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	<title>Bürgerinitiative &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bürgerinitiative &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Klick-Aktivismus? Online-Kampagnen in der Politik</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johannes Hillje]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:42:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Petitionen]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Kampagnen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
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					<description><![CDATA[Können wir per Mausklick die Welt verändern? Die Initiatoren politischer Online-Kampagnen lassen uns das zuweilen glauben. Doch welche Wirkung haben [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://politik-digital.de/klick-aktivismus-online-kampagnen-in-der-politik/slider-klick-aktivismus/" rel="attachment wp-att-9987"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-medium wp-image-9987 alignleft" src="http://politik-digital.de/wp-content/uploads/slider-klick-aktivismus-305x170.png" alt="" width="305" height="170" /></a>Können wir per Mausklick die Welt verändern? Die Initiatoren politischer Online-Kampagnen lassen uns das zuweilen glauben. Doch welche Wirkung haben partizipative Online-Massen-Kampagnen tatsächlich auf unsere Parlamentarier? Johannes Hillje hat im Bundestag nachgefragt und stellt seine Ergebnisse hier vor.</p>
<p>Campact sammelt 100.000 Bürgerstimmen gegen das Veto der FDP zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer. Auf Avaaz.org unterstützen 99.000 Menschen einen Brief an die Bundesregierung, um den Panzer-Deal mit Saudi-Arabien zu verhindern. 32.500 digitale Unterschriften sammelt eine Bürgerinitiative aus Rheinhessen, um gegen die Lärmbelästigung durch den Frankfurter Flughafen zu protestieren.</p>
<p>Online-Kampagnen wie webbasierte Petitionen oder Massen-E-Mailing sind zu einem beliebten Instrument zivilgesellschaftlicher Akteure geworden. Initiativen wie Avaaz und Campact beschränken sich bei manchen Themen ganz allein auf Formen des politischen Online-Aktivismus, um damit, so das ausgegebene Ziel, politische Entscheidungen zu beeinflussen.</p>
<p>Die Unterstützerzahlen der Online-Aktivisten sind dabei durchaus imposant, vergleicht man die Zahlen der Online-Petitionen etwa mit jenen früherer Papierpetitionen, die den Bürgern auf Marktplätzen vor die Nase gehalten wurden. Es stellt sich die Frage, welche Wirkung solche partizipativen Online-Massen-Kampagnen auf politische Entscheidungsträger in unserem Land haben. Im Rahmen meiner Magisterarbeit an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz habe ich mich dieser Frage gewidmet und qualitative Interviews mit Bundestagsabgeordneten aller Parteien sowie den Online-Experten der im Bundestag vertretenden Parteien geführt. Aus Gründen des Datenschutzes und um authentische Ergebnisse zu erlangen, wurden die Aussagen der Interviewpartner anonymisiert.</p>
<p><strong>Niedrigschwelligkeit + niedriges Involvement = Niedrige Wirkung? </strong></p>
<p>Den Ergebnissen der Studie zufolge haben die Kampagnen nur eine sehr geringe direkte Wirkung auf politische Entscheidungsprozesse. Das liegt zum einen in der Natur unkonventioneller Beteiligungsformen, die oftmals keinen sachlichen Informationsmehrwert für Politiker liefern und aus Sicht der Befragten zu einseitig argumentieren. Zum anderen und hauptsächlich liegt die geringe Wirkung aber in den Charakteristika der Kampagnen und der Online-Kommunikation selbst begründet. Aufgrund der niedrigschwelligen und wenig involvierenden Partizipationsform zeigen Politiker sich in aller Regel wenig beeindruckt von mitunter kaum zielgerichteten „Bottom-Up“-Kampagnen wie Massen-E-Mails. Um eine Informationsflut dieser Art schon im Vorhinein  zu vermeiden, setzen Parlamentarier entsprechend häufig Gegenmaßnahmen in Form von Vorselektion oder Spam-Filter ein. Ein Bundestagsabgeordneter begründet das so: „[Die Beteiligung] ist nicht echt, nicht ehrlich. Sondern sie wird vorgegaukelt. [&#8230;] Die Kampagne ist ja schon sozusagen fertig formuliert. Da ist ja ein nachträgliches, demokratisches Abstimmen über verschiedene Wege oder verschiedene Formulierungen [&#8230;] nicht mehr möglich. Außer mein Kreuz drunter machen kann ich mich nicht beteiligen. Ich darf ja nicht abstimmen, ob mir der Text passt oder nicht. [&#8230;] Und das heißt, da ist gar keine Beteiligung vorhanden.“</p>
<p>Auch die Anonymität der Online-Kommunikation fällt für die Politiker negativ ins Gewicht: Einerseits könnte der Partizipationsakt im schnelllebigen Netz zu wenig reflektiertem Klick-Ativismus verkommen, andererseits fällt es den Politikern schwer, kleine und unbekannte Organisationen einzuschätzen, wenn sie diese als Absender einer Online-Kampagne zum ersten Mal kennenlernen.</p>
<p><strong>Online-Kampagnen als Indikator für die öffentliche Meinung</strong></p>
<p>Dennoch zeigen die Ergebnisse der Studie einen nicht weniger bemerkenswerten indirekten Effekt: Online-Kampagnen dienen den etablierten politischen Akteuren als Indikator für Stimmungen und Meinungen innerhalb der Bevölkerung. Folgendes Zitat eines Abgeordneten verdeutlicht diese Beurteilung: “Natürlich geht die Frage &#8220;Wer unterstützt irgendwas?&#8221;, &#8220;Welche politischen Meinungsbildungsprozesse zeichnen sich ab?&#8221;,&#8221;In welchen Organisationen bildet sich welche Mehrheit?&#8221; &#8211; natürlich fließt das in die politische Lagebewertung mit ein. Und natürlich fragt Politik sich irgendwo: Was ist durchsetzbar und was ist nicht durchsetzbar?”</p>
<p>Auch die Online-Experten der Parteien sehen hierin die zentrale Stärke von Online-Kampagnen, wie folgende Aussage zeigt: „[W]enn ich jetzt sagen kann, eine Petition bei Avaaz zum Atomausstieg hat 180.000 gekriegt und eine Petition […] zur Freilassung der gefangenen Journalisten in Weißrussland hat 10.000 gekriegt, dann kann ich Themen gewichten, dann kann ich Relevanz gewichten.“</p>
<p><strong>Einfluss auf die politische Agenda</strong></p>
<p>Ein anderer  spricht gar davon, dass Online-Kampagnen für seine Partei als “Frühwarnsysteme” bei der Themensetzung fungieren. Bei netzpolitischen Themen scheint dieser Effekt momentan am stärksten ausgeprägt zu sein, so dass die Themensetzung der Online-Aktivisten durchaus die politische Agenda beeinflussen kann.</p>
<p>Darüber hinaus sind die Online-Pendants traditioneller Offline-Kampagnenformen (Online-Petition vs. Papierpetition, E-Mail-Kampagne vs. Briefkampagne) unter den Befragten weitgehend akzeptiert. Zwar betonen einige Politiker etwa den “haptischen Wert” eines Briefs, jedoch können digitale Anschreiben einfacher an Kollegen weitergeleitet werden.</p>
<p>Auch die digitale Unterschrift unter einer Online-Petition ist weitgehend akzeptiert, bei informellen Online-Kampagnen (z.B. über die Avaaz-Webseite) sind den Politikern jedoch Kontrollmechanismen wie das “Double Opt-In”-Verfahren (Bestätigung der Teilnahme über E-Mail) wichtig, um Missbrauch auszuschließen.</p>
<p><strong>Mehr Einfluss durch Generationswechsel im Parlament?</strong></p>
<p>Unstrittig ist unter den politischen Akteuren, dass sich die Bedeutung von Online-Kampagnen in Zukunft erhöhen wird. Dies machen sie einerseits an einer steigenden Internetnutzung der Bürger fest. Andererseits gehen sie davon aus, dass auch die Online-Affinität der Parlamentarier zunehmen wird.</p>
<p>Das Mediennutzungsverhalten der Politiker spielt ganz allgemein eine Rolle bei der Wirkung von Online-Kampagnen. Wer das Internet grundsätzlich verstärkt nutzt, nimmt Online-Kampagnen stärker wahr und bindet diese auch eher in die Überlegungen seiner politischen Arbeit ein.</p>
<p><strong>Online- und Offline-Aktivismus verbinden</strong></p>
<p>Wenn es nach den befragten Politikern geht, sollten zivilgesellschaftliche Organisationen ihre Kampagnen nicht allein an massenhaften Unterstützerzahlen und anonym anmutender Online-Kommunikation ausrichten. Nach den Worten eines Bundestags-Online-Experten sind vorrangig drei Aspekte für den Erfolg einer Online-Kampagne zentral: „Spiegelung in den klassischen Medien, gut gemachte Social-Media-Kampagne und eben die Verknüpfung von on- und offline. Das ist, glaube ich, die große Kunst.“</p>
<p>Insgesamt lässt die Studie keine allzu optimistische Bestandsaufnahme der Wirkung von partizipativen Online-Kampagnen zu. Die mitunter etwas abwertend anmutenden Einschätzungen der Befragten werfen allerdings die Frage auf, ob es sich die Politik in Anbetracht der Trends politischer Partizipation leisten kann, solche neuartigen Beteiligungsformen wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Schließlich deckt sich die Art der Partizipation mit den Bedürfnissen der Bürger nach erweiterten, aber punktuellen Beteiligungsmöglichkeiten. Insbesondere für junge Leute sind die Online-Kampagnen eine gute Möglichkeit, einen leichten, über ihre bevorzugten Kommunikationskanäle realisierten Zugang zu politischen Themen zu finden.</p>
<p>Sollten die etablierten politischen Akteure solche Formen der Online-Partizipation langfristig als destruktiven Klick-Aktivismus abstempeln und mangelnde Responsivität an den Tag legen, könnte sich unter den Nutzern schnell Frust breit machen und das demokratische Potenzial verspielt sein.</p>
<p>Gleichzeitig müssen aber auch die Kampagneninitiatoren ein realistisches Bild von der politischen Wirkung ihrer Graswurzelkampagnen vermitteln und den Bürgern nicht den Eindruck geben, sie könnten per Mausklick die Welt verändern. Das gesamtgesellschaftliche Risiko liegt also insgesamt nicht nur in der Online-Kommunikation selbst, sondern auch beim Umgang der etablierten und nicht-etablierten politischen Akteure mit den virtuellen Beteiligungsformen.</p>
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		<item>
		<title>EU-Bürgerinitiative startet im April 2012</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Apr 2011 17:19:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Europäisches Parlament]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Kommission]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerbeteiligung]]></category>
		<category><![CDATA[Brüssel]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/fr2.jpg" align="left" height="91" width="152" />Kein Aprilscherz: In einem Jahr ist es soweit. Der Reformvertrag von Lissabon, Ausweg aus der jahrelang andauernden Verfassungskrise, ist bereits seit dem 1. Dezember 2009 rechtskräftig. Genau heute in einem Jahr wird dann auch eine direkte Partizipation auf EU-Ebene für die Bürger möglich: Ab 1. 4. 2012 können europäische Bürgerinitiativen auf den Weg gebracht werden.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fr2.jpg" alt="" width="152" height="91" align="left" />Kein Aprilscherz: In einem Jahr ist es soweit. Der Reformvertrag von Lissabon, Ausweg aus der jahrelang andauernden Verfassungskrise, ist bereits seit dem 1. Dezember 2009 rechtskräftig. Genau heute in einem Jahr wird dann auch eine direkte Partizipation auf EU-Ebene für die Bürger möglich: Ab 1. 4. 2012 können europäische Bürgerinitiativen auf den Weg gebracht werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Bürgerinitiative wird, gestaffelt nach Antragstellern pro Mitgliedsland und einer bestimmten Zahl von verschiedenen Ländern, aus denen diese Antragsteller kommen, den EU-Bürgern die Möglichkeit eröffnen, die Kommisson zur Befassung mit einem bestimmten Sachverhalt aufzufordern. Der einschlägige Artikel 11 Abs. 4 <a href="http://eur-lex.europa.eu/JOHtml.do?uri=OJ:C:2010:083:SOM:DE:HTML" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EUV</a> lautet konkret: &#8216;<em>Unionsbürgerinnen und Unionsbürger, deren Anzahl mindestens eine Million betragen und bei denen es sich um Staatsangehörige einer erheblichen Anzahl von Mitgliedstaaten handeln muss, können die Initiative ergreifen und die Europäische Kommission auffordern, im Rahmen ihrer Befugnisse geeignete Vorschläge zu Themen zu unterbreiten, zu denen es nach Ansicht jener Bürgerinnen und Bürger eines Rechtsakts der Union bedarf, um die Verträge umzusetzen.</em>&#8216;</p>
<p>Bereits am 16. Februar diesen Jahres veröffentlichte die EU eine detaillierte <a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:065:0001:0022:DE:PDF" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Verordnung</a> zur organisatorischen Durchführung des neuen Partizipationsinstruments. Laut dem Text der Verordnung sollen eDemocracy-Tools zum Einsatz kommen, die die Europäische Kommission in Brüssel bereitstellen wird: internetbasierte Anwendungen, mit deren Hilfe vor allem die Rechtssicherheit des jeweiligen Bürgerwillens gewährleistet werden soll. Eine Auflistung der Stärken und Schwächen des Verfahrens findet sich auf der <a href="http://www.mehr-demokratie.de/eu-buergerinitiative.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> von &#8220;Mehr Demokratie, e.V.&#8221; bereits heute.</p>
<p>Mit den konkreten Vorbereitungen zur Einführung der Bürgerinitiative wird sich politik-digital.de bis zur Einführung im April 2012 und darüber hinaus beschäftigen. Begleitet wird ein Weg, dem europäischen &#8216;demos&#8217; erstmals in über 50 Jahren europäischer Integrationsgeschichte zusätzliche &#8211; wenn auch unverbindliche &#8211; Mitsprache in konkreten Sachfragen zu ermöglichen.</p>
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			</item>
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		<title>Links, zwo, drei, vier – KW 50</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/presseschau/links-zwo-drei-vier-kw-50-2-5097/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Charlie Rutz]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2010 14:36:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Presseschau]]></category>
		<category><![CDATA[Wikileaks]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Cyberwar]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
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					<description><![CDATA[Europa probt die direkte Demokratie, Kuba klont Wikipedia, erster Bundestagsabgeordneter mit eigener iPhone-App und der Cyberwar im World Wide Web - diese und mehr Themen der Woche in der Linkliste.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Europa probt die direkte Demokratie, Kuba klont Wikipedia, erster Bundestagsabgeordneter mit eigener iPhone-App und der Cyberwar im World Wide Web &#8211; diese und mehr Themen der Woche in der Linkliste.<br />
<strong><a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/EU-Parlament-macht-Weg-frei-fuer-Europaeische-Buergerinitiative-1154344.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU I: Mehr direkte Demokratie<br />
</a></strong><br />
Ab 2012 ist es EU-Bürgern möglich, auf EU-Ebene eigene Gesetzesinitiativen anzustoßen. Am 15. Dezember 2010 stimmte das EU-Parlament mehrheitlich für eine stärkere Bürgerbeteiligung am Gesetzgebungsprozess und machte damit den Weg frei für Europäische Bürgerinitiativen. Demnach müssen mindestens eine Million EU-Bürger aus einem Viertel der EU-Staaten ihre Unterschriften leisten, die sowohl Online als auch Offline gesammelt werden können.<br />
<strong><a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/10/752&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=EN&amp;guiLanguage=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">EU II: Neuer E-Government-Aktionsplan<br />
</a></strong><br />
Als Teil der &#8220;<a href="http://ec.europa.eu/information_society/digital-agenda/index_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Digitalen Agenda für Europa</a>&#8221; präsentierte die EU-Kommissarin Neelie Kroes am 15. Dezember 2010 einen Maßnahmenkatalog zur Einführung von elektronischen Behörden-Diensten. Diese sollen u.a. zur Steigerung der Effizienz und Effektivität öffentlicher Verwaltungen beitragen. Auch sollen Bürger und Unternehmen stärker in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden.<br />
<strong><a href="http://www.ftd.de/it-medien/medien-internet/:out-of-office-kuba-kann-auch-wikipedia/50205545.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eigenbau I: Kuba klont Wikipedia<br />
</a></strong><br />
&#8220;Die DDR wurde 1989 von der BRD annektiert!&#8221; Diese und mehr Informationen findet man ab sofort auf der <a href="http://www.ecured.cu/index.php/EcuRed:Enciclopedia_cubana" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kubanischen Variante</a> der Wikipedia. Die historische Rolle von &#8220;El Presidente&#8221; Fidel Castro nimmt dabei den meisten Raum ein. Aber auch mit Kritik an den imperialistischen USA in persona des ehemaligen Präsidenten George W. Bushs wird nicht gespart. US-Präsidenten wie Barack Obama oder Bill Clinton bleiben dagegen derzeit völlig unerwähnt.<br />
<strong><a href="http://public-correlations.de/2010/12/14/der-erste-politiker-mit-eigener-iphone-app" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Eigenbau II: Erster Politiker mit eigener iPhone-App<br />
</a></strong><br />
Der FDP-Abgeordnete und Bewerber für den FDP-Parteivorsitz Oliver Luksic ist der erste deutsche Bundestagsabgeordnete, der über eine eigene iPhone-App verfügt, um per Social Media-Diensten wie Twitter oder Facebook in Kontakt mit seinen Wählern zu stehen. Der Nutzer soll damit an seinem politischen Alltagsleben teilhaben, so Luksic. Geboten werden Texte, Bilder und Videos. Außen vor bleiben jedoch die Wähler, deren Smartphones auf Android oder anderen Betriebssystemen laufen.<br />
<strong><a href="http://mashable.com/2010/12/13/internet-tv-forrester" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie I: Internet gleichauf mit Offline-TV<br />
</a></strong><br />
Mittlerweile verbringen US-Amerikaner genauso viel Zeit im Internet wie vor dem heimischen TV. Das ergab eine <a href="http://www.forrester.com/rb/Research/understanding_changing_needs_of_us_online_consumer,/q/id/57861/t/2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Studie</a> der Beratungsfirma Forrester Research. Demnach stiegen die Online-Aktivitäten der US-Bürger zwischen 2005-2010 um 121 Prozent. Zu den großen Verlierern gehören herkömmliche Medien wie Radio (-15 Prozent), Zeitungen (-26 Prozent) und Magazine (-18 Prozent).<br />
<a href="http://www.rjionline.org/digital-publishing/dpa/stories/research-projects/ipad-news-survey" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><strong>Studie II: iPad lässt Zeitungs-Abos drastisch sinken</strong><br />
</a><br />
Insgesamt 58 Prozent der iPad-Nutzer in den USA wollen in den kommenden sechs Monaten ihr Zeitungs-Abonnement kündigen, 11 Prozent haben es bereits beendet. Das ergab eine Studie der an der Missouri School of Journalism beheimateten Forschungsinitiative Digital Publishing Alliance (DPA). Was die Studie sonst noch verrät: Die typischen iPad-Nutzer sind vornehmlich männlich (80,2 Prozent), im Alter zwischen 35 und 64 Jahren (69,5 Prozent) sowie überdurchschnittlich gut gebildet (76,3 Prozent). Zudem lehnen sie nicht nur Papier-Zeitungen ab, sie bevorzugen auch Zeitungs-Apps vor den entsprechenden Webseiten (92 Prozent).<br />
<strong><a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Der Cyberwar ist in vollem Gange<br />
</a></strong><br />
George Monbiot setzt sich im Hintergrund des aktuellen Geschehens rund um WikiLeaks und den damit einhergehenden Cyberattacken kritisch mit dem &#8220;<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Astroturfing</a>&#8221; im Netz auseinander. Als prominentes Beispiel nennt er den Saatgutkonzern Monsanto. Dieser wird verdächtigt, eine Kampagne in Auftrag gegeben zu haben, Wissenschaftler (z. B. in Netz-Foren) zu attackieren, die feststellten, dass mexikanisches Korn weitgehend durch genmanipulierte Pollen kontaminiert wäre. Im Guardian kritisiert Monbiot solch eine Nutzung des Internet und spricht sich dafür aus, das Netz vornehmlich zur Themensuche, zum Testen von Ideen und für offene Diskussionen zu nutzen.<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><br />
</a><br />
<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/libertycentral/2010/dec/13/astroturf-libertarians-internet-democracy" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Unter Mitarbeit von </em></a><em><a href="/user/palbrecht">Philipp Albrecht</a>.</em></p>
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			</item>
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		<title>EU-Kommission bittet Bürger um Rat</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/eu-kommission-bittet-buerger-um-rat-4643/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Matthias Kemmerich]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Nov 2009 11:00:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Europäische Union]]></category>
		<category><![CDATA[Margot Wallström]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[EU-Kommission]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Lissabon-Vertrag wird aller Voraussicht nach am 1. Dezember 2009 in Kraft treten. Damit würde gleichzeitig auch die Europäische Bürgerinitiative Realität werden. Die Europäische Kommission bittet nun ihre Bürger um Mithilfe: Wie soll die Idee praktisch umgesetzt werden?
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Lissabon-Vertrag wird aller Voraussicht nach am 1. Dezember 2009 in Kraft treten. Damit würde gleichzeitig auch die Europäische Bürgerinitiative Realität werden. Die Europäische Kommission bittet nun ihre Bürger um Mithilfe: Wie soll die Idee praktisch umgesetzt werden?</p>
<p>
<!--break--> <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1696&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer"></a>
</p>
<p>
&quot;Es ist für die Demokratie unerlässlich, dass die Bürgerinnen und Bürger an der Entscheidungsfindung teilhaben&quot;, sagte die <a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/09/1696&amp;format=HTML&amp;aged=0&amp;language=DE&amp;guiLanguage=en" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Margot Wallström</a>. Die Unterschriften von einer Million EU-Bürger sollen ab dem kommenden Jahr ausreichen, der Kommission durch eine Bürgerinitiative bestimmte Themen zur Verhandlung vorzulegen.
</p>
<p>
Noch sind allerdings nicht alle Details geklärt: Aus wie vielen Ländern müssen die Bürger kommen? Wie kann geprüft werden, ob die Unterschriften echt sind? Soll es die Möglichkeit geben, sich online an den Bürgerinitiativen zu beteiligen? Ein sogenanntes <a href="http://ec.europa.eu/dgs/secretariat_general/citizens_initiative/docs/com_2009_622_de.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Grünbuch</a> soll helfen, die konkrete Ausgestaltung des Bürgerbegehrens voran zu treiben. Bis Ende Januar 2010 können auch die EU-Bürger <a href="http://ec.europa.eu/dgs/secretariat_general/citizens_initiative/consultation_en.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">per Post oder E-Mail</a> ihre Vorschläge und Meinungen dazu unterbreiten.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Bürgergesellschaft im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/virtuelle-netze-nutzen-lernen/netzkampagnenvirt2-shtml-2442/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Virtuelle Netze nutzen lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
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		<category><![CDATA[Website]]></category>
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		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[„Bin ich schon drin oder nicht?“ Der Autor des Ratgebers „Virtuelle Netze nutzen lernen“ Christoph Dowe, Geschäftsführer pol-di.net beantwortet diese Frage und stellt den Ratgeber für Inititiven und NGOs vor.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Bin ich schon drin oder nicht?“ Der Autor des Ratgebers „Virtuelle Netze nutzen lernen“ Christoph Dowe, Geschäftsführer pol-di.net beantwortet diese Frage und stellt den Ratgeber für Inititiven und NGOs vor.<!--break--></p>
<p>Ein Internet-Ratgeber für kleine und mittlere Organisationen und Nichtregierungsorganisationen? Ist das nicht fast so etwas wie ein Widerspruch, wie ein anachronistisches oder gar freches Angebot? Schließlich sind es doch gerade solche Organisationen, die das Internet seit Jahren sehr erfolgreich, innovativ und aktivierend nutzen. Hunderttausende Globalisierungs- oder Kriegsgegner gingen inzwischen, ausschließlich über das Netz organisiert, auf die Straße. Tausende von Protestmails überschwemmten politische Akteure aus allen Lagern, vom Gemeinderat bis hin zum Weißen Haus. Unterschriftensammlungen &#8211; auch zu abseitigen Themen &#8211; bringen zehntausende Menschen dazu, ihren Namen im Internet unter ein gemeinsames Dokument zu setzen. Positive Beispiele gibt es massenhaft. Tatsächlich entstand das Netz zum Kommunizieren, und nicht, wie man heute manchmal glauben mag, um Dinge zu verkaufen. Damit entspricht das Internet der Netzwerkstruktur vieler kleiner Grassroot-Organisationen, Bürgerinitiativen oder ideeller Zusammenschlüsse.</p>
<p>                    <strong>Defizite bei Internetauftritten kleinerer Organisationen</strong><br />
                    <br />Die Analyse ist richtig und falsch. Tatsächlich haben gerade Nichtregierungsorganisationen (NRO) früh, schnell und innovativ das Netz für ihre Zwecke entdeckt. Bei genauerem Hinsehen jedoch zeigt sich: Hauptsächlich große Organisationen und solche mit junger Mitgliederstruktur nutzen das Internet verlässlich vorbildlich. Natürlich besitzen Amnesty International, Attac oder Greenpeace hervorragende Auftritte – sie haben entweder das Geld oder das Personal (oder beides) um hochgradig professionell zu sein, um Agenturen marktgerecht zu bezahlen oder um eine Armada von Freiwilligen zu mobilisieren. Aber ein Großteil des Bürgerengagements findet nach wie vor nicht in Massenorganisationen statt, sondern in lokal und thematisch begrenzten Zusammenschlüssen aktiver Bürger. Diese verfügen eher selten über eine ausgereifte und gut ausgestattete Struktur. Das Internet setzen sie dabei aus Scheu oder Nichtwissen eher zurückhaltend für die Arbeit ein. Den Internetauftritten kleinerer Organisationen mangelt es oftmals an klaren Vorstellungen und Zielsetzungen. </p>
<p>                    <strong>Ratgeber für den effizienten Internetauftritt</strong><br />
                    <br />An die Aktivisten dieser kleineren und mittelgroßen Organisationen richtet sich der neue Ratgeber, der von der Stiftung Mitarbeit in Zusammenarbeit mit pol-di.net e.V. /politik-digital.de im Juli 2003 veröffentlicht wurde. Auf 66 Seiten sollen gerade diejenigen Mitstreiter kleiner und mittelgroßer Organisationen angesprochen werden, die sich der Bedeutung des neuen Mediums zwar bewusst sind, sich ansonsten aber eher hilflos gegenüber den neuen Aufgaben fühlen, selbst, wenn vielleicht bereits ein Internetauftritt besteht. Verkürzt werden soll mit dem Ratgeber der Schritt zwischen „Da müssten wir eigentlich mal aktiv werden“ zu „Das packen wir jetzt an!“</p>
<p>Der Ratgeber setzt da an, wo jede Überlegung starten sollte: Ist ein Internetauftritt für meine Organisation sinnvoll? Das Internet als Hilfsmittel taugt ja nicht für jede Organisation, und eine realistische Einschätzung ist nötig, um entscheiden zu können, ob tatsächlich die Mühen den späteren Nutzen lohnen. Wie kann z.B. gerade eine kleine oder mittelgroße, meist nur semi-professionell strukturierte Organisation von den Neuen Medien profitieren? Weitere Kapitel sind den eigenen und fremden Erwartungen an eine Website gewidmet und versuchen, eine Hilfestellung bei der Definition der Zielgruppe zu geben. Der Hauptteil widmet sich den nötigen Schritten, um einen erfolgreichen Netzauftritt zu planen: Aus dem Inhalt:<br />
                    <br />&#8211; Wer sollte einen Internetauftritt planen?<br />
                    <br />&#8211; Woraus besteht ein Redaktionskonzept?<br />
                    <br />&#8211; Ist Design wirklich so wichtig?<br />
                    <br />&#8211; Standard-Anwendungen, Innovative Anwendungen, Killer Applikationen<br />
                    <br />&#8211; Welche rechtlichen Fragen sind wichtig?<br />
                    <br />&#8211; Welche technischen Grundlagen sind nicht vermeidbar?<br />
                    <br />&#8211; Warum braucht jede Seite Marketing?</p>
<p>Ergänzt wird der Ratgeber zudem durch Hinweise für den Umgang mit Agenturen, ein Glossar und eine Checkliste für die wichtigsten ersten Schritte.</p>
<p>Der Ratgeber versteht sich als erste Annäherung an das Thema. Am Ende der Lektüre sollen sich die Leser gerüstet fühlen, die wichtigsten Entscheidungen bei der Erstellung oder Neuerarbeitung einer Internetsite zu fällen und Mitstreiter zu beraten.<br />
                    </p>
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			</item>
		<item>
		<title>Öffentlichkeitsarbeit, Kampagne, Online-Kampagne, Website, Ratgeber, Bürgergesellschaft, NGO, Bürgerinitiative</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/netzkampagnenvirt1-shtml-3196/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Jul 2003 22:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlichkeitsarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
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		<category><![CDATA[Bürgergesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[NGO]]></category>
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					<description><![CDATA[Neuer Ratgeber der Stiftung Mitarbeit und pol-di.net e.V. erschienen: Der stellvertretende Geschäftsführer der Stiftung Mitarbeit Hanns-Jörg Sippel erläutert die Problemstellungen für Initiativen und NGOs auf dem Weg zu einem erfolgreichen Internet-Auftritt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neuer Ratgeber der Stiftung Mitarbeit und pol-di.net e.V. erschienen: Der stellvertretende Geschäftsführer der Stiftung Mitarbeit Hanns-Jörg Sippel erläutert die Problemstellungen für Initiativen und NGOs auf dem Weg zu einem erfolgreichen Internet-Auftritt.<!--break--></p>
<p>Als Mitte der 90er Jahre das Internet am Beginn seiner massenhaften Nutzung stand, verbanden sich mit den neuen Kommunikationstechnologien gerade auch für die Demokratisierung der Gesellschaft die Verheißung völlig neuer Möglichkeiten und Chancen. Ein weltumspannender Raum ohne Zensur, demokratisierte Bürger/innen, die per Mausklick wichtige gesellschaftliche und politische Entscheidungen mitbestimmen, neue Formen der Kommunikation, der demokratischen Beteiligung und Beratung. Prophezeit wurde gar eine »schöne neue Welt«, in der sich jenseits räumlicher und zeitlicher Beschränkungen gesellschaftliche Utopien verwirklichen lassen.</p>
<p>                    <strong>Utopie und Wirklichkeit</strong><br />
                    <br />Die euphorischen Verheißungen sind bekanntlich nicht Wirklichkeit geworden. Spätestens mit dem Ende des Internetbooms und dem Börsencrash wird auch das demokratische Potential des Internet nüchterner betrachtet, die Grenzen des Netzes sind allenthalben kritisch in den Blick geraten. Heute glaubt niemand mehr, allein die interaktiven Möglichkeiten des Netzes – jeder »Informationsempfänger« kann selbst auch »Sender« sein – reichten aus, um aus einer »Zuschauerdemokratie« eine lebendige Bürgergesellschaft zu machen.</p>
<p>                    <strong>Internet als demokratisches und bürgernahes Medium</strong><br />
                    <br />Geblieben ist die Vision einer Informationsgesellschaft, in der nicht die Wirtschaft, Wissenschaft und große Medienunternehmen im Vordergrund stehen, sondern die sich frei und ungehindert informierenden und mit anderen kommunizierenden Bürger/innen. In dieser Bürgergesellschaft geht die Initiative von unten, von den Bürger/innen aus, die sich die besonderen Eigenschaften des Netzes zu nutze machen und im Internet den demokratischen Umgang mit Informationen etablieren und einüben. Und tatsächlich haben sich neue Formen des demokratischen Dialogs zwischen Bürger/innen und politischen Institutionen wie auch innerhalb der Bürgergesellschaft entwickelt. Erste Erfahrungen zeigen, dass das Internet insbesondere die lokale politische Kommunikation intensivieren kann und neue Formen globaler Kommunikation ermöglicht. So ist das Internet mit seinen Vernetzungsmöglichkeiten zu einem wichtigen politischen Werkzeug für weltweit koordinierte politische Kampagnen geworden. Es haben sich neue internetspezifische Kampagnen- und Protest-Formen entwickelt, um netzinterne oder -externe gesellschaftspolitische Themen durchzusetzen.</p>
<p>                    <strong>Vernetzung und politische Aktivierung</strong><br />
                    <br />So begannen sich Ende der 90er Jahre verstärkt Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen wie auch Globalisierungskritiker zu organisieren und ihren Protest auf globaler Ebene zu koordinieren. Zugute kam ihnen dabei, dass es mit Hilfe des Internets – durch die weltweite Vernetzung mit Partnern und Informationsquellen – leicht ist, Kampagnen mit globaler Reichweite durchzuführen. Was früher großen Organisationen vorbehalten war, ist heute selbst kleinen Aktivistengruppen möglich. Es entstehen politische Aktionsgemeinschaften, die durch den virtuosen Einsatz alter und neuer Medien eine effektive, globale Vernetzung und politische Aktivierung erreichen. Die Do-It-Yourself-Medien wie Mailboxen, Internet-Mailinglisten, Newsgroups, Websites, Streaming-Technologien schaffen alternative Öffentlichkeiten und Gemeinschaften, sind vergleichsweise preiswert zu realisieren und relativ frei zugänglich. Zum Symbol für die Kraft eines auf diese Weise organisierten weltweiten Protestes wurde die 3. Konferenz der World Trade Organisation (WTO) Ende 1999 in Seattle. Tausende von Protestierenden reisten in einer großen Mobilisierungswelle aus aller Welt an, um gegen die Wirtschaftspolitik der WTO zu protestieren.</p>
<p>                    <strong>Netzwerkförderung durch „Wegweiser Bürgergesellschaft“</strong><br />
                    <br />Neben diesen spektakulären und medienwirksamen Aktionen stehen die vielfältigen Online-Initiativen von Nicht-Regierungsorganisationen, Verbänden, Zusammenschlüssen, von gesellschaftlichen Initiativen und Projekten. Die Stiftung MITARBEIT hat mit dem »Wegweiser Bürgergesellschaft« (<br />
                    <a href="http://www.buergergesellschaft.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.buergergesellschaft.de</a>) ein Angebot geschaffen, das diese oft voneinander isolierten Internet-Aktivitäten zusammenführt. Das Internetportal für die Bürgergesellschaft will neue Formen des Austauschs und der Kooperation zwischen zivilgesellschaftlichen Netzwerken fördern und in den neuen Medien einen Informationsverbund etablieren, der nah an der Bürgergesellschaft ist und alle Formen der demokratischen Teilhabe nachhaltig fördert. Zugleich können sich Interessierte umfassend über die Möglichkeiten des bürgerschaftlichen Engagements informieren.<br />
                    <br />Seit 40 Jahren unterstützt die Stiftung MITARBEIT (<br />
                    <a href="http://www.mitarbeit.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.mitarbeit.de</a>) bürgerschaftliches Engagement und Selbsthilfeaktivitäten. Dies geschieht durch Publikationen und Öffentlichkeitsarbeit, Weiterbildungsveranstaltungen, Fachtagungen, Methoden- und Finanzierungsseminare, Projekte zur Demokratieentwicklung und Starthilfeförderung für neue Initiativen. Mit dem »Wegweiser Bürgergesellschaft« überträgt die Stiftung ihre Idee und ihren Auftrag, die »Demokratieentwicklung von unten« zu fördern, ins Internet.</p>
<p>                    <strong>Virtuelle Netze nutzen lernen</strong><br />
                    <br />Mit der Publikation »Virtuelle Netze nutzen lernen. Der erfolgreiche Weg ins Internet« reagiert die Stiftung auf das Problem vieler Non-Profit-Organisationen, Zusammenschlüsse, Initiativen und Projekte, eine erfolgreiche Website zu konzipieren und dann auch umzusetzen. Zwar sind in der ersten Boomphase des Internets, als nach dem Motto »Be fast or be last« ein großer Run auf das neue Medium einsetzte, von vielen Organisationen eigene Websites ins Netz gestellt worden. Manchmal wurden mit diesen Internet-Auftritten auch neue Wege beschritten und erfolgreiche Lösungen für die eigene Kampagnen- und Öffentlichkeitsarbeit gefunden. Oft aber wurde auch wenig Wert auf Qualität gelegt. Das Ergebnis: Ein Großteil dieser Websites fristet ein Schattendasein im Niemandsland des Netzes. Ganz zu schweigen von den kleinen Organisationen und Projekten, die aus Mangel an Ressourcen oder technischem Verständnis erst gar nicht den Weg ins Internet suchten.<br />
                    <br />Die Stiftung MITARBEIT und pol-di.net e.V. wollen mit dem Ratgeber die ersten Schritte ins Internet so verständlich wie möglich beschreiben. Am Ende der Lektüre sollen sich die Leser/innen gerüstet fühlen, die wichtigsten Entscheidungen bei der Erstellung oder Überarbeitung einer Internet-Site zu fällen und – falls es einen Etat dafür gibt – mit einer Agentur den Auftritt selbstbewusst zu planen.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Mehr Demokratie via Internet?</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/mehr_demokratie_via_internet-630/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[asawall]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 1998 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Direkte Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
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					<description><![CDATA[<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Bürger machen mobil im Netz, sie wollen direktere
Demokratie und Zugang zu den Massenmedien. Das Internet ist offen für alle, Webseiten sind
preiswert und weltweit rund um die Uhr erreichbar. Doch bringen die bunten Seiten im WWW
wirklich den ersehnten Zulauf für die Initiativen?</b></span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small"><b>Bürger machen mobil im Netz, sie wollen direktere<br />
Demokratie und Zugang zu den Massenmedien. Das Internet ist offen für alle, Webseiten sind<br />
preiswert und weltweit rund um die Uhr erreichbar. Doch bringen die bunten Seiten im WWW<br />
wirklich den ersehnten Zulauf für die Initiativen?</b></span></span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">&quot;Bundesweite<br />
Dienstagsproteste gegen den Krieg in Jugoslawien. Kommt jeden Dienstag<br />
um 17.30 Uhr zum Berliner Breitscheid-Platz an der Gedächniskirche. Das<br />
Mikrofon ist offen. Jeder kann sprechen!, &quot;stand auf der Homepage des<br />
Friedensnetzwerkes zu lesen. Während der Straßenproteste gegen den<br />
Krieg in Jugoslawien war der Aktionskalender auf der Internetseite eine<br />
viel genutzte Anlaufadresse für Menschen, die &quot;gegen das Bombardement<br />
der NATO aktiv werden wollten, &quot; wie Dr. Volker Hoffmann, einer der<br />
Initiatoren der Proteste in Berlin, es ausdrückt. &quot;Das Internet hat uns<br />
geholfen, so erfuhren wir auch von Proteste in anderen Ländern&quot;,<br />
resümiert er. Christian Goller, vom Friedensnetzwerk ist stolz. Pro Tag<br />
zählte er über 100 einzelne Zugriffe auf die Seite. &quot;Die Termine zum<br />
Thema Kosovo mußten wir auf eine Extraseite auskoppeln, weil es einfach<br />
zuviel wurde.&quot; Die Zugriffszahlen hatten sich verzehnfacht. </span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Hundert Besucher am Tag, das wäre für eine große kommerzielle Homepage lächerlich wenig. Ein<br />
Authentifizierungssystem für Erwachsende, das vielen Pornoseiten vorgeschaltet ist, verzeichnet<br />
an einem Internet-Tag in Deutschland über 10000 Besucher. Dicht gefolgt von einem Hardwarehändler<br />
mit Discountpreisen. Für eine selbstorganisierte Seite ohne Werbeetat, die Menschen in ihrer<br />
Freizeit aufgebaut haben, ist ein Ranking von 100 aber schon ein Grund zum Feiern.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Alle, alle sind sie da. Ob &quot;Ärzte gegen den Atomtod&quot;, &quot;Eltern gegen die Rechtschreibreform&quot;,<br />
&quot;Bürger für animierte Verkehrszeichen&quot;, oder &quot;Autonome Antifa-Nachrichten&quot;. Initiativen<br />
in allen Regenbogenfarben tragen ihr Anliegen vor. Auf vier bis fünf Millionen Seiten, so die<br />
groben Schätzungen von Experten, bringen sie es die Aktiven allein im deutschsprachigen Bereich<br />
des Internets. Die Tendenz ist stark steigend, trotz sinkender Wahlbeteiligung. Immer<br />
mehr Bürger machen so deutlich, daß sie alles andere als Politikverdrossen sind. Sie wollen<br />
unabhängig von den großen Parteien selbst Einfluß auf die Staatsangelegenheiten nehmen. Ob das<br />
neue Massenmedium Internet dabei hilft, hängt davon ob, ob die Webseiten auch ihr Publikum finden.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">&quot;Unsere Seite im Internet hat uns fast nichts gebracht,&quot; faßt Katja Adler, von der Ulmer<br />
Bürgerinitiative <a href="http://www.pro-stadtbahn.de/">pro Stadtbahn.de</a> ihre Erfahrungen in der digitalen Welt zusammen. Es gab im<br />
Hightech-Ländle nicht mehr als 10 &#8211; 20 Reaktionen auf die schön gestaltete Seite der Initiative.<br />
Das Bürgerforum hatte sich das Ziel gesetzt, für den Erhalt und Ausbau der schwäbschen Stadtbahn<br />
zu streiten. Ulm und Neu-Ulm sollten über die Schiene  zusammenwachsen. Schließlich ist die<br />
Bahn an Pünktlichkeit und Umweltverträglichkeit dem Bus allemal vorzuziehen, so die Meinung<br />
der Bürgerbewegten. Doch eine knappe Mehrheit favorisierte beim Bürgerentscheid am<br />
11. Juli den Bus. &quot;Uns fehlten nur knapp 800 Stimmen&quot;, knirscht Frau Adler, deren Sohn die<br />
Webseite aufgebaut hat. Trotzdem war der Einsatz nicht umsonst, hofft man. Denn dem Gemeinderat<br />
könne es jetzt nicht mehr egal sein, was so viele Bürger denken.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Mit einer Webseite allein ist es eben nicht getan. Wenn nur Wenige von der Existenz der Homepage<br />
wissen, bleibt das Gästebuch meist leer. Jede Basisinitiative steht darum vor der Aufgabe,<br />
ihre Onlinepräsenz auch bekanntzumachen. Schließlich will man gefunden werden. Viele Surfer<br />
benutzen Suchmaschinen, die Inhaltsverzeichnisse des Internets, um sich zu orientieren. Doch<br />
auf Altavista und Co. ist auch kein Verlaß mehr. Eine aktuelle Studie schätzt die Gesamtzahl<br />
aller Seiten im Internet auf 800 Millionen. Keine der großen Suchmaschinen erfaßt mehr als 16<br />
Prozent dieser gigantischen Datenmenge, fanden die Informatik-Wissenschaftlern Steve Lawrence<br />
und C. Lee Giles am NEC Research Institute in Princeton, N.J. jüngst heraus.<br />
Was tun? &quot;Eine Email Adresse und eine Homepage reicht nicht&quot;, rät Dr. Gaby Hooffacker darum<br />
den Bürgerinitiativen im Internet. Viel wichtiges sei es, daß Aktivisten die Webseiten, die<br />
thematisch zusammenpassen, untereinander vernetzen, was mit einem sogenannten Link ganz<br />
einfach ist. Entscheidend sei auch, sich in den Verzeichnissen alternativer Medien einzutragen,<br />
und sich bei den Suchmaschinen selbst anzumelden, empfiehlt die Autorin verschiedener Bücher über<br />
vernetzte Politik von unten.<br />
</span></span>
</p>
<p>
<span style="font-family: Arial,helvetica"><span style="font-size: x-small">Wie sich über das Internet die Massen mobilisieren lassen, haben Studenten bei ihrem Hochschulstreik<br />
im Winter 1997/98 vorgeführt. Die Mobilisierung zu den Sitzstreiks, Nacktdemos und Rathausbesetzungen<br />
lief über die Webseiten der verschiedensten studentischen Initiativen. Hier wurde offen und<br />
demokratisch diskutiert und Verabredungen getroffen. Per Email waren die Aktiven immer bestens<br />
informiert. Von den rund 335 deutschen Hochschulen befanden sich 112 teilweise oder ganz im<br />
Unterrichtsboykott. Über 500.000 Studenten beteiligten sich aktiv an den Protesten, um sich<br />
gegen überfüllte Hörsälen, Schuldenberge durch die Verzinsung des BAföG, drohenden Studiengebühren<br />
und Akademikerarbeitslosigkeit zu wehren. &quot;Wissenschaft ohne Internet ist heute undenkbar,&quot;<br />
erzählt Kai vom AstA der Uni Bochum, &quot;der Zugang ist für Studenten kostenlos&quot;. Die Strukturen,<br />
um sich für die Proteste zu vernetzen, waren darum schon vorhanden. Dazu kam ausreichende<br />
Erfahrung der jungen Leute mit dem Web. &quot;Vielleicht war das ja die erste große politische<br />
Internetkampagne in Deutschland&quot;, meint Maya, Jurastudentin in Berlin. Mit ihren 23 Jahren ist<br />
sie eine der Veteranin der digitalen Studentenbewegung. &quot;Mal sehen, was das nächste Jahrtausend<br />
bringt&quot;, lacht sie, klappt das Notebook zusammen und streicht sich die lila Haarsträhne aus<br />
dem Gesicht.<br />
</span></span></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Verkehr im Netz</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/verkehr_im_netz-693/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[wbauchhenss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Verkehrspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[E-Democracy]]></category>
		<category><![CDATA[Internetforum]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Website]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerinitiative]]></category>
		<category><![CDATA[Öffentlicher Personennahverkehr]]></category>
		<category><![CDATA[Schweiz]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">
<b>
Spielen die Neuen Medien eine Rolle in der Verkehrspolitik? Während die
Deutsche Bahn eine der meistfrequentierten Webseiten betreibt, haben
verkehrspolitische Verbände und ÖPNV-Initiativen das Internet als
Kampagnen-Instrument bislang eher verschlafen.</b></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b><br />
Spielen die Neuen Medien eine Rolle in der Verkehrspolitik? Während die<br />
Deutsche Bahn eine der meistfrequentierten Webseiten betreibt, haben<br />
verkehrspolitische Verbände und ÖPNV-Initiativen das Internet als<br />
Kampagnen-Instrument bislang eher verschlafen.</b></span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Furchterregende Jagdszenen<br />
spielten sich im Frühjahr 1999 in Oberbayern ab: Erzürnte Fahrgäste<br />
eines Regionalzuges verprügelten den 19jährigen Schaffner, ein anderer<br />
Zugbegleiter schloss sich aus Angst vor den Reisenden auf der gesamten<br />
Fahrt in der Zugtoilette ein. Was hatte die Pendler aus dem<br />
Voralpenland so aufgebracht? Ein Privatunternehmen hatte die<br />
Oberlandbahn von der Bahn AG übernommen und deren klapprige Züge aus<br />
den 60er Jahren gegen modernste High-Tech-Züge ausgetauscht. Doch die<br />
neuen Triebwagen erwiesen sich als Fehlkonstruktion: Mal ließen sich<br />
die Türen nicht öffnen, oft blieben die Züge einfach auf offener<br />
Strecke stehen. Die Klimaanlage sorgte für arktische Temperaturen,<br />
während gleichzeitig die Heizung auf Hochtouren lief. Wochenlang lief<br />
nichts mehr auf der Oberlandbahn: Hunderte Pendler kamen nahezu täglich<br />
zu spät zur Arbeit oder in den Feierabend, an einem Gymnasium an der<br />
Strecke blieben die Klassenräume leer. Bald bildete sich eine<br />
Bürgerinitiative der Betroffenen, deren Aushängeschild ihre <a href="http://www.josefstal.de/bob/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a><br />
wurde. In einem Online-Beschwerdeforum berichteten die Pendler über<br />
ihre schlimmsten Erlebnisse mit der Oberlandbahn. Nach sieben Wochen<br />
überreichten Vertreter der Initiative vor großem Medienaufgebot die<br />
gesammelten Abenteuer der Reisenden an die Geschäftsführung der<br />
Privatbahn. Die Medien würdigten das Internet-Forum als neue<br />
Protestform und berichteten landesweit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In der Verkehrspolitik ist eine<br />
solche Internet-Aktion aber eine Ausnahme. Zwar engagieren sich<br />
zahllose Initiativen in allen erdenklichen verkehrspolitischen Belangen<br />
&#8211; von der autofreien Siedlung über den Bau von Autobahnen und die<br />
Vermeidung von Fluglärm bis hin zu Reaktivierung stillgelegter<br />
Bahnlinien, doch eigene Protestformen haben sich im Netz bisher kaum<br />
herausgebildet. Die aktiven Bürger verstehen Online-Medien als bequeme<br />
Unterstützung ihrer logistischen Arbeit, Webseiten erschöpfen sich<br />
meist in einfachen Umsetzungen von Flugblättern und Broschüren. Die<br />
verkehrspolitischen Initiativen, in den siebziger und achtziger Jahren<br />
oftmals aus der ökologisch-alternativen Szene heraus entstanden,<br />
erkennen dabei durchaus, dass sie ihre Projektarbeit mit Hilfe der<br />
Online-Medien effizienter gestalten. Es lassen sich vor allem<br />
Mitstreiter gewinnen, die durch regelmäßige Treffen und vereinsähnliche<br />
Organisation nicht zu motivieren sind (&quot;Verein ohne Meierei&quot;). So<br />
erkannte etwa der Verband Pro Bahn schon 1995 die Vorteile von<br />
Mailinglisten, um dezentral und in kurzer Zeit komplexe Diskussionen<br />
unter den Mitgliedern zu führen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Heute unterhält Pro Bahn eine umfangreiche <a href="http://www.probahn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Website</a>,<br />
die dem Nutzer einige Servicefunktionen bietet. Der Verband stellt in<br />
übersichtlicher Form Tarifinformationen zusammen, die dem verwirrten<br />
Bahnreisenden die Möglichkeit geben, sich in Ruhe über die zahllosen<br />
Sondertarife auf deutschen Schienen zu informieren. Eine ähnliche<br />
Zielsetzung verfolgt der <a href="http://www.igeb.org/index1.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Berliner Fahrgastverband IGEB</a>, der die <a href="http://www.igeb.org/index1.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">elektronischen &quot;Kummerkarten&quot;</a><br />
genervter Kunden an die Verantwortlichen bei den Verkehrsunternehmen<br />
weiterleitet und unkompliziert über Bauarbeiten auf dem Hauptstadtnetz<br />
informieren will.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Hilfestellung für Projektarbeit<br />
bieten die Verbände durch Argumentationshilfen, durch Listen von<br />
Ansprechpartnern in der Politik oder durch Links zu meist privaten<br />
Homepages, auf denen interessierte Laien gesetzliche Grundlagen<br />
erläutern. Pro Bahn fasst beispielsweise den Stand der Diskussion zum<br />
Wegfall der Interregio-Züge regelmäßig auf der Homepage zusammen. Doch<br />
auch zu diesem Thema, dem in den traditionellen Medien große Beachtung<br />
zugemessen wird, finden sich im Netz nur wenige Informationen; die<br />
Initiative &quot;Bürgerbahn statt Börsenbahn&quot;, die mit Aktionen auf das<br />
Thema aufmerksam macht, hat keinen Netzauftritt. Kampagnen zu großen<br />
Themen wie der Bahnreform und ihrer neuerlichen Reform oder zur<br />
Tarifstruktur der Bahn sucht man im Netz vergebens.<br />
</span>
</p>
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Anders sieht es in der Schweiz<br />
aus. Die Verkehrspolitik ist in dem Transitland ein Dauerthema.<br />
Zahlreiche Initiativen engagieren sich gegen den Schwerlastverkehr und<br />
fordern Tunnelbauten, Autobahnerweiterungen, die Verlegung oder den<br />
Neubau von Bahnlinien, um die Belastung der Bürger durch den<br />
Verkehrslärm zu mindern. Sicherlich motiviert die Möglichkeit,<br />
Volksabstimmungen über Bundesgesetze durchzusetzen, solche Gruppen viel<br />
stärker als in Deutschland. Für Aufbietung der Mindestanzahl von 50.000<br />
Unterschriften, die notwendig sind, um ein Referendum anzusetzen,<br />
setzen mittlerweile alle Interessengruppen auch auf Internetauftritte.<br />
Eine &quot;Liga für rationelle Verkehrswirtschaft&quot; liefert ÖPNV-Befürwortern<br />
auf ihrer <a href="http://www.litra.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Homepage</a> reichhaltige Argumentationshilfen. Die Gruppe &quot;<a href="http://www.umverkehr.ch/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">umverkehr</a>&quot; machte mit einer professionell gestalteten Homepage Stimmung für ihre <a href="http://www.umverkehr.ch/archiv/old/d/welcome.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Initiative &quot;Freie Fahrt für alle&quot;</a>. Die Volksabstimmung im März 2000 verlief nach über sechsjähriger Kampagnenarbeit im März 2001 allerdings gegen die Initiative.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In Deutschland sind<br />
ÖPNV-Initiativen eher regional begrenzt. Das liegt in der Natur der<br />
Sache: Der Initiative für die Reaktivierung der Personenverkehrs auf<br />
der siegerländischen <a href="http://www.johannlandbahn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Johannlandbahn</a><br />
nützen keine 50.000 Unterschriften aus dem ganzen Bundesgebiet, wenn<br />
anschließend nicht einmal 1000 Fahrgäste am Tag ihre Züge benutzen. Und<br />
als Forum für regionale Kampagnenarbeit eignet sich die Regionalzeitung<br />
sicherlich besser als die elektronischen Medien. Die Zielgruppe ist,<br />
anders als bei Kampagnen zur Internet-Taktung, nicht unbedingt im Netz<br />
zuhause. Andererseits sind Homepages aller Art bereits ein so stark<br />
etabliertes Medium, dass es kaum noch möglich ist, sie als<br />
aufsehenerregende Werbeträger &#8211; wie noch im Fall der <a href="http://www.bayerischeoberlandbahn.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oberlandbahn</a> &#8211; einzusetzen.<br />
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<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die oberbayerische Initiative war<br />
letztlich von Erfolg gekrönt &#8211; einige Wochen nach Überreichung der<br />
Protestmails wurden die High-Tech-Züge außer Betrieb genommen und die<br />
alten, aber zuverlässigen Züge der Bahn kehrten auf die Strecke zurück.<br />
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