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	<title>Bürokratieabbau &#8211; politik-digital</title>
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	<title>Bürokratieabbau &#8211; politik-digital</title>
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	<item>
		<title>&#8220;Sisyphos kommt einem gelegentlich schon in den Sinn.&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[kbeutel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Apr 2005 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Chattranscripte]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Göttrik Wewer]]></category>
		<category><![CDATA[Bundespolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratieabbau]]></category>
		<category><![CDATA[BundOnline 2005]]></category>
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					<description><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
	<tbody>
		<tr>
			<td class="normal">
			<p>
			<span class="fett">
			Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesministerium des 
			Innern, war am Donnerstag den 21. April zu Gast im BMI-Live-Chat, 
			durchgeführt von politik-digital.de. Themen waren die Initiative 
			Bürokratieabbau des Bundes, BundOnline2005 und<span class="fett"> 
			die Sorgen und Nöte der Bürger mit der Bürokratie.</span></span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<table border="0" cellpadding="2" cellspacing="0" width="390">
<tbody>
<tr>
<td class="normal">
<p>
			<span class="fett"><br />
			Göttrik Wewer, Staatssekretär im Bundesministerium des<br />
			Innern, war am Donnerstag den 21. April zu Gast im BMI-Live-Chat,<br />
			durchgeführt von politik-digital.de. Themen waren die Initiative<br />
			Bürokratieabbau des Bundes, BundOnline2005 und<span class="fett"><br />
			die Sorgen und Nöte der Bürger mit der Bürokratie.</span></span><!--break-->
			</p>
<p>			<!-- #BeginEditable "Text" --> </p>
<p class="normal">
			<b><b>Moderator:</b></b> Sehr geehrte Damen und<br />
			Herren! Herzlich willkommen beim BMI Live-Chat. Unser heutiger Gast<br />
			ist Dr. Göttrik Wewer, Staatssekretär des Bundesministeriums<br />
			des Innern. In den nächsten 60 Minuten werden wir uns in diesem<br />
			Live-Chat aus Berlin über das Thema Bürokratieabbau unterhalten<br />
			und hoffen auf interessante Fragen von Ihnen, liebe Chatter und<br />
			Chatterinnen. Steigen wir doch gleich ein. Herr Staatssekretär<br />
			Wewer, sind Sie bereit für die ersten Fragen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ja!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine erste Frage von mir, Herr Staatssekretär:<br />
			Bürokratieabbau ist eher ein vermeintlich trockenes Thema.<br />
			Was ist aus Ihrer Sicht dennoch so spannend genug daran, dass Sie<br />
			aus der Wissenschaft in die Politik wechselten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wissenschaft neigt dazu, die<br />
			Theorien und Konzepte der Kollegen oder auch aus der Praxis zu kritisieren.<br />
			Sie tut sich häufig schwer damit, positiv zu beschreiben, wie<br />
			man es besser machen kann. Außerdem ist es so, dass man in<br />
			der Wissenschaft seine Bücher und Aufsätze vielfach nur<br />
			für die Kollegen schreibt. Kurzum: in der Verwaltung oder in<br />
			der Praxis kann man mehr bewegen. Das war für mich der zentrale<br />
			Grund. Dabei schadet es allerdings nicht, einen wissenschaftlichen<br />
			Background zu haben.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine weitere grundsätzliche Frage<br />
			von &quot;Ludewig&quot;:
			</p>
<p class="normal">
			Ludewig: Was ist eigentlich die Motivation<br />
			für Bürokratieabbau? Klar, politisch will man es dem Bürger<br />
			leichter machen, das ist die Standard-Antwort. Aber geht es nicht<br />
			eigentlich viel viel mehr um Effizienzsteigerung, Geld sparen und<br />
			solche Dinge? Und bedroht damit der &#8216;Bürokratieabbau&#8217; nicht<br />
			auch Arbeitsplätze?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es geht um beides. Mehr Effektivität,<br />
			also eine bessere Zielerreichung, aber auch um mehr Effizienz; das<br />
			heißt eine kostengünstigere Verwaltung. Wir orientieren<br />
			uns daneben aber auch an den Zielen Bürgerorientierung und<br />
			Personalentwicklung. Zu tun gibt es genug, so dass die Sorge, es<br />
			würden in der Verwaltung durch Bürokratieabbau nur Arbeitsplätze<br />
			wegfallen, unbegründet ist. Vielleicht können die, die<br />
			man an der einen Stelle einspart, an anderer Stelle etwas Sinnvolleres<br />
			tun.gregor samsa: Bürokratieabbau klingt ziemlich trocken,<br />
			haben Sie den Eindruck, die Menschen interessieren sich dafür?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die Untersuchungen zeigen, dass<br />
			die Verwaltung &#8211; negativer formuliert die Bürokratie -, ein<br />
			relativ schlechtes Image hat. Wenn man die Bürger aber nach<br />
			ihrem letzten Kontakt mit der Verwaltung fragt, dann äußern<br />
			sich rund 2/3 zufrieden oder sehr zufrieden. Das heißt, die<br />
			konkrete Erfahrung mit der Verwaltung ist eigentlich wesentlich<br />
			positiver als das abstrakte Image. Letztlich interessiert die Bürgerinnen<br />
			und Bürger nur, dass sie ihre Dienstleistungen von der Verwaltung<br />
			möglichst schnell und kostengünstig kriegen. Die abstrakte<br />
			Diskussion über Bürokratieabbau interessiert nach meinem<br />
			Eindruck die meisten nur am Rande. Gleichwohl muss man auf diesem<br />
			Feld etwas tun.
			</p>
<p class="normal">
			<b>PeggyOstBerlin: </b>Haben Sie schon<br />
			einmal eine Umfrage unter den Bürgern gestartet, um herauszufinden,<br />
			was sie vom eGovernmentprogramm des Bundes erwarten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wir haben selbst eine Abfrage<br />
			gemacht unter Unternehmen, ob sie mit dem, was wir bei BundOnline<br />
			anbieten, zufrieden sind. Hier haben wir eine große Übereinstimmung<br />
			im Grundsätzlichen gefunden, aber durchaus auch Hinweise in<br />
			Einzelfragen, wo wir noch besser werden können. Wir haben auch<br />
			die Möglichkeit des &quot;Chats&quot;, also des Austauschs<br />
			über das Netz, so dass wir durchaus Rückmeldung von Bürgerinnen<br />
			und Bürgern kriegen und wir werten natürlich sorgfältig<br />
			aus, was es an Umfragen und Studien in anderen Staaten &#8211; aber zum<br />
			Beispiel auch in den Bundesländern &#8211; gibt. Insofern meinen<br />
			wir, mit unserem Ansatz ganz richtig zu liegen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Die Wirtschaft hat mehr<br />
			Kontakte zur Verwaltung als der normale Bürger. Ist dies ein<br />
			Grund, warum es mehr Modellprojekte im Bereich Wirtschaft gibt denn<br />
			im Bereich Bürgerservice?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das liegt in<br />
			erster Linie an der Kompetenzverteilung im Bundesstaat. Die meisten<br />
			Kontakte hat der Bürger mit der Kommunalverwaltung, wo er sich<br />
			anmeldet, sein Auto ummeldet oder einen Bauantrag stellt. Schon<br />
			mit einem Landesministerium hat &quot;Otto Normalverbraucher&quot;<br />
			relativ wenig zu tun. Und das gilt erst recht für ein Bundesministerium.<br />
			Auf der anderen Seite haben wir am Tag im BMI allein über 10.000<br />
			E-Mails und unser Bürgerservice und unser Call-Center werden<br />
			heftig frequentiert. Die meisten Rückmeldungen, die wir da<br />
			bekommen, sind übrigens sehr positiv.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Alf:</b> Sehr geehrter Herr Wewer,<br />
			Bürokratieabbau bedeutet zunächst Machtverlust der Bürokraten<br />
			oder der Politiker, in deren Ressort die Entscheidungsgewalt liegt.<br />
			Die Föderalismusreform beweist, dass hier kein Politiker gerne<br />
			Abstriche macht. Kommen Sie sich manchmal vor wie Don Quijote?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das nicht. Aber es stimmt, dass<br />
			die Projekte häufig schwierig sind, weil man mehrere oder viele<br />
			unterschiedliche Interessen unter einen Hut bekommen muss. Das liegt<br />
			nicht unbedingt daran, dass &quot;Bürokraten&quot; oder Politiker<br />
			keine Macht abgeben wollen, sondern häufig daran, dass der<br />
			Teufel im Detail steckt und einfach die Interessen unterschiedlich<br />
			sind. Don Quijote wäre vielleicht das falsche Beispiel, aber<br />
			Sisyphus kommt einem gelegentlich schon in den Sinn.
			</p>
<p class="normal">
			<b>g.laudator:</b> Die Deutschen haben<br />
			das Selbstbild, dass hier immer noch ein preußisches Bürokratiemodell<br />
			vorherrscht. Wie ändert man denn diese Kultur/ dieses negative<br />
			Selbstbild?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ich glaube, dass man die heutige<br />
			Verwaltung &#8211; egal ob im Bund, im Land oder in der Kommune &#8211; überhaupt<br />
			nicht mehr mit Preußen vergleichen kann. Heute gibt es Bürgerbüros,<br />
			teilweise Krabbelstuben in den Behörden, und die Kolleginnen<br />
			und Kollegen haben auch alle keine Ärmelschoner mehr. Wenn<br />
			man die Verwaltung von 2005 mit der Verwaltung von 1965 vergleichen<br />
			würde oder gar von 1925, würde man sehr schnell sehen,<br />
			dass sich nicht nur die Gesellschaft völlig verändert<br />
			hat, sondern auch die Verwaltung.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Klaus: </b>Wofür steht die Initiative<br />
			Bürokratieabbau? Bisher haben sich auch Vorgängerregierungen<br />
			daran die Zähne ausgebissen. Was soll bei Ihnen anders sein?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es ist richtig, dass andere<br />
			Bundes- und auch Landesregierungen immer wieder Kommissionen eingesetzt<br />
			und sich Bürokratieabbauprogramme vorgenommen haben. Das war<br />
			auch richtig und wichtig, und es ist auch einiges erreicht worden.<br />
			Der große Durchbruch, der große Befreiungsschlag ist<br />
			auf der anderen Seite noch nirgendwo gelungen. Sonst müssten<br />
			wir uns ja heute nicht über das Thema unterhalten. Wir haben<br />
			versucht, aus den Erfahrungen früherer Anstrengungen zu lernen<br />
			und bewusst einen anderen Ansatz gewählt. Wir sagen nicht:<br />
			30% aller Normen können irgendwie weg &#8211; wobei die, die das<br />
			sagen, in der Regel nicht sagen, welche 30% sie meinen. Wir gehen<br />
			nicht mit dem Rasenmäher vor und auch nicht mit der Schrotflinte,<br />
			sondern wir haben uns auf 5 Handlungsfelder konzentriert, von denen<br />
			wir meinen, dass sie für die Wettbewerbsfähigkeit des<br />
			Standorts und für die Zufriedenheit der Bürger besonders<br />
			wichtig sind. Auf diesen Handlungsfeldern haben wir insgesamt 75<br />
			Projekte aufgelegt, von denen wir bisher 30 umgesetzt haben. Der<br />
			Rest soll bis Mitte nächsten Jahres erledigt sein.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir haben einige Fragen zum Einsparpotenzial<br />
			und zu den Kosten der Initiative Bürokratieabbau. Hier die<br />
			erste:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Geldsammler:</b> Wie viel Geld kann<br />
			die Bundesregierung durch eine konsequente Bürokratieabbau-Strategie<br />
			eigentlich sparen? Gibt es da Berechnungen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es gibt nicht Berechnungen für<br />
			das Gesamtprogramm der 75 Projekte. Es gibt aber für jeden<br />
			Einzelfall Kalkulationen, was es bringt, wenn man z.B. die Steuererklärung<br />
			elektronisch macht oder weniger Statistiken ausfüllen muss.<br />
			Die Neuorganisation der Rentenversicherung bringt z.B. jährlich<br />
			350 Millionen Euro Einsparungen. Die Gesundheitskarte soll insgesamt<br />
			eine Einsparung von einer Milliarde bringen, und die Reform des<br />
			Personenstandsrechts wird bei Ländern und Kommunen zu Einsparungen<br />
			von ca. 45 Millionen Euro führen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Ludewig:</b> Wie viel Geld musste eigentlich<br />
			in die verschiedenen Projekte investiert werden, die nun im Zwischenbericht<br />
			erwähnt wurden? Und wie viel Geld glauben sie langfristig mit<br />
			diesen Projekten zu sparen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> (Der zweite Teil der Frage wurde bereits<br />
			beantwortet)
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Wir haben nicht für jedes<br />
			Projekt im Einzelnen Buch geführt, wie viele Mitarbeiter des<br />
			Bundes oder der Länder in den jeweiligen Arbeitsgruppen wie<br />
			viele Stunden gearbeitet haben und was das gekostet hat. Die Frage<br />
			der Einsparungen ist ja auch nur ein Aspekt unseres Konzepts. Wenn<br />
			der Bürger am Ende zufriedener ist, weil er sich weniger belastet<br />
			fühlt, dann sollte man das auch dann tun, wenn man nicht einen<br />
			Euro dabei spart.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Vermögensamtler:</b> Ich habe<br />
			mit Interesse den Zwischenbericht gelesen. In welchem der fünf<br />
			Modell-Bereiche (Arbeitsmarkt, Wirtschaft, Forschung, Ehrenamt,<br />
			Bürgerservice) sehen Sie am meisten Nachholbedarf in Sachen<br />
			Bürokratieabbau? Spiegelt sich das in der Anzahl der noch laufenden<br />
			Projekte?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Nach meiner Einschätzung<br />
			müssen wir noch mehr tun im Handlungsfeld &quot;Forschung,<br />
			Innovation und Technologie&quot;. Hier haben wir einiges auf den<br />
			Weg gebracht, können aber sicher noch mehr tun. Und um das<br />
			besser abschätzen zu können, sind wir im Gespräch<br />
			mit den Hochschulen und auch den privaten Forschungsstätten.<br />
			Deutschland ist ein Land ohne große Rohstoffe, so dass wir<br />
			davon leben, was uns an neuen Produkten und Dienstleistungen einfällt,<br />
			die wir dann möglichst weltweit verkaufen können. Insofern<br />
			ist das ein ganz wichtiges Handlungsfeld.Flo: Welche Projekte sind<br />
			denn noch geplant? Vor allem: Welche betreffen direkt den Bürger<br />
			und sind nach außen sichtbar?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Und diese Frage noch als Ergänzung:Nele01:<br />
			Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Initiative! Nur was springt<br />
			für den Bürger dabei raus?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Unser Ziel ist nicht, eine möglichst<br />
			große Zahl von weiteren Projekten zu erreichen, sondern wir<br />
			konzentrieren uns darauf, die 75 Projekte, die wir als prioritär<br />
			angesehen haben, zunächst einmal umzusetzen. Das schließt<br />
			nicht aus, das eine oder andere Projekt zusätzlich aufzunehmen.<br />
			Aber wir setzen vorrangig auf Qualität des Bürokratieabbaus<br />
			als auf die Quantität der Projekte. Die Projekte, die die Bürgerinnen<br />
			und Bürger vor allem betreffen, stecken vor allem im 4. und<br />
			im 5. Handlungsfeld, also die Stärkung von Ehrenamt und Zivilgesellschaft<br />
			und die Entbürokratisierung der Massenverfahren. Wir haben<br />
			uns nämlich angeguckt, welches die häufigsten Verwaltungskontakte<br />
			des Bürgers sind. Dabei stellen Sie zum Beispiel fest, dass<br />
			es in Deutschland im Jahr über 700 Mio. Kassenrezepte gibt,<br />
			die zum großen Teil 4 oder 5 mal per Hand angefasst werden.<br />
			Wenn Sie das elektronisch abwickeln, stellen Sie Millionen von Menschen<br />
			von unnötiger Arbeit frei und machen sie vielleicht auch ein<br />
			bisschen zufriedener. Ähnliches gilt für 16 Millionen<br />
			Kfz-An- und Ummeldungen, oder weit über 10 Millionen An- und<br />
			Ummeldungen von Wohnungen. Das sind die Massenverfahren. Und wenn<br />
			es gelingt, das An- und Ummelden, oder das Kfz-Anmelden deutlich<br />
			zu vereinfachen, machen Sie jeweils über zehn Millionen Menschen<br />
			glücklicher. Das ist unser Ziel.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Eine Nachfrage zu dem oben erwähnten<br />
			Bereich Forschung, in dem &quot;noch mehr getan werden getan werden<br />
			kann&quot;:Triceratops: Herr Wewer, die größten Bürokratieschleudern<br />
			sind doch das Hochschulsystem und die föderale Schulpolitik.<br />
			Muss am Anfang jedes Prozesses nicht erstmal eine Föderalismusreform<br />
			stehen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Am Beginn der Föderalismusdiskussion<br />
			stand die klare Aussage der Länder, dass die Diskussion sofort<br />
			zu Ende ist, wenn irgendein Land in seinem Bestand in Frage gestellt<br />
			wird. Ähnliches würde sicher für die kommunale Selbstverwaltung<br />
			gelten. Insofern wollen wir uns auf diesen Feldern nicht verkämpfen,<br />
			sondern nehmen Föderalismus und kommunale Selbstverwaltung<br />
			als Rahmenbedingungen, unter denen wir unser Anliegen verfolgen<br />
			müssen. Ich beobachte mit Interesse, dass die Bereitschaft<br />
			in den Ländern und Kommunen wächst, sich zusammenzuschließen,<br />
			Dienstleistungen gemeinsam anzubieten, oder auch Lösungen zu<br />
			zentralisieren. Aber das muss von unten wachsen und von allen Beteiligten<br />
			gewollt sein, ansonsten würde man dem Bund immer unterstellen,<br />
			er wolle jemand anderem etwas wegnehmen. Und dann wird der Widerstand<br />
			ganz groß.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir gehen nun in ein einzelnes Themenfeld:<br />
			Zunächst: Die Gesundheitskarte:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Helmholz:</b> Warum brauchen wir eine<br />
			elektronische Gesundheitskarte?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Der Trend geht hin zu Kartensystemen:<br />
			Bankkarte, Dienstausweise, Flugbuchungen, vieles andere mehr können<br />
			Sie heute bereits mit Chipkarten erledigen. Dieser Trend wird weitergehen.<br />
			Was wir nicht wollen, ist, dass jeder von uns 50 oder 100 Plastikkarten<br />
			mit sich herum trägt, sondern es muss im Prinzip so sein, dass<br />
			man mit relativ wenigen Karten möglichst viele Geschäfte<br />
			abwickeln kann. Die Gesundheitskarte soll das für den Gesundheitsbereich<br />
			bündeln, so dass der Hausarzt, das Krankenhaus, der Notarzt,<br />
			die Feuerwehr nach einem Unfall, Impfpass und ähnliche Anwendungen<br />
			dort so gespeichert vorfinden, dass z.B. unnötige Doppeluntersuchungen<br />
			vermieden werden und im Notfall vor Ort die Daten für die Retter<br />
			verfügbar sind. Da das hier ganz sensible Daten sind, muss<br />
			natürlich sicher gestellt sein, dass kein Unbefugter auf diese<br />
			Daten Zugriff hat. Es ist aber technisch ohne Probleme machbar,<br />
			auf einer solchen Karte verschiedene Sektionen einzurichten, auf<br />
			die nur bestimmte Nutzer, wie etwa der Hausarzt, zugreifen können.<br />
			Was uns im Übrigen besonders freut, ist, dass es uns gelungen<br />
			ist, eine einheitliche Sperrnummer für verloren gegangene oder<br />
			gestohlene Chipkarten in Deutschland zu installieren. So muss jemand,<br />
			der im Urlaub alle seine Karten verliert, nur noch an einer Stelle<br />
			anrufen, um den Verlust zu melden und z.B. seine Bankkarte zu sperren.<br />
			Niemand von uns nimmt ja im Urlaub alle die Telefonnummern mit,<br />
			die er bräuchte, um alle Karten individuell sperren zu lassen.<br />
			Hier sind wir in Deutschland die ersten in Europa, und darauf sind<br />
			wir durchaus ein bisschen stolz. Das ist gewissermaßen die<br />
			Notrufnummer für die Informationsgesellschaft.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Hier mehrere Fragen auf einmal, gleiches<br />
			Thema und alle besorgt um den Datenschutz:
			</p>
<p class="normal">
			<b>aldous huxley:</b> Wäre das nicht<br />
			das Ende? Wenn wir eine Karte/ Chip für alles haben? Und wenn<br />
			der geklaut wird, gibt es uns nicht mehr oder jemand anders ist<br />
			ich.
			</p>
<p class="normal">
			<b>student1999: </b>Ist das nicht problematisch<br />
			mit dem Datenschutz, sollte jemand in der Lage sein, alle Daten<br />
			auf der Karte auszulesen, etwaige Sicherheitsmaßnahmen zu<br />
			knacken?new world order: Wir haben doch jetzt schon Probleme mit<br />
			der elektronischen Sicherheit. Wie soll das in Zukunft besser werden?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die eine Karte für alles<br />
			wird es meines Erachtens nicht geben. Sie wird auch von niemandem<br />
			angestrebt. Sondern die Frage ist doch: haben wir 3 oder 4 oder<br />
			5 Plastikkarten oder schleppen wir 50 mit uns herum? Meine Antwort<br />
			wäre, möglichst wenige Karten für möglichst<br />
			viele Anwendungen. Was den Datenschutz angeht, so ist es technisch<br />
			problemlos möglich, die auf einer Karte gespeicherten Daten<br />
			unterschiedlich hoch abzusichern und zu verschlüsseln. Wenn<br />
			Sie heute Ihren Personalausweis verlieren, oder Ihnen der Führerschein<br />
			gestohlen wird, hat derjenige, der diese Dokumente in den Händen<br />
			hält, ebenfalls diese Daten von Ihnen. Mit diesen Daten kann<br />
			er aber relativ wenig anfangen. Aber Ihre Patientendaten, Ihre Finanzverhältnisse<br />
			und manches andere mehr müssen natürlich wesentlich besser<br />
			abgesichert sein, damit sicher gestellt ist, dass nur Berechtigte<br />
			diese Daten lesen können. Das lässt sich problemlos machen.<br />
			Ihren Namen und Ihre Adresse finden Sie ja auch in jedem Telefonbuch.<br />
			Insofern geht es bei allen Kartenprojekten darum, unterschiedliche<br />
			Sicherheitsniveaus für unterschiedliche Datenmengen zu beschreiben<br />
			und unterschiedlich hoch abzusichern.
			</p>
<p class="normal">
			<b>dk4: </b>Was halten Sie von Herrn Schaars<br />
			Vorstoß und Forderung eines Moratoriums bezüglich biometrischem<br />
			Reisepass?JuniorHacker: Die elektronische Signatur ist etwas altbacken.<br />
			Warum setzt man nicht gleich auf Biometrie?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Die EU-Staaten haben sich darauf<br />
			verständigt, ab Herbst diesen Jahres mit der Ausgabe von Biometrie-Pässen<br />
			zu beginnen. Das werden wir auch tun. Insofern teilen wir die Auffassung<br />
			des Bundesdatenschützers nicht. Was die elektronische Signatur<br />
			angeht, so ist das bei den Kartenprojekten, über die wir vorhin<br />
			geredet haben, durchaus ein Thema. Bei den Pässen gehen wir<br />
			aber in Richtung Biometrie.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Wir kommen zu einem weiteren Thema: Die<br />
			digitale Lohnsteuerkarte und Steuererklärung, die inzwischen<br />
			eingeführt ist. Wieder zwei Fragen auf einmal:Die Elster: Welche<br />
			Erfahrungen wurden mit dem Online-Steuererklärungstool &#8216;Elster<br />
			&#8216; gemacht? Erfolg oder Flop? Bitte um ehrliche Antwort!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Bei jeder Umstellung eines solchen<br />
			Verfahrens sind immer Kinderkrankheiten zu überwinden und müssen<br />
			sich die Leute daran gewöhnen, dass es künftig anders<br />
			läuft als es bisher war. Wir sind mit dem Start von &quot;Elster&quot;<br />
			ganz zufrieden und haben im Jahr 2004 bereits über 1,8 Millionen<br />
			elektronische Steuererklärungen bekommen. Das Ziel ist natürlich,<br />
			in absehbarer Zeit möglichst alle Steuererklärungen elektronisch<br />
			abzuwickeln. Was das bedeutet, kann man an den Zahlen ablesen: In<br />
			Deutschland werden pro Jahr 35 Millionen Lohnsteuerkarten und -bescheinigungen<br />
			ausgestellt. Es gibt etwa 29 Millionen Einkommensteuer-Erklärungen<br />
			pro Jahr und etwa 2,5 Millionen Freistellungsanträge. Wenn<br />
			Sie alle diese Massenverfahren voll elektronisch und ohne Medienbrüche<br />
			abwickeln können, haben Sie eine Menge geschafft und vielen<br />
			Menschen das Leben erleichtert. Je schneller das gelingt, umso besser.<br />
			Ab 1.1.2006 müssen alle Lohnsteuerbescheinigungen der Arbeitgeber<br />
			elektronisch abgewickelt werden. Dann sind wir einen deutlichen<br />
			Schritt weiter. Ende Februar 2005 lagen der Finanzverwaltung bereits<br />
			rund 30 Millionen elektronische Lohnsteuerbescheinigungen vor. Und<br />
			so wird das Schritt für Schritt weiter gehen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Zwei Nachfragen zu Elster:
			</p>
<p class="normal">
			<b>ElsterMan:</b> Lieber Herr Wewer, als<br />
			ich zu Beginn dieses Jahres meine Einkommensteuererklärung<br />
			per Elster elektronisch abwickeln wollte, bekam ich von der Dame<br />
			im Finanzamt ausgesprochen mangelhafte Auskünfte. Wie stellen<br />
			Sie sicher, dass auch die Verwaltungsangestellten die nötige<br />
			Medienkompetenz erhalten?
			</p>
<p class="normal">
			<b>G.Füller:</b> Ich wollte meine<br />
			Steuererklärung über Elster einreichen, bin aber an der<br />
			Technik gescheitert. Für den Normalverbraucher bleibt die Steuererklärung<br />
			ein unübersichtliches Ding. Könnte man das nicht gleich<br />
			so reformieren, dass ein Modell wie in Schweden gefahren wird, wo<br />
			die Bürger eigentlich nur noch unterschreiben müssen?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Ich gebe zu, dass ich das schwedische<br />
			Modell nicht so gut kenne wie offensichtlich Sie. Bei meinen bisherigen<br />
			Steuererklärungen musste ich allerdings immer erst etwas erklären,<br />
			bevor ich unterschreiben konnte. Wenn es in Schweden noch eine elegantere<br />
			Lösung gibt als bei uns, so werden wir uns diese ansehen. Was<br />
			die Kompetenz der Finanzamtsdame angeht, so kann ich dazu wenig<br />
			sagen. Aber es ist natürlich klar, wenn man ein Massenverfahren<br />
			wie Steuererklärung völlig auf Elektronik umstellt, kann<br />
			es sein, dass hier und dort nicht gleich alles rund läuft.<br />
			Ich baue darauf, dass sich diese Anfangsschwierigkeiten &#8211; auch hinsichtlich<br />
			der technischen Probleme, die Sie angedeutet haben, nach und nach<br />
			und möglichst schnell überwinden lassen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>fabeltier:</b> wie sieht es mit der<br />
			Chancengleichheit der Systeme aus? Elster gibt es doch nur für<br />
			Windows oder?
			</p>
<p class="normal">
			<b>student1999:</b> Wird es ein Elster<br />
			System auch für Linux geben, ich hatte nur eine Windows Version<br />
			gefunden?
			</p>
<p class="normal">
			<b>pinguin:</b> Stimmt es eigentlich,<br />
			dass die elektronische Lohnsteuer nur mit Microsoft-Programmen funktioniert?<br />
			Wäre das nicht schwierig im Hinblick auf Chancengleichheit<br />
			und Opensource?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Um eine möglichst große<br />
			Zielgruppe kurzfristig zu erreichen, wurden die Programme zunächst<br />
			für Windows-Betriebssysteme entwickelt, die immer noch von<br />
			der größten Zahl von Nutzern verwendet werden. Für<br />
			die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen aus<br />
			Linux-Umgebungen oder anderen System-Umgebungen stellt die Finanzverwaltung<br />
			sowohl allgemeine XML-Schnittstellen als auch die Plattform unabhängige<br />
			Programmschnittstelle &quot;COALA&quot; zur Verfügung. Zur<br />
			Chancengleichheit: Die Bundesregierung verfolgt in ihrer Software-Strategie<br />
			ganz bewusst parallel die Nutzung proprietärer Systeme (z.B.<br />
			Windows) und gleichzeitig Open-Source. Das machen wir nicht, weil<br />
			wir etwas gegen irgendeine Firma hätten, sondern weil wir Wettbewerb,<br />
			Transparenz und auch Unabhängigkeit wollen. Dies können<br />
			Sie in all den Dokumenten nachlesen, die wir dazu veröffentlicht<br />
			haben und die Sie auch auf unserer Homepage finden.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Es sind inzwischen Fragen zu weiteren<br />
			Themengebieten eingegangen, die wir leider nicht mehr alle abdecken<br />
			können. Diese zwei Fragen aber möchte ich noch stellen.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Heda:</b> Herr Wewer, sie waren ja<br />
			Wissenschaftler und haben sich damals schon mit Verwaltungsreformen<br />
			beschäftigt. Was hat sich an Ihrer Perspektive geändert,<br />
			seitdem Sie in der Politik tätig sind? &#8216;Mildere &#8216; Forderungen<br />
			an die Verwaltung?
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Es ist schon so, dass das Sein<br />
			immer auch das Bewusstsein prägt. Als Wissenschaftler, der<br />
			sich ideale Modelle ausdenken kann, sieht die Welt immer etwas anders<br />
			aus als für den Praktiker, der diese schönen Modelle teilweise<br />
			gegen viele Widerstände durchsetzen muss. An meinen Grundüberzeugungen,<br />
			was Ziele und strategische Ausrichtungen von Verwaltungsreformen<br />
			angeht, hat sich wenig geändert. Allerdings habe ich im Laufe<br />
			der Jahre auch manches dazu gelernt, was ich als junger Wissenschaftler<br />
			nicht gewusst habe. Ich glaube, dass mir aber die wissenschaftliche<br />
			Sozialisation und auch die Kenntnis des Forschungsstandes immer<br />
			geholfen haben, auch praktische Probleme zu lösen. Wie hat<br />
			ein kluger Kopf mal gesagt: Nichts ist so praktisch wie eine gute<br />
			Theorie.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Und ganz zum Schluss noch eine Frage,<br />
			die vielleicht noch nicht beantwortet werden kann, aber dennoch<br />
			gestellt sein sollte:
			</p>
<p class="normal">
			<b>Glaube:</b> Sie sind doch auch für<br />
			die Fußball-WM zuständig, lese ich. Kommt der neue Papst<br />
			zur WM? 😉
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Das weiß ich leider nicht.<br />
			Ich weiß, dass der alte Papst sehr sportbegeistert war. Ob<br />
			dass der Neue auch ist und ob er sich in den Trubel eines vollen<br />
			Stadions begeben will, weiß ich nicht. Aber spätestens<br />
			beim Weltjugendtag im August in Köln besteht eine gute Gelegenheit<br />
			ihn selbst zu fragen!
			</p>
<p class="normal">
			<b>Moderator:</b> Sehr geehrte Damen und Herren! Die 60<br />
			Minuten sind bereits wieder verstrichen. Im Namen des Bundesministeriums<br />
			des Innern möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen für<br />
			Ihr Interesse und für die Teilnahme an diesem Live-Chat bedanken.<br />
			Leider konnten nicht alle Fragen veröffentlicht werden, es<br />
			waren wieder einmal zu viele für eine Stunde. Unser besonderer<br />
			Dank gilt Herrn Staatssekretär Wewer, der seine Zeit für<br />
			die Beantwortung der Fragen geopfert hat. Das Transkript dieses<br />
			Chats wird Ihnen auf der Seite http://www.staat-modern.de und auch<br />
			auf http://www.politik-digital.de zum Nachlesen zur Verfügung<br />
			gestellt. Wir wünschen allen Teilnehmern einen schönen<br />
			Tag.
			</p>
<p class="normal">
			<b>Göttrik Wewer:</b> Vielen Dank für die interessante<br />
			Diskussion. Einen guten Tag noch!
			</p>
<p>			<!-- #EndEditable --></td>
</tr>
<tr>
<td align="left">
<p>
			<span style="font-size: x-small"> </span>
			</p>
<p>
			</td>
</tr>
</tbody>
</table>
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			</item>
		<item>
		<title>Neustart von www.staat-modern.de</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/news/egovernment-bund-staatmodern-shtml-2880/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[clerche]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 1970 00:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[E-Government]]></category>
		<category><![CDATA[Verwaltungsreform]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesinnenministerium]]></category>
		<category><![CDATA[Bürokratieabbau]]></category>
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					<description><![CDATA[Die neu gestaltete Internet-Seite www.staat-modern.de des Bundesinnenministeriums wurde freigeschaltet. Neben der Neugestaltung hat sich der Schwerpunkt der Seite verändert: Stichwort Bürokratieabbau.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die neu gestaltete Internet-Seite www.staat-modern.de des Bundesinnenministeriums wurde freigeschaltet. Neben der Neugestaltung hat sich der Schwerpunkt der Seite verändert: Stichwort Bürokratieabbau.<!--break-->
                    </p>
<p>Ute Vogt, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister des Innern (BMI), hat am Dienstag, den 25. November 2003, in Berlin die Internet-Seite<br />
                    <a href="http://www.staat-modern.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">www.staat-modern.de</a> im Rahmen der Messe Moderner Staat wieder frei geschaltet.</p>
<p>Vogt stellte auf der Messe die neu gestaltete Website der Modernisierungsvorhaben der Bundesregierung vor. Die Plattform löst die seit 1999 bestehende Internetpräsentation ab und stellt neue Schwerpunkte, Entwicklungen, Projekte in der Verwaltungsmodernisierung, beim Bürokratieabbau und im Bereich eGovernment dar. Gleichzeitig gibt sie einen Einblick in die Ergebnisse und Fortführung langfristiger Vorhaben aller Bundesministerien und ihrer nach geordneten Bereiche. Nach Auflösung der Stabsstelle &#8220;Moderner Staat &#8211; Moderne Verwaltung&#8221; und dem Karrieresprung der ehemaligen Staatssekterärin im BMI Brigitte Zypries zur Justizministerin war die Internetseite staat-modern.de für einige Zeit inaktiv.</p>
<p>Mit der &#8220;Initiative Bürokratieabbau&#8221; hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen von unnötigen Vorschriften zu entlasten. &#8220;Eine moderne, leistungsfähige Verwaltung ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für den Standort Deutschland&#8221;, so Vogt.</p>
<p>Seit 1998 sei die Zahl der Bundesbehörden von 654 auf 533 reduziert worden. Im gleichen Zeitraum wurde der Stellenbestand der Bundesverwaltung um mehr als 20.000 Stellen reduziert. Damit gebe es beim Bund heute weniger Stellen als vor der Wiedervereinigung 1989 im Westen Deutschlands.</p>
<p>„Den eingeschlagenen Weg wollen wir nun fortsetzen, in dem wir weiter Bürokratie abbauen und verstärkt eGovernment-Lösungen nutzen&#8221;, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin.<br />
                    </p>
<table cellpadding="2" width="146" border="0">
<tbody>
<tr>
<td bgcolor="#FFCC33">
<div class="tidy-2">Erschienen am 26.11..2003</div>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p>                    <!-- Content Ende --></p>
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