damalige Chefredakteur Jürgen<br />
Marks hatte die Idee, Politiker auf Focus-Online bloggen zu lassen,<br />
und wir kamen ins Gespräch darüber, und ich habe sofort<br />
gesagt: Da würde ich gerne mitmachen!</p>
<p><b>Ulli: </b>Ich glaube, als Sie beim Focus mit dem Blog<br />
anfingen, war das im Verbund mit anderen Politikern. Darunter auch:<br />
Ursula von der Leyen. Die stieg aber aus. Das war schwach, oder?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Ich finde das Blog nach wie<br />
vor eine sehr gute Sache, auch wenn ich nicht immer so regelmäßig<br />
dazu kommen, wie ich es mir wünsche. Keine Ahnung, warum Frau<br />
von der Leyen kein Interesse mehr hatte.</p>
<p><b>Bruxelles: </b>Nachfrage: Meinen Sie sie können<br />
den Bürgern Europapolitik in ihrer ganzen Komplexität<br />
per Blog nahe bringen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Nein. Dazu ist ein Blog nicht<br />
das geeignete Medium. Aber es geht mir ja auch darum, immer wieder<br />
Schlaglichter auf Ereignisse in der EU-Politik zu werfen, damit<br />
daraus vielleicht mehr Interesse entsteht. Im Blog äußere<br />
ich ja auch vor allem meine persönliche Einschätzung zur<br />
EU-Politik.</p>
<p><b>Ruller Munk:</b> Sie bekommen ja ziemlich viele Kommentare<br />
in Ihrem Blog. Wie gehen Sie mit dieser direkten Feedback-Möglichkeit<br />
um, wie gehen Sie mit anderen politischen Meinungen in den Kommentaren<br />
um?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Es gibt unterschiedliche<br />
Arten von Reaktionen. Manchmal ist es einfach nur Pöbelei &#8211;<br />
im Schutz der Anonymität des Internets. Dazu sage ich inzwischen<br />
nichts mehr. Wenn es tatsächlich eine andere politische Meinung<br />
ist, nehme ich sie entweder zur Kenntnis, oder ich schicke dem Verfasser<br />
weitere Informationen, die seine Meinungsäußerung möglicherweise<br />
verändern könnte. Je nachdem.
</p>
<p>
<b>ohmygosh:</b> Welcher Kommentar Ihrer Leser ist Ihnen<br />
denn am meisten im Kopf geblieben?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Ehrlich gesagt habe ich mir<br />
in dieser Hinsicht ein ausgesprochenes Kurzzeitgedächtnis zugelegt.</p>
<p><b>jkjkj:</b> Gibt es Blogs, die Sie ab und an lesen?<br />
Wenn ja, welche?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Das <a href="http://www.bildblog.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bildblog</a><br />
finde ich immer wieder bereichernd.</p>
<p><b>Moderator:</b> Zwei Fragen zu bloggenden Politiker-Kollegen:</p>
<p><b>grille:</b> Verfolgen Sie eigentlich auch Blogs anderer<br />
Politiker? Was halten Sie von denen?</p>
<p><b>tzu:</b> Kommentieren Sie eigentlich auch bei Ihren<br />
bloggenden Politikerkollegen (z.B. O. Metzger)?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin</b>: An grille: Nicht regelmäßig.<br />
An tzu: Nein.</p>
<p><b>Moderator: </b>Natürlich haben uns auch einige<br />
Fragen zur Europa-Politik erreicht:</p>
<p><b>Catalan: </b>Was sind eigentlich die größten<br />
Vorurteile, die Ihnen betreffend der Europapolitik so begegnet sind?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Oh weia. Also: Bürokratischer<br />
Wasserkopf EU, Geldverschwendung, Raumschiff EU und so weiter. Auch:<br />
Intransparent und undemokratisch, wobei das zum Teil ja auch zutrifft.</p>
<p><b>marara:</b> Wie kann man denn diesen Vorurteilen entgegenwirken?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Einerseits natürlich<br />
über den Versuch, so viel Information wie möglich zu überbringen.<br />
aber nach meiner Erfahrung werden Europapolitiker medial sehr wenig<br />
wahrgenommen. Deshalb halte ich es für essentiell, dass Europapolitik<br />
Teil der deutschen Innenpolitik wird.</p>
<p><b>rolfi:</b> Welchen Medien würden Sie denn eine<br />
Chance einräumen, das Bild der EU zu verändern? Oder ist<br />
das gar nicht so negativ, wie man manchmal denkt?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Am Wichtigsten ist das Fernsehen.<br />
Neben der politischen Information über die EU wäre es<br />
gut, wenn auch das Lebensgefühl Europa wahrnehmbar wäre<br />
&#8211; das ist auch so viel weniger negativ.
</p>
<p>
<b>classic:</b> Sie sagen selbst, dass Intransparenz<br />
und undemokratisch manchmal zutreffen. Wie setzen sich die EU-Parlamentarier<br />
für mehr Transparenz und Demokratie in der EU ein?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Ein kurzes Eigenlob: Das Europaparlament<br />
ist sehr transparent. Alle Sitzungen sind öffentlich, die Protokolle<br />
sind im Internet verfügbar. Hier ist eher die Flut der Information<br />
die Herausforderung für den Interessierten. Im Rat, wo die<br />
nationalen Minister zusammentreffen und bei allem und jedem das<br />
letzte Wort haben, ist Transparenz leider nach wie vor unterentwickelt.</p>
<p><b>Moderator: </b>Haben Sie Ideen, wie man dem entgegenwirken<br />
könnte?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> In Dänemark werden<br />
die Initiativen der EU-Kommission, die ja immer am Anfang jeder<br />
EU-Gesetzgebung stehen, unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung<br />
im nationalen Parlament diskutiert. Die Regierungsmitglieder berichten<br />
auch nach ihren Treffen in Brüssel. Das wäre auch für<br />
Deutschland sinnvoll. Außerdem stellt die EU jedes Jahr ihr<br />
Arbeitsprogramm für das jeweils kommende Jahr vor. Das sollte<br />
Anlass sein, eine Debatte im Plenum des Bundestages zu führen.<br />
Das würde auch für größeres Interesse sorgen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage zu Medienberichten aus<br />
der EU:</p>
<p><b>teichtier:</b> Könnte z.B. ein gemeinsamer europäischer<br />
Fernsehsender eine Option sein? Auch wenn man dann noch klären<br />
müsste, welche Programme in welcher Sprache übertragen<br />
werden&#8230;</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Ich bin recht skeptisch was<br />
solche quasi offiziellen Sender angeht. Viel Erfolg könnte<br />
doch eher eine Daily Soap auf RTL haben, „Verliebt in Brüssel“<br />
oder so. Im Ernst: Die Einschaltquoten von Euronews oder arte zeigen,<br />
dass sich nur wenige Zuschauer für deren Angebot interessieren.</p>
<p><b>Katalina: </b>Viele Menschen haben das Gefühl,<br />
dass die EU versucht, zu viel zu regeln und zu viel unnötige<br />
Bürokratie schafft. Wie sehen Sie das?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>In mancherlei Hinsicht stimmt<br />
das. Es gibt noch einen Besitzstand an alten EU-Regeln, die parallel<br />
zu anderen, neueren existieren, mit teilweise sogar widersprüchlichen<br />
Regeln. Hier würde ein Verfallsdatum für EU-Gesetzgebung<br />
helfen. Also: Nach einer Zeit kommt in jedem Fall eine Überprüfung<br />
von Sinn und Zweck. Andererseits wird in diversen Bereichen auch<br />
durchaus Bürokratie abgebaut, indem etwa 27 nationale Regeln<br />
abgeschafft werden und durch eine europäische ersetzt werden.<br />
Oder indem Markthemmnisse im Binnenmarkt abgeschafft werden.
</p>
<p>
<b>Frank:</b> Warum sind europäische Einheitsregeln<br />
und Standardisierungen notwendig? Vergleiche die Äbbelwoi-Diskussion.
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Apfelwein als Begriff abzuschaffen<br />
wäre meiner Meinung nach total absurd. Manche Regeln hingegen<br />
können sinnvoll sein, weil in der EU der Außenhandel<br />
eine gemeinschaftliche Angelegenheit ist. Also statt 27 Gurkenkrümmungsklassen<br />
nur eine, als Beispiel.</p>
<p><b>Kalambda:</b> Wenn Sie einmal Ihre Fraktion anschauen:<br />
Wie Internet-affin sind die Kollegen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Meine FDP-Kollegen sind Speerspitze<br />
🙂 Jorgo Chatzimarkakis z.B. hat ein Wahlkreisbüro bei Second<br />
Life. Alexander Graf Lambsdorff war Mitgründer des FDP-Internet-Landesverbandes.<br />
Das nur pars pro toto.
</p>
<p>
<b>msaip:</b> Die FDP und seit Kurzem auch die SPD setzen<br />
Online-Communities für politische Kommunikation ein. Was denken<br />
Sie darüber? Ist das die Zukunft der Parteiarbeit?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Ganz klar: Ja. </p>
<p><b>teichtier:</b> Wie beeinflusst Ihrer Meinung nach das<br />
Internet die politische Kommunikation?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Leitartikler verlieren die<br />
Hoheit über die Meinungsbildung. Das ist gut. Jeder kann im<br />
Internet Meinungsführer werden. Politische Kommunikation wird<br />
im besten Sinne demokratischer.</p>
<p><b>Moderator: </b>Nachfrage von msaip:</p>
<p><b>msaip:</b> Welche Vorteile bringen denn diese Online-Communities,<br />
zum einen für die Mitglieder, zum anderen für Politiker?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Für Mitglieder: Unmittelbare<br />
Kommunikation. Für Politiker: Zielgruppengenaue Ansprache.</p>
<p><b>weihnachtsmann:</b> Was war denn Ihre Motivation, mit<br />
dem Bloggen anzufangen?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> In der Fußgängerzone<br />
am Info-Stand war es einfach zu kalt. Wirklich wahr ist: Ich finde,<br />
das ist eine ausgezeichnete Plattform, um mit Menschen im Gespräch<br />
zu sein, um Interesse für Politik zu wecken und Diskussionen<br />
anzustoßen.
</p>
<p>
<b>Fantasma:</b> Haben Sie denn den Eindruck, über<br />
das Blog auch eine ähnlich große Menge an Menschen ansprechen<br />
zu können wie z.B. am Info-Stand?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Viel mehr Menschen, in jedem<br />
Fall. Die Auswertungen von Focus-Online ergeben, dass es monatlich<br />
mehrere tausend Leser gibt. Um ähnlich viele Kontakte zu haben,<br />
müsste ich mich in der Fußgängerzone dauerhaft niederlassen.</p>
<p><b>crash:</b> Mit welchen Erwartungen haben Sie angefangen<br />
zu bloggen? Haben diese sich erfüllt?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Schöne Fragen. Danke<br />
dafür. Meine Erwartungen waren vor allem, dass sich dadurch<br />
ein tolles, schnelles Diskussionsforum ergeben kann. Erfüllt<br />
haben sich die zum Teil.</p>
<p><b>Fantasma</b>: Was sagen denn Kollegen zu Ihrem Blog?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Das kommt drauf an, über<br />
wen ich mich wieder aufgeregt habe. Meine Mitarbeiter allerdings<br />
finden das ganz großartig. (Einstellungsqualifikation)</p>
<p><b>Moderator:</b> Noch einmal zurück zur Europapolitik,<br />
da kamen einige Detail-Fragen:</p>
<p><b>europa: </b>Warum müssen gemeinsame Entscheidungen<br />
in der EU denn einstimmig gefällt werden?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Nicht alle Entscheidungen<br />
werden einstimmig gefällt, in mehr und mehr Bereichen lassen<br />
sich mit Mehrheit Entscheidungen herbeiführen. Wenn der Reformvertrag<br />
dann gilt, werden einstimmige Entscheidungen die Ausnahme sein.</p>
<p><b>juliusevola:</b> Halten Sie den „europäischen<br />
Haftbefehl“ für verfassungsgemäß? Das GG verbietet<br />
die Auslieferung Deutscher.
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Ich halte ihn für in<br />
der jetzigen Form nicht verfassungsgemäß.
</p>
<p>
<b>Fantasma:</b> Haben Sie einen Überblick, wie<br />
viele Menschen die EU befürworten, in Deutschland z.B.?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Es gibt immer wieder Umfragen,<br />
die Ergebnisse unterscheiden sich aber durchaus, je nach Umfrage-Institut<br />
und Größe der Datenbasis.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Sind die Ergebnisse denn generell eher<br />
pro EU?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> In Deutschland: Ja. Einigen<br />
Allensbach-Umfragen nach will eine Mehrheit der Deutschen mehr Europa<br />
in den meisten Politikbereichen. Die Umfragen von Eurostat ergeben<br />
ein ähnliches Bild. Das Bild von den EU-Institutionen ist allerdings<br />
nicht so positiv wie das von Europa.
</p>
<p>
<b>Erwin: </b>Hallo Frau Koch-Mehrin, haben Sie den Eindruck,<br />
dass Sie mit Ihrem Weblog die Ansichten einiger Leser über<br />
die EU ändern konnten?
</p>
<p>
<b>Silvana Koch-Mehrin:</b> Das kann ich ihnen leider<br />
nicht sagen. Meine Erfahrung ist, dass die allermeisten Leser keine<br />
Kommentare schreiben, ich also oft nicht weiß, ob ich auf<br />
Zustimmung stoße oder nicht. Es ist eher zufällig, dass<br />
ich zum Beispiel bei einer Veranstaltung in Deutschland auf einen<br />
Blog-Beitrag angesprochen werde und mir vermittelt wird, dass der<br />
Leser dann dauerhaftes Interesse für europäische Themen<br />
entwickelt hat.
</p>
<p>
<b>Moderator: </b>Und das waren auch schon wieder 60<br />
Minuten Blogsprechstunde. Vielen Dank für die vielen Fragen<br />
und natürlich vielen Dank an Frau Koch-Mehrin für die<br />
Antworten. Frau Koch-Mehrin, vielleicht noch ein Schlusswort?</p>
<p><b>Silvana Koch-Mehrin: </b>Vielen Dank! Statt Schlusswort<br />
lieber: Auf Wiedersehen.
</p>
<p>
<b>Moderator:</b> Wir danken auch und wünschen noch<br />
einen schönen Abend.
</p>
<p>
&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Vollautomatische Datenanalyse und Überwachung: Politikerin definiert Web 3.0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sebastian Gievert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 May 2007 11:59:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Datenschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Web 2.0]]></category>
		<category><![CDATA[Web 3.0]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ - dieses trockene Statement von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gilt auch heute noch für manche Politiker. Insbesondere, wenn sich besagte Politiker selbst als Visionäre bezeichnen und gleichzeitig von Gesetzesänderungen reden, wie aktuell die sozialdemokratische Europarlamentarierin Erika Mann.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“ &#8211; dieses trockene Statement von Altbundeskanzler Helmut Schmidt gilt auch heute noch für manche Politiker. Insbesondere, wenn sich besagte Politiker selbst als Visionäre bezeichnen und gleichzeitig von Gesetzesänderungen reden, wie aktuell die sozialdemokratische Europarlamentarierin Erika Mann.<br />
<!--break--><br />
Die „Internetnutzerin der ersten Stunde“ Mann hat sich am Mittwoch auf einer Konferenz in Brüssel zur Zukunft des Internets mit dem Schlagwort Web 3.0 befasst einen Blick in die Glaskugel geworfen. Dass sich in Zukunft weltweit mehr Menschen im Netz tummeln und Inhalte stärker als bisher selbst mitgestalten, hat für Mann folgende Vorteile:<br />
„Für sie (Erika Mann, Anm. der Redaktion) birgt Web 3.0 große Möglichkeiten für die zukünftige Datenanalyse, die beispielsweise auch für die Verbrechensbekämpfung oder Terroristenfahndung nutzbringend sein werden. Die analytische Qualität der Daten würde verbessert, was substantiell auch mehr Sicherheit bringen dürfte. Als Vorbedingung müssten jedoch die Gesetzgebung entsprechend angepasst und Standards im Bereich von Sicherheit und automatischer Bewertungen von Daten gesetzt werden“, heißt es in einer <a href="http://www.hss.de/10241.shtml">Pressemitteilung</a> der CSU-nahen Hanns-Seidel-Stiftung, die die Konferenz in Brüssel mitveranstaltet hat.</p>
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		<title>Demokratie im Informationszeitalter</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/wissensgesellschaft-cost_filz-shtml-2496/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[pfilzmaier]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 25 Jun 2003 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikationswissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
		<category><![CDATA[COST]]></category>
		<category><![CDATA[Governance and Democracy in the Information Age]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie beeinflussen neue Kommunikationstechnologien den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern? Vom 5. bis 7. Juni haben das gut 40 Wissenschaftler europaweit diskutiert.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie beeinflussen neue Kommunikationstechnologien den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern? Vom 5. bis 7. Juni haben das gut 40 Wissenschaftler europaweit diskutiert.<!--break-->
                    </p>
<p>Vom 5. bis 7. Juni fand in Brüssel die Abschlusskonferenz Governance and Democracy in the Information Age des<br />
                    <a href="http://cost.cordis.lu/src/home.cfm">EU-COST-Programms</a> statt. Mehr als 40 Wissenschaftler aus allen EU-Ländern präsentierten ihre Forschungsarbeiten über den Einfluss neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (IKTs) auf den Dialog zwischen politischen Eliten und Bürgern im Rahmen der Regierungs- und Parlamentskommunikation, durch Parteien und Interessengruppen, sowie in sozialen Bewegungen.</p>
<p>
                    <strong>Was ist COST?<br />
                    <br /></strong>Die europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft und Technik (European Co-operation in the Field of Scientific and Technical Research/COST) wurde 1971 vom Europäischen Rat geschaffen. Seit 1991 zählen auch die Sozialwissenschaften zu den 17 Arbeitsbereichen, an denen sich 34 europäische Staaten und Israel beteiligen. Unterstützt wird die Koordination und Vernetzung nationaler und internationaler Forschungsprojekte zu ausgewählten Themenbereichen, für welche sich Wissenschaftler länderübergreifend, relativ formlos und als bottom up-Initiative in Arbeitsgruppen organisieren.</p>
<p>Die Aktion &#8220;A14&#8221; beschäftigte sich mit der Demokratieentwicklung unter der Einwirkung von IKTs, und beinhaltete fünf Arbeitsgruppen zu Cyberdemocracy, Political Organizations, E-Government, Social Movements and Citizens, sowie Regulation and Control.</p>
<p>
                    <strong>Beispielhafte Ergebnisse<br />
                    <br /></strong>Die Forschungsarbeiten bewiesen u.a., dass in ganz Europa befragte Parlamentsabgeordnete vernetzt sind, jedoch unverändert IKTs primär als internes Kommunikationsmittel im Gesetzgebungsprozess bzw. für die Parteiarbeit anwenden, während europaweit neue Medien sowohl für eine Verbesserung des interaktiven Dialogs mit den Wählern als auch bezüglich ihrer Möglichkeiten als Kampagneinstrument vernachlässigt werden.</p>
<p>Den Hintergrund dafür bilden auch eine &#8211; im Vergleich mit traditionellen Medien &#8211; unverändert geringe Akzeptanz der Bedeutung von IKTs für die politische Kommunikation durch die Abgeordneten, eine sehr kritische Selbsteinschätzung der mangelhaften Kompetenz von politischen Eliten für die Internetnutzung, sowie parteipolitische Interessen wider eine steigende Individualität der Abgeordneten durch von der Parteiführung nicht kontrollierbare und zentralisierbare IKTs.</p>
<p>Gleichzeitig werden in allen EU-Ländern von den politischen Eliten positive Konsequenzen einer Internetisierung der politischen Kommunikation &#8211; verbesserte Partizipationschancen, mehr Interaktivität mit den Bürgern, erhöhte Themenvielfalt usw. &#8211; für wahrscheinlicher gehalten als mögliche Negativfolgen wie eine fortgesetzte Fragmentierung der Öffentlichkeit, die digitale Kluft in der Informationsgesellschaft, oder die Verbreitung von (rechts-)radikalen politischen Inhalten bzw. Materialien.</p>
<p>Andere COST-Ergebnisse zeigen aber, dass eine solche Einschätzung der Eliten nicht zwangsläufig der Realität entspricht. Staatliche Regierungsprogramme des EU-Aktionsplans e-europe konzentrieren sich weiterhin primär auf eine Modernisierung der Verwaltungsabläufe (e-administration) und vernachlässigen die Entwicklung einer e-democracy als zweite Säule des &#8220;balanced e-governments&#8221;. IKTs leisten nicht nur im Parlament, sondern gleichermaßen für Parteien im übertragenen Sinn vorwiegend eine &#8220;Intranet&#8221;-Funktion.</p>
<p>Neben der Vereinfachung von parteiinternen Informationsflüssen ergibt sich eine Integrations- und Identifikationsfunktion durch die raum- und zeitunabhängige Exklusivität von IKT-Informationen für Parteimitglieder. Lediglich soziale Bewegungen im Internet verzichten auf virtuelle Exklusivität, so dass für sie IKTs das idealtypische (Inter-) Aktionsforum darstellen bzw. vice versa IKTs als potenzielles Werkzeug für eine Verbesserung der Demokratiequalität in Europa vor allem &#8211; oder fast ausschließlich? &#8211; für soziale Bewegungen geeignet scheinen.</p>
<p>
                    <strong>Web Sites und Publikationen<br />
                    <br /></strong>Ein Überblick zu den Arbeiten über Governance and Democracy in the Information Age findet sich auf der Internetseite<br />
                    <a href="http://www.demes.dk/gadia/gadia.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.demes.dk</a> &#8211; in Zukunft wird ein Zugang auch über<br />
                    <a href="http://www.gadia.dk" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.gadia.dk</a> möglich sein -, wobei auch Hinweise auf weiterführende Aktivitäten und Publikationen enthalten sind. Es wurden bereits bis zu zehn Bücher, sowie jeweils über 50 Beiträge sowohl in Büchern und Fachzeitschriften als auch als Arbeitspapiere bzw. Forschungsberichte für wissenschaftliche Veranstaltungen veröffentlicht.</p>
</p>
<p>Peter Filzmaier, Ao. Professor für Politikwissenschaft und Abteilungsleiter für Politische Bildung am Institut für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung (IFF) der Universität Innsbruck, war Mitglied der COST A 14-Working Group Cyberdemocracy.<br />
                    </p></p>
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