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	<title>Bürgeriniative &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bürgeriniative &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Stuttgart 21: Protest &#034;Schwäbische Art&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/stuttgart-21-protest-schwaebische-art-5007/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Rita Schmidt]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 Sep 2010 08:15:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgeriniative]]></category>
		<category><![CDATA[Soziale Netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Stuttgart 21]]></category>
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					<description><![CDATA[Digitale Unterschriftenaktion, Live-Streams, tägliche Twitter-Meldungen – die Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 vernetzen sich intensiv. Wie die protestierenden Schwaben im Netz vorgehen und warum ihnen Fernsehen und Zeitung doch wichtiger sind.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Digitale Unterschriftenaktion, Live-Streams, tägliche Twitter-Meldungen – die Gegner des Bauprojekts Stuttgart 21 vernetzen sich intensiv. Wie die protestierenden Schwaben im Netz vorgehen und warum ihnen Fernsehen und Zeitung doch wichtiger sind.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
2007 kam der Stein mit dem <a href="http://www.kopfbahnhof-21.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Aktionsbündnis „Kopfbahnhof 21“</a> im Netz ins Rollen. Eine Vereinigung aus dem Kreisverband BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN, der Umweltschutzorganisation BUND und einigen anderen startete eine Kampagne. Das Bündnis &quot;Kopfbahnhof 21&quot; schlägt eine preisgünstigere Baualternative zu &quot;Stuttgart 21&quot; vor und verbreitet die Aufklärung sowie Aktionen auch via Internet.
</p>
<p>
<b>Digitale Vernetzung</b>
</p>
<p>
In der Folgezeit entstanden immer mehr Internet-Aktionen, die sich fortlaufend untereinander verlinkten. Die Startseite von &quot;Kopfbahnhof 21&quot; bietet einen Link zur <a href="http://www.parkschuetzer.de/webcam" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Live-Webcam</a> an der Bahnhofsbaustelle, welche auch mit der <a href="http://www.parkschuetzer.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative &quot;Parkschützer&quot;</a> verbunden ist. Die Aktion &quot;Parkschützer&quot; fordert die Bürger dazu auf, den bahnhofsnahen Park vor Schäden durch den Umbau zu retten. Schon über 25.000 Bürger haben sich der Aufforderung angeschlossen und täglich steigt die Zahl.
</p>
<p>
Auf der Startseite von &quot;Kopfbahnhof 21&quot; ebenfalls zu finden, ist der Link zum <a href="http://stuttgarterappell.de/?p=9" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Stuttgarter Appell&quot;</a>. Seit Anfang August 2010 können Befürworter und Gegner dort eine digitale Unterschrift für ein sofortiges Moratorium des Bauprojekts abgeben. Innerhalb von knapp vier Wochen kamen über 54.000 Unterschriften zusammen. Zum Vergleich: Die <a href="https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=9109" target="_blank" rel="noopener noreferrer">E-Petition gegen die Einführung von Nacktscannern</a> hat nach mehr als sechs Monaten knapp 17.000 Mitzeichner.
</p>
<p>
Die eigene <a href="http://www.fluegel.tv/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internetseite der Live-Webcam</a> verfügt auch über eine Reihe von Links zu protestbezogenen Dokumenten, Archivmaterialien und anderen Internetseiten. Auch eine <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=115908905129416&amp;v=wall&amp;ref=search" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook-Verlinkung</a> gibt es.
</p>
<p>
<b>Soziale Netzwerke als Protestplattformen</b>
</p>
<p>
Neben &quot;Flügel TV&quot; sind beispielsweise auch die Aktionen <a href="http://www.facebook.com/pages/Kopfbahnhof-21/271589483743" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Kopfbahnhof 21&quot;</a>, <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=348610289504" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Parkschützer&quot;</a> oder <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=46325061532" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;Kein Stuttgart 21!&quot;</a> bei Facebook vertreten. &quot;Kein Stuttgart 21!&quot; hat mit 8.038 Mitgliedern die meisten Anhänger.
</p>
<p>
Wie eine <a href="http://www.youtube.com/watch?v=RAaoEt5YwJY" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Reportage von ZDF heute</a> zeigt, gibt es mit dem Twitter-Profil <a href="http://twitter.com/abrissaufstand" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&quot;abrissaufstand&quot;</a> mittlerweile eine eigene &quot;Twitter-Gemeinde&quot;. Stündlich liefert sie neue Tweets zu Ereignissen an der Baustelle und hat rund 1.100 Follower. Die Tweets werden für ältere Nutzer noch einmal extra in die eigene <a href="http://www.bei-abriss-aufstand.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage &quot;Bei Abriss Aufstand&quot;</a> eingebettet, so Fritz Mielert, Gründer der Seite, im ZDF-Interview. Die gleiche Taktik nutzten auch die Betreiber der Internet-Seite &quot;Parkschützer&quot;.
</p>
<p>
<b>Revolution über Internet?</b>
</p>
<p>
Die digitale Vernetzung der Protestbewegung Stuttgart 21 lässt erahnen, wie wichtig das Internet in Zukunft bei der Vernetzung und Verstärkung von Bürgerkampagnen werden könnte. Doch so weit ist es noch nicht. Das meint zumindest Gangolf Stocker, Gründer der Web-Seite<a href="http://www.leben-in-stuttgart.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> „Leben in Stuttgart“</a> und Mitbegründer des Aktionsbündnisses &quot;Kopfbahnhof 21&quot;. Trotz der enormen Internetpräsenz ist Stocker davon überzeugt, dass die deutschlandweite Aufmerksamkeit und die Effektivität der Proteste größtenteils klassischen Medien wie Fernsehen oder Zeitungen zu verdanken sei. Diese seien nach seinem Gefühl immer noch die primären Informationsquellen für die breite Masse. Trotzdem hätte die Vernetzung und Kommunikation über das Internet den Protestlern sehr geholfen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Linkliste: Mehr Bürgerbeteiligung fördern</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/linkliste-mehr-buergerbeteiligung-foerdern-4634/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Daniel Roleff]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2009 13:52:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Mehr e-Demokratie wagen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[E-Partizipation]]></category>
		<category><![CDATA[E-Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgeriniative]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
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					<description><![CDATA[Vom staatlich geförderten Ideenwettbewerb bis hin zum Internet-Ratgeber: Webseiten, die lokales Bürgerengagement fördern wollen, verfolgen oft sehr unterschiedliche Ansätze. Dafür ähneln sie sich meist in ihrer technischen Realisierung: einfach und schlicht – eben das Internet für jeden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Vom staatlich geförderten Ideenwettbewerb bis hin zum Internet-Ratgeber: Webseiten, die lokales Bürgerengagement fördern wollen, verfolgen oft sehr unterschiedliche Ansätze. Dafür ähneln sie sich meist in ihrer technischen Realisierung: einfach und schlicht – eben das Internet für jeden.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer">Was wissen die schon? </a><br />
<br />
Dieses britische Webseite ermöglicht den Bürgern die Kontaktaufnahme mit Behörden über das Netz. Sowohl Bürgeranfragen als auch (eventuelle) Antworten werden transparent gemacht. Diese Herstellung von Öffentlichkeit soll Druck auf Seiten der Behörden erzeugen, sich mit den eingereichten Problemen zu befassen.
</p>
<p>
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer"><br />
</a>
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.whatdotheyknow.com" target="_blank" title="whatdotheyknow.com" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/WhatDoTheyKnow.jpg" alt="Whatdotheyknow.com" title="Whatdotheyknow.com" border="4" height="92" width="152" /><br />
</a>
</div>
<p align="center">
<i>whatdotheyknow.com</i> 
</p>
<p>
<a href="http://www.kingscrossenvironment.com/" target="_blank" title="kingscrossenvironment.com" rel="noopener noreferrer">Die Nachbarschaft verbinden</a> <br />
KingsCrossEnviroment ist eine lokale Nachbarschaftsplattform in London, erschaffen und unterhalten von den Bürgern aus King&#8217;s Cross für die Bürger aus King&#8217;s Cross. Die Seite dokumentiert die Bemühungen, die Nachbarschaft &quot;sauber und lebenswert&quot; zu halten.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.kingscrossenvironment.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Kings_Cross_Local_Environment.jpg" alt="Kings Cross Local Environment" title="Kings Cross Local Environment" height="98" width="151" /></a></p>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p><i>kingscrossenvironment.com</i>
</div>
<p>
<a href="http://www.showusabetterway.co.uk/" target="_blank" title="showusabetterway.co.uk" rel="noopener noreferrer">Einen besseren Weg zeigen </a><br />
Dieser Ideenwettbewerb wurde von der britischen Regierung ins Leben gerufen, um die öffentliche Kommunikation der Behörden in England zu verbessern. Dem Gewinner winken 20.000 Pfund, um das eingereichte Projekt umzusetzen.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.showusabetterway.co.uk" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Show_Us_a_Better_Way2.jpg" alt="showusabetterway.com" title="showusabetterway.com" height="100" width="154" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
<i>showusabetterway.co.uk<br />
</i>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p>
<a href="http://www.muurkrant.nl/" target="_blank" title="www.muurkrant.nl" rel="noopener noreferrer">Nachbarschafts-TV</a> <br />
Dieses Portal bietet Unterstützung für Bürger an, die über kommunale Ereignisse journalistisch berichten wollen. Unterstützt werden Print-, Radio- und auch Video-Beiträge.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://www.muurkrant.nl/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/Vereniging_de_Muurkrant.jpg" alt="Vereniging de Muurkrant" title="Vereniging de Muurkrant" height="103" width="158" /></a></p>
<div style="text-align: center">
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p><i>muurkrant.nl<br />
</i>
</div>
<div align="center">
</div>
<p>
<a href="http://talkaboutlocal.com/" target="_blank" title="talkaboutlocal.com" rel="noopener noreferrer">Simples Internet</a><br />
Talkaboutlocal.com bietet Interessierten alles Wissenswerte und technische Hilfe rund um das Publizieren im Web-2.0. Dadurch soll engagierten Bürgern die Angst vor der technischen Realisierung von Nachbarschaftsprojekten im Netz genommen werden.
</p>
<div style="text-align: center">
<a href="http://talkaboutlocal.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/talkaboutlocal.jpg" alt="talkaboutlocal.com" title="talkaboutlocal.com" height="101" width="158" /></a>
</div>
<div style="text-align: center">
<i>talkaboutlocal.com</i>
</div>
<div style="text-align: center">
</div>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
<i>Unter Mitarbeit von Matthias Kemmerich und Jasmin Reitzig.</i></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Eine höchst erfreuliche Taktlosigkeit</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eine_hoechst_erfreuliche_taktlosigkeit-651/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Christoph Bieber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<category><![CDATA[Unterschriftensammlung]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die politische Entscheidungslandschaft in puncto Neue Medien ändert inzwischen
beinahe tägliche ihre Gestalt, daran hat offenbar auch der Millennium-Bug nicht rütteln können. Dem jüngst nach Berlin
umgezogenen Organisationswirrwarr fügen sich mit schöner Regelmässigkeit neue Facetten hinzu - sowohl im
institutionellen Hauptstadtgefüge, das nach den Worten von Jörg Tauss fest in der Hand einer
<br />
<a href="http://www.tauss.de/bn/NeueMedienBeauftragter.html">baden-württembergischen SPD-Connection</a> ist, wie auch
in der allmählich aufmüpfig werdenden Online-Gemeinde.</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die politische Entscheidungslandschaft in puncto Neue Medien ändert inzwischen<br />
beinahe tägliche ihre Gestalt, daran hat offenbar auch der Millennium-Bug nicht rütteln können. Dem jüngst nach Berlin<br />
umgezogenen Organisationswirrwarr fügen sich mit schöner Regelmässigkeit neue Facetten hinzu &#8211; sowohl im<br />
institutionellen Hauptstadtgefüge, das nach den Worten von Jörg Tauss fest in der Hand einer<br />
<br />
<a href="http://www.tauss.de/bn/NeueMedienBeauftragter.html">baden-württembergischen SPD-Connection</a> ist, wie auch<br />
in der allmählich aufmüpfig werdenden Online-Gemeinde.</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Seit Dezember ist der aus Bruchsal stammende <a href="http://www.tauss.de/">Jörg Tauss</a><br />
offiziell Beauftragter der Bundestagsfraktion für &quot;Neue Medien&quot; und<br />
empfängt damit den symbolischen Lohn für seine Mühen, das Internet als<br />
Thema auf die politische Tagesordnung zu setzen. Der<br />
sozialdemokratische Online-Stratege wähnt mit dem parlamentarischen<br />
Staatssekretär <a href="http://www.siegmar-mosdorf.de/">Siegmar Mosdorf</a> (Esslingen) einen erfahrenen Gewährs- und nach dem Wechsel von <a href="http://www.bury.de/">Hans-Martin Bury</a> (Bietigheim) ins Kanzleramt einen weiteren &quot;Landsmann&quot; an seiner digitalen Seite.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch auf Seiten der Opposition bewegt sich etwas: <a href="http://www.m4m.de/">Martin Mayer</a><br />
(Siegertsbrunn), Sprecher der CSU-Landesgruppe im Bundestag für<br />
Bildung, Forschung, Kultur, Medien und Telekommunikation, hatte sich im<br />
vergangenen Jahr als Wortführer bei der <a href="http://www.cducsu.bundestag.de/texte/anfrag1l.htm">Großen Anfrage zur Informationsgesellschaft</a><br />
hervorgetan, sucht bisweilen die parlamentarische Konfrontation mit der<br />
baden-württembergischen Online-Riege und meldet offenbar Ansprüche auf<br />
die Besetzung eines ähnlichen Expertenpostens an.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein<br />
nicht unspannendes Aufeinandertreffen gerade dieser beiden<br />
Multimediapolitiker ist seit einiger Zeit auf den Seiten der Initiative<br />
<a href="http://www.ungetaktet.de/">&quot;Internet ohne Taktung&quot; (IOT)</a> zu<br />
beobachten. Der Berliner Student Philipp Sudholt hat mit dieser<br />
Online-Kampagne für einen preisgünstigeren Netzzugang einen Stein ins<br />
Rollen gebracht, der die Probleme und Defizite der deutschen<br />
Multimediapolitik mustergültig einem breiteren Publikum vor Augen<br />
führt. Die Initiative hat sich clever in das verworrene Netz aus<br />
politischen Akteuren und Semi-Zuständigkeiten platziert und versucht,<br />
die diversen Gremien gegeneinander auszuspielen &#8211; als Zielscheibe der<br />
Online-Unterschriftensammlung nennt Sudholt explizit die <a href="http://www.regtp.de/"> Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post</a>.<br />
Vorgeworfen wird der erst 1998 gegründeten Bundesbehörde eine verfehlte<br />
Politik hinsichtlich der Rahmenbedingungen für den Wettbewerb auf dem<br />
liberalisierten Telekommunikationsmarkt. Dieser vergleichsweise junge<br />
politische Akteur, gewissermaßen als &quot;Spin-Off&quot; aus dem alten<br />
Postministerium hervorgegangen, bekommt nun die Vielschichtigkeit<br />
seines Aufgabenbereiches zu spüren. Die Online-Aktivisten beklagen das<br />
Nichteinlösen des &quot;Infrastrukturauftrags&quot; der Behörde, die sich ins<br />
Stammbuch geschrieben hat, &quot;den Wettbewerb zu fördern und<br />
flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu<br />
gewährleisten.&quot; Ohne die Einrichtung von <a href="http://www.taz.de/tpl/2000/01/06.fr/ibox?Ueber=&amp;re=is&amp;name=a0137">Pauschalpreisen für die Internet-Nutzung</a><br />
könne dies jedoch nicht erfüllt werden und daher bestimmen die<br />
&quot;Einführung eines zeitlich nicht getakteten Zugangs zum Internet&quot;, die<br />
&quot;Zerschlagung des unglückseligen Kartells Kabelnetz und Telefonnetz&quot;<br />
sowie eine teilweise &quot;Novellierung des Telekommunikationsgesetzes&quot; den <a href="http://ungetaktet.rheincity.de/forderungen.html">Forderungskatalog</a> der IOT.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei<br />
der Durchführung der Online-Kampagne setzt IOT recht geschickt auf die<br />
Potenziale des dezentral organisierten Netzes, wie etwa ein<br />
&quot;Schneeball-Prinzip&quot; zur Stimmensammlung &#8211; nicht nur auf der<br />
IOT-Homepage können Unterstützungsbekundungen abgegeben werden, ein<br />
kleiner HTML-Baukasten ermöglicht auch den Ausbau der eigenen Website<br />
zur digitalen Sammelstelle. Wöchentlich werden die fünf erfolgreichsten<br />
Unterschriftensammler mit der Aufnahme in eine Bestenliste auf der<br />
IOT-Homepage belohnt. Philipp Sudholt betont im <a href="http://www.politik-digital.de/archiv/edemocracy/sudholt.shtml">politik-digital-Interview</a><br />
die Multiplikations- und Informationsmöglichkeiten des Internet: &quot;Je<br />
mehr Gelegenheiten man nutzt, um seine Listen zu präsentieren, desto<br />
mehr Leute kann man erreichen und von seiner Argumentation überzeugen.<br />
Wie bei einer Unterschriften-Sammlung in einer Fußgängerzone bieten wir<br />
auch &#8211; nur einen Mausklick entfernt &#8211; ausführliche Möglichkeiten zur<br />
Information über Fakten und Hintergründe.&quot; Die gewählte Form des<br />
&quot;Unterschriftenbanners&quot; knüpft an die Tradition älterer<br />
Online-Protestaktionen an, die meist noch eine klare Trennung zwischen<br />
Sympathiebekundung mittels Protestschleife (&quot;Ribbon&quot;) und Unterstützung<br />
per E-Mail-Unterschrift einhielten.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein weiterer Mosaikstein der IOT-Strategie ist eine enge Zusammenarbeit mit dem unabhängigen Online-Magazin <a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Offline.html">&quot;T-Off&quot;</a>,<br />
das sich als informierende Bürgerinitiative versteht und mit einer<br />
Vielzahl von Dokumentationen die &quot;Probleme mit der Telekom- munikation&quot;<br />
(sic) begleitet. Die IOT-Website übernimmt dabei die Rolle eines<br />
&quot;Katalysators&quot; und reicht die interessierten Onliner an die<br />
Materialsammlung weiter. So geschehen auch im Falle der noch recht<br />
zaghaften Bundestagsdiskussion um die &quot;flat-rates&quot; für den<br />
Internet-Zugang. Die entsprechenden <a href="http://userpage.fu-berlin.de/%7Edittbern/Telekom/Politik/5.html#MM_Fragen">Auszüge aus dem Plenarprotokoll des Bundestages vom 1.12.1999</a><br />
werden bei &quot;T-Off&quot; publiziert und mit weiterführenden Querverweisen<br />
versehen. Dies ist an sich zwar ein eher unspektakuläres Vorgehen, das<br />
allerdings dadurch an Bedeutung gewinnt, dass der Bundestag selbst die<br />
Texte nur als Datenpaket zum Herunterladen anbietet. Digitale<br />
Publikation und redaktionelle Nachbereitung können somit als gute<br />
Beispiele für die vielzitierten Möglichkeiten zur Herstellung von<br />
Transparenz via Internet gelten. Allerdings müssen offenbar engagierte<br />
Bürgeriniativen den politischen Akteuren dabei ein wenig auf die<br />
Sprünge helfen.</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Solche<br />
Aufklärungsarbeit zeitigt für die beteiligten Politiker allerdings<br />
nicht unbedingt angenehme Folgen: Im Ping-Pong-Spiel der Websites macht<br />
IOT aus dem Verlauf der Fragestunde dann sogleich den <a href="http://ungetaktet.rheincity.de/fall_mosdorf.html">&quot;Fall Mosdorf&quot;</a>.<br />
Die bislang ausbleibende Reaktion auf einen IOT-Brief an den<br />
Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium wird<br />
schnell als Enttäuschung gedeutet und liefert neues Wasser für die<br />
virtuellen Aktionsmühlen. Allerdings könnte sich eine allzu schnell<br />
steigende Einmischungsquote auch kontraproduktiv auswirken &#8211; nicht jede<br />
Äusserung (oder Nicht-Äusserung) der Politiker ist einen digitalen<br />
Aufschrei wert&#8230;</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif"><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Das<br />
kombinierte Engagement einer&quot;aktivierenden&quot; und einer<br />
&quot;dokumentierenden&quot; Website hat inzwischen einen ansehlichen<br />
Informationscocktail entstehen lassen. Die Vorgehensweise des<br />
Kampagnen-Duos IOT/T-Off macht deutlich, wie sich Schnittstellen<br />
zwischen informierter Netzgemeinde und einer offenbar immer stärker<br />
sensiblisierten Politik ausbilden können. Ob allerdings ein direkter<br />
kausaler Zusammenhang zwischen Netzaktion und materialer<br />
Politikentscheidung hergestellt werden kann, wird sich spätestens dann<br />
zeigen, wenn die &quot;taktlosen&quot; Netznutzer die Resultate ihrer<br />
Sammlungsbewegung analogisieren und als Papierpaket zur<br />
Regulierungsbehörde nach Bonn tragen. Es sind bereits 1000 Din<br />
A4-Seiten bedruckt&#8230;</span></span></p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Interview mit Philip Sudholt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Steffen Wenzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Regulierungsbehörde]]></category>
		<category><![CDATA[Telekommunikationsmarkt]]></category>
		<category><![CDATA[Unterschriftensammlung]]></category>
		<category><![CDATA[Verbraucherschutz]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgeriniative]]></category>
		<category><![CDATA[Philip Sudholt]]></category>
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		<category><![CDATA[Internettarif]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Interview mit Philip Sudholt, dem Initiator der Netzkampagne
&#34;Internet ohne Taktung&#34;, über digitale Kampagnenführung
am eigenen Schreibtisch.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Ein Interview mit Philip Sudholt, dem Initiator der Netzkampagne<br />
&quot;Internet ohne Taktung&quot;, über digitale Kampagnenführung<br />
am eigenen Schreibtisch.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Initiator der Netzkampagne &quot;Internet ohne Taktung&quot;</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Erklärtes Ziel der Initiative &quot;<a href="http://www.ungetaktet.de/">Internet ohne Taktung</a>&quot; ist es,  die Öffentlichkeit und die Politik  auf die Probleme aufmerksam zu machen,<br />
die durch die  Hochpreispolitik bei Internetzugängen in Deutschland entstanden sind.<br />
</span>
</p>
<table align="left" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="120">
<tbody>
<tr>
<td width="120"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/psudholt.jpg" alt="Philip Sudholt" border="1" height="231" hspace="0" vspace="0" width="150" /></td>
<td rowspan="2"><spacer type="block" height="1" width="10"></spacer></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#e0e0e0"><span style="font-size: xx-small; font-family: Arial,Helvetica; color: #333333"><br />
			Philip Sudholt</span></td>
</tr>
<tr>
		</tr>
</tbody>
</table>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Sie sammeln die Unterschriften nicht nur über Ihre site, sondern in<br />
einer Art Schneeballsystem: Auch andere können auf ihren Homepages<br />
Unterschriften sammeln und dann weiterleiten. Was versprechen Sie sich<br />
von diesem System?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Philip Sudholt:</b> Es ist ja wie bei Unterschriftensammlungen im echten Leben auch: Je mehr<br />
Gelegenheiten man nutzt, um seine Listen zu präsentieren, desto mehr Leute<br />
kann man erreichen und von seiner Argumentation überzeugen. Wie bei einer<br />
Unterschriften-Sammlung in einer Fußgängerzone bieten wir auch &#8211; nur einen<br />
Mausklick entfernt &#8211; ausführliche Möglichkeiten zur Information über Fakten<br />
und Hintergründe.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Nach unserer Meinung ist das Thema &quot;Pauschaltarif&quot; so wichtig für das<br />
gesamte deutsche Internet, daß man auch an den verschiedensten Stellen<br />
darüber seine Meinung gegenüber der Politik kundtun können muß. Man<br />
erreicht so die User aus vielfältigen Bereichen des Internets.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Im Interview mit der &quot;Taz&quot; nennen Sie die Regulierungsbehörde als<br />
Adressat. Zielen Sie auch auf deren Website bzw. gibt es ein<br />
Online-Protestschreiben oder werden die Unterschriften nur analog<br />
weitergeleitet?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Philip Sudholt:</b> Unsere Unterschriften werden wir voraussichtlich im Februar zuständigen<br />
Politikern bei der Bundesregierung übergeben, die ja die Aufsicht über die<br />
RegTP zu führen hat. Wir müssen dabei den Politikern klar machen, daß das<br />
Anliegen der Initiative &quot;Internet ohne Taktung&quot; wirklich von vielen Bürgern<br />
unterstützt wird. Denn viele unserer Politiker wissen ganz einfach nicht,<br />
wie wichtig fairere Internettarife für die Entwicklung des Internets in<br />
Deutschland sind. Erste Politiker haben sich ja schon auf unseren Webseiten<br />
gemeldet.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie positioniert sich <a href="http://www.ungetaktet.de/">ungetaktet.de</a> im<br />
Netz (z.B. Suchmaschinen, Banner, Mailinglisten)?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Philip Sudholt:</b> Wir fordern alle Besucher dazu auf, auf ihren eigenen Webseiten mit Bannern<br />
zu uns zu linken. Neben unserem Unterschriften-Banner, mit dem auf jeder<br />
Webseite Unterschriften geammelt werden können, stellen wir natürlich auch<br />
noch ganz normale Grafiken zur Verfügung.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Zudem betreiben wir Newsletter und eine Mailingliste, auf der Themen<br />
diskutiert werden.<br />
Auf jeden Fall vermeiden möchten wir Massenaufrufe im Usenet oder durch<br />
Kettenbriefe; durch solche Aktionen macht man sich im Internet sehr schnell<br />
unbeliebt.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Gibt es Kooperationen mit anderen potenziellen Partnern wie<br />
Verbänden oder Verbraucher-Vereinigungen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Philip Sudholt:</b> Bislang nicht, wir suchen aber Kontakt zu Parteien, Politikern, Firmen und<br />
anderen Verbänden, auch zu internationalen Initiativen.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600"><br />
politik-digital:</span></b> Wie finanziert sich die Site bzw. die Unterhaltung der Site?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Philip Sudholt:</b> Rein privates Engagement und ein Webspaceprovider, der sich dazu<br />
bereit erklärt hat, uns umsonst zu hosten 😉</span></p>
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