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	<title>Bürgerschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
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	<title>Bürgerschaft &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>Bremen vor der Wahl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Johann Eggert]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Apr 2011 09:39:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[eCampaigning im Superwahljahr]]></category>
		<category><![CDATA[Internetwahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[Jens Böhrnsen]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaftswahl]]></category>
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					<description><![CDATA[<img src="/sites/politik-digital.de/files/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &#34;grünen Landtagswahlen&#34; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.
<p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/bremen-wappen.jpg" align="left" height="74" width="64" />Nach &quot;grünen Landtagswahlen&quot; in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg diskutieren Beobachter zukünftige Verhältnisse im Bundesrat. Schon kündigen sich die nächsten Urnengänge auf Landesebene an. In Bremen wird am 22. Mai gewählt. politik-digital.de befragte einen Experten zu den Voraussetzungen und die Bremer Parteien nach ihrer Strategie im Online-Wahlkampf.</p>
<p>
<!--break-->
</p>
<p>
Bei den Wahlen im März war vor dem Hintergrund der japanischen Katastrophe die Atompolitik noch in aller Munde und schadete, so die Wahlforscher, vor allem der baden-württembergischen CDU massiv. Auch die  Bremer Parteistrategen sind mit den Auswirkungen konfrontiert, die das derzeit innenpolitisch brisanteste Thema für den Wahlkampf im Nordwesten haben wird. Mit dem Atomkraftwerk &quot;Unterweser&quot; im niedersächsischen Esenshamm steht einer der umstrittenen Reaktoren nur unweit der Landesgrenzen.
</p>
<p>
&quot;Auch wenn die Atomkatastrophe in Japan langsam aus den Schlagzeilen verschwindet, &#8216;strahlen&#8217; die Ereignisse in Fukushima im buchstäblichen Sinne noch auf den Wahlkampf in Bremen aus, und es scheint sicher zu sein, dass vor allem die Grünen erneut davon profitieren werden&quot;, so die Einschätzung von <a href="http://www.lotharprobst.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Prof. Dr. Lothar Probst</a>, Politikwissenschaftler am Arbeitsbereich &quot;Wahl-, Parteien- und Partizipationsforschung&quot; der Universität Bremen, gegenüber politik-digital.de.<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/lotharprobst-finale.jpg" title="Prof. Dr. Probst" alt="Prof. Dr. Probst" align="left" height="174" width="200" /> Die Tatsache, dass die Energiepolitik erneut im Fokus stehen könnte, hängt nach der Meinung des Bremer Wahl-Experten aber auch eng mit der derzeitigen landespolitischen Situation zusammen.&quot;Insgesamt ist der Wahlkampf bisher sehr themenarm. Landespolitische Themen wie Bremens düstere Finanzlage spielen nur am Rande eine Rolle. Auch deshalb wird die Frage nach der Zukunft der Energiepolitik und danach, welche Rolle Bremen als ein Vorreiter im Bereich der Windenergie spielen könnte, den Wahlkampf mit prägen&quot;. Und auch die einzelnen Parteien wissen um diesen thematischen Schwerpunkt, wie Nachfragen unserer Redaktion verdeutlichen: &quot;Die SPD sieht diese Stimmung als eine generelle, von der Bremer Landespolitik unabhängige Erscheinung: Überall ist mit der besonderen Stimmung &#8216;pro Grüne&#8217; nach der Katastrophe in Japan umzugehen&quot;, so der SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl. Die Auswirkungen der  Atomdebatte gelten in Bremen aber noch nicht bei allen Parteien als ausgemachte Sache. &quot;Selbstverständlich hat die Diskussion über die Atompolitik die Ergebnisse in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz gravierend beeinflusst. Derzeit ist schwer einzuschätzen, ob dies am 22. Mai auch für Bremen gilt&quot;, so die Ansicht von Gunnar Meister, Pressesprecher der Bremer CDU, gegenüber politik-digital.de.
</p>
<p>
<b>Der Wahlkampf im Netz</b><br />
Über die Chancen des eCampaigning bei Wahlkämpfen in Stadtstaaten wurde bereits aus Anlass der Hamburger Bürgerschaftswahl im Februar <a href="http://www.wahl.de/blog/101215/online-wahlkampf-auf-hanseatisch-hamburg-social-media" target="_blank" rel="noopener noreferrer">geschrieben</a>. Auch in Bremen, der kleineren der beiden Hansestädte mit einer im Vergleich zu Hamburg fundamental unterschiedlichen Wirtschafts- und Bevölkerungsstruktur, haben sich die verschiedenen Parteien und Wählervereinigungen die Möglichkeiten des Online-Wahlkampfs angeeignet. Wie sehen die Internetauftritte der einzelnen Parteien aus und in welchem Maße findet ein über bloße Information hinausgehender Dialog mit dem Wähler statt?
</p>
<p>
Die Sozialdemokraten, die in den vergangenen vier Jahren gemeinsam mit den Bündnisgünen regiert haben, setzen im Internet bis zum Wahltag auf verschiedene Live-Chats mit ihren Spitzenpolitikern. Bremens SPD-Landesvorsitzender Andreas Bovenschulte hat diese Chat-Serie am 12. April 2011 begonnen, verschiedene Spitzengenossen von der Weser werden folgen, bis am 20. Mai der Spitzenkadidat und Senatschef Jens Böhrnsen den <a href="http://bremenmitzukunft.de/Page1050.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Online-Dialog</a> beendet. SPD-Landesgeschäftsführer Roland Pahl betont im Gespräch mit politik-digital.de: &quot;Dem Internet wird gegenüber früheren Wahlkämpfen eine deutlich stärke Rolle zugemessen. Bereits im Herbst 2010 haben wir unseren online-Programmdialog gestartet. Dieser fand mit der Verabschiedung des Regierungsprogramms 2011-2015 auf dem Landesparteitag am 26. Februar 2011 zunächst einen Abschluss. Mit unseren Homepages „bremenmiteinander.de“ und „bremenmitzukunft.de“ (&#8230;) werden wir das Diskussions- und Kommunikationsangebot in den Wahlkampf verlängern und wiederaufnehmen&quot;.
</p>
<table border="0" height="44" width="480">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/fdp-bremen.png" alt="FDP-Bremen" title="FDP-Bremen" height="138" width="220" /></a></td>
<td align="center"> <a href="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" class="colorbox"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/spd-bremen.png" alt="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" title="SPD-Dialogwebsite &quot;bremenmitzukunft.de&quot;" height="138" width="220" /></a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Die <a href="http://www.cdu-bremen.de/index.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer">CDU</a> setzt online neben einem professionellem Youtube-Kanal und den Informationen über ihre Spitzenkandidatin Dr. Rita Mohr-Lüllmann auf eine &quot;negative-campaigning&quot;-Strategie gegen SPD, Grüne und die Tagespolitik des amtierenden Senats. Unter Partizipationsgesichtspunkten sticht im aktuellen christdemokratischen Internetangebot vor allem die Mitmach-Rubrik &quot;Langsam reicht&#8217;s&quot; ins Auge. Ein Google-Maps-basierter Bremen-Stadtplan (&quot;Von unseren Website-Besuchern gemeldete Probleme im Straßenverkehr zum Thema Stau, Schlaglöcher, Baustellen usw.&quot;) informiert über tatsächliche oder vermeintliche Verkehrsprobleme der Hansestadt. Eine Kampagne, die dem Website-Besucher zwar Partizipation erlaubt, nach Ansicht von Professor Lothar Probst aber zugleich inhaltliche Schwächen der christdemokratischen Strategie verdeutlicht: &quot;Die CDU hat bisher überhaupt keinen Ansatzpunkt gefunden, um die rot-grüne Regierung unter Druck zu setzen.&quot;  
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.cdu-bremen.de/verkehrsprobleme.php" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/cdubremen-screenshot.jpg" title="Verkehrsprobleme in Bremen" alt="Verkehrsprobleme in Bremen" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
&quot;Wir konkurrieren mit der CDU um Platz 2, so beschreibt Landeschefin Susan Mittrenga das selbstbewusste Wahlkampfziel von Bündnis90/Die Grünen. Um dieses Ziel zu erreichen, warten die Grünen im <a href="http://www.gruene-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Internet</a> mit ihrer aus den bisherigen Landtagswahlen des Jahres 2011 bereits bekannten &quot;3 Tage- Wach-Aktion&quot; auf. Die <a href="http://bremen.piratenpartei.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piratenpartei</a> hatte es bereits in den beiden vergangenen Landtagswahlen dieses Jahres schwer und setzt in Bremen und Bremerhaven auch  &#8211; aber nicht nur &#8211; auf das Internet als Wahlkampfinstrument, wie Erich Sturm vom Bremer &quot;Piraten&quot;-Vorstand gegenüber politik-digital.de ausführt: &quot;Das Internet als Dialogmedium hat einen hohen Stellenwert, kann aber den direkten Kontakt mit den Bürgern im Wahlkampf (noch) nicht ersetzen. Wir nutzen natürlich alle Möglichkeiten der modernen Medien, um zu informieren und um zu mobilisieren. Beide Wahlkampfformen haben bei uns denselben Stellenwert&quot;.
</p>
<p>
<b>Die Auseinandersetzung um das Bürgermeisteramt</b><br />
Welchen Einfluss haben die einzelnen Spitzenkandidaten im aktuellen Wahlkampf und wie präsentieren sie sich im Internet? Aufgrund der überschaubaren Einwohnerzahl Bremens und der vergleichsweise niedrigen bundespolitischen Relevanz der Stadt an der Weser wird ihnen – zumindest im überregionalen Kontext &#8211; ein geringeres mediales Interesse entgegengebracht als den Spitzenkandidaten in großen Flächenländern. Spitzenpolitiker aus Bremen erlebten zuletzt im Juni vergangen Jahres bundesweite Aufmerksamkeit. Damals stand Bremens Senatschef <a href="http://www.jens-boehrnsen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Jens Böhrnsen</a> in seiner Funktion als amtierender Bundesratspräsident nach dem überraschenden Rücktritt Horst Köhlers für einige Wochen an der Spitze der Bundesrepublik. Eine Aufgabe, die Böhrnsen genützt hat, wie der Parteienforscher Probst meint: &quot;Jens Böhrnsen ist durch die Wochen, in denen er als Bundesratspräsident nach dem Rücktritt von Bundespräsident Köhler dessen Aufgaben übernommen hat, ins öffentliche Rampenlicht gerückt und hat dadurch bundes- und landespolitisch an Statur gewonnen.&quot;
</p>
<p>
Die CDU in Bremen wartet seit nunmehr sechs Jahrzehnten darauf, in das historische Rathaus am Bremer Roland einzuziehen. Eine Aufgabe, die im Frühjahr 2011 die Bürgerschaftsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende <a href="http://mohr-luellmann.cdu-bremen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Dr. Rita Mohr-Lüllmann</a> für die hanseatischen Christdemokraten stemmen soll und dementsprechend auch online &quot;im Mittelpunkt&quot; der Kampagne steht wie es bei der Partei heißt. Die amtierende Finanzsenatorin und stellvertretende Bremer Bürgermeisterin <a href="http://www.finanzen.bremen.de/sixcms/detail.php?gsid=bremen53.c.4273.de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Karoline Linnert</a> geht erneut auf Listenplatz 1 für Bündnis90/Die Grünen in den Bürgerschaftswahlkampf. Die Bremer FDP setzt beim Kampf um einen Wiedereinzug in die Bürgerschaft weniger auf Personalsisierung als auf ein Mannschaftsspiel, wie Pressesprecher Nicolas Scheidtweiler hervorhebt: &quot;Wir wollen die Kompetenzen all unserer Kandidaten nutzen und tun dies im Bereich der Podiumsdiskussion vor Ort, aber auch im Online-Wahlkampf. Jedoch ist auch klar, dass <a href="http://www.oliver-moellenstaedt.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Oliver Möllenstädt</a> durch seine Funktion als Sprecher der FDP in der Bremischen Bürgerschaft öfter in die Öffentlichkeit tritt und damit auch bei uns in den Online-Medien präsentiert wird&quot;, so Scheidtweiler gegenüber politik-digital.de. Bei der Bremer Piratenpartei steht selbstverständlich nicht der Kampf um den Chefsessel im Rathaus, sondern die eigenen Programminhalte im Mittelpunkt der Kampagne, wie Erich Sturm betont: &quot;Wir setzen auf Inhalte und nicht auf Personen. Allein schon deshalb, weil wir außerhalb des Netzes mit der minimalen Berichterstattung zu kämpfen haben.&quot;
</p>
<p>
<b>Fazit</b>
</p>
<p>
Sieht man einmal von organisatorischen Veränderungen &#8211; hier ist vor allem das <a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=5" target="_blank" rel="noopener noreferrer">reformierte Wahlrecht</a> (das neue Wahlrecht kann auf der Homepage der Bremer Bürgerschaft anhand<br />
eines interaktiven Probestimmzettels online geübt werden)<br />
mit der Möglichkeit des Kumulierens und Panaschierens zu erwähnen &#8211; ab, so kann der eigentliche Wahlkampf zur Bremer Bürgerschaft im Frühjahr 2011 im Internet mit nur wenigen Innovationen aufwarten.
</p>
<p align="center">
<a href="http://www.5stimmen.de/index.php?article_id=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" src="/wp-content/uploads/gibmirfuenf-screenshot.jpg" alt="Die Informationsseite der Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" title="Die Informationsseite der Bremer Bürgerschaft zum neuen Wahlrecht" height="307" width="491" /></a>
</p>
<p>
Möglicherweise wird die Berichterstattung aber sowieso durch ein Ereignis von parteiübergreifender lokaler Bedeutung überstrahlt. In der Woche rund um den Wahltermin am 22. Mai hat die Deutsche Fußballliga (DFL) die Relegationsspiele für den Verbleib in der höchsten deutschen Profi-Spielklasse angesetzt. Sollte der in der laufenden Bundesligasaison äußerst mittelmäßig aufspielende SV Werder Bremen in diese Relegation involviert sein, könnte für das Elektorat im Zwei-Städte-Staat jedes Wahlergebnis zur Nebensache werden.
</p>
<p>
<br />
<i></i></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Du bist Finanzsenator</title>
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		<dc:creator><![CDATA[sruff]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 11:46:43 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Haushalt]]></category>
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					<description><![CDATA[Saniereren oder investieren? In Hamburg kann jetzt jeder in die Rolle des obersten Kassenwarts schlüpfen. Die virtuelle Plattform „<a href="http://www.buergerhaushalt-hamburg.de/discoursemachine.php" target="_blank" title="buergerhaushalt-hamburg.de" rel="noopener noreferrer">buergerhaushalt-hamburg.de</a>“ macht's möglich.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Saniereren oder investieren? In Hamburg kann jetzt jeder in die Rolle des obersten Kassenwarts schlüpfen. Die virtuelle Plattform „<a href="http://www.buergerhaushalt-hamburg.de/discoursemachine.php" target="_blank" title="buergerhaushalt-hamburg.de" rel="noopener noreferrer">buergerhaushalt-hamburg.de</a>“ macht&#8217;s möglich.<!--break--></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
Das Webprojekt der Hamburger Bürgerschaft versucht Bürger konkret in die Finanzplanung und Budgetierung einzubinden. So kann jeder registrierte Nutzer per &quot;Haushaltsrechner&quot; eigene Finanzierungsmodelle durchspielen und in moderierten Foren Begründungen zu seinen Sparentscheidungen diskutieren. In thematischen Wikis werden die individuellen Einsparungsideen eingebracht und Diskussionsergebnisse fixiert.
</p>
<p>
<img decoding="async" src="/wp-content/uploads/buergerhaushalthamburg.jpg" alt="buergerhaushalt-hamburg.de" title="buergerhaushalt-hamburg.de" width="327" align="left" height="290" />Das in drei zeitliche Phasen eingeteilte Projekt läuft noch bis zum 10.7.2009. Der Clou: Die Ergebnisse der Netzdiskussion werden vom Haushaltsausschuss des Hamburger Stadtparlaments in die mittelfristige Budgetplanung einbezogen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Hamburg wählt (analog)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 15:55:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlrecht]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[politische Bildung]]></category>
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					<description><![CDATA[Leider viel zu wenig Beachtung finden die <a href="http://www.wahlen.hamburg.de/">Bemühungen der Hamburger Innenbehörde</a> zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Bürgerschaftswahlen am 24. Februar 2008. Neben den Standard-Infos im traditionellen Gewand der Behördenmitteilungen wurde ein gut sortiertes Themenportal entwickelt, das unter <a href="http://www.24-februar.de/">www.24-februar.de</a> zahlreiche Register der digitalen Wählerbildung zieht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Leider viel zu wenig Beachtung finden die <a href="http://www.wahlen.hamburg.de/">Bemühungen der Hamburger Innenbehörde</a> zur Vorbereitung, Organisation und Durchführung der Bürgerschaftswahlen am 24. Februar 2008. Neben den Standard-Infos im traditionellen Gewand der Behördenmitteilungen wurde ein gut sortiertes Themenportal entwickelt, das unter <a href="http://www.24-februar.de/">www.24-februar.de</a> zahlreiche Register der digitalen Wählerbildung zieht.<!--break--></p>
<p>
Die umfängliche Begleitung der Wahl im Netz ist vor allem auch deshalb nötig, weil mit der Bürgerschaftswahl ein neues Wahlrecht (<a href="http://www.24-februar.de/modules/file_download.php?file_id=a902b62f7a4e20cf0fb8161bd9e3ebd7">Kurzinfo</a>, <a href="http://www.24-februar.de/modules/file_download.php?file_id=aa94262f9dc5a8edf0bc0eb6384bd54d">Langfassung</a>) zum Einsatz kommt, das etwas komplexer gestrickt ist und den Wählerinnen und Wählern nicht nur zwei, sondern insgesamt sechs Stimmen zur Verfügung stellt (und da neben der Bürgerschaft auch noch die Bezirksversammlungen gewählt werden, sind es effektiv sogar doppelt so viele Stimmen).
</p>
<p>
<b>Schnupperwahl und Schritt-für-Schritt-Anleitung</b>
</p>
<p>
Das Info-Portal 24-februar.de hält neben den Basisinformationen zum Wahlverfahren auch einige praxisorientierte Handreichungen bereit. Während die <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/wahl/buergerschaftswahlen/briefwahl/2008-02-13-bfi-bt-schritt-fuer-schritt-pdf,property=source.pdf">Schritt-für-Schritt-Anleitung</a> als PDF-Blättersammlung noch recht konservativ daherkommt, ist der <a href="http://www.24-februar.de/stimmzettel/stimmzettel.html">interaktive Stimmzettel</a> schon ein wesentlich netzaffineres Angebot.
</p>
<p>
Mit der grafisch zwar nicht umwerfenden, formal und inhaltlich aber doch soliden Simulation können interessierte Bürgerinnen und Bürger probeweise ihre Stimmvergabe durchführen und dabei auch verschiedene Stimmenverteilungen testen. Dabei gibt es auch ein umgehendes Feedback zur Gültigkeit bzw. Ungültigkeit der Wahl &#8211; sind zuviele Kreuze gesetzt, erscheint ein Warnsignal.
</p>
<p>
Interessanterweise liefern die Hamburger Wahlbehörden damit ein Tool, das gerade in Hessen dringend nötig gewesen wäre &#8211; und zwar nicht wegen der Besonderheiten im Wahlrecht, sondern wegen den dort eingesetzten <a href="http://internetundpolitik.wordpress.com/2008/01/28/recount/">Wahlgeräten</a>. Mit solchen Angeboten zeigt sich eine Form digitaler Wählerbildung, die im Zuge der fort schreitenden Medialisierung von Wahlen künftig zum Standard werden sollte. Im Gegensatz zum populären Wahl-o-Mat (hier die <a href="http://www.24-februar.de/wahlomat">Hamburger Version</a>), der sich auf die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Wahlprogrammen konzentriert, wird hier die formale Dimension des Wählens als politischer Prozess betont.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Hamburg wählt (nicht digital)</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/hamburg-waehlt-nicht-digital-3776/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2008 15:50:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos Computer Club]]></category>
		<category><![CDATA[Hamburg]]></category>
		<category><![CDATA[Wahl]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Digitaler Wahlstift]]></category>
		<category><![CDATA[Innenbehörde]]></category>
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					<description><![CDATA[Eigentlich hatte die Stadt Hamburg die (analoge) Modernisierung des Wahlrechts auch gleichzeitig zu einer digitalen Modernisierung der Stimmabgabe zu nutzen: ein elektronischer Wahlstift sollte eingesetzt werden, um die Zählung des erhöhten Stimmaufkommens zu erleichtern und zu beschleunigen.
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich hatte die Stadt Hamburg die (analoge) Modernisierung des Wahlrechts auch gleichzeitig zu einer digitalen Modernisierung der Stimmabgabe zu nutzen: ein elektronischer Wahlstift sollte eingesetzt werden, um die Zählung des erhöhten Stimmaufkommens zu erleichtern und zu beschleunigen.<br />
<!--break--></p>
<p>
Um das neuartige Wahlgerät einem ersten Praxistest von Akzeptanz und Handhabbarkeit zu unterziehen, wurde die Bundestagswahl 2005 für eine <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/wahl/digitaler_20wahlstift/pilotstudie,property=source.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pilotstudie</a> genutzt. Hier wurde in zwei Hamburger Wahlbezirken mit insgesamt 1.998 Wahlberechtigten mit dem digitalen Wahlstift gewählt. Auf die &#8211; positive &#8211; Studie folgte der Entschluss, das digitale Wahlstiftsystem zu kaufen und bei der Bürgerschaftswahl und den Bezirksversammlungswahlen im Februar 2008 flächendeckend einzusetzen.
</p>
<p>
<b>Erst kaufen, dann verwerfen</b>
</p>
<p>
Doch daraus wurde leider nichts, denn &quot;die Fraktionen der Hamburgischen Bürgerschaft haben sich im November 2007, wenige Wochen vor den Wahlen, jedoch überraschend dafür entschieden, den Digitalen Wahlstift doch nicht einzusetzen.&quot;
</p>
<p>
Dies <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/wahl/digitaler_20wahlstift/start.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">meldet</a> nüchtern die Website der Behörde des Innern auf den Info-Seiten zum “Digitalen Wahlstiftsystem”. Der ablehnende Beschluss der Bürgerschaft sorgte nur vereinzelt für ein größeres Echo in den so genannten Massenmedien (Berichte der <a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/173/142857/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SZ</a>, <a href="http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,517311,00.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">SpOn</a>), blieb jedoch kein dauerhaftes Thema und taucht auch in den Tagen unmittelbar vor der Wahl nicht mehr in der breiten Medienöffentlichkeit auf.
</p>
<p>
Gar so &quot;überraschend&quot; kam die Entscheidung allerdings nicht, denn im vergangenen Herbst waren im Umfeld der so genannten “Schnupperwahlen”, die den Wählerinnen und Wählern einen Eindruck der neuen Wahltechnologie vermitteln sollten, immer wieder Fragen aufgeworfen worden &#8211; insbesondere von Vertretern aus den Reihen des Chaos Computer Club. In <a href="http://www.ccc.de/updates/2007/wahlstift-hack-anhoerung" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bewährter Manier</a> widmeten sich die technikaffinen Wahlgeräte-Kritiker dem Versuch, die Anfälligkeit und Manipulierbarkeit des Wahlstift-Systems unter Beweis zu stellen.
</p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p><center><br />
<object type="application/x-shockwave-flash" data="http://tv.jubii.co.uk/p/en/iLyROoaftWX5.html" height="285" width="317"><param name="movie" value="http://tv.jubii.co.uk/p/en/iLyROoaftWX5.html"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed src="http://tv.jubii.co.uk/p/en/iLyROoaftWX5.html" wmode="transparent" pluginspage="http://www.macromedia.com/go/getflashplayer" type="application/x-shockwave-flash" height="285" width="317"></embed><a href="http://tv.jubii.co.uk/video/iLyROoaftWX5.html" title="Wählen mit dem neuen Wahlstift - Jubii TV"><img decoding="async" src="http://t.kewego.com/t/1/0434/154x114_iLyROoaftWX5_2.jpg" alt="Wählen mit dem neuen Wahlstift - Jubii TV" /></a></object><br />
</center><center><i>Video zu den Schnupperwahlen</i></center><center> </center></p>
<p>
&nbsp;
</p>
<p>
In der zugegebenermaßen nicht ganz unvoreingenommen Mitteilung der Landeswahlleitung werden die Ereignisse zusammengefasst: “Ende September 2007 war der Digitale Wahlstift plötzlich Thema in allen Hamburger Medien. Die Fraktion der Grünen/GAL in der Hamburgischen Bürgerschaft hat gemeinsam mit dem Chaos Computer Club, der grundsätzlich gegen technische Unterstützung in Wahllokalen ist, in zwei Pressekonferenzen öffentlichkeitswirksam behauptet, das Digitale Wahlstift-System sei manipulierbar. Bis heute ist es bei Behauptungen geblieben, ein Beweis wurde nie erbracht, im Gegenteil, die konkreten Behauptungen einer Manipulierbarkeit konnten widerlegt werden. Trotzdem haben sich die Fraktionen der Bürgerschaft gegen einen Einsatz des Wahlstiftes noch bei der Hamburg – Wahl 2008 ausgesprochen.” Durchaus starker Tobak: allein aufgrund von Behauptungen wird also ein im Vorfeld recht aufwändig geprüftes Wahlsystem relativ kurzfristig vor der Wahl doch nicht zugelassen.
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<b>Zulassungsverfahren kritisiert</b>
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Die zugehörige <a href="http://www.ccc.de/wahlstifthack/wahlstift-hack-waehlertaeuschung?language=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Darstellung der Wahlstift-Kritiker</a> des Chaos Computer Club liest sich ganz anders und verweist vor allem auf die zweifelhafte Praxis im vorgeschriebenen Zulassungsverfahren im Vorfeld der Bürgerschaftswahl: “Beim Hamburger Wähler und allen unabhängigen Beobachtern wurde zwar der Eindruck erweckt, dass in den Schnupperwahllokalen und auf den Vorbereitungsveranstaltungen der echte Wahlstift zum Einsatz kommt.
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Nach den Angaben des DWS-Herstellers Diagram Halbach war dies jedoch nicht der Fall. Die vom CCC durchgeführten technischen Untersuchungen zur Angreifbarkeit des Systems wurden aufgrund der Äußerungen des Wahlleiters und unter der Prämisse durchgeführt, dass das vorgeführte System dem tatsächlich zur Verwendung vorgesehenen System entspricht. Sollte die Mitteilung des Herstellers des DWS über die Nichtübereinstimmung zutreffen, wurden Wähler und Öffentlichkeit absichtlich getäuscht.”
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<b>Manipulationsmöglichkeiten</b>
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Neben der berechtigten Anzweiflung des Verfahrens nennt der CCC auch einige Möglichkeiten zur Manipulation, etwa das Einschleusen eines “Trojanischen Wahlstiftes”, der nicht nur zur fehlerhaften Stimmabgabe, sondern auch zur Platzierung von Schadsoftware in den Auslesegeräten genutzt werden könne. Im Vergleich zu den in Hessen eingesetzten Wahlcomputern der Firma Nedap, die die Funktionalitäten von Stimmzettel, Wahlstift und Urne übernehmen, öffnet demnach auch die Medialisierung des Schreibgerätes Einfallstore für Manipulationen und wirkt unmittelbar auf elementare Grundlagen der Wahl ein (Transparenz, Überprüfbarkeit).
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Aber was sagen die “Beschuldigten”? Immerhin geht es doch um den Ruf einer möglicherweise zukunftsträchtigen Produkt-Innovation. Die Anbieterfirma Diagramm Halbach weist die Anschuldigungen des CCC auf ihrer <a href="http://www.dotvote.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahlstift-Website</a> allerdings zurück: “Es wurde kein einziger begründeter Hinweis auf konkrete Sicherheitslücken im Digitalen Wahlstift-System DWS gegeben, lediglich vage Vermutungen geäußert und in Unkenntnis der etablierten Sicherheitsmerkmale Behauptungen aufgestellt. Die in Oktober und November 2007 publizierten Behauptungen z.B. des Chaos Computer Clubs e.V. (CCC), er habe den Wahlstift gehackt und Stimmzettel erfolgreich manipuliert sind unwahr. Mit fingierten Informationen wurden Öffentlichkeit und Entscheidungsträger beeinflusst.”
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<p><b>Aussagen gegen Aussage?</b></p>
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Es scheint, als stehe Aussage gegen Aussage. Eine knifflige Situation, die letztlich im politischen Verfahrensweg “gelöst” wurde. In Folge einer Anhörung im Verfassungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft am 9. November, in der CCC-Experten <a href="http://www.ccc.de/wahlstifthack/Stellungnahme_Wahlstift.pdf?language=de" target="_blank" rel="noopener noreferrer">deutliche Vorbehalte gegen die Sicherheit des Wahlstifts</a> äußerten, haben sich die Vorsitzenden der drei Bürgerschaftsfraktionen CDU, SPD und GAL am 15. November schließlich darauf geeinigt, dass der digitale Wahlstift bei den Wahlen im Februar 2008 entgegen aller Planungen doch nicht zum Einsatz kommen wird. In einer weiteren Sitzung des Verfassungssausschusses am 16. November wurde darüber hinaus entschieden, den digitalen Wahlstift nicht einmal als zusätzliche Hilfe einzusetzen.
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Der Hamburger Fall des digitalen Wahlstiftes zeigt somit überdeutlich, dass die Modernisierung von Wahlen nicht nur sicherheitstechnische und politikwissenschaftliche Aspekte adressiert, sondern auch in ökonomischer Perspektive relevant ist. An dieser Stelle findet die möglicherweise gravierendste Veränderung des Spielfeldes statt, auf dem in Zukunft über die Organisation von Wahlen entschieden wird. Darin eingebunden sind nämlich nicht mehr nur Behörden (Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen, technische Prüfstellen etc.) oder gewählte Vertreter des politischen Systems (Parlamente, Parteien, Politiker), sondern in zunehmendem Maße auch Akteure der Zivilgesellschaft (technikaffine Bürgervereinigungen wie der CCC) und Wirtschaftsunernehmen (Hersteller und Distributoren von Wahltechnologie).
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<b>Kosten der kostbaren Wahl</b>
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Und dass hier nicht so ohne weiteres “für die Sache der guten alten, weitgehend technologiefreien Demokratie” entschieden werden kann, zeigt eine letzte Volte der Geschichte um den digitalen Wahlstift &#8211; die Kosten, die der öffentlichen Hand nun durch die Entscheidung für ein auf herkömmlichem Weg organisiertes Wahlverfahren entstehen.
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Schon im vergangenen Jahr hatte die Stadt Hamburg bereits reichlich in das Wahlstift-System investiert: nach einem <a href="http://www.abendblatt.de/daten/2007/11/16/817069.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bericht</a> des Hamburger Abendblatts waren 12.000 digitale Wahlstifte für ca. 2,4 Mio. Euro, ebenso die benötigte Hardware für die Stimmauszählung für ca. 2,1 Mio. Euro gekauft worden. Die nun erforderliche Analogisierung der Wahl machte die Rekrutierung zusätzlicher Wahlhelfer erforderlich (insgesamt werden etwa 15.500 im Einsatz sein), hierzu wurde die Aufwandsentschädigung für diese demokratienahe Dienstleistung erhöht. Außerdem muss eine aufwändige <a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2008/februar/08/2008-02-08-bfi-pm-wahl-logistik.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Logistik zur Auszählung der Papierstimmzettel</a> realisiert werden, die nun ganz analoge Hilfsmittel wie “Hamburger Wahlurnen” (aka Mülleimer in grau-weiß mit rotem Deckel), Wahlkabinen aus “fester Pappe” oder 20 Kilometer Bindfaden (zur Befestigung der Kugelschreiber in den Wahlurnen).
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Das alles ist nicht ganz billig: allein die Erhöhung der Aufwandsentschädigung für die Wahlhelfer verschlingt ca. 5,75 Millionen Euro. Die Nutzung zusätzlicher Auszählungsstandorte kostet 2,18 Millionen Euro, erhöhte Sicherungsanforderungen (analog) stehen mit etwa 1 Million Euro zu Buche (<a href="http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2008/januar/22/2008-01-22-bfi-pm-wahl-mehrkosten-abgesichert.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pressemeldung der Stadt Hamburg</a> vom 22. Januar).
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Bevor nun eine Diskussion losbrechen könnte, ob dieses Geld gut investiert ist oder nicht soll Bundeskanzlerin Angela Merkel zum <a href="http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/DE/Fuer-Kinder/Wahlen/wahlen.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Stellenwert von Wahlen</a> zitiert werden: “Ja, das Wählen ist hin und wieder ganz schön schwer. Aber das ist der &#8216;Preis&#8217; für die Freiheit. Und die ist kostbar.”
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(Mitarbeit: Christopher Harth)</p>
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		<title>Wahl-o-Mat und &#8220;Wer steht zur Wahl?&#8221; Hamburg online</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2008 16:31:10 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wen wählen? &#34;<a href="http://www.bpb.de/methodik/TBF7ZE,0,WahlOMat.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wahl-o-mat</a>&#34; und &#34;<a href="http://www.bpb.de/methodik/T5UWVI" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer steht zur Wahl?</a>&#34; wissen weiter: Jetzt sind die Wahlhilfen anlässlich der Bürgerschaftswahlen in Hamburg (24. Februar 2008) online. Beim Wahlomaten kann man die Übereinstimmung der eigenen Ansichten mit den Programmen der Bürgerschaftsparteien abgleichen, bei &#34;Wer steht zur Wahl?&#34; kann man ausgewählte Thesen aller antretenden Parteien vergleichen (inklusive der <a href="http://www.bpb.de/methodik/S26JVL,0,Partei_f%FCr_Arbeit_Rechtsstaat_Tierschutz_Elitenf%F6rderung_und_basisdemokratische_Initiative.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">PARTEI</a> und den <a href="http://www.bpb.de/methodik/F9OPDH,0,POGOPARTEI_Die_PogoAnarchisten%21.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Pogo-Anarchisten</a>).]]></description>
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Beide Wahlhilfen sind Projekte unter Federführung der Bundeszentrale für politische Bildung. An &quot;Wer steht zur Wahl?&quot; Hamburg hat politik-digital.de redaktionell mitgearbeitet.
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Hier sind auch die &quot;kleinen&quot; Parteien mit ausgewählten politischen Thesen bspw. zur Integration von Ausländern oder zum Haushalt aufgeführt. Die Hamburger Kleinparteien haben aktuell die in ihren Augen unzureichende Berücksichtigung ihrer Anliegen in den Massenmedien bemängelt. Der Landeswahlleiter ist hier nicht ganz unschuldig: Auf der Wahlhomepage der Bürgerschaft war auch nach der offiziellen Deadline die zur Wahl zugelassene <a href="http://www.bpb.de/methodik/NJARES,0,Allianz_f%FCr_Gesundheit_Frieden_und_soziale_Gerechtigkeit.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Allianz für Gesundheit, Frieden und soziale Gerechtigkeit</a> nicht aufgeführt.</p>
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		<title>Wahlen zur Bremischen Bürgerschaft 2007</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2007 23:00:00 +0000</pubDate>
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