<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Bundesliga &#8211; politik-digital</title>
	<atom:link href="https://www.politik-digital.de/tag/bundesliga/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<description>Information, Kommunikation, Partizipation</description>
	<lastBuildDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://www.politik-digital.de/wp-content/uploads/2020/07/cropped-Politik-Digital_Logo_Sign_Gradient-512-32x32.png</url>
	<title>Bundesliga &#8211; politik-digital</title>
	<link>https://www.politik-digital.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Football&#039;s coming home: Die Pro 15.30 Initiative</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/footballs_coming_home_die_pro_15_30_initiative-658/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/footballs_coming_home_die_pro_15_30_initiative-658/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[kwahl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitten ins Netz: Die Initiative Pro15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fan]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Pro 15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetforum]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/footballs_coming_home_die_pro_15_30_initiative-658/</guid>

					<description><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fußballfans
protestieren gegen die Macht des Geldes und werden gehört.
Im Mai versammeln sich Vertreter der Bundesliga und der
Fan-Initiative um einen Runden Tisch. Auf dem Spiel steht
der Sonntags-Fußball.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Fußballfans<br />
protestieren gegen die Macht des Geldes und werden gehört.<br />
Im Mai versammeln sich Vertreter der Bundesliga und der<br />
Fan-Initiative um einen Runden Tisch. Auf dem Spiel steht<br />
der Sonntags-Fußball.</span><!--break-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">&quot;DFB, Du Hure Kirchs &#8211; Gib uns unser Spiel zurück&quot; oder &quot;Schalke und<br />
Bayer 04 wollen wir samstags um halb vier&quot; schallt es neuerdings aus<br />
den Fußball-Stadien. Landesweit haben sich Fußball-Fans aller Vereine<br />
organisiert und der Kommerzialisierung ihres Lieblingssportes den Kampf<br />
angesagt. Im Mittelpunkt ihrer Kritik stehen der Deutsche Fußball-Bund<br />
(DFB) sowie der Fernsehsender Premiere, Inhaber der Übertagungsrechte,<br />
die für die Zerstückelung der Spieltage verantwortlich gemacht werden.<b> </b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dass es plötzlich überall gut<br />
organisierte Protestaktionen gegen die Handhabung von<br />
Bundesliga-Spielen und ihre Übertragung gibt, kommt nicht von ungefähr.<br />
Auch wenn es um Volkssport Nr. eins geht, wissen die Betroffenen sich<br />
übers Internet zu organisieren. Aus vereinzelten Aufrufen in den<br />
Diskussionsforen von <a href="http://www.stadionwelt.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.stadionwelt.de</a> entstand im Januar 2001 die Website <a href="http://www.pro1530.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">www.pro1530.de</a>,<br />
mit deren Hilfe seit dem 20. Spieltag bundesweit Protestaktionen<br />
organisiert werden. Seit einigen Wochen geistert die Pro-15.30 Bewegung<br />
auch durch die traditionellen Medien. Die Süddeutsche Zeitung etwa<br />
widmete den Aktionen bereits mehrere Artikel. Macht sich eine weitere<br />
Form von Protestkultur im Netz bemerkbar?<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Forderungen der Fans finden<br />
sich auf der Homepage: Abschaffung des Sonntags als regulären Spieltag,<br />
Festsetzung des Anpfiffs auf 15.30 Uhr, frühzeitige Bekanntgabe der<br />
Spieltermine und Einbezug der Fanbeauftragten der bei der Ansetzung der<br />
Spieltage. Grundsätzlich wollen die Fans erreichen, dass Abend- und<br />
Sonntagstermine nicht mit Spielen belegt werden, die eine Anreise von<br />
mehr als 200 bis 300 km erfordern.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bei vielen Begegnungen auf dem<br />
Rasen sind neuerdings Plakate der Pro1530-Bewegung zu sehen. Die<br />
Initiative hat eigentlich keine führenden Köpfe, die die Aktionen<br />
zentral planen. Sämtliche Aktivitäten werden über das Internet<br />
organisiert und dann lokal durchgeführt. So gibt es etwa Logos der<br />
&quot;Bewegung&quot; zum Herunterladen. Was die Anhänger konkret mit ihnen<br />
anfangen, bleibt ihren selbst überlassen. Ob sie sich T-Shirts drucken<br />
lassen oder Flugblätter verteilen, primäres Ziel ist es, die Blicke der<br />
Öffentlichkeit auf sich zu lenken.<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Bisheriger Höhepunkt waren die<br />
Proteste zum 27. Spieltag, an dem in vielen Stadien auf den Unmut der<br />
Fans aufmerksam gemacht wurde. Beim Spiel des FC Bayern gegen Bremen<br />
waren 20 000 Papptafeln im Münchner Stadion ausgelegt worden. Sie<br />
wurden während des Spiels hochgehalten und ergeben so den Schriftzug<br />
&quot;15:30&quot;. Häufig sind auch Kooperationen verschiedener Fanklubs durchs<br />
Netz zustande gekommen. Bielefelder Arminia-Fans wurden etwa mit<br />
Flugblättern aus Hamburg unterstützt.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Und das Konzept scheint<br />
aufzugehen. Mittlerweile haben sich führende Köpfe aus Politik und auch<br />
die Fußballgötter mit den Pro1530ern beschäftigt: Selbst<br />
Bundespräsident Johannes Rau äußerte sich in einem Interview mit dem<br />
Fußball-Magazin im Kicker: &quot;Die Bundesliga ist für mich das Herz des<br />
Fußballs! Sie lebt von den Besuchern im Stadion. Sie lebt von den<br />
Ereignissen, nicht von der Wiedergabe der Ereignisse. Die Stimmung im<br />
Stadion ist durch nichts zu ersetzen. Wenn man aber glaubt, nur das<br />
Fernsehen mache den Fußball zum Ereignis und bringe ihm seine<br />
gesellschaftliche Rolle, dann irrt man.&quot;<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In einem Interview mit der<br />
Zeitschrift Hörzu meinte Karl-Heinz Rummenigge: &quot;Wir alle [&#8230;] haben<br />
in den letzten Jahren zu sehr ans Geld gedacht&quot;. Uli Hoeneß betonte im<br />
Münchner Merkur:&quot;Der Fan im Stadion ist für mich das Wichtigste. Wenn<br />
sich herausstellt, dass durch die Samstagabend- und Sonntagsspiele<br />
weniger Zuschauer ins Stadion kommen, muss das zurückgeschraubt werden,<br />
auch wenn der Sender den Vereinen wichtiges Geld gibt.&quot; Noch dratischer<br />
formulierte es Rudi Völler, Teamchef der Fußball-Nationalmannschaft:<br />
&quot;Wir müssen diesen Protest sehr ernst nehmen. Die Fans sind die Kunden.<br />
Ohne sie geht nichts!&quot;. Und in der Tat haben einige ganz konsequente<br />
Fans auch bereits ihre Premiere-Decoder aus Protest an der Kirch-Gruppe<br />
zurückgegeben.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">In der zweiten Maiwoche sollen Vertreter des Initiative, des Deutschen Fußball-Bundes und der Kirch-Gruppe an<br />
einem Runden Tisch zusammentreffen und einen für alle Beteiligten akzeptabeln Kompromiss erzielen. Um den Ausgang<br />
der Gespräche nicht zu beeinflussen, wird der genaue Termin und Ort der Gespräche nicht bekanntgegeben.<br />
Dass hinter Pro1530 wirklich eine Massenbewegung steckt, bezweifeln jedoch noch einige wichtige<br />
&quot;Fußball-Köpfe&quot;.<br />
</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Borussia Dortmunds Manager<br />
Michael Meier beurteilte die Initiative Anfang April im Spiegel wie<br />
folgt: &quot;Hier haben ein paar Leute auf eine sehr intelligente Weise im<br />
Internet Forderungen aufgestellt, hinter denen wahrscheinlich die<br />
wenigsten Fußballfans wirklich stehen. Da ist eine Lawine losgetreten<br />
worden, die Fans wurden instrumentalisiert. Und jetzt machen viele nur<br />
mit, weil alle das tun, und denken nicht mehr nach, was sie eigentlich<br />
erreichen wollen.&quot; Ob sich diese Einschätzung nicht als nicht eine<br />
Abseitsfalle entpuppt, wird sich nach dem Runden Tisch zeigen.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/footballs_coming_home_die_pro_15_30_initiative-658/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#034;Sing when you are winning&#034;</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/sing_when_you_are_winning-660/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/sing_when_you_are_winning-660/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[cwelzel]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitten ins Netz: Die Initiative Pro15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fan]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative]]></category>
		<category><![CDATA[Pro 15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Internetforum]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas Krämer]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/sing_when_you_are_winning-660/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Mit Hilfe des
Internet konnte Pro15:30 zu größten Protestaktion
des deutschen Fußballs werden. Thomas Krämer
wacht über die Site, auf der die Fans sich gegenseitig
die Bälle zu spielen. politik-digital hat mit ihm
gesprochen und erfahren, welcher Geist im Fußball-Netz
herrscht.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Mit Hilfe des<br />
Internet konnte Pro15:30 zu größten Protestaktion<br />
des deutschen Fußballs werden. Thomas Krämer<br />
wacht über die Site, auf der die Fans sich gegenseitig<br />
die Bälle zu spielen. politik-digital hat mit ihm<br />
gesprochen und erfahren, welcher Geist im Fußball-Netz<br />
herrscht.</span><!--break--><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Ein Interview mit Thomas Krämer, Initiative pro15:30</b></span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><img decoding="async" src="http://www.politik-digital.de/edemocracy/netzkampagnen/images/PRO1530.gif" alt="Initiative Pro15:30" /><br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><a href="http://www.pro1530.de/" target="_new" rel="noopener noreferrer">Die Initiative pro15:30</a> hat zwar keinen &quot;Chef&quot; aber<br />
Thomas Krämer ist einer der Sprecher der Protestkampagne. Der FC-Fan setzt sich bei pro15:30 für die<br />
Verlegung der Sonntagsspiele auf den familien- und arbeitnehmerfreundlicheren Samstag ein. Im &quot;echten&quot; Leben ist<br />
Thomas Krämer, der in Köln auch in der &quot;Bunten Liga&quot; kickt, Unternehmer. Und da er sich als solcher mit<br />
Softwareentwicklung und Seitenkonzeption bestens auskennt, kümmert er sich auch um die Internetsite der<br />
Fußballaktivisten.<br />
</span><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> </span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Ziele verfolgt die Initiative 15:30?</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Unsere<br />
Hauptforderung ist die Abschaffung des Sonntagsspiels. Zur Zeit finden<br />
ungefähr 40% der Spiele abhängig von dem UEFA-Spiel Donnerstags am<br />
Sonntag statt, aber ungefähr 50% der Spiele sollen so bald wie möglich<br />
Samstags stattfinden. Weiterhin wollen wir eine Ausgeglichenheit der<br />
Spieltage zwischen den Vereinen erreichen. Eine grundlegende Forderung<br />
ist auch, dass ein Fanbeauftragter bei der Terminplanung dabei ist,<br />
genau wie jemand von der Polizei, den Stadionbetreibern und dem Verein<br />
dabei ist.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Leute engagieren sich bei 15:30? Wie ist die Organisation aufgebaut?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Da lässt<br />
sich keine spezielle Gruppe nennen, das geht durch alle Gruppen durch.<br />
Wir haben auch keine festen Hierarchien. Jeder Verein stellt einen<br />
Ansprechpartner für die Initiative und wir checken nur, ob diese<br />
Ansprechpartner jeweils ok sind. Wir müssen ja sicherstellen, dass<br />
beispielsweise die emails sorgfältig behandelt werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Bedeutung hat das Internet für die Organisation?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Die<br />
Ansprechpartner sind in einer seperaten e-group, die zur internen<br />
Abstimmung eingerichtet wurde, organisiert. Daneben haben viele der<br />
Ansprechpartner eine eigene e-group für ihre Vereine eingerichtet. Das<br />
Internet spielt also, vor allem vor den Aktionen, eine wichtige Rolle<br />
bei der Abstimmung und Koordinierung. Im Moment lassen wir es<br />
allerdings ruhig angehen. Bevor im Mai der runde Tisch stattfindet<br />
wollen wir keine neuen Aktionen starten. Dementsprechend ruhig ist es<br />
auch im Netz. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Entfaltet die Initiative dabei im Netz ein Eigenleben?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Thomas Krämer:</b> Zunächst spiegelt das Netz die Initiative. Und<br />
sie zieht im Netz immer weitere Kreise. Sollte der Protest nach dem<br />
Runden Tisch noch weiter gehen müssen, dann wird das Netz eine noch<br />
zentralere Bedeutung erlangen. Es gibt beispielsweise schon<br />
Überlegungen, die Unterschriftslisten mit Digitaler Signatur<br />
durchzuführen und dadurch gültig zu machen. Das wäre eine<br />
flächenwirksame Ergänzung zu den Unterschriftenlisten vor den Stadien.<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Welche Aktionen gab es denn bereits im Netz? Was ist noch geplant?</span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Wir haben<br />
Unterschriftenlisten und Banner im Netz. Das Logo haben sich über 300<br />
Seiten heruntergeladen. Ansonsten planen wir die Aktionen weiterhin für<br />
die reale Welt. Der Protest soll dort ja bewusst moderat bleiben, wir<br />
sind ja nicht gegen unsere Vereine. Eine Verschärfüng des Protests käme<br />
einer Kluft zwischen Fan und Verein gleich. Sollte weiterer Protest<br />
nötig sein, dann werden wir am 3. oder 4. Spieltag der neuen Saison<br />
sicher Demonstrationen organisieren. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was können Sie über die Resonanz auf die Seite sagen? Gibt es Nutzerzahlen? Wieviele sind im Diskussionsforum aktiv?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> So ganz<br />
genau weiss ich das gar nicht, aber über 200.000 Zugriffe werden es<br />
inzwischen sein. Das Diskussionsforum müsste inzwischen in Aktionsforum<br />
umbenannt werden. Schliesslich sind sich die gut 1000 registrierten<br />
Mitglieder inzwischen weitgehend einig über die Ziele und koordinieren<br />
sich da eher. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Warum muss man sich für das Forum registrieren?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Das hat<br />
Sicherheitsgründe. Wenn Sie sich mal das Forum auf Sport1.de anschauen,<br />
dann finden Sie da jede Menge gewaltverherrlichende und auch<br />
rechtsradikale Parolen. Das wollten wir vermeiden, indem die Leute ihre<br />
Anonymität aufgeben mussten. Mitlesen kann ja trotzdem jeder. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Zunächst wurde pro15:30 über www.stadionwelt.de abgewickelt. Warum entschlossen Sie sich zu einem eigenständigen Angebot?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Die ganze<br />
Diskussion wurde ja in einem Forum auf der Site von Stadionwelt<br />
angetreten. In einem Forum namens &quot;Stimmung im Stadion&quot; haben sich<br />
immer mehr Leute gefunden, die die gleichen Kritikpunkte teilten.<br />
Daraus wurde dann Anfang des Jahres eine eigenständige Aktion. Wir<br />
wollten mit dem Namen, dem Slogan pro15:30 Aufmerksamkeit erlangen.<br />
Ausserdem sollte die Initiative leicht im Netz zu finden sein, deswegen<br />
die Site. www.stadionwelt.de hat aber immer noch sehr viel mehr<br />
Besucher. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Worin besteht die Verbindung von Internet und Fußball? Gibt es eine Fankultur im Netz?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Im Netz<br />
wird die Fankultur gespiegelt. Es gibt ja leider auch Hoolgigan-Seiten<br />
im Netz. Insgesamt gehen wir davon aus, dass 10-15% der Fußballfans<br />
online sind. Die Themen die im Netz diskutiert werden finden meist<br />
Eingang in die Fanzines und Fangruppen und werden so verbreitet. Die<br />
Zustimmung zu pro15:30 dürfte in der Fanwelt bei 90% liegen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Gibt es durch das Internet eine Möglichkeit, beispielsweise die Schlägereien zwischen den Vereinen in den Griff zu bekommen?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Zunächst<br />
kann man feststellen, dass das Verhältnis der Fans untereinander besser<br />
wird. Und über das Netz ist ein größerer Austausch da. Im Netz reden<br />
die Fans meist vernünftiger miteinander. Natürlich bleibt trotzdem eine<br />
gesunde Rivalität bestehen. Mit 15:30 ist uns auch über das Netz die<br />
größte Protestaktion der Fußballgeschichte gelungen. </span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Einige Fans haben ja aus Protest ihre Premier-Decoder zurückgegeben. Ist das sinnvoll?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Ja, davon<br />
habe ich auch gehört&#8230;. Besonders sinnvoll ist das nicht, denn die<br />
Kirchgruppe ist nur mitschuldig. In Wirklichkeit gibt es eine<br />
Kausalkette, in der auch die Liga und letztlich sogar die UEFA<br />
vorkommt. Für das Problem gibt es mehere Ansprechpartner<br />
</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Die Sie ja auch an dem Runden Tisch Mitte Mai zusammenführen wollen.<br />
</span><br />
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Ja, die<br />
Teilnehmer sind: Herr Straub (Geschäftsführer der Bundesliga), Herr<br />
Hackmann (Präsident der Bundesliga und Präsident des HSV), Dr. Liegl<br />
(Kirch-Media Gruppe), Vertreter des BKA und des Innenministeriums, der<br />
Vertreter der FAnbeauftragten Herr Mendel und sechs Vertreter von<br />
unserer Initiative. </span></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Was sind ihre Erwartungen an diesen Runden Tisch?</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Thomas Krämer:</b> Wir hoffen,<br />
dass das Problem Ernst genommen wird und das man uns anbietet, an der<br />
Lösung zu arbeiten, eine Perspektive zu entwickeln. Ich habe das<br />
Gefühl, das ein Umdenken stattgefunden hat: bekannte Persönlichkeiten<br />
wie Karl-Heinz Rumenigge und sogar der Bundespräsident Rau haben sich<br />
für uns ausgesprochen, auch die Grünen unterstützen uns. Ich glaube,<br />
dass es in der nächsten Saison kein Sonntagsspiel Freiburg-Rostock mehr<br />
geben wird, zu dem die Fans 1000 Kilometer reisen müssen. Falls der<br />
Runde Tisch die gewünschte Perspektive nicht bringt, werden wir weiter<br />
sehen. Unser Fannetzwerk ist inzwischen sehr intensiv. Und es kann<br />
weiter und wieder genutzt werden.</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b><span style="color: #ff6600">politik-digital:</span></b> Vielen Dank für das Gespräch.</span>
</p>
<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Die Fragen stellte Carolin Welzel.</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/sing_when_you_are_winning-660/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Jetzt geht&#039;s looos!</title>
		<link>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/jetzt_gehts_looos-663/</link>
					<comments>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/jetzt_gehts_looos-663/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[aheyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 31 Dec 1969 23:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Mitten ins Netz: Die Initiative Pro15:30]]></category>
		<category><![CDATA[Medienpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Sport]]></category>
		<category><![CDATA[Premiere]]></category>
		<category><![CDATA[Spieltermin]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.politik-digital.de/uncategorized/jetzt_gehts_looos-663/</guid>

					<description><![CDATA[<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Damals, als 1974
auf dem Bieberer Berg Beckenbauer baden gingen, schien
kein Flutlicht. Damals ging man Samstag nachmittag zu
Fußball. In seinem Essay plädiert unser Mann
beim 1. FC Köln aber nicht nur für die Samstagspiele.</span>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"> Damals, als 1974<br />
auf dem Bieberer Berg Beckenbauer baden gingen, schien<br />
kein Flutlicht. Damals ging man Samstag nachmittag zu<br />
Fußball. In seinem Essay plädiert unser Mann<br />
beim 1. FC Köln aber nicht nur für die Samstagspiele.</span><!--break--></p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><br />
<b>Bei den Umfragen über die bevorzugten Spieltermine für die Bundesliga stellt sich heraus,<br />
dass die Anstoß-Kombination Freitag abend plus Samstag nachmittag noch stärkere Zugkraft<br />
bei den Fußballfans hat als alle neun Spiele samstags um 15:30 Uhr. Dabei war es die Ausweitung<br />
auf den Freitagabend, durch die die traditionelle Einheitlichkeit der Liga flöten ging.</b><br />
</span>
</p>
<p>
<!--So lukrativ war Fußball-Allgemeinbildung noch nie: 230.000 Mark für Heiko Herrlichs erstes Saisontor!
So viel echtes Geld gewann neulich doch tatsächlich ein Studiogast der Sat1-Show ran, weil er,
bei vier vorgegebenen Namen, den ersten Bundesligatorschützen der Saison 2000/2001 richtig
benannte. Eine Frage, die nach den schweren Du-knackst-den-Jackpot-auch-nicht-Fragen der
Wochen davor für Heavy User der Bundesliga leicht zu beantworten war.


<p>
In der Gesamtbevölkerung bilden diese Menschen zwar eine kaum messbare Minderheit,
aber in den Bundesligastadien stehen sie eine Stunde vor Spielbeginn an den Ständen, wo
Fanzines und neue Schalkollektionen gehandelt werden, und sagen so schnell 'HeikoHerrlich', wie
der damals den Ball volley ins Rostocker Tor geknallt hat.


<p>
Nach langen Wochen der sommerlichen Bundesliga-Abstinenz nimmt der erste
Torschütze einer neuen Saison einen besonderen Platz in der Erinnerung
ein, so wie die erste Mannschaft, die man im Panini-Album komplett hat. Auch wenn
mittlerweile diverse Wettbewerbe in der Sommerpause die Vorfreude auf die Liga
verringern, so verbindet sich mit dem ersten Spieltag immer eine wochenlange
Phase der mentalen Vorbereitung. Nach der theoretischen Vorbereitung mit Hilfe des neuen
Sonderhefts geht es endlich los!-->
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Als wir noch nicht so groß wie heute waren, sind wir zum ersten Mal mit ins Stadion genommen worden &#8211;<br />
und weil die meisten<br />
Kinder bei Flutlichtspielen zu spät ins Bett kommen würden, war das höchstwahrscheinlich an einem<br />
Samstag um 15:30 Uhr. Klassisch, so soll es sein. Allerdings &#8211; die erste ernüchternde Einschränkung:<br />
Auch die Anstoßzeit<br />
15:30 Uhr ist kein &#8216;Urgestein der Liga&#8217;; ich zitiere aus einer kurzen Mail-Antwort der DFB-Pressestelle:<br />
&quot;Früher wurde samstags meist um 15 Uhr gespielt. Es gab aber auch die Anstoßzeiten 14.30 uhr oder<br />
(Jahreszeit-bedingt) 17 Uhr.&quot;<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Irgendwann, vielleicht sogar schon<br />
vor der Stadioninitation, haben wir auch zum ersten Mal mitbekommen,<br />
dass die Bundesliga neu geboren aus der Sommerpause kommt &#8211; auch dies ein Datum, das<br />
einen mit anderen Fußballfans verbindet &#8211; auch wenn die ein ganz anderes Jahr im Sinn haben.<br />
Und das einen verklärt an den ersten richtig wahrgenommenen 1. Spieltag denken lässt.<br />
Ich erinnere mich noch recht frisch daran, wie 1974 nach dem WM-Sieg mit Beckenbauer,<br />
Müller und Co. Bayern auf dem Bieberer Berg mit 0:6 baden ging, und in der Zeitung<br />
war ein Foto, wie Sepp Maier den Ball im Netz vergnatzt hinterher guckt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber die Preview der Premiere am Freitag abend? Liebe Leser der jüngeren Generation: das<br />
war nicht immer so! Wir haben uns halt dran gewöhnt, und vielen gefällt so ein Flutlichtspiel<br />
ab und zu auch sehr gut. Zumindest wenn es zum Anfang des Wochenendes, eben am Freitag,<br />
stattfindet. Fußball am Samstag oder Sonntag abend ist den meisten Fans offenbar weniger recht.<br />
Und das gilt selbst, wenn man die direkt Betroffenen, die &#8216;Auswärts-sind-wir-auch-immer-dabei&#8217;-Fans<br />
mit ihren Logistikproblemen einmal ausklammert.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Um der Frage näher zu kommen, wo diese Ablehnung der Abende des Samstag und des Sonntag, die in so<br />
deutlichem Kontrast zur Befürwortung des Freitagsabendtermins steht, herrührt, bemühen<br />
viele  soziologische Argumente, die mit<br />
Freizeitverhalten und Traditionen zu tun haben. Andere ärgern sich vor allem<br />
über die vermeintliche oder tatsächliche Vergewaltigung des Fußballs durch das Fernsehen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">An dieser Stelle will ich zuächst einfach zurückblicken &#8211; darauf, wie der Freitag in die Samstags-Fußballwelt<br />
Einzug hielt. Und besonders markant ist dies eben an den ersten Spieltagen festzumachen.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Durchgängig mindestens ein Spiel am Freitag abend zum Saisonauftakt gibt es erst<br />
seit 1982. Schnell waren es zwei Spiele, schließlich sogar drei. Bis der Fernsehsender Premiere den<br />
Freitag abend auf ein Spiel der ersten Bundesliga zurücksetzte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>Die Geschichte des Freitag abend</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Aber wann begann das mit den Freitagsspielen eigentlich?<br />
Was ein konkretes Datum betrifft, ist das schwer zu sagen.<br />
Zum einen liegt das daran, dass sich auch die Datenbanken des DFB und von<br />
ran nicht über alle Spieltermine in den 60er Jahren einig sind. War es im Mai 1965 beim<br />
Spiel Duisburg gegen 60 München oder ein Jahr später beim Duisburger Heimspiel gegen Schalke?<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">So oder so blieben Freitagspiele in den 60ern eine Seltenheit &#8211; von einem<br />
Dammbruch konnte keine Rede sein. Erst in der Saison 1970/71 wurden Freitagsspiele<br />
zur häufiger in Anspruch genommenen Gewohnheit.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Auch der erste Saisonauftakt am Freitagabend war eine &#8211; aus heutiger Sicht rätselhafte &#8211;<br />
Ausnahme: am 18.8.1967 spielte wieder der MSV Duisburg ein Heimspiel und erreichte gegen<br />
Borussia Dortmund <a href="http://www.dfb.de/bliga/bundes/archiv/1967/schemen/1.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ein 2:2.</a> Der erste Torschütze der Saison hieß Djordje Pavlic, der den<br />
sich und den MSV mit einem schnöden Foulelfmeter in die Pole Position gebracht hatte.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Null &#8216;Erstes-Tor&#8217;-Konkurrenz von den anderen Plätzen &#8211; das gab es dann elf Jahre nicht<br />
mehr am 1. Spieltag &#8211; bis zum 11.8.1978, als ohne Not das Spiel MSV Duisburg gegen Arminia Bielefeld auf den<br />
Freitagabend gelegt wurde. Ronnie Worm, wer sonst von den da noch wirklich quer<br />
gestreiften &#8216;Zebras&#8217;, schoss das erste Saisontor; am Ende stand es 1:1. Ohne Not spielten<br />
übrigens die Bielefelder in gelben Trikots und schwarzen Hosen. Die Spätfolgen<br />
prägen heute unser Bundesliga-Leben in absurd colorierten Auswärts-Trikots und einem<br />
absurd auseinander gezogenen Spieltag.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica"><b>und warum nicht Sonntag?</b><br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Dennoch sind die Freitage in unserer Bundesliga-Wahrnehmung &#8216;richtige&#8217; Spieltage &#8211; selbst<br />
als jahrelang ein Drittel aller Spiele schon am Freitag abend über die Bühne war, regte<br />
sich dagegen kein wahrnehmbarer Protest. Wenn Ronnie Worm seinerzeit nicht am Freitag<br />
sondern am Sonntag abend getroffen hätte, bzw. wenn schon 1970 die Wahl eines zweiten<br />
Spieltermins statt auf den Freitag auf den Sonntag gefallen wäre &#8211; es wäre uns heute liebgewonnene<br />
Tradition. Allerdings erschien der Sonntag vor dreißig Jahren einer noch stärker von Kirchen und<br />
Amateursportvereinen geprägten Öffentlichkeit noch ein Stück heiliger als<br />
heute und kam deshalb offenbar nicht in Betracht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Der Sonntag ist aber nicht per se ein gruseliger Spieltag &#8211; durch die frühe Anstoßzeit von 17:30 Uhr<br />
ist er dies noch nicht einmal für die Auswärtsfans, jedenfalls nicht mehr als der Freitag.<br />
Er war einfach nicht rechtzeitig da. Denn *zwei* Spieltermine will der Fußballfan &#8211; mehr nicht.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Jahrelang, seit am 8.8.1993 mit dem Spiel Werder Bremen gegen VfB Stuttgart (5:1) ein Spiel des<br />
ersten Spieltags an einem  Sonntag stattfand, wurde dieser Termin von den Fans mehr toleriert denn<br />
geliebt. Durch die Hinzunahme eines vierten Termins am Samstag abend und das zweite Spiel am<br />
Sonntag haben die Verantwortlichen bei DFB und Premiere den Bogen nun überspannt.<br />
</span>
</p>
<p>
<span style="font-size: x-small; font-family: Arial,helvetica">Denn an die Zerfledderung des Spieltags mit bis zu vier &#8216;Spitzenreitern&#8217; an einem Wochenende<br />
werden sich die Fans viel schwerer gewöhnen als an Flutlicht und vorgezogene Tor-Premieren.<br />
</span></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://www.politik-digital.de/mitten-ins-netz-die-initiative-pro1530/jetzt_gehts_looos-663/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
